Gedichte
Gedankenflug

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"Am Großen Tisch unter Linden"
Veröffentlicht am 04. Mai 2017, 4 Seiten
Kategorie Gedichte
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Über den Autor:

Einst brach ich auf, eine Welt zu erobern! Heut sitz ich in einem Käfig voller Narren! So kam ich zum Entschluss, "Will Hofnarr sein!" Und daran arbeite ich nun, in Berlin, das durch seine einmalige Nähe von Ost und West vielleicht schon einen Gedanken voraus ist. Mag sein, dass dieser Gedanke auch Nord und Süd einander etwas näher bringen kann.
Am Großen Tisch unter Linden

Gedankenflug

Alleine fühl ich mich nicht einsam,

denn die Gedanken können fliegen!

Sie kreisen frei über den Dingen

und sehen, wie sich diese fügen.

Fühl mich einsam in der Menge,

der öffentlichen Nabelschau,

wo einer übertönt den andern,

weil jeder meint, nur er sei schlau.

Ganz einsam bin ich in der Masse,

die Einigkeit im Geist beschwört,

die wütende Parolen schmettert

und jeden Zweifel überhört.

Fühl mich so wohl am großen Tisch,

mit Freunden, die so herzlich warm

reden, zuhörn, widersprechen.

Gedanken steigen auf, im Schwarm

und sehen, wie sich Dinge fügen

Ja, die Gedanken können fliegen!

     

PeKa   

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Hörbuch

Über den Autor

pekaberlin
Einst brach ich auf, eine Welt zu erobern! Heut sitz ich in einem Käfig voller Narren! So kam ich zum Entschluss, "Will Hofnarr sein!" Und daran arbeite ich nun, in Berlin, das durch seine einmalige Nähe von Ost und West vielleicht schon einen Gedanken voraus ist. Mag sein, dass dieser Gedanke auch Nord und Süd einander etwas näher bringen kann.

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Sternwunde Am Tisch sagt jeder sein Gedicht
ganz einfach in die Dichterrunde.
Auf das dann unser Wortsalat
uns wie ein leckeres Kuechelein munde
Vergangenes Jahr - Antworten
DoktorSeltsam Ja, was soll man dazu sagen? Vielleicht das: Ein Meister bleibt eben ein Meister! Darf ich mich auch mit an Deinen Tisch setzen, Brüderchen? Ach, jetzt werde ich im Alter auch noch sentimental... Egal. Tränen wegwischen und weitermachen! ;-)

TePer
Vor langer Zeit - Antworten
pekaberlin Du gehörst für mich unbedingt zu den Tischgästen!
Wie gesagt: "reden, zuhör'n, WIDERSPRECHEN"
Danke dir und Liebe Grüße
reteP
Vor langer Zeit - Antworten
Albatros99 Wow, Klasse gereimt, und an den Tisch passen sicher viele von uns hier.
Lädst du mich auch ein?
Lieben Wochenendgruß
Christine
Vor langer Zeit - Antworten
pekaberlin Wieso einladen, Christine?
Der Tisch steht doch unter einer alten Linde, dem Baum des Friedens, der Liebe und Freudentänze!
Nimm Platz! Du passt bestens hierher!
Dank dir und liebe Grüße,
Peter
Vor langer Zeit - Antworten
Tilly hab mal einen favo drangetüdelt..
weils ganz einfach gut und richtig ist

thomas
Vor langer Zeit - Antworten
pekaberlin Na, dann
nimm mal Platz am Tisch, Thomas!
Vielen Dank und Liebe Grüße,
Peter
Vor langer Zeit - Antworten
baesta Das ist ein gedicht so ganz nach meinem Geschmack, denn auch ich habe mich noch nie in der Masse wohl gefühlt und Parolen habe ich lieber überhört. Doch es scheint fast so, als würde die (nicht denkende) Masse von Parolenschreiern förmlich angezogen, egal wo auf der Welt.
Freu mich, dass Du auch wieder mal was von Dir hast lesen lassen.
Liebe Grüße
Bärbel
Vor langer Zeit - Antworten
pekaberlin Tja, Bärbel,
ein Paradoxon!
Da beschwören alle ihre Individualität, .... und dann ... sind sie zu feige, diese zu vertreten. Die Masse ist eben stärker als das Individuum.
Aber wir beide lieben ja Katzen! Also, nimm Platz!
Vielen Dank und liebe Grüße,
Peter
Vor langer Zeit - Antworten
myriama Wie wahr sind diese Worte, sehr schön, danke. Liebe Grüße
Vor langer Zeit - Antworten
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