Kinderbücher
Lena und der tanzende Weihnachtsbaum

0
"Lena und der tanzende Weihnachtsbaum"
Veröffentlicht am 19. Oktober 2012, 12 Seiten
Kategorie Kinderbücher
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Ich bin Musiker, Tonmeister und immer mehr Kinderbuchautor... Ich möchte LIEBE, Wärme und eine bunte Welt schenken.
Lena und der tanzende Weihnachtsbaum

Lena und der tanzende Weihnachtsbaum

Lena und der tanzende Weihnachtsbaum

Weihnachten, das Fest der Besinnlichkeit...

Aber von Ruhe und Besinnlichkeit konnte keine Rede sein. Und das war nicht nur zu Hause, in dem kleinen Dorf, wo Lena lebte so. Auf der ganzen Welt liefen die Menschen wie aufgescheuchte Hühner wild durcheinander.

Warum wusste keiner, das war eben so und wiederholte sich jedes Jahr.

Lenas Mama war in der Küche und

backte Weihnachtsplätzchen.

Der Duft war unwiderstehlich und kroch durchs ganze Haus.

Lena musste ab und zu einen Keks stibitzen, die schmeckten einfach wunderbar.

Auch Wuschel schnupperte aufgeregt in der Küche umher, wohl in der Hoffnung das er auch einen Keks bekam. Einen mit Kokos, die mochte er am liebsten. Aber keiner beachtete ihn.

Er wackelte zu Papa, der hatte immer ein Leckerli ...

Aber Papa hatte keine Zeit, er versuchte im Wohnzimmer den Weihnachtsbaum aufzustellen.

Wuschel schnupperte am Baum und wollte Papa helfen, aber der war genervt und zischte Wuschel zu: “Lass den Baum in Ruhe.”

Wuschel kroch erst einmal beleidigt in sein Körbchen.

Papa hatte echt zu kämpfen mit dem Baum, denn der war nicht so wie man sich einen Weihnachtsbaum vorstellt.

Dieses Jahr durfte Lena ihn aussuchen.

Das war gar nicht so einfach, denn Mama wollte einen richtig großen Tannenbaum und Papa lieber einen

kleinen, breiten.

Schließlich hatte Lena einen gefunden. “Der soll es sein!” , rief sie überzeugt. “Ach, bitte, bitte!”

Mama und Papa sahen sich geschockt an. Der Baum hatte zwei Spitzen und ihm fehlten an der einen Seite alle Äste.

Irgendwie sah er sehr trostlos aus.

“Den nimmt bestimmt keiner und dann ist er doch traurig, weil er Weihnachten nicht bei einer Familie sein kann. Er ist so groß wie Mama ihn sich gewünscht hat und so breit wie Papa es wollte, wenigstens auf der einen Seite.”

Lena sagte das mit einer so großen Überzeugung, da konnten Mama und Papa einfach nicht anders. Sie kauften ihn schließlich und er war sogar noch billiger als die anderen ...

Tja, und nun war Papa damit beschäftigt, ihn irgendwie aufzustellen. Weil die Zweige auf der einen Seite fehlten, war das nicht so leicht, ihn im Gleichgewicht zu halten. Immer wenn Papa ihn losließ, sackte er ganz langsam nach vorne weg.

Papa schnaufte und wischte sich den Schweiß von der Stirn, doch endlich rief er: “Fertig, puh, das war nicht so leicht.”

Stolz sah er auf sein Ergebnis. Ein wenig schief, wie der Turm von Pisa, stand der Tannenbaum in der Wohnzimmerecke...

Nun war Lena dran. Lena durfte den Weihnachtsbaum schmücken. Das machte sie jedes Jahr und sie machte es wirklich sehr gut.

Mama hatte schon den Christbaumschmuck aus dem Keller geholt und bereitgelegt.

Lena nahm eine rote Kugel und wollte sie gerade an einen der vorderen Zweige befestigen, da bewegte sich der

Tannenbaum auf sie zu ...

Dabei machte er kleine Sprünge, als ob er an die Wohnzimmerdecke hüpfen wollte und wenn Lena einen Schritt zurück machte, machte der Baum einen vor.

“Hilfe! Mama, Papa der Weihnachtsbaum kann laufen!” , schrie sie aufgeregt. Mama und Papa liefen zu Lena und staunten nicht schlecht. Der Tannenbaum hüpfte und wackelte tatsächlich im Wohnzimmer umher.

Lena stand mit der roten Kugel in der Hand zwischen Mama und Papa und bekam den Mund vor lauter Staunen

nicht mehr zu.

“Sieht aus als wenn der Baum tanzt.” , meinte Mama und machte die Musik aus dem Radio lauter. Und tatsächlich bewegte sich der Weihnachtsbaum zur Musik, jedenfalls sah es so aus.

So standen sie da und schauten dem unheimlichen Treiben erst einmal zu.

Dann stellte Papa fest: “Und knurren kann der Baum auch ...”

Denn der tanzende Weihnachtsbaum kam immer näher und knurrte dabei sehr schauerlich.

Allerdings stieß der Baum gegen den Wohnzimmertisch und fiel mit einem lauten Aufheuler um.

Dahinter stand ... Wuschel und freute sich.

“Wuschel, Du?” , riefen die drei wie aus einem Munde.

Ja, Wuschel hatte sich hinterm Tannenbaum versteckt. Er war wohl eifersüchtig, weil sich keiner um ihn gekümmert hatte. Alle streichelten Wuschel und er bekam ein Weihnachtsplätzchen, eines mit Kokos.

 

Mama band ihm eine goldene Schleife, mit einem kleinen abgebrochenen Zweig vom Tannenbaum, um den Hals und sagte: “Hast ja recht, warum haben wir uns auch nicht um Dich gekümmert.”

Papa durfte sich erneut mit dem Baum abmühen und stellte ihn wieder genauso schief in die Ecke. Lena konnte nun in Ruhe weiter schmücken, denn Wuschel legte sich neben den Tannenbaum, so als ob er sagen wollte:

“Ich bin viel schöner als dieser Weihnachtsbaum und schlauer bin ich auch...”

0

Hörbuch

Über den Autor

warmsoul
Ich bin Musiker, Tonmeister und immer mehr Kinderbuchautor...
Ich möchte LIEBE, Wärme und eine bunte Welt schenken.

Leser-Statistik
118

Leser
Quelle
Veröffentlicht am

Kommentare
Kommentar schreiben

Senden
Ameise Einfach süß deine Geschichte, Lg Ameise
Vor langer Zeit - Antworten
warmsoul vielen, lieben Dank...
Vor langer Zeit - Antworten
Buhuuuh Gut geschrieben, nette Idee. :-)

Simon
Vor langer Zeit - Antworten
warmsoul ...vielen Dank...
Vor langer Zeit - Antworten
MilunaTuani munter und lebendig, eine Freude beim Lesen, vlGGG, Miluna
Vor langer Zeit - Antworten
warmsoul ...DANKE...das motiviert...! liebe Grüße, Jürgen.
Vor langer Zeit - Antworten
Angelique Ja schreibe ein ganzen Buch, es eignet sich sehr schön zum Vorlesen.
lg. Angelique
Vor langer Zeit - Antworten
SPADE Was für eine heitere Geschichte ^o^ Top
Vor langer Zeit - Antworten
Loohsa Sehr schöne Geschichte und sehr schön erzählt! danke!
LGE
Vor langer Zeit - Antworten
Carolyn2 Toll erzählt, hat mir gut gefallen!

Fünf Sterne und viele Grüße von

Dörte
Vor langer Zeit - Antworten
Zeige mehr Kommentare
10
14
0
Senden

79558
Impressum / Nutzungsbedingungen / Datenschutzerklärung