Weihnachtsgedichte
Christbam kaufn .. - ein Mundart Gedicht

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"Christbam kaufn .. - ein Mundart Gedicht"
Veröffentlicht am 21. Dezember 2011, 6 Seiten
Kategorie Weihnachtsgedichte
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Über den Autor:

Ich bin eher introvertiert, liebe die Menschen, die Natur - die Literatur seit ich lesen kann (bin eine echte Leseratte) und schreibe auch selbst sehr gerne.
Christbam kaufn .. - ein Mundart Gedicht

Christbam kaufn .. - ein Mundart Gedicht

 

Christbam kaufn ...

 

D´ Liesl und da Lois

kafn an Weihnochtsbam.

Sie bleibn vor ana Fichtn steh´

und schaun s´ langmächtig an. 

 

„Mei, is de schee!“,

mant do de Frau, "der Bam,

der is a Tram!"

 

„Geh weida“, brummt da Lois, „geh schau,

schau an de Äst´ – der Bam is z´ brat.

Wenn du den aufputzt,

tuast ma hiazt scho lad.“ 

 

"Mog sei, er is a wengerl z´ dicht.

 Sagl außa an, zwa Äst´,

dann hot er glei a anders Gsicht

und is perfekt scho für des Fest.“

 

„An, zwa Äst´? Bist du no gscheid?

Dass ih a Loch eahm eini schneid?“

 

„Loisl, schau, der wär a Procht –

schaut aus, ols wär für uns er gmocht.“

 

„Na, der is schief. Vo Procht ka Spur.

Wo host du deine Augn nur?“

 

„Wia gfallt da do de schlanke Tannen?“

 

„Wenn ih de anschau, kunt ih wanen.

Da Spitz verbogn, de Äst´ a Graus –

de schaun wia Reisigbesn aus.

Ah is z´ vü schütter und vü z´ hoch.

Hiazt horch amol, wos ih da sog:

De passt mei Lebtog net ins Zimmer.

a Bamerl, halb so groß,

des reichert jo no immer.“

 

„Du manst, mia nehmen nur an klan?

Na guad, so schaun  ma d´ Winzling an. -

Schau, der is siaß, der wär grod recht.“

 

 „Hiazt sog amol: siachst du scho schlecht?

Wos wüllst du mit der zrupftn Staudn?

De is an Meter zwanzig kaum..

Du manst, des soll a Christbam sei?

Den kaf ih net, ih sog dir ´s glei.

´s is olleweu des sölbe Gscher,

kaum komm´ ma auf den Plotz do her,

hast z´ meckern wos an jedm Bam –

der is z´ groß, der z´ krumm, der z´ klaan.

Ih hör ma des net länger an.

Mia is de ganze Gschicht scho z´ dumm,

mit dir wos kafn, bringt mi um,

des is a Plog, des is a Not –

ih geh ins Wirtshaus, pfiat di Gott!“

 

D´ Liesl locht ihrn Mann nur an

und schnurstracks geht ´s zum erstn Bam,

sogt zum Vakäufer: "Bitte sehr,

 der Christbam do, der gfallt mir sehr.

Schneidn S´ außa an, zwa Äst´,

mochn S´ Christbamkreuz glei fest,

und stelln S´ ma ´n auf in unserm Zimmer –


jo, grad a so wia eh scho immer!“

 

„Mog sei, er is a wengerl z´ dicht.

 Sagl außa an, zwa Äst´,

dann hot er glei a anders Gsicht

und is perfekt scho für des Fest.“

 

„An, zwa Äst´? Bist du no gscheid?

Dass ih a Loch eahm eini schneid?“

 

„Loisl, schau, der wär a Procht –

schaut aus, ols wia für uns grod gmocht.“

 

„Na, der is schief. Vo Procht ka Spur.

Wo host du deine Augn nur?“

 

„Wia gfallt da do de schlanke Tannen?“

 

„Wenn ih de anschau, kunnt ih wanen.

Da Spitz verbogn, de Äst´ a Graus –

de schaun wia Reisigbesn aus.

Ah is z´ vü schütter und vü z´ hoch.

Hiazt horch amol, wos ih da sog:

De passt mei Lebtog net ins Zimmer.

a Bamerl halb so groß –

des reichert jo no immer.“

 

„Du manst, mia nehmen nur an klan?

Na guad, so schaun  ma d´ Winzling an. -

Schau, der is siaß, der wär grod recht.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Hiazt sog amol: siachst du scho schlecht?

Wos wüllst du mit der zrupftn Staudn?

De is an Meter zwanzig kaum..

Du manst, des soll a Christbam sei?

Den kaf ih net, ih sog dir ´s glei.

´s is olleweu des sölbe Gscher,

kaum komm´ ma her,

hast z´ meckern wos an jedm Bam –

der is z´ groß, der z´ krumm, der z´ klaa.

Ih hör ma des net länger an.

Mia is de ganze Gschicht scho z´ dumm,

mit dir wos kafn, bringt mi um,

des is a Plog, des is a Not –

ih geh ins Wirtshaus, pfiat di Gott!“

 

D´ Liesl locht ihrn Mann nur an

und geht schnurstracks zum erstn Bam,

sogt zum Verkäufer:

„Bitt schee, kommen  S ´ her,

der Christbam do, der gfallt mir sehr.

Schneidn S´ außa an, zwa Äst´,

mochn S´ Christbamkreuz glei fest

und stelln S´ ´n auf  in unserm Zimmer –

Sie wissen ´s -

wia halt eh scho immer!“

 

 

„Wenn ih de anschau, kunnt ih wanen.

Da Spitz verbogn, de Äst´ a Graus –

de schaun wia Reisigbesn aus.

Ah is z´ vü schütter und vü z´ hoch.

Hiazt horch amol, wos ih da sog:

De passt mei Lebtog net ins Zimmer.

a Bamerl halb so groß –

des reichert jo no immer.“

 

„Du manst, mia nehmen nur an klan?

Na guad, so schaun ma d´ Winzling an. -

Schau, der is siaß, der wär grod recht.“

 

 

„Hiazt sog amol: siachst du scho schlecht?

Wos wüllst du mit der zrupftn Staudn?

De is an Meter zwanzig kaum..

Du manst, des soll a Christbam sei?

Den kaf ih net, ih sog dir ´s glei.

´s is olleweu des sölbe Gscher,

kaum komm´ ma her,

hast z´ meckern wos an jedm Bam –

der is z´ groß, der z´ krumm, der z´ klaa.

Ih hör ma des net länger an.

Mia is de ganze Gschicht scho z´ dumm,

mit dir wos kafn, bringt mi um,

des is a Plog, des is a Not –

ih geh ins Wirtshaus, pfiat di Gott!“

 

D´ Liesl locht ihrn Mann nur an

und geht schnurstracks zum erstn Bam,

sogt zum Verkäufer:

„Bitt schee, kommen  S ´ her,

der Christbam do, der gfallt mir sehr.

Schneidn S´ außa an, zwa Äst´,

mochn S´ Christbamkreuz glei fest

und stelln S´ ´n auf  in unserm Zimmer –

Sie wissen ´s -

wia halt eh scho immer!“

 

 

„Hiazt sog amol: siachst du scho schlecht?

Wos wüllst du mit der zrupftn Staudn?

De is an Meter zwanzig kaum..

Du manst, des soll a Christbam sei?

Den kaf ih net, ih sog dir ´s glei.

´s is olleweu des sölbe Gscher,

kaum komm´ ma auf den Plotz do her,

hast z´ meckern wos an jedm Bam –

der is z´ groß, der z´ krumm, der z´ klaa.

Ih hör ma des net länger an.

Mia is de ganze Gschicht scho z´ dumm,

mit dir wos kafn, bringt mi um,

des is a Plog, des is a Not –

ih geh ins Wirtshaus, pfiat di Gott!“

 

 

 

 

D´ Liesl locht ihrn Mann nur an

und geht schnurstracks zum erstn Bam,

sogt zum Verkäufer:

„Bitt schee, kommen  S ´ her,

der Christbam do, der gfallt mir sehr.

Schneidn S´ außa an, zwa Äst´,

mochn S´ Christbamkreuz glei fest

und stelln S´ ´n auf  in unserm Zimmer –

Sie wissen ´s -

wia halt eh scho immer!“

 

D´ Liesl locht ´n Lois nur an,

geht schnurstracks dann zum erstn Bam,

und bittet den Verkäufer her:

„der Christbam do, der gfallt mir sehr.

Schneidn S´ außa an, zwa Äst´,

mochn S´ Christbamkreuz glei fest

und stelln S´ ´n auf  in unserm Zimmer –

Se wissen ´s eh ...

wia d´ letztn Johr scho immer!


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mukk
Ich bin eher introvertiert, liebe die Menschen, die Natur - die Literatur seit ich lesen kann (bin eine echte Leseratte) und schreibe auch selbst sehr gerne.

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baesta Erst jetzt gelesen, Dein Gedicht. - Musste laut lachen, weil das die so übliche Prozedur wohl überall auch in Deutschland ist.

Liebe Grüße
Bärbel
Vor langer Zeit - Antworten
mukk Re: lach -
Zitat: (Original von Rajymbek am 22.12.2011 - 07:30 Uhr) am besten die beiden kaufen sich einen kleinen Plastikbaum - jeder jahr wieder verwendbar - do gibs koa strait

Frohe Weihnachten wünscht
Roland



Nee, a Plastikbam war nix für mi....
Liebe Weihnachtsgrüße
Mukk
Vor langer Zeit - Antworten
mukk Re: -
Zitat: (Original von cbvisions am 22.12.2011 - 12:23 Uhr) Den richtigen Baum zu finden ist halt eine Kunst und vermutlich der einzige Shopping genuss, wo die Frau hinter dem Mann hertrotten muss ... :D Wenn ich da an meinen Onkel und meinen Vater denke, bis die einen Baum haben, das dauert schon mal den ganzen Tag :D

Ich hab eine Tanne aus Plastik, die zwar etwas gerupft aussieht, schrecklich nadelt, aber wenigstens der Hitze was entgegenzusetzen hat.

GlG Chris


Danke, lieber Chris, schön, dass du mein Dialekt-Gedicht entziffern konntest. Freu!
Mit liebem Weihnachtsgruß
Ingrid

Vor langer Zeit - Antworten
mukk Re: liebe ingrid -
Zitat: (Original von Gast am 22.12.2011 - 13:30 Uhr) so gab ich mir mühe um es zu verstehn.
der dialekt an sich ist schön ,
doch deshalb alleine schreibe ich nicht .
ich wollte dir ein schönes fest wünschen , im kreise deiner familie ,
dass es ein friedliches schönes fest wird und die herzen vor freude mit dem tannenbaum u m die wette leuchten.
liebe ingrid , ich weiß man hat keine wünsche mehr in eigentlichen sinn , konsum wunsch .
ich wünsche dir , ausgeglichenheit , gesundheit , bleibe wie du bist , was du bist , ein herzenfroher mensch,
es ist nicht alles gold was glänzt , auch hier nicht , aber mit der zeit lernt man den menschen kennen .
und ich liebe ingrid , erlaube mir , dich mal in den arm zu nehmen und dir dadurch , meine wünsche dir zu überbringen .
auch ein gutes schönes neues jahr , bleibe gesund , und lebe dein leben .
alles liebe zu dir rainer ,
verzeih meine vielen worte ,


Mein ganz, ganz lieber Rainer,
deine Worte sind ein richtiges Weihnachtsgeschenk für mich. So schön, voll Wärme und Weisheit. Ich danke dir von ganzem Herzen!!!
Ich danke dir auch für deine Freundschaft und deine Umarmung! Das tut gut und freut mich wirklich enorm. Danke!
Lieber Rainer, auch dir ein frohes und friedvolles Weihnachtsfest!! Wie du so schön sagst, Wünsche hat man eigentlich keine mehr, Wünsche der materiellen Art.
Liebevolle Zuwendungen, Freundschaft und vor allem Gesundheit sind das, was ich dir wünsche! Bleib gesund und bleib mein Philosoph! Ich wünsche dir ein zufriedenes Herz, viel Freude und Wärme,
viel Glück und alles, alles Gute ..... und sage dir für alles DANKE!
Es ist schön, dass es dich gibt!
Frohe Weihnachten und liebe Grüße
Ingrid

Vor langer Zeit - Antworten
mukk Re: Der Christbaum -
Zitat: (Original von MarionG am 22.12.2011 - 18:54 Uhr) Und doch: Wer will schon einen Plastikbaum?!
Ich lass meinen Freund den Baum aussuchen - da gibt ´s keinen Stress. Ich bin, was das angeht, tiefenentspannt.
Schön, mal wieder ein Mundartgedicht von Dir zu lesen.
Liebe Grüße
Marion



Danke, liebe Marion, einen Plastikbaum möchte ich auch nicht, dann schon lieber nur ein paar Zweiglein und ein schönes Gesteck.
Ich wünsche dir und deinen Lieben ein frohes und friedvolles Weihnachtsfest und alles Liebe und Gute für das neue Jahr! Möge es so laufen, wie du es dir wünscht!
Wann geht es auf Schi-Urlaub?
Bei uns liegt schon Schnee, allerdings hier bei meiner Tochter in der Steiermark. In Wien noch nicht. Kein Stäubchen.
Alles Liebe für dich und herzlichste Grüße!
Ingrid
Vor langer Zeit - Antworten
mukk Re: -
Zitat: (Original von Luap am 22.12.2011 - 20:32 Uhr) Herrlich amüsant geschrieben... eine Szene mitten aus dem Leben... habe gerade heute einen gekauft und ... :-)))) ich weiss wovon ich rede...

Wünsche dir von Herzen frohe, gesegnete Weihnachten!

Herzliche Grüsse
Paulchen


Danke, liebes Paulchen, deine Wünsche gebe ich gerne zurück.
Alles Liebe!!
Ingrid
Vor langer Zeit - Antworten
Luap Herrlich amüsant geschrieben... eine Szene mitten aus dem Leben... habe gerade heute einen gekauft und ... :-)))) ich weiss wovon ich rede...

Wünsche dir von Herzen frohe, gesegnete Weihnachten!

Herzliche Grüsse
Paulchen
Vor langer Zeit - Antworten
MarionG Der Christbaum - Und doch: Wer will schon einen Plastikbaum?!
Ich lass meinen Freund den Baum aussuchen - da gibt ´s keinen Stress. Ich bin, was das angeht, tiefenentspannt.
Schön, mal wieder ein Mundartgedicht von Dir zu lesen.
Liebe Grüße
Marion
Vor langer Zeit - Antworten
Gast liebe ingrid - so gab ich mir mühe um es zu verstehn.
der dialekt an sich ist schön ,
doch deshalb alleine schreibe ich nicht .
ich wollte dir ein schönes fest wünschen , im kreise deiner familie ,
dass es ein friedliches schönes fest wird und die herzen vor freude mit dem tannenbaum u m die wette leuchten.
liebe ingrid , ich weiß man hat keine wünsche mehr in eigentlichen sinn , konsum wunsch .
ich wünsche dir , ausgeglichenheit , gesundheit , bleibe wie du bist , was du bist , ein herzenfroher mensch,
es ist nicht alles gold was glänzt , auch hier nicht , aber mit der zeit lernt man den menschen kennen .
und ich liebe ingrid , erlaube mir , dich mal in den arm zu nehmen und dir dadurch , meine wünsche dir zu überbringen .
auch ein gutes schönes neues jahr , bleibe gesund , und lebe dein leben .
alles liebe zu dir rainer ,
verzeih meine vielen worte ,
Vor langer Zeit - Antworten
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