Kurzgeschichte
Vom Winde verweht

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"Fabelhafte Sachen können dir passieren, wenn der Wind nur heftig genug weht"
Veröffentlicht am 20. August 2019, 8 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
© Umschlag Bildmaterial: peshkova - Fotolia.com
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Hallo, ich bin neu hier und möchte meine ersten Schritte im Schreiben hier ausprobieren. Lesen hat noch immer zu meinen Hobbies gezählt...und als Mutter zweier Jungs im besten Tollalter, kann ich so abends am besten abschalten. Aber nur zum Lesen bin ich ja nicht hier;-) Einige Freunde von mir meinten meine Gedichte, die meist aus Jux und Dollerei entstehen, wären gar nicht mal so schlecht und ich solle mich doch im Schreiben ...
Fabelhafte Sachen können dir passieren, wenn der Wind nur heftig genug weht

Vom Winde verweht

Der wind, der Wind, das Himmlische Kind

Eines Tages bahnte sich ein unheimliches Gewitter an. Der Himmel, der sonst strahlend blau war, war an diesem Tag mausgrau und wolkenverhangen. Eine Wolke jagte nur so der anderen hinterher, als ob sie ein Wettrennen bestreiten würden. Wer würde wohl die erste im Ziel sein? Und, als ich den Wolken so hinterherschaute, entdeckte ich etwas am Himmel. Schwer zu sagen was genau es war, aber es hatte meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Noch konnte ich es nicht genau erkennen. War es ein Flugzeug? Ein Tier? Oder gar ein Mensch?

Ich musste mich noch ein bisschen gedulden, da der Wind so heftig blies und die Wolken nur so über den Himmel peitschte. Immer wieder verschwand das Ding am Himmel.

Langsam wurde mir Angst und Bang, da auch am Boden der Wind heftig wehte und ich glaubte bald selbst weggefegt zu werden. Einige Blätter hatten sich schon in meinen Haaren verfangen und die Bäume entlang meines Weges wiegten sich deutlich im Wind hin und her. Aber ich wollte unbedingt wissen was das am Himmel war! Also stemmte ich mich gegen den Wind und beobachtete wieder das Geschehen am Himmel. Langsam aber sicher nahm das Wesen nun Gestalt an. Kein Tier, kein Flugzeug, eher ... ein Mensch?!

Ich wankte, so stark pfiff der Wind nun durch die Gegend, aber ich blieb standhaft. Ich wollte doch unbedingt erkennen was das da oben war. Es kam immer näher und ich sah es endlich deutlicher vor mir! Ich erkannte einen ... Rock? Nein, es war ein Umhang. Ja genau, ich sah es klar und deutlich vor mir, es war ein Umhang! Und dann erkannte ich den Kopf. Er war nicht rund, sondern eher eckig und oben drauf saß ein Hut, mit einer Blume?! Ok, komisch ... die Blume, sie bewegte sich nicht im Wind, obwohl sie doch weggefegt werden müsste! Aber es war ganz eindeutig ein Hut mit einer Blume! Also ein Wesen mit Anhang, Kopf, Hut und Blume. Aber jetzt erkannte ich

noch mehr! Ja ich sah ganz eindeutig eine Hand und die hielt einen Zauberstab. Aber es wurde noch besser, in der anderen Hand hielt der Mensch eine komische Tasche. Es schien als wolle die Person landen, denn der Zauberstab wurde schlagartig zu einem Regenschirm?! Damit konnte sie nun schweben, sich ganz von der Luft tragen lassen.


So etwas hatte ich noch nie gesehen! Ich rieb mir die Augen, da ich mir sicher war wegen des starken Windes Staub in den Augen zu haben und, dass dadurch meine Sicht getrübt sei. Dem war aber nicht so, denn danach sah es aus als habe die Person sich jetzt auch noch eine runde Brille aufgesetzt.


Und dann sah ich es ganz klar: Ein Mensch, mit einem Anhang, einem eckigen Gesicht und runder Brille, auf dem Kopf einen Hut mit Blume, in der einen Hand eine Tasche und in der anderen einen Zauberstab, der sich jedoch in einen Regenschirm verwandelt hatte. Was würde wohl als nächstes passieren? Würde der Mensch bei mir landen, mit mir reden?



Aber dann kam ein ziemlich heftiger Windstoß und ... weg war es! Wo war es hin, ich blicke mich überall um, aber es blieb verschwunden. Harry Poppins jagte wohl jetzt in einer anderen Gestalt einer anderen Wolke

hinterher. Und ich? Ich machte mich schnellstens auf den Weg nach Hause, bevor auch ich vom Winde verweht werden würde.


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Hörbuch

Über den Autor

Jooschen
Hallo,

ich bin neu hier und möchte meine ersten Schritte im Schreiben hier ausprobieren. Lesen hat noch immer zu meinen Hobbies gezählt...und als Mutter zweier Jungs im besten Tollalter, kann ich so abends am besten abschalten. Aber nur zum Lesen bin ich ja nicht hier;-) Einige Freunde von mir meinten meine Gedichte, die meist aus Jux und Dollerei entstehen, wären gar nicht mal so schlecht und ich solle mich doch im Schreiben versuchen....damit haben sie einen heimlichen Wunsch von mir losgetreten....und hier bin ich jetzt :-) Tadaaa, ich versuchs mal....vielleicht finde ich ja meinen Weg mit eurer Hilfe. Ich freu mich auf dieses Experiment und bin neugierig wohin es mich führt :-)

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KaraList Man lernt nie aus. Ich wusste nicht, dass Mary einen Bruder hat. :-)
Schade, dass der Wind ihn vertrieben hat. Deine Protagonistin hätte sicher gern Bekanntschaft mit ihm geschlossen.
Schmunzelgrüße
Kara
Vergangenes Jahr - Antworten
Jooschen Man lernt halt nie aus... ;-)
Danke für die Lesezeit und die Talerchen:-)
LG Jooschen
Vergangenes Jahr - Antworten
Friedemann 
Guten Morgen, Jooschen,
da ich Harry Poppins nicht kannte und da das wolkenverhangene Wetterbild gut zum Harzer Brocken passte, dachte ich natürlich an keinen Zauberstab, sondern an einen Hexenbesen, auf dem eine Hexe mit flatterndem Rock und flatterndem Haar reitet. Schade ...
Trotzdem gefiel mir Deine Geschichte, denn auch bin gerne ein Deuter von Wolkenbildern, meist am Gardasee. Mit seinen starken Thermikwinden werden dort an den Bergflanken die Wolkenbilder in der Tat laufend vom Winde erschaffen und bald wieder verweht

Liebe Grüße
Friedemann
Vergangenes Jahr - Antworten
Jooschen Der Gardasee.....so eine tolle Gegend, aber damals schien die Sonne und ich sah leider nicht viele Wolken :-(
Danke für deine Lesezeit :-)
LGJooschen
Vergangenes Jahr - Antworten
Gabriele Ist doch schön, wie selbst der starke Wind inspirieren kann......
....und Harry Poppins hört sich aber auch nach einer coolen Neu-Version an :-)
Gerne gelesen liebe Jooschen
lasse ich liebe grüße da,
Gabriele
Vergangenes Jahr - Antworten
Jooschen Wie gesagt, es war ein lustiger Versprecher meines Sohnes....und die letzten Zage war es doch recht windig hier, da kommt man dann auf die tollsten Ideeen;-)
Danke fürs Lesen
Jooschen
Vergangenes Jahr - Antworten
Newcomer Ja wirklich, sehr fantasievoll, obwohl der Untertitel "Vom Winde verweht" bei mir erst einmal andere Assoziationen geweckt hat.
Herzliche Grüße, Marko
Vergangenes Jahr - Antworten
Jooschen Danke, das war so gewollt;-) Ich wollte mit dem Titel nicht zu viel verraten und er trifft‘s ja dann doch irgendwie:-D
Vergangenes Jahr - Antworten
Darkjuls Also Phantasie hast du ja. Ich beobachte auch gern die Wolken und sehe Verschiedenes darin. LG Marina
Vergangenes Jahr - Antworten
Jooschen Naja, der Impuls kam allerdings von meinem Sohn und einem lustigen Versprecher;-) War auch jetzt eher etwas schnell geschriebenes...
Danke LG Jooschen
Vergangenes Jahr - Antworten
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