Fantasy & Horror
Kapitel 45 Das Löwenkind - das wandernde Rätsel

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"Kapitel 45 Das Löwenkind - das wandernde Rätsel"
Veröffentlicht am 14. Mai 2018, 18 Seiten
Kategorie Fantasy & Horror
© Umschlag Bildmaterial: Vera Kuttelvaserova - Fotolia.com
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Über den Autor:

Hallo Ihr Lieben, "Wer bin ich?" das Hauptspiel bei dieser Kathegorie Schreiben tue ich schon seid vielen Jahren. Mit 10 Jahren habe ich damit angefangen und bis vor zwei Jahren habe ich auch noch alles per Hand und mit dem Füller geschrieben. Altmodischer geht wohl kaum. Ausserdem kann man mich als DAU bezeichnen: dümmster anzunehmender Useser. Um in der Moderne zu landen habe ich mich für diese Seite entscheiden. Ich Freue mich ...
Kapitel 45 Das Löwenkind - das wandernde Rätsel

Kapitel 45 Das Löwenkind - das wandernde Rätsel

das löwenkind

Gerade klappte Simon Haston sein Handy zu, und ging in das Zimmer nebenan. Unter strengster Beobachtung stand Sabriel und durfte nicht abschließen, zwar klopfte der Mann an, aber er wäre auch bei einer Antwort wie "Moment", oder "gleich" sofort eingetreten. "Du ziehst dich um?", fragte der Mann, und zeigte sich nicht sonderlich erfreut darüber, dass Sabriel eindeutig wie eine Frau aussah. "Hotelzimmer, Freizeit, DUSCHE!", kam es etwas ungehalten von Sabriel zurück.

Beim letzten Wort wurde Simon etwas rot. Auch wenn die Astrontochter sich als Mann verkleidete, eine Frau blieb sie, und Simon brachte wenigstens etwas an Anstand im Leib auf. "Spazier’ in diesem unmöglichen Aufzug nicht durch das Hotel. Felizitas hat deine Eigenheiten allmählich Leid." "Arbeitest du noch weiter? Ich muss mich bewegen. Nervt dich der Blaumann auch so wie mich? Konnte mich gar nicht richtig bewegen." Doch Simon ging nicht weiter darauf ein. Natürlich fand er den Gardisten in der blauen Uniform ziemlich ermüdend. Jedoch interessierte sich dieser Mann nicht besonders für Geschichte, und er

konnte in Ruhe arbeiten. Zudem hatte er keine Chancen Sabriel wirklich fest zuhalten. Immerhin besaßen die meisten Feuermagier einen hohen Bewegungsdrang, da in ihrem Körper eine überdurchschnittliche Menge an Energie floss. Von seiner Chefin wusste er, dass sie meistens zwei Stunden am Tag auf dem Crosstrainer stand, um die Ausgeglichenheit zu erlangen. Wenn Sabriel also in den Hoteleigenen Fitnessraum gehen würde, musste er das zu seiner eigenen Sicherheit zulassen. Mit einem Date rechnete der Bewacher der Astrontochter allerdings nicht. Jetzt zog sie sich eine Bluejeans an, ein Paar Chucks und ein blütenweißes

Herrenhemd. Danach bürstete Sabriel ihre Haare sorgsam, und wusch sich noch einmal das Gesicht und die Hände. Der einzige Schmuck den sie besaß, war der Verlobungsring von Gabriel. Ein Ringlein von der Samischen Silberschmiede in Lappland. Jedoch war er ihr viel zu klein, aber Gabriel gab ihr deshalb ein hauchdünnes Lederband dazu. Im Scherz dachte sie, dass der komische Gockel auf diese Idee kam. "Wenn Duncan und Johanna dich nicht mehr beschützen können dann heirate ich dich, und passe auf dich auf." Aber er hielt bis heute an seinem Versprechen fest, und schien es sich in den Kopf gesetzt zu haben es auch

durchzuziehen. "Da non credere!" Jetzt sah Orell aus als hätte er einen Geist gesehen, als sich Sabriel zu ihm in der Lobby setzte. Sofort geißelten ihn ihre Blicke so messerscharf wie Schwerthiebe. Die Astron war stinksauer darüber, dass er ein privates Treffen mit ihr haben wollte oder andernfalls wäre er direkt zum heiligen Vater gegangen. "Verzeihen Sie bitte, aber ich habe nicht erwartet, dass Sie wirklich eine Frau sind und noch dazu zu eine so Bezaubernde." "Hören Sie auf, Ihre Instinkte sind bemerkenswert. Sie haben den Posten des

"Custos de occulto literae" doch nicht bloß zum Zeitvertreib erhalten." Darauf verkniff sich Orell ein Lächeln. Die außergewöhnliche Erscheinung vor sich wollte er nicht noch mehr verärgern. Das Gift in ihren dunklen, braunen Augen sollte nicht genährt werden. Eine kleine Kellnerin servierte Sabriel einen bunten Cocktail und Orell einen Kaffee. "Ich habe mir erlaubt, Ihnen eine Erfrischung zu bestellen. Natürlich ohne Alkohol." Dies stellte sie doch bereits fest, er verfügte über ausgezeichnete Instinkte. Feuermagier tranken nur wenig bis gar kein Alkohol, einen Kontrollverlust konnten sie sich keinesfalls

erlauben. Da Sabriel dem Kerl vor ihr keinen Millimeter vertraute, trank sie nicht. "Ich möchte Ihnen nichts tun. Es ist nur das erste Mal, dass ich einem echten Magier... besser gesagt einer echten Elementarmagierin gegenüber sitze. Mein Amt beschäftigt sich viel mit euresgleichen, aber seit sechzig Jahren gab es keinen direkten Kontakt mehr zu jemandem wie Sie es sind." "Und ich glaube Ihnen kein Wort! Sie haben bereits heute Nachmittag zugegeben, dass Sie mehr wissen, als mein Begleiter und ihr Kollege erfahren sollen." Darauf stellte Orell sich ein, dass er es

mit einem harten Brocken zu tun bekam. Allerdings mit diesem Kaliber rechnete er nicht, dies unterschätzte er gewaltig. Deswegen fühlte er sich zwischen der Faszination und seinem Amt total hin und her gerissen. Alleine der Umstand, dass er hier mit einer Feuermagierin in trauter Zweisamkeit eines Hotels saß konnte ihn das begehrte Amt kosten. "Was führt sie hierher?", fragte Orell, und verfolgte damit eine neue Strategie, doch Sabriels Blick blieb misstrauisch und einer Kobra gleich. Was geschah mit dieser jungen Frau nur, dass sie solches Gift in sich barg? "Geben Sie mir etwas mit dem ich was anfangen kann, dann reden wir

weiter." "Eine Gegenleistung?", wunderte sich Orell, denn mit einer Verhandlung rechnete er überhaupt nicht. Nun stützte Sabriel ihren Kopf auf die Faust, und schlug die langen Beine übereinander: "Ja, Sie haben erkannt was ich bin, und bin Ihrer Forderung des Treffens nachgekommen. Damit ist der Handel von heute Mittag erfüllt." Der Gardist verstand: "Ex ungue leomen. An den Krallen erkennt man den Löwen." "Mein Name ist Sabriel-Luca Astron und gehöre zur Familie Balthasar von Falkenstein. Wenn Sie jetzt nicht eine sehr gute Erklärung für mich haben, dann steckt Ihr Hals in einer ziemlich engen

Schlinge." "Sie kennen den Jungen also, der vor zwölf Jahren in den Vatikan eingebrochen ist?" Der Junge über den in Italien gerade gesprochen wurde, begleitete am Nachmittag seine beste Freundin an das Haupttor des Anwesens. Selbst wenn ihr Gespräch sehr unangenehm für die Freundschaft der beiden verlief, so nahmen sie sich zum Abschied noch einmal in den Arm. Anschließend rannte Johanna den Weg zurück ins Dorf hinunter, die Abkürzung über die Hügel vom Falkenstein konnte sie nicht laufen, weil der Schnee schon

viel zu hoch lag. Hingegen Kai begab sich nicht direkt auf den Weg ins Haus, so wie es vernünftiger gewesen wäre. Seine Schritte führten um das Gebäude herum in Richtung des Glashauses. Gerade unterstützte Mia beim Schneeschippen des schmalen Wegs zum Glashaus hin Aslan zu helfen, als sie Kai bemerkte. Mit dem Besen in der Hand rannte sie auf ihn zu und fiel, wie sollte es auch nicht anders sein, über den zu langen Besenstiel. Doch zum Glück war Mia nicht besonders schwer, und Kai schaffte es trotz seiner körperlichen Schwäche sie aufzufangen. "Hallo Kai", ertönte die Stimme der Gestaltwandlerin, und Kai legte ihr

liebevoll eine Hand auf ihren schwarzen Schopf. Die Wangen von Mia sahen wegen der Kälte ganz rot aus, und auf ihrem Umhang lag eine feine Schicht des Schnees. Seinem Patenkind sah Aslan eindringlich in die Augen. Nachdem der alte Mann sich vergewisserte, dass der Junge ihn verstand, nahm er Mias Besen und verstaute die Sachen im Glashaus. Die beiden sahen dem Araber in seiner Indigoblauen Kleidung nach. Gebückt und langsam lief er. Im Augenblick fiel Kai nichts ein was er sagen könnte, denn ihm wurde plötzlich bewusst, dass er Mia weiterhin in seinen

Armen hielt. Sie war viel zierlicher als Johanna. Körperlich betrachtet waren Jo und er auch auf einer Augenhöhe, jedoch zu dem schwarzhaarigen Mädchen musste er sich hinunterbeugen Die Augen von Mia sahen eher hell aus und hatten eine erstaunliche Tiefe. Hingegen Johannas Blick war fest und sehr direkt, die beiden Mädchen waren hübsch, aber jede für sich ganz anders, dachte Kai. Was ging ihm da nur für ein Unsinn durch den Kopf, das Gerede mit Jo ließ ihm offenbar den Rest seiner gesunden Zellen zu Matsch werden. "Kai, was hast du?", drang mit einem Mal Mias Stimme an ihn heran, und ihre

Fingerspitzen berührten dabei vorsichtig sein Gesicht. "Es tut mir leid." Diese kleine Geste verhalf Kai für einen Ruck den er benötigte, um sich aus seiner Starre zu lösen. Nun zog er Mia zu sich hoch, und kuschelte sich eng an ihren Körper. Ihre Fußspitzen berührten kaum noch den Weg auf dem sich die beiden befanden. Ein kaum merkliches Wimmern entfloh Mia, denn Kai nutzte sehr viel seiner Kraft um ihren Körper an sich festzuhalten. "Verzeih mir, kannst du das noch einen Augenblick aushalten?", flüsterte er, und meinte damit nicht nur, dass er ihr viel

zu nahe trat mit einer solch innigen Umarmung. Nach wenigen Augenblicken spürte der Junge, wie sich Mias Arme um seine Schultern und den Nacken legten. Darauf schmiegte er sein Gesicht in ihre Halsbeuge, und sog den Duft von Seife und Maiglöckchen ein. "Mach dir keine Gedanken. Ich kann sehr viel ertragen." So standen die beiden eine unendliche Zeit für sie ihm Schnee, und sahen wie die letzten Sonnenstrahlen des Tages über den Horizont glitten. Erst als die Dunkelheit der Nacht hereinbrach und die Wärme mit sich nahm, gingen sie zurück ins

Haus. * Da non credere! Kaum zu glauben!

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Über den Autor

silberfunke
Hallo Ihr Lieben,

"Wer bin ich?" das Hauptspiel bei dieser Kathegorie
Schreiben tue ich schon seid vielen Jahren. Mit 10 Jahren habe ich damit angefangen
und bis vor zwei Jahren habe ich auch noch alles per Hand und mit dem Füller geschrieben.
Altmodischer geht wohl kaum.
Ausserdem kann man mich als DAU bezeichnen: dümmster anzunehmender Useser.

Um in der Moderne zu landen habe ich mich für diese Seite entscheiden. Ich Freue mich darauf mich mit anderen
fleißigen Schreiberlingen auszutauschen und eventuell auch die ein oder andere Geschichte neu zu kreieren
Hauptsächlich bin ich geschichtlich mit Fantasy und Abenteuer unterwegs, allerdings versuche ich mich seit kurzem auch in der Sparte Krimis und Kurzgeschichten.

Ich bin gespannt was mich hier erwartet,
liebe Grüße
der Silberfunke

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