Kurzgeschichte
Das Steinhaus am Berg

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"Das Steinhaus am Berg"
Veröffentlicht am 22. Juli 2008, 10 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
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Über den Autor:

das kleine Trine-ABC : Albern Brav Chaotisch Direkt Ehrlich Freundlich Gutgelaunt Harmonisch Intelligent Janz lieb, wa?! Kaffeejunkie Lusdisch Motiviert Nett Organisiert Politisch Querkopf Ruhig Spontan Treu Urlaubsreif Vendetta *breitgrins* Wachsam Zickig, zahm
Das Steinhaus am Berg

Das Steinhaus am Berg

Beschreibung

Auswandern nach Irland..mal wieder absolut unrealistisch, aber zum Träumen schön...

Somewhere in Ireland

Als Andy und ich unser neues Zuhause, ein Steinhaus ohne Dach, betrachteten, wußten wir, daß wir noch sehr viel Arbeit damit haben würden. Als wir die schwere Eisentür aufschlossen, wußten wir, warum uns der Auktionator bei McCarthys einen Rasenmäher dagelassen hatte. Alles ein einziger Unkrauthaufen. Na klasse, dachte ich beim ersten Anblick. „Ich geh´ einkaufen “,sagte Andy und weg war er. Als er 3 Stunden später vollgepackt wieder kam, hatte ich schon einen großen Teil des Unkrauts beseitigt. Nachdem wir unsere Tüten ins Trockene gestellt hatten, kam ein Auto und hupte. Andy ging zu dem Fahrer und kaufte für 107 Euro, 30 Sack Fertigzement und 30 Waschbetonplatten. Jetzt konnte es losgehen. Gemeinsam legten wir unser Haus mit den Platten aus. Bei der Steinleiter, die in den zweiten Stock führte, wußten wir erst nicht, was wir machen sollten, also füllten sie nur Zement in die Lücke. Als wir damit fertig waren, legten wir draußen noch den Stall mit den Platten aus. Als wir fertig waren, war der Boden im Haus schon getrocknet. Da es langsam dunkel wurde ,stellten wir unsere Koffer und Tüten in unser Haus. Die Ziegel und die restlichen Steine stellten wir in den Stall. Als wir gerade dabei waren unser Haus einzuräumen, klopfte es. Herr O´Sullivan stand mit zwei Kartons vor der Tür. Er war erstaunt, wie sehr sich unser Haus verändert hatte. „Aber, was ist mit dem Dach? “, fragte er. Das hatten wir total vergessen. Als nahm Andy einfach die Plane, mit der wir unsere Kommode abgedeckt hatten und nagelte sie an unser Dach. Nachdem Herr O´Sullivan gegangen war, machten wir uns daran unser Haus fertig aufzuräumen.

Im 2.Stock sollte das Bad und das Schlafzimmer sein. Aber erst war der untere Teil dran. Die Kommode stellten wir in eine Ecke, weil sie da nicht soviel Platz wegnehmen würde. Nur, was sollten wir da reintun ? Kurz entschlossen stellten wir unsere Koffer mit den Kleidern hinein. Auf die Kommode kam der CD-Player und der CD-Schrank. Andy nagelte ein Holzbrett an die Wand und ich stellte unsere ganzen Bücher darauf. Mittlerweile war es 2 Uhr nachts, doch wir waren noch längst nicht müde. In dem hintersten Eck des Raumes sollte unser Eßzimmer hinkommen, weil dort ein Mauervorsprung war, der aussah wie eine Bank. Wir legten Decken und Kissen darüber. Andy mauerte gerade einen passenden Tisch, als es klopfte. Es war der Mann vom Baumarkt, der uns für 50Euro Gartengeräte vorbeibrachte, die wir mittags bei ihm bestellt hatten. Nachdem er wieder gegangen war, suchten wir einen Platz für das viele Essen und Trinken und natürlich ein Bett. Ich kramte aus meinem Koffer die Luftmatratzen und Andy blies sie auf. Als Andy die Luftmatratzen hochgetragen hatte, holte ich Decken und Kissen und schon war unser Bett fertig. Oben war ein Loch im Boden, das Andy mit Zement ausgoß, während ich die verdreckten Fenster putzte. In dieses Loch sollten die Hygieneartikel hinein. Andy nagelte gerade einen Spiegel an die Wand und ich legte meinen Schafteppich vor unser Bett, als es heftig anfing zu regnen. Nun beschlossen wir doch ins Bett zu gehen. Andy nahm die Petroleumlampe und wir stiegen die Treppe hinauf. Als wir da so eingepackt lagen, sagte er, daß er morgen ein Stahlbett kaufen würde. Ich beschloß am anderen Morgen das Dach zu decken. Als wir morgens aufwachten, schien die Sonne herein und wir bewunderten unser Haus. Wir konnten echt stolz auf uns sein. Andy ging einkaufen und ich reparierte draußen die Dachrinne. Dann schaffte ich das getrocknete Unkraut in den Stall und verteilte es in dem Trog. Als ich gerade den letzten Ziegel vor unser Haus geräumt hatte, kam ein Schafverkäufer, bei dem ich 3 Schafe kaufte. Ich brachte die Schafe in den Stall. Andy kam gerade mit einem Bollerwagen voller Sachen, als der Tierarzt anfuhr. Andy zäunte sofort das Grundstück ein und der Tierarzt war nach der Untersuchung sehr zufrieden mit dem Gesundheitszustand der Schafe. Als der Tierarzt wieder weg war, half ich Andy die Stahlbetteile  hoch zutragen. Dann machte ich mich sofort ans Essen kochen. Auf einmal hörte ich ein gellendes „Aua“ aus dem 2.Stock kam.

Sofort lief ich hoch und sah Andy mit schmerzverzerrtem Gesicht auf unserm halbfertigen Bett sitzen. Er hatte sich an einen der Stahlrohre geschnitten. Schnell holte ich mein Verbandszeug und verarztete ich ihn. Dann ging ich raus und machte mich ans Dachdecken. Nach 3h stieg ich glücklich, aber erschöpft vom Dach. Ich versorgte die Schafe und brachte die Vorhängeschlösser an den Fensterläden an. Im Haus räumte ich auch noch etwas auf, den Kocher stellte ich ins Eßzimmer, den Mülleimer neben die Kommode, aber wohin mit den Koffern ? Andy nahm Plastiktüten und die Koffer und legte alles unter das Bett. Dann holte ich was zu Essen und gemeinsam saßen wir auf dem Bett. Ich ging noch mal runter , um mich umzuziehen. Als ich wieder oben war, hatte Andy meine 1000 Kuscheltiere schon am Kopfende drapiert. Als Dank gab ich ihm einen freundschaftlichen Kuß auf die Wange. Natürlich nur freundschaftlich, weil wir waren nur hierher gezogen, weil wir beide Irland und Steinhäuser liebten. Nachdem ich ihm diesen Kuß auf seine rauhe Wange gegeben habe, sah er mich total komisch an und ich bekam ein Kribbeln in der Magengegend, wie ich es zum letzten Mal bei Chris gespürt habe. Wir legten uns gemeinsam in unser Bett und sahen uns sekundenlang nur an. Dann mußten wir beide anfangen zu lachen, nahmen uns an der Hand und schliefen so nebeneinander ein. Am nächsten Morgen wurden wir durch lautes Blöcken geweckt. Andy versorgte die Schafe und ich machte Frühstück. Während wir frühstückten, wollte Andy wissen, ob es mir hier gefalle. „Natürlich.“, antwortete ich mit einem Lächeln, für das Andy bestimmt alles tun würde. Dann unterhielten wir uns über das Thema „Toilette“. Andy hatte einen Raum hinter unserm Haus mit Steinen ausgelegt und wollte heute eine  Toilette installieren. Ich wollte die Fensterrahmen noch bunt streichen. Doch als ich die Farbe besorgt hatte, kam mir der Einfall für Andy zu kochen. Als ich gerade fertig war, kam Andy rein und freute sich wahnsinnig darüber, daß ich gekocht hatte. Während des Essens schaute Andy mir immer in die Augen und mir wurde ganz anders. Am anderen Morgen ging ich zum nahegelegenen Fluß um Wäsche zu waschen und dachte dabei an Andy. Ich wollte unbedingt seine Freundin werden. Als ich heimkam, hatte Andy schon die Fensterrahmen gestrichen. Ich wollte gerade die Wäsche aufhängen, als es anfing zu regnen, wie es nur in Irland regnen konnte. Wir machten, daß wir reinkamen und ich hängte die Wäsche über die Steinleiter. Andy holte unsere Luftmatratzen und Decken. So saßen wir eng aneinander geschmiegt da. Bei mir kribbelte es und ich spürte Andys Herzschlag. Er flüsterte mir ins Ohr: „Ich liebe dich.“ Wir sahen uns an und unsere Köpfe bewegten sich langsam aufeinander zu. Draußen hörte man das Blöcken der Schafe und das Gewitter. Mir ging ein wirrer Gedanke durch den Kopf. Sollten wir besser nicht nur Freunde bleiben ? Als sich unsere Lippen trafen, sauste draußen ein Blitz vom Himmel. Und wenn wir uns nicht geküßt hätten, wären wir jetzt nur noch gute Freunde

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aerztefan1412 auswandern nach irland - is sehr schön geschrieben
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