Kurzgeschichte
Wo lebst du? - Keine Geschichte, nur wir

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""Man muss weniger denken und mehr vom Herz fühlen." Tschechow"
Veröffentlicht am 19. März 2017, 6 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
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Über den Autor:

Ich bin ein Mädchen aus der Ukraine, dem Land der ewigen Wahlen. Durch unsere Sprache zeigen wir die Weltanschauung unseres Volkes, deshalb sind wir alle verschiedene. Ich möchte meine Denkungsart ihnen auf Deutsch öffnen und ich stelle mich schon vor, wie komisch das sein wird. Vielleicht bin ich ein Griffoneur, vielleicht gefällt ihnen meine "Kunst".
"Man muss weniger denken und mehr vom Herz fühlen." Tschechow

Wo lebst du? - Keine Geschichte, nur wir

Wo lebst du?

Keine Geschichte, nur wir. Hast Du irgendwie gedacht, warum lebst du nicht so, wie du willst? Versinkst du in deinen Gedanken und träumst du? Vielleich, sind deine Träume nur die Phantasien...









Jeden Tag, jeden Moment, immer habe ich verschiedene Gedanken in meinem Kopf. Ich kann mit mir sprechen und meine Gedanken fliegen aus meinem Kopf wie auf den Flügeln ab. Manchmal scheint es mir, dass ich in meiner Phantasie lebe. Man sagt, dass der Mensch träumen muss. Das ist nützlich. Ich sehe aber das anders. Ich kann die Dauer meiner Aufgaben kontrollieren, aber ich verliere diese Zeit, wenn ich von etwas träume. Ich denke aber auch nicht, dass ich die einzige bin, wer solches kleines Problem hat. Die Träume helfen uns die Ziele zu setzen. Wir können eifrig arbeiten und unser ideales Leben in dem Traum verhätscheln. Wir

werden aber schutzlos, wenn diese Phantasie uns absorbieren. Ich meine, dass die Phantasie und die Träume einen Unterschied haben. Der Traum ist das, wonach wir streben und die Phantasie – das, wo wir leben. Es scheint uns, dass sie so ähnlich sind. Doch das Erste hilft uns und das Zweite tötet unsere Realität. Warum will ich nichts machen und mich bemühen? Weil in meinem Kopf ich ein Resultat habe, und keinen Prozess. Danach, wenn ich verstehe, dass ich in der gegenwärtigen Welt existiere, tönt meine innere Stimme wie ein Schuss. Zuerst denke ich, dass mein ``Leben`` eine Unterbrechung nahm. Ich fühle mich, als ob ich voll wäre. Das ist ein

peinlicher Moment, wenn ich mich so platt benehme. (Bis zu solchem Zustand habe ich mich hingeführt). Jetzt beginnt das Aufräumen meiner Gedanken. Manchmal hilft mir eine Meditation und dann, wenn ich verstehe, dass ich mich in Versuchung führte, sehe ich den Glanz dieser Welt aus dem Fenster. Dieser Moment, wenn ich verstehe, dann muss mir Satan reiten. Tschechow sagt, dass man weniger denken muss und mehr vom Herz fühlen. Vielleich hatte er Recht. Vielleicht sollen wir dem Schrei der Seele lauschen und keine fehlende Welt schaffen.

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Über den Autor

Elisa_Tork
Ich bin ein Mädchen aus der Ukraine, dem Land der ewigen Wahlen. Durch unsere Sprache zeigen wir die Weltanschauung unseres Volkes, deshalb sind wir alle verschiedene. Ich möchte meine Denkungsart ihnen auf Deutsch öffnen und ich stelle mich schon vor, wie komisch das sein wird. Vielleicht bin ich ein Griffoneur, vielleicht gefällt ihnen meine "Kunst".

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Koraline Hallo,

sehr schöner Text, den habe ich gerne gelesen.
Ich finde den Schlusssatz sehr stark!

LG
Koraline
Vor langer Zeit - Antworten
Elisa_Tork Hallo!

Danke für Deinen Kommentar!

LG
Elisa
Vor langer Zeit - Antworten
FLEURdelaCOEUR 
Ich bin zufällig auf dich gestoßen und habe noch einige andere Texte von dir gelesen. Sie alle berühren mich sehr.
Du bist eine Suchende, doch jeder wird dir etwas anderes sagen, weil jeder seine Wahrheit selbst finden muss.

"Viele Lehren sind wie eine Fensterscheibe. Durch sie sehen wir die Wahrheit, aber sie trennt uns von der Wirklichkeit."
Khalil Gibran

Ich kenne die Ukraine ein wenig, habe sie mehrmals besucht, in Sowjetzeiten und zuletzt 2009. Da gab es noch keinen Krieg, aber wirtschaftlich war sie schon pleite. Nach meiner Erfahrung sind die meisten Politiker korrupt - leider!

Ich finde es sehr interessant, ehrlich und tiefgründig, wie du schreibst, doch ich werde nicht die Zeit haben, auf deine Texte einzugehen, bin außerdem zu alt.
Wünsche dir alles Gute!

Na dobranitsch
fleur
Vor langer Zeit - Antworten
Elisa_Tork Hallo!
Danke schön für Deinen Kommentar! Ich bin einverstanden damit, was Du sagst. Jetzt sind fast alle korrupt, die eine kleine Gewalt haben. Das ist demütigend. Die Wahrheit können wir jetzt nur fühlen.
LG
Elisa
Vor langer Zeit - Antworten
Pfauenfeder Dem gibt es nicht mehr viel hinzu zu fügen!
Der Verstand sollte dazu gebraucht werden, das Herz zu verstehen.

Danke, für dies Buch!
Herzlichen Gruß von mir!
Vor langer Zeit - Antworten
Elisa_Tork Danke für das Durchlesen! :)

LG
Elisa
Vor langer Zeit - Antworten
Bleistift 
"Wo lebst du?..."
Ich denke, man muss im realen Leben
sowohl mit dem Verstand,
als auch mit dem Herzen denken...
Aber wenn Anton Tschechow, den ich übrigens als exzellenten
Schriftsteller sehr schätze sagt, dass man weniger denken,
als mehr mit dem Herzen fühlen soll, dann gebe ich ihm
von der menschlichen Seite aus gesehen völlig recht...
Denn das Herz spricht stets die deutlichere Sprache,
nämlich die Sprache der Liebe...
LG
Louis :-)
Vor langer Zeit - Antworten
Elisa_Tork Danke für Deinen Kommentar!
Ja, ich mag ihn und seine Werke. Er hat den Realismus in der Literatur auf den höchsten Punkt gehoben.
LG
Elisa :)
Vor langer Zeit - Antworten
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