Kurzgeschichte
wenn es sein muss, muss es sein - Challenge 23

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"wenn es sein muss, muss es sein - Challenge 23"
Veröffentlicht am 13. Januar 2018, 6 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

100 Jahre möchte ich werden, mit einem Lächeln im Gesicht, klar bei Verstand, eigensinnig, nie den Mut verlieren. Lebe meine Träume, pflege meine Laster, denke positiv. Ich bin wie ich bin und manchmal anders.
wenn es sein muss, muss es sein - Challenge 23

wenn es sein muss, muss es sein - Challenge 23

Challenge 23







Thema: WISSEN, WANN ES GUT IST




Text: Martina Wiemers

Buchcver: Koffer von Burton

„Es müsse sein“, sagtest du. "Hättest dich endlich überwunden. Möchtest mir aber nicht weh tun. Nach so vielen Jahren hätte ich das nicht verdient. Doch es müsse sein, jetzt sofort und hier. Kämst nur noch zum Koffer packen, das Finanzielle wäre geregelt. Bräuchte mir keine Sorgen machen und ich dürfte dich auch anrufen. Doch nicht gleich morgen oder übermorgen. Nein, vielleicht in ein paar Wochen, wenn du dich eingelebt hättest und wenn das Kind dann da wäre.

Dein Kind? Euer Kind?

Du würdest sie lieben. Zwar nicht so wie mich, als du jung warst.

Nein, anders, ganz anders. Du wärest jetzt so viel reifer, vernünftiger und schließlich

schon 50. Sie ist erst 20, fast ein Kind noch, müsse und wolle noch soviel lernen von dir, ihrem Chef. Trotzdem wärest du bereit für das Abenteuer „Leben“ mit ihr und wenn das Kind erst da wäre, dann....."


„Was dann“, fragte ich. Du sahst mich vorwurfsvoll an, nahmst sofort deine Koffer und sagtest ärgerlich und mit Nachdruck zu mir :„Ich wusste doch, dass du mich nicht verstehst, wie immer in letzter Zeit und deshalb müsse es eben sein, jetzt und sofort", drehtest dich um und gingst, ohne dich noch mal umzusehen.


Draußen fiel laut krachend die Tür ins Schloss.

Ich saß da, weinte ein bisschen, ging ins Bad, schaute in den Spiegel, lächelte mir zu, wischte die verschmierte Wimperntusche aus dem Gesicht, nahm das Handy, rief den Schlüsseldienst an, ließ ein neues Türschloss einsetzen, mir anschließend beim Friseur die Haare abschneiden und knallrot färben. Nun sitze ich hier im Flugzeug, schlürfe Sekt, esse Kaviar, schaue aus dem Fenster, freue mich auf London, Paris und auf meine zukünftige Arbeit in Amerika..

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Über den Autor

Kornblume
100 Jahre möchte ich werden,
mit einem Lächeln im Gesicht,
klar bei Verstand,
eigensinnig,
nie den Mut verlieren.


Lebe meine Träume,
pflege meine Laster,
denke positiv.


Ich bin wie ich bin
und manchmal anders.

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Andyhank Hm ..., er weiß wohl, wann es gut ist. Sie auch. Wohl schon, schließlich ließ sie die Türschlösser austauschen. Jedenfalls amüsant zu lesen. Und echt themenbezogen hinbekommen.
Vor ein paar Monaten - Antworten
PamolaGrey Gefällt mir deine Geschichte.
lg Pam
Vor ein paar Monaten - Antworten
MerleSchreiber Vielleicht wartet man mit dem Haare (oder alten Zopf) abschneiden und dem Haare rot färben einfach zu lange, kam mir gerade beim Lesen deiner Geschichte in den Sinn. Das könnte man ja auch, ohne dass der Mann aus dem Haus ist. Eine sehr schöne Geschichte, liebe Kornblume. Lediglich der Schluss ist mir ein bisschen zu klischeehaft. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich persönlich mit Kaviar überhaupt nix anfangen kann ;-)
Liebe Grüße zu Dir, Merle
Vor ein paar Monaten - Antworten
Kornblume Mit dem Klischee hast Du sicher recht und mit dem Haare abschneiden und färben ebenfalls. Trotzdem hat es mir Spaß gemacht meiner Protagonistin damit eine Freude zu bereiten
Sonntagsgrüße schickt die Kornblume die sich für Lesen und Kommentar bedankt.
PS
Ich persönlich liebe weiche warme Eier mit Kaviar oder Sardellen zum Frühstück.
Vor ein paar Monaten - Antworten
Frettschen Wie das Leben so spielt ...
Und manchmal spielt es ein hässliches Blatt aus. Mit etwas Geschick und dem nötigen Willen, lässt es sich eventuell abwenden ...
Insgesamt flüssig und gut zu lesen - für mich gut vorstellbar - wie ein deutscher schwaigermäßiger Kinofilm.
Vor ein paar Monaten - Antworten
KaraList Na bitte ... Frau wird ihr Leben meistern ... Mann auch??? :-)
Eine tolle Geschichte, sehr realitätsnah, was den Trennungsgrund betrifft.
Flüssig geschrieben ... das liest man gern!
LG
Kara
Vor ein paar Monaten - Antworten
Brigitte Wieder einmal eine tolle Geschichte, ich wünsche der Protagonistin alLes Gute und denke dran Reisende soll man nicht aufhalten
Liebe Grüße an dich Brigitte
Vor ein paar Monaten - Antworten
Memory 
Leicht bissig, sehr real (vorstellbar) und wie immer flüssig geschrieben.
Zum Inhalt gibt es nichts zu sagen oder zu deuteln. Möge deine Protagonistin einen tollen Neustart haben :)
Auch sonst habe ich keine Kritik. Daumen hoch!
Lieben Gruß
Sabine
Vor ein paar Monaten - Antworten
welpenweste Vielleicht bin ich irgendwie neben der Spur, aber mir erschloss sich der Zusammenhang nicht auf Anhieb.Es lag daran, dass ich in der indirekten Rede über das Du stolperte (Seite1)
"Nein, vielleicht in ein paar Wochen, wenn du dich eingelebt hättest (wenn er sich eingelebt hätte) und wenn das Kind dann da wäre." [Es ist seine indirekte Rede)
Schon passte es und war damit klar.
Wissen, wann es gut ist, wird dann ausgeführt, als die Protagonistin mit dem Vorherigen abschließt, als da wären Türschloss und Typ Veränderung.
Das Thema ist also prima umgesetzt.
Im letzten Absatz wird dargestellt, dass das Abschließen mit der Vergangenheit außerdem noch persönlichen Erfolg generierte.
Für mich hätte man diesen Absatz weg lassen können. aber wenn die Autorin noch darauf Wert legen wollte, dann hätte ich mir gewünscht, dass sich durch die Unabhängigkeit der Erfolg eingestellt hätte, wie z.B. ein Anruf, dass ein toller Job warten würde, mit Reisetätigkeit. Und sie hätte zugesagt "Kein Problem, ich bin unabhängig", oder so ähnlich.
Die Rechtschreibung ist ohne Fehl und Tadel (außer zwei Punkte am Schluss).
Insgesamt ein gelungener Beitrag, der mir gefallen hat.
Günter

Vor ein paar Monaten - Antworten
Kornblume Gute Idee,vielleicht werde ich den Schluss dahingehend etwas später nochmal überarbeiten.
LG von der Kornblume
PS
der Geschichte hat übrigens wie so oft bei mir einen wahren Hintergrund
Vor ein paar Monaten - Antworten
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