Romane & Erzählungen
Eine unerwartete - ..Nachricht.

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"Eine unerwartete - ..Nachricht."
Veröffentlicht am 19. Mai 2012, 48 Seiten
Kategorie Romane & Erzählungen
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Über den Autor:

Ich schreibe gerne - weswegen ich hier bin. In meinem Kopf schwirren so viele Ideen das ich etwas brauchte wo ich meine Geschichten schreibe & ver├Âffentlichen konnte.
Eine unerwartete - ..Nachricht.

Eine unerwartete - ..Nachricht.

Einleitung

Nachdem ich die Nachricht geh├Ârt hatte, hatte ich garnichts gef├╝hlt. Nichts - absolut nichts.

Information von Jade

Ich bin Jade. Ich bin 16 Jahre alt und ein sch├Ânes M├Ądchen - meiner Meinung nach. Ich habe rabenschwarze Haare und bin - wie mein Dad meint - etwas ganz besonderes. Ich bin relativ gut in der Schule und habe drei gute Freunde. Sally, meine beste Freundin. Sie ist ein super M├Ądchen und w├╝rde mich nie im Stich lassen. Sie w├╝rde wahrscheinlich mit mir sterben wenn's sein muss. Dann w├Ąre da noch Kevin. Kevin ist ein echt netter Junge, wenn er nicht immer versuchen w├╝rde super ''cool'' zu sein. Er w├╝rde wahrscheinlich sogar mit dem Teufel einen Deal machen um ''cool'' zu wirken. Und dann ist da Jay. Jay ist ein toller und netter Typ. Eigentlich spricht er nie richtig viel, jedoch wenn er etwas sagt, sagt er etwas gutes. Er ist wie ein schlauer, cooler, und geheimnisvoller Junge. Diese drei werden mich immer unterst├╝tzen. Ich wohne momentan bei meinem Dad. Er ist nicht mehr mit meiner Mutter zusammen - was besser ist. Er k├╝mmert sich immer um mich und w├╝rde alles f├╝r mich tun, wof├╝r ich dankbar bin. Ich w├╝nschte es w├╝rde sich nichts ├Ąndern, doch ich wusste ja nicht das das passieren w├╝rde. Nun,... ich erz├Ąhle euch nun was passiert ist:

Die Nachricht

Ich stand reglo├č in dem Flur meiner Schule. Meine pechschwarzen Haare hingen mir ins Gesicht und ich starrte zu der T├╝r meines Mathekurses. Vor kurzem noch hatte die Schulsekret├Ąrin mich aus dem Unterricht geholt und mir eine Nachricht meiner Mutter vorgelesen. Immernoch zitterte ich und starrte auf dem Boden. Nachdem ich die Nachricht geh├Ârt hatte, hatte ich garnichts gef├╝hlt. Nichts - absolut nichts. Auch wenn mein Vater mir mehr als alles andere bedeutet, konnte ich nichts f├╝hlen. Im ersten Moment hatte mich sein Tod geschockt doch ich wollte nicht mal wissen wie es dazu kam. Stand ich unter ... Schock? Aufeinmal klingelte es zur Pause. Eine ganze halbe Stunde stand ich nun vor der T├╝r und aufeinmal sprang jede einzelne T├╝r in dem Schulflur auf und Sch├╝ler rannten gehetzt hinaus. Nachdem alle aus dem Klassenzimmer hinaus waren ging ich hinein und packte meine Mathesachen ein. ''Alles okay, Jade?'' fragte mich meine Mathelehrerin. Ihre Stirn legte sich immer in Falten wenn sie besorgt war - wie jetzt. Ich nickte. Immernoch f├╝hlte ich nichts doch.. wieso? ''Dann ist ja gut. Lern doch bitte f├╝r die Mathearbeit, okay Jade?'' Mrs. Endar dr├╝ckte mir ein Heft in die Hand und l├Ąchelte mir zu. ''Ich wei├č nicht,.. ja.. Klar - tu' ich.'' antwortete ich leise. Die Schulsekret├Ąrin hatte gemeint, dass ich zu meinem anderen Elternteil m├╝sste. Zu meiner Mutter - nach England. Ich w├╝rde bis zu der Mathearbeit gar nicht mehr hier sein.┬á


''Was wollte die Sekret├Ąrin von dir, J?'' fragte Kevin und legte einen Arm um mich. Sollte ich es erz├Ąhlen oder still sein? Ich schaute mich um. Ich sa├č auf einer Steinmauer auf dem Schulgel├Ąnde im Angesicht meiner besten Freunde und trotzdem wollte ich es nicht sagen. ''Ach.. nichts.'' antwortete ich nun. Es war schwer so neutral wie m├Âglich zu gucken. Immernoch f├╝hlte ich nichts. Das einzigste was mich interessierte was die Zukunft. Wie w├╝rde es weitergehen? ''Komm schon, r├╝ck's raus!'' rief nun Sally. Sie warf ihre engelsgleichen Haare zur├╝ck. In diesem Licht sahen sie aus als w├Ąren sie aus Gold. Ich versuchte zu l├Ącheln. ''Nein. Da gibts nix zu erz├Ąhlen.. Wie war denn Biologie, Jay?'' Jay guckte auf. Er war der stillste von uns beiden. Daf├╝r das er immer so still war, sah er fantastisch aus. Er hatte strahlend blonde Haare und blaue Augen. Richtig blaue Augen, meine ich! Kevin dagegen hatte braune Haare und wollte immer tun als w├Ąre er cool. Manchmal war er das auch, doch wenn er so tut als w├Ąre er es macht er die sch├Ânen Augenblicke kaputt. Sally - meine beste Freundin - ist immer f├╝r mich da. Leider ist sie eine Plaudertasche, weswegen ich ihr nie meine Mathenoten verrate. ''Biologie ? Wie immer. Wieso willst du das Thema wechseln?'' fragte Jay nun und schaute mich an. Sofort warf ich meine Haare zur├╝ck und meinte l├Ąssig ''Will ich gar nicht, .. '' Leider kam das nicht so cool r├╝ber wie ich es wollte. Die drei Gesichter meiner besten Freunde schauten mich an. ''Erz├Ąhl' schon... komm S├╝├če, uns kannste es doch anvertrauen?'' meinte Kevin nun. S├╝├če - er versucht also wieder cool zu sein. Ich seufzte. ''Also.. sie kam zu mir, weil..'' Aufeinmal unterbrach mich Natalie. ''Hey, was wollte die Alte denn von dir, JJ?'' Sie war das Abbild einer nervigen Tussi. Mit offenen Mund am Kaugummi kauen, die blonden Haare nach hinten geworfen stolziert sie geradewegs zu mir um mich mit ihren pinken Anziehsachen v├Âllig aus dem Konzept zu bringen. Nein ernsthaft - sie ist der Schrecken der Schule. Und auch noch in pink! Ich seufzte. ''Das geht dich schonmal gar nichts an.. ja richtig, und au├čerdem hei├če ich Jade.'' Ich stand auf, schnappte meine Schultasche und ging. Leise konnte ich noch mitbekommen wie mir Schritte folgten. Eine Hand packte mich am Arm. ''Was ist passiert?'' fragte Jay. Er schaute mir direkt in die Augen. Manchmal sahen sie aus wie der Mond - manchmal wieder nicht. Einem musste ich einfach erz├Ąhlen was passiert war. Und das war er. Seufzend zog ich ihn weg und erz├Ąhlte ihm alles.┬á

Das Gest├Ąndnis

Fassungslos starrte Jay mich an. Wie es aussah war er mehr geschockt als ich. ''Ich hatte.. nichts gef├╝hlt. Garnichts. Wei├čt du wieso, Jay?'' fragte ich nun. ''warte,.. dein Vater.. ?'' fragte er nochmal sicherhaltshalber nach. Ich nickte. Ihn hatte es mehr schockiert als mich, das steht fest. ''Und woran?'' Ich zuckte fast unmerklich mit den Schultern. ''Was wird nun aus dir?'' fragte er nun wieder. ''Sagmal, bin ich Gott oder wieso fragst du mich das alles? Ich wei├č es doch selber nicht! Sie haben gesagt, dass ich zu meiner Mutter soll.'' Jay starrte mich an. Aufeinmal - ganz pl├Âtzlich - umarmte er mich. So etwas tat er nie und einige Sch├╝ler guckten schon zu uns. ''Ehm..'' sagte ich nun leise. ''Du darfst hier nicht weg.. '' fl├╝sterte Jay mir ins Ohr. ''Niemals..'' Ich zog ihn von mir weg und schaute in seine Augen. Er war sichtlich best├╝rzt das ich wegziehen muss.. oder soll? Vielleicht kann ich ja bei Sally einziehen? ''Ich.. will ich nicht weg. Aber.. meine Mutter wohnt weit weg.. das w├Ąre..'' ich verstummte. Kevin war im Anmarsch und sah wie Jay und ich uns umarmten. Was dachte er wohl? ''Na ihr S├╝├čen? Was.. ihr umarmt euch?'' Kevin starrte von Jay zu mir und dann wieder zu Jay. Jay nickte. ''Ich wollte mal sehen wie das so ist - Umarmungen.'' scherzte Jay. Geradeben war er noch hundeelend und nun ┬á- der Alte. ''So.. du wolltest was erz├Ąhlen?'' stie├č nun Kevin vor und schaute mich auffordernd an. ''Erz├Ąhl' du es bitte Jay. Ich.. muss nach Hause - ├äh nein... weg. Wir sehn' uns sp├Ąter Jay?'' Ich wusste nicht wirklich was genau ich sagen sollte aber ich wollte nur weg. Schnell. ''Klar Jade. Ich.. komm zu dir. Ok?'' Ich nickte. Ich umarmte noch einmal Kevin und Jay dan ging ich. W├╝rden sie es Sally sagen? Ich versuchte den Gedanken an Sally und die Jungs zu lassen und an meinen Vater zu denken. Und immernoch f├╝hlte ich garnichts. Nichts.


Zuhause sa├č ich - wie erwartet - alleine auf meinem Bett. Wann w├╝rden die Flugtickets kommen? Die Wir - trauern - mit - dir - Karten? Die Anrufe meiner hysterischen Mutter? Ich starrte durch das Fenster zum Steinweg vor dem Eingang. Wann wollte Jay kommen? Aufeinmal klingelte mein Handy. ''Jade ist dran.'' k├╝ndigte ich an und wartete. ''Hey Jade.. Jay da. Ehm.. ich kann nicht kommen. Sorry. Kevin.. hat's gut aufgenommen - Ehrlich. ..Alles Ok? Reden wir Morgen? Du kannst gerne - als Strafe - Morgen die ganze Zeit in meinen Armen liegen und mich zerdr├╝cken - ernsthaft. Ein einmaliges Angebot - Greif zu!'' scherzte Jay. Umarmungen - er mochte sie wohl nicht. Ich glaubte aber trotzdem fest daran das er mich nur in den Arm nehmen mag. Mich tr├Âsten mag. ''Mhm.. mach ich. vonmiraus?'' Jay hustete durch den H├Ârer und sagte nun ''So muss .. weg. Bye - bis Morgen!'' und schon war er weg. Wie kam es das ich immernoch nichts f├╝hlte? Wie kommt es, dass ich ganz alleine bin? ''Dad..'' fl├╝sterte ich und legte mich in mein Bett um die trostlose Nacht zu ├╝berstehen.

Aus der Sicht von Jay

Immernoch sa├č ich im Mathematik-Raum und starrte auf die T├╝r, durch die Jade rausgezogen wurde. Was wollte die Sekret├Ąrin von ihr? ''Jay, wie sind die Deck - und Grundfl├Ąchen zueinander?'' fragte Mrs. Endar. ''Hab nicht aufgepasst - Keine ahnung.'' sagte ich schnell und schaute wieder zur T├╝r. ''Jay! Wenn sie sich so sehr f├╝r das was au├čerhalb dieser T├╝ren passiert interessieren - Nur zu. Gehen sie raus.'' maulte Mrs. Endar nun. Der Mathematikunterricht ist f├╝r sie heilig - das ist klar - aber es interessierte mich einen Dreck! Was war da drau├čen los?

''Schon gut - ich bleib hier.'' antwortete ich und grinste. Das lustigste an Mathe war es Mrs Endar zu provozieren. Leider klingelte es gerade und alle rannten wie verr├╝ckt raus. ''Nachsitzen - nach der Schule.'' k├╝ndigte Mrs. Endar an und wandte sich zu Jade. Sie redeten nur kurz - was ich sah als ich drau├čen wartete - trotzdem schien es Jade nicht gut zu gehen.

 

''.. Und ich hei├če Jade.'' fauchte Jade und ging als Natalie wiedermal einen bl├Âden Kommentar ablieferte. Sie war eine - wenn auch h├╝bsche - pinke Schlange! Ich schnappte meine Schultasche und ra├čte Jade hinterher.

Gerade noch so packte ich sie am Arm und drehte sie um. ''Was ist passiert?'' fragte ich und schaute sie an. Ich wei├č ganz genau das meinen Augen keiner standhalten kann, denn genau wie erwartet zog mich Jade weg. ''Die Sekret├Ąrin meinte mein Vater w├Ąre gestorben.'' gestand sie mir. ''Ich hatte nichts gef├╝hlt.. Wei├čt du wieso Jay?'' fragte sie mich und blickte mich traurig an. Nein.. ich wusste garnichts. ''Warte.. dein Vater?'' fragte ich nun. Gegenfrage! Genau - das ist gut. Jade nickte. Ihre Augen waren ausdruckslos. ''Woran?'' fragte ich nun. Sie hatte keine Ahnung, aber als sie mir erz├Ąhlte das sie zu ihren Eltern muss nahm ich sie in die

Arme. Wahrscheinlich brauchte eher ich das! Sie durftete s├╝├č. ''Du darfst hier nicht weg..'' hatte ich gefl├╝stert. ''Niemals..''┬á


''Na ihr S├╝├čen?'' ert├Ânte Kevin's Stimme hinter uns. Langsam lie├č ich Jade los. Nun wandte er sich an Jade. ''Du wolltest noch etwas erz├Ąhlen.'' sagte er und guckte sie an. Jade befahl mir - ja befahl - das ich Kevin erkl├Ąre was los sei. Gefolgsam tat ich das und seine Reaktion war wie erwartet. ''Der Alte ist abgekratzt?'' fragte Kevin nun mit einem kleinen Grinsen. ''Das ist nich lustig Alter!'' maulte ich ihn an, doch er fand es lustig. Wie kann man nur so.. dumm

sein? ''Hey, du kannst garnicht zu Jade - Du musst doch nachsitzen?'' sagte Kevin nun angriffslustig. ''Oh.. Grins nicht so! Verdammt sonst hau ich dir das Grinsen aus dem Sch├Ądel!.. Sag du.. Sally was passiert ist. Und h├Âr bitte auf zu grinsen.'' Mit den Worten ging ich - ohne mich umzudrehen. Lieber wollte ich nicht die Visage von Kevin sehen wie er gen├╝sslich dar├╝ber lachte das jemand gestorben sei. ''Genauso ein hirnloser Arsch wie die anderen..'' fl├╝sterte ich und ging. Die Absage wegen dem treffen mit Jade w├╝rde sie verstehen, doch es brach mir irgendwie das Herz sie so zu sehen. Sie wusste ja nichtmal was sie f├╝hlen soll. Auf jeden Fall w├╝rde ich ihr

beistehen - bei allem. Verzweifelt ├╝ber das was ich tun sollte streichte ich mir durchs Haar und rannte durch den Wald, in der Hoffnung einfach ersch├Âpft zusammen zu sacken.┬á

Der Vorfall

Ich wusste nie wie es ist wenn man alleine ist. Mann h├Ârt keinen Muck's im Haus und niemand spricht zu dir. Wird man auf dauer unter solchen Einschr├Ąnkungen verr├╝ckt? Langsam strich ich mir durch mein Haar. Mir war klar das wenn ich in die Schule gehen w├╝rde nat├╝rlich Kevin mich tr├Âsten w├╝rde wollen - doch wollte ich getr├Âstet werden? Immernoch f├╝hlte ich nichts..


In der Schule angekommen passierte genau das was ich erwartete hatte. Kevin lehnte schon an der Mauer von der Einfahrt zur Schule um mich abzufangen.

''Jade!'' rief er und rannte auf mich zu. Hinter ihm sah ich Jay und Sally. Aufeinmal packte mich Kevin und umarmte mich. ''Das tut mir Leid, f├╝r dich.'' fl├╝sterte er. Langsam streichte er mir durchs Haar und ich h├Ârte Jay schnauben. ''S├╝├če. Das ist so.. traurig.'' fl├╝sterte Sally die langsam zu uns gegangen war. Nur Jay stand abseits und schaute d├╝ster auf den Boden. ''Musst du nun.. zu deiner Mutter?'' fragte er ohne den Stein den er in den Augenschein nahm aus den Augen zu lassen. Ich nickte. ''Lasst uns hoch..'' murmelte ich, riss mich los und lief in das Klassenzimmer. Wiedermal wartete Natalie am Eingang um irgendeinen ihrer

Schlaumeier - Spr├╝che abzulassen. Fragend hob ich eine Augenbraue ''Na, was sagst du diesmal? Vielleicht das ich doch nicht Jade hei├če?'' fragte ich angriffslustig. ''Spar es dir, JADE. Wir sind alle der Meinung das deine Meinung immer egal ist - und auch dein Name!'' giftete sie mich an. ''Ach hau ab, Pinky.'' fl├╝sterte Sally und dr├╝ckte sich an ihr vorbei. Nach ein paar Minuten kam Mr. Stone rein - Der Chemielehrer. ''Leute!'' rief er ''Ruhe. Hinsetzten - wir m├╝ssen reden.'' Er schaute einmal in die Runde doch sein Blick blieb bei mir h├Ąngen. ''Jade,'' sagte er nun,''Mein Beileid.. wie es aussieht wirst du uns verlassen.'' Meine Stirn f├╝hlte sich hei├č

an. Warum musste er vor der Klasse das sagen? Und auchnoch vor Natalie! Ich wollte nie Mitleid. ''Wie es aussieht bin ich bald.. weg.'' antwortete ich und versuchte mein Gesicht so neutral zu lassen wie es geht. Aufeinmal sp├╝rte ich Kevin's Hand auf meiner Schulter. ''Tut mir nochmals Leid, Jade.'' murmelte er. Es war s├╝├č wie er sich um mich k├╝mmern wollte - obwohl ich es nicht so wollte. Aufeinmal stand Jay auf. Alles ging so schnell das ich es kaum mitbekam. Er riss Kevin herrum und hielt ihn nun mit einer Hand am Kragen und die andere Hand ballte er zur Faust. ''Du L├ťGNER!'' schrie er und verharrte mitten in der Bewegung. ''Nein Jay!'' rief

ich geschockt, doch genau das brauchte Jay. Mit einem Hieb haute er Kevin ins Gesicht. Blut sickerte aus seiner Nase und alle riefen wie wild durcheinander. Jay schaute wie erstarrt auf mich. ''Wieso?,'' murmelte ich, ''Wieso, Jay?'' Er guckte noch einmal entschuldigend doch dann wurde er aus dem Raum gezerrt. ''RAUS!'' schrie Mr. Stone. Alles ging so schnell, doch auch wieder zu langsam. Es war als w├Ąre jedesmal sein Schmerzverzerrtes Gesicht in Zeitlupe gezeigt worden. Langsam liefen mir Tr├Ąnen die Wangen runter. Wieso tat Jay das? Ich konnte mich immer auf ihn verlassen, doch so reagiert er nicht - das war er nicht. ''Alles okay Kevin?'' rief

ich und st├╝rzte mich neben ihn auf den Boden. Langsam schaute er hoch.


Die Sonne ging langsam unter und die V├Âgel zwitscherten leise. Schmetterlinge fliegen an mir vorbei und der Duft der Blumen war berauschend. Gleich w├╝rde ich wieder in einer leeren Wohnung sein. Ohne jemanden. Ohne etwas. Wiedermal f├╝hlte ich nichts. Wie konnte das sein? Ich hatte etwas gef├╝hlt als Kevin zu Boden geschlagen wurde, aber.. nicht wegen Kevin. Jay machte mir Sorgen. So war er nicht und w├╝rde er nicht sein. Doch was brachte ihn dazu so etwas zu tun? Gerade als ich die Schr├Ąge meines Hauses runterging fiel mir etwas auf.

Oder.. Jemand. ''Ich..'' fing Jay an zu erkl├Ąren. ''Nein! ich.. will's nicht wissen'' unterbrach ich ihn. Mit einem Hundeblick wie nur er ihn kann schaute er mich traurig an. ''Was?'' fragte ich und warf meine Haare zur├╝ck. ''..Egal. Ich erkl├Ąr es dir Morgen. In der Schule.'' erkl├Ąrte er, stand auf und ging los. Schnell packte ich ihm am Arm und schaute ihn in seine Augen. Wenn ich doch nur die Wahrheit sehen k├Ânnte! ''Erkl├Ąr es mir Morgen'' sagte ich und schaute in seine leeren Augen. Schnell rannte ich rein, warf alles von mir und kauerte mich auf mein Bett. Wieder kamen mir die Tr├Ąnen - wieder wegen ihm.

Aus der Sicht von Jay

''Jade, mein Beileid.. wie's aussieht wirst du uns bald verlassen.'' sagte Mr. Stone in die Klasse hinein. Jade schaute ausdruckslos, doch bestritt nicht das sie weggehen w├╝rde. W├╝rde sie uns alle verlassen? Ihre Schule.. ihre Freunde.. mich? Langsam schaute ich zu Jade hin├╝ber. ''Tut mir nochmals Leid, Jade.'' murmelte Kevin und legte eine Hand tr├Âstend auf ihre Schulter. Das reicht, dachte ich mir. Heute Morgen tat er auf Mr. Heul-dich-bei-mir-aus dabei hatte er bei der Nachricht gelacht! Herzlos gelacht! Wutverzerrt sprang ich auf und raste auf Kevin zu. Schnell riss ich ihn zu mir herum und wollte ihn schlagen - ins Gesicht. Ich konnte nicht - sowas w├╝rde ich nie tun doch als Jade ''Nein, Jay!'' schrie, wollte ich nicht so sein wie immer. Ich wollte, dass er daf├╝r bestraft wird. Ich versetzte ihm einen guten Hieb sodass er nach hinten umfiel und auf der Stelle die Nase blutete. Aufeinmal erstarrte ich. ''Wieso?'' murmelte Jade neben mir. Wie ertappt sah ich zu ihr.''Wieso, Jay?'' fragte sie. Mit einem mal sah ich den Schmerz in ihren Augen und die Tr├Ąnen die kommen w├╝rden, doch wurde ich schlagartig zur├╝ckgezogen. Jemand zog mich aus dem Raum hinaus. Das letzte was ich sah, war Jade's entt├Ąuschter Blick.


Langsam sank ich an der Mauer nieder. Ich war zu Jade's - leider leerem - Haus gegangen, um zu erkl├Ąren, was war. Minute f├╝r Minute sa├č ich da, und wartete - doch sie kam nicht? Aufeinmal h├Ârte ich einen Schl├╝ssel klimpern und schwarze Haare flogen um die Ecke. Bei ihrem Anblick blieb f├╝r einen kurzen Moment mein Herz stehen. Ich atmete tief ein und aus. ''Ich..'' fing ich an zu erz├Ąhlen, doch Jade unterbrach mich. ''Nein! ich will's nicht wissen'' sagte sie und schaute entt├Ąuscht auf den Boden. Ich sagte das ich es ihr Morgen erz├Ąhlen w├╝rde, obwohl ich am liebsten nicht in die Schule kommen w├╝rde. Es war dumm das zu tun, aber .. richtig! Und wenn dadurch Jade's Schmerz -verletzt und vergangen worden zu sein - gelindert werden w├╝rde, w├╝rde ich es immer wieder tun. W├╝tend und Entt├Ąuscht sah sie mich noch einmal an und rauschte davon. W├╝rde ich einmal , irgendwann mal, mein Herz unter Kontrolle kriegen wenn ich sie seh'?

Irgendwann..

In der letzten Nacht hatte ich noch Stundenlang mit Sally geredet. Hauptthema : Der Anschlag auf Kevin. ''Komm, sonst ist Jay nie so!'' hatte ich gesagt, doch Sally hatte volles Mitleid mit Kevin. Wie denn auch nicht? Ich selber wusste nicht wieso er auf ihn losging doch er musste ja gute Gr├╝nde haben Kevin - einen aus den eigenen Reihen - eine reinzuhauen? ''Kann ich vielleicht bei dir wohnen?.. Du wei├čt wieso.'' hatte ich gesagt und - automatisch - mit den Wimpern ein s├╝├čes Gesicht gemacht. ''Geht nich. Sorry. Du wei├čt ich w├╝rde alles f├╝r dich tun!

Sorry.'' hatte Sally gesagt und f├╝gte frecherweise hinzu: ''Wir sehn' uns Morgen - Bye Mutterkind!''


Ich h├Ątte mir niemals vorgestellt das es so schlimm in der Schule sein w├╝rde. Nicht nur das mich alle wegen meinem Verlust anstarrten - wegen Jay taten sie es auch. Ich kam mit einem mulmigen Gef├╝hl ins Klassenzimmer. Natalie schaute sofort hoch und tippelte zu mir. ''Oh das tut mir aber soo Leid! J, sorry. Wusste ja nicht das dein Vater gestorben ist.'' sagte sie mit leichter ironie. Ich l├Ąchelte ihr nur dankbar zu - damit sie abhaut - und ging zu Sally. ''Wo ist Kevin? Und.. Jay?'' fragte ich sie. Sie

zuckte mit den Schultern. ''Sie haben kurz geredet und sind auf den Schulhof gegangen.. glaub ich.'' Ich schaute auf. Wor├╝ber sie wohl geredet hatten? Aufeinmal kamen die 2 herein. Kevin schaute mich erst garnicht an, doch Jay kam auf mich zu - gl├╝cklich dass ich gekommen war - und zog mich hinaus. ''So.. darf ich nun erkl├Ąren bitte?'' fragte er leise. Ich nickte. Schnell sah er auf den Boden und wieder zu mir. ''..Ich.. 'tschuldige. Als ich.. sah wie er Mitleid heuchelte ging es mit mir durch.. er hatte den Tag gelacht als ich ihm sagte was mit dir sei.. Gelacht!'' um seiner Rede mehr Ausdruck zu verleihen machte er viele Handbewegungen. ''Ich.. will

nicht das er dich anl├╝gt..'' sagte Jay nun und schaute mich an. Sagte er die Wahrheit oder..? In seinen Augen konnte ich nichtmehr lesen - es war als w├Ąren sie verschlossene T├╝ren. ''Er l├╝gt. Habe ich nicht.'' sagte nun Kevin der hinter uns aufgetaucht war. Er hatte also mitgeh├Ârt. ''Hast du wohl, L├╝gner!!'' schrie Jay ihn an. W├╝rde es wieder eskalieren? Wer l├╝gte mich an .. und wer nicht? Ich schaute von Kevin zu Jay und wieder zu Kevin. ''Ich habe nicht gelacht - ich war geschockt. Nur weil du verschossen bist und es deswegen nichtmal ertragen kannst das ich eine Hand auf ihre Schulter lege.. naja.'' Er zwinkerte. ''Verdammt! Jungs!'',rief ich

nun und rannte ins Klassenzimmer,''L├Âst das ohne mich! Ihr seid zum kotzen!''┬á


''Ja, der Schl├Ąger kann mich mal.'' h├Ârte ich Natalie sagen und entschied nicht ins Klassenzimmer zu gehen. W├╝tend ging ich an Jay und Kevin vorbei. Die Treppe runter, einmal links, durch die T├╝r und schon war ich drau├čen. Langsam lehnte ich mich an eine Mauer. Es war so kalt das ich meinen Atem sehen konnte. Der wei├če Hauch aus meinem Mund. Pl├Âtzlich merkte ich, dass ich zitterte. Erschrocken strich ich mir ├╝ber meine Arme. Es war wirklich Eiskalt .. Langsam sank ich immer weiter die Mauer runter, bis ich am Boden lag und

mich gegen die Wand dr├╝ckte. Zum ersten mal seit dem Vorfall f├╝hlte ich etwas. Ich f├╝hlte Schmerz, Verzweiflung, Unwissenheit,.. und das Allein - Sein. Ich konnte nicht anders, die Tr├Ąnen flossen mir die Wangen hinunter. Irgendwann w├╝rde auch der Schmerz nachlassen.



L├Ąchel tapfer weiter!

Die Decke meines Bettes f├╝hlte sich warm an. Immernoch starrte ich auf mein Bett. In der Schule habe ich gemerkt, wie sehr mich das traf, was passiert war. Diese Gef├╝hle hatte ich bis dahin noch nicht gef├╝hlt und es traf mich wie ein Schlag. Nach dem Erlebnis hatte ich erstmal die Schule geschw├Ąnzt und bin in der Stadt umhergeirrt. Zum Gl├╝ck hatte niemand - nicht Sally, nicht Natalie, nicht Kevin.. oder Jay - versucht mich anzurufen oder zu finden, was bei Natalie zu bezweifeln w├Ąre. Und nun sa├č ich, um 18 Uhr Abends, auf meinem Bett und wollte nochmal f├╝hlen,

was ich heute Morgen gef├╝hlt hatte. Den Schmerz.. Die Verzweiflung. Alle diese Gef├╝hle wurden von den Schuldgef├╝hlen unterdr├╝ckt. Ich hatte ja nichtmal gefragt woran er starb! Ich sp├╝rte wie die Tr├Ąnen kamen. Sollen sie doch! Es ist besser zu weinen als alles f├╝r sich zu behalten,.. oder? ''L├Ąchel, denn das ist viel schwerer als wenn man weint.'' sagte mein Vater in meiner Erinnerung und ich schluchzte lauter. Wie konnte ich nichtmal mit der Wimper zucken? Er war mein Vater, mein ein und alles! Der Mann der immer f├╝r mich da sein w├╝rde, der alles f├╝r mich getan hatte. War es der Schock oder.. ? Egal! Ich hatte ihm genug angetan! Ich war nichtmal an

seinem Grab gewesen. Schuldbewusst senkte ich den Kopf. Wie konnte ich nur? Ich habe mich nichtmal verabschiedet, und nun sollte ich Morgen in einen Flieger steigen und zu meiner Mutter ziehen. Ist das fair? Nein, das war es nicht. Ich bohrte meine Finger in meine Hand bis meine Kn├Âchel wei├č hervortraten. Ich war so eine Schlange - so gemein. Ich muss einfach versuchen, was Dad sagte, L├Ącheln. Ich rannte ins Badezimmer. Schnell wischte ich mir die Tr├Ąnen ab und versuchte an die Vorteile zu denken. Aber, was waren die Vorteile? ''So und nun..'' Ich machte mir ein neues Make - up und l├Ąchelte. So muss ein fr├Âhliches M├Ądchen aussehen.

Aber.. der Schmerz vergeht erst bald - nicht sofort. Was tut jemand der Schmerzen f├╝hlt? Der einsam ist? Jemand der noch etwas.. zu erledigen hatte? Richtig - Shopping hilft. Ich schnappte meine Jacke, meine Tasche mit meinem Geldbeutel und rannte los. Bevor ich shoppen w├╝rde, w├╝rde ich etwas wichtiges erledigen. Tsch├╝ss sagen.

Tsch├╝ss..

Die Sonne war noch am Himmel, aber nichtmehr lange, also beeilte ich mich. Es war nochimmer so kalt wie am Morgen. Den Hauch meines Atems sah ich deutlich in der Luft und meine Haare flogen durch den Wind hin - und her. Ich rannte so schnell ich konnte zu ihm. Noch einmal - ein einzigstes und letztes mal - wollte ich ihn sehen. 


Langsam strich ich ├╝ber die Einmakrierung des Steines. Wie erstarrt konnte ich mich nciht bewegen. ''Dad.'' hauchte ich. ''Ich wollte.. wollte..'' fl├╝sterte ich. ''...wollte mich entschuldigen. Und.. Tsch├╝ss sagen. Wahrscheinlich h├Ârst du mich nicht - bist' ja tot.'' ich hielt die Luft an. ''Es tut mir trotzdem Leid. Ich hatte nichts gef├╝hlt als.. du .. ja. Tut mir leid Dad!'' Wieder kamen die Tr├Ąnen doch es war mir egal! ''Ich werde immer f├╝r dich L├Ącheln! Ich werde immer dein Sonnenschein sein! Ich werde nur f├╝r dich weitermachen.. und zu Mutter gehen. Ich liebe dich Dad..'' Ich fiel auf die Knie und weinte. Wenn mich jetzt nur jemand in den Arm nehmen k├Ânnte..


''Jade.'' sagte eine vertraute Stimme hinter mir. Wie ertappt fuhr ich herum. ''Kevin?'' Verwundert sah ich ihn an. Was machte er denn in meinem Lieblingsgesch├Ąft? ''Was..?'' fragte ich leise. ''Ich muss mit dir reden..'' fl├╝sterte er. Ich nickte. Was w├╝rde sonst noch kommen? Jay? Zitternd folgte ich Kevin.

Jay's Sicht der Dinge

W├╝tend warf ich die Steine, die ich aufgesammelt hatte, ins Wasser. Wie konnte Jade nur mir nicht glauben? Ich schnaubte. ''Gemeinheit..'', fl├╝sterte ich, ''Ich wollte sie doch nur.. besch├╝tzen? War das der Preis f├╝r Treue .. und Freundschaft?'' Ich blickte mich um. Es w├╝rde gleich ganz dunkel sein, doch ich wollte nicht gehen. ''Und wenn ich alles f├╝r sie tun m├╝sste um sie zu ├╝berzeugen, was Kevin machte, ich w├╝rde alles tun!'' schrie ich nun. ich wusste nicht zu wem - oder wieso ich ├╝berhaupt schrie, doch ich wollte es loswerden. Aber.. warum erz├Ąhl ich es nicht Jade? Sie war der

Grund.. f├╝r alles. Ich fuhr mir durchs Haar. ''...Schei├če.'' murmelte ich und stand auf. Langsam ging ich am See entlang. Ich musste sehr wachsam sein, sonst w├Ąr ich wahrscheinlich in den See gefallen - was ich gl├╝cklicherweise nicht tat. Wieder gelangen┬ámeine Gedanken zu Kevin. Wir waren seit dem Kindergarten beste Freunde. Wir haben uns immer alles gesagt. Ich sagte ihm sogar was ich von Jade halte - und er erz├Ąhlte es ihr? Dieser.. Arsch! W├╝tend haute ich gegen einen Baum. Sekunden sp├Ąter durchfuhr mich der Schmerz. Es war gut Schmerz zu sp├╝ren. Naja - Solch einen Schmerz. Kevin war ein falscher Freund und das w├╝rde Jade auch merken oder nicht?

W├╝rde sie jemals mir verzeihen, dass ich Kevin ins Gesicht schlug? Verzweifelt sank ich zum Boden. ''Was.. soll ich tun?'' fl├╝sterte ich. Es war nun Dunkel. Die Sterne glitzerten am Himmelszelt und ich h├Ârte V├Âgel zwitschern. Wieder wiederholte ich ''Was soll ich tun, verdammt?'' Mit den H├Ąnden st├╝zte ich mein Gesicht. Irgendwann w├╝rde auch mein Schmerz vergehen. Der Schmerz den ich durch Kevin hab.. und der Schmerz wegen Jade.┬á


Ich sa├č an meiner Haust├╝r, unf├Ąhig irgendwas zutun oder reinzugehen sa├č ich einfach nur davor. ''Jay?'' fragte Jade die um die Ecke kam. Wieder setzte

mein Herz f├╝r einen kurzen Moment aus. Ihre schwarzen Haare flogen wie Fl├╝gel auf ihren Schultern. ''Ich,.. '' fing Jade an zu erkl├Ąren, doch ich stand auf, ging auf sie zu und umarmte sie. Ihre Augen strahlten mehr W├Ârter aus als sie es erkl├Ąren k├Ânnte. ''Kevin erz├Ąhlte mir was los .. war.'' erkl├Ąrte sie nun und lie├č mich los. Ich schaute sie fragend an. Jade streichte sich ├╝ber ihre H├Ąnde - wahrscheinlich um nicht so nerv├Âs zu sein - solange bis sie f├Ąhig war zu erkl├Ąren. ''Du hattest Recht.. er aber auch. Er hat gelacht.. das war schei├če. Und er hat sich entschuldigt.. '' Bei dem letzten Satz fl├╝sterte sie nurnoch. ''Aha. Was meinst du mit.. 'er aber auch'?''

fragte ich nun. Ich versuchte so desinteressiert wie m├Âglich zu wirken. Jade erwiderte nichts. Sie starrte mich nur an und err├Âtete. ''Was denn?'' fragte ich nun. ''Ich.. hab endlich was gef├╝hlt.. wegen Dad.. also.. meinem. Ich.. hab ihm Tsch├╝ss.. gesagt.'' fl├╝sterte sie. Ich musste l├Ącheln. Das war gro├čartig! ''Super! .. Gehts dir gut?'' fragte ich mitf├╝hlend. Es ist schwer endlich etwas zu f├╝hlen wie.. Schuld. ''Naja.. Ich .. bin alleine. Ich.. hab Schuldgef├╝hle.. ich.. bin verzweifelt Jay! .. Und ich gehe zu meiner Mutter. Nur .. ich hab die Tickets zur├╝ckgegeben - ich fliege wann anders.'' erkl├Ąrte sie. Von Satz zu Satz schlug mein Herz schneller. Am liebsten

w├╝rde ich mal - endlich(!) - an einem Herzinfarkt sterben! ''.. Oh.. Okay.. Ich bin.. immer f├╝r dich da, Jade. F├╝r immer. Immer. Immer. Immer.. OK?'' Ich grinste. Jade sprang mich an und umarmte mich. ''Danke.. f├╝r alles.'' fl├╝sterte sie. Kevin war also doch nicht so ein Arsch?

Der Abschied

Ich stand am Schulhof. Meine Klasse - und alle anderen, die mich mochten - standen vor mir. ''Wir werden dich vermissen Jade!!!!!'' schrie Sally durch die Menge. ''Ja, Jade. Wir hoffen an ihrer neuen Schule kommen sie klar. Und lernen sie weiter so..'' sagte nun Mr Stone. Alle waren da - nur f├╝r mich. Die letzten Tage waren so schnell vergangen. Kevin und Jay haben sich wieder vertragen und waren wieder Freunde, Natalie w├╝rde sich nie ├Ąndern, meine Lehrer haben mir noch vieles beigebracht bevor ich .. das hier bekam! Eine abschiedsfeier. Kevin kam auf mich zu.

''Es tut mir nochmals Leid.. Wirklich. Hab dich lieb, und komm gut an.. Kleines.'' fl├╝sterte er. Wieder schrie Sally etwas - diesmal unverst├Ąndliches. ''Wir lieben dich!!'' schrie sie nun nochmal. Ich grinste. Sie war echt klasse! Ich reichte jeden den ich nur fl├╝chtig kannte meine Hand und den Rest umarmte ich. ''Bye Natalie. Viel spa├č..mit ja. Dem hier.'' ich zeigte auf die Schule. Natalie schaute mich eisig an. ''Ja.. Bye!'' fauchte sie und ging weg. ich w├╝rde das alles hier schrecklich vermissen. W├╝rde ich jemals zur├╝ckkommen k├Ânnen? W├╝rde ich mich bei meiner Mutter gut f├╝hlen? W├╝rde ich mich jemals fragen wieso mein Dad

nichtmehr bei uns war? W├╝rde ich jemals etwas anderes f├╝hlen als Schuld? W├╝rde ich jemals wieder etwas von Sally, Kevin und Jay h├Âren? Apropro Jay! ''Wo ist Jay?'' fragte ich nun verwirrt. ''Hab ihn nicht gesehen..'' fl├╝sterte Kevin. Nochmal kam er n├Ąher und umarmte mich. Ich w├╝rde ihn dreitausendundachtundachtzigmal umarmen damit ich bleiben k├Ânnte! Ich seufzte. ''Du wirst mir fehlen.. unheimlich fehlen.'' versicherte ich ihm. Ich hatte mich von jedem verabschiedet doch einer fehlte - Jay. Wo ist er blo├č? ''Wo ist Jay, verdammt?'' ich stampfte mit den F├╝├čen auf den Boden. Der der mir am meisten etwas bedeutet war nicht

da, wieso blo├č? Ich schlang die Arme um mich und f├╝hlte das mir die Tr├Ąnen kommen w├╝rden. ''..Mann..'' murmelte ich und warf meine Haare nach hinten. ''Hier.'' sagte Georg - jemand aus meiner Klasse - und hielt mir ein Foto hin. ''Wir haben.. Alle ein Gruppenfoto gemacht. Viel spa├č.. in.. dort.'' murmelte er und ging zur├╝ck zu den anderen. Er war gerne mal Natalie's Fuffi und machte was sie wollte - echt dumm. Aufeinmal h├Ârte ich ein Ger├Ąusch hinter mir. ''JADE!'' schrie eine vertraute Stimme. Blitzschnell drehte ich mich um und erwartete Jay's Umarmung.

Die Fahrt in ein Neues Kapitel

Hinter mir stand Jay mit einem Strau├č Rosen. ''Hey..'' sagte er l├Ąchelnd. ''Die sind f├╝r dich.'' sagte er und reichte mir die Blumen. Wie s├╝├č! Ich musste einfach grinsen. So viel bl├Âdes ist in der letzten Zeit geschehen das so etwas gut tat. Sofort nahm mich Jay in den Arm. ''Am liebsten w├╝rde ich mitkommen und dich zu Tode umarmen!'' rief er. Die Menge hinter uns kicherte. ''oh.. die gucken uns zu?'' fragte ich leise. Jay nickte. Er schaute schnell in meine Augen. Seine Augen glitzerten und strahlten aber, man sah deutlich die Verzweiflung und den Schmerz.. die Trauer! ''Damit hatte er Recht.'' sagte ich und gab ihm einen Kuss. ''Wir sehen uns wieder, Versprochen Jay.'' versprach ich und stieg ins Taxi ein. Ich w├╝rde zwar noch mehr Verzweiflung und Schmerz f├╝hlen wenn ich Jay verlieren w├╝rde aber, ich muss einfach. Ich muss meiner Mutter beistehen und selber dieses Kapitel - das mit meinem Dad - erstmal in Ruhe lassen. Die Wunde muss heilen. ''Ciao. .. Ich.. wir sehn' uns.'' sagte Jay und beugte sich durchs Taxifenster um mir einen Kuss auf die Stirn zu geben. ''Bis bald und.. Auf wiedersehen, .. '' fl├╝sterte ich und wusste ganz genau wieso ich immer Schmerz f├╝hlte wenn etwas mit Jay war. Ich war verliebt. Mit einem mal fuhr das Taxi los. Ich winkte den ganzen Leuten die mir soo wichtig waren. Der Wind lie├č meine Haare umher fliegen. ''Wir sehen uns.. Jay.'' fl├╝sterte ich und fuhr in das n├Ąchste Kapitel meines Lebens.┬á

 

 


                                                                     ...FORTSETZUNG FOLGT...

Kapitel 1 von dem 2. Teil

Die Fahrt dauerte nicht lange und der Flug auch nicht. Es war sch├Ânes Wetter zum fliegen. Die Sonne strahlte und die V├Âgel zwitscherten fr├Âhlich. Der Himmel war wolkenlos und jeden Wind hauch sp├╝hrte ich auf meiner Haut. Um nicht von der Sonne geblendet zu werden hatte ich mir meine Sonnenbrille aufgesetzt. Meine Haare hatte ich zu einem Zopf zusammengebunden und ich hatte ein schwarzes Shirt an war gut zu meinen Shorts aussah. ''Sie sind da.'' sagte der Fahrer. Ich bedankte mich und stieg aus. Schnell zog ich meine Koffer aus dem Kofferraum und starrte zu dem riesen Haus vor mir. Mein neues Zuhause. Als ich noch an meinem richtigen Zuhause war hatte ich an meinem letzten Tag Dad Auf wiedersehen gesagt. Denn wird w├╝rden uns irgendwann wiedersehen. Ich war mir sicher das die Gef├╝hle die ich hatte irgendwann mich kaputt machen w├╝rden. Die Schuldgef├╝hle qu├Ąlten mich Tag und Nacht. Wer wei├č ob ich nicht irgendwann zusammenbrechen w├╝rde? ''Na super..'' fl├╝sterte ich und ging aufmunternd auf das Haus zu. Man kam nur in den Garten durch ein riesiges Metalltor. Ich klingelte. ''Ja?'' fragte eine Stimme die mir ziemlich vertraut war. ''Deine Tochter.'' k├╝ndigte ich mich an und wurde reingelassen. Es waren sicher Zwanzig B├Ąume die in einer Reihe zu dem Haus f├╝hrten. An jeder Seite waren zwanzig, also insgesamt vierzig. In der Mitte des Weges war ein Brunnen. ''T├Âchter'lein!'' rief meine Mutter mir zu. Ich verdrehte die Augen. ''Jade. Wenn ich bitten darf.'' sagte ich f├Ârmlich. Schnell sch├╝ttelte sie meine Hand und f├╝hrte mich ins Haus hinein. Innendrinne war es genau wie ich es bef├╝rchtet hatte - Gro├č, Mordern, Leer. ''Schick.. hast du es hier.'' sagte ich leise. Wir gingen ├╝ber einen alten roten Teppich zu einer Treppe die in den 1. Stock f├╝hrte. ''Das ist dein Zimmer. Ich lass dich erstmal.. alleine Schatz. Bin einkaufen - Tsch├╝ssii!'' rief meine Mutter und ging weg. ich schaute auf den Raum den sie mein Zimmer genannt hatte. Ein blau wei├čer Raum mit Computer, Himmelbett - sie wusste das ich es so will - B├╝cherregalen und allem m├Âglichen was es noch geben musste. Ich seufzte. ''Alles f├╝r deinen kleinen Engel was?... Schmerz kann man nicht wegkaufen.'' fauchte ichobwohl sie schon weg war. Langsam lie├č ich mich auf das Himmelbett sinken. Mein neues Zuhause.┬á

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Teykna
Ich schreibe gerne - weswegen ich hier bin. In meinem Kopf schwirren so viele Ideen das ich etwas brauchte wo ich meine Geschichten schreibe & ver├Âffentlichen konnte.

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Teykna Re: -
Zitat: (Original von Gast am 22.07.2012 - 00:44 Uhr) Kommentar vom Buch-Autor gel├Âscht.



Nochmals danke f├╝r deinen Kommentar - So sch├Ân geschrieben.. :D

LG Monique.
Vor langer Zeit - Antworten
EagleWriter Re: -
Zitat: (Original von Gast am 22.07.2012 - 00:44 Uhr) Behindert wie du hesskichjeit du dumme



Aber nicht mal fehlerfrei Beleidigungen schreiben k├Ânnen ^^
Vor langer Zeit - Antworten
Teykna Re: -
Zitat: (Original von Jasmin99 am 21.07.2012 - 22:45 Uhr) Wow! Sehr sch├Ân geschrieben-samt Formulierung. Dein Text ist ziemlich fesselnd! Bin gespannt wie es weitergeht!!!
Werd also dann mal weiterlesen..
LG Jasmin


Okei, Jasmin :D
Nochmal gelesen? Danke! :D
Ja, .. ich schreibe gerade Teil 10, der Rest ist drau├čen! :)
Viel Spa├č beim lesen & Danke nochmals.

LG Moni
Vor langer Zeit - Antworten
Jasmin99 Wow! Sehr sch├Ân geschrieben-samt Formulierung. Dein Text ist ziemlich fesselnd! Bin gespannt wie es weitergeht!!!
Werd also dann mal weiterlesen..
LG Jasmin
Vor langer Zeit - Antworten
Jasmin99 Re: Re: - Dann werd ich sie mir mal durchlesen!1
Zitat: (Original von Teykna am 25.05.2012 - 18:34 Uhr)
Zitat: (Original von Jasmin99 am 25.05.2012 - 16:41 Uhr) WoW! Das hast du echt gut hindekommen!

LG Jasmin
freu mich schon auf die fortsetzung!



Dann freu dich schonmal Jasmin - 5 Teile sind schon raus! ;) Und danke :)

Vor langer Zeit - Antworten
Teykna Re: -
Zitat: (Original von Jasmin99 am 25.05.2012 - 16:41 Uhr) WoW! Das hast du echt gut hindekommen!

LG Jasmin
freu mich schon auf die fortsetzung!



Dann freu dich schonmal Jasmin - 5 Teile sind schon raus! ;) Und danke :)
Vor langer Zeit - Antworten
Jasmin99 WoW! Das hast du echt gut hindekommen!

LG Jasmin
freu mich schon auf die fortsetzung!
Vor langer Zeit - Antworten
Teykna Re: - Danke - ich verbessere es. Durch so etwas sieht mann WER aufmerksam liest xD :D

Zitat: (Original von Dissonantia am 20.05.2012 - 21:31 Uhr) "Auf einmal h├Ârte ich einen Schl├╝ssel klimpern und blonde Haare flogen um die Ecke." (Aus der Sicht von Jay)
"Ihre blonden Haare flogen wie Fl├╝gel auf ihren Schultern." (Jay's Sicht der Dinge)
Kann sein das es noch woanders vorkam, aber das sind die, die ich wiedergefunden habe ;).

Vor langer Zeit - Antworten
Dissonantia "Auf einmal h├Ârte ich einen Schl├╝ssel klimpern und blonde Haare flogen um die Ecke." (Aus der Sicht von Jay)
"Ihre blonden Haare flogen wie Fl├╝gel auf ihren Schultern." (Jay's Sicht der Dinge)
Kann sein das es noch woanders vorkam, aber das sind die, die ich wiedergefunden habe ;).
Vor langer Zeit - Antworten
Teykna Re: - Ich hatte zwischen den ganzen Kapiteln kurz andere Geschichten geschrieben und bin wohl durcheinander gekommen. ich hatte schonmal mich verbessern m├╝ssen. Sie ist schwarzhaarig. K├Ânntest du mir vielleicht die Stelle sagen wo das steht das sie blond w├Ąre? .. ich sollte mir Informationen vielleicht aufschreiben! xD Danke Danke und Danke. Hammer, ich dachte nicht das sie euch so sehr gef├Ąllt :) ich hoffe die Fortsetzung macht nun nicht alles kaputt..
Lg Tey

Zitat: (Original von Dissonantia am 20.05.2012 - 20:55 Uhr) Sehr sch├Ân! Super geschrieben. Sehr gef├╝hlvoll. Es hat gefesselt. So muss es sein. Nur ich bin etwas verwirrt. Ist Jade jetzt schwarzhaarig oder blond? Kann sein das ich mich irre, aber ich meine das hat sich im Laufe der Geschichte pl├Âtzlich ver├Ąndert. Ich werd bald die Fortsetzung lesen ;). Du kannst toll schreiben, immer weitermachen!

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