Journalismus & Glosse
James Bond

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"007 und der echte Bond"
Veröffentlicht am 25. Mai 2017, 12 Seiten
Kategorie Journalismus & Glosse
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Über den Autor:

Ich versuche mit guten Geschichten zu unterhalten. Hoffentlich glückt es. Ich bin Jahrgang 1958, in München geboren. Seit meiner Kindheit schreibe ich, habe aber nie eine Profession daraus gemacht. Meine zarten Versuche mal eine meiner Geschichten bei einem Verlag zu veröffentlichen sind gescheitert. Hier gibt es eine Auswahl von Kurzgeschichten aller Art. Sie sind in ihrer Kürze dem Internet und e-pub Medium angepasst.
007 und der echte Bond

James Bond

Vorbemerkung

Der James Bond Darsteller Roger Moore ist tot. Viele halten ihn für den besten Bond (z.B. jetzt Daniel Craig), aber für mich bleibt es Sean Connery. Aber bei aller Hype um die oo7 Filme: Wie kam eigentlich Autor Ian Flemming auf James Bond, den Topagenten?

Hier die Erklärung.





Copyright: G.v.Tetzeli

Cover: G.v.Tetzeli

www.welpenweste.de

James Bond

Ian Flemming lag auf einer Sesselliege unter einem überdimensionierten Sonnenschirm. Trotz des märchenhaften Wetters unter der Sonne Jamaikas, war er von angegriffener Gesundheit. Seine Frau Anne hatte ihm einen kalten Longdrink gebracht und verschwand wieder. Ein kleiner Lakai meldete: Der Besuch, James Bond ist da. Als sich Flemming nach einem Hustenanfall erholt hatte, winkte er. Der Lakai nickte und rannte los, um dem berühmten Mann Einlass zu verschaffen. James Bond ließ sich von dem Lakai auf das Anwesen führte, das Goldeneye hieß, und landete schließlich neben ihm unter dem Sonnenschirm auf einem Stuhl. „Es freut mich undendlich, Mr. Bond“, röchelte

Ian, der an sogenannter Brustgrippe litt. Flemming hatte ein bewegtes Leben hinter sich, das leider auch von Exzessen geprägt war. Später sollte er mit einer Brustfellentzündung zu kämpfen haben und schließlich in diesem denkwürdigen Jahr des Zusammentreffens an einem Herzinfarkt versterben. Bond wusste, dass es bald mit Ian zu Ende gehen würde. Das Datum des Treffens war der 05. Februar 1964. „Haben sie Goldfinger schon gelesen?“. Bond nickte. „Noch in diesem Jahr kommt der Film heraus“, prophezeite der Schriftsteller. (es war dann schließlich der 17.September 1964). Bond lächelte. „Ich muss wohl gut sein.“ „Das habe ich schon immer von Ihnen erwartet.“ Flemming übergab Bond ein Buch, sein letztes Bondabenteuer vor seinem Tod. Es war „The

Man with the golden Gun“.

„Warten sie, ich signiere es ihnen.“ Ian Flemming schrieb. „To the real James Bond, from the thief of his identity.” (Für den echten James Bond, dem der Dieb seine Identität stahl – Ian Flemming)


Wir lassen mal den Lebenswandel von Ian Flemming ziemlich beiseite. (Vielweiberei, Drogen, Alkohol, starkes Rauchen). Er war jedenfalls tatsächlich im 2. Weltkrieg beim Geheimdienst. Zwar nicht an vorderster Front, so doch in der Organisation. Er war Assistent von John Godfrey, Chef des britischen Geheimdienstes der Navi. Auf einer Dienstreise lernte er Jamaika schätzen und lieben.

Eines der erfolgreichen Geheimmanöver hieß übrigens wirklich Golden Eye. Weniger bekannt ist, dass er neben seiner Sado-masochistischen Neigungen, die ihm bescheinigt wurden, ein begeisterter Vogelkundler war.

Das Standardwerk über die Vogelwelt der Karibik stammte von James Bond, dem Ornithologen (Birds oft he West Indies, veröffentlicht 1936). Ian Fleming war fasziniert. Flemming wollte einen Agententhriller schreiben, schon auf Grund seines abenteuerlichen Lebens.

Sein erster hieß Casino Royal.

Der Typus des Agenten, desTausendsassas stand: britisch (zu Ehren Connery’s wurde er dann schottischer Geburt), kannte sich bei der Haute Volaute aus, beim Glücksspiel und bei den Drinks.

Weil Flemming so begeistert von Jamaika, war, so wundert es nicht, dass auch der Agentenheld immer wieder in der Karibik seinem mörderischen Beruf nachging. Was Ian noch fehlte, das war ein griffiger Name für seinen Helden. Der Frau des Ornithologen schrieb er: „Ich brauchte einen Namen, der mir so gewöhnlich wie möglich erscheinen sollte: "kurz, unromantisch, angelsächsisch und vor allem maskulin". Das Buch über die Vögel des Karibik und des westindischen Archipels war der Auslöser.


So entstand Bond, James Bond. Der echte Bond wurde 1900 geboren und starb

erst 1989. Seine Leistungen wurden in der Fachwelt fast bewundert.

( Der "echte" James Bond)

Sogar einige Spezies wurden nach ihm benannt.

(z.B. Ariomma bondi) Er veröffentlichte zahlreiche Werke als Mitglied der Academy of Natural Sciences of Philadelphia..

Das besagte Buch, das Ian Flemming so interessant fand, das hatte der Film-Bond in Stirb an einem anderen Tag tatsächlich dabei. man kann es in einer Szene sehen.

2008 wurde das besagte, handsignierte Buch für 82.000 € versteigert.

2011 wurde der Flughafen Boscobel Aerodrome auf Jamaika umbenannt in Ian Fleming International Airport. .

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Hörbuch

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Ich versuche mit guten Geschichten zu unterhalten.
Hoffentlich glückt es.
Ich bin Jahrgang 1958, in München geboren.
Seit meiner Kindheit schreibe ich, habe aber nie eine Profession daraus gemacht. Meine zarten Versuche mal eine meiner Geschichten bei einem Verlag zu veröffentlichen sind gescheitert.

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CHM3663 WOW! Ich glaube, da spricht ein echter Fan und Kenner!
Wahnsinn, was Du immer wieder herausfindest!
Ich genieße es jedesmal, mit so viel Lesespaß etwas dazuzulernen!
Herzlichen Dank und liebe Grüße,
Chrissie
Vor langer Zeit - Antworten
erato 
...und wieder mein Allgemeinwissen durch DICH aufgepeppt !!!
Werde in meinem Freundeskreis - ob der detaillierten Kenntnisse
zu J.B. - sicher honoriert werden :-)))))
Dir nun schöne Sommertage - Thomas
Vor langer Zeit - Antworten
GertraudW 
In welchen Unterlagen hast Du denn da wieder gekramt?
Und vor allem, wie lange? Schmunzel*.
War interessant zu lesen.
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
Gertraud
Vor langer Zeit - Antworten
Bleistift 
"James Bond..."
Die herausragendste Leistung
des echten James Bond war wohl eher
sein rückwärts gewandter Tod *1990 - 1989...
Erstaunlich, was man in minus einem Lebensjahr
so alles erschaffen kann... ...grinst*
Ansonsten sehr gut recherchiert
und informativ geschrieben... ...smile*
LG
Louis :-)
Vor langer Zeit - Antworten
welpenweste 1900 - 1989 natürlich, scheiß dicke Finger! Dammich!
Danke für den Hinweis.
Günter
Vor langer Zeit - Antworten
Bleistift lacht*
Ok, war ein Scherz auf deine Kosten... grinst*
Dir noch einen schönen Vatertag...
LG
Louis :-)
Vor langer Zeit - Antworten
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