Kurzgeschichte
In der Nacht

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"In der Nacht"
Veröffentlicht am 16. April 2010, 8 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
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Über den Autor:

Marlene Menzel wurde 1992 in Berlin geboren und besuchte bis 2011 das Gymnasium der Katholischen Schule Salvator. Bereits in ihrer Kindheit entdeckte sie die Liebe zum Schreiben und zu spannenden Geschichten, weshalb sie sich in ihren Büchern vor allem dem Krimi-Genre annimmt. Nach dem Abitur arbeitete sie als Kauffrau im Einzelhandel und veröffentlichte zunächst mehrere kurze Kriminalgeschichten. Ab 2012 machte sie eine Ausbildung zur ...
In der Nacht

In der Nacht

Beschreibung

Es gibt Milliarden von Menschen auf der Welt. Jeder hat seine eigenen Gedanken und Gefühle. Und mindestens genauso viele hatten schonmal einen Albtraum. Angst und Panik sind Auslöser und Ergebnis solcher Träume. Aber gefährlich wird es nur, wenn man nicht mehr unterscheiden kann, ob man sich in einem Traum oder in der Wirklichkeit befindet.

In der Nacht

Albträume zeichnen sich dadurch aus, dass man sie nicht gerne träumt. Jeder dieser Träume schleicht sich wie ein böser Schatten in das Gedächtnis und verharrt dort über Minuten, Tage, Wochen, Monate oder sogar Jahre. Manche von ihnen bleiben lediglich im Unterbewusstsein, andere drängen sich manchmal zwischen die unterschiedlichsten Gedankenströme und es gibt die, die nie wieder verscheucht werden können. Etwas Unangenehmes wird dabei immer wieder aufs Neue zurückgelassen. Etwas Angstversprechendes oder Panikerfüllendes. Man fühlt sich eingeengt, verlassen und in seiner Freiheit beraubt, da man nicht aus dem Reich der Träume fliehen kann. Und falls doch, so wird man wenig später erneut vom bedrohlichen Schatten seiner Gedankenwelt eingeholt. 
Ich liege auf meinem Bett und kann nicht aufhören, die Decke meines Zimmers anzustarren. Ich habe Angst. Angst davor, dass ich wieder diesen Traum haben werde. Er lässt mich nicht los. Nacht für Nacht besucht er mich. Ein Traum zum Fürchten. Zwar weiß ich, dass ich vernünftig bleiben sollte, doch ich scheine mich nicht genug anzustrengen, denn er kommt immer wieder. In jeder Nacht. Die Angst macht sich in mir breit und ich kann sie nicht verjagen. Wie ein wildes Tier streckt sie ihre Pranken nach meiner Seele aus. Ich darf die Augen nicht schließen, denn dann wäre es zu spät. Ich darf nicht einschlafen. 
Aber wie könnte ich es auch in dieser Situation? 
Meine Lider werden schwer und ich zwinge mich, sie nach oben zu ziehen. Es ist schwierig, nicht auf meinen vor Müdigkeit schreienden Körper zu hören. Ich rede innerlich auf mich ein. Die Dunkelheit und Stille bedrängt mich. Ich muss sie vergessen. Einfach verdrängen, dass es so ruhig in meinem Raum ist. Ich bin ganz alleine. Aber das sieht nur so aus, denn ich weiß, dass sie da sind. Sie alle. Und natürlich noch meine Angst. Die Angst vor dem, was als nächstes passieren könnte. Aber für einen Außenstehenden bin ich alleine. Nur ich und meine Gedanken, die ich habe, wenn man mich zum Einschlafen zwingen will. Hier liege ich nun, in meinem Zimmer. Das Zimmer mit den immer kahl bleibenden Wänden und der dicken Eisentür. Ich setze mich plötzlich auf und lausche in die Stille. Eine beunruhigende Stille, die einen Schauer über den Rücken jagen kann. Danach reibe ich mir meine müden Augen einmal. So wie jede Nacht. Oder ist es Tag? Ich weiß es nicht mehr. Kurzerhand erhebe ich mich aus meiner Position und mache ein paar Schritte im Raum umher. Ich achte auf alle Geräusche. Aber es gibt keine. Nicht einmal meine nackten Füße schenken mir ein Klappern oder Rascheln. Ich erstarre genau vor der großen Fläche gegenüber des Bettes. Wie lange ich hier schon stehe, weiß ich nicht. Meine Handflächen berühren das Gestein vor mir. Es ist kalt. Kalt wie der gesamte Raum. Kalt wie ihre Seelen. Meine Hände ballen sich zu Fäusten und ich beginne, gegen die Wand zu hämmern. Meine Knochen schmerzen. Aber der Schmerz ist erträglicher als die Angst, die mich von innen aufzufressen scheint. Ich will nicht begreifen, was hier geschieht. Vielleicht denke ich immer noch, dass ich hier eines Tages wieder rauskomme. Ja, vielleicht. Aber das ist nicht schlimm. So habe ich wenigstens eine Hoffung, an die ich mich klammern kann. Immer wieder schlage ich an das Gemäuer. Ich will nicht verstehen, warum es keine Fenster gibt. Schreien nützt nichts, weil mich hier niemand hören kann. Das sagten sie mir, aber ich habe es dennoch jeden Tag getan. Niemals kam jemand, um mich zu holen. Niemals. Sie behaupten, es sei zu meinem Besten, hier zu sein. Sie lügen. Ich weiß, dass sie lügen, um mich ruhig zu halten. Um mich zu unterdrücken. Aber es gab inzwischen bereits genug Ruhe und ich beginne wieder zu rufen. Ist das meine Stimme, die da schreit? Ich erkenne sie nicht wieder. Ein Fremder bin ich mir selbst geworden. Es kann sich bei allem nur um einen bösen Traum handeln. Was sollte es sonst sein? Aber Träume hat man in der Nacht und ich weiß nicht, wie spät es ist. Vielleicht handelt es sich auch um einen Tagtraum. Kaum höre ich mit dem Schreien auf, um zu Atem zu kommen, ertönt das Unheil versprechende Klopfen an der Tür. Ein Donnern in meinem Kopf. Ich weiß, was es bedeutet. Schlagartig verstummt es, nachdem ich mich wieder auf das Bett lege. Sie haben mich beobachtet. So, wie sie es immer tun. Irgendwo muss sich ein Loch oder eine Kamera befinden. Jeder meiner Schritte wird protokolliert. Aber ich werde ihnen nicht die Freude machen und einschlafen. Nie wieder. Nicht in diesem Raum. Ich bin frei zu entscheiden, was ich wann tue. Vor allem in meinen Träumen. Und ich stelle mir vor, dass dies hier ein Traum ist. Ein Albtraum. Nichts darf sich in meine Gedanken mischen. Dies ist meine Welt und ich weiß, dass auch mein jetziger Tagtraum ein Ende finden wird – irgendwann. 
Oder ist es Nacht? 
Ja, bestimmt. Denn nur in der Nacht ist es dunkel. Und hier ist es immer dunkel.

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Hörbuch

Über den Autor

MagicMarlene
Marlene Menzel wurde 1992 in Berlin geboren und besuchte bis 2011 das Gymnasium der Katholischen Schule Salvator.
Bereits in ihrer Kindheit entdeckte sie die Liebe zum Schreiben und zu spannenden Geschichten, weshalb sie sich in ihren Büchern vor allem dem Krimi-Genre annimmt.
Nach dem Abitur arbeitete sie als Kauffrau im Einzelhandel und veröffentlichte zunächst mehrere kurze Kriminalgeschichten.
Ab 2012 machte sie eine Ausbildung zur Medientechnologin Druck und arbeitet seitdem in diesem Beruf.
2014 erschien schließlich ihr Debütroman, der Thriller ?Tod der Angst?, beim Jerry Media Verlag, den sie im Zuge der Leipziger Buchmesse 2014 im sogenannten ?Krimikeller? des Leipziger Central Kabaretts vorstellen durfte.
?Seefeldt & Wolf ? Tödlicher Hass? ist der erste Fall für den Berliner Kommissar Alois Seefeldt und die Rechtsmedizinerin Faraya Wolf als Ermittlerteam. Das eBook erschien 2017 als Sommerkrimi-Exklusivausgabe bei Thalia.

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MagicMarlene Re: Re: Re: Wenn er dich verfolgt, -
Zitat: (Original von kullerchen am 24.02.2012 - 13:21 Uhr)
Zitat: (Original von MagicMarlene am 23.02.2012 - 18:44 Uhr)
Zitat: (Original von kullerchen am 23.02.2012 - 18:21 Uhr) der Traum. dann wird es Zeit, ihm den Kampf an zu sagen.

Als Kind da lebte ein riesiger Wolf unter meinem Bett und kein Arzt konnte helfen. Medis lehnte meine Mom Gott sei Dank ab. Ein alter Araber, der davon gehört hatte, ich glaube der Vater unseres Hausmeisters, er kam mit einer Säge und sägte die Beine meines Bettes ab.

2 Jahre Qual, mit einem Mal beendet.

knapp 11 Jahre später, kam meine Tochter zur Welt. In der Schwangerschaft, da wollte der Wolf in meinen Kopf und zweimal schaffte er es auch, dann nie wieder.

Es war kein Thema, worüber gesprochen wurde, doch als meine Tochter, eben 3 Jahre schreiend in der Kita aus dem Schlaf erwachte, das bereits des öfteren geschehen war, besuchte mich die Erzieherin zu Hause und erzählte mir von den Albträumen.

Meine Tochter öffnete sich mir und erzählte von dem riesigen Wolf mit dem übergroßen Kopf und den blutigen Zähnen, der ihr die Beine abbeißen wollte. Unfassbar, sie konnte meinen Traum nicht kennen und doch....

Am gleichen Tag kaufte ich ein Bett und darin schlief sie nun, statt ihrem Kinderbettchen, mit Beinen. In der Kita schlief sie auf einer Matratze und der Wolf, der gehört ins Märchenbuch.

Man kann Träume beeinflussen, mit Hart und Software. Lass dich nicht einsperren und wehr dich.

Du hast es so bildhaft beschrieben, dass es eigentlich nur einen Schluß gibt. Aller guten Dinge sind drei, danach sind sie nicht mehr gut und gehören bekämpft. Manchmal ist es so simpel, doch oft leider nicht.

Hilfe suchen ist angesagt, echte Hilfe. Beherzige es, oder gib es weiter, an die Person, die so leidet!

LG Simone


Öhm, eigentlich habe ich diesen Traum nicht und hatte ihn auch noch nie.
Ich träume generell andere Dinge, habe einfach nur eine ausgeprägte Fantasie und zu viele Thriller und Krimis gelesen. ;)


Mann, dann bist du aber echt nah dran und gut, dass du sowas noch nicht erlebt hast.

Alles, was ich schrieb ist geschehen, mystisch, graulich und wahr. Die Lösung, die war simpel, doch geht es sensiblen Menschen oft so, wenn sie Geschehnisse vom Tag, aus der Vergangenheit, oder Ängste verdauen und verarbeiten müssen. Die Nacht wird da zum Feind.

Toll geschrieben, nur aus der Fantasie heraus, aus Erfahrungen, die vom TV, oder aus der Literatur kommen. Na ja, Karl May war noch nie in Amerika, als er seine Bücher schrieb und doch....

Nun die Psyche, sie ist kein Land, aber deine Vorstellungskraft, sie ist mindest genau so groß, wie die eines Kar May´s.

Du solltest das nutzen, unbedingt!

Dann, bis zum nächsten Wiederlesen, Simone


Vielen Dank, das freut und ehrt mich sehr. =)
Auf bald vielleicht... ;)

~ Maggy XXX
Vor langer Zeit - Antworten
kullerchen Re: Re: Wenn er dich verfolgt, -
Zitat: (Original von MagicMarlene am 23.02.2012 - 18:44 Uhr)
Zitat: (Original von kullerchen am 23.02.2012 - 18:21 Uhr) der Traum. dann wird es Zeit, ihm den Kampf an zu sagen.

Als Kind da lebte ein riesiger Wolf unter meinem Bett und kein Arzt konnte helfen. Medis lehnte meine Mom Gott sei Dank ab. Ein alter Araber, der davon gehört hatte, ich glaube der Vater unseres Hausmeisters, er kam mit einer Säge und sägte die Beine meines Bettes ab.

2 Jahre Qual, mit einem Mal beendet.

knapp 11 Jahre später, kam meine Tochter zur Welt. In der Schwangerschaft, da wollte der Wolf in meinen Kopf und zweimal schaffte er es auch, dann nie wieder.

Es war kein Thema, worüber gesprochen wurde, doch als meine Tochter, eben 3 Jahre schreiend in der Kita aus dem Schlaf erwachte, das bereits des öfteren geschehen war, besuchte mich die Erzieherin zu Hause und erzählte mir von den Albträumen.

Meine Tochter öffnete sich mir und erzählte von dem riesigen Wolf mit dem übergroßen Kopf und den blutigen Zähnen, der ihr die Beine abbeißen wollte. Unfassbar, sie konnte meinen Traum nicht kennen und doch....

Am gleichen Tag kaufte ich ein Bett und darin schlief sie nun, statt ihrem Kinderbettchen, mit Beinen. In der Kita schlief sie auf einer Matratze und der Wolf, der gehört ins Märchenbuch.

Man kann Träume beeinflussen, mit Hart und Software. Lass dich nicht einsperren und wehr dich.

Du hast es so bildhaft beschrieben, dass es eigentlich nur einen Schluß gibt. Aller guten Dinge sind drei, danach sind sie nicht mehr gut und gehören bekämpft. Manchmal ist es so simpel, doch oft leider nicht.

Hilfe suchen ist angesagt, echte Hilfe. Beherzige es, oder gib es weiter, an die Person, die so leidet!

LG Simone


Öhm, eigentlich habe ich diesen Traum nicht und hatte ihn auch noch nie.
Ich träume generell andere Dinge, habe einfach nur eine ausgeprägte Fantasie und zu viele Thriller und Krimis gelesen. ;)


Mann, dann bist du aber echt nah dran und gut, dass du sowas noch nicht erlebt hast.

Alles, was ich schrieb ist geschehen, mystisch, graulich und wahr. Die Lösung, die war simpel, doch geht es sensiblen Menschen oft so, wenn sie Geschehnisse vom Tag, aus der Vergangenheit, oder Ängste verdauen und verarbeiten müssen. Die Nacht wird da zum Feind.

Toll geschrieben, nur aus der Fantasie heraus, aus Erfahrungen, die vom TV, oder aus der Literatur kommen. Na ja, Karl May war noch nie in Amerika, als er seine Bücher schrieb und doch....

Nun die Psyche, sie ist kein Land, aber deine Vorstellungskraft, sie ist mindest genau so groß, wie die eines Kar May´s.

Du solltest das nutzen, unbedingt!

Dann, bis zum nächsten Wiederlesen, Simone
Vor langer Zeit - Antworten
MagicMarlene Re: -
Zitat: (Original von Chereshenka am 23.02.2012 - 17:09 Uhr) Hört sich irgendwie nach einem psychoanalytischen Text an. Oder nach einem Artikel aus der Zeitschrift "Psychologie heute". Irgendwie so etwas. Ich mag's zwar, aber irgendwie verwirrt mich das Ganze ein bisschen. Es gibt zwar keine richtige Handlung hierbei, es passiert im Grunde auch nichts Schlimmes oder so, aber man wird dennoch verstört.


Na ja, meine Kurzgeschichten sind meistens nur ein Gedanke, den ich etwas erweitere, oder ein Augenblick bzw. Gefühl. Es sind nicht meine eigenen Gefühle, aber ich versuche stets, die Leute etwas zu verwirren und mitzureißen. =)
Vor langer Zeit - Antworten
MagicMarlene Re: Wenn er dich verfolgt, -
Zitat: (Original von kullerchen am 23.02.2012 - 18:21 Uhr) der Traum. dann wird es Zeit, ihm den Kampf an zu sagen.

Als Kind da lebte ein riesiger Wolf unter meinem Bett und kein Arzt konnte helfen. Medis lehnte meine Mom Gott sei Dank ab. Ein alter Araber, der davon gehört hatte, ich glaube der Vater unseres Hausmeisters, er kam mit einer Säge und sägte die Beine meines Bettes ab.

2 Jahre Qual, mit einem Mal beendet.

knapp 11 Jahre später, kam meine Tochter zur Welt. In der Schwangerschaft, da wollte der Wolf in meinen Kopf und zweimal schaffte er es auch, dann nie wieder.

Es war kein Thema, worüber gesprochen wurde, doch als meine Tochter, eben 3 Jahre schreiend in der Kita aus dem Schlaf erwachte, das bereits des öfteren geschehen war, besuchte mich die Erzieherin zu Hause und erzählte mir von den Albträumen.

Meine Tochter öffnete sich mir und erzählte von dem riesigen Wolf mit dem übergroßen Kopf und den blutigen Zähnen, der ihr die Beine abbeißen wollte. Unfassbar, sie konnte meinen Traum nicht kennen und doch....

Am gleichen Tag kaufte ich ein Bett und darin schlief sie nun, statt ihrem Kinderbettchen, mit Beinen. In der Kita schlief sie auf einer Matratze und der Wolf, der gehört ins Märchenbuch.

Man kann Träume beeinflussen, mit Hart und Software. Lass dich nicht einsperren und wehr dich.

Du hast es so bildhaft beschrieben, dass es eigentlich nur einen Schluß gibt. Aller guten Dinge sind drei, danach sind sie nicht mehr gut und gehören bekämpft. Manchmal ist es so simpel, doch oft leider nicht.

Hilfe suchen ist angesagt, echte Hilfe. Beherzige es, oder gib es weiter, an die Person, die so leidet!

LG Simone


Öhm, eigentlich habe ich diesen Traum nicht und hatte ihn auch noch nie.
Ich träume generell andere Dinge, habe einfach nur eine ausgeprägte Fantasie und zu viele Thriller und Krimis gelesen. ;)
Vor langer Zeit - Antworten
kullerchen Wenn er dich verfolgt, - der Traum. dann wird es Zeit, ihm den Kampf an zu sagen.

Als Kind da lebte ein riesiger Wolf unter meinem Bett und kein Arzt konnte helfen. Medis lehnte meine Mom Gott sei Dank ab. Ein alter Araber, der davon gehört hatte, ich glaube der Vater unseres Hausmeisters, er kam mit einer Säge und sägte die Beine meines Bettes ab.

2 Jahre Qual, mit einem Mal beendet.

knapp 11 Jahre später, kam meine Tochter zur Welt. In der Schwangerschaft, da wollte der Wolf in meinen Kopf und zweimal schaffte er es auch, dann nie wieder.

Es war kein Thema, worüber gesprochen wurde, doch als meine Tochter, eben 3 Jahre schreiend in der Kita aus dem Schlaf erwachte, das bereits des öfteren geschehen war, besuchte mich die Erzieherin zu Hause und erzählte mir von den Albträumen.

Meine Tochter öffnete sich mir und erzählte von dem riesigen Wolf mit dem übergroßen Kopf und den blutigen Zähnen, der ihr die Beine abbeißen wollte. Unfassbar, sie konnte meinen Traum nicht kennen und doch....

Am gleichen Tag kaufte ich ein Bett und darin schlief sie nun, statt ihrem Kinderbettchen, mit Beinen. In der Kita schlief sie auf einer Matratze und der Wolf, der gehört ins Märchenbuch.

Man kann Träume beeinflussen, mit Hart und Software. Lass dich nicht einsperren und wehr dich.

Du hast es so bildhaft beschrieben, dass es eigentlich nur einen Schluß gibt. Aller guten Dinge sind drei, danach sind sie nicht mehr gut und gehören bekämpft. Manchmal ist es so simpel, doch oft leider nicht.

Hilfe suchen ist angesagt, echte Hilfe. Beherzige es, oder gib es weiter, an die Person, die so leidet!

LG Simone
Vor langer Zeit - Antworten
Chereshenka Hört sich irgendwie nach einem psychoanalytischen Text an. Oder nach einem Artikel aus der Zeitschrift "Psychologie heute". Irgendwie so etwas. Ich mag's zwar, aber irgendwie verwirrt mich das Ganze ein bisschen. Es gibt zwar keine richtige Handlung hierbei, es passiert im Grunde auch nichts Schlimmes oder so, aber man wird dennoch verstört.
Vor langer Zeit - Antworten
MagicMarlene Re: -
Zitat: (Original von annaluu am 06.10.2010 - 17:29 Uhr) ich habe ehrlich gesagt keine ahnung wie du es machst,dass diese geschichte so gut erzählt wird und trotzdem verwirrend ist, wie vermutlich auch das mädchen, in ihr.
mich hat der text gerade zum nachdenken gebracht, wie man sich wohl wirklich fühlt, wenn man nicht mehr genau weiss, was realität und was fantasie(oder ein traum) ist.

echt super!
lg anna :)


Danke für den Kommentar! =D

Liebe Grüße
~ Maggy XXX
Vor langer Zeit - Antworten
annaluu ich habe ehrlich gesagt keine ahnung wie du es machst,dass diese geschichte so gut erzählt wird und trotzdem verwirrend ist, wie vermutlich auch das mädchen, in ihr.
mich hat der text gerade zum nachdenken gebracht, wie man sich wohl wirklich fühlt, wenn man nicht mehr genau weiss, was realität und was fantasie(oder ein traum) ist.

echt super!
lg anna :)
Vor langer Zeit - Antworten
Gast super
Vor langer Zeit - Antworten
MagicMarlene Re: Ein eindringliches Bild... -
Zitat: (Original von BrianBrazzil am 16.05.2010 - 11:08 Uhr) mit einer sehr sehr guten Einleitung.

Deinen Stil scheinst du schon sehr gut ausgefeilt zu haben, die Eindringlichkeit in deinen Worten hat ein ganz eigenes Gewicht, dass ist beeindruckend.
Bin schon fast ein bisschen neidisch wie gut es dir gelingt deinem eigenen Fluss und deinen eigenen Worten zu folgen und Muster aus ihren Satzfolgen zu spinnen :) Um es in einem Satz zu beschreiben: Dein sternförmiges schwarzes Muster, dass du zwischen diese eisernen Wände gemalt hast, hat mir sehr imponiert :)


Und mir hat ernsthaft imponiert, wie gut du deine Worte in diesem Kommentar gewählt hast. Das tut nicht jeder.
Vielen Dank hierfür. =)

Liebe Grüße
~ Malli XXX
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