Biografien & Erinnerungen
Denkst du noch an ...

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"Siehe Anmerkung ..."
Veröffentlicht am 12. April 2019, 10 Seiten
Kategorie Biografien & Erinnerungen
© Umschlag Bildmaterial: Gertraud Widmann (Pixabay)
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Ich wurde 1941 in München geboren, bin seit noch nicht ganz 50 Jahre (mit dem selben Mann!) verheiratet und lebe in der Nähe von München. Als ich 2001 - nach 46 Jahren Berufstätigkeit - mit 60 Jahren in den Ruhestand ging, fing ich intensiv (nur so für mich) zu schreiben an. Aber nachdem mich viele Menschen darin bestärkt haben, begann ich meine selbst erlebten (!) Geschichten zu veröffentlichen.
Siehe Anmerkung ...

Denkst du noch an ...

 

Denkst du noch an ...

Ein altes Ehepaar lädt zum Schmunzeln ein



Anmerkung

Als ich das vor zwei, drei Jahren eingestellt hatte, hat jemand in seinem Kommentar geschrieben, das sei "schon arg persönlich".

Daraufhin habe ich es damals entfernt.

Warum eigentlich?


Aufgrund unserer "Goldenen Hochzeit" habe ich es heute wieder hervorgeholt.



Also: Denkst du noch an ...

... unser Kennenlernen im Januar 1965? Beim Faschingsball im „Haus der Kunst“, da standen wir während einer Tanzpause zufällig nebeneinander am Schießstand. Plötzlich hast Du mir für 25 Mark (war damals eine Menge) Kleingeld in die Hand gedrückt und gesagt:

»Geh Fräulein, passen`s mir doch amoi auf mein Geld auf! « So blieb das all die Jahre.


.... unseren Ausflug mit deinem Moped?

Nach „Großdingharting“ sind wir gefahren und ich hatte Schiss, denn ich war noch nie auf so einem Teil gesessen. Kurz vorm Ziel fuhren wir einen „Platten“ – zwanzig Kilometer haben wir die „Kreidler“ bis nach Hause geschoben.

... das "Nachthaferl" auf dem Einöd-Hof? Auf dem Einöd-Bauernhof, auf dem wir an den Wochenenden mit Freunden Zimmer gemietet hatten, befand sich das "Häusl“ - ohne Licht - im Kuhstall. Weil man dieses des Nachts aber nur mühsam mit Kerze oder Taschenlampe erreichen konnte, stellten wir uns deshalb ein "Nachthaferl" (Nachttopf) unter`s Bett.

Am nächsten Morgen hast du wie immer (weil es ja so praktisch war) den Nachttopf ohne zu schauen aus dem Fenster gekippt ... direkt auf den darunter befindlichen Misthaufen!

NUR - ja nur, dass wir diesmal ein anderes Zimmer bewohnten! Ja und unter dessen Fenster war kein Misthaufen - sondern, da stand unser Auto.

... den Dischkurs um einen Camembert? Meine Mutter hatte eine kleine Brotzeit mit Wurst und Käse vorbereitet. Doch kaum hatte sie einen Camembert auf deinen Teller gelegt, da begann mein Vater zu nörgeln: »Herrschaftszeiten, den hätt` i jetzt aa gern meng (mögen) - richtig g`freit hab i mi drauf! «

Also wie er das sjetzt schon sagte! Er hatte sich doch noch nie etwas aus so einem Käse gemacht?

Dir war es furchtbar peinlich und du wusstest gar nichts darauf zu sagen - schüchtern wie du (damals!) warst. Aber meine Mutter war "Herr der Lage" und du durftest schließlich den Käse essen ...

Und grad g`schmeckt hat er dir.

... das Feuer in unserem Zelt?

Während (!) ich kochte, füllte ich Spiritus nach (sowas Blödes), der lief über und rundherum begann es sofort zu brennen ...

Mein erster Löschversuch mit Tomatensoße scheiterte ...

Als du den Spirituskocher aus dem Zelt geworfen hast, fing das Innenzelt Feuer - es kokelte, schwarze Kreise bildend, leise vor sich hin ...

Spurt rüber zum Nachbarszelt, der Nachbarin die Spülschüssel samt Wasser und Geschirr entrissen und in unser Zelt gekippt ...

Die Nachbarin schreiend hinterher: »Halt, halt, mein Geschirr ...«

Feuer aus - Geschirr kaputt ...

... meinen 1. Besuch eines Fußballspiels? Es spielte der FC Bayern gegen Düsseldorf,

es war verdammt kalt - und dementsprechend kalt waren auch die Plastiksitze des Münchner Olympiastadions! So war es ganz angenhem, dass ich auf einem Stück deines Mantels (ein echter Kaalier warst halt) sitzen konnte. Was ich allerdings nicht wusste war, dass man hochspringen (und schreien) muss, wenn für den eigenen Verein ein Tor gefallen war ...

Jedenfalls, du bist hochgesprungen - ich bin (auf deinem Mantel) sitzen geblieben ...

Ratsch - schon war dein Mantel vom Saum bis unter den Arm auseinander gerissen!

Nur gut, dass ich damals Schneiderin war.


... unser Hochzeitsessen 1969? Der Wirt der Gaststätte begrüßte uns während des Essens und meinte dann gönnerhaft: »Alles, was das Brautpaar isst, das geht auf`s Haus! « Du, wie aus der Pistole geschossen: »Guat, na bringen`s mir no amoi a Schnitzel! « ... meine "Gehirnerschütterung"? Verliebt wie wir waren, wolltest du mich im Laufschritt (!) ins Schlafzimmer tragen, dabei hast du mir den Kopf mit Karacho gegen den Türstock "gedonnert" - aber Hallo.

Ich schrie ... sah Sternchen ... mir wurde schlagartig übel ... und die Gedanken an "kuscheln" waren schlagartig verschwunden.

















© Gertraud Widmann / April 2019

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Hörbuch

Über den Autor

GertraudW
Ich wurde 1941 in München geboren, bin seit noch nicht ganz 50 Jahre (mit dem selben Mann!) verheiratet und lebe in der Nähe von München.
Als ich 2001 - nach 46 Jahren Berufstätigkeit - mit 60 Jahren in den Ruhestand ging, fing ich intensiv (nur so für mich) zu schreiben an. Aber nachdem mich viele Menschen darin bestärkt haben, begann ich meine selbst erlebten (!) Geschichten zu veröffentlichen.

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derrainer liebe gertraud,
in all den jahren erlebt man vieles gemeinsam ,
es schweißt einen zusammen oder trennt,
aber euch nicht, mein glückwunsch zur goldenen hochzeit ,
lieben gruß rainer
und schöne ostern
Diese Woche - Antworten
GertraudW 
Lieber Rainer,
meinen ♥lichen Dank für Deinen Besuch, die Mitbringsel und die Glückwünsche. Es hat mich sehr gefreut, dass ich wieder einmal etwas von Dir gehört habe.
Liebe Grüße und ebenfalls ein frohes Osterfest
Gertraud
Diese Woche - Antworten
Nereus alles erdenklich Gute dem Goldpaar
lieben gruß
mk
Diese Woche - Antworten
GertraudW 
Danke Dir von ♥♥♥ für Deine Glückwünsche, lieber Markus.
Liebe Grüße
Gertraud und Helmut
Diese Woche - Antworten
luanna 
Liebste Freundin,

wir müssen es einzig uns °PERSÖNLICH GUT° machen, der Rest möge sich hinter uns in die Warteschlage stellen!
:-))

Salü TRAUMPAAR=Getraud + Helmut!

Wer Goldene Hochzeit feiert, hat es 50 Jahre lang in guten wie in schlechten Zeiten miteinander ausgehalten. Ihr habt Höhen und Tiefen erfahren und Euer gemeinsames Leben bis heute gemeistert. Ihr könnt wirklich STOLZ auf Euch BEIDE sein!!

Ich gratuliere herzlich und wünsche Euch

- die wärmende Sonne der Liebe an schweren Tagen,
- Durchhaltevermögen in Kriesensituationen,
- Geduld mit den Wehwehchen,
- Elan, Glaube, Hoffnung !!

•’``’• ,•’``’•,
’•,`’•,*,•’`,•’
....`’•,,•’`..UMÄRMELUNG

In dankbarer Freundschaft

Nelly
Diese Woche - Antworten
GertraudW 
Liebste Nelly,
ich bin ganz gerührt über diesen ganz besonderen Kommentar und die außergewöhnlichen und herzlichen Glückwünsche.
Ganz lieben Dank - auch von meinem Mann.
Ja, da hast Du schon recht, in 50 Jahren (kennengelernt haben wir uns vor 54 Jahren) haben wir zusammen schon einiges gemeinsam durchgestanden. Ich hoffe, wir werden es durch`s "Ziel" auch noch
zusammen schaffen ...

............. ° ♥ ° ................
° ° °° ° ♥ ° ° ° ♥ ° ° ° ° ° °
............. ° ♥ °... Danke ♥
Dir liebe Nelly für Alles

In Freundschaft ganz liebe Grüße
Gertraud
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Darkjuls Sehr schön zu lesen, herzlichen Glückwunsch zur Goldenen Hochzeit und weiterhin alles Gute auf dem gemeinsamen Weg. LG Marina
Vergangene Woche - Antworten
GertraudW 
Ein ganz ♥liches Dankeschön liebe Marina für`s Lesen, die Glückwünsche und die Talerchen. Es hat mich unheimlich gefreut, wieder einmal etwas von Dir zu hören.
Liebe Sonntagsgrüße
Gertraud
Diese Woche - Antworten
Eifelfee Liebe Gertraud,
danke für den Einblick in Dein ereignisreiches Eheleben.
Da gibt es viele kleine Geschichten zu erzählen.
Hat mir gefallen! :)
Schnee- Grüße aus der Eifel
Anne
Vergangene Woche - Antworten
GertraudW 
Freut mich sehr liebe Anne, dass Dir "unsere" Erinnerungen gefallen haben. Ja, da hast Du recht, da gäbe es noch genug zu erzählen, alleine schon der ganze Zirkus, bis man uns hat heiraten lassen ... schmunzel*.
Liebe Grüße zu Dir und ♥lichen Dank für die Talerchen
Gertraud
Vergangene Woche - Antworten
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