Biografien & Erinnerungen
Adventsgedanken 2020

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"Adventsgedanken 2020"
Veröffentlicht am 29. November 2020, 8 Seiten
Kategorie Biografien & Erinnerungen
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Über den Autor:

Kurzgeschichten nicht nur für Kinder und Erinnerungssplitter aus meinen Leben finde ihr auf meinen Profil.
Adventsgedanken 2020

Adventsgedanken 2020

Was ist mit den Menschen los, dass sie so gereizt sind, sicher ist es in diesem Jahr nicht so gelaufen, wie sie es erhofften. So manches war im Argen, auch mir stellte sich des Öfteren ein ziemliches Magendrücken ein. Ich meine jetzt nicht unbedingt dieses Piesacken, sticheln, dabei vorne freundlich und hinten herum, als würde das Schaltgetriebe ihres Gehirns aussetzen!

Machen uns die angeblich vorurteilsfreien Medien oder unser Wetter so aggressiv? Wenn wir Nachrichten hören oder fernsehen, erreicht unser Ohr fast nur Negatives, dazu diese schrecklichen

Zahlen. Diese möchte man am liebsten verdammen, jedoch gibt es Unzählige, die es nicht interessiert, sich lieber ins Homeoffice versetzen lassen, die Vorteile genießen, aber genauso in ihrer Freizeit sich an Kundgebungen beteiligen. Mensch ehrlich, seid ihr noch zu retten, dann noch protestieren, angeblich wird eure Freiheit eingeschränkt?! Ein wenig wird sie eingeschränkt, eure Bewegungsfreiheit eine Zeitlang. Man schafft ihr es nicht, ein oder zwei Mal auf euren verdammten Urlaub zu verzichten? Könnt ihr nicht Rücksicht nehmen auf Schwächere, seid ihr wirklich so egoistisch? Leider besitzen unzählige Menschen

Angst vor euch, trauen sich nicht, euch entgegenzustellen, weil sie sie eine gefährdete Gruppe sind und verkriechen sich in ihr Schneckenhaus

. Trotz unserer Sorgen um die Menschheit gibt es weiterhin weltweit Krieg, Anschläge, Mord und Totschlag, ebenso durch die Trocken- und Dürreperioden ausufernden Hungernöte. Diese Kriege werden selbst dann noch ausgetragen, wenn ein Computervirus ihre hoch technischen Geräte außer Gefecht setzen würde, dann gehen sie halt ins Mittelalter zurück. Weit zu reisen brauchen wir nicht

einmal, selbst in unserem sogenannten Sozialstaat herrschen viel zu viele Ungereimtheiten. Unzählige Menschen, darunter Kinder, die unter Hunger leiden und teilweise sogar auf der Straße leben. Entgegen aller Logik wird sich stattdessen über das Tragen eines Mund-Nasenschutzes oder stundenlang über einen Hundehaufen aufgeregt. Das Leben könnte trotz allem so schön sein, wenn alle ein wenig mehr Rücksicht nehmen, teilen und Hilfe leisten, jeder in seiner Möglichkeit, wie er kann und mag.

So hoffe und bete ich, dass viele Menschen im Jahr 2020 diese Selbsterkenntnis erlangen und Rücksicht

nehmen, nicht nur gemeinsam gegen Gewalt und Hunger friedlich vorzugehen, sondern versuchen, unsere Mitmenschen so gut wir können zu schützen. Schade ist nur, dass wir nicht die Zahnbürste als Waffe benutzen und die sogenannte Plaque bereits an der Wurzel entfernen können, sondern müssen uns daher alle ein wenig zurücknehmen, zum Schutz für andere und uns selbst.

Sagt nicht, das geht nicht, wir machen das bereits seit Ende des Jahres 2019, nicht erst nach dem bekanntwerden, sondern auch um andere zu schützen, in unserem Fall, ist es ein Familienmitglied, das sich im Jahr 2019

einen Krankenhauskeim zuzog. Da ich die Pflege im Abendbereich übernommen habe und ich niemanden gefährden wollte, haben wir uns auch zurückgezogen.

Welche Aufgaben Menschen in der Pflege leisten, das kann nur der nachvollziehen, der diese auch ausgeübt hat und der Witz oder die Danksagung, die sich auf leere Worte unserer Regierung, wohlwollend in den Vordergrund spielten, kann jeder der pflegt, verzichten, denn sie empfinden es als Hohn. Aber wir können die Worte unserer Kanzlerin übernehmen, denn „Wir schaffen das!“. Ich möchte mich ehrlich, ohne

Hintergedanken ganz herzlich bei ihnen bedanken, denn Urlaub ist für alle, die ihre Angehörigen zu Hause pflegen, ein Fremdwort!!

Helft alle mit, diesen Mist einzudämmen, bei jedem kleinem Schritt wird Freude winken und bringt sicher mehr Licht und Wärme in diese elendige kalte Welt.

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AnneSchrettler 
Ich kann nachfühlen, wovon du sprichst und erzählst
und denke ebenso.
Danke für dein aufrüttelndes Buch, liebe Manuela.
Ach, würden doch alle mehr Rücksicht nehmen, dann gäbe es nicht so viel Angst und Trauer.
Nur wir alle gemeinsam können diese Pandemie bekämpfen.

Ganz liebe Grüße,
Anne
Vor ein paar Monaten - Antworten
Memory 
Liebe Manuela,
danke für deine Gedanken.
Ich glaube nicht so recht, dass Corona die Menschen verändert. Sie zeigen nur schneller und ungeschützter ihr wahres Gesicht.
Was viele so aggressiv werden lässt, ist meiner Meinung nach das Durcheinander, das inzwischen entstanden ist und viele Ungerechtigkeiten birgt. Die Politik hat sich verzettelt, Maßnahmen und Beschlüsse sind nicht mehr nachvollziehbar und wirken oft willkürlich.

Ein Lufthansa-Mitarbeiter ist seit April daheim (ohne Homeoffice), bekommt Kurzarbeitergeld, den Rest bis 100 Prozent von der Lufthansa und hat damit einen schönen Sommer.
Eine Kinderpflegerin, die wegen Quarantäne nicht in den Kindergarten darf, muss Homeoffice machen! Homeoffice als Kinderpflegerin! Wenn sie nicht acht Stunden daheim arbeitet, bekommt sie kein Geld. Daneben muss sie aber ihre vier eigenen Kinder beschulen.
Das sind nur zwei Beispiele aus meinem direkten Umfeld, ich hätte noch viel mehr.

Für dich ist es mit der Schwiegermutter natürlich auch eine Katastrophe, aber glaube mir, in ein Heim möchtest du sie jetzt nicht wirklich geben. Es arbeiten inzwischen C-Infizierte, die keine Symptome haben, um die Heime nicht schließen zu müssen. Das versprochene Personal und Aufstockung der Gehälter blieben auf der Strecke.
All die anderen Probleme, die die Welt hat, leider ebenso.

Und trotzdem bin ich dankbar, in Deutschland zu leben …

Dir und allen anderen wünsche ich viel Kraft und Gesundheit.
Lieben Gruß
Sabine
Vor ein paar Monaten - Antworten
schnief Liebe Sabine,
da stimme ich dir zu, Corona hat die Menschen nicht verändert, auch zeigen sie immer häufiger ihr wahres Gesicht. Leider ist und hat unsere Regierung zu spät reagiert, bzw. muss sie Schadensbegrenzung betreiben. Auch sie sind nur Menschen und können nicht in die Zukunft blicken.

Sicher gibt es viele die sich sich im Homeoffice befinden, die auch noch ihre eigenen Kinder beschulen bzw. beaufsichtigen mussten, doch Kinder müssen auch mal versuchen mit einer Sache selbst klarzukommen, bevor ihnen alles vorgegauckelt wird. Auch Kleinkinder können oder sollten eine zeitlang selbständig spielen können, ohne das Eltern sie animieren müssen. Als meins klein war, habe ich nicht dauern in ihr Spiel eingegriffen, sondern so lernte sie langsam aber sicher sich selbst zu beschäftigen (ohne das ich sie nicht aus den Augenwinkel beaufsichtigte).

In einem Heim bekommen wir sie tatsächlich zur Zeit nicht untergebracht, selbst wenn wir wollten, jedenfalls in unserem näheren Umfeld. Ich bin froh, dass wir es schafften, dass sie zurzeit nur die Hilfe bei der Grundpflege und halt beim Be und entkleiden benötigt. Das weiter wie Beköstigung fällt nicht unter Pflege, sondern unter Hauswirtschaft.

Pflegedienste und auch Pflegende zu Hause haben es nicht einfach, ebenso die in den Heimen. Wollen wir hoffen, dass wenigstens die Heime dafür sorgten, dass sie ihren Mitarbeitern das Weihnachtsgeld als Corona Prämie auszahlten!

Da stimme ich dir zu, wir können froh sein , dass wir hier in Deutschland leben, denn woanders sieht es nicht besser aus.

Auch dir wünsche ich viel Kraft und bleib vor allem gesund.

Liebe Grüße Manuela
Vor ein paar Monaten - Antworten
Memory 
Ja, liebe Manuela, wir sind schon einer Meinung.
Nur was das leidige Thema Schule betrifft, habe ich eine andere.
Klar, Kindergartenkinder sollten sich auch allein beschäftigen können.
Aber Schulkinder? Ein Erstklässler kann sich nicht selbst Schreiben und Lesen beibringen, ein Zehntklässler muss ein Genie sein, wenn er den Stoff ohne Schule begreift und dann sicher in die Prüfungen geht.
Wenn das so einfach wäre, würde das ja den Sinn der Schule in Frage stellen.
Meine großen Enkel haben Glück und bekommen einen hervorragenden Online-Unterricht, aber bei wievielen Schülern funktioniert der überhaupt nicht?
Wir können nur hoffen, dass der Spuk irgendwann vorbei ist, das Beste aus der Situation machen und dann zusehen, wie wir aus den vielen Scherben wieder ein Gefäß für alle basteln.
Lieben Gruß zu dir
Sabine
Vor ein paar Monaten - Antworten
schnief Liebe Sabine,
Sicher können Erstklässler sich das Schreiben nicht selbst beibringen, aber bei uns haben die Schulen geöffnet. Ich weiß auch, dass viele Lehrer auch im Netz in gewissen hleinen Gruppen arbeiten können.
Es gibt Programme, da werden ganze Kurse abgehalten, ob diese allerdings für die Kleinen reichen, bin ich überfragt. Doch eins sollten wir nicht unterschätzen, die kleinen sind wesentlich pfiffige als wir im Umgang mit den Programmen.

Danke dir.
LG Manuela
Vor ein paar Monaten - Antworten
Enya2853 Liebe Manuela,
es sind wahre Worte, die du schreibst. Ich weiß, wie es dir angesichts deiner besonderen Situation gehen muss und ich kann alles nachvollziehen, was du sagst.
Die zeit ist nicht einfach, und wir sehen jetzt, wie unterschiedlich Menschen damit umgehen. Vieles ist traurig, wenn wir immer wieder auf Ignoranz, Rücksichtslosigkeit oder Gleichgültigkeit stoßen.
Für mich ist es auch nicht nachvollziehbar, wenn jemand über den entgangenen Urlaub meckert. Allerdings kann ich auch all die kleinen Geschäftsleute verstehen, die praktisch am Ende sind.
Aber diese "Empathielosigkeit" oder besser wirklich Gleichgültigkeit gab es auch vor der Pandemie, oft ist es nicht einmal böser Wille.
Wer weiß schon wirlich, wie viele Kinder es gibt, die in Armut leben, wen schert das? Und wie viele alte Menschen mit einer Minimalrente auskommen müssen? Man könnte die Liste fortführen, all das existiert auch ohne die Pandemie, die setzt einfach noch einen drauf. Aber vielleicht - und ich gebe die hoffnung nicht auf - erweitert sich zumindest bei einigen Menschen das Bewusstsein.
Du hast recht, das alles anzusprechen.
Ich wünsche dir, dass du deine kraft behältst.
Liebe Grüße
Enya
Vor ein paar Monaten - Antworten
schnief Liebe Enya,
ja, es ist traurig, dass wir immer wieder auf Ignoranz, Rücksichtslosigkeit oder Gleichgültigkeit stoßen und die gab es leider auch vor der Pandemie.
Wir können nur immer wieder Denkanstöße geben.

Ich danke dir ganz herzlich.
Liebe Grüße Manuela
Vor ein paar Monaten - Antworten
FLEURdelaCOEUR Liebe Manuela,
ich weiß es, dass du mit der Pflege der MRSA-Person in der Familie Übermenschliches leistest. Du hast auch in allem Recht, was du mehr oder weniger deutlich angesprochen hast. Natürlich klingt es zynisch, unmenschlich und deplatziert, wenn angesichts der vielen hilfsbedürftigen Menschen im Lande immer zuerst von der Wirtschaft (und den Fußballern!) die Rede ist. Dennoch ist sie nun mal das Rückgrat unseres beträchtlichen Wohlstandes, die Voraussetzung zur Hilfeleistung.
Du weißt aber, dass auch euch ein Jahresurlaub gesetzlich zusteht mit Kurzzeitpflege?

Liebe Grüße
fleur

PS. Auch das Coverbild gefällt mir sehr!
Vor ein paar Monaten - Antworten
schnief Liebe Fleur,
sicher ist eine florierende Wirtschaft unser Rückgrad, und auch diese funktioniert trotz allem. Handwerksbetriebe, dort gibt es kein Homeoffice. Für mich auch nicht unbedingt sinnvoll sämtliche Geschäfte zu schließen, eine Reduzierung der Kunden ist besser.
Doch die Menschen sind bereits so abgestumpft, dass sie noch nicht mal mehr Abstand halten können, sagt man etwas, bekommt man blöde Antworten. Inzwischen täusche ich einen Nieß und Hustenanfall vor, ist scheinbar das Einzige was hilft.

Kurzzeitpfege, sprich verhinderungspflege im Jahr, sicher, doch versuche mal mit einer MSRA eine Platz in einem Pflegeheim zu finden. Ist nicht, denen reicht der Virus, was auch verständlich ist.
Ich habe auch nur die Pflege angesprochen, damit sich mal die Gedanken machen, die sich aufregen, dass sie nicht in Urlaub fahren können.
Nicht nur ich bin davon betroffen sondern eine ganze Menge, die ihre Angehörigen pflegen.

Auch weiß ich dass gerade viele in der Tourismusbranche betroffen sind und Existenzängste vorhanden sind. hier nur ein Beispiel zum Wintersport. Würden sich nicht vor den Skiliften Trauben bilden und auf die Partys am Abend verzichten, spräche ja prinzipell nichts dagegen, sie könnten ihren Sport dann nachkommen.
Danke dir vielmals
Liebe Grüße Manuela
Vor ein paar Monaten - Antworten
baesta Ich gebe Dir ja in Allem recht. Leider wird Menschenliebe recht klein geschrieben, Macht- und Geldliebe dagegen seeeehr groß.

Liebe Grüße
Bärbel
Vor ein paar Monaten - Antworten
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