Kinderbücher
Der naschhafte Bär - Warum der Bär eine Brille braucht

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"Der naschhafte Bär - Warum der Bär eine Brille braucht"
Veröffentlicht am 05. Oktober 2012, 8 Seiten
Kategorie Kinderbücher
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Über den Autor:

Celine Rosenkind (Silvia Stoesser) aus Deutschland Celine Rosenkind wurde am 10. Juni 1950 in Anspach im Taunus geboren. Bereits in der Kindheit, die sie überwiegend in Kinderheimen, Waisenhäusern und bei Pflegeltern verbrachte, schrieb sie seit ca. 1958 Gedichte und erlebte Geschichten. Als Mutter von 4 Kindern wurde sie 1999 durch eine schwere Herzerkrankung zur Frührentnerin und ist seit diesem Zeitpunkt 100% schwerbehindert. Seit 2000 lebt ...
Der naschhafte Bär - Warum der Bär eine Brille braucht

Der naschhafte Bär - Warum der Bär eine Brille braucht

Beschreibung

Was passieren kann wenn man versucht Freude herein zu legen das könnt Ihr hier lesen....

Hallo meine lieben großen und kleinen Freunde

Habt Ihr gewusst, dass der Bär von allen Tieren am schlechtesten sehen kann? Deshalb trottet er auch immer ganz langsam durch den Wald und streckt dabei die Arme aus. Wenn er zu einem Augenarzt gehen würde, müsste er bestimmt eine Brille tragen, vielleicht sogar mit getönten Glasern.
Armer Bär sagt Ihr?
Nun so arm ist der Bär gar nicht. Hört einmal zu.
Als der liebe Gott die Bären erschuf, sah er genau so gut wie jedes andere Tier. Kurzsichtig ist er erst geworden, als er von der Bienenkönigin für seine Naschhaftigkeit bestraft wurde. Er hat die ganze Geschichte längst bitter bereut, aber geschehen ist es damals - ja damals war er hinter dem Honig her, wie ein Hecht hinter dem Karpfen.
Wenn der Wald wie ein einziger Bienenstock duftete, und er nur daran dachte, wie der Honig jetzt durch die Waben floss, hielt er es in seiner Höhle nicht mehr aus. Er setzte seinen Hut auf und zog seine Handschuhe an, trabte durch den Wald und kam schließlich mit unschuldiger Miene bei der Bienenkönigin an. Diese war gerade dabei, mit einem Holzlöffel eine betörend duftende Mischung aus Gänseblümchen blättern, Rosenwasser und Veilchenlikör um zurühren.
“Grüß Gott, schöne Köchin“, brummte der Bär und lüftete seinen Hut. “Darf man sich erkundigen, was du da in dem Topf hast?“ Die Bienenkönigin unterbrach einen Moment ihre Arbeit und sagte: “Das ist Honig, lieber Freund, köstlicher süßer Honig“ Sie wischte sich den Schweiß von den Flügeln und fügte seufzend hinzu: “Alles gut und schön, wenn die Arbeit für uns Bienen bloß nicht so schwer wäre. Wir müssen Pollen eintragen, Waben flicken, Wachs kneten und hier den Honig umrühren.“ Hurtig ergriff der Bär die Gelegenheit und sagte mit heuchlerischer Stimme: “ Oh du Arme, wie Du mir leid tust! Kann ich Dir dabei nicht helfen? Ich bin so stark, und im Augenblick habe ich nichts Dringendes zu tun.“
“Das ist schrecklich nett von dir“, summte die Biene dankbar. “Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen“, säuselte der Bär zweideutig und ergriff rasch den Löffel, den ihm die Bienenkönigin hinhielt. “Du kannst inzwischen in aller Ruhe deine Arbeit erledigen. Dein Honig ist in den besten Händen. Ich weiß genau, wie man es machen muss.“
Erleichtert flog die Bienenkönigin davon, ohne auch nur den winzigsten Verdacht zu schöpfen. Bald darauf war sie in einer dichten  Hecke untergetaucht, in der der Blütenstaub nur darauf wartete, von ihr eingesammelt zu werden. Der Bär lachte zufrieden über seine List und rieb sich erwartungsvoll die Hände. Dann steckte er seine Schnauze in den Honigtopf und hatte seinen Inhalt im Handumdrehen auf geschleckt.
Als er sich gesättigt fühlte, trottete er in den Wald zurück, legte sich in den Schatten einer alten Eiche und fing zu schnarchen an. Am Abend kehrte die Biene zu ihrem Topf zurück.
Aber was musste sie zu ihrem Entsetzen entdecken? Kein Honig mehr, nicht ein einziges Tröpfchen, und alle Waben waren zerstört. Sie brach in Tränen aus und konnte sich überhaupt nicht mehr beruhigen.
Sie dachte nur daran, dass ihr Bienenvolk im Winter nichts zu essen hatte, und an Hunger sterben würde, weil dieser naschhafte Bär alles weg gefressen hatte.
Sofort machte sie sich auf die Suche nach dem Übeltäter.
Sie flog und flog, bis sie ihn endlich fand. Er lag noch immer unter der Eiche. Die Pfoten hatte er über seinem Bauch der dick, wie ein Ballon war, gefaltet.
“Hab ich dich endlich, du gemeiner Dieb“ surrte die Biene “Das sollst Du mir büßen“. Damit holte sie zwei Tropfen Wachs, die sie unter den Flügeln mitgenommen hatte hervor, nahm sie zwischen ihre Vorderbeinchen, kletterte auf die große Bärenschnauze und verklebte ihrem Feind die Augenlider.
Als der Bär wach wurde und merkte, was geschehen war, fing er an zu weinen. “Oh je, oh je“, jammerte er. “Was für eine harte Strafe!“
Er erhob sich schwerfällig, aber da er ja fast nichts mehr sehen konnte, stieß er mit dem Kopf gegen den Baum, der ihm Schatten gespendet hatte.
So kam es, dass der Bär nicht mehr so gut sehen kann und seitdem, läuft
er unsicher durch den Wald.
Ja Kinder, ehrlich währt am längsten oder wie denkt Ihr darüber?

© Celine Rosenkind

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Hörbuch

Über den Autor

schreibfederchen
Celine Rosenkind (Silvia Stoesser) aus Deutschland Celine Rosenkind wurde am 10. Juni 1950 in Anspach im Taunus geboren. Bereits in der Kindheit, die sie überwiegend in Kinderheimen, Waisenhäusern und bei Pflegeltern verbrachte, schrieb sie seit ca. 1958 Gedichte und erlebte Geschichten. Als Mutter von 4 Kindern wurde sie 1999 durch eine schwere Herzerkrankung zur Frührentnerin und ist seit diesem Zeitpunkt 100% schwerbehindert. Seit 2000 lebt und arbeitet Celine Rosenkind, die mit dem bürgerlichen Namen Silvia Stoesser heißt, in Hattingen. Hier entstanden auch die ersten Bücher ? mittlerweile 4 an der Zahl ? 2 Lyrikbände, eine wahre Liebesgeschichte und das erste Märchenbuch. Mehrere Gedichte fanden den Weg in die dicken Bände der Nationalbibliothek sowie in die Brentano-Bibliothek. Mittlerweile schreibt Celine vierteljährlich erfolgreich beim Steinbach-Essembele, ist in vielen namhaften Anthologien vertreten wie z. B. Glanzlichter der Lyrik oder Menschlichkeit im Sein und Werden , u. vielen anderen. Mit Ihrem Gedicht Engel hat sie den Sprung in das schöne Buch "Gottes geflügelte Worte" geschafft. Erschienen 2007 im PEDA-Verlag. Der letzte Lyrik und Geschichtenband erschien im November 2007 bei BOD. Seit März 2009 sind viele kleine Bücher auf http://www.bookrix.de erschienen Weitere Projekte sind geplant und in Arbeit.

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pegasus50 Ach wie schön... - deine Geschichte sehr gut geschrieben
und hervorragend geeignet
zum Vorlesen im Kindergarten
und Altenheim.

Lieber Gruß von Lisa.
Vor langer Zeit - Antworten
Zeitenwind Bärenlegende - Also, ich als der Trollbär, kann dazu nur sagen, dass nicht alle Bären so gemein sind. Obwohl ich auch schlecht sehe und eine Brille trage, bin ich ein Ehrlichbär geblieben. Und Honig ... den klaue ich auch nicht ... oder vielleicht doch? Nein ... nein, nein.

Gruß vom Trollbär
Vor langer Zeit - Antworten
GerLINDE Hallo schreibfederchen - Das ist eine niedliche Geschichte. Der Urinstinkt der Bären, sich an den Honig zu laben. Und die Biene hat sich nun gerächt, indem sie ihm die Augenlider verklebte.Aber Strafte musste sein, denn gestohlen ist gestohlen!
Und dabei mag ich auch so gern Honig. Aber den kaufe ich immer.

Lieben Gruß
Gerlinde
Vor langer Zeit - Antworten
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