Gedichte
Das Schlachtfeld meiner Seele

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"Das Schlachtfeld meiner Seele"
Veröffentlicht am 01. August 2013, 4 Seiten
Kategorie Gedichte
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Das Schlachtfeld meiner Seele

Das Schlachtfeld meiner Seele

In mir tanzen drei Dämonen. Ich nenne sie Trauer, Wut und Angst.

Die Trauer wirkt wie eine Blase. Sie bläht sich auf und
drückt sich in alle Ecken meiner Seele. Sie steigt in mir auf und drückt gegen
mein Herz. Gegen meine Lungen und gibt mir das Gefühl mich zu erdrücken. Es ist
die Trauer über alles schlechte, was in meinem Leben passiert ist.

Die Wut ist wie ein Schatten. Ein Schatten der sich
langsam anschleicht und mich von hinten anspringt. Ich fühle sie. Und sie ist immer
da. Die Wut auf alles. Die Wut auf die Menschen, die meine Kindheit, mein Leben
zerstört haben. Und die Wut auf diejenigen, die nicht verstehen.

Die Angst ist ihre Hülle. Sie nährt sie und sie schützt sie.
Die Angst, die mich daran hindert die Dämme brechen zu lassen. Die Dämme,
die die Tränen der Trauer tief in mir gefangen halten. Die Angst davor im Meer
der Tränen zu ertrinken.
Die Angst vor der Wut. Die Angst die Wut zuzulassen und
mit ihr zu leben. Die Angst vor ihren Dimensionen. Die Angst vor ihrer Aggression.
Die Angst davor mich in rasender Wut zu verlieren.

Die Angst ist ein Gedanke, dessen Gewicht mich mit aller Kraft nach unten zieht.


In mir tanzen drei Engel. Ich nenne sie Liebe, Freude und Hoffnung.

Die Liebe, die ich von den Menschen bekomme die mich
verstehen. Die Stärke die sie mir durch ihre Zuversicht und ihr Dasein geben.
Die Menschen, die mir jeden Tag aufs Neue zeigen, wofür es sich zu leben lohnt.

Die Freude über all die schönen Dinge dieser Welt. Die Dinge die mich tief
in meiner Seele berühren. Die Dinge die mir ein Lächeln ins
Gesicht zaubern während die Trauer an meinem Herzen zerrt. Die Dinge, die mir
jeden Tag aufs Neue zeigen, wofür es sich zu leben lohnt.
 
Die Hoffnung hat zwei Flügel um mich in die Höhe zu
tragen. So hoch hinaus, dass ich hinter dem Horizont den ruhigen See meiner
Seele sehen kann, den ich sehnsüchtig erwarte. Der See, am Rande des Schlachtfelds.
Die Hoffnung, dass ich das Ende des Schlachtfelds erreiche. Dass die Dämonen aufhören
zu tanzen und im Einklang mit meiner Seele ihren Frieden finden.

Die Hoffnung ist ein Gedanke, der mich beflügelt und mich mit aller Kraft nach oben zieht.


Und so tanzen sie. Engel und Dämonen. Auf ihrer goldenen Tanzfläche.
Auf dem Schlachtfeld meiner Seele.

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DraX01

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SecretSoul KLASSE! - Ein echt starkes Gedicht!

LG SS
Vor langer Zeit - Antworten
Gaenseblume Sehr intensiv geschrieben. Hat mich gefesselt. LG Marina Gaenseblume
Vor langer Zeit - Antworten
Rehkitz Haben wir nicht alle diese diese Angst, diese Wut, diese Traurigkeit? dann kommt wieder die Liebe, die Hoffnung, die Freude.
Wer den Regen nicht kennt, kann den Sonnenschein nicht genießen.
Mein Zauberwort heißt Zufriedenheit. Geduld mit sich . Jeden Tag können wir ein neues Leben anfangen. Es liegt nur an uns das Beste daraus zu machen.

Ich wünsche Dir eine wundervolle Nacht.
Mit lieben Grüßen Theresia
Vor langer Zeit - Antworten
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