Fantasy & Horror
Zwapp der Sternenzwerg - Ein Blogroman

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"Zwapp der Sternenzwerg - Ein Blogroman"
Veröffentlicht am 15. Oktober 2016, 20 Seiten
Kategorie Fantasy & Horror
© Umschlag Bildmaterial: justdd - Fotolia.com
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Bloggerin, Leseratte, Musikliebhaberin, Mutter einer zweieinhalbjährigen Zwergin, ich muss ständig etwas schreiben, es ist wie die Luft zum Atmen, ohne geht es einfach nicht!
Zwapp der Sternenzwerg - Ein Blogroman

Zwapp der Sternenzwerg - Ein Blogroman

Anmerkung

Lieber Leser,


Dies ist ein Blogroman, eine Fortsetzungsgeschichte. Ich habe dieses Projekt noch nicht lange begonnen und bin froh über jede Anmerkung, Kririk, Hilfestellung :-)

Der schwarze Kasten

Er sah sich um. Da war Wasser. Mit weißem Schaum darauf, der sich plätschernd auf und ab bewegte. Er konnte nirgendwo ein Ende sehen.


Er stand auf weichem, weißen Boden, er wusste nicht, was das war. Es schienen Millionen winzig kleiner Körner zu sein. So etwas hatte er noch nie gesehen. Er legte den Kopf in den Nacken und schaute nach oben.Weiße Fläche wohin das Auge reichte. Er hatte das Gefühl, unter einer Glasglocke zu stehen. Das war völlig verrückt: Er wusste, was eine Glasglocke war, aber nicht, wie er

hieß? Er schaute an sich herunter. Kurze Beine. Grüne Stiefel. Sie kamen ihm vertraut vor. Er hatte weiter nichts an und er war gelb. Arme hatte er auch. Er blickte an ihnen entlang. Was hielt er da in der Hand? Es war ein flacher, viereckiger Kasten. Hinten aus Metall, vorne aus Glas. Komisch, das wusste er sofort. Ebenso hatte er ja auch das Wasser erkannt. Wieso fiel ihm dann nicht ein, wer er war und, vor allem, wie er hierher gekommen war und was er hier machte? Er zuckte zusammen. Da hatte jemand geschrieen. Grell und durchdringend. Er

blickte zu Tode erschrocken umher und sah ein fliegendes weißes Wesen, das über ihm kreiste. Mutig sprach er es an: “Hallo, kannst du mir helfen?“ Das Wesen schien ihn nicht zu verstehen, es flatterte einfach weiter und antwortete nicht. Das kam ihm ungewöhnlich vor. Schon war es aus seiner Sichtweite verschwunden und er war wieder mutterseelenallein. Er schaute den Kasten in seiner Hand genauer an. Der war nicht besonders groß. An der Seite gab es offenbar zwei Knöpfe. Er drückte darauf und...der Kasten erwachte zum Leben. Das Glas erleuchtete hell und es erschienen viele

bunte quadratische Symbole. Vor Schreck hätte er den Kasten beinahe fallen lassen. Das war Magie, da war er ganz sicher. Er drückte wieder auf den Knopf. Der Kasten wurde dunkel und die Symbole verschwanden. Fassungslos starrte er das schwarze Glas an. “Bitte leuchte doch wieder,“ bat er leise, aber es half nicht. Doch als er zaghaft ein weiteres Mal auf den Knopf drückte, war der Zauber wieder da. Voller Ehrfurcht und in Bann gezogen berührte er die leuchtende Glasfläche. Im gleichen Moment, wie von

Geisterhand, verschwanden die kleinen Symbole und ein Bild mit Buchstaben erschien. Er konnte sie sogar lesen. Es schien, als verfügte er über einige Fähigkeiten. Farben erkannte er auch sofort. Er zählte die Buchstaben. es waren sechs und sie waren bunt. Das Wort ergab für ihn keinen Sinn. “Google“ stand dort. Google, wer oder was war das? Er runzelte angestrengt die Stirn, doch ihm fiel einfach nichts dazu ein. Da sah er, dass da auch noch, ganz klein, andere Wörter standen. Deutschland stand unter dem bunten Wort. Deutschland? Wieder

ein Wort das bei ihm nur Ratlosigkeit auslöste. Und darunter gab es ein Feld, auf dem ein senkrechter Strich blinkte. Daneben war eine blaue Lupe. Unten standen einige Wörter, mit denen er nichts anfangen konnte. “Nutzungsbedingungen“ etwa oder “Datenschutzerklärung“. Ratlos musterte er dieses wunderschöne magische Gerät. Plötzlich, er zuckte erneut erschrocken zusammen, entdeckte er ganz oben in einer Ecke ein winziges Bild, kaum zu erkennen. Darauf war ein kleines gelbes Wesen mit einer roten Mütze auf dem Kopf...und grünen Stiefeln! Er schaute ungläubig an sich herunter. Kein

Zweifel, es waren die gleichen Stiefel, die auch er trug. Und gelb war er auch! Instinktiv fasste er sich auf den Kopf - und hielt eine rote Mütze in der Hand! War er etwa das Wesen auf dem Bildschirm? Es kam ihm jedenfalls schmerzlich vertraut vor. Das war alles ziemlich spannend und gleichzeitig völlig verrückt. Wie hätte er denn in den Kasten gelangen können? Er hatte sicherlich den Verstand verloren. Neben dem Minibild stand: zwappderzwerg@gmail.com

Die Buchliebhaberin

Lena schlug ihr Buch zu. Sie hatte das gute Gefühl, etwas Bereicherndes gelesen zu haben. Im Kopf notierte sie sich, am Nachmittag in ihrem Lieblingsbücherladen vorbeizuschauen, um sich frischen Lesestoff zu besorgen. Sie schwang die Beine aus ihrem riesigen zwei mal zwei Meter Bett, dass sie sich aktuell nur mit ihrer kleinen Tochter teilte. Es wurde Zeit. Sie faulenzte schon viel zu lange, aber das hatte sie einfach

mal wieder gebraucht. Schnell ging sie in die Küche und räumte ihre Kaffeetasse in die Spülmaschine, wobei sie registrierte, dass diese wieder voll war. „Ich möchte mal wissen, wann wir das ganze Zeug benutzen“, dachte sie verwundert, „wir sind doch nur zu zweit!“ Kurz überlegte sie, ob es ein Fehler gewesen war, das Eßzimmer grün zu streichen. Es wirkte düster, jetzt, wo kein Tageslicht hineinfiel. Sie zuckte mit den Schultern. „Dann pinsel ich das neu“ sagte sie zu sich. Es gefiel es ihr gut, in ihren vier Wänden alles zu verschönern. Es gab nicht einen Monat, in dem es

so aussah wie vorher. Sie zog die blaue Lederjacke an. Normalerweise achtete sie immer sehr darauf, überflüssige Ausgaben zu vermeiden, gerade wenn es sich um Klamotten für sie selbst handelte, aber dieses Teil hatte sie kaufen müssen. Es war ihr wie auf den Leib geschnitten. Sie schlüpfte in ihre Chucks, schnappte sich ihre Tasche vom Haken und verließ die Wohnung. „Habe ich was vergessen?“ fragte sie sich, ihr fiel jedoch nichts ein. "Wenn es dann zu spät ist, werde ich es merken" dachte sie halb amüsiert und halb

resigniert. Sie rannte die drei Stockwerke hinunter, der Aufzug war wieder kaputt. Unten wartete ihr geliebter alter Mini Cooper auf sie. Sie hatte ihn vor vier Jahren preiswert auf EBay erstanden und liebte ihn heiß und innig, genau wie Mathilda, ihre Tochter. Sie nannte ihn “Käfer“, Lena wusste nicht warum. Für sein Alter war er top in Schuss, es hatte noch nie ein Problem gegeben. „Jetzt aber Beeilung, Lena!“ ermahnte sie sich streng, „du

kommst noch zu spät!“ Sie drehte die Musik voll auf und ließ sich von Pink beschallen, während sie, konstant etwas über dem Tempolimit, zum Kindergarten fuhr. Mathilda puzzelte gerade und schaute nicht einmal auf, als ihre Mutter den Raum betrat. Lena beobachtete sie lächelnd. Hochkonzentriert auf ihr Werk und mit roten Wangen, alles um sich herum vergessend, das war typisch für ihre Kleine. Einen Moment lang wurde sie von einer unendlichen Liebe zu diesem kleinen Wesen

übermannt. Sie war so dankbar, dass es Mathilda in ihrem Leben gab. Es herrschte Chaos seitdem, das konnte sie nicht leugnen, aber ein wunderbares, gemütliches Chaos. Ihr Kind hatte ihre Wohnung erst zu einem Zuhause gemacht. Auf dem Rückweg redete Mathilda nicht viel. Wie Lena wusste, war das kein Dauerzustand, sie brauchte nach dem Trubel tagsüber immer eine Zeit lang Ruhe. Später mutierte sie dann zum gewohnten Plappermäulchen. Lena hielt sich mit Fragen zurück. Sie würde später genug erfahren. Beim

Bücherladen hielten sie kurz an und Lena kaufte sich ein neues Buch. "Das Rosie Projekt“. Ihre Freundin Tanja hatte ihr das schon öfters empfohlen. Sie fuhren an seinem Haus vorbei. Lena überkam das alte Gefühl von Trauer und Einsamkeit. Mittlerweile siegte jedoch gelegentlich auch der Hass. Auf ihn, den Mann, der ihr komplettes Leben über den Haufen geschmissen hatte. Ob er zu Hause war? Wahrscheinlich verzockte er gerade wieder einmal alles was er besaß im

Internet. Sie würde gleich mit Mathilda spielen und kochen, wie jeden Tag. Wenn Mathilda später schlief, bliebe sicher noch liegen gebliebener Haushalt zu erledigen. Sie hoffte, dass sie danach noch nicht zu müde für ihr Vorhaben war. Beim Gedanken daran musste sie vor Vorfreude grinsen.

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Zwergenmama
Bloggerin, Leseratte, Musikliebhaberin, Mutter einer zweieinhalbjährigen Zwergin, ich muss ständig etwas schreiben, es ist wie die Luft zum Atmen, ohne geht es einfach nicht!

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