Gedichte
Es war ein mal ein kleines Mädchen... - ...vor langer Zeit

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"Es war ein mal ein kleines Mädchen... - ...vor langer Zeit"
Veröffentlicht am 01. Juli 2010, 8 Seiten
Kategorie Gedichte
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Über den Autor:

MS Schreiben und Malerei Ich kam durch meine Krankheit zur Malerei und schreibe Gedichte. Es ist für mich der Ausgleich und meine Bestätigung daß ich ?doch noch was kann und etwas bin.? Meine Diagnose bekam ich im Jahre 2003. Ich war als Kind schon sehr kreativ und habe heute noch sehr viel Freude daran, ob es die Malerei ist, ob ich Schmuck anfertige, oder meine Gedichte schreibe. An der ersten Bilder Ausstellung habe ich im Jahre 2012 ...
Es war ein mal ein kleines Mädchen... - ...vor langer Zeit

Es war ein mal ein kleines Mädchen... - ...vor langer Zeit

Es war einmal ein kleines Mädchen,

das wurde geboren in einem kleinen Städtchen.

Es war neblig und kalt,

als der Schrei der Mutter durch die Gassen schallt.


Was ist das für ein Sonnenschein,

sagen die Nachbarn, wenn sie sehen ins Bettchen hinein.

Dunkle Haare und die hellen Augen blitzen,

wenn Freunde und Familie an ihrem Bettchen sitzen.


Beim ersten Blick in den Kinderwagen

Hört man die Leute sagen,

wie besonders dieses Kind doch war,

Ein Engelskind, ein Engel gar?

 

Doch dieses kleine zarte  Wesen,

ist von Geburt an immer krank gewesen.

beim ersten Blick  ins Tageslicht,

war ihr Blut vergiftet, und ihr Vater wollte sie nicht.

 

Gib sie weg sagt er zur Mama,

ein krankes Kind, was sagen die Leute da.

So ein Kind das brauchen wir nicht,

weil sonst die Gesellschaft schlecht von uns spricht.

 

Bis irgendwann ein Fremder kam,

der dem kleinen Mädchen hat sein Blut gegeben,

er  an der Hand es nahm,

den er wollte das die Kleine kann leben.

 

Doch der Vater war nicht sehr erfreut,

wird es gesund wird es gescheit?

Wird es mir später bereiten Sorgen?

dachte der Vater an jenem Morgen.

 

Und die kleine hatte Glück und lebte,

doch ihr kleines Herzchen bebte,

als wieder mal an einem Tag,

der  Vater  neben ihr lag.

 

Er es doch tatsächlich wagte, und die kleine fragte,

willst du mich nicht streicheln, nur ein kleines Weilchen?

Das ist schön, du wirst es sehen,

hab keine Angst es wird auch dir gut dabei gehen.

 

Wie schrecklich ist doch diese Gschicht,

das Herz des kleinen Mädchens bricht.

Kaum zu glauben was einst geschah,

und noch schlimmer, das es keiner sah.

 

Und als dann ihre Mutter kam,

und ihr auch noch das Vertrauen nahm,

sie wollte einfach nur nichts sehen,

sie blieb nicht stehen, sie wollte gehen.

  

Oh Mutter bitte schau nicht weg,

rief sie  und lief immer wieder  weg.

Auch von Mutter kam die Hilfe nicht,

für das Mädchen war klar, dass sie ihr Schweigen nie bricht.

 

Mit Haue und Schimpfe musste sie wieder heim,

wenn du jemandem was sagst, wird’s nicht das letzte Mal sein.

Dass Schläge die treffen, so lange bis du gelernt hast,

dass  zu gehorchen du hast.

 

Ich will dir nichts Böses

Du bist ganz was Liebes

Und es wäre doch nett,

wir beide im Bett.

 

Diese Sätze hat  sie nie vergessen,

könnt sein der Vater ist vom Teufel  besessen.

Endlich dann groß, das Mädchen dann Abschied nahm

Und ihren inneren Frieden bekam.

 

Doch leider wie das Leben so spielt

Und sie die erste Liebeserklärung erhielt,

war er des Vaters Ebenbild

auch böse, verletzend und wild.

 

Auch er hat gehoben die Hand.

Sie hat es erst zu spät erkannt,

Nie hat sie`s anders gelernt

dass Schläge und Liebe nicht sind Ein,

sie hatte für ihn geschwärmt,

doch es sollte alles nicht sein.

 

Sie ging ganz weit fort,

an einen anderen Ort

Dort konnte sie leben,

nach ihrem Glück streben.

 

Sie hat es geschafft und hat sich befreit,

nie hat sie die Trennung bereut.

Endlich kam Ihre Zeit,

der Weg dorthin war hart und weit.

 

Wie schrecklich ist doch diese Gschicht,

als ich sie hörte, hielt ich die Hände vors Gesicht.

Ich weinte leise in mich hinein,

nie wollte ich dieses Mädchen sein.

 

Die Tränen kullern entlang den Wangen

Die Zeit ist vorbei, sie muss nicht mehr bangen.

Ein Engel hat über sie gewacht,

und sie zur tollen Frau gemacht.

 

Heute ist sie alt und grau,

sie ist eine starke und weise Frau.

Wenn sie tut auf ihrem Bänkchen sitzen,

und heute wieder ihre Augen blitzen.

 

Weil sie sieht ihren Enkeln beim Spielen zu

Weiß sie genau, jetzt ist mit den Schmerzen ruh.

Jetzt ist es vorbei und muss nicht mehr leiden,

sie  wird all diese bösen Menschen meiden.

 

Jetzt ist es vorbei und muss nicht mehr denken,

sie kann all ihre Liebe ihren Kindern schenken.

Ihre Wunden sind verheilt,

wenn sie da sitzt und in ihren Gedanken verweilt.

 

Viel  Böses ist geschehen,

viel  Böses hat sie gesehen,

nie hat sie ihr Schweigen gebrochen,

bis an jenem  Tag als sie hat das Vertrauen gerochen.

 

In einem Mann, der war lieb, hat sie nie gehaun,

dem konnte sie sich voll und ganz anvertrauen.

Sie wird ihm immer dankbar sein,

dass er kam in ihr Leben hinein.

 

Sie wird jetzt nicht mehr denken müssen,

könnte ihn den ganzen Tag nur küssen.

Wenn sie ihn seine blauen Augen blickt,

weiß sie der  Himmel hat ihn ihr geschickt.

 

Gott sei Dank, jetzt ist sie frei,

ihre Eltern sind ihr jetzt einerlei.

Da ihr so viel Schlimmes ist Geschehen,

muss man diese Frau verstehen.

 

Sie wird niemand vermissen,

sie wird all das vergessen.

Das Leben ist schön,

und es wird noch viele Jahre so gehen.

 

 

 

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Hörbuch

Über den Autor

HelenUebler
MS Schreiben und Malerei

Ich kam durch meine Krankheit zur Malerei und schreibe Gedichte. Es ist für mich der Ausgleich und meine Bestätigung daß ich ?doch noch was kann und etwas bin.? Meine Diagnose bekam ich im Jahre 2003.

Ich war als Kind schon sehr kreativ und habe heute noch sehr viel Freude daran, ob es die Malerei ist, ob ich Schmuck anfertige, oder meine Gedichte schreibe. An der ersten Bilder Ausstellung habe ich im Jahre 2012 teilgenommen. Eine Austellung von Künstlern mit Multiple Sklerose.

Ein Teil meiner Bilder kann man in einer großen Bank in München besichtigen. Ebenso zieren einige meiner Werke verschiedene Artzpraxen und Kliniken.

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Gast Erinnerung - Diese gedicht brachte mich zum weinen, ich sag das nur weil mich hier niemand kennt, mir ist etwas ähnliches passiert schon lange her.
Vor langer Zeit - Antworten
HelenUebler Kommentar vom Buch-Autor gelöscht.
Vor langer Zeit - Antworten
rumpi Re: Re: sprachlos, -
Zitat: (Original von HelenUebler am 15.11.2010 - 19:16 Uhr)
Zitat: (Original von rumpi am 04.09.2010 - 14:03 Uhr) traurig und maßlos wütend. tränen laufen mir über die wange,es tut einfach nur weh.

glg,karsten

Lieber Karsten

Zeit heilt Wunden!!! Die traurigkeit kommt ab und zu wieder hoch. Aber es ist zu schaffen.

Lg Helen



die zeit heilt nicht alle wunden.es werden tiefe narben bleiben.sehr sehr tiefe narben.

PS:lese doch mal bei mir: "ein kinderherz weint"(teil 1-3)
Vor langer Zeit - Antworten
Gabriella Re: Re: Tränen -




Liebe Helen, ich mußte vorhin abbrechen. Es ist furchtbar wirklich aber sehr gut geschrieben.
Du lächelst so freundlich auf dem Bild- freut mich sehr.
Ganz innige Grüße gabriela







Zitat: (Original von HelenUebler am 15.11.2010 - 19:15 Uhr)
Zitat: (Original von Louisa am 15.11.2010 - 17:14 Uhr) Es ist furchtbar traurig. Muß ich erst mal verarbeiten.
Tut so weh. melde mich später gabriela


Liebe Gabriela
ja es ist(war) sehr traurig. Es ist schwer zum verarbeiten, aber man kann es schaffen....
lg Helen

Vor langer Zeit - Antworten
HelenUebler Kommentar vom Buch-Autor gelöscht.
Vor langer Zeit - Antworten
HelenUebler Kommentar vom Buch-Autor gelöscht.
Vor langer Zeit - Antworten
Gabriella Tränen - Es ist furchtbar traurig. Muß ich erst mal verarbeiten.
Tut so weh. melde mich später gabriela
Vor langer Zeit - Antworten
rumpi sprachlos, - traurig und maßlos wütend. tränen laufen mir über die wange,es tut einfach nur weh.

glg,karsten
Vor langer Zeit - Antworten
HelenUebler Re: Nr. 4 - Meine Liebste (nicht unbekannte) Leserin

ich danke von Herzen für diese schönen Zeilen.Und ich danke meinem Engel, dass er dich in mein Leben geschickt hat.

Wir sehen uns bald wieder
Fühl dich gedrückt




Zitat: (Original von Gast am 02.07.2010 - 21:34 Uhr) Du trägst es nicht mehr stumm für dich rum
sondern wir, die Leser, und alle um dich herum
sehen dich so, wie du bist
und erkennen sofort, dass du etwas Besonderes bist

Dein Platz am See, er ist so leer
du fehlst mir sehr

Vor langer Zeit - Antworten
Gast Nr. 4 - Du trägst es nicht mehr stumm für dich rum
sondern wir, die Leser, und alle um dich herum
sehen dich so, wie du bist
und erkennen sofort, dass du etwas Besonderes bist

Dein Platz am See, er ist so leer
du fehlst mir sehr
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