Fantasy & Horror
Eine zweite Erde? - Jury-Beitrag zur Schreibparty 74

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"Eine zweite Erde? - Jury-Beitrag zur Schreibparty 74"
Veröffentlicht am 16. Februar 2019, 6 Seiten
Kategorie Fantasy & Horror
© Umschlag Bildmaterial: Pakmor - Fotolia.com
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

"Friedemann" ist nur mein Vorname, für meinen Nachnamen "Kriegsfuß" reichte (aufgrund der von myStorys vorgegebenen Obergrenze von 14 Zeichen) leider der Platz nicht mehr. Mein Name besagt, dass ich im Grunde ein sehr friedliebender Mensch bin, der aber verbalen Auseinandersetzungen nicht grundsätzlich aus dem Weg geht. Diese sind gelegentlich die Folge von satirischen Texten, für die ich schon seit meiner Schulzeit (als noch Lehrer und ...
Eine zweite Erde? - Jury-Beitrag zur Schreibparty 74

Eine zweite Erde? - Jury-Beitrag zur Schreibparty 74



Was wäre, wenn wir eine Zweit-Erde hätten? Dann fiele dem Mensch ein Geschenk in den Schoß, das notwendig ist, um die Menschheit zu retten. Mit ihr wären wir unsre Zukunftsangst los. Wir wissen ja, dass wir noch immer so prassen, als wär’ uns ein weiterer Erdball beschert, auf dem wir’s uns weiterhin gut gehen lassen. Ein Lichtblick, der unsere Zukunft verklärt! Wir ließen nichts aus, um das All zu erkunden mit allen Finessen der Astronomie. Doch wurde bis heut nichts Konkretes gefunden, der Traum „zweite Erde“, der bleibt Utopie. Was wäre jedoch, wenn ein Wunder geschähe und noch eine Erde den Nachthimmel ziert? Darüberhinaus auch noch ganz in der Nähe? Da wäre voraussichtlich dies hier passiert: ...



 Die lähmende Zukunftsangst weicht Illusionen, die Menschen freu’n sich auf ihr neues Zuhaus. Politiker haben ganz andre Visionen, am Puls ihrer Zeit sind sie ihr weit voraus: Sie wissen, die Erde ist nicht mehr zu retten - total übervölkert und längst ramponiert - drum kleben sie an ihren Stühlen wie Kletten, denn evakuiert wird primär, wer regiert. Wen nehmen sie mit auf die rettende Reise? „Zuerst Frau’n und Kinder“, wie’s früher mal hieß? Von wegen! Sie fragen „wer zahlt höchste Preise?“ Dies ist jenes Pack, das stets Habgier bewies. Da locken Millionen und Abermillionen, zusammengerafft von der leidigen Brut aus Regenwaldfrevlern und Drogenbaronen, Mafiosi und Blutsaugern, prallvoll mit Blut. ...


Im Chaos erbitterter Zuteilungskriege um Räumlichkeit, Rohstoffen, Wasser und Brot nach Scheitern der Rettung-durch-Gentechnik-Lüge verlassen die Ratten das sinkende Boot. So wird vorzugsweise der Abschaum gerettet, der sich auch am zweiten Planeten vergeht und nach dessen Siechtum zum Dritten hin jettet: Ein Fresszug durchs All, von Planet zu Planet.




Nachtrag: „Was wäre wenn ...?“ lautet das Thema der Schreibparty 14. Als Vorgabewörter wurden „Fastnacht, Idee, Memoiren, Narkotisierend, Scheiterhaufen, Schrulle, Traum, Utopie, Wipfel“ ausgewählt, die in diesem Beitrag jedoch wenig Verwendung fanden. Einerseits, um die Handlung des Beitrags nicht zu überfrachten, und andererseits, weil sie in den Außer-Konkurrenz mitlaufenden Jury-Beiträgen ohnehin nicht bewertet werden.

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Hörbuch

Über den Autor

Friedemann
"Friedemann" ist nur mein Vorname, für meinen Nachnamen "Kriegsfuß" reichte (aufgrund der von myStorys vorgegebenen Obergrenze von 14 Zeichen) leider der Platz nicht mehr. Mein Name besagt, dass ich im Grunde ein sehr friedliebender Mensch bin, der aber verbalen Auseinandersetzungen nicht grundsätzlich aus dem Weg geht. Diese sind gelegentlich die Folge von satirischen Texten, für die ich schon seit meiner Schulzeit (als noch Lehrer und Mitschüler ihre Opfer waren) eine Vorliebe habe. Gemäß meinem Motto - Humor ist das Knopfloch, mit dem wir verhindern können, dass uns der Kragen platzt - kommt hierbei allerdings der Humor (meistens) nicht zu kurz.

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Sternwunde Christentum ist anthropozentrisch, das Judentum systemimanent verhindert, der Satanismus egozentriert, die Naturreligion und Hexenkult verteufelt oder gesellschafttl.tabuisiert. Der Einklang der wirtschaftlich besser gestellten in ihrer Verlustangst hinterlasst irgendwann bur nur noch entbloest und zerstoert die von ihnen allen verratene Erde. Solange sich die Politiker in erster Linie in die eigene Tasche arbeiten, ihre eigenen Gehaelter bestimmen und nach kurzer Zeit als Abgeordnete mit lebenslang finanziell ausgesorgt haben aber alte Menschen verarmen.lassen.... ein vielklassensystem der medizinischen Versorgung entstanden ist, Buerokratische Huerden den damaligen Sozialstaat verhoehnen ... usw....um Statistiken zu fuellen grosses Unrecht geschieht …usw usw sollte man sich keine falschen Illusionen machen
Vor ein paar Monaten - Antworten
Friedemann 
Hallo Irina,
so sehe ich es auch. Doch nicht nur das Christentum, sondern auch die beiden anderen monotheistischen Wüstenreligionen sind anthroprozentrisch, weil sie vom Menschen erschaffen wurden. Und wenn beispielsweise die Tiger und andere Großkatzen eine Religion hätten, wäre diese natürlich pantherazentriert. Dann würden sich halt die Katzen dazu auserwählt fühlen, sich die Erde untertan zu machen.

Auch für Deine Politiker-Schelte habe ich vollstes Verständnis. Normalerweise haben sie ja ausgesorgt, wenn sie in Rente gehen; und sicherlich wäre in ihrer Pension auch ein Freiflug-Ticket zu einer zweiten Erde enthalten, falls sich eine solche in ungewisser Zukunft doch noch nähern sollte.

Liebe Grüße und herzlichen Dank für Deinen Beitrag und Deinen Favoriten,
Friedemann
Vor ein paar Monaten - Antworten
baesta Beeindruckende Worte und hervorragend in Versen umgesetzt.
Der Rummel um´s große Geld
zerstört am End wohl die Welt.
Und wann begreift´s der letzte Mann,
dass man Geld NICHT essen kann.

Liebe Grüße
Bärbel
Vor ein paar Monaten - Antworten
Friedemann 

Er tut mir leid, der arme Mann,
weil er sein Geld nicht fressen kann.
Dann gebt ihm doch sein Geld in Lire
- aus abgegriffenem Papiere -
und stopft’s ihm allesamt ins Maul.
Dann offenbart uns sein Gejaul’
dass er an seinem Geld erstickt ...

Die Kirchenmäuse wär’n beglückt!

Liebe Bärbel,
allerherzlichsten Dank für Deinen lyrischen Beitrag, Dein Lob, Dein Geschenk und Deinen Favoriten.

Liebe Grüße und gut’s Nächtle,
Friedemann
Vor ein paar Monaten - Antworten
Brubeckfan Gedanke und Stil sind mal wieder beeindruckend.
Ja was uns von Tieren unterscheidet: Die sägen nicht am eigenen Ast. Und liegen faul in der Sonne, wenn sie genug haben.
Viele Grüße!
Gerd
Vor ein paar Monaten - Antworten
Friedemann Hallo Gerd,
dass der Mensch am eigenen Ast sägt, wollen viele nicht wahrhaben, andere hoffen, dass der Ast erst bei der nächsten oder übernächsten Generation bricht. Um bei diesem Bild zu bleiben: Das Traurige daran ist, dass die Äste unzähliger Tierarten mitgerissen werden.

Liebe Grüße und Dankeschön für Dein Lob und den Favoriten,
Friedemann
Vor ein paar Monaten - Antworten
KaraList Mahnende Worte ... und so wahr. Doch wäre es wirklich ein verdientes Geschenk eine zweite Erde zu haben, wenn es uns nicht gelingt, die, die wir schon haben, zu erhalten?
Dieser an Wahnwitz kaum zu überbietende Umweltfrevel muss gestoppt werden. Das sollte das oberste Ziel sein, um die Katastrophe abzuwenden.
Leider habe ich meine Zweifel, ob das gelingen wird.
Ein wirklich gutes Gedicht, lieber Friedemann.
LG
Kara
Vor ein paar Monaten - Antworten
Friedemann 
Liebe Kara,
Deine Frage ist berechtigt. Doch auch unsere Erde wird irgendwie überleben, mit oder ohne Menschen, nur wird man diese Erde nicht mehr wiedererkennen. Das rasante Schrumpfen der Artenvielfalt, so wie wir es heute schon erleben, wird zwar bedauert, doch zum „Wohle der Menschheit“ als Kollateralschaden hingenommen. Der Mensch wird zwar auf Kosten anderer Arten auch bei veränderten klimatischen Verhältnissen in irgendeiner Form überleben, doch gehen Studien davon aus, dass sich seine Zahl von 9 bis 10 Milliarden (im Jahr 2050) nach Hungersnöten und den Verteilungskämpfen ressourcenbedingt und bei nachhaltiger Bewirtschaftung auf ca. 5 Milliarden einpendeln wird. Immerhin ...

Liebe Grüße und herzlichen Dank für Dein Geschenk,
Friedemann
Vor ein paar Monaten - Antworten
FLEURdelaCOEUR 
Ja, das ist wirklich ein großartiges Gedicht und super Diskussionsanstoß, Daumen hoch! Natürlich ist jedermann gefragt, die bitter nötigen Maßnahmen zum Aufhalten der Katastrophe strikt einzuhalten. Doch die maßgeblichen Initiativen müssen von den Politikern kommen und dann von der Gesamtgesellschaft übernommen werden.
Lieben Gruß
fleur
Vor ein paar Monaten - Antworten
Friedemann 
Ja, liebe Fleure,
eigentlich sollte von der Politik der Anstoß erfolgen. Verheerend für die Umwelt ist jedoch, wenn er in die falsche Richtung erfolgt, wie kürzlich in Brasilien: Der neue, populistische Präsident Bolsonaro schließt nämlich Umweltagenturen und will industrielle Großprojekte im Amazonas-Regenwald ermöglichen; bereits vor der Wahl hatte er ja angekündigt, den Regenwald nicht schützen zu wollen, obwohl dieser für das Erdenklima unersetzlich ist. Uns bleibt nur noch die Hoffnung, dass hinter dieser Ankündigung lediglich ein Erpressungsversuch steckt, so wie es bereits 2007 Ecuadors damaliger Präsident Correa vor der UNO versuchte. Er wollte in seinem Nationalpark die Erdölförderung einstellen, wenn ihm die Weltgemeinschaft umgerechnet etwa drei Milliarden Euro dafür zahlt.

Man stellt sich also bereits auf für die kommenden und offenbar unabwendbaren Verteilungskriege.

Ich freue mich sehr über Deine lobenden Worten und Deinen Favoriten, Dankeschön.
Liebe Grüße,
Friedemann

Vor ein paar Monaten - Antworten
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