Kurzgeschichte
Blaue Zettel, gelbe Schuhe, Schwarz & Weiß

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"Blaue Zettel, gelbe Schuhe, Schwarz & Weiß"
Veröffentlicht am 11. Oktober 2012, 18 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
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Über den Autor:

Ich bin PhanThomas, aber Leute, die mich kennen, dürfen mich auch gern Thomas nennen. Oder ach, nennt mich, wie ihr wollt. Denn ich bin ja ein flexibles Persönchen. Sowohl in dem, was ich darzustellen versuche, als auch in dem, was ich schreibe. Ich bin unheimlich egozentrisch und beginne Sätze daher gern mit mir selbst. Ich bin eine kreative Natur, die immer das Gefühl hat, leicht über den Dingen zu schweben - und das ganz ohne Drogen. Man ...
Blaue Zettel, gelbe Schuhe, Schwarz & Weiß

Blaue Zettel, gelbe Schuhe, Schwarz & Weiß

Beschreibung

Eine Kurzgeschichte über, nun ja, unter anderem das, was im Titel auftaucht. Alles fiktiv, aber die Welt ist groß und irgendwo trägt sich alles einmal zu. (Cover: © Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de; www.pixelio.de)

Ich ging mit meiner Tochter Schuhe kaufen und das war schlimm genug. Ein Vater, der mit seiner Tochter Schuhe kaufen geht, kann nur verlieren. Er verliert, wenn er den Laden betritt, weil in dem verdammten Kind nicht genug Weiblichkeit ausgebildet ist, um Schuhe als den geilsten Kram unter der Sonne zu vergöttern, weil Schuhe deswegen sehr viel langweiliger sind als Puppen und Süßigkeiten, weil das Anprobieren noch eine Nummer langweiliger ist. Ein Vater verliert, sobald er mitsamt erbeutetem Schuhwerk und dem Kind mit seinen verquollenen Augen den Schuhladen verlässt, weil der auf dem Goldberg der Entscheidungsbefugnis thronende Hausdrache die gekauften Exemplare nicht für gut befinden wird. Ganz egal, wie die Treter aussehen, ob es kompetente Beratung gab, egal, ob sie sie selbst auch ausgesucht hätte. Fakt ist, sie wird sie nicht ausgesucht haben, also kann das Ergebnis nicht zufriedenstellend sein. Soll sie’s doch nächstes Mal selbst machen, werde ich denken, es jedoch für mich behalten. Das Rezept einer guten Ehe besteht mindestens zu einem Drittel aus dem Vermögen, die Schnauze zu halten, wenn es angebracht ist.
    Und das beste Rezept für geschonte Nerven ist, das Kind, die junge Patriarchin, mit milden Gaben sanft zu stimmen. Um wenigstens der Quengelei der Jüngsten Einhalt zu gebieten, ging es drum vorher ab zum Kiosk im U-Bahnhof Alexanderplatz. Eis kaufen.
    Die noch freie Hand des Kindes haltend, marschierte ich also quer über den Alex zum Schuhladen. Augen zu und durch, mehr als ein paar weitere Jahre meines Restlebens konnte mich das Abenteuer hier nicht kosten. Ähnlich muss sich Frodo gefühlt haben, als er direkt auf Mordor zumarschiert ist, dachte ich.
    »Papaaa, nisst so snell«, motzte Jana prompt. »Mein Eis fällt doch sonst runter und denn musst du ein neues kaufen geh’n.«
    »Ja, dann kaufen wir ein neues«, murrte ich.
    »Aber dann simpft Mama, dass du zu viel Geld ause’eben hast.«
    Da hatte sie vermutlich recht.
    »Komm jetzt, Jana! Mama hat gesagt, wir sollen Schuhe für dich kaufen gehen. Die alten haben schon Löcher. Ich will nicht den ganzen Tag hier verbringen und du bestimmt auch nicht.«
    »Du ziehst aber an mei’m Aaarm!«, protestierte sie und verweigerte auf der Stelle den Weitermarsch, indem sie ihre Füße in den Boden stemmte und mich ausbremste wie eine Wagenkralle.
    »Schön, dann gehen wir eben langsamer«, sagte ich. »Dann iss wenigstens dein Eis ein bisschen schneller. Das schmilzt sonst.«
    Während wir über den Alex schlichen, boten wir natürlich das perfekte Opfer für die hundertprozentig vorhandenen Broschürenverteiler. Menschen mit Broschüren für alternative Kunstausstellungen, Eintrittsermäßigung fürs Komasaufen, Wachtürme, Straßenfeger, einfach alles, was das Herz begehrt. Ich hatte die Demo rings um die Weltzeituhr gar nicht bemerkt: Ein Haufen langhaariger Mittzwanziger, deren modischer Horizont sich auf übergroße Wollpullover, verlotterte Jeans bzw. Strumpfhosen und ein Sammelsurium aus Tüchern mit verschiedensten Mustern zu beschränken schien, hatte sich dran gemacht, die Pflastersteine mit bunter Kreide zu bemalen, die vorbeihastenden Massen mit Zurufen und Zetteln zu belagern und sich lautstark über irgendwelche offenbar empfundenen Ungerechtigkeiten zu echauffieren.
    Meine Augen versuchten noch, das Schauspiel ganz zu erfassen, da riss eine Stimme meine Aufmerksamkeit an sich. »Na, Sie interessieren sich wohl für unsere Aktion, was?«
    Erschrocken schaute ich wieder nach vorn. Eine junge Dame, eingehüllt in Wollpullover, Strumpfhose und, nun ja, ein paar Tücher, belagerte meinen Weg zwischen mir und dem Schuhladen und hielt mir einen großen blauen Zettel unter die Nase. »TIERLIEB? WERD VEGAN«, las ich. Direkt darunter ein paar Bilder von bemitleidenswert dreinschauenden Tieren in Ställen und ein Batzen Text, den ich zwischen dem Hier und Jetzt und dem Bald im Schuhladen auf gar keinen Fall lesen wollte.
    »Ähm, könnte ich mal vorbei? Ich hab’s etwas eilig«, formulierte ich es vorsichtig.
    »Ja, geh weg, geh weg! Wir wollen Suhe kauf’n geh’n«, ergänzte Jana weniger diplomatisch.
    Die junge Frau vor mir schaute ein wenig verdutzt zwischen Jana und mir hin und her. Mit ihrer Brille und dem vermutlich absichtlich ungekämmten Haarschopf - in Berlin gilt so was schließlich durchaus auch mal als modisch -, erinnerte sie mich an eine ungleich weiblichere und wahrscheinlich ökologisch bewusstere Version von Harry Potter. »Aber Sie haben doch gerade ganz interessiert zu uns rüber geschaut«, sagte sie.
    »Na ja«, setzte ich an und räusperte mich ob der leicht unangenehmen Situation. Es war nun nicht gerade Interesse an der Sache gewesen. »Eigentlich wollte ich mir nur einen Überblick über den Radau hier verschaffen. Man weiß ja nie, wo man da reingeraten könnte. Sie kenne das ja.«
    »Was soll’n das heißen?«, empörte sie sich und rempelte mich leicht an.
    »Genau! Macht nis so’n Radau!« Die Punktgenauigkeit hatte Jana definitiv von ihrer Mutter geerbt.
    »Mister, das, was wir hier machen, ist voll nachhaltig. Sagen Sie bloß, Sie essen Fleisch!«
    »Also im Moment nicht ...«
    »Lieben Sie etwa keine Tiere?« Sie schaute mich an, als hätte sie noch nie zuvor jemanden gesehen, der sich hin und wieder ein Steak gönnte. Allmählich ging mir das auf den Keks.
    »Ob ich Tiere liebe? Natürlich mag ich Tiere. Wir haben zwei Katzen zu Hause.« DAS würde sie ganz sicher überzeugen ...
    »Ey Mann, hier geht’s aber nicht um Katzen, sondern um Stalltiere. Rinder, Schweine, Hühner. All die armen Tiere, die wir jeden Tag ausbeuten. Tiere, die für uns leiden müssen, nur damit wir in Saus und Braus leben können. Besser noch, Leute wie Sie!« Den Argumentationsansatz kannte ich bereits aus Diskussionen über den Zustand in chinesischen Fabriken, aber diesen Zusammenhang hörte ich nicht oft.
    »Jetzt passen Sie mal auf!«, setzte ich an. Ich fand, die Frau hatte uns genug Zeit gestohlen. Ich hätte längst dabei sein können, eine plärrende Jana mit immer neuen Schuhen zum Anprobieren zu malträtieren. »Wir essen einmal in der Woche Fleisch. Eier gibt’s auch eher selten, also machen Sie jetzt hier kein Fass auf. Außerdem müssen wir wirklich weiter.«
    Ich wagte einen Ausfallschritt zur Seite, doch natürlich spielte das Mädel vor mir Spiegelbild - schließlich hatte sie mich an der Angel - und stellte sich abermals vor mich. Ihren blöden Zettel drückte sie mir wie eine Messerklinge gegen den Bauch.
    »Ach so einer sind Sie, was? Fressen wahrscheinlich den ganzen Tag Käse und trinken Milch. Wissen Sie überhaupt, wie ungesund das ist? Schon mal was von Osteoporose gehört? Allergien? Asthma? Alter, Milch ist für Kälber. Wann schnallt ihr Bonzen das?«
    Ein Schmunzeln konnte ich mir nicht verkneifen. »Ist ja ein Ding. Früher war Milch noch gesund, heute ist sie gefährlicher als Rattengift. Guck mal an. Schon komisch, wie die Welt sich verändert.«
    »Noch nie von der Milchlüge gehört?«, bohrte sie weiter nach und ignorierte meinen Zynismus entweder oder sie verstand ihn nicht.
    »Lügen sind doof!« Ein Kommentar, Treffer und versenkt, schon verschwand das Eis wieder in Janas Mund.
    »Ganz genau, kleine. Sagen Sie mal, haben Sie ihrer Tochter da ein Milcheis gegeben? Wahrscheinlich kriegt sie morgens auch schön ihre Cornflakes mit Milch, was? Das ist total ungesund, Mann! Sie machen ihr Kind krank!«
    »Jetzt schlägt’s aber dreizehn!« Wenn diese Hippiebraut jetzt noch meine Tochter zum Weinen bringen würde, dann durfte sie gleich herausfinden, dass es Dinge gab, die weitaus ungesünder und akut schädlicher waren als Milch. »Was sollten die Menschen denn Ihrer Meinung nach tun? Nur dieses eklige Sojazeug runterwürgen? Sie wissen aber schon, dass mit dem Zeug auch ziemliches Schindluder getrieben wird, ne? Schon von Monsanto gehört? Saatgutpatente? Gensoja? Das macht Sie glücklich, ja?«
    Die Dame wich doch tatsächlich einen Schritt zurück. Touché!
    »Es geht drum, die Tiere nicht länger auszubeuten. Sie können ja auch Dinkelmilch trinken. Oder Reismilch, Mandelmilch, Haselnussmilch. Es gibt doch so viele Alternativen, Mann! Seien Sie vernünftig, retten Sie die Tiere!«
    »Das klingt nicht besonders lecker und außerdem, als könnte ich allergisch darauf reagieren.«
    »Blödsinn! Kuhmilch bringt Sie um!« Ah, sie versuchte es jetzt mit härteren Bandagen. Gut gut, wer in einem Drachenhort haust, lässt sich nicht so leicht unterkriegen.
    »Deswegen leben die Menschen auch immer länger. Wahrscheinlich würden wir sogar 120 werden, wenn wir nicht alle vorher an der Milch verrecken würden. Darf man nicht vernachlässigen, diese Spätfolgen.«
    »Papa, was is’ vareck’n?«
    »Erzähl ich dir, wenn du groß bist, Schatz.«
    Harriet Potter zog einen Flunsch. Ihren Stachel in Form des blauen Infoblatts fuhr sie sanft wieder ein. »Ihnen ist doch nicht zu helfen«, seufzte sie. »Denkt denn keiner mehr an die Tiere?«
    Plötzlich tat sie mir leid. Ich musste kurz an meine eigene idealistische Zeit denken, bevor der Ruf nach Revolution und Erneuerung von einem dicken Gehaltsangebot totgeklatscht wurde. Sie meinte es gut, so wie wahrscheinlich auch ihre Freunde mit der großen Schnauze, doch waren die meisten Leute wenig affin für prinzipiell vernünftige Gedankenansätze, sobald sie in Form militanter Marktschreierei daherkamen. Vor allem, wenn diese anderen Leute es eilig hatten, einen Schuhladen aufzusuchen, den sie möglichst schnell wieder zu verlassen gedachten.
    »Hören Sie, warum versuchen Sie das auf diese Weise?«, fragte ich. »Sie und Ihre Freunde hier, haben Sie mal drüber nachgedacht, an die Medien zu gehen? Bauen Sie ein Netzwerk auf: Schreiben Sie Blogs, basteln Sie eine informative Homepage und rühren Sie die Werbetrommel. Das hier führt doch zu nichts. Ist wie’n Bomben für den Frieden. Die Leute gehen vorüber, sehen einen Haufen irrer Hippies, die offensichtlich keine Arbeit haben und deswegen mit Kreide irgendwelche Parolen im schlimmsten Zeichensatz auf den Boden kritzeln. Und eine arme und unterbezahlte Sau muss das hinterher auch noch wegwischen.«
    Statt zu beruhigen, schien ich das arme Mädel nun vollends eingeschüchtert zu haben.
    »Im Ernst«, fuhr ich fort. »Diese Sprüche, von wegen, befreit die Tiere und all das, hat das irgendwer mal zu Ende gedacht? Hatten Sie auf die Art damit Erfolg? Wollen Sie mit Ihren Leuten losziehen und alle Tiere aus dem Stall befreien? Was dann? Sollen die Rinder, Schweine und Hühner sich eine chice Zweiraumwohnung in Prenzlberg nehmen und nach Feierabend zusammen Biokaffee im Straßencafé schlürfen? Wohin mit den Viechern? Wer melkt die armen Kühe, wenn kein Kalb zur Stelle ist? Und wenn die keiner mehr isst, furzen sie uns am Ende die Atmospähre noch schneller kaputt. Das alles hat weder Hand noch Fuß. Ich esse Fleisch, aber ich lasse mich deswegen nicht verurteilen. Ich bin nicht scheiße oder so. Fragen Sie sich erst mal, ob Sie nicht nur für die Sache sind, damit Sie sich selbst besser fühlen. In unserer Familie essen wir nicht übermäßig viel Fleisch. Wir ernähren uns bewusst und wir kaufen genauso bewusst ein. So sieht’s aus. Denken Sie einfach mal drüber nach.«
    Ich hatte gehofft, die Stimmung ein wenig lockern zu können, doch diese übereifrige Aktivistin stand immer noch wie zur Salzsäule erstarrt vor mir.
    »Hihi, pupsende Kühe.«
    Vier Augen richteten sich auf Jana, die mit eisverschmiertem Mund grinste wie ein Honigkuchenpferd. Der Bann war gebrochen. Das Mädel mit den Handzetteln schaute wieder mich an. »Aber ...«
    »Wir müssen jetzt wirklich weiter. Schuhe kaufen und zwar garantiert keine aus Tierhaut, versprochen. Haben Sie noch einen schönen Tag und denken Sie über die ganze Sache hier in Ruhe nach.«
    Jana noch immer an der Hand haltend, schob ich mich an der jungen Frau vorbei und setzte meinen Weg in Richtung Schuhladen fort. Das Gefühl, in jemandem tatsächlich etwas bewegt zu haben, erfüllte mich. Ein erhabener Moment, der das ganze Leid des bevorstehenden Schuhkaufs verblassen ließ.
    Hinter mir hörte ich die Stimme eines jungen Mannes: »Was war’n das für’n Knilch? Was wollt’n der?«
    »Der? Ach, nur wieder so’n Arsch, der keine Ahnung hat.«
    Erhabene Momente können ja so kurz sein.
    »Tiermörder! Sauft doch Milch, bis ihr kotzt!« Harriet Potter war wieder ganz in ihrem Element und ich war ein alter Furz mit vorlautem Kind, der seine Zeit verschwendet hatte und fast schon zurück im Drachenhort hätte sein können. Eine Erfahrung, die einmal mehr zeigte, was die wirklich großen Probleme ausmacht, die uns und unseren Planeten so zu schaffen machen. Nicht wir Menschen selbst sind das Problem, auch nicht der Fakt, dass einige Leute nicht vergessen haben, wozu spitze Eckzähne gedacht sind. Es ist unsere Uneinsichtigkeit in allen Belangen. Das Unvermögen, über den eigenen Horizont zu blicken, es auch nur zu wollen, sobald wir eine Ansicht erst einmal gefasst haben. Wir halten uns an ihr fest, lassen uns von ihr ausbremsen wie ich von Jana, die ihre Füße in den Boden gestemmt und mich zurückgezogen hatte. Kaum jemand wird sich von irgendwelchen Schreihälsen in Fußgängerzonen davon abhalten lassen, ab und an Schnitzel auf den Tisch zu bringen oder sein Müsli in Milch zu ersäufen. Leute vom Schlage des Mädchens von eben kennen nur das Leid der Tiere auf der einen und die Tiermörder auf der anderen Seite. Die würden losziehen und den Löwen das Salatfressen beibringen. Eine Unterteilung der Welt in Schwarz und Weiß, wobei Sie dreimal raten dürfen, auf welcher Seite sich jeder selbst wähnt. Und ich selbst? Habe ich doch gerade gesagt: Auf meiner Seite ist es ziemlich hell.
    »Papa, pupsen die Kühe wirklich die Attossere kaputt?«
    »Ein bisschen, Schatz. Ein kleines bisschen.«
    »Hmm ... Is will heut’ gelbe Suhe haben.«
    »Aber dann schimpft Mama bestimmt. Schauen wir mal.«
    Vielleicht ist es diese Art Unbeschwertheit, die mich niemals die Zuversicht vergessen lässt, dass irgendwann alles gut werden könnte. Wenigstens theoretisch. Kinder können gemein sein, doch vor allem, weil sie grundehrlich sind. Und wo so viel Ehrlichkeit innewohnt, mag auch das Vermögen schlummern, besser zu differenzieren und abzuwägen, als ich oder irgendwelche Asphaltkritzler das fertigbringen.
    Ich holte noch mal tief Luft, dann öffnete ich die Tür zum Schuhladen.
    »Papa, was ist eine Attossere?«
    »Erklär ich dir, wenn du groß bist.«
    »Ist Attossere dasselbe wie vareck’n?«
    »Nicht ganz, Schatz.«
    Ich warf einen letzten Blick über die Schulter. Nahe der Weltzeituhr hatte Harriet Potter einen jungen Mann angehalten. Sie drückte ihm ihren blöden Zettel wie eine Messerklinge gegen den Bauch.

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Über den Autor

PhanThomas
Ich bin PhanThomas, aber Leute, die mich kennen, dürfen mich auch gern Thomas nennen. Oder ach, nennt mich, wie ihr wollt. Denn ich bin ja ein flexibles Persönchen. Sowohl in dem, was ich darzustellen versuche, als auch in dem, was ich schreibe. Ich bin unheimlich egozentrisch und beginne Sätze daher gern mit mir selbst. Ich bin eine kreative Natur, die immer das Gefühl hat, leicht über den Dingen zu schweben - und das ganz ohne Drogen. Man trifft mich stets mit einem lachenden und einem weinenden Auge an. Das scheint auf manche Menschen dermaßen gruselig zu wirken, dass die Plätze in der Bahn neben mir grundsätzlich frei bleiben. Und nein, ich stinke nicht, sondern bin ganz bestimmt sehr wohlriechend. Wer herausfinden will, ob er mich riechen kann, der darf sich gern mit mir anlegen. ich beiße nur sporadisch, bin hin und wieder sogar freundlich, und ganz selten entwischt mir doch mal so etwas ähnliches wie ein Lob. Nun denn, genug zu mir. Oder etwa nicht? Dann wühlt noch etwas in meinen Texten hier. Die sind, äh, toll. Und so.

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Ameritas da stimme ich koollook zu: man merkt, du kannst schreiben. Ich finde die Mischung aus Witz und ernster Konversation macht diese alltägliche Situation zu etwas Besonderem. Daumen hoch von mir.
Ameritas
Vor langer Zeit - Antworten
PhanThomas Hallo Ameritas,

danke schön. :-) Mittels Humor lässt sich ganz geschickt verwischen, dass manche Dinge einen ganz schön aufregen können. Und bevor man als Autor reine Schimpftiraden loslässt, sollte man's vielleicht doch eher mit 'nem Augenzwinkern sagen.

Liebe Grüße
Thomas
Vor langer Zeit - Antworten
Ameritas Da kann ich dir voll und ganz zustimmen :)
Ameritas
Vor langer Zeit - Antworten
koollook Man merkt, dass du nicht seit gestern schreibst. Es müssen schon paar Wochen sein.^^
Der Text ist sehr gut, amüsant, temporeich und philosophisch. Aber er enthält eine unaufdringliche Art von Philosophie, die erst hinter der Handlung zum Vorschein kommt. Na gut, du hast am Ende noch explizit die Moral ausformuliert, aber dessen hätte es nicht bedurft. Finde ich.
Gut ist es auch, dass du auch die Sichtweise der Frau erklärst und sie nicht einfach als irren Harry Potter Verschnitt stehen lässt. Insofern bleibst du fair.
Ich hatte sehr viel Spaß beim lesen und werde bestimmt meinen Augen noch mehr Wörter aus deiner Tastatur gönnen.
Gruß
Artem
Vor langer Zeit - Antworten
PhanThomas Hallo koollook bzw. Artem,

besten Dank für die ausführliche Analyse. Verdammt, ich hab schon versucht, die Moralkeule am Ende nicht zu zücken, aber so ganz gelingt es mir dennoch manchmal nicht, obwohl ich schon seit ein paar Wochen schreibe. ;-) Vielen Dank für die Anregung. Ich werd künftig noch mehr drauf achten, dem Leser am Ende nicht die Moral mit 'm Löffel zu servieren.

Und übrigens kann ich die Leute auch gewissermaßen sehr gut verstehen, die solche Aktionen starten. Ich finde das bewundernswert, nur manchmal scheinen mir deren Argumente nicht ganz zu Ende gedacht. Sie stürzen sich eben auch gern auf jene Argumentationen, die sich für sie selbst gut anhören.

Liebe Grüße
Thomas
Vor langer Zeit - Antworten
Zwischenzeit einfach lebensnah,,, liebevoll iund mit einem zwinkernden Auge geschrieben :-)
Vor langer Zeit - Antworten
PhanThomas Hallo Zwischenzeit,

ganz lieben Dank. Auch für den Favo. :-) Ist allerdings alles frei erfunden. Na ja, bis auf die Protestler. Die gibt es so in der Art tatsächlich am Alexanderplatz. Aber da wird ohnehin jeden Tag für oder gegen irgendwas protestiert.

Viele Grüße
Thomas
Vor langer Zeit - Antworten
PhanThomas Re: Wozu -
Zitat: (Original von Luzifer am 03.11.2012 - 16:11 Uhr) auch seine Zeit verschwenden, wenn man doch genau weiß, dass sie verschwendet ist? ^^
Ich hätte wahrscheinlich nachgefragt, ob die Flyer auf recyceltem Papier gedruckt wurde und wenn ja, ob vielleicht die Farbe Schadstoffe enthält. =D

Wer hat denn die Uneinsichtigkeit in allen Belangen? Die Menschen. Wie können dann Menschen nicht selbst das Problem sein? ;)

Schöner Text.
Beste Grüße
Luzifer

Hallo Luzifer,

amüsanterweise wollte ich tatsächlich so was ähnliches wie deine Idee zu dem recycelten Papier einbauen. Aus einem mir unerfindlichen Grund fiel das aber irgendwie raus.

Und die Menschen sind immer das Problem. Nicht einige, sondern irgendwie wir alle. ;-)

Viele Grüße & danke schön
Thomas
Vor langer Zeit - Antworten
Luzifer Wozu - auch seine Zeit verschwenden, wenn man doch genau weiß, dass sie verschwendet ist? ^^
Ich hätte wahrscheinlich nachgefragt, ob die Flyer auf recyceltem Papier gedruckt wurde und wenn ja, ob vielleicht die Farbe Schadstoffe enthält. =D

Wer hat denn die Uneinsichtigkeit in allen Belangen? Die Menschen. Wie können dann Menschen nicht selbst das Problem sein? ;)

Schöner Text.
Beste Grüße
Luzifer
Vor langer Zeit - Antworten
PhanThomas Puh, den Kommentar sehe ich wohl leider etwas spät. :-D Aber besser spät als nie, nech? Die Frage nach der Papierbeschaffenheit find ich gut. Hätte man glatt so mit einbauen können.

Tja, und dass die Menschen insgesamt ein Problem darstellen ... Ich glaube, den meisten ist das schon auch irgendwie klar. Aber ändern kann man's eben auch nur im Kleinen.

Viele Grüße
Thomas
Vor langer Zeit - Antworten
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