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So schreiben wir! - Update: Jetzt neu mit LadyLy an Bord! ;-)

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"So schreiben wir! - Update: Jetzt neu mit LadyLy an Bord! ;-)"
Veröffentlicht am 05. August 2009, 120 Seiten
Kategorie Sonstiges
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Ich bin PhanThomas, aber Leute, die mich kennen, dürfen mich auch gern Thomas nennen. Oder ach, nennt mich, wie ihr wollt. Denn ich bin ja ein flexibles Persönchen. Sowohl in dem, was ich darzustellen versuche, als auch in dem, was ich schreibe. Ich bin unheimlich egozentrisch und beginne Sätze daher gern mit mir selbst. Ich bin eine kreative Natur, die immer das Gefühl hat, leicht über den Dingen zu schweben - und das ganz ohne Drogen. Man ...
So schreiben wir! - Update: Jetzt neu mit LadyLy an Bord! ;-)

So schreiben wir! - Update: Jetzt neu mit LadyLy an Bord! ;-)

Beschreibung

Uns alle verbindet unser gemeinsames Hobby. Wir alle schreiben Gedichte, Geschichten, verfassen Essays oder kreieren eigene Textgattungen, wenn uns der Sinn danach steht. Und doch geht bei aller Gemeinsamkeit ein jeder anders vor, wenn er die Muse bemüht... In dieser Sammlung berichten MyStorys-Mitglieder über ihr Schreibhandwerk. Mal unterhaltsam, mal ausgefallen, mal sachlich, soll diese Sammlung jeden neugierigen Leser zum gemütlichen Stöbern einladen. Und wer weiß? Vielleicht hat ja der ein oder andere ein kleines Aha-Erlebnis. Ach ja, eine kleine Anmerkung noch: Weitere Beiträge fleißiger Autoren werden natürlich jederzeit gern angenommen und hier ergänzt!

So schreibt PhanThomas

Ein Text über das Schreiben selbst ist ja immer so eine Sache. Wie zieht man sein Geschwätz so auf, dass irgendjemand das ganze Gerede interessant findet und tatsächlich liest? Schließlich wird hier keine unterhaltsame Geschichte erzählt, die bei Kaffee und Kuchen auf der Terrasse oder ein, zwei Fluppen und einem Glas Johnny Walker zum Nachspülen genossen werden kann. Daher will ich auch gar nicht allzu sehr abschweifen - schließlich gibt es genügend Bücher über das Schreiben - und stattdessen einfach nur einige Zeilen lang darüber fabulieren, wie ich selbst vorgehe, wenn ich einen Text, ganz gleich welcher Art er sein mag, ersinne.


Am Anfang war die Idee.

Ohne Wasser kann man schlecht kochen, nicht wahr? Also unabhängig davon, ob man selbst überhaupt kochen kann oder ob man die angebrannten Nudeln regelmäßig vom Boden des Topfes schaben muss, benötigt man zuallererst einmal diese Grundsubstanz. Das Wasser ist beim Schreiben selbstverständlich die Idee. Ideen für Geschichten finden sich überall, wenn man ein wenig aufmerksam durch den Tag geht. Mal ist es die seltsam anmutende Person in der U-Bahn, die sich verhält, als wollte sie verbergen, dass sie gerade einen Menschen verspeist hat. Mal sind es skurrile Situationen, die man nebenbei beim Einkaufen mitbekommt (Streitereien um den letzten 0,1-Prozent-Fett-Joghurt im Sonderangebot etwa), und manchmal ist es eben einfach nur ein Gedankenfetzen, der mit Schallgeschwindigkeit vorbeigaloppiert kommt und den man festhalten muss, damit er nicht unbeschwert für immer und ewig von dannen zieht. Mir selbst kommen die besten Ideen übrigens tatsächlich entweder im Bad (Ich gebe es ja zu, zumeist auf dem Klo.) oder beim Lauftraining. Will man sich nämlich nicht auf die schmerzenden Beine oder die pfeifende Lunge konzentrieren, sollte man sich ganz schnell ein gemütliches Sitzeckchen irgendwo in seinem Gedankencafé suchen. Mit ein wenig Glück liegen auf dem imaginären Tisch jede Menge bunter Bilder, aus denen sich eine hübsche Geschichte zusammenspinnen lässt. Das ist auch schon das ganze Geheimnis: abwarten und zuschlagen, wenn die Beute in Reichweite ist. Auf Brainstorming oder ähnlich systematische Art der Ideenfindung gebe ich überhaupt nichts.


Das Erotische beim Kochen ist das Zubehör…

… singt mein Lieblingskabarettist Rainald Grebe in einem seiner Lieder. Da ich beim Kochen war, will ich diesen Faden noch ein wenig weiterspinnen. Schon mal versucht, das kochende Wasser umzurühren, wenn man nichts als seine eigenen Finger zum Umrühren im Haus hat? Tut weh, oder? Und wie beim Kochen ist auch beim Schreiben das Zubehör ungeheuer wichtig. Ich meine nicht Zettel und Stift. Von mir aus könnt ihr eure Geschichten auch in Stein meißeln oder mit quietschender Kreide auf Schiefertafeln krakeln. Ich selbst bevorzuge entweder meinen PC oder den Mac zum Schreiben – kommt immer darauf an, ob mein Hintern gerade gern einen Schreibtischstuhl oder doch lieber eine Couch als Sitzunterlage präferiert. Nein, mit Zubehör meine ich das Drumherum: In erster Instanz ist das Musik. Sie ist der Katalysator und der Antrieb zugleich. Ohne Musik geht bei mir gar nichts. Ich schreibe keine Texte, wenn mich die göttliche Stille der Wahrhaftigkeit, gewürzt mit dem Ticken der Uhr an der Wand, umweht. Die Wahl der Lieder kann dabei ausschlaggebend für den späteren Tonfall der Geschichte sein. Als Beispiel möchte ich meine Geschichte „Die Hölle vom 17. August“ heranziehen. Die gesamte Geschichte entstand  zu den Klängen von Metallicas „... And Justice For All“. Die Erzählung beinhaltet beispielsweise die Wanderung durch den Dschungel Vietnams mit anschließendem Feuergefecht. Zu diesem Teil passte klanglich und thematisch hervorragend das gute, alte „One“. Ein weiterer Teil wird von Lovecraft’schem Horror getragen und entstand unter den düster hämmernden Gitarren des bitterböse klingenden „Eye Of The Beholder“. Ihr merkt, Musik ist der Zaubertrank des Schreibgalliers.
 
Weiterhin schreibe ich nur ungern, wenn ich keine heiße Tasse Kaffee zur Hand habe, die ihr feines Aroma im Zimmer verbreitet und dafür sorgt, dass ich wach und bei der Sache bleibe. Man kann es mit dem Koffein sicher auch übertreiben, denn ein Zappelphilipp wird an allem möglichen herumwuseln, jedoch sicher nicht mehr an der Tastatur. Doch wenn ich sage, dass, wenn ich ein Motor wäre, dann wäre Kaffee das Benzin, so kommt dies der Wahrheit doch schon ziemlich nahe.


Kein offenes Ohr!

Es ist eine tolle Geste, für seine Freunde und Bekannten ein offenes Ohr zu haben. Kriegt man bestimmt gedankt, und in den Himmel kommt man vielleicht auch noch. Klasse Tasse. Stundenlange Telefonate, Gedankenaustausche im Chat? Gern, aber doch nicht, wenn ich schreibe. Ohne Konzentration geht überhaupt nichts. Falls das Telefon klingelt, so sagt mir dies nur, dass die Kopfhörer noch nicht laut genug auf mein Trommelfell einwirken. Die Großmutter ist gestorben? Keine Angst, die ist auch zwei Stunden später noch tot. Soll heißen, wer etwas Wichtiges mitzuteilen hat, wird später wieder anrufen oder rechnet mit einem Rückruf. Also kein Problem. Es gibt nur mich und den Kaffee, dazu die passende Musik, den blinkenden Cursor auf der weißen Seite der Textverarbeitung und – nun ja, hin und wieder den laufenden Fernseher. Ich höre ihn nicht, schaue nicht hin, doch sorgen die sich bewegenden Bilder im Hintergrund dafür, dass ich mich weniger einsam und damit etwas wohler fühle (ein Tick meines angeknacksten Verstandes, nehm ich an). Schreiben ohne den Wohlfühlfaktor ist wie ein alkoholfreies Bier: Kann man machen, kann man aber auch lassen, weil das Wichtigste ja doch fehlt. Letztlich besteht das gesamte Drumherum also aus der Gemütlichkeit und der Konzentration. Klar soweit? Dann nichts wie ran an die Tasten!


Wollen ist gut. Können ist besser!

Okay, nun haben wir also die beste Idee vor uns, die uns die Muse jemals ins Gehirn gekackt hat. Für das geeignete Umfeld ist gesorgt, und nun kann’s losgehen, stimmt’s? Richtig, aber wie? Einfach schreiben. Ein Wort nach dem anderen, sagte Stephen King mal, und ich glaube, da ist gewaltig was dran. Wer fleißig übt (Ohne Übung geht nichts!), wird feststellen, dass er seine Geschichten, seine Texte oder was auch immer er zu Papier bringt, einfach während des Schreibens entwickelt. Ich glaube, ich habe mittlerweile ein Gefühl dafür entwickelt, wie ich den Bogen zu spannen habe, wie ich Dialoge am besten aufbaue, wie ich Spannung erzeugen kann und wann ich ins Geschwafel verfalle. Doch dafür muss man eben schreiben, schreiben und noch mal schreiben. Von vorkonstruierten Handlungen halte ich übrigens nichts. Ich brauche keine Charakterbögen, keine Entwürfe für den Ablauf und auch sonst nichts dergleichen. Ein Zettel zum Notieren guter Ideen für später ist das Höchste der Gefühle. Nur so werden die Texte organisch und auf ihre Art glaubwürdig. Ich wage zum Beispiel mal zu behaupten, dass ein Dan Brown seine Bücher konstruiert. Klar, seine Geschichten sind ungemein spannend, aber nimmt ihm die jemand ab? Also ich nicht, denn sie wirken zu glatt, zu perfekt, zu vorbereitet. Aber das ist sicher auch Geschmackssache, schließlich müssen die Millionen, die er im Gegensatz zu mir auf dem Konto hat, irgendwoher kommen. Eine Bank hat er gewiss nicht leergeräumt.

Mit dem Schreiben kommt natürlich auch der Stil. Jeder hat einen gewissen Stil beim Schreiben (kein Stil mag auch irgendwo da draußen ein Stil sein), doch der entwickelt sich ständig weiter. Er verändert sich fortwährend, was ich besonders deutlich erkenne, wenn ich mir einen meiner alten Texte vornehme. Mitunter nehme ich mir die alten Pamphlete dann vor und gehe so lange mit dem Stilbesen drüber, bis sie blitzt und blinkt, dass es mir eine wahre Freude ist. Auch der Stil kommt natürlich mit dem Schreiben. Allerdings kommt er, wie ich behaupte, noch viel eher durch das Lesen. Wer nicht liest, kann auch nicht schreiben, sage ich einfach mal so in den Raum und bin mir sicher, dass ich nicht Unrecht habe. Und falls doch, kann es mir niemand beweisen. La la la, ich höre nichts. Vielleicht kopiert man anfangs schlicht seinen Lieblingsautor, schreibt wie ein kleines Abziehbild seines großen Schreibgottes. Hat man weitere Autoren in seinen Erfahrungsschatz gepackt, übernimmt man auch von diesen das eine oder andere Element. Irgendwann entsteht dann so etwas wie eine eigene Duftnote – mit ein wenig Glück ist es eine angenehm nach Blumen duftende und kein Schweißgestank. So zumindest ist meine Erfahrung, was das pure Schreiben von Geschichten betrifft. Der Rückschluss muss dann wohl lauten, dass ich ein paar hundert Bücher später entweder unheimlich facettenreich schreibe oder nur noch wirre Brühe ohne festen Stil abliefere. Was? Ja, klar hoffe ich auf Ersteres. Andernfalls würde ich mich wohl einfach als besonders ausgefallenen Expressionisten bezeichnen und weitermachen wie gehabt.


Und die Fettnäpfchen?

Abschließend vielleicht noch was aus meiner eigenen Erfahrung, vor dem es sich zu warnen lohnen könnte: Wer das Schreiben zu seinen Hobbies zählt, wird ihnen schon begegnet sein - den Fettnäpfchen, den Irrtümern, den künstlerischen Allüren und Blockaden, die überall darauf lauern, dass wir mal unachtsam sind. Ich selbst kann von zweierlei Dingen berichten. Da wären einmal die Ambitionen, die eigene Kunstfertigkeit verstärken zu wollen. Klar, es ist ungemein förderlich für das Selbstbild als Künstler, das man von sich haben möchte, wenn man mit zerzaustem Bart, abstehendem Haar und nur mit Unterhose und einem übergeworfenen Morgenmantel durch das heimische Domizil irrt, um sich besonders abgehoben zu fühlen. Aber erhöht es denn die Fähigkeit Geschichten zu schreiben? Nee! Dennoch mag solch ein Verhalten noch ungefährlich sein, wenn man nicht gerade von Gott und der Welt unbemerkt durch das Panoramafenster im eigenen Wohnzimmer beobachtet wird. Eine andere Methode zur vermeintlichen Steigerung der kreativen Leistungsfähigkeit ist da weit gefährlicher: Es gab eine Zeit, in der ich glaubte, ich müsste mich berauschen, um besonders kreativ sein zu können. Und so saß ich dann vier Bier oder (bzw. sogar und) eine Flasche Wein später vor dem weißen Blatt, ließ die Gedanken um ein gedankliches Loch kreisen und starrte dabei fortwährend (und wahrscheinlich sabbernd) die weiße Wand an, bis sie sich bunt oder schwarz verfärbte. Ergebnis dieser Ausflüge? Nichts, abgesehen vom dicksten Kater des Universums. Daher Finger weg. Ich schreibe nüchtern. Und ich stehe, verdammt noch mal, dazu: Don’t drink and write.

Ach ja, da war noch die andere Sache, nicht wahr? Nun, sie ist ein riesiges Arschloch. Und sie nennt sich Schreibblockade. Plötzlich sind sie weg, die vielen, tollen Ideen, und die Gicht scheint sich zu alledem auch noch in die Finger geschlichen zu haben. Das war es dann wohl mit dem Traum vom eigenen Buch, was? Meine größte Schreibblockade dauerte übrigens zwei Jahre an und hieß Tanja. Erst als sich diese Blockade als mieses Stück Dreck herausstellte, kam die Muse wieder zurück und bot mir, zuerst etwas zaghaft, ihre Freundschaft an. Tja, ist wohl nur Platz für eine Frau in meinem Leben. Und diese eine Frau ist sehr exzentrisch. Denn auch heute noch habe ich mitunter das Gefühl, jemand hätte meinen Kopf leergesaugt und sich mit meinen Einfällen davon gemacht. Doch weiß ich jetzt, dass es überhaupt keine Schreibblockaden gibt. Es mag Unlust geben. Na und? Die gibt es auch beim Sex. Kann man deswegen nie wieder vögeln? Hoffentlich nicht! Weg mit diesem Gedanken, raus aus dem Kopf und ran ans Blatt. Diese Blockaden gibt es nicht, sag ich noch einmal! Sie sind nichts weiter, als selbst auferlegte Keuschheitsgürtel, deren Schlüssel man irgendwie verlegt hat. Heute bin ich mir dessen sehr bewusst und widme mich eben einer anderen Tätigkeit, wenn die Ideen ausbleiben wollen. Auch die Muse hat, wie gesagt, ihre Allüren und zeigt ihre Zuneigung gern durch längere Abwesenheit. Soll sie doch. Dann schaue ich mir halt einen netten Film an, unternehme irgendetwas mit Bekannten oder greife doch wieder zum Telefon. Weiter geht’s dann von mir aus an einem anderen Tag. Sofern ich nicht plötzlich das Zeitliche segne, hab ich schließlich genügend Zeit. Also mache ich mir keinen Kopf mehr um derlei Dinge.


Zu lang? Hier  noch mal für die lesefaulen Probanden...

Eigentlich überflüssig, für lesefaule Leute eine Zusammenfassung zu schreiben, da lesefaule Leute, wie ich bereits sagte, ja ohnehin nicht schreiben können und sich deswegen höchstwahrscheinlich auch keine Texte über das Schreiben durchlesen. Doch bietet sich eine kleine Zusammenfassung des dramaturgischen Spannungsbogens und so weiter wegen ja doch irgendwie an. So also gehe ich vor: Ich hocke irgendwo versteckt im Gebüsch in den weiten meiner Gedankensafari und warte auf das ganz fette Vieh voller saftiger Ideen. Kommt das vorbei, schlage ich zu, nehme es fachgerecht aus und futtere mich an den besten Einfällen satt, bis die Wampe platzt. Nun brauche ich noch ein wenig passende Musik, die ich bis zur Grenze der Ohrenfeindlichkeit aufdrehe und eine nette Tasse Kaffee, die ich mir am liebsten an der sexy kurvigen Senseo hole. Dann heißt es,  Schotten dicht, raus mit den Gästen, „Closed“-Schild an die Tür. Ich bin für niemanden zu erreichen. Hinterlassen Sie doch ein Memo. Pfoten auf die Tasten, fertig, los. Ein Wort nach dem anderen verlässt meine Finger, um schwarz auf weiß auf dem elektronischen Papier wieder aufzutauchen. Wort für Wort. Ist ganz einfach, ganz so, als würde man einen Weg entlanglaufen: einen Fuß vor den anderen setzen. So einfach geht das. Der Motor läuft schon von selbst, solange Benzin im Tank ist. Stil und Aufbau meiner Geschichten sind das Ergebnis fleißigen Schreibens und fast schon noch fleißigerem Lesens. Woher soll man auch wissen, wie’s geht, wenn’s einem nie jemand vorgemacht hat? Eben. Tja und abschließend: Schaut auf die Fettnäpfchen am Boden. Die bewegen sich, wenn man nicht auf sie achtet und stellen sich gern so hin, dass man schließlich bis zu den Knien im Fett festhängt oder, nennen wir das Kind beim Namen, mächtig in der Scheiße steckt. Und dann war’s das mit den guten Texten. Also zeige ich den Schreibblockaden und berauschenden Mittelchen konsequent den Stinkefinger oder wahlweise den nackten Arsch. Wenn ich all diese Punkte nun bestmöglich beachte und umsetze, kommt letzten Endes idealerweise ein Text heraus, den irgendjemand gern liest. Ein zwei Korrekturen, um die gröbsten Fehler auszumerzen, hier und da noch ein wenig Salz und Pfeffer, das überschüssige Wasser abgießen, das alles bei lautem Lesen (dieses Mal ohne Musik!), fertig ist das Festmahl. Alles also kein Hexenwerk. Ich koche nur mit Wasser.

Also ich sammele mit Begeisterung Worte (Himmelskind)

Wortsammlerin

Überall, ach wie wunderbar,
bieten Worte sich üppig dar.
Eine Perle jede Letter,
verstreut über weiße Blätter.

Mit Geduld sammle ich sie ein,
webe vorsichtig ein Verslein,
reih Buchstabe an Buchstabe,
freue mich an dieser Gabe.

Perlenreihen auf dem Papier,
edel wie Noten fürs Klavier,
klingende Augenmelodie,
sanft schillernde Wortsinfonie.

Viele Zeilen möcht ich finden,
einen Strauß aus Lyrik binden,
Gedichte mir neu erdenken,
um sie an euch zu verschenken.


©BB2009

Waagerecht: Genie mit 8 Buchstaben? - Punkpoet

Vorbereitung ist alles...

...außer nötig. Tja, man kann seine Geschichten lang und breit planen, aber man muss es nicht. Bei mir ist es ein Gemisch. Mal plane ich extrem viel und setze eine Geschichte erst dann um, wenn sie bis ins kleinste Detail durchdacht ist, und manchmal schreibe ich einfach drauf los. Letzteres trifft in letzter Zeit häufig zu. Warum? Ganz einfach. Spontane Gefühlslagen und Situationen erzeugten den nötigen kreativen Kick, um den Gedanken sofort in etwas brauchbares umzuwandeln.



Unterschiedliche Inspiration
Eine Idee ist eine Idee ist eine Idee. Punkt, aus, fertig.
Aber wann ist eine Idee eine Idee für eine Geschichte oder ein Gedicht?
Was macht den kleinen feinen Unterschied, ob ich mir einen Stift und ein Blatt Papier kralle, und darauf meine Einkaufsliste notiere oder aber doch ein gehaltvolles Gesamtkunstwerk?
Die Ursache des Gedanken. Das ist der Kern. Bei der Einkaufsliste denken wir wohl rational und notieren einfach mal eben schnell, was wir so brauchen.
Ursache: Selbsterhaltungstrieb und notwendiges Übel!
Ein Gedanke entfaltet sich erst richtig, wenn wir ihn frei schweben lassen. Wenn man an Vergangenes denkt oder sich auf die bevorstehenden, geplanten Termine freut. Man assoziert vollautomatisch, stellt Dinge in Relation, knüpft Gedanken. Das ist die Intention.
Das ist die Inspiration. Das ist das, was wir uns unbewusst zu eigen machen. Ist bei mir nicht anders.



Wie wecke ich den Tiger in mir?
Ganz sicher nicht, indem wir uns mit den Flakes des erwähnten Tieres vollfuttern.
Aber es gibt dennoch einen Weg: Augen und Ohren offen halten!
Mehr ist nicht zu tun. Einfach hinsehen und auch hinhören, was um einen herum passiert.
Wie Thomas, so versuche auch ich, beim Joggen den Denkapparat vom nervigen Nichtsdenken zu befreien, indem ich meinen Blick dabei auf die Umwelt richte. Mir ist kalt und es ist dunkel. Da geschieht etwas auf der anderen Straßenseite. Komisch. Ich laufe weiter. Ein Typ kommt mir entgegen. Nicht auf dem Gehweg. Mitten auf der unbefahrenen Straße. Ich laufe ein Stück weiter und wundere mich noch, denn er wirkte apathisch. Deshalb drehe ich mich um und sehe, dass er auf einer Verkehrsinsel halt macht. Ich laufe weiter. Fühle mich beobachtet. Mehr noch. Ich fühle mich verfolgt von ihm. Als ich mich umdrehe, ist da niemand. Na? Las es sich spannend? Tja. Und das war jetzt nur ein minimales Beispiel für ein Ereignis, das ich erlebte. Nichts besonderes und dennoch: Allein durch das Niederschreiben weckt man erneut den Motor und die Erinnerung.



Es muss nicht immer ein Wohlgefühl sein...
...das ihr beim Schreiben haben müsst. Ich stimme Thomas zwar weitestgehend zu, dass es von Vorteil ist, wenn man komplett eingekugelt ist von Lieblingsmusik, Lieblingsgetränk usw., aber das ist dennoch nicht immer von Vorteil. Zumindest nicht in meinem Falle.^^ Okay, für die ganzen netten Sachen passt die Stimmung. Aber wenn ich etwas Böses oder gar etwas Angsteinflößendes schreibe, dann meist nur, weil ich mich mit der Angst oder der handelnden Person identifizieren kann. Sprich: Du kannst keine wahre Angst aufbauen, wenn du sie selber nie erlebt hast. Okay, es wird mir nie ein Zombie begegnen wie in meiner aktuellen Geschichte. Aber wenn ihr über etwas schreibt, das es nicht tatsächlich gibt, auf dieser Welt, dann müsst ihr euch nur einen gedanklichen Ersatz suchen. Etwas, das ihr kennt und vor dem ihr Angst habt. Baut es auf um euch, lasst es euch durchfluten, saugt die Gedanken ein, die ihr dabei empfindet. Und dann? Setzt sie um. Wie? Beispiel: Ihr wollt eine brutale Szene schreiben aber habt nie etwas brutales erlebt. Denkt an eine gescheiterte Beziehung. Denkt an den Schmerz. Und dann vergleicht ihn. Ja, es tut weh im Inneren. Aber wie fühlt es sich an? Nehmt am Anfang ruhig Sätze, die man schon kennt. "Es fühlt sich an, als wäre mein Herz zerrissen worden." oder "Es fühlt sich so an, als hätte man mir eine Klinge ins Herz gestochen." Gut so. Was habt ihr? Ist es etwa nicht brutal? Ein Stich ins Herz. Aber um dem ganzen eine eigene Note zu geben sucht nach anderen Waffen. Messer? Langweilig. Löffel? Aua, da stumpf aber auch langweilig. Bolzenschußgerät? Bingo. Klingt auch sicher sehr nett.



Die etwas andere Art zu schreiben
Das ist aber nicht die einzige Möglichkeit. Ich präsentiere euch hier mal einen Weg, den ich zwar selbst nicht oft wähle, der aber durchaus umsetzbar ist. Denn daraus lassen sich herrliche Dinge basteln. Man nehme das aktuelle Lieblingslied, setze den Songtext in Word und mache sich dann zu jeder einzelnen Zeile erstmal seine Gedanken. Was sagt sie aus? Was kann man darin sehen? Unabhängig vom Lied. Versucht mal, die Zeile auf einen Moment in eurem Leben zu beziehen. Notiert euch, was ihr dazu denkt. Fahrt so fort, bis ihr das komplette Lied durch habt. Dann, wenn ihr fertig seid, lest die Sätze so, als seien sie ein Text. Passen sie zusammen? Klingt alles rund? Gibt es ein Thema? Macht euch eure Gedanken. Rundet alles ab, wenn es nicht rund sein sollte. Voila, ihr habt einen Text geschrieben!



Hilfsmittel
Kommt ganz drauf an wie ihr selbst seid. Ich bin ein Planer und Realist in den meisten Fällen. Das bezieht sich jetzt nicht auf die Themen, denn die können auch unrealistisch sein. Aber ich benutze zum Aufbau meiner Geschichten ein wenig Brainstorming. Ohne es aber zu notieren, erstmal nur sinnieren. Wenn das getan ist, am besten alle Gedanken als Notizen zusammentragen. Und dann kommt ein Punkt bei mir, der ist mir ungemein wichtig. Die Recherche. Nachdem ich sondiert habe, wo die Handlung spielt, hole ich mir Informationen über Städte, Sehenwürdigkeiten und all das, was meine Geschichte braucht. Dann konstruiere ich "Möglichkeitsschemata". Mögliche Wendungen und Kniffe werden in einer Übersicht zusammengetragen, welche aber nie einen festen Standpunkt bietet. Es bleibt eine Übersicht. Der Faktor X ist ohnehin das Ungewisse, das einfach beim Schreiben selbst auf das Werk übergeht.



Abschluss
Ich korrigiere den Text, soweit ich kann. Tue mein Möglichstes, um ihn fehlerfrei hinzubekommen.
Klappt aber meist nicht.^^ Was mir im Grunde egal ist, da es meist keine wesentlichen Fehler sind. Was aber helfen kann und es auch meist tut, ist, wenn man vorab manche Leute probelesen lässt. Die finden mit Sicherheit noch Fehler, die man selber übersehen hat. :) Der Abschluss erfolgt bei mir abrupt. Wenn ich keinen Bock mehr habe, höre ich auf. Sollte man auch, da ungewolltes und selbstaufgezwungenes Weiterschreiben in den seltensten Fällen wirklich gut endet. ;)

Das war's dann auch erstmal von meinen Weisheiten, die nicht unbedingt weise sind.
Aber nun wisst ihr im Grunde wie ich vorgehe, wenn ich denn schreibe.

seelchen

Nun, da sitze ich nun, und wage den Versuch, zu beschreiben, wie ich zu meinen Texten komme. In meinem Leben gibt es drei Wirklichkeiten. Das klingt vielleicht seltsam, ist aber so. Da ist die eine Wirklichkeit, die ab und an sehr nervtötend und langweilig ist, da ständig Kinder „Mamiiii“ rufen, und ich zum x-ten mal den Tisch sauber schrubbe, weil einer Farbe darauf hinterlassen hat. Dann gibt es die Wirklichkeit im Wasser. Wenn ich im Wasser bin, mit Kindern (mitunter auch ziemlich grossen Kindern, die sich Erwachsen nennen) arbeite – dann bin ich mir sehr nah. Und dann ist da noch das Schreiben. Ich fühle mich schon ein wenig privilegiert, drei solcher Wirklichkeiten leben zu können – alles andere wäre nicht sehr gesund für mich. Ich meine, wenn ich daran zweifeln würde.

Aber nun geht es ja um das Schreiben an sich.

 

Alles begann mit „Die kleine Hexe“ – ich sass bei Oma auf dem Sofa, sie strickte und sah mich streng an. „Nun lies endlich, du kleines, dummes Huhn. Wie willst du sonst je mit einem Mann Schritt halten, wenn du dich der Bildung verweigerst?“ – ich war etwa sieben Jahre alt. Doch der Satz, meine Herren, der hängt da immer noch im Ohr. Und ich las. Mit jedem Satz rutschte ich tiefer in die Geschichte hinein, und entdeckte die wunderbare Welt zwischen den Buchdeckeln. Meine wahre Welt, die sich Kindheit nannte, war, wie soll ich das denn jetzt mit einem Wort benennen? Sie war einfach keine Kindheit. Zwischen den schweren Buchdeckeln aber, da konnte ich mich hinträumen. Ich wurde zur Leseratte.

 

Es war in der fünften Klasse, als wir einen Aufsatz schreiben mussten zum Thema: „Mein Vorbild“. Ich wollte meinem Papa schmeicheln und gab vor, ihn als Vorbild zu haben. Um etwas darüber schreiben zu können, musste ich mich arg anstrengen. Das bedeutete für mich, ich verfolgte ihn wohin er auch ging. Schrieb mir auf, was und wie er es sagte, und ich stellte eine Million Fragen. Meine ersten Recherchen...  Dummerweise hatte ich aber an jenem Tag, an dem wir den Aufsatz schreiben mussten, zu wenig Zeit und vor allem viel zu wenig Platz. So begann es, dass meine Aufsätze immer die längsten waren, wobei ich immer als erste aus dem Klassenzimmer ging. Das hielt sich lange, lange Zeit. Wie ich diese Dinge schreiben konnte, weiss ich nicht. Sie kamen einfach. Niemals musste ich lange überlegen, nur den Stift auf das Papier setzen, und es floss einfach.

 

Hie und da ein Gedankenfetzen, den man als „Gedicht“ bezeichnete, mit hübschen Zeichnungen dazu, ein paar kleine Geschichten zum Thema „Liebe“ – ohne etwas davon zu wissen. Dann legte ich meinen Stift beiseite und schrieb nicht mal mehr in mein Tagebuch. Es war für mich einfach vergeudete Zeit, denn in den Tagebüchern blieb ich so oberflächlich wie das Spiegelbild des Himmels auf dem ruhigen See.

 

Im November 2007 brach ich zusammen. Das nach langer, dunkler Zeit. Im Januar 2008 beschloss ich, dass ich nicht so weiter leben will, und fing wieder an zu schreiben. Seit da schreibe ich täglich mindestens zwei Stunden. Wie? Na, ich setz mich hin, und schreibe eben. Meist mit Fülli und Heft – manchmal auch direkt am PC. Nur, wenn ich am PC schreibe, dann kann ich sehr schnell schreiben, und alle meine Gedanken (na ja, fast alle), fliessen in den Text – das Meiste davon ist aber Müll. Schreibe ich von Hand, kann ich nicht alles in den Text packen, was mir durch den Kopf geht, und ich habe ein Filtersystem – spätestens beim Digitalisieren meines Textes wird korrigiert.

 

Damit das überhaupt funktionieren konnte, dass ich zwei Stunden am Tag schrieb, musste ich lernen mich zu überlisten. Auch heute muss ich manchmal zu diesem Mittel greifen, weil gar nichts geht. Das Mittel? Ganz einfach. Den Stift auf das Papier setzen, mit einem Satz beginnen, wie zum Beispiel „Ich erinnere mich…“ und dann darf der Stift das Papier für eine gewisse Zeit, in der Regel 30 Minuten, nicht verlassen. Nach ungefähr zehn Minuten tauche ich in meinem Kern ab, und es kommt wirklich das raus, was ich eigentlich sagen wollte – manchmal auch nicht. Aber das ist eine andere Geschichte. Nach einem solchen Erguss, den ich am Liebsten auf dem Balkon bei Sonnenschein und Kaffee habe, lege ich das Papier weg und kümmere mich um andere Texte. Entweder lese ich grad etwas von einem grossen Autoren, oder kritzle in einem Text von einem anderen Autor rum. Und manchmal frage ich mich ernsthaft, wie können so viele Menschen das Gefühl haben, spannende Sachen zu schreiben, wenn sie nicht einmal merken, dass sie in jedem zweiten Satz dieselben Worte verwenden? Oder die Sätze immer gleichlang sind?

In meinen Texten versuche ich das zu umgehen. Was meinen Stil ausmacht (ob das überhaupt schon mal wer bemerkt hat?), ich beschreibe selten Menschen und Orte. Und doch gebe ich genügend Anhaltspunkte, dass man es sich vorstellen könnte. Wenn dann eine Geschichte fertig ist, jage ich sie durch den nächsten Filter. Das geschieht ein, zwei Tage später. Dann lese ich sie in aller Ruhe noch mal durch. Und wenn ich sie dann noch gut finde, dann darf sie gelesen werden. Manchmal finde ich sie so schlecht, dass ich sie am Liebsten vernichten würde, dann stelle ich sie ins Netz… diese Jury gibt ihr Urteil ab, ob sie will oder nicht.

 

Bleibt nur noch die Frage, was mich denn überhaupt inspiriert. Ich weiss es nicht. Es kommt einfach. Ich weiss auch nicht, wie ich die Geschichten aufbaue – es ist, als hätte mein Verstand nichts mehr zu sagen, und meine Finger hätten ein Eigenleben. Spannungsbogen? Irgendwie ist er da – oder eben nicht. Charaktere? Die sind in meinem Kopf und meistens kenne ich sie sehr gut, die Leute, von denen ich erzähle. Entwerfen? Nichts für mich. Das verwirrt mich, und macht die ganze Sache so glatt und nahtlos, so nicht natürlich. Wenn ich das mache, das möchte ich betonen. Denn wer das kann, und dabei noch was Gutes zustande bringt, den bewundere ich sehr dafür.

Und ganz zum Schluss – wie sieht man seine Texte eigentlich selber? Findet man seine Sachen grundsätzlich gut? Oder grundsätzlich schlecht? – Manchmal bin ich sicher, die mit Abstand schlechteste Schreiberin aller Zeiten zu sein – und manchmal will ich einfach glauben, so etwas wie Talent zu haben. Man sagte es mir ab und an, obwohl, sicher bin ich da wirklich nicht…  

 

Und, dieser Text entstand einfach so. Ich hab ihn nicht mal mehr durchgelesen. Das mag ich besonders. Etwas schreiben in einer Zeitvorgabe (hier war es eine Viertelstunde) – und los geht’s…

So schreibt Lili

Wie ich schreibe...

1. Wie meine Ideen mich finden – nicht umgekehrt

          1.1 Die plötzliche Erleuchtung
          1.2 Das Nachdenken

2. Das eigentliche Schreiben – Das Formen von Ideen zum Text

          2.1 Meine berühmte Eigenart: Die "Szenenfetzen"
          2.2 Die Fischgräte – oder besser: das farbige Ausmalen der
                gezeichneten Konturen.
          2.3 Das ausgesprochen unangenehme Wesen, das den Eingang
                zur Schreibhöhle bewacht
          2.4 Das fiese Monster namens "Schreibblockade"

3. Der Rest vom Fisch – oder besser: Das Schattieren des Gemalten und Ausradieren der Konturen

4. Zusammenfassung

 
 
 Wie ich schreibe...

Die Frage ist also, wie ich schreibe. 
Wie schreibe ich eigentlich? 
Das ist eine gute Frage. 

Ich bin hier einmal für euch in mich gegangen. Glaubt mir, das war gar nicht so einfach und ich bin jetzt – unbestreitbar und unabdingbar – absolut sicher, dass ich einer der abgedrehtesten Menschen bin, die ich kenne und dass mir – wenn ich schreibe – vermutlich niemand näher kommen sollte als auf einen Umkreis von zehn Metern. Aber am besten fange ich vorne an und werfe euch nicht Bröckchen aus meinen kompliziert gezogenen Schlüssen vor. Das würde wohl etwas schwammig rüberkommen.
Sagen wir also, ihr lest eine Reise durch meine eigene Entdeckung, die erzählt:
So schreibt Lili.


1. Wie meine Ideen mich finden – nicht umgekehrt

1.1 Die plötzliche Erleuchtung

Ich bin völlig unvorbereitet. Ich befinde mich an einem Ort, an den Sonderbares absolut nicht passt: Bus zu Schule, nachts im Bett, im Klassenraum... sogar im Kakteenhaus der Herrenhäuser Gärten von Hannover. Die Liste ist endlos lang und wird nach hinten immer idiotischer. 
Und was passiert? 
Ein Blitz trifft einen Gedankenstrang in meinem Gehirn und setzt das Gefühl von Wissen frei. Wissen, Ideen, Bilder, so schnell und so viele, dass ich nur noch an eines denke: 
Aufschreiben. 
Es geht plötzlich einzig und allein um die Rettung dieser Gedanken, die verloren sind, wenn die Hand mit dem Schreiben nicht hinterherkommt – was meistens der Fall ist. Es gelingt, einen Bruchteil von dem Gedachten festzuhalten. 
Worauf? 
Egal. Serviette, Taschentuch, Papier, das Holz vom Nachttisch, Rückseite des Vokabeltests, Klopapier... Alles egal. Nur raus damit, den Strom fließen lassen, niemals abbrechen.
Ist das dann ein Text? Keineswegs. Wenn der "Anfall" vorbei ist und ich auf mein Werk schaue, finde ich vor allem eines vor: Chaos. Wörter wild ineinander geschrieben. Teilweise unleserlich oder scheinbar zusammenhangslos, bei längerem Überlegen um fünf Ecken lassen sie sich jedoch wieder verbinden. Was ich dann in der Hand halte ist ein Haufen von Blitzideen mit denen ich vorerst in den seltensten Fällen etwas anfangen kann. Es gibt jedoch auch Blitzideen, nach denen ich sofort zu Punkt 2. springe. (Siehe Klammern in der Einleitung von Punkt 2.)
Ansonsten folgt:

1.2 Das Nachdenken

Das Nachdenken löst nicht nur manchmal solche 1.1-Anfälle überhaupt aus, sondern hilft auch, sie zu verarbeiten, zu vervollkommnen oder aber schon wieder in neue auszubrechen. Was tue ich, wenn ich nachdenke?
Das ist eine gute Frage.
Und gleichzeitig die Antwort.
Verwirrt? 
Ja.
Ich auch gerade selbst.
Also noch mal langsam:
Ein Wirrwarr aus Fragen entsteht. Ich stelle mir Fragen. Ich versuche, sie zu beantworten. Mit jeder Frage, die ich beantworte, stellt sich ganz logisch eine neue Frage, die mehr ins Detail geht, bis man an der Wurzel ist und alles Ausgedachte Sinn macht und in ein Ganzes gewebt ist. 
Ich werde einmal ein sehr abgeflachtes Beispiel benutzen:

In 1.1 ist angenommen die Idee entstanden, eine Prinzessin in der Geschichte haben zu wollen, die so besonders ist, dass sie sich von allen anderen abhebt und sofort als solche zu erkennen ist.
1.2 setzt ein.
Warum ist sie so besonders?
- etwas Bestimmtes zeichnet sie aus.
Was zeichnet sie aus, sodass sie jeder sofort erkennt?
- etwas Optisches.
Was passt zu einer Prinzessin?
- Schmuck.
Welche Art von Schmuck?
- Haarschmuck. Betont ihre Weiblichkeit und ihren Reichtum.
Welches Material?
- Leichtes. Es darf sie nicht behindern und muss zierlich wirken.
Was ist leicht und zierlich?
- etwas Pflanzliches.
Welche Pflanze ist ihr Symbol?
- Eine Blume, eine Rose.


Die Prinzessin trägt also eine Rose im Haar.

Natürlich war dieses Beispiel für eine wirkliche Geschichte eher unnütz, denn solche Details erwarten selten einen solchen Aufwand. Dennoch lässt sich dieses Prinzip hervorragend auf Charaktere anwenden. Was würde diese Person als nächstes tun? Warum geschieht dies und das nicht? 
Solche Fragen bringen mich immer auf den Kern der Idee und nach und nach entsteht ein Gesamtbild. Dieses formt nun in der Rohfassung einen Plot. Einen Geschichtskern. Den berühmten roten Faden, den Handlungsstrang. 
Bei längeren Geschichten braucht man sich nicht einmal zu fragen, wie zwei erschaffene Charaktere aufeinander reagieren würden, denn es gibt meistens nur eine Hand voll Möglichkeiten und man braucht sich nur die beste herauszusuchen. Ein neues Beispiel:

Charakter A liebt Erdbeerkuchen über alles. Er würde, wenn er einen sieht, ihn auf der Stelle verspeisen.

Charakter B hasst Erdbeerkuchen und muss sich allein bei dem Geruch übergeben.

Was passiert, wenn Charakter A, Charakter B und ein Erdbeerkuchen zusammentreffen? Es gibt nur zwei Möglichkeiten:

1. Möglichkeit: Charakter A ist schneller und isst den Erdbeerkuchen auf. Je nachdem wie schnell dies geschehen ist, muss sich Charakter B wegen des Geruchs übergeben, oder eben nicht.

2. Möglichkeit: Charakter B ist schneller und schmeißt den Erdbeerkuchen mit zugehaltener Nase weg, weshalb er es vermeiden kann, sich zu übergeben. In diesem Fall würde also ein Streit zwischen den Charakteren folgen, weil Charakter A den Kuchen ja essen wollte.

Für welche dieser Möglichkeiten ich mich entscheiden würde, ist egal. Beide sind perfekt authentisch.


Je nachdem können zu dem so entstandenen Plot Ergänzungen in Form von weiteren Ideen folgen, die mich erneut finden: Und zwar auf genau die beschriebene Art und Weise. Das Chaos geht also von neuem los.

Einschränkung: Eine Erleuchtung lässt sich nicht erzwingen oder erwarten. Ich konnte nur beobachten, wann sie meistens erfolgt: Wenn das Bewusstsein komplett aussetzt. Wenn man völlig abtaucht in die Bilder, die einem gegeben sind. Manchmal hilft es auch, einfach loszuschreiben. Das Wenigste, was man braucht, ist Angst. Denn Angst ist ein Auslöser für Schreibblockaden, doch das beschreibe ich später noch mal etwas genauer.

 
 
 2. Das eigentliche Schreiben – Das Formen von Ideen zum Text

Schreiben kann ich grundsätzlich nur unter einer Vorraussetzung: Das Bewusstsein muss komplett abgeschaltet sein. Das schaffe ich meistens durch Lesen (egal, ob eigene Texte oder aber das Lieblingsbuch) oder aber durch angeregte Emotionalität wie etwa durch sich gerade ereignete Erlebnisse oder aber durch zum Beispiel Filme. (Sonderfall: Es ist auch abgeschaltet, wenn ich gerade aus einer Extremphase von 1.1 komme. Ja. Klingt lächerlich. Ist aber so.) Dann ist das Bewusstsein fast taub. Der Weg fürs Schreiben ist gebahnt. Es geht los.

2.1 Meine berühmte Eigenart: Die "Szenenfetzen"

Manchmal kommt mit guten Ideen sofort der Drang durch, eine bestimmt Szene zu schreiben. Vielleicht auch einfach nur Dialogausschnitte. Ich habe noch immer eine riesige Kiste "Szenenfetzen" von der Arbeit an meinem Roman rumstehen, die irgendwo in die Seiten gehuscht sind. Meistens waren sie die genialsten Stellen und Wendungen im ganzen Buch.

2.2 Die Fischgräte – oder besser: das farbige Ausmalen der gezeichneten Konturen

Generell geht das Schreiben, wenn die Hauptbedingung "Bewusstsein: off" erfüllt ist, aber ganz normal von statten. Ich male sozusagen die Konturen aus Punkt 1. aus. Die Worte fließen einfach aus meiner Hand. Völlig unüberlegt. Es ist wie ein Weg, der vor mir liegt, den ich mit einer Taschenlampe beleuchte. Auch wenn ich noch nicht weiß, wie der Weg hinter dem Lichtkegel aussieht, weiß ich sicher, dass ich es wissen werde, wenn die Zeit dafür reif ist. Man sollte sich nicht mit zu vielen Gedanken gleichzeitig an eine Geschichte setzen. Das weckt das Bewusstsein und kann zum Abbruch der Schreibphase führen.

2.3 Das ausgesprochen unangenehme Wesen, das den Eingang zur Schreibhöhle bewacht

Wenn ich so dasitze und vor mich hinschreibe, bekomme ich nichts, aber auch wirklich absolut gar nichts mit. Hat eine Weile gedauert, bis sich die Menschen in meiner Umgebung daran gewöhnt hatten. 
Hier ist eine Liste mit den absoluten "Don't"s wenn ich schreibe:

Lili-nicht-beim-Schreiben-stören-Regel-Nr-1:
Nicht den Sicherheitsabstand von zehn Metern Radius unterschreiten
Wenn jemand in mein Zimmer oder in meine Nähe kommt, dann bemerke ich ihn nicht. Oder er muss davon ausgehen, dass er mit einer forschen, unfreundlichen Bemerkung aus dem Unterbewusstsein unkompliziert abserviert wird. Jede Störung – so weiß mein Unterbewusstsein und verteidigt seine Macht – kann mich sofort aus dem versunkenen Zustand zurückholen, da das Bewusstsein wieder die Oberhand gewinnt. Fasst man mich überdies auch noch an, erschrecke ich mich so dolle, dass mein Herz fast aus dem Brustkorb springt. Die Tage des Störenden seien damit gezählt.

Lili-nicht-beim-Schreiben-stören-Regel-Nr-2:
Keine Fragen (egal ob dämliche oder nicht)
Auf Fragen reagiere ich ausgesprochen selten. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Blitz einen Floh beim Seiltanz erwischt, ist höher. Und wenn dieser unwahrscheinliche Fall nun doch eintritt (Nein, nicht der seiltanzende Floh! Das Auf-Fragen-Reagieren natürlich!), dann sind die Antworten willkürlich oder für die betreffende Person einfach nur beeindruckend unhilfreich. Keiner Zusatz: Ich für meinen Teil kann mich nachher an keine dieser gegebenen Antworten mehr erinnern und hätte vielleicht genau das Gegenteil gesagt, wäre mein Bewusstsein online gewesen. Tja. Engländer sagen auf eine solche Situation wohl: Bad luck.

Lili-nicht-beim-Schreiben-stören-Regel-Nr-3:
Keine Nahrungsaufnahme
Jegliche Nahrungsaufnahme oder andere lebenserhaltenden Aktionen wie unter anderem "Schlaf" werden durch das Schreiben unterbunden oder sogar unterbrochen. (Daher schlafe ich auch nur mit Zettel und Stift neben dem Bett... sonst ist der Nachttisch dran...) Ein Kaffee, ein paar Leckereien, Lieblingssüßigkeiten. All das ist völlig uninteressant, wenn ich schreibe. Schließlich gibt es so was in der Welt aus Zettel und Stift nicht, oder? (Danach aber immer wieder gern.) Kurz: Ich merke absolut nichts mehr.

Wer diese Liste einhält und einfach die Zeit meiner ausgesprochen ausgeprägten Schreib-Phase aussitzt, wird danach gerne wieder mit offenen Armen empfangen.

Ein paar andere Randbemerkungen zu der Frage: "Wie schreibe ich", im praktischen Sinne: Ich sitze meistens auf meinem Sofa und schreibe auf, ja, genau, auf Papier. Papier ist das ein und alles meines Schreibens, wenn das Geschriebene wirklich Seele enthalten soll. Trockene Geschichten schreibe ich auf dem PC auf dem fürchterlich unbequemen Schreibtischstuhl, aber sobald das Bewusstsein aus ist, merke ich davon ja eh nichts mehr. (Nur leider umso mehr danach. Einmal dachte ich wirklich, mein Bein sei abgestorben. Stellte sich dann als ziemlich miese Form von "Eingeschlafen" heraus. Dieses fiese, allseits bekannte Kribbeln war eine Stunde später noch in meinen Gliedern.) Der Fantasy-Roman "Lily und das Geheimnis der Elfen" jedoch ist komplett auf Papier entstanden. Und zwar keinesfalls auf liniertem oder sonst irgendwie eingeteiltem Papier. Weiß muss es sein. Blanko. Und im Idealfall ein wenig nach Kopierer riechen. (Nein, ich klaue nicht aus dem Hauskopierer das Papier, weil ich selbst keins habe. Ich klaue es, wegen des Geruchs und weil ich sonst nicht schreiben kann. Aber erklärt das mal eurer Mutter.) So entstehen dann Ordner mit immer mehr und mehr einseitig beschriebenen Stücken Papier. 
Ich schreibe nie mit Kuli. Nur im äußersten Notfall. Ansonsten gibt es immer nur genau einen Lieblingsbleistift. Verschwindet er oder ist er abgeschrieben (Wie tatsächlich bei "Lily" vorgekommen... Ich hatte davor immer darüber nachgedacht, ob eigentlich schon mal irgendjemand einen Bleistift "leer" geschrieben hat, wenn man das überhaupt so nennen kann. Kann man das? Meine Antwort: Ja, Frau kann.) wird ein neuer Bleistift zum Lieblingsbleistift ernannt und es geht weiter.

2.4 Das fiese Monster namens "Schreibblockade"

Jaja. Die Schreibblockade. Wer kennt sie nicht? Bitte melden. Keiner?!
Tja, so ist das. Die Schreibblockade kommt immer dann, wenn man sie nicht braucht. Aber eigentlich ist sie sehr gut zu beseitigen und mit ein bisschen Übung, finde ich, hat man die Chance, dass sie überhaupt nicht mehr entsteht. Ich hatte jedenfalls seit drei Jahren keine mehr.
Die alles entscheidende Frage: Woher kommt dieses Monster nur, das auf einmal alles kaputt machen kann?
Meine In-mich-geh-Aktion hat folgendes hervorgebracht:

Faktor 1: Angst
Ist die bevorstehende Szene inhaltlich ein Ursprung einer seltenen Genialität? Ist sie etwa so empfindlich, dass sie mit stümperhaftem Schreibhandwerk zerstört werden kann? Sollte man sich trauen, oder nicht? Weiß man plötzlich überhaupt nicht mehr, wie man anfangen soll?
Meiner Erfahrung nach ein klassischer Fall von einer Schreibblockade durch Angst. Die einfache Lösung: Nur Mut. Die Stelle wird schon gut werden. Und wenn man nicht zufrieden ist, dann werkelt man halt etwas an ihr herum. Alles, was man schreibt ist doch nicht in Stein gemeißelt! Man kann alles noch einmal bearbeiten. Aber Vorsicht vor dem "Neu schreiben". Meistens kann man aus dem ersten Gedanken das Beste machen! "Neu schreiben" sollte man wirklich nur, wenn man sich absolut sicher ist. Ich habe aus meinem Roman nur Stellen von maximal ein bis zwei Seiten neu geschrieben. Der Rest kann wirklich leichter von Grund auf verbessert werden, so meine Erfahrung.


Faktor 2: Bewusstsein online
Wenn zu viel vom berühmten Bewusstsein online ist, dann kann auch eine Schreibblockade vorkommen. Vielleicht mag dies daran liegen, dass man einfach nicht in Form ist. Dann schreibt man doch lieber später weiter und gönnt sich eine Pause. Oder aber man zwingt sich, noch mal richtig abzuschalten und alles wird besser gehen. Welchen Weg man in diesem Fall nimmt, weiß man wohl selbst am besten. Es kommt ganz auf die Situation an.

Faktor 3: Nachdenk-Phase war zu kurz
Allerdings kann es auch mal sein, dass das Bewusstsein ein Stück für die Logik aufgeweckt werden muss. Vielleicht ist etwas bei Punkt 1.2 schief gelaufen? Vielleicht ist man nicht bis zur Wurzel des Rätsels vorgedrungen und hat dies einfach angenommen, obwohl noch ein paar Unklarheiten und Unlogiken vorhanden sind? In diesem Fall noch mal genau nachdenken. Noch einmal alle möglichen Fragen stellen. In harten Fällen die ganze Szene einmal einem außenstehenden Freund berichten, als erzähle man ihm ein wahres Geschehnis. Meistens fliegt einem die Lösung dann von selbst zu, da man allein einen vermeintlich selbstverständlichen Fakt übersehen hatte. Und Puff, das Monster namens "Schreibblockade" ist weg.

Mit diesen drei Regeln habe ich bisher alle Schreibblockaden überwunden und wie gesagt seit drei Jahren keine neuen mehr gehabt. Ich hoffe, es hilft euch auch weiter und ihr findet vielleicht einige eurer Probleme wieder!

Wenn ich mit dem Schreiben durch bin, dann liegt ein Text vor mir. Doch noch wird er mich in den seltensten Fällen voll zufrieden stellen und ist eigentlich mehr eine "Verschreiblichung" – wenn ich den Neologismus mal so erschaffen darf – meiner Ideen (ganz ähnlich einer Fischgräte) als ein richtiger Text. Dann gehe ich zu Punkt 3. über:


 
3. Der Rest vom Fisch – oder besser: Das Schattieren des Gemalten und Ausradieren der Konturen

Hier heißt es, lesen und lesen und lesen. Rechtschreibfehler, grammatikalische Fehlerchen und Co. sind hier nur das Kleinvieh.
Ich sehe, wenn ich meine Texte Korrektur lese, die Bilder dazu und beobachte genau, ob ich sie auch wirklich so beschrieben habe, wie ich es wollte. Meistens verlängert sich der Text dann noch mal um mindestens ein Drittel. Klingt der Text rund und nett zu lesen? Holpert die Wortwahl? Gibt es Stilbrüche, die stören? Verknüpfungen, die keinen Sinn machen, wie zum Beispiel "fauchende Wölfe" wie ich es übersehen hatte? Solche Sachen müssen raus, die werden von mir unbarmherzig vernichtet.
Außerdem: Ist der Text logisch? Werden Fakten und Spezialwissen eingebracht, bei denen man sich vielleicht nicht sicher war, wie das genau in der Realität aussieht? Dann unbedingt nachforschen! Mal ganz tief recherchieren.
Auch bei Zeitangaben, etwa Rückblicken in die Vergangenheit etc. achte ich peinlich genau auf das Alter der Charaktere und die jeweilige Situation zu der Zeit. Nicht, dass etwas erwähnt wird, das zu der Zeit noch gar nicht Sache war. Das wäre blöd und fällt irgendjemandem bestimmt mal auf.
Manchmal kann das alles ziemlich kompliziert werden, dann brauchte ich doch mal einen Plan oder Zeitstrahl. Ansonsten mache ich eigentlich alles ohne schriftliche Planung. Die Freiheit bleibt dann irgendwie schöner erhalten, finde ich.

Ein Beispiel habe ich allerdings, wo ich einen richtiges Schema erarbeitet habe: Das Finale meines Romans. Es liefen so viele Fäden zusammen, dass ich Angst hatte, einen zu vergessen oder etwas ungeklärt und als Fragezeichen stehen zu lassen. Also habe ich eine wüste Konstruktion aus Pfeilen auf einem Papier erschaffen (mithilfe von Punkt 1.2), die es mir ermöglicht hat, ohne etwas einfügen zu müssen und einen Bruch im Schreibfluss zu riskieren, das Finale in eins durchzuschreiben. Das war wirklich sehr hilfreich.

 
 
4. Zusammenfassung für die Verwirrten – inklusive mir selbst

1. Ich finde keine Ideen – die Ideen finden mich. Niemals auf Ideen warten. Warum sollten Ideen gerade dann vorbeikommen, wenn ich sie erwarte? Das würde ja das Mysteriöse an Ideen zerstören, oder etwa nicht?

1.1 Die plötzliche Erleuchtung hat den Charakter, dann zu kommen, wenn sie es will. Sie ereilt mich an den unglücklichsten Orten.

1.2 Das Nachdenken sollte immer logisch sein. Eine Frage folgt auf die nächste und führt so ganz selbstverständlich zur Wurzel. Wenn ich Charaktere erschaffen habe, brauche ich mich eigentlich nicht mehr zu fragen, wie sie aufeinander reagieren, denn es gibt meistens nur eine Hand voll Möglichkeiten und ich brauche mir nur die beste herauszusuchen.

2. Das eigentliche Schreiben – Das Formen von Ideen zum Text läuft bei mir ganz automatisch. Wichtig ist nur, dass das Bewusstsein ausgeschaltet ist und bleibt.

2.1 Meine berühmte Eigenart: Die "Szenenfetzen" habe ich an mir selbst sehr belustigend beobachtet und baue sie später in die Geschichte ein, denn sie gelten als Genialitätsmomente. Ob es euch genauso geht? Lasst es mich wissen.

2.2 Die Fischgräte – oder besser: das farbige Ausmalen der gezeichneten Konturen klappt dann am besten, wenn ich einfach schreibe. Der Lichtkegel der Taschenlampe wandert nun einmal weiter und ich brauche den nächsten Zug nicht vorplanen wie bei einem Schachspiel. Denn das würde das Bewusstsein wecken und bedeutet sofort das Ende meiner kreativen Phase.

2.3 Das ausgesprochen unangenehme Wesen, das den Eingang zur Schreibhöhle bewacht, ist wohl ein Preis, den ich zahlen muss, wenn ich schreiben will. Es entsteht einfach. Besser ihr haltet euch an die Regeln: Keine Unterschreitung des Sicherheitsabstandes, keine Fragen, keine Nahrungsaufnahme.

2.4 Das fiese Monster namens "Schreibblockade" kann ich mit der Erkennung der Faktoren nun zum Glück ganz schnell beseitigen. Ich hoffe, es hilft noch einigen anderen von euch weiter. Lasst es mich dann gerne wissen!

3. Der Rest vom Fisch – oder besser: Das Schattieren des Gemalten und Ausradieren der Konturen verlängert meinen Text noch einmal um mindestens ein Drittel seiner ursprünglichen Länge, da ich untersuche, ob meine Bilder im Kopf auch genauso durch die Schrift erzeugt werden. Das ist mir am wichtigsten. Die Fischgräte erzeugt den Schmiss in den Dialogen, der Rest vom Fisch macht sie erst schön zu lesen. Planung muss nicht sein, ich mag sie nicht. Manchmal bin ich aber erfahrungsgemäß auch stolz auf sie.
 
 
 
Nach dieser Zusammenfassung bitte ich euch nun noch einmal, meine Einleitung zu lesen:

Ich bin hier einmal für euch in mich gegangen. Glaubt mir, das war gar nicht so einfach und ich bin jetzt – unbestreitbar und unabdingbar – absolut sicher, dass ich einer der abgedrehtesten Menschen bin, die ich kenne und dass mir – wenn ich schreibe – vermutlich niemand näher kommen sollte als auf einen Umkreis von zehn Metern. Aber am besten fange ich vorne an und werfe euch nicht Bröckchen aus meinen kompliziert gezogenen Schlüssen vor. Das würde wohl etwas schwammig rüberkommen.

Ich hoffe, das ist jetzt etwas verständlicher geworden und mit diesem kompletten Werk wäre nun wirklich endgültig bewiesen, dass es bei meiner Art und Weise zu schreiben verwunderlich ist, dass überhaupt etwas dabei herauskommt, was gelobt wird.

In Besorgnis um sich selbst und mit herzlichsten Grüßen und Dankeschöns an alle, die sich dieses komplizierte Durcheinander eines Schriftstücks wirklich durchgelesen und sich auf eine übelkeitserregend verwirrende Reise durch "So schreibt Lili" eingelassen haben,

Lili

Wie schreibt masaccio58?

Ich habe mir das Schreiben am Anfang wahnsinnig schwer vorgestellt. Und es ging auch wahnsinnig schwer. Nichts wollte gelingen. Ich war Edmond Dantès, lebend eingenäht in einen Leichensack und ins Meer geworfen – aber ich fand das Messer nicht, mit dem ich mich befreien musste. Und so rang ich nach Worten wie nach Luft. Ich habe es mit Alkohol versucht. (Ich habe alles mit Alkohol versucht, und nichts hat geklappt, aber das nur nebenbei). Ich saß verkrampft vor der Schreibmaschine (die gab es damals noch), darin eingespannt das leere Blatt Papier, und teilte mir meinen Flachmann (vermutlich von geklautem Geld gekauft) Schluck für Schluck ein. Wie weiter? Schnell trinken und schnell high werden, um loszubrechen? Oder langsam hochfahren und tief erglühen? Alles Mumpitz. Ich habe nichts zustande gebracht, und was ich mir rausquälte, das konnte ich anschließend in die Tonne treten – was ich spürte, aber nicht offen zugab.

Später war Alkohol nicht mehr möglich. Das war nach der Phase, als ich das Schreiben offiziell an den Nagel gehängt hatte – wegen erwiesener Talentlosigkeit. Wille allein genügte nicht, das hatte ich inzwischen erfahren, und Alkohol brachte überhaupt nichts. Also gab ich erst das Saufen auf und dann das Schreiben. Beim Alkohol hatte ich nur einen Rückfall und fing mich dann wieder. Der Rückfall beim Schreiben hat bis heute angedauert. Ich arbeitete damals bereits als Journalist, schrieb also auf Bestellung ziemlich ödes Zeug, was aber recht gut bezahlt wurde. Aber nicht alles war nur Pflicht. Ich hatte mir eine wöchentliche Glosse reserviert. An der schrieb ich am Tag des Redaktionsschlusses folgendermaßen: Ich ging am Vorabend relativ früh zu Bett, um ausgeschlafen zu sein. Ich stand gegen 4.30 Uhr auf. Ich trank Kaffee und aß eine Kleinigkeit, ganz wenig, um den Magen nicht zu belasten, aber genug, um bei Kräften zu sein. Dann warf ich den Computer an (die Schreibmaschine hatte ausgedient) und ging auf den Balkon: blaue Nächte, eine riesige Rotbuche vor dem Haus, irgendeine Nachtigall in der Nähe, erste Morgengeräusche, ein ferner Zug, und ich rauchte. Es brauchte nur drei oder vier Züge, und ich hatte den Anfang. Der Anfang ist alles. Von ihm entrollt sich das Weitere, als wäre es von vornherein darin eingebettet gewesen. Ich wog jedes Wort, jeden Satz ab, ich drängte mich nicht, aber ich ließ auch nicht locker: Bumm, nach einer oder anderthalb Stunden war die Glosse fertig, und sie war perfekt – für dieses Mal.

Die Zutaten für das erfolgreiche Schreiben waren also: nicht frieren, nicht schwitzen, nicht hungrig und nicht durstig sein, nicht satt sein, Konzentration, absolute Ruhe (sobald meine Frau und mein Sohn wach waren, war es Essig mit dem Schreiben, weil sie meine Aufmerksamkeit verlangten), das magische Gefühl, allein auf der Welt und mein eigener Herr zu sein, ein gewisses Maß an Koffein – und ein paar Züge von der Zigarette. Ich rauche heute nicht mehr. Aber die Pausen, die vom Rauchen erzwungen wurden, sind geblieben: Ich stehe auf und mache vielleicht ein paar Übungen mit den beiden Kurzhanteln, nicht viel, nur so, dass die Muskeln in Spannung bleiben und ein dünner Schweißfilm auf meiner Haut liegt. Ist es Sommer, latsche ich barfuß über den Rasen, ist es Winter hole ich mir kurz einen Kälteschock, indem ich vor die Tür trete und tief einatme. Gerüche, Geräusche, Assoziationen, das macht mich an. Ich höre sogar Stimmen. Geräusche sind nicht nur Geräusche, sie formen Laute und Worte, die mir zufliegen.
Ich lasse mich inzwischen täglich ins Leichentuch einnähen und ins Meer werfen – und ich habe keine Eile, das Messer zu gebrauchen, aber wenn ich das Leinen durchstoßen habe und  tief atmend aufgetaucht bin, dann muss nicht mehr alles still sein, ich schalte die notwendige Stille in meinem Kopf ein, und nichts kann mich davon abbringen zu schreiben. Meistens. Es gibt Tage, da spüre ich beim Auftauchen, dass es nicht klappen wird. Warum? Etwas bedrückt mich, etwas macht mir Sorgen, ich bin nicht Herr meiner Zeit, weil ich eigentlich etwas erledigen müsste. Diese störenden Dinge müssen getan sein, und ich muss 80 mg Koffein auf 250 ml Kaffee haben, kalt oder warm, ist egal – dann kann ich schreiben.

Doch eigentlich schreib ich ganz anders... (Lilie)

Wir haben Mittwoch, den 29. Juli. 2009, es ist genau 22.49 Uhr.

Eigentlich ist das jetzt gerade eine ziemlich ungewöhnliche Zeit und Situation, in der ich diesen Text schreibe. Und eigentlich wollte ich auch keinen Text, sondern ein Gedicht zum Thema "So schreiben wir" verfassen. Doch nachdem ich die nette Einladung vorgestern bekam, hat sich meine Muse verkrochen.

Also, wie ich schon erwähnte, eigentlich schreibe ich ganz anders und schon gar nicht zu dieser späten Stunde.

Aber heute war so ein verrückter Chaostag und mein Geist will noch nicht schlafen, obwohl meine Kribbelfüße mich ständig daran erinnern, wie müde ich eigentlich schon bin.

Mein Mann hat sich bereits auf seine zwei mal ein Meter gelegt und schnorchelt hier im unteren, offenen Schlaf- und Wohnbereich leise vor sich hin, während meine Mädchen in der Etage über mir noch Musik hören und nun gerade den Soundtrack von Pearl Haber mitträllern.

Ich sitze am großen, buchefarbenen Esszimmertisch. Hier finden normalerweise acht Leute Platz, doch im Augenblick genieße ich die gesunde Einsamkeit und lass Wort für Wort, mit dem Werbekuli des DM- Drogeriemarktes, auf das billige Penny-Kopierpapier fließen.

Ich habe Zahnschmerzen, die nerven mich und lenken immer wieder meine Gedanken auf sich. Hinter mir an der Küchenwand tickt die mit vierzig Zentimeter Durchmesser große Bahnhofswanduhr. Die nervt auch. Und ich habe Durst. Das nervt auch.

Eigentlich trinke ich Kaffee, wenn ich schreibe, aber ich wollte heute Nacht auch noch irgendwann schlafen. Also hole ich mir jetzt erst mal eine große Flasche Mineralwasser und stopfe mir eine Zigarette und hoffe, dass das schreckliche Fußkribbeln dann endlich aufhört.
 

So, nun bin ich gut versorgt, hab mir schnell noch eine Paracetamol eingeworfen, damit der schlecht verwurzelte Backenzahn, ganz hinten oben rechts, Ruhe gibt. Noch pocht und tuckert er wie wild…und das Wasser prickelt im Plastikbecher, das nervt zusätzlich.

Nun habe ich auch noch Besuch bekommen. Ein Schneider hat es sich etwa fünfzehn Zentimeter rechts von meinem Papierstapel gemütlich gemacht. Seine bloße Anwesenheit nervt, aber ich strenge mich an, ihn gar nicht zu beachten, denn eigentlich wollte ich nun beginnen, aufzuschreiben, wie ich eigentlich schreibe, denn heut ist wirklich alles anders.

Normalerweise also, wenn mein Mann keinen Urlaub hat, die Kinder keine Ferien haben und es nicht gerade Wochenende ist, dann habe ich spätestens ab 7.20 Uhr in der Frühe sturmfreie Bude.

Meist ist mein erster Gang der zum Kopierpapierstapel, den ich dann gemeinsam mit einem Kuli neben meiner vollen Kaffeetasse und ein paar frisch gestopften Zigaretten, vor mir auf dem Esszimmertisch platziere.

Und ja, meist besucht mich nach wenigen Minuten absoluter Stille die Muse und liefert mir ein paar brauchbare Gedanken, die ich dann ziemlich schnell zu ersten Versen eines neuen Gedichtes in Form bringe und nieder schreibe. Manchmal bleibt die Muse etwas länger und schenkt mir sogar ein fertiges, fließendes, sinnreiches Gesamtwerk. Aber sie hat auch schlechte Tage, dann blitzt sie nur kurz auf und verschwindet mit dem Gedanken: Mach was draus! Ich habe dann die Wahl, entweder ich bastele mir ein Gedicht oder ich lass das Schreiben an so einem Tag besser ganz.

Ein fertig aufs Papier geschriebenes Gedicht ist aber auch noch lange nicht fertig, wenn es schon fertig aufgeschrieben ist. Ich lese es mindestens zehn Mal durch, ändere das eine oder andere Wort, zähle Silben, tausche Zeilen…

Wenn das Gedicht dann endlich fertig ist, ist es in dem krickeligen Wortgeflecht auf dem Zettel kaum noch zu erkennen. Dann schreibe ich es fein säuberlich auf ein neues Papier, lese wieder, ändere oder ersetze das ein oder andere Wort…

Manchmal landen auf diese Weise zehn Zettel im Papierkorb, bis ich endlich mit meinem Werk zufrieden bin. Danach leg ich es erstmal an die Seite, bis ich irgendwann Zeit und Lust habe, den Text in den Computer einzugeben, der dort natürlich auch wieder die eine oder andere Schönheitskorrektur über sich ergehen lassen muss, falls er zuvor das Glück hatte, auserwählt zu sein und nicht so, wie meine Werke "Zuviel" oder "Tritt ein, mein Licht", das Pech hat, ein Jahr lang unbeachtet in einer Ecke meines Kleiderschrankes zu verweilen.

Und auch, wenn ein Gedicht den Weg in meinen Computer gefunden hat, so ist das noch lange kein Garant dafür, dass es bald auf einer Plattform des WWW veröffentlicht wird.

Erstmal Abstand nehmen. Später noch eine letzte gründliche Untersuchung, Text auswendig lernen, viele eigene Gedanken dazu sammeln, und dann endlich geht er ab zum Leser.

Eigentlich kenn ich jeden meiner Texte, zumindest am Tag der Veröffentlichung, auswendig.
 

Inzwischen ist es 23.58 Uhr. Ich habe nun fünf Din-A4-Seiten voll geschrieben.

Mein Zahn tut nicht mehr weh, das Wasser ist endlich still, mein Mann schnorchelt nicht mehr, die Mädchen schlafen, plötzlich nervt die längst überhörte Uhr wieder, der Schneider hat sich heimlich davon gemacht und meine Augenlider werden immer schwerer.

Eigentlich ist mein Text nun fertig und ich werde ihn gleich morgen in meinen PC eingeben und noch einmal überarbeiten. Und dann ab damit zu MyStories und zu Thomas, der hoffentlich nachsichtig mit mir ist und freundlicherweise das ziemlich aufwendige Lektorat meines Textes übernimmt.

Denn eigentlich schreib ich ganz anders.
 

Na dann,

gute Nacht

Eure Lilie

Schreiben - so schreibt Mukk

SCHREIBEN
  

Ich kann nicht malen,

kann nicht singen –

alles, was mich bewegt,

muss zu Papier ich bringen.
 

Geschrieben habe ich schon immer. Ich füllte unzählige Tagebücher, verfasste seitenlange Briefe, schrieb beim Studium jeden Vortrag mit, obwohl es Skripte gab. Mein Lieblingsfach in der Schule war DEUTSCH – und beim Aufsatzschreiben war ich in meinem Element.

Doch zum "literarischen" Schreiben, zum Schreiben, um das es hier geht, fand ich erst mit über sechzig Jahren. Vor zehn Jahren las ich von einem Literaturwettbewerb – na ja, versuchst das einmal, dachte ich, schickte einige Kurzgeschichten ein – und wurde gleich mit einem Preis prämiert. Da kam ich sozusagen auf den Geschmack – das Schreiben ließ mich nicht mehr los, ich schrieb und schrieb – in sechs Jahren publizierte ich 5 Bücher, wirkte in Anthologien, Kalenderbüchern und Lokalzeitungen mit, gab Lesungen ...

Vor drei Jahren starb mein Mann – und schlagartig war alles aus. Wenn mich jemand fragte, wie es mir gehe, so folgte oft umgehend die Frage, ob ich noch schreiben würde – nein, antwortete ich wahrheitsgemäß, ich wüsste nicht, was ich mit einem Bleistift und einem Blatt Papier anfangen sollte. (Ich schreibe prinzipiell zuerst mal alles mit der Hand.)

Dann aber, vor einem Dreivierteljahr, zeigte mir eine Freundin MYSTORYS – schau da rein, meinte sie, lies ein bisserl und vielleicht hast Lust, selbst mitzuschreiben.

Und seither fließen die Gedanken wieder und die Gefühle drängen, auf das jungfräuliche Papier gebracht und mit Leben erfüllt zu werden. Ich verliere mich in der Welt der Buchstaben. Ein Gedankenanstoß, ein Gefühl, eine Beobachtung, alles, was mich berührt, beschäftigt, formt sich in meinem Kopf zu Worten, denen ich Leben einhauchen möchte.

Das Schreiben muss aus mir selbst herauskommen, auf Befehl schreiben – das kann ich nicht. Ich mach es zwar auch, doch werden diese Texte meistens nicht so gut. Der Gedankenblitz und die Spontaneität sind die zündenden Momente – oder Erinnerungen, die in mir aufsteigen – auch darin verliere ich mich oft – in Erinnerungen kann man längst Vergangenes noch einmal erleben. Heute kann ich mir mein Leben ohne Schreiben gar nicht vorstellen.
Mit dem Lesen hole ich mir die Welt ins Haus, 
eure Gedanken und Gefühle,
eure Freundschaft.
Mit meinem Schreiben
möchte ich der Welt und euch
ein Stückchen von mir geben.

Doch fragst du mich,
WIE schreibe ich –

so muss ich dazu sagen:

Ich habe kein Konzept dazu,

stell keinen Zeitplan,

keine Regeln auf.
Schreib mal bei Tag,
und mal bei Nacht -
ich schreibe,
weil's mir Freude macht.
An manchen Tagen,
da find ich keine Ruh',

Gedanken durch den Kopf mir jagen,

beschäftigen mich immerzu,

Gefühle wollen sich in Worte kleiden,

drängen machtvoll auf's Papier,

und dann schreibe ich bescheiden

auf, was sie diktieren mir.

Das passiert beim Kochen mir,

beim Spazieren geh'n allein

oder wenn ich ruhe hier

am Sofa still im Kämmerlein.

Dann greif zum Bleistift ich sofort,

notiere folgsam Wort um Wort.

Wörter, die lebendig werden,

die Geschichten mir erzählen,

die mit mir weinen, mit mir lachen,

sich nach Glück und Liebe sehnen.

Steht dann ein Text auf dem Papier,

den meine Seele schrieb,

den ein Gedankenanstoß

mich zum "Dichten" trieb,

dann muss ich eingesteh'n:

Komm ich vom Schreiben

nicht mehr los,

so erfüllt es mich

mit Dankbarkeit,

dass mir diese Gab' gegeben,

denn sie bereichert

ungemein mein Leben!
 

Denn Schreiben wollte ich schon immer,

ich schreibe Gedichte,

schreibe Geschichten,

wollte immer schon dichten.

Doch nie und nimmer

hätt' ich gedacht,

dass so etwas süchtig macht

und dass es Menschen gibt,

die meine Texte auch lesen wollen,

die mir zuhören gar

und manchmal

auch ein Lob mir zollen.
 

Unglaublich find ich das –

und wunderbar!
 

Und dafür möchte ich auch euch

ein herzliches DANKESCHÖN sagen!
 

Eure Ingrid

Ich schreibe und bin in meiner Geschichte gefangen (Lilian0505050)

Zuerst ist da diese Idee. Sie kann manchmal sehr lange in meinem Kopf heranwachsen, bevor ich mit dem eigentlichen Vergnügen beginne. Mit der Arbeit, meine ich natürlich. Ich lege Wert darauf, dass eine Geschichte Hand und Fuß hat. Darum liegt mein anfängliches Tun darin, zu recherchieren. Passen Namen, Zeitpunkt und Ort auch wirklich zueinander? Bevor mit dem Schreiben begonnen werden kann, visualisiere ich einzelne Zusammenhänge, die Beziehungen der Hauptfiguren, Familienzusammenhänge, mitunter erstelle ich mir sogar Landkarten, um in den Wirren einer spannenden Geschichte nicht den Überblick zu verlieren. So, theoretisch steht nun das Grundgerüst. Immer wieder werden hier Änderungen vorgenommen, denn für eine gute Geschichte gibt es kein Rezept. Oft kann ich es kaum erwarten, nach dieser anfänglichen "Arbeit", loszulegen. Doch schon beim ersten Satz, den ich persönlich für sehr wichtig empfinde, stelle ich fest, dass mich die Vorarbeiten so viel Energie gekostet haben und es sinnvoller ist, erst am folgenden Tag fortzufahren. Das passiert dann auch meistens schon vor dem Frühstück im Bett. Eine gute Geschichte braucht Zeit, endlos viele Sätze werden durchgestrichen, verbessert und wieder durchgestrichen... Dazu muss ich sagen, ich gehöre zu den jenigen, die auf Papier schreiben und es meiden, am PC zu arbeiten. In der Zeit des Schreibens bin ich in meiner Geschichte gefangen, früh morgens schon im Bett, während der Arbeit oder abends vor dem Einschlafen. Es ist eine aufregende Zeit, die Zeit des Schreibens. Zu guter letzt ein Geständnis: Bisher hat noch keine meiner Geschichten ein Ende gefunden. Darum kann ich euch leider noch nicht beschreiben, wie es sich denn anfühlt, wenn ich nach mehr als einem Jahr arbeit, meinen fertigen Roman in den Händen halten werde

Die Geschichte noch leben, während man sie schreibt! (Kazure)

Ob Praktikumsbeiträge, Geschichten oder Gedichte und sonstiges.

Bei allen Varianten sind die Art des Schreibens, die Motivation und vor allem die Ideen und Einfälle, das Wichtigste, das einen Autor ausmacht.

Man muss auch nicht die Hightech-Versionen von irgendwelchen Programmen haben oder irgendwelche ultrateuren Stifte und Papier, um eine herzzerreißende Story aufs Papier zu bringen.

Eine gute Geschichte ist für mich dann geschrieben, wenn man mitfühlen kann.

Meiner einer sitzt meistens vorm Rechner und das zu 98% meines Tages.

Die Uhrzeit, wie mir oft aufgefallen ist, ist bei mir stets um die Abendzeit, also so ab 20 Uhr.

Manchmal höre ich Musik, trinke einen Kaffe, ja sogar abends, habe etwas zu knabbern neben mir liegen, oder, falls ich keine Lust auf Wasser oder dergleichen habe, eine Flasche Cola-Orange-Mix.

Größtenteils schreibe ich meine Geschichten, wenn ich müde bin, denn viele Geschichten sind meine Träume. Oder meine Ideen für die Dinge stammen von dort.

Hat Vorteile, wenn man das schreibt, was man eigentlich gerade vor seinem inneren Auge oder in seinem Kopf tanzen und flackern sieht.

Dadurch fühle ich mich auch meinen Charakteren näher verbunden, bringe Leben in ihre Schalen und zeichne sie so, wie sie sind, sehr menschlich vor allem.

Kleine Schreibprojekte versuche ich, schnell zu erledigen, da mich am nächsten Tag entweder die "keine Lust"-Phase packt oder mir rein gar nichts mehr von dem gefällt, was ich am Tag vorher von mir gegeben habe.

Ein großer Regisseur, dessen Name ich leider vergessen habe, sagte einmal in einem Interview, das ich nachts um drei im Fernsehen sah, er lese sich das, was er schreibt niemals durch, denn dann gefalle es ihm nicht, oder er würde so lange daran herumwerkeln, bis es ihm einfach nicht mehr gefallen würde.

Oft habe ich versucht, mir das zu Herzen zu nehmen, aber ich bin schrecklich in solchen Dingen.

Ich lese mir manchmal zu oft meine eigenen Werke durch, finde hier und da Grammatik- oder Rechtschreibfehler, die zu genüge vorhanden sind, oder verändere wieder Vieles. Hier ist zu wenig Detail, da ist was zu viel, dann macht das Andere aber keinen Sinn mehr usw.

Deswegen brauche ich meistens Tage oder Wochen, bis irgendwas fertig ist.

Falls ich dann Lust habe, stelle ich den "Mist", den ich verzapft habe, online, statt ihn einfach gleich wegzuschmeißen.

Was lernen wir daraus?

Je schneller, desto besser. Und manche Menschen auf der Welt haben sich vorgenommen, Fehler aus Texten zu bügeln, die man selber nicht findet.

Man sollte den Betalesern echten Dank aussprechen!

Das Leben als Küken in der Autorenwelt - Bonnie

Einführung

Ich glaube, so ergeht es allen Küken, die in diese Welt hineintreten und hoffen, einen guten und sicheren Platz dort zu finden. Man stellt sich tausende Fragen und möchte auch gerne auf all seine gestellten Fragen die hundertprozentig richtigen Antworten bekommen. Aber wäre dadurch die Welt nicht ein wenig öde und eintönig? 
Ständig stelle ich mir tausende Fragen und muss auch selber über meine eigenen Fragen schmunzeln, weil man auf sie die richtige Antwort nie bekommen wird. "Wie soll man schreiben, dass auch andere es gerne lesen werden?" "Woher soll man seine Ideen bekommen?" "Wie sollte man anfangen?" "Gibt es Risiken und Nebenwirkungen?" (Über die letzte Frage habe ich mich kaputt gelacht, als ich sie mir aufgeschrieben und auf dem Blatt Papier durchgelesen habe!)
Und das Komischste ist, dass man im Nachhinein erfährt, je weniger man nach den richtigen Antworten auf seine eigenen Fragen sucht, desto schneller kommen diese auch ans Licht. Aber das Leben eines Autoren besteht nicht nur aus "jeden Tag sitzen und schreiben!", wie es die meisten Menschen, die niemals Autoren waren, sagen. Allgemein ist das Leben spannend und aufregend und wenn man erst als Autor die Welt mit ganz neuen Augen zu sehen anfängt, wird sie umso lustiger und aufregender. Aber ich höre auf, euch von Moralen zu erzählen, sondern stelle euch einfach meine Welt mit meinen Augen vor. 
 


"Bücher sind Wissen"

Sicherlich kennt ihr diesen Spruch. Wenn es nicht der Fall sein sollte, dann nehmt euch einen Zettel und einen Stift zur Hand und schreibt euch diesen Spruch auf, denn er ist Gold wert. Obwohl ich zuerst auch nicht so recht verstand, was mir diejenige Person mit diesen Worten zu vermitteln versuchte, klang er sehr poetisch, wenn man ihn mit bloßen Augen ansah. Aber hinter diesen drei Buchstaben verbargen sich mehr Eigenschaften, als nur das Poetische. Erst später, als ich intensiv und bewusst zu schreiben anfing, wurde mir deutlich und klarer, dass Bücher die Quellen waren, die uns Wissen vermittelten, welches wir haben und besitzen wollten. Wir Menschen streben nach dem Wissen, denn Wissen bedeutete auch Macht, wie manch andere Menschen zu sagen pflegten. Und bis jetzt fand ich keine weitere und sicherere Quelle des Wissens, als Bücher. Internet mag ja sehr nützlich sein und ich persönlich habe nicht gegen das Internet, aber im Nachhinein merke ich immer und immer wieder, welchen Müll man manchmal in den drei "W"s findet. Vielleicht ist es ein wenig altmodisch, aber ich verlasse mich lieber auf die guten, alten Seiten eines Buches, die immerhin geprüft werden und virenfrei sind. 
Kehren wir nun zurück zu dem Spruch, den ich euch, meine lieben Leser, am Anfang dieses Kapitels vorgestellt habe. "Bücher sind Wissen." Was möchte uns die jeweilige Person, die gerade diesen Spruch von sich gibt, vermitteln. Wäre der Spruch "Bücher enthalten Wissen." nicht viel logischer und leichter zu verstehen? Womöglich, aber dann würde dieser Spruch das gewisse Etwas an sich verlieren und ich hätte einen völlig anderen Spruch in dieses Kapitel genommen. Aber nein, ich habe genau diesen Spruch ausgewählt, weil er mich, als ich ihn zum ersten Mal hörte, förmlich von den Socken haute. Es waren ganz simple und einfache drei Wörter, die wir unabhängig voneinander im normalen Alltag benutzten. "Bücher enthalten Wissen." ist dagegen eine Definition, eher eine Beschreibung für den Begriff Bücher. Langweilig und öde, findet ihr nicht? 
Wie ihr schon alle sicherlich bemerkt habt, kann Wissen unterschiedlich und vielseitig sein. Aber was ist eigentlich Wissen? Wissen ist das, was man weiß, oder? (Wer eine andere Beschreibung dafür hat, kann sie mir gerne vorschlagen.) Aber man kann vieles wissen und nur erfahrene und wirkliche kluge und gescheite Menschen wissen, wie man unbrauchbares Wissen vom brauchbaren Wissen unterscheiden kann. Genauso ist es auch bei den Büchern. Es gibt mehr Genres, meine lieben Leser, als ihr euch alle vorstellen könnt. Angefangen von großen Bestseller-Romanen bis hin zu Schulbüchern von der ersten Klasse, die übrigens immer noch in einigen Regalen von mir stehen und dort so langsam verrotten. (Da fragt man sich, wozu man das Geld bezahlt hat, wenn man so oder so nur die ersten beiden Seiten für den Deutschunterricht benutzt hat.) 
Aber was soll man eigentlich machen, wenn man das Wissen schon hat? Ich sage, an- und weiterverwenden, meine lieben Leser. Wozu habt ihr es denn sonst angeschafft? Also fahren wir mit dem nächsten Kapitel "Schrieben, Schreiben, Schreiben werden" fort. 

 

Schrieben, Schreiben, Schreiben werden

Wie Otto Schuman in seinem Buch "Grundlagen und Techniken der Schreibkunst" schreibt: "Schriftsteller ist ein Mensch, der schreibt." So, und wenn ich Menschen sehe, die nur in die Autorenwelt eintreten, um mehr Geld zu verdienen, dann sind das in meinen Augen keine Schriftsteller. Mag sein, dass ihre Romane oder Novellen oder Gedichte, oder was sie eben schreiben, sehr gut klingen und geschrieben sind, aber ein wahrer Autor schreibt immer, egal wo und wann. Er hat stets einen Block und einen Stift dabei, mit denen er romantische, grauenerregende, außergewöhnliche, liebenswürdige, schreckliche, grauenhafte, erschütternde, schöne, etc. Momente auf seinem Papier festhält. Nehmen wir zum Beispiel den Beruf Maler. Der hat auch immer einen Bleistift und ein Blatt Papier oder eher seine Staffel dabei, wo er seine Inspiration, die er gerade gefunden hat, festhält. Sei es nun ein Mädchen, welches lacht, eine Frau, die gerade die Straße überquert, oder ein alter Opa, der gemütlich auf der Bank sitzt und vor sich hin träumt. Ein Schriftsteller ist fast das Gleiche, wie ein Maler, nur hält ein Maler mit Farben die besonderen Momente fest – ein Schriftsteller mit den Worten!
Ja, auch wenn ich noch so jung bin, nehme ich, egal wohin ich fahre, immer einen Block kariertes Papier und einige Stifte mit, mit denen ich die besonderen Momente, falls mir welche begegnen, festhalten kann. Denn meistens kommen die besonderen und spektakulären Ideen erst dann, wenn man sich nicht den Kopf darüber zerbricht, worüber man seinen nächsten Roman schreiben könnte. Manchmal reicht es für einen Schriftsteller, nur ein kleines Wörtchen zu hören, und schon spinnt sein Gehirn einen Grundbau für den nächsten Bestseller zusammen. Fabelhaft, oder? Genau das nennt man Talent!
Vielleicht fragt ihr euch aber, meine lieben Leser, weshalb ich dieses Kapitel "Schrieben, Schreiben, Schreiben werden" genannt habe. Es geht darum, dass, egal in welchem Alter man sich gerade befindet, man trotzdem schreiben sollte. Ich weiß, dass dieses Leben als Autor genauso schwer sein kann, wie das Leben eine Sängers oder Malers. Die meisten geben für ihren Traum alles auf und erreichen Null. Und manch anderem fällt es einfach vor die Füße. Die eine muss sich ihre Stimme aus der Kehle schreien, damit sie wenigstens Aufmerksamkeit und ein Stückchen Brot am Tag verdient, während die andere nur einen Fuß auf der Bühne zeigen muss und schon hat sie ihre erste Million in der Tasche. Und wenn sie dann noch ihren Mund aufmacht und zur eigentlichen Musik nur die Mundwinkel mitbewegt, ist sie am nächsten Morgen der große Star! Gemein, was? Aber, ob ihr es glaubt oder nicht, meine lieben Leser, es ist im Autorenleben genauso. Während der eine tausende Romane schreibt und das eigentliche Talent besitzt, aber wenig Anerkennung gewinnt, so schreibt der andere nur einige paar Wörtchen, die im Nachhinein keinen Sinn ergeben, und trotzdem verdient er seine Millionen und kann davon glücklich leben. Manche Menschen ärgert es, manche finden sich damit einfach ab. Ich gehöre, glaube ich, zu der Sorte, die sich in der Mitte zwischen diesen beiden Sorten befindet.
Nun hat man aber, unabhängig, ob man ein großer Autor oder ein Hobbyschriftsteller ist, eine Idee. Was soll man dann mit dieser Idee anstellen? Dumme Frage, denn man hat bereist die Antwort – Aus dieser Idee einen Roman entwickeln. Aber das ist schwerer, als man es sich vorstellt. 

 

Von der Idee bis zum Ende

Andere würden auch sagen: "Vom Anfang bis zum Ende", wobei die Idee der eigentliche Anfang ist, aber das spielt erstmal keine Rolle. Doch woher bekommt man seine Idee? Wie kommt sie in den Sinn geschossen und wie baut man sie aus, damit aus ihr ein Bestseller wird? Am Anfang mache ich mir aus diesen Fragen nichts. Manchmal brauche ich nur ein Wort zu sehen und dann spinnt sich mein Gehirn eine neue Idee für ein neues Buch aus. Aber damit ist es noch nicht getan! Wenn man erstmal die Grundidee hat, muss man sie ausbauen und Zwischenfälle einbauen, sodass auch eine neue Welt entsteht, in die der Leser mit Genuss und Lust eintauchen kann. Ein Roman ist nichts weiteres, als eine Sammlung von Kurzgeschichten und Novellen, die zusammenhängend einen Sinn ergeben. Manchmal kann ein kleines Detail den ganzen Ablauf verändern! Und wenn einem das bewusst wird, ist man nur ein kleines Stückchen von einem Bestseller entfernt. Aber was ist, wenn man eben keine Ideen bekommt oder umgekehrt zu viele Ideen hat? Nun, genau das ist manchmal mein Problem. Ein genaues Mittel gegen dieses Problem habe ich bis jetzt noch nicht gefunden. Vielleicht werde ich es auch nicht finden, weil es vielleicht kein Mittel dagegen gibt. Ich vermute, viele Autoren hatten mal mit solchen Problemen oder Hindernissen, die zwischen ihnen und dem Erfolg standen, zu kämpfen. Wahrscheinlich kämpfen einige von ihnen noch immer mit diesen Problemen. Wie dem auch sei, die Leidenschaft und der Wunsch, ein Buch zu vollbringen, sind größer, als diese Probleme, die einem im Weg stehen. Oder geht der gewünschte Autor die Sache ganz falsch an? Aber sehen wir mal die Sache aus einer anderen Perspektive: Gibt es bestimmte Regeln und Vorschriften, wie man ein Buch schreiben sollte? Nein, meine lieben Leser, vergleicht Hilfen, Stützen und Ratschläge nicht mit Regeln und Vorschriften, falls ihr das gerade wolltet. Es wird oft gesagt, man solle sich Mappen aneignen, in denen man die wichtigsten Informationen festhält. Es wird gesagt, man solle erst die ganze Geschichte vorausplanen und sie dann punktweise auf das Papier umschreiben. Es gibt noch tausende weitere Ratschläge von Menschen, die meinen, man würde somit anderen helfen. Aber diese Ratschläge sind individuell! Der eine mag sich halt keine Mappen aneignen, weil er so oder so alles im Kopf festhalten kann. Der andere aber meint, er wird die ganzen Informationen nach einem Tag vergessen und müsste eine Mappe aneignen, um nicht den Faden zu verlieren. Der eine mag alles vorausplanen, denn dann weiß er, worüber er schreiben soll. Der andere aber mag lieber alles frei schreiben und sich nicht an den Verlauf, den er selbst aufgestellt hat, halten. Ich persönlich schwebe zwischen diesen beiden Typen von Autoren. Wie ihr seht, meine lieben Leser, gibt es durchaus viele verschiedene Ratschläge, Hilfen, Stützen, Tipps, Tricks, etc. Man kann diese Hilfen so benennen, wie es einem lieb ist, aber es sind keine Regeln oder Vorschriften, nach denen man sich strikt halten muss. 
Wie ihr seht, meine lieben Leser, gibt es tausende Möglichkeiten, ein Buch zu schreiben und seine Idee zu verwirklichen. Aber woher bekommt man seine Idee eigentlich? Einen Ideenspender oder eine Ideenband gibt es wohl kaum auf dieser Welt!
 


Ideen, Inspirationen, Gefühle, Gedanken

Woher bekommen Autoren ihre Ideen, Inspirationen, die Gefühle, die sie in deren Büchern verwenden und die Gedanken, die der Held im Buch verspürt? Aber wenn man genau hinsieht, kann man von überall Ideen bekommen, ob nun im Supermarkt oder in der Bibliothek ist (Dort bekomme ich die meisten Ideen), in der U-Bahn oder im Bus, beim Zeitungshändler oder bei sich zu Hause, einfach überall! Romane sind nichts weiter, als Geschehnisse aus dem alltäglichen Leben oder aus den alltäglichen Träumen, die wir manchmal haben. Es sind Erzählungen, die uns zum Träumen verführen, zum Nachdenken bringen oder einfach mal vergnügen sollen. Das Menschenleben braucht allgemein viel Unterhaltung und Bücher sind ein Teil davon. (Wenn auch heutzutage ein ganz kleiner Teil, dennoch werden sie gelesen!)
 
 

Ich habe nichts mehr, meine lieben Leser, was ich mit euch teilen oder euch vermitteln könnte. Wir sind noch lange nicht am Schluss angereist, falls es im Autorenleben überhaupt einen Schluss gibt. Aber meine Kenntnisse und Erfahrungen sind noch ganz klein, sie werden aber von Tag zu Tag größer! Wenn sie sich enorm vergrößern und ich etwas älter werde (Da ich noch ein kleines Küken bin), werde ich meine neuen Erfahrungen gewiss gern mit euch teilen! 

... und nun komm' ich ... (Gunda)

Kennt ihr das?

Spätestens ab Mai, Juni bekommt man in manchen Geschäften die Kalender für das aktuelle und nunmehr bereits halb vergangene Jahr hinterhergeschmissen. Ich meine natürlich nicht den Apothekenkalender mit Omas Tipps für die kluge Hausfrau oder das Pin-up-Modell auf Hochglanzpapier für Papis Bastelkeller – nein, ich meine diese herrlich dicken, taschenbuchartigen Terminplaner, die selbst im Zeitalter des Notebooks noch nicht aus der Mode gekommen zu sein scheinen. Mindestens 365 Seiten, liniert und fast im Din-A-5-Format. Und auch noch durchnummeriert ... aber das nur nebenbei. Und den kleinen Bruder, den Taschenkalender, der, oft in Kombination mit einem werbeträchtigen Kugelschreiber, als Give-away den Kunden für den Rest des Jahres verpflichten soll, an den Zapfsäulen eben jener Tankstelle den Durst seines Autors zu stillen, deren Schriftzug auf dem Schreibgerät prangt. Äh, schrieb ich "Autors"? Quatsch, "Autos" meinte ich natürlich ...




Ja. Also. Diese Kalender sind es, die die Grundlage MEINES Schreibens bilden. Mindestens drei bis vier der größeren Exemplare und ein oder zwei kleine schwirren beständig um mich herum.

Ein Buch liegt natürlich im Büro, ein zweites, nicht ganz fettfleckfreies, in der Küche, ein drittes als Begleiter meiner Notenmappe in der Chortasche. Ich gestehe: Wenn der Bass mal wieder stundenlang an drei Takten herumproben muss, gehen meine Gedanken schonmal fremd – und meist verlangen sie dann danach, sofort notiert zu werden.




Ein Büchlein liegt im Auto und ein zweites schlummert selbstverständlich in meiner Handtasche. Nebst mindestens zwei Kugelschreibern, denn einer funktioniert garantiert gerade dann nicht, wenn man ihn am dringendsten braucht. Gelangweiltes Herumsitzen in ärztlichen Wartezimmern gehört damit ebenso der Vergangenheit an wie schlechte Laune im Stau auf der Autobahn. Beide Aufenthaltsorte können nämlich sehr inspirative Einblicke vermitteln: Der selbstvergessen in der Nase popelnde Cabriofahrer ebenso wie die mit lautem Flüstern Tipps über die Behandlung der Hämorrhoiden ihrer Ehegatten austauschenden, dauerwellbehelmten Damen.




Das wichtigste Buch aber liegt im Schlafzimmer auf dem Nachtschrank. So aufgeschlagen, dass die Digitalanzeige des Radioweckers genau den Teil ausleuchtet, der danach schreit, mit nächtlichen Gedankenblitzen gefüllt zu werden – und das möglichst so, dass ich nicht am nächsten Morgen ob der unleserlichen Hieroglyphen verzweifele.

Was meint ihr? Warum ich nicht einfach Licht anmache? Ihr seid wohl nicht verheiratet, was?

Unwirsches Knurren aus der linken Betthälfte ist dem Gedankenfluss nicht gerade förderlich.

Okay, ich schweife ab, sorry.




Tja, SO schreibe ich also.

Immer und überall.

Mit fettigen Fingern beim Bratkartoffeln machen, mit schnellen, stenoartig hingeschmissenen Notizen vor der Ampel, mit falschen Basstönen im Ohr ganz hinten links im Chor, halb über dem Nachtschrank liegend mit möglichst geräuscharmem Kugelschreiber oder – wie im Falle dieses Textes – morgens auf der Bettkante hockend, noch ungekämmt und mit dem eigentlich dringenden Wunsch, die Toilette aufsuchen zu wollen. Aber irgendwo MUSS man ja Prioriäten setzen!




Ach, eigentlich wolltet ihr wissen, wie meine Texte entstehen? Och, Leute, genauso wie bei euch: Mal sammele ich Worte wie unser Himmelskind, mal lasse ich mich von Büchern inspirieren wie Küken Bonnie, mal entwickele ich meine Texte eingehüllt in Wohlfühlambiente wie Thomas, dann wieder tropfen sie einfach so aufs Papier wie manchmal bei Punky. Mal schreibe ich und schreibe und schreibe, so wie es Seelchen hin und wieder passiert, und oft finde ich dann nach einem solchen Anfall auch nur Chaos auf dem Blatt vor, wie Lili es so schön ausdrückt. Massacios Art, mit Stille im Kopf zu schreiben ist mir ebenso vertraut wie Britta-Lilies "eigentlich ganz anderer Art zu schreiben". Auf Befehl schreiben kann ich ebenso wenig wie Ingrid und oft lebe ich lange gefangen in meiner eigenen Geschichte oder meinem Gedicht wie Lilian. Meist aber sind es Träume und Nachtgedanken wie bei Kazure, die mich zum Stift greifen lassen ...




Aber ob mir nun ein Text wie aus einem Guss aus den Fingern fließt oder ich noch tagelang an ihm stilistisch herumfeile, bis er ganz meinen Vorstellungen entspricht, ob ich in meine Kalenderbücher kritzele oder direkt am PC etwas entwickele, egal ... wichtig ist für mich, dass im Endeffekt etwas dasteht, mit dem ich mich identifizieren kann, auch wenn es oft „nur“ das LyrIch ist, das da spricht. Logisch, wenn alles, was ich in meinen – meist – Gedichten verarbeite, die wahre Gunda widerspiegeln würde, wäre ich wohl reif für die Klapsmühle.




Und dann ... lege ich Wert auf einen guten Schluss. Der muss nicht unbedingt in einer witzigen Pointe bestehen, Hauptsache, er lässt in mir ein gutes Gefühl zurück. Leider gelingt mir das nicht imm...




Mist...




...grinst sich GUNDA eins.

Was mache ich hier eigentlich? - LadyLy

Was mich zum Schreiben animiert

 

Irgendetwas ist passiert, das merke ich, meine Finger kribbeln und ich werde zappelig. Etwas muss ich wahrgenommen haben, aber was genau ist mir nicht in Erinnerung geblieben. Vielleicht war es einfach bloß ein Auto, dessen Hupen mich aus der Konzentration gerissen hat oder ich habe einen Blick aus dem Fenster geworfen und einen Fußgänger beobachtet, der die Straße überquert hat, obgleich die Ampel bloß etwa 20 Meter entfernt ist. Dennoch gehe auch ich ständig über die Straße, weil es der kürzere Weg zum Einkaufen ist.

 

Dann öffne ich wie selbstverständlich meinen Notebook, lehne mich bequem auf der Couch zurück, öffne ein leeres Dokument, lege meine Finger auf die Tastatur und beginne wie selbstverständlich zu schreiben. Die Geschichte hat nicht das Geringste mit dem zu tun, was ich vorher gesehen oder gehört habe. Aber dennoch ist eben dies die Inspiration gewesen, die ich gebraucht habe. Kaum sind die ersten Sätze geschrieben, schalte ich den Fernseher ein. Oder manchmal auch meinen Musikplayer, je nach meiner Stimmungslage und abhängig davon, was gerade im Fernsehen läuft. Mein Blick liegt nur selten tatsächlich auf dem Laptopbildschirm, zumeist beobachte ich das Geschehen im Fernsehen oder lausche auf die Texte des Liedes das gerade läuft.

 

Das leere Blatt füllt sich mit Buchstaben, Worten und letztlich mit Geschichten oder Gedichten. Zumeist voll von Bildern. Eigentlich habe ich keine Ahnung was ich da eigentlich schreibe. Mir ist nicht tatsächlich bewusst, worum es darin geht, was ich versuche zu Papier zu bringen. Geschichten überarbeite ich auch später zumeist nie, lediglich an meinen Gedichten feile ich nicht selten noch ein wenig, verschiebe hier und da die Worte oder ändere die Satzstellung nochmals um. Das alles geschieht, bevor ich das Werk tatsächlich als Ganzes lese. Erst danach ist mir die Thematik bewusst, wird mir klar, worüber ich eigentlich geschrieben habe. Manchmal träume ich Nachts davon, mit Erschrecken stelle ich dann fest, dass ich eigentlich immer die Figur des Bösewichtes für mich beanspruche. Es ist wohl doch so, dass es reizvoller ist Dinge zu tun, die im Leben nicht erlaubt oder möglich sind.

 

Ich speichere das Dokument ab, stelle den Text online und schließe nicht selten den Notebook. Dennoch vergehen nur wenige Stunden, bevor ich schaue, ob es Kommentare gibt. Interesse ist eben doch vorhanden. Wer von uns möchte denn nicht wissen, wie seine Ideen ankommen?

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Über den Autor

PhanThomas
Ich bin PhanThomas, aber Leute, die mich kennen, dürfen mich auch gern Thomas nennen. Oder ach, nennt mich, wie ihr wollt. Denn ich bin ja ein flexibles Persönchen. Sowohl in dem, was ich darzustellen versuche, als auch in dem, was ich schreibe. Ich bin unheimlich egozentrisch und beginne Sätze daher gern mit mir selbst. Ich bin eine kreative Natur, die immer das Gefühl hat, leicht über den Dingen zu schweben - und das ganz ohne Drogen. Man trifft mich stets mit einem lachenden und einem weinenden Auge an. Das scheint auf manche Menschen dermaßen gruselig zu wirken, dass die Plätze in der Bahn neben mir grundsätzlich frei bleiben. Und nein, ich stinke nicht, sondern bin ganz bestimmt sehr wohlriechend. Wer herausfinden will, ob er mich riechen kann, der darf sich gern mit mir anlegen. ich beiße nur sporadisch, bin hin und wieder sogar freundlich, und ganz selten entwischt mir doch mal so etwas ähnliches wie ein Lob. Nun denn, genug zu mir. Oder etwa nicht? Dann wühlt noch etwas in meinen Texten hier. Die sind, äh, toll. Und so.

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PhanThomas Re: Schöne Idee -
Zitat: (Original von EagleWriter am 07.01.2012 - 03:03 Uhr)
Habs tatsächlich geschaft mir alles durchzulesen
Ein schönes Projekt das sich meiner Ansicht nach wirklich gelohnt hat.
bitte Rechtschreibfehler zu Entschuldigen ist schon wieder verdammt spät wenn ich so auf die Uhr guck^^

Hey, vielen Dank! :-) Da seh ich ja grad, wie alt das Textlein hier schon wieder ist, puuuh! Aber hat Spaß gemacht, die Sammlung zusammenzustellen und schön, wenn sie dir gefallen hat.

Viele Grüße
Thomas
Vor langer Zeit - Antworten
EagleWriter Schöne Idee -
Habs tatsächlich geschaft mir alles durchzulesen
Ein schönes Projekt das sich meiner Ansicht nach wirklich gelohnt hat.
bitte Rechtschreibfehler zu Entschuldigen ist schon wieder verdammt spät wenn ich so auf die Uhr guck^^
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EagleWriter Nette Idee - -
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PhanThomas Re: Aaaalso, konnte noch gar nicht alles durchlesen -
Zitat: (Original von baesta am 04.11.2010 - 20:04 Uhr) - ist zu viel auf einmal. Mach es aber wie Ute und hebe mir das in meinen Favos auf. Finde es aber sehr amüsant und werde es mir so nach und nach gänzlich durchlesen. Versprochen!

Liebe Grüße
Bärbel

Hallo Bärbel,

ja, so Gemeinschaftsprojekte werden mitunter schnell recht groß. :-) Freut mich, dass du schon mal reingeschaut hast.

Liebe Grüße
Thomas
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baesta Aaaalso, konnte noch gar nicht alles durchlesen - - ist zu viel auf einmal. Mach es aber wie Ute und hebe mir das in meinen Favos auf. Finde es aber sehr amüsant und werde es mir so nach und nach gänzlich durchlesen. Versprochen!

Liebe Grüße
Bärbel
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PhanThomas Re: Re: Re: so ein werk kann man sich nur aufheben und das geht am Besten, wenn man es als Favo sicherstellt -
Zitat: (Original von UteSchuster am 04.11.2010 - 19:11 Uhr)
Zitat: (Original von PhanThomas am 04.11.2010 - 19:08 Uhr)
Zitat: (Original von UteSchuster am 04.11.2010 - 19:07 Uhr) Liebe Grüße Ute


Hallo Ute,

da sag ich doch danke schön im Namen aller Mitschreiberlinge! :-)

Liebe Grüße
Thomas


ja das kann man sich nur als Lernhilfe bunkern, was ich so gelesen habe, ist alles sehr hilfreich. DANKE,

liebe Grüße zu dir,

Ute

Gern geschehen! :-) Dafür ist's unter anderem ja auch da.

lg
Thomas
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UteSchuster Re: Re: so ein werk kann man sich nur aufheben und das geht am Besten, wenn man es als Favo sicherstellt -
Zitat: (Original von PhanThomas am 04.11.2010 - 19:08 Uhr)
Zitat: (Original von UteSchuster am 04.11.2010 - 19:07 Uhr) Liebe Grüße Ute


Hallo Ute,

da sag ich doch danke schön im Namen aller Mitschreiberlinge! :-)

Liebe Grüße
Thomas


ja das kann man sich nur als Lernhilfe bunkern, was ich so gelesen habe, ist alles sehr hilfreich. DANKE,

liebe Grüße zu dir,

Ute
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PhanThomas Re: so ein werk kann man sich nur aufheben und das geht am Besten, wenn man es als Favo sicherstellt -
Zitat: (Original von UteSchuster am 04.11.2010 - 19:07 Uhr) Liebe Grüße Ute


Hallo Ute,

da sag ich doch danke schön im Namen aller Mitschreiberlinge! :-)

Liebe Grüße
Thomas
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UteSchuster so ein werk kann man sich nur aufheben und das geht am Besten, wenn man es als Favo sicherstellt - Liebe Grüße Ute

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