Krimis & Thriller
Losing Control (1)

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"Losing Control (1)"
Veröffentlicht am 12. Januar 2013, 6 Seiten
Kategorie Krimis & Thriller
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Losing Control (1)

Losing Control (1)

Kapitel 1

Ich öffnete meine Augen und musste ein paar Mal blinzeln. Allem Anschein nach, lag ich hier auf einem Bett. Aber es war nicht irgendeines, sondern das von Melinda und mir.
Tatsächlich befand ich mich in meiner Wohnung. Nur, wie war ich hier her gekommen?
Ich tastete meinen Kopf ab und da spürte ich den Schmerz. Und mit dem Schmerz kamen auch die Erinnerungen. Candy, dieses kleine Miststück hatte mir einen Schlag in die Magengrube verpasst und anschließend musste sie mich noch einmal am Kopf getroffen haben.
Das konnte alles nicht wahr sein. Erst verlor ich Melinda und nun musste ich damit kämpfen, nicht mein eigenes Leben zu verlieren.
Ich schwang meine Beine aus dem Bett, zu allem Übel konnte ich mich gerade so auf aufrecht halten. Mein Kreislauf spielte total verrückt. Ich ging aus dem Zimmer, Richtung Küche. Aus dem obersten Schrank nahm ich mir ein Glas und füllte es mit Leitungswasser. Irgendwo mussten hier doch noch ein paar Aspirin herum liegen. Nach kurzem Stöbern wurde ich schließlich fündig. Jetzt konnte ich nur auf eine schnelle Wirkung hoffen.
Ich bekam im ersten Moment gar nicht mit, dass mein Handy in der Hose vibrierte. Etwas ungläubig starrte ich auf das Display und nahm an, ohne ein Wort zu sprechen.
„Matt, ich hoffe, es geht dir gut!?“
Es war John.
„Was haben Sie mit mir gemacht?“ wollte ich wissen.
„Na, hast du schon Kopfschmerzen? Die werden bald vorüber sein. Mach dir keine Sorgen.“
Jetzt erst begriff ich worauf er hinaus wollte. Er hatte irgendetwas von einem Chip gefaselt, als ich in seinem Büro war.
Mein Herz begann schneller zu schlagen und meine Hände begannen zu schwitzen. Ich erkannte das Ausmaß der Dinge. Wenn John es wirklich geschafft hatte, mir einen Chip zu implantieren und wenn das Ganze ein voller Erfolg wäre!? Ich musste ihn aufhalten.
„Sie bluffen doch nur, John!“ antwortete ich ihm, doch meine Stimme zitterte. Kein Gutes Zeichen, um überzeugend zu klingen.
„Bist du dir da ganz sicher? Du warst mehr als drei Stunden bewusstlos. Was meinst du, hab ich mit dir in der Zwischenzeit angestellt? Dich einfach in deine Wohnung bringen lassen, ohne dir eines meiner bedeutsamsten Geschenke mit zu geben. Du und Melinda habt einen entscheidenden Fehler gemacht. Ihr habt euch an mich gewandt mit eurer Bitte. Und als Gegenleistung erwarte ich ein wenig mehr Respekt.“
„Lebt Melinda noch?“
„Ich sagte doch bereits, dass sie tot ist, Matt.“
„Das glaube ich einfach nicht. Was sind Sie nur für ein Schwein!?“ Meine Stimme bebte, Wut erfasste mich.
„Matt, bleib ruhig. Wenn du mir nicht glaubst, dann sieh einfach in den Spiegel. Dein Nacken wird jetzt für immer eine kleine Narben zieren!“
Ich hörte, wie jemand im Hintergrund lachte und John stimmte ein.
„Wir haben dich im Auge Matt!“ sang er.
Ich schleuderte das Handy gegen die Wand, wo es in viele Einzelteile zerfiel. Schnellen Schrittes lief ich zum Bad, stellte mich vor den Spiegel und versuchte zu erkennen, ob John recht behielt.
Mir stockte der Atem. Jetzt sah ich den kleinen Schnitt. Er war noch frisch und genäht.
Nein, nein, das konnte er mir nicht antun. John musste das Ding wieder aus mir heraus holen.
Ich verließ meine Wohnung und winkte mir ein Taxi heran.
„Fahren Sie mich bitte zur 2nd Avenue!“
Genau auf dieser Straße befanden sich die Bürogebäude, die John gemietet hatte. Vielleicht war das Glück ja auf meiner Seite und ich erwischte ihn noch.

Ich bedankte mich bei dem Fahrer und gab ihm ein ordentliches Trinkgeld. Mein Blick wanderte nach oben, entlang dieses riesigen Gebäudes. Ich stieg die Treppen nach oben und öffnete die Eingangstür. Ein Gefühl der Angst erfasste mich. In der Eingangshalle stand ein Mann, der damit beschäftigt war, den Boden zu reinigen.
Irgendetwas war hier alles andere als normal. Weder eine Empfangsdame oder irgendein Mitarbeiter war zu sehen. Und das war um diese Zeit unüblich. Normalerweise waren die alle wie Ameisen.
„Ähm, entschuldigen Sie, Sir.“
Der Mann schaute auf und runzelte die Stirn.
„Ja?“ antwortete er.
„Ich bin auf der Suche nach Professor John Garver. Können Sie mir vielleicht sagen, ob er sich im Gebäude befindet?“
Jetzt sah mich dieser Kerl auch noch ungläubig an.
„Hör zu Junge, willst du mich verschaukeln? Hier war seit einem Jahr keiner mehr. Das Gebäude wurde geräumt. Und einen Professor John Garver kenne ich nicht. Ich müsste es wissen, denn ich arbeite seit mehr als zwanzig Jahren hier.“
Ich schluckte schwer, das war unmöglich. Ich war doch heute noch in einer dieser Räumlichkeiten.
„Was machen Sie dann hier, wenn eigentlich keiner mehr zu Gange ist?“ fragte ich.
„Nächsten Monat zieht hier eine neue Firma ein. Und bis dahin muss alles paletti sein, Wenn Sie mich jetzt also entschuldigen.“
Ich nickte ihm nur zu und bedankte mich für seine Auskunft. Ich war froh, wieder frische Luft atmen zu können, als ich raus auf die Straße trat.
Ich war leicht verwirrt.
Wo in Gottes Namen war John Garver?

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Fluegelschlag

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Shadow4444 wann wird es weiter geschrieben ich will mehr lesen :) das ist echt gut
Vor langer Zeit - Antworten
Ajumi2 
klingt gut =)
bin gespannt auf mehr

lG
Vivi
Vor langer Zeit - Antworten
Fluegelschlag Re: -
Zitat: (Original von ElisabethBlack am 13.01.2013 - 14:54 Uhr) Interessant. Gefällt mir, besonders die Tatsache, dass das Kapitel wie ein kleiner Film vor meinem inneren Auge abläuft, du hast gut beschrieben. Ein wenig unrealistisch finde ich allerdings, dass er kaum entsetzt darüber ist, dass seien Freundin (wenn ich das richtig verstandebn hab, diese Melinda) tot ist.
Ist das der erste Teil oder ein weiterführender? Würde eien Fortsetzung gerne hören.


Hallo!:)
Schön dass du hierher gefunden hast.
Es gibt noch einen Prolog und da wird erwähnt, dass Melinda tot ist.
Deswegen auch die Reaktion von Matt.

Vielen Dank fürs Lesen und ich hoffe, du schaust mal wieder vorbei. Der zweite Teil folgt sicher bald.

LG
Flügelschlag.
Vor langer Zeit - Antworten
ElisabethBlack Interessant. Gefällt mir, besonders die Tatsache, dass das Kapitel wie ein kleiner Film vor meinem inneren Auge abläuft, du hast gut beschrieben. Ein wenig unrealistisch finde ich allerdings, dass er kaum entsetzt darüber ist, dass seien Freundin (wenn ich das richtig verstandebn hab, diese Melinda) tot ist.
Ist das der erste Teil oder ein weiterführender? Würde eien Fortsetzung gerne hören.
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