Biografien & Erinnerungen
Putin, der "Held"

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"Putin, der "Held""
Veröffentlicht am 11. Januar 2023, 26 Seiten
Kategorie Biografien & Erinnerungen
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Über den Autor:

"Friedemann" ist nur mein Vorname, für meinen Nachnamen "Kriegsfuß" reichte (aufgrund der von myStorys vorgegebenen Obergrenze von 14 Zeichen) leider der Platz nicht mehr. Mein Name besagt, dass ich im Grunde ein sehr friedliebender Mensch bin, der aber verbalen Auseinandersetzungen nicht grundsätzlich aus dem Weg geht. Diese sind gelegentlich die Folge von satirischen Texten, für die ich schon seit meiner Schulzeit (als noch Lehrer und ...
Putin, der "Held"

Putin, der "Held"

Putin, der „Held“ Wie litt der arme Kerl an Frustration, als mit Erniedrigung und übler Schmach bei der Zerrüttung der Sowjetunion sein heiß geliebtes Paradies zerbrach: Wo einst ein Zar, ein Stalin und nachher ein Chruschtschow einzig und allein diktierten, entstanden Republiken, die nunmehr ihr Volk kulant in ihre Freiheit führten. Sein Russland, welches ihm noch übrig blieb, war Putin dadurch viel zu klein geworden - was ihn vollkommen zur Verzweiflung trieb, denn so bekommt er nie den Lenin-Orden! Vermutlich gab er sich d'rum selbst den Rat: Den Zaren Peter nennt man stets den Großen, denn jeder kennt ja seine Heldentat und kennt ihn bildlich nur in stolzen Posen.

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Zar Peter schlug nach langem Kampf die Schweden

und schluckte als Gewinn das Baltikum. Nun hat sich Putin solch ein Sieg erbeten, jedoch verlief sein Feldzug andersrum: Denn Putin überfiel ja die Ukraine - für alle Nachbarn ein Ruin-Eklat! Gewissensbisse hatte Putin keine, für ihn war's nämlich eine Heldentat! Europa ist nun durch und durch entsetzt, doch Putin sagt: „Da seid ihr falsch gepolt, Ich hab' Ukraine nicht zum Raub besetzt, ich habe dieses Land zurückgeholt! Zurückgeholt an unser altes Russland, das seit Zar Peter treu altrussisch ist. Auch wenn es heißt wir wären Hieb- und Schussland, wir dulden nicht, dass man auf Russland pisst!“

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Ach, Putin, dieser Krieg ist eine Schande, und nie und nimmer eine Heldentat! Du führst inzwischen eine Mörderbande, geführt inzwischen von 'nem Psychopath. Auf Schlachtfeldern habt Ihr noch nichts gewonnen, jetzt werden Wohngebiete bombardiert. Du Feigling hast 'nen neuen Kniff ersonnen: Familien werden bangend ruiniert. Sie bangen um ihr Hab und um ihr Leben und flüchten hoffnungsvoll in Richtung West. Sie trauern, weil sie Putin übergeben, was man aus Furcht den Russen überlässt. Ach, Putin, Du glaubst an eine Heldentat, getan wie einstmals Peter der Große, doch Deine Gräueltat ist desolat, vielleicht passiert mit einer vollen Hose?

Nachlese: Wie sehr Putin von sich selbst und seinen Heldentaten eingenommen ist, geht aus einem STERN-Artikel hervor, verfasst von Yannik Schüller: HISTORISCHER VERGLEICH Putin der Gerne-Große: Was es mit dem Vergleich des Kremlchefs zu Zar Peter auf sich hat. Wladimir Putin hat sich selbst befördert. Zum Kaiser. Was nach einem absurden historischen Vergleich klingt, offenbart in Wahrheit die brandgefährlichen Ambitionen des Kremlchefs. Dass Wladimir Putin zu Taten fähig ist, die viele für undenkbar halten, das hat der Kremlchef in 22 Jahren Herrschaft immer wieder eindrucksvoll bewiesen. Sein neuestes Kunststück ist dennoch beeindruckend: Er hat

sich – natürlich durch die Blume – auf eine Stufe mit dem berühmten Zar Peter dem Großen gestellt. "Offenbar ist es auch unser Los: Zurückzuholen und zu stärken", schlussfolgerte Putin laut der Nachrichtenagentur Interfax am Donnerstag unmittelbar nach dem 350. Geburtstag des russischen Kaisers. Wie schon Zar Peter im frühen 18. Jahrhundert die Gebiete um die heutige Millionenstadt St. Petersburg nicht erobert, sondern von den Schweden zurückgewonnen habe, sei auch die Invasion der Ukraine lediglich eine Korrektur auf der Landkarte. Nun fehlt es Putin bekanntlich nicht an Ehrgeiz. Seine Selbst-Nobilitierung ist aber doch eine neue Form der Selbstverliebtheit- und -verklärung. Sicher, man könnte ob dieser Anmaßung schmunzeln – wäre sie nicht Ausdruck eines gemeingefährlichen Größenwahns, der Tausenden Menschen Leben

und Freiheit kostet. Zar Peter: großer Mann, größere Ambitionen. Zar Peter Alexejewitsch (*1672), genannt "der Große", gilt als einer der bedeutendsten Figuren der russischen Geschichte. Dem mehr als zwei Meter große Hünen war die Rückständigkeit seines Reiches, dessen Bevölkerung zum Großteil aus armen Bauern bestand, ein Dorn im Auge. Angesichts des massiven Aufholbedarfs in Sachen Technologie – insbesondere beim Schiffsbau – arbeitete Zar Peter mehrere Monate lang als Zimmermann in einer Amsterdamer Werft und lernte von westlichen Ingenieuren und Gelehrten. Er muss ein fleißiger Schüler gewesen sein. Denn während seiner 42-jährigen Regentschaft modernisierte er nicht nur die Verwaltung und Wirtschaft, sondern führte auch Krieg im Süden und Norden. Als der Peter nach 21 Jahren siegreich aus dem "Nordischen Krieg" hervorging, hatte das Russische Zarenreich Schweden als

Militärmacht im Ostseeraum abgelöst und endgültig seine Führungsansprüche in Europa gefestigt. Weil der Titel Zar dem Ganzen nicht gerecht wurde, nannte sich Peter fortan Imperator – nach dem Vorbild Römischer Kaiser. Für sein Herzensprojekt, den Bau einer russischen Metropole an der Ostsee, sollen Zehntausende Menschen ihr Leben gelassen haben. St. Petersburg, heute viertgrößte Stadt Europas, ist nicht nach dem Kaiser, sondern nach dessen Schutzheiligen Petrus benannt. Zar Peter: ein russischer Held also? Kurfürstin Sophie von Hannover beschrieb ihn laut Deutschlandfunk wie folgt: "Dieser Fürst hat ein gutes Herz und recht noble Gefühle, er ist einerseits sehr gütig und andererseits sehr böse, so wie es in seinem Land bestellt ist." Zumindest der zweite Teil dieser Beschreibung leitet über zu seinem vermeintlichen Bruder im Geiste. Ukraine-Krieg: Wenn kaum ein Stein mehr auf

dem anderen ist – Vorher-Nachher-Bilder zeigen massive Kriegsschäden: Putin sieht sich als "Zar für alle Russen." Putin sehe sich selbst als "Erbe der Zaren", zitierte der "Businessinsider" Mitte Mai Fiona Hill, ehemalige Beraterin von US-Präsident Donald Trump. Der Kremlchef fühle sich den absoluten Herrschern der vermeintlich glorreichen Vergangenheit näher als den Führern der UdSSR. Ganz nach zaristischem Vorbild habe Putin das System von sich abhängig gemacht und sei zu einem Autokraten avanciert, der allein durch die Verfassung gestützt und durch den Anspruch des Volkes legitimiert sei. Tatsächlich ist kaum eine Weltmacht so sehr mit ihrem Regierungschef assoziiert wie Russland. Putin ist Russland und Russland ist Putin – das ist das Bild, an dem der Kremlchef seit 22 Jahren ständig werkelte, für dessen Perfektion er Gesetze umging und

Kritiker zum Schweigen

brachte. Ganz wie sein großes Vorbild stört sich Putin massiv an der Bedeutungslosigkeit seines Reichs. Russland mag die Welt militärisch in Atem halten. Ökonomisch ist das größte Land der Welt im besten Fall Mittelklasse. Selbst Italien hat ein größeres Bruttoinlandsprodukt – und das vor der geopolitischen Zwangsquarantäne. Putin will ein Erbe hinterlassen, egal zu welchem Preis. Als Russland 1547 zum Zarenreich wurde, so die US-Zeitschrift "Foreign Policy", lautete der offizielle Kurztitel des Herrschers "Zar für alle Russen". Alles, was sich diesem "allrussischen" Gedanken widersetzt, gehört in dieser Vorstellung aussortiert. Wie seine historischen Vorreiter sieht Putin seine Aufgabe als Herrscher darin, die Einheit des russischen Volks zu garantieren. Doch nur, weil sich eine Nation als eigenständig ansieht, ist sie das noch längst nicht in den Augen des machthungrigen Wunsch-Imperators.

ANALYSE, AUSWEGSZENARIO Der Westen setzt sich den "Sieg der Ukraine" zum Ziel – doch was heißt das eigentlich? Und so spannt sich der Bogen zu Peter dem Großen. Nach dessen erfolgreichen (wenn auch blutigen) Feldzügen – pardon, militärischen Spezialoperationen – an der Ostsee, sollen russische Würdenträger ihren Zaren demütig gebeten haben, einen besonders famosen Titel zu führen, wie der Deutschlandfunk berichtet. Vielleicht schreibt sich das ein gewisser Autokrat allabendlich sehnsüchtig in sein Tagebuch. Das klänge dann in etwa so: "Vater des Vaterlandes, Wladimir der Große, Herrscher über ganz Russland". Man wird jawohl noch (alp-) träumen dürfen. Quellen: "Deutschlandfunk"; "Foreign Policy"; dpa

2. Nachlese UKRAINE-KRIEG: Zurückholung - Putin zieht Vergleich zu Zar Peter den Großen WELT Thema Russlands Präsident Wladimir Putin sieht Parallelen zwischen seiner Politik und jener Peters des Großen während dessen Krieg gegen Schweden im 18. Jahrhundert. Putin sagte am Donnerstag nach einem Besuch einer Ausstellung zum 350. Geburtstag Peters des Großen in Moskau, es könne der Eindruck entstehen, dass der Zar etwas "an sich gerissen" habe, indem er gegen Schweden kämpfte. Doch Peter der Große habe "nichts genommen, er hat es zurückgeholt", fügte Putin hinzu. Als Peter der Große St. Petersburg gegründet und zur russischen Hauptstadt ernannt habe, habe "keines der Länder in Europa dieses Gebiet als

zu Russland gehörend anerkannt", sagte Putin nach dem Besuch der Ausstellung "Peter der Große: Geburt eines Reiches" vor russischen Jungunternehmern. "Alle haben es als Teil Schwedens betrachtet. Aber seit Menschengedenken haben dort Slawen Seite an Seite mit finno-ugrischen Völkern gelebt." Das "Zurückholen und die Stärkung" sei auch heute Aufgabe der Verantwortlichen in Russland, führte der Kreml-Chef, offenbar in Anspielung auf die Offensive in der Ukraine, aus. "Ja, es hat Zeiten in der Geschichte unseres Landes gegeben, in denen wir gezwungen waren, uns zurückzuziehen - aber nur, um unsere Stärke wiederzuerlangen und nach vorne zu gehen." Die Erfolge Peters des Großen im Großen Nordischen Krieg (1700-1721) und die schlussendliche Niederlage Schwedens führten zur Vormachtstellung des Russischen Zarenreichs im Ostseeraum und zum Aufstieg Russlands zur europäischen Großmacht.

Während seiner Zeit als russischer Zar und später Kaiser baute Peter der Große seine Herrschaft zunehmend nach europäischem Vorbild um. In der Geschichtspolitik des Kreml spielt dies allerdings nur eine geringfügige Rolle. Moskau betont heute vor allem die von Peter dem Großen forcierte Expansion des russischen Territoriums. #ukraine #krieg #russland „Land zurückholen“: Macht’s Putin wie Peter der Große?

Vor 350 Jahren wurde der Mann geboren, der als Peter der Große in die Geschichte einging. Am Geburtstag des russischen Zaren verglich Präsident Wladimir Putin dessen Handeln mit der heutigen Lage. „Er hat nichts genommen, sondern er hat das Land zurückgeholt." Putin sagte: „Peter der

Große führte 21 Jahre lang den Großen Nordischen Krieg. Er kämpfte gegen Schweden und versuchte, dem Land einige seiner Teile zu entreißen. Er hat nichts genommen, sondern er hat das Land zurückgeholt. Ja, er holte das Land zurück und stärkte es. Genau das hat er getan. Offensichtlich sind jetzt wir an der Reihe, das Land zurückzuholen und zu stärken. Und wenn

wir davon ausgehen, dass diese Werte die Grundlage unseres Daseins sind, dann werden wir die Aufgaben, vor denen wir stehen, sicher erfolgreich lösen." Der Zar war unberechenbar und grausam Unter Peter dem Großen wurde Russland zur Weltmacht, der mehr als zwei Meter große Zar galt als unberechenbar und grausam. Seinem Sohn warf er eine Verschwörung vor und ließ ihn foltern, was der Kronprinz nicht überlebte. Alexander Smirnow, der als Theaterdirektor arbeitet, meint: „Das Erbe Peter des Großen ist

erhalten geblieben, und zwar ein Fenster nach Europa. Trotz der Ereignisse, die jetzt in der Welt vor sich gehen, bleibt St. Petersburg eine Stadt, die immer noch eine politische und intellektuelle Gemeinschaft mit dem europäischen Kontinent im Blick hat." Putin stammt gebürtig aus Leningrad, dem heutigen St. Petersburg Der Kulturwissenschaftler Wadim Wysotsky sagt: „Vor unseren Augen verwandelt sich dieses Fenster nach Europa trotz aller Beteuerungen in ein kleines Fenster, das sich schließt." Und Eduard Worontsow, ein Museumsmitarbeiter, meint: „Dass wir unsere Armee und unsere Marine wiederaufgebaut haben: Für all das hat Peter der Große die Grundlage geschaffen."

3. Nachlese KRIEG IN DER UKRAINE

Die Rede von Wladimir Putin im Wortlaut (24.2.2022)

Quelle: ZEIT ONLINE, dpa

Die Umstände verlangen von uns, dass wir entschlossen und sofort handeln. Die Volksrepubliken des Donbass haben Russland um Hilfe gebeten. In diesem Zusammenhang habe ich gemäß Artikel 51 Absatz 7 der UN-Charta, mit Genehmigung des Föderationsrates und in Übereinstimmung mit den von der Föderationsversammlung ratifizierten Freundschafts- und Beistandsverträgen mit der Donezker Volksrepublik und der Luhansker Volksrepublik beschlossen, eine besondere Militäroperation durchzuführen. Wir haben nicht vor, die ganze Ukraine zu

besetzen, aber sie zu demilitarisieren. Das Ziel der russischen Spezialoperationen ist es, die Menschen zu schützen, die acht Jahre lang vom Kiewer Regime misshandelt und ermordet wurden. Zu diesem Zweck werden wir versuchen, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren und diejenigen vor Gericht zu bringen, die zahlreiche blutige Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung, einschließlich russischer Bürger, begangen haben. Zusammenstöße zwischen Russland und nationalistischen Kräften in der Ukraine sind unvermeidlich. Es ist nur eine Frage der Zeit. Sie bereiten sich vor, sie warten auf einen günstigen Moment. Jetzt beanspruchen sie sogar den Besitz von Atomwaffen. Das werden wir nicht zulassen.


Russland kann sich nicht sicher fühlen, sich nicht entwickeln und nicht existieren, wenn es ständig von der Ukraine bedroht wird. Die

Aneignung der Ukraine durch das Nordatlantische Bündnis ist inakzeptabel. Die russische Politik basiert auf Freiheit, und dieses Recht sollte jeder genießen können, auch die Einwohner der Ukraine. Jeder sollte die Freiheit haben, über seine eigene Zukunft und die seiner Kinder zu entscheiden. Und wir halten es für wichtig, dass dieses Recht, von allen Völkern, die auf dem Gebiet der heutigen Ukraine leben, ausgeübt werden kann. Jeder, der es will. Weder bei der Gründung der Sowjetunion noch nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Menschen, die auf den Gebieten der heutigen Ukraine leben, jemals gefragt, wie sie selbst ihr Leben gestalten wollten. Das ukrainische Militär hat seinem Volk die Treue geschworen – nicht der volksfeindlichen Junta, die die Ukraine ausplündert. Liebe Kameraden! Ihre Väter, Großväter und Urgroßväter haben nicht gegen die Nazis

gekämpft, um unser gemeinsames Vaterland zu verteidigen, damit die heutigen Neonazis die Macht in der Ukraine übernehmen können. Ich fordere euch auf, die kriminellen Befehle nicht auszuführen, die Waffen sofort niederzulegen und nach Hause zu gehen. Alle Soldaten der ukrainischen Armee, die dieser Forderung nachkommen, dürfen das Kriegsgebiet verlassen und können ungehindert zu ihren Familien zurückkehren. Wir respektieren die Souveränität aller neu entstandenen Länder im postsowjetischen Raum und werden dies auch weiterhin tun. Ein Beispiel dafür ist die Hilfe, die wir Kasachstan gewährt haben, das mit tragischen Ereignissen konfrontiert war und dessen Staatlichkeit und Integrität in Frage gestellt wurde. Die Nato hingegen nähert sich den Grenzen Russlands. Moskau versucht seit 30 Jahren, eine Einigung über die Nichterweiterung des Blocks nach Osten zu erzielen, und ist dabei

Täuschungen, Druck und Erpressungsversuchen ausgesetzt gewesen. Russland ist für jede Entwicklung bereit, alle Entscheidungen sind getroffen. Ich hoffe, ich werde gehört. Die wahre Stärke liegt in der Gerechtigkeit und Wahrheit, die auf der Seite Russlands stehen. Liebe Bürgerinnen und Bürger Russlands, das Wohlergehen, die Existenz ganzer Staaten und Völker, ihr Erfolg und ihre Lebensfähigkeit haben ihren Ursprung immer in einem starken Wurzelsystem, ihrer Wertekultur, der Erfahrung ihrer Vorfahren. Und natürlich hängt sie direkt von der Fähigkeit ab, sich schnell an ein sich ständig veränderndes Leben anzupassen, vom Zusammenhalt der Gesellschaft, ihrer Bereitschaft, sich zu konsolidieren und alle Kräfte zu bündeln, um voranzukommen. Stärke ist immer gefragt. Immer – aber sie kann von unterschiedlicher Qualität sein. Das Herzstück der Politik des Lügenimperiums, auf das ich eingangs hingewiesen habe, ist vor

allem rohe, unmittelbare Gewalt. In solchen Fällen sagen wir: Ihr habt Macht, ihr braucht keine Intelligenz. Aber Sie und ich wissen, dass die wahre Macht in der Gerechtigkeit und Wahrheit liegt, die auf unserer Seite sind. Jetzt ein paar wichtige, sehr wichtige Worte für diejenigen, bei denen die Versuchung aufkommen könnte, sich von der Seite in das Geschehen einzumischen. Wer auch immer versucht, uns zu behindern, geschweige denn eine Bedrohung für unser Land und unser Volk zu schaffen, muss wissen, dass die Antwort Russlands sofort erfolgen und zu Konsequenzen führen wird, die Sie in Ihrer Geschichte noch nie erlebt haben. Wir sind auf jede Entwicklung der Ereignisse vorbereitet. Alle notwendigen Entscheidungen wurden in dieser Hinsicht getroffen. Ich hoffe, dass ich gehört werde."

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Hörbuch

Über den Autor

Friedemann
"Friedemann" ist nur mein Vorname, für meinen Nachnamen "Kriegsfuß" reichte (aufgrund der von myStorys vorgegebenen Obergrenze von 14 Zeichen) leider der Platz nicht mehr. Mein Name besagt, dass ich im Grunde ein sehr friedliebender Mensch bin, der aber verbalen Auseinandersetzungen nicht grundsätzlich aus dem Weg geht. Diese sind gelegentlich die Folge von satirischen Texten, für die ich schon seit meiner Schulzeit (als noch Lehrer und Mitschüler ihre Opfer waren) eine Vorliebe habe. Gemäß meinem Motto - Humor ist das Knopfloch, mit dem wir verhindern können, dass uns der Kragen platzt - kommt hierbei allerdings der Humor (meistens) nicht zu kurz.

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Bleistift 
"Putin, der "Held"..." (II.)
Diesen neuerlichen Anhang kann man einfach nicht unkommentiert lassen...
Mal ganz davon abgesehen, dass Du die Rede dieses russisch-faschistischen 'Heilands' hier (Seite31) irgendwie verdoppelt hast, lieber Friedemann, kommt mir dieses ganze Geschwafel von Freiheit dieses Möchte-Gern-Zaren über die sog. 'Souveränität' der Ukraine aus den Erzählungen meiner Großeltern und denen meiner Eltern, wie auch aus dem Geschichtsbuch verdammt bekannt vor...
Als nämlich ein weiterer größenwahnisinniger 'Führer' im letzten Jahrhundert von der Bedrohung Deutschlands durch die Polen schwadronierte und am 1. September 1939 über den großdeutschen Äther wutentbrannt verkündete:
»Die Polen... haben in der Nacht mit regulären Truppen den deutschen Sender Gleiwitz angegriffen und überfallen, ab fünf Uhr fünfundvierzig wird zurückgeschossen...«
Was uns das sagen soll, ist nichts anderes, als dass Kriege immer mit einer Lüge beginnen...
Und es ist echt traurig, dass die Menschen der nächsten Generationen nichts aus der Vergangenheit gelernt haben, indem sich sich von diesen selbstherrlichen autokratischen Anführern die Augen und die Ohren verkleistern lassen, anstatt dem gesunden Menschenverstand eine Chance zu geben...

LG
Louis :-)
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Friedemann 
Ja, lieber Louis,
wenn die Mehrheit eines Volkes keinen Krieg befürwortet, schiebt jeder Ränkeschmied das Anstiften des Krieges auf den Feind, das kennt man[n) ja schon aus der Schule, wenn der Lehrer wissen wollte, wer die Keilerei hervorrief. Was Putin hier jedoch als Freibrief für seine „ Spezialoperationen“ liefert (Krieg liefert er ja keinen), geriete weitgehend ins Lächerliche, wenn es nicht so ernst wäre.

LG,
Friedemann
Diese Woche - Antworten
Drehpunkt Zeitungsartikel als Beweis für Kunst ist doch genau so demagogisch wie alles andere auch. Aber wir doktern lieber an Symptomen rum anstatt die Prinzipien etwas zu diagnostizieren;-) Die überall gleich sind.
Vergangene Woche - Antworten
Friedemann 
Hallo Drehpunkt,
außer den beiden Zeitungsartikeln (in den Anlagen 1 und 2) sind in dieser Satire auch weitere Informationen verarbeitet, wie u.a. die Rede Putins zu Beginn seines Feldzuges, ein Sammelsurium von Lügen; hier als Anlage 3 mit angehängt.

LG,
Friedemann
Vergangene Woche - Antworten
Drehpunkt Echt?
Vergangene Woche - Antworten
Friedemann 
Ja, Putins Rede ist echt.
Allerdings nicht so lang, wie in meiner 3. Nachlese anfangs aussah, da ich sie versehentlich doppelt druckte. Inzwischen korrigiert.
Diese Woche - Antworten
Brubeckfan Zustimmung in allen Punkten, lieber Friedemann.

Mit Berufung auf Geschichte kann man einfach alles rechtfertigen. Das friedliche Schweden könnte sich auf die Hinterbeine stellen und das Baltikum "zurückholen". Oder denken wir ans Östereichische oder ans Osmanische Reich. Und wie war das mit "Heim ins Reich"? Wir müßten uns ums Klima nicht mehr sorgen ...

Ich höre immer mal, Putin erzählt seinem Volk noch ganz andere Storys. Von Nazis in der Ukraine, von Deutschen, die ohne Wärmeversorgung nun frierend und stinkend dasitzen usw. Da klingt das mit Peter ja vorgetäuscht hochintellektuell.

Zum Kaiser ernannte sich ja auch der 1,57 m große Napoleon, aber der war zuvor ein Revolutionsführer und Staatsreformer, und was war Putin zuvor; wir wissen es in etwa.

Viele Grüße!
Gerd
Vergangene Woche - Antworten
Friedemann 
Lieber Gerd,
Zustimmung auch meinerseits für Deinen Befund, dass die Kriegführenden ihren Krieg mit allem Möglichen und Nichtmöglichen begründen und hierzu auch das eigene Volk anlügen, so wie es auch Putin vorführte, als er den Krieg gegen die Ukraine anzettelte. Hier ein Ausschnitt aus seiner Rede: "Das Ziel der russischen Spezialoperationen ist es, die Menschen zu schützen, die acht Jahre lang vom Kiewer Regime misshandelt und ermordet wurden. Zu diesem Zweck werden wir versuchen, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren und diejenigen vor Gericht zu bringen, die zahlreiche blutige Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung, einschließlich russischer Bürger, begangen haben."

Liebe Grüße und Dank von Herzen für Deine Sesterzen,
Friedemann
Vergangene Woche - Antworten
Gast Ich denke, auch Gorbatschow wird nicht gerade glücklich gewesen sein, als die Sowjetunion auf diese Weise zerfiel. Wie konnte er auch so naiv sein , sich auf mündliche Zusagen zu verlassen. Mit der NATO-Osterweiterung wurden die Sowjets bzw. die Russen letztendlich reingelegt und wer nun durch den Krieg ordentlich verdient, liegt auf der Hand. Nebenbei wird der Ami sein dreckiges Frackinggas los ... Man kann sich nur über den Zickzackkurs der Grünen wundern. Aber auch die FDP-Gallionsfigur Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann würde sich anscheinend mit einem LEOPARD-Panzer am liebsten persönlich in das Kriegsgetümmel stürzen ... Immerhin, eine katholische Mutter dreier Kinder!
Ich stimme Bärbel zu. Frage einfach, wer den Nutzen hat und dir wird so manches klar.
Peter der Große ist nicht nur körperlich ein 2m-Mann sondern wegen der Modernisierung Russlands auch eine historische Größe. Die Bezeichnung trugen ja auch andere historisch herausragende Herrscher, wie der Preußenkönig Friedrich der Große oder der (rumänische) Fürst aus der Walachei Stefan der Große.
Gar zu gerne sieht sich der derzeitige russische Imperator an ihrer Seite, wie zum Beispiel beim Ritt durch die Taiga mit nacktem Oberkörper! Doch im Gegensatz zu ihnen hat er charakterlich nichts vorzuweisen als ausgeprägte Egomanie, gepaart mit Grausamkeit und Raffinesse, den Werkzeugen eines schmierigen Geheimdienstlers. Selbst wenn er im Laufe seiner langen Herrschaft tatsächlich einiges für sein Volk Positive entschieden haben sollte, ist das durch seine mörderischen Kriegsverbrechen längst passé! Ich mag seinen Namen auch nicht mehr in den Mund nehmen, habe das Buch über ihn im Regal umgedreht.
Lieber Friedemann du hast dich ausgiebig mit ihm befasst, das ist er gar nicht wert. Besonders nicht die gelungenen Verse!
Liebe Grüße
fleur
Vergangene Woche - Antworten
FLEURdelaCOEUR Leider wurde ich ausgeloggt ...
Das Wort Raffinesse hätte ich gern ausgetauscht durch *Verschlagenheit*, das passt besser zu seiner Schurkenseele.
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