Romane & Erzählungen
Die wahren Geschichten des Kater Kasimir - ISBN:978-3-8442-5135-7

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"Die wahren Geschichten des Kater Kasimir - ISBN:978-3-8442-5135-7"
Veröffentlicht am 20. Oktober 2010, 38 Seiten
Kategorie Romane & Erzählungen
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Die wahren Geschichten des Kater Kasimir - ISBN:978-3-8442-5135-7

Die wahren Geschichten des Kater Kasimir - ISBN:978-3-8442-5135-7

Beschreibung

"Leseproben" Aus dem Leben eines Kater¬īs und seines Herrchen! Wahre Geschichten rund um dem Kater "Kasimir"!!! Teilweise lustig beschrieben! Ob Maus, Igel, Marder, Silvester, Fasching, Ostern ... Ich der Kater Kasimir erlebe viele lustige Geschichten. Selbst mein Herrchen, Dosen√∂ffner und Sklave kommt in diesem Buch vor. Meine Geschichten sind f√ľr gro√üe und kleine Menschen geeignet. Achtung!!! Dieses Buch gibt es im gesamten Buchhandel unter der ISBN: 978-3-8442-5135-7 f√ľr 12,99 Euro Dieses Buch, als E-Book und im Taschenbuchformat mit Farbglanzcover, und weiteren lustige Geschichten, k√∂nnen sie direkt √ľber meine E-mail: Fuchsverteilung@gmail.com oder per SMS √ľber meiner Telefonnummer: 0151 57848080 oder per Post unter: Steffen Fuchs Kresenzerweg 3 82481 Mittenwald bestellen. Senden sie mir bitte ihren Namen, die Adresse und den Buchtitel.. Im Gegenzug bekommen Sie meine Kontonummer. Beim Eingang ihrer √úberweisung auf mein Konto, sende ich Ihnen sofort, ihre Buchbestellung versandkostenfrei zu. Taschenbuch innerhalb einer Woche! E-Book innerhalb 24 Stunden! Taschenbuch: 9,99 Euro E-Book: 2,99 Euro Steffen Fuchs (Hobbyautor) Impressum Copyright: ¬© 2013 Steffen Fuchs Druck und Verlag: epubli GmbH, Berlin, www.epubli.de

Halloween - Das Fest des K√ľrbis

Geisterhaft schweben wei√üe Nebel √ľber mein Revier. Das feuchte Gras glitzert seltsam im Schein des aus den Fenstern der zweibeinigen Behausungen austretendes Licht. Auf so manch einer Terrasse der Behausungen stehen ausgeh√∂hlte K√ľrbisse, in deren Inneres kleine Kerzen flackern und ein gruseliges Licht verbreiten.

Ich habe dem Herrchen zugesehen, mit wie viel M√ľhe er solch einen K√ľrbis ausgeh√∂hlt hat. Aus den Innereien hat er sich einen Salat zubereitet und eine Suppe gekocht. Dieses ausgeh√∂hlte K√ľrbisgesicht hat er dann ohne Kerze unten auf der Terrasse gestellt. Eingerahmt mit Herbstblumen und Trockenobst. Aus der Sicht eines Zweibeiners, eine bestimmt gelungene Dekoration.

Einige Zweibeiner laufen durch diesen Nebel hindurch mit flackernden Lämpchen in den Händen. Überall flackert und blinkt es ganz gruselig.

Was hat dieses Spektakel nur zu bedeuten, zu einer Zeit, wo der Jagdinstinkt einer Katze erwacht. Was haben die Zweibeiner um diese Tageszeit eigentlich außerhalb ihres Revieres zu suchen? Jetzt ist doch schließlich Katzenzeit!

Von meinem Campingstuhl auf der Terrasse aus, betrachte ich mit einer mir stoischen Ruhe dieses ganze Treiben.

Ich erschrecke, denn jetzt scheint das Grauen in meiner Umgebung zu beginnen.

In Herrchens ausgeh√∂hltem K√ľrbisgesicht beginnt sich ein, seltsames Innenleben zu entwickeln. Erst raschelt es in seinem Inneren. Wenig sp√§ter bewegt sich das Gesicht, wie von Geisterhand gef√ľhrt, hin und her.

Ich frage mich, ob wohl das Herrchen dahintersteckt, denn f√ľr solche Scherze, um uns schreckhafte Katzen zu erschrecken, ist er immer gern zu haben.

Kann aber auch nicht sein, denn das Herrchen sitzt vor Salat und Suppe, nat√ľrlich von den K√ľrbisinnereien.

Vorsichtig, ganz langsam n√§here ich mich dem gruseligen K√ľrbisgesicht, welches sich nach wie vor bewegt.

Meine Samtpf√∂tchen tippen vorsichtig das Gesichtchen an und wenig sp√§ter ist das Grauen entzaubert, mit einer f√ľr mich sehr kr√§ftigen Mahlzeit.

Nicht der K√ľrbisgeist, ist meinem Magen wohlbekommen, sondern die kleine Maus, die es sich in dem K√ľrbis gem√ľtlich gemacht hat, ist eine leckere Mahlzeit mit wichtigen Proteinen f√ľr mich gewesen.

Das Fest des K√ľrbis, oder „Halloween“, wie die Zweibeiner dieses Fest nennen, ist doch ein sch√∂nes Erlebnis, wenn es den Magen st√§rkt.

Eine unheimliche Geschichte

Es ist kalt geworden. fast schon eisig. Die Bäume sehen richtig unheimlich aus. Sie ähneln unwirklichen Gestalten aus dem Reich der Geister.

Daf√ľr ist es in der menschlichen Behausung jetzt angenehm knuddelig warm.

Dort wo mein Kratzbaum steht, befindet sich an der Wand ein großes Blech, aus dem eine angenehme Wärme entweicht.

Oft habe ich mich in den vergangenen Monaten schon gefragt, was dieses Blech eigentlich bedeuten soll. Stets habe ich gedacht, dass dieses Blech vielleicht irgendwie die menschliche Behausung zusammenhält.

Ich genieße es, auf der Kratzbaumerhöhung zu liegen und vor mich hin zu dösen, denn Katzen lieben solch eine mollige Wärme.

Dem Herrchen scheint es auch wieder gut zu gehen, denn f√ľr ein paar Stunden geht er t√§glich arbeiten.

Jetzt liegt er in seinem Bett, knabbert wie ein Hase Mohrr√ľben und schaut in die Flimmerkiste. Einst habe ich gedacht, die Zweibeiner sind S√§ugetiere, aber dass sie zu der Gattung der Nager geh√∂ren, habe ich bis heute leider nicht gewusst.

Na ja, man lernt eben im Leben immer dazu.

Seit mein Herrchen wieder zur√ľck ist, hat er eine wirklich merkw√ľrdige Essgewohnheit. Er ern√§hrt sich fast ausschlie√ülich von Obst und Gem√ľse.

Igittigitt, das w√§re ja f√ľr uns Katzen furchtbar, wo wir doch V√∂gel und M√§use zum Fressen lieb haben.

Draußen raschelt ein unheimlicher Wind.

Unheimliche Geräusche.

Dem Herrchen scheint dies alles nicht zu stören, denn der knabbert und knabbert seelenruhig vor sich hin, so als sei er von dem Film gefangen genommen worden.

Ich vermute auch sehr stark, dass der Film, den er faszinierend verfolgt, viel mit der Natur drau√üen gemein hat. Denn irgendein Nebel zieht st√§ndig on dem Film vor√ľber und klopfte f√ľr meine Ohren manchmal etwas sehr laut, an irgendwelchen Wohnungst√ľren.

Trauriges ereignet sich dann meist.

F√ľr Katzen ist das alles nichts. Wir lieben anderen Power!

Was ist das denn?

Meine Ohren spitzen sich. Was sind das f√ľr Ger√§usche? Diese Ger√§usche kommen nicht aus der Flimmerkiste. Das sind auch keine Ger√§usche, wie von einem Wind hervorgerufen, der durch die kahlen B√§ume rauscht.

Es muss etwas anderes sein. Etwas viel Furchtbareres. Etwas Unvorstellbares.

Wird der Film in der Flimmerkiste, jetzt etwa zur Wirklichkeit?

In mir brummte es.

Etwas Angst habe ich schon!

Ich springe vom Kratzbaum und renne in den Flur, wo mein Brummen immer lauter wird.

Ja, wir Katzen sind in solchen Situationen, vielleicht etwas cleverer und leiser, als Hunde, denn die w√ľrden jetzt lauthals losbellen.

Mein Herrchen muss das alles irgendwie mitbekommen haben, denn er geht schnurstracks in die K√ľche und holt aus einem Schrank etwas gro√ües spitzes, was im Schein des matten Lampenlichts, stark funkelt.

Ich glaube Messer oder so ähnlich, nennt man diesen Gegenstand.

Furcht einfl√∂√üend steht er mit diesem Gegenstand vor der Wohnungst√ľr, als w√ľrde er gleich gegen mehrere Geister k√§mpfen.

Schnell, mit einem kurzen Ruck √∂ffnet er die Wohnungst√ľr.

Unglaubliche Bilder werden Realität.

Drau√üen auf der M√ľlltonne, den Deckel ge√∂ffnet, sitzt etwas gro√ües Dunkles und verspeist Reste des menschlichen Essens.

Es ist ein Waschbär.

Die Kastration

Die Kastration

 

Der See glitzert ruhig in der Sonne. Die Wolken ziehen wie ein Rudel Pferde gen Osten.

Alles ist ruhig. Kein Blatt wedelt im Hauch des Windes. Kein Halm wiegt sich hin und her. Die Welt scheint, als wäre sie tot.

Plötzlich ist alles Dunkel, so als habe jemand einen Schalter umgelegt. Plötzlich sind die Farben des Lebens verschwunden.

Stattdessen ein tiefschwarzer Himmel. Funkelnde Sterne. Galaxien der Milchstraße.

Langsam bahnt sich ein heller Mond, aufgestiegen aus dem See, den Weg zwischen den Bäumen suchend, nach oben.

Das ist die Zeit, wo der Jagdinstinkt, einer Katze erwacht.

Ein dunkler kleiner Schatten huscht √ľber die Wiese.

Ich schleiche hinter dem Schatten her, langsam wie ein unsichtbarer Geist. Geschmeidig, wie wir Katzen eben sind.

Es ist eine kleine Maus. Eine leckere Mahlzeit mit wichtigen Proteinen.

Was ich auch alles versuche, die Maus schafft es immer wie-der¬† zu fliehen. Eine furchtbare Situation f√ľr einen Kater.

Plötzlich, Licht, Sonne und alles ist in ein grelles Licht getaucht.

Die Maus ist weg, als hätte sie der Erdboden verschluckt.

Stattdessen schlängelt sich eine Ringelnatter slalomförmig durch das Gras. Langsam und geschmeidig.

Ich versuche sie zu fangen, aber immer wieder entkommt sie meiner Krallen.

Ich verzweifele schon und werde ganz unruhig, denn Hektik schleicht sich in meinen Körper ein.

Im Hintergrund höre ich vertraute Stimmen.

Ich sp√ľre aufmerksame Blicke auf mich gerichtet.

Meine lieben Zweibeiner sitzen am Tisch und unterhalten sich, bei Speis und Trank.

Was ist das nur? Die Bewegungen fallen mir schwer. Ich kann mich nicht erheben.

Oh Schreck, da unten an meinem Körper, da fehlt ja etwas. Da war doch mal...

Meine Erinnerung kommt langsam zur√ľck.

Das ist bestimmt dieses alte Weibchen gewesen, die mit dem wei√üen Kittel, zu der man mich heute fr√ľh, mit der Tragetasche hingebracht hat.

Ein Weibchen das im Gesicht ausgesehen hat, wie die hinterlassenen Reifenspuren der Eisenkiste bei Regen, auf dem Weg vor unserer Behausung.

Sie hat mit mir ganz liebevoll geredet. Plötzlich hat mich etwas gestochen und dann kann ich mich an nichts mehr erinnern.

Jetzt weiß ich es: Das alte im Gesicht zerfurchte Weibchen hat mich kastriert.

Katzenliebe

Katzenliebe

 


Was ist denn das?

Schläfrig öffne ich meine Augen.

Ein Geräusch, ganz in meiner Nähe, lässt mich aus einem tiefen Schlaf aufschrecken.

Da knabbert doch jemand an meinem Trockenfutter herum.

Das darf doch wohl nicht wahr sein. Das ist ja eine Frechheit. Das ist doch hier meine Behausung.

Ich glaube meinen Augen kaum zu trauen, oder ist es ein Geist? Etwa eine zwielichtige Deutung meiner Augen?

Von meinem Kratzbaum aus, da sehe ich eine rassig, schlank und geschmeidig aussehende, braune Katze.

Sie scheint mich gar nicht bemerkt zu haben, denn mit großem Appetit verschlingt sie meinen Rest vom Fressen.

Schlank und geschmeidig, wie sie so da hockt, in all ihrer Weiblichkeit und Eleganz, drehen langsam kleine Herzen vor meinen Augen Pirouetten.

In mir, selbst als kastrierter Kater, regt sich etwas immer st√§rker werdend. Meine Gef√ľhlswelt ver√§ndert sich in k√ľrzester Zeit schlagartig, denn zwischen meinen Vorder- und Hinterpfoten baut sich ein gewisser Druck, mit einer Art Verdickung auf.

Galant und geschmeidig, wie eine ägyptische Schönheit, dreht sie sich vom Futternapf weg und läuft Richtung Ausgang, dort wo sich die Katzenklappe befindet. Stolz und Galant, so als gebe es mich gar nicht.

Ehe ich mich versehe, schwupp die schwupp, ist sie draußen.

Die durchsichtige Scheibe pendelt langsam hin und her.

Nichts wie hinter her, denke ich, denn so eine Schönheit, die lässt man ganz einfach nicht weiterziehen, auch wenn einem zwischen die Beine etwas ganz wichtiges fehlt.

Drau√üen stehen wir uns gegen√ľber.

Ich der Kater Kasimir und sie die Katze weiß nicht wie.

Hier im Schein des Vollmondes glänzt sie in ihre Schönheit fast tausendfach.

Tiefe Blicke treffen unsere Augen! Schnurren und ein beiderseitiges Fauchen begleiten unsere ersten zaghaften Liebesversuche.

Die Minuten verrinnen zur Ewigkeit.

Ich glaube die Zweibeiner wären in der Zwischenzeit eingeschlafen, oder sie hätten sich gegenseitig als Versager beschimpft. Schlimme Szenen hätten sich da abgespielt.

Bei Katzen geht das eben nicht so schnell, denn wir genießen alles! Wir mögen keinen Rumpelsex.

Irgendwann, der Mond treibt sein helles Unwesen am Himmel. Der gro√üe Wagen ist vorgefahren und h√§lt in der N√§he der Wega, als wolle er sie bitten: Steig ein!”

Jetzt, genau jetzt, beginnt f√ľr mich das romantische Intermezzo, eines kastrierten Katers.

Ich vergesse die ganze Welt um mich. Mein Katzenverstand hat nur eines im Sinn: Liebe, Liebe, und Se.!

 

 

 

Die Liebe unter den Zweibeinern

Die Liebe unter den Zweibeinern

 

 Ich liege hier auf meinem Kratzbaum und beobachte die Zweibeiner und ihr hektisches Treiben, mit meiner mir stoischen Katzenruhe.

Mein Herrchen fummelt in der K√ľche an irgendwelche H√ľhnerbeine rum. Der Duft dieser, verbreitet sich rasant in der ganzen zweibeinigen Behausung.

Ein Duft, der mir Hunger macht, aber die kleine Meise von vor etwa einer Stunde, die nicht schnell genug vor mir fl√ľchten konnte, hat mich bereits ges√§ttigt.

Ich habe mitbekommen, dass uns Irina morgen Mittag, f√ľr etwa einen Monat verlassen wird, denn ihre unterbelohnte Arbeit ruft.

Einen Monat lang wird sie bei kranken Zweibeinern wohnen und arbeiten. Dort muss sie deren W√ľnsche¬† rund um die Uhr erf√ľllen.

Die kranken Zweibeiner m√ľssen teilweise gewaschen, vielleicht sogar auch angezogen werden und man muss mit ihnen auch gelegentlich, an die frische Luft gehen. W√§schewaschen, Wohnungss√§uberung sowie das Zubereiten von Mahlzeiten, sind weitere gro√üe Aufgaben die diese Irina bew√§ltigen muss.

Harter Job! Schwerer Job! Knochenjob! O, du arme Frau!

Die H√ľhnerbeine scheinen beiden sehr gut zu schmecken, nebst dem roten Wein in den glitzernden Gl√§sern, die sich ab und an klangvoll ber√ľhren.

Eine Kerze gibt dem ganzen Ambiente einen romantischen Effekt.

Sie lächeln sich in einer Tour gegenseitig an, so als wären sie ineinander verliebt.

Das ist eine Sache, die ich bereits seit Tagen sehr aufmerk-sam verfolgt habe.

Ich frage mich, läuft da etwas zwischen den Beiden?

Immer wieder ert√∂nt der Klang der sich ber√ľhrenden Gl√§ser, in denen sich das Kerzenlicht funkelnd bricht und zu den sch√∂nsten Farben avanciert.

Mit jedem Flackern des Kerzenlichts vereinen sich ihre Blicke zu einem gemeinsamen Pulsschlag, der scheinbar kleine F√ľnkchen durch den Raum sendet.

Irgendwann am Abend, nachdem der Wein zur Neige gegangen ist, die H√ľhnerbeine abgeknabbert sind, gehen sie gemeinsam ins Bett.

Wohlgemerkt, in ein Bett!

Katzen haben doch einen siebten Sinn. Katzen erahnen vieles.

Also doch, die Geburt einer Liebe kristallisiert sich vor meinen Augen heraus!

Innerlich jubelt bereits mein Herz, denn wie es jetzt so ausschaut, habe ich bald Irinas Zimmer als R√ľckzugsort f√ľr mich ganz allein.

Ich liege auf meinem Kratzbaum und verfolge mit halb geschlossenen Augen, ganz geheim, diese Szenen einer vermutlich neuen großen Liebe.

Ich bin gespannt, was da noch passiert, denn vielleicht kann man, als noch junger Kater, auch mal was von den Zweibeinern lernen.

Aber erst einmal glaube ich, wenn das so weitergeht, schlafe ich ein und schnarche ganz laut.

So eine gro√üe Liebe muss man doch w√ľrdiger absolvieren.

Seit mindestens zehn Minuten streicheln sie sich gegenseitig mit den Händen an allen ihren Körperstellen.

Ich erschrecke förmlich!

Pl√∂tzlich, wie aus heiterem Himmel bricht eine Unwetterkatastrophe √ľber beide herein, denn wie Donner und Blitz entsteht jetzt ein richtiges Kussgewitter.

Ein Gewitter, welches sich rasant ausweitet und zu einem Erdbeben hin entwickelt.

O sind die Zweibeiner laut. Meine Ohren schmerzen richtig von ihrem Gestöhne. 

Ich springe von meinen Kratzbaum und verstecke mich im Kleiderschrank, denn jetzt herrscht ein richtiger Tsunami, der beide Körper ineinander verschmelzen lässt und wie einer Welle gleich, sich hoch und runter bewegt.

Ich hoffe, dass keiner dieser geliebten Zweibeiner, auf der Strecke bleibt und vielleicht qualvoll ertrinkt.

Herrchens Eltern

Herrchens Eltern

 

Eine blaue Eisenkiste fährt langsam den Weg zur zweibeinigen und vierbeinigen Behausung.

Schon seit Tagen ist mein Herrchen regelrecht aus dem H√§uschen, denn er hat die ganze Behausung von oben bis unten geputzt, was mir furchtbar auf die Nerven gegangen ist, denn ich wusste gar nicht, wohin ich mich zur√ľckziehen sollte.

Gut, von meinem Kratzbaum aus, kann ich jetzt wieder gut nach draußen schauen. Ich habe schon große Angst gehabt, dass das Licht meiner Augen, langsam weniger wird und ich so, wie das Herrchen rumlaufen muss. Gelegentlich hat Herrchen zwei kleine Fenster auf der Nase, welche er wohl als Brille bezeichnet.

Na ja, und auf dem Fußboden könnte ich jetzt auch Vögel und Mäuse verspeisen, ohne eine Stauballergie zu bekommen.

Gott sei Dank!

Also, die wichtigen Zweibeiner halten mit ihrer blauen Eisenkiste neben unserer Behausung. Zweibeiner, die ich noch nie zuvor gesehen habe, entsteigen scheinbar ersch√∂pft der Eisenkiste, wobei das M√§nnlein eine gewisse √Ąhnlichkeit mit meinem Herrchen zu haben scheint, nur das es etwas √§lter ist und leicht gebeugt geht. Das Weibchen dagegen sieht aus wie eine lachende √§ltere Tomate, wegen ihres etwas r√∂tlichen leicht faltigen Gesichts.

Sonst, so registriere ich, scheinen die beiden Ankömmlinge, nette verträgliche Zweibeiner zu sein.

Bingo!

Ich glaube durch Herrchens Reinigungsaktion, wurde vermutlich auch gleich mein Gehirn mit entstaubt, denn ich habe richtig vermutet, dass das Herrchen und der Mann eine gewisse √Ąhnlichkeit haben.

Hurra, es ist der Papa von dem Herrchen.

Hurra! Hurra! Herrchens Mama und Papa sind da.

Eine innige emotionale Umarmung folgt, was die Blätter in den Bäumen, scheinbar leicht säuseln lässt.

Mir wird es jetzt bei den Zweibeinern zu langweilig. Ich verziehe mich erst einmal ins Unterholz auf eine etwas längere Exkursionstour.

Was ist denn das?

Raschel, raschel, raschel! 

Da schlängelt ja eine dicke Schnur durchs Gras.

Herrchen bist Du in der Nähe? Willst Du etwa wieder mit mir spielen?

Merkw√ľrdig, das ist gar nicht das Herrchen, der letztens, um mit mir zu spielen, ein Spielzeug gebastelt hatte, wo ein maus√§hnlicher Gegenstand an einer langen Schnur hing. Eine Schnur, die er von den kaputten durchgelaufenen Schuhen nimmt, bevor er sie wegwirft. Jedes Mal sammelt er diese Schn√ľre und verbindet diese zu einer sehr langen Schnur.

Ja das Herrchen braucht stets viele Schuhe, denn er hat eine sehr läuferische Arbeit.

Schnell stelle ich fest, dass das was hier durchs Gras schlängelt, etwas Lebendiges ohne lange Schnur ist.

I ist die Schnur glitschig. I ist das unangenehm, denn meine Pfötchen rutschen ab.

Geschwind schlängelt sich dieses glitschige Ding, durchs ho-he Gras, um reis aus vor mir zu nehmen.

Gesehen habe ich so ein Getier noch nie.

√Ątsch, jetzt habe ich dich du glitschige Schnur, vielleicht bist du eine leckere Mahlzeit f√ľr das Herrchen und seine Eltern. Ich muss mich ja auch mal auf meine Katzenart bei allen bedanken, denn g√§be es die Eltern nicht, dann g√§be es auch kein Herrchen.

Das Herrchen und seine Eltern sitzen bei Kaffee und Kuchen, gem√ľtlich zusammen und scheinen sich angeregt zu unterhalten, als ich mit einem Sprung auf den Tisch springe, um ihnen meine Dankesbeute zu √ľberreichen.

So bin ich eben!

Mama und Papa sind vollkommen √ľberrascht von meinem Geschenk, denn jetzt sehen beide aus, wie √ľberreife Tomaten.

Mama und Papa ekeln sich ganz einfach vor der Schlange!

Der Igel

Der Igel

 

Aua, aua, aua!

Was ist denn das? Was hat mich denn da gestochen?

Liebes Herrchen, jetzt muss ich aber mit dir ganz toll schimpfen, denn wie kannst du Deine Haarb√ľrste, hier ins Geb√ľsch schmei√üen. Das macht man einfach nicht, denn es gibt noch andere Lebewesen au√üer dir, auf dieser Welt. Wie kann man nur so egoistisch sein.

Schiet!

Was ist denn das? Wieso kann die Haarb√ľrste pl√∂tzlich laufen?

Ich glaube das ist eine Halluzination!

Sonnenflimmern und Regenschauer, oder wie die Zweibeiner zu sagen pflegen: „Pustekuchen.“

Leider ist es eine Tatsache und keine Halluzination, die Kleiderb√ľrste l√§uft und l√§uft, wirklich und reell.

Dieses Phänomen muss ich mir einmal etwas näher anschauen.

Aua, aua, aua!

Das ist ja gar keine Kleiderb√ľrste. Das ist ja ein Tier mit furchtbaren Stacheln, √§hnlich der Rosen, die hier wie wild √ľberall wachsen.

Ist es vielleicht ein Ableger der Rosen? Ein Kind der Rosen?

Kann ja aber auch nicht sein, denn Pflanzen k√∂nnen ja nicht laufen. Das w√§re ja noch sch√∂ner, wenn die Pflanzen pl√∂tzlich auch noch durch die Gegend springen, w√ľrden so wie ich. Oder, die B√§ume gar wie Pferde entlang galoppieren w√ľrden. Lustig anzusehen w√§re dies schon. Mehr aber auch nicht.

Aua, aua, aua!

Wie komme ich dieser stacheligen Kugel nur bei?

Schwere Frage! Gute Frage!

Herrchen hat mal gesagt, wenn man etwas entdeckt, erfindet oder entr√§tselt, dann kann man sogar den Nobelpreis bekommen. Ich wei√ü zwar nicht, was das f√ľr ein Preis ist, aber wenn ich das mit der laufenden B√ľrste entr√§tselt habe, dann bin ich die erste Katze, die bestimmt so etwas bekommt.

Ich w√§re keine Katze, wenn ich nicht genug Ausdauer h√§tte, um diese merkw√ľrdige Situation zu meistern. Ich bin schon mit ganz anderen Dingen fertig geworden.

Das scheint eine alte Omi zu sein, so wie die sich bewegt, denn manche Schnecken hier sind viel schneller.

Den Nobelpreis vor den Augen, versuche ich einen erneuten Angriff zu starten.

Aua, aua, aua!

Jetzt muss ich mir aber etwas anderes einfallen lassen. So geht das einfach nicht mehr weiter.

Die B√ľrste l√§uft in Richtung Komposthaufen, wo sie eine kleine Schr√§ge bew√§ltigen muss. Ich werde sie oben erwarten. Die B√ľrste wird mich erst sehen, wenn sie oben ist, denn nach der Anh√∂he befindet sich eine kleine Kuhle, in die ich mich hineinlege. Mein Pf√∂tchen wird noch einmal wehtun, aber damit muss ich leben, da dieser √úberraschungsmoment sehr wichtig ist, denn sobald die B√ľrste oben ankommt, schlage ich unbarmherzig zu. Die B√ľrste wird die Anh√∂he wieder hinunterrollen und den K√∂rper dabei entbl√∂√üen.

Da liege ich nun, in der prallen Sonne, eines sehr heißen Sommertages. Die Wärme um geistert meinen Katzenverstand und gemixt mit dem Geruch des Komposthaufens werde ich leicht trunken.

Ich der Kater „Kasimir“ schlafe ein.

Ich wei√ü nicht, wie lang ich geschlafen habe, jedenfalls so lang, dass die B√ľrste seelenruhig entkommen konnte und ich mir den Nobelpreis ins Katzenklo stecken kann.

Hoffentlich hat niemand meine Schlafm√ľtzigkeit gesehen, sonst bekomme ich noch einen anderen lustigen Preis.

Tage sp√§ter sehe ich die B√ľrste wieder, die mein Herrchen, als Igel bezeichnet.

Und, wieder einmal habe ich etwas gelernt!

Ich, der Kater „Kasimir“ versp√ľre keine Lust mehr, mich mit stachligen Kugeln anzulegen.

Ich brauche meine gesunden Pf√∂tchen schlie√ülich f√ľr das fangen von M√§usen und V√∂gel.

 


Copyright by Steffen Fuchs 2013 

 

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Fuchs1957

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Gast Schade, dass der Autor zu bl√∂d f√ľr die 4 F√§lle (es hei√üt des KaterS) und die richtige Apostrophsetzung ist.
Vor langer Zeit - Antworten
Gast dein Kater - na, das sind ja Geschichten! Ich liebe Katzen, trotz Tierhaar.Allergie!
Sie sind einfach zum knuddeln.
Sch√∂ne Gr√ľ√üe, comma69
Vor langer Zeit - Antworten
Fuchs1957 Re: -
Zitat: (Original von Zamperle am 02.05.2012 - 15:57 Uhr) wunderschön geschrieben. Habe auch ein Kinderbuch geschrieben. Vielleicht willst du es einmal lesen. Der Hahn und das Schweinchen.

vlg Zamperle.


Danke f√ľr Deinen Kommentar zu meinem Buch. Ich habe Dein Kinderbuch runtergeladen auf PDF und werde es in der kommenden Woche im Zug lesen!
Einen Kommentar bekommst Du von mir dann!
Steffen
Vor langer Zeit - Antworten
Zamperle wundersch√∂n geschrieben. Habe auch ein Kinderbuch geschrieben. Vielleicht willst du es einmal lesen. Der Hahn und das Schweinchen.

vlg Zamperle.
Vor langer Zeit - Antworten
KarinB W√ľnsche dem Kater Kasimir...... - und seinem Herrchen herzlich frohe Ostern

Gehe zu Ostern durch all meine 86 Abos. Mein Ostergeschenk

LG Karin
Vor langer Zeit - Antworten
tscherry Sehr sch√∂n geschrieben. Leider habe ich es erst jetzt gelesen. Ich schrieb vor zwei Wochen auch eine Kindergeschichte √ľber meine Mieze Jerry. Vielleicht m√∂chtest Du diese einmal lesen. W√ľrde mich freuen. LG Ursel (tscherry)
Vor langer Zeit - Antworten
Herbsttag Leider erst jetzt gelesen - Lieber Steffen, da ich schon sehr lange nichts mehr von dir gelesen/ geh√∂rt habe, (Keine Kommentare, kein Buch) habe ich mal auf deiner Seite nachgesehen und die wundersch√∂ne Geschichte von Kasimir dem Kater entdeckt. Wirklich super geschrieben. Hat gro√üen Spa√ü gemacht. Katakombe
Vor langer Zeit - Antworten
FLEURdelaCOEUR Immer wieder - sch√∂n zu lesen.

LG wega
Vor langer Zeit - Antworten
Herbsttag Re: Re: -
Zitat: (Original von Fuchs1957 am 18.06.2011 - 17:15 Uhr)
Zitat: (Original von Katakombe am 13.06.2011 - 13:04 Uhr) Lieber Fuchs, nette Geschichte. Habe in der Nachbarschaft auch einen kater, der auch kastriert ist und sich fast wie ein Hund benimnmt.
Kleiner Tipp, bitte nicht sauer sein: "entweder Gegenwart oder Vergangenheit", evtl. noch Zukunft. Schwierig zu lesen wenn die Zeiten so durcheinanderpurzeln. Katakombe


Hallo Katakombe! Ich bin nicht sauer! Ich akzeptiere diese gutgemeinte Kritik! Ich habe das Problem auch erkannt und bin gerade dabei es ab zu ändern. Muss auch noch an mich arbeiten!
Schönes Wochenende, Dir und Deiner Familie!
Steffen

Hallo Fuchs, danke, dass Du das so gelassen siehst. Ich habe schon andere Erfahrungen gemacht. Ein wunderschönes Wochenende. Katakombe
Vor langer Zeit - Antworten
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