Kurzgeschichte
Auf dem Ozean des Lebens

0
"Gedanken einer Alleinerziehenden"
Veröffentlicht am 24. Juli 2017, 8 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
© Umschlag Bildmaterial: peshkova - Fotolia.com
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Geboren und aufgewachsen im Land der Kontraste, an der Grenze Europas zu Asien. Erste Schreibversuche in der Grundschule. Germanistikstudium an der heimischen Staatsuniversität. In Deutschland seit 1996. Seit 2017 Gedichte und Kurzgeschichten, die entweder autobiographisch sind oder auf wahren Gegebenheiten beruhen. Natur ist meine Kraftquelle und Faszination, daher kommt sie oft in meinen Geschichten vor. "Wir sind eines Blutes, du und ...
Gedanken einer Alleinerziehenden

Auf dem Ozean des Lebens



Die Gedanken

einer Frau,

die in einem fremden Land

ihr Kind alleine großzieht

und um ihre Existenz kämpft












Wie ein kleines Holzboot                 

werfen dich die Wellen hin und her…

Nur selten ist es ruhig

auf dem Ozean des Lebens.

                                           




Wenige ruhige Tage, in denen die Sonne scheint und das tiefblaue Wasser fröhlich glitzert… Schon kommt die nächste Wolke, überschattet die Sonne, bringt Wind mit sich. Das gerade noch ruhige Wasser kräuselt sich und verliert ihr freundliches Blau, graue Unruhe breitet sich aus…


Wie kurz war die Ruhe, könnte sie doch nur ein kleines bisschen länger dauern, damit man ihre wohlige Wärme im Herzen speichern könnte für die langen kalten grauen Tage!..






Manchmal sieht man andere Boote und Schiffe vorbeifahren, mit wenigen oder vielen Passagieren...


Ein größeres Boot kommt vorbei, vollbeladen mit sieben Passagieren, die fröhlich winken… Öfters fahren größere Schiffe vorbei, stolz und unabhängig, die vielen Passagiere sind zu sehr miteinander beschäftigt als dass sie anderen winken könnten. Meistens fahren solche größeren Schiffe mit ähnlichen größeren Schiffen in die gleiche Richtung, fast nie wirst du sie neben einem einfachen Boot fahren sehen.




Viele Boote fahren oft  mit anderen Booten eine Zeit lang zusammen, danach trennen sich ihre Wege, und ein jedes verschwindet wieder in den unüberschaubaren Weiten des Ozeans…



Wie lange wird mein kleines Boot noch den Wellen des Ozeans standhalten? Wie vielen Stürmen wird es noch trotzen können?



.......







Der Junge im Boot soll nur sicher ankommen,

alles andere ist nicht so wichtig…

0

Hörbuch

Über den Autor

daxana
Geboren und aufgewachsen im Land der Kontraste, an der Grenze Europas zu Asien.
Erste Schreibversuche in der Grundschule. Germanistikstudium an der heimischen Staatsuniversität.
In Deutschland seit 1996.
Seit 2017 Gedichte und Kurzgeschichten, die entweder autobiographisch sind oder auf wahren Gegebenheiten beruhen.

Natur ist meine Kraftquelle und Faszination, daher kommt sie oft in meinen Geschichten vor.
"Wir sind eines Blutes, du und ich" (R. Kipling).




Leser-Statistik
22

Leser
Quelle
Veröffentlicht am

Kommentare
Kommentar schreiben

Senden
FLEURdelaCOEUR 
Auch dies ist ein berührender Text voller Tiefe, der auch mich nachdenklich macht ....

LG fleur
Vergangenes Jahr - Antworten
Memory 
Ein starker Text, der viel Platz für eigene Gedanken erlaubt und nachdenklich macht.
Daumen hoch!
Lieben Gruß
Sabine
Vor langer Zeit - Antworten
daxana Liebe Sabine, danke für das positive Feedback zu meiner Geschichte, dein Geschenk und das Abonnieren!
LG daxana
Vor langer Zeit - Antworten
KaraList Dieser Text wirkt zunächst leicht, wie die Beschreibung einer Beobachtung dessen, was sich in Ufernähe eines Ozeans abspielt und gewinnt dann immer mehr Tiefe ... und er bietet Interpretationsspielraum. Das mag ich! :-)
LG
Kara
Vor langer Zeit - Antworten
daxana Liebe Kara, danke für einen für mich sehr wertvollen Kommentar, was du sagst, bringt mich auf einen Gedanken, den ich vor kurzem bei einer Unterhaltung mit jemandem anderen schon hatte:

Sind wir nicht alle selber ein bisschen so wie unsere Bücher?..

Danke auch für die Coins!
Liebe Grüße,
daxana
Vor langer Zeit - Antworten
SternVonUsedom 
Sehr gut

Herzlichst
Der Stern
Vor langer Zeit - Antworten
hingekritzelt Der sehnsüchtige Blick nach intakten Familien erinnert mich an den einsamen Single, der an Heilig Abend durch die Stadt schleicht und in fremde Fenster schaut - und dem bei dem Anblick des weihnachtlichen (traditionellen) Treibens das Herz bricht.
Und er geht nach Haus, flickt das Herz und...
macht weiter.

"Setzen! 1!"......lächel
Liebe Grüße
Uli
Vor langer Zeit - Antworten
daxana Eine interessante Assoziation, obwohl nicht jeder Single in fremde Fenster gucken wird und damit die eigenen Schmerzen schüren. Aber sicher ist, dass die Sehnsucht nach einer intakten Familie mindestens doppelt so stark ist bei dem, der allein in einem fremden Land lebt, in meiner Geschichte eine Mutter zusammen mit ihrem Kind, dem sie eine intakte Familie gewünscht hätte.

*die Schülerin freut sich über die gute Benotung ;)
LG daxana
Vor langer Zeit - Antworten
hingekritzelt Jeder Single.........Gott! Gäbe das ein Gedrängel!
:-)
Vor langer Zeit - Antworten
daxana ein schönes festliches Gedrängel.. so wären die Straßen am Hl. Abend nicht mehr so leer
;)
Vor langer Zeit - Antworten
Zeige mehr Kommentare
10
14
0
Senden

153283
Impressum / Nutzungsbedingungen / Datenschutzerklärung