Kurzgeschichte
Die Katze in der Mikrowelle - Storybattle #23

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"Die Katze in der Mikrowelle - Storybattle #23"
Veröffentlicht am 03. August 2016, 12 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Körperlich 53, aber doch innen auch irgendwie ein bisschen Kind - manchmal auch ein bisschen arg was wohl zum Teil auch an meinen diversen Krankheiten liegt. Ich schreibe gerne Bücher um mich von der Welt ein bisschen abzulenken die ich zu einem grossen Teil nicht verstehen kann, und auch grösstenteils gar nicht will. Das führt dazu dass in meinen Büchern einerseits viel von mir zu finden ist, und doch spielen auch viele andre Elemente in ...
Die Katze in der Mikrowelle - Storybattle #23

Die Katze in der Mikrowelle - Storybattle #23

Vorwort

Die folgende Geschichte entstand im Rahmen eines Wettbewerbs auf http://www.mystorys.de . Die Geschichte darf gerne weiterverwendet werden wenn 1) Kein Geld damit verdient wird 2) Der Name der Autorin bei jeder Veröffentlichung DEUTLICH genannt wird (Susanne Weinsanto aka JeanneDarc) 3) Ich bei weitergehenden Verwendungswünschen VORHER gefragt

werde. Das Bild stammt von Pixabay und darf laut dortiger Lizenzinfo für kommerzielle und nichtkommerzielle Projekte kostenfrei verwendet werden.

Die KAtze in der Mikrowelle

Endlich waren sie weg. Endlich.“ Das waren die einzigen Gedanken. die die Katze Mio noch hatte. Sie hatte sich extra versteckt, damit die Familie, die sie eigentlich immer durchfütterte, dachte dass sie weggelaufen wäre. Sie hatte nun einmal, wie alle Katzen, ihren eigenen Kopf und es gefiel ihr ganz und gar nicht, immer einem Wollknäul hinterherzurennen.


Es machte den beiden Kindern der Familie, Chantal und Kevin zwar offensichtlich großen Spaß, aber ihr eben nicht. Sie machte es nur, damit sie sich abends auf den Schoss von

Chantal legen durfte. Sie wusste, wenn sie nicht mit Chantal, und dem Wollknaeul spielte, dann durfte sie auch nicht auf den Schoss.

Dieses von Chantal gekrault werden würde ihr wahrscheinlich die nächsten zwei Wochen sehr fehlen, doch andererseits .... endlich hatte sie sturmfreie Bude. Sie konnte endlich jede Ecke der Wohnung aufsuchen, ohne dass sie von irgendjemandem verscheucht wurde. Und wenn die Familie mit den beiden Erwachsenen und den beiden Kindern da war, wurde sie so oft von ihren Plätzen verscheucht, dass sie sich manchmal fragte, ob sie überhaupt willkommen war. Wenn die Familie beim Mittagessen war und sie dann auf den Tisch sprang wurde sie sofort

vertrieben. Die Frau des Hauses hatte extra einen Wasserzerstäuber gekauft, mit dem sie dann angesprüht wurde. Brr, nein, das war gar nicht schön. Genauso erging es ihr, wenn sie auf den Schränken oder auf der Fensterbank herumlief. Gerade bei offenem Fenster lief sie da doch so gerne herum. Und wie sollte sie denn die herrliche Aussicht auf die Berge genießen, wenn nicht in dem sie auf die Fensterbank sprang.

Je mehr sie darüber nachdachte, um so sicherer war sie sich, dass es gut war sich in der Mikrowelle zu verstecken. Wer suchte schon nach einer Katze in der Mikrowelle? Nur kurz vor der Abreise der Familie bekam sie doch noch einmal ein bisschen Panik, als

der Sohn plötzlich Hunger bekam und die Frau des Hauses fragte, ob sie etwas in der Mikrowelle warm machen soll. Zum Glück entschied sich Kevin aber für ein Marmeladebrot mit selbstgekochter Brombeermarmelade von seiner Oma. Da hörte Mio das Auto der Familie und jetzt wusste sie, die waren erst einmal weg. Sie hatten die Suche nach ihr aufgegeben und dachten wahrscheinlich, dass sie davon gelaufen wäre. Und jetzt war ihnen der Urlaub wichtiger. Mio sprang als erstes auf die Fensterbank und schaute einige Zeit gedankenverloren die Berge an und fragte sich, ob die Familie bei

der sie wohnte, vielleicht in diese Berge gefahren war.


Nachdem sie einige Zeit auf der Fensterbank gelegen hatte, entschloss sie sich, ein paar Fitnessübungen zu machen. Sie sprang immer wieder vom Küchentisch auf den Schrank und wieder vom Schrank auf den Küchentisch. Einmal schmiss sie dabei eine Vase um die auf dem Tisch stand. Das musste sie sich noch überlegen, wie sie das der Familie erklären konnte, wenn diese zurückkamen. Diese wussten ja nicht einmal, dass sie hier war, und selbst wenn sie wieder da waren, würde sie nicht mit ihnen sprechen können. „Egal“, dachte Mio, nachdem sie 30

mal hinauf und wieder hinunter gesprungen war. Jetzt musste sie mal ganz dringend da hin, wo, wie die Menschen sagte, auch der Kaiser zu Fuß hingeht. Sie hatte dort ein richtig tolles Katzenklo, auf dass sie auch sehr gerne ging. Als sie es sich auf dem Katzenklo bequem gemacht hatte, hörte sie seltsame, etwas kratzende Geräusche, die direkt aus der Toilette zu kommen schienen. Mio wurde neugiert und schaute nach und erblickte ein seltsames Wesen, das scheinbar nur aus einem Kopf und einem Schwanz bestand. So etwas hatte sie noch nie gesehen.

Da Mio aber keine Angst hatte, ging sie näher an dieses seltsame Wesen, doch das hätte sie mal lieber nicht getan.


In Sekundenschnelle war das Maul dieses seltsamen Tieres mindestens 4 mal so groß und mit einem Haps verschlang es die Katze. Die Schlange, denn das war dieses für Mio seltsame Tier, dachte noch: „Hm, Katzen sind auch lecker“ und verschwand wieder so schnell in der Toilette, wie es gekommen war.


Als die Familie zurückkam, wunderten sie sich über die kaputte Vase. Sie fanden allerdings

keine Erklärung dafür. Und sonst war alles genau wie vor dem Urlaub. Die Katze fehlte, und sie war trotz intensiver Suche mit Steckbriefen bis heute nicht aufgetaucht. Die Seele der Katze schaute aus dem Himmel herunter auf die Familie und dachte nur: „Ach, hätte ich mich doch nur nicht in der Mikrowelle versteckt, vielleicht wäre ich dann noch am Leben...“

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Hörbuch

Über den Autor

JeanneDarc
Körperlich 53, aber doch innen auch irgendwie ein bisschen Kind - manchmal auch ein bisschen arg was wohl zum Teil auch an meinen diversen Krankheiten liegt.
Ich schreibe gerne Bücher um mich von der Welt ein bisschen abzulenken die ich zu einem grossen Teil nicht verstehen kann, und auch grösstenteils gar nicht will.
Das führt dazu dass in meinen Büchern einerseits viel von mir zu finden ist, und doch spielen auch viele andre Elemente in meine Bücher mit rein.

Ich bin mittlerweile in einigen Anthologien vertreten, daher zieht es mich auch nicht runter, wenn jemand meine Geschichten mal nicht mag. Geschmäcker sind nun einmal verschieden. Und wenn sie niemandem gefallen würden, hätten es nicht einige Geschichten von mir in Bücher hinein geschafft


Ausser Bücher schreiben spiele ich Keyboard, und habe so einiges an Handpuppen.
auch auf meinem Profilbild ist normalerweise eines zu sehen.


und zum schluss noch was mich inspiriert : Eigentlich das Leben und was in diesem so passiert,
das kann manchmal ein Lied sein oder ein Erlebnis, oder auch ganz was anderes...
Beim Schreiben mag ich gerne Country Music (Classic Country) während ich sonst mehr Liedermacherinnen höre wie z.b. mein muskalisches Idol Juliane Werding.
Ich bin gerade sehr stolz darüber dass ich im Keyboardunterricht nach gerade mal 1 Jahr mich nun erstmals an einem Lied von meinem Idol versuchen darf.
Was die schriftstellerischen Erfolge angeht - nunja - der eine oder andre Wettbewerb wurde mitgemacht und das beste was ich erringen konnte war ein 2.Platz (nicht hier auf mystorys) schaun wir mal wie sich mein Leben weiter entwickelt, obwohl, es ist eigentlich nicht ganz, aber fast, egal, denn das Leben schreibt die besten Bücher, ich schmücke sie nur aus und schreibe sie dann auf
Meine Vitag im Net Verlag: http://www.net-verlag.de/weinsanto-susanne.html

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Phil_Humor 'ne Pussy und 'ne Riesen-Schlange. Na, da hätte Freud einiges zu sagen.

Vielleicht hätte ihr der Urlaub gutgetan? Die Gründe für ihre Reserviertheit - sie bevorzugt das eigene Revier?
Vor langer Zeit - Antworten
Kornblume Na, das ist ja der absolute Horror.Der Schlag würde mich trfeffen wenn aus meiner Toilette eine Schlange kriechen würde .Ich finde schon Regenwürmer eklig. Werd wohl heute Nacht nicht schlafen können. Schlangen sind für mich das Schlimmste was mir passieren könnte.
Gruselige Grüße schickt die Kornblume
Vor langer Zeit - Antworten
Andyhank Da möchte ich aber nicht aufs Klo gehen müssen, wobei - falls sie an der richtigen Stelle zupackt, vielleicht gefällt es ja sogar ... :D
Vor langer Zeit - Antworten
trixi1303 Die arme Katze
Vor langer Zeit - Antworten
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