Fantasy & Horror
Herrscher der Finsternis - 14.Kapitel

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"Herrscher der Finsternis - 14.Kapitel"
Veröffentlicht am 01. November 2018, 32 Seiten
Kategorie Fantasy & Horror
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Über den Autor:

Wir schreiben heute den 24.Mai 2014 und ich trete voller Erwartung in die Gefielde von "myStorys" ein. Ich bin A.B.Schuetze. Wir kreuzen das Sternenbild "Schütze" und erkunden dessen Eigenschaften. Da wir gerade davon sprechen ... vergesst alles, was ihr über Schütze-Frauen gelesen habt. So ganz unter uns ... ihr werdet mein Wesen darin nicht entdecken. Hab ich eure Neugier erweckt? Wollt ihr mich kennen lernen? Nichts leichter ...
Herrscher der Finsternis - 14.Kapitel

Herrscher der Finsternis - 14.Kapitel

Leise Musik und lustvolles Stöhnen.
Was? … Wer? … Wo?

Orientierungslos, wie durch Wolken schwebend, kehrte sie zurück in die Realität. Doch irgendetwas stimmte ganz und gar nicht. Von Panik ergriffen hob und senkte sich ihr Brustkorb. Sie hatte das Gefühl, nicht genügend Luft in ihre Lungen zu bekommen. Ihr Herz trommelte gegen ihre Rippen. Ihr Blut, angereichert mit Adrenalin pulsierte durch die Adern und verursachte ein Rauschen in ihren Ohren. Sie wollte sich bewegen, sich auf die Seite drehen, als stechende Schmerzen durch beide Arme schossen. Aber es kam kein Laut über ihre Lippen, nicht einmal ein Stöhnen.

Aaahhh

Sie stieß gepresst die wenige Luft aus, um durch die Qualen zu atmen. Tränen brannten ihr hinter den Lidern, brachen sich Bahn aus den Augenwinkeln und liefen über ihre Wangen. Und noch immer konnte sie keinen klaren Gedanken fassen. Der Nebel in ihrem Kopf wollte sich einfach nicht lichten. Mit aller Macht kämpfte sie dagegen an. Nur bruchstückhaft schoss ihr ein Gedanke durch den Kopf.

„Da ist sie ja wieder, meine Königin.“

Diese Stimme.

Diese schnarrende Stimme würde sie immer und überall erkennen. Ein Ruck ging durch ihren Körper und alle Muskeln verkrampften sich. Sie riss die Augen auf und starrte auf das Monster vor ihrem Käfig.

Er war hoch gewachsen, hager aber sehr sehnig. Seine Haut sah aus wie gegerbtes braunes Leder. Er trug sein schulterlanges, graues und auffallend dichtes Haar offen nach hinten gekämmt. Er schien alt und doch von jugendlicher Energie. Schwarze Augen blickten arglistig und verschlagen. Lüstern leckte er sich seine dünnen Lippen, reckte die lange spitze Nase nach vorn und sog ihren körpereigenen Duft genüsslich schnurrend ein.

Sofort rüttelte sie an den Schellen, mit denen ihre Hände links und rechts an den Gitterstäben arretiert waren. Ein frustrierter Blick auf die Fesseln und ein innerliches Stöhnen.

Warum?

Sich mühselig in eine sitzende Position bringend, rutschte sie so weit weg von diesem Scheusal, wie es ihr nur möglich war.

Mit einem lüsternen Grinsen betrachtete er seine Königin. „Es tut mir wirklich leid, dich so sehen zu müssen. Aber du erinnerst dich? Als du das letzte Mal aus dem Land der Träume erwacht bist, hast du das gesamte Höhlensystem zusammengeschrien. Mit Sicherheit hat man dein Greinen bis Edinburgh gehört. Das konnte ich keinesfalls ein zweites Mal zulassen. Deshalb dieses wunderschöne edelsteinbesetzte Halsband aus weichem …“ Er machte eine wegwerfende Handbewegung und kicherte in sich hinein. „Das willst du so genau nicht wissen. Aber bestimmt fragst du dich, was das Halsband mit

deiner fehlenden Stimme zu tun hat. … Nun, feine Nadeln aus Sternensilber an der Innenseite des Leders haben den Nervus laryngeus recurrens lahm gelegt. Das ist der Stimmbandnerv und das wiederum hat eine Funktionsstörung deiner Stimmbänder zur Folge. Das soll heißen, sie können sich nicht mehr bewegen und du kannst keinen Pieps von dir geben. Ich hätte auch einen Knebel benutzen können … An sich recht stimulierend, wenn dein gequältes Wimmern alle Nervenenden in meinem Körper zum Vibrieren bringt. Aber ich liebe deinen wunderschönen Mund, die sinnlich gebogenen Lippen … und wenn du sie mit deiner entzückenden kleinen Zunge befeuchtest …“ Sie aus halb geschlossenen

Augen betrachtend durchlief ihn ein Schauer und er seufzte dabei, als ob ihn seine eigenen Worte erregten. „Solltest du mir jedoch versprechen, dass du dich manierlich benehmen wirst, entferne ich das Schmuckstück von deinen Hals.“ Dabei langte er mit seinen knochigen Spinnenfingern gieprig durch das Gitter, erpicht, ihre weiche Haut zu spüren. Im letzten Moment zog er die Hand zurückziehen, bevor die Gefangene danach schnappen konnte. „Ach meine Königin. So überaus temperamentvoll. Ich liebe das. Aber wir sollten uns das für später aufheben, wenn wir unter uns sind. Schmerzen beim Sex … wir werden uns solche Wonnen gegenseitig bereiten …“ Lasziv warf er ihr eine Kusshand zu.

Die junge Frau schüttelte sich angeekelt. Ihn nicht aus den Augen lassend war sie ständig darauf bedacht, den größtmöglichen Abstand zu ihm zu haben.

Als ob ihn das nicht weiter stören würde, schlenderte er um den Käfig herum und berührte dabei mit dem Schlüssel jede Strebe, sodass ein klackendes Geräusch entstand. „Da du dich am ersten Tag meiner Gastfreundschaft so unkooperativ gegeben hast, entzog sich mir natürlich, dich herzlichen Willkommen zu heißen und dir meine Beweggründe für deine … sagen wir vorerst … Anwesenheit darzulegen. Ach … und mich natürlich vorzustellen. Ich bin der Gott der Finsternis. Dunkler Herrscher der Welt. Gebieter über Sucht, Sünde und Verderbtheit.

Du meine liebste Adanna, meine zukünftige Königin, darfst mich Tenebrosus nennen.“ Tenebrosus ging in seiner salbungsvollen Rede auf. Es fehlte nur noch, er trommelte sich mit den Fäusten auf die Brust. „Als Tochter der Göttin Luruna wurde dir die Gabe der Gestaltwandlung geschenkt. Und genau damit können wir, du und ich, die Welt beherrschen. Du wirst mit den Wölfen laufen, dich mit ihnen paaren und mir wundervolle Wolfsdämonen schenken. … Kannst du dir vorstellen, was das für uns bedeutet? Wir werden für alle Zeit die Menschheit in Angst und Schrecken versetzen und sie für unsere Begierden und Lust gebrauchen. Einigen Wenigen, die uns dafür göttlich entlohnen werden, schaffen wir den Himmel des Lasters

auf Erden.“ Er klang so … euphorisch, besessen von einer großen Idee.

Adanna wusste nicht welches ihrer Gefühle das unerwartete Zittern ihres Körpers verursachte. Blankes Entsetzen über den geistigen Zustand dieses Chauvinisten oder unfassbarer Zorn über die Annahme, sie könne eine bedeutende Rolle in diesem skrupellosen Plan spielen. Vehement schüttelte sie den Kopf, um ihm ihre Meinung zu seinem aberwitzigen Trachten und Bestreben klar zu verdeutlichen. Sie würde ihn unter keinen Umständen unterstützen. Tenebrosus hob seinen Zeigefinger und wackelte damit hin und her. „Ts, ts, ts … meine Königin kann also meine Intentionen nicht gutheißen? Im Grunde ist das auch

egal, denn siehst du, ursprünglich wollte ich nur eine Königin der Caluoc, damit ich meine Wolfsdämonen bekomme. Dann sah ich dich und ich musste mir eingestehen, du bringst alle Saiten in mir zum klingen. Alle diabolischen Saiten, versteht sich. Mit dir an meiner Seite, als meine Königin, kann ich noch jede Menge verruchten Spaß haben. Und warum solltest du nicht auch davon profitieren? Du brauchst nur den Ring aufzusetzen … Du weißt schon, den schwarzen Ring … Übrigens, du verkörperst die weiße Perle und ich die Fassung aus dreizehn schwarzen Diamanten. Also streife dir den Ring der Macht auf und alles Gute in dir wird unterdrückt werden. Du wirst keine Reue verspüren, wenn das Böse regiert.

Dieser Ring wird dein Schicksal bestimmen. Nimm den Platz an meiner Seite ein oder … Aber vielleicht solltest du dich erst einmal frisch machen und dich stärken.“ Tenebrosus winkte zwei Hünen, die in einigen Metern Entfernung Wache zu halten und nur auf ein Zeichen von ihm zu warten schienen. Augenblicklich stellten sie einen Waschzuber und einen Schemel mit frischer Kleidung neben ihren Käfig.

Adanna bemerkte gar nicht, wie Tenebrosus ihre Fesseln entfernte und die Gittertür öffnete. Auf allen Vieren krabbelte sie heraus. Die helfende Hand ihres Entführers schüttelte sie angewidert ab. Waschen in einem Bottich. Und alle gaffen zu. Ich bin nicht einmal in der Lage, etwas zu sagen. Wie demütigend. Aber

was sollte ich auch anderes von dem Scheusal erwarten? Alles Blut sammelte sich in ihrem Gesicht, bei dem Gedanken, dass alle ihr dabei zuschauten. Dabei hielten sich Schamröte und Zornesröte die Waage. Provokativ bliebt sie vor dem Behältnis mit dem heißen Wasser stehen und verdrehte die Augen. Sie zögerte das Unvermeidliche hinaus, indem sie sich verstohlen umblickte. Viel gab es nicht zu sehen.

Höhlenwände rundherum und ein offener Durchgang. Von da kamen auch die obszönen Geräusche, die sie als erstes nach ihrem Erwachen gehört hatte. Stöhnen, Schreie, Gegröle und Musik.

Dann fiel ihr Blick auf ihren neue Kleidung. Sofern man von Kleidung sprechen konnte.

Ein Hauch von Nichts war wohl die bessere Bezeichnung … ein schwarzer String, eingearbeitet in einer Pluderhose aus schwarzem, transparentem Chiffon bestickt mit Pailletten. Ein Oberteil war nicht vorgesehen. Lediglich selbstklebende Nipple Pasties aus schwarzen Pailletten und Quaste konnte sie entdecken. Das kann aber jetzt nicht sein Ernst sein. In diesem Outfit stelle ich mich doch nicht zur Schau. Den Gorillas läuft ja schon das Wasser im Mund zusammen. Gott, du hast so ein Glück, dass ich nicht sprechen kann. Ja, ich meine dich, lieber Gott, und nicht diesen aufgeblasenen selbsternannten … Adonai. Dermaßen unflätige Worte, die mir gerade auf der Zunge liegen, hast du von mir noch nie gehört. Aber

ich würde sie ihm gern um die Ohren hauen, ihm die Augen auskratzen … Und wieder blieb nur ein stoßweises Ausatmen, um ihrem Frust Luft zu machen.

Tenebrosus, dem ihre Reaktionen nicht entgangen waren, stand plötzlich direkt hinter ihr und raunte ihr nicht mehr ganz so ruhig ins Ohr. „Du wirst dich doch nicht zieren wollen. Glaub mir, wenn wir einen Rundgang durch unser Heim machen, wirst du nur insofern auffallen, als dass keiner an deine Schönheit heranreicht.“ Langsam machte die Freundlichkeit, die keineswegs seinem Naturell entsprach, wachsender Ungeduld und Verärgerung nicht nur in seiner Stimme Platz. „Alle werden gaffen und hoffen, du entscheidest dich gegen mich. Das, meine

Königin, wird die Alternative zu einem Platz an meiner Seite sein.“ Er wies die beiden Wachen an, sich umzudrehen, ergriff mit beiden Händen ihre Bluse und riss sie ihr vom Leib. Seine Finger berührte wie zufällig ihre Brüste und blieben dann auf dem Halsband liegen. „Hm … Lieber nicht. Eigentlich gefällst du mir so schweigend im Moment viel besser. Später ist immer noch Zeit, dir die Gelegenheit zum Reden zu geben.“ So befestigte er, während sich Adanna den Schweiß der letzten zwei Tage abwusch, eine lange silberne Perlenschnur an einem dafür vorgesehenen Ring am Halsband. „Wir wollen doch nicht, dass du mir verloren gehst“, murmelte er mit seinen feuchten Lippen an ihrer Haut und als ob er sich nicht mehr

zurückhalten könnte, biss er sie in die Schulter.

Erschrocken fuhr Adanna herum und holte zu einem Schlag aus, den er leider kommen sah. Kopfschüttelnd fing er ihren Arm ein, packte den zweiten, verdreht beide auf ihrem Rücken und band sie mit der Perlenschnur zusammen. Mit einem Ruck war sie ihm so nahe, dass sich ihre nackten Brüste an seinem Shirt rieben. Er zog ihren Kopf zurück, damit er die Panik in ihren weit aufgerissenen Augen sehen konnte. „Ich sagte ja, so temperamentvoll. Ich liebe die Farbe deiner Augen, wenn du so wütend bis. Ein wundervolles dunkles Türkis. So machtvoll. So kalt. Und doch voller Feuer. … Aber versuche nie wieder, die Hand gegen mich zu

erheben. Sonst werde ich mich in der Tat gezwungen sehen, dich zu bestrafen.“ Er ließ sie so abrupt los, dass sie ins Straucheln geriet und sich nur im letzten Moment noch fangen konnte. „Und glaub mir, Adanna, es wird dir nicht gefallen. Jetzt zieh dich an, wir wollen den versprochenen Rundgang machen. Unsere Gäste sind schon voller Unruhe und gespannter Erwartung.“

Nicht meine Königin, sondern Adanna. Das kann nur bedeuten, keine Spielchen, nur absoluter Gehorsam. Es hat schon was für sich, dass ich keine Widerworte geben kann. In was für einen Schlamassel bin ich nur da hineingeraten. Vor allem, wie komme ich da wieder heraus? Ob Michael mich sucht? … Okay, Adanna. Kopf hoch, Brust raus, Bauch

rein. Wenn ich nur nicht halb nackt wäre. Tenebrosus legte eine Arm um ihre Taillle und zog leicht an der Perlenschnur, die er in der Hand hielt.

Augenblicklich bemerkte Adanna den Druck auf den Kehlkopf. Sie atmete tief durch, legte ein neutrales Gesicht mit einem zwanglosen Lächeln auf und zwang sich innerlich, keine Anstalten der Abwehr zu unternehmen. Dieser Despot und seine dubiosen Freunde durften auf keinen Fall ihre wahren Emotionen erkennen.

Er führte sie einen kurzen Gang entlang, der diskret beleuchtet war und im Gegensatz zu ihrer kleinen Höhle, keinen Prunk vermissen ließ … Marmorboden, kostbare Paneele an den Wänden, edelsteinbesetzte Spots an der

Decke.

Was für eine Dekadenz.

Aufmerksam schaute sie sich um, damit ihr auch ja kein Detail entging. Vielleicht gab es doch eine Möglichkeit für eine Flucht.

Der Gedanke daran platzte just wie eine Seifenblase.

Tenebrosus und Adana betraten die große Halle. Trotz größter Konzentration, das plötzliche Zittern ihres Körpers niemanden sehen zu lassen, konnte sie nicht verhindern, dass Tenebrosus es bemerkte. Und es schien ihn zu erfreuen. Angst und Schrecken waren für ihn ein natürliches Aphrodisiakum. Während er über allem thronte, den einen oder anderen seiner Gäste per Handschlag begrüßte, pumpte Adanna angestrengt Luft in

ihr Lungen. Der Anblick drohte ihr die Kehle zuzuschnüren. Ihr Mund wurde trocken und ihr Magen begann zu rebellieren.

Eine Orgie der sieben Todsünden … Hochmut, Habsucht, Neid, Aggression, Unkeuschheit, Überdruss. Wohin sie in dieser riesigen Höhle auch blickte, neben purer Verschwendung und Zurschaustellung maßlosen Reichtums sowie neben den ihr so verhassten Eigenschaften eines überschätzten Selbstwertgefühls wie Hochmütigkeit, Blasiertheit, Snobismus, Süffisanz und Arroganz … neben all dem Verfall menschlicher Werte dominierten nackte und halbnackte Männer und Frauen das Bild. Leiber bis zur völligen Unbeweglichkeit gefesselt, geknebelt,

gepeinigt. Eine ans Bett gebundene Frau war da noch die simpelste Art der Erniedrigung. Die verschiedensten Geräte, die die weiblichen als auch männlichen Sexsklaven in Positionen hielten, die weder bequem noch gesund sein konnten, hatte Adanna noch nie gesehen, geschweige denn, sie sich jemals vorstellen können.

Tenebrosus war in seinem Element. Er stolzierte, Adanne fest um die Taille fassend und hin und wieder an der Perlenschnur ziehend, damit sie stets erhobenen Hauptes den geifernden Blicken begegnete, wie ein Pfau durch die Reihen seiner Anhänger. Hin und wieder blieb er stehen und zwang seine Begleiterin die Praktiken sadomasochistischen Vorlieben zu

beobachten und ließ ihr von den Akteuren jedes Details erklären.

„Schau dir alles gut an, meine Liebe. Der Ring entscheidet dein Schicksal“, flüsterte er ihr zu seiner Befriedigung immer wieder ins Ohr und leckte gleichzeitig genüsslich über die Ohrmuschel. „Die meisten der nicht fest installierten Geräte bringen die Gäste mit. Du glaubst nicht, in wie winzige Taschen sich die schönsten Spielzeuge verstauen lassen. Auch wir gehen mit der Zeit.“ Schmutzig lachend zog er Adanna zu einem von ihm so heiß angepriesenen Gegenständen. „Hier … ein Bondage Board. Es verwandelt jeden Raum in einen Sex-Dungeon. Damit kannst du deine Fantasien überall ausleben. Einfach das Board aufklappen. Mit den verschiedenen

Befestigungspunkten ist es einfach, eine Vielzahl von sexuellen Positionen zu erreichen und vollen Zugang zu den verletzlichsten Körperteilen deines Sexobjektes zu erhalten. Tolles Material und lässt sich bei Schweinereien leicht abwischen. Und hier … die Tasche mit Tragegriffen in einer dezenten Aufmachung.“

Adanna schloss die Augen. Sie wollte nicht die Frau sehen, die auf allen Vieren vor ihr kniete, die Arme sowohl an Handgelenken und Unterarmen fixiert. Desgleichen an den Fußgelenken und unterhalb der Knie. Ihre Brüste waren mit Ringen gepierct, durch die ein grobschlächtiger Typ Ketten zog und an den Ösen auf der Matte befestigte. Das Wimmern der Sexsklavin konnte Adanna

jedoch nicht ausblenden und wollte sich deshalb abwenden.

„Na, na, na. Wer wird denn das Beste verpassen wollen? Schau hin, Adanna.“ Tenebrosus zog erneut an der Perlenschnur und verstärkte mit seinen knorrigen aber kräftigen Fingern den Griff um ihre Taille. „Hallo Vlad. Deine neues Spielzeug? Die wimmert ja schon, bevor es losgeht. Wir dürfen dir doch zuschauen?“ Er begrüßte einen dürren, dunkelhaarigen Mann, dessen tiefen, grimmigen Furchen im Gesicht und kalten schwarzen Augen von unermesslicher Grausamkeit sprachen.

Adanna schluckte schwer, als sie an die arme Kreatur vor ihnen auf der Matte dachte. Mittlerweile hatte der Schlächter eine harte

Rolle mir vielen kleinen Stacheln unter deren Bauch geschoben.

„Übrigens … das ist meine zukünftige Königin … Hoffe ich jedenfalls.“

„Und wenn nicht, ich nehme sie dir gern ab“, entgegnete dieser Vlad. „Es wäre mir ein Vergnügen, mit ihr zu spielen. Aber du sollst mich nicht immer Vlad nennen. Drake. Ich höre jetzt auf den Namen Drake.“

Tenebrosus verdrehte die Augen und grinste den Mann an. Zu Adanna meinte er geheimnisvoll: „Vlad der Pfähler. Aber du hörst ja selbst, Drake gefällt ihm besser. Muss wohl an den vielen Legenden, Büchern und Filmen über Dracula liegen. Dracula, der Blutsauger. Dabei ist er noch immer durch und durch ein Pfähler.“

„Ja, aber auf eine angenehmere Weise. Damals war es doch arg blutig und der Nervenkitzel nicht im Entferntesten so erregend“, grunzte er zufrieden mit dem Werk seines Handlangers. „Na dann wollen wir mal.“

Auf einem kleinen Beistellwagen lagen Vibratoren und Plugs in verschiedensten Formen, Größen und Materialien, Schlagwerkzeuge, Augenbinden und Knebel. „Hast du schon meinen neuesten Knebelring gesehen?“ Dabei zog der seiner Sklavin den Kopf nach hinten. „Eine Spange, in der Größe variabel verstellbar und das Beste … einen Zungenfixierer. Damit bleibt die Zunge schön flach liegen und der Rachen frei.“ Damit nahm er stolz einen der riesigen Vibratoren und

schob ihn ihr in den Mund, bis sie zu würgen begann.

Wieder wollte sich Adanna abwenden. Doch Tenebrosus drückte ihr einen Analvibrator in die Hand. „Wie fühlt sich das an?“ und an Vlad gewandt meinte er: „Nimm den hier und für das andere Loch … den Dicken mit den Noppen.“

Adanna wusste nicht, wer schneller atmete, die arme gemarterte Frau oder sie selbst. Entsetzt blickte sie Vlad an und bekam im Hintergrund noch mit, wie er alle seine Spielzeuge an das Stromnetz anschloss, einschließlich der Rolle mit den Stacheln. Dann drifteten ihre Gedanken ab.

Bruchstückhaft sah sie wilde Kämpfe gegen Türken, Schlachtfelder voller Toter.

Dann ein Sprung zu einem anderen Schauplatz.

Vlad … Er ließ abtrünnige bojarische Adlige und Kleriker festsetzen und befahl, die älteren zu pfählen und ihr Hab und Gut im Volk zu verteilen. Die übrigen mussten nach Poienari marschieren, um die dortige Burg neu zu errichten. Ein Menschenpulk, bestehend aus Kindern, Frauen und besiegten jungen Männern, zog mit gesenkten Köpfen und unter Wehklagen an den gepfählten Leibern der Väter und Männer vorbei …

„Adanna. … Adanna. … Kannst du mich hören? … Giles. … Du musst durchhalten. Wir holen dich da raus. … Hörst du Adanna.“ Wie aus einer anderen Zeit wurde Adanna ins Jetzt und Hier zurückgezogen. Giles? Habe

ich wirklich Giles gehört? Telepatisch? Aber


„Charlie, Schatz! Wach auf. Komm zurück zu mir.“ Manuel hielt Charlotte in den Armen und drückte sie sie fest an sich. „Komm zurück“, flüsterte er immer wieder und drückte viele kleine Küsse in ihr Haar.

Ein tiefer Atemzug und ein leises Stöhnen signalisierten ihm, dass sie die Traumwelt hinter sich gelassen hatte.

„Hallo, Liebling. Es ist vorbei. Giles konnte Kontakt mit Adanna aufnehmen.“

Mit Augen, die an das Fell eines Eichhörnchens erinnerten, blinzelte Charlotte ihren Seelengefährten an. „Ich weiß. … Was bin ich froh, diese Höhlen verlassen zu

haben. Der Traum war einfach furchtbar. So oft bin ich noch nie zwischen meinem Ich und einer anderen Person hin und her geswitcht. Es ist schlimm für Adanna, dort gefangen gehalten zu werden. Wir müssen sie so bald als möglich befreien, denn lange hält sie ihre stoische Ruhe nicht mehr aufrecht. Durch das Fehlen ihrer Stimme ist sie zwar zur Zeit nicht in der Lage, ihren Gefühlen freien Lauf lassen. Doch sobald dieser Tenebrosus ihr das Halsband abnimmt … Ich fürchte um sie.“

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abschuetze
Wir schreiben heute den 24.Mai 2014 und ich trete voller Erwartung in die Gefielde von "myStorys" ein.
Ich bin A.B.Schuetze.

Wir kreuzen das Sternenbild "Schütze" und erkunden dessen Eigenschaften.

Da wir gerade davon sprechen ... vergesst alles, was ihr über Schütze-Frauen gelesen habt. So ganz unter uns ... ihr werdet mein Wesen darin nicht entdecken.

Hab ich eure Neugier erweckt? Wollt ihr mich kennen lernen?

Nichts leichter als das.
Ich treibe mich meist auf myStorys ... lest meine "Bücher" ... oder auf Facebook, Google u.s.w. herum :))
Irgendwo werdet ihr mich schon finden.

LG von Antje

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"Herrscher der Finsternis - 14.Kapitel..."
Altermirano, dieses Wort verwende ich eigentlich immer
nur dann, wenn ich extrem überrascht worden bin...
Dieses Mal von der Perversität dieses Tenebrosus,
dem Herrschers der Finsternis...
Es gibt also nichts, was es nicht gibt...
Na dann, auf also ins 15. Level
LG
Louis :-)
Vor ein paar Monaten - Antworten
abschuetze etwas "Ausgefallenes" gibt es bei mir immer :)
Danke fürs Lesen und deine Zeilen.

LG von Antje
Vor einem Monat - Antworten
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