Gedichte
Die Wartende

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"Die Wartende"
Veröffentlicht am 14. September 2011, 4 Seiten
Kategorie Gedichte
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Über den Autor:

Ich bin PhanThomas, aber Leute, die mich kennen, dürfen mich auch gern Thomas nennen. Oder ach, nennt mich, wie ihr wollt. Denn ich bin ja ein flexibles Persönchen. Sowohl in dem, was ich darzustellen versuche, als auch in dem, was ich schreibe. Ich bin unheimlich egozentrisch und beginne Sätze daher gern mit mir selbst. Ich bin eine kreative Natur, die immer das Gefühl hat, leicht über den Dingen zu schweben - und das ganz ohne Drogen. Man ...
Die Wartende

Die Wartende

Beschreibung

Bevor's hier gar nichts mehr von mir zu lesen gibt, ausnahmsweise mal wieder was in gereimter Form. Kleine Zwischenmahlzeit sozusagen, bis das Textfließband wieder geölt ist, ahem. Und sorry für die kleine Schrift, aber, öhm, die Verse waren mitunter einfach zu lang für diese Welt. Nun ja. (Cover: © Angelika Wolter / pixelio.de; www.pixelio.de)

 

Das Bett noch von der Nacht zerwühlt.
Die Treue brach, zu groß der Trieb.
Zwar viel gespürt, doch nichts gefühlt.
Der Fremde fort, die Sehnsucht blieb.

Sie geht hinaus ins Morgenlicht.
Der kühle Wind erfrischt den Geist.
Ein Augenblick nur, mehr bleibt nicht.
Dann kommt zurück, was sie zerreißt.

Schon lebt sie in Bildern aus glücklichen Tagen.
Wie lang er schon fort ist? Sie kann es nicht sagen.
Er käme bald wieder, kein Grund sich zu sorgen,
Doch Tränen verschleiern die Hoffnung aufs »Morgen«.
Die kussarmen Lippen, von Sehnsucht zerbissen,
Kalender am Boden, verbrannt und zerrissen.

Ein Blick aufs Vergissmeinnicht stimmt sie verbittert,
Er ließ es zurück, nun ist längst es verwittert.
Der Himmel ergraut, ein Symbol für die Ferne
Und dunkelt es, schweigen so lang schon die Sterne.
Mit Briefen will er sie in Zuversicht wissen,
Stattdessen vergeht sie, weint stumm in die Kissen.

So steh’n die Tage und sie hält
An Liebe fest, gebaut auf Sand.
Am and’ren Ende dieser Welt
Lebt er und kämpft für Sieg und Land.

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Hörbuch

Über den Autor

PhanThomas
Ich bin PhanThomas, aber Leute, die mich kennen, dürfen mich auch gern Thomas nennen. Oder ach, nennt mich, wie ihr wollt. Denn ich bin ja ein flexibles Persönchen. Sowohl in dem, was ich darzustellen versuche, als auch in dem, was ich schreibe. Ich bin unheimlich egozentrisch und beginne Sätze daher gern mit mir selbst. Ich bin eine kreative Natur, die immer das Gefühl hat, leicht über den Dingen zu schweben - und das ganz ohne Drogen. Man trifft mich stets mit einem lachenden und einem weinenden Auge an. Das scheint auf manche Menschen dermaßen gruselig zu wirken, dass die Plätze in der Bahn neben mir grundsätzlich frei bleiben. Und nein, ich stinke nicht, sondern bin ganz bestimmt sehr wohlriechend. Wer herausfinden will, ob er mich riechen kann, der darf sich gern mit mir anlegen. ich beiße nur sporadisch, bin hin und wieder sogar freundlich, und ganz selten entwischt mir doch mal so etwas ähnliches wie ein Lob. Nun denn, genug zu mir. Oder etwa nicht? Dann wühlt noch etwas in meinen Texten hier. Die sind, äh, toll. Und so.

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Ephraim Echt guter Text , nehm ich mir als Favo mit

Ein schönes Wochenende dir !
Vor langer Zeit - Antworten
PhanThomas Vielen Dank! :-)
Dir auch ein, äh, schönes Wochenende, bzw. sagen wir mal, einen schönen Sonntagabend noch. ;-)

Gruß
Thomas
Vor langer Zeit - Antworten
Cupator Hallo PhanThomas, ein erfrischend altertümlich wirkender Text ist das, den Du da als Intermezzo veröffentlicht hast. Besonders gut gefällt mir das offenbar daktylische Versmaß, sozusagen aus dem Manufaktum-Katalog der Lyrik, aber es passt, wie ich finde, wirklich sehr gut zum Text. Mehr davon würde der Gedichte-Sparte auf dieser Seite gut tun, allein schon, damit sich wieder rumspricht, dass Form nicht nur altertümlich ist.
C.
Vor langer Zeit - Antworten
PhanThomas Hallo Cupator,

erst mal herzlich willkommen zurück. Ich hoffe, die neue Seite hat dich nicht verschreckt wie so manch anderen. :-) Ich selbst musste erst mal gucken, was das hier überhaupt für ein Text ist. Schon wieder ein bisschen her, seit ich das letzte Mal etwas ernsthaftere Dinge zusammengereimt habe. Und das mit der leicht altertümlichen Form weiß ich. Ich fühle mich mit der »freien Form« und dergleichen nicht wohl. Gedichte, wie ein Günter Grass sie hin und wieder in die Welt, nun ja, »rotzt«, sind mir formal ein Graus. Warum das so ist, weiß ich auch nicht.

Viele Grüße und danke schön
Thomas
Vor langer Zeit - Antworten
Cupator Lieber PhanThomas, ich muss sagen, die neue Seite gefällt mir sogar sehr gut, wirklich ganz mal was modernes, echt jetzt. Ich muss mir allerdings erst eine neue Community aufbauen, scheint's, am besten geht das wohl - über Gedichte - ? Aber das ist wirklich nicht so einfach, wenn man nicht einfach nur rum-freestylen will. Keep on track, pal! C.
Vor langer Zeit - Antworten
PhanThomas Geht mir auch so, was die Seite betrifft. Definitiv ein "Grower". Anfangs ein wenig unübersichtlich und ständig wechselten die Hintergründe, doch inzwischen ist alles angenehm einheitlich, und sowohl vom Design als auch von der Funktionalität her ganz wunderbar. Nur an der Lesbarkeit mancher Schriften könnte man noch arbeiten.

Und ja, ich glaube, über Gedichte lässt sich so was am besten bewerkstelligen. Würde auch gern mal wieder reimen, dummerweise verrichtet die Muse derzeit ihr Geschäft offenbar anderswo und nicht auf meinem Haupt. Nun ja ...

Viele Grüße
Thomas
Vor langer Zeit - Antworten
Luzifer Re: Re: -
Zitat: (Original von PhanThomas am 13.08.2012 - 09:40 Uhr)
Zitat: (Original von Luzifer am 09.08.2012 - 15:02 Uhr) Ich musste kurz lachen. Eine Stelle im Gedicht erinnerte mich an einen bösen Spruch. Da sagt der Mann zu seiner Frau, dass er nicht lange weg bleiben würde und er dann wieder da ist, wenn die Blume, die er ihr schenkt, verwelkt. Tja, diese Blume war aus Plastik. ^^

Bei dem Gedicht stört mich eigentlich nur das Vergissmeinnicht. Das Wort wirkt irgendwie so fehl am Platze, finde ich. Es passt zum Thema, keine Frage, trotztdem.

Beste Grüße
L.

Hallo L.,

huh, das mit der Plastikblume ist schon fies. Aber auch gut irgendwie. Muss man erst mal drauf kommen. ;-) Wo war das denn her?

Dich stört das Vergissmeinicht? Hat's zu viele Silben? Öhhh, eine passendere Pflanze wäre mir da so irgendwie nicht eingefallen.

Beste Grüße
T.

Ich glaube, das war in einer abgewanderten Form in einem Witz oder einem humoristischen Kurzcomic. Sicher kann ich es nicht mehr sagen. ^^

Eine passendere Pflanze fällt mir leider auch nicht ein und von der Bedeutung ist das Vergissmeinnicht ja auch klasse in dem Gedicht. Wahrscheinlich stören mich wirklich nur die vielen Silben.
Vor langer Zeit - Antworten
PhanThomas Re: -
Zitat: (Original von Luzifer am 09.08.2012 - 15:02 Uhr) Ich musste kurz lachen. Eine Stelle im Gedicht erinnerte mich an einen bösen Spruch. Da sagt der Mann zu seiner Frau, dass er nicht lange weg bleiben würde und er dann wieder da ist, wenn die Blume, die er ihr schenkt, verwelkt. Tja, diese Blume war aus Plastik. ^^

Bei dem Gedicht stört mich eigentlich nur das Vergissmeinnicht. Das Wort wirkt irgendwie so fehl am Platze, finde ich. Es passt zum Thema, keine Frage, trotztdem.

Beste Grüße
L.

Hallo L.,

huh, das mit der Plastikblume ist schon fies. Aber auch gut irgendwie. Muss man erst mal drauf kommen. ;-) Wo war das denn her?

Dich stört das Vergissmeinicht? Hat's zu viele Silben? Öhhh, eine passendere Pflanze wäre mir da so irgendwie nicht eingefallen.

Beste Grüße
T.
Vor langer Zeit - Antworten
Luzifer Ich musste kurz lachen. Eine Stelle im Gedicht erinnerte mich an einen bösen Spruch. Da sagt der Mann zu seiner Frau, dass er nicht lange weg bleiben würde und er dann wieder da ist, wenn die Blume, die er ihr schenkt, verwelkt. Tja, diese Blume war aus Plastik. ^^

Bei dem Gedicht stört mich eigentlich nur das Vergissmeinnicht. Das Wort wirkt irgendwie so fehl am Platze, finde ich. Es passt zum Thema, keine Frage, trotztdem.

Beste Grüße
L.
Vor langer Zeit - Antworten
PhanThomas Re: -
Zitat: (Original von Elaya am 16.01.2012 - 14:16 Uhr) Echt super schön! Weiter so!
LG
Elaya

Hallo Elaya,

vielen lieben Dank! :-) Und herzlich willkommen hier bei uns in der Runde!

Liebe Grüße
Thomas
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