Gedichte
Fremdsein

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"Fremdsein"
Veröffentlicht am 25. Januar 2011, 4 Seiten
Kategorie Gedichte
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Fremdsein

Fremdsein

Beschreibung

"Es ist nicht leicht"

Fremdsein

Man sagt, die erste Zeit sei nicht leicht,
wenn alles neu ist und fremd.
Man weiß aber, dass das Gefühl langsam weicht,
wenn man die neuen Gewohnheiten kennt.

Ich will, dass man mit mir spricht
und mir alles Neue erklärt und zeigt.
Aber wie ich, trauen sie sich nicht.
Wir sind zu anders, Vertrauen braucht Zeit.

Wir müssen zusammen leben - vielleicht nicht für immer.
Doch auch dieser Teil des Weges ist nicht unwichtig.
So machen wir es durch unser Misstrauen nicht schlimmer,
haben Geduld, und irgendwann lächeln wir richtig.

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Tats

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Gast Fremd sein - Mama warum bin ich anders?

Mein Kind, weil die anderen dich so sehen,
nicht in dich, flüchtig, fremd, ängstlich.
Angst teilen müssen, nicht gestehen,
Fremde nur zum Dienen, gespenstisch.

Wir sind geflohen, Tod, eingedrungen,
Hautfarbe, Sprache zum Makel.
Unser hier ihnen aufgezwungen,
wir bettelnd, ihr Ehr, ihr Spektakel.

Ihr Wohlstand, Überfluss, uns beraubt,
ihre Waffen schossen Vater nieder.
Mitleid, Spenden in Billigkeit verstaut,
kamen Peiniger, Schiffe immer wieder.

Nur hier sehen wollen sie dich nicht,
Mensch wird erst durch ihre Geburt.
Hier geboren schauend ins Licht,
du im Sand, ich mit Ihnen gehurt.

Er kam als Tourist, weil ich billig bin,
wir hunger hatten, wir allein.
Hilfsorganisationen mittendrin,
am Strand, im Dreck, auf einem Stein.

Nur sehen will er dich nicht,
singt im Kirchenchor, hat die Seinen.
Weit weg fällt Trauer nicht ins Gewicht,
hier fickt er im Bett, nicht auf Steinen.

Du bist nicht anders, eher besonders,
du weißt um die Fremde, die Einfachheit.
Wer schaut, nicht fragt, die tun das,
was dich bewegt, in Erinnerung bleibt.
Frank Poschau
28.08.12
www.frank-poschau.jimdo.com
Vor langer Zeit - Antworten
Tats Re: Ein gesundes Misstrauen zu Beginn -
Zitat: (Original von MarionG am 25.01.2011 - 18:08 Uhr) .. ist sicher nicht verkehrt. Erst mal beschnuppern.
Gut geschrieben.
Liebe Grüße
Marion


Danke! Solange das Misstrauen nicht länger als nötig anhält...

Lg,
Tats
Vor langer Zeit - Antworten
Tats Re: "Vertrauen braucht Zeit" -
Zitat: (Original von Forseti am 25.01.2011 - 17:43 Uhr) Sich auf einander einlassen, auch auf das Fremde, mit Geduld und auch Mut, lässt dieses Vertrauen langsam wachsen.
"Und irgendwann lächeln wir richtig"...dafür lohnt es sich, sich auf den anderen einzulassen!
Sehr schöne Zeilen mit sehr viel tiefer Aussage!
Ganz liebe Grüße Marianne


Auch dir danke ich fürs lesen und kommentieren!

Ganz liebe Grüße zurück,
Tats
Vor langer Zeit - Antworten
Tats Re: -
Zitat: (Original von MissLyra am 25.01.2011 - 17:22 Uhr) Ich finds schön. Auch wenn es kurz ist sagt es viel aus. Vor allem der letzte Satz hauts es echt um! :)
LG Selina


Danke!

Lg,
Tats
Vor langer Zeit - Antworten
MarionG Ein gesundes Misstrauen zu Beginn - .. ist sicher nicht verkehrt. Erst mal beschnuppern.
Gut geschrieben.
Liebe Grüße
Marion
Vor langer Zeit - Antworten
MissLyra Ich finds schön. Auch wenn es kurz ist sagt es viel aus. Vor allem der letzte Satz hauts es echt um! :)
LG Selina
Vor langer Zeit - Antworten
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