Journalismus & Glosse
Investors Leid - Investors Freud

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"Investors Leid - Investors Freud"
Veröffentlicht am 07. März 2021, 6 Seiten
Kategorie Journalismus & Glosse
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Über den Autor:

"Friedemann" ist nur mein Vorname, für meinen Nachnamen "Kriegsfuß" reichte (aufgrund der von myStorys vorgegebenen Obergrenze von 14 Zeichen) leider der Platz nicht mehr. Mein Name besagt, dass ich im Grunde ein sehr friedliebender Mensch bin, der aber verbalen Auseinandersetzungen nicht grundsätzlich aus dem Weg geht. Diese sind gelegentlich die Folge von satirischen Texten, für die ich schon seit meiner Schulzeit (als noch Lehrer und ...
Investors Leid - Investors Freud

Investors Leid - Investors Freud

Investors Leid

Investors Freud

Ach je, Ihr armen Investoren, wie oft trifft Euch der blanke Neid. Und habt Ihr Euer Geld verloren, dann tut's den meisten nicht mal leid. Doch Vater Staat erbarmt sich Euer! Indem er nämlich garantiert, dass sich anhand versteckter Steuer manch kapitaler Flop rentiert:

Er fördert Windparks auch an Orten, wo Winde nur sporadisch weh’n und wo sich - trotz Beschwörungsworten - die Windrotoren oft nicht dreh’n. Worunter der Ertrag zwar litte - bei Flaute käm’ kein Euro rein - doch zur Gewährung der Rendite springt blind der Stromverbraucher ein.

.


Denn wie es das Gesetz gebietet bekommt der Windpark - sehr diskret - auch seinen Pseudo-Strom vergütet, der ausbleibt, falls der Wind nicht weht.


Auch wenn das Windchen noch so schwächelt

wird fleißig weiter investiert,

weil der Investor heimlich lächelt,

wenn er am Ende abkassiert. Man setzt halt die Rotoren höher, da soll der Wind ja stärker sein. Die Windanlage wird dann schwerer, was sich auch rächt im Nachhinein. Sie funktioniert zwar auf den Feldern, auch wenn sich der Ästhet empört. Doch problematisch wird's in Wäldern, weil dort oft die Bewaldung stört.

.



Man holzt gern schnurgerade Trassen

- meist nivelliert mit reichlich Kies - für den Transport von schweren Massen. Ein Schandfleck im Grünparadies.


Wie sehr wir heile Wälder missen, das “Waldbaden” gibt's dann nicht mehr. Jetzt, seit wir viel von Bäumen wissen, fällt uns der Abschied doppelt schwer. + + + Was lernen wir aus der Geschichte? Wir Deutschen schützen die Natur! Und “schützen” wir sie auch zunichte, wir ziehen’s durch - rigid' und stur.

PS:

Warum die Windkraft-Hysterie?

Warum nicht Sonnenenergie?

Anmerkungen: Laut dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz “EEG, § 29, Abs. 2” wird den Windstrom-Lieferanten während der ersten 5 Jahre der Laufzeit anstelle der Grundvergütung von4,87 Ct/kWh eine Anfangsvergütung von 8,93 Ct/kWh zugestanden, die in den folgenden 15 Jahren - mehr oder weniger zügig - auf die Grund-vergütung herabgefahren wird: In windreichen Gebieten sofort, in windärmeren zwischen insgesamt 7 und 18 Jahren, und in Schwach-windregionen 20 Jahre lang überhaupt nicht. Je schwächer der Wind also, desto teurer wird der Strom für die jeweiligen Verbraucher. Zudem wird in Baden-Württemberg mit dem „Windenergieerlass“ von 2012 „ausnahmsweise“ auch in Landschaftsschutzgebieten die Errichtung bis zu 200m hoher Windmühlen ermöglicht. 2019 wurde der Erlass durch die Plattform "Themenportal Windenergie" ersetzt.

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Hörbuch

Über den Autor

Friedemann
"Friedemann" ist nur mein Vorname, für meinen Nachnamen "Kriegsfuß" reichte (aufgrund der von myStorys vorgegebenen Obergrenze von 14 Zeichen) leider der Platz nicht mehr. Mein Name besagt, dass ich im Grunde ein sehr friedliebender Mensch bin, der aber verbalen Auseinandersetzungen nicht grundsätzlich aus dem Weg geht. Diese sind gelegentlich die Folge von satirischen Texten, für die ich schon seit meiner Schulzeit (als noch Lehrer und Mitschüler ihre Opfer waren) eine Vorliebe habe. Gemäß meinem Motto - Humor ist das Knopfloch, mit dem wir verhindern können, dass uns der Kragen platzt - kommt hierbei allerdings der Humor (meistens) nicht zu kurz.

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Brubeckfan Häng das mal morgen an die Wahlbüros...
Ja die freie Marktwirtschaft. Mal pocht man auf sie (der Markt wird es richten im Osten), mal eifert man einem Trend nach und fördert Atomein- und ausstieg, mal kassiert man für Mautsysteme und Masken. Ich fand noch nicht heraus, wie umweltfreundlich sich Hausdämmung und die Elemente für Erzeugung und Speicherung des grünen Stroms erzeugen und dermaleinst entsorgen lassen.
Wenn ich groß bin, werde ich Lobbyist.
Danke für die Realsatire,
Gerd
Vor einem Monat - Antworten
Friedemann 
Hallo Gerd,
mit Deinem Hinweis auf die heutigen Wahlen in Baden-Württemberg hast Du wieder einen Stein ins Rollen gebracht, der vor über 10 Jahren durch einen Tsunami in Japan ausgelöst wurde, welcher u.a. die Reaktorkatastrophe in Fukushima auslöste. Am 11. März gedachte man auch bei uns dieser Katastrophe und schob ihr in der Kürze meist auch die 15 000 Toten unter, die allein schon der Tsunami tötete. Diese Katastrophe überwältigte damals in Deutschland u.a. sogar eine Doktorin der Physik [die eigentlich die Nachteile der Kernenergie hätte kennen müssen) derart, dass sie öffentlich jammerte „so schlimm habe ich mir das nicht vorgestellt“ und daraufhin als Bundeskanzlerin über Nacht ihren Wunschtermin zum Atomausstieg derart radikal änderte, dass sie sogar noch die Grünen links überholte. Zu diesen Folgen zitiere ich im Postskriptum die ARD. Und all die Folgen jener Folgen der überstürzten Energie-Wende [wozu auch die Spaltung der Gesellschaft in Wind-und Sonnenanbetern gehört) löffeln wir jetzt aus.

Liebe Grüße und herzlichen Dank für Deinen Real-Kommentar für die Real-Satire und auch für die Mästung meines Sparschweins,
Friedemann Kriegsfuß

PS: Zitat zu ARD am 1.3.21:
Unüberlegt, atemlos, fast panisch stolperte die Regierung auch unter dem Druck der bevorstehenden Landtagswahlen in Baden-Württemberg mit einem bereits angeschlagenen CDU-Ministerpräsidenten an der Spitze in eine Entscheidung, die den Steuerzahler noch Milliarden kosten sollte. Die Bundeskanzlerin vollzog eine nie dagewesene energiepolitische Kehrtwende. Dabei hatte ihre schwarz-gelbe Koalition nur sechs Monate zuvor die Laufzeiten für Kernkraftwerke verlängert und damit den einst von Rot-Grün mit der Energiewirtschaft erzielten Ausstiegskonsens ohne Not wieder rückgängig gemacht. Nach Fukushima aber wusste Angela Merkel, dass die schon immer umstrittene Nutzung der Kernenergie in Deutschland keine Chance mehr haben würde. Gegen die Mehrheit der Bevölkerung würde die Union ihre energiepolitische Linie auf Dauer nicht durchhalten können. Schon gar nicht die Kanzlerin.
Vor einem Monat - Antworten
Nereus Ja lieber Friedemann, wir , die Deutschen geben mehr Geld aus, um die Natur zu zerstören, als für deren Erhalt.
Ein Indianerhäuptling: "...erst wenn wir merken, dass Geld nicht essbar ist..."
dankend lieben Gruß *****
markus
Vor einem Monat - Antworten
Friedemann 
Ja, lieber Markus,
wir Steuerzahler geben alle Geld hierfür aus, doch es werden immer mehr, die Geld damit verdienen. Vor etlichen Jahren sah und hörte ich in einer Fernsehdokumentation über ein Windrad-Projekt, wie der Projektleiter seine Mitarbeiter anspornte: „Wir müssen so viele wie möglich mit ins Boot nehmen!“ Womit er meinte, dass zuerst ein Bauer gefunden werden muss, der für das Windrad ein Feld zur Verfügung stellt und dafür zusammen mit den Investoren reichlich am Gewinn beteiligt wird, und dass der Bauer seinerseits so viel wie möglich Mitbürger dazugewinnt, die ebenfalls ein Teil des Kuchens abbekommen wollen. Letztes Jahr bekam ich mit, wie hierdurch in meiner alten Heimat im Nordschwarzwald ganze Dörfer dermaßen in Befürworter und Gegner gespalten wurden, dass uralte Freundschaften in die Brüche gingen. Der Gipfel der neuen Feindschaft wurde erreicht, als die Gegner am geplanten Standort des Windrades einen Fesselballon auf 200m Höhe steigen lassen wollten, um zeigen wie weit er von Berg und Tal zu sehen ist. Nachdem dieser Versuch verboten wurde, war der Krug endgültig zerbrochen.

Wie schon der Titel dieser Satire zeigt, ist diese also nicht gegen die Windräder und deren Befürworter gerichtet, sondern gegen die Investoren, die sich allesamt als Umweltschützer und -freunde ausgeben, in Wahrheit m.E. jedoch hauptsächlich am Gewinn interessiert sind, den sie mit diesen Windrädern einheimsen.

Liebe Grüße und Dankeschön für Deinen Besuch,
Friedemann
Vor einem Monat - Antworten
welpenweste Ach, lieber Friedemann,
mir bleibt nur noch das Stöhnen
ich kann mich einfach nicht
an solch 'nen Schweinekram
gewöhnen.

Günter
Vor einem Monat - Antworten
Friedemann 
Ach, lieber Günter,
dann stöhnen wir halt im Duett.
Vielleicht nach diesem Uralt-Schlager:

„Wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt,
wer hat soviel Pinke-Pinke, wer hat soviel Geld?“

Hab Dank für Dein dickes Geschenkpaket. Liebe Grüße,
Friedemann
Vor einem Monat - Antworten
AngiePfeiffer Wieder einmal ein feines Gedicht um eine ernste Sache. Nur zu wahr sind Deine Zeilen.
Besonders schätze ich auch Deine Anmerkungen, lieber Friedemann.
Lg
Angie
Vor einem Monat - Antworten
Friedemann 
Ja, liebe Angie,
Dir wird es ähnlich ergangen sein wie uns vor einigen Jahren: Wenn wir unsere Stromrechnung bekamen wunderten wir uns damals, warum wir immer mehr bezahlen, obwohl sich am realen Stromverbrauch nichts geändert hatte. Dann lasen wir im Kleingedruckten der Rechnung, dass wieder mal eine EEG-Umlage hinzukam und den „Pseudo-Strom“ in die Höhe trieb, mit dem die Energiewende finanziert wird. Vor ca. 2 Jahren ging dies Umlage allerdings etwas zurück, wohl weil sich ein Wahlversprechen bemerkbar machte.

Liebe Grüße und ein herzlichen Dankeschön für Deinen Favoriten,
Friedemann
Vor einem Monat - Antworten
Brigitte Toll und wie wahr geschrieben . Kompliment ! Liebe Grüße Brigitte
Vor einem Monat - Antworten
Friedemann 
Liebe Brigitte,
auch Dir herzlichen Dank für Dein Lob und für die Fütterung meines Sparschweinchens.

Liebe Grüße ,
Friedemann
Vor einem Monat - Antworten
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