Biografien & Erinnerungen
mySTORYs - Mitglieder erinnern sich... - Wir kamen, schrieben und blieben.

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"mySTORYs - Mitglieder erinnern sich... - Wir kamen, schrieben und blieben."
Veröffentlicht am 08. Februar 2010, 68 Seiten
Kategorie Biografien & Erinnerungen
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Ich bin PhanThomas, aber Leute, die mich kennen, dürfen mich auch gern Thomas nennen. Oder ach, nennt mich, wie ihr wollt. Denn ich bin ja ein flexibles Persönchen. Sowohl in dem, was ich darzustellen versuche, als auch in dem, was ich schreibe. Ich bin unheimlich egozentrisch und beginne Sätze daher gern mit mir selbst. Ich bin eine kreative Natur, die immer das Gefühl hat, leicht über den Dingen zu schweben - und das ganz ohne Drogen. Man ...
mySTORYs - Mitglieder erinnern sich... - Wir kamen, schrieben und blieben.

mySTORYs - Mitglieder erinnern sich... - Wir kamen, schrieben und blieben.

Beschreibung

In dieser kleinen Textsammlung schlagen mySTORYs-Mitglieder das Büchlein der Erinnerungen auf, um davon zu erzählen, wie es damals war, quasi kurz vorm Krieg, als sie sich erstmals unter das lesende Volk auf dieser Plattform warfen. Vorhang auf, für die altehrwürdigen Rauschebartträger! Update: Luzifer hat jetzt auch seinen Beitrag beigesteuert. Danke sehr!

Ein Jahr mySTORYs - PhanThomas erinnert sich...

Wir schreiben den 13. Dezember 2008. Ja, 2008! Draußen mondet es bereits, während meine müden Augen auf den Computerbildschirm gerichtet sind. Ich suche nach ein wenig Unterhaltung, da der Fernseher leider nur die übliche sinnfreie Grütze hergibt. Im Internet ist jedoch auch nichts los. Auf einigen selten besuchten Internetseiten schaue ich lustlos, was meine bescheidenen Gedichte und Geschichten so machen und frage mich, ob sich wohl irgendwer erbarmt haben mag, einen Kommentar für mich zurückzulassen. Natürlich nicht! Ach, was waren das doch für selige Zeiten, als es diese Schreibplattform noch gab, der ich fast einen ganzen Monat lang angehören durfte, bis sie ihre Pforten schloss und daraufhin verkündete, kurzfristig nicht erreichbar zu sein. Kurzfristig scheint ein sehr dehnbarer Begriff zu sein, denn die Seite wurde bereits im Sommer dicht gemacht. Nun naht Weihnachten, und der Hinweis prangt immer noch auf der ansonsten leeren Seite. Sehr schade, denke ich, und surfe weiter.

Da muss es doch mehr geben, sage ich mir, und werfe Dr. Google in Gang. P-o-r-n- ach nee, ich wollte ja nach Schreibplattformen suchen. Hmpf! Die Sucherei fördert leider nur die üblichen Verdächtigen zu Tage: hier und da einige Seiten für Geschichten, auf denen niemals jemand vorbeisurft und die deswegen leerer sind als die Versprechen der Bundesregierung. Dann schon wieder dieses olle Gedichteforum, dem ich sowieso schon angehöre, das mir allerdings seinerzeit und fatalerweise meine Exfreundin bescherte und dem ich eigentlich die Treue längst aufgekündigt habe. Nein, da lasse ich die Finger von. Einen Haufen weiterer unsinniger Seiten später, ändere ich die Suchbegriffe ein wenig. P-o-r- ach nee, ich hatte ja was anderes vor. Und so klicke ich mich nach einiger Sucherei durch die Ergebnislisten und lande schließlich auf einer weiß-gelben Seite, die sich schlicht mySTORYs nennt. Meine zugekniffenen Augen sagen mir, dass das Ding nach Betrug aussieht. Ich klicke sie sofort weg, doch dann lande ich zufälligerweise wieder dort und beschließe, sie mir kurz anzusehen - Betrug hin oder her.

Zwar bin ich mir sicher, dass ich hier mächtig zur Kasse gebeten werde, sobald ich mich erst einmal gehörig verklickt habe, schließlich prangt überall der Stempel "kostenlos", doch schau ich trotzdem etwas intensiver rein. Bei mir gibt's eh nichts zu holen. Was dem Freund langer Textorgien und ungezügelter Zahlenjonglierereien hier alles geboten wird, denke ich und staune nicht schlecht! 3D-Bücher, Statistiken, ein eigenes Profil zum Protzen. Ach, wäre das schön, wenn der Spaß nichts kosten würde. Ich stoße einen kleinen Seufzer in die nächtliche Ruhe. Natürlich würde ich nicht so dumm sein, mich hier und jetzt anzumelden, behaupte ich steif und fest, während ich gerade die letzten Eingaben tätige und mein Alter Ego PhanThomas aus der Taufe erhebe. Hups, zu spät! Damit bin ich wohl offizielles Mitglied bei mySTORYs. Aha. Schnell noch einmal in die Mails geschaut - keine Rechnung. Nun gut, Glück gehabt!

Mittlerweile ist es sehr spät geworden. Draußen heulen die hungrigen Wölfe und machen sich auf die Jagd nach unbescholtenen Bonner Bürgern, während ich eigentlich längst im Bett liegen sollte. Die olympischen Augenringe werden's mir danken. Doch ich kann eben nicht anders als mich durch die gigantischen Textmassen zu lesen, erste schüchterne Kommentare zu verfassen und mich wie ein Schnitzel darüber zu freuen, dass ich als Neuling sogar selbst welche für meine bescheidenen Textergüsse bekomme. Endlich fahre ich dann aber doch den Rechner herunter, kuschle mich einsam in die Kissen (Hier bitte eine Runde Mitleid für mich!) und nehme mir vor, unbedingt häufiger auf der neuen Plattform vorbeizuschauen. Bei alledem schwöre ich mir jedoch, mit niemandem, ja, wirklich mit absolut keiner Menschenseele den näheren Kontakt zu suchen. Da kommt man nur auf falsche Gedanken, gerät in verhängnisvolle Situationen und bekommt letztlich Bauchweh. Nicht sehr schön.

War natürlich alles vergebliche Liebesmüh. Schnell stelle ich fest, dass man gar nicht anders kann, als mit den Leuten zu reden und seinen Spaß zu haben. In den kommenden Tagen und Wochen habe ich das Gefühl, förmlich in die Reihen der anderen Mitglieder hineingezerrt zu werden. Die harte Schale bekommt erste Risse, und aus PhanThomas wird allmählich Thomas. Und interessanterweise sind es genau jene Charaktere der ersten Stunde, zu denen ich auch heute noch den Kontakt halte. Sehr früh treffe ich auf diesen seltsamen Lordkotz, über dessen Namen ich jedes Mal schmunzeln muss, wenn ich ihn in irgendeiner zwielichtigen Ecke des Forums entdecke. Dann gibt es eine LadyLy, deren unsagbar schöne Profilfotos ich immer wieder besabb- äh, bestaune. Wenig später spricht sie mich sogar an. Wow! Wohnt gar nicht mal so weit weg. Noch mehr wow! Schon vergeben. Weniger wow. Außerdem gibt es Himmelskind, die sich sogar recht schnell daran erinnert, mir auf der mittlerweile geschlossenen Konkurrenzplattform über den Weg gelaufen zu sein. Ein wenig geschmeichelt fühle ich mich nun ja schon. Ich stoße auf eine franziw2000, auf die ich durch ihren unendlich lustigen Blognamen aufmerksam werde. Ihr eigentlich sehr trauriges "Universum der Scheiße" wird es auch sein, das ich in diesem Jahr während eines fürchterlichen Weihnachtsfestes unter dem Joch der Magen-Darm-Grippe lese und das mir sagt, dass es auch anderen Leuten manchmal mies geht. Seither hängen Magen-Darm-Grippe und die gute Franzi an einem gedanklichen Strang.

All das ist jetzt genau ein Jahr her. Seither sind so viele Neumitglieder hinzugekommen, nicht wenige leider auch wieder gegangen. Sie tauchen auf, schlagen zu, tauchen ab und lassen lediglich ihre Profilleichen für das verbliebene Lesevolk zurück. Halb so wild, denn viele andere durfte ich dafür näher kennen lernen. Unglaublich vielen speziellen Charakteren bin ich dabei begegnet und habe sie alle ins Herz geschlossen. Einige Mitglieder habe ich sogar mittlerweile persönlich getroffen, wenn auch tatsächlich nicht immer so ganz ohne Bauchweh. Denn wie befürchtet, blieb mir auch die scheinbar obligatorische Femme fatale nicht erspart. Klar, aber das gehört wohl dazu. Vergeben und vergessen. Nicht zu vergessen sind dagegen all die vielen Texte, die seither entstanden sind! Ganz egal, ob selbstgeschrieben oder bei anderen Schreiberlingen gelesen, ich hatte in jedem Augenblick eine Menge Spaß. Und so soll es bleiben!

Gewissermaßen hat mySTORYs mein Leben bereichert, ja, geradezu verändert! Und das ist nicht ansatzweise übertrieben. Die vielen Texte, aber auch Diskussionen mit liebgewonnenen Mitgliedern, haben mir so viele Denkanstöße beschert, dass ich mit Fug und Recht sagen kann, mein Lebensweg wäre ohne mySTORYs ein gänzlich anderer gewesen. Wem das zu kryptisch ist, der möge sich ein Jahr gedulden. Zum nächsten Jubiläum lasse ich mich gern auch darüber aus. Bis dahin sei euch allen ein dickes, feucht auf die Wange geschmatztes Dankeschön mit auf den Weg gegeben! Danke, dass ihr da seid, dass ihr schreibt, lest und euch ab und an mit mir altem Querkopf und auch miteinander unterhaltet. Ich hebe das Sektglas in Form meiner bunten Kaffeetasse und trinke auf ein weiteres, spannendes Jahr mit euch allen!

475 Tage myStorys - seelchen erinnert sich...

Das andere blaue Forum mit der Zielscheibe machte einfach dicht. Nach der ersten Panik *hust* war es das Himmelskind, das mir den Weg hierher zeigte. Erst dachte ich, na ja, so wie da wird es bestimmt nicht, weil eben, da war schon was Besonderes. Wie staunte ich, als einer nach dem Anderen eintrudelte - ja, viele sogar schon hier waren. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wie ich mich angemeldet habe - es war auf jeden Fall nicht google :-) - Mein Nick "seelchen" ist ein Resultat von vorher. Damals war mein Name "Seelenflügel" - irgendjemand fing damit an, mich seelchen zu nennen. Und das blieb mir. Ich bin auch richtig zufrieden mit dem Namen - passt er eben doch irgendwie zu mir.

Natürlich habe ich mich geirrt. Denn hier gibt es etwas nicht (jedenfalls bis jetzt noch nicht) was es da gab. Nämlich Leute, die mit Mehrfach-Account (ich weiss, ich weiss, gibts auch hier!) andere triezten und zum Teil auch richtig quälten. Leider blieb ich nicht die Ausnahme. Dann war ich ein paar Monate hier, und musste meinen Nick für eine Zeit "löschen" lassen, weil mir einer dieser lästigen Pseudoautoren folgte. Es gab auch immer wieder Leute, die es lustig fanden, bei anderen so dermassen schlecht zu bewerten... ahh, lassen wir das...

Jedenfalls hielt ich es dann doch nicht ohne aus und liess mich wieder "erscheinen". Ich bin froh darüber - denn hier fand und finde ich immer wieder Menschen, die mich berühren, die mich fordern, die mir helfen - die einfach da sind. So tief manche Löcher auch sind, hier findet sich immer jemand, der einem neuen Mut zuspricht.

Ich erinnere mich an so viele Dinge - die ich gar nicht aufschreiben möchte. Nein, ich wollte aus einem anderen Grund hier mitmachen. Weil ich finde, das ist der richtige Ort, um ein paar Dinge los zu werden.

 

Himmelskind: Ich danke dir dafür, dass du da bist - auch wenn der Kontakt nicht halb so intensiv ist, wie er mal war - ich weiss, du bist da! Mit dir habe ich ein tolles Projekt gemacht, der Zettel mit den gesammelten Worten hängt immer noch über dem Bildschirm :-)

WortWichtel: Ich bin froh, dass es dir gut geht. Auch unser Projekt habe ich immer noch - gerade gestern habe ich es gelesen :-) Hast du es auch noch? :-)

Gunda: Ich schätze deinen Scharfsinn, deinen Humor - und ich danke Dir dafür, dass Du mir hilfst - wann immer ich Dich darum bitte. Danke!

sonoco: Ohne Worte - einfach Danke!

adventor89: Du müsstest dich eigentlich um"nennen" in seelchenmentor :-) Danke, dass Du da bist, und mich verstehst!

Lady: Du bist und bleibst die Lady unter uns. Besonders eben :-)

PhanThomas: Was ich von Dir halte, das weisst Du ja. Trotzdem halte ich es hier fest: Für mich bist Du ein ganz Grosser! Wie Du schreibst, wie Du liest, wie Du bist... Du bist Klasse!

kleinertod oder auch mein Kater: Ich freue mich sehr, dass Du auch hier bist! Ich mag Deine Texte - und ich mag Deine Kommentare!

MarionG: Ich mag Deinen Humor! Deine Texte wirken meist so leicht ironisch - und doch, Treffsicher wie einst der Tell :-)))))

Marianne: Manchmal denke ich bei Dir, Du bist die Mutter aller Schreiberlinge :-) Eine klare Meinung - ehrlich und witzig. So kommt das richtig Gut.

Seelenflügel: Alleine schon der Nick :-) i finges eifach guet, dass du da bisch. Ig bi ou froh, dass wieder zrügg cho bisch! Du weisch, aues isch guet!

Conny und Kim: Ou Du mit dine wundervoue Text (*schmelz*) - u di luschtige Schatz (Grüessech :-)) - schön das ihr do sind!

Jana: Du schreibst wohl die romantischsten Gedichte hier auf myStorys. Jedenfalls für mich. Und ich freue mich immer, von Dir zu lesen - als Text oder als Kommi - das ist einerlei :-) Schön, dass Du hier bist!

ulla: Ich mag vor allem deine Mundart-Sachen. Wohl aber auch die anderen - Deine Zeilen zu lesen fühlt sich meistens einfach gut an....

Ritter der Kokosnuss: Gruss von der Mondgöttin! :-)

 

Ihr seid mir alle ans Herz gewachsen... Natürlich gibt es noch viele, viele mehr - doch die oben genannten kenne ich nun doch schon ein bisschen länger - zum Teil sogar aus dem anderen Forum...

 

Meine Zeit hier, die brachte mich oft zum Nachdenken, zum Lachen (so richtig von Herzen), zum Weinen - ja, und zum Schreiben. Mich mit Texten auseinander zu setzen, mich damit zu befassen. Manchmal bin ich fleissig mit lesen und kommentieren - manchmal auch nicht. Im Moment gehöre ich zu der faulen Sorte :-) ändert sich aber bestimmt wieder. Hoffe ich doch schwer!

 

Es ist schön, dass wir hier sein können - und es ist schön, dass jeder seine eigene Meinung haben kann, ohne sich der Dauerrechtfertigung stellen zu müssen.

 

Danke allen, die dieses Forum bereichern!

Familientreffen - Gunda erinnert sich...

Der Urlaub war wunderschön gewesen und außer der obligatorischen Schmutzwäsche hatte ich jede Menge neue Geschichten und Gedichte im Gepäck. Mein dickes Notizbuch war randvoll und schrie geradezu danach, geleert zu werden. Ich freute mich darauf, meine Betrachtungen zum Thema „FKKler und ihre Macken“ am PC in Lesbares verwandeln und die Geschichten im Schreibforum S.A. vorstellen zu dürfen.

Hach, der erste Blick ins geliebte Forum bescherte mir über 30 ungelesene Einträge, die ich rasch überflog. Morgen, ja, morgen würde ich Zeit haben, mich intensiv damit zu beschäftigen und natürlich meine eigenen Texte zu schreiben.

Und dann ... verschwand S.A. von einem auf den anderen Tag „vorübergehend“, Thomas berichtete schon davon, und alle die Menschen, die mir in einem Dreivierteljahr so ans Herz gewachsen waren, mit ihm. Ich machte mich auf die Suche, klapperte diverse Foren ab, kontaktierte die paar Mail-Adressen, die ich hatte, und bemühte Google mehr als einmal. Verhaltener Jubel: Ich fand und wurde gefunden. Aber so ganz das Wahre war es noch nicht: Überall Versprengte – und die Unterkünfte, in denen sie Unterschlupf gefunden hatten, entsprachen auch nicht so ganz meinem Geschmack.

Und dann erinnerte ich mich dieses seltsamen Kauzes mit dem adelig anmutenden und doch irgendwie an Erbrochenes erinnernden Namen. Der hatte doch mal was verlauten lassen von ...

Nun ja, der Rest war Routine. Wer „Lordkotz“ in seine Suchmaschine eingibt, kommt an uns' Olli nicht vorbei, und damit war mein weiterer internetter Weg vorgezeichnet. Dass ich hier auf weitere Ex-Schreibartler traf, war natürlich überaus angenehm, aber auch die vielen anderen, die ich hier kennen lernen durfte, bereicherten und bereichern mein Leben enorm. Namen brauche ich keine zu nennen, wer sich von euch angesprochen fühlt, der ist es mit Sicherheit auch. Besonders stolz war ich dann Wochen später, dass es mir gelang, noch den einen oder anderen Zögerer und Zauderer für MyStorys zu begeistern.

Und irgendwann hatte ich sie fast komplett wieder, „meine“ S.A.-Familie. Gut, Verluste gibt es immer zu beklagen, aber unter dem neuen, von DonLou so liebevoll gestalteten Dach hatten sich doch einige der Familienmitglieder wieder versammelt. Lasst uns dieses wunderbare Zuhause unserer Gedanken, Worte und Texte gut pflegen, ihr Lieben ... Wenige Tage fehlen mir nur noch bis zu meinem „Einjährigen“. Ich würde gerne ein „Mehrjähriges“ daraus machen – MIT euch ...

... darauf hofft von Herzen

Gunda

Die Einfachheit des Seins! - Bernd erinnert sich...

Unbegrenzte Möglichkeiten taten sich auf, bei der Suche nach einem Forum in welchem ich mein Buch zum Besten geben konnte. Dann fing es an! Ich war hier und da, aber in unzähligen Foren stand nur eines im vordergrund: er sucht sie, sie sucht ihn und jeder sucht jeden! Also was tun? Anmelden, abmelden, bis ich die Lust daran verlieren sollte, mich im PC-Getümmel zu veräußern. Irgendwann August 2008 (glaube ich) hatte meine Schwester Gedichte von meiner einer gelesen und gab mir dann den Tipp, ich solle doch mal MyStorys besuchen. Tat ich dann auch, und was soll ich sagen? Ich bin hier sehr, sehr, sehr, sehr gerne! BEI EUCH ALLEN... Und es ist ja auch so, es spielt keine Rolle ob man wirklich Talent hat. Die Freude und Lust am Schreiben wird hier nicht gemaßregelt, sie wird angenommen und akzeptiert. Ich bin sehr froh darüber, hier zu sein, und möchte es auch nicht mehr missen.

Liebe Grüße von Ex-spitzerblei - Aktuell escribir!! - Jo, wir lesen uns!!

Auf Empfehlung einer Freundin - Tobi erinnert sich...

Ein Jahr und etwas mehr ist es jetzt her, dass auch ich meinen Weg zu myStorys fand.

Schon als Kind habe ich gerne geschrieben, doch haben meine kleinen Geschichten selten die DIN A4-Seite überschritten.

Erst 2008, nach mehrjähriger Schreibabstinenz und kurz bevor ich meinen Weg hierher fand, wagte ich mich an eine etwas größere Geschichte, die ich zu Beginn nur auf meiner Homepage veröffentlicht hatte, um sie mit anderen zu teilen.

Nur wenige lasen damals in ihren Anfängen meine Geschichte "Vampierkrieg", weshalb mir eine gute Freundin den Rat gab, mich doch in einem Forum anzumelden, wo es viele gäbe die mein Hobby mit mir teilten.


"Ich kann dir da sogar eines empfehlen", erklärte sie weiter und gab mir die Internetadresse einer Seite, die ich bei Interesse doch mal besuchen sollte.

(Mein dank hier an das Mitglied Anudschka, die die besagte Freundin ist und früher schonmal unter anderem Namen hier war...)

Leider dauerte es danach noch fast einen Monat, bis ich die Adresse in meinen Browser eingab, um zu sehen, wo sie mich denn hinbringen würde.

Das Ziel war myStorys.


Skeptisch tiegerte ich ersteinmal durch das Forum, die Community und las mal hier, mal dort einen der vielen Texte, die es gab.


Ich fragte mich, ob ich wirklich bereit war, meinen Text einem so breiten Publikum zu offenbaren oder ob mir eine Anmeldung überhaupt erst einmal eine Leserschaft einbringen würde.


Am 06.12.2008 war es dann so weit, dass ich alle Zweifel über Bord warf und den Schritt zu einer Anmeldung wagte.

Fortan war und bin ich nun ein Hobby-Autor auf myStorys.de, und ich muss sagen, es hat sich seit dem viel getan und vieles davon war/ist gut.

76 Texte zähle ich nun bereits, die insgesamt fast viertausend mal gelesen wurden, eine Zahl die ich mir am Anfang nicht einmal zu träumen gewagt hätte. Ich erwartete eher, dass mich maximal fünf Leute lesen würden.

Seis drum! Es wurden mehr, und unter diesen fand sich auch der ein oder andere, den ich etwas mehr verfolgte als andere.

Auch entwickelte es sich zwangsläufig so, dass man etwas mehr über die anderen erfuhr und mit ihnen auch privat ins Gespräch kam.


Auf diese Weise ist nun schon ein ganzes Jahr vergangen, von dem ich hoffe, dass es anderen genauso viel Spaß gemacht hat wie mir und ich hoffe, dass uns noch viele solcher Jahre erwarten werden.

In diesem Sinne: "Auf ein weiteres!" und ein Dank und ein Lob an unseren Admin Lukas, dafür dass er dieses Forum geschaffen hat.

- Tobi -

Licht im Dunkel - Conny erinnert sich...

26.01.08

Ich sitze vor dem PC mit verweinten Augen. Gerade bin ich aus dem Spital gekommen, wo meine 54j. Mutter im Sterben liegt. Die Ärzte konnten nicht mehr helfen, die Zeit, wo ich mir noch Jahrzehnte mit meiner über alles geliebten Mutter vorstellte, schrumpfte auf Wochen, Tage, schmerzhafte Stunden und qualvolle Minuten.


Ich sitze also vor dem PC und habe keine Ahnung, was ich im Internet jetzt suchen soll. Denn bislang verfasste ich nur meine Geschichten für mich allein auf dem PC, und mit dem Internet kannte ich mich eh nicht so gut aus, geschweige denn, dass es sowas wie Schreibforen geben könnte.


Ich gebe die Worte "Buch schreiben" ein, weil das schon seit meiner Kindheit mein Ziel ist, einmal ein Buch veröffentlichen zu können. Dann gelange ich direkt und wie durch ein Wunder auf die Seite von myStorys!


Heute kann ich nur staunend den Kopf schütteln und sagen: myStorys ist und war für mich ein Geschenk des Himmels!
Damals waren MarianneK., FranziW2000, Phosphorkeule, Trollbär, Stella und natürlich der liebe Falk sowie der Horst viel für mich da. Mit ihren lieben Kommis und Wünschen haben sie mir mein schweres Herz tragen geholfen.


An einem Tag im Februar starb meine geliebte Mutter. Ich habe den Schmerz in vielen Gedichten verarbeitet, die ich fast alle wieder aus meinem Account gelöscht habe.

An einem Abend lud mich der Norbert (Phosphorkeule) zu einem Gedichteabend bei Lovedream-radio ein. Ich hatte damals Besuch und hörte nur halbherzig zu.

Beim nächsten Gedichteabend wo mich meine Freundin Karin Balmer (3Balmers jetzt Seelenflügel) dazu eingeladen hat, war ich dann im Chat anwesend und lauschte gespannt dem Moderator (Mondsucht Kim). Sein Lachen war wie Balsam für meine wunde Seele. Der Abend war für mich eindrücklicher gewesen, als ich es damals erst dachte.


Ich verdanke myStorys den Trost in meiner schlimmsten Trauerzeit, kostbare Freundschaften und wunderbare Autoren, die ich sehr gerne lese. Und das wundervollste: DIE LIEBE MEINES LEBENS, für die ich unendlich dankbar bin.


So führt das Schicksal uns auf Wege, auf denen man erst im Nachhinein mit der Zeit sieht, dass die zuerst verworrenen Puzzleteile ein wunderschönes Bild ergeben können.


Herzlichen Dank also auch dem Lukas, dem Erfinder von myStorys und meinem Schatz für Lovedream-Radio, wo wir uns das erste Mal getroffen haben!


Ich wünsche allen Mitgliedern weiterhin viele glückliche Stunden in diesem Forum, Trost und Halt, wenn nötig, und viele schöne Freundschaften. Und wer weiss, welche Geschichten hier noch alles entstehen werden!

Conny B.

Worum es geht... - Thiar erinnert sich...

Obwohl ich erst kurz bei mystorys bin, war diese kurze Zeit doch durchweg positiv. Selten fühlte ich mich in einem Forum so schnell als Teil eines größeren Ganzen, wie hier.

Als ich mich vor zweieinhalb Monaten registrierte, hatte ich eigentlich keine konkreten Erwartungen. Punkpoet, den ich kurz zuvor in seiner bürgerlichen Existenz kennen gelernt hatte, hatte mir von diesem Forum erzählt und ich war wohl in erster Linie neugierig auf das, was er so geschrieben hatte. Also registrierte ich mich und sah mich ein wenig um. Die Aufmachung wirkte schon mal ansprechend und die Auswahl an Texten war schon riesig. Vielleicht, so dachte ich mir, lohnt es sich ja sogar, öfter reinzuschauen, also nahm ich mir vor, die Sache erstmal eine Weile zu beobachten.

Während ich also noch die ersten Texte las – und von der hohen Qualität doch ein wenig überrascht war – bekam ich auch schon den ersten Eintrag in mein Gästebuch. Ein gewisser Lordkotz hieß mich willkommen im Chaos, dem Ort der Wahnsinnigen und - nun ja, ihr kennt ihn ja alle...

Na ja, dachte ich mir, immerhin heißt er mich willkommen und das ist doch sehr nett. Also ein Dankeschön in sein Gästebuch gepostet und dann erstmal sehen, was im Forum so los ist. Dort begegnete ich wieder dem Lord und musste feststellen, dass er nicht nur mich, sondern auch jeden anderen auf diese ihm eigene Art willkommen hieß. Und schon stellte sich das erste Gefühl der Zugehörigkeit ein. Auch andere hießen mich schnell willkommen, teils finster und bizarr, teils einfach freundlich und mit warmen Worten.


Schnell stellte sich heraus, dass, trotz aller Unterschiede, die Menschen die sich hier präsentierten, mehr als nur die Schriftstellerei gemeinsam hatten. Sie alle waren sehr kreativ, wenn auch oft ein wenig exzentrisch. Aber das letztere liegt wohl in der Natur der Sache. Und auch jene, die sich noch nach mir anmeldeten, bildeten keine Ausnahme. Sie alle wurden mit offenen Armen empfangen und wurden direkt ein Teil der Gemeinschaft.

So entschloss ich mich denn doch, einige meiner eigenen Texte einzustellen. Ich durchforstete mein "Archiv" und wählte zunächst einige Gedichte aus und später ein paar meiner Kurzgeschichten. Schnell kamen die ersten Kommentare und Bewertungen. Die meisten davon waren sehr positiv, aber eben nicht alle. Jedoch war die geübte Kritik nie negativ sondern ohne Ausnahme rein konstruktiv. Hinweise auf Fehler, oder Tipps, was man besser machen könnte.


Und das ist vielleicht das Entscheidende an mystorys: Der Austausch mit Gleichgesinnten, der es möglich macht, sich ständig zu verbessern. Das ist es, worum es geht...


Thiar

960 Tage - Olli erinnert sich...

960 Tage Mystorys???Wie ich hier her gekommen bin, weiß ich nicht mehr so genau, kann mich düster entsinnen, dass zwei Autorinnen, die Marianne K. und Luzi von Suomi mir dieses Forum ans Herz legten.??

Ihnen gefiel, soweit ich mich erinnere, die Tonlage in einem anderen Forum nicht, bzw. der liebe Stefan, aka. Dragonfly oder wie auch immer, machte damals Werbung im auserwählten Kreis für Autorinnen und Autoren dieses Forums. Scheinbar gehörte ich wohl dazu??

Erst, muss ich ganz ehrlich zugeben, war ich skeptisch. Zu jenen Tagen war ich bereits in 3 Schreiberforen angemeldet und war mir sicher, kein weiteres bedienen zu können. Außerdem war es ja immer wieder eine Herausforderung, in einem neuen Forum Fuß zu fassen.


Schließlich gab es den ersten längeren Crash des Forums mit der Zielscheibe. Vermeintlich war es dort aus. So meldete ich mich dann hier an und musste mich erst einmal an die andere Aufmachung gewöhnen. Ferner war mir die Sache mit den Coins und den Federn auch nicht wirklich klar. Was sind das für Coins? Augenscheinlich konnte ich mir dafür nicht einmal eine Tüte Murmeln auf den Fidschis kaufen, dennoch arbeiteten manche Fieberhaft daran, ihrer habhaft zu werden.

Zu meiner Verwunderung waren hier auf Mystorys sehr viele Autoren aus eben jenem anderen Forum. Einige schienen erfreut, andere wohl weniger. Na ja, ich hatte schon immer den Charme einer Dampframme und galt wohl als sowas wie ein Unruhestifter. Das wiederum, war mir vollkommen egal! Wenn jemand meinte, seine geistigen Elaborate öffentlich präsentieren zu müssen und die sind absolut Grütze, dann wurden die gereimten Geschichten, in satirisch ironischem Unterton gehalten, gerne mal als Kommentar drunter gesetzt.


Zwischenzeitlich zog ich mich auch ganz aus diesem Forum zurück. Das »Alle sind lieb auf- oder zueinander« ging mir, um ehrlich zu sein, teilweise ganz gehörig auf den Sack! Es rückte mehr und mehr in den Vordergrund... also das Knuddeln und Knutschen mein ich, nicht das mit Auseinandersetzen mit den Texten. Auch, weil die Zielscheibe wieder funktionierte, ward ich für einige Monate hier nicht gesehen.

In den anderen Foren, in denen ich aktiv war, plätscherte es so vor sich hin und schließlich crashte die andere große Plattform dauerhaft, so das ich mich besann, hier ja auch angemeldet zu sein.

Langsam aber sicher setzte ich mich mit diesen Coins, diesen Federn und all den anderen ungewohnten Dingen auseinander. Wie ich bereits am Anfang bemerkte, tummelten sich hier sehr viele bekannte Gesichter, teilweise in neuem Format, will heißen unter anderem Namen, aber ich kannte sie bereits aus anderen Foren. So fiel die Eingewöhnung nicht sonderlich schwer.

Manch Autorinnen und Autoren lud ich auf diese Plattform ein, die mir mehr und mehr zu gefallen begann. Das waren Himmelskind, Morgan le Frey, the painless, Blackangel666, Endprophetia und Frauke. Einige davon sind geblieben und wurden Teil der Gemeinschaft. Andere sind wieder gegangen. Einige, denen ich den Tipp gab, meldeten sich auch von selbst an, ohne den Umweg über den Werbelink.

Kennen gelernt? Hm, ich habe viele »Freundschaften« geschlossen, im laufe der 960 Tage. Jeden einzeln zu benennen, wäre zu langweilig, glaube ich. Die Leute kamen und gingen. Manch einer, mit dem ich gut klar kam, wendete sich ab und andere nahmen ihren Platz ein. Fast wie der Kreislauf des Lebens, nur dass es ein virtueller Mikrokosmos war.

Letztlich gefällt mir dies Plattform ganz gut, sonst wäre ich auch nicht so aktiv hier. Es war nicht eben Liebe auf den ersten Blick, aber auf den dritten.

Phosphorkeule holt aus! - Norbert erinnert sich...

Schreiben als Druckabbau?
Könnte schon gut möglich sein!
Mal abgesehen von den paar tausend Seiten, die ich in der Schule schrieb, einigen Bewerbungen, gaaaaaanz wenigen Liebesbriefen (denn ich habe meine Frau schon mit 19 Jahren kennen gelernt, also war „GOTT SEI DANK“ die Baggerei übers Papier eh nicht nötig), ein paar Anträgen auf Arbeitslosengeld sowie diversen Einkaufszettelchen für den Baumarkt und den Lebensmittelladen um die Ecke, hatte ich mit der Schreiberei bis 1989 nicht sehr viel am Hut.

An irgendeinem Samstagabend im Jahr 1988, meinte ein damaliger Kumpel von mir, dass er seine Verlobte mitten auf einer Kreuzung verprügeln müsse, nur weil sie es nicht ganz so toll fand, dass er noch mit mir eine Kneipentour machen wollte. Und da ich direkt daneben stand, versuchte ich den Streit natürlich zu schlichten (ich Idiot), indem ich mich zwischen beide stellte und seine Schläge der Frau gegenüber abfing (ich Blödmann).
Mein (bis zu diesem Zeitpunkt) Kumpel (und danach nie wieder) fasste es als einen Angriff auf und binnen kürzester Zeit entwickelte sich eine saftige Prügelei mit dem halben Ortsteil, denn auch andere Leute meinten, sich einmischen zu müssen.

Schon nach ein paar Minuten sah es auf der Kreuzung aus, als hätte dort ein Tornado gewütet, denn es ging so einiges zu Bruch. Drei Tage später lag zu meinem Erstaunen eine Anzeige wegen schwerer Körperverletzung in meinem Briefkasten und es kam natürlich zu einer Gerichtsverhandlung.
Tja, was soll ich nun sagen? Die Frau, die ich noch ein paar Tage zuvor beschützt hatte, sagte gegen mich aus und da ich es nicht für nötig hielt, einen Rechtanwalt zu beauftragen, bekam ich es lang und schmutzig.
Schuldig in allen Punkten! Die Kosten für Schmerzensgeld, Gericht und die Sachbeschädigungen auf der verwüsteten Kreuzung durfte ich komplett tragen, was viele, viele tausend DM bedeutete.
Zu allem Überfluss versäumte ich wegen eines Wohnungswechsels und des Einstiegs in einen neuen Berufszweig knapp ein Jahr später die Ratenzahlungen ans Gericht zu bezahlen und somit wandelte sich meine Bewährungsstrafe in eine kurze Haftstrafe um.

In diesen sechs Wochen schrieb ich so viel, wie noch nie in meinem Leben zuvor und meine bessere Hälfte bewahrte all meine Briefe sorgfältig in einem Schuhkarton (s) auf.
Zu diesem Zeitpunkt flackerten zum ersten Mal in meinem Leben meine (un)talentierten Schreibkünste auf, doch dies sollte vorerst nur von kurzer Dauer sein.
Anfang 2002 entschloss ich mich nach jahrelangem Aufschieben dazu, meine Kellerräume aufzuräumen, die bis unter die Decke voll gestapelt waren. Dabei stieß ich auf den Schuhkarton, den meine Liebste aufbewahrt hatte.
Meine weiteren Aufräumaktionen verschoben sich daraufhin um einige Zeit, denn all die lieben Briefchen mussten doch erst mal gelesen und die alte Zeit Revue passiert werden lassen.
Auch zu diesem Zeitpunkt meines Lebens lebte ich nicht gerade sorgenlos, denn ein ständiger Unruhestifter, der in meinem unmittelbaren Umkreis wohnte, machte mir mit seinen Lügen die er über mich erzählte, das Leben zur Hölle.
Dumm war, dass es ihm gelang, eine ganze Menge meiner Mitmenschen und Freunde auf seine Seite zu ziehen. Ich erlebte Charaktereigenschaften von Menschen, denen ich so manches Mal aus dem tiefsten Dreck geholfen hatte, die ich mir niemals vorher hätte vorstellen können.
Zahlreiche anonyme Anrufe mit flüsternden Stimmen, die uns beleidigten, Morddrohungen, Sachbeschädigungen in unserem nahe gelegenen Garten, Fahrräder wurden uns geklaut, unsere Kinder ignoriert und vieles, vieles mehr.
Ich war in meinem damaligen Ortsteil bekannt wie ein bunter Hund und wurde nicht selten auf den Tod gehasst. Der Lohn meiner Ehrlichkeit und Hilfsbereitschaft war der, dass ein Lügner dafür sorgte, dass man mich in der Gesellschaft zu einem Außenseiter machte.
So nach und nach zog ich mich von meinem Umfeld zurück und schrieb all meinen Seelenschmerz den meine Mitmenschen mir zufügten, in Tagebüchern nieder. In vier Jahren brachte ich es dabei auf knapp 1000 DinA4 Seiten, aus denen irgendwann in den nächsten Jahren ein hammerstarkes Buch entstehen wird dessen voraussichtlicher Titel „Tatort Nachbarschaft - denn Sie wissen was Sie tun!?“ sein soll.

Jetzt hatte ich den Salat? da ich mich nun völlig zurück zog, gab ich meinen Peinigern noch mehr Gelegenheit, mich durch den Dreck zu ziehen, denn ich wehrte mich kaum noch gegen die Anschuldigungen und sie nutzten das gnadenlos aus. Es passierte sogar, dass Menschen die mich am Fenster stehen sahen, mir ihren Stinkefinger zeigten. Ging ich mal auf eine Party, kannte irgendwer mich immer. Ich fühlte mich in dieser Zeit wie ein Mensch, der die schwarze Pest am Körper trug, wollte ich mich zu den Anschuldigungen äußern, winkte man einfach ab und drehte sich weg.

Dann plötzlich sollte eine Woche kommen, die mein Leben veränderte. Mein Vater, der zu diesem Zeitpunkt (Februar 2002) schon ein paar Jahre Rentner war, rief mich an und beklagte sich wieder einmal schmunzelnd über die Hausarbeit, denn wir beide saßen schließlich in einem Boot, da auch ich zu dieser Zeit seit sechs Jahren zu diesem Job verurteilt war. Mein Vater lud mich zu einem kleinen Wettbewerb ein, und zwar ein Gedicht über die Leiden des Hausmannes zu schreiben und somit wurde mein erstes Gedicht geboren.

Zwei Tage später besuchte mich ein alter Freund, der sich kurz vor dem Valentinstag mit seiner Frau in einer kleinen Krise befand und wir suchten nach einer Lösung dieses Konfliktes.
Da gab es nur eine Lösung! Als WELTUNBEKANNTESTER Autor mit einer Schreiberfahrung von genau einem Gedicht schlug ich ihm vor, einen schönen Reim zu schreiben. Ich bastelte ein fürchterlich nettes Werk zusammen, welches die Krise der Beiden prompt beendete, was für mich in dieser schweren Zeit natürlich ein voller Erfolg war.

Einen weiteren Tag später hörte ich in unserem Lokalradio „Herne 90-8“ von einem Lyrikwettbewerb zum Valentinstag. Jetzt, mit der Erfahrung von ganzen zwei Gedichten, konnte doch eigentlich nichts mehr schief gehen! Und so schrieb ich mein erstes offizielles Gedicht „Der größte Stern“, welches zwar nicht zu den drei Top-Gedichten gehörte, es aber immerhin auf den fünften Platz schaffte. Das Gedicht wurde am Valentinstag im Radio gesprochen und meine Frau durfte sich zudem einen wunderschönen Blumenstrauß von einem der bekanntesten Blumenläden unserer Stadt abholen.

 


Der größte Stern

Auch wenn ich‘s Dir schlecht zeigen kann,
Du bist für mich der größte Fang.
Du gibst mir Liebe und viel mehr,
und darum mag ich Dich so sehr.

Gibst mir die Kraft, die ich oft brauch,
denn ohne Dich wär ich nur Rauch.
Hast viel Verständnis jeden Tag,
auch wenn ich oft am Boden lag.

Drum muss ich Dir jetzt eines sagen,
ich liebe Dich an allen Tagen.
Du bist mein Glück, ich hab Dich gern,
Du bist für mich ?Der größte Stern?.

© Norbert van Tiggelen




Eine gerettete Ehe, einen Blumenstrauß und meinen Namen im Radio gehört zu haben, waren die ersten Erfolge meiner ersten Woche als Autor.

Das war es doch gewesen! Ich lernte endlich eine Möglichkeit kennen, den Leuten da draußen zu zeigen, dass ich nicht der Buhmann war, zudem man mich seit Jahren machte und ich nutzte sie.
Ein alter Freund hörte zufällig die Valentinstag-Radiosendung und vernahm meinen Namen, woraufhin er mich ein paar Tage später anrief und mich um Rat fragte.
Er beklagte sich über die Hundebesitzer, die achtlos ihre Hunde vor seinem Haus „käckeln“ ließen und ob ich mir irgendwas einfallen lassen könnte.

Für einen Autor mit nun drei Gedichte Berufserfahrung ein Kinderspiel und so wurde das Gedicht „Der Haufenfeind“ geboren.


„Der Haufenfeind“

Der Hund, der steht im Allgemeinen,
fest und sicher auf vier Beinen.
Sind‘s beim Männchen nur noch drei,
ist er meist beim Pinkeln bei.
Bückt er sich mit hohem Nacken,
fängt er meistens an zu kacken.
Schwellen dann die Augen an,
wächst der Haufen schnell heran.
Rutscht einmal ein Kind drauf aus,
freut sich Mutti nicht zu Haus.
Drum pass auf deinen Hund gut auf,
sonst folg ich ihm im Dauerlauf.
Und sollte er mich dann noch beißen,
werd ich dir den Arsch aufreißen.
Diesem Reim, den schrieb mein Freund,
ein riesig großer Haufenfeind!

© Norbert van Tiggelen

Dieses Gedicht mit schwarzer Schrift auf gelbem Untergrund, als Warnschild ausgedruckt, einlaminiert und an den Gartenzaun geheftet, brachte durchschlagenden Erfolg, denn kaum ein Hundebesitzer ließ seinen Hund noch vor dem Haus meines Freundes kacken und er war hochzufrieden.

Oder auch nicht?

In der Anfangszeit nervte meinen Kumpel gewaltig, dass die Hundefreunde nachts mit lautem Lachen das Gedicht lasen, oder es mit ihrer Kamera fotografierten. Manche schellten sogar bei ihm an und wollten wissen, bei wem sie es erwerben konnten. Ich hatte es also mit ein paar Reimen geschafft, meine Mitmenschen zur Einsicht zu bringen und dasselbe wollte ich nun in meinem Umkreis auch schaffen.
Da ich ein relativ humorvoller Mensch bin, schrieb ich am Anfang über Dinge, die nicht unbedingt der Inhalt von normalen Tagesgesprächen sind.
Meine Themen waren Hundescheiße (siehe oben), Eiterpickel, ein Quicky im Hausflur, in Rente gekommene Prostituierte, Charakterschweine und und und.

Im Jahr 2006 betrat ich nach langem Betteln meiner Tochter zum ersten Mal das Internet, machte mich auf die Suche nach einem geeigneten Schreibforum, wo ich meine nun etwa 100 Gedichte veröffentlichen konnte und stieß schließlich auf das Forum „Schreibart.de“.

Auf Grund dessen, dass ich knapp 30 Jahre lang CB-Funker war und mit dem Rufnamen „Phosphorkeule“ einen relativ großen Bekanntheitsgrad im Äther hatte/ habe, loggte ich mich auch unter diesem Namen bei Schreibart ein.
Alleine nur dieser urkomische Name zog die Massen wie ein Magnet auf meine Gedichte, und da sie relativ unterhaltsam und humorvoll waren, hatte ich in kürzester Zeit viele, viele Stammleser. Schon nach knapp einen Monaten Zugehörigkeit brachte ich es innerhalb von vier Stunden, nachdem ich ein Gedicht veröffentlicht hatte, auf 600 Klicks und mehr.

Ich hatte das Talent, Menschen gut unterhalten zu können und meine Statements zu anderen Gedichten waren stets humorvoll. Aber wenn es drauf ankam, auch ernst und durchdacht. Meine hochgeschätzte Freundin „Marianne K.“ sowie „Hausmann- Roland“, „Rajymbek- Roland“, „Sonnenschein- Heike“, „Mondnebel- Sascha“ sowie der damals erst dreizehnjährige „Teuflische Engel“ gehörten zu meinen ersten Autorenfreunden, dessen Umgang ich niemals bereut habe.

Wie es natürlich kommen musste, sorgte ich für Neider, denn manch ein populärer Autor versank neben meinen Leserklicks und so kam es, dass mich ein paar Leser sowie Autoren öffentlich mit „Chef von Schreibart“ anredeten, was mich fuchsteufelswild machte, weil ich so etwas nie wollte.
So nach und nach zog ich mich von diesem Forum trotz großer Leserzahlen zurück und eines Tages kam es dazu, dass mich „Hausmann- Roland“ auf „Mystorys“ aufmerksam machte.
Ich befolgte seinen Rat und schaute mir dieses brandneue Forum an, (22. Februar 2007), in dem erst knapp über 60 Autoren vertreten waren.
Wieder erschien der Name „Phosphorkeule“ und das Gedicht „Der Haufenfeind“ war das erste, welches ich hier veröffentlichte. Die ersten Kommentare waren in diesem neuen Forum alles andere als positiv, denn es gab da ein paar Autoren, die den Inhalt dieses Gedichtes nicht richtig verstanden, denn schließlich ging es mir nur um den unachtsamen Hundebesitzer und NICHT um das Tier.
Neben negativen Kommentaren gab es auch nur höchstens eine 3-Sterne-Bewertung und somit war mein Einstand hier völlig daneben.

Als dann auch noch die Gedichte „Charakterschwein“ und „Mein Freund der Pickel“ folgten, war der Stinkstiefel von „Mystorys“ geboren:

Charakterschwein

Gelbes Schmalz quillt aus den Ohren,
Schweiß läuft stinkend aus den Poren,
die Haare sind so stark am Glänzen,
Körperpflege tu ich schwänzen.

Fußnägel so lang wie Dolche,
Läuse krächzen laut wie Molche,
die Hornhaut, sie ist knüppelhart,
die letzte Mahlzeit klebt im Bart.

Mein Kragen ist mit Schuppen voll,
der Tiger- Tanga riecht ganz doll,
Löcher schmücken meine Zähne,
auf dem Rücken klebt die Mähne.

Dicke Pickel prall getränkt,
der Eiterduft im Hemde hängt,
die Kopfhaut, sie steht nicht mehr still,
der Läusestamm die Frischluft will.

Trotz allem bin ich rein und gut,
das bleib ich auch mit ganzem Mut
schaut erstmal in mein‘ Kopf hinein,
denn ich bin kein Charakterschwein.

© Norbert van Tiggelen


„Mein Freund der Pickel“

Von Zeit zu Zeit, kommt‘s bei mir vor,
da steht was ab, so wie ein „Rohr“.
Doch ist es nicht, dass was Ihr denkt,
es ist ein Pickel, prall getränkt.

Wo kommt denn dieses Ding bloß her,
die Antwort hier drauf, fällt nicht schwer.
In meinem alten „Stinkebett“,
finden‘s die Zecken richtig nett.

Am Fußend, direkt unterm Laken,
treffen sich die Kakerlaken,
beißen sie sich in mir fest,
gibt‘s ein neues „Pickelnest“.

Und dann schon, nach ein paar Tagen,
kann ich das Geschwür kaum tragen.
Sitz ich dann am Mittagstisch,
macht es plötzlich ganz laut „zisch“.

Völlig hilflos stell ich fest,
ist aufgeplatzt mein „Eiternest“,
und als ob das nicht schon reicht,
des Nachbars Suppe ist gebleicht.

Jetzt macht Er seinen Löffel voll,
und ich denk, ach ist ja toll,
schon bald, da sieht der neben mir,
so alt aus, wie ein Krustentier.

Voller Stolz kann ich dann sagen,
muss ich nicht alleine tragen,
Mode gibt man eben weiter,
erst recht ein Pickel, mit viel Eiter!

© Norbert van Tiggelen


Trotz (oder vielleicht genau wegen) dieser doch etwas schmierigen, unappetitlichen Gedichte, brachte ich es auch hier auf sehr gute Leserzahlen und ich hatte auch hier, wie schon immer im Leben das Ziel, an die Spitze zu gelangen, woraus ich NIEMALS ein Geheimnis machte und es offen zugab, was mir nicht selten den einen oder anderen Nicht-Möger bescherte. (Wer oben steht, der wird gelesen, so ist das nun mal).

Meine erste Buchveröffentlichung sollte nun kurz bevor stehen (2007), denn es wurde von verschiedenen Autoren HAUPTSÄCHLICH VON TROLLBÄR-DETLEV und dem Verlag „Art of Arts“ das Projekt „Our Story - der Beginn eines Traums“ ins Leben gerufen, an dem ich teilnehmen durfte.
Als ich mein erstes Buch endlich in den Händen halten durfte, fühlte ich mich fast wie ein Weltstar - einen über den die ganze Menschheit redet ;-).
Natürlich machte ich in meinem Umfeld nun mächtig Werbung dafür, dass ich in einem Buch zu lesen war und besonders in diesem Wohnviertel war es ein Kinderspiel, dass es in kürzester Zeit fast jeder wusste.
Wieder hatten die Menschen einen Grund mehr gefunden, über mich zu reden, aber was war plötzlich los?
Da gab es doch auf einmal Leute, die schon immer fest an mich geglaubt und mich niiiiiemals für einen schlechten Menschen gehalten hatten.
Plötzlich erzählte man mir, wer Böses über mich geredet hatte und der Eine schob die Schuld auf den Anderen - komische Menschheit irgendwie.

Da ich nun Lunte gerochen hatte, versuchte ich, meinen Leserkreis natürlich zu vergrößern. Ich musste dafür aber eine Stilrichtung in Kauf nehmen, denn ich bemerkte immer wieder, dass meine Gedichte nur belächelt wurden. Der Tag der Wende kam, als ich das Gedicht „Der jüngste Tag“ schrieb...


„Der jüngste Tag“

Wenn Henker sich um Seelen sorgen,
der Mond aufgeht am frühen Morgen,
die Wahrheit ein Grund dafür ist,
dass man einen Freund vergisst.

Wenn Meere nur noch Salz besitzen,
Sportler Kraft in Adern spritzen,
wenn Waffen nur noch dafür sind,
als Spielzeug für das brave Kind.

Wenn Ehen nicht mehr lange halten,
Kredithaie das Geld verwalten,
Deine Nachbarn sind geklont,
und sich das Leben nicht mehr lohnt.

Wenn Menschen sich für Nahrung töten,
bei einem Mord nicht mal erröten,
der Satan laut nach Fairness schreit,
dann ist der jüngste Tag nicht weit!

© Norbert van Tiggelen

Mit meinen sozialkritischen Gedichten, die ich jetzt etwa seit zwei Jahren schreibe, berühre ich die Menschen mit einer ganz anderen Art, als früher mit den Schmuddeltexten. Meine aktuellste Buchveröffentlichung ist die zehnte und trägt den Titel „Sechs vor zwölf“.
Meine Gedichte hängen in Arztpraxen, Rechtsanwaltskanzleien, Ämtern, Polizeiwachen, Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern, Altersheimen, schmücken gelegentlich Zeitungen und Kirchenblätter und auch Kataloge. Sie werden gelesen in verschiedenen Webradios, Altersheimen, bei Busfahrten verschiedener Reiseunternehmen und sogar während mancher Kirchenmesse.
Und warum das alles?
Weil mein Paps mich irgendwann mal zu einem Schreibduell herausgefordert hatte und ich immer gewinnen, bzw. ganz oben stehen will, aber so bin ich nun eben. Ein Stehaufmännchen, das niemals aufgibt und für das Gute sowie die Gerechtigkeit kämpft.

Euer Norbert (van Tiggelen)

Ps.: Meine lieben Mitmenschen mögen mich seit einem Jahr auch (fast) alle wieder, komisch was? ;-)

Der Melanchom - Luzifer erinnert sich...

Ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen... Alles Quatsch. Wer kann sich schon wirklich nach so langer Zeit an jeden kleinen Mist erinnern?! Doch ich will es wenigstens versuchen.

Vor nunmehr einem Jahr war ein großer Melanchom unter weiblichen Gestalten gefangen. Ob nun auf der Arbeit oder in der Schule. Die Arbeit war noch erträglich, doch waren die weiblichen Wesen von minderem Intellekt. Der Melanchom fühlte sich in seinem Element. Er hatte nicht nur grundlos was zu maulen, sondern konnte überall einen realen Ansatz finden.

Doch schnell erkannte er, dass es doch unter diesen Gestalten evolutionäres Leben gab. Zwei der weiblichen Gestalten hatten ein Bündnis mit dem Melanchom geschlossen. Sie würden ihn in den Wahnsinn zu treiben versuchen und er würde passiven Widerstand praktizieren. Das System funktionierte. So verging die Zeit, bis der Melanchom aus den Gesprächen der anderen Zwei entnahm, dass sie auch den letzten Schritt in der Entwicklung machten und der Schreibkunst frönten. Er war neugierig, doch seine Natur war es, auch die Neugier zu ignorieren. Er lauschte ein wenig den Wortfetzen der Bündnispartner und hatte so schon viele Informationen erhalten.

Auf einer Seite wurden die Werke anderen Leuten zur Beschau vorgesetzt. Er wurde gefragt, ob er nicht auch sich dazugesellen will, aber der Melanchom an sich ist Einzelgänger und verweigert erst einmal alles, was nach längerer Gesellschaft aussieht. Doch er fühlte sich daran erinnert, dass auch er vor langer Zeit den lyrischen Ergüssen in seiner Kinderphase verfallen war. Die Werke gab es natürlich schon längst nicht mehr, denn sie alle wurden ohne Ausnahme vernichtet. Doch gab es neue, die jüngster Zeit entsprungen waren. Er bat eine der Trommelfelldurchbrecherinnen, sich doch diese mal anzusehen. Er wollte nicht wissen, ob sie gut waren, sondern einfach nur, was dieses mittlerweile doch lieb gewonnene Wesen darüber dachte. Die Meinung ließ aufgrund technischer Probleme auf sich warten. Doch der Melanchom war zu der Zeit noch mit dem Gedächtnis eines Elefanten gesegnet und wählte einfach die vielerwähnte Seite an.

Er war doch recht überrascht, wie viele Menschen dem Schreibwerk verfallen waren, doch war dies auch schon alles. Der Drang, sich dazu zu gesellen wollte nicht erwachen, aber ein geliebtes Hobby des Melanchoms war die Kritik und der Wortaustausch der gehobenen Art. Und hier hatte er Gelegenheit, sich in Beidem auszulassen.

Die Anmeldung erfolgte erst einmal ohne die Kenntnis der zwei Grazien, welche er aber schnell informierte. Luzifer war erneut geboren. Wieso dieser Nickname? Der Melanchom wollte dem Ehre zu Teil werden lassen, den er aufs Tiefste verehrte. Vor allem aber auch deswegen, weil jeder diese Verehrung ohne Erklärung falsch auslegen würde. Die erste Kontaktaufnahme war so garantiert. Natürlich hielt sich der Melanchom erst einmal an die Bekannten. Aber schnell fand er Gefallen an anderen Titeln, wodurch auch seine Lust entfacht war. Geschichten waren ihm zu diesem Zeitpunkt noch zu umständlich. Die Zeit lohnte nicht. Aber Gedichte waren auch kleine Geschichten, woran er sich austobte. Seine Werke fanden bei einigen Wenigen Gefallen und auch er fand recht schnell einige lohnenswerte Geschichten. Der interne Chat der Seite wurde dann in den Arbeitspausen zum Austausch benutzt und so wuchs auch das Interesse des Melanchoms. Er hatte genug gesehen. Er wollte bei den größeren Fischen mitmischen. Nein, nicht denen, die schon Geschichten auf Papier gebannt haben oder denen, die die Spitze so eisern verteidigten, sondern bei denen, die eindeutig zu tief in den Brunnen der Sprache und zu oft in die Ideenflamme geblickt hatten. Doch gab es ein Problem. Die erhofften Zerschmetterungen seiner Werke blieben aus. Nur Lob und vorsichtige Äußerungen trafen seine Werke. Wie sollte er so je dazu lernen. Der Melanchom war in seinem Element. Er war down.

Er fand es schnell raus. Er musste sich die harten Knochen suchen und sie auf sich aufmerksam machen. Es mussten nicht einmal viele sein. Zwei bis drei von dieser Sorte waren mehr Gold wert, als ein ganzes Lobesheer. Er fand sie und wagte sich an viele Geschichten, die das eine oder andere Mal mehr Experimente waren, als wirkliche Planung. Er fühlte sich geborgen.

Nachdem die Seite dann noch ein neues Kleid verpasst bekam, entdeckte der Melanchom noch zusätzlich das Radio für sich. Dort konnte er sich hin und wieder in sinnlose und nicht minder krankhafte Gespräche flüchten.

Geschichten, Gedichte, Gespräche, Musik, Wettbewerbe und ein Schlagabtausch mit Worten nach dem Anderen. Ich bereue nichts.

Luzifer, der Melanchom

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Hörbuch

Über den Autor

PhanThomas
Ich bin PhanThomas, aber Leute, die mich kennen, dürfen mich auch gern Thomas nennen. Oder ach, nennt mich, wie ihr wollt. Denn ich bin ja ein flexibles Persönchen. Sowohl in dem, was ich darzustellen versuche, als auch in dem, was ich schreibe. Ich bin unheimlich egozentrisch und beginne Sätze daher gern mit mir selbst. Ich bin eine kreative Natur, die immer das Gefühl hat, leicht über den Dingen zu schweben - und das ganz ohne Drogen. Man trifft mich stets mit einem lachenden und einem weinenden Auge an. Das scheint auf manche Menschen dermaßen gruselig zu wirken, dass die Plätze in der Bahn neben mir grundsätzlich frei bleiben. Und nein, ich stinke nicht, sondern bin ganz bestimmt sehr wohlriechend. Wer herausfinden will, ob er mich riechen kann, der darf sich gern mit mir anlegen. ich beiße nur sporadisch, bin hin und wieder sogar freundlich, und ganz selten entwischt mir doch mal so etwas ähnliches wie ein Lob. Nun denn, genug zu mir. Oder etwa nicht? Dann wühlt noch etwas in meinen Texten hier. Die sind, äh, toll. Und so.

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Kornblume Hallo Phan Thomas,
ein tolles Buch über das Suchen, Finden und Zusammenschreiben einer Gruppe von Menschen, die das Schreiben nicht nur als Hobby betreiben sondern bei denen es zur Leidenschaft wurde. Der Ein oder die Andere sind immer noch dabei oder?
Für mich als Leser-und Schreiberin, die auch schon seit 2012 hier bei my storys dabei ist, ein spannender Rückblick und Motivation zum Weitermachen.Hier ist im Moment bei mystorys ein bisschen der Wurm drin. Ich hoffe, das gibt sich wieder.
Ich sende Dir ein Lächeln und herzliche Grüße, die Kornblume
Vor ein paar Monaten - Antworten
AngiePfeiffer Okay - so war das damals ...
wie ist es jetzt
Vor ein paar Monaten - Antworten
sugarlady Ich habe dieses tolle Buch, jetzt erst entdeckt.
Ich bin auch bereits 8 Jahre dabei.
L.G. Andrea
Vor ein paar Monaten - Antworten
Apollinaris Guter netter und nebenbei informativer Cooptext einfach! Gern nochmals drin geblättert und weiter Favorit. :-)

2016 schreiben wir jetzt; nun dann dürftens bei mir auch schon über 10 Jahre mindestens an Mystorysmitgliedschaft sein. *denk*
>>Maximinimum! ;-) *denk*
Vor langer Zeit - Antworten
EagleWriter Immer wieder nett zu lesen
Vor langer Zeit - Antworten
PhanThomas Und offensichtlich wieder brandaktuell, dem neuen MyStorys sei dank. :-D

Gruß
Thomas
Vor langer Zeit - Antworten
EagleWriter Es sind plötzlich jede Menge alter Texte wieder aufgetaucht.
Wüsste ja gerne mal, nach welchen Faktoren jetzt die Texte auf der Startseite sortiert werden ,, Relevanz" is irgendwie recht Schwammig.
Vor langer Zeit - Antworten
PhanThomas Das habe ich mich auch schon gefragt. Aber solange die eigenen Texte »Relevanz« haben, ist mir das eigentlich wurscht. ;-) Nee, es würde mich tatsächlich schon mal interessieren, wonach da entschieden wird.
Vor langer Zeit - Antworten
Apollinaris Ja, lang lang ist`s her das ich hier reingeschneit bin und mich festgesetzt hab *nostalgisch seufz*. :-)

Simon
Vor langer Zeit - Antworten
PhanThomas Darf man gar nicht dran denken, wie die Jahre ins Land ziehen, was?

Gruß
Thomas
Vor langer Zeit - Antworten
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