Religion & Glaube
Die Beichte

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"Die Beichte"
Veröffentlicht am 14. Oktober 2019, 4 Seiten
Kategorie Religion & Glaube
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Über den Autor:

"Friedemann" ist nur mein Vorname, für meinen Nachnamen "Kriegsfuß" reichte (aufgrund der von myStorys vorgegebenen Obergrenze von 14 Zeichen) leider der Platz nicht mehr. Mein Name besagt, dass ich im Grunde ein sehr friedliebender Mensch bin, der aber verbalen Auseinandersetzungen nicht grundsätzlich aus dem Weg geht. Diese sind gelegentlich die Folge von satirischen Texten, für die ich schon seit meiner Schulzeit (als noch Lehrer und ...
Die Beichte

Die Beichte



Die Beichte Gottlob! Ich hab es hinter mir, dies hochnotpeinliche Befragen! Mal wieder traf hier Wissbegier auf Höllenangst und Unbehagen. Wie immer hab ich hie und da geflunkert und Details verschwiegen. Auch wenn ich manches übersah, war’s ohne Absicht, frech zu lügen. Nicht nur die Sünd’ der Völlerei erlaubte ich mir kleinzureden. Auch Bier und Schnaps war mit dabei beim vorgeblichen Kürzertreten.

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 Ich wand mich durch, mit Lug und List, und fand mich clever und gerissen. Doch - wie sich’s ziemt für einen Christ - schlug mir sogleich schon mein Gewissen. Dabei hab ich ja nur aus Scham so manches Laster abgestritten. Bis ich - zu spät - dahinterkam: Ins eigne Fleisch hab ich geschnitten! Verdrängt war kurz mal Sinn und Zweck warum ich all dies sündhaft sagte: Es ging um den Gesundheits-Check, zu dem mein Hausarzt mich befragte.

Nach einer ziemlich wahren Begebenheit

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Hörbuch

Über den Autor

Friedemann
"Friedemann" ist nur mein Vorname, für meinen Nachnamen "Kriegsfuß" reichte (aufgrund der von myStorys vorgegebenen Obergrenze von 14 Zeichen) leider der Platz nicht mehr. Mein Name besagt, dass ich im Grunde ein sehr friedliebender Mensch bin, der aber verbalen Auseinandersetzungen nicht grundsätzlich aus dem Weg geht. Diese sind gelegentlich die Folge von satirischen Texten, für die ich schon seit meiner Schulzeit (als noch Lehrer und Mitschüler ihre Opfer waren) eine Vorliebe habe. Gemäß meinem Motto - Humor ist das Knopfloch, mit dem wir verhindern können, dass uns der Kragen platzt - kommt hierbei allerdings der Humor (meistens) nicht zu kurz.

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Brigitte Da habe ich herzhaft gelacht. Ich kenne viele solcher Leute, die versuchen ihrem Arzt etwas vorzuflunkern. Ich versuche es erst gar nicht. dann habe ich auch nicht dieses schlechte Gewissen, denn er sieht es ja sowieso am Blutbild, dass ich wieder gesündigt habe. So appelliere ich lieber auf sein menschliches Verständnis. Sehr gerne gelesen Liebe Grüße Brigitte
Vor ein paar Monaten - Antworten
Friedemann 
Du hast ja soo recht, liebe Brigitte,
und bist wegen Deiner Ehrlichkeit zu beneiden. Nicht nur aufgrund des guten Gewissens, sondern – für die Gesundheit wesentlich wichtiger – wegen der angemessenen ärztlichen Behandlung in der richtigen Dosierung. Ich habe mir übrigens vorgenommen, ebenso ehrlich zu sein und meinem Hausarzt meine (minimalen) Flunkereien zu gestehen: Zu seinem baldigen Ruhestand beabsichtige ich, ihm dieses Gedicht auszudrucken.

Liebe Grüße und hab Dank für Deinen Besuch,
Friedemann
Vor ein paar Monaten - Antworten
Brigitte Das würde ich auf jeden Fall machen, Aber warum erst im Ruhestand? Mache es doch beim nächsten Check, dann drückt er gleich ein Auge zu. Ich wette darauf! Liebe Grüße in deinen Tag. Hier schneit es heute, aber es wandelt sich wie immer hier in Bremen gleich in Matsch um. Brigitte
Vor ein paar Monaten - Antworten
Feedre Chapeau!
ich schwindle meine Hausärztin
auch ab und zu mal an....wer gibt
schon gerne eine Schwäche zu...:-)))
lieben Gruß in die Nacht
Feedre


Vergangenes Jahr - Antworten
Friedemann 
Liebe Feedre,
für Dein bißchen Flunkern habe ich vollstes Verständnis, daher werde ich – auch aus Freude über Dein lobendes Wort und Deinen Favoriten - Dich natürlich nicht verpetzen, wenn ich zufällig mal Deine Ärztin treffe.

Liebe Grüße in den (leider verregneten) Morgen,
Friedemann
Vergangenes Jahr - Antworten
Annabel Ach ja, das kennt wohl jeder :-)) Super geschrieben. Hab einen schönen Abend. Lieben Gruß an dich. Hab nur noch ******Taler.
Vergangenes Jahr - Antworten
Friedemann 
Ach ja, liebe Annabel,
tagtäglich wird ja soo viel geflunkert, wobei dies meist gutgemeinte Höflichkeitslügen sind (z.B. als Antwort auf die Frage „wie geht’s?"), da darf man schon mal beim Arzt untertreiben, auch damit er nicht zu sehr erschrickt - also ebenfalls eine gutgemeinte Form der Höflichkeitslüge.

Liebe Grüße und ein herzliches Dankeschön für die Sterntalerchen und Deinen Favoriten,
Friedemann
Vergangenes Jahr - Antworten
Enya2853 Tja, auch eine Möglichkeit, nicht nur den Arzt, sondern auch auch sich selbst ein wenig an der Nase herumzuführen.
Jedoch ist Einsicht der Weg zur Besserung.

Habe dein Gedicht mit der tollen Pointe mit Genuss gelesen. Prima gemacht.
LG
Enya
Vergangenes Jahr - Antworten
Friedemann 
Ja, liebe Enya,
wenn man sich insbesondere in medizinischen Belangen selbst belügt, schneidet man sich ja ins eigene Fleisch. Dessen wurde sich auch mein lyrisches Ich - leider zu spät - bewusst, als die Visite bereits vorüber und der Arzt in die Irre geführt war.
Doch gelegentlich kann er es sich einfach nicht verkneifen, auch die Leserschaft in die Irre zu führen.

Es freut mich sehr, dass Dir's gefiel und Dir Deinen Talerchen wert war.
Liebe Grüße und und herzlichen Dank hierfür,
Friedemann
Vergangenes Jahr - Antworten
Uliliac ... wenn die Einsicht mit dem Blutbild kommt, ist ja meist noch viel zu retten...
Dafür Gratulation!
Schön geschrieben!
LG Uliliac
Vor langer Zeit - Antworten
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