Journalismus & Glosse
Gedanken über Kunst

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"Kunst unterliegt einer ständigen Erneuerung der vielseitigsten Interpretationsmöglichkeiten ..."
Veröffentlicht am 14. April 2019, 16 Seiten
Kategorie Journalismus & Glosse
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Ich sehe etwas, höre manchmal nur ein Wort und schon tanzen Bilder dazu in meinem Kopf. Bilder, die eine kleine Idee entstehen lassen. Manchmal verblasst diese wieder, doch hin und wieder wächst die Idee weiter und weiter, bis sie sich letztendlich als Handlung einer Geschichte entpuppt. Einer Geschichte, die geschrieben werden muss. Doch mit dem richtigen Geschichtenschreiben dauerte es - so an die 25 Jahre. All die Jahre zuvor hatte ich ...
Kunst unterliegt einer ständigen Erneuerung der vielseitigsten Interpretationsmöglichkeiten ...

Gedanken über Kunst

Gedanken über Kunst

Kunst unterliegt einer ständigen Erneuerung der vielseitigsten Interpretationsmöglichkeiten und somit kommt das Wort auch bei den verschiedensten Gelegenheiten zum Einsatz. Kunststoff, Kunstharz, Kunstleder etc. also bei Produkten, die künstlich vom Menschen hergestellt werden und einen praktischen sowie nützlichen Zweck erfüllen. Eine weitere Einsatzmöglichkeit kommt zustande, wenn man behauptet, dass jemand ein wahrer Künstler in seinem Fach ist (womit zumeist gemeint ist, dass derjenige ein hohes Wissen und Können

in seiner Tätigkeit erlangt hat) in anderen Fällen wird es für Ästhetik genutzt (das Bild sieht aber schön aus, das ist eine schöne Kunst). Viele machen sich über die Auslegung von Kunst keine Gedanken, sie machen einfach Kunst mit ihrem Verständnis von Kunst und das ist vielleicht die beste Methode. Egal wie und wann das Wort „Kunst“ nun verwendet wird, im Folgenden wird es alleine um die künstlerischen Tätigkeiten des Menschen gehen (Anmerkung: Auch Tiere, die Vegetation – die Natur an sich – betreiben Kunst und nur Kunst, nichts anderes.) und diese sind in erster Linie das Ergebnis einer freien schöpferischen Gestaltung eines Werkes, einer Tat, die

nach außen gerichtet ist bzw. ein Vorgang, der sich eigenständig und frei an einem abspielt.

Kunst ist nicht das fertige Werk und eine Funktion des Endergebnisses muss nicht zwingend gegeben sein. Kunst ist vielmehr der Weg dahin. Mit dem fertigen Werk ist die Kunst beendet und könnte eigentlich weg – Platz machen für etwas Neues.

Kunst ist unter dieser Betrachtungsweise der schöpferische Akt des Menschen z.B. mit Tönen (Musik), Sprache, Ausdruck durch körperliche Bewegungen (z.B. Tanz) oder verschiedenen Materialien

wie Ton, Farben etc.. Wodurch der Kunstschaffende von Stimmungen, Gefühlen, persönlichen Methoden und dergleichen beeinflusst wird. Man kann keinem Künstler sagen, welche Formel er anwenden soll, wenn er inspiriert ist. Er verarbeitet das, was der Funke der Inspiration abgeworfen hat. Somit wird das getan, was für den Moment als absolute Notwendigkeit erachtet wird. Es gibt keine festen Regeln, die zu beachten sind z.B. Grammatik- und Rechtschreibregeln.

Kunst ist Zukunft = Zukunst alles wird zu-Kunst. Ist ein Werk vollendet (bedeutet, der Künstler hat eigentlich nur

aufgehört daran zu arbeiten) ist es tot, es findet keine Evolution/Entwicklung mehr statt.

Kunst sollte immer nach vorne gehen, fortschreitend sein, sich ständig ändern und ist somit schutzlos der unendlichen Evolutionskette ausgesetzt – was gut ist.

Kunst ist nicht der Spiegel, der das Leben zeigt, sondern die Essenz (Wesenheit, Wesen, Hauptsache) des Lebens, also das Leben an sich, das sich ständig auf einer Expedition nach der Wahrheit im Unbekannten befindet.

Kunst kann nicht töten, fügt keinen

Schaden zu, in ihr muss alles erlaubt sein, sie kann/muss extrem sein, verherrlicht aber nichts, sondern zeigt auf.

Kunst sollte rechtsfreier Raum sein. Politik, Religion, Kultur oder sonstige Ideologien haben da nichts zu suchen. Kunst ist eine Spielwiese um sich auszutoben, damit die „reale Welt“ sauber bleibt. Mord und Totschlag sollten nur in der Parallelwelt Kunst entstehen und dürften niemals in die „reale Welt“ übergehen.

Kunst ist vom Wesen her ein Regel verletzender Akt, der Grenzen

überschreitet, solange Tier und Mensch nicht zu Schaden kommen oder zu etwas gezwungen werden.

Kunst ist nicht erlernbar, kann nicht gelehrt werden, nur die eventuell benötigten Methoden.

Der Kunstbetreibende braucht nicht mal Wissen über irgendwas, da Kunst die Tat an sich ist. Also, das Machen/Probieren/Experimentieren, wobei der Instinkt den leitenden Faktor darstellt. Allerdings sind Wissen und Erfahrung nicht von Nachteil, wenn man weiß, wie welche Mal- oder Zeichentechnik aussieht bzw. wirkt, wie Materialien aufeinander

reagieren. Doch dieses Wissen sollte nicht genommen werden, um es stur anzuwenden, immer wieder auf dieselbe Art. Nein, es muss genommen werden, um damit zu spielen, es zu prüfen.

Wissen und Erfahrungen dienen nur dazu, die Spielmöglichkeiten zu erweitern.


Der Künstler dient der Kunst, nicht sich selber und schon gar nicht dient die Kunst dem Künstler. Dieser folgt in seinem Schaffen nur einem inneren Trieb, der durch seine Emotionen beeinflusst wird. Der Künstler erhält allein durch sein Tun die Befriedigung. Das sollte ausreichen, eine weitere Befriedigung durch zum Beispiel

Anerkennung von anderen, Lobeshymnen, Bewunderung und letztendlich Bezahlung sind vielleicht angenehme Begleiterscheinungen, haben aber an sich keine Bedeutung – sind bedeutungslos und sollten niemals das Ziel sein.

Der Künstler dient der Kunst, indem er seine Ausdrucksform von Gedanken, Gefühlen, Emotionen – also sein Inneres – an die Kunst abgibt. So wird eigentlich jeder Mensch, der etwas erschafft, egal ob es geschrieben, gemalt, gemeißelt, geschmiedet, aufgesagt oder sonst wie hergestellt wurde, zum Künstler, der zu seinen Taten stehen muss, auch wenn

diese nicht mit dem Bild der Allgemeinheit übereinstimmen. Dabei muss er hinnehmen, dass man ihn eventuell dafür bestraft. Je schöpferischer/phantasiereicher und verstörender/befremdender/verwirrender seine Kunst ist, umso härter und vernichtender die Strafe (Kunst = Stunk = Kunst).

Ein Kunstwerk und die Kunst an sich sollte/muss nicht erklärt werden. Ein Buch, Film, Bild, Skulptur, was auch immer, erklärt sich selbst. Jeder muss das sehen, was er erkennt und interpretiert (mitnimmt). Dieser Meinungsweg dient somit der

Kommunikation zwischen den Individuen. Wobei die Kunst und ihre Werke nicht diskutierbar sind, sondern lediglich freie, individuelle Ansichten zum Vorschein kommen. So entstehen die verschiedensten Antworten und selbst der Künstler bekommt einen neuen Eindruck von seinem Schaffen, wenn andere da etwas sehen/finden, woran er selber nie gedacht hatte. Doch allzu oft wird Kunst von Meinungsmachern gemacht. So wäre für viele „Kunstkenner“ ein Engel auf einem Kinderkarussell eher Kitsch, aber der gleiche Engel in einer Kirche Kunst. Vieles was als „Kitsch“ bezeichnet wird, ist zumeist auch Kunst, solange dieser

nicht vom Fließband kommt, denn da fehlt der menschliche Schaffensweg, denn dieser ist, wenn überhaupt, nur bei dem Prototyp gegeben.


Ein Bild ist fertiggestellt, der Schaffensweg des Künstlers ist beendet. Wird nun dieses Bild vervielfältigt, ist es dann kein Kunstwerk mehr? Denn der Weg ist zu Ende und beim Drucken gibt es keinen künstlerischen Schaffensweg im eigentlichen Sinne mehr.   Die Masse/Mehrheit darf niemals bestimmen, ob etwas Kunst ist oder nicht. Ist die Menge von einem bestimmten Künstler begeistert, stellt

das für viele eine große Falle dar, denn wenn ein Künstler erst einmal in der Öffentlichkeit bekannt gemacht wurde, der kann tun und schaffen was er will, es wird von vielen bewundert und teuer gekauft. Das Ergebnis: Der Künstler lässt sich bewusst oder unbewusst in seiner Tätigkeit beeinflussen, wenn er nur noch die Sachen künstlert, die „der Markt“ verlangt. Somit wird er zum menschlichen Fließbandarbeiter.

Zu guter Letzt gibt es da noch den sogenannten Lebenskünstler, ein Mensch, der es versteht, aus allen Situationen im Leben das Beste zu machen, seinen Lebensweg gestalten, indem er in die

Zukunft sieht und das tut was für den Augenblick notwendig ist um so lange wie möglich zu überleben.

Kurz: Kunst ist der Schaffensweg von etwas. Kunst hat immer Recht. Kunst entheiligt und enttempelt alles. Kunst darf nicht in die Hände von Meinungsterroristen gelangen. FERTIG!

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Hörbuch

Über den Autor

Noxlupus
Ich sehe etwas, höre manchmal nur ein Wort und schon tanzen Bilder dazu in meinem Kopf. Bilder, die eine kleine Idee entstehen lassen. Manchmal verblasst diese wieder, doch hin und wieder wächst die Idee weiter und weiter, bis sie sich letztendlich als Handlung einer Geschichte entpuppt. Einer Geschichte, die geschrieben werden muss.

Doch mit dem richtigen Geschichtenschreiben dauerte es - so an die 25 Jahre. All die Jahre zuvor hatte ich nur Ideen gesammelt und Entwürfe verfasst. Am wirklichen Schreiben hatte ich mich selbst gehindert, da ich extreme Kämpfe mit der Rechtschreibung und dem Lesen auszutragen hatte. Und ehrlich gesagt, die Friedenspfeife ist immer noch nicht so wirklich geraucht.

Durch meine ausgeprägte Legasthenie habe ich erst mit Mitte 20 so richtig angefangen Romane zu lesen. Denn das Lesen brachte mir ja aus gegebenem Anlass nun auch nicht wirklich Spaß, was heute inzwischen ganz anders ist. Den Drang, meine eigenen Geschichten zu Papier zu bringen, verspürte ich allerdings schon sehr viel früher. Erste Versuche wurden im stillen Kämmerchen auf einer elektrischen Schreibmaschine gehämmert, später dann in den PC geschrieben.

Bis ich mir vor einigen Jahren sagte: "Was soll´s! Raus aus deiner Kammer. Rechtschreibung hin oder her." So begab ich mich auf die Suche nach Profis und knüpfte Kontakte zu freiberuflichen Lektoren und vor allem Korrektoren.

Und tatsächlich, nach all den Jahren hielt ich 2011 meinen ersten fertigen Roman in den Händen. "Und jetzt?" Da ich keine Lust auf Verlagsabsagen hatte, entschied ich mich dazu, mein erstes Buch im eigenen Verlag herauszubringen. So legte ich mit diesem Buch den Grundstein für die Nick-Francis-Reihe.

Doch bei dieser Buchreihe soll es nicht bleiben, denn noch viele keimende Ideen warten darauf, großgezogen zu werden ...

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