Romane & Erzählungen
Achtung Stechmonster - Storybattl 21 9 Seiten

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"Achtung Stechmonster - Storybattl 21 9 Seiten"
Veröffentlicht am 29. Januar 2013, 14 Seiten
Kategorie Romane & Erzählungen
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Achtung Stechmonster - Storybattl 21 9 Seiten

Achtung Stechmonster - Storybattl 21 9 Seiten

 

Als Gregor Samsa eines Morgens aus seinen unruhigen Tr├Ąumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheurem Floh verwandelt.

Das bemerkte er nat├╝rlich nicht gleich. Nur, dass er sehr erhitzt war. Er lag im Bett und lie├č den gestrigen Abend mit seiner Frau Sybille noch einmal Revue passieren. Ja stimmt, sie w├╝rde heute noch nach Nosse, zu einem Seminar fahren. Sein Angebot, sie dort hinzufahren, hatte sie dankend abgelehnt. Eine Kollegin w├╝rde sie mit nehmen. Dann eben nicht, aber er war doch ein wenig ├Ąrgerlich. Zum einen war das schon das dritte Seminar in diesem

Jahr und zum anderen war er sauer, weil sie immer sein Angebot, sie zu fahren, ablehnte. Er maulte etwas rum, aber da sie ja nun ein paarTage weg war, k├Ânnte man den Abend ja auch noch etwas sinnvoller gestalten. Er holte eine Flasche ihres Lieblingsweins aus dem Keller und begab sich dann unter die Dusche. Allerdings hatte er die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Sybille ging sofort ins Bett. Zuvor empfahl sie ihm eine Fu├čballsendung im Fernsehen. Als ob sie nicht w├╝sste, dass er Fussball hasst. Also trank er den Wein allein und ging dann zu Bett.


Was war bloss mit ihm los? Er h├╝pfte aus

dem Bett. Auch die Entfernung zum Boden kam ihm nicht geheuer vor. Er hatte doch nur eine Flasche Wein getrunken, verdammter Mist. Also h├╝pfte er in Richtung des Spiegels. War der Wein zuviel gewesen? Endlich hatte er den Spiegel erreicht und staunte nicht schlecht. "Du lieber Himmel2, schrie er, "ich bin ja ein Floh." Diese Erkenntnis haute ihn fast um. Was nun? Erst mal schauen, ob Sybille noch da war. M├╝hsam h├╝pfte er Richtung K├╝che, aber zu seiner Freude stellte er fest, dass seine Spr├╝nge schon schneller und elastischer wurden. Gl├╝ck gehabt, Sybille war noch da Sie stopfte sich schon wieder diesen ekeligen Brei in den

Mund, angeblich ein tolles Mittel zum abnehmen. Na soll sie, an ihrer Figur ist ja doch nicht mehr viel zu ├Ąndern. Pl├Âtzlich kam ihm eine Idee. Mit Kaffee war ja heute nichts, aber... Er machte einige Spr├╝nge in Richtung Sybille und landete punktgenau auf ihrem Allerwertesten.

Stachel anlegen, zielen und rein in das Hinterteil. Sybilles Auhhh...war eine wahre Labsal f├╝r die Seele. Dann ├╝berlegte er. Das er zum Floh mutiert war, konnte er im Moment nicht ├Ąndern, aber er k├Ânnte... tolle Idee. Er musste sich aber beeilen,denn Sybille war schon dabei, den Mantel ├╝ber zu ziehen. Also, nicht lange ├╝berlegt, rein in die

Manteltasche. Gep├Ąck brauchte er nicht, denn ein Floh im Mantel w├Ąre genauso l├Ącherlich, wie ein Ziegenbock in Jeans. Sybille warf noch einen Blick hoch zum Mansardenzimmer, wo sie ihn wohl noch im tiefsten Schlaf w├Ąhnte. Dann verliess sie das Haus. Schnell eilte sie zwei Strassen weiter, wo schon ein flotter Flitzer auf sie wartete. Gregor linste ├╝ber den Rand der Manteltasche, um zu sehen, welche Kollegin auf sie wartete. Ein Mann, welcher dem Sonnenstudio wohl gerade noch so entkommen war, sprang aus dem Wagen und begr├╝sste Sybille mit einem Kuss. Gregor kochte. Das war doch die H├Âhe. Am liebsten h├Ątte er aus Wut um sich gebissen, aber

er konnte sich gerade noch so beherrschen.Dem angeregten Gespr├Ąch der beiden Turteltauben entnahm er, dass die Beiden schon l├Ąngere Zeit intimen Umgang pflegten.Er sprang in seiner Tasche vor Erregung hin und her. Das war ja nicht zu glauben, was dachte sich diese Schleiereule eigentlich, wer sie war? Ihm erz├Ąhlte sie immer was von Dienstreisen und Seminaren und dabei hatte sie ihn nach Strich und Faden betrogen. Na warte, meine Rache wird f├╝rchterlich sein.


Endlich waren sie im Hotel angekommen, wo Sybille gleich ihr Zimmer bezog. Nat├╝rlich dauerte es nicht

lange, da kam ihr Kollege zu "Besuch". Gregor war stinksauer, denn sie turtelten schon wieder schamlos miteinander. Aber zum Gl├╝ck sollte in einer Viertelstunde Seminarer├Âffnung sein, wie er aus ihrem Gespr├Ąch entnehmen konnte. "Macht bo├č, dass ihr weg kommt, rief er hinter ihnen her, was sie aber leider nicht h├Âren konnten.


Jetzt musste Gregor sich erst einmal wieder etwas erholen. Vollkommen ersch├Âpft sa├č er auf dem Bett. Mein Gott seufzte er, wo bin ich da nur rein geraten? Ist das Wirklichkeit, oder vielleicht nur ein Tagtraum?Er schob die Frage erst einmal zur Seite, im Moment

gab es Wichtigeres. Wie soll es weiter gehen? Sein armes, kleines Flohhirn drohte, vor ├ťberlastung zu platzen. Es half nichts, ihm stand eine harte Nachtschicht bevor. Er legte sich auf die Lauer und erwartete seine Opfer. Endlich h├Ârte er sie und ihm war klar, das jetzt seine Stunde kommen w├╝rde. Sybille ging ins Bad, w├Ąrend sich das braun gebrannte B├╝bchen schon einmal ins Bett begab. Jippi... ran an den Feind! Mit allen, ihm zu Gebote stehenden Kr├Ąften, griff er an. Vom Bauch zur Brust, von der Brust zu den Schultern und zur├╝ck, die Beine hoch, die Beine runter, mal dazwischen, oh war er gut !!! Der Kerl kratzte sich wie

ein Wilder, be├Ąugte seinen K├Ârper, aber Gregor war schnell, super schnell. B├╝bchen sp├╝rte ihn, sah ihn aber nicht. Was er sah, waren riesige Beulen. Und die waren feuerrot und juckten ekelhaft. Doch Gregor kannte keine Gnade Er summte "spiel mir das Lied vom Tod." Jetzt hatte B├╝bchen genug. Er rief ganz laut, ohne jegliches Feingef├╝hl: "Du hast Fl├Âhe, hier bleibe ich keine Sekunde l├Ąnger." Sprachs und weg war er, eine verdatterte Sybille zur├╝ck lassend. Diese Nacht hatte Gregor ihnen versalzen, so viel stand schon mal fest. Z├Ąrtlich h├╝pfte er noch mehrere Male ├╝ber Sybille, seinen Stachel spielerisch in ihre Haut piecksend und dann schlief

er ersch├Âpft ein. Irgendwann wurde er von undefinierbaren Ger├Ąuschen geweckt.Jetzt erkannte er Sybille, die vor dem Spiegel stand und Gregors "Arbeitserfolge" an ihrem Hintersteven betrachtete. Sie tat ihm nicht eine Sekunde lang leid Im Gegenteil. Als sie sich auf ihr Bett setzte, kam ihm etwas in den Sinn. H├Ątte er jetzt eine B├Ąrenfalle, h├Ątte er sie gerne unter ihren Po gelegt. H├Ątte noch den Vorteil gehabt, dass sie das Jucken nicht mehr gesp├╝rt h├Ątte. Ha,ha,ha... Wie war er doch wieder fies!


Am Morgen wurde Gregor wach und erinnerte sich an Alles. Sybille schlief

noch neben ihm. Hatte er nur getr├Ąumt? Leise stand er auf und sah sich um.Tats├Ąchlich war das hier ein Hotelzimmer und auf dem Briefpapier, was auf dem Schreibtisch lag, stand gross und fett "HOTEL SONNENSCHEIN NOSSE". Alsohatte er nicht getr├Ąumt. Dann sah er in den Spiegel und erkannte sein Gesicht. Sein Gesicht und nicht die Fratze eines Flohes. Wie sch├Ân! Aber was nun? Erst einmal legte Gregor sich wieder in das Bett zu Sybille, die langsam wach wurde, ihm die Arme um den Hals legte, sich an seinen K├Ârper kuschelte. Und dann hatten sie Sex miteinander, Sex wie sie ihn ewig nicht hatten. Nach

einiger Zeit st├Âhnte Sybille wohlig und schlug die Augen auf. Ein Schrei ert├Ânte. Gregor lachte laut ├╝ber ihr total entsetztes Gesicht. Er grinste sie an. "Mich hast Du hier wohl nicht erwartet?" Sybille sah ihn nur an, ohne wohl zu verstehen, was ├╝berhaupt geschehen war. Wie sollte sie auch, der Floh war Gregors Geheimnis und w├╝rde auch seines bleiben. Ehe er das Zimmer mit der noch immer fassungslosen Sybille verliess, drehte er sich an der T├╝r noch einmal um und bat Sybille dar├╝ber nachzudenken, wann sie ihre Scheidung beantragen wollen.


Dann ging er nach unten in den

Fr├╝hst├╝cksraum. Er freute sich auf Wei├čbrot mit Haselnusscreme und eine sch├Âne Tasse Kaffee. Als Gregor an der Rezeption vorbei ging, h├Ârte er, wie der Portier einem Pagen erz├Ąhlte, dass man gestern Abend noch einen Gast mit einer schlimmen Allergie in ein Krankenhaus bringen musste. Vergn├╝gt vor sich hinpfeifend, ging er fr├╝hst├╝cken.



 

 

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petjula007

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Ameise Tolle Geschichte, am besten gefiel mir die Attacke auf den Nebenbuhler. Einfach herrlich geschrieben. Lg Ameise
Vor langer Zeit - Antworten
petjula007 
Hallo liebe Ameise,
Danke für dein Lesen. Die Geschichte hat mir auch einen Riesenspass gemacht. Kann man sich alles bildlich vorstellen. Dank auch für Favo und "Talerchen"
LG
Petra.
Vor langer Zeit - Antworten
petjula007 
Fein, wenn es dir gefällt. Das war mal ein Storybattl und da sind ja bestimmte Wörter vorgegeben. Und daraus muss man was schreiben. Dann kommt eben auch mal so eine Geschichte zustande. Mir gefällt sie heute noch. Muß jedes mal schmunzeln, wenn ich es mal wieder lese. Danke für den Favo.
Liebe Grüße
Petra
Vor langer Zeit - Antworten
GertraudW 
Liebe Petra,
also DU hast vielleicht Ideen ... eine unheimlich spannende
und humorvolle Geschichte ist Dir da gelungen - ich habe
sie schmunzelnd gelesen.
Liebe Grüße und einen schönen Nachmittag
Gertraud
Vor langer Zeit - Antworten
Johannespi ich bin begeistert ├╝ber dieses lustige Geschichtchen. Ja, wnn doch nur alles so einfach w├Ąre.
Gruss Johannespi
Vor langer Zeit - Antworten
petjula007 Da hast Du wohl recht. Ich w├╝rde auch gern mal ├Âfter zu einem Floh mutieren. W├Ąr bestimmt lustig.

LG
Petra
Vor langer Zeit - Antworten
erato ***** - Einfach k├Âstlich - grinse wie eine Schmalzstulle
und h├╝pfe weiter... :-)))
HG
Thomas
Vor langer Zeit - Antworten
Pinball Eine tolle Idee - hast Du da gehabt und eine tolle Geschichte ist daraus geworden!
Mit Vergn├╝gen und einem breiten Grinsen gelesen!

LG Michael
Vor langer Zeit - Antworten
Eisblume Wie kommt (Frau) man blo├č auf diese Idee? -
einfach k├Âstlich.

Herzlichst,
Christa
Vor langer Zeit - Antworten
petjula007 Re: Gratulation -
Zitat: (Original von GerLINDE am 26.02.2013 - 16:37 Uhr) ....liebe Petra, mit Deiner FLOH-Geschichte im Wettbewerb. Du hast immerhin einen Spitzenplatz damit erreicht. Ein Superfloh, mach' weiter so!

LG Gerlinde


Danke liebe Gerlinde. Auch Dir herzlichen Gl├╝ckwunsch.

LG
Petra
Vor langer Zeit - Antworten
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