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Schattenwerfer (Für meinen Vater)

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"Schattenwerfer (Für meinen Vater)"
Veröffentlicht am 18. Juli 2011, 2 Seiten
Kategorie Gedichte
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Schattenwerfer (Für meinen Vater)

Schattenwerfer (Für meinen Vater)

 

Weite Wegstrecken
war unsere Schrittlänge nicht die Selbe

kein gemeinsames rasten
keine Routen geplant
nicht mal zusammen über das miese Wetter geschimpft

der gleiche Startpunkt
irgendwann aber wollte ich nicht länger in deinem Schatten wandern

wollte hellere Orte sehen
höher steigen
und selber Schattenwerfer sein

jetzt
gegen Ende unserer Tour
wo die Steigungen steiler
und die Kurven enger werden
machen wir beide kürzere Schritt als gewohnt

 

 

 

 

 

 

du erzählst von früher
ich rede viel zu viel von morgen

und dabei lächeln wir einander ins Gesicht

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Novalis63
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Novalis63 Re: Schönes Gedicht an deinen Vater - Manche Entwicklungen im Leben dauern etwas länger.
Vor langer Zeit - Antworten
elfchen1990 Schönes Gedicht an deinen Vater - mehr kan ich nicht dazu sagen, denn das haben die anderen schon getan.


LG elfchen1990
Vor langer Zeit - Antworten
Novalis63 Dankbar - Ich habe es lange Zeit selber gar nicht bemerkt oder zumindest wollte ich es mir nicht eingestehen, wie sehr ich mich nach Anerkennung und Zuneigung von meinem Vater sehne.
Erst jetzt, in fortgeschrittendem Lebensalter hat sich die Starre gelöst und die Mauern haben angefangen zu bröckeln. Dafür bin ich unendlich dankbar.
Vor langer Zeit - Antworten
dunkelkristall Gunda - hat es gesagt der Titel ist genial
Ich war zum Glück in der Lage zu Lebzeiten meines Vaters aus seinem Schatten zu treten

LG Michael
Vor langer Zeit - Antworten
Gunda Der Titel ... - ... dazu ist schlichtweg genial, Udo. Zumal man den Schattenwerfer durchaus in zweierlei Richtung deuten darf: Einmal als übermächtigen Übervater, aus dessen Schatten man sich nur schwer befreien kann, dann aber auch als denjenigen, in dessen Schatten man sich mal ausruhen darf ...

Das Bild der gemeinsamen Wanderung, das du gewählt hast für die Darstellung des Verhältnisses Vater/Sohn, gefällt mir ebenfalls sehr. Auch hier gibt es ja eine Unmenge an Bildern, die man daran anhängen kann, vom gemeinsamen Weg zu unterschiedlichen Zielen wie verschlungenen Seitenpfaden, die letztendlich doch wieder die beiden Wanderer zusammenführen zum gleichen Ziel hin.

Lieben Gruß
Gunda
Vor langer Zeit - Antworten
FLEURdelaCOEUR Wundervolles Gedicht an deinen Vater - Leider habe ich meinen nie kennenlernen dürfen......

LG fleur
Vor langer Zeit - Antworten
Novalis63 Re: Wie schön, - Danke dür deinen netten Kommentar und ich finde es unendlich wichtig, dass man seine Eltern im Guten gehen lassen darf ...
Vor langer Zeit - Antworten
Herbsttag Wie schön, - wenn man irgendwann aus dem Schatten heraustreten und eine eigenständige Persönlichkeit sein kann! Das ist sehr eindringlich und gut beschrieben. Meinen Vater durfte ich erst 5 Jahre vor seinem Tod kennen lernen, da er in Australien gelebt hat. Mutter hat immer die Begegnung hintertrieben und so konnte ich ihn nur einmal persönlich für 3 Wochen sehen. Seine restlichen 4 Jahr haben wir uns lange Briefe geschrieben. Katakombe
Vor langer Zeit - Antworten
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