Kurzgeschichte
Pflegehelden - SP 95

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"Pflegehelden - SP 95"
Veröffentlicht am 13. Januar 2022, 10 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Lebe meine Träume, pflege meine Laster, denke positiv. Bin wie ich bin und manchmal anders
Pflegehelden - SP 95

Pflegehelden - SP 95

Die Schreibparty 95

steht diesmal unter dem Motto "Zitate".

Was wäre, wenn Wünsche wahr würden? Diesen Gedanken sollen wir aufnehmen unter der Prämisse der Sprichworte "Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt." (Mahatma Gandhi) und "Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen." (Aristoteles)


Text: von Martina Wiemers

zum Teil zitiert aus der Haldenslebener Volksstimme vom 12. Januar 2022


Buchcover: kostenloses Bild

gefunden bei google

Das sie ein Herz für Kinder haben beweisen täglich tausende Pfleger/innen in Krankenhäusern, Krebsstationen, Herz- und Diabeteszentren unseres Landes. Überfordert, schlecht bezahlt und unter Einhaltung strengster Coronaregeln versuchen sie aufopferungsvoll ihren kleinen Patienten,

die monatelang gegen ihre lebensbedrohliche Krankheit kämpfen, ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Pflegehelden, ab und zu beklatscht, schnell vergessen, nur manchmal öffentlich für ihr Engagement mit Preisen geehrt, so wie Michael Adolph, gebürtig aus Gardelegen, Kleinstadt in

Sachsen-Anhalt, der vom damals designierten Bundeskanzler Olaf Scholz bei der Spendengala des ZDF den Ehrenpreis „Ein Herz für Kinder“ überreicht bekam.

Zitiert aus der Volksstimme Haldensleben vom 12. Januar 2022

*2002 spezialisierte sich Michael Adolph auf die Pflege von Kindern und Jugendlichen mit onkologischen Erkrankungen, Hirntumoren und Ähnlichem. Der Altmärker arbeitete auf Kinderkrebsstationen in England, Indien und Neuseeland, sammelte Spenden und kümmerte sich um Bildungsmöglichkeiten für Kindern in

armen Ländern.

Seit Sommer 2013 ist der 44- jährige Kinderkrankenpfleger auf der Krebsstation im Helios Klinikum Berlin Buch tätig.

In seiner Laudatio zollte Olaf Scholz auf der Spendengala den Männern und Frauen, die diesen Beruf gewählt haben seinen Respekt. Scholz verhehlte nicht, dass die Arbeitsbedingungen schwer und die Belastung und Überlastung hoch seien. Aus diesem Grunde werde die Regierung, so sein Versprechen, alles dafür tun, dass ihre Arbeit mehr in den Blick der Gesellschaft gerate und das sich die Situation bezüglich der

Arbeitsbedingungen und Bezahlung verbessert*

Stolz sieht Michael Adolph aus auf dem Foto in der Zeitung bei der damaligen Preisverleihung und das konnte er auch sein, stellvertretend für die vielen Kolleginnen und Kollegen.

Hoffte und wünschte er sich in diesem Moment das Gilbert Keith Chesterson,

Recht behält.

Zitat: *Das Wunderbarste an Wundern ist, das sie manchmal wirklich geschehen*

Oder wusste er schon, dass die Kinderklinik „Albert Schweitzer“ im Altmarkklinikum seiner Ausbildungstätte

in Gardelegen, nach Umbau und Sanierung mit Fördermitteln des Staates, am 31. Dezember 2021 aus wirtschaftlichen Gründen, genau wie die 20 Kilometer entfernte Kinderabteilung im AMEOS Krankenhaus Haldensleben geschlossen werden.

Familien mit Kindern aus dem Altmark- und Bördekreis müssen nun in die Landeshauptstadt Magdeburg, nach Salzwedel 80 km, nach Stendal 70 km oder nach Niedersachsen fahren, um ihre schwer- und schwerstkranken Kinder zu betreuen und behandeln zu lassen.



Ich kenne Michael Adolph leider nicht.

Mein Dank, meine Hochachtung und Bewunderung gilt ihm, allen Ärzten und Pflegern die aufopfernd ihre Arbeit verrichten, sich nicht unterkriegen lassen, hoffentlich den Mut nicht verlieren, gesund bleiben und die mit ihrer Arbeit täglich wundervolle Wunder vollbringen.



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Kornblume
Lebe meine Träume,
pflege meine Laster,
denke positiv.

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Enya2853 Liebe Kornblume,
mit deinem Text legst du den Finger auf die Wunde und ich kann deine Gedanken gut nachvollziehen.
In den letzten Jahren ist die Privatisierungswelle kaum abgerissen. Auch wenn ich der Meinung bin, dass unser Gesundheitswesen noch eines der besseren ist, denke ich, dass letztlich die Zunahme privater Trägerschaften Auswirkungen auf das Patientenwohl hat. Gewinnmaximierung steht im Vordergrund. Bei den öffentlichen Trägern bleibt evt. Gewinn im Gesundheitswesen, in privaten Einrichtungen verdienen diejenigen, die Anteile besitzen mit. Klinikschließungen, Personal- und Ressourcenabbau müssen sich zwangsläufig auf Patientenversorgung und Ärztetätigkeit auswirken.
Umso so größer und höher ist das Engagement von Michael Adolph zu bewerten, vor dem ich meinen Hut ziehe. Er hat die Ehrung mehr als verdient – wie so viele andere auch. Das müsste sich jedoch in besseren Arbeitsbedingungen und besserer Bezahlung endlich mal niederschlagen. Umso trauriger ist es, dass Wünsche dieser stets engagierten und einsatzwilligen Menschen zu oft Wunschdenken bleiben.
Danke für deinen Beitrag, der sehr nachdenklich stimmt.
Liebe Grüße
Enya
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Kornblume Danke liebe Enyafür das Lesen und Kommentieren.
Ja, unser Gesundheitswesen ist eines der Besten der Welt.Aber auch Bestes hat seine Kehrseite und Tücken.Betroffene Eltern sind in Sorge, dass nun auch noch die letzten Kinderärzte in der Börde aus Altergründen aufhören Was dann? Nur wenige junge ausgebildete Ärzte wollen aufs Land.Zu umständlich, zu viel Arbeit,unterbezahlt, zu viele Überstunden ,zu wenig Anerkennnung usw.
Ratlose Grüße an Dich, schickt die Kornblume
PS
Vielen Dank an die Jury.Freue mich das die Schreibparty weiterlebt.
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schnief Ein wichtiges Buch, das hoffentlich von vielen gelesen wird.
Und da Merle bereits vieles dazu geschrieben hat, und ich kann mich da nur anschließen.
Liebe Grüße Manuela
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Darkjuls Danke für Dein Engagement, liebes Blümchen. Es grüßt Marina
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MerleSchreiber Grundsätzlich bin ich bei diesem Thema ganz bei Dir, liebe Kornblume. Ich finde auch, dass das gesamte Gesundheitswesen eine öffentliche Aufgabe ist und man die Grundversorgung nicht den großen Konzernen zum Geldscheffeln überlassen darf. Wir haben in unserem Landkreis momentan genau diese Diskussion in Bezug auf unsere drei Kreiskrankenhäuser.
Andererseits ist unsere Gesundheitsversorgung NOCH auf einem Niveau, das - sowohl europaweit als auch weltweit - seinesgleichen sucht. In Bayern bekommt jeder Pflegebedürftige (ab Pflegegrad 2) zusätzlich zu Pflegeleistungen, Verhinderung, Kurzzeit etc... 1000 €/pro Jahr Landespflegegeld zur freien Verfügung. Das ist natürlich nach dem Gießkannenprinzip. Da sagen auch viele, das Geld wäre für eine höhere Bezahlung der Pflegekräfte besser angelegt. Da gäbe es noch so vieles zu sagen. Ich hoffe nur, dass künftig halbwegs verantwortungsbewusste und weitsichtige Politiker diesen Bereich wieder in die richtige Richtung steuern werden.
Danke für Dein wichtiges Buch!
Liebe Grüße, Merle
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Kornblume Du hast recht liebe Merle, unser Gesundheitssystem ist schon eines der Besten ,da können wir uns schon damit schmücken. Aber alles ist relativ, wie im Fall unserer Kinderabteilungen und-kliniken im Börde-und Altmarkkreis.
Gleich nach Neu- Umbau und Abschöpfung von Fördermitteln Schließungen vorzunehmen finde ich schon ziemlich unerhört. Genutzt werden sie künftig u.a für mehr Neurologie, Handchirurgie, Schönheitschirurgie etc.Sicher auch sehr wichtig aber Familien mit kranken Kindern, alte Menschen und deren Pflege dürfen auch nicht vergessen werden.Wie gesagt, ein zweischneidiges Schwert. Der Artikel in der Zeitung hat mich sehr wütend und traurig gemacht.Vielleicht schreibe ich noch einen Leserbrief.Man darf ja nicht alles einfach so hinnehmen.Schließlich sind wir alle mündig und mitverantwortlich für das funktionieren unserer Gesellschaft.
Liebe Grüße schickt die Kornblume.
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HarryAltona Seit Jahren wird immer wieder auf die prekäre Lage aller Pflegenden hin gewiesen. - Und natürlich passiert so gut wie nichts zur Verbesserung ihrer Lage. Kein Wunder das viele von ihnen den Glauben an eine Reform verloren haben und ihre "Lebensaufgabe" hingeschmissen haben. Was vollkommen verständlich ist. Das gesamte Gesundheitswesen gehört nicht in die Hände von Rendite - geilen Investoren oder Spekulanten.
lg... harryaltona
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Kornblume Du hast recht lieber Harry, aber die Situation hier ist so verfahren und die Gemüter aufgeheizt,dazu Corona und ihre Leugner, ich weiß nich,t was das noch werden soll.
Ratlose GRüße schickt die Kornblume
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derdilettant Du bringst es auf den Punkt!
LG
Alan
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FLEURdelaCOEUR Das ist die traurige, bittere Wahrheit!
Medizinische und Pflegeeinrichtungen sind nicht dafür geeignet, Konzernbosse reich zu machen, sie gehören in die öffentliche Hand.
Daumen hoch, liebe Kornblume, viel Glück beim Battle!
LG fleur
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