Kurzgeschichte
Auch das noch! - Dieter Battisti

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"Kurzgeschichte: Schule, Schnaps, Keif Ziege, Opel GT, "
Veröffentlicht am 20. November 2021, 10 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
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Über den Autor:

Hallo! Mein Name ist Dieter, und ich bin 68 Jahre jung. Das schreiben von Kurzgeschichten aus dem nicht mit Puderzucker bestreuten Leben, als E-Book, vertreibt mich aus meiner Hängematte. Täglich lerne ich im zarten Greisenalter dazu.
Kurzgeschichte: Schule, Schnaps, Keif Ziege, Opel GT,

Auch das noch! - Dieter Battisti

Auch das noch!

Vor dem Essen noch Entenscheiße. Glotz und Gaffermenschen in Eisdielen und auf den Straßen. Sie plappern sich voll und nach. Die vergammelten Holzbänke und wieder der gestank von Entenscheiße.

Alexander Mantal wohnte in Alpen. Alpen lag in der Niederrheinischen Tiefebene, zwischen Xanten und Rheinberg, in einem 2,5 Zimmer Appartement, mit dauernd brüllenden und meckernden Nachbarn, Arm und Reich. Dazu roch es hier manchmal nach

Hundescheiße. Im Nordwestlichen Gemeindegebiet lagen Teile des Naturschutzgebietes.

In Alpen gab es auch eine Burg. Die Burg Alpen. Bis in das 18 Jahrhundert war die Burg noch bewohnt. Ein Erdbeben machte 1756 die Burg unbewohnbar. Die Gebäude zerfielen schließlich.

Heute wollte Alexander Mantal in die Stadt Krefeld fahren und eine Hose kaufen. Er arbeitete als Hausmeister in einer Schule, wechselte dort manche Glühbirne aus und fand leere Flaschen Schnaps in Papierkörben. Manchmal

wieherten Kinder ihm hinterher und scharten mit dem Fuß. Er war dann beleidigt und zog sich zurück.

Alexander lebte bis zu seinem 28 Lebensjahr im Haus seiner Eltern. Von vorne bis hinten verwöhnte man ihn und blies ihm Zucker in seinen Arsch. Als Kind wünschte er sich Geschwister. Als Einzelkind hatte er wenig Freunde. Er ackerte wie ein Esel nach der Schule im Garten seines Vaters und schwitzte. Rasenmähen gehörte dazu. Alexander war modisch gekleidet und mit seinen 1,90cm, seinen 42 Jahren, seiner lockeren Beziehung und seinen kurzgeschnittenen Haaren, Glücklich

wenn alle Menschen zusammenhielten und Respekt vor allem Leben zeigten.

Seine Freundin Eva Wiesenschitz quälte sich in dem Beruf der Krankenschwester, mit ihren 38 Jahren durch die Krankenzimmer. Mit ihren rot blonden und ihren funkelnden blauen Augen, war sie eine Keifziege. Oberärzte sprangen auf der Station an die Seite, wenn Eva den Flur betrat.

Eva wuchs mit zwei Geschwister auf. Es war Zuhause nie genug Geld da. Sie teilte ihre Klamotten mit ihren

Geschwistern. Der Vater war ein Tyrann, ihre Mutter liebevoll und verständnisvoll. Glück empfand Eva, wenn manche Menschen anfingen zu streiten.

Eva liebte Pullover mit tollem Farbverlauf. Topaktuelle Jacken, Jeans und Sportliche Slipper aus Kalb- Velour Leder. Sie war Attraktiv, meistens missmutig und schlecht gelaunt. Sie keifte öfter mit frustrierten Patienten herum.

>Kauf dir Endlich eine Hose, du Schnitzelfresser!<

>Das Essen schmeckt wie Oma unter den Armen!<

>Weißt du was Eva?< Du bist eine verdammte Keifziege!<

>Ja, Hau du einfach ab.<

Es war im Jahr 2021 im August. Corona regierte die Welt. Dauer Maskenball.

Schnell verließ er das Appartement, Fluchte vor sich hin. Für einige Stunden sollte er sie nicht mehr keifen hören und sehen.

Er startete seinen Opel GT und brauste nach Krefeld. Was machen denn die ganzen Dreckschüppengesichter hier, sagte er zu sich selber. Er brauchte einen

Parkplatz an der Kirche. Nichts zu machen.

>Wollte mir doch eine Hose kaufen und nicht Hundert mal um den Dom kreisen, wie auf dem Nürburgring!<

Plötzlich krachte er mit der Stoßstange gegen einen dicken Brocken von Stein.

>Was denn Jetzt?<

Mit einem Rohr versuchte er, dass verbeulte Blech zu biegen und verließ den Parkplatz wütend.

Als er später zurück kam, was für ein Schreck, der Opel GT war nicht mehr da. Ein älterer Herr mit Lederhut meinte: >Ihren Wagen zog man mit einem Band auf den Abschleppwagen!<

>Was für eine Pause!<

Einige Tierfressermenschen gafften ihn an, wie ein Weltwunder. Ja , man hatte seinen geliebten Opel GT abgeschleppt. Die Hose kostete Alexander ein Vermögen.

ENDE

Dieter Battisti

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Emser
Hallo!
Mein Name ist Dieter, und ich bin 68 Jahre jung. Das schreiben von Kurzgeschichten aus dem nicht mit Puderzucker bestreuten Leben, als E-Book, vertreibt mich aus meiner Hängematte. Täglich lerne ich im zarten Greisenalter dazu.

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Drehpunkt Schöne Massage brauchst du!
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Emser Hallo!

Danke und einen entspannten Abend noch.


Gruß:

Dieter/Emser
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