Romane & Erzählungen
Jack 'n Jules - Love & Crime

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"Jack 'n Jules - Love & Crime"
Veröffentlicht am 17. Juni 2019, 24 Seiten
Kategorie Romane & Erzählungen
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Über den Autor:

Ich habe mein ganzes Leben damit zugebracht, mir Gedanken dar√ľber zu machen, wie andere mich sehen. Hier gelten nur meine geschriebene Worte... mehr wird h√∂chstens in meinen B√ľchern √ľber mich erz√§hlt. Lest und lasst mir eure geschriebenen Worte da... ich freu mich √ľber jede Anregung :)
Jack 'n Jules - Love & Crime

Jack 'n Jules - Love & Crime

Jack 'n Jules

Als FBI-Agent jagt Jack die ganz schweren Jungs und er liebt seinen Job. Jules liebt ihren Hund und den Job im Tierbedarfsladen. Eines Tages begegnen sich die Beiden und laufen sich immer wieder √ľber den Weg. Nur zu gerne w√ľrde Jules dem Ganzen eine Chance geben, doch ein dunkles Geheimnis h√§lt sie immer wieder zur√ľck. Jack bem√ľht sich sehr um die junge Frau, aber auch er verbirgt etwas. Kann es eine Zukunft f√ľr die beiden geben oder werden ihnen die Versteckspiele letztendlich zum Verh√§ngnis? - - - - - Dieser Roman liegt komplett fertig auf meinem PC. Hier bekommt ihr Kapitel eins von

17! Jeden Montag ein neues Kapitel!

-1-

Sein gro√üer Zeh zuckte verr√§terisch, als der Wecker klingelte. Knurrend drehte er sich in seinem gro√üen Bett zu dem L√§rm, um ihn abzuschalten. Danach begann er sich aus der Decke zu sch√§len, die Kaffeemaschine an zuschmei√üen und sich das erste Mal f√ľr den Tag unter die Dusche zu stellen. Den Kaffee genoss er auf dem Weg ins B√ľro in einem Thermobecher, w√§hrend die Sporttasche neben ihm auf dem Beifahrersitz lag. Darauf hatte er eine Akte ausgebreitet, in die er hin und wieder sah. Ein gro√ües Foto eines √§lteren Mannes war an die linke Seite geheftet, w√§hrend auf der rechten eine Zusammenfassung dessen T√§tigkeiten des letzten Jahres lag. Dieses Arschloch kannte Jack in und auswendig und er hatte sehr gehofft, nochmal auf seine Spur gesetzt zu werden. An einer Ampel bl√§tterte er die Zusammenfassung weiter und ein neues Foto

erschien. Ein neuer Teilnehmer im Spiel, der sehr wichtig w√ľrde soweit er das dem Beiblatt entnehmen konnte. Jack hatte sich die Akte gestern einfach gegriffen, um sich auf das Briefing am fr√ľhen Morgen vorzubereiten. Als er beim Hauptquartier angekommen war, hatte er sich alle wichtigen auf dem Blatt befindliche Informationen eingepr√§gt und im Kopf eine Liste zusammen gestellt, was noch ermittelt werden musste und was f√ľr Vorgehensweisen in Frage k√§men, damit das Ziel erreicht w√ľrde. Bei dem Meeting mit Supervisory Special Agent Harry Smidt wurden Jacks Vermutungen best√§tigt. Einige seiner Vorschl√§ge wurden angenommen und eine Strategie entwickelt, den Alten endlich zu Fall zu bringen. Viel zu lange schon konnte er seine Machenschaften ungehindert ausbreiten und die damit einher

gehenden Straftaten wurden auch immer mehr. Es war an der Zeit die Schlinge zu zuziehen. Nachdem er noch einige l√§stige Schreibtischarbeiten erledigte hatte, begab er sich mit seinem Freund und Teamkollegen Supervisory Special Agent Max Hawk in den Kraftraum unterhalb des FBI Hauptquartiers. Dort st√§hlten sie ihre K√∂rper, sodass sie den gro√üen Belastungen, die der Job mit sich brachte, gewachsen waren. Gegenseitig trieben sich beide in einer Art Wettkampf zu H√∂chstleistungen an, um das hohe Level zu halten, welches sie mittlerweile erreicht hatten. Max Hawk war Jacks bester Freund, seit sie zusammen die Akademie √ľberlebten. Beide hatten schon Tage durchgestanden, an denen sie f√ľr ihre starke M√§nnerfreundschaft zutiefst dankbar waren, auch wenn ihr Lebensweg nicht unterschiedlicher gewesen sein k√∂nnte. Im

Gegensatz zu Jacks eher flatterhaften vorherigen Dasein, wusste Max schon fr√ľh, wie sein Leben zu laufen hatte und verfolgte seine Ziele konsequent. Obwohl er als Sohn eines Native-American und einer Wei√üen in einem Reservat aufgewachsen war, k√§mpfe er sich auf ein College, absolvierte dieses als Einer der Besten seines Jahrgangs und ging zur Navy. Worauf er sich nicht vorbereiten konnte, war das Scheren seiner langen Haarpracht gewesen. Trotzdem hielt er durch und schaffte eine glatte Karriere. Einige Zeit sp√§ter fehlten ihm seine langen Haare jedoch und er wollte keine weit entfernten Feinde mehr attackieren, sondern ihnen lieber direkt ins Gesicht sehen, wenn er sie ins Gef√§ngnis sperrte. Am vielversprechendsten schien ihm daf√ľr das FBI zu sein, immerhin waren die an den dicksten Fischen dran. W√§hrend der Ausbildung lie√ü er sich die Haare

wieder l√§nger wachsen, lediglich einen kleinen Undercut rundherum gestand er Uncle Sam als Salut zu. Inzwischen reichten sie ihm wieder bis √ľber die Schulterbl√§tter und er trug sie meist zu einem Manbun oder geflochtenem Zopf gebunden. Wenn er nun mit seinem K√∂rper Marke Schwergewichtsboxer und einer grimmigen Miene irgendwo auftauchte, sah er in manchen Augen durchaus wenig positive Gef√ľhlsregungen. F√ľr das Metier in dem er sich f√ľr seinen Job bewegen musst, war es perfekt. Jacks unsteter Lebenswandel bis zu ihrem Treffen und die damit einhergehenden offenherzige Art, hatte eine lockernde Wirkung auf Max, sodass er nicht mehr alles ganz schwarz oder wei√ü sah. Dagegen f√ľhlte sich McAllister immer wieder stark von der Geradlinigkeit und Konsequenz seines Kumpel gepackt, wenn es ihm selbst wieder ein kleines St√ľck daran fehlte. Beide erg√§nzten sich

hervorragend und vermochten sich gegenseitig zu Spitzenleistungen anzutreiben. So kam es, dass man diese zwei M√§nner als Power-Duo rekrutierte und wenn m√∂glich gemeinsam auf ein Ziel ansetzte, denn dann konnte man sich des Erfolges ziemlich sicher sein. Seiner Mutter und Schwester hatte Jack lange Zeit ziemliche Kopfschmerzen bereitet. Nachdem sein Vater weg war, st√ľrzte er ab. Party jeden Tag, Drogen, Alkohol und Frauen, das waren die vier St√ľtzpfeiler seiner Jugend. Als ein Bekannter sich buchst√§blich zu Tode gesoffen hatte, r√ľttelte es Jack zum ersten Mal wach. Fast in letzter Sekunde schaffte er den Absprung, machte die Schule fertig und es reichte gerade so f√ľrs College. Danach hielt er sich mit Gelegenheitsjobs √ľber Wasser und geriet wieder an die falschen Freunde. Nochmal hatte er Gl√ľck im Ungl√ľck, weil seine Schwester krank wurde und er sich gemeinsam

mit seiner Mutter um sie k√ľmmern musste. Dadurch blieb ihm keine Zeit f√ľr etwas anderes mehr. Ein √úberfall auf seine hei√ügeliebte Schwester besiegelte schlie√ülich sein Schicksal und ihn packte der Ehrgeiz bei den ganz Gro√üen mitzuspielen, damit er die Stra√üen etwas sicherer werden lassen k√∂nne. Er wollte das √úbel bei den Wurzeln packen und nicht nur kleine M√∂chtegern-Gangster wegsperren. Daher lie√ü er sich auf das FBI ein, statt ein normaler Polizist zu werden. Durch sein lockeres Mundwerk und die aufgeschlossene Art, brachte er Max zuerst in der Akademie gegen sich auf. Dem typisch schweigsamen Indianer ging das Energieb√ľndel ganz schon auf den Zeiger. Bald merkte er jedoch, wie vertrauensw√ľrdig Jack in Wirklichkeit war, das man in jeder Lage auf ihn Z√§hlen konnte und sein Wort wie ein unumst√∂√ülicher Vertrag galt. Eigenschaften, die

Max sonst f√ľr sich beanspruchte und die ihm deswegen sehr imponierten. Als das Eis erst mal zwischen ihnen gebrochen war, hielten sie wie Pech und Schwefel zusammen, bis heute. Am Abend fiel Jack ersch√∂pft ins Bett. Max hatte ihn ordentlich w√§hrend des Trainings getriezt und seine Muskeln brannten. Doch er zwang sich, den Wecker eine halbe Stunde fr√ľher als gew√∂hnlich zu stellen. Jules h√ľpfte mit den ersten V√∂geln aus ihren Federn. Fr√∂hlich vor sich hin pfeifend holte sie das Futter f√ľr ihren Rottweiler Fl√∂ckchen aus dem Gefrierschrank und legte es in eine Sch√ľssel hei√üen Wassers. Danach zog sie sich ihre Sportklamotten √ľber und legte Fl√∂ckchen an die elastische Leine um ihren Bauch. Sie vergewisserte sich, den Schl√ľssel eingepackt zu haben, bevor sie die Wohnungst√ľr schloss und sich langsam warm lief.

Im Park angekommen, hatte sie bereits ihr volles Tempo drauf und machte auf dem von kleinen B√§umen und Buschwerk ges√§umten Weg die Augen f√ľr ein paar Schritte zu. Sie f√ľhlte die W√§rme der ersten Sonnenstrahlen am Morgen und lauschte dem Gesang der V√∂gel. So k√∂nnte man fast vergessen, dass man in einer Gro√üstadt lebt, dachte sie sich, wie beinahe jeden Morgen. Neben ihr erlauschte sie pl√∂tzlich Schritte und Jules tat die Augen wieder auf. Ein Mann joggte neben ihr her und betrachtete ihren Hund etwas argw√∂hnisch. Dann sah er zu ihr auf und Jules bemerkte als erstes die mehrfach gebrochene Nase ihres Gegen√ľbers. Sie stach ein wenig schief in dem ansonsten sch√∂nen, scharf geschnittenen Gesichts des Mannes heraus. Es lie√ü ihn sehr interessant,

aber auch gef√§hrlich wirken, passend zu dem kurzen Milit√§rhaarschnitt, in der seine dunklen Haare geschoren waren. Jules zwang sich, ihm in die Augen zu schauen, sonst w√ľrde sie zu unh√∂flich wirken. Diese Augen funkelten wie Bernstein im Sonnenlicht und strahlten Freundlichkeit aus. Die junge Frau war verwirrt von diesen gegens√§tzlichen Eindr√ľcken in ein und demselben Gesicht. ‚ÄěDer ist aber ziemlich gro√ü.‚Äú, sagte ihr Gegen√ľber pl√∂tzlich und deutete mit einem Kopfnicken auf Fl√∂ckchen. Jules nickte nur. ‚ÄěK√∂nnen Sie den im Notfall √ľberhaupt halten? Der rei√üt Sie doch von den F√ľ√üen, wenn der ein Eichh√∂rnchen sieht.‚Äú In seiner Stimme klang Besorgnis und Zweifel mit. Jules sch√ľttelte den Kopf und sagte leise: ‚ÄěDas w√ľrde er nicht tun.‚Äú Ihr Laufpartner auf Zeit musste sich ein St√ľck vorbeugen und zu ihr

r√ľber kommen, um √ľberhaupt zu verstehen, was Jules gesagt hatte. ‚ÄěDas sagt jeder Hundebesitzer. ‚ÄöEr will nur spielen. Der tut nichts‚Äė und so weiter und dann passiert doch etwas.‚Äú Sie sch√ľttelte ihren Kopf energischer und erh√∂hte ihre Laufgeschwindigkeit. Solch eine Diskussion wollte sie nun wirklich nicht vor ihrem ersten Kaffee f√ľhren. Der Mann mit den sch√∂nen Augen blieb hinter ihr zur√ľck. Fl√∂ckchen hatte ihn nicht einmal angesehen w√§hrend der Zeit und freute sich jetzt, etwas schneller laufen zu k√∂nnen. Obwohl der fremde Mann weit hinter ihr au√üer Sicht blieb, spukte er in Jules Kopf herum. Sie hatte ihn noch nie gesehen, dabei lief sie jeden Tag hier zur selben Zeit. Au√üerdem hatte sie noch nie jemand beim Joggen angesprochen, grunds√§tzlich eigentlich noch nie. Etwas beklommen √ľberdachte sie die M√∂glichkeit, ihm

morgen fr√ľh wieder √ľber den Weg zu laufen. V√∂llig aus der Puste, weil sie vergessen hatte ihr Tempo wieder zu drosseln, kam sie in ihre Wohnung und schmiss die Kaffeemaschine an. Nach einer Dusche und einem kleinen Fr√ľhst√ľck f√ľr sich und Fl√∂ckchen, machte sie sich auf zur Arbeit. W√§hrend der Highschool fand sie in einem Laden f√ľr Tierbedarf einen Nebenjob. Als das nahegelegene Tierheim mal wieder √ľberf√ľllt war, renovierte der Besitzer Charlie hinten einen gro√üen Raum und machte eine Pflegestation f√ľr Hunde daraus. Da das Geb√§ude nach hinten einen gro√üen Garten hatte, war es perfekt daf√ľr geeignet, ein paar Tiere aufzunehmen. Zudem hatte sich herausgestellt, dass die Tiere in dem Laden viel schneller in neue Familien adoptiert werden konnten, als jene im Tierheim. Nach ihrem Abschluss war Jules in dem Laden

geblieben. Es gab einfach viel zu viel zu tun und sie liebte ihren Job, hier f√ľhlte sie sich n√ľtzlich. Sie brachte Fl√∂ckchen mit den anderen Hunden in den Garten und schaute ihnen kurz beim herumtollen zu. Dann setzte sie die erste Kanne Kaffee auf, r√§umte einige Regale ein, kontrollierte die Kasse und √∂ffnete den Laden. Es war nicht viel los, als Charlie kam, um die Hunde f√ľr eine gro√üe Gassirunde abzuholen. Als er wieder kam, fragte er mit sp√∂ttischen Tonfall: ‚ÄěNa, gestern ein sch√∂nes Date gehabt?‚Äú ‚ÄěWie immer hatte ich einen hervorragenden Abend mit Fl√∂ckchen, einem Mann, auf den ich immer Z√§hlen kann.‚Äú, antwortete Jules wie immer auf solche Fragen. Charlie lachte, ‚ÄěOh Jules, du solltest zur Abwechslung auch mal mit anderen M√§nnern ausgehen, insbesondere solchen aus deiner eigenen Spezies.‚Äú ‚ÄěOh Charlie‚Äú, √§ffte sie ihren Chef nach, ‚Äěsobald

jemand Interesse an einem Mauerbl√ľmchen wie mir hat, werde ich mich diesem Exemplar meiner Spezies an den Hals werfen.‚Äú ‚ÄěWieso kannst du nicht mit Jedem so frech reden? Du bist charmant, witzig und klug. Ganz davon ab, das du sehr attraktiv bist.‚Äú W√§re Charlie nicht ein langer Wegbegleiter ihres bisherigen Lebens sowie fast drei√üig Jahre √§lter und gl√ľcklich verheiratet, h√§tte so ein Satz vielleicht unpassend r√ľber kommen k√∂nnen. Allerdings war ihr Verh√§ltnis im Laufe der Zeit die eines Vaters zu seiner Tochter geworden und wenn er nicht gerade dieses unangenehme Thema ansprach, war sie ihm auch sehr dankbar daf√ľr. Den Rest des Tages arbeiteten sie zusammen die Schicht zu Ende und plauderten √ľber dieses und jenes. Doch ab und zu verlor Jules den Faden und die Konzentration. Immer wieder tauchten Bernsteine vor ihrem inneren Auge auf, die sie aus der Fassung

brachten. Auch am Abend wurde es nicht besser, es war sogar der letzte Gedanke, bevor sie einschlief. W√§hrend Jules am n√§chsten Morgen ihre Strecke lief, suchte sie unbewusst nach dem Mann mit den faszinierenden Augen. Tats√§chlich kam er auf halber Strecke aus einem Nebenweg auf sie zu, bog auf ihren Pfad ein und lief eine Weile stumm neben ihr her. Auf einmal hechtete ein kleines Kaninchen vor ihnen √ľber den Weg. Jules blieb entspannt, w√§hrend ihr Laufpartner h√∂rbar die Luft einsog und auf den Hund achtete. Doch Fl√∂ckchen schaute nur eine Sekunde auf und verfiel dann wieder in seinen entspannten Lauftrott. Aus dem Augenwinkel nahm Jules die Verbl√ľffung in seinem Gesicht war und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.

Jack sah das L√§cheln der jungen Frau und musste herzhaft lachen. Sie hatte ihm gestern gesagt, es w√ľrde nichts passieren und damit Recht behalten. Dieser K√∂ter musste so gut erzogen sein, wie ein Polizeihund, um seinem Jagdinstinkt in dieser Weise zu widerstehen. Auf Grund seines Lachens zuckte neben ihm zwei Schultern zusammen und er entschuldigte sich prompt. ‚ÄěEs tut mir leid. Ich wollte Sie nicht erschrecken. Nur musste ich dar√ľber lachen, dass Sie gestern genau das prophezeit hatten und ich Kleingl√§ubiger wollte es nicht wahrhaben. Nun habe ich das Wunder mit eigenen Augen gesehen. Wie haben Sie das so in diesen Hund rein bekommen?‚Äú ‚ÄěKonsequentes Training.‚Äú, war alles was er zu h√∂ren bekam und das fast noch leiser, als der Satz, den sie gestern von sich gegeben hatte.


Diese Frau wurde langsam echt interessant. Ihm gegen√ľber bekam sie kaum den Mund auf, fl√ľchtete sogar vor ihm, aber so einen riesigen Rottweiler hatte sie mit dem kleinen Finger im Griff. Wirklich erstaunlich. Er wollte sie unbedingt zum Reden bekommen, doch er ahnte, dass er es hier langsam angehen lassen musste. Also schwieg er wieder, nachdem er verstehend genickt hatte und lief den Rest gemeinsamen Weges eisern neben ihr her. Egal, wie sehr sie das Tempo anzog oder verlangsamte, Jack blieb. Irgendwann wandte sie sich nach links, um aus dem Park heraus zu laufen und er rief ihr ein ‚ÄěBis Morgen!‚Äú hinter her und lief nach rechts, wo er sein Auto heute geparkt hatte. Mit einem tiefen Seufzer lie√ü er sich auf seinen Sitz fallen. Zum Einen hatte die Kleine zwischendrin ein ganz sch√∂nes Tempo drauf, andererseits wurde er das Gef√ľhl nicht ganz los,

dass sie ein Umweg gelaufen war, um ihn abzuh√§ngen. Ein Blick auf die Uhr hinter dem Lenkrad wurde klar, dass wesentlich mehr Zeit in Anspruch genommen worden war, als geplant und seine These somit best√§tigt. Nun musste er auf die Tube dr√ľcken, damit er nicht zu sp√§t zur Besprechung kam. Geduscht und in frischer Kleidung sa√ü er fast p√ľnktlich an den runden Tisch, kurz bevor der Unit Chief SSA Smidt herein kam und das Meeting er√∂ffnete. Zwischendurch erlaubte er sich an das morgendliche Training zu denken. Wie seine neue Bekanntschaft kurz l√§chelte und ihre blauen Augen aufblitzten, als sie ihn heute Morgen entdeckte. Jack war sich ziemlich sicher, dass sie, trotz ihrer abwehrenden Man√∂ver, ein bisschen hoffte, dass er da w√§re, er hatte sie sogar dabei beobachten k√∂nnen, wie sie nach ihm Ausschau hielt.

Max hieb ihm in die Seite. ‚ÄěMach nicht so ein d√§mlich zufriedenes Gesicht. Passt nicht ganz zu den Bildern vorne.‚Äú Jack sah auf. Der Alte hatte neue Opfer hinterlassen, es war eindeutig seine Handschrift. ‚ÄöVerdammter Mist‚Äė, dachte er bei sich, wir m√ľssen uns beeilen. Ich will den Kerl endlich aufs Kreuz legen. Der l√§uft schon viel zu lange frei herum.‚Äė Mit grimmiger Miene schaute er auf die neuesten Opfer und lauschte den Ausf√ľhrungen von Smidt aufmerksamer. Der Nachmittag zog sich mit Recherchearbeiten und lesen von Verh√∂rprotokollen zu den F√§llen der neuen Opfer, welche die Kollegen der zust√§ndigen Polizeibezirke angefertigt hatten, bevor klar war, dass dies Sache des FBIs wurde,

schier endlos hin. Einige der Zeugen w√ľrden erneut befragt werden m√ľssen, da deren Informationen nicht ganz zusammen passten oder mit dem Wissen des FBIs neu hinterfragt werden sollten. Das w√ľrde eine lange Woche werden, doch zum Gl√ľck wartete in n√§chster Zeit ein sch√∂ner Start in den Tag auf ihn.

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Über den Autor

Andy91
Ich habe mein ganzes Leben damit zugebracht, mir Gedanken dar√ľber zu machen, wie andere mich sehen. Hier gelten nur meine geschriebene Worte... mehr wird h√∂chstens in meinen B√ľchern √ľber mich erz√§hlt. Lest und lasst mir eure geschriebenen Worte da... ich freu mich √ľber jede Anregung :)

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trixi1303 Gern gelesen. Bin gespannt wie es weiter geht. Auf zum nächsten Kapitel.
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Andy91 Danke
Vergangene Woche - Antworten
Andy91 Hier geht's zum zweiten Kapitel:
https://www.mystorys.de/b162049-Romane-und-Erzaehlungen-Jack-n-Jules-217.htm
Vor ein paar Wochen - Antworten
Francisco Hallo Andy91,
Ich bin gespannt wie's weitergeht. Hab das Kapitel gern gelesen.
Gruß Francisco
Vor einem Monat - Antworten
Andy91 Das freut mich sehr, sehr, sehr :D

Morgen kommt das nächste Kapitel! Hoffe, es gefällt dir ebenfalls!
LG Andy
Vor ein paar Wochen - Antworten
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