Fantasy & Horror
Regen

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"Regen"
Veröffentlicht am 27. März 2010, 4 Seiten
Kategorie Fantasy & Horror
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Über den Autor:

Ich bin jemand der das Morbide und Düstere mag, sich gerne im Grusel wälzt - aber es auch schön findet dieses Gefühl wieder zu verlassen. Jemand, der so ganz zufällig zum schreiben gekommen ist. Vielleicht ist noch zu erwähnen, das ich meistens das Gefühl habe das "etwas" durch mich hindurch schreibt. Anders kann ich es nicht erklären. Ich halte mich nicht für einen der wirklich schreiben kann aber wenn ich Bilder durch meine Worte in Köpfe ...
Regen

Regen

Einleitung

- Ich geh dir hinterher -

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Es regnet.

Schwarze Tropfen, aus schwarzen Wolken.

Ich geh dir hinterher. Du siehst mich nicht.

Ich folge dem Schlag deines Herzens, seitdem ich dich das erste mal sah.

Du bemerkst mich immer noch nicht. Kein Argwohn deinerseits.

Die Nacht ist noch jung. Viel zu jung für schwarzen Regen.

Drei Straßen noch.

Nur noch über die Brücke, dann bist du zuhaus.

Das Zuhause, das du nicht mehr erreichen wirst.

Aber noch fühlst du dich sicher.

Ich hab dich fast eingeholt. Der Regen ist mein raunender Komplize.

Er verschluckt jedes noch so kleine Geräusch.

Du gehst über die Brücke. Unter ihr rauscht schwarzes Wasser.

Ich sehe, wie du mit deinem Schirm gegen den aufkommenden Wind ankämpfst.

Sinnlos. Wie dein bisheriges Leben.

Ich weiß es. Du hast es nur für mich gelebt. Nur für diesen Moment.

Ich spüre die Gier in mir. Die Gier zu töten.

Deine schwarze Seele zu erlösen.

Dein offenes, verletztes Fleisch zu sehen.

Du siehst kurz über die Schulter. Wirfst dabei dein schwarzes Haar, tief in den Nacken.

Doch entdecken kannst du mich nicht. Dafür bin ich zu schwarz.

Ein Schatten nur.

Dein roter Mund wirkt wie ein Fremdkörper in meiner schwarzen Welt.

Gleich wird es geschehen. Dein schwarzes Schicksal.

Ich nehme den heiligen Dolch.

Zwei schnelle Schritte noch, dann bist du erlöst.

Ich rieche dich schon fast.

Deine Bewegung, dein Gang, einfach perfekt für mich.

Jetzt bin ich bei dir. Jetzt zeige ich mich dir.

Du erschreckst dich, als du mich siehst, fängst an zu schreien.

Ich lasse dich den Dolch spüren, immer wieder, und auf ein neues.

Der Dolch ist so kalt wie der Regen.

Nur erwärmt von deinem Blut, tut er sein totbringendes Werk.

Ich genieße es, genieße es, dich zu erlösen.

Du siehst mich ein letztes mal fragend an.

Das Leben weicht aus dir.

Dann schließen sich deine Augen.

Der letzte Stich, du fällst.

 Aderartig breitet sich dein warmes Blut auf dem Asphalt aus;

und bildet ein schönes Muster auf ihm.

Ich lecke das Blut vom Dolch.

Ich nehme es in mich auf, es wird zu einem Teil von mir.

Ich wußte es doch gleich, du wolltest es genauso wie ich auch.

Dein Schirm, der unter deinem sterbenden Körper liegt, füllt sich mit deinem Blut.

Langsam und erlöst, verläßt deine Seele, deinen Körper.

Ich sehe es gern. Ich habe meinen Spaß.

Es ist so schön,  eine schöne schwarze Nacht.

Ich ziehe mich zurück. In den Schatten.

Denn ich bin ein Schatten.

Der Wind säuselt sein zustimmendes Lied.

Das Wasser, es ist beruhigend schwarz.

 Zufriedenheit, erfüllt mein und dein Gesicht.

Und mein schwarzer Gott, er lacht.

Ich lache auch. In die schwarze Nacht hinein.

Es ist März.

Es regnet.

Schwarze Tropfen, aus schwarzen Wolken.

 

 

 

 

(c) DGL 2010

 

 

 

 

 

 

 

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Über den Autor

Doctor
Ich bin jemand der das Morbide und Düstere mag, sich gerne im Grusel wälzt - aber es auch schön findet dieses Gefühl wieder zu verlassen. Jemand, der so ganz zufällig zum schreiben gekommen ist.
Vielleicht ist noch zu erwähnen, das ich meistens das Gefühl habe das "etwas" durch mich hindurch schreibt. Anders kann ich es nicht erklären. Ich halte mich nicht für einen der wirklich schreiben kann aber wenn ich Bilder durch meine Worte in Köpfe projezieren konnte, dann habe ich meinen Zweck erfüllt.

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Zentaur zum Glück regnet es heute nicht.
dein Text ist ganz schön schaurig, aber echt klasse geschrieben.
sicher ist es für einen eigentlich ganz lieben Menschen, wie du bestimmt einer bist, nicht einfach sich in die Rolle des Täters zu versetzen. viele große Schauspieler und Poeten sind daran schon gescheitert.
lg Helga
Vor langer Zeit - Antworten
Doctor Schönen Abend liebe Helga,
-lach- naja, ganz so lieb bin ich eigtl. gar nicht, aber natürlich keinesfalls so krank, bzw. schwer gestört wie mein, ächem Protagonist mit Messer. Sehr viel Fantasie und "hineinversetzen" spielte aber hier ne grosse Rolle. Stimmt. Und das glaube ich dir wohl. Ich hatte erst versucht es in Reimform zu schreiben, aber es las sich so grottig das ich es ne Viertelstunde später dann so geschrieben habe. Mit schönem Hintergrunddonnern von einem echten Gewitter. ;)

Danke dir schön fürs lesen und kommentieren.
Freut mich immer dich bei meinen Texten zu sehen.
Merci ;)

Lieben Gruss
-DOC-
Vor langer Zeit - Antworten
Zentaur Nach so vielen Weihnachtsgedichtchen, war dein Text eine willkommene Abwechslung. Und vielen Dank für die Coins.
ich wünsche dir ein fröhliche Festtage
Vor langer Zeit - Antworten
Doctor Pssst, das ist doch geheim!
Sowieso ist es schwerer die Dinger loszuwerden als sie zu verdienen! -lach-
Ja, psssst, schöne Weihnachten und so ;)
Danke nochmal, und lieben Gruss in die Storchenstadt. pssst! ^^
Vor langer Zeit - Antworten
luanna zum TEXT kann ich nichs sagen, ausser: * einige kommentare habe ich nicht verstanden.. *
:-))))))))))))))

ansonsten mag ich deinen

R
E
G
E
N

APPLAUS

:-)))))))

abenGRUSS

lua
Vor langer Zeit - Antworten
Doctor Merci mon Amour,
manche Texte zu kommentieren fällt auchmanchmal schwer, manche Texte sind einfach, aber bei dem hier half man mir noch ein bisschen auf die Sprünge. Man empfiel mir nicht alles zu "schwarz" zu sehen.
Mir ist gerade echt was unheimliches am Cover aufgefallen, das mich garantiert unterschwellig dazu bewegt hat gerade das auszuwählen, ....in den Regentropfen zeigt sich ein Gesicht bei näherer Betrachtung.

Nicht doch: auch noch Applaus? ^^
ach du, bist aber auch sowas von knuffig ;)
Lieb danke sag!
Doci
Vor langer Zeit - Antworten
luanna salü DOC,

hast DU mal ne spritze für mein ramponiertes fahrgestell.. sage mal besser nicht, wo´s wehtut.. *grinsss
:-))))

meine katzenaugen erblickten in den regentropfen

1. ein weiblcihes gesicht
2. ein männliches gesicht
3. ein fischLÄCHELN..

:-)))))))))

n8tKNUFFEL

la le

lu(a)

:-)))
Vor langer Zeit - Antworten
Doctor Salve Lua - chen, ^^
Klar! Hab ne Spritze für dich parat, sage aber auch lieber nicht wohin du die Injektion dann bekommst! *lach* ächem, ja nu
(Tze, ins Ohr natürlich) ^^

Höhm? Das Fischilächeln kann ich jetzt aber beim besten Willen nicht erkennen, ich versuchs ja, aber ...
*menno gucke! Fängt gerade wieder an zu regnen* ;)

Einen angenehmen Tag wünsche ich mal, sofern dir möglich;
-Doci-
Vor langer Zeit - Antworten
joycevaas Re: Re: -
-Gefällt mir gut... auch wenns nicht mein Genre ist
so wie meins dir nicht liegt ...^^

schau mal rein- habe was kürzeres verfasst.. auch nicht dein Geschmack, aber die entsprechende Länge.. nicht sonderlich gut, noch dazu bemerkt

Grüße
Vor langer Zeit - Antworten
Doctor Re: -
Zitat: (Original von joycevaas am 12.04.2013 - 19:35 Uhr) ich musste nicht einmal eine seite zu ende lesen (hab trotzdem alles gelesen, war nur rein metaphorisch) und fand es schon seeeehr sehr gut..
echt gelungen :)
Liebe Grüße


Danke dir, Joyce. ;)
Ich schreib nur so makaberes Zeug.
Oder meinen "Selbstfrageundzweifelseelenmüll" ^^

Ächem, ich warte mal auf was kürzeres von dir, okay?
158 Seiten, zudem bei nem Genre das mir nicht liegt, ist mir a
°touch to much.°

Lieben Gruß
-DOC-
Vor langer Zeit - Antworten
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