Biografien & Erinnerungen
Mein Tagebuch - Von langen Spaziergängen und kleinen Bewohnern des Waldes

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"Warum Spaziergänge in der Natur auch zu einem schlechten Schlaf führen kann"
Veröffentlicht am 21. September 2022, 8 Seiten
Kategorie Biografien & Erinnerungen
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http://www.mystorys.de

Über den Autor:

...ich bin Ines, geboren und aufgewachsen in der ehemaligen DDR, nach der Grenzöffnung und seit dem Auszug meiner 3 Kinder viel unterwegs, woraus sich auch mein spitz- und username vagabundinchen (vagabund + inchen) ergibt. Ich bin ein Typ, mit dem man Pferde stehlen kann (wenn ich das von mir selbst behaupten darf), meine Hobbys sind lesen, schreiben, Fahrrad fahren, wandern, angeln, zelten ...und alles, was Spaß macht. Ich mache ein paar Mal ...
Warum Spaziergänge in der Natur auch zu einem schlechten Schlaf führen kann

Mein Tagebuch - Von langen Spaziergängen und kleinen Bewohnern des Waldes

Von langen Spaziergängen und kleinen Bewohnern des Waldes




oder:



Warum Spaziergänge in der Natur auch zu einem schlechtem Schlaf führen kann

Titel

Mit etwa 2 Jahren zog ich mit meiner Familie von Kleinmachnow nach Hermsdorf in Thüringen. Warum, erzähl ich euch ein anderes Mal näher. Heute nur so viel: Hermsdorf liegt direkt an einem Autobahnkreuz und ist umgeben von großen Nadelwäldern. Die zur damaligen Zeit auch noch naturbelassen und unbebaut waren. Fast täglich wanderten meine Familie mit uns Kindern dort herum. Das ist auch bestimmt der Grund, warum ich die Natur so liebe und mich auch heute noch gerne dort aufhalte. Der Grundstein wurde auf alle Fälle damals bereits gelegt.

Etwa mit 4 Jahren entdeckte ich dort einen riesigen Ameisenhaufen. Waldameisen sind ja recht groß und da mich alle Tiere auch schon in diesem Alter interessierten, trat ich näher heran und beobachtete neugierig das geschäftige Treiben. Und ehe meine Eltern wussten, was geschah, stand ich schon knietief mitten in dem Ameisenhaufen. Tja, und damit begann das Drama, welches mich bis in meine junge Erwachsenenzeit begleiten sollte. Denn die Ameisen griffen mich natürlich sofort an, krabbelten an mir empor und

bedeckten im Nu meine Beine. Da ich in ihren Augen ja ein Angreifer war, bissen und zwickten sie mich kräftig. Selbst durch meine Strickhosen war das wohl deutlich zu spüren. Denn ich soll wohl sogleich ziemlich gebrüllt haben. Meine Eltern hatten wohl ganz schön zu tun, um mich von den fiesen Biestern zu befreien. Und mich wieder zu beruhigen. Und traumatisiert war ich noch lange Zeit. Selbst als Jugendliche und sogar während meiner ersten Schwangerschaft wurde ich mehrmals im Monat von Alpträumen geplagt, die immer gleich abliefen. Und zwar so: Ich werde wach, und stellte mit Schrecken fest, dass

Hunderttausende von extrem riesigen und voll aggressiven Ameisen an meinem Bettende emporkletterten und sich schnell über das gesamte Laken verteilten. Und immer näher kamen. Es wurden immer mehr und ich kauerte mich ängstlich auf meinem Kopfkissen zusammen. Ohne Erfolg. Denn sie kamen immer näher. Und griffen mich an, aufrecht stehend und mit ihren Beißwerkzeugen klappernd. Irgendwann erwachte ich dann schweißgebadet aus diesem Alptraum, saß mit klopfendem Herzen senkrecht im Bett und schaute mich panisch um. Und jedes Mal dauerte es eine Weile, bis mir

klar wurde, dass es sich nur um einen Traum handelte und dass in Wirklichkeit nur mein Fuß eingeschlafen war und leicht kribbelte. Das war nicht lustig, kann ich euch sagen!

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Hörbuch

Über den Autor

vagabundinchen
...ich bin Ines, geboren und aufgewachsen in der ehemaligen DDR, nach der Grenzöffnung und seit dem Auszug meiner 3 Kinder viel unterwegs, woraus sich auch mein spitz- und username vagabundinchen (vagabund + inchen) ergibt. Ich bin ein Typ, mit dem man Pferde stehlen kann (wenn ich das von mir selbst behaupten darf), meine Hobbys sind lesen, schreiben, Fahrrad fahren, wandern, angeln, zelten ...und alles, was Spaß macht. Ich mache ein paar Mal in der Woche Linedance und probiere gerne mal was Neues aus. Freundschaften sind mir sehr wichtig. Wenn ihr mir schreiben wollt, dann traut euch ruhig. Ich beiße nicht.
Ansonsten viel Spaß beim Lesen...

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Bleistift 
"Von langen Spaziergängen und kleinen Bewohnern des Waldes..."
Nun, ich glaube eher nicht, dass diese A(rmen)meisen daran schuld sind,
sondern es wäre wohl eher die Aufgabe der Eltern gewesen, ihre Kinder dahingehend rechtzeitig aufzuklären und sie nicht einfach nur mal so gedankenlos durch das Biotop 'Wald' stiefeln zu lassen...
LG
Bleistift :-)
Vor ein paar Monaten - Antworten
vagabundinchen Da magst du Recht haben, aber damals hatte man es noch nicht so mit Naturschutz. Und ich war ein flinkes kleines Kerlchen. Abseits der Straße nutze ich daher die Freiheit und flitzte immer vorneweg. :-)
LG Ines
Vor ein paar Monaten - Antworten
Nereus 
Guten Morgen Ines
Ja,ja Kindheitserinnerungen sind prägend, Kinder verstehen die Welt durch eigene Erfahrungen am besten, das hast Du gut rübergebracht
lieben Gruß
markus
Vor ein paar Monaten - Antworten
vagabundinchen Stimmt, diese Erfahrung war besonders prägend. Ich hab mich nie wieder in einen Ameisenhaufen gestellt :-)
LG Ines
Vor ein paar Monaten - Antworten
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