Biografien & Erinnerungen
weggeschaut

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" weggeschaut"
Veröffentlicht am 27. Februar 2011, 10 Seiten
Kategorie Biografien & Erinnerungen
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Über den Autor:

Zu meiner Freude hat mir mein Verlag artofarts, ein riesen großes Geschenk gemacht. Frau Bartl hat mir bei youtube ein, von mir gesprochenes Video, meines Buches Prinzessin Emma, gebastelt. Perfekt würde ich mein Sprechen nicht nennen, aber mit ganz viel Herz und Liebe gelesen. Hört doch einfach mal rein. Ich freue mich auf einen Besuch : http://uteschuster.com/ mein blog Ich liebe alles was mich glücklich macht und das ist echt nicht ...
weggeschaut

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Beschreibung

2009/2011 überarbeitet Mich hat der Satz: Schau sie an dir die Mädchen, wie sie sich herausputzen und koketieren. dazu veranlasst die Geschichte nochmal zu überarbeiten. Es ist nicht nur der Fremde, es ist auch der Nächste, der sich gern in junges Fleisch krallt.

Warum nur warum?

 

Warum passiert mir so etwas, was habe ich denn getan, dass Horst mich da auf diesen Platz zerrt, mir die Hose runter reißt und mir dann so fürchterlich weh tut. Es tut so schrecklich weh, nicht nur der Schmerz im Bauch und zwischen den Beinen, nein alles tut mir weh, am liebsten möchte ich sterben, auf der Stelle tot sein. Meine Tränen rennen die Wangen runter, das Gesicht brennt wie Feuer und ich weiß nicht was ich tun soll.

Inzwischen ist es stockfinster geworden, ich denke dran, was mich zu Hause erwartet, ich habe nur Angst, ganz schrecklich viel Angst. Schluchzend drücke ich mich durch die Hecke und stehe irgendwo im Matsch, rutsche aus und falle hin. Mühsam stehe ich wieder auf und sehe, dass alles voller brauner Erde ist. O Gott, was macht mein Vater mit mir, wenn ich nach Hause komme, der schlägt mich doch glatt halb tot, garantiert. Denn wenn er mich schon verhaut, wenn ich mal eine halbe Stunde zu spät komme, dann weiß ich nicht was heute passiert. Blöd bin ich, natürlich weiß ich es.
 
Horst geht immer zwei Schritte hinter mir und lacht. Wie kann man nur so dämlich sein und über so etwas lachen. Angst habe ich eigentlich gerade nicht vor ihm, ich bin eher voller Hass. In mir sitzt tiefer ohnmächtiger Hass. Was macht man denn so, wenn man voller Hass ist? Keine Ahnung, so eine Situation hatte ich doch noch nie. Wenn ich auf meine Eltern Wut habe, dann wünsche ich mir, dass sie weg sind und ich erwachsen bin und machen kann was ich will. OK manchmal wünsche ich mir auch, aber echt nur dann wenn ich richtig viel Schläge bekommen habe, dass mein Vater einen Herzinfarkt bekommt und tot umfällt. Natürlich sage ich das keinem, nicht mal Petra, aber die kann mir ja nun mal gestohlen bleiben, für immer, das schwör ich. So eine Freundin, ha, absolute Treue haben wir uns versprochen und dann lässt mich diese Kuh alleine. Mmh, ob sie jetzt an mich denkt und ein schlechtes Gewissen hat oder vielleicht sogar Angst. Nein Angst hat sie bestimmt nicht um mich, die denkt sicher ich wäre längst zu Hause und ist sauer, weil Hotte mich mitgenommen hat.

Ich hätte ihr diesen Traummann, im Nachhinein, wirklich gegönnt. O was wär das Klasse, wenn er das alles auch mit ihr machen würde, das wär‘s, das wäre überhaupt das Allergrößte und ich, ja ich würde ganz cool sagen, tschüss Petra, du wolltest ihn doch haben, nun genieß ihn mal. Irrer Gedanke, naja ein bisschen hilft mir das jetzt schon. Meine Wut schwenkt gerade von Horst auf Petra um, denn eigentlich ist sie ja schuld. Natürlich ist es Petzi‘s Schuld. Wenn sie bei mir geblieben wäre, dann wären wir zu Zweit gewesen und ich könnte zu Hause sitzen und die Hitparade anschauen.

O nein, aus dem Dunkel kommt mein Vater. Noch hat er mich nicht erkannt oder tut er nur so? Horst ist immer noch hinter mir. Als er sieht, dass der Mann auf mich zukommt, überholt er mich, sagt "Guten Abend" und geht echt in ganz normalem Tempo weiter. Das sieht so aus, als ob er nur zufällig zwei Schritte hinter mir war. Niemals käme mein Vater auf die Idee, dass wir auch nur einen Meter zusammen gegangen sind.

Ich schmecke Blut in meinem Mund, vor Angst habe ich mir auf die Zunge gebissen. Ich überlege, Aua oder nicht. Nein ich spür nichts. "Wo kommst du um diese Zeit her? Wir suchen dich überall. Petra hat gesagt, du wolltest nach Hause, als sie dich zuletzt gesehen hat. Wo hast du dich bis jetzt rumgetrieben, sie ist schon seit zwei Stunden daheim. Weißt du eigentlich, was deine Mutter für eine Angst um dich hat, du bringst sie noch ins Grab". Vater holt aus und der Schmerz sprengt mir fast das Gehirn weg. Mein Gott, tut das weh. Dann nimmt er mich an den Haaren schüttelt mich und mit der anderen Hand schlägt er wie ein Wahnsinniger auf mich ein. Saublöd denke ich: INDIANER und skalpieren. Denke, wenn er so weiter schlägt, dann haut er mich diesmal echt tot oder er hat meine Haare in der Hand und ich bin kahl. Wie kann man so etwas Bescheuertes denken, wenn man solche Angst hat? Keine Ahnung, ich denke es nun mal. Irgendwann bekommt er keine Luft mehr und hört auf, schüttelt mich noch einmal, so dass ich denke, ich falle hin, dann gibt er mir einen Schups und sagt: "Heim, aber marsch. Na dir wird was Blühen, lass uns mal nach Hause kommen". Waaaaaas? er ist noch nicht fertig mit mir? Bitte, bitte lieber Gott, lass mich sterben, jetzt hier und auf der Stelle. Wenn ich hier umfalle und tot bin, dann brauch ich die Schmerzen, die ja bestimmt noch kommen, nicht auszuhalten.

Zu Hause angekommen, sitzt meine Mutter, den Kopf in die Schürze gedrückt auf dem Stuhl in der Küche und weint ganz schlimm. Sie tut mir so leid, dass ich auch weinen muss. „Mutti, es tut mir so leid. Mutti bitte wein‘ doch nicht mehr, ich will mich bessern, wirklich Mutti, morgen helfe ich Dir auch und putze auf und du musst dir nie mehr Sorgen um mich machen“.

 

"Wo warst du denn mein Schätzchen, wir hatten solche Angst um dich. Petra ist doch schon so lange zu Hause, kannst du dir denn nicht vorstellen, was wir für Sorgen hatten". "Doch Mami, aber ich kann doch nichts dafür, ich bin hingefallen und dann weiß ich nichts mehr, als ich dann wieder aufgestanden bin, tat mir alles weh und dann kam auch Vati schon".  "Du glaubst Katrin doch nicht, die hat sich mit Jungs rumgetrieben, du weißt doch was sie für eine ist. Da siehst du, was du von deiner Gutmütigkeit hast. Wir werden nur belogen und betrogen, jedes Wort was aus ihrem Mund kommt, ist Lüge. Geh mir aus den Augen, sonst wasch ich dir den Mund mit Seife aus und zwar so lange, bis kein einziges verlogenes Wort mehr raus kommt". "Mutti ich schwör‘s dir, genau so war es, warum glaubt ihr mir denn nicht, kein Mensch hat Vertrauen, warum wolltet ihr mich überhaupt. Es wäre besser ich wäre nie geboren".

O HILFE, die Ohrfeige hat gesessen. Mutti geht dazwischen und sagt, Hans, Hans bitte, du bringst sie um, lass sie los. Bitte Hans, bitte denk doch an uns. Vater schiebt Mutti zur Seite. Sie stolpert über den kleinen roten Teppich, schlägt mit dem Kopf gegen den Türrahmen und dann liegt sie auf dem Boden und rührt sich nicht. "Mami" schrei ich, "Mami ich mach alles was ihr wollt, bitte Mutti schau mich an". Mein Vater liegt nun auch auf dem Boden, direkt über Mama, schüttelt und schüttelt und schreit und schreit. "Bitte Liebes, mach die Augen auf, das ist dieses Luder doch gar nicht wert". Riesige Tränen laufen ihm über das Gesicht. Endlich fasst sich Mutti an den Kopf und nimmt Vater in den Arm, sie halten sich ganz fest umschlungen. Vati hat seinen  Kopf an ihren gelegt und streichelt sie ganz sanft und sehr zärtlich. "Schatz, verzeih mir, ich wollte dir doch nicht weh tun, ich wollte nur, dass du aus dem Weg gehst, siehst du denn nicht, dass dieses Mädchen alles kaputt macht". 

Und ich bin mal wieder an allem schuld. Ich werde ihnen niemals von der Vergewaltigung erzählen, da bin ich mir absolut sicher.
Mir würde ja doch niemand glauben. Vati würde sagen, wenn Mädchen sowas passiert, dann sind sie selbst schuld. Was läufst du auch geschminkt rum. Was braucht ein Mädchen mit fünfzehn Jahren  Wimperntusche und Lippenstift, zieh dich an wie ein Kind deines Alters. dann tut dir auch keiner was...........................


 

 

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Über den Autor

UteSchuster
Zu meiner Freude hat mir mein Verlag artofarts, ein riesen großes Geschenk gemacht. Frau Bartl hat mir bei youtube ein, von mir gesprochenes Video, meines Buches Prinzessin Emma, gebastelt. Perfekt würde ich mein Sprechen nicht nennen, aber mit ganz viel Herz und Liebe gelesen. Hört doch einfach mal rein.


Ich freue mich auf einen Besuch : http://uteschuster.com/ mein blog Ich liebe alles was mich glücklich macht und das ist echt nicht wenig. carpe diem et carpe nocem. Für mich ist ein Traum, den ich schon seit Kindertagen träume, endlich wahr geworden. Was mich aber am meisten bewegt und was ich nun immer beachten werde ist: Wenn du dir etwas wünschst, dann wünsch es dir ganz genau. Glaub an die Erfüllung deiner Wünsche und vor allen Dingen, glaub an dich. An sich selbst zu glauben, das ist die größte Arbeit, aber sie ist zu bewältigen. Der Rat von einem lieben Ratgeber: Halte Dich einfach an meinen Wahlspruch - Du darfst an ALLEM zweifeln, nur nicht an Dir selbst. Ich werde es mir zu Herzen nehmen und dabei immer an dich denken, lieber Horst.

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NORIS ich kenne die geschichte schon.....und wenn du mit dem nächsten einen familienangehörigen meinst, dann gebe ich dir wirklich recht.....oder jemanden aus dem bekanntenkreis...

lg heidemarie
Vor langer Zeit - Antworten
UteSchuster Re: hallo ute -
Zitat: (Original von raimund am 28.02.2011 - 22:39 Uhr) sehr erschütternd , was das mädchen mitmachen musste .
nun leider kann man sich die eltern nicht aussuchen , aber die eltern auch nicht die kinder ,
sicher ist es ist nicht entschuldbar so zu handeln , sein eigenes fleisch und blut so zu behandeln .
ich denke , wenn vertrauen innerhalb der familie gewesen wäre .
hättest du erzählen können , was dir widerfahren ist .
aber zum schluss , es ist nicht unbedingt , dass was man aus sich macht ,es sind immer viele faktoren im spiel
und ich habe alles gelesen .

lieben gruß zu dir rainer



und ich musste lachen, als ich dein Bild sah und war neugierig, was du sagst. Und da du immer die Wahrheit sagst, weiß ich auch, dass du es gelesen hast.

ganz liebe Gute Nacht Grüße

deine Ute
Vor langer Zeit - Antworten
UteSchuster Re: Traurige Welt, -
Zitat: (Original von Fuchs1957 am 27.02.2011 - 21:40 Uhr) in der wir leben. Eine Welt wo Kinder, Frauen, junge Mädchen Freiwild sind. Wo den Täter meist nur lasche Strafen erwarten. Sehr schön von dir Aufgearbeitet!
Steffen

ich danke dir mein Füschlein

liebe Grüße nach Mittenwald

Ute
Vor langer Zeit - Antworten
UteSchuster Re: Umstände, die sprachlos machen... -
Zitat: (Original von Weimarena am 27.02.2011 - 21:36 Uhr) ...weil man manches nicht fassen kann,
Dinge, die nachwirken können lebenslang...

Deine Margit

ja da hast du recht, liebste Margit

deine Ute
Vor langer Zeit - Antworten
UteSchuster Re: Heftig ist noch milde ausgedrückt! -
Zitat: (Original von pegasus50 am 27.02.2011 - 13:52 Uhr) finde keine Worte...nur Tränen.....

Liebe Grüße Lisa.

danke liebste Lisa.

deine Ute
Vor langer Zeit - Antworten
UteSchuster Re: Einfach schrecklich! -
Zitat: (Original von anteus am 27.02.2011 - 11:55 Uhr) Ich hoffe die Geschichte war nur fiktiv.
Leider gab und gibt es solche Väter die meinen nur mit schlagen kann man seine Tochter oder den Sohn erziehen.
Zum Glück hatten meine Schwester und ich liebevolle Eltern.
Ich kannn mich nicht erinnern, das ich, oder meine Schwester, jemals von unserem Vater geschlagen wurden, deshalb denke ich immer noch voller Liebe an ihm zurück, denn er starb vor 18 Jahren1 Auch unsere Mutter war und ist eine liebevolle Frau.
Dir einen schönen Sonntag
Anteus


Bei deinem Vater, erinnere ich mich an eine deiner lieben Geschichten, es ging um eine Uhr.

Ganz liebe Grüße

deine Ute
Vor langer Zeit - Antworten
UteSchuster Re: -
Zitat: (Original von HeidiCHJaax am 27.02.2011 - 11:45 Uhr) Diese Fortsetzung ist noch um einiges heftiger als der erste Teil.
Fast die gleiche Geschichte habe ich im letzten Jahr rezensiert, also ist es sicherlich kein Einzelfall.

Wie kann man in einer solchen Geschichte helfen, wo man doch nichts davon erfährt, weil das Opfer schweigt?

LG Heidi


ich glaube, dass ein Aussenstehender viel leichter an die Jugendlichen rankommt als die Eltern. Weil oft einfach das Verständnis für die Veränderung fehlt.

ganz liebe Grüße

Ute
Vor langer Zeit - Antworten
UteSchuster Re: -
Zitat: (Original von Draconian am 27.02.2011 - 11:34 Uhr) Oh Worte.......
LG Andy

Danke

Ute
Vor langer Zeit - Antworten
UteSchuster Re: Gut nachempfunden, -
Zitat: (Original von baesta am 27.02.2011 - 11:24 Uhr) aber einesteils haben auch die Eltern Recht, wenn sie einer 15-jährigen sagen, daß sie sich nicht schminken und aufreizend anziehen soll, denn das wirkt wirklich einladend auf manche triebgesteuerte "Männchen". Aber wenn die Eltern einfühlsamer mit ihren pubertierenden Kindern wären, gäbe es wohl manches Problem nicht. Es ist wahrscheinlich schwer, seinen Kindern Liebe zu zeigen. Das scheint der Generationenkonflikt vieler Eltern, auch in der Vergangenheit, gewesen zu sein. Man liebt die Kinder zwar sehr, will es ihnen aber nicht zeigen, aus Angst vor Autoritätsverlust. Es ist in Deiner Geschichte der Konflikt einer Heranwachsenden sehr gut dargestellt, vor Allem ihre Empfindungen.

Ganz liebe Sonntagsgrüße
Deine Bärbel

Die Seele pupertierender Kinder liegt blank und sie werden oft nur als launisch hingestellt.

Ich danke dir liebe Bärbel,

deine Ute
Vor langer Zeit - Antworten
UteSchuster Re: Tränen -
Zitat: (Original von gelberose am 27.02.2011 - 11:17 Uhr) laufen über meine Wangen.....

LG Netti

komm mal knuddeln meine Netti,

dickes Bussi deine Ute
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