Romane & Erzählungen
Stark - nur für mich - Eine Fanfiktion Geschichte

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"Iron Man"
Veröffentlicht am 18. Juli 2016, 1824 Seiten
Kategorie Romane & Erzählungen
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Aufgewachsen mit Pippi Langstrumpf und Pferdegeschichten, ging ich später mit Miss Marple und Sherlock Holmes auf Verbrecherjagd. Die Bücher der Stadtbibliothek waren vor mir nicht sicher, bis ich mir selbst eine zulegte. Und auch heute noch ziehen monatlich neue Bücher bei mir ein. Ich habe meine Hobbys zum Beruf gemacht, als ich zunächst Pädagogin und später Journalistin wurde. Nun veröffentliche ich meine eigenen Geschichten um die Welt an ...
Iron Man

Stark - nur für mich - Eine Fanfiktion Geschichte

inhalt

Ich arbeite und genieße das Leben in einer der tollsten Städte der Welt - New York. Alles ist toll, bis zu dem Moment als ich in einen Terroristischen Anschlag gerate und vom narzisstischsten Superhelden der Welt gerettet werde. Von nun an ist nichts mehr wie es mal war. Ich habe eine Playlist mit den Liedern die mich zu der Geschichte inspiriert haben zusammen gestellt : ⦁ Robert Downey jr. - Every breath you

take ⦁ Rod Stewart & Amy Belle - I don't want to talk about it ⦁ Vonda Shepard - What becomes of the brokenhearted ⦁ Vonda Shepard & Rod Stewart - This old Heart of mine ⦁ Bonnie Tyler - I need a Hero ⦁ Robert Downey jr. - Broken ⦁ Robert Downey jr. - Snakes ⦁ Robert Downey jr. - Your move - give a Peace a Chance ⦁ Robert Downey jr. - In my Dreams ⦁ Al Green - How can you mend a broken Heart ⦁ Dana Winner - Try to remember ⦁ Robert Downey jr. (Elton John) - I

want Love ⦁ Gloria Gaynor - I will Survive ⦁ Vonda Shepard - And i love you so ⦁ Vonda Shepard - For once in my LIfe ⦁ The Weather Girls - It's raining Men ⦁ David Bowie - Starman ⦁ Shania Twain - You'r still the one ⦁ Jennifer Rush - Power of Love ⦁ Roxett (Pretty Woman) - It must have been Love ⦁ Righteous Brothers - Unchained Melody ⦁ Berlin - Take my breath Away (dieses Lied brachte mir die Idee zu dem Buch) ⦁ Glenn Mederios - Nothing gonna change my love for

you ⦁ Doodley Wilson (Theme Song von Casablanca) - As Time goes by ⦁ Foreigner - I want to know what love is ⦁ Irene Cara - What a Feeling ⦁ Queen - Don't stop me now ⦁ Tylor Swift - Shake it off ⦁ Whitney Houston - I will alway love you ⦁ Stevie Wonder - I just call to love you ⦁ Elton John - Sacrifice ⦁ Louis Armstrong - What a wounderful World ⦁ Norman Greenbaum - Spirit in the

Sky ⦁ Blue Swede - Hooked on a Feeling ⦁ Redbone - Come and get your Love ⦁ The Drifters - Save the last Dance for me ⦁ Münchner Freiheit - Ohne dich ⦁ Bruce Springsteen - Streets of Philadelph

Explosion

Der Tag begann wie jeder andere Tag auch, ich fuhr zur Arbeit. Ich zwängte mich mit sehr vielen anderen gestressten Leuten auch in die ohnehin schon überfüllte U-Bahn und fuhr in die City von New York. Direkt neben der Lücke wo bis 2011 das berühmte World Trade Center stand, hat der Verlag bei dem ich arbeite seinen Hauptsitz. Dann gab es noch die Druckerei, doch die war woanders. Ich betrete das aus Glas und Stahl bestehende Gebäude und zückte meine Karte. Diese zog ich durch einen Schlitz neben der Drehtür, ging hindurch und geradewegs zum Fahrstuhl. David, mein übereifriger Kollege, stand ebenfalls da und wartete. "Morgen Susan. Na, gut geschlafen?" fragte er freundlich. Ich schenkte ihm ein zuckersüßes Lächeln und antwortete "Aber sicher doch David."

"Und hast du heute viel zu erledigen?" Und ohne meine Antwort abzuwarten plapperte er froh drauf los "Also ich ja. Ich muss heute etliche Artikel Korrektur lesen, muss Fotos sichten und dann ist da noch die Homestory von Stark die ich machen soll. Ich habe gar keine Zeit für so ein Mist." Er redete und redete. Ich hörte schon kaum noch zu. Früh am Morgen bin ich nicht bereit für so viel Input. Doch bei dem Namen Stark horche ich auf. "Stark. Ist das nicht der Typ der früher mal in Waffen machte, sich nun aber davon distanziert hat und jetzt was in erneuerbare Energien macht? " "Ja genau der. Der Boss will eine Homestory in dem Boulevard Teil und eine Reportage über sein Tun im Wirtschaftsteil." erklärt David. "Okay. Und du hast keine Zeit dafür?" hake ich nach. "Nein. Interessierst du dich dafür?" David

schaut mich forschend an "Es gibt kein Rohmaterial. Es müsste also noch ein Interview gemacht werden." Ich bin noch ganz neu in der Branche. Noch habe ich kein Interview geführt. Zumindest noch keines mit einer so wichtigen Persönlichkeit. Aber das war mir egal. Ich würde das schon hinbekommen. Auf den Mund gefallen war ich schließlich nicht. Tony Stark interessiert mich schon lange - als Mann. Und das war meine Chance. "Ich schlage es mal dem Boss vor." sagte David. Der Fahrstuhl hielt in der 7 Etage. Zeit für mich auszusteigen. David fuhr noch weiter. Bevor sich die Tür schloss hob er noch beide Daumen um mir Mut zu signalisieren. Ich lächelte, drehte mich um, reckte die Faust in die Luft und zog sie ruckartig zurück. "Jeah! Das wäre so klasse!" rief ich erfreut. Gut gelaunt ging ich zu meinem Büro, schloss die Tür auf und betrat den Raum.

Genau da passierte es, eine Druckwelle riss mich von den Füßen und ich wurde zurück geschleudert. Ich knallte mit dem Rücken an die gegenüberliegende Wand im Flur, rutschte an dieser herunter und blieb für einige Sekunden benommen liegen. Sirenen ertönten, Menschen schrien, es qualmte, die Alarmanlage surrte Ohrenbetäubend. Ich hievte mich hoch, kam wackelig zum stehen. Meine High Heels waren nicht gerade das passende Schuhwerk um über Schutt, Möbelreste und leider auch Leichen zu stolpern. Ich sah einen männlichen Arm abgetrennt vom Körper im Flur liegen. Ich musste würgen, presste mir die Hand vor den Mund. Rasch lief ich weiter, zur Tür die zum Treppenhaus führt. Was war bloß passiert? Ich kam am Großraumbüro vorbei wo eigentlich um diese Zeit geschäftiges Treiben herrschte. Heute herrschte hier nur Chaos. Leichen und

Verletzte überall. Es musste ein Bombenanschlag gegeben haben. Ich sah eine Frau sich gerade aufrappeln doch sie rutschte immer wieder weg. Ihr Fuß oder ihr Bein schien verletzt zu sein. Ich lief zu ihr, stützte sie und lief langsam mit ihr in den Flur zurück. "Danke sehr!" sagte sie und klang aufrichtig dankbar. Ich lächelte und sagte "Aber sicher doch. Kommen Sie, wir müssen ins Treppenhaus, raus hier. Wer weiß was passiert ist?" "Ich habe es gesehen. Es gab eine Explosion im Haus nebenan, die Druckwelle war so gewaltig das es uns hier ebenso erwischt hat." "Wirklich? Scheiße!" entfuhr es mir. Wir schlurften zu der Tür, ich stieß sie auf und wir begannen unseren Treppenabstieg. Es würde eine Weile dauern. Es ist zwar nur der 7. Stock, doch mit einer verletzten Person dauert es doppelt so lang. Ab und an rannten Kollegen an uns vorbei in

die rettende Freiheit. Dann kamen Feuerwehrleute die Treppe hoch gelaufen, sie beachteten uns gar nicht. Im 2. Stock angekommen, ging plötzlich ein Ruck durch das Gebäude, es knallte laut und dann begannen Wände einzustürzen. Die Frau an meiner Seite schrie "Lass mich hier. Renn! Bring dich in Sicherheit!" Doch ich schüttelte den Kopf, riss sie mit mir, immer weiter die Treppe hinab. Schutt fiel uns vor die Füße, Wände stürzten noch immer ein. Gerade als ein großes Stück Beton von oben auf uns herabstürzte, flog etwas herbei, hielt seine Hand vorgestreckt und ein gleißend helles Licht zerschmetterte den Brocken Beton in Pulver. Ich deckte meine Augen mit meinem Arm ab um nichts in die Augen zu bekommen. Da wurde ich plötzlich gegriffen und in die Luft gehoben. Ich schrie vor Überraschung laut auf. "Keine Angst Miss. Alles wird gut. Sie sind in Sicherheit." sagte eine beruhigend sexy klingende männliche

Stimme. Ich öffnete die Augen und fand mich in den metallenen Armen von IRON MAN wieder. Er flog mit meiner verletzten Kollegin und mir ins Freie. Sie war ohnmächtig und bekam nichts von alledem mit. Draußen setzte er uns sanft auf dem Boden vor einem Rettungswagen ab, sagte "Ich hoffe es geht Ihnen gut, Miss!" Und weg war er wieder. "Danke sehr." flüsterte ich ihm noch hinterher. Ironman hatte mich gerettet und wie jeder andere wusste ich natürlich wer ER war. Tony Stark.

Der Tag danach

Als ich aufwachte fand ich mich in einem der Rettungswagen wieder. Ich muss ohnmächtig geworden sein. "Da sind Sie ja wieder, Miss." Eine junge Ärztin oder Rettungsassistentin sprach mich freundlich an während sie ihre Hand mir vertrauenswürdig auf meine Schulter legte. "Wie fühlen Sie sich?" "Schlapp. Müde. Zerschunden." gab ich knapp zurück. "Das glaube ich gern. Aber Sie haben noch Glück gehabt. "Ich weiß, ich weiß. Ich habe es gesehen." flüsterte ich und musste wieder würgen bei dem Gedanken an die Leichen. "Was. Was ist denn eigentlich geschehen?" stammele ich. "Ein Terroristischer Anschlag im Haus nebenan." "Wie geht es der Frau die bei mir war? Er hat

uns beide gerettet." frage ich. "Oh ja. Iron Man hat sie beide zu uns gebracht. Die junge Frau ist im Wagen vor uns. Sie ist aber nur leicht verletzt. Danken Sie dem Helden der Stunde. Ohne Ironman wären Sie jetzt genau so begraben wie Ihre Kollegen." "Wieso begraben?" frage ich und ahne Schlimmes. "Das Gebäude ist zusammen gestürzt. Kurz nachdem er sie heraus geflogen hat. Etliche sind dabei ums Leben gekommen. Wie viele kann man natürlich noch nicht sagen." erklärt sie. Ich höre kaum noch zu, musste immerzu an all die Leute denken die meine Kollegen und Freunde waren und die nun Tod waren. Die Ärzte im Krankenhaus bestanden darauf mich über Nacht zur Beobachtung da zu behalten. Ich gab mich geschlagen. Das Angebot der Krankenschwester mir mit Medikamenten

etwas Linderung zu verschaffen nahm ich gerne an und so dämmerte ich in meinem Krankenhausbett im Halbschlaf vor mich hin. Ich wollte nur vergessen. Ich brauchte Ablenkung. Man hatte meine beste Freundin angerufen, sie von meiner Situation unterrichtet und sie angewiesen mir einige Sachen ins Krankenhaus zu bringen. Belle stürzte in mein Zimmer herein ohne anzuklopfen und stürmte auf mich zu. Sie umarmte mich und drückte mich an sich. "Oh man, Susan, ich bin ja so froh dich noch zu haben!" schlurchzte sie. "Ich habe es im Fernsehen gesehen. Furchtbar! Das Haus ist völlig weg. Einfach weg. Das daneben auch." plapperte sie. Ich nickte, ich wusste es bereits. Kurz hatte ich die wahnwitzige Idee den Fernseher einzuschalten. Doch die Bilder wirkten so erdrückend auf mich, dass ich gleich wieder

abschaltete. "Wie bist du da bloß raus gekommen?" fragte sie, setzte sich auf die Bettkante und schaute mich abwartend an. Also erzählte ich ihr alles. Auch von ihm - Ironman. "Das ist ja fantastisch! Und, wie ist er so? Stark? Aber sicher ist er stark. " Belle kicherte wie ein kleines Mädchen "Schließlich ist sein Name Programm." "Ach Belle. Aber ja, er ist stark. Und seine Stimme...." Meine Gedanken flogen wieder zu dem Moment als er zu mir flog und uns rettete. Belle schnipste mit dem Finger vor meinem Gesicht "Erde an Susan. Hallo." Ich schüttelte den Kopf um ihn wieder frei zu bekommen. "Dich hat es wohl sehr erwischt, was?" schlussfolgerte sie. "Ach quatsch. Ich bin nur dankbar." wiegle ich ab "Aber sexy ist er schon, das gebe ich gerne

zu." "Mega sexy. Und er ist Single." klärte sie mich auf. Ich musste lachen "Das ist ja schön und gut. Da können sich die super schlanken, super gut aussehenden Promifrauen ja noch Hoffnung machen. Eine Normalsterbliche wie ich kommt nie an einen Promi ran." sagte ich traurig. "Ach komm. Nur nicht die Hoffnung aufgeben, Süße! Immerhin hast du schon einmal in seinen Armen gelegen." Belle versuchte mich aufzumuntern. Wir unterhielten uns noch bis die Schwester das Abendessen brachte. Belle verabschiedete sich und ich aß brav mein Essen. Ich hatte einen Mordshunger. Am nächsten Tag, nach der Arztvisite wurde ich entlassen. Belle holte mich ab und wir fuhren mit einem Taxi nach Hause.

Zu Hause - das war eine gemütliche 2 Zimmer Wohnung in Manhattan. Nur mit der Unterstützung unserer Eltern konnten wir uns diese Wohnung in New York leisten. Die Mieten waren purer Wucher. Unsere Gehälter als Sekretärin und als Journalistin reichten da nicht weit. Ich ging zu aller erst mal duschen. Belle rief durch die geschlossene Tür "Ich besorge uns was zu essen. Wir haben nichts da. Ich bin gleich zurück, Süße." Ich hörte die Haustür ins Schloss fallen. Das warme Wasser prasselte auf meine Haut, wärmte mich. Ich konnte spüren wie sich meine Muskeln entspannten. Meine Haare seifte ich mit meinem herrlich nach Honig duftenden Shampoo ein. Ich gab mir selbst eine Kopfmassage. Plötzlich klingelte das Telefon. "Na toll! Ausgerechnet jetzt. Ach, ich lasse es klingeln." dachte ich und duschte in aller Ruhe

weiter. Doch das Telefon gab keine Ruhe und klingelte immer weiter. Schließlich hielt ich es vor Neugier nicht mehr aus, stieg aus der Dusche, rannte aus dem Badezimmer zum Telefon und ging ran. "Walters. Hallo?" rief ich ins Telefon. "Potts hier. Ich bin die persönliche Assistentin von Mister Stark." Mir sank das Herz in die nicht vorhandene Hose. Was wollte sie von mir? "Und?" brachte ich nur hervor. "Mister Stark möchte Sie gerne zum Essen einladen." sagte sie gerade heraus und fügt dann noch hinzu "Ich soll Ihnen auch seine ausdrückliche Freude darüber das Sie die Einladung annehmen ausdrücken." erklärte Miss Potts. Ach, er ist sich aber seiner Sache sehr sicher. Aber Tony Stark weiß eben ganz genau welche

Wirkung er auf den weiblichen Teil der Bevölkerung hat. "Mister Stark möchte mich zum Essen einladen? Na klar. Was ist das hier? Eine Fernsehshow?" fragte ich ungläubig. "Was seine genauen Beweggründe sind müssten Sie ihn schon selbst fragen, Miss Walters. Ich führe nur Befehle aus." "Na gut, angenommen ich willige ein, Wann und wo?" "Sie werden abgeholt. Um 18 Uhr 30. Sie werden im Stark Tower essen. Auf wiedersehen Miss Walters." sagte Miss Potts und legte auf. Da stand ich nun, patschnass, der Schaum lief mir in die Augen, mitten im Flur. Ich konnte nicht glauben was gerade geschehen war. In diesem Moment kam Belle nach Hause und starrte mich an. "Was ist los?" fragte sie und ihr Blick lies ahnen das sie mit dem schlimmsten rechnete.

"Du glaubst nicht was gerade passiert ist?" stieß ich hervor. Ich setzte mich auf den Stuhl der neben dem Tischchen stand auf dem das Telefon lag. Belle kniete sich vor mich, die Hände auf meinen Knien und sah mir ins Gesicht. "Gerade rief Miss Potts an." Belles Blick war fragend. "Miss Potts ist Mister Starks persönliche Assistentin." klärte ich sie auf. "Ist Mister Starks persönliche Assistentin." flüsterte sie wie ein Mantra mir nach. "Was?" kreischte sie so plötzlich das ich zusammen fuhr. "Himmel noch eins, Belle." herrschte ich sie an. "Erzähl! Was wollte sie von dir?" drängte sie in mich.

"Sie überbrachte mir Mister Starks Bitte mich zum Abendessen einzuladen." Belle nickte und man konnte in ihrem Gesicht perfekt ablesen wie es in ihr arbeitete und als der Groschen fiel. "WAS??? Mister Stark will mit dir essen gehen?" kreischte sie als die Info gänzlich von ihr verarbeitet worden war. Ich nickte zur Bestätigung. "Und da sitzt du hier noch rum? Los mach dich fertig!" Sie sprang auf, hielt dann doch noch einmal inne "Moment. Wann triffst du dich mit ihm?" "18 Uhr 30. Ich werde abgeholt." "Oh gut. Dann haben wir ja noch ein wenig Zeit. Komm schon. Ab ins Bad!" Ich tat wie mir geheißen und ging ins Badezimmer. Später aßen wir erst einmal das von Belle

mitgebrachte Essen. Leckeres, scharfes Indisches Tandori Chicken hat sie eingekauft. Es schmeckte herrlich. Nachdem wir satt waren gingen wir in mein Zimmer und begutachteten meinen Kleiderschrank. Er war voll, das schon ja, aber wie immer hatte ich trotzdem nichts passendes anzuziehen. "Moment. Ich schaue bei mir mal nach." sagte Belle und war schon verschwunden. Kurz darauf betrat sie mit zwei langen Kleidern auf Bügeln wieder mein Zimmer. Ich stellte mich vor meinen Spiegel und sie hielt mir zuerst ein bodenlanges smaragdgrünes Kleid mit tiefen Rückenausschnitt vor. Es passte hervorragend zu meinem roten Haar. "Perfekt. Wir brauchen gar nicht mehr zu suchen. Zieh es an! " befahl sie. Ich ließ den flauschigen Bademantel den ich bisher an hatte einfach zu Boden fallen und Belle half mir das grüne Kleid über meinen

Kopf zu ziehen. Es fiel in sanften Wellen zu Boden, schmiegte sich weich um meine Rundungen. Ich war nicht so schlank wie Belle aber wohl proportioniert fand ich. Belle hatte früher einige Pfunde mehr auf der Hüfte, doch mit Sport und einer Ernährungsumstellung hat sie einiges abgenommen. Dieses Kleid musste aus der Zeit davor stammen. Belle schminkte mich noch und kämmte mir mein Haar. Anschließend musterte sie mich und sagte bewundernd "Du siehst super aus!" Und sie hat Recht! Die grüne Farbe harmonierte so gut mit meinem roten Haar. Dieses fiel in sanften Wellen über meine Schultern. In diesem Moment mochte ich meine Welligen Haare. Sonst wünschte ich sie mir eher glatt. Belle hatte mich dezent geschminkt. Ich bin an dir interessiert, aber nicht zu sehr, deshalb habe ich mich nicht zu viel in Schale geschmissen, signalisierte mein Aussehen.

Ich war zufrieden. Mir blieb noch Zeit einen Kaffee zu trinken bis es pünktlich halb sieben an der Tür klingelte. Ich ging an den Türöffner "Hallo." flötete ich. "Miss Walters? Ich bin hier um Sie abzuholen." erklärte mir eine tiefe männliche Stimme. "Ich komme sofort." rief ich und drehte mich zu Belle um. Jetzt bekam ich doch weiche Knie. "Belle. Ich hab Angst." gab ich zu. "Ach quatsch. Miss Walters, Sie reißen sich jetzt gefälligst zusammen und wickeln diesen Mann um den Finger. Hier nimm!" sagte sie und reichte mir ein Kaugummi. "Aber vergiss nicht ihn wieder raus zunehmen bevor ihr rumknutscht." Belle zwinkerte mir zu. Ich boxte sie freundschaftlich in die Seite nahm den Kaugummi aber dennoch. Sie drückte mir noch eine goldene Clutch in die Hand, schob mich zur Tür heraus und warf diese hinter mir ins

Schloss . Da stand ich nun. "Los geht's Susan!" machte ich mir selbst Mut. Ich straffte die Schultern und lief los Richtung Fahrstuhl. Unten angekommen empfing mich ein Breitschultiger Mann im dunkel grauen Anzug. "Miss Walters?" Ich nickte zur Bestätigung. "Folgen Sie mir bitte!" fügte er nun hinzu. Das tat ich. Er hielt mir die Tür auf und ließ mich zuerst durch treten. Draußen stand geparkt am Gehsteigrand eine schwarze Limousine. Der Mann öffnete schwungvoll die hintere Wagentür und deutete mir einzusteigen. Ich warf noch einen letzten Blick hoch zu unserem Fenster. Da stand Belle und winkte mir zu. Sie drückte mir die Daumen. Ich winkte zu ihr hoch und stieg nun endlich ein. Der Mann warf die Tür zu, ging um den Wagen herum und stieg nun ebenfalls ins Auto.

Sogleich fuhr der Wagen los.

stark tower

Als wir vor dem Gebäude mit den riesigen Buchstaben am Dach hielten wusste ich das der Mann der mich abgeholt hatte Happy hieß. Zumindest wurde er so genannt. Bestimmt wegen seiner lustigen Art, vermutete ich. Am Ende der Fahr jedenfalls war meine Nervosität verschwunden und ich war einfach nur noch Happy. Er öffnete mir die Tür so das ich aussteigen konnte. Ich sah an dem gewaltigem Gebäude hinauf und schon war sie doch wieder da - die Nervosität. Die Fensterscheiben glänzten in der Abendsonne. "Miss!" rief Happy. Ich ging zu ihm und gemeinsam betraten wir die Empfangshalle. Es herrscht geschäftiges Treiben. Sicher waren die Leute auf dem Nachhauseweg. Es gab einen Empfangstresen, drei Fahrstühle, eine Bar,

daneben einige Sitzgelegenheiten. Happy geleitete mich zu einem der Fahrstühle und drückte den Knopf. "Mister Stark erwartet Sie im Penthouse." erklärte er. "Ich bringe Sie hinauf." Ich nickte sagte aber nichts. Die Nervosität schnürte mir die Kehle zu. "Reiß dich mal zusammen Susan!" wies ich mich selbst zurecht "Du bist Journalistin. Wenn du das Interview mit ihm gemacht hättest wärst du ihm ja auch begegnet." Der Fahrstuhl kündigte sein Dasein mit einem leisten Pling an, die Türen glitten auseinander und wir traten ein. Happy drückte den Knopf für die zwanzigste Etage und schon fuhr der Fahrstuhl geräuschlos nach oben. Ich summte leise vor mich hin. Happy bemerkte es natürlich und flüstert "Keine Angst, Miss! Mister Stark ist ganz in Ordnung." Er lächelt mich an. Ich kann nicht anders als das Lächeln zu erwidern.

Schon sind wir im 20. Stock angekommen und mit einem erneuten Pling öffnet sich die Tür. Happy verlässt den Fahrstuhl nicht deutet mir aber auszusteigen. Er hält den Daumen in die Höhe und schon schließt sich die Tür und ich bin allein. Ich drehe mich um und erstarre. Da steht er schon. Tony Stark. Er trägt einen dunkelblauen Dreiteiler, ohne Krawatte und der oberste Knopf vom blütenweißen Hemd ist auch offen. Mir verschlägt es dir Sprache. "Hi Miss Walters." begrüßt er mich. Ich löse mich aus der Starre und gehe auf ihn zu, nehme seine ausgestreckte Hand und schüttle sie. "Mister Stark. Sie verdrehen alles. Eigentlich hätte ich mich bei Ihnen mit einem Abendessen für meine Rettung bedanken müssen." sage ich

und schenke ihm ein strahlendes Lächeln. "Wir wissen beide, dass es dazu nie gekommen wäre." gibt er schlicht zur Antwort. Ich bin irritiert und sehe wohl auch so aus. Aber er hat ja recht, wäre ich zu ihm gekommen und hätte um ein persönliches Treffen gebeten, hätte er diesem nie zugestimmt. "Wie gut das ich so umsichtig bin." ruft er strahlend. Ich lächle erneut. Tony nimmt mich am Arm und geleitet mich in den Wohnbereich. Sobald wir diesen betreten ändert sich die Beleuchtung in dunkel orange. Was dem Raum etwas gemütliches, privates gibt. Ein Feuer prasselt im Kamin - oh wie romantisch. Ein Tisch ist für zwei eingedeckt, es duftet nach leckerem Essen - oh wie lecker. Tony bringt mich zum Tisch, zieht einen Stuhl zurück so das ich mich setzen kann. Sobald ich

sitze geht er zum anderen Ende des Tisches und nimmt ebenfalls Platz. "Mister Stark, das ist ja toll!" lobe ich ihn. Er grinst diabolisch. "Ja nicht wahr? Es ist nur leider nicht mein Verdienst. J.A.R.V.I.S. und Miss Potts haben mich dabei unterstützt. Ich nicke, obwohl ich keine Ahnung habe von was er da redet. "Lassen Sie es sich schmecken, Susan!" Nach einer kurzen Pause fügt er hinzu "Ich darf Sie doch Susan nennen?" "Sehr gern, wenn ich Sie auch Tony nennen darf." Das war frech von mir, doch er ist es ebenso. "Gern!" kommt seine knappe Antwort und ein anzügliches Grinsen. Wir beginnen schweigend zu essen. Es gibt Steak, Kroketten und Salat. Nicht besonders romantisch aber lecker. Mein Lieblingsgericht. Woher wusste er das nur?

"Und, was machen Sie so Susan?" fragt er nach einer Weile. Wenn er mein Lieblingsessen herausbekommen hat, dann wusste er auch was ich beruflich mache. Doch ich spielte mit um das Gespräch am laufen zu halten. "Ich bin Journalistin. Im Bereich Wissenschaft. Lange bin ich allerdings noch nicht dabei." "Ihr Englisch ist gut, aber Sie kommen nicht aus Amerika oder?" Ich schüttle den Kopf "Nein. Mein Vater ist Amerikaner. Meine Eltern lernten sich bei einer Kreuzfahrt kennen und zogen dann gemeinsam nach England wo sie gemeinsam eine IT Firma gründeten und noch bis heute leiten." plauderte ich. Auch diese Informationen waren ihm sicher nicht neu. Tony hörte mir dennoch aufmerksam zu, nickte dann und wann und als wir mit dem Essen fertig waren gingen wir zu einer Couch

die vor dem Kamin stand. Draußen war es mittlerweile dunkel geworden. Ich stellte mich an eines der Bodentiefen Fenster und schaute hinaus. Unter uns glitzerten die Lichter der Stadt. "Wunderschön." entfuhr es mir. "Ja schon. Früher sah ich es ebenso wie Sie. Mittlerweile bin ich abgestumpft. Ich wohne schon zu lange hier als das ich die Aussicht romantisch finden könnte." erklärt er und schaut gelangweilt aus dem Fenster. "Das ist schade Mister Stark. Es ist doch wunderschön." sagte ich träumerisch. "Tony." sagt er knapp. Ich sehe ihn verwirrt an. "Wir waren bei Du, Susan." erklärt er lächelnd und reicht mir ein Glas Champagner. "Natürlich. Tony." Ich drehe mich um, nehme

das angebotene Glas und setze mich auf die Couch. Tony setzt sich zu mir. Er war mir so nah das ich seine Körperwärme spüren konnte. Er stellt sein Glas auf den Boden vor sich und sah mich fest an. Ich schluckte. Da war sie wieder die Nervosität. Ich wusste Tony Stark war ein Playboy, Frauen konnten ihm nicht widerstehen. Doch ich wollte eigentlich keine von vielen sein. Aber ich konnte mich ihm nicht entziehen. Seine Aura war so stark, so besitzergreifend, so fordernd. "Mister Stark ich möchte Sie darauf hinweisen das der Puls der jungen Dame beunruhigend hoch ist." schallte eine Stimme wie aus dem Nichts. Ich erschrak und fuhr zusammen. Tony verdreht die Augen und ruft in den Raum hinein "Das dachte ich mir schon. Das ist eine völlig normale Reaktion der Frauen in meiner Gegenwart."

Wie bitte? Für wen hält er sich? Klar, er war sexy und heiß und super und... Aber ich bin kein Dummchen das mit ihm gleich in die Kiste steigt wenn der Herr mit dem Finger schnippt. Wütend stehe ich auf um das Penthouse zu verlassen. Tony springt ebenfalls auf "Danke auch, JARVIS." rief er erneut in den Raum. Schon rennt er mir hinterher zum Fahrstuhl bei dem ich bereits den Knopf gedrückt hatte. "Es tut mir leid. Was muss das jetzt für einen Eindruck auf Sie machen Susan? Ich hatte wirklich keine unehrenwerten Absichten. Ehrlich. Ich wollte mich doch nur mit Ihnen unterhalten." versuchte er zu erklären. Ich hob die Hand um ihn zum schweigen zu bringen. "Ach so, ich falle also gar nicht in Ihr Beuteschema Mister Stark. Bin nur gut genug

zum gemeinsamen Essen und zum reden?" herrschte ich ihn an. Oh mein Gott - was rede ich denn da? Seine Handlungen waren doch wohl eindeutig, Susan. Scheiße! "Susan. Hören Sie bitte auf damit! Ich möchte das Sie bleiben!" Doch der Fahrstuhl war da und ich sprang hinein. Noch während sich die Türen schlossen rief er "Susan!" und ich antwortete sehnsüchtig "Tony."

hundeelend

Ich drehte den Schlüssel im Schloss und in dem Moment wo die Tür sich öffnete rannen mir schon die Tränen in Strömen über die Wangen. Belle sah von ihrem Buch auf, erfasste mit einem Blick meinen Zustand, stürmte auf mich zu um mich in ihre Arme zu schließen. Ihr Buch fiel mit einem dumpfen Schlag auf den Boden. "Hey. Was ist los? Was hat er getan?" murmelt sie in mein Haar. "Ich... ich ... ich bin so blöd." stammle ich. "Hä?" gibt sie mir zur Antwort. "Er war so romantisch. Ganz untypisch für ihn, glaube ich zumindest." presse ich hervor während ich von heftigen Schlurchzern geschüttelt werde. "Das ist doch schön." sagt Belle und führt mich zur Couch führt wo wir uns setzen.

"Ja eben. Alles war gut bis er seinen Sarkasmus raus hängen ließ und ich ihn missverstand. Ich blöde Kuh." Ich vergrub das Gesicht in den Händen und weinte hemmungslos. "Okay und was hast du dann getan?" "Ich habe ihn angebrüllt und ihm unterstellt er will ja gar nicht mit mir schlafen." Belle sah mich ungläubig mit erhobener Augenbraue an. "Vorher meinte ich noch ich würde nicht mit ihm ins Bett wollen, weil er doch ein Playboy ist und ich nicht als eine von vielen enden wollte." Nun verstand Belle gar nichts mehr. "Ich glaube seine Anwesenheit hat dich völlig aus dem Konzept gebracht, Süße. Was nun? Meinst du er will dich wieder sehen?" "Das denke ich nicht. Was würde er von so einer Psychopatin wie mich schon wollen?"

heulte ich. "Ach Süße. Warte mal ab." beruhigte sie mich und streichelte mir über den Rücken. "Ich glaube du brauchst jetzt erst einmal einen starken Kaffee." sagte sie und verschwand schon in der Küche. Kurz darauf hörte ich die Kaffeemaschine und sogleich erfüllte köstlicher Kaffeeduft den Raum. Ich schnäutzte mich geräuschvoll in ein Papiertaschentuch. Langsam ging es wieder. Ich war so wütend auf mich selbst. Was war ich doch für eine dumme Kuh? Da bittet mich der sexiest Man alive um ein Date und ich vermassle es. Mist mist mist! Ich schluckte gierig den Kaffee und als sich das Koffein in meinen Adern ausbreitete geht es mir sofort besser. "Ich werde ihm eine Mail schreiben um mich zu entschuldigen. Ganz Formvollendet. Das muss ich schon tun um mich besser zu fühlen."

verkünde ich meinen Beschluss. Ich gehe in mein Zimmer, setze mich vor meinen Laptop und fahre ihn hoch. Kurz darauf ertönt das Signal das ich eine Mail erhalten hatte. Ich öffnete mein Postfach und erstarrte. "Was ist los?" fragte Belle die mir in mein Zimmer gefolgt war und nun hinter mir auf meinem Bett saß. "Ich habe eine Mail von Tony Stark." flüstere ich. "Na los! Lies sie!" fordert Belle mich auf. Die Mail war recht kurz. Es stand da: "Miss Walters. Da Sie vorhin so überstürzt aufgebrochen sind, konnte ich Ihnen gar nicht den Grund meiner Einladung mitteilen. Dies würde ich sehr gern nachholen. Kommen Sie doch morgen Abend um 19 Uhr bitte in das Da Nico in der Mulberry Street. Ich werde dort auf Sie warten.

T." "Na siehst du. Du hast doch einen Eindruck hinterlassen." sagt Belle. "Ja, den einer Gestörten. Sicher möchte er mir nur sagen das er sich verpflichtet gefühlt hat mich zu retten. Er ist schließlich ein Held." mutmaße ich. "Ja genau. Und deshalb schafft er eine romantische Atmosphäre in seiner privaten Wohnung und kuschelt sich auf einer Couch an dich." Belle knufft mich in die Seite. Da muss ich lachen. "Irgendwie hast du recht. Na gut. Ich versuche es noch einmal. Diesmal treffen wir uns ja in einem Restaurant. Da kann ich wohl nicht erwarten von ihm gleich flachgelegt zu werden. Und ich werde mich auch zusammen reißen. Versprochen." Am nächsten Morgen schlief ich erst einmal aus. Meine Arbeitsstätte gab es ja nicht mehr.

Ich wusste ehrlich gesagt nicht wie es jetzt weiter gehen sollte. Ich wusste ja nicht einmal ob mein Boss noch lebte. Ich würde vorerst zu Hause bleiben und warten ob sich wer bei mir meldet. Zumindest die nächsten 2 Wochen. Belle war bereits auf Arbeit. Ich beschloss mir erst einmal Frühstück zu machen. Ich briet mir Spiegeleier, röstete mir zwei Toastscheiben und kochte Kaffee. Ich aß gemütlich vor dem Fernseher beim Frühstücksfernsehen. In den Nachrichten kam auch ein Bericht vom Unfallort. Plötzlich war Tony zu sehen. Er gab ein Interview in dem er sagte das er sich finanziell an den Aufräum- und Aufbaumaßnahmen beteiligen würde. "Ja, Multimillionär müsste man sein." dachte ich bei mir. "Aber er sieht wie immer super gut aus." Sehnsüchtig dachte ich an den heutigen Abend. Ich fand heute war ein guter Tag mich mal

etwas zu verwöhnen. Also ging ich nachdem ich mich fertig gemacht hatte zum Spa in mein Lieblingsbeautysalon. Ich entspannte bei einer Ganzkörpermassage, ließ mich waxen und meine Spitzen schneiden. Nach dem Mittagessen was aus Salat und Sandwiches bestand, beschloss ich das es Zeit wäre ein neues Kleid für diesen Abend zu kaufen. In einer Boutique in der Park Avenue wurde ich fündig. Auf ein Knielanges züchtiges, hellgelbes Neckholder Kleid fiel meine Wahl. Es stand mir fabelhaft. Glücklich drehte ich mich vor dem großen Standspiegel. "Es steht Ihnen wirklich hervorragend!" lobte die Verkäuferin. Der Preis ließ mich kurz zögern, doch dann zückte ich doch meine American Express. Das brauchte ich jetzt um diesen Nachmittag erfolgreich abzuschließen. Das Gute meiner Beauty-Shopping-Tour war das

ich jetzt bereits fertig war für unser Date. Ich nahm mir also vor mit einem Taxi direkt zum Restaurant zu fahren. Ich stellte mich an den Fahrbahnrand, erhob den Arm und winkte heftig als ich ein gelbes Taxi in die Straße einbiegen sah. Ich hatte Glück, es hielt prompt. Ich stieg hinten ein und nannte dem Mann am Steuer den Namen des Restaurants. Er fuhr sofort los. Währende der Fahrt sehe ich aus dem Fenster. Langsam ging die Sonne unter, ihr Licht reflektierte sich hundertfach in den Fensterfronten der Hochhäuser. Immer mehr Lichter gingen an als sich das Taxi durch die überfüllten Straßen schob. Ich liebte diese Stadt! Vor einem Haus mit grüner Markise blieb das Taxi stehen. Da Nico stand in goldenen Lettern darauf. "Wir sind da, Miss. Das macht 32 Dollar." Ich

bezahlte den Mann, schnappte mir meine Tasche und stieg aus. Unschlüssig sah ich mich um. Wo war Tony? Er hatte nur gesagt er wartet hier auf mich. Aber wo genau? Ich begann auf dem Gehweg vor dem Restaurant auf und ab zu gehen. Noch war es 5 Minuten vor 7. "Sie sehen fantastisch aus!" raunte eine tiefe sexy Stimme in mein linkes Ohr. Ich erschrak zu Tode, wirbelte herum und stieß prompt mit Tony zusammen der viel zu nah hinter mir stand. Ich geriet ins Straucheln doch er fing mich auf indem er mich in seine starken Arme schloss. Ich sah ihm direkt ins Gesicht. "Oh hallo." presste ich hervor. Wieder brachte seine bloße Anwesenheit mich völlig durcheinander. "Hallo." raunte er und sah mir tief in die Augen. Ich erwiderte den Blick. Seine Augen

schienen irgend etwas in meinen zu suchen so forschend sah er mich an. Langsam senkte er den Kopf, ich stellte mich auf die Zehenspitzen um ihm näher zu kommen. Unsere Lippen berührten sich schon beinahe, da flüsterte er "Ich bin so froh das du gekommen bist!" Ich schluckte und flüsterte ebenfalls "Ich bin auch froh gekommen zu sein. Äh was? Ich meine..." "Scht." machte er und schon trafen sich unsere Lippen. Seine waren weich und warm und hmmm. Ich schmolz förmlich in seinen Armen doch Tony hielt mich fest, so das ich unmöglich umkippen konnte. Fordernd drang seine Zunge in meinen Mund, erforschte ihn, unsere Zungen tanzten miteinander. Scheinbar endlos dauerte dieser Kuss. Als wir uns wieder lösten, hielt er mich noch immer fest im Arm. "Schön das du da bist, Susan!" wiederholte er.

Ich nickte diesmal lieber nur, legte meinen Kopf und meine eine Hand an seine Brust. Mit der anderen umschlang ich ihn. Sein Herz klopfte stark und sein Atem ging unregelmäßig. Ich war also nicht die einzige hier die aufgeregt war. Diese Erkenntnis lies mich grinsen. "Hast du Hunger?" fragt er. "Ja sehr." hauche ich. Tony schiebt mich etwas von sich weg, nimmt meine Hand und führt mich zum Eingang. Sobald wir das Restaurant betraten hatten war er wieder der Tony Stark den die Öffentlichkeit kannte. "Guten Abend Mister Stark." begrüßte uns ein Ober. Mich bedachte er mit einem freundlichen Lächeln und einem Kopfnicken. "Folgen Sie mir bitte zu Ihrem Tisch. Wir haben uns die Freiheit genommen Sie etwas abseits zu setzen." plauderte dieser während er uns durch das volle Lokal führte.

"Gut so." lobte Tony ihn. Am Tisch zog der Kellner mir den Stuhl nach hinten so das ich mich setzen konnte. Als ich saß setzte sich auch Tony. Schreib mir was!

wie es seinen anfang nahm

Da saßen wir nun. Tony faltete seine Hände unter dem Kinn und sah mich direkt an. "Was ist?" frage ich lächelnd. "Ach nichts. Ich sehe dich nur gerne an. Du siehst wunderschön aus, Susan!" "Wie vielen Frauen hast du das wohl schon gesagt?" rate ich. "Nur dir." scherzt er und muss plötzlich lachen. "Nein, im Ernst. Es waren schon so einige. Und, das gebe ich zu, oft habe ich es nur gesagt um die Dame zu bestimmten Handlungen zu bewegen. Aber hey, ich bin Iron Man." "Ich war etwas geplättet von so viel Offenheit. "Okay." sagte ich zögerlich. "Ach, Susan. Das ist doch egal. Vergangenheit. Du bist was jetzt zählt." "Ich soll also eine neue Trophäe in deiner Sammlung werden?" frage ich. "Ist das gut für dein Ego? Wenn du die Frau die du gerettet hast auch flachlegst.

Braucht Iron Man so eine Bestätigung?" Ich merkte wie das Gespräch wieder in die falsche Richtung abtriftet. Ich wollte das nicht aber seine Art machte mich wahnsinnig. Tony saß da und grinste siegessicher. "Susan. Es ist doch egal was früher war. Lebst du in der Vergangenheit oder lieber wie ich in der Gegenwart?" Das war ein Argument. "Na gut. Ich wusste ja worauf ich mich bei dir eingelassen habe." gebe ich zu "Aber jetzt sag mir endlich weshalb du mit mir Essen gehen wolltest?" "Das fragst du noch?" er sah mich belustigt an "Ich wollte dich kennenlernen. Du hast mein Interesse geweckt. Und das obwohl du ziemlich ramponiert ausgesehen hast vorgestern." Tony grinste frech. "Okay." gab ich knapp zurück "Ich gebe zu, dass ich dich auch schon immer sehr anziehend fand. So aus der Ferne. Nie hätte ich mir träumen lassen Iron Man mal persönlich kennen

zu lernen. Obwohl..." "Was?" fragte er. "Ich sollte ein Interview mit dir führen und eine Reportage schreiben." erklärte ich. "Aha. Möchtest du das immer noch?" "Es dürfte dir nicht entgangen sein das es meine Arbeitsstätte nicht mehr gibt. Ich bin vorerst arbeitslos. Also dürfte ein Interview vorerst nicht von Nöten sein." "Okay. Sag bescheid wenn du es brauchst. Du bekommst jede Antwort von mir die du brauchst." Er sah mich verschwörerisch an "Und nicht nur Antworten." Ich keuchte auf. Er war wirklich unglaublich. Tony Stark strahlt eine solch selbstsichere Aura aus das man in seiner Gegenwart vollkommen gehemmt ist. "Ja danke." brachte ich daher nur knapp hervor. "Erzähl mir von dir!" forderte ich ihn nachdem wir mit unserem Weingläsern angestoßen hatten auf. Und er erzählte von seiner Zeit als

Hersteller und Lieferant von Waffen aller Art. Von seiner jetzigen Arbeit als CEO einer Weltweit operierenden Firma die in erneuerbare Energien macht. So habe ich es jedenfalls verstanden. Ehrlich gesagt ging das von ihm gesprochene in ein Ohr rein und zum anderen gleich wieder raus. Ich konnte nichts von alle dem aufnehmen. Ich war viel zu sehr damit beschäftigt Tony beim reden anzuschmachten. Er war so umwerfend sexy! Um mir nichts anmerken zu lassen nickte ich ab und an oder gab so etwas wie Oh oder Aha von mir. "Ja, jetzt bin ich einer der Guten. Ein Menschenfreund. Ich kann dir das gerne mal bei einem Rundgang näher erklären." schlug er vor. Ich wiegelte ab. "Nein danke, Mister. Das hat mir schon gereicht." "Mir ist das auch zu langweilig. Weswegen ich auch Pepper damit betraut habe meine Firma zu leiten. Ich arbeite lieber in meiner

Lieblingswerkstatt. Die könnte ich dir ja mal zeigen." "Gern. Wo ist sie?" frage ich. "In meinem Haus in Malibu. Wir könnten sofort hin fliegen." Er winkte nach dem Ober. "Moment. Schaffen wir es noch vorher etwas zu essen? Dafür sind wir schließlich hier oder?" frage ich mit meinem süßesten Lächeln. "Aber sicher doch Susan. Entschuldige." "Und außerdem habe ich gar keine Sachen dabei." "Macht nichts. Ich kauf dir neue." winkt er ab. "Hm, okay. Wie kommen wir hin? Ist ja nicht gerade um die Ecke." frage ich. "Meine Privatmaschine ist in 30 Minuten einsatzbereit. Ich muss nur kurz telefonieren." "Gut. Mach das!" fordere ich. Ich gebe zu, ich bin gespannt was der Abend noch so alles bringen wird. Tony steht kurz auf und verlässt das Lokal um

zu telefonieren. Als er wieder da ist kommt gleich der Ober an unseren Tisch, Tony fragte ihn nach der heutigen Empfehlung des Küchenchefs und bestellt dann das. Der Ober verschwand in der Küche. Ich lege meine linke Hand nicht ganz ohne Hintergedanken auf den Tisch. Ich hoffte er würde sie ergreifen und so eine Bindung zu uns herstellen. Tony blickte auf meine Hand und dachte wohl an das gleiche. Er ergreift und drückte sie leicht, dabei sieht er mir tief in die Augen. "Susan ich bin wirklich froh dich kennen gelernt zu haben! Seit vorgestern kann ich nur noch an dich denken." "Na klar. Warum sollte ein Mann wie du an jemanden wie mich denken?" "Stell dich doch nicht immer selbst unter den Scheffel! Du bist eine wunderschöne Frau. Steh dazu! Warum sollte ich dich nicht

begehrenswert finden?" "Stimmt auch wieder." lache ich und greife nach einem Stück Brot das in einem mit einem rot weiß karierten Tuch ausgeschlagenen Körbchen vor mir auf dem Tisch steht. Ich kaue darauf herum um Zeit zu schinden. Tony sieht mir amüsiert zu und nimmt sich auch ein Brot. Kurz darauf kommt der Ober mit unserem Essen. Ich greife nach meinem Weinglas und nippe daran. Dann widme ich mich meiner Pasta. Es schmeckt vorzüglich. "Schmeckt es dir? Mir schmeckt es hier immer." plaudert Tony. "Oh ja, sehr lecker." gebe ich kauend zurück. "Oh Entschuldigung, das war unhöflich." Das war jetzt peinlich. Ich sitze mit einem Multimillionär in einem Nobelrestaurant und spreche mit vollem Mund. Was denkt er jetzt von mir? Er schien es mir nicht übel zu nehmen, er grinste nur.

Nach dem Essen zahlt Tony und wir verlassen gemeinsam das Restaurant. "Mein Wagen steht um die Ecke. Komm!" erklärt er, greift nach meiner Hand und zieht mich fort. Und da steht er, sein orange metallic farbener Ferrari. Die Türen öffnen sich scheinbar automatisch und wir steigen ein. Ich sinke in den tiefen Sitz, Tony sitzt neben mir sieht mich an und fragt "Bereit?" Ich nicke "Bereit wenn du es bist." Tony beugt sich zu mir herüber und küsst mich leidenschaftlich dann dreht er den Schlüssel. Sofort kommt Leben in den Wagen. Der Motor dröhnt ohrenbetäubend und das Monster setzt sich in Bewegung. Tony gibt Gas und ich werde unverhofft in den Sitz gedrückt. Mir bleibt kurz die Luft weg. Die Gebäude fliegen nur so an uns vorbei.

"Hast du keine Angst einen Strafzettel zu bekommen oder noch schlimmer das du einen Unfall bauen könntest? frage ich atemlos. "Ähm, nö." antwortet er frech. "Selbst wenn ich einen Strafzettel bekomme, was kümmert's mich? Den zahl ich aus der Portokasse. Und was das Unfall bauen angeht - Süße ich bin ein verdammt guter Autofahrer." Er zwinkert mir lässig zu. "Okay Tony ich vertraue dir." lache ich "Aber ich sag dir gleich, wenn mir etwas passiert bekommst du es mit dem Zorn und der Rache eines Vater zu tun. Du musst wissen, ich bin Daddys Liebling." "Danke für die Warnung!" gibt er trocken zurück. Ich grinse und sehe aus dem Fenster. Mittlerweile haben wir die Innenstadt hinter uns gelassen und kurz darauf sehe ich die Lichter des JFK im Dunkeln

leuchten.

Schmetterlinge im bauch

Tony fährt direkt auf das Rollfeld. Durch eine Art Seiteneingang scheint das okay zu sein. Von weitem schon entdecke ich die silberne kleine Privatmaschine. Eine Treppe wurde an sie heran geschoben, die Tür steht offen. Der Pilot und eine Stewardess stehen daneben. Tony parkt und steigt aus. Ich mache es ihm nach. Beim Anblick der topp gestylten Stewardess streiche ich verlegen mein Kleid glatt. "Keine Angst. Du sieht echt heiß aus." raunt Tony an meinem Hals. Er zieht mich an sich, nimmt mich in seine Arme und küsst mich vor aller Augen leidenschaftlich auf den Mund. Dann nimmt er meine Hand und geht mit mir die Treppe zum Flugzeug hoch. "Guten Abend, Sir. Madam." ruft der Pilot und schüttelt uns die Hände. "Ihre Maschine ist Startklar. Der Tower gibt GO. Die

Wetterverhältnisse sind akzeptabel. Wir sollten Malibu also in knapp 6 Stunden erreichen." Tony nickt und geht an dem Mann vorbei ins Flugzeuginnere. "Warum bist du so zu den Menschen um dich herum?" frage ich ihn sobald wir Platz genommen haben. "Wie meinst du das?" fragt er verwundert. "Na du behandelst sie von oben herab. So unnahbar. Unfreundlich eben." versuche ich mich zu erklären. "Ach das. Das gehört eben dazu. Ich habe schließlich einen Ruf zu verteidigen. Der CEO Tony Stark ist eben so." Er beugt sich zu mir herüber und raunt mir zu "Keine Angst, Su, zu dir werde ich immer nett sein." Er nimmt mein Kinn in seine Hand und zieht meinen Kopf sanft zu sich heran. Der Kuss der

nun folgt ist der beste den ich je in meinem Leben bekommen habe. "Was war das verrückteste was du je in einem Flugzeug getan hast?" fragt mich Tony ganz unvermittelt kurz nach dem Start. "Ähm. Tomatensaft zu trinken?" antworte ich im Scherz. "Ich hätte da eine ganz andere Idee." Er zwinkert mir zu. Er meint doch nicht etwa... "Du willst Sex über den Wolken haben?" frage ich schockiert. "Was?" er tut gespielt entsetzt "Natürlich nicht. Was hast du denn für Gedanken, Su. Tststs. Ich meinte gemeinsam Pool spielen." "Was?" ich bin verwirrt. Will er mich verarschen? "Okay." sage ich zögernd. Er geht in den hinteren Teil des Flugzeugs da steht doch tatsächlich ein Billardtisch. Ich kann dieses Spiel zwar nicht gerade gut aber es macht mir

Spaß, also spiele ich mit. Happy gesellt sich zu uns. "Wo ist er denn hergekommen?" wundere ich mich. "Happy begleitet mich stets überall hin." erklärt Tony der meinen Blick bemerkt hat. "Ach so. Na dann." "Daran musst du dich gewöhnen. Er ist stets da wo ich bin." erklärt er und klopft ihm freundschaftlich auf die Schulter. "Ja Sir." erwidert Happy. Wir spielen eine Runde gemeinsam dann überlasse ich den Jungs den Tisch. Ich gehe zurück zu meinem Sitzplatz und setze mich. Ich nehme mein Handy aus der Handtasche und beginne im Internet zu surfen. "Hey, du willst wohl das wir abstürzen." höre ich Tony plötzlich hinter mir. "Wenn du etwas wissen möchtest, kannst du jederzeit J.A.R.V.I.S. fragen."

"Jarvis? Ich verstehe nicht ganz." "J.A.R.V.I.S. ist eine von mir entwickelte künstliche Intelligenz. Er kann und weiß einfach alles. Versuche es ruhig!" erklärt er mir. "Wie?" frage ich. "Sprich ihn einfach an und frage was du fragen willst." "Okay." ich zögere noch. Ich komme mir doch ziemlich dämlich vor wenn ich so einfach in den Raum hinein spreche. "Jarvis. Ich möchte gerne wissen wie das Wetter morgen in Malibu wird." rufe ich. "Guten Abend Miss Walters. Morgen erwarten wir in Malibu, Kalifornien, 78,8 Fahrenheit oder 26 Grad Celsius. Bestes Badewetter. Aber wenn ich Sie daran erinnern dürfte, dass Sie zur Zeit noch einen abklingenden Sonnenbrand haben. Sie sollten lieber nicht zu lange der Sonne ausgesetzt sein." erklang J.A.R.V.I.S.

Stimme von irgendwo her. "Danke Jarvis." murmelte ich. "Woher weiß er von meinem Sonnenbrand?" frage ich an Tony gewandt. "Er hat dich gescant als du das Flugzeug bestiegen hast. Das tut er im Übrigen immer wenn du eines meiner Gebäude oder Fahrzeuge betrittst. Das ist echt praktisch. Er erfasst deinen Gesundheitszustand, gibt Besserungs- oder Genesungsvorschläge. Kurz um, er hilft wo er kann. Ohne ihn wäre Iron Man nichts." erklärt er. Nachdem wir gelandet sind steigen wir um in eine wartende Limousine. Happy steigt vorn auf dem Beifahrersitz ein, wir machen es uns hinten gemütlich. Tony lässt die Trennscheibe hoch fahren. "So, jetzt sind wir ungestört. Jetzt kann ich dich verführen und keiner sieht es." lächelt er anzüglich.

Ich spüre wie es mir heiß wird. "Deinen Blick müsstest du sehen. Keine Angst. Im Wagen ist es so unbequem." lacht er. "Obwohl, irgendwann will ich dich in meinem Ferrari ficken!" "Gut." Ich bin gespannt was mich noch alles erwartet. Die Fahrt dauert noch einmal eine Stunde bis wir an seinem Haus ankommen. Dieses steht oberhalb einer Klippe. Riesige Glasfronten, gepaart mit Beton lassen das Haus sehr modern wirken. Der Wagen hält, Happy steigt aus um uns die Tür aufzuhalten. Wir steigen ebenfalls aus "Danke Happy." murmle ich. "Ich brauch dich heute nicht mehr. Mach Feierabend!" sagt Tony und geht zur Haustür. Diese öffnet sich scheinbar von Zauberhand. "Willkommen zu Hause Mister Stark." sagt

J.A.R.V.I.S. . Ich bleibe stehen und sehe mich um. Die Inneneinrichtung ist spartanisch aber teuer, die meisten Möbel sind weiß, neben einer Treppe die nach unten führt ist eine Wand aus Wasser. Eine riesige Glasfront gibt den Blick auf den Pazifik frei. Die Sonne ist gerade im Begriff aufzugehen. Der Anblick ist so schön das ich mit den Tränen kämpfe. Tony tritt von hinten an mich heran und umarmt mich. Sein Mund flüstert mir ins Ohr "Wollen wir uns erst einmal etwas zu essen machen? Du brauchst deine Kräfte noch." Ich schlucke und nicke. "Ja gern." Er dreht mich zu sich um, sieht mir tief in die Augen. Sein Gesicht nähert sich meinem, seine Lippen treffen auf meine. Wie automatisch öffne ich meine Lippen für ihn. Sofort ergreift er die Chance und erobert meinen Mund. Er drückt sich noch näher an mich heran. Durch sein Hemd kann ich seinen harten, muskulösen

Oberkörper spüren. Am liebsten würde ich ihm die Kleider runter reißen und es gleich hier mit ihm vor diesem Atemberaubenden Hintergrund treiben, doch ich bremse mich. Ich möchte es langsam angehen. Möchte ihm signalisieren das ich keine Frau für zwischendurch bin. Seine Hand greift in meinen Nacken und drückt mich noch näher an sich heran. Ich kann mich kaum wehren. Mit der anderen Hand streichelt er über meine Hüfte und wandert zum Po. Er knetet ihn. Bevor noch mehr passiert oder ich mich doch nicht mehr beherrschen kann, winde ich mich aus seiner Umklammerung. Er sieht mich verwirrt an. "Alles okay?" "Ja, alles gut. Ich möchte es nur nicht übereilen, Tony." "Hm." gibt er zurück, wendet sich ab und geht in den offenen Küchenbereich. Ich folge ihm. Ist er jetzt sauer? Er sieht im Kühlschrank nach

was der so hergibt. Ich setze mich auf einen Hocker an dem Tresen und warte. Er tischt Pancakes mit Schokolade und Ahornsirup auf. "Hast du immer fertige Pancakes im Kühlschrank?" frage ich lächelnd. "Ja, wenn ich vorher anrufe und darum freundlich bitte, schon." grinst er. "Du hast für alles deine Helfer oder?" "Ja so ist das eben wenn man ein reicher Geldsack ist." Nachdem wir gegessen haben und ich mal kurz im Bad verschwunden bin steigt Tony mit mir gemeinsam die Treppe neben der Regenwand hinab. Unten erwartet uns eine Wand aus Glas mit einer Tür. Da scheint eine Art Tastenfeld zu sein, denn er tippt etwas an einer bestimmten Stelle am Glas ein und die Tür gleitet auf. Und nun betrete ich zum ersten Mal seine Werkstatt.

Ich entdecke zwei so eine Art Roboter. Sie drehen sich uns entgegen als wir eintreten. Jarvis sagt "Willkommen in Ihrer Werkstatt. Irgendwelche Aufträge, Sir?" "Ja Musik." ruft Tony. Sofort erklingt Musik der Rolling Stones. "Genau danach ist mir gerade." An der Wand, jeder in seinem eigenen Wandschrank stehen seine Anzüge. Vom ersten Prototyp bis zum neuesten Modell. "Da sind sie ja." rufe ich erfreut und deute auf die Anzüge. "Ja, das ist cool oder? Darauf stehen die Frauen. Einen Superhelden treffen - der Traum jeder Frau." "Hey." ich knuffe ihm in die Seite "Kannst du einen mal anziehen?" bitte ich anschließend. "Klar." sagt er, nimmt zwei silberne Armreifen

und stellt sich breitbeinig hin. Er breitet seine Hände aus und augenblicklich kommen die Teile angeflogen und legen sich wie eine zweite Haut um seinen Körper. Als er komplett ist führt er im Takt der Musik ein Tänzchen vor. Er schwingt die Hüfte in eindeutiger Pose. Ich muss lachen. So hat man Iron Man noch nie gesehen. Ich halte mir eine Hand vor den Mund und kichere. Dann geht alles ganz schnell. Die Musik wechselt zu einem romantisch rockigem Sound. Tony lässt alle Teile bis auf die der Beine und Hände zurück fliegen - irgendwohin. Dann kommt er auf mich zu, nimmt mich auf seine starken Arme, lässt die Düsen an seinen Stiefeln an und fliegt mit mir durch eine große runde Luke in der Decke nach oben. Ich quieke vor Überraschung auf und klammere mich an

seinen Hals. "Keine Angst, Su. Ich passe schon auf." raunt er während er mit mir in das obere Stockwerk fliegt. Er öffnet eine verschlossene Tür mit Hilfe eines leichten Strahls aus dem Handschuh. Sie springt abrupt auf. Er fliegt noch durch die Öffnung und landet vor einem riesigen Bett. Wir sind in Tony's Schlafzimmer. Er legt mich auf dem Bett ab, lässt seine restlichen Iron Man Sachen wegfliegen und legt sich über mich. Mit seinen Armen stützt er sich rechts und links neben meinem Kopf ab. Der Kuss den er mir jetzt gibt transportiert all seine Gefühle für mich. Das spüre ich regelrecht. Ich umklammere mit der einen Hand seinen Nacken und ziehe ihn weiter runter zu mir. Er legt sich mit seinem gesamten Körpergewicht auf mich. Mit der anderen Hand kralle ich mich an seinem Hemd am Rücken fest.

Wir küssen uns immer wilder und wilder. Ich missachte die Alarmglocke in meinem Kopf die mich daran erinnert was eigentlich meine Vorsätze waren. Tony setzt sich auf, reißt sich das Hemd derart ruckartig auf, das die Knöpfe überall durch den Raum sausen. Ich beiße mir lustvoll auf die Unterlippe als er mit nacktem Oberkörper auf mir sitzt. Ich greife in seinen Nacken und ziehe ihn zu mir herunter. Ich will ihn küssen, küssen, nur noch küssen. Seine rechte Hand wandert zu meinen Brüsten. Er schiebt den Stoff des Kleides beiseite und legt so meine Brust frei. Tony pustet sacht über meine Brustwarze und schon reckt diese sich ihm entgegen. Er knetet sie kraftvoll aber nicht zu fest. Ich stöhne auf. Kurz danach liegt auch meine zweite Brust frei und erhält die selbe Beachtung.

Mein Körper gehorcht ihm voll und ganz. "Zieh es aus!" befielt er mir kurz danach. Ich stehe auf und tu es sofort. Sanft fällt der hellgelbe Stoff um mich herum auf den Boden. Er lockt mich mit seinem Zeigefinger zurück zu ihm auf das Bett. Ich folge ihm nur zu gern. Er nimmt mich und dreht mich rasch auf den Rücken. Da liege ich nun, nur mit dem Höschen bekleidet. Seine Augen wandert gierig an meinem Körper herab. "Du bist wunderschön, Su!" flüstert er. Ich verleiere die Augen. "Na klar Playboy!" denke ich. Tony setzt sich vor mich, drückt sanft meine Beine auseinander, schiebt sich dazwischen und beginnt meinen Körper mit Küssen zu bedecken. Mein Atem geht stoßweise.

Mir wird schwindelig vor Glück. Ich liege im Bett mit Iron Man. Wie geil ist das denn? Schreib mir was!

es wird heiß

Tony betrachtet meinen Körper und raunt. "Deine Brüste sind noch perfekter als ich es mir ausgemalt habe." Er pustet sacht über meine Nippen die sich sofort für ihn aufrichten. Er zwirbelt sie zwischen seinen Zeigefingern und verschafft mir so ungeahnte Lust. Ich schmelze förmlich dahin, während sich die Hitze in meinem Unterleib ausbreitet und sich zwischen meinen Beinen sammelt. "Dein Körper ist dafür geschaffen, gefickt zu werden, Su. Hast dir das schon mal jemand gesagt?" Ich schüttle den Kopf. Sein Finger wandert über mein Schlüsselbein, über die Wange zu meinem Mund. Er fährt die Konturen meiner Lippen nach. "Du bist wunderschön!" flüstert er. Er gibt mir einen innigen Kuss.

"Ich will dich mit dem Mund verwöhnen. Seit Tagen kann ich an nichts anderes mehr denken. Wirst du mich das tun lassen?" Mein Stöhnen schien Tony als Antwort zu genügen. Er packte den Bund meines Höschens mit beiden Händen und riss es entzwei. Für den Bruchteil einer Sekunde sah ich das Preisschild vor meinem geistigen Auge aufflackern. Aber unter diesen Umständen würde ich mit dem größten Vergnügen noch Hunderte von den Dingern kaufen. "Mach die Beine weiter auseinander!" befahl er und ließ die Hände an meinen Schenkeln entlang nach oben bis zu meiner Spalte gleiten, zog die Schamlippen auseinander und betrachtete sie einen Moment lang mit ehrfurchtsvollem Blick, ehe er zwei Finger in mich schob. "Bist du immer so feucht?" fragte er lüstern.

Mit routinierten Bewegungen begann er meine Klitoris zu massieren. "Du machst mich feucht." stöhne ich. "Ach wirklich? Ich liebe es wie dein Körper mir gehorcht. Er ist sowas von bereit von mir gefickt zu werden. Er neckt mich noch weiter mit den Fingern, ehe er seine Zunge auf meine Scham legt. Heiße Schauder überliefen mich, als er gemächlich über den empfindsamsten Teil meines Körper strich. Vor und zurück. Vor und zurück, während er wieder und wieder die Finger in mir versenkt. Bebend steuere ich dem Höhepunkt entgegen. Er lässt von mir ab. "Erst wenn ich es dir sage, Süße!" raunt er. Ich wimmere leise, doch ich konnte ihm einfach nicht widerstehen. Dann spürte ich, wie sein Mund mich wieder umschloss und mich mit kreisenden und saugenden Bewegungen abwechselnd neckte. Ich griff in die Bettdecke unter mir und krallte

mich daran fest, während ich verzweifelt versuchte, meinen herannahenden Orgasmus aufzuhalten. Halb lustvoll, halb flehend schrie ich auf, als seine Finger sich immer schneller und schneller in mir bewegten. Tony lächelt anzüglich und befielt "Komm!" Ich lasse los und Sekunden später rollte der Höhepunkt über mich hinweg, ließ mich in tausend Teile zerbersten und wieder verschmelzen, mit jeder Woge erneut. Als die Wellen zu einem leisen Plätschern verebbten, zog Tony seine Finger aus mir, saugte jedoch weiter behutsam an meiner Klitoris, bis ich sicher war, dass ich es keine Sekunde länger aushielt. Ich presste die Schenkel zusammen, doch Tony setzte seine süße, erbarmungslose Qual weiter fort. Auch wenn es mir unmöglich schien,

spürte ich, wie mein Körper einen weiteren Orgasmus entgegensteuerte. Bevor ich den Höhepunkt erreichte, löste er sich von mir und sagte "Jetzt bist du bereit, von mir gefickt zu werden." "Ja." antwortete ich mit einem Wimmern, obwohl es keine Frage gewesen war. Er grinste nur. "Ich werde dich vor diesem Fenster ficken. Ich will der Welt zeigen, dass ich mir nehme, was ich haben will." Die Drohung in seiner Stimme hallt in meinem Innern wider, obwohl ich auch jetzt nur staunen konnte, wie sehr er mich will; dabei war ich sicher, dass er mich niemals so sehr wollen konnte wie ich ihn. Schon morgen würde ich für ihn nur irgendein Mädchen sein, das er flachgelegt hatte, aber für mich wird er immer Tony bleiben. Ich war fest entschlossen, jede Sekunde, jede Berührung, jedes Wort in vollen Zügen zu genießen.

Der Anblick der sich mir nun bietet ist aufregend. Sein Körper ist durchtrainiert von den Schultern bis zu den Waden. Fasziniert beobachte ich das Muskelspiel während er sich auszieht. Ich beiße mir lustvoll auf die Unterlippe. "Oh, das solltest du sein lassen, außer du willst sofort von mir genommen werden." stößt er hervor als er es bemerkt. "Das macht ich so scharf." Fasziniert verfolge ich wie er seine Boxershorts abstreift, dabei fällt mein Blick auf seinen Penis, an dessen Spitze kleine Tropfen der Erregung glänzen. Er bemerkt meinen verträumten Blick und sagt "Ach, Süße, ich weiß, was du befürchtest. Du hast Angst, dass ich nach diesem Fick mit dir fertig bin." Ich sehe ihm direkt in die Augen. "Aber das wird nicht passieren."

Er reicht mir die Hand, ich ergreife sie und er zieht mich hoch. Seine Arme halten mich fest umschlungen. Er haucht mir einen Kuss auf den Scheitel und sagt "Dreh dich um mit dem Gesicht zum Fenster." Ich tue es sofort. Er drängt sich von hinten an mich heran. Meine Brüste berühren die kühle Fensterscheibe. Seine Erektion an meinem Hinterteil zu spüren erregte mich noch mehr. "Mach die Beine breiter!" raunte er an meinem Hals. Ich beobachte sein Spiegelbild im Fenster. Die Vorstellung, dass er mich gleich fickt, war beängstigend und erregend zugleich. Ich war mir nicht sicher, ob ich mit meinen wenigen Erfahrungen beim Sex auf so etwas vorbereitet war. Tony schloss die Hand um seinen Penis und strich über den dicken Schaft, während er mich unter halb geschlossenen Lidern ansah, als überlege er, was er mit mir anstellen wollte. "Ich bin nicht sicher, ob deine enge kleine

Muschi es überhaupt mit dem Iron Man aufnehmen kann. Am besten wir probieren es einfach ... aus" Er legte beide Hände um meine Hüften und drang kraftvoll in mich ein. Ich stieß einen spitzen Schrei vor Überraschung aus. Plötzlich musste ich kichern, ein alberner, mädchenhafter Laut, der nur bewies, wie erregt und zugleich überfordert ich war. "Lachst du mich etwa aus?" Seine Lippen verzogen sich zu einem hinterhältigem Lächeln. "Reiß dich zusammen, sonst muss ich dich übers Knie legen." Ich stützte mich an dem Fenster ab während er sich mit harten Stößen immer und immer wieder in mich schob. Ein Schrei drang aus meiner Kehle als die Lust mich erfasste und sich ganz langsam einen Weg durch meinen Körper bahnte, ehe der Damm vollends brach. "Oh Tony!" schreie ich. Er kam, als ich seinen

Namen rief und verströmte sich mit einem letzten Stoß in mir. Ich sackte zusammen. Tony schlingt seine Arme um mich und trägt mich hinüber zum Bett. Schwer atmend blieben wir nebeneinander liegen. "Wow." entfuhr es mir. "Allerdings." gab er knapp zurück und grinste mich an. "Schlaf jetzt, Süße! Es war ein langer Tag." Tony drehte sich auf den Rücken, so das ich meinen Kopf auf seinen ausgestreckten Oberarm legen konnte. Genau so, mit dem Geräusch seines Atems, begleitet vom steten klopfen seines Herzens, schlief ich ein.

Wie im TRaum

Es war später Nachmittag als ich erwachte. Ein paar Sekunden lang wusste ich nicht wo ich war. Doch mit einem Seitenblick auf den noch schlafenden Tony wusste ich es wieder. Seelig lächelnd stehe ich auf; vorsichtig, damit ich ihn nicht wecke. Auf dem Boden liegt Tonys Hemd, ich hebe es auf und ziehe es mir über. Im Badezimmer lasse ich mir Wasser in die luxeriöse Badewanne ein. Frech wie ich bin nehme ich Tonys Zahnbürste und putze mir damit die Zähne. Wir können ja nachher ne neue kaufen. Wir müssen sowieso einkaufen. Ich habe ja nichts hier. Während ich mir die Zähne putze sehe ich mein Spiegelbild im Spiegel an. Tony Stark hat mit mir geschlafen. Mit mir - Susan Walters. Seine Aussage fällt mir wieder ein: er wird mich nicht weg werfen nach dem einen Mal. Ich solle keine Angst haben.

"Was soll das heißen, Mister Stark?" frage ich mein Spiegelbild. "Du kannst doch nicht wirklich ernsthaft an mir interessiert sein." "Doch. Genau das bin ich." Ich erschrecke zu Tode. Plötzlich sehe ich Tony im Spiegel hinter mir stehen. Er lehnt im Türrahmen, die Arme vor der Brust verschränkt, mit einem Grinsen im Gesicht. Ich gehe auf ihn zu "Hey mein Held." flirte ich. Er greift mit beiden Händen an den Hemdkragen und zieht mich zu sich heran. "Na Schönheit. Wie hast du geschlafen?" raunt er und küsst mich leidenschaftlich. "In deinen Armen? Wie sollte ich da wohl geschlafen haben? Fantastisch natürlich!" Ich strahle ihn an.

"Du willst baden gehen? Ich werde Happy losschicken um Sachen für dich zu kaufen. Was brauchst du genau?" "Ähm. Was?" Ich bin verwirrt "Wollen wir nicht nachher gemeinsam shoppen gehen?" "Was glaubst du passiert wenn Iron Man einfach so durch die Straßen schlendert? Das überlebe ich nicht." witzelt er. "Okay. Aber was passiert wenn Tony Stark mit seiner Freundin gemeinsam einkaufen geht?" Das war ein Trick von mir. Ich wollte sehen wie er reagiert wenn ich mich seine Freundin nenne. Er bleibt cool. Zuckt nicht einmal mit der Wimper. Er sagt nur: "Das käme auf einen Versuch an." Er zwinkert mir zu.

Da hat er sich ja gut raus geredet. Doch dann fügt er hinzu "Er kennt seine Freundin ja gerade mal drei Tage lang, da war noch keine Zeit zum gemeinsamen Stadtbummel." "Willst du damit andeuten, ICH sei deine Freundin?" frage ich erstaunt. "Aber sicher doch, Süße. Was denkst du von mir? Das ich jede x-beliebige Frau so behandel und mit ihr tue was ich mit dir getan habe?" Er wirkt wirklich erstaunt. Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich soll die Freundin des CEO Tony Stark sein? "Okay." sage ich daher nur lahm. Er muss meine Zweifel mitbekommen haben, denn er sagt "Süße, ich könnte mir keine schönere Frau wünschen. Du bist perfekt. " "Aber du kannst doch jede haben. Schauspielerinnen oder Models zum Beispiel." "Ach die." er winkt ab "Diese dürren

Klappergestelle. Alle unterliegen dem Zwang super dünn und perfekt zu sein." erklärt er mir. "Hm." "Langweilig!" brüllt er plötzlich. "Ich will eine Partnerin die anders ist. Die selbst nicht im Rampenlicht steht. Die um meintet willen mit mir zusammen ist und nicht um selbst besser da zu stehen. All das bist du. Su, du bist perfekt. Das habe ich gesehen und seit diesem Moment an wollte ich nur noch dich!" Ich bin ganz geplättet von seiner Ansprache, mir fällt nichts passendes dazu ein, also laufe ich auf ihn zu, springe in seine Arme und küsse ihn leidenschaftlich. Obwohl überrascht, fängt er mich auf und erwidert den Kuss. Er trägt mich zum Bett zurück wo er mich schwungvoll ablässt. Ich lande auf den weichen Kissen. Er legt sich über mich und bedeckt meine Stirn,

Nasenspitze, Wangen und meinen Hals mit Küssen. Seine Lippen hinterlassen dabei eine heiße Spur auf meiner Haut. Sofort macht mein Körper sich bereit für ihn. Ich bin willenlos, gehöre nur ihm. "So gefällt mir das." raunt er. Es war ihm nicht entgangen wie feucht ich schon wieder bin. "Du ungezogenes Mädchen, bist unersättlich." grinst er. "Was willst du das ich tue?" "Zu aller erst solltest du das Wasser im Bad abstellen." Das plätschern aus dem Badezimmer erinnert mich gerade noch rechtzeitig an das Wasser. Er läuft rasch nach nebenan und dreht den Hahn ab. Ich nutze die Zeit und entledige mich des Hemdes, so das er, als er zurück kommt, mich Splitterfasernackt auf dem Bett vorfindet. Ich räkle mich, wie ich hoffe, umwerfend sexy auf dem Bett. Tony fährt sich mit der Zungenspitze über die Lippen.

"Lecker." raunt er und lächelt anzüglich. Er nähert sich mir wie ein Panther seiner Beute. Kurz um - es wird noch ein sportlicher Nachmittag. Irgendwann komme ich doch noch zum baden, allerdings nicht allein. Die Wanne ist aber groß genug für zwei. Tony sitzt hinter mir, so das ich mich an seine Brust lehnen kann. "Ich finde es schön hier." sage ich verträumt "An den Luxus könnte ich mich gewöhnen." und muss lachen. "Na dann, gewöhn dich schon mal daran! Ich habe nämlich nicht die Absicht dich wieder gehen zu lassen." droht er im Scherz. "Ach wirklich, ist das so?" frage ich belustigt. "Tony was ist das hier mit uns?"

Ich fasse seine Hand und wir verschränken die Finger ineinander. "Es ist auf jeden Fall etwas ernstes." antwortet er. "Wirklich?" "Mein Gott. Warum braucht ihr Frauen immer so viele Bestätigungen? Könnt ihr uns Männern nicht einfach mal glauben?" meckert er. "Weil ich es einfach nicht fassen kann. Es wirkt so surreal. Warum sollte der große Mister Stark sich ausgerechnet ein normales Mädchen auswählen?" versuche ich zu erklären. "Weil dieses normale Mädchen die Frau meiner Träume ist." gibt er knapp zurück. Wie zur Bestätigung drückt er sanft meinen Kopf nach hinten und küsst er mich. Ich bin so glücklich das ich das Gefühl habe zu zerspringen. Endlich bin ich mal wieder von

ganzem Herzen glücklich. Meine letzte und einzige feste Beziehung ging vor 10 Monaten in die Brüche. Er hat mich nicht gut behandelt, ich litt mehr als das ich glücklich war. Mit Hilfe vieler Gespräche mit Belle kam ich drüber hinweg. "Wollen wir ausgehen?" fragt Tony als wir überlegen was wir zu Abend essen. "Gern. Aber bezahlen möchte diesmal ich selbst." stelle ich klar. Er schnaubt abfällig. "Als würde ich einer Frau gestatten eine Rechnung fürs Essen zu begleichen." "Warum nicht? Wir leben im 21. Jahrhundert." Ich funkle ihn böse an. "Außerdem bin ich nicht gerade mittellos musst du wissen." "Ich weiß." grummelt er. "Ach, du hast dich über mich erkundigt?" frage ich.

"Nein." gibt er zurück. "Jarvis hat das erledigt." Ich schnaube verächtlich, muss dann aber doch lachen. "Okay, du bezahlst. Aber wofür darf ich denn dann in Zukunft noch mein Geld ausgeben?" "Na da fallen mir doch spontan schon ein paar Sachen ein." Er zählt mit den Fingern mit "Erstens: Weihnachtsgeschenke für mich; Zweitens: Weihnachtsgeschenke für deine Familie oder Freunde; Drittens: ... Ähm ... Mir fällt jetzt doch nichts mehr ein" Er rauft sich gespielt verzweifelt die braunen Haare. "Ah ja, Geburtstagsgeschenke." Er zeigt triumphierend mit dem Zeigefinger auf mich. "Siehst du. Du wirst dein Geld auch so noch los."

Ich kann nicht mehr. Tonys lockere Art, seine coolen Sprüche, sein Sarkasmus - alles an ihm ist umwerfend. Ich liebe ihn!

Es war später Nachmittag als ich erwachte. Ein paar Sekunden lang wusste ich nicht wo ich war. Doch mit einem Seitenblick auf den noch schlafenden Tony wusste ich es wieder. Seelig lächelnd stehe ich auf; vorsichtig, damit ich ihn nicht wecke. Auf dem Boden liegt Tonys Hemd, ich hebe es auf und ziehe es mir über. Im Badezimmer lasse ich mir Wasser in die luxeriöse Badewanne ein. Frech wie ich bin nehme ich Tonys Zahnbürste und putze mir damit die Zähne. Wir können ja nachher ne neue kaufen. Wir müssen sowieso einkaufen. Ich habe ja nichts hier. Während ich mir die Zähne putze sehe ich mein Spiegelbild im Spiegel an. Tony Stark hat mit mir geschlafen. Mit mir - Susan Walters. Seine Aussage fällt mir wieder ein: er wird

mich nicht weg werfen nach dem einen Mal. Ich solle keine Angst haben. "Was soll das heißen, Mister Stark?" frage ich mein Spiegelbild. "Du kannst doch nicht wirklich ernsthaft an mir interessiert sein." "Doch. Genau das bin ich." Ich erschrecke zu Tode. Plötzlich sehe ich Tony im Spiegel hinter mir stehen. Er lehnt im Türrahmen, die Arme vor der Brust verschränkt, mit einem Grinsen im Gesicht. Ich gehe auf ihn zu "Hey mein Held." flirte ich. Er greift mit beiden Händen an den Hemdkragen und zieht mich zu sich heran. "Na Schönheit. Wie hast du geschlafen?" raunt er und küsst mich leidenschaftlich. "In deinen Armen? Wie sollte ich da wohl geschlafen haben? Fantastisch natürlich!" Ich

strahle ihn an. "Du willst baden gehen? Ich werde Happy losschicken um Sachen für dich zu kaufen. Was brauchst du genau?" "Ähm. Was?" Ich bin verwirrt "Wollen wir nicht nachher gemeinsam shoppen gehen?" "Was glaubst du passiert wenn Iron Man einfach so durch die Straßen schlendert? Das überlebe ich nicht." witzelt er. "Okay. Aber was passiert wenn Tony Stark mit seiner Freundin gemeinsam einkaufen geht?" Das war ein Trick von mir. Ich wollte sehen wie er reagiert wenn ich mich seine Freundin nenne. Er bleibt cool. Zuckt nicht einmal mit der Wimper. Er sagt nur: "Das käme auf einen Versuch an." Er zwinkert mir zu.

Da hat er sich ja gut raus geredet. Doch dann fügt er hinzu "Er kennt seine Freundin ja gerade mal drei Tage lang, da war noch keine Zeit zum gemeinsamen Stadtbummel." "Willst du damit andeuten, ICH sei deine Freundin?" frage ich erstaunt. "Aber sicher doch, Süße. Was denkst du von mir? Das ich jede x-beliebige Frau so behandel und mit ihr tue was ich mit dir getan habe?" Er wirkt wirklich erstaunt. Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich soll die Freundin des CEO Tony Stark sein? "Okay." sage ich daher nur lahm. Er muss meine Zweifel mitbekommen haben, denn er sagt "Süße, ich könnte mir keine schönere Frau wünschen. Du bist perfekt. " "Aber du kannst doch jede haben. Schauspielerinnen oder Models zum Beispiel." "Ach die." er winkt ab "Diese dürren

Klappergestelle. Alle unterliegen dem Zwang super dünn und perfekt zu sein." erklärt er mir. "Hm." "Langweilig!" brüllt er plötzlich. "Ich will eine Partnerin die anders ist. Die selbst nicht im Rampenlicht steht. Die um meintet willen mit mir zusammen ist und nicht um selbst besser da zu stehen. All das bist du. Su, du bist perfekt. Das habe ich gesehen und seit diesem Moment an wollte ich nur noch dich!" Ich bin ganz geplättet von seiner Ansprache, mir fällt nichts passendes dazu ein, also laufe ich auf ihn zu, springe in seine Arme und küsse ihn leidenschaftlich. Obwohl überrascht, fängt er mich auf und erwidert den Kuss. Er trägt mich zum Bett zurück wo er mich schwungvoll ablässt. Ich lande auf den weichen Kissen. Er legt sich über mich und bedeckt meine Stirn,

Nasenspitze, Wangen und meinen Hals mit Küssen. Seine Lippen hinterlassen dabei eine heiße Spur auf meiner Haut. Sofort macht mein Körper sich bereit für ihn. Ich bin willenlos, gehöre nur ihm. "So gefällt mir das." raunt er. Es war ihm nicht entgangen wie feucht ich schon wieder bin. "Du ungezogenes Mädchen, bist unersättlich." grinst er. "Was willst du das ich tue?" "Zu aller erst solltest du das Wasser im Bad abstellen." Das plätschern aus dem Badezimmer erinnert mich gerade noch rechtzeitig an das Wasser. Er läuft rasch nach nebenan und dreht den Hahn ab. Ich nutze die Zeit und entledige mich des Hemdes, so das er, als er zurück kommt, mich Splitterfasernackt auf dem Bett vorfindet. Ich räkle mich, wie ich hoffe, umwerfend sexy auf dem Bett. Tony fährt sich mit der Zungenspitze über die Lippen.

"Lecker." raunt er und lächelt anzüglich. Er nähert sich mir wie ein Panther seiner Beute. Kurz um - es wird noch ein sportlicher Nachmittag. Irgendwann komme ich doch noch zum baden, allerdings nicht allein. Die Wanne ist aber groß genug für zwei. Tony sitzt hinter mir, so das ich mich an seine Brust lehnen kann. "Ich finde es schön hier." sage ich verträumt "An den Luxus könnte ich mich gewöhnen." und muss lachen. "Na dann, gewöhn dich schon mal daran! Ich habe nämlich nicht die Absicht dich wieder gehen zu lassen." droht er im Scherz. "Ach wirklich, ist das so?" frage ich belustigt. "Tony was ist das hier mit uns?"

Ich fasse seine Hand und wir verschränken die Finger ineinander. "Es ist auf jeden Fall etwas ernstes." antwortet er. "Wirklich?" "Mein Gott. Warum braucht ihr Frauen immer so viele Bestätigungen? Könnt ihr uns Männern nicht einfach mal glauben?" meckert er. "Weil ich es einfach nicht fassen kann. Es wirkt so surreal. Warum sollte der große Mister Stark sich ausgerechnet ein normales Mädchen auswählen?" versuche ich zu erklären. "Weil dieses normale Mädchen die Frau meiner Träume ist." gibt er knapp zurück. Wie zur Bestätigung drückt er sanft meinen Kopf nach hinten und küsst er mich. Ich bin so glücklich das ich das Gefühl habe zu zerspringen. Endlich bin ich mal wieder von

ganzem Herzen glücklich. Meine letzte und einzige feste Beziehung ging vor 10 Monaten in die Brüche. Er hat mich nicht gut behandelt, ich litt mehr als das ich glücklich war. Mit Hilfe vieler Gespräche mit Belle kam ich drüber hinweg. "Wollen wir ausgehen?" fragt Tony als wir überlegen was wir zu Abend essen. "Gern. Aber bezahlen möchte diesmal ich selbst." stelle ich klar. Er schnaubt abfällig. "Als würde ich einer Frau gestatten eine Rechnung fürs Essen zu begleichen." "Warum nicht? Wir leben im 21. Jahrhundert." Ich funkle ihn böse an. "Außerdem bin ich nicht gerade mittellos musst du wissen." "Ich weiß." grummelt er. "Ach, du hast dich über mich erkundigt?" frage ich.

"Nein." gibt er zurück. "Jarvis hat das erledigt." Ich schnaube verächtlich, muss dann aber doch lachen. "Okay, du bezahlst. Aber wofür darf ich denn dann in Zukunft noch mein Geld ausgeben?" "Na da fallen mir doch spontan schon ein paar Sachen ein." Er zählt mit den Fingern mit "Erstens: Weihnachtsgeschenke für mich; Zweitens: Weihnachtsgeschenke für deine Familie oder Freunde; Drittens: ... Ähm ... Mir fällt jetzt doch nichts mehr ein" Er rauft sich gespielt verzweifelt die braunen Haare. "Ah ja, Geburtstagsgeschenke." Er zeigt triumphierend mit dem Zeigefinger auf mich. "Siehst du. Du wirst dein Geld auch so noch los."

Ich kann nicht mehr. Tonys lockere Art, seine coolen Sprüche, sein Sarkasmus - alles an ihm ist umwerfend. Ich liebe ihn!

Du gehörst nicht zu uns

Am nächsten Tag nach dem Frühstück will Tony ein wenig in seiner Werkstatt basteln. Keine Ahnung was er da genau macht? Es ist mir etwas zu technisch das Ganze. Allein oben im Wohnbereich rum sitzen und auf den Pazifik starren habe ich auch keine Lust, also beschließe ich shoppen zu gehen. Jetzt eben doch ohne meinen Freund. Da hat er sich ja davor erfolgreich gedrückt. Ich ziehe mir also mein hellgelbes Kleid an, streife die High Heels über und greife nach meiner Handtasche. Da ruft Tony aus dem Bauch des Hauses zu mir

herauf "Happy fährt dich, Süße. Viel Spaß!" Ich verlasse das Haus und da steht er schon. Wartend vor dem offenen Wagen - Happy. "Guten Morgen, Miss. Sie wollen einkaufen?" "Guten Morgen, Happy. Ja genau. Ich kenne mich hier nicht aus, können Sie mir etwas empfehlen?" erwidere ich freundlich. "Ja das kann ich, Miss. Bitte steigen Sie ein!" Ich komme seiner Bitte nach, er schließt die Tür und gleich darauf fahren wir los. Happy ist mit mir nach Beverly Hills gefahren, hat mich in einer teuer

aussehenden Straße raus gelassen und nun schreite ich ehrfürchtig an den Schaufenstern entlang. Happy wartet im Wagen. Ich könnte in jedes diese Geschäfte gehen und mir kaufen was und wieviel ich möchte. Tony hat mir seine Platin Kreditkarte gegeben mit unbegrenztem Limit. Doch das bin nicht ich. Ich möchte mir nur das nötigste kaufen. Ich wähle eine Boutique aus und gehe hinein. Die Kleider die ich auf einen Blick auf den Schaufensterpuppen entdecke gefallen mir schon einmal. Ich stehe unschlüssig da, keine der Verkäuferinnen beachtet mich. Dann versuche ich es eben und gehe auf eine

junge, adrett gekleidete Dame zu. "Guten Morgen, Miss. Können Sie mir helfen? Ich suche ein paar Kleider." Sie sortiert gerade Pullover in ein Regal ein und sah von ihrer Arbeit auf. Sie mustert mich von oben bis unten und sagt dann "Ich denke, Miss, Sie haben sich in der Straße geirrt." "Ich verstehe nicht." gebe ich zurück, ich bin wirklich verwirrt. "Ich denke nicht das wir hier etwas führen was Sie sich leisten können. Guten Tag." erwidert sie und deutet mit einem Kopfnicken zur Tür. Nun habe ich verstanden, drehe mich um und verlasse langsam das Geschäft. Ich bin abgrundtief traurig und habe gar

keine Lust mehr auf shoppen gehen. Langsam gehe ich zum Wagen und zu Happy zurück. "Stimmt etwas nicht, Miss?" fragt dieser als er meine Miene sieht. "Naja. Ich gehöre hier nicht her, das hat man mir eben in dem Geschäft da hinten unmissverständlich klar gemacht. Ich habe keine Lust mehr, Happy. Lassen Sie uns nach Hause fahren!" "Nein Miss Susan. Ich fahre Sie jetzt zu einer echt leckeren Konditorei. Sie mögen doch bestimmt süße Sachen? Da machen wir Sie erst einmal wieder glücklich." Ich willige mit einem Lächeln ein und er fährt mich zu besagter Konditorei. Ich setze mich an

einen kleinen Holztisch vor dem Lokal und bestelle mir einen Cappuchino und ein Stück Sachertorte. Meine absolute Lieblingstorte. Happy wartet wieder einmal im Wagen. Obwohl ich ihn gerne für seine Freundlichkeit mir gegenüber eingeladen hätte. Kurz darauf klingelt mein Handy. Ich gehe ran bei unbekannter Nummer. "Ja. Hallo?" "Süße. Erstens du brauchst ein neues viel cooleres Kommunikationsgerät. Zweitens: du brauchst meine Nummer. So das du mir mit Hi mein Held begrüßen kannst wenn ich dich anrufe und drittens: ich bin gleich bei dir." "Äh. Was?" sage ich nur, doch er hat

schon wieder aufgelegt. Verwirrt lege ich mein Handy auf den Tisch und trinke einen Schluck von meinem Cappuchino. Da entdecke ich am Wolkenlosen sonnigen Himmel über L.A. etwas helles auf mich zu rasen. Es ist er - Iron Man. Und natürlich verursacht er sofort nach der Landung einen Menschenauflauf. "Entschuldigen Sie bitte, aber eine Jungfrau ist in Nöten und wartet auf ihre Rettung durch ... Ja genau, durch mich." Er reckt die Arme in die Luft, die Leute klatschen. Man, was für ein Auftritt. "Das mit der Jungfrau hat sich wohl erledigt." begrüße ich ihn als er an meinen Tisch kommt. Er lässt den Anzug

irgendwie hinter sich verschwinden. Wie macht er das nur? "Was meinst du damit ich sei in Nöten?" will ich von ihm wissen. "Happy hat mich angerufen." Das reicht schon als Erklärung. "Ja, das war blöd. Aber ich gehöre hier eben nicht hin, in diese Schiki-Micki-Welt." sage ich mit einem Hauch Traurigkeit in der Stimme. "Ach quatsch, Süße. Komm mit, zeig mir den Laden!" Er hält mir seine Hand hin und zieht mich vom Stuhl hoch. Wir fahren zurück in eben diese Straße. Happy hält direkt vor dem Geschäft, steigt aus und öffnet uns die hintere Tür. Wir hatten beschlossen das ich vor gehen

soll, Tony kommt wenig später nach. Ich betrete etwas zögerlich den Laden erneut. Erneut werde ich zunächst nicht beachtet. Doch nachdem ich mich geräuspert habe, fällt der Blick der unfreundlichen Verkäuferin auf mich. "War ich vorhin nicht deutlich genug? Gehen Sie! Sofort." Ich drehe mich um, doch da betritt auch schon Tony mit Handy am Ohr das Geschäft. "Ja, genau so machen wir es. Und jetzt müsst ihr ohne mich klar kommen. Ich gehe shoppen..." Er tut so als ob er mich gerade erst entdecken würde, zieht mich an sich ran und küsst mich innig "...mit meiner Freundin" schließt er den Satz und legt

auf. Der blöden Kuh fällt die Kinnlade runter. Sie und ihre Kolleginnen starren uns an. "Guten Morgen, Ladys!" ruft er freudig in die Runde. Es kommt eine Frau mittleren Alters auf uns zu und streckt uns die Hand zur Begrüßung hin. Sie scheint hier die Geschäftsführerin zu sein. "Oh, Mister Stark. Das Sie uns beehren. Was suchen Sie?" "Nein. Die Frage muss heißen: was haben Sie gesucht. In Ihrem Laden jedenfalls nichts mehr. Wer meine Frau so behandelt, ist es nicht wert das ich einen größeren Geldbetrag da lasse. Guten Tag." Sagt er und verlässt mit mir

gemeinsam das Geschäft. Wir laufen laut lachend über das dümmliche Gesicht der Verkäuferinnen die Straße entlang. "Komm, Süße, jetzt gehen wir wirklich shoppen! Du musst lernen wie es sich anfühlt wenn du dir um Geld keine Gedanken machen brauchst." Wir nehmen die erst beste Boutique und gehen hinein. Entweder liegt es an Tony Ausstrahlung oder daran das ihn jeder kennt, denn sobald wir herein kommen scharen sich die Verkäuferinnen um uns. "Halt halt halt. Nicht ich möchte etwas kaufen, sondern meine Freundin hier." Er schiebt mich vor sich. "Ich bezahle nur.

Und jetzt los! Sie bekommt alles was sie sich wünscht! Verstanden?" befielt er. Die Verkäuferinnen nicken eifrig und schwirren aus um für mich Kleider raus zu suchen. Ich komme mir vor wie eine Prinzessin. Es fühlt sich herrlich an! Ich muss mich nur in die riesige Umkleidekabine stellen, sie bringen mir ein Kleid, eine Hose und Pullover nacheinander hinein. Ich probiere nur an was mir wirklich gefällt. Aber sie treffen wirklich gut genau meinen Geschmack. Ab und an komme ich aus der Kabine heraus um mich Tony zu präsentieren. Er lümmelt in einem roten Chesterfieldsofa und spielt mit einer Art

Glasscheibe rum. Seine Beine baumeln über der Lehne. Er benimmst sich wie ein Kind. Ich muss unwillkürlich lächeln. Als ich ein umwerfend sexy rotes Minikleid trage laufe ich zu ihm und beuge mich über seinen Oberkörper. "Na du. hast du Spaß?" ziehe ich ihn auf. "Hey, heiß!" ruft er und zieht mich zu sich auf den Schoß. Mit dem Zeigefinger der rechten Hand zieht er den Ausschnitt tiefer. "Schöne Aussichten." Ich schlage ihm leicht auf die Hand. "Hey Mister. Behalten Sie Ihre Finger bei sich! Ausgepackt wird später." "Hm. Schade! Mir ist langweilig." ruft er wie ein bockiges Kind.

Ich küsse ihn leidenschaftlich und hoffe, ihn so gnädig zu stimmen. Er greift mir in die rote Mähne um mich fest zu halten, während er aggressiv seine Zunge in meinen Mund rammt. Die Damen halten sich diskret im Hintergrund. Ich glaube, selbst wenn wir es jetzt hier direkt auf dem Sofa treiben würden, würden sie daran nichts anstößiges finden. Wenn man reich ist kann man sich eben vieles raus nehmen. Doch ich löse mich von ihm, indem ich mich von seiner Brust abstoße. "Genug jetzt! Heb dir den Rest für später auf." lache ich.

Tony tut so als würde er schmollen, widmet sich dann aber doch wieder der Glasscheibe zu. Gefühlte Stunden später und einem halben Vermögen weniger verlassen wir das Geschäft. Die Geschäftsführerin begleitet uns noch zur Tür hinaus. "Beehren Sie uns mal wieder! Auf wiedersehen Mister und Ms. Stark." Sie geht ab. Ich sehe Tony an und wir beide lachen. Happy verstaut meine 8 Papiertaschen im Kofferraum und dann geht es zurück zu der Villa.

Im Schlafzimmer zieht Tony die Tür des Kleiderschrankes auf. Zumindest hatte ich dahinter einen Schrank vermutet. Doch stattdessen befand sich da ein begehbarer Kleiderschrank. Der Traum jeder Frau. Ich stehe staunend da und rühre mich nicht . "Schau, hier mache ich dir was frei für deine Sachen. Du solltest wirklich einige Sachen hier haben. Ich bin oft hier..." Er sieht mich an "... und du jetzt auch." Ich bringe nur ein Nicken zustande. "Meine Haushälterin kümmert sich darum. Komm mit, ich habe jetzt Lust

auf baden." Und so kommt es das ich kurze Zeit später in meinem neuen Bikini, mit meinem unglaublich sexy Mann im Pool plansche und dabei die Aussicht auf den Ozean genieße. Ja, so lässt es sich leben. Aber wie lange noch?

Und Action

"Guten Morgen, Süße!" höre ich eine tiefe sexy Stimme durch meinen Traum schweben. Hörte ich das jetzt wirklich oder war es nur ein Traum? Verschlafen öffne ich ein Auge. Ich liege auf dem Bauch in unserem unglaublich bequemen Bett, die Sonne flutet das Zimmer, von draußen hört man leises Meeresrauschen. Tony streicht mir sacht eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Dann legt er sich über mich, mit dem Resultat das ich durch sein Körpergewicht in die Laken gedrückt werde. Jetzt kann ich sie genau spüren, seine Erektion.

"Lust?" fragt er mit einem anzüglichen Unterton. "Oh ja." fordere ich ihn lächeln auf. "Und wie." Er zieht mir sacht das Höschen aus, legt sich erneut über mich. Seine Hand fährt zwischen meinen Schenkeln nach oben und fühlt mein Innerstes. "Du bist ja sowas von bereit für mich." freut er sich. Um es ihm leichter zu machen hebe ich den Po etwas an. Wie von selbst findet sein Schwanz den Weg und dringt sanft in mich ein. In dieser Position erfüllt er mich voll und ganz. Ich spüre ihn so tief in mir wie noch nie.

"Wow, bist du eng!" Ich stöhne wollüstig auf. "Tony." hauche ich. Er lässt sein Becken kreisen, immer wieder und wieder. Ich spüre wie eine Welle der Lust sich in mir aufbaut. Plötzlich hört er mit den sanften Bewegungen auf und stößt kraftvoll zu. Mir bleibt für einen Augenblick die Luft weg, dann stöhne ich laut auf. Wie von selbst erhebe ich meinen Po, ihm entgegen, doch er drückt mich sacht nach unten, zurück in die Laken. "Nein, Süße, schön unten bleiben. Du bist mir ausgeliefert. So gefällt mir das." raunt er.

Mit seinen kraftvollen rhythmischen Stößen peitscht er mich zum Höhepunkt. Ich kralle mich so fest in das Laken das meine Fingerknöchel beginnen weiß zu werden. Sein animalisches Stöhnen, seine raue sexy Stimme die mich mit anzüglichen Bemerkungen anstachelt entfachen meine Lust vollends. Mit einem letzten kraftvollen Stoß ergießt sich Tony in mir. Er rollt sich von mir herunter und bleibt schwer atmend neben mir liegen. Seine Hand ruht auf meinem Po. Ich drehe mich auf die Seite, stütze den Kopf in die Hand und sehe ihn an. "So mag ich es geweckt zu werden."

Tony verzieht seinen Mund zu einem Lächeln. "Es macht einen guten Tag zu einem perfekten Tag. Das können Sie ruhig öfters so haben, Miss." "Oh ja, sehr gern, Mister!" feixe ich. Ich stehe auf um ins Badezimmer zu gehen, Tony folgt mir. "Hey, verfolgen Sie mich etwa, Mister?" frage ich gespielt unschuldig. "Ihnen würde ich überall hin folgen. Aber vorerst nur hier her um mit dir gemeinsam zu duschen." Und schon zieht er mich unter die riesige, ebene Dusche. Eigentlich könnte man sie einen kleinen Raum nennen, so groß ist sie. Tony dreht

das Wasser auf. Eiskalt. Ich quieke laut auf vor Schreck. Er dreht wieder ab. "Na wach?" fragt er mit einem hinterhältigem Lächeln. Statt einer Antwort boxe ich ihm an den Oberarm. "Hey. Das ist ein tätiger Angriff. Ich kann gleich nochmal." Droht er mir. Ich halte lachend die Hände vor den Körper. "Nein, bitte nicht!" flehe ich. "Na also, braves Mädchen." lobt er. Ich schnaube verächtlich bei dieser plumpen Aussage. Anschließend dreht er das Wasser wieder auf, diesmal allerdings warm und wir duschen ausgiebig zusammen. Plötzlich lässt sich Jarvis Stimme vernehmen "Mister Stark, ich störe Sie sehr ungern, bei was auch immer Sie da gerade

machen, aber Sie sollten sich das hier mal ansehen!" Tony verdreht die Augen. "Jarvis, hätte das nicht noch Zeit gehabt bis ich mit Susan hier fertig bin?" "Leider nicht, Sir." Also steigt er aus der Dusche, nimmt ein sogfältig gerolltes Handtuch von einem Regal und schlingt sich dieses um die Hüfte. "Na los!" befielt er. Jarvis dunkelt den Raum ein wenig ab und auf einer Scheibe die plötzlich von der Decke herunter fährt erscheint ein Livebericht eines Fernsehsenders. Es zeigt einen Van der wie ein Irrer durch L.A.s Straßen heizt und dabei weder auf Menschenleben noch auf andere Autos achtet.

"Ich muss weg, Su. Wird nicht lange dauern." sagt er und küsst mich zum abschied. Während er hinüber zu dem Kleiderschrank geht, rubbelt er sich etwas die Haare trocken. Das Handtuch lässt er einfach auf dem Boden liegen, zieht sich eine Jeans und ein Shirt aus den Regalen und zieht sich an. "Jarvis!" ruft er während er auf den Balkon hinaus tritt. "Sofort, Sir!" Tony steht breitbeinig und mit ausgestreckten Armen da, schon kommen die Anzug Teile angeflogen und umschließen ihn. Bevor er das Visier herunterklappt, dreht

er sich noch einmal zu mir um, kommt auf mich zu und küsst mich. "Bis gleich Süße!" "Pass auf dich auf!" sage ich leise. Dann klappt es herunter und er fliegt durch das Fenster davon. Ich beschließe die Szenerie in diesem Fernseher Dings Bums zu verfolgen. Also gehe ich, nachdem ich mir ebenfalls ein Handtuch umgeschlungen habe, hinunter in den Wohnbereich. "Jarvis." rufe ich. "Ja, Miss?" "Zeig mir den Bericht! Zeig mir ihn!" befehle ich und sofort dunkelt sich der Raum ab und auf einer weiteren

Glasscheibe erscheint der Bericht aus dem Fernsehen. "Und da kommt Iron Man." ruft gerade die Reporterin. Die Kamera schwängt zu ihm. Er fliegt in einem rasanten Tempo zu dem Van, schwängt um, so das er nun direkt von vorn dem Van entgegen fliegt, mit ausgestrecktem Arm und geladenem Arc Reaktor. Doch der Van brettert einfach weiter. Tony schießt gezielt auf die Reifen. Der Wagen bricht aus, kommt ins schleudern, überschlägt sich. "Man Tony, denk doch mal an die anderen Autofahrer." Doch gerade befindet sich in unmittelbarer Nähe kein anderes Fahrzeug. Nur einige Polizeiautos folgen

und bremsen nun stark ab. Es gibt einige Auffahrunfälle. Da öffnen sich die Türen des Van und die Innsassen springen heraus. Sofort wird das Feuer auf Iron Man eröffnet. Er schießt zurück. So geht das immer hin und her, hin und her. Die Männer flüchten unter eine Brücke, Iron Man folgt ihnen. Der Kampf geht außerhalb des Sichtbereiches der Zuschauer weiter. Da von einem Helikopter aus gefilmt wird und dieser ja schlecht ebenfalls unter die Brücke fliegen kann. Man sieht nur, wie einer der Brückenpfeiler von einem Lichtblitz getroffen und stark beschädigt wird. Die Reporterin kommentiert alles. Wenig später tritt ein siegreicher, ja, was auch

sonst, Iron Man mit drei bewusstlosen Männern am Bein hinter sich her ziehend in den Sichtbereich der Kamera. "Und wieder einmal hat er die Situation gerettet. Iron Man." sagt sie mit Blick in die Kamera und fügt mit etwas verklärter Stimme hinzu "Was für ein Mann." "Ja, was für ein Mann und es ist meiner Fräuleinchen." rufe ich selbstbewusst Richtung Fernseher. "In der Tat, Miss Susan." lässt sich Jarvis vernehmen. Ich zucke zusammen, ich hatte ja völlig vergessen das er alles mitbekam was hier im Haus vor sich ging. Alles. Etwas beschämt lächle ich in den Raum.

Hoffentlich würde er nicht Tony von meinem Ausbruch berichten!

Sie lassen es krachen

Ein paar Tage später, wir essen gerade Frühstück, verkündet er das wir eine Party geben. "Party?" Mir wird mulmig. Partys sind so gar nicht mein Ding, Tonys um so mehr. Er liebt es im Mittelpunkt zu stehen. Von seinen exzessiven Partys hier in seiner Villa oder im Stark-Tower hat man ja schon öfters was gelesen. "Ach komm schon, Süße! Das wird echt cool." versucht er mich umzustimmen. Schließlich stimme ich zu. "Alle werden kommen und sie müssen doch auch noch dich kennenlernen." Tony ist ja ganz aufgeregt.

Na toll, jetzt hat er es geschafft, ich bin nervös. "Wer genau kommt denn alles?" frage ich zögerlich. "Meine engsten Freunde eben. Aber mach dich auf etwas gefasst! Wenn man einer Horde Superhelden entgegen steht kann man schon mal eingeschüchtert sein. Hab ich mir sagen lassen." fügt er noch hinzu. "Ach was, ist das so?" Ich zwinge mich zu einem Grinsen. Er nimmt meine Hand in seine und gibt mir zu verstehen das er für mich da sein wird. Am Abend bereiten wir uns auf die Party

vor. Naja, Tony ist mal wieder in seiner Werkstatt verschwunden und tut dort was auch immer. Ich stehe im Bad und mache ich zurecht. Ich will auf jeden Fall einen guten ersten Eindruck machen. Es werden auch Frauen da sein und ich möchte nicht hinten anstehen. "Jarvis, spiel mir bitte Musik von Rod Steward!" bitte ich mit Blick auf mein Spiegelbild gerichtet. Kaum zu glauben wie schnell man sich an den Luxus eines Butlers gewöhnt, auch wenn er nicht physisch existiert. "Sofort Miss." antwortet er und sogleich ertönt "I want to talk about you." "Woher weißt du das das mein

Lieblingslied ist, Jarvis?" frage ich erstaunt. "Miss, ich weiß einfach alles über Sie." antwortet er trocken. Ich rolle mit den Augen und murmle "Und bestimmt hast du Tony alles brühwarm weiter erzählt." "Korrekt." kam knapp zurück. Jetzt ist mir eher nach etwas Aufmunterung und ich bitte Jarvis mir "I will survive" zu spielen. Wild tanzend suche ich mir meine Sachen für heute Abend raus und ziehe mich an. Als ich in meine schwindelerregend hohen Heels schlüpfe fällt mir ein das die Gäste bald kommen und Tony sich ja noch umziehen muss.

"Jarvis, sag Tony bitte bescheid, er muss sich langsam mal fertig machen. Er ist so versessen auf seine Anzüge das er das wirkliche Leben ja völlig vergisst." "Ich richte es aus." Unten in der Werkstatt schraubt Tony gerade an einem Handschuh herum, als Jarvis Stimme erklingt. "Sir, Miss Susan bat mich Sie daran zu erinnern das in wenigen Augenblicken die Gäste kommen. Sie sollen Ihre Anzüge mal außen vor lassen und sich endlich umziehen." Tony wischt sich mit seinem T-Shirt über das verschwitzte Gesicht.

"Ach, ist sie nicht herzallerliebst?" ruft er mit einem Grinsen auf den Lippen. "In der Tat." antwortet Jarvis. Er lässt seine Arbeit liegen und geht Richtung Tür. Da bleibt er noch einmal stehen. "Jarvis, mal ganz unter uns Männern, wie findest du Susan? Ich fühle mich seit unserem ersten Zusammentreffen völlig verändert." murmelt er. Jarvis antwortet "Kein Wunder, Sir. Ihr Endorphinspiegel hatte sich in diesem Moment erhöht, der Puls beschleunigt, die Atmung unregelmäßig. Und das führe ich nicht nur auf die Kampfsituation zurück. Wenn ich es mal ganz

Umgangssprachlich sagen sollte, würde ich sagen, Sie hatten sich verliebt." "Ach ist das so?" "Und wenn ich Miss Susan nach menschlichen Maßstäben beschreiben soll, dann würde ich sagen sie ist nett, freundlich zu ihren Mitmenschen. Ein Blick auf ihre Zeugnisse und Beurteilungen sagt mir das sie Teamfähig und fleißig ist. Ihr Körper ist gesund, keine Anzeichen von Erberkrankungen, Gebährf...." "Stopp. Das reicht!" ruft Tony. "Ich will von dir wissen, würdest du sie zu deiner Frau machen wenn du ich wärst?" "Definitiv!" kommt prompt zurück. "Sie tut Ihnen gut, Mister Stark."

"Das wollte ich hören Jarvis. Danke." Tony verlässt mit einem entschlossenen Blick und festem Schritt die Werkstatt. Als ich langsam die breite Marmortreppe runter schreite , sehe ich an deren Fußende Tony stehen. Er sieht umwerfend aus. Er trägt eine schwarze Anzughose, dazu ein fliederfarbenes Hemd bei dem er mal wieder den obersten Knopf offen gelassen hat. Das scheint sein Markenzeichen zu sein. Seit wir uns kennen hat er noch keine Krawatte getragen. "Hey Babe. Du siehst wunderschön aus!"

empfängt er mich als ich bei ihm unten ankomme. Er ergreift meine Hände und sieht mir tief in die Augen. "Ich bin so froh dich gefunden zu haben!" Ich schlucke. Warum um alles in der Welt bin ich immer so nah am Wasser gebaut? Seine Worte treffen mich mitten ins Herz. Ich kämpfe mit den Tränen. "Ich liebe dich, Su!" Eine Träne läuft mir meine Wange herunter. Er fängt sie mit dem Finger auf und küsst mich auf die Stelle. "Ehrlich." flüstert er. Ich schlucke und flüstere "Ich liebe dich auch." In diesem Moment klingelt es an der

Haustür. "Mister Banner und Miss Romanoff sind da." erklärt Jarvis. Tony zwinkert mir zu, dreht sich zur Tür und ruft "Na dann, herein mit ihnen!" behält meine Hand aber in seiner. Ich bin ihm dankbar für diese kleine Geste. Herein kommt der Mann den die Menschheit vor allem als Hulk kennt. Begleitet wird er von der wunderschönen Black Widow. Ich fand sie schon immer toll. Nur hätte ich mir niemals ausgemalt sie mal persönlich kennen zu lernen. "Hey Leute." ruft Tony und begrüßt die beiden. "Darf ich euch Susan Walters vorstellen - meine Freundin."

"Du hast eine Freundin?" fragt Natasha ungläubig. "Wer hält es denn mit dir aus?" "Na sie hier." entgegnet Tony und zeigt auf mich. "Schön Sie beide kennen zu lernen!" gebe ich freundlich zurück und wir schütteln die Hände. "Sie müssen Nerven wie Drahtseile haben, wenn Sie es mit dem da aushalten." sagt Bruce. "Hey. Du bekommst gleich nichts zu trinken." "Schön das du jemanden gefunden hast!" entgegnet Natasha. "Wie lange seit ihr zusammen?"

"Seit zirka einer Woche." entgegnen Tony und ich gleichzeitig. Wir sehen uns an und lachen. "Na dann. Ich gebe euch maximal 3 Monate." sagt Bruce trocken. "So das war's. Du bekommst nichts zu trinken." Tony tut eingeschnappt. Wir gehen in den Wohnbereich und setzen uns auf die Sofas. Tony versorgt uns alle mit den Drinks, auch Bruce bekommt einen. "Und was machen Sie so, Susan?" fragt Natasha höflich. "Sagen Sie bitte du!" Sie nickt mir zu. "Und ich bin Journalistin. Ich bin

angestellt oder vielmehr ich war angestellt beim Greifenhagen Verlag in New York." "War? Ach, ist das etwa der der letzte Woche einem Terroristischen Anschlag zum Opfer fiel?" fragt sie. "Genau der." sage ich und sehe traurig zu Boden. "Oh." entfährt es ihr. "Aber hey, wir sollten Dankbar sein, denn sonst hätten wir uns nie kennen gelernt." wirft Tony dazwischen. Das war etwas daneben. "Lass mich raten!" vermutet Bruce "Du hast mal wieder den Helden raus hängen lassen und sie auf deinen starken Armen in deinem stählernen Strampelanzug gerettet?" Er verdreht gespielt die

Augen. "Strampelanzug? Ich bitte dich Banner." Tony scheint wirklich entsetzt zu sein. "Wer hat der kann." fügt er lachend hinzu. Bruce lacht ebenfalls. Das scheint normal zu sein das die beiden sich "Freundlichkeiten" an den Kopf werfen. Plötzlich klopft es an der Verandatür. Tony steht auf, geht hin und öffnet sie. Davor steht ein eben solcher Anzug wie seiner nur in schwarz. "Hi Rhodey." begrüßt Tony ihn. Das Visier klappt hoch und ein dunkelhäutiger Mann erwidert den Gruß. Er lässt ebenso einfach wie Iron Man seinen Anzug verschwinden. Er wird mir

vorgestellt und setzt sich, nachdem er von Tony mit einem Drink ausgestattet worden ist, zu uns. Noch einmal müssen wir unsere Geschichte erzählen. Noch einmal müssen wir unsere Geschichte erzählen   Etwas später kommen noch Steve und Clint. "Ich fasse es nicht, Capitain America. Cool!" rufe ich glücklich. Tony sieht mich von der Seite an. "Hey hey. Du bist mit dem viel cooleren Helden zusammen. Hallo hier, Iron Man." er zeigt auf sich. Steve lässt ein gemeines Grinsen aufblitzen, zieht mich zu sich und umarmt mich herzlich.

"Immer wieder schön Fans zu treffen." raunt er und gibt mir einen Kuss auf die Wange. Mein Herz schlägt schneller. Mit einem mal sind metallene Geräusche zu hören, ein Geräusch als würde ein Ventilator laufen und Iron Man steht vor uns mit ausgestrecktem Arm. "Och nee. Nicht schon wieder." murmelt Natasha. "Sofort loslassen, Cap!" fordert Tony. "Komm mal wieder runter. Ich werde doch wohl mal einen treuen Fan begrüßen dürfen?" lächelt Steve, hält mich noch immer im Arm. "Lass sie los. Sofort!"

"Du kannst dir sicher sein, bei mir ist sie in guten Händen." stichelt Steven weiter. Da wird er auch schon von einem Blitz getroffen und fliegt rückwärts. Mich hat er dann doch los gelassen, doch ich falle zu Boden. Tony tritt auf mich zu um mir hoch zu helfen. In dieser Zeit rappelt sich Captain America wieder auf. Plötzlich hat er seinen charakteristischen Schild in der Hand. "Tu das nie wieder!" presst er zwischen den Zähnen hervor. "Ach kommt Jungs. Bis einer weint." ruft Natasha dazwischen. "Wenn ihr nicht aufhört lasse ich das grüne Monster frei.

Und dann, Tony, steht von deinem Haus kein Stein mehr auf dem anderen." droht sie. Ich war viel zu erstaunt um auch etwas zu sagen. Hier prügelten sich fast zwei der großen Superhelden - und das um mich. "Na gut." Tony lässt den Anzug wieder verschwinden und setzt sich auf eine Couch. Er nimmt einen großen Schluck seines Bourbon. Steve sitzt kurz darauf wieder in Alltagskleidung mit uns auf der Couch. Es wird noch ein geselliger, lustiger Abend. Die Männer geben sich Mühe mich mit ihren Heldentaten zu beeindrucken. Natasha mischt sich immer

dann ein, wenn sie der Meinung ist die Wahrheit wäre zu weit entfernt. Wir verstehen und wirklich gut. Ich habe das Gefühl wir könnten gute Freundinnen werden! Ich fühle mich umwerfend gut in dieser Runde.

Once upon a time

Wir verbringen noch einige schöne Tage in Malibu. Doch dann ruft die Arbeit Tony zurück nach New York. Und auch ich sollte mich mal wieder um meine Arbeit kümmern. Mit der selben Maschine wie vor ein paar Tagen geht's zurück nach Big Apple. Es ist ein sonniger Tag im Oktober. Vom Flugzeug aus sehe ich die Freiheitsstatue im Wasser stehen die Besucher und Heimkehrer zu begrüßen scheint. Es war zwar wunderschön in Kalifornien, aber ich freue mich auch wieder nach Hause zu kommen. Ich muss mich

unbedingt mit Belle treffen. Habe ihr ja so viel zu erzählen. Seit Tagen haben wir nicht von einander gehört. Zu Hause - bin ich da überhaupt noch zu Hause? In den letzten Tagen habe ich mich so sehr an Tonys Nähe gewöhnt das ich mich nun ernsthaft frage wo ich überhaupt jetzt zu Hause bin. Tony war während der gesamten Flugzeit am Handy. Irgend etwas scheint passiert zu sein. Leider komme ich gar nicht dazu ihn danach zu fragen, denn bei unserer Ankunft am JFK stehen da zwei Limousinen.

Eine soll mich nach Hause in den Stark Tower bringen, die andere muss Tony nehmen. "Sorry, Süße, dringende Termine. Warte lieber nicht auf mich." sagt er, küsst mich und verschwindet im Wagen der gleich darauf los fährt. Was sollte das jetzt? Was ist so wichtig das er sich nicht ordentlich von mir verabschieden kann? Sauer steige ich in den zweiten Wagen und schlage selbst die Tür zu ehe der Fahrer dazu kommt. Ich habe jetzt überhaupt keine Lust allein in der Residenz dieses Arschlochs zu sitzen und befehle dem Fahrer zu

meiner Adresse zu fahren. Hinterher tut mir die schroffe Wortwahl leid und ich entschuldige mich bei ihm. Der Wagen hält eine dreiviertel Stunde später vor unserem Haus. Der Fahrer hilft mir noch bei meiner Tasche und fährt dann wieder weg. Ich zücke meinen Wohnungsschlüssel und schließe die Haustür auf. Langsam steige ich die Stufen zu unserer Wohnung im dritten Stock hoch. Es kommt mir vor wie eine Ewigkeit das ich hier gewesen bin. Gerade als ich vor unserer Tür stehe klingelt mein Handy. Es ist Tony, doch ich habe jetzt keine Lust mit ihm zu sprechen, also weise ich den Anruf ab.

Ich schaffe gerade einmal die Tür zu öffnen und meine Tasche auf das Sofa zu werfen, da ruft er erneut an. Und wieder weise ich den Anruf ab. Da kommt Sekunden später eine WhatsApp Nachricht. "Was soll das? Geh gefälligst ans Telefon!" "So schon gar nicht, Mister Stark!" rufe ich dem ausgeschaltetem Handy zu. "Du sagst mir nicht wo du hin gehst, da werde ich dir auch nicht erzählen wo ich bin." Ich beschließe erst einmal duschen zu gehen und mich umzuziehen. Gerade als ich unter der Dusche stehe,

eingeseift bin, klingelt es an der Tür. "Da habe ich doch ein Dejavu." sage ich, steige aus der Dusche, wickle mich in ein Handtuch und schlurfe zur Wohnungstür. "Hast du deinen Schlüssel vergessen, Belle?" rufe ich durch die geschlossene Tür. Doch als ich die Tür öffne, Happy davor erblicke, fällt mir ein, dass Belle ja gar nicht wissen konnte das ich heute nach Hause komme, daher auch nicht darauf hoffen konnte das ihr die Tür, im Falle des Schlüssel Vergessens, geöffnet würde. "Mist." entfährt es mir daher als ich Happy erblicke.

"Nein, Happy, Miss. Mister Stark macht sich Sorgen um Sie. Ich soll hier bei Ihnen bleiben bis er Zeit hat um Sie hier abzuholen." "Nein, das ist nicht nötig Happy. Es tut mir leid das Sie umsonst hier her gefahren sind! Aber machen Sie sich wegen mir bitte keine Umstände. Fahren Sie nach Hause oder sonst wo hin und richten Sie bitte Mister Stark aus das ich tun und lassen kann was ich will. Ich bin nicht eines seiner dummen Häschen, die sofort springen wenn er mit dem Finger schnipst. Ich bleibe hier und sagen Sie ihm bitte ich wünsche nicht das er mich hier abholen kommt." beende ich meine

Ansprache. Happy grinst. "Soll ich ihm das wirklich so ausrichten?" fragt er. "Nein, natürlich nicht. Ich bin nur sauer. Wo ist er vorhin hin, Happy?" gebe ich zu. "Das darf ich Ihnen nicht sagen Miss." " Warum nicht?" Ich bin im Fragemodus - mein Journalistisches Gespür ich geweckt. "Weil es sich um eine Iron Man Sache handelt." "Na und? Er prahlt doch gern mit seinem Superhelden Sachen." "Ich weiß es auch nicht genau Miss. Fragen Sie ihn wenn er nachher kommt!" versucht Happy sich raus zu reden.

"Mh. Okay. Weiß man schon wann euer Hoheit hier aufschlagen wird?" frage ich. "Nein, es tut mir leid, Miss. Er sagte nur ich solle bei Ihnen bleiben bis er kommt." "Haben Sie nicht Frau und Kinder zu Hause sitzen die darauf warten das Sie endlich nach so langer Zeit nach Hause kommen?" versuche ich es nach einer Weile erneut. "Da gibt es niemanden." gibt er zurück, doch ich höre einen leicht traurigen Unterton mitschwingen. Ich nicke wissend. "Ich sollte mir vielleicht mal etwas anziehen. Und

wollen wir es uns dann gemütlich machen? Wir könnten Pizza bestellen. Und möchten Sie einen Kaffee, Happy?" schlage ich vor. Er stimmt gerne zu und so sitzen wir später gemeinsam auf unserem alten abgewetzten Sofa, essen Pizza und sehen und Bodyguard auf DVD an. Ich hätte nie gedacht das das Happy's Lieblingsfilm ist. Und weil es so schön ist und der große Antony Stark sich bisher noch nicht die Ehre gegeben hat, schauen wir noch Pretty Woman und Dirty Dancing. Es macht so einen Spaß mit Happy, dass wir gar nicht bemerken wie die Zeit vergeht. Mittlerweile ist es 23 Uhr durch

und ich merke wie müde ich bin. Ich muss herzhaft gähnen. "Gehen Sie ruhig zu Bett, Miss Susan. Ich lege mich hier auf das Sofa, wenn ich darf." "Sie dürfen." Ich stehe auf, trage die Schale mit den restlichen Chips in die Küche und drehe mich dann noch einmal zu ihm um "Ach, eines noch, Happy. Sagen Sie doch bitte du zu mir! Miss Susan hört sich für mich so formell an. Ich würde mich freuen wenn Sie mich von nun an nur Susan nennen würden!" "Das ist in Ordnung." gibt er freundlich zurück. Ich drehe mich zurück, um zu meinem

Zimmer zu gehen da ruft er mir noch nach "Gute Nacht, Susan." "Gute Nacht Happy." antworte ich. Ich schlafe unruhig in dieser Nacht. Habe schlechte Träume. Scheinbar hat sich mein Geist ebenso wie mein Körper bereits daran gewöhnt das ich nicht mehr allein bin. Ich gehe nachdem ich im Bad fertig bin in das Wohnzimmer. Happy liegt auf dem Sofa und schläft noch. "Der Ärmste. Sicher hat er einen steifen Nacken wenn er aufwacht. Unser Sofa ist zu klein für einen erwachsenen Mann. Er hat seinen Kopf auf die hohe Armlehne

gelegt. Es sieht sehr unbequem aus. Ich gehe zu meinem Handy das am Ladekabel in der Küche liegt. Drei verpasste Anrufe. 2 von Tony und einer von einer als privat angegebener Nummer. Ich beschließe gnädig zu sein, einen Schritt auf Tony zuzugehen und schreibe ihm eine Nachricht: "Mir geht's gut. Bin bei mir zu Hause. Happy ist auch hier." Kurz darauf kommt prompt die Antwort: "Das weiß ich. Er ist da weil ich es ihm befohlen habe. Die Frage lautet aber eher, warum bist du dort und nicht zu Hause?" "Ich bin zu Hause." schreibe ich zurück.

"Das stimmt nicht, denn ich bin hier und ich kann dich nirgends entdecken. Jarvis habe ich auch schon gebeten nach irgendeinem Lebenszeichen von dir zu suchen - ohne Erfolg." schreibt er. Ich muss unwillkürlich grinsen. Da fällt mir ein Liebesbeweis ein. Ich schreibe ihm: "Ich bin nur ein kleines Mädchen das darauf wartet das eines Tages ein Märchenprinz auf einem Schimmel angeritten kommt und sie rettet." Mal sehen ob er es versteht? Doch er schreibt nicht zurück. Was ist jetzt. "Ich wollte nur einen Scherz machen."

schreibe ich etwas später zurück. Scheiße! Ich hab's verbockt. "Ach was, meine Süße hätte gerne einen Märchenprinzen? Ich hab zwar nicht viel mit Romantik am Hut, aber die Frauen stehen nun mal drauf. Sie will einen Märchenprinzen, sie soll einen bekommen." denke ich bei mir und rufe zu Jarvis "Jarvis, du musst für mich etwas arrangieren!" Kurze Zeit später steht alles fest. "Am Nachmittag soll meine Süße die Überraschung ihres Lebens bekommen. Hoffentlich!"

Ich habe nicht mit Tony's Exzessivität gerechnet. Happy und ich sitzen am Esstisch und trinken Kaffee, als plötzlich von der Straße Pferde wiehern zu uns nach oben dringt. Happy steht auf um raus zu sehen. Ich wundere mich auch. Pferde in dieser Großstadt? "Sie werden es' nicht glauben." ruft Happy erfreut. "Was denn?" frage ich, nun bin ich neugierig. Ich gehe ebenfalls zum Fenster, schaue raus und traue meinen Augen nicht. Da unten fährt soeben eine weiße Kusche, mit zwei Schimmeln davor, vor.

Und auf dem Kutschbock sitzt Tony, im Prinzenkostüm. Das passt wieder zu ihm. Typisch der Exzentriker. Schnell laufe ich auf unseren Balkon. Eine Trio spielt Stand by me und ein Sänger singt den Text. Tony und seine Verbündeten ziehen die Blicke auf sich. Leute bleiben stehen, zücken ihre Smartphones. Kinder kreischen vor Freude über die Pferde in der Stadt, bleiben stehen um sie zu streicheln. Alles ist perfekt. Ich heule los als der Geigenspieler sein Solo spielt. Tony wartet bis das Lied vorbei ist, springt von der Kutsche, beginnt zu sprechen.

Seine Stimme wirkt verstärkt, er muss ein Mikrofon am Rever haben. "Wenn diese Sünderhand ein solches Bild entweiht. Dann will ich schleunigst dafür büßen. Wie Sünder neigen meine Lippen sich, bereit, die Hand der Heiligen zu küssen." Er greift nach der Feuerleiter, zieht sie zu sich herunter. Mit einem lauten Rattern schlägt ihr Ende auf dem Boden auf. Tony beginnt hoch zu steigen. Ich kann es kaum glauben, er rezetiert für mich Romeo und Julia.

Ich kenne den Text, übernehme den Part der Julia und rufe ihm zu "Mein Sünder, diese Buße bleibt dir heut' erlassen, denn deine Hand, die sündigt nicht   Ein Sünder darf die Hand von einer Heil'gen fassen, wenn dies Vergebung ihm verspricht." Tony bleibt kurz stehen und ruft zu mir hoch "Hat nicht der Sünder Lippen und die Heil'ge auch?" "Ja, zum Gebete sprechen. So will es der Brauch." Tony ist nun fast bei mir angelangt und grinst mich frech an. "Dann lass die Lippen beten, Engel,

meiner Sünde wegen! Erlöse mich! Lass mich nicht vor der Hölle bangen!" Er nähert sich mir. Ich flüstere "Die Lippen einer Heil'gen dürfen niemals sich bewegen." "Beweg sie nicht! Ich will Vergebung mir erlangen." flüstert nun auch er und küsst mich vorsichtig. "Durch diesen Kuss hast du die Sünde mir genommen." "Dann liegt die Sünde jetzt auf meinem Mund?" frage ich leise. "Auf deinem? Du verdammt, und ich der Grund? Gib mir die Sünd' zurück!" Tony küsst mich leidenschaftlich. Die

umherstehenden Zuschauer applaudieren. "Du hast sie jetzt bekommen." gebe ich noch nach. Ich schlinge meine Arme um seinen Hals und nun küsse ich ihn leidenschaftlich. Ich hoffe meine ganzen Gefühle in diesen Kuss legen zu können. Die Zeit scheint still zu stehen. Es gibt nur noch Tony und mich. "Ich liebe dich so sehr!" flüstere ich an seinem Mund. Er grinst. Seine Barthaare kitzeln mich. "Merk dir dieses Gefühl, wenn ich das nächste Mal was blödes mache." Nun bemerke ich auch wieder die Musik. Das Trio spielt Bach's Air.

Ich flüstere ihm zu "Ach, Romeo. Warum heißt du nur Romeo? Kannst du nicht deinen Namen ändern? Nein? Dann schwöre, Romeo, dass du mich liebst! Und ich will keine Capulet mehr sein. Nicht du, nein, nur dein Name ist mein Feind. Doch was bedeutet denn schon Montague, bedeuten denn schon Namen? Diese Rosen, wenn sie jetzt nicht mehr Rosen heißen würden, sie würden doch mit gleicher Süße duften. Ach, bitte, leg doch deinen Namen ab! Ich schenke dir dafür meine ganze Liebe." Tony erhebt sich und ruft laut "So soll es sein. Wenn meine Heilige mich tauft und mich von jetzt an Liebster nennt, dann

will ich nie mehr Romeo nun heißen." Er sieht mich an, wedelt mit den Armen kurz in der Luft herum, sagt "BlaBlaBla. Still! Deine schönen Augen, die sind viel gefährlicher für mich. Liebst du mich nicht, dann sollen mich die Feinde ruhig hier finden, denn lieber sterbe ich durch ihren Hass, als ohne deine Liebe leben müssen." "Dir ist schon klar das das nachher alles bei YouTube zu sehen sein wird?" flüstere ich ihm ins Ohr als ich ihn am Kragen zu mir gezogen habe.

"Das mein Schatz, ist mir scheiß egal!" grinst er. Ich zerfließe bei seinem Anblick. Obwohl schon ein erwachsener, ein erfolgreicher Mann wirkt er in manchen Situationen noch wie ein Kind. Er ist so süß! Ich kann nicht anders als ihn immer wieder zu küssen. Happy applaudiert Happy kommt auf uns zu als wir etwas später gemeinsam in das Zimmer treten.

"Wow, Boss, das war ja Bühnenreif!" lobt er. "Danke. Aber wichtiger ist mir wie es bei Su ankam." Er schaut mich abwartend an. "Das war wirklich und wahrhaftig das unglaublichste was je ein anderer Mensch für mich getan hat. Ich bin überwältigt." "Du warst aber auch nicht schlecht! Und das ganz ohne Hilfe." lobt Tony mich. Er deutet auf sein Headset "Ich hatte etwas Hilfe." Das dachte ich mir schon, ist mir aber egal, er hat es getan - er ist für mich ganz offiziell in die Rolle des

Märchenprinzen geschlüpft. Nun war es um mich geschehen. Ich werde diesen Mann nie mehr kampflos aufgeben! Ich hatte Recht. Nicht mal eine Stunde später war unser "Auftritt" in voller Länge auf YouTube zu sehen. Es gab etliche verwackelte Handyaufnahmen. "Das Original war besser." sagt Tony knapp als er es sich anschaut. Und am nächsten Morgen darf ich mein Portrait sogar auf einigen Titelblättern bewundern. Happy bringt die betroffenen Ausgaben mal zur Ansicht mit, als er das Penthouse

betritt um seinen Dienst anzutreten. Ich verschlucke mich an meinem Kaffee als ich die Schlagzeile lese: "Für sie macht sich Iron Man zum Hampel Man." oder "Ein neues Liebespaar a la Romeo und Julia ist in der Stadt" und "Was will die unbekannte Schönheit von Multimillionär Tony Stark? - Hat sie es nur auf sein Geld abgesehen?" "Morgen bist du nicht mehr die unbekannte Schönheit, dann werden sie alles über dich heraus bekommen haben. Ich hätte es gern vermieden, aber irgendwann musste der Tag ja kommen, wo wir entdeckt werden." Er sieht mich über den Rand seiner Brille, die er manchmal trägt, an "Wir müssen es jetzt

offiziell machen. Sonst jagen sie uns." Ich muss schlucken. Jagen. Bin ich ein wildes Tier? Aber ich nicke zustimmend. "Pepper wird sich darum kümmern. Jarvis kontaktiere sie bitte!" ruft Tony. "Jawohl, Sir." antwortet dieser. "Und jetzt zu dir. Bevor du es durch die Zeitungen erfährst, ich habe einen Sohn." "Was bitte? Davon wusste ich ja gar nichts." "Das war ja auch der Sinn der Sache. Ich habe ihn da raus gehalten. Er heißt Leon, ist 15 und wohnt mit seiner Mutter in

San Franzisco. Ich möchte nur das du alles von mir weißt. Keine Geheimnisse." "Du musst sehr jung gewesen sein als du ihn gezeugt hast." "Jaaa, 16 war ich. Sie war eine Nachbarstochter." erklärt er verlegen. "Okay. Keine Geheimnisse." ich stocke. "Was ist los, Süße?" fragt er. "Nun, bevor du es durch die Zeitungen erfährst... Ich... Also mein Ex Freund..." Ich suche nach den richtigen Worten. Tony sieht mich mitfühlend an, kommt näher und nimmt mich in den Arm. "Also, er hat mich damals nicht gut behandelt. Ich..." Ich stocke erneut. "Ich habe versucht mich umzubringen."

So, jetzt ist es raus. Aber er sieht gar nicht überrascht aus. "Du weißt es schon oder?" frage ich lahm. "Süße, ich weiß alles über dich, über deine Eltern und dessen Eltern." erklärt er. "Ich kann dir nur sagen, von nun an brauchst du dir um nichts mehr Sorgen zu machen. Ich bin für dich da. Ich beschütze dich. Das schwöre ich feierlich." sagt er und fasst sich demonstrativ an die Brust. Da muss ich wieder lachen. Oh man, wenn die letzten Tage schon so aufregend waren - wie würde dann mein restliches Leben an der Seite von Tony

Stark oder Iron Man sein?

Von jetzt an wird sich einiges ändern

Tony sollte ja o recht behalten. Am nächsten Tag schien es für die New Yorker kein anderes Thema mehr zu geben als Tony Stark und Susan Walters. "Die zukünftige Ms. Stark?" konnte man lesen. Ich schluckte als ich die Schlagzeile las. Klar, habe ich mir heimlich schon mal ausgemalt wie es sein würde Ms. Stark zu werden. Aber es jetzt so vorgesetzt zu bekommen... Was würde Tony davon halten. Gerade war er im Bad. Er musste gleich in die Firma. Als er wenig später ins Esszimmer kam lies er sich nichts anmerken. Daher

fragte ich "Hast du die Zeitung schon gelesen?" "Klar." gab er knapp zurück. "Die schreiben wir würden heiraten." sagte ich trocken. "Ja, und?" fragt er während er sich ein Croissant schnappt und herzhaft hinein beißt. "Ich werde keine freie Minute mehr haben. Wie sagtest du gestern so schön? Die werden mich jagen." "Hm." kaute er "Du wirst dich dran gewöhnen müssen." brachte zwischen zwei Bissen hervor. "Na toll! Und jetzt?" Ich bin deprimiert. Eigentlich hätte ich es ja wissen müssen, doch man beschäftigt sich ja immer erst

mit den Sachen wenn sie einen direkt betreffen. "Wir haben Pepper. Sie kümmert sich um die PR. Aber du wirst jetzt das hier brauchen." Damit geht er zum Sideboard und nimmt eine dieser Glasscheiben die ihm als Handy dienen. "Unser privates Kommunikationssystem. Handys können gehackt werden. Und so hast du Jarvis immer bei dir. Hier." Und damit hält er mir das Ding hin. Ich nehme es "Und wie schaltet mal es an?" "Ganz einfach, antippen." Er tippt darauf und schon erwacht es zum Leben. "Guten Tag, Miss Walters." begrüßt mich Jarvis durch das Gerät. "Was möchten Sie tun?"

"Äh, jetzt nichts. Danke." "So, jetzt bist du erst einmal ausgestattet. Meine Kreditkarte hast du auch. Dann kann ich ja jetzt mal das Geld verdienen gehen." sagt Tony, klatscht tatendurstig in die Hände. "Komm her!" Ich schmiege mich enger an ihn. Seine Lippen kommen meinen immer näher, ich schließe die Augen und genieße den Kuss. Ich schlinge meine Arme um seinen Hals. Ich möchte ihn am liebsten gar nicht gehen lassen. Doch auch der schönste Kuss ist irgendwann zu Ende und Jarvis meldet sich auch zu Wort "Mister Stark ihr 12

Uhr Termin steht an." "Ja doch. Danke Jarvis." Er löst sich von mir indem er mich von sich am ausgestreckten Arm hält. "Mach`s gut, Süße! Heute Abend bin ich wieder da." Ich schniefe und sehe traurig zu Boden. Tony dreht sich um, zieht seine Sonnenbrille aus der Jackettasche und setzt sie sich auf. Ich drehe mich zum Fenster und sehe hinaus. Wie weit weg die normale Welt da draußen ist, wie klein die Menschen. Tony dreht sich an der Tür noch einmal um und ruft "Babe." Ich drehe mich zurück, sehe ihn an. "Ich liebe dich." Und damit schließt sich die

Fahrstuhltür. Eine Träne rollt meine Wange herunter. "Ich dich auch." flüstere ich. Ich beschließe mich heute mit Belle zu treffen. Sie muss dringend auf den neuesten Stand der Dinge gebracht werden. Sie erfährt sonst alles nur durch die Presse. "Jarvis. Stelle Verbindung zu Anabelle Grimm her!" "Sofort, Miss." Schon blinkt Belle's Nummer auf meinem Display. "Hallo?" meldet sie sich. "Hi Süße!" spreche ich in das Gerät. "Hast du heute Zeit?" "Susan! Hey, wie cool das du dich

meldest. An dein Handy gehst du ja nicht ran. Du treulose Tomate!" ruft Belle. "Ja. Ich möchte dich dringend sehen! Hast du Zeit?" "Für meine beste Freundin - immer. Wann und wo?" "Unser Lieblingscafe in 1 Stunde?" "Okay, bis gleich." sagt sie und legt auf. Ich tu es ihr nach. "Jarvis ich gehe kurz mal weg." "Ich werde alles in die Wege leiten." "Nein nein, du hast mich missverstanden, Jarvis. Ich möchte doch nur kurz ins Cafe mich mit meiner Freundin treffen." "Das habe ich verstanden, Miss Walters. Mister Stark hat aber angeordnet das Sie stets zu bewachen sind. Ich werde Ihnen

jetzt eine Limousine bestellen." Daran soll ich mich gewöhnen? Ich schreibe Tony eine Mail. "Hi Tony. Ich möchte mich mit Belle treffen. Im Cafe. Aber Jarvis will mich nicht ohne Begleitung raus lassen. Ist das denn wirklich nötig? Mich kennt doch keiner?" Meine Kommunikator zeigt mir an das Su mir eine Mail geschickt hat. Sie möchte ausgehen aber ohne Schutz. Das geht gar nicht. Zu viel Angst habe ich das ihr etwas zustößt. "Jarvis. Kümmere dich darum das Su eine eigene Limousine und einen Bodyguard bekommt. Jemand dem ich

vertraue. Lass sie nicht allein raus gehen! Zur Not schicke jemanden verdeckt hinter ihr her." "Wie Sie wünschen, Sir. Ich werde alles veranlassen." "Miss Susan, Mister Stark hat ausdrücklich angeordnet das Sie nicht allein raus gehen. Ich habe bereits eine Limousine für Sie geordert. Als ihr persönlicher Bodyguard für heute stellt sich Happy zur Verfügung. Er wird gleich da sein. Sie werden Ihren Termin pünktlich wahrnehmen können." Informiert er mich. "In Ordnung. Dann mache ich mich jetzt fertig. Gib mir bescheid wenn Happy

eingetroffen ist!" Oh je. Den Befehlston habe ich ja schon drauf. "Wie Sie wünschen, Miss." Belle wartet schon im Cafe. Ich verspäte mich, da wir mit dem riesigen Wagen im Stau feststeckten. Dieses Auto ist eben nicht so wenig. Belle hatte gerade einen Cappuchino für sich bestellt, als eine schwarze Limousine direkt vor dem Cafe hält. Der Beifahrer steigt aus, läuft zur hinteren Tür und öffnet sie. Die Frau schwingt geschlossen ihre Beine auf dem Wagen, ihre Füße stecken in Manolo Blahnik Stilettos. Sie steht auf und kommt auf Belle zu gelaufen. Ihr bleibt

vor Erstaunen der Mund offen stehen. Hinter ihrer völlig veränderten besten Freundin geht ein Breitschultiger Mann, im dunklen Anzug mit Headset im Ohr. "Bestimmt ist der bewaffnet." geht es Belle durch den Kopf als sie aufsteht um Susan zu begrüßen. Der Mann macht einen Hechtsprung zwischen die beiden Frauen und hält Belle die Hand vor die Brust. "Stopp!" gebietet er. "Happy. Happy, ist schon gut." ruft Susan. "Das ist mein Termin." Sie geht zu mir, schlingt den freien Arm um meine Hüfte, in der anderen hält sie eine Cutch. "Das ist meine beste Freundin. Miss Anabelle Grimm." "Ja, wenn das so ist. In Ordnung." sagt

Happy und zieht sich an einen Nachbarstisch zurück wo er sich hinsetzt. "Hi, mein Schatz." begrüße ich Belle und küsse ihre Wangen. "An das eben muss man sich wohl gewöhnen oder? Aber wow! Du siehst einfach wow aus!" bringt Belle stoßweise hervor. Ihr scheinen die Worte zu fehlen. Das kommt wahrlich nicht gerade selten bei ihr vor. "Ja, Tony lässt mich jetzt nicht mehr ohne Bewachung aus dem Haus. Jetzt wo ich..." Ich stocke. "Schon klar. Auf die künftige Ms. Stark muss aufgepasst werden. Schließlich bist du die Mutter des künftigen Thronfolgers des Stark Reichs." witzelt Belle.

Ich verdrehe gespielt die Augen. "Ach, hör mir damit auf. Was in den Zeitungen steht ist völliger Blödsinn." "Also sind die Videos wo ihr mitten in Manhatten Romeo und Julia spielt auch nur Fake?" lacht sie. "Nein, das sind sie nicht. Er wollte mich überraschen. Voll süß oder?" sage ich und als ich an die Szenen zurück denke legt sich ein Lächeln auf meine Lippen. "Ihr scheint völlig verknallt zu sein!" stellt Belle trocken fest. "Das hätte ich, ehrlich gesagt, einem Mister Stark gar nicht zugetraut. Diese Romantik." "Ist eigentlich auch nicht sein Fall. Aber..."

"Aber für seine Zukünftige springt er gern mal über seinen Schatten." vollendet Belle meinen Satz. "Ja ganz genau." Lachend setzen wir uns beide an unseren Tisch. Die Bedienung kommt und ich gebe meine Bestellung auf. Ich werfe einen Seitenblick auf Happy, doch dieser ist mit seinem Handy beschäftigt. Ich erzähle Belle von den letzten Tagen, was wir so gemacht haben, vom Haus in Malibu, von der Party und den anderen Helden. Irgendwann kommt das Gespräch auf den Anschlag vor knapp 2 Wochen. "Ich muss mich langsam mal darum kümmern was

nun mit meiner Arbeit ist." bemerke ich. "Ach, da fällt mir ein, da kam vor zirka einer Woche ein Anruf für dich. Vom Verlag." Ich schlucke denn ich ahne schlimmes. "Dein Verlag existiert nicht mehr. Dein Boss hat es damals erwischt und auch etliche deiner Kollegen." Ich verstecke mein Gesicht in den Händen. Sofort kommen hinter den verschlossenen Augen die Bilder des Attentats wieder hoch. Ich fahre mir durch die Haare, sage "Scheiße! Und was mache ich jetzt? Ich bin noch nicht lange genug im Geschäft, mich wird kein anderer einstellen." "Ich glaube nicht das du eine neue Stelle

brauchst." "Du meinst, weil ich die Freundin von Tony Stark bin? Nein, Belle, ich will selbstständig bleiben! Ich will arbeiten!" erkläre ich mit fester Stimme. "Ja, das sagst du jetzt noch. Warte bis er dir den Heiratsantrag gemacht hast." gibt sie zu bedenken. "Quatsch. Heiratsantrag. Belle, wir kennen uns zwei Wochen. Das hat doch nur die Presse daraus gemacht. Schlagzeilen eben. Da steckt nichts dahinter." "Ich sage nur Romeo und Julia." Belle grinst hinterhältig. "Ja schon..." "Susan, sieht dich doch mal um! Du hast

dich verändert. Kommst hier mit deiner Limousine und Bodyguard im Schlepptau vorgefahren und du hast sicher auch seine Kreditkarte in deinem Handtäschen." Kann sie Gedanken lesen? "Tony Stark fliegt mit dir mal so eben durch ganz Amerika, stellt dich seinen Freunden vor, seinen Eltern kann er dich ja nicht vorstellen und dann rezitiert er für dich auf offener Straße den Romeo." Sie sieht mich fest an. "Was für Beweise seiner Liebe zu dir brauchst du denn noch?" "Wenn man es mal so sieht... Du hast recht." gebe ich zu. In genau diesem Moment klingelt in

meiner Tasche mein Kommunikator. Ich hole ihn hervor. Belle schaut interessiert zu. "Was ist das für ein Ding?" fragt sie mich. "Hat mir Tony gegeben. Ein Kommunikator, weil doch Handy gehackt werden können. Und so habe ich Jarvis immer bei mir." erkläre ich mit Stolz in der Stimme. "Okay. Dann geh mal ran bevor das Ding hier noch in die Luft fliegt." Ich halte es mir ans Ohr und sage einfach "Ja." "Leg den Kommunikator einfach auf den Tisch vor dich!" höre ich Tonys Stimme. Ich tue es und sofort erscheint eine Art Hologramm. Tony sagt "Ich zeige dir

jetzt mal was dieses kleine Ding so alles kann. Sieh her!" Es erscheint ein Amor mit Pfeil und Bogen. Er spannt den Bogen, zielt auf mich und lässt den Pfeil direkt auf mein Herz zu sausen. Dieser dringt in mich ein und verflüchtigt sich dann einfach. Ich bin überrascht. Mit so etwas habe ich nicht gerechnet. "Ich liebe dich, Susan Walters!" ruft Tony. Ich spüre wie ich rot werde. "Ich liebe dich auch." hauche ich in das Gerät. "Sie ist es." kreischt plötzlich eine schrille Frauenstimme hinter mir. "Sie ist die Freundin von Tony Stark." Und dann ging alles ganz schnell. Ich wende

mich um in die Richtung aus der ich die Stimme vernommen habe, in diesem Moment springt schon Happy hinter mich um mich abzuschirmen. "Kommen Sie, Susan!" raunt er mir zu "Und Sie kommen auch mit!" befielt er Belle. Diese greift, genau wie ich nach ihrer Handtasche und wir folgen Tony zum Wagen. Es hat sich mittlerweile eine riesige Menschentraube gebildet. Alle wollen ein Foto mit mir machen. Beim Wagen stehen die Türen bereits offen, wir steigen ein und sofort setzt sich der Wagen in Bewegung. "Geschafft." stößt Belle aus. "Ach du heilige scheiße!" entfährt es

mir. "Alles in Ordnung bei Ihnen beiden?" fragt Happy von vorne. Wir nicken kollegtiv. "Das also erwartet mich zukünftig. Ich mag mir gar nicht ausmalen was geschehen wäre hätte ich Happy und den Wagen nicht dabei gehabt." denke ich mir während der Fahrt zurück zum Stark Tower. Dort angekommen parken wir in der Tiefgarage. Ich war noch nie hier. "Wow!" entfährt es Belle bei dem Anblick der vielen Nobelkarossen. Ich stehe da und sehe mich um. Auf den ersten Blick sehe ich mit meinem

laienhaften Blick, verschiedene Porsche, auch Oldtimer, einen weißen Ferrari und den orange metalic farbenen Ferrari, einen silbernen Mercedes und noch so einige mir unbekannte Autos. "Wem gehören die alle?" frage ich Happy. "Na Mister Stark natürlich." antwortet er mit Stolz in der Stimme. "Wofür braucht ein Mann allein so viele Autos?" Ich kann es nicht verstehen. "Miss, muss ich Ihnen wirklich erklären warum ein Mann Autos mag?" Er lacht mich an. "Er liebt seine Autos." Happy dreht sich um und geht zu einer Tür. Ich höre ihn noch etwas murmeln das wie "Nur eines liebt er noch mehr."

Wir folgen Happy zu der Tür. Happy zieht eine Karte durch einen Schlitz an dem Türrahmen. Dahinter befindet sich ein kleiner Vorraum mit einem Zugang zum Fahrstuhl. Wir steigen alle ein und fahren nach oben ins Penthouse. "Kann da jeder hoch?" fragt Belle. "Nur bist in die 15 Etage. Alles darüber ist nur Mister Stark und Miss Walters vorbehalten." erklärt Happy. Ich horche auf, das war mir neu. "Aber in den Fahrstuhl selbst gelangt man nur mit einer solchen Karte. Wenn Sie, Miss Grimm, Miss Walters besuchen möchten rate ich Ihnen vorher einen Termin zu machen! Jarvis gibt uns dann bescheid."

"Wer ist Jarvis?" fragt Belle verwundert. "Das bin ich." meldet sich Jarvis zu Wort. Belle schaut sich gehetzt um. Sie hat sich wohl sehr erschrocken. "Ich bin eine von Mister Stark entwickelt und generierte Intelligente Lebensform." "Oh." sagt sie knapp. "Ja, er ist ein echter Tüftler." erkläre ich. Wir kommen im 20. Stock an und steigen aus. "Willkommen zu Hause, Miss Walters. Darf ich Ihnen und Ihrer Begleitung zur Beruhigung einen Tee machen?" fragt Jarvis.

"Ja gerne und ich hätte gerne Musik!" gebe ich zurück, gehe zum Tisch, lege meine Tasche ab und kehre zu Belle zurück. "Setz dich doch!" bitte ich sie. Jarvis lässt in der Küche eine Maschine den Tee zubereiten, als er fertig ist gibt er mir bescheid. Ich gehe in die Küche, Belle folgt mir und sieht sich staunend in unserer voll automatisierten Küche um. Ich stelle die Teekanne auf ein Tablett, nehme noch zwei Tassen aus feinstem Porzellan aus dem Schrank, sowie eine Zuckerdose. Milch hole ich anschließend aus dem Kühlschrank. Ich lebe zwar jetzt schon einige Jahre in den Saaten, doch

ich bin Britin und als solche bestehe ich auf meinen 5 Uhr Tee. Na ja zumindest wenn ich Besuch habe. Belle und ich setzen uns wieder auf die Couch und genießen den Tee. "Du musst mir nachher noch eine Führung geben!" "Okay. Aber nur hier oben. In Tonys Werkstatt möchte ich dich nicht führen. Nicht ohne sein Einverständnis. Außerdem kämen wir eh nicht rein. Ist gesichert." erkläre ich. "Auch gut. Obwohl ich echt gern einmal Iron Man live gesehen hätte." gibt sie verträumt zurück. "Hättest du doch eh nicht, da der Mann im Anzug zur Zeit nicht zu Hause ist."

lache ich.

Feuchtgebiet

"Jarvis weiß man schon wann Tony zu Hause ist?" ruft ich während ich mich entkleide. Der Tag war heiß und ich bin verschwitzt. Ich möchte baden gehen. "Er ist schon da." höre ich plötzlich Tonys Stimme hinter mir. "Hi Babe." begrüßt er mich. Ich laufe auf ihn zu, umarme ihn und schmiege mich an seine Brust. "Bekomm ich keinen Kuss?" Er tut eingeschnappt. "Hast du heute als du aus warst einen neuen kennengelernt?" witzelt er.

"Ach quatsch." Ich schlage ihn vor die Brust. "Ich will gar keinen anderen." "Bekomm ich das schriftlich?" "Nur wenn du mich heiratest." flöte ich, lasse ihn stehen und gehe voran ins Badezimmer. "Na dann heirate ich dich eben." ruft er mir nach. Ich glaube mich verhört zu haben, bleibe stehen, drehe mich zu ihm um und sehe ihn an. "Wie bitte?" "Du hast mich schon verstanden." "Verstanden - ja. Begriffen - nein." antworte ich. "Hm." sagt er nur, nimmt mich auf den

Arm und trägt mich zur Dusche. Er stellt mich auf die Füße und beginnt sich sein Hemd aufzuknöpfen. "Lass mich das machen!" raune ich und mache einen Schritt auf ihn zu. Ich streife im das weiße Hemd über die Schultern. Es fällt auf den Boden. Ich küsse seine Schulter und lege meine Hände auf seine Brust. Ich spüre die harten Muskeln. Sein Körper macht mich so an! Ich lasse eine Hand an seinem Waschbrettbauch abwärts gleiten. "Du hast einen fantastischen Körper!" Ich beiße mir auf die Unterlippe.

"Oh nein, das solltest du sein lassen, Süße, sonst..." stöhnt er. Ich lasse es auf einen Versuch ankommen und tue es noch einmal. Tony greift mir in die Haare, biegt meinen Kopf gerade so weit nach hinten das ich noch atmen kann und stößt zwischen Zähnen hervor "Ich habe dich gewarnt." Er küsst mich fordernd auf den Mund und dann, so plötzlich das ich gar nichts dagegen tun kann, drückt er mich runter in die Knie. Er öffnet seine Hose und reißt sie sich runter. "Los!" befielt er. Ich verstehe. Ich ziehe ihm die Shorts

aus und sein erregierter Schwanz peitscht mir entgegen. Gierig lecke ich mir über die Lippen, ein kurzer Blick zu seinen Augen, ich öffne meinen Mund etwas und lasse ihn langsam in mich gleiten. Meine Lippen umschließen ihn und nehmen seine pralle Männlichkeit zur gänze in mir auf. Ich lasse meine Zunge seine Eichel umspielen. Fahre mit der Zungenspitze über seinen Schaft. Gierig schlucke ich den Lusttropfen den er mir schenkt. Ich spüre wie Tony seine Muskeln anspannt, er lehnt sich an die Duschkabinentür und stöhnt laut wegen der Lust die ich ihm bereite. Sein

Stöhnen macht mich an, bringt mich so richtig in Fahrt. Immer schneller lasse ich meine Zunge tanzen, immer gieriger sauge ich. Ich lasse ihn immer wieder etwas aus mir heraus gleiten um ihn dann gleich wieder durch meinen engen Mund tief in mich eintauchen zu lassen. "Dir werd's ich zeigen, Mister Stark, dass ich es mit dir aufnehmen kann." denke ich. "Jetzt geb ich dir den Rest." Innerlich muss ich böse grinsen. Ich habe den großen Antony Stark sprichwörtlich an den Eiern und das fühlt sich gut an Macht aus zu üben. Ich

nehme kurz Abstand und frage "Schön?" "Oh ja, Su!" stöhnt er hemmungslos. "Mach weiter!" Ich greife seine Eier und umschließe einen mit meinem Mund. Ich sauge sanft kurz daran. "Jetzt der unterwürfige Blick von unten herauf." das wird ihn diesen Abend nicht mehr vergessen lassen. Ich lege also meinen unschuldigsten Blick auf und schaue unter meinen Wimpern zu ihm nach oben. Er steht wie ein Sex Gott vor mir und sieht mich verklärt an. "Susan, du bist Wahnsinn!" brüllt er.

"Mach mich fertig!" "Wie Sie wünschen, Mister Stark." grinse ich böse ehe ich ihm mit meinem Mund, meiner Zunge und meinen Händen den Rest gebe. Ich umfasse seine Oberschenkel und kann so spüren wie sich die Muskeln anspannen, wie er zittert bevor er sich in mich ergießt. Eifrig schlucke ich alles was er mir gibt. Dann setze ich mich auf den Boden vor ihm und fahre mir mit dem Handrücken über den Mund. Tony steht kurz einfach nur da, sieht zu mir runter und sagt "Du bist der Wahnsinn! Ich liebe dich!" "Nur weil ich es drauf habe dir einen

runter zu holen?" stichel ich. "Quatsch, auch weil du so eine perfekte Muschi hast und ich dich gern in eben diese ficke." sagt er trocken. Da muss ich schlucken. Ich sehe betreten zu Boden. Da hockt er sich zu mir hin, hebt mein Kinn mit einer Hand an so das ich ihn in die Augen sehen muss. "Süße, das war nur ein verdammter Scherz. Sorry." Er gibt mir einen flüchtigen Kuss auf den Mund, steht wieder auf und sagt "So, du gehst jetzt mal duschen und ich mixe uns beiden hübschen Drinks." Dann dreht er sich um und genau so wie

er ist geht er Richtung Tür. Plötzlich ertönt George Michael 's "Careless Whisper". Tony tanzt ein paar langsame Takte mit, sieht über die Schulter zu mir zurück, leckt sich den Zeigefinger an, tippt sich damit auf den Po und macht ein zischendes Geräusch. "Du bist genau so heiß wie ich. Wir passen wirklich gut zusammen." Ich kann nicht anders, ich muss lachen. "Das stimmt." "Siehst du, ich sollte dich wirklich heiraten." Und mit diesen Worten verschwindet er endgültig aus dem Bad. Was soll ich jetzt davon wieder halten? Dieser Mann verwirrt mich.

Ich brauche jetzt wirklich dringend einen Drink. Su hat mich völlig ausgelaugt oder sollte ich besser sagen, ausgesaugt. So hat es mir noch nie eine Frau gemacht. Na ja, zumindest keine die nicht im Horizontalen Gewerbe arbeitet. Daran könnte ich mich gewöhnen, so nach einem stressigen Tag im Büro... Aus dem Bad kommt laute Musik. "Uptown Girl". Ja, der geht in die Beine. Ich tänzel mit dem Glas in der Hand

zurück zur Badezimmertür. Ich öffne sie einen Spalt breit. Su, splitterfasernackt, tanzt zu den Klängen der Musik durch das Zimmer. "Zum Glück ist es groß genug zum tanzen!" denke ich. Ich bleibe so stehen und beobachte sie. "Jarvis Aufnahme machen!" flüstere ich. "Sehr wohl, Sir. Doch bedenken Sie das das gegen das Persönlichkeitsrecht und den Datenschutz verstößt Videoaufzeichnungen von einer Person ohne deren Zustimmung anzufertigen!" "Ach, quatsch nicht, ich bin Amerikaner, also mach lieber!" raune ich zurück.

Ich konzentriere mich wieder auf das beobachten. Meine Susan. Sie ist hübsch - und wie. Sie ist witzig, sie versteht meinen Humor. Sie ist mir fast schon ebenbürdig und das was noch fehlt lernt sie schon noch. Die Musik wechselt zu a -ha "Take on me". Susan schüttelt ihre Haare, dreht sich wild um sich selbst, schwingt die Arme im Takt durch die Luft, bleibt stehen, wackelt mit ihrem perfekten Hintern. Es ist eine Freude ihr zu zusehen! Die Musik wechselt zu dem ruhigeren

"Heartbreaker" von Dionne Warwick und Su steigt in die Dusche. Sie singt das Lied mit. Ein paar Töne trifft sie nicht, aber das stört mich überhaupt nicht. Wenn ich diesen Anblick von nun an für den Rest meines erbärmlichen Lebens genießen darf, dann stört mich rein gar nichts. Su ist mein Jungbrunnen, mein Herz, mein Leben! Ich schließe leise die Tür und gehe in das Schlafzimmer um mich anzuziehen. "Jarvis, woher weißt du immer was sie für Musik gerade mag?" "Weil Miss Susan mir eine Liste ihrer Lieblingsliedern gegeben hat." antwortet er.

"Ach so." gebe ich kurz zurück. "Sie nimmt die Annehmlichkeiten also langsam an die ich ihr bieten kann." "Jarvis, ich glaube ich mache es!" verkünde ich einige Augenblicke später mit fester Stimme. "Was meinen Sie, Sir?" "Ich werde Susan fragen ob sie mich heiraten will." "Darf ich etwas vorschlagen, Sir?" "Natürlich. Ich höre ja immer auf deine Vorschläge." "Sie sollten vorab einen Ring besorgen und ich schätze Miss Walters so ein das sie einen romantischen Heiratsantrag

erwartet. " "Ach, wirklich. Nimm es mir nicht übel Kumpel, aber das hätte ich auch so gewusst." gebe ich beleidigt zurück. Als hätte er mich nicht gehört plaudert Jarvis weiter, "Es sollte bei dem Antrag vor allem um Miss Susan gehen. Was ihr gefällt. Ich kann Ihnen, Sir, nur raten sich in dieser Sache hinten an zu stellen." "Bitte was? Was soll das denn heißen Jarvis? Pass auf das ich dich nicht lösche wenn du weiter so unverschämt bist!" drohe ich halbherzig. "Ich muss Ihnen glaube ich nicht sagen,

dass dies unmöglich ist." Ich strecke meinem Spiegelbild die Zunge raus und gehe hinunter in die Küche. "Bin ich wirklich so narzisstisch das ich mich immer in den Vordergrund dränge?" grüble ich auf dem Weg nach unten. "Aber von nun an bin ich nicht mehr nur ich, sondern jetzt habe ich eine Frau an meiner Seite um die ich mich kümmern muss." Nachdem ich mich ausgiebig geduscht habe, komme ich 30 Minuten später topp gestylt die Treppe zum Wohnbereich

hinunter. Tony sieht mir sprachlos entgegen. Kein Wunder - ich habe mich für eines der neuen Kleider entschieden. Ein enges, bodenlanges, bis zum Schritt geschlitztes royalblaues Stück Stoff. Es wird wohl mein neues Lieblingsteil werden! Ich habe Lust aus zu gehen. Mal sehen ob ich Tony überreden kann? "Tony, Lust aus zu gehen?" frage ich daher einfach und ebenso einfach antwortet er "Klar doch!" Das war wirklich einfach.

helden

Happy wird uns in den Club begleiten. Er lässt die Limousine vorfahren während Tony sich noch fertig macht. Als er aus dem begehbaren Kleiderschrank heraus kommt erstarre ich. So will er in einen Club gehen? Er trägt ein eng anliegendes schwarzes T - Shirt das seinen Muskulösen Oberkörper betont, sowie eine weiße Stoffhose. Sein Jackett hat er sich lässig über die eine Schulter geworfen. Sein Bart ist frisch gestutzt und sein dunkles Haar zerstrubbelt. "Du willst es wohl auf eine Prügelei ankommen lassen?"

Er sieht mich verwirrt an "Wie bitte?" "Na, so heiß wie du aussiehst, werden sich die Frauen auf dich stürzen. Und dann muss ich mein Terrain abstecken." erkläre ich. Da muss er laut lachen. "Wenn sich einer prügelt wegen mir ist es Happy." "Ich muss eher auf dich aufpassen. Vielleicht sollten wir noch einen zweiten Bodyguard mitnehmen?" grübelt er. "Ach nö. Sonst kommen wir ja nie los." nörgle ich. Und so machen wir es. Wir fahren, nur mit Happy im Schlepptau, zum angesagtesten Club in NYC.

Der Wagen parkt direkt vor dem roten Teppich. Happy öffnet uns die Tür und wir steigen aus. Da hören wir schon "Das ist Tony Stark." und Kamerablitze zucken durch die Nacht. Tony reckt die Arme in die Luft und macht das Peace Zeichen. "Hey Leute!" ruft er laut. Ich laufe langsam hinter ihm, versuche mich in seinem Schatten zu halten. Doch plötzlich ruft eine Frauenstimme "Wer ist diese Frau." Kameras und Mikrofone richten sich auf mich. Die grellen Blitze blenden mich. Tony zieht mich an seine Seite, legt den

Arm um meine Tailie und winkt in die Kameras. Er flüstert mir ins Ohr "Ich bin da. Keine Angst." Ich nicke stumm. Tony fragt "Vertraust du mir?" Ich nicke wieder. Tony flüstert "The Power of Love." Was sollte das jetzt wieder bedeuten, doch wenige Augenblicke später wusste ich es. "Sehr geehrte Damen und Herren, darf ich Ihnen meine Verlobte Susan Walters vorstellen?" Tony zieht mich zu sich heran und küsst mich. Hier vor laufenden Kameras, vor aller Welt. Kreischen war zu hören und

ein unglaubliches Blitzlichtgewitter folgte. Ich war wie erstarrt unfähig etwas zu sagen oder mich zu bewegen. "Lächeln, Schatz, das ist der Moment in dem sich dein Leben ändert!" raunt Tony mir zu. Ich zwinge mich zu einem Lächeln und winke in die Kameras. "So, das reicht jetzt. Schönen Abend euch noch, Leute!" Und damit betreten wir geschützt durch Happy den Club. So, jetzt ist es raus. Etwas spontan zwar. Su sah völlig überrumpelt aus, dabei habe ich doch schon Andeutungen gemacht. "Sir, wir waren uns doch einig

das Sie ihr einen romantischen Antrag machen?" meldet sich Jarvis über das Headset. Ich hole es hervor, schalte es aus und stecke es zurück in meine Hosentasche. Wir gehen von Happy begleitet zu einem Tisch im hinteren, ruhigeren Teil des Clubs. Su setzt sich und würdigt mich keines Blickes. Was ist denn nun schon wieder? Na gut, Jarvis hat recht, romantisch war es nicht gerade. Aber ehrlich gesagt, habe ich nicht die Eier in der Hose um ihr ganz romantisch nur unter vier Augen einen Antrag zu machen. Es schien mir der geeignete Augenblick zu sein und was soll ich sagen,

Spontanität ist voll mein Ding. Ich greife nach ihrer Hand, doch sie zieht sie weg. "Su..." versuche ich es, aber es ist hier drin viel zu laut als das sie mich verstehen könnte. Auch ein Pluspunkt für die unter Vier Augen Version. Da könnte ich wenigstens verstehen ob sie mich überhaupt auch heiraten möchte. Scheiße! "Su..." versuche ich es erneut. Sie sieht mich an, ihre Augen sind feucht, sie bemerkt das ich es bemerkt habe und dreht den Kopf weg. Ich würde sie am liebsten sofort in meine Arme schließen, sie küssen, sie trösten für etwas was, ja dessen bin ich mir bewusst, ich selbst vermasselt habe.

Doch sie steht auf, deutet mir an das sie auf die Toilette muss und das Happy bei mir bleiben soll. Dann geht sie. Ich sehe ihr traurig nach. Ich kämpfe mir den Weg zu den Toiletten frei. Das ist gar nicht so einfach da der Club völlig überfüllt ist. Ich bin so wütend. Warum hat er das gemacht? Macht mir einen Antrag vor versammelter Mannschaft Journalisten. Ich erreiche die Toiletten, gehe hinein, stelle mich vor einen der Spiegel. Der Raum ist sauber, es duftet angenehm nach irgendeinem WC Duft. Ich betrachte

mein Spiegelbild. "Na ist es nicht toll? Jetzt ist es offiziell, ich werde Ms. Stark und freue ich mich darüber? Nein! Denn ich stehe hier allein auf einer Club Toilette herum, anstatt mit ihm Sex vor unserem Kamin zu haben nachdem ich glücklich den Antrag angenommen habe." Da fällt mir ein, dass ich ihm noch gar keine Antwort gegeben habe. Aber wann sollte ich das auch machen? Und erwartete er überhaupt eine Antwort wenn er so einen unpassenden Ort ausgesucht hat? Ich stelle mich wieder richtig her, besuche die Toilette und verlasse dann den Raum. Draußen stoße ich mit einem

jungen großgewachsenen, gutaussehenden Mann zusammen. Meine Tasche fällt mir aus der Hand und der Inhalt ergießt sich auf dem Boden. "Oh Verzeihung!" bittet er. "Schon gut." murmle ich und beginne meine Sachen einzusammeln. Er hilft mir dabei. "Hier bitte." Er reicht mir mein Kommunikator. Ich stecke ihn ein. Dann will ich eigentlich gehen, wende mich ab, doch er hält mich leicht am Arm fest. "Anstrengenden Tag gehabt? Darf ich Sie auf einen Drink einladen?" fragt er freundlich und zeigt ein breites Zahnpastalächeln.

Er scheint einer der wenigen Leute zu sein die nicht wissen wer ich bin. Ich verneine höflich. Plötzlich wird sein Griff fester "Das war nur indirekt eine Frage. Ich weiß doch weshalb du hier bist." Mein Puls beschleunigt sich. "Was will der von mir?" denke ich und spüre wie Panik in mir aufkeimt. "Lassen Sie mich bitte sofort los!" schnaube ich. Er reagiert nicht wie gewünscht, sondern zieht mich ganz zu sich heran. Sein Atem riecht nach Whiskey. Ich drehe angeekelt den Kopf weg, doch er dreht ihn mit seiner Hand unter meinem Kinn einfach

zurück. Er hält meine Arme mit seiner Umklammerung so fest, dass ich mich nicht wehren kann als er mich küsst. Ich presse die Zähne aufeinander. Er nimmt den Kopf etwas zurück und sagt "Du willst nicht? Dann muss ich dich wohl umstimmen. Komm mit!" Und damit zieht er mich einfach mit sich den Flur entlang zu einer braunen unscheinbaren Tür. Er scheint entweder hier zu arbeiten oder er hat das schon öfter gemacht, weil er sich so gut auskennt. Beim letzteren wird mir übel. Er stößt die Tür mit dem Fuß auf und zerrt mich hindurch. Ich schreie, doch als ich merke das ich

nie und nimmer mit meiner Mäusestimme gegen die Musik ankomme, gebe ich es auf. Wir befinden uns nun auf einem von hohen Mauern umgebenen Hinterhof. "Warum habe ich eigentlich nicht so ein Headset?" denke ich während er mich zu einer Mülltonne schleift. "Umdrehen!" befielt er mir. Ich mache es zu zögerlich, da dreht er mich einfach mit einem Ruck um, so das ich gegen die Mülltonne pralle und mir die Hüfte stoße. Ich wimmere als ich höre wie er sich seine Hose öffnet und sie sich herunter zieht. Ich versuche es ein letztes Mal mit einem Fluchtversuch. Ich renne los,

werde jedoch sofort an den Haaren zurück gerissen. Mein laut gebrüllter Hilfeschrei erstirbt, denn er hält mir sofort den Mund zu, schiebt mir mit der freien Hand das Kleid hoch bis zur Hüfte. Mein Höschen aus feiner Spitze stellt keine große Hürde da, er dringt kraftvoll in mich ein. Ich schreie auf wegen der brennenden Schmerzen. Tränen laufen mir über die Wangen. Plötzlich ist ein surren zu hören und der Typ wird von etwas silbernen getroffen. Dieses Etwas reißt ihn einfach um, so das er einige Meter weiter hinten gegen die Mauer kracht.

Er rutscht an dieser herunter und rappelt sich sofort wieder auf. Dann springt jemand von der Mauer auf der gegenüber liegenden Seite herunter und landet nachdem er sich sauber abgerollt hat direkt vor meinem Peiniger. "Lass die Lady in Ruhe du Schwein!" Jetzt kann ich endlich erkennen wem ich meine Rettung zu verdanken habe - Captain America oder eben Steve. Der Typ scheint sich nicht ergeben zu wollen, er rennt auf Cap zu. Die beiden beginnen einen Faustkampf bei dem der Typ eindeutig den Kürzeren zieht.

Cap ruf mir währenddessen zu "Wo ist der Blechkopf? Sollte er nicht etwas besser auf sein Goldstück aufpassen?" "Er ist drin." rufe ich zur Antwort. "Dann geh zu ihm! Hau ab Susan!" ruft mir Steve zu. Ich renne los, stoße die Tür auf und renne so schnell ich kann in den Clubraum. Endlich erreiche ich unseren Tisch. Tony erhebt gerade sein Glas an die Lippen als er mich entdeckt. "Da bist d..." Mehr kann ich nicht verstehen oder er sagt nichts mehr als er meinen Zustand sieht. Er springt auf,

nimmt mich in den Arm und ruft direkt an meinem Ohr "Was ist passiert?" Was sage ich ihm jetzt am besten? Ich brülle ihm ins Ohr und deute gleichzeitig in Richtung Toiletten "Da draußen, ein Typ, mich vergewaltigen." Da schubst er mich auch schon in Happy's Arme und rennt los. Das darf nicht wahr sein. Da wird meine Freundin angegriffen vor meinen Augen. Wie dreist ist das denn? So wütend war ich noch nie. Ich strecke meinen Arm aus und brülle ins Headset "Jarvis Kampfmusik!" Ich renne an den Toiletten vorbei zu einer brauen unscheinbaren Tür. Sie steht offen.

Als ich durch die Tür trete legt sich auch mein letztes Anzugteil um meinen Körper. Mit einem Blick registriere ich wie Captain America einen großen Typen ohne Hosen verprügelt. Ich rufe Cap zu "Ab hier übernehme ich. Sorry Soldat, aber es geht um die Ehre!" Cap salutiert kurz und springt über die Mauer. Ich widme mich dem Kerl zu "Hey, du Vogel, du hast die falsche Frau angefasst!" "Wieso?" fragt er doch tatsächlich. Ich gebe ihm einen Kinnhaken mit meiner Eisernen Faust. Er fliegt rückwärts direkt in die Mauer. Rappelt

sich jedoch gleich wieder auf. Er sieht schon ziemlich ramponiert aus. Cap hat ihm gut zugesetzt. Doch es war meine Frau und deshalb muss ich ihn fertig machen. Alles andere kann ich nicht mit meinem Ego vereinbaren. Ich schlage immer wieder auf ihn ein, so lange bis er endgültig liegen bleibt. "Das hast du jetzt davon. Bleib liegen bis die Polizei kommt!" herrsche ich ihn an. "Das wird dich lehren die Frauen anderer Männer anzumachen." "War sie etwa deine verdammte Freundin, Iron Man?" fragt der Typ matt. "Ja." "Scheiße." sagt dieser und dann gehen

bei ihm die Lichter aus. Happy nimmt mich in den Arm und genau so geleitet er mich durch die Menschenmassen bis wir draußen beim Wagen ankommen. Der Fahrer wartet schon. Ich steige ein und sofort fährt der Wagen mit quietschenden Reifen los. Ganz so dramatisieren müssten es die Jungs eigentlich nicht, finde ich. Uns verfolgt doch niemand. Aber wahrscheinlich haben sie so selten mal wirklich die Aufgabe auf jemanden aufzupassen, dass sie das jetzt mal so richtig auskosten. Die Limousine rast durch die nächtlichen Straßen. Von weitem sehe ich den Stark

Tower mit seinen weiß leuchtenden Buchstaben. "Zu Hause - in Sicherheit." denke ich.

over and out

Zu Hause wartet schon Tony. Er sitzt auf der Couch und nippt an einem Glas mit brauner Flüssigkeit. Als er mich sieht, springt er auf und läuft auf mich zu. Er nimmt mich in die Arme und gibt mir einen Kuss auf den Scheitel. "Alles okay mit dir, Babe?" Ich nicke und antworte "Ja. Steve war ja zur rechten Zeit da." Ich höre wie er scharf die Luft einzieht. "Hätte ich gewusst das du Hilfe brauchst, dann hätte ich dich gerettet." wendet er ein. "Das weiß ich. Aber erst einmal bin ich froh das wenigstens einer meine

Hilfeschreie gehört hat." Das hat gesessen, dass weiß ich. "Das bringt mich zu folgendem Entschluss. Du brauchst ein Headset!" verkündet er. "Okay. Sehr gern. Genau das habe ich mir dabei ( ich mache eine vage Handbewegung) auch gedacht." gebe ich zu. Tony will schon los laufen um mir eines zu holen, doch ich bremse ihn. "Moment! Das hat doch bis morgen Zeit. Meinst du nicht wir haben erst einmal etwas anderes zu besprechen?" Er bleibt stehen, schaut gerade aus und sagt "Ich kann mich wohl nicht davor drücken oder?"

"Nein, kannst du nicht." sage ich mit fester Stimme. Tony dreht sich zu mir um und sieht mich mit dem Blick eines bockigem 4 jährigen an. Ich warte darauf das er etwas sagt. "Du schuldest mir noch eine Antwort." Das hat er jetzt nicht wirklich gesagt oder? "Okay. Dann lautet die Antwort, nein." gebe ich zurück. "Nein?" er sieht mich fassungslos an. "Du antwortest mir mit nein?" "Ja, genau das tue ich, Tony." Ich bin echt sauer. Versteht er denn gar nicht worum es mir geht?

"Tony, ich wünsche mir mehr." beginne ich. "Mehr? Ich gebe dir doch alles." rechtfertigt er sich. "Ich spreche nicht von Luxusgütern oder anderen Annehmlichkeiten." Er sieht verwirrt aus. Er versteht es tatsächlich nicht. "Ich rede vom richtigen Zeitpunkt, von Romantik. Tony, ich bin eine Frau und für mich ist das alles so neu." "Du hattest doch schon einmal einen Freund." stellt er fest. "Ich meinte das im Rampenlicht stehen. Ja, ich hatte schon Beziehungen, aber noch nie mit einem Mann der so intensiv

im Rampenlicht steht." erkläre ich und hoffe, dass er mich jetzt verstanden hat. Er fährt sich durch die Haare und zerstrubbelt sie dadurch noch mehr. Er sieht so gut aus, dass ich mich echt zusammen reißen muss ihm nicht die Kleider vom Körper zu reißen. Er sucht nach Worten. "Su, ich weiß ja..." "Ich hätte mir einfach einen anderen Heiratsantrag gewünscht." flüstere ich und verlasse den Wohnbereich. Ich gehe zurück zum Fahrstuhl und drücke den Knopf. "Jarvis, ich brauche ein Taxi. Kümmere dich bitte darum!" "Sofort, Miss Walters."

"Ein Taxi? Was soll das, Su? Du fährst natürlich mit Happy!" ruft Tony und läuft mir hinterher. Doch ich bin schon im Fahrstuhl und die Türen schließen sich gerade als er ihn erreicht. "Su." kann er noch sagen. Die Tränen laufen mir in Strömen über die Wangen und als ich unten ankomme habe ich die Vermutung wie ein Zombie auszusehen. Eines der gelben Taxen steht schon bereit und ich steige ein. Der Wagen fährt los. Ich werfe einen letzten Blick zurück auf den Stark Tower.

Die Glastüren öffnen sich und Tony kommt zusammen mit Happy heraus gelaufen. Er steht da, brüllt irgendetwas und rauft sich die Haare. Passanten bleiben stehen und ich vermute das sie auch gleich ihre Handys zücken um die Szenerie zu filmen. Morgen steht's dann wieder in der Presse "Tony Stark wurde von herzloser Freundin verlassen. Und das so kurz nach der Verlobung." Sie ist weg. Ich kann nicht anders, ich schreie meine Wut über mich laut heraus. "Scheiße! Nein! Komm zurück Susan!" Passanten bleiben stehen und zücken ihre

Handys um mich zu filmen. Das macht mich gerade total sauer, ich renne zu einer Frau, entreiße ihr das Gerät und werfe es mit voller Wucht gegen die Hausfassade. Es zerspringt in tausend Teile. Ich raufe meine Haare vor Verzweiflung. "Was soll ich jetzt machen? Happy, Jarvis." brülle ich. Happy scheint stumm geworden zu sein und glotzt nur blöde und der Besserwisser Jarvis meldet sich per Headset "Ich habe es Ihnen ja gleich gesagt, Sir." "Ja, ja. Ich weiß." motze ich. "Ich hab's total verbockt."

"Das würde ich auch so sagen, Sir." gibt Jarvis in seinem neutralen, trockenen Tonfall zurück. Ich drehe mich zurück zur Tür, will schon im Gebäude verschwinden, da sehe ich die Frau dessen Handy ich geschrottet habe. Ich gehe zu ihr , ziehe aus der Hosentasche zwei 100 Dollar Scheine. Ich drücke sie ihr in die Hand. "Mehr habe ich jetzt nicht dabei." Und damit gehe ich allein zurück ins Gebäude. "Wohin wollen Sie?" fragt der Taxifahrer der bisher einfach nur drauf los gefahren ist. Ich bin sauer, muss Dampf ablassen.

"Bringen Sie mich bitte zum Fitness First Center!" In diesem Sportstudio trainiere ich regelmäßig, zumindest bis vor kurzem und ich weiß, dass sie täglich bis 23 Uhr geöffnet haben. "Zum Glück habe ich dort einen Spint mit Wechselsportsachen!" denke ich erleichtert. Ich muss jetzt wirklich irgendwo drauf hauen. Ich hätte nicht im Tower bleiben können. Das Taxi setzt mich direkt vor dem Sportstudio ab. Der rote Backsteinbau ist hell erleuchtet. Ich bezahle den Fahrer, steige aus und gehe die drei Stufen zum Eingang hinauf.

"Hey Susan." begrüßt mich Tom der am Empfangstresen sitzt. "Bist ja lange nicht mehr da gewesen. Warst du im Urlaub?" "So ähnlich, Tom." erwidere ich, gehe am Tresen vorbei zu den Umkleiden. Zum Glück habe ich meinen Wohnungsschlüssel dabei, denn an diesem befindet sich auch mein Spintschlüssel. Ich ziehe meine Sportklamotten an, schnüre meine Turnschuhe zu und binde meine langen roten Haare zu einem Pferdeschwanz. Dann betrete ich den riesigen Raum in dem die Turngeräte stehen.

Eine ganze Stunde habe ich noch bis das Center für heute seine Pforten schließt. Die will ich nutzen. Ich power mich so richtig aus, die letzte viertel Stunde boxe und trete ich auf einen von der Decke baumelnden Boxsack ein. Das tut richtig gut! Anschließend schaffe ich es gerade noch kurz zu duschen bevor ich in dem Gebäude eingeschlossen werde. Ich stopfe meine Sportsachen in meine Handtasche und verlasse mit einem letzten Gruß an Tom das Sportcenter. Nun stehe ich vor der Tür auf dem Bürgersteig, es ist kurz nach 23 Uhr. "Und wohin jetzt, Susan?" frage ich mich

selbst. Da fällt mir Jarvis ein. "Jarvis." rufe ich ihn mit Hilfe des Kommunikators. "Ja, Miss." meldet er sich. "Kannst du mir bitte sagen was Tony gerade macht?" "Mister Stark ist, nachdem er eine Glastür in der Lobby zuschlagen hat, in seine Werkstatt gegangen." "Wir haben im Tower auch eine Werkstatt?" frage ich. Warum überrascht mich das jetzt nicht? "Okay jetzt etwas anderes. Kannst du mir vielleicht auch sagen wo Steve Rogers wohnt?"

"Natürlich. Mister Rogers wohnt etwas außerhalb der City." "Okay. Genau Adresse bitte! Und rufe mir bitte ein Taxi!" "In Ordnung, Miss Walters." Er gibt mir die Adresse und als das Taxi da ist fahre ich mit diesem zur angegebenen Adresse. Raus aus New York.

aufhören, ihr trottel

Um kurz nach 1 Uhr komme ich bei Steves Haus an. "Hoffentlich ist er überhaupt noch wach!" denke ich mir als ich das dunkle Haus sehe, in dessen Auffahrt wir gerade vorfahren. Nachdem das Taxi wieder weg gefahren ist gehe ich zur Eingangstür um anzuklopfen. Klingeln haben ja die meisten Häuser in Amerika nicht. Man muss klopfen. "Na hoffentlich klopfe ich laut genug um gehört zu werden!" murmle ich. Ich hämmere gegen den Holzrahmen der Gläsernen Eingangstür.

Kurz darauf geht im Innern ein Licht an und jemand kommt zur Tür gelaufen. Steve öffnet und herrscht mich an "Was soll das?" Ich erschrecke wegen seiner Reaktion und taumel zwei Schritte rückwärts. Er scheint mich nun zu erkennen und sagt freundlich "Susan. Was tust du hier?" Ja, was genau tue ich hier eigentlich? Genau genommen fragte ich mich das selbst gerade. "Ich ähm..." beginne ich. "Darf ich rein kommen? Es ist etwas frisch hier draußen." Er geht zur Seite um mich eintreten zu

lassen. Mit einem freundlichen Lächeln gehe ich an ihm vorbei ins Innere des Hauses. Als ich so nah an ihm vorbei gehe, bemerke ich wie er duftet. Sein muskulöser Oberkörper glänzt leicht vor Schweiß. Ich merke wie meine Gedanken abdriften. Na klar hat er Muskeln! Er ist ein Superheld - hallo. Aber das er so gut gebaut ist, dass hätte ich nicht vermutet. Ich sauge seinen Duft tief ein. Hmmm. Steve wirft die Tür schwungvoll ins Schloss und folgt mir. "Vorne links." sagt er. Ich entdecke dort die Küche. Eine rustikale aber dennoch modern wirkende Küchenzeile mit einem riesigen Küchenblock in der Mitte des

Raumes. "Willst du einen Kaffee?" fragt er. Ich nicke und er steckt eine Kapsel in die Maschine, drückt den Kopf. Dann lehnt er sich an den Küchenblock und sieht mich mit verschränkten Armen an. Ich kann nicht anders als auf seine Brust- und Armmuskeln zu starren. "Wie geht's dir" fragt er. "Alles gut überstanden." gebe ich zurück und füge hinzu "Dank dir Steve. Danke noch dafür!" "Klar doch. Gern geschehen. Ist schließlich meine Aufgabe." gibt er lässig zurück. Ich muss grinsen. "Woher wusstest du das da eine Jungfrau in Nöten war?" will

ich wissen. "Ich war gerade in der Nähe." erwidert er mit einem Schulterzucken. Dann widmet er sich wieder unserem Kaffee. Als die zwei Tassen fertig sind nimmt er sie und trägt sie ins Wohnzimmer. Ich folge ihm. Wir setzen uns auf seine Couch. Steve fletzt sich seitlich hin, legt den Arm auf die Lehne hinter mir und sieht mich an. "Und jetzt sag endlich warum du mitten in der Nacht hier bei mir aufkreuzt! Weiß Stark wo du bist?" "Nein, weiß er nicht. Ich bin nach einer Meinungsverschiedenheit abgehauen. Musste den Kopf frei bekommen. Habe Sport gemacht." stammle ich.

"Okay. Warum habt ihr euch gestritten?" "Er hat der versammelten Presse vor dem Club vorhin mitgeteilt das er mich heiraten möchte." So wie er mich ansieht hat er es nicht verstanden. "Ich muss dazu sagen, ich wusste nichts davon das er mich heiraten möchte." Jetzt fällt der Groschen. Steve sagt "Typisch Stark. Hauptsache im Rampenlicht stehen. Du hättest ihm als Antwort vor dem Club eine rein hauen sollen." "Ich habe ihm keine Antwort gegeben. Zumindest dort noch nicht." "Sondern?"

"Später zu Hause. Ich habe nein gesagt." "Okay. Dann dürfte sein übergroßes Ego ganz schön angekratzt sein." rät er. "Bestimmt. Er hat wohl eine Glastür zerschlagen." erwidere ich. Steve grinst. "Gut das es nur eine Tür war! Sonst hätte ich ihn noch zur Räson bringen müssen." "Gib zu, das hätte dir gefallen!" grinse ich ihn frech an. "Dem Blechmann eine rein zu hauen? Klar doch!" Jetzt lacht er auch. Wir sehen uns an und plötzlich lacht keiner von uns mehr. Unsere Lippen nähern sich. Ich schließe die Augen, meine Hand wandert wie von selbst auf

seinen Oberschenkel. Seine weichen vollen Lippen treffen auf meine und dann spüre ich förmlich wie die Funken sprühen. Der Kuss ist elektrisierend. Er küsst unwahrscheinlich gut! Fordernd aber auch irgendwie schüchtern. Doch plötzlich spüre ich in meiner Brust so ein beklemmendes Gefühl. Ich sehe Tonys Gesicht vor meinem inneren Auge. Ich löse mich von ihm und stoße ihn etwas weg. "Entschuldige. Ich kann nicht." versuche ich mich zu erklären. "Ist schon gut. Mir tut es leid Susan! So etwas tut man nicht mit der Frau eines Freundes." Ich sitze da und starre auf den Fußboden. "Er hat einen schönen flauschigen, roten

Teppich." denke ich. Warum denke ich jetzt so einen Scheiß? "Wir sollten jetzt besser schlafen gehen. Du kannst gerne mein Bett nehmen, ich lege mich auf die Couch." bietet er mir an und ich willige ein. Steve zeigt mir noch wo das Bad und das Schlafzimmer im oberen Stockwerk sind, dann geht er wieder hinunter. "Gute Nacht und Danke, Steve!" rufe ich ihm noch nach. Er kommt kurz zurück, bleibt im Türrahmen stehen und sagt "Gerne Su!" Als er mich bei meinem Kosenamen nennt, muss ich wieder an Tony denken. Er fehlt mir! Klar, er ist egozentrisch, narzisstisch und gemein, aber ich liebe

ihn genau so wie er ist! Als ich schließlich im Bett liege, nehme ich meinen Kommunikator. "Jarvis zeig mir bitte ein Bild von Tony!" Ich hätte eher mit einem Foto gerechnet, aber stattdessen projeziert Jarvis mir ein Hologramm von Tony. Er sitzt auf dem Sessel vor unserem Kamin im Tower und starrt in die Flammen. In der Hand hält er ein Glas mit irgendeiner Flüssigkeit. Plötzlich wirft er es in den Kamin. Ich erschrecke doch schon etwas. "Jarvis, was genau ist das?" "Dies ist ein Livebild von Mister Stark." "Oh okay. Danke." Ich schaue weiter auf das Hologramm, dann fällt mir ein "Kann

er mich ebenso sehen?" "Nein, Miss, denn es gibt wo Sie sich zur Zeit befinden keine Kameras in die ich mich hacken könnte." erklärt er mir. Mir kommt schon wieder eine Idee. "Jarvis, kannst du ihm bitte eine Sprachnachricht von mir übermitteln?" "Natürlich. Sprechen Sie einfach in den Kommunikator. Ich zeichne es auf und spiele es zusammen mit einem Bild von Ihnen Mister Stark vor." "Tony, es tut mir leid! Ich habe überreagiert. Ich liebe und vermisse dich!" spreche ich in das Gerät. Dann beobachte ich wie Tony von Jarvis die Nachricht übermittelt bekommt. Er lässt sich nichts anmerken. Doch

plötzlich steht er auf und geht zum Fenster. Tony schaut hinunter zu dem bunten Treiben auf New Yorks Straßen. Er murmelt "Wo bist du nur?" "Mister Stark hat Ihre Nachricht erhalten, Miss Walters. Was nun?" "Hm." Ich überlege. "Zeige ihm auf seinem Kommunikator meinen Standpunkt!" Ich sehe wie Tony zu einem Tischchen neben dem Sessel geht auf dem er eben noch gesessen hat und sich seinen Kommunikator nimmt. Er schaut darauf, scheint kurz zu überlegen, dann streckt er seine Arme aus, zieht sich seinen Anzug an. Von dem Balkon aus startet er.

Ich weiß er braucht weitaus weniger Zeit um hier her zu kommen als ich vorhin mit dem Taxi. Ich laufe die Treppe hinunter und verlasse das Haus. Da sehe ich schon in der Ferne den hellen Lichtpunkt am dunklen Nachthimmel. Genau in diesem Moment beginnt es zu regnen. Ein regelrechter Platzregen, ich bin binnen Sekunden völlig durchnässt. Er landet direkt vor mir auf der gekiesten Auffahrt. Er stürmt auf mich zu, sein Helm verschwindet, er greift mit beiden Händen nach meinem Gesicht, zieht es zu sich heran und küsst mich leidenschaftlich. Ich erwidere den Kuss

ebenso leidenschaftlich. Der Regen strömt auf uns nieder, die Tropfen hinterlassen auf seiner Rüstung ein ähnliches Geräusch wie auf einem Regenschirm. Die Luft ist herrlich frisch und es duftet nach Erde. Eben noch habe ich gefröstelt, doch jetzt ist mir nur noch heiß. "Du kommst aber auch immer zu spät, Blechdose." hören wir Steve's Stimme hinter uns. Tony dreht sich um und sieht den halb nackten Steve. Zuerst scheint er voller Wut auf ihn los gehen zu wollen, doch dann besieht er sich eines besseren und fragt "Was hast du mit ihr gemacht?" "Sie getröstet." gibt dieser zurück.

"Was?" Es geht so schnell. Tony schleudert mit seinem Pulsor einen Blitz auf Steve der deswegen nach hinten durch seine Haustür geschleudert wird. "Aufhören! Sofort!" schreie ich. Tony setzt wieder seinen Helm auf, da tritt auch schon Capitain America, zumindest ein halber, aus dem Haus. Er setzt seinen Schild als Schutz ein während er immer weiter auf Tony zu geht. Dieser schleudert einen Blitz nach dem nächsten auf ihn. Ich versuche es erneut "Aufhören! Hört endlich auf ihr Trottel!" Zumindest erreiche ich das sie kurz aufhören um mich anzusehen.

Da wird Steve von einem Blitz getroffen und zurück geschleudert. "Jetzt bin ich echt verärgert." ruft er während er auf Iron Man zugerannt kommt. Er wirft seinen Schild auf ihn und trifft hart. Es macht ein lautes Geräusch was es eben macht wenn Metall auf Metall trifft. Und nun tat ich etwas unvernünftiges, blöd ich weiß, aber ich rannte zwischen die beiden. Prompt wurde ich von einem Blitz getroffen, zum Glück nur ein schwacher. Ich hob vom Boden ab und flog durch die Luft. Aber nicht nur ich flog da rum, sondern auch der Schild. Er traf mich am

Arm. Die Schmerzen lassen mich aufschreien. Plötzlich hörten wir einen schrillen Schmerzensschrei. Er kam über Susans Lippen. Ich flog blitzartig zu ihr und fing sie auf ehe sie auf dem Boden aufschlagen konnte. Cap's Schild fiel bleiern zu Boden. Auch er rannte zu mir der ich gerade mit der bewusstlosen Su landete. "Scheiße!" ruft er. "Ja genau. Das ist Scheiße. Das ist sogar riesen große Scheiße!" brülle ich ihn an. "Bring sie rein!" schlägt Cap vor und läuft voraus. Ich schwebe mit meiner Liebsten auf dem Arm ins Haus und lege

sie auf die Couch. "Su, hörst du mich?" Keine Reaktion. Da fällt mir etwas ein. Ich setze meinen Helm ab, nehme ihn in die eine Hand und hebe mit der anderen ihren Kopf etwas an. Dann setze ich ihr den Helm auf. "Jarvis, check die Vitalfunktionen!" "Sofort Sir, ich bin dabei." Ich werfe meinen Kommunikator auf den Couchtisch. Sofort erscheinen Susan's wichtigste Werte in Form eines Hologramms. "Puls ist stark abgefallen. Hirnaktivität fast vollständig normal. Sie ist bewusstlos. Traumatisiert wahrscheinlich." erklärt Jarvis. "Ob es Prellungen oder Knochenbrüche gibt,

kann ich nicht sagen, Sir, dazu müsste sie in eines Ihrer Gebäude oder Fahrzeuge." "Das weiß ich doch." gebe ich genervt zurück. Steve kommt mit einem kühlen Lappen den er ihr vorsichtig auf die Stirn legt. Mit dem Daumen streichelt er ihr über die rechte Wange. Ich würde ihm am liebsten schon wieder eine rein hauen. Doch ich reiße mich zusammen. "Sir, wenn Sie ihr Ihren Anzug anziehen kann ich nachsehen ob sie weitere Verletzungen hat." verkündet Jarvis. Das ich nicht daran gedacht habe. Sofort lege ich ihn ab, lege Su die beiden Armbänder

um und sofort legt sich der Anzug um sie. Ich muss sie nur etwas hochheben. "Ich scanne jetzt Miss Walters Körper. Sie hat leichte Herz-Rhythmus-Störungen. Ihr linker Arm ist stark geprellt. Sie hat Prellungen auf der Brust und Schürfwunden an verschiedenen Körperstellen. Ich empfehle eine ärztliche Behandlung in einem Krankenhaus. Soll ich einen Rettungswagen rufen?" "Ja, mach das Jarvis!" antworte ich. Während wir warten und Susan noch immer schläft, trinken wir einen Whiskey. "Da haben wir beide ganz schöne Scheiße gebaut!" gebe ich zu.

"Wir? Eigentlich hast du ja denn Anfang gemacht. Hättest du dich einmal wie ein Getleman verhalten, dann wäre der Abend echt anders verlaufen." stutzt Cap mich zurecht. Er hat ja recht, das weiß ich schon. Aber ich kann eben nicht so einfach über meinen Schatten springen. "Ich hätte diesen blöden Heiratsantrag nicht machen dürfen. Damit hat ja alles seinen Anfang genommen." "Gegen einen Heiratsantrag ist ja eigentlich nichts einzuwenden, wenn du es dir genau überlegt hast." Er sieht mich fest an. "Doch der Zeitpunkt war wirklich nicht gerade klug

gewählt. Frauen stehen auf Romantik." "Ich weiß. Jarvis hatte mir auch schon einmal so etwas angedeutet." "Sir, ich hatte Ihnen..." "Sprache ausstellen!" befehle ich knapp und es herrscht Ruhe. "Wie kann ich es wieder gut machen?" frage ich meine schlafende Freundin. "Mach es gut in dem du für sie da bist. Verwöhne sie. Macht gemeinsam Urlaub oder so!" schlägt Steve vor. Ich nicke stumm. Kurz darauf hören wir die Sirene und sehen das Blaulicht. Su wird auf einer Trage in den Rettungswagen gebracht. Ich stelle mich zu Cap. "Machs gut,

Kumpel. Und danke das du für sie da warst!" Ich schüttle ihm die Hand, lege den Anzug an und fliege dem Rettungswagen hinterher. Rein, nach New York.

wieder zu hause

Ich folge dem Rettungswagen bis zum Krankenhaus. Während Susan auf der Trage in die Rettungsstelle gebracht wird, lande ich hinter dem Auto, lasse den Anzug verschwinden und renne den Leuten hinterher. Gerade sehe ich noch wie Su in ein seperates Abteil zur Untersuchung geschoben wird. Ich will hinterher, doch eine Krankenschwester hält mich auf. Sie sieht mich an, erkennt mich scheinbar, denn sie sagt erstaunt "Mister Stark?" "Ja genau. Ich will da rein!" brülle ich.

"Das geht leider nicht. Ihre Freundin (dabei grinst sie so komisch) wird gerade von Dr. McQueen untersucht. Bitte warten Sie im Wartebereich!" versucht sie mich zu beruhigen. "Sehe ich so aus als würde ich im Wartebereich warten? Ich will da rein!" "Das geht nicht. Gehen Sie in den Wartebereich!" leiert sie stoisch ihren Text runter. Sicher hat sie den schon sehr oft gesagt. Sie lässt mich einfach stehen und verschwindet hinter dem Vorhang. "Machen Sie jede Behandlung die von Nöten ist, der Preis ist egal. Ich zahle alles." brülle ich ihr noch hinterher. Ich hätte nicht übel Lust irgendwo drauf

zu schlagen, doch ich reiße mich zusammen. Für Su. Denn wenn ich hier alles kurz und klein haue, schmeißen sie mich raus. Ich gebe mich also geschlagen, suche nach dem Schild das den Wartebereich ausweist, finde ihn und gehe hin. Es warten neben mir noch einige andere Leute hier. Die Angehörigen erkenne ich daran das sie gerötete Augen haben oder nervös auf und ab gehen, wie Löwen im Käfig. Ein Mann sitzt blass und apathisch auf seinem Stuhl und hält sich seine bandagierte Hand. Blut tropft auf den Boden. Ich muss würgen. Auf einem freien Stuhl nehme ich Platz, links neben mir eine alte Dame die

strickt und rechts eine junge Frau mit blauem Auge und aufgeplatzter Lippe. "Auseinandersetzung mit dem Ehemann." nehme ich an. "Sehr sympathisch." Ich sitze da und starre die Wand gegenüber an. Die Zeit vergeht so gar nicht. Ich stehe auf und laufe ebenso im Raum herum wie es manch anderer tut. "Warum dauert das so lange? Sie war doch gar nicht so schwer verletzt." denke ich bei mir. Ich beschließe noch einmal nachsehen zu gehen. Prompt laufe ich der selben Krankenschwester in die Arme die mich vorher weg geschickt hatte. "Mister Stark." grüßt sie. "Die Untersuchung ist abgeschlossen. Miss Walters wird jetzt in ihr Zimmer

gebracht. Wir haben uns gedacht sie in einem Zimmer für Privatpatienten unterzubringen. Ich hoffe, das ist auch in Ihrem Interesse!" "Natürlich!" entgegne ich und füge hinzu "Ich komme mit." Sie nickt nur kurz. Wir gehen gemeinsam zu der Kabine zurück in der Su liegt, zwei Pfleger oder so fahren ihr Bett zu einem Fahrstuhl. Sie ist noch immer bewusstlos. Während wir auf den Fahrstuhl warten sehe ich sie genauer an. Ihre Augenlider flattern, sie scheint etwas zu träumen. Ihre Lippen beben leicht. Am liebsten würde ich sie küssen, nur um auszuprobieren ob meine Prinzessin aufwacht. Ich greife nach

ihrer Hand, sie ist warm, ich drücke sie leicht. Ich spüre die Blicke der drei anderen, doch mir ist völlig egal wenn ich ab jetzt als Softi durchgehe. Ich will nur das Su endlich wieder wach wird. Dann ist der Fahrstuhl da und wir steigen ein. Im Zimmer angekommen bittet mich die Schwester die Unterlagen für Su auszufüllen. Ich nicke stumm, nehme die Papiere entgegen und lege sie auf den Nachttisch. Bevor sie das Zimmer verlässt bietet sie mir noch etwas zu trinken an. Ich stelle mir einen Stuhl neben Su's Bett, greife wieder nach ihrer Hand, streichle mit dem Daumen über ihren

Handrücken. "Su, es tut mir so leid!" murmle ich. "Das hätte nicht passieren dürfen." Ich bin ein harter Kerl, ich weine nicht, damals als ich von Terroristen entführt und 3 Monate in Gefangenschaft war tat ich es nicht und jetzt werde ich auch nicht damit anfangen. Ich sitze neben dem Bett und warte und warte. Irgendwann muss ich eingeschlafen sein. Ich öffne die Augen. Die Sonne scheint durch die leichten Vorhänge ins Zimmer und blendet mich. Es riecht nach Desinfektionsmittel und frischer Wäsche. Als ich mich umsehe erkenne ich einen

Tisch mit einer Blumenvase darauf und zwei bequem aussehenden Sesseln darum, einen großen hellen Schrank, ein Bild an der Wand und ich selbst liege in einem breiten Bett. Alles ist so fremd. Wo bin ich nur? Ich höre jemanden etwas murmeln und drehe den Kopf in die Richtung aus der das Geräusch kam. Da sitzt Tony auf einem Stuhl, den Oberkörper halb auf meinem Bett liegend und schläft. Er scheint zu träumen, denn seine geschlossenen Lider bewegen sich und der Atem geht stoßweise. "Nein, nicht!" murmelt er im Schlaf. Er scheint einen Alptraum zu haben! Ich lege meine linke Hand auf seinen

Kopf und streichle sein weiches Haar. Er beginnt sich zu beruhigen und öffnet langsam die Augen. "Su?" fragt er verschlafen. "Ja." sage ich liebevoll und lächle ihn an. "Was ist passiert? Wo bin ich?" "Im Krankenhaus. Seit heute Nacht." "Ich erinnere mich an nicht viel, was ist denn passiert?" frage ich noch einmal. "Cap und ich... Wir haben uns gestritten... Gekämpft... Und du bist irgendwie dazwischen gekommen. Dabei ist es dann passiert." erklärt er gebrochen. "Ihr habt mich verletzt während des Kampfes? Ich kann mich an fast nichts erinnern." Ich bin fassungslos. Dunkel

erinnere ich mich sie trennen zu wollen. Dann kann ich mich nur noch an ein grelles Licht erinnern. "Ja leider." Er fährt sich verzweifelt durch die Haare. "Es tut mir so leid, Su!" murmelt er , legt seinen Kopf auf meine Brust und umschlingt mich mit seinen Armen. "Verzeih mir bitte! Ich habe doch nur dich." Ich nicke, lege eine Hand auf seinen Rücken und mit der anderen streichle ich sein Haar. "Es ist schon gut. Scheinbar ist mir ja nicht wirklich etwas passiert. Ihr seit wohl doch nicht so stark wie ihr immer vorgebt zu sein." necke ich ihn. "Hey. Dir geht es scheinbar wirklich

schon besser." erwidert er. "Susan!" beginnt er ernst "Es tut mir wirklich leid. Und damit meine ich nicht nur den Kampf, sondern auch das was im Club passiert ist!" "Es war einfach schlechtes Timeing." murmle ich. "Lass es uns vergessen!" schlage ich noch vor. "Okay, Süße!" Er scheint erleichtert zu sein. Ich habe Hunger und bitte ihn mir etwas aus der Cafeteria zu besorgen. In der Zeit gehe ich ins Badezimmer um mich frisch zu machen. Tony kommt, beladen mit Schoko- und Müsliriegeln, Obstsalat, Eis und einer Portion Pommes zurück ins Zimmer. "Hey, hast du die ganze Cafeteria

leergekauft? Wer soll den das alles essen?" frage ich lachend als ich ihn sehe. Tony sieht bedröppelt aus "Na du, dachte ich." "Schatz, wenn ich das alles esse, sehe ich hinterher aus wie eine Tonne. Aber die Pommes werde ich jetzt essen, das andere hebe ich mir erst einmal auf." erkläre ich. Er reicht sie mir, das restliche Essen verstaut er auf meinem Nachttischchen. "Alles okay. Brauchst du noch irgend etwas?" fragt er. Ich schüttle den Kopf und sage zwischen zwei Bissen "Nein danke, Tony." "Okay, ich gehe kurz mal Pepper anrufen. Sie muss ein paar Termine

verschieben. Und Cap sage ich auch bescheid das du aufgewacht bist." sagt er und verschwindet aus dem Zimmer. Später bei der Visite erfahre ich das ich Prellungen an an den Rippen, einen verstauchten Arm und eine leichte Lungenquetschung habe. Ich werde heute noch entlassen, muss mich aber weiterhin schonen. Alles ist mir recht, Hauptsache ich komme aus dem Krankenhaus raus! Ich hasse Krankenhäuser! Ich muss nur noch auf meine Papiere warten und dann gehen wir. Tony trägt meine Handtasche und ich hake mich bei ihm unter. "Du musst mich aber nicht wie eine Invalide behandeln."

stelle ich fest. "Ich bin schuld daran das du verletzt bist, deshalb werde ich auch dafür sorgen das du ganz schnell wieder gesund wirst!" stellt er klar. "Okay, okay, ist ja gut." erwidere ich genervt. "Zu Hause legst du dich auf die Couch und ruhst dich aus. Ich lasse dir deine Sachen in den Stark Tower bringen. Du wohnst in der Zeit bei mir!" bestimmt er. "Okay Daddy." Ich grinse leise in mich rein. Er schaut mich schief von der Seite an sagt aber nichts. Wir fahren mit einem Fahrstuhl in das Erdgeschoss, verlassen das Gebäude. "Gleich müsste Happy da sein." sagt

Tony. Er hatte vorhin Happy angerufen und ihn hierher bestellt. Und wie auf Kommando biegt gerade die schwarze Limousine um die Ecke. Happy steigt aus, öffnet uns die Tür und wir steigen ein. Die Fahrt dauert nicht lange. Im Penthouse nötigt er mich doch tatsächlich dazu mich auf die Couch zu legen. Tony lässt sich von Jarvis die Nummer von Belle raussuchen und ruft sie gleich an, damit sie für mich ein paar Sachen zusammen sucht. Er will sie nachher von Happy abholen lassen. "Möchtest du einen Tee?" fragt er danach. "Und Kuchen dazu oder lieber

was herzhaftes?" Er wirkt richtig fahrig, da er so erpicht ist alles richtig zu machen. Seine Bewegungen wirken hektisch. Ich beobachte ihn amüsiert. Als er mich mit Tee und Petit Fours versorgt hat, die er extra für mich von einer Konditorei hat holen lassen, setzt er sich zu mir auf die Couch und wir schauen gemeinsam einen Film. "Du bist die Kranke, deshalb darfst du den Film aussuchen." verkündet er wohlwollend. "Ach und wenn ich wieder gesund bin darf ich das nicht?" will ich wissen. "Manchmal." gibt er nur kurz zurück. Ich stupse ihn leicht mit dem Fuß in die

Seite. Als Bestrafung werde ich durch gekitzelt. "Lachen soll ja bekanntlich schnell gesund machen." scherzt er. Ich bekomme kaum noch Luft als er endlich von mir ablässt. "Ich glaube ich brauche jetzt eine Mund zu Mund Beatmung." Ich werfe ihm einen Seitenblick zu. Er versteht den Wink, nähert sich mir wie ein Panter seiner Beute, setzt zum Sprung an und schon treffen sich unsere Lippen. "Endlich!" fährt mir durch den Kopf als ich endlich wieder seinen Mund schmecken

darf. Es ist 3 Uhr nachts. "Jarvis, was wird gerade so in den New Yorker Theatern gespielt?" frage ich. Meine Träume sind zu schlecht, ich kann nicht schlafen. Su, liegt im Bett neben mir, alles könnte so schön sein. Ich könnte um die bösen Geister zu vertreiben, mich an sie kuscheln, doch ich tue es nicht. Stattdessen zieht es mich runter in die Werkstatt. Das tüfteln und bauen hat mich schon mein ganzes Leben lang vom Grübeln abgelenkt. Und ich habe viel gegrübelt in meinem Leben. Nicht umsonst habe ich so viel erfinden

können. Ich sitze also in der Werkstatt zwischen meinen Robotern und baue an einer neuen Version meines Anzugs. Das wäre dann die 41'zigste. Jarvis wirkt schon etwas genervt weil ich ihn zu so später Stunde noch nerve. "Was genau wollen Sie sich denn ansehen?" "Irgend etwas was Susan gefallen könnte. " gebe ich zurück. "Miss Walters hat bei einer Dating-Plattform angegeben das sie Musicals mag. Cats, Phantom der Oper oder etwas in den Bereich Krimi." berichtet Jarvis. "Dann Krimi. Dann schlafe ich wenigstens nicht ein." beschließe ich. "In Ordnung, Sir. Es läuft im Moment im

West end Theatre "Crime and Punishment". Das vielleicht?" fragt er. "Allerdings läuft auch ein Theaterstück im Walter Kerr Theater mit einer von Miss Walters Lieblingsschauspielerinnen in der Hauptrolle." setzt er nach. "Okay. Und welches?" "Das Stück heißt "The Crucible". Und wenn das kein Ohmen ist? Das Stück ist für 4 Tony Avards nominiert." sagt Jarvis und man kann einen belustigten Unterton in seiner Stimme bemerken. "Gut dann das. Buche 2 Karten für heute Abend! Und lösche gleich mal noch Susans Profil auf dieser Dating-Plattform!" Ich freue mich schon auf Su's Gesicht wenn sie sieht wohin ich sie

heute Abend ausführe. "Kein Wort zu Susan!" befehle ich Jarvis. "Wie Sie wünschen, Sir." Jetzt plötzlich werde ich müde. Ich beschließe es noch einmal zu versuchen und gehe ins Bett. Susan liegt auf dem Bauch, ihr hübsches Gesicht ins Kissen gekuschelt, ihre roten Locken liegen ausgebreitet darauf. Ein paar Sekunden stehe ich einfach nur vor dem Bett und betrachte sie. Ich kann mich gar nicht satt sehen an ihrer Schönheit. Ich begreife gar nicht wie ich früher jedem Rock hinterher gelaufen bin, dass ich nie eine richtige feste Beziehung

haben wollte. Es ist so herrlich jemanden zu Hause auf einen warten zu wissen wenn man von der Arbeit heim kommt! Einfach jemanden zu haben mit dem man alles im Leben teilen kann. Und genau in diesem Moment treffe ich den Beschluss sie nie wieder gehen zu lassen. Ich mache Susan zu meiner Frau, wenn die Zeit dafür gekommen ist und für einen Moment sind sogar Kinder für mich gar nicht so abwegig.

ein schöner abend und eine noch schönere nacht

"Mach dich fertig! Wir gehen aus." ruft Tony mir zu als er aus der Werkstatt nach oben kommt. Ich liege auf der Couch und lese. "Was? Wo gehen wir hin?" rufe ich fragend in seine Richtung. Doch er ist schon im Schlafzimmer verschwunden. Ich stehe auf und folge ihm. Tony steht im Kleiderschrank und sucht seine Sachen zusammen. "Zieh die Schlabberklamotten aus, Süße! Da wo wir heute hingehen wärst du sonst underdressed." "Ach nee." gebe ich zurück. "Tony, wo

gehen wir hin? Was genau soll ich denn anziehen?" "Abendgarderobe wäre wohl angebracht. Und wo wir hin gehen das ist eine Überraschung." Er gibt sich geheimnisvoll. "Ich mag aber keine Überraschung." maule ich. Er zieht mich zu sich heran und blickt mir tief in die Augen. "Schätzchen, es wird dir gefallen, glaub mir! Und Überraschungen sind doch was schönes." "Okay. Dann werde ich mich jetzt mal umziehen und mich von dir entführen lassen." scherze ich. Ich entscheide mich für das Smaragdfarbene Bodenlange Kleid mit

dem sexy Rückenausschnitt. "Heiß!" Tony pfeift anerkennend als er mich aus dem Badezimmer kommen sieht. Meine Haare habe ich mir hoch gesteckt. "Ich sehe wirklich fantastisch aus!" denke ich als ich mich vor dem Spiegel betrachte. Dazu ziehe ich goldene High Heels an. Die Absätze versinken in dem flauschigen Teppich als ich zum Ausgang schreite. Mit diesem Outfit fühle ich mich majestätisch. Tony sieht mal wieder umwerfend aus. Dunkler Anzug, weißes Hemd und Fliege. Nur seine Schuhe stechen wie so oft hervor. Knall rote Adidas Turnschuhe.

Er strahlt mich an und reicht mir seine Hand. Ich greife danach, sie ist warm und weich und fühlt sich nach Sicherheit an und wir verlassen Händchenhaltend das Penthouse. Su weiß immer noch nicht wohin wir unterwegs sind. Ich glaube die Erkenntnis kommt erst als wir vor dem Kerr Theater halten und Happy uns die Tür öffnet. Sie sieht das Banner das an der Hauswand des Theaters angebracht ist, darauf ist die Hauptprotagonistin abgebildet. Ich selbst mache mir nicht viel aus Theater oder anderen Arten von

Kulturellen Freizeitaktivitäten, aber für meine Süße würde ich sogar durch die Hölle gehen. "Das ist ja Saoirse Ronan. Cool! Wir gehen ins Theater. Ich hätte nicht gedacht das du ins Theater gehst?" ruft sie begeistert. "Tue ich ja auch nicht, aber für dich würde ich alles machen!" Ich greife nach ihrer Hand und sehe sie an, ihre Wangen sind vor Aufregung gerötet, die Lippen voll und glänzen golden. Ich kann ihren beschleunigten Puls fühlen. Mit glänzenden Augen sieht sie mich glücklich an. "Du bist so süß!" flüstert sie und küsst mich. Mit einer Hand an ihrem Rücken

drücke ich sie näher an mich ran. Ihre Lippen schmecken für mich wie Schokolade mit Vanilleeis. Einfach himmlisch. "Mir wird ja vieles nachgesagt, aber bestimmt nicht das ist süß bin." raune ich ihr zu. Nachdem wir uns von einander lösen konnten gehen wir Hand in Hand in das Theater. Jarvis hat uns Karten auf den besten Plätzen gebucht. Wir sitzen in der Mitte der Loge mit bestem Blick zur Bühne. Lange müssen wir nicht mehr warten bis es los geht. Der Saal wird abgedunkelt und der Vorhang hebt sich.

Su wirft mir einen letzten glücklichen Blick zu bevor es so dunkel wird und ich sie kaum noch erkennen kann. Doch ich atme ihren Duft, ihr betörendes Parfum. Ich höre ihrem Atem zu, wie sie ab und an lacht oder vor Aufregung den Atem anhält. In der Pause trinken wir Champagner im Foyer des Theaters. "Und, wie gefällt dir das Stück?" frage ich. "Sehr gut! Interessante Story, klasse Darsteller und eben Saoirse!" lobt sie lachend. "Nochmal vielen Dank das du mit mir hier her gegangen bist!" Mit einem funkeln in den Augen gibt sie mir

einen Kuss. Ein Kuss der mehr verspricht - später. Ich dachte nach dem Theater würden wir den Abend ruhig zu Hause ausklingen lassen, doch Tony hatte da andere Pläne. "Das ist doch gar nicht der Weg zum Tower." stelle ich nach einem Blick aus dem Wagenfenster fest. "Ganz recht. Wir machen noch einen kleinen Abstecher in den Central Park." "In den Central Park mitten in der Nacht?" Ich bin echt verwundert. Was wollte er da? "Ja, mitten in der Nacht." sagt er geheimnisvoll. "Die Zeit ist perfekt für das was wir vorhaben."

"Okay. Ich lasse mich mal wieder überraschen." gebe ich mich geschlagen. Dieser riesige Park, am Tage ist hier viel los, Jogger, Müttern mit Kindern, junge Leute auf der Wiese und alte Leute auf den Parkbänken, doch in der Nacht liegt er als dunkler, stiller Fleck mitten in der City. Happy hält den Wagen direkt vor einem der Zugänge zum Park. Tony steigt aus und ich folge ihm. Happy fährt wieder weg und wir stehen einsam und verlassen im dunkeln herum. "Und was nun?" frage ich. "Warte ab, Schätzchen!" flüstert er. "Hör mal!"

Und ich tue es. Ich vernehme leisen Hufschlag. Pferde hier, jetzt? Plötzlich kommt eine Kusche um die Ecke gefahren. Diesmal sind es zwei schwarze Pferde die die Kusche ziehen. Wenn ich mich recht an meine Pferdeliebhaberzeit zurück erinnere, nennt man diese Art Kusche Coupe. Ich sehe Tony fragend an. Er fängt meinen Blick auf und erläutert "Wir machen jetzt eine romantische Kutschfahrt durch den nächtlichen Central Park." "Echt? Oh, wie schön!" rufe ich und klatsche in die Hände. Dann fällt mir aber ein "Aber es ist stockfinster da drin.

Die Pferde können doch gar nichts sehen." "Das wird schon gehen. Schließlich sie sie früher auch Nachts unterwegs gewesen und da gab es keine Straßenlaternen." erklärt Tony mit einem amüsierten Lächeln auf den Lippen. "Okay, okay." sehe ich ein. "Los! Einsteigen!" befielt er. Der Kutscher grüßt uns freundlich "Mister Stark, Ms. Stark." Ich muss grinsen, ergreife Tony's Hand und lasse mir in den Fond der Kusche helfen. Tony setzt sich neben mich, zieht die Tür zu, nimmt eine weiche flauschige Decke die auf der Bank neben ihm liegt und deckt damit unsere Beine zu.

Dann klopft er an die Decke der Kutsche und sofort setzt diese sich in Bewegung. Sie biegt den asphaltierten Weg in den Park ein. Es ist wirklich stockfinster und verlassen. Es ist ganz schön laut in so einer Kutsche, das überrascht mich etwas. "Das ist so romantisch, Tony!" flüstere ich verträumt mit Blick aus dem Fenster nachdem wir einige Minuten unterwegs sind. Ich drehe mich zu ihm um und kann gar nichts dagegen tun, wie magnetisiert ziehen sich unsere Lippen gegenseitig an. Seine Hand bleibt nach dem Kuss auf meinem Oberschenkel liegen.

Wir fahren an einem See vorbei. Dieser liegt ruhig und glatt im Mondschein vor uns. Direkt dahinter sieht man auf einer Anhöhe eine Art kleinerer Burg. Sie wird von Strahlern von außen hell erleuchtet. Wir überqueren den See über einer sich romantisch an die Landschaft angepassten Feldsteinbrücke. Es ruckelt ganz schön, aber so habe ich einen Grund mich noch enger an Tony zu kuscheln. Er hält mich fest. Ich spüre seinen Herzschlag, spüre seinen Atem an meinem Hals. In diesem Moment bin ich einfach nur wahnsinnig glücklich! Ich wünschte dieser Moment würde nie

enden! Alles ist perfekt und ich überlege doch allen Ernstes ob ich nicht einen neuen Versuch wage ihr einen Antrag zu machen. Doch ich besinne mich dann doch eines besseren. Es wäre wirklich zu früh. Ich kenne noch nicht einmal ihre Eltern und Familie. Das sollte schon vorher passieren. Ich werde mich ändern, werde alles dafür tun das sie bei mir bleibt und dann vielleicht irgendwann... Plötzlich kommt mir die Erleuchtung. Er hat das alles heute Abend organisiert, er

hatte den ersten Antrag versaut, er will es besser machen. Scheiße! Er will mir einen Antrag machen. Sofort bekomme ich kalt schwitzende Hände. Jetzt heißt es abwarten. Was hat sie plötzlich? Ihre Hand wird kalt und sie rutscht unruhig auf der Bank umher. Bestimmt dauert es ihr zu lange. Oder sie muss aufs Klo. So viel Romantik ist dann also auch zu viel. Okay, ist abgespeichert. "Wann macht er es endlich?" frage ich mich, denn dort hinten sehe ich schon die

Lichter der Straße. "Gleich ist die Fahrt sicher vorbei. Will er mich nach dem Aussteigen, vor der Kutsche fragen? Da wäre es aber echt romantischer an dieser Brücke gewesen." denke ich. Die Kutschfahrt dauert eine ganze Stunde. Als ich aussteige habe ich ein wenig wackelige Knie. "Die armen Leute die das früher täglich aushalten mussten und das auch noch über Stock und Stein." stöhne ich. "Aber es war einfach himmlisch." Ich sehe ihn direkt an. "Es war perfekt." "Ja, das war es und ja, ich ziehe auch den Komfort meiner Sportwagen vor um von A nach B zu kommen." erwidert er.

Wir verabschieden uns von dem Kutscher. Er sieht ganz gelassen aus. Also hatte er auch nichts von einem möglichen Antrag gewusst. Ich lasse es mir nicht nehmen den Pferden auch adieu zu sagen. Ich streichel ihre Hälse. Tony sieht mir mit einem verklärten Blick dabei zu. "Na komm, Pferdemädchen! Es ist spät, du musst ins Bett." witzelt er, dreht sich um und geht zur Straße wo Happy bereits mit der Limousine wartet. Ich folge ihm schnell. Im Penthouse ziehe ich mir als erstes meine Fliege aus und werfe sie auf den Flügel, wo sie mit Schwung drüber

rutscht und auf der anderen Seite herunter fällt. Su streift ihre High Heels ab, nimmt sie in die Hand und stellt sie ordentlich in den begehbaren Kleiderschrank. Dann lässt sie spielerisch lasziv ihr heißes Kleid einfach von ihrem fantastischen Körper gleiten, so das es sich um ihre Knöchel bauscht. Sie steigt darüber, hebt das Kleid auf, legt es etwas zusammen und verstaut es dann in der Wäschetonne. Bei all dem beobachte ich sie, lässig an den Türrahmen gelehnt und frage mich "Warum um Gottes Willen legt sie schmutzige Wäsche noch zusammen bevor sie sie in die Wäschetonne gibt?"

Aber das ist eben meine ordentliche Susan. Sie steht da, nackt bis auf ihren royal blauen Spitzen Panty. Er betont ihren Po und ihren flachen Bauch. Su zeigt mit dem Zeigefinger auf mich und winkt mich mit eben diesem zu sich ran. Dieser Aufforderung komme ich nur all zu gerne nach! Ich stelle mich direkt vor sie. "Jarvis. Musik!" fordere ich. "Sofort, Sir." gibt er zurück und sofort erklingt von George Michael "Careless Whisper". Ich lasse meine Hüfte lasziv kreisen. Su lächelt. Sie schwingt ihre

zarten Arme um meinen Hals und zieht mich sanft zu sich herunter. Ihre Lippen berühren meine, es ist wieder einmal elektrisierend. Da geschieht etwas wenn wir uns küssen. Ich kann es kaum beschreiben. Ihre Finger streicheln über meinen Oberkörper, fahren unter mein Hemd und suchen meine Brustwarzen. Sanft kneift sie hinein. Ich kann mir ein leises Stöhnen nicht verkneifen. Während sie mich küsst wandert ihre Hand an meinem Körper abwärts, knöpft meine Hose auf und gleitet hinein, umfängt mich, und ich verschmelze mit ihr. Sobald ich meine Hose, zusammen mit der Boxershorts nach unten gezogen

habe, ist ihr Mund auf mir. Ihre Zunge streichelt die geschwollene Ader an meinem Schaft. Ich schließe die Augen und genieße voll und ganz was sie mit meinem Körper anstellt. Su wird mutiger, verschlingt mich geradezu. Schnell und innig verwöhnt sie mich, als würde sie mich nie wieder schmecken können. Im Takt der Musik sind ihre Bewegungen und als das Lied zu ende geht, komme ich in ihr. "Leg dich hin, Süße und spreiz die Beine für mich! Ich möchte dich ansehen." bitte ich sie. Ich muss sie einfach ansehen, wenn ich sie nach all den Tagen endlich mal wieder unter mir habe. Sie legt sich auf den weichen hochfloor Teppich, die

Beine weit für mich gespreizt. Mein Schwanz pulsiert in meiner Hand als ich ihr zusehe. Ich sauge den Duft ihrer feuchten Spalte ein. Ich freue mich darauf sie gleich fühlen zu dürfen. Ihre enge Muschi immer wieder zu ficken! Ich lege mich auf sie, dränge immer näher an sie heran, bis mein harter Schwanz sie völlig ausfüllt. Sie ist wie ein enger Schlauch, als ich in sie hineinstoße und wieder aus ihr gleite. Es ist als könnte ich nie wieder damit aufhören. Ich brauche Su wie eine Droge. Sie verdreht ihre Augen und auch ich halte sicher nicht mehr lange durch. Rhythmisch stoße ich immer wieder zu,

während Su ihre Beine um mich schlingt. Sie kommt "Härter!" wimmert sie und krallt sich in meine Arme, während ich sie noch härter ran nehme. Ich ergieße mich heiß in ihr. Sie atmet schwer an meiner Schulter und ich küsse die feuchten Stellen an ihrem Hals. Minuten später kehren wir in unserem Knäul aus Armen und Beinen, Schweiß und erschöpften Atem in die Realität zurück. Irgendwie war dieser Sex intensiver als die anderen Male. Nachdem wir gemeinsam duschen waren, lassen wir die Nacht mit einem Glas Wein auf unserer Terrasse ausklingen. Es ist mittlerweile 3 Uhr Nachts. Die

Terrasse hat nur ein Gläsernes Geländer. Hier zu stehen ist nichts für Leute die unter Akrophobie leiden. Wir befinden uns in schwindelerregender Höhe fast schon auf dem Dach des Stark Towers. Unter uns glitzern die Lichter der unzähligen Autos und Häuser. New York ist das reinste Häusermeer. "Jetzt wäre eigentlich auch ein guter Zeitpunkt." denke ich, doch ich warte umsonst. Tony steht an der Brüstung gelehnt mit dem Glas in der rechten Hand und sieht mich an. "Kannst du da bitte weg gehen!" bitte ich ihn. Ich habe wirklich große Angst. Er natürlich nicht, ist es ja gewöhnt durch

die Gegend zu fliegen. "Hast du etwa Angst meinetwegen?" fragt er mit einem bösen Grinsen im Gesicht und beugt sich noch ein wenig mehr über die Brüstung. "Ja, stell dir vor, das habe ich." gebe ich trotzig zurück. Er lacht, tut es aber und setzt sich neben mich ebenfalls auf einen Liegestuhl. Ich greife nach seiner Hand "Danke für diesen wundervollen Abend, Schatz!" flüstere ich. "Gern geschehen. Für dich würde ich einfach alles machen, Susan!" Er dreht sich zu mir um und ich denke schon, jetzt geschieht es, doch er sagt nur "Ich liebe dich." ganz ohne das er vor mir auf

die Knie fällt um mich wiederholt zu bitten seine Frau zu werden. Ich schüttelt die seltsamen Gedanken aus meinem Kopf und gebe zurück "Und ich liebe Sie, Mister Stark!" Er versteht den Wink mit dem Zaunpfahl nicht, dabei würde ich, wenn er mich jetzt tatsächlich fragen würde, das JA so laut ich kann nach New York hinaus schreien. Doch in dieser Nacht sollte nicht zu Ms. Stark werden.

willkommen in England, Mister Stark!

1 1/2 Monate später Wir sind auf dem Weg zu meinem Flieger. Wir fliegen nach England um Weihnachten mit Susans Familie zu verbringen. Die beiden Stewardessen empfangen uns wie immer auf der Treppe. "Guten Morgen Mister Stark." begrüßt mich Jenniver oder hieß sie Jill oder Jane? Susan wird mit einem knappen Kopfnicken bedacht. Das missfällt mir sehr doch Su scheint es nicht zu stören. Die andere Stewardess kenne ich nicht, sie muss neu sein.

Wir betreten alle das Flugzeug. Jill, Jenniver oder sonst wie lächelt mich frech von der Seite an. Ja, ich kenn sie da sie mir schon oft das Fliegen angenehmer gemacht hat. Ich habe mir von ihr einen Blasen lassen oder habe sie auf dem Billardtisch oder auf dem Boden gefickt. Das war ganz nett doch ist nun vorbei. Su, anfangs noch ganz aufgeregt, hat zumindest die ersten 5 Stunden des Fluges mit Beschäftigungen rum gebracht. Sie hat gelesen, fern geschaut und jetzt schlief sie. Ich hatte einige Anrufe zu erledigen, gab Pepper die eine oder andere Anweisung.

Dann wurde mir auch langweilig. Ich lasse Su schlafen, stehe auf und gehe zu Happy in den hinteren, seperaten Teil des Fliegers. Doch Happy war nicht da. "Er ist vorne beim Piloten, Sir." erklärt mir die Stewardess. "Wenn Sie möchten kann ich Ihnen die Zeit vertreiben." bietet sie mit ihrem angetackerten Grinsen an. Ich lehne danken ab. Auf diese Art Zeitvertreib mit ihr habe ich jetzt so gar keine Lust. "Nein danke, Jenniver!" entgegne ich. "Jane." gibt sie zurück. "Dann eben so. Ich werde jetzt mal wieder nach vorn gehen." Ich drehe mich um und will schon gehen,

da hält sie mich plötzlich am Arm fest und dreht mich zu sich herum. Sie sieht mich an und ich könnte es beschwören, da liegt ein Funken Wahnsinn in ihren Augen. "Was?" Weiter komme ich nicht, da hat sie schon ihr Lippen auf meine gedrückt. Wie wild greift sie in meine Haare und zerrt daran. Ich versuche sie von mir zu schieben, sie von mir zu lösen. Es gelingt mir nicht gleich. Sie steht da, schaut mich mit wildem Blick an und sagt "Es hat dir doch immer gut gefallen. Doch kaum hast du ein neues Spielzeug..." Sie deutet in den

vorderen Teil des Fliegers. "...bin ich abgeschrieben? Was hat die schon was ich nicht habe?" schreit sie mich an. Ist die Wahnsinnig? Bekommt ihr die Höhenluft nicht? Ich sage knapp "Sieh dich als gefeuert an!" während ich mir den Mund mit meinem Hemdsärmel abwische. "Das wagst du nicht. Ich habe immer das getan was du wolltest." Ihre Stimme wird schriller. Gleich wird sie damit Happy auf den Plan rufen wenn sie so weiter schreit. "Du bist gefeuert und jetzt will ich dich für den restlichen Flug nicht mehr in meiner Nähe sehen!" Damit verlasse ich das Separee und gehe

zurück zu Su. Hinter mir höre ich noch Jenniver oder so heulen. Su schläft noch immer. "Jarvis." rufe ich nachdem ich mich gesetzt habe "Setz bitte ein Kündigungsschreiben für Jenniver auf." "Jenniver? Wer ist das, Sir?" "Na die eine Stewardess die sich hier im Flieger befindet." erkläre ich. "Sir, heute fliegen nur Emilie Watson und Jane Willow mit Ihnen." "Ah, na dann eben Jane." "Kündigungsgrund, Sir?" fragt Jarvis. "Sexuelle Belästigung am Arbeitgeber." Jarvis lässt ein glucksen hören.

"Natürlich, Sir. Ich werde es veranlassen." "Jarvis lachst du mich etwa aus?" frage ich. "Bei allem nötigen Respekt, Sir, das würde mir nie im Traum einfallen!" erklärt Jarvis. Jetzt muss ich selbst ein wenig lächeln. Ein Ruck geht durch den Flieger und ich wache auf. "Was ist los?" frage ich und bin sofort hellwach, ich spüre wie Panik in mir wächst. "Stürzen wir ab?" "Beruhig dich mal Angsthase!" lacht Tony "Alles okay." Ich bin beruhigt und räkel mich. Der Schlaf in dieser unbequemen Haltung

steckt mir in den Knochen. "Wie spät ist es?" "15 Uhr. Wir sind bald da." gibt er zurück. "Ich geh mich mal frisch machen." sage ich und stehe auf um ins Bad zu gehen. Es ist ein wenig wackelig in einem Flugzeug geradeaus zu gehen. Wie schaffen es die Stewardessen nur in ihren High Heels so gut klar zu kommen? Da ist schon eine. Sie beugt sich gerade an einem Regal hinunter, die makellosen Beine in den Strumpfhosen durch gestreckt, der Po in der Höhe. Sie ist jetzt echt sexy. Bestimmt hat Tony die Stewardessen selbst ausgesucht. Sie stellt sich wieder gerade hin, dreht

sich um und sieht mich an. "Oh, Miss." sagt sie erstaunt "Benötigen Sie etwas?" fragt sie freundlich. Ihre wahnsinnig schönen blauen Augen strahlen und ihr blondes Haar fällt in Wellen auf ihre Schulter. Um ihren Hals trägt sie ein blau gelbes Tuch. Ihre Uniform ist ebenfalls in den Stark Industries Firmen Farben blau gelb gehalten. Wie jede Stewardess ist auch sie perfekt geschminkt. Ich bin regelrecht eingeschüchtert in ihrer Nähe. Doch ihr freundliches Lächeln lässt mich schmelzen. "Nein, danke." antworte ich "Ich möchte nur zur Toilette. " "Da hinten, Miss. Moment warten Sie!"

bittet sie und plötzlich hält sie mir ein kleines Kulturtäschchen hin. Ich nehme es und sehe hinein. Darin befinden sich ein Deo, je ein Probefläschchen Duschbad und Shampoo und Desinfektionstücher. "Danke schön!" sage ich freundlich. "Gern geschehen." Als wir das Flugzeug verlassen, lasse ich Su den Vortritt und warte bis sie ein paar Schritte entfernt ist. Neben Jane bleibe ich kurz stehen. "Du Miststück bist bereits gefeuert. Mach hier noch sauber und dann verpiss dich! Ich kann dir nur raten, deinem nächsten Arbeitgeber nicht so blöd zu

kommen!" raune ich ihr zu. Ihre blauen großen Augen blicken mich hochmütig an. Dann wirft sie den Kopf zurück, so das ihre blonden Locken wehen. "Das wird dir noch leid tun." droht sie. Ich lache sie aus, setze meine rote Sonnenbrille auf und folge Susan die unten an der Limousine auf mich wartet. Happy steht neben ihr. "Da ist er wieder. Wo verdammt war er eigentlich vorhin als diese Irre mich begrabscht hat?" denke ich sauer. "Die blonde Stewardess war aber nett." beginnt Su als wir im Wagen sitzen. Ich verschlucke mich an meinem Whiskey und muss husten.

Su sieht mich erstaunt an. "Bodenwelle." erkläre ich kurz. Sie nickt. "Sag, wo wohnen deine Eltern?" versuche ich das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken. "In Chelsea." ruft sie so das der Fahrer es ebenfalls hören kann. "Und da bist du auch aufgewachsen?" frage ich nach. "Na ja, teilweise. Ich habe auch 3 Jahre in Deutschland verbracht." "Deutschland, warum?" "Zum arbeiten. Ich lebte in Heidelberg in einer kleinen 1 Raum Wohnung. Eine sehr schöne Stadt!" plaudert sie. "Wo hast du dort gearbeitet?" frage ich.

"In Heidelberg gibt es einen guten Buchverlag. Ich habe dort als Lektorin gearbeitet. Es war eine cooles Zeit! Ich habe noch einige Freunde in Heidelberg aus dieser Zeit." "Cool!" "Aber um noch einmal auf die Stewardess zurück zu kommen." Ich verdrehe die Augen. "Suchst du die Frauen eigentlich selbst aus?" fragt sie. "Ich? Nein. Pepper macht das. Aber sie weiß ja was mir gefällt." gebe ich zurück. "Hattest du mal was mit einer von ihnen?" fragt sie und sieht mich fest an.

Ich fahre mir vor Verlegenheit durch die Haare. Warum will sie das jetzt wissen? Das war doch vor ihrer Zeit. "Und?" drängt sie. "Ja. Ja, ich gebe es zu." sage ich leise. "Okay. Du hast ja sowieso mit halb New York geschlafen vor mir. Mich schockt nichts mehr." "Hey, halb New York? Das würde ja bedeuten das ich mit allen Frauen New Yorks geschlafen habe. Das wäre echt übertrieben." erkläre ich. "Du hast ein völlig falsches Bild von mir." Ich lächle sie an. "Ja, na klar, das sagt derjenige der in der Presse damit angegeben hat mit alles GQ

Models ausgegangen zu sein." Sie bedenkt mich mit einem kritischen Blick. "Hey, warum bist du so kratzbürstig?" frage ich verwundert. "Ich komme mir immer so nichtig vor in der Gegenwart dieser hübschen Frauen." erklärt sie leise und sieht zu Boden. Ich hebe ihr Kinn an so das sie mir in die Augen sehen muss. "Süße, du bist vollkommen! Du bist für mich die hübscheste Frau der Welt! Ich liebe alles an dir, deine Rundungen, deine Brüste, deine Augen, deine sexy roten Haare, deinen Mund..." zähle ich auf. Sie strahlt mich

an. "Wirklich?" "Aber so was von! Susan, ich liebe dich!" erkläre ich mit fester Stimme. "Ich liebe dich auch, Tony. Genau so wie du bist." sagt sie und wir besiegeln unser Versprechen mit einem Kuss. Kurz vor 17 Uhr, pünktlich zum Fünft-Uhr-Tee kommen wir am Haus meiner Eltern an. James der Butler öffnet uns die dunkel braune schwere Eichentür. "Einen schönen guten Tag, Miss Susan!" begrüßt er mich höflich und deutet eine Verbeugung mit dem Kopf an. Tony dreht sich zu mir um und flüstert

mir ins Ohr: "Ihr habt einen Butler?" "Du hast doch auch Jarvis." gebe ich leise zurück, nehme seine Hand und ziehe ihn an James vorbei ins Innere des Hauses. Hier hatte sich seit dem letzten Weihnachtsfest nichts verändert. Das schwarz weiße Schachbrettmuster des Mamorbodens glänzt wie eh und je. Auf der breiten Treppe die nach oben führt liegt noch immer der dunkelblaue Teppich. Die selben Möbel wie eh und je an den selben Stellen. "Die Herrschaften erwarten Sie im Salon." erklärt James. Wir folgen ihm in besagten Salon.

Da sitzen sie, meine Eltern, meine Mutter trägt ein bordaux farbenes Kostüm und hat ihre Haare zu einer kunstvollen Hochsteckfrisur frisiert, mein Vater, wie immer, in einem seiner unzähligen Anzüge. Er hat einen großen begehbaren Kleiderschrank voll mit den Dingern. Nur eines ist neu an ihm, er trägt jetzt einen Schnurrbart. "So habe ich dich ja noch nie gesehen, Dad." rufe ich und falle ihm um den Hals. "Mann muss mit der Zeit gehen." antwortet er und wirbelt mich kurz im Kreis herum, genau so wie er es früher immer getan hat.

"Welche Zeit? Die 20iger Jahre?" frage ich lachend. Mein Dad und ich haben schon immer eine ganz besondere Beziehung. Ich liebe ihn abgöttisch, wohingegen ich mit meiner Mutter nicht ganz so gut klar komme. Dennoch begrüßen wir uns jetzt herzlich. Schließlich haben wir uns jetzt ein Jahr nicht gesehen. Tony, der sich bisher im Hintergrund gehalten hat und an der Tür stehen geblieben ist, kommt nun auf uns zu. "Mum, Daddy, darf ich euch meinen Freund vorstellen? Das ist Tony." Ich nehme ihn bei der Hand und ziehe

ihn neben mich "Und das Tony sind meine Eltern." Ich deute auf die beiden. "Sehr erfreut Mister und Ms. Walters!" sagt er freundlich und schüttelt ihre Hände. Mein Vater greift nach seiner Hand, schüttelt sie und sagt herzlich "Willkommen in England, Tony!" Tony strahlt ihn an. Meine Mutter hält inne, sieht ihn genauer an und ruft laut aus: "Oh mein Gott!" "Nicht ganz, Mam. Sie können mich auch Tony nennen." erklärt er und zeigt ein neckisches Grinsen. Ich kann mir ein Augenrollen nicht verkneifen.

"DER Tony Stark?" fragt sie fassungslos. "Äh ja, genau Mum. Er ist es. Hier ist er jetzt aber nur Tony, mein Freund." erkläre ich. "Wie ist das denn passiert?" fragt sie weiter als hätte sie mich nicht gehört. "Vielleicht können wir das Verhör auf morgen verschieben? Die Kinder werden hungrig und müde sein. Sie haben einen langen und anstrengenden Flug hinter sich, Charlotte." sagt mein Vater in einem ruhigen aber bestimmten Ton in der Stimme. Sie gibt sie geschlagen. "Na gut. James wird euch eure Zimmer zeigen. Aber morgen erzählt ihr mir alles.

Nun kommt, wir wollen erst einmal den Tee trinken bevor er gänzlich kalt wird." lenkt sie ein. Und so kommt es das wir zu viert im Salon auf den typisch britisch geblümten kleinen Sofas sitzen und Tee und Scones genießen. Danach kommt James und geleitet uns zu den Zimmern. "Miss Susan, für Sie haben wir Ihr altes Zimmer herrichten lassen und für Mister Stark eines der Gästezimmer." erklärt er und öffnet schon eine der Türen im zweiten Stock. "Dies ist das Zimmer von Mister Stark."

Tony tritt ein und stellt sein Koffer auf das Bett. Er kommt zurück in den Flur und gemeinsam gehen wir zu meinem alten Zimmer. James habe ich wieder nach unten geschickt. Mein altes Kinderzimmer würde ich schon allein wieder finden. Es liegt in der selben Etage, allerdings in einem anderen Flügel des Hauses. "Warum um Himmels Willen wohnt ihr in einem Schloss?" fragt Tony mich auf dem Weg durch die langen Flurfluchten. "Meine Eltern haben eben Kohle." gebe ich mit einem Schulterzucken zurück. Ich kannte es nicht anders. Ich wurde hier geboren und bin in diesem Haus aufgewachsen.

"Ich habe auch Kohle und wohne nicht in einem Schloss." gibt er trotzig zurück. "Aber du hast genug Geld und könntest dir ja ein Schloss kaufen. Außerdem besitzt du eines der eindrucksvollsten Gebäude New Yorks." necke ich ihn. "Aber ich glaube da steckt auch eine Erbschaftssache dahinter." vermute ich. "Soll das heißen das ihr zum Britischen Königshaus gehört. Bist du etwa eine echte Prinzessin?" Er knufft mich in die Seite. "Hm, könnte schon sein." Ich zwinkere ihm zu. "Worauf wartest du? Auf die Knie!" "Hier mitten im Flur? Meinst du nicht

das es etwas peinlich wäre wenn sie uns dabei erwischen wenn ich es dir hier mitten im Flur besorge?" neckt er mich. Ich spüre wie mein Gesicht warm wird. "So habe ich das doch gar nicht gemeint." stammel ich. "Ich weiß ganz genau wie du das gemeint hast, Schätzchen!" In meinem Jugendzimmer angekommen, bleibe ich erst einmal wie angewurzelt stehen, da prasseln Erinnerungen auf mich ein. Was ich hier so alles angestellt und erlebt habe. Tony sieht die rosa Tapete und das mit zarten rosa Rosenblüten verzierte Sofa und die dicken geblümten Vorhänge mit einem Lächeln auf den Lippen an.

"Der Traum eines jeden Mädchens." witzelt er. "Ist hier eine Bombe mit rosa Farbe explodiert?" "Ja, mach du nur deine Witze, Mister. Mir gefällt das eben. Oder besser gesagt es gefiel mir eben." gebe ich streng zurück. Ich will eigentlich gleich beginnen meinen Koffer auszupacken, doch Tony hindert mich daran. "Wollen wir uns nicht erst einmal ein wenig hinlegen. Wir haben doch einen so langen und anstrengenden Flug hinter uns." Er zieht mich zu sich heran und küsst mich fordern auf den Mund, auf den Hals

und die Ansätze meiner Brust die aus dem Ausschnitt heraus blitzen. Seine Zunge hinterlässt einen leicht feuchten Film auf meiner Haut. Die eine Hand an meiner Brust, die er knetet, legt er die andere um meine Hüfte. Er zieht mich noch näher an sich heran, so das ich nun seine Erregung zwischen meinen Schenkeln spüren kann. "Du bist ja schon wieder total scharf." stelle ich fest. "In deiner Gegenwart immer, Süße!" raunt er an meinem Hals. Dann kniet er vor mir nieder, lässt dabei seine Hand an meinem Körper herunter fahren. An meinem Bauchnabel vorbei bis zu

meiner Mitte. Mit einem Finger massiert er meine Knospe. Die Lust kommt wie in Wellen durch meinen Körper gerollt und ich stöhne laut auf. Tony lässt zwei Finger in mich gleiten und massiert mit dem Daumen weiterhin meine empfindliche geschwollene Knospe. Meine Beine beginnen zu zittern, ich kann mich kaum noch auf den Beinen halten. Er scheint es zu spüren, steht auf und nimmt mich hoch. Er trägt mich die wenigen Schritte zu meinem alten Bett und lässt mich sanft auf der Tagesdecke ab. Sogleich legt er sich auf mich und küsst mich erneut intensiv. Dann rutscht er auf Knien über das Bett

und kniet sich vor mich hin. Meine Zunge macht sich selbstständig, ich will ihn spüren, seine Haut berühren. Ich öffne die Lippen weit. Tony umfasst seine Erektion und mit Erfurcht bobachte ich, wie er sie mir an den Mund führt. Er bewegt seine Hand langsam auf und ab, ich öffne den Mund noch mehr und Tonys Daumen fährt über meine Unterlippe, taucht für einen kurzen Moment in meinen Mund ein, bevor er durch etwas anderes ersetzt wird . Er drängt sich langsam in meinen Mund, genießt das Gefühl wie meine Zunge an seinem Schaft auf und ab gleitet. "Fuck!" stöhnt er. Ich sehe zu ihm auf, schenke ihm ein

unterwürfiges Lächeln, mit dem Wissen das ihn das um den Verstand bringen wird. "Mehr!" keucht er. Und ich packe seinen Po mit den Händen und drücke ihn näher an mich heran. Auf meiner Zunge fühlt er sich wie Seide an. Ich genieße es ihm diese Genüsse zu schenken! Sein Atem geht schneller und er ruft leise meinen Namen, sagt mir wie gut ich bin, wie wahnsinnig er in mich verliebt ist (Ich muss mir das merken! Wenn ich mal irgend etwas brauche, verwöhne ich ihn oral und dann bekomme ich alles.) Ich grinse böse. Er bewegt sich unaufhörlich weiter, rein

raus rein raus. "Sieh mich bitte an!" keucht er und ich tue es, sehe ihm direkt in die braunen Augen. Er beißt sich auf die Unterlippe. Mehrfach dringt er ganz tief in meine Kehle ein, so das ich ihn zur Gänze in mir aufnehme. Ich spüre wie sich seine Oberschenkel- und Bauchmuskeln anspannen. Er kommt gleich und als hätte er meine Gedanken gelesen, presst er zwischen zusammen gebissen Zähnen hervor "Verdammt, Su, ich komme." Seine Bewegungen werden schneller und kräftiger. Ich sauge noch stärker an ihm. Und dann

ergießt er sich heiß in meinem Mund, ich schlucke alles was er mir gibt. Anschließend wische ich meinen Mund mit einem Papiertuch ab und Tony zieht sich seine Hosen wieder an. Ich gehe erst einmal in mein Badezimmer. Dieses ist durch eine Verbndungstür mit meinem Zimmer verbunden. "Möchtest du nicht mit mir duschen? Dein Zimmer hat kein eigenes Bad." locke ich ihn, doch er möchte es nicht. "Ich muss mich ausruhen, Süße. Du hast mich alten Mann völlig ausgesaugt." "Okay, dann mach mal ein Nickerchen." necke ich ihn. "Warum haben wir beide eigentlich

verschiedene Zimmer?" rufe ich wenig später zu ihr ins Badezimmer. Su steht unter der Dusche und summt irgendein Lied was ich nicht kenne. Sie bricht ab um mir zu antworten "Das sind eben meine konservativen Eltern. Sie glauben noch an das keinen Sex vor der Ehe Gerede." "Okay, du scheinbar nicht." rufe ich. Sie lacht. "Natürlich nicht! Welcher Mann will heutzutage schon noch ein Mädchen das noch keine Erfahrungen hat." Ich stehe auf um zu ihr zu gehen "Manche Männer finden es schön, wenn sie dem Mädchen alles selbst beibringen können. Wenn sie sie hinbiegen können

wie sie sie gerne hätten." "Oh mein Gott! Das klingt ja als würdest du von einer Auszubildenden sprechen." "Oder eine Sexsklavin." sage ich frech, ziehe ihr den Duschvorhang zur Seite und gebe ihr einen Klaps auf den Po. Sie kreischt vor Überraschung leise auf. "Ich will damit nur sagen, ich finde es schön das du noch nicht so viele Erfahrungen hast und wir gemeinsam alles ausprobieren können!" erkläre ich. "Hm. Das hat was. Dann fangen wir mal an mit..." Und damit zieht sie mich plötzlich am Arm zu sich unter sie Dusche, hinein in das warme Wasser. " ...gemeinsamen duschen, voll bekleidet."

Su lacht sich schlapp über mein dummes Gesicht was ich zweifelsohne gerade mache. Damit hatte ich nicht gerechnet. Zum Glück hatte ich mein Kommunikator auf ihrem Bett liegen lassen! Eine viertel Stunde später läuft ein pitschnasser Amerikanischer Multimilliardär durch ein Englisches Schloss zu seinem Zimmer.

bekenntnisse

Am nächsten Morgen um 8 Uhr holt Su mich vor meinem Zimmer ab um mit mir gemeinsam nach unten in das Esszimmer zum Frühstücken zu gehen. Das Abendessen hatten wir gestern nur mit harmlosen Geplänkel verbracht, doch heute müssen wir uns wohl dem Kreuzverhör ihrer Mutter stellen. Diese sitzt schon, topp gestylt, am Frühstückstisch, wohingegen meine Süße lässig in Yogahose und Shirt rum läuft. Ihr Vater tut es ihr gleich und hat eine legere Stoffhose und ein Polohemd angezogen. Susan kommt nicht nur in dieser Hinsicht

nach ihrem Vater. Sie sehen sich, jetzt wo ich mir selbst ein Urteil bilden konnte, auch sehr ähnlich. Das selbe rote Haar, die selben grünen Augen. Mister Walters war mir vom ersten Moment an sympathisch! Aber Frauen wie ihre Mutter machen mir eher Angst als das ich ihre Gegenwart genießen könnte. "Guten Morgen, ihr beiden!" ruft er und strahlt uns an als wir das Esszimmer betreten. Su läuft zu ihrer Mutter, gibt ihr ein Küsschen auf die Wange, dann geht sie zu ihrem Vater und umarmt ihn herzlich.

Ich grüße ganz allgemein mit "Guten Morgen allerseits." "Setzt euch bitte." sagt Ms. Walters, greift nach einem Glöckchen das vor ihr auf dem Tisch steht und läutet damit. Wenige Augenblicke später betritt eine junge Frau in Zimmermädchenkluft den Raum. "Agnes, Sie können jetzt das Frühstück herein bringen!" befielt Su's Mutter. Sie haben nicht nur einen Butler, sondern noch ein Zimmermädchen oder nennt man das Zofe? Ach du schreck! In was für einer Familie bin ich hier? Ich muss nachher Su fragen was sie noch alles für

Angestellte haben. "Sehr wohl, Madame." Die Zofe (?) macht einen Knicks und verschwindet wieder. Aber nur kurz. Gleich darauf trägt sie, gemeinsam mit dem Butler, etliche Teller, Schüsseln und Schalen in das Esszimmer und stellen diese vor uns auf den Tisch. "Ich habe mir erlaubt ein Full English Breakfast zubereiten zu lassen. Damit Sie mal die Englische Lebensweise etwas näher kennen lernen, Mister Stark." flötet Ms. Walters. "Das ist ja nett. Aber nennen Sie mich doch bitte Tony!" gebe ich gepresst

hervor. Das ich diese Art von Frühstück bereits von meinen Geschäftsreisen nach England kenne und nicht gerade mag, erwähne ich lieber nicht. Su möchte ja das ich mich benehme und auch ich möchte einen guten Eindruck hinterlassen. "Greift zu!" fordert sie nun alle auf. Besteckgeklapper, Zeitungsrascheln, lässige unbedeutende Plaudereien begleiten das Essen. Das Kreuzverhör folgt also noch. Als wir alle fertig sind, stehen wir auf und gehen hinüber in den Salon. Kaum haben wir uns alle einen Sitzplatz gesucht, beginnt meine Mum mit ihrem

Verhör. "Tony, Sie müssen uns unbedingt endlich erzählen wie Sie unsere Tochter kenngelernt haben!" flötet sie. "Sie hat sich doch nicht etwas wie ein verliebter Teeny an Sie ran machen wollen?" Tony lacht. "Dann, Madam, würde ich hier jetzt nicht bei Ihnen in Ihrem wundervollen Schloss sitzen." gibt er charmant zurück. Ich sehe ihn verwundert an, so kenne ich ihn ja gar nicht. Charmant zu sein, ist nicht gerade seine hervorragende Eigenschaft. "Nein, ich habe ihr Leben gerettet." Meine Mutter sieht ihn geschockt an. Das

wusste sie noch nicht, ich hatte nichts von der Gefahr gesagt als ich mit ihr telefoniert hatte um ihr zu berichten wodurch ich arbeitslos geworden bin. Mein Vater legt seine Zeitung beiseite und lauscht nun ebenfalls aufmerksam dem Gespräch. "Ja, also, das Hochhaus neben Susans Arbeitsstelle wurde während eines Terroristischen Anschlags zu Fall gebracht. Durch die Druckwelle stürzte auch Susans Verlagsgebäude ein. Ich ortete eingeschlossene Personen im Treppenhaus, flog hin und rettete sie und die Frau die bei ihr war, indem ich sie nach draußen zu einem Rettungswagen geflogen habe. Augenblicke später

stürzte das Gebäude in sich zusammen und begrub über 70 Personen die sich noch im Gebäude befanden. Ich habe ja noch versucht in den Trümmern Überlebende zu finden, doch meine Suche war nicht sehr erfolgreich." schließt Tony. Meine Eltern starren ihn beide fassungslos an. Ach ja, sie wissen vielleicht gar nicht das er Iron Man ist. "Sie sind geflogen? Haben Menschen gerettet?" stottert meine sonst so Wortgewandte Mutter. "Ja natürlich. Das ist doch mein Job." erklärt Tony. "Ich bin Iron Man." Er klopft sich stolz auf die Brust. Genau auf der Stelle wo früher einst der Arc

Reaktor gesessen hat. "Iron Man?" mein Vater ist verwirrt. "Sie sind Iron Man? Ich hatte davon gelesen, aber das Sie es sind, wusste ich nicht." "Ja Daddy, ist das nicht cool! Deine Tochter angelt sich einen Superhelden." ich knuffe Tony in die Seite und versuche damit das Gespräch aufzulockern. Daddy sieht mich mit einem verklärten Blick an. "Das ist wirklich cool!" sagt er schließlich. Dann ist das Eis zwischen den Männern gebrochen. Mein Vater erhebt sich, fragt "Tony, haben Sie Lust sich mit mir meine Waffensammlung anzusehen?"

Tony bejat "Ist das okay, Süße?" fragt er mich. Als ich nicke und er mir noch einen Kuss gegeben hat, gehen sie gemeinsam in den Keller wo Daddy seine Waffen ordnungsgemäß lagert und seinen Schießstand hat. Mum sitzt immer noch wie vom Donner gerührt da und sagt kein Wort. "Mummy?" frage ich und gehe neben ihrem Sessel in die Hocke. "Meine Kleine angelt sich nicht nur einen Multimilliardär. Nein er ist obendrein auch noch ein Superheld?" murmelt sie. "Ja, das ist manchmal etwas anstrengend

und man macht sich Sorgen wenn er mit den anderen unterwegs ist, aber es ist schon cool!" plaudere ich. "Die anderen?" fragt sie. "Ja, es gibt noch mehr. Sie sind alle sehr symphathisch! Du müsstest sie mal kennen lernen!" Sie nickt abwesend. "Komm, lass uns ein wenig im Garten spazieren gehen!" schlage ich vor. Sie ist ganz blass, da hilft sicher frische Luft. Das Wetter heute Morgen ist herrlich! In der Nacht hatte es geregnet, die Luft ist wie gewaschen und es ist eisigkalt. Vögel zwitschern auf den Ästen der kahlen Bäume als wir dick eingemummelt

unter ihnen vorbei laufen. "Und es ist was ernstes zwischen euch?" fragt Mum wenig später. Sie hatte sie bei mir eingehakt. Ich bleibe stehen, sehe sie an und sage "Ja, ich denke schon! Wir sind sehr verliebt ineinander." Strahle ich sie an. "Hoffentlich behältst du recht! Er soll ein ganz schöner Playboy sein, wie man so aus den Medien hört. Jeden Tag ne neue Frau an seiner Seite." gibt Mum mit ernstem Gesicht zu bedenken. "Ja, das war der alte Tony. Er hat sich geändert. Oder hast du in den letzten Monaten noch mal etwas von anderen Frauen an seiner Seite gehört?" erkläre ich mit fester Stimme.

Sie schüttelt den Kopf. "Aber so schnell ändern sich die Menschen nicht, Liebes. Sei vorsichtig!" Typisch meine Mutter! Ich verspreche es und wir gehen weiter. Ich erzähle ihr von meinem Umzug und unserem Zusammenleben im Stark Tower, wie es sich anfühlt plötzlich jeden Wunsch von den Lippen abgelesen zu bekommen, von J.A.R.V.I.S., von meiner erfolglosen Job Suche und von Belle meiner besten Freundin die ich in letzter Zeit wirklich vernachlässigt habe. Aber der letzte Stand der Dinge war, dass sie sich ebenfalls einen reichen Mann geangelt hat. Es sieht wohl ganz

gut aus bei ihnen. Mum stellt ab und an mal eine Frage hört ansonsten nur still zu. Wie es sich anfühlt viel Geld zur Verfügung zu haben, weiß sie selbst am besten. Und Bedienstete hat sie auch. Trotzdem findet sie Jarvis sehr interessant. "Und wie ist es so in der Öffentlichkeit zu stehen?" fragt sie mich. "Echt seltsam. Überall sind stets und ständig Journalisten, die jeden deiner Bewegungen kommentieren und filmen. Einfach mal so ins Kino gehen wird da schon mal zum echten Kraftakt." erkläre ich. "Aber wir haben ja Happy. Er ist immer bei uns. Sie nickt wieder. "Hast du auch einen

Leibwächter?" "Ja, habe ich. Er heißt Ron. Er ist aber nicht mitgekommen nach London. Er sichert den Tower. Einer muss ja die Blumen gießen." witzel ich. "Nein, aber wir dachten, hier in London brauchen wir jetzt nur Happy." schließe ich. "Ich wünsche euch jedenfalls alles Gute! Ihr seit ein hübsches Paar und was besseres als Tony konnte dir gar nicht passieren!" erklärt meine Mutter als wir wieder im Haus sind und unsere Mäntel ausziehen. "Dieser Meinung bin ich ebenfalls." hören wir plötzlich Daddys Stimme hinter uns. Er kommt gerade aus dem Keller.

Ich strahle ihn an. "Du hast einen ausgezeichneten Geschmack was Männer angeht, Susi! Tony ist sehr symphathisch!" sagt er. Dieses Urteil bedeutet mir viel, ich falle ihm um den Hals und drücke ihn an mich. Da kommt auch schon Tony die Treppe in die Eingangshalle empor. Ich gehe zu ihm, umarme ihn ebenfalls und drücke ihm einen Kuss auf die Wange. "Du scheinst dich gut benommen zu haben. Mein Daddy ist begeistert von dir." flüstere ich ihm ins Ohr. "Was denkst du denn? Natürlich zeige ich mich bei meinen zukünftigen

Schwiegereltern von meiner besten Seite." er zwinkert mir zu. Zukünftige Schwiegereltern? Habe ich etwas verpasst? Was hatten die beiden da unten gemeinsam besprochen? "Heute wird die Tanne geliefert." verkündet Mum beim Mittagessen. Daddy nickt und sagt zwischen zwei Bissen "Dann sollen Hektor und Mark sie eben in der Halle aufstellen. So wie immer." "Wer sind Hektor und Mark?" flüstert Tony in meine Richtung. "Stallmeister und Stallbursche." flüstere ich zurück. "Wieviele Angestellte haben deine Eltern denn noch?"

"Nur noch das Küchenpersonal, Gärtner und weitere zwei Zimmermädchen." erkläre ich. "Wow!" entfährt es Tony. "Jetzt muss ich es doch wissen. Die Neugierde ist zu stark. Wie kommt es das Sie in diesem Schloss wohnen?" fragt er gerade heraus. Meine Eltern sehen ihn belustigt an und mein Vater antwortet: "Die Vorfahren meiner Familie haben sich in den letzten 200 Jahren einen Namen gemacht unter der Krone Englands. Treue Dienste unter dem König bzw. Königin. Also schenkte man 1864 meiner Familie dieses Anwesen und 5000 Hektar Bodenfläche.

Zudem waren unsere Vorfahren recht sparsame Menschen. Und wir beide..." Er deutet auf sich und Mum. "... haben mit unserer IT-Firma auch ein kleines Vermögen gemacht. Ich habe die Firma allerdings vor einigen Jahren verkauft und bin jetzt nur noch als Berater involviert. Ich gehe nun lieber ab und an wieder meinem alten Job nach. Ich bin Anwalt." "Ach so ist das." sagt Tony. "Nun wird mir einiges klar. Aber mit dem Britischen Königshaus sind Sie nicht verwandt?" "Nein und wie ich hinzufügen darf, Gott sei Dank nicht!" sagt mein Vater mit eine

Augenzwinkern. Vorhin, im Keller, als Artur mir seine beachtliche Waffensammlung zeigte, ergab es sich so das ich ihn ganz offiziell um Susans Hand gebeten habe. Ich glaube es kaum das ich so etwas altmodisches getan habe, doch es erschien mir richtig. Man bittet doch den Vater der Zukünftigen Braut vorher um dessen Einwilligung zur Eheschließung. Ich scheine in seinen Augen eine gute Partie zu sein, denn er sagte mit Freuden zu. Nun war der Weg frei, ich könnte nun jederzeit Su fragen ob sie nun bereit wäre meine Frau zu werden. Doch noch

ist nicht der richtige Zeitpunkt gekommen.

Tiffanys

Am Nachmittag wurde eine riesige Tanne geliefert. "Die kommt aus unserem eigenen Wald, Tony." erklärte mein Vater stolz. "Ordentlich!" sagt Tony anerkennend. "Jedes Jahr das selbe. Seit meiner Kindheit." Ich schwelge in Erinnerungen. "Weißt du noch Daddy, wie wir früher immer gemeinsam den Baum geschmückt haben?" "Aber sicher doch, Susi!" sagt er mit einem seeligen Lächeln auf den Lippen.

"Und wie ich dich immer auf den Arm genommen habe das du oben von der Brüstung im ersten Stock den Stern auf die Spitze stecken konntest." "Jetzt musst du mich nicht mehr hochheben dafür." sage ich. "Nein. Wahrlich nicht. Jetzt trägt dich ein anderer Mann auf Händen." Er zwinkert Tony zu. Er hebt kurz die Hand zum Zeichen das er verstanden hat. Am nächsten Morgen nach dem Frühstück beginnen Dad und ich mit dem Schmücken.

"Jetzt hatte er Zeit genug sich an das Klima zu gewöhnen und sich zu entfalten." erklärt mein Vater. Er holt einige Kartons aus dem Keller hinauf, darin befindet sich der Weihnachtsschmuck. Gläserne Kugeln noch aus der Jahrhundertwende, Girlanden und selbst gebastelter Schmuck von mir als Kind. Andächtig hängen wir die Schuckstücke an die Zweige. "Guck mal, Daddy! Das habe ich in der ersten Klasse gemacht." rufe ich und halte einen goldenen Blechstern in die Höhe. "Ich weiß es noch als sei es gestern

gewesen, wie ich da mit einer Nadel das Muster eingeprägt habe." "Ja, mein Liebes." gibt er zurück. "Oh sieh mal, Susi! Das ist von deiner Großmama. Sie hat es vor den Nazis versteckt." Er hält eine silberne Glaskugel in die Höhe. "Die ist aus echtem Kristall mit echtem Silber überzogen. Ein echtes Juwel!" Nachdenklich hängt er es an den Baum. So geht es immer weiter. Zu fast jedem Stück fällt uns eine Geschichte ein.  Im Hintergrund spielt auf dem alten Plattenspieler meines Vaters eine Platte mit Weihnachtsliedern. Diese Platte haben wir früher auch immer während

des Schmückens angehört. Ich sehe mich in der Halle um. Es ist alles so herrlich friedlich, so heimelig. Ich habe das vollkommene zu Hause Gefühl erreicht. Hier ist meine Heimat, meine Familie. "Ob ich in ein paar Jahren ebenfalls mit meinen Kindern gemeinsam den Weihnachtsbaum schmücke? Und vor allem, wessen Kinder werden es sein?" überlege ich stumm. In diesem Moment, wie auf's Stichwort, betritt Tony die große Halle. Ich spüre sofort seine Anwesenheit. Er hat so eine bestimmte Aura. "Hi, Schatz." rufe ich ihm zu. Er sieht mich auf der Leiter stehen,

kommt zu mir herüber geschlendert, stellt sich neben die Leiter und winkt mit dem Zeigefinger in meine Richtung. Ich beuge mich zu ihm runter und wir küssen uns leidenschaftlich. Mein Vater beobachtet uns gerührt. "Na, das sieht ja schon super aus!" lobt Tony uns als er sich den Baum betrachtet. "Ja, wie jedes Jahr. Alles ist genauso wie jedes Jahr. Nur eines ist neu..." sage ich, steige von der Leiter herunter, stelle mich neben ihn um seine Hand zu halten "Ich bin nicht mehr allein." Ich sehe ihn direkt in die Augen, unsere Gesichter

nähern sich an und wir küssen uns erneut. Es liegt Romantik in der Luft, man kann sie förmlich spüren. Die Vorweihnachtszeit ist ja schon entspannt und schön, wie wird da erst Weihnachten selbst? Ich bin solch einer Hochstimmung das ich nun ernsthaft mit dem Gedanken spiele an Heilig Abend Susan die Frage aller Fragen zu stellen. Vorsorglich fahre ich am 23. Dezember allein mit Happy nach London City rein um bei Tiffanys einen Ring zu besorgen.

Su liebt diesen Laden. Happy findet nach kurzem suchen und einmal verfahren den Laden. Ich betrete das Geschäft durch die gläserne Schiebetür. Alles ist nobel, überall glitzert und glänzt etwas, viel Glas, viel Schmuck und ein goldener Weihnachtsbaum füllt die Mitte des Raumes aus. "Kann ich Ihnen helfen?" fragt mich ein etwas zu kurz geratener Verkäufer im dunkelblauen Anzug. Das hervorstechendste an ihm war seine bunte große Fliege um den Hals und seine stahlblauen Augen. "Ja, in der Tat, das können Sie." beginne ich "Ich suche einen Verlobungsring."

"Sehr gern!" sagt dieser und geleitet mich zu einem Tisch auf der rechten Seite des Raumes. Er bittet mich Platz zu nehmen während er die Ringe holt. Etwas zu Trinken bietet mir ein junges Ding im kurzen Schwarzen an. Mister Brown, wie es auf seinem Namenschildchen steht, stellt mir viele silberne und goldene Ringe vor, doch es ist keiner dabei der mich von den Socken haut. "Hören Sie!" beginne ich "Ich suche einen Ring für die hübscheste Frau der Welt! Sie ist etwas ganz besonderes. Verstehen Sie?" Brown nickt verständnisvoll und erhebt

sich. "Geld spielt keine Rolle." füge ich noch hinzu. "Oh okay. Einen Moment bitte!" sagt der kleine Mann und verschwindet im Ausstellungsraum. Nach wenigen Minuten kommt er mit mehreren Kästchen zurück. Er klappt das erste auf. Darin befindet sich ein weißgoldener Ring mit einem eingefassten weißen großen Diamanten. "Nein." sage ich. Er klappt es wieder zu und öffnet das nächste Kästchen. Ein matt goldener Ring mit einem Rubin.

"Nein der auch nicht." Er klappt das nächste auf. Ein paar Versuche hat er ja noch. Ein silbener Ring mit einem moströs großen Diamanten. Ich schüttle mich. "Nein, nein." Nach zwei weiteren erfolglosen Versuchen öffnet er schließlich das vorletzte Kästchen. Darin befindet sich ein matt goldener Ring. Zwei Blätterranken schlängeln sich im Kreis um sich selbst und auf jedem Blatt ist ein winziger Smaragdsplitter eingefasst. Ich starre den Ring an und Mister Brown will schon das Kästchen schließen, doch

ich hindere ihn daran. "Nein bitte nicht! Der ist einfach perfekt!" flüstere ich. "Den nehme ich!" sage ich entschlossen. Auf Browns Gesicht breitet sich ein breites Lächeln aus. "Sehr gern! Folgen Sie mir bitte!" Er steht auf und geht zu einer der Kassen. Ich folge ihm. Ein angenehmes warmes Gefühl macht sich in meiner Brust breit. Ich reiche dem Mann meine Platinkarte zum bezahlen. Dann reicht mir eine Verkäuferin eine kleine Papiertüte mit dem Tiffany Logo darauf. Ich nehme sie, verabschiede mich und verlasse glücklich den Laden.

"Na, was schönes gefunden?" fragt Happy mich als ich zu ihm stoße. "Darauf kannst du einen lassen. Dieser Ring passt zu Susan wie der Iron Man Anzug zu mir!" erkläre ich. "Na dann." sagt er und öffnet mir die Tür des Autos. "Und wann wirst du sie fragen?" "Das weiß ich noch nicht. Ich will den Ring einfach erst einmal da haben." erkläre ich. "Wenn der richtige Moment gekommen ist bin ich schon einmal vorbereitet." sage ich mehr zu mir selbst als zu Happy.

es duftet nach schnee

Am Morgen des 24. Dezember wachte ich neben meinem Liebsten auf. Tony hatte in meinem Zimmer geschlafen. In der rosa Hölle, wie er mein altes Kinderzimmer scherzhaft nannte. Tony schlief noch. Er war nackt bis auf die Boxerschorts und lag auf dem Bauch. Er murmelte etwas unverständliches im Schlaf. Ich streiche ihm sacht eine Haarsträhne aus der Stirn und küsse ihn auf die Wange. Langsam wache er auf. "Du bist echt süß wenn du schläfst!" murmle

ich. Er gähnt und sagt "Guten Morgen, Süße! Gut geschlafen?" "Neben dir, immer." Ich stehe auf und gehe hinüber zum Fenster. Ich schiebe es auf und schnuppere in den Wind. "Es duftet nach Schnee." bemerke ich. "Hä? Es duftet nach Schnee? So wie in dem Film?" fragt Tony spöttisch. "Ja, stell dir vor, manche Menschen können Schnee riechen. Und ich zähle zufällig zu ihnen." gebe ich trotzig zurück. Dabei kenne ich diese Unterhaltung schon. Mein Vater hat mich früher auch immer damit aufgezogen das ich Schnee

riechen kann. Aber am Ende habe ich doch immer Recht behalten. "Wenn du jetzt nicht auch noch einen weiteren Wetterbericht vorhersagen möchtest, können wir vielleicht gemeinsam duschen und dann frühstücken gehen." sagt er und ein spöttisches Lächeln umspielt seine Mundwinkel. Ich nehme ein Kissen vom Schaukelstuhl neben mir und werfe es nach ihm. Er wehrt es natürlich ab. Eine dreiviertel Stunde später sind wir händchenhaltend auf dem Weg ins Erdgeschoss. Mum hatte sich heute richtig in Schale

geschmissen. Sie trägt ein goldenes Kostüm und ihre Haare liegen in Wellen auf ihren Schultern. Daddy hat wie jedes Jahr seinen Weihnachtspullunder über seinem Hemd an. Den hatte er von Grandma. Sie hatte ihn selbst gestrickt. Darauf waren Santa und sein Rentier Rudi abgebildet. Tony starrt das Teil mit offenen Mund an. "Oh, ich bin wohl underdressd." murmelt er. Ich knuffe ihn in die Seite und ziehe ihn an der Hand mit mir zum Frühstückstisch. "Guten Morgen, ihr Lieben!" begrüßt uns

meine Mutter. Daddy blickt kurz von seiner Zeitung auf und lächelt uns freundlich entgegen. "Frohe Weihnacht!" wünscht er. "Frohe Weihnachten auch Ihnen beiden!" erwidert Tony. Nach dem Frühstück das heute mal aus Pancakes mit Ahornsirup oder wahlweise Schokosoße bestand beschlossen wir ein wenig spazieren zu gehen. "Mum und Dad besuchen am 24. Dezember immer ein paar Leute aus der Nachbarschaft und überreichen kleine Geschenke." erkläre ich Tony während wir uns in Mäntel und Stiefel hüllen.

"Okay. Wohltätigkeit. An Weihnachten sollen wir ja an unsere Nächsten denken." gibt er zurück. "Dann möchte ich auch etwas tun. Nur was? Charlotte hätten Sie eine Idee?" fragt er entschlossen. Meine Mutter schaut ihn ein paar Augenblicke nur überrascht an, antwortet dann aber "Da gibt es ein Kinderhospiz. Das hält sich nur mit Spendengeldern über Wasser. In letzter Zeit schwächelt aber auch dies. Die können den Kindern dort gar kein schönes Weihnachtsfest bereiten." "Okay. Das ist doch was. Ich muss kurz telefonieren. Ich gehe schon mal raus.

Bis gleich." sagt er und ist schon zur Tür raus. "Jarvis!" "Ja, Sir! Was kann ich heute für Sie tun?" "Jarvis, es ist Weihnachten und ich möchte etwas Gutes tun. Ich möchte Spielsachen, Weihnachtssachen und Nützliches an ein Kinderhospiz hier spenden." "Okay, Sir. Soll ich die Sachen einkaufen, verpacken lassen und an dieses Heim schicken?" "Ja, genau das."

"Was für Spielsachen sollen es sein?" "Hm, keine Ahnung. Gibt es da nicht Fachleute für?" frage ich. "Natürlich. Ich werde das schon regeln. Und was meinen Sie mit Weihnachtssachen, Sir?" "Na, das Essen für zirka 100 Personen, Weihnachtsbaum, Schmuck und so." "In Ordnung, Sir. Ich werde alles veranlassen. Wie ist die genaue Adresse des Hospizes?" fragt er. "Moment!" sage ich, gehe wieder hinein zu Charlotte und frage sie danach. Dann gebe ich die Adresse in den Kommunikator ein. "Ach, ist das Ihr J.A.R.V.I.S.?" fragt sie interessiert.

"Er kommuniziert darüber mit mir. Aber Jarvis ist so viel mehr Charlotte." gebe ich zurück. "Sie wären überrascht." Zu Viert gehen wir durch die Regennassen Straßen des Vorortes. Unser erstes Ziel ist eine Kindertagesstätte. Dort erwartet uns die Leiterin mit einer Horde Kindern. Charlotte überreicht feierlich einen neuen Kleintransporter. Der alte fiel einem Brandanschlag zum Opfer. Doch die Kita ist auf einen

fahrbaren Untersatz angewiesen. Aber nicht nur das. Dieser ist bis unter das Dach gefüllt mit Spielzeug. Die Kinder jubeln und der Leiterin stehen die Tränen in den Augen. Su ebenfalls, bemerke ich als ich einen Seitenblick in ihre Richtung werfe. Man bedankt sich noch mit einem fröhlichen Weihnachtslied bei uns. Der nächste Halt auf unserer Tour ist die Geburtsstation im hießigen Krankenhaus. Dort spenden Susans Eltern neue Bettchen für die Neugeborenen und so komische Strampelsäcke wo man Kinder rein stopft noch dazu. Ein LKW mit den Sachen wartet bereits vor der Tür des Krankenhauses.

Es folgt Händeschütteln und wiederum Freudentränen. Ich nehme meine Süße in die Arme. "Du bist ja echt nah am Wasser gebaut." ziehe ich sie auf. Su schnieft und schnäutzt sich geräuschvoll in ein Taschentuch. "Aber das ist auch so ergreifend." "Mister Stark." meldet sich in diesem Moment Jarvis zu Wort. "Ja." "Ich habe alles erledigt. Die Lieferung ist auf dem Weg und wird voraussichtlich um 17 Uhr am heutigen Tag eintreffen. Ich darf erwähnen man

ist sehr dankbar über Ihren Einkauf bei Toys'r'us!" "Kein Wunder, ich habe sicher eine Menge Geld da gelassen." gebe ich zurück. "Ja, Sir. Die genaue Summe beträgt 21,496 $." Seltsamerweise berührt mich diese Zahl kein bisschen. Im Gegenteil, es fühlt sich überraschend gut an Gutes zu tun. Ich bin gespannt auf die Gesichter der Hospizleitung und die der Kinder. Wenn sie schon in ihrem jungen Leben so viel erleiden mussten, dann sollen sie wenigstens an einem Tag im Jahr glücklich sein und ihre Schmerzen

vergessen. Auch wenn das sicherlich nur ein kleiner Trost ist, denke ich. "Alles okay. Ich unterstütze das Kinderhospiz. Können wir um 17 Uhr heute Nachmittag dort sein, wenn meine Lieferung eintrifft?" bitte ich Susans Mutter. Charlotte schaut mich an und diesmal werden ihre Augen feucht. "Oh Tony, das ist ja wundervoll!" "Das ist doch gar nichts. Nur ein paar Spielzeuge, Medikamente, Weihnachtliches und so." wehre ich ab. Jetzt heult Charlotte los und verschmiert so ihr MakeUp. Nachdem sie sich in der Toilette eines Restaurants wieder restauriert hat

beschließen wir in eben diesem Restaurant zu Mittag zu essen. Wenn wir schon einmal hier sind. Su und ich halten uns an den Händen unter dem Tisch. Sie raunt mir zu "Ich bin so stolz auf dich! Vom Zerstörer zum Wohltäter." "Das habe ich mir doch auf die Fahnen geschrieben als ich aus dem Waffengeschäft ausgetreten bin, dass ich mich von nun an der Menschheit verschrieben habe." entgegne ich. Um 17 Uhr fahren wir gemeinsam, wie versprochen, zu dem Hospiz. Tony hat sich schick gemacht. Er trägt einen schwarzen Dreiteiler. Er sieht aus

wie der Geschäftsmann den alle Welt in ihm sieht. Als wir auf dem Parkplatzes des Hospizes einparken fallen uns schon die drei LKW auf, die, die Straße davor blockieren. Die Fahrer sind schon eifrig dabei auszuladen. Der Leiter des Hauses steht daneben und macht ein Gesicht als würde er nicht begreifen was hier vor sich geht. "Der Ärmste, er sieht aus als würde er gleich zusammen brechen." bemerke ich. "Hat Jarvis oder irgendein anderer ihm denn nicht bescheid gegeben?" frage ich noch. "Nein. Das soll doch eine Überraschung sein." entgegnet Tony mit einem Augenzwinkern.

Er geht geradewegs auf den Mann zu. Mum, Dad und ich folgen ihm in einigem Abstand. "Hi Mister Godwell! Mein Name ist Antony Stark." sagt er und schüttelt dem verdutzten Mann die Hand. "Ja, guten Tag Mister Stark. Ich habe jetzt leider gar keine Zeit für Sie. Ich muss mich um diese Lieferung kümmern. Ich weiß gar nicht wo die herkommt." entgegnet dieser. "Vielleicht kann ich da helfen? Von wem kommt denn die Lieferung? Steht kein Absender auf dem Lieferschein?"

"Lieferschein? Nee, den habe ich noch gar nicht bekommen. Aber das ist eine gute Idee." sagt Mister Godwell, dann läuft er zu einem der LKW Fahrer und fragt ihn nach dem Lieferschein. Tony zwinkert mir zu und lacht. "Spann ihn doch nicht so auf die Folter." sage ich. Mister Godwell winkt mit dem Zettel und kommt zu uns zurück. "Und?" fragt Tony. "Da steht das der Rechnungsempfänger Stark Industries ist. Komisch. Diese Firma kenne ich nicht. Warum sollte eine

Firma die mir völlig fremd ist uns eine derart große Lieferung schicken?" Mister Godwell ist völlig konfus. Tony gibt zu bedenken "Vielleicht weil Weihnachten ist?" "Ach Weihnachten. In der heutigen Zeit lockt Menschlichkeit, also an seine Mitmenschen denken, doch keinen mehr hinter dem Ofen vor. Und schon gar nicht denken die Reichen an die ärmeren." beklagt sich Godwell traurig. "Vielleicht doch. Frohe Weihnachten, Mister Godwell!" sagt Tony, breitet die Arme aus und strahlt ihn an. Ich stelle mich neben ihn und lege meinen Arm um seine Tailie. Ich bin so

stolz auf ihn und freue mich mit ihm weil er sich gerade so freut. Es dauert einen kurzen Moment bis bei Godwell der Groschen fällt und er begreift wer da vor ihm steht. "Ja, Ihnen auch eine Frohe Weihnacht. Moment mal. Stark Industries? Antony Stark. Sind Sie etwa? ... Ist das etwa... Von Ihnen?" stammelt er. Und sein Gesicht hellt sich auf. Tony nickt nur. "Sie haben... Das ist alles von Ihnen? ... Aber warum, Mister Stark? ... Warum tun Sie das? Hier steht Ihre Firma hat Ihren Sitz in New York. Warum helfen Sie einem kleinen Kinderhospiz hier in London? Ich verstehe es nicht."

Tony legt freundschaftlich seinen Arm um seine Schultern und sagt "Mister Godwell Sie müssen es nicht verstehen. Es ist Weihnachten und ich denke da sollte man an seine Mitmenschen denken und helfen wenn man kann." Godwell kullert eine Träne die Wange herunter. "Sie sind so großzügig! Ich danke Ihnen tausendmal, Mister Stark! Die Kinder und dessen Eltern werden so glücklich sein. Sie glauben gar nicht wie sehr Sie uns damit helfen?" "Mister Godwell darf ich Ihnen meine

Frau und deren Eltern vorstellen?" kümmert sie Tony wieder um uns. Er zieht mich an seine Seite und schlingt seinen Arm um mich. Godwell kommt aus dem Händeschütteln nicht mehr heraus. Schließlich sagt Tony "Jetzt entschuldigen Sie uns bitte, wir müssen weiter. Frohe Weihnachten noch einmal!" "Ja, Ihnen allen auch ein frohes Weihnachtsfest! Gott segne Sie!" ruft Godwell uns nach als wir wieder zum Auto gehen wo Happy gewartet hat. Wieder im Schloss angekommen machen wir es uns vor dem großen Kamin im

Wohnbereich gemütlich. Der Butler hatte das Feuer ordentlich geschürt, so das nun ein munteres großes Feuer flackerte. Es war eine anheimelnde Stimmung, richtig romantisch und das gebe ich als Nicht-Romantiker zu. Su sitzt im Schneidersitz schräg vor dem Feuer, ich auf dem Sofa so das ich sie im Profil betrachten konnte. Ihr Blick war abwesend, aber zutiefst glücklich und zufrieden. Hier war ihr zu Hause, hier war sie ganz sie selbst. Ich sehe sie an und denke nur was für ein großes Glück ich hatte ihr zu begegnen! Sie hatte mich gerettet. Sie bemerkt meinen Blick und sieht mich

an und sie lächelt. "Ich liebe dich", formen lautlos ihre Lippen. "I love you to", flüstere ich zurück. Dann gibt es Abendessen. Gänsebraten und Klöse. Dazu gibt es Rotkohl. So etwas hatte ich noch nie gegessen. Aber es schmeckte fantastisch! Dann sollte ich erfahren was es hieß Weihnachten in Familie zu verbringen. Susans Dad spielt auf dem schwarzen Flügel traditionelle Weihnachtslieder. Susan und ihre Mutter sangen einige mit. Bei Jingle Bells fühle ich mich

Textsicher genug, zögere nicht und stimme mit ein. Susan sieht mich überrascht an. "Ich wusste gar nicht das du so eine schöne Singstimme hast." sagt sie. "Ich bin eben immer für eine Überraschung gut." entgegne ich lächelnd. Susan lächelt ebenfalls und wendet sich wieder ihrem Dad zu. Ich stehe auf und schlendere durch den Raum. Leise summe ich die Melodien mit. Die Gemälde an den Wänden wirken lebendig im Schein des Kaminfeuers. Die Schatten tanzen auf ihnen. Es ist mollig warm und gemütlich.

Der Butler James bringt gerade ein Tablett mit Tee herein und stellt es auf das Tischen vor dem Fenster. Ich gehe herüber um mir eine Tasse einzugießen, da fällt mein Blick aus dem Fenster und was soll ich sagen, Su hatte heute Morgen recht. Es roch nach Schnee. Leise fällt er in dicken Flocken auf die harte Erde. Ich flüstere "Es duftet tatsächlich nach Schnee." und sehe den Eiskristallen zu wie sie sich auf das Fensterbrett setzen oder am Fenster vorüber schweben. "Susan!"

"Ja?" fragt sie vom anderen Ende des Raumes. "Du hattest recht, es duftet nach Schnee." Sie steht auf und kommt herüber ans Fenster. Wie in Slow Motion kann man in ihrem Gesicht die Veränderung sehen, von fragend bis zur kindliche Freunde. "Es schneit, Mum und Dad, es schneit." ruft sie begeistert. Schon nimmt sie mich bei der Hand und zerrt mich hinter sich her in die Halle. Su zieht sich den Mantel über und

schlüpft in ihre Stiefel. "Komm, wir machen einen Spaziergang!" sagt sie. "Okay." sage ich zögerlich. Mir macht der Gedanke an kalte Füße und Schnee ins Gesicht geweht bekommen nicht gerade glücklich, aber ich ziehe mich an und es war, wie sich herausstellen sollte, eine gute Entscheidung! Es bereitet mir einfach eine Höllische Freude Susan dabei zu beobachten wie sie den Schnee "begrüßte". Sie drehte sich mit ausgebreiteten Armen im Flockengewirbel und nahm Schnee von einer Bank auf und besah ihn sich genauer.

"Der Winter ist einfach herrlich! Findest du nicht auch?" fragt sie mich. "Naja, ich mag lieber wärmere Temperaturen! Aber ich muss zugeben das hier ist auch nicht schlecht!" Ich gehe zu ihr und nehme sie in den Arm. "Besonders weil es das erste Weihnachtsfest mit dir ist!" füge ich hinzu. Su sieht mich an und lächelt. Ich beuge mich zu ihr hinab und küsse ihre kalten blauen Lippen. "Du bist eiskalt meine Eiskönigin!" flüstere ich "Wollen wir nicht lieber wieder rein gehen?"

Sie sieht mich mit festen Blick an, so als wolle sie in meinen Augen irgendwas entdecken. "Nein, noch nicht. Komm mit ich möchte dir etwas zeigen!" sagt sie und zieht mich schon wieder hinter sich her ohne meine Antwort abzuwarten. Sie führt mich zu einem Garten. Eine mittelhohe Hecke umschließt das Gelände, der Eingang wird von zwei Statuen flankiert. Eine Frau, nackt mit einem Apfel in der Hand und einem Mann, ebenfalls nackt mit einer Schlange auf der Schulter. Adam und Eva.

"Ist das hier das Paradies?" frage ich belustigt. "Für mich schon!" sagt sie verträumt. "Komm!" Wir schreiten an den Figuren vorbei und betreten den Garten. Die Rosenbüsche, die Beete, die Hecken, die Bänke - ja alles liegt im Winterschlaf. In der Mitte des Gartens, neben einem kleinen Teich steht eine Art Tempel. Er steht auf einer vorspringenden Sandbank, also nahe genug am Ufer, um ein interessantes Spiegelbild auf das Wasser

zu werfen; und aus den meisten Blickwinkeln wurde die Säulenreihe mit dem Ziergiebel darüber auf das hübschestes von den Ulmen und Eichen halb verdeckt, die um den Tempel wuchsen. Nun standen sie allerdings kahl und trostlos in der Landschaft herum. Von nahem machte der Tempel allerdings einen traurigen Eindruck: Feuchtigkeit war durch eine defekte Isolierschicht gedrungen und hatte stellenweise den Stuck abbröckeln lassen. Irgendwann mussten dann mal Reperaturarbeiten ausgeführt worden sein, jedoch recht schlampig, weshalb er sich nun braun verfärbt hatte, was dem Gebäude ein

fleckiges, kränkliches Aussehen verlieh. An anderen Stellen stachen die faulen Träger wie die Rippen eines verhungernden Tieres hervor. Die zweiflügelige Tür, die in den runden Raum mit Kuppeldach führt stand halb offen, so das der Boden halb mit Laub bedeckt war. Als Su nun die Tür zur Gänze aufdrückte wirbelte das Laub auf und es stoben dazu noch Schneeflocken in den Innenraum. Die hübschen, georgianischen Fenster erhellten den kleinen Raum nur spärlich bei dieser Wetterlage. Die hohen Nischen, früher wohl einst mit Statuen besetzt, waren leer bis auf die

schmutzigen Überreste einiger Spinnennetze. Möbel gab es keine, bis auf eine viktorianische Bank die hier irgendwie fremd wirkte. Su bemerkte meinen Blick und sagte "Die Bank hat mir damals James hier hinein getragen. Dies ist schon immer mein Lieblingsplatz gewesen. Hierher kam ich wenn ich Ärger mit Mum hatte, mal Streit mit meiner besten Freundin Luisanne hatte oder wenn ich einfach nur ungestört lesen wollte." erklärt sie mit verträumter Stimme. Hier drin schien die Zeit still zu stehen.

Das Gebäude strahlte eine faszinierende nostalgische Aura aus, hier drin war man geborgen, sicher. Hier ist der perfekte Ort zum glücklich sein. Wie musste es erst im Sommer sein? Ich führe ihn zu meinem absoluten Lieblingsplatz. Außer unserem Butler James weiß niemand von meinem geheimen Rückzugsort. Selbst Daddy weiß nicht das ich hier immer herkam wenn ich Kummer hatte. Hier konnte ich nachdenken, mal für mich sein. Obwohl Daddy wahrscheinlich eine Ahnung hatte, wohin ich mich früher immer mit Buch

und eine Flasche Limo unter dem Arm verzogen habe. Stunden später tauchte ich wieder auf, glücklich und ausgelassen. Dieser Tempel, warum auch immer er auf diesem Grund und Boden errichtet worden war, war mein Refugium, mein Heiligstes. Hinter einem losen Ziegel in der Wand versteckte ich damals mein Tagebuch. Tony steht da und sieht sich um. Es scheint ihm hier ebenfalls zu gefallen. Er lächelt. "Du bist der erste dem ich das hier zeige, den ich einweihe. Ich liebe diesen Ort! Er ist was besonderes - genau wie du."

Hoffentlich verstand er diese Liebeserklärung! Hatte sie mir gerade eine Liebeserklärung gemacht? Na toll! Das wäre doch mein Part. Doch ist gerade der geeignete Zeitpunkt? Oder versemmel ich es wieder. Ich möchte nichts mehr falsch machen. "Sir." meldet sich da plötzlich Jarvis über den Kommunikator in meiner Manteltasche. Ich nehme das Gerät heraus und sage "Was gibt es?" "Ich wollte Ihnen nur berichten das die

Lieferung erfolgreich zugestellt wurde." sagte Jarvis doch auf dem Display erschien nur ein Wort: "Jetzt!" "Das weiß ich bereits, aber trotzdem danke Jarvis." murmle ich. Er hatte recht, jetzt war ein guter Zeitpunkt! Ich sehe zu Susan, sie steht an der geöffneten Tür und schaut nach draußen in die Dunkelheit. Die im Garten scheinbar wahllos verstreut stehenden antiken Gaslaternen spendeten spärliches Licht. Der Mond steht voll und rund am Himmel

und schaut auf uns nieder. Ein Uhu schreit und irgendwo in der Ferne läuten Kirchenglocken. Ich zähle 12 Schläge - Mitternacht. Es war Heilige Nacht. Ich steckte das Gerät zurück in meine Tasche und nehme statt dessen etwas anderes heraus. Langsam gehe ich hinüber zu meiner Susan.

ich habe da mal eine frage

Der Schnee fällt noch immer in dicken Flocken aus grauen Wolken vom Himmel. Ich beobachte eine Flocke wie sie leise herunter schwebt und schließlich auf meinem Ärmel landet. Der winzige Kristall schimmert im fahlen Licht der Gartenlaterne. Es fasziniert mich noch immer, genau wie damals, das jeder einzelne Eiskristall eine andere Form hat, jede jemals vom Himmel geschwebte Flocke. Aus dem Augenwinkel bemerke ich mit einem mal ein anderes Funkeln. Ich drehe mich um, um den Grund ausfindig

zu machen. Da steht Tony und hält etwas Kleines in seiner rechten Hand. Das Funkeln kommt daher. Ich trete näher, genau wie er. Wir treffen uns auf halben Weg in der Mitte des Kreisrunden Raumes. Ein kühler Windhauch fährt heulend durch das alte Gebäude und wirbelt weitere Schneeflocken über den Boden. Ein kühler Schauer lässt mich erzittern, jedoch kommt es nicht von der Kälte, sondern von der Erwartung des nun kommenden. Tony geht langsam in die Knie. Sein Knie in der dunklen Hose gräbt sich in den belaubten und mit Schnee bedeckten

Fußboden und wird augenblicklich schmutzig weiß. Ich halte den Atem an, mein Herz schlägt mir bis zum Hals. Ich weiß was nun folgt. Tony schaut zu mir empor, reicht mir seine rechte Hand worin er das funkelnde Etwas hält und flüstert "Susan Walters, ich habe da mal eine Frage." Er ist kaum zu verstehen, räuspert sich. "Su, ich ..." wagt er einen neuen Versuch, diesmal mit deutlich vernehmbarer Stimme. "Ja?" frage ich und sehe ihn an. In meinen Blick transportiere ich die Bitte

doch endlich weiter zu sprechen. Ich habe das Gefühl gleich in Ohnmacht zu fallen. "Susan, ich wollte... Ich möchte dich hiermit..." er bricht wiederum ab. In seinem Gesicht kann ich die Anspannung ablesen, die Verzweiflung. Ich lächle bei dem Anblick dieses super heißen Typens, der hier gerade vor mir kniet und einen verzweifelten Versuch macht seiner Freundin einen perfekten Heiratsantrag zu machen. Er atmet tief durch, streckt die Schultern und sagt klar und deutlich mit einem tiefen Blick in meine Augen: "Susan Walters, möchtest du meine Frau werden?"

Er atmet tief durch, streckt die Schultern und sagt klar und deutlich mit einem tiefen Blick in meine Augen: "Susan Walters, möchtest du meine Frau werden?"   Er hat es tatsächlich gesagt! Tony hat mich gefragt ob ich ihn heiraten möchte. In mir explodieren Raketen, eine Wärme wie ich sie noch nie gespürt habe durchströmt meinen Körper. In seiner zitternden Hand hält er den schönsten Ring den ich jemals gesehen habe. Tony sieht mich an und wartet auf meine

Antwort und er soll nicht länger darauf warten. Ich umklammere das kleine samtweiche dunkelblaue Kästchen, deren Inhalt mir gleich dabei helfen soll mein restliches Leben komplett zu verändern. Ich öffne es um noch einmal den Ring zu betrachten. Das Gold glänzt im fahlen Licht der Laternen, die Smaragdsplitter funkelten. Kam er ihrer Schönheit gleich, war er genug oder hätte ich doch einen anderen wählen müssen? Selbstzweifel packen mich. Sollte ich es doch lieber lassen?

Su dreht sich in diesem Moment zu mir um, ihr Blick fällt auf das Kästchen in meiner rechten Hand und ihre Pupillen weiten sich vor Erstaunen. Nun war es zu spät. Sie macht einen Schritt auf mich zu, zeitgleich mit mir, bis wir direkt voreinander stehen. Ich spüre ihre Wärme, ihr Atem geht schneller und hinterlässt in der kalten Nachtluft weißen Wölkchen. Ein letzter Blick in ihre wunderschönen wissenden Augen und ich beuge mein Bein. Die Hose an meinem Knie wird augenblicklich feucht an der Stelle wo

mein Knie den Boden berührt. Doch die kühle Feuchtigkeit nehme ich nur weit entfernt war, ich konzentriere mich auf das nun Folgende. Ich sehe von unten zu Susan herauf, versuche in diesem Dämmerlicht ihren Blick erkennen zu können - es misslingt mir. Meine Stimme scheint versagen zu wollen als ich sage "Susan Walters, ich habe da mal eine Frage." Ich räuspere mich um Zeit zu gewinnen und um meiner Stimme den Halt zurück zu bringen den ich sonst bei wichtigen Gesprächen auch nicht verliere.

"Su, ich ..." Ihre Mundwinkel verziehen sich zu einem Lächeln und sie antwortet "Ja?" "Susan, ich wollte... ich möchte dich hiermit..." Ich kann es nicht. Nicht weil ich es nicht möchte. Nein! Sondern weil mir einfach der Mut fehlt sie zu fragen ob sie meine Frau werden möchte. Jetzt habe ich es doch gesagt. Es ist eigentlich ganz einfach. Ich muss mich nur trauen. Ich atme tief durch, puste aus und sage dann laut und deutlich:

"Susan Walters, möchtest du meine Frau werden?" Dabei halte ich ihr das Kästchen mit dem Ring entgegen. Ich habe Probleme damit die Hand still zu halten. Mein Körper gehorcht mir nicht mehr. Ich sehe ihr fest in die Augen. Sie strahlen, ihr Körper scheint zu glühen, ihr Mund ist zu einem seligen Lächeln verzogen. Susan geht in die Hocke, nimmt mein Gesicht zwischen ihre kleinen kalten Hände, sieht mir direkt in die Augen und haucht ein "Ja, Tony, das möchte ich."

Dann fällt sie mir um den Hals. Ich verliere den Halt und kippe nach hinten über, Su fällt auf meine Brust. "Ja, Tony, ja, ja und noch mal ja. Ich will deine Frau werden!" schreit sie glücklich. Ich umschließe sie mit meinen Armen drücke sie an mich. Ihr Atem kitzelt meinen Hals, eine Strähne liegt mir quer über dem Gesicht. Ich nehme sie zwischen zwei Finger und zwirbel sie. "Du wirst meine Frau. Du wirst meine Frau." Wie als wäre es mein Mantra wiederhole ich den Satz mehrmals.

Ich kann es kaum fassen, Susan hat eingewilligt. Ich werde die wundervollste Frau der ganzen verdammten weiten Welt heiraten. Ich Tony Stark gründe meine eigene Familie. "Jarvis. Musik bitte!" befehle ich. "Sofort, Miss." Und schon ertönt "Every breath you take" gesungen von einem Schauspieler der überraschenderweise auch gut singen kann, Robert Downey jr. . Ich liebe diese Version des Liedes!

Tony und ich liegen aufeinander mitten auf dem feuchten, dreckigen Boden des Tempels, meinem geheimen, geheiligten Rückzugsort und es machte uns überhaupt nichts aus. Es war perfekt! Die Zeit stand still. Da waren nur Tony und ich und die Musik. Leise rieselt der Schnee. Der Mond steht still und schweigend und Jarvis spielte "You 're still the one".

alle sollen es erfahren

Ich kann gar nicht sagen wie lange wir dort im Tempel auf dem Boden lagen, das ist auch nebensächlich. Tatsache ist, dass wir so spät zurück kehrten, so dass das Schloss in völliger Dunkelheit lag. Zum Glück war der Butler so umsichtig uns die Küchentür offen zu lassen, so das wir nicht auch noch die restliche Nacht im Freien verbringen mussten. Wir schlichen uns hinein, die Tür knarzte etwas beim öffnen und schließen, das Geräusch ging mir durch Mark und Bein. Hand in Hand durchquerten wir die Küche. Su nahm sich blind eine Flasche Wein

aus dem kleinen Weinregal an der Wand. "Wir müssen doch noch anstoßen." erklärte sie, griff wieder nach meiner Hand und zog mich mit sich. Sie kannte sich definitiv besser aus in diesem riesigen Haus. Sicher führte sie mich durch die finsteren Gänge bis zur rosa Hölle. Wo sie sich erst einmal auf das Bett fallen ließ. Ich knipse das Licht an. "Miss Walters, Sie sollten Ihre nasse Kleidung ausziehen, sie holen sich sonst noch den Tod! Außerdem sind sie total dreckig." ziehe ich sie auf. "Dreckig sind höchstens meine Gedanken, Mister Stark." sie lächelt

anzüglich. "Aber mit der Kleidung haben Sie recht. Wir sollten unbedingt unsere Kleider ausziehen!" "Du Luder!" murmle ich lächelnd. Ich gehe zum Bett vor dem sie nun steht und sich lasziv die Bluse öffnet. "Darf ich dir helfen?" Ich ziehe meine Unterlippe zwischen die Zähne, so heiß ist ihr Anblick. Sie hat es inzwischen geschafft die Bluse komplett aufzuknöpfen, ihr rosa BH blitzt hervor. Dann schiebt sie die Bluse über die rechte Schulter und schaut mich auffordernd an. Ich lege meine linke Hand an ihre Wange und sie schmiegt sich daran, dann beuge ich ihren Kopf zur Seite und bedecke

ihren Nacken mit zarten Küssen. Mit der rechten Hand umfasse ich ihre Hüfte und ziehe sie näher an mich heran. Su stöhnt leise auf. Ein süßer kleiner sexy Laut der mir fast den Verstand raubt. Sie stößt mich sanft von sich weg und beginnt meinen Gürtel zu öffnen und mir meine Hose etwas runter zu ziehen. Ihre kleine Hand gleitet in meine Boxershorts, umfasst meinen Schwanz und mit der perfektem Druck schiebt sie ihre Hand über meine Eichel. Ein Grollen aus meiner Kehle durchdringt die Stille des Raumes. Sie zieht mir die Hose ganz herunter und geht vor mir auf die Knie. "Ich liebe dich!" flüstert sie.

Ich sehe auf sie herunter. "Und ich dich erst!" raune ich zurück, lege meine Hand auf ihren Kopf und drücke ihr Gesicht sanft gegen meinen Bauch. Ich gleite mit einem einzigen Stoß tief in sie hinein, genieße es, wie ihr Mund sich um mich schließt, wie ihr überraschter Seufzer um mich herum vibriert, wie ihre Zunge sich auf mir anfühlt. Ihre Augen weiten sich, nur für den Bruchteil einer Sekunde, kurz überrumpelt von meinem abrupten Eindringen. Dann entspannt sie sich, leckt und lutscht und wimmert so süß während sie mir unverwandt in die Augen sieht. Ich bewege mich in ihrem Mund, ziehe

mich zurück, dringe wieder ein, zurück, rein, mein Atem wird immer schneller, abgehackter. Ihre Augen funkeln nicht mehr hell und auffordernd, sondern haben, unter halb geschlossenen Lidern, einen entzückend unterwürfigen Ausdruck angenommen. "Oh Süße, saug!" stöhne ich "Ich werde diese Nacht nie wieder vergessen. Ich - liebe - dich!" presse ich zwischen den Zähnen hervor. Sie bearbeitet mich weiter, immer weiter bis ich die Wärme meine Beine und mein Rückrad herauf kriechen spüre und mich heiß in ihrem Mund ergieße. Sie schluckt gierig, doch einige Tropfen laufen an ihrem Mundwinkel herab. Sie wischt sie

mit dem Handrücken weg. Ich nehme ihre Hände in meine und ziehe sie auf die Beine. Ich küsse ihre vollen, nassen Lippen. Immer und immer wieder. Ich kann gar nicht genug von ihr bekommen! Sie umschlingt meinen Körper mit ihren warmen Armen und genau so lassen wir uns anschließend auf das Bett fallen. Ich kann gar nicht genug von ihr bekommen! Sie umschlingt meinen Körper mit ihren warmen Armen und genau so lassen wir uns anschließend auf das Bett fallen   Lachend liegen wir nebeneinander und sehen uns in die Augen. "Danke!" flüstere ich. "Oh bitte, du

musst dich doch nicht für sexuelle Handlungen bedanken!" murmelt sie und küsst mich erneut. "Das habe ich auch gar nicht gemeint, Su!" sage ich. "Was dann?" Ihr Blick zeigt Verwirrung. "Das du ja zu mir gesagt hast, das meine ich." Susan blickt mir tief in die Augen und einen Augenblick später sagt sie "Gern geschehen!" Ihr nun folgendes Lachen ist so entzückend das ich noch nie etwas vergleichbares gehört habe. "Vielen Dank das du mich gefragt hast!" fügt sie hinzu. "Ebenfalls gern geschehen." lache ich.

Am Morgen werde ich vom Schrei einer Krähe draußen geweckt. "Blöder Vogel musst du hier so rum kreischen?" murmle ich, drehe mich auf die Seite und will mir die Bettdecke über den Kopf ziehen. Bei dem trüben Wetter habe ich gar keine Lust aufzustehen. Mein Blick fällt auf den schlafenden Tony. Er liegt ebenfalls auf der Seite. Ich schmiege mich an seinen breiten Rücken. So verbleibe ich bis zu dem Moment wo mir einfällt was für ein Tag heute ist. Weihnachten. Ich hauche ihm schnell einen Kuss auf die Schulter, stehe auf

und werfe mir den Morgenmantel über. Noch schnell die Pantoffeln angezogen und schon laufe ich runter zum Weihnachtsbaum. Obwohl ich mittlerweile ja erwachsen bin, lassen es sich Mum und Dad nicht nehmen ihrer einzigen Tochter immer noch die Weihnachtsgeschenke am Weihnachtsmorgen unter den Baum zu legen. Was soll ich sagen - wir lieben eben Weihnachten! Und in diesem Jahr habe ich bis auf die kleinen Präsente auch eine große Überraschung für sie. Als ich am oberen Ende der breiten Treppe anlange, ist die Luft im Raum erfüllt von Tannen- und Plätzchenduft.

Mum und Dad, beide ebenfalls noch im Morgenmantel (!), stehen vor dem Baum. Arm in arm, eng aneinander geschmiegt stehen sie da und betrachten ihn. Ich bleibe stehen und lasse die Situation auf mich wirken. Meine Eltern wirken noch genau so verliebt wie sie es schon früher waren. "Frohe Weihnachten, Charlotte!" sagt gerade Dad und küsst Mum's Stirn. "Ein gesegnetes Weihnachtsfest auch dir, Artur! Ich liebe dich!" gibt sie leise zurück und sie küssen sich leidenschaftlich auf den Mund. Ich warte, gut verdeckt durch die riesige Tanne ab um ihnen diesen Moment nicht zu zerstören. Sie waren ja so süß

zusammen! Hoffentlich werden wir auch so sein - später! "Ich werde jetzt mal zum Flügel gehen und Weihnachtslieder spielen." verkündet Dad. "Vielleicht lockt das ja unsere Tochter aus ihrem Versteck hervor." sagt er mit einem lachenden Unterton in der Stimme. Ich wurde entdeckt, also verlasse ich mein Versteck und gehe die Treppe zu den beiden herunter. "Woher wusstest du das ich hier bin?" frage ich während des Abstiegs. "Schätzchen, wir wissen doch das du an Weihnachten immer so früh aufstehst, wir hatten dich schon erwartet. Außerdem hat man deine Schritte

gehört." klärt er mich auf. "Frohe Weihnachten Susi." raunt er und nimmt mich väterlich in den Arm. Ich schlinge meine Arme um ihn und drücke ihn ganz fest. "Frohe Weihnachten, Daddy! Ich habe dich lieb!" flüstere ich. Dann wiederhole ich es bei Mum. Ihr fällt sofort der Ring an meiner Hand auf. "Schätzchen, was ist das?" fragt sie verwundert. "Ein Ring." antworte ich frech grinsend. Sie sieht mich verwirrt an. Und Dad sagt "Hat er den richtigen Zeitpunkt also gefunden?" Ich sehe ihn an und frage "Ja hat er, aber woher weißt du?"

"Dein Tony kam vor ein paar Tagen zu mir und hat bei mir um deine Hand angehalten." "Wirklich? So wie früher?" Ich bin verwirrt. "Das sieht Tony gar nicht ähnlich." "Er scheint noch so einige Seiten an sich zu haben die man eigentlich nicht von ihm erwartet." meint Dad. Ich nicke "Ja, vielleicht." Mum zieht mich zur Couch im Wohnzimmer. "Setzt dich und erzähle mir jede Kleinigkeit! Und du, Artur, setz dich an den Flügel und untermale die Szenerie mit weihnachtlichen Klängen!" befielt sie. Wir gehorchen.

Dad setzt sich auf den Hocker vor dem Flügel und hebt den glänzenden Deckel an. Wie immer wenn er das tut, beginnen seine Augen zu leuchten. Das Klavierspiel ist seine große Sache, das ist es was ihn den Alltag vergessen lässt. Seine Finger schweben einen Moment über den Tasten bis sich sein rechter Daumen als erster auf einer schwarzen Taste niederlässt. Er beginnt zu spielen - "Leise rieselt der Schnee". Ich sehe ihm fasziniert zu bis Mom bemerkt das ich ihr gar nicht zuhöre und sie mich am Arm berührt. "Susan! Erzähl doch bitte

endlich!" "Was? Ja, ich mache ja schon. Wo beginne ich am besten?" frage ich eher mich als sie. "Ach, am besten am Anfang." Und ich erzähle von Tonys misslungenen Antrag vor dem Club, von unserem Spaziergang am gestrigen Abend und unserem Besuch im Tempel und was dort geschehen ist. Genau in dem Moment wo ich von Tonys Antrag erzähle, betritt er das Wohnzimmer. In dem weißen Hemd und der schwarzen Hose sieht er, zusammen mit den verstrubbelten Haaren, einfach umwerfend aus! "Was wird hier über mich erzählt?" fragt

er belustigt. "Erzähl ihnen doch bitte nicht jede Einzelheit, Schatz!" "Doch, doch, Tony, gönnen Sie Ihrer Schwiegermutter in Spe dieses Vergnügen!" flötet meine Mutter. "Es war so wundervoll! Jeder soll es erfahren." sage ich, stehe auf und falle ihm um den Hals. "Guten Morgen, Darling!" Er küsst mich auf den Mund und flüstert mit lachendem Blick "Guten Morgen, Ms. Stark." "Tony, kommen Sie her und lassen sich umarmen!" ruft Mum und winkt ihn zu sich. Er tut es, kommt näher und sie umarmt ihn ebenfalls. Dad hat sein Klavierspiel

unterbrochen, kommt rüber und klopft Tony auf die Schulter. "Willkommen in der Familie, Tony!" Tony sieht sehr glücklich aus als er anschließend neben Mum auf der Couch sitzt. "Gestatten sie mir eine Frage?" bittet er. "Aber sicher doch." antwortet mein Vater und beide sehen ihn erwartungsvoll an. "Wollen wir nicht von nun an du zueinander sagen?" fragt Tony. Dad's Miene hellt sich auf und er sagt "Aber natürlich Junge!" Er steht auf und nimmt Tony in den freundschaftlich Arm. Dann spielt Dad weiter und widme mich endlich den Geschenken. Ich fühle mich in meine Kindheit zurück

versetzt als ich unter den Baum krieche und die Päckchen nach vorn ziehe. Tony bekommt von meinen Eltern ein silbernes Etui mit einem silbernen Füller und einem silbernen Kugelschreiber darin und ich bekomme eine neue Aktentasche aus feinstem Leder. "Hoffentlich kann ich die bald mal gebrauchen! Noch habe ich ja keinen neuen Job." murmle ich traurig. Tony drückt meine Hand und meine Mutter sagt "Na, ich glaube du brauchst dir darum keine Sorgen mehr zu machen! Du musst nicht arbeiten gehen." "Ich möchte es aber, Mutter! Ich sehe keine Erfüllung darin, Partys zu organisieren, Wohltätigkeitsbälle zu

besuchen oder Kaffeekränzchen abzuhalten." schimpfe ich. Doch als ich ihren entsetzten Gesichtsausdruck sehe, lenke ich ein, ich möchte ja nicht die Weihnachtsstimmung zerstören. "Ich respektiere deine Arbeit, Mum. Aber für mich ist das eben nichts." "Ich werde Su in allem unterstützen was sie macht!" verkündet Tony. "So, können wir jetzt weiter Geschenke auspacken?" fragt er mit kindlicher Freude. "Natürlich!" murmelt Mum noch recht angeschlagen. Tony steht auf, läuft zum Baum, greift dahinter und holt ein kleines Päckchen hervor.

"Das ist für euch, Charlotte und Artur." verkündet er fröhlich und reicht es meinem Dad am Flügel. Er nimmt es verwundert an sich und zieht die riesige rote Schleife auf. Dann wickelt er das grüne Papier ab und zum Vorschein kommen zwei Tickets für eine Luxus Karibik Kreuzfahrt. Dad starrt sprachlos auf die beiden Tickets in seiner Hand. "Junge, das können wir doch nicht annehmen." murmelt er und Mum sagt trocken "Na toll, und wir schenken dir Stifte." "Silberne Stifte." gibt Tony lachend zu bedenken. "Es kommt von Herzen. Nehmt es bitte an!"

Dad steht auf, legt die Tickets auf dem Flügel ab und nimmt Tony fest in den Arm. "Wir danken dir Tony!" Dann fügt er noch strahlend zu "Schwiegersohn." Alle lachen. Da kommt James in den Raum und fragt ob man nun bereit wäre das Frühstück einzunehmen. "Einen Moment bitte noch James." bittet Tony. "Hier hat noch eine Person ihr Geschenk noch nicht erhalten." Er blickt mich an. "Aber ich... ich dachte... der Ring... das wäre das Geschenk." stottere ich verwirrt. "Ich bitte dich, Su. Natürlich nicht."

erwidert er. "Setz dich bitte wieder!" Tony geht erneut vor dem Baum in die Hocke und holt ein kleines rot-goldenes Päckchen hervor. "Die farbliche Assoziation zu meinem Anzug ist nicht ganz zufällig." flüstert er mir zu. Was kann da drin sein? Ich ziehe langsam die goldene Schleife ab und lege das Band auf mein Knie. Tony steht vor mir und sieht mich erwartungsvoll an. Ich hebe den Deckel an und zum Vorschein kommt ein etwa 20 cm langes und 5 cm dickes längliches rot-goldenes Gerät, sowie zwei unscheinbare Armbänder. Das dritte Utensil kenne ich.

Es ist eine Headset wie sie alle eines haben. Jetzt habe ich mein eigenes. Ich klemme mir an jedes Handgelenk ein Armband und nehme das Gerät in die Hand. Ich betrachte es recht ratlos. "Was ist das, Tony?" "Sieh her!" er nimmt es mir aus der Hand "Das, mein Schatz, habe ich zu deiner Sicherheit beziehungsweise zur Selbstverteidigung entwickelt. Wenn du hier drückst..." Und er drückt auf einen Knopf am länglichen Ende. "Dann kannst du eine Mini Rakete mit maximaler Durchschlagkraft abfeuern." Meine Augen weiten sich. Warum um

Himmels Willen sollte ich so etwas brauchen? "Wenn du diese Armbänder trägst und ein Anzug im Umkreis von 650 Meilen in der Nähe ist, dann kannst du ihn damit rufen. Er schützt dich. Du musst nur die Arme in die Luft strecken." Er nimmt meine Handgelenke in die Hände und sieht mich zärtlich an. Dann wendet er sich ab, nimmt das Headset aus der Schachtel. Sanft streicht Tony mir die Haare hinter mein linkes Ohr, er sieht mir dabei unentwegt in die Augen, und klemmt es mir hinter die Ohrmuschel. "Wenn du es antipps schaltet es sich an." erklärt er. "Es reagiert auf Berührung. Also nun

antippen." Ich nicke stumm und sehe ihm weiter zu. Dann nimmt er mir das Gerät aus der Hand und erklärt weiter deren Funktion. "Wenn du hier an der Seite diesen kleinen Schalter herunter schiebst löst du einen Notruf aus. Dieser geht zuerst in den Stark Tower und wird dann wenn es nötig ist an die Cops weiter geleitet." Ich sehe mir den Schalter an. "Dann kannst du noch hier drücken..." Er deutet auf den Knopf am anderen länglichen Ende. "Darin versteckt sich ein Elektroschocker. 300.000 Volt." Er sieht mich mit hoch gezogener Augenbraue an, als würde er einen erstaunten Ausruf von mir erwarten.

Doch das sagt mir alles kaum etwas. Physik ist einfach zu lange her bei mir. "Na ja, lassen wir das. Du musst nur wissen, es tut deinem Gegner sehr weh." sagt er als er merkt das ich nicht wie gewünscht reagiere. Ich grinse. "Und eine letzte hilfreiche Funktion dieses kleines Biestes, wenn du ihn in die Luft wirfst, verwandelt es sich praktischerweise in ein Stahlseil mit kleinem Anker. Du kannst es werfen um dich irgendwo abzuseilen oder hinauf zu klettern." erklärt er abschließend. "Aha. Das ist ja alles voll cool! Aber wann brauche ich das denn mal?" frage ich ihn. "Süße. Das ist nicht das Wesentliche ob

du es irgendwann mal brauchst, sondern das du es hast. Das ist wichtig. Jedenfalls für mich. Ich fühle mich besser wenn ich dich gut beschützt weiß!" gibt er mit einem Hauch Arroganz zu. Ich lache, stehe auf und umarme ihn, dabei flüstere ich ihm ins Ohr "Ich dache Iron Man beschützt mich?" "Der Gute kann nicht überall sein." raunt er an meinem Hals und küsst meine Wange. "Ich liebe dich, Su!" "Und ich bin total in dich verschossen, mein Held! Danke für die Geschenke!" schwärme ich."Küss mich!" Er tut es mit einer solchen Leidenschaft das Mum und Dad uns etwas befremdlich

zuschauen. Ich sehe zu den beiden hinüber. Mum schaut als hätte sie einen Geist gesehen. "Das ist ja mal ein interessantes Weihnachtsgeschenk." sagt mein Vater trocken. "Ich bin gespannt was du ihr zur Hochzeit schenkst?" Ich wende mich wieder meinem zukünftigen Mann zu und küsse ihn erneut. "Ja, das ist ein typisches Tony Stark Geschenk." lobe ich. Dad steht auf und geht wieder zum Flügel. "Nun möchte ich auch meiner Liebsten etwas Besonderes zukommen lassen! Charlotte, unser Lied!" fügt er hinzu und haut in die Tasten. Ich kenne diesen

Song "As time goes by" aus Casablanca. Ich wusste gar nicht das sie dieses Lied zu ihrem Lied gekürt haben. Aber es ist sehr süß wie Dad hier Klavier spielt und dazu ebenfalls den Text singt. "Heute ist wohl der Tag der Überraschungen." bemerke ich. Mum steht auf und geht für die letzte Strophe zu ihm hinüber. Sie schreitet am Flügel entlang und lässt einen Finger auf dem glänzenden Untergrund gleiten. Dann plötzlich singt sie mit. Es klingt wunderschön! Mit offenem Mund starrte ich meine Eltern an. Was war plötzlich in sie gefahren? "So kenne ich sie gar nicht." "Ich sage es ja, Romantik liegt in der

Luft." murmelt Tony in mein Haar. "Wenn sie sich jetzt noch an die Brust greifen und die Marsellaise schmettern, weiß ich gar nicht mehr was los ist." Doch das geschieht nicht. Nachdem mein Dad die letzten Takte gespielt, meine Mum sich halb über den Flügel ihm entgegen gelehnt hat, raunt er leise "Schau mir in die Augen, Kleines!" Und was soll ich sagen? Sie tut es und sie küssen sich erneut. Für mich war es etwas befremdlich meine Eltern so intim zu sehen! Man weiß ja das die eigenen Eltern ein Sexualleben haben, aber sehen möchte man es nicht. Vielleicht war ja unsere verliebte Stimmung ansteckend?

Nach dem Frühstück ziehe ich mich auf mein Zimmer zurück um ungestört telefonieren zu können. Ich musste Belle unbedingt von den neuesten Umständen berichten. Sie geht nach dem dritten klingeln ran. "Hey Süße." kreischt sie ins Telefon. "Was treibt ihr so?" "Erst einmal, frohe Weihnachten dir, beste Freundin!" erinnere ich sie daran was heute für ein Tag war. "Stimmt ja, ich wünsche euch auch frohe Weihnachten!" sagt sie. "Aber jetzt, was viel wichtiger ist, was gibt's neues?" "Wo soll ich da anfangen?" spanne ich

sie auf die Folter. "Na am Anfang natürlich!" nörgelt sie. "Los sag schon! Hat er sich endlich getraut?" Und ich erzähle ihr von dem umwerfend romantischen Heiratsantrag. Belle's Zwischenrufe und Kreischen nötigen mich dazu das ich ab und an meinen Kommunikator vom Ohr weg halten muss damit mein Gehör keinen Schaden nimmt. "Oh Süße, das ist ja fantastisch! So romantisch, kalt und schmutzig - ja, aber so romantisch." wiederholt sie immer mal wieder. "Schicke mir sofort eine Foto vom Ring!" fordert sie. "Mache ich gleich. Und wie war

Weihnachten bei dir bisher, Belle?" frage ich damit das Gespräch jetzt mal auf ein anderes Thema kommt. "Na ja, Brain hat mich gestern seinen Eltern vorgestellt. Wir haben zusammen gegessen. Es war ganz nett. Also, sie waren nett. Aber eine Hochzeit darf man bei uns wirklich noch nicht erwarten." plaudert sie drauf los. "Okay, aber das klingt doch gut." werfe ich ein. "Ja, schon. Aber Brain könnte wirklich mal seinen Stock aus dem Po ziehen und lockerer werden!" "Warte doch ab! So lange kennt ihr euch doch auch noch nicht. Vielleicht überrascht er dich ja auch noch?"

"Ja, ganz bestimmt." meint sie lahm. "Von ihm darf ich keine Shakespeare Vorstellung in aller Öffentlichkeit erwarten und er wird mir auch keine Liebeslieder singen. Aber um wieder auf dich zurück zu kommen: ich freue mich schon auf deinen Junggesellinnen Abschied! Den organisiere natürlich ich!" reißt sie voll motiviert das Zepter an sich. "Aber natürlich!" sage ich. "Das besprechen wir aber mal wenn ich wieder in New York bin." Wir verbleiben so und verabschieden uns. Danach rufe ich noch eine Freundin in Heidelberg an. Bevor sie es aus dem Fernsehen erfährt, möchte

ich es lieber persönlich sagen. Ich ruft Pepper an um sie von meinen Heiratsplänen zu unterrichten. "Pepper, es geschehen noch Wunder! Ich habe mir jetzt lange genug die Hörner abgestoßen, jetzt ist es an der Zeit sesshaft zu werden!" begrüße ich sie. "Was ist los? Wie meinst du das, Tony?" fragt sie verwirrt. "Ich meine: ich werde heiraten, Pepper. Könntest du bitte eine Presseerklärung rausgeben?" Schweigen, dann folgt ein zögerliches "Oh, natürlich." Sie wirkt überrascht. "Das werde ich und herzlichen

Glückwunsch, Tony! Auch an Susan natürlich!" "Sie ist die Richtige, Pepper! Hier liegt so viel Romantik in der Luft, da wurde es ein Selbstläufer und ich habe sie im richtigen Moment gefragt." berichte ich. Keine Ahnung ob sie es überhaupt hören wollte, aber das ist sie ja gewöhnt meinem Geplapper zuzuhören. "Und weißt du was, ich bin richtig glücklich!" sage ich verträumt. Wir schweigen. "Ich heirate, Pepper." stelle ich fest. "Das ist der normale Werdegang wenn man jemanden bittet einen zu heiraten." erklärt sie trocken. "Hast du Angst, Tony?"

"Hey, du sprichst mit Iron Man." sage ich deutlich, doch etwas leiser gebe ich zu "Aber ja, ich habe Angst!" "Ach, Schatz, du hast eine gute Wahl getroffen! Susan ist ein liebes Mädchen. Sie ist dein Ruhepol. Du hast dich so sehr in die bessere Richtung verändert seit dem du mit ihr zusammen bist. Es war das Richtige sie zu fragen ob sie deine Frau werden möchte, Tony!" Sie hat Recht und das weiß ich auch. Aber etwas Angst ist wohl normal vor einer Hochzeit. Auch wenn man ein Superheld ist.

happy new year

Wir bleiben noch bis zum 30. Dezember in London, dann fliegen wir zurück in die Staaten. Happy ist darüber ganz froh, denn er hatte vor Kurzem jemanden kennengelernt und möchte gerne Silvester mit ihr verbringen. Und auch wir hatten Pläne für den morgigen Tag. Wir wollen eine Verlobungsparty Schrägstrich Silvesterparty im Stark Tower geben. "Dir ist bewusst, das es ziemlich kurzfristig ist jemanden am 30. 12. für den 31. 12. einzuladen?" frage ich Tony. Doch dieser sitzt nur hämisch grinsend mit einem Glas Scotch in seinem Sitz.

"Darling, sie werden trotzdem kommen. Niemand lässt sich eine Party bei Tony Stark entgehen." Er beugt sich zu mir herüber. "Die meisten werden sowieso nur kommen um meine wunderschöne Verlobte zu sehen." Er küsst mich. Sein Atem schmeckt nach Alkohol, seine Lippen hinterlassen auf meinen ein betäubtes Gefühl. Ich lecke mir über die Unterlippe und sehe ihn an. Seine braunen Augen schauen mich so intensiv an, als würde er etwas an mir suchen. "Was ist?" frage ich schließlich. "Ach nichts weiter. Ich habe gerade einen Makel an dir gesucht, doch da ist

keiner. Ich glaube du bist ein Engel, so perfekt bist du." "Und du bist ein Spinner!" lache ich, doch ich merke wie mein Gesicht heiß wird. Ich werfe ihm, um meine Verlegenheit zu überspielen eines der grauen Kissen entgegen. "Su, du bist wunderschön! Das muss dir nicht peinlich sein. Steh dazu und gewöhn dich daran!Ich werde es dir jeden Tag aufs neue sagen, bis du es mir endlich glaubst." raunt er und sieht mich wieder durch dringend an. "Ich werde dich nie wieder los lassen!" flüstert er kaum hörbar. Es ist mir peinlich wenn Tony mir sagt das ich schön sei!

Ich finde meine roten Haare kritisch. Damals als Kind hatte man mich deswegen nicht nur einmal ausgelacht. Dann noch meine kurzen Beine. All die schönen Frauen in New York waren so viel hübscher, größer und erfolgreicher als ich. Ich begreife mein Glück kaum, dass er ausgerechnet mich ausgesucht hat. Warum nicht meine junge Kollegin die er zeitgleich mit mir damals aus dem Haus gerettet hat? Als wir im JFK landen ist es früher Nachmittag. Unsere Limousine wartet schon. Happy öffnet uns die Türen und

steigt dann selbst vorne ein. Pepper hat sich während unserer Abwesenheit um den Tower gekümmert und bereits mit den Partyvorbereitungen begonnen. Das heißt, sie hat sie überwacht. Ist ja nicht so, dass sie auf ihrer schwindelerregend hohen Stilettos Girlanden aufhängt oder das DJ Pult aufbaut. Ich mag Pepper! Nicht nur weil sie ebenfalls rotes Haar hat und erfolgreich ist, nein, weil sie ein netter Mensch ist der immer zu allen und jeden freundlich ist! Das mag ich so an ihr. Und sie erträgt Tony nun schon seit über 10 Jahren als seine persönliche Assistentin. All seine Eskapaden, seine offene und manchmal auch beleidigende

Art und seine Freizügigkeit erträgt sie mit einer Arsch Ruhe die ihres gleichen sucht. Aber er hat sich geändert, ist ruhiger und freundlicher geworden. Belle meint das sei mein Verdienst. Na ja, wer weiß! Ich beginne als erstes mit dem auspacken der Koffer während Tony sich in seine Werkstatt verzieht. "Ich habe Entzug." führt er als Grund an. Ich lasse ihn gewähren. Das ist sein Ding, damit kommt er runter. Vielleicht braucht er das nach so einem langen Flug? Plötzlich klopft es. Pepper steht im Türrahmen. Ich drehe mich zu ihr um und

gehe auf sie zu. "Haben Sie eine Minute?" fragt sie. Ich nicke "Natürlich." "Ich wollte mit Ihnen über Tony und ihre Beziehung sprechen." "Hola, was kam jetzt? Wollte sie mir die Heirat ausreden? Mir von Tony abraten?" Doch es kam ganz anders. "Ich wollte Ihnen persönlich gratulieren, Susan!" Sie reicht mir die Hand, ich ergreife sie. "Tony hat sich, seit er Sie kennt, um 180 Grad gedreht. Er ist ein anderer Mensch geworden. Und das haben wir Ihnen zu verdanken. Er ist nun um einiges erträglicher." Sie zwinkert mir zu.

Ich muss lachen. "Ja, er kann eine ganz schöne Nervensäge sein!" sage ich. "Oh ja. Ich könnte ihnen da Geschichten erzählen. Doch die erspare ich Ihnen lieber. Hauptsache das er nun endlich erwachsen geworden ist und verantwortungsvoller mit seiner Firma umgeht. Und die Sache mit diesem Kinderhospiz in London, dass war ein ganz großes Zeichen. Endlich übernimmt er Verantwortung!" "Er hat es tatsächlich aus freien Stücken getan. Er wollte helfen. Ich hoffe das war aber nicht nur eine aus einer romantischen weihnachtlichen Stimmung heraus entstandene einmalige Aktion!"

"Ganz sicher nicht. Er hat noch Anweisungen gegeben das dieses Hospiz von nun an jedes Jahr eine Aufwendung erhalten soll. Und ich wurde beauftragt eine Institution hier in New York zu suchen die es Wert ist von ihm gefördert zu werden. Irgendwas mit Kindern, hat er gesagt." erklärt Pepper. Mir bleibt der Mund offen stehen. Davon wusste ich gar nichts. "Und jetzt zeigen Sie mal endlich Ihren Verlobungsring!" fordert sie mich auf, nimmt meine Hand und schaut ihn sich genau an. "Wunderschön! Und den hat er ganz allein ausgesucht?" Ich nicke. "Ich nehme es an. Aber

vielleicht hat ihm Jarvis ja wieder einmal geholfen. Er bringt ja fast nichts ohne ihn zu stande." witzel ich. Pepper muss lachen. "Ich darf Sie darauf hinweisen das ich Sie ganz genau verstehen kann." lässt Jarvis sich vernehmen. Da müssen wir beide noch mehr lachen. "Ja, Jarvis, du bist einfach überall." murmelt Pepper. "Und du bist einfach unersätzlich. Was wären wir ohne dich?" füge ich hinzu. "Was tut Tony gerade?" frage ich. "Mister Stark probiert gerade seinen neuesten Anzug aus. Ein Prototyp. Soeben hat er den ersten Testflug unternommen." verkündet er.

"Zeig es uns!" Und Jarvis zeigt uns auf dem Bildschirm an der Wand was im Labor unten abgeht. Es ertönt Weihnachtlich rockige Musik, Tony steht auf einer bestimmten Bodenplatte, den Arm ausstreckt und fordert Jarvis auf ihm jetzt die Teile zukommen zu lassen. Arme und Beine klappen ja noch ganz gut. Doch ein Teil, das für seine Mitte, kommt zu schnell angeflogen und trifft ihn hart im Schritt. Tony krümmt sich vor Schmerzen. In diesem Moment fliegt ein weiteres Teil über seinen Kopf hinweg. Das war ein Rückenteil, es landet in einem Regal hinter ihm.

Er stellt sich schwankend wieder hin und zeigt das Zeichen für langsamer. "Mach... mach etwas langsamer, Jarvis." keucht er. Jarvis feuert die restlichen Teile des Anzugs auf Tony ab. Zum Schluss fehlt nur noch die Maske. Diese bleibt jedoch in der Luft kurz stehen. "Komm her! Na los!" ruft Tony. "Ich habe keine Angst vor dir." Sie fliegt auf ihn zu und inmitten einer Drehung in der Luft landet die Maske an seinem Helm und Iron Man landet auf seinen Beinen komplett fertig mit einem Donnerschlag auf dem Boden. "Na also. Geht doch! Super gem..."

Weiter kommt er nicht, denn das Teil was vorhin im Regal gelandet war, hat sich gelöst und ist hinterrücks in ihn reingekracht. Tony fliegt, durch die Wucht des Aufpralls, über seine Werkbank, in einige herum stehende Kartons. Überall fliegen Teile des Iron Man Anzugs und andere Sachen herum. Tony bleibt keuchend auf dem Rücken liegen. "Wie immer eine Freunde Ihnen bei der Arbeit zuzusehen!" sagt Jarvis trocken. Pepper und ich halten uns die Hände vor die Münder, so sehr prusten wir los vor Lachen. "Was für eine Show! Geht es öfter so ab

wenn Tony arbeitet, Jarvis?" keuche ich. "Des Öfteren, Miss Susan." "Klasse! Bitte speichere die Aufnahmen! Wenn ich mal schlechte Laune haben sollte, dann musst du die mir zeigen!" Ich kriege mich vor lachen kaum wieder ein. "Sollten wir ihm nicht zu Hilfe eilen?" fragt nun Pepper. "Nicht nötig, Miss Potts, er steht schon wieder. Mister Stark hält einiges aus, wie Sie mit Sicherheit wissen." erklärt Jarvis. "Natürlich!" "Pepper, wollen wir nicht du zueinander sagen?" platzt es mir mit einem Mal raus.

Sie sieht mich an, lächelt und antwortet "Gern. Ich bin Virginia." Und sie hält mir die rechte Hand hin. Ich ergreife sie und sage "Und ich bin Susan." "Weißt du, jetzt wo du hier eingezogen bist, habe ich auch endlich einmal ein Privatleben." erklärt Virginia mir als wir gemeinsam wenig später nach unten in den Wohnbereich gehen. "Wie das? Hattest du vorher keines?" frage ich verwundert. "Na ja, ich hatte nie Freizeit. Die Firma, in der Tony sich ja auch völlig auf mich verlässt und dann musste ich ihm hier immer helfen. Partys organisieren, Frauen freundlich abservieren, seine

Hemden in die Reinigung bringen und so weiter." plaudert sie. "Jetzt muss ich nicht mehr jedes Mal herkommen wenn ihm langweilig ist. Du bist ja da. Er hat nun jemanden mit dem er sich unterhalten, dem er seine Erfindungen zeigen kann." "Und die Party Organisation übernehme ich ab sofort natürlich auch. Und ich kümmere mich selbst um unsere schmutzige Wäsche." lache ich. "Er kann sich wirklich glücklich schätzen das er dich gefunden hat!" sagt sie und strahlt mich an. Ich lächle zurück. Noch jemand der der Meinung ist das ich das Beste bin was Tony passieren konnte.

"Hast du alle erreichen können? Wer kommt nun alles zur Party heute Abend?" frage ich am nächsten Morgen beim Frühstück. "Na klar. Sie kommen alle. Die die schon verabredet waren, bringen ihre Verabredung einfach mit. Das lässt sich keiner entgehen. Schließlich ist der Stark Tower New Yorks höchstes Gebäude, die Aussicht von hier oben ist umwerfend." erklärt Tony selbstsicher. Das stimmte! Der Tower war wirklich das höchste Gebäude der Stadt, ob die Aussicht von hier oben an Silvester gut war oder nicht werde ich heute Nacht

erfahren. "Und wer kommt denn nun alles?" frage ich noch einmal. "Pepper, Natasha, der grüne Große, Hawkeye, Thor, Rhodey, der Falcon, Wanda, die Ameise, und dein persönlicher Liebling Rogers." zählt er auf. Bei Steve zwinkert er mir anzüglich zu. "Hör auf mit dem Quatsch! Wir verstehen uns gut und ich mag ihn, aber wessen Frau werde ich demnächst?" stelle ich klar. "Na die des besten Helden natürlich!" stellt er klar. "Du bist unverbesserlich." ziehe ich ihn auf. "Aber ich mag dich genau so!

Können wir eigentlich noch zwei Gäste mehr vertragen?" "Aber sicher doch. Platz ist hier ja genug. Wen willst du einladen, Belle?" fragt er. "Ja genau. Gut, dann rufe ich sie mal an. Sie soll ihren Brain mitbringen. Ich will den unbedingt mal kennenlernen!" plaudere ich. "Okay, dann mach das! Ich werde noch ein wenig in den Fitnessraum gehen bevor sie alle kommen. Wenn du noch etwas besorgen musst, nimm bitte deinen Bodyguard mit! Ich will nicht das du an dem heutigen Tag ohne Schutz unterwegs bist." "Okay. Aber ich muss gar nicht mehr

raus. Der Caterer liefert doch alles. Und Kleider habe ich bereits genug. Dank deiner Kreditkarte." "Das bringt mich auf den Gedanken das du dringend deine eigene Karte brauchst." überlegt er. "Gleich am 2.1. werde ich dir eine machen lassen, Süße." "Ist gut." entgegne ich und verlasse den Raum. Ich sitze im Schlafzimmer und telefoniere als Tony herein kommt um sich umzuziehen. "Ich gehe jetzt runter in den Fitnessraum." ruft er aus dem Kleiderschrank.

Er verlässt ihn in einer grauen Sporthose, und einem eng anliegenden weißen Shirt. "Hey, komm her! So gehst du mir nicht da runter." zische ich ihm entgegen und winke ihn zu mir. Er schaut mich verwirrt an, kommt aber näher. "Was hast du an den Sachen auszusetzen?" "Gar nichts. Ich will nur nicht das du ungeküsst nach unten gehst." grinse ich, ziehe ihn am Ausschnitt seines Shirts zu mir nach unten und küsse sanft seine Unterlippe. Er, sofort in ein wildes Tier verwandelt, stürzt sich auf mich, küsst mich

stürmisch während wir uns nach hinten auf das Bett fallen lassen. "Du könntest auch hier oben mit mir gemeinsam Sport machen." versuche ich ihn zu verführen. "Das ist Ausdauersport, ich brauche aber Kraftsport um in Form zu bleiben." klärt er mich auf. "Na wenn das so ist, würde ich sagen, solltest du dich beim Sport mit mir mehr anstrengen!" "Autsch! Das tat weh! Na gut, das kannst du haben." raunt er, hebt meine Arme hoch über meinen Kopf und hält sie dort beide mit einer Hand fest. Die andere Hand fährt unter mein

T-Shirt, schiebt es hoch bis über meine Brüste. Ich habe keinen BH an, das macht es ihm leicht. Er umschließt mit seinem Mund meine Brustwarze. Wie gebannt sehe ich zu, wie seine Lippen sie umkreisen und er sie zwischen die Zähne zieht. Meine Brüste scheinen unter der Liebkosung anzuschwellen, sie fühlen sich voll und schwer an, als er sie abwechselnd bearbeitet. Erregung durchströmt meinen ganzen Körper. Dann lässt er seine Lippen in Richtung meines Bauchnabels wandern. Er packt meine Hüften und knetet sie mit seinen

kräftigen Händen. "Dein Körper ist so unglaublich scharf, Su! Ich kann gar nicht genug von dir bekommen!" raunt er. "Ich will dich einatmen, will dich schmecken." Ich weiß genau was er will uns spreize die Schenkel. Sein Kopf wandert dazwischen. Tony lässt seine Zunge über den Schritt meines Höschens gleiten und entlockt mir ein hungriges Stöhnen. Dann zieht er mir mit den Zähnen das Höschen runter. Seine Zunge gleitet über meine feuchte Spalte, bis sie meine Klitoris findet. Er drückt meine Beine auseinander, dann dringt seine Zunge in mich ein. Mit kräftigen Bewegungen leckt er über

meine Knospe, presst seine Lippen darauf und zieht sie gierig in seinen Mund. Seine Hände umschließen meine Schenkel noch kräftiger, als er merkt das ich kurz vorm kommen bin. Meine Muskeln ziehen sich zusammen, meine Erregung wächst mit jeder Sekunde, mit jedem Vorschnellen seiner Zunge. Mit glasigem Blick sehe ich ihm zu und spüre, wie sich mein Brustkorb immer schneller hebt und senkt und sich ein Schweißfilm auf meiner Haut bildet der mich frösteln lässt. Tony bemerkt es, lässt kurz von mir ab, was mir ein wimmerndes Geräusch

entlockt, und wirft uns die Decke über. Er zieht sie sich über den Kopf, geht so zu sagen auf Tauchstation während er mich weiter befriedigt. Seine Zunge findet erneut ihren Weg zu meiner Mitte. Er fickt mich so intensiv mit der Zunge wie er es vorher noch nie getan hatte. Er verwöhnte meine Knospe mit leidenschaftlich süßen Küssen, die mich elektrisierten und mir einen wohligen Schauen nach dem nächsten durch den Körper jagen. Er dringt mit einem Finger in mich ein und ich komme ihm begierig entgegen. Dann lässt er einen weiteren Finger in mich gleiten und vögelt mich mit langen, tiefen Stößen, während seine

Zunge mit meiner Klitoris spielt. Und dann kann ich mich nicht mehr länger zurück halten - während ich komme, habe ich für einen Moment das Gefühl vor Lust den Verstand zu verlieren. "Du schmeckst unglaublich gut!" presst er hervor und fährt abermals mit der Zunge über meine empfindliche geschwollene Knospe. Er richtet sich weiter auf, dabei rutscht die Decke von ihm herunter, raunt mir zu "Leg deine Beine über meine Schultern!" und als ich es getan habe dringt er sofort mit seinem unglaublichen Schwanz in mich ein. Sein Daumen drückt auf meine Klitoris.

Virturos verwandelt er meine Empfindsamkeit in pure Lust. Ich öffne meine Beine noch weiter für ihn. Seine Hände umschließen meinen Po, heben ihn an, so kann er noch tiefer in mich eindringen, während er mich aufreizend langsam vögelt. Schon wieder stehe ich kurz davor, doch ich reiße mich zusammen, ich möchte es so lange wie möglich auskosten. "Was willst du?" presst er zwischen den Zähnen hindurch. "Ich will dich!" stöhne ich. "Und zwar kräftig!" "Das wollte ich hören." erwidert er böse lächelnd. Mit ungezügelter Kraft stößt er

zu, bewegt sich in wildem Tempo. Jeder Stoß brachte mich der Ekstase näher. Halt suchend taste ich umher und vergrabe meine Finger in seinem Rücken. Meine Fingernägel graben sich in sein Fleisch. Er stöhnt lustvoll auf. Ich spüre meinen nächsten Orgasmus näher kommen - mit lauter kleinen Hitzewellen die durch meinen Körper züngeln. Ich schreie seinen Namen, im selben Moment höre ich meinen aus seinem Mund und spüre, wie er in mir zum Höhepunkt kommt. Erschöpft und verschwitzt bleibt er auf mir liegen. Sein Herz schlägt so heftig das ich es spüren kann, sein Atem geht

stoßweise. Eine Weile bleiben wir einfach so liegen und genießen die Ruhe vor dem Party-Sturm. "Mister Stark, die Gäste sind soeben eingetroffen." meldet sich Jarvis zu Wort. Fuck! Wir müssen eingeschlafen sein. Su sieht mich an, ihre Pupillen sind vor Schreck geweitet. "Scheiße!" entfährt es ihrem süßen kleinen Mund. "Na na, so ein böses Wort aus deinem Mund?" ziehe ich sie auf. Sie verdreht nur die Augen, springt hastig aus dem Bett und rennt, wie ein

aufgescheuchtes Huhn im Zimmer umher. "Scheiße, scheiße, scheiße! Wie sieht das jetzt aus?" flucht sie laut. "Na es sieht aus, als wären wir ein verliebtes Pärchen, dass andauernd Sex hat." Ich kann mir ein Grinsen nicht verkneifen. Sie weiß ja nicht das meine Freunde es von mir gewohnt sind das ich zu spät zu meinen eigenen Partys komme, eben weil ich noch Sex hatte. "Du hast noch 5 Minuten schätze ich bevor sie oben sind." rufe ich ihr zu als sie gerade im Badezimmer verschwinden will. "Na toll! Wie beruhigend!" zischt sie

zurück. In aller Ruhe stehe ich auf, gehe zu meinem Kleiderschrank um meine Sachen raus zu suchen. Anschließend gehe ich ebenfalls ins Bad wo Su gerade aus der Dusche steigt. Sie hat ein Handtuch um ihr Haar gewickelt damit es nicht nass wird. Sie sieht mich strafend an und huscht zur Tür hinaus. Ich steige in die Dusche und drehe das Wasser auf. "Jarvis, kannst du bitte den Gästen sagen das wir gleich kommen!" rufe ich Jarvis zu. "Selbstverständlich Miss!" In Windeseile ziehe ich mir ein goldenes kurzes Partykleid und goldene High

Heels an. Plötzlich steht Tony hinter mir - nackt. "Interessantes Party Outfit!" necke ich ihn. "Du musst immer einen drauf setzen oder?" "Ha ha." gibt er kurz angebunden zurück. "Los, mach mal Platz im Kleiderschrank. Es ist sonst so beengt hier drin." macht er seine Scherze. Ich gebe ihm einen Klaps auf den nackten Po das es nur so klatscht, verlasse aber dennoch den Schrank. "Ich warte auf dich hier draußen. Beeil dich bitte!" Und das tut er. Als er heraus tritt hat er einen roten Anzug und ein fliederfarbenes Hemd an.

"O lala. Du siehst ja scharf aus!" kichere ich. "Hey, es ist schließlich Silvester. Das ist mein Partyoutfit." sagt er. "Okay, du bunter Hund. Bereit?" sage ich, stehe auf und reiche ihm die Hand. Er ergreift sie und wir verlassen gemeinsam das Schlafzimmer. Gemeinsam gehen wir die Treppe zum Wohnbereich hinunter. Ich betrachte Susan von der Seite. Sie sieht heute umwerfend aus! In ihrem goldenen Fummel strahlt sie regelrecht. Cap bemerkt uns als erstes als wir den Raum betreten.

"Hi ihr zwei. Susan, du siehst toll aus!" begrüßt er uns. "Das habe ich auch gerade gedacht." werfe ich dazwischen. Unbeachtet. Susan haucht ihm einen Kuss auf die Wange und flötet "Hallo Steve." Dann begrüße ich eben die anderen. "Hallo Leute, schön das ihr alle da seit!" rufe ich mit lauter Stimme in den Raum. Natasha kommt zu uns herüber und begrüßt Su mit einer Umarmung. Für mich hat sie nur ein "Hi Stark. Danke für die Einladung!" übrigens. "Aber gerne doch." gebe ich zurück und grinse sie schräg an. Sie rollt mit den Augen und geht zurück zur Couch.

Ich führe Susan hinüber zur Terrasse wo Thor und Hawkeye und Rhody sich unterhalten. "Hey Jungs. Wie geht's?" rufe ich ihnen zu. "Hey ihr zwei. Danke für die Einladung! Und herzlichen Glückwunsch euch beiden!" Rhody kommt auf uns zu und begrüßt Su mit einer freundschaftlichen Umarmung. "Hallo James." sagt sie freundlich. "Willst du was trinken?" frage ich Susan. Sie möchte, also gehe ich los um ihr ein Glas Sekt zu holen. Susan hatte sich inzwischen mit Natasha

und Wanda auf die Couch gesetzt und unterhielt sich. Wenn man ihnen so zuhört, könnte man denken sie kennen sich schon Ewigkeiten. Dabei sehen sie sich heute erst zum dritten Mal. Sie scheinen sich zu mögen. Es ist etwa 22 Uhr als Jarvis sich meldet. "Sir, Sie haben noch mehr Besuch. Miss Susan's Freundin und deren Begleitung sind eingetroffen." "Okay, hoch mit ihnen!" rufe ich. Kurz danach öffnet sich bei uns im Penthouse die Fahrstuhltür. "Belle!" kreischt Susan als sie die beiden entdeckt. Sie läuft auf ihre beste

Freundin zu und umarmt sie herzlich. "Susan Schatz. Ich freue mich so dich wieder zu sehen!" erwidert diese. Ich schlendere zu den beiden hinüber. Susan krallt sich in meinen Arm und zieht mich zu sich ran. "Liebling schau mal, Belle ist da! Und das ist ..." Sie deutet auf den Typen neben ihrer Freundin. Belle springt ein und sagt "Das ist mein Freund, Brain Westwood." "Hi Belle, hi Brain." begrüße ich brav die beiden. Als das erledigt war zieht Susan ihre Freundin zu den anderen Frauen auf die Couch und Brain bleibt unschlüssig da stehen wo er steht.

Ich bin ja kein Unmensch, also nehme ich ihn mit zu den Jungs. Brain kommt zwar mit steht dann jedoch nur rum und beteiligt sich kaum am Gespräch. Man, was für ein Langweiler! "Erzähl nochmal alles ganz genau! Ich will jede Einzelheit wissen!" bettelt Belle. "Na gut." Gerne doch! Ich erzähle sie nur all zu gern! "Also, wir waren über Weihnachten bei meinen Eltern in London. Sie leben da in einem Schloss mit einem wundervollen Park. In diesem Park gibt es einen abgeteilten Rosengarten und darin steht

ein kleiner kreisrunder Tempel. Dies war mein Lieblingsplatz als ich Kind war, weil ich mich dort immer zurück ziehen konnte. Und jetzt ist es erneut mein Lieblingsplatz, weil ich dort diesen unglaublich romantischen Heiratsantrag bekommen habe. Ich meine, hättet ihr Tony das zugetraut? Das er so romantisch ist. Und schaut euch den Ring an! Den hat er wohl allein ausgesucht." plaudere ich ohne Punkt und Komma. "Bestimmt hat ihm Pepper geholfen! So über Telefon." mutmaßt Natasha. "Er bringt doch sonst auch nichts allein zustande." "Nein, wirklich. Er hat sich vollkommen verändert." sage ich und schaue mich

nach Tony um. Dieser steht bei Hawkeye und Thor und macht gerade eine eindeutige Pose mit seiner Hüfte. "Der wird doch wohl nicht gerade vor seinen Freunden damit prahlen wie er es mir besorgt?" denke ich wütend. Natasha bemerkt meinen Blick zu Tony und sagt trocken: "Verändert? So so. Also für mich sieht das stark nach dem alten Stark aus." "Hm." murmel ich. Dann schüttel ich die blöden Gedanken beiseite und erzähle weiter vom Antrag und von unserem England Aufenthalt. Natasha schaut skeptisch. "Also ich kann es kaum glauben." sagt

sie und verschränkt die Arme vor der Brust. In diesem Moment kommt Bruce zu uns herüber, beugt sich über die Rückenlehne der Couch über Natashas Schulter und küsst sie auf die Wange. Sie strahlt ihn an. Da sagt er: "Du kannst es glauben, Schatz! Tony steht da drüben und erzählt allen in jeder einzelnen Kleinigkeit wie er Susan einen Heiratsantrag gemacht hat." "Aber der Ring. Den hat er nicht allein ausgesucht. Das traue ich ihm wirklich nicht zu. Der ist zu perfekt." meint Natasha. "Doch, er hat ihn wohl ganz allein

gekauft." meint Bruce. "Das wäre auf jeden Fall eine Wandlung um 180 Grad wenn es stimmt." meint sie. "Glaub es ruhig Natasha! In Tony steckt mehr als er die Öffentlichkeit teilhaben lässt." meint in diesem Moment Virginia die eben erst angekommen sein muss. Auch sie hat eine Begleitung. Der Mann sieht aus wie aus als wäre er einer Werbeanzeige für Polohemden entsprungen. Blond, braun gebrannt, muskulös, steht er da und hält Peppers Hand. "Hallo Mädels, das ist Max." verkündet sie glücklich. "Max ist Anwalt für Strafrecht. Wir haben uns kennengelernt

als ich mal wieder etwas gerade biegen musste was er als Iron Man verbockt hat." erklärt sie. Wir begrüßen ihn und dann gehen die beiden weiter um auch die anderen auf der Terrasse zu begrüßen. Wir unterhalten uns noch eine ganze Weile so weiter bis Tony herüber kommt und mir ins Ohr raunt "Auf ein Wort, Süße!" Überrascht ziehe ich meine Augenbraue hoch, was hatte das jetzt zu bedeuten? Aber ich stehe auf und folge ihm in die Küche. "Was gibt's?" frage ich leise. "Ich muss dir was sagen." beginnt er. Ich schlucke. Scheiße! Habe ich etwas

falsch gemacht? Was hat er plötzlich? Er grinst böse "Und zwar, wie sehr ich dich vermisse! Dich nur aus der Ferne zu sehen, dich nicht spüren zu dürfen, das macht mich wahnsinnig. " erklärt er. Mir fällt ein Stein vom Herzen. Ich lege meine Arme um seinen Hals und küsse ihn. "Wir können uns zwar nicht vor allen anderen die Klamotten vom Leib reißen, aber ab und zu küssen ist erlaubt wenn man Gäste hat. Schließlich sind wir frisch verlobt." erkläre ich lächelnd. "Das befriedigt mich kein bisschen. Warum müssen Silvesternächte nur so lang sein?" fragt er schmollend.

Er sieht so süß aus, das ich ihn gleich noch einmal abknutsche. "Wir sollte wieder rein gehen. Wir können die Gäste nicht so lange warten lassen." sage ich streng, nehme seinen Arm und ziehe ihn hinter mir her in den Wohnbereich. Als ich später mal vom Klo zurück komme bemerke ich das die Tür zu unserem Gästezimmer nur angelehnt ist. Leise stelle ich mich neben den Türspalt und spähe hindurch. Auf dem Bett sitzt Belle und unterhält sich mit einem Mann. Sie lächelt scheu und schaut diesen jemand verliebt an.

Jetzt küssen sie sich. Wer er ist kann ich so nicht erkennen, dazu müsste ich die Tür weiter öffnen. Doch das erscheint mir ein zu großer Eingriff in ihre Privatsphäre zu sein. Ich lasse es und gehe zurück zu den anderen. Zirka eine Stunde später, wenige Minuten vor Mitternacht, kommt Belle plötzlich zu uns auf die Terrasse. Su bemerkt sie "Wo warst du denn? Und was hast du mit deinen Haaren gemacht?" fragt sie Belle als sie ihr ein Glas Champagner reicht. Wir alle haben bereits ein Glas in der Hand und warten auf den Moment des

Jahreswechsels. Nur einer fehlt. Keiner sonst scheint es zu bemerken, außer mir. Ich zähle eins und eins zusammen und komme zu dem Entschluss das Cap der geheimnisvolle Mann war der vorhin mit Belle rumgeknutscht hat. Mir soll es recht sein. Mir doch egal ob sie diesen Langweiler Brain betrügt. Und Cap kann ruhig noch ein paar Stunden Nachhilfe in Sachen Sex gebrauchen! In den 70 Jahren hat er eine Menge verpasst. Ich gehe rüber zu Susan, lege meinen Arm um ihre Taille. Sie sieht mich an "Gleich ist es soweit. Ein neues gemeinsames Jahr beginnt!"

flüstert sie. Ich hauche ihr einen Kuss auf die Wange. Mehr gibt's nachher - im Bett. "9, 8, 7, ..." beginnt wer zu zählen. Wir alle stimmen mit ein. "4, 3, 2, 1, Null." Und sofort explodieren einige Raketen. Für mich ist der Anblick ja nicht neu, doch Susan staunt. Wir sind so weit oben, dass wir die Raketen von oben betrachten können. Das gibt dem ganzen Spektalkel mal was neues. "Happy new Year, Kumpel." sagt in diesem Moment Cap und haut mir auf die Schulter. Wie immer oder will er seine Kraft bei mir nicht zügeln und haut mit voller Wucht zu.

Ich sehe ihn für einen Moment böse an doch dann sage ich "Ja, dir auch." Und ich füge hinzu "Kumpel." Denn eigentlich sind wir das ja auch. Auch wenn wir uns öfters gegenseitig beharken als uns freundschaftlich in den Armen zu liegen. Er sieht nicht verändert aus, wenn man mal von seinem falsch zugeknöpften Hemd absieht. Ich kann mir ein Grinsen nicht verkneifen. Doch er bemerkt es gar nicht. Alle sind jetzt so beschäftigt sich gegenseitig ein gesundes neues Jahr zu wünschen. Susan verteilt hier und da

Küssen und Umarmungen. Ich hasse dieses Getue! Ja, es ist Silvester, schön und gut. Muss ich deshalb jeden gleich abknutschen? Meine Freunde wissen und akzeptieren meine Einstellung und lassen mich in Ruhe. Ich schlendere rüber zum gläsernen Geländer, stütze mich darauf ab und sehe hinunter zu den Straßen. Autos kämpfen sich, klein wie Ameisen, durch die auf den Straßen feiernden Menschen. Die Leute selbst sind so winzig das man sie nur als bunte Punkte wahrnehmen kann. Raketen explodieren vor und unter mir. Mich stört das nicht. Ich sehe durch sie hindurch. Ich denke nach. Über Susan

und mich und was das kommende Jahr für uns bereit hält. Wie unsere Zukunft aussieht. Susans warme Arme schlingen sich von hinten um mich und sie schmiegt ihre Wange an meinen Rücken. "Frohes neues Jahr, Darling!" sagt sie in ihrer sexy Stimme. Ich drehe mich um um sie ansehen zu können. "Das wünsche ich dir auch. Und uns. Ich wünsche uns ein fröhliches, glückliches neues Jahr." Sie küsst mich. "Wirklich gelungene Party! Alle scheinen sich zu amüsieren." sagt sie danach. "Oh ja, einige mehr als andere."

entgegne ich. Su schaut ich fragend an: "Wie meinst du das?" "Ach, nur ganz allgemein." weiche ich aus. Ich will keinen Streit auslösen. Sie scheint sich damit zufrieden zu geben und wendet sich um und sieht durch die Fensterfront hinein in den Wohnbereich. "Belle hat ganz recht. Brain ist wirklich ein totaler Langweiler! An ihrer Stelle würde ich mich trennen. Sie kann nicht glücklich werden mit ihm." meint sie. Ich räusper mich und meine "Vielleicht geht dein Wunsch schon sehr bald in Erfüllung?" "Was?" sie sieht mich wieder skeptisch an. "Was verschweigst du mir, Tony?"

"Sie hat sich schon anderweitig umgesehen." "Mit wem?" fragt sie nur. "Es ist hoffentlich nicht Bruce oder Hawkeye. Beide sind vergeben. Und ich glaube Natasha würde Belle in der Luft zerreißen wenn sie..." Da unterbreche ich sie. "Es ist weder der grüne Riese noch Legolas." "Fällt es dir so schwer sie beim richtigen Namen zu nennen?" fragt sie mich genervt. "Klingt doch so viel lustiger." entgegne ich munter. "Nein, es ist Cap. Belle hat mit ihm rumgeknutscht und so wie sie danach

aussah haben sie gemeinsam auch Sport gemacht." "Oh." enfährt es Susan. "Was, Oh? Bist du etwa eifersüchtig?" stichel ich. Ihre Reaktion hat mich verwirrt. "Nein natürlich nicht, ich hab ja dich, aber das sie jetzt auch mit einem Helden anbändelt, das finde ich befremdlich." erklärt sie leise. "Warum denn? Darfst nur du als Normalsterbliche einen Superhelden zum Freund haben?" "Nein natürlich nicht!" erklärt sie bestimmt. "Aber bisher war das meine Kiste. Und jetzt wäre sie mit dabei. Daran müsste ich ich erst einmal

gewöhnen." "Apropo Kiste. Da will ich dich heute noch haben!" "Na dann, können wir ja noch fertig feiern, einen Runde schlafen gehen und was essen. Und dann können wir heute Abend Sex haben." Sie lacht - entweder über ihren Spruch oder weil ich so ein total dämliches Gesicht mache. "Du vergisst das wir es jetzt gerade kurz nach 0 Uhr haben am 1.1. " erklärt sie. Stimmt ja. Später sitzen wir alle im Wohnzimmer und sehen auf die Fensterfront. Jarvis hat die Fenster zum Bildschirm

umfunktioniert. Das ist bei allen Fenstern im Penthouse möglich. So lassen sich verschiedene Wettersituationen simmulieren, Fernsehen oder sie dient einfach nur als Sonnenblende. Praktisch eben, wie alles hier im Stark Tower. Wir sehen uns die Jahreswechsel in den anderen Hauptstädten der Welt an. Danach schauen wir noch einen Film. Auf Wunsch der Mädels eine Frauenschnulze. Ich sehe nur halb zu, da ich mit Thor und Hawkeye und Rhody Billard spiele. Aus dem Augenwinkel sehe ich wie Belle Richtung Badezimmer läuft. Steve folgt ihr in einigem Abstand. Ich beobachte

die Szene. Als sie nach 15 Minuten noch immer nicht zurück sind, siegt doch meine Neugier und ich gehe ebenfalls Richtung Bad. Ich öffne leise die Tür und siehe da, da steht Belle breitbeinig, über den Badewannenrand gebeugt sich darauf abstützend und Steve mit herunter gelassener Hose hinter ihr. Und was soll ich sagen, er hilft ihr ganz bestimmt nicht dabei das Bad zu putzen. "Man o man, er nimmt aber oft Nachhilfe." murmle ich und schließe wieder leise die Tür. Als ich mich umdrehe sehe ich Brain vor mir stehen. "Weißt du wo Anabelle ist,

Tony? Ich will langsam nach Hause und ich kann sie nirgends finden." sagt er mit seiner nervtötenden Quietschestimme. "Hast du es schon auf der Terrasse versucht? Ich habe Belle vorhin gehört wie sie von der Aussicht geschwärmt hat." "Nein, noch nicht. Danke Tony. Falls wir uns nicht och einmal sehen, vielen Dank für die Einladung und eine schöne Nacht euch noch!" Sprach er und verschwand. Ich klopfte an die Badezimmertür. "Falls ihr da drin es noch nicht mitbekommen habt, Belle wird gesucht. Ihr Freund möchte gern nach Hause gehen." rufe ich gerade laut genug durch die geschlossene

Tür so das es die beiden hören können - aber auch nur die beiden. Langsam öffnet sich die Tür und Cap erscheint. Gerade schließt er seinen Gürtel. "Na, bist du wenigstens zum Zug gekommen?" frage ich. "Halt dein Maul Blechkopf! Sag jetzt nichts!" droht er sauer. Aber man merkt das er peinlich berührt ist. Mir machen seine Drohungen nichts aus. Ich lache ihm frech ins Gesicht und schlürfe an meinem Strohhalm während ich zurück zu den anderen gehe. Kurze Zeit später entdecke ich Belle wie sie nach Su ruft. Aus der Nähe bekomme ich Belle heute nicht mehr zu Gesicht,

sie winkt und ruft zum Abschied uns allen nur zu. Su umarmt sie noch ein letztes mal und dann verschwindet die treulose Tomate mit ihrem Quietschentchen im Fahrstuhl. "Sie war jetzt irgendwie seltsam drauf." stellt Su fest als sie wieder neben mir sitzt. "Das dürfte daran liegen das sie erwischt worden sind." raune ich an ihrem Ohr. "Wer?" formt sie lautlos mir ihren Lippen. "Belle und.." ich deute mit dem kopf auf Steve. "Scheiße!" flüstert Su und ihr bleibt der Mund offen stehen. "Reg dich ab. Ich hab sie ja gefunden.

Keiner sonst hat es mitbekommen. Auch nicht Brain. Aber es war ganz schön peinlich für die beiden." erkläre ich leise. Su kichert und sieht hinüber zu Cap. Der sitzt abwesend auf seinem Barhocker und starrt Löcher in die Luft. "Geh zu ihm und rede mit ihm!" fordert sie mich auf. "Und was soll ich ihm sagen?" frage ich verwundert. "Na, dass er auf sein Herz hören soll. Das er das tun soll was er für richtig hält!" erklärt sie. Ich stehe auf und gehe hinüber zu ihm an die Bar. Ich setze mich auf einen weiteren Hocker. "Steve die Sache bleibt unter

uns. Das verspreche ich dir!" Er sieht mich an und verzieht den Mund zu einem schiefen Lächeln. "Danke Kumpel." "Wenn du es wirklich ernst meinst mit Belle, dann lass dich nicht davon abhalten das sie einen Freund hat! Sie hat Su erzählt das sie nicht gerade zufrieden ist in der Beziehung." erkläre ich. Er sieht mich aufmerksam an. "Du meinst also, ich sollte zu ihr gehen und ihr sagen was ich für sie empfinde und sie ihrem Freund ausspannen?" "Ja, genau!" rufe ich. "Nein, das kann ich nicht." "Und warum? Lieber seit ihr beide

unglücklich oder wie?" frage ich. "Stark, so etwas tut man nun einmal nicht." "Ach Soldat. Wirf endlich mal deine Moral über Bord! Die Welt hat sich weiter gedreht als du Dornröschen gespielt hast. Man hat heutzutage kein Problem mehr damit sich einfach zu nehmen was man haben will." "Du redst schon noch von einer Frau? Nur damit ich das richtig mitbekomme." fragt er. "Ja na klar! Geh zu ihr, lass sie gar nicht zu Wort kommen, zieh sie an dich ran und küsse sie einfach. Danach, wenn du dich nicht gerade wie ein völliger Trottel aufführst, ist sie so hin und weg von dir

das sie bei dir bleibt. Allerdingt hast du sicher kein Training im küssen. Aber keine Sorge, dass machst du mit deinem Aussehen wieder wett. Frauen stehen auf Muskeln. Das gibt ihnen so ein Sicherheitsgefühl." plaudere ich. Ich bin mir nicht sicher ob er wirklich verstanden hat was ich ihm vermitteln wollte, denn er schaut so abwesend. "Hey, alles klar bei dir?" frage ich daher. "Ja klar. Ich werd dann jetzt mal gehen, Tony. Ich gehe noch kurz Susan auf Wiedersehen sagen." Und damit steht er auf, geht zu Susan, umarmt sie winkt den anderen und

verlässt das Penthouse durch den Fahrstuhl. "Hm. Weg ist er." sage ich zu mir selbst. "Was hast du zu ihm gesagt, Tony. Er war ja völlig neben sich." fragt Susan die plötzlich neben mir steht. "Nur das was du gesagt hast. Hm, vielleicht hat er ja gerade seinen Plan im Kopf zurecht gelegt und war deshalb so seltsam?" Sie nickt.

beziehungskiste

Ich war gerade in meinem Büro im 12. Stock als Jarvis mir meldete das Steve das Gebäude betreten hat und auf dem Weg zu mir ist. "Okay. Ein wenig Abwechslung kann ich gut gebrauchen! Büroarbeit ist so langweilig! Ich glaube ich sollte das endgültig an Pepper abtreten? Sie kann das definitiv besser als ich. Und ich hätte dann mehr Freizeit um mich den schönen Dingen des Lebens zu widmen. Tüfteln und Su zum Beispiel. Es klopft an der Tür. "Komm rein!" rufe ich und Steve tritt ein. Er wirft die Tür

hinter sich ins Schloss. "Ich muss mir dir reden." beginnt er. "Was gibt's?" frage ich, stehe auf und gehe zu der Minibar. "Willst du auch was?" Steve schüttelt den Kopf "Nein danke. Was soll ich machen Tony?" fragt er gerade heraus. "Was meinst du?" starte ich eine Gegenfrage. "Ich habe mit Susans bester Freundin geschlafen die außerdem in festen Händen ist." Steve rauft sich die Haare. "So fest sind die Hände ja nicht. Sie kann den Langweiler eh nicht leiden." meine ich trocken. "Woher willst du das wissen?"

Ich sehe ihn fragend an "Wäre sie dann mit dir in die Kiste gesprungen? Nein, sorry, hätte sie sich dann für dich über die Wanne gebückt." lache ich. Ich kann es mir einfach nicht verkneifen ihn damit auf zuziehen. "Ja klar. Sehr lustig Stark!" Steve funkelt mich sauer an. "Sorry. Aber sie scheint wirklich nicht sehr an diesem Brain zu hängen! Und Su meinte auch, sie müsse den so schnell wie möglich los werden." "Warum?" "Na weil er totlangweilig ist! Schnarch-Alarm! Und eine beschissene Stimme hat er auch noch." erkläre ich. "Hm." Steve nickt und sieht zum Fenster

hinaus. "Ob du wohl Su mal bitten könntest Anabelle mal zu fragen ob sie mich mag?" fragt er. "Na hör mal. Sind wir im Kindergarten? Du bist knapp 95 Jahre alt. Frag sie gefälligst selbst!" antworte ich verärgert. "Was hat Su damit zu tun?" Steve schaut mich durchdringend an. "Okay, dann werde ich sie mal anrufen uns sie fragen ob sie mit mir ausgehen möchte." "Genau. Mach das! Warum bist du deswegen eigentlich zu mir gekommen? Falkon ist doch enger mit dir befreundet." frage ich noch. "Weil du der bekennende Playboy bist. Du hattest mit Abstand die meisten

Frauen von uns allen." erklärt Steve. Ich nicke. "Das ist jetzt vorbei." "Na ist doch gut!" meint Steve noch bevor er sich verabschiedet. Mein Kommunikator klingelt gerade als ich in der Badewanne liege und entspannen möchte. Ich tippe ihn an und Belles Stimme erklingt. "Susan. Ich muss dir was erzählen." schreit sie. "Was denn?" Ich weiß ja was es ist aber sie soll es mir ja selbst erzählen. "Ich habe mit Steve geschlafen. Gestern. Zwei mal." kreischt sie hysterisch. "Ich habe Brain betrogen und ich empfinde so

gar keine Reue. Ist das normal?" "Ähm..." weiter komme ich nicht da hat sie mich schon wieder unterbrochen. "Steve ist so sexy! Er wirkt sie stark, so lebenserfahren und dann doch wieder unerfahren. Ganz komisch." plaudert sie. "Das könnte damit zusammen hängen, dass er 70 Jahre im Eis eingefroren war." mutmaße ich. "Was war er? Wie das?" fragt sie und ich kann mir das verwunderte Gesicht das sie jetzt macht Bildhaft vorstellen. "Wusstest du das nicht von ihm?" frage ich. Das wundert mich jetzt aber wirklich. Jeder weiß doch darüber bescheid - jeder

der Captain America kennt. Moment, weiß sie überhaupt das er das ist? "Du weißt wer er ist oder?" frage ich daher. "Steve Rogers." antwortet sie mir wie aus der Pistole geschossen. "Und weiter?" "Wie, und weiter?" fragt sie. "Was meinst du?" "Steve Rogers ist Captain America." kläre ich sie auf. Belle schweigt. "Hallo? Bist du noch da?" "Ist er wirklich Captain America?" Ich nicke und mir fällt ein das sie es ja nicht sehen kann und sage daher "Ja, das ist er."

"Krass! Ist das cool! Ich hatte Sex mit Captain America. Das klingt als ob ich damit einen Blog schreiben könnte." plaudert sie nun völlig entfesselt los. "Beruhig dich mal!" meine ich "So besonders ist das auch nicht." "Ja, das sagt die Frau die mit Iron Man in die Kiste steigt." mault sie "Für mich ist das was besonderes! Und ich kann dir sagen, es war wirklich heiß! Steve ist so muskulös, sexy und sein Schw..." "Stopp!" unterbreche ich sie "Ich kann es mir ausmalen." "Ach kannst du das?" fragt sie lachend. "Hattest du auch mal was mit ihm?" "Nein, aber wir sind Freunde und ich

möchte so etwas nicht über ihn wissen." erkläre ich mich. "Okay, das respektiere ich." sagt Belle und nach kurzem Schweigen fragt sie in einem ruhigen Ton "Meinst du wir hätten eine Chance?" "Klar, warum nicht? Du bist zwar noch mit Brain zusammen..." "Ja eben." unterbricht sie mich. "Wenn von den beiden magst du mehr?" "Hm. Brain ist lieb, ruhig und erfolgreich im Job. Er würde mir nicht auf der Tasche liegen. Oh mein Gott, das erinnert mich an Tom. Weißt du noch wie der war?" fragt sie und driftet vom Thema ab. "Ja, ich kann mich an den ewig bekifften,

nach Bier stinkenden Penner erinnern." meine ich und meine Miene verdüstert sich. Tom lebte vor 2 Jahren mehrere Monate mit in unserer Wohnung. Belle hatte ihn in einem Club aufgegabelt. Da gab er sich noch als Makler aus, trug einen Designeranzug und war vor allem sauber. Als er sich dann ins gemachte Nest gesetzt hatte, lies er sich gehen. Jeden Tag ein bisschen mehr. Es war furchtbar! Tom sind wir auch nur mit Hilfe eines befreundeten Cop und dessen Kollege los geworden. Aber wieder zurück ins hier und heute. "Tja, und Steve ist ebenfalls lieb, freundlich, gut erzogen (Er kommt ja

schließlich aus einer anderen Zeit!), er ist definitiv erfolgreich in seinem Job. Und das jetzt schon viele Jahre lang. Du könntest sogar behaupten, wenn dich wer fragt, dein Freund hat schon ein paar mal geholfen die Welt zu retten." springe ich für Steve in die Presche. "Bist du seine PR Agentin oder was?" lacht Belle. "Aber du hast Recht! Und weißt du was?" Ich bin ganz Ohr. "Der Sex hat mir endlich mal wieder Spaß gemacht!" Das glaube ich gerne. Belle ist bekennende Nymphomanin. Das sie es so lange mit dem Langweiler Brain ausgehalten hat, hatte mich schon

gewundert. Sie waren jetzt ja schon fast 2 Monate zusammen. "Hör auf dein Herz, Süße! Aber sei ehrlich zu dem Verlierer!" rate ich ihr. "Alles klar. Na heute Abend gehe ich mit Brain ins Kino. Vielleicht sage ich es ihm bei dieser Gelegenheit? Wenn du also morgen in der Zeitung liest das ein junger Mann vom Empire State Building gesprungen ist, dann weißt du bescheid." witzelt sie. "Brain wird es schon verkraften." mutmaße ich und wir legen nach einer Verabschiedung auf. Am Abend kommt eine Nachricht von ihr wo sie mir berichtet das Steve sie angerufen und gebeten hat mit ihm

auszugehen. Und ratet mal wessen Einladung sie angenommen hat? Aber egal welche, am nächsten Morgen las man jedenfalls nichts von einem Suizid am Empire State Building. Und das war doch gut!

neustart

3 Monate später Ich sitze in der U-Bahn Richtung Queens, dort habe ich ein Vorstellungsgespräch. Mal wieder. Das fünfte in der letzten Zeit. Zum Glück ist heute endlich mal wieder das Wetter besser. Beim letzten Mal ging alles schief. Ich, natürlich top gestylt, trete aus der Haustür, es gießt wie aus Eimern. Nur

auf dem Weg zur U-Bahn werde ich pitschnass. Kaum steige ich aus der stinkenden Bahn aus, trete ich in einen Hundehaufen der mitten auf dem Gehweg liegt. Ich beseitige das Missgeschick auf der McDonalds Toilette und als ich damit endlich fertig bin, bemerke ich das ich schon 15 Minuten zu spät komme. Das müffelnde, nasse, hibbelige junge Ding das sich laut ihrer nassen Bewerbungsunterlagen als toughe Journalistin ausgibt hat man nur zu gerne wieder vor die Tür gesetzt. Klar könnte ich auch mit der Limousine zum Termin fahren, aber das möchte ich nicht. Ich will vermeiden das man mich

da aussteigen sieht und falsche Schlüsse zieht. Ich will um meinetwegen eingestellt werden und nicht nur weil ich Tony Starks Frau bin. Noch kann man es ja am Namen nicht ablesen. Ich steige also, wieder top gestylt, pünktlich aus der U-Bahn aus. Es bleibt sogar noch Zeit für einen Coffee to go. Um genau 5 Minuten vor 11 betrete ich das Verlagsgebäude. Ich möchte mich hier als Lektorin bewerben. Eine hübsche dralle Blondine begrüßt mich an einem Empfangstresen. Ich sage

ihr wer ich bin und sie bittet mich im Wartebereich Platz zu nehmen. Ich setze mich auf einen bequemen Sessel. Nervös überschlage ich die Beine und streiche ich mir mein blaues Etuikleid glatt. Dann ziehe ich mein mitgebrachtes Buch aus der Tasche - Sturmhöhe. Ich beginne zu lesen und versinke so sehr in meiner Lektüre das ich Anfangs den jungen Mann im Anzug neben mir gar nicht bemerke. "Miss Walters." spricht er mich erneut an. "Oh." ich sehe auf. Er sieht fantastisch aus in seinem dunkel blauen Maßanzug, der rot-gold

gestreiften Krawatte, seinen dunklem zerzaustem Haar und den stahlblauen Augen. Ein Frauenschwarm. Ich schätze ihn auf Mitte 30. "Entschuldigen Sie bitte! Ich komme sofort." sage ich, stecke das Buch in die Tasche zurück und stehe auf um ihm zu folgen. Er stellt sich mir als Steve Morgen vor und begleitet mich in den 8. Stock zum Büro der Chefredakteurin. Marylinn Morgen steht auf einem goldenen Schild neben der Tür. Mir fällt der Nachname auf und ich sehe Morgen an. Er sagt Achselzuckend "Sie ist meine Mutter." dann öffnet er mir die Tür.

Wir stehen in einem Vorraum Schrägstrich Büro ihrer Sekretärin. "Miss Walters für meine Mutter." stellt Steve mich vor. Die Sekretärin sieht kurz von ihrem Schreibtisch auf und deutet dann mit einem Kopfnicke Richtung Tür. Ich sehe mich nach Steve um "Nur zu!" fordert er mich lächelnd auf. "Ich warte hier auf Sie." Dazu reckt er den Daumen in die Luft. Ich schenke ihm ein hinreißendes Lächeln und gehe zur Tür. Meine Hand liegt schon auf der Türklinke als ich ein

letztes Mal tief durchatme, ich drücke sie herunter und die Tür zu meiner Zukunft öffnet sich. "Wo ist Susan heute doch gleich nochmal?" frage ich Jarvis während ich an einer Rakete rumbastle. "Sie hat ein Vorstellungsgespräch in Queens, Sir. Sie ist gesund dort angekommen, falls es das ist was Sie beunruhigt." erwidert er. "Okay. Wir sollten ihr für den Rückweg aber den Wagen vorbei schicken um sie abzuholen. Mir gefällt es gar nicht wenn sie die U-Bahn nimmt." murmle ich. "Sie könnte auch ein Taxi nehmen."

schlägt Jarvis vor. "Warum ein unbequemes Taxi nehmen wenn man eine Limo haben kann?" gebe ich nur zurück. "Kümmere dich darum!" befehle ich. "Sehr wohl, Sir." "Welcher Verlag ist es diesmal?" frage ich. "Morgans Island Publisher. Kurz M.I. P. . Mrs. Morgen ist die Chefredakteurin." erklärt Jarvis. "Kennen wir sie? Ich habe den Überblick darüber verloren wo ich alles meine Finger drin habe." "Der Verlag gehört nicht zu einem Ihrer Unternehmen. In einem von denen hat

sich Miss Susan ebenfalls beworben, wurde aber abgelehnt." Ich horche auf "Wie bitte? Welcher Idiot hat denn das verbrochen?" rufe ich und spüre wie ich wütend werde. "Als Grund wurde Miss Walters Unpünktlichkeit und ihr ramponiertes Aussehen angegeben." "Was soll das? Meine eigene Frau wird in meiner Firma abgelehnt. Jarvis, finde heraus wer das zu verantworten hat und feuere ihn!" "Wie Sie meinen." sagt er. "Meinst du ich sollte mal diese Morgan zum essen einladen?" überlege ich

während ich mir einen Kaffee in meiner kleinen Teeküche in der Werkstatt mache. "Zu welchem Zweck, Sir?" fragt er mich. "Na um ein wenig Druck zu machen das sie Susan einstellen natürlich." erkläre ich lachend. "Meinen Sie nicht, das Miss Susans Leistungen sie für diese Stelle ausreichend qualifizieren?" "Meinst du echt? Ich kenne ihre Zeugnisse nicht." erwidere ich und setze mich in einen Sessel. "Ich darf Ihnen versichern, Sir, Miss Susan hat sehr gute Noten und

ausgezeichnete Beurteilungen. Sie wird es allein schaffen!" "Okay, wenn du das sagst." Ich grüble darüber nach wie es wohl sein wird wenn Susan arbeiten geht. Dann werde ich viel allein sein, jetzt wo Pepper ausschließlich mit meiner Firma beschäftigt ist, seit ich sie vor einem Monat zur Geschäftsführerin von Stark Industries gemacht habe. "Ich werde einfach das tut was ich am besten kann. Tüfteln. Erfinden. Und was ist eigentlich in der Welt los? Gibt es keine Gefahren für die

Menschheit mehr die eines Superhelden bedürfen?" denke ich. "Gut, verbleiben wir also so." sagt sie und reicht mir mit gestrenger Mine die Hand. Ich ergreife sie und sage "Ich danke Ihnen, Mrs. Morgen. Auf Wiedersehen." Damit verlasse ich ihr Büro. Auf einem Stuhl neben der Tür wartet Steve Morgan auf mich. Er erhebt sich als ich neben ihn trete. "Und, wie lief es?" Ich berühre leicht seinen Ellenbogen und bedeute ihm so mit hinaus auf den Flur zu kommen. Er folgt mir breit

grinsend. "Und?" "Sie dürfen mich von nun an Ihre Kollegin nennen." sage ich freudig. Er schüttelt mir die Hand "Gratulation!" "Danke Steve! Ich hatte ja die Hoffnung jemals einen Job zu finden schon fast aufgegeben." gebe ich zu. "Doch es geschehen eben noch Wunder." "So ist es. Wann fangen Sie an?" fragt Steve.

"Nächsten Montag." erwidere ich. "Bis da hin habe ich noch einiges zu tun." überlege ich. "Shoppen für die Arbeit. Ich habe nichts Bürotaugliches im Kleiderschrank." "Was haben Sie jetzt vor? Ich habe jetzt Mittagspause und gehe mit einigen Kollegen einen Happen essen. Hätten Sie Lust uns zu begleiten?" fragt er freundlich. "Ja, sehr gerne!" gebe ich zurück, stecke den Kommunikator wieder in meine Handtasche. Ich hatte ihn automatisch heraus geholt um Tony von meinem

Erfolg zu berichten, doch das kann ich auch noch später machen. Ich folge Steve zu einem Büro das sich als sein eigenes herausstellt. Er wirft sich seinen Mantel über und schlingt sich einen langen Schal um den Hals. "Ich bin so anfällig." erklärt er kurz. "Steve, kommst du?" fragt eine rundliche junge Frau die gerade ihren Kopf zur offenen Tür herein steckt. "Molly, darf ich dir Miss Walters vorstellen?" ruft Steve. "Sie fängt am

Montag hier als Lektorin an." "Susan bitte." sage ich freundlich und reiche ihr die Hand. Molly schüttelt sie und strahlt "Endlich Verstärkung im Team! Wir haben in letzter Zeit so viele Manuskripte durch zu lesen, dass wir paar Hanseln kaum noch hinterher kommen. Willkommen im Team!" "Danke! Das ist sehr lieb." erwidere ich. Wenig später verlassen wir gemeinsam mit drei weiteren Kolleginnen das Gebäude. Happy, der an den Wagen gelehnt dasteht und auf mich wartet, bemerke ich gar

nicht. "Tony." ruft Happy mich durch den Kommunikator. Ich schmeiße meinen Schraubenzieher auf die Werkbank und tippe das Gerät an. Tonys Gesicht erscheint auf dem Bildschirm. Ich wische mit dem Finger auf dem Display nach oben und schon ist Happy vertikal als Hologramm zu sehen. "Was gibt's?" frage ich genervt. "Sollte das eine Verarsche sein oder was, das du mich zu diesem Verlag beorderst wo ich Susan abholen soll? Ich stehe mir

hier nämlich seit einer gefühlten Ewigkeit die Beine in den Bauch und sie kommt einfach nicht raus." meckert er. "Wieso? Wo ist sie?" rufe ich verärgert. "Woher soll ich das wissen?" "Woher? ... Du Trottel bist ihr Bodyguard. Du musst doch wissen wo Susan ist." schreie ich das Hologramm an. "Hey, du hast mich nur vor das Gebäude bestellt. Du hast nicht gesagt geh hinein und suche sie." "Das ist es aber was ich von einem Bodyguard erwarte." schreie ich. "Such sie verdammt! Und gibt mir bescheid wenn du sie gefunden hast!" brülle

ich. "Okay." brüllt Happy und legt auf. Ich tiger in meiner Werkstatt auf und ab. Konzentrieren kann ich mich nicht mehr. Die Rakete muss warten. Wo könnte sie nur stecken? Wir sitzen an einem viereckigen großen Tisch mit roter glänzender Tischplatte in dem Diner um die Ecke vom Verlag. Ein weiter Weg ist es nicht gerade, optimal für die Mittagspause! Da man nicht so viel Zeit mit dem Hin- und Rückweg verplempert. Das Diner ist um diese Zeit rappel voll und als das Essen kommt weiß ich auch warum.

Die Hamburger sind schmackhaft und riesengroß, die Pommes selbst gemacht. Ebenso wie die Soßen und das Ketchup. Mein Salat ist knackig und ebenfalls schmackhaft. Ich habe voll zu geschlagen. Ich hatte riesen Hunger. Vor Aufregung habe ich heute zum Frühstück nämlich nichts hinunter bekommen. Steve beobachtet mich amüsiert. "Wenn du immer so viel isst, hast du entweder eine super Fettverbrennung oder du bist pausenlos im Fitnessstudio." mutmaßt er. "Hm, danke. Ja, ich gehe ab und an laufen." gebe ich kauend zurück. Früher hätte ich mich nicht so benommen

während eines ersten Treffens der neuen Kollegen, da war ich viel zu schüchtern. Doch mittlerweile bin ich eine selbstbewusste Frau die weiß was sie will. Steve und die anderen sind mir von Anfang an so symphathisch das ich keine Hemmungen habe mich natürlich zu verhalten. Die allgemeinen Themen wie Wo hast du studiert? oder Wo kommst du her? haben wir schon abhakt, daher konnte ich schon darauf warten das bald die Frage zu meinem Beziehungsstatus folgen wird. "Ich sehe den Ring an deinem Finger. Du bist verlobt?" fragt Samanta.

Und da ist sie auch schon. "Ja, ich bin verlobt. Seit Weihnachten." entgegne ich. "Ein fantastischer Ring! Wirklich wunderschön!" sagt Mary träumerisch und betrachtet den Ring an meiner Hand genauer. Und wie auf's Stichwort vernehme ich Tonys Stimme durch den Kommunikator. Ich hole ihn aus meiner Tasche und tippe auf die kleine Glasscheibe. "Cool! Was ist das denn?" fragt Steve. "Ein Kommunikator. Hat mein Mann erfunden." erkläre ich und bemerke das

das Gespräch schon aufgebaut ist. "Cool!" wiederholt Steve. "Ja allerdings, das ist es!" ruft Tony "Darf man fragen wo du dich rum treibst?" "Mich rumtreibe?" ich verstehe nicht. "Ich bin in einem Diner mit ein paar neuen Kollegen. Denn, Überraschung, Überraschung, ich habe den Job!" rufe ich glücklich. Meine Kollegen jubeln laut und mein Mann lässt ein "Ja super." hören. "Ja, super?" Ich merke wie ich sauer werde. "Das ist doch fantastisch, Tony? Freust du dich nicht für mich?" frage ich leise.

"Ich würde mich freuen, wenn meine Frau zu mir nach Hause gekommen wäre und es mir persönlich erzählt hätte und nicht erst feiern geht. Du hast nicht bescheid gesagt, Su. Wir haben uns Sorgen gemacht." mault er. "Wir?" frage ich. "Happy und ich. Er sollte dich abholen und sucht dich überall." sagt er. "Jarvis hat sich ebenfalls Sorgen gemacht." fügt er noch hinzu. "Das habe ich zwar nicht gesagt, aber ja, wenn Mister Stark meint das es so ist, Miss Susan ich habe mir Sorgen gemacht.

Obwohl ich die Definition von Sorgen machen nicht ganz verstanden habe." Ich grinse. "Mensch, ich hatte Angst um dich Darling!" ruft Tony so laut in das Gerät, das meine Kollegen mich interessiert ansehen. Ich bekomme einen roten Kopf. "Ähm, ja. Das tut mir leid Schatz!" sage ich in das Gerät und zu meinen Leuten am Tisch sage ich "Entschuldigt bitte. Das ist mein Mann Tony. Er hat sich Sorgen gemacht weil ich abgeholt werden sollte nach dem Gespräch und ich aber stattdessen mit euch hier her gegangen bin." "Warum solltest du abgeholt werden? Nimmst du nicht die U-Bahn?" fragt Molly.

Ich schüttle den Kopf. "Nein. Tony hat mir die Limousine geschickt." Aus dem Augenwinkel sehe ich das eben gerade der Wagen vor dem Diner vorfährt und Happy aussteigt. "Und da ist er auch schon. Ich werde dann jetzt mal los, Leute. Wir sehen uns am Montag. Auf Wiedersehen." rufe ich in die Runde. Steve steht auf, lächelt mich an und nimmt mich in den Arm. "Noch einmal, willkommen im Team, Susan!" Das ist lieb doch eine Spur zu freundlich, finde ich, sage aber nichts. "Das ist lieb, Danke." erwidere ich.

Ich winke den anderen, gehe zum Kellner an den Tresen und bezahle meine Bestellung, dann verlasse ich mein zukünftiges Lieblings-Mittagspausen-Restaurant. Happy hält mir mit mürrischer Miene die Wagentür auf und ich steige ein. "Happy, setz dich zu mir nach hinten und erzähl mir von deiner Freundin!" bitte ich ihn. Er schaut überrascht, folgt aber meiner Einladung. Bis wir im Stark Tower angekommen und oben im Penthouse sind kenne ich ihren Namen, ihren Werdegang und wie sie beide ihre gemeinsamen Tage um

Silvester herum verbracht haben.

Testflug

Ich boxe gegen die Wand neben dem Fahrstuhl als dieser sich öffnet und Su mit Happy aussteigen will. "Mach das nie wieder!" fluche ich laut. Susan erschrickt so sehr das sie die Arme über den Kopf zusammen schlägt und sich auf den Boden kauert. Happy, ganz der Bodyguard, zieht sofort die Waffe und richtet die auf mich. "Scheiße, Boss!" schreit Happy. "Was sollte das?" Ich erschrecke als ich merke was ich angerichtet habe.

In der Wand ist ein Faustgroßes Loch und Susan hockt ängstlich am Boden. Ich hatte nicht bemerkt das ich den Handschuh angezogen habe. Das passiert schon einmal wenn ich sauer bin. Schnell lasse ich ihn verschwinden, hocke mich neben sie und lege beruhigend meine Hand auf ihren Rücken. "Scht, Süße. Es ist alles gut. Entschuldige bitte!" flehe ich. Su sieht mich an, in ihren Augen glitzern Tränen. "Spinnst du?" schreit sie so plötzlich das ich zusammen zucke. Sie rappelt sich hoch und rennt davon.

Happy lehnt an der Wand und schüttelt den Kopf. "Das hast du ja wieder prima hinbekommen, Tony!" Er klatscht in die Hände. "Immer mit der Hau-Drauf-Methode. Typisch!" "Ach halt's Maul Happy! Pass du lieber auf das du nicht bald ein Kaufhausdetektiv bist. Ich feuere dich nämlich wenn du mir noch einmal so blöd kommst." drohe ich ihm. Doch er lacht nur höhnisch. "Ja klar. Ich bin zu gut. Du feuerst mich nicht." sagt er selbstsicher und geht in Richtung seiner privat Räume davon.

Ich beginne Susan zu suchen. Im Schlaf- und Badezimmer ist sie schon mal nicht. Ich gehe zum Fitnessraum hinunter. Auch dort ist sie nicht. "Jarvis, kannst du Su ausfindig machen?" "Ja, Sir. Sie hat soeben das Gebäude verlassen." meint er. "Was? Scheiße! Wo will sie denn hin?" brülle ich und denke daran wie sie mich das letzte Mal verlassen hat. "Also sie will wohl den Anzug den Sie ihr geschenkt haben ausprobieren." mutmaßt Jarvis.

Ich horche auf. "Was? Sie fliegt da draußen rum? Ich kann es nicht fassen. Das hätte ich mir nie träumen lassen das sie ihn tatsächlich mal fliegen wird. Ich renne auf die Terrasse, mache mich bereit die Anzugteile zu empfangen und warte bis sie alle an mir sind. Sofort hebe ich ab. "Jarvis, wo ist sie?" Auf meinem Interface erscheint ein kleines Kreuz. Ich fliege dem hinterher. "Süße, was machst du denn?" rufe ich Susan an. Sie antwortet nicht.

"Ist ja toll das du ihn ausprobierst! Aber warum allein? Du hättest mich doch zum Jungfernflug mitnehmen können!" witzel ich. "Ach Tony, halt den Mund!" bittet ihre sanfte Stimme. Sie hört sich müde an. "Süße, lande irgendwo!" bitte ich. "Du bist erschöpft. Lass uns nach Hause fliegen!" "Woher willst du wissen ob ich müde bin? Ich bin so munter als hätte ich eine Kanne schwarzen Kaffee getrunken." gibt sie schnippisch zurück.

"Ich sehe deine Vitalzeichen auf meinem Interface." sage ich trocken. Sie stöhnt auf. "Scheiße! Volle Kontrolle oder?" meint sie. "Ähm, ja. Das gehört dazu. Ich kann dich auch lenken wenn ich will." lüge ich. "Kannst du nicht." sagt sie "Sonst hättest du mich schon längst zur Umkehr bewegt und würdest hier nicht wie blöd hinter mir her hetzen." Sie trifft den Nagel auf den Kopf. Mein schlaues Mädchen! "Okay. Stimmt. Aber bitte Darling, lande!"

"Nein. Denn weißt du was? Es gefällt mir richtig den Anzug zu fliegen! Jetzt weiß ich wenigstens wie du dich fühlst wenn du ihn trägst. Und er verleiht einem eine enorme Kraft." plaudert sie während sie mit einem affenzahn über Wälder donnert. Mit einem Mal macht sie eine Kehre, geht etwas tiefer und sprengt mit dem Pulsor einen Baum aus dem Weg. Dieser löst sich in unzählige Splitter auf. Ich sehe ihr entsetzt zu. "Scheiße! Ich habe den Baum kaputt gemacht!" schreit sie plötzlich. "Ich habe einen Baum auf dem Gewissen. Oh nein." murmelt sie.

Da war sie wieder meine sanfte Susan. Sie landet auf dem weichen Waldboden und lässt ihren Helm verschwinden. Nur eine Sekunde später lande ich ebenfalls, direkt neben ihr. Sofort nehme ich Susan in den Arm um sie zu trösten, während sie von heftigen Schlurchzern geschüttelt wird. "Ist ja gut. Hier stehen ja noch ein paar von den Dingern rum." versuche ich sie zu trösten. Sie grinst "Stimmt. Trotzdem, es ist nicht okay einen Baum einfach so abzuholzen. Das bin nicht ich,

Tony." "Glaube mir, die Avengers haben schon viel mehr als nur einen Baum während unserer Kämpfe zerstört. Ich müsste ein viel schlechteres Gewissen haben." "Stimmt auffallend Iron Man." Ich hebe ihr Kinn an damit sie gezwungen ist mir direkt in die Augen zu sehen. "Ich entschuldige mich, Su. Ich hätte nicht so austicken dürfen. Das war nicht richtig." "Allerdings nicht. Ich habe doch meinen Kommunikator und das Headset habe ich auch. Wenn etwas passiert melde ich mich schon. Ich war nur mit meinen neuen Kollegen etwas essen um sie näher

kennenzulernen." erklärt sie. "Du musst dir nicht immer solche Sorgen machen!" bittet sie mit flehenden Blick. "Okay. Du hast ja recht, Süße! Ich werde mich in Zukunft zusammen reißen." verspreche ich. Ich sehe in den strahlend blauen Himmel hinauf und sage "Lust auf einen Rundflug über die City von New York? Der Central Park soll schön sein im Sonnenuntergang." versuche ich sie zu verführen. Su lacht und willigt ein. "Okay, los geht's!" Ich lasse den Helm erscheinen. Wie ich das mache, kann ich gar nicht sagen. Ich

denke einfach an den Helm und er ist da. Das Interface erscheint in meinem Blickfeld. "Bereit zum Start." meldet sich Jarvis. "Richten Sie Ihre Handflächen nach unten um zu starten." Ich strecke meine Handflächen nach unten und schon hebt mich der Rückstoß der Pulsor vom Boden ab. Vorhin war der Start noch etwas wackelig, doch mittlerweile klappt es ganz gut. "Gut gemacht!" lobt Jarvis. "Jetzt ein kleines bisschen nach vorn lehnen!" Ich folge seinen Anweisungen und fliege los. "Du machst das gut!" lobt Tony

mich. "Danke." ich freue mich über sein Lob. Obwohl es sicher schrecklich unbeholfen aussieht wie ich so durch die Luft dümpel. Mit einem Seitenblick sehe ich Tony. Er fliegt neben mir und sieht mich in diesem Moment ebenfalls an. Seine Metallhände formen ein Herz vor seiner leuchtenden Brust. Ich muss lachen und werfe ihm einen Handkuss zu. Das hätte ich lieber bleiben lassen sollen, denn es bringt mich aus dem Gleichgewicht. Ich taumle und drifte zur Seite ab. "Hilfe Tony!" schreie ich. "Stabilisieren!" befielt Tony Jarvis für

meinen Anzug. "Sofort, Sir. Susan ich stabilisiere Sie jetzt. Bleiben Sie ganz ruhig! Legen Sie die Arme bitte seitlich an!" bittet er mich. Ich tue es. Sofort verhält sich mein Anzug still. Ich fliege einfach geradeaus. Tony folgt mir. Bald sehen wir New Yorks Skyline vor uns. "Lass uns zur Freiheitsstatue fliegen!" schlägt Tony vor. "Okay, aber nur kurz." sage ich. "Folge mir!" sagt Tony über das Headset. Jarvis hilft mir das ich das auch hinbekomme.

Wir sind so schnell das wir in wenigen Minuten die große Frau mit der Fackel erreichen. Tony landet auf deren Krone und hält sich an einem Zacken fest. Ich versuche es ebenso, rutsche jedoch beim Landungsversuch ab und drohe abzustürzen. "Hilfe!" kreische ich und halte mich verzweifelt an der Statue fest. Da greift sich Tony mein Handgelenk und zieht mich zu sich hoch. Ich rappel mich auf und klammere mich an ihn. "Okay, alles gut. Danke!" "Ist das nicht eine tolle Aussicht?" fragt er

mich. Jetzt wo ich sicher stehe kann ich mich ja mal umschauen. Er hat recht, verdammt, ist das eine tolle Aussicht! Das Meer kann man zwar von hier aus nicht sehen, dafür ist New York zu dicht besiedelt, aber immerhin hat man um sich rum den Hudson River. Es ist windig und kalt hier oben. "Du Schatz, die Aussicht können wir auch von unserer Terrasse aus genießen." schlage ich vor. "Ich will nach Hause! Es war ein langer Tag." Tony sieht mich an und meint "Stimmt, du bist völlig erschöpft. Du gehörst ins Bett!" Er lässt

mich los stellt sich in Startposition. Ich mache es ihm nach. "Bereit?" fragt er mit Seitenblick auf mich. "Bereit wenn du es bist!" zitiere ich Gwendolyn aus Smaragdgrün. Er grinst und lässt den Helm erscheinen und schon hebt er ab. Ich folge ihm. Ich bin heil froh das ich sicher und im ganzen Stück unser Dach erreiche. "Bin da." rufe ich erschöpft. "Ich auch." Tony steht schon in seinen Alltagsklamotten an der Wand gelehnt da und sieht mir zu. Ich stolpere bei der Landung und falle fast hin. Doch irgendwie macht das der Anzug selbst das ich sicher stehe.

"Streck die Arme zur Seite aus!" befielt Tony "Dann verschwindet der Anzug." Auch das befolge ich. Einige Minuten später sitzen wir mit je einem Glas Rotwein auf dem flauschigen Teppich vor dem Kamin und sehen den Flammen zu. Tony hat seinen Arm locker um meine Taille gelegt und ich meinen Kopf auf seine Schulter. "Also ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich den Anzug nur im Notfall einsetze." sage ich leise. "Das ist nichts für mich - die Fliegerei."

"Okay. Hauptsache du nutzt die anderen Getgads!" erwidert er ebenso leise. "Wie gesagt, ich möchte dich in Sicherheit wissen!" Ich nicke stumm. "Das kann ja was werden. Überwachung auf ganzer Linie!" denke ich.

Du musst noch einiges lernen

"Wenn du nachher ins Büro gehst, nimmst du aber Ron mit!" ruft Tony aus dem Badezimmer. "Ach bitte. Was soll der Mann denn da?" gebe ich genervt zurück. "Na was wohl? Auf dich aufpassen natürlich." "Oh mein Gott! Tony, bitte nicht!" flehe ich. Ich hatte echt keine Lust darauf den ganzen Tag von einem breitschultrigen Schatten verfolgt zu werden. "Doch, er kommt mit! Ich kann mich

sonst gar nicht auf meine Arbeit konzentrieren wenn ich dich nicht in Sicherheit weiß." "Ich bin in Sicherheit. Da passiert mir schon nichts." Doch plötzlich kommen mir die Bilder von meiner alten Arbeitsstelle in den Sinn und ich wusste das es eine Lüge war. Tony kommt zu mir geschlendert. Er sieht mich mit seinen schönen brauen Augen an und Traurigkeit liegt darin. Ich habe Mitleid mit ihm und spüre wie ich weich werde. Schon sehr viel zärtlicher sage ich "Ich bin doch gut geschützt. Ich habe doch den Anzug und dieses

Raketen-Dings-Bums." "Mir wäre es wirklich lieber wenn ich Ron in deiner direkten Nähe wüsste!" murmelt er. "Das weiß ich, aber ich fühle mich unwohl bei dem Gedanken auf Schritt und Tritt überwacht zu werden. Außerdem hätte ich ein schlechtes Gewissen, wenn sich meinetwegen ein Mann den ganzen Tag die Beine in den Bauch stehen muss." "Ich bezahle ihn dafür, musst du wissen." murmelt Tony und drückt seine Stirn gegen meine. "Hm. Trotzdem. Aber wenn ich jetzt nicht einwillige, lässt du mich heimlich bewachen oder?"

Er sagt nichts. Also, ja. Ich gebe mich geschlagen und mache mich weiter fertig für die Arbeit. Ich entscheide mich für ein graues Kostüm, Pumps und eine Hochsteckfrisur. "So, jetzt ist es soweit, Süße - dein erster Arbeitstag." sagt Tony, zieht mich an sich ran und sieht mir tief in die Augen. "Ja, jetzt ist es soweit. Ich muss dann auch mal los." sage ich zögerlich. "Ich kann nicht verleumden das ich etwas nervös bin." gebe ich zu. "Das brauchst du nicht! Du bist gut in dem was du machst! Meine Süße rockt das Ding!" macht er mir Mut. Ich danke

ihm dafür. "Ron wird dich hinfahren." Ich nicke. "Und auch da bleiben." vollende ich den Satz. Eine Viertelstunde später sitze ich mit meiner neuen Lederarbeitstasche neben mir in meiner eigenen Limousine gemeinsam mit meinem eigenen Bodyguard. Ron lächelt mir aufmunternd zu. Ich lächle krampfhaft zurück. Obwohl er jetzt schon einige Monate für uns arbeitet, bin ich noch nicht ganz warm mit ihm geworden. "Sie müssen wirklich nicht vor meiner Bürotür wache schieben." meine ich

einige Minuten später zu ihm. Er sieht mich forschend an und erwidert dann "Entschuldigen Sie bitte, Miss, aber Mister Stark hat mich engagiert und er ist es auch der die Anweisungen gibt. Und er hat sich sehr deutlich dazu geäußert wie Sie zu bewachen sind." "Ohje, das hört sich ja an als wäre ich ein Drache der in einer Burg eingesperrt werden müsste." murmle ich. "Oder ein vielleicht treffendere Vergleich: eine Schwerverbrecherin im Hochsicherheitsknast." "Sie dürfen das nicht so sehen! Er macht sich nur große Sorgen um Sie." springt er für seinen Arbeitsgeber in die Presche. "Hm, das verstehe ich ja auch, aber es ist

doch ziemlich lästig immer jemanden an seinem Arsch kleben zu haben." Mit einem Seitenblick auf den neben mir sitzenden Ron sage ich "Nichts für ungut, Ron." "Schon okay, Miss Walters." Er lächelt mir freundlich zu. "Gefahren lauern überall. Keiner weiß das mehr als Mister Stark. Sie sind ihm das Wichtigste deshalb möchte er Sie so gut geschützt wissen." "Okay. Sie haben mich überzeugt. Ich gebe mich geschlagen. Können wir dann aber, wenn wir beide von nun an so dicke Freunde sein müssen, uns auch so benehmen und Du zueinander sagen?" Er sieht mich erstaunt an.

"Mit Happy habe ich auch Freundschaft geschlossen." erkläre ich noch. Seine Mine hellt sich auf. "Okay. Ich müsste deswegen aber noch mit Mister Stark sprechen." "Ach quatsch Ron! Sie sind doch augenscheinlich ein erwachsener Mann und können doch wohl eigene Entscheidungen treffen." nörgle ich. "Hm, stimmt schon." sagt er zögerlich. Ich ergreife die Initiative und sage "Ich bin Susan!" und halte ihm die Hand hin. Er lächelt, ergreift sie und sagt "Ich bin Ron." Von nun an habe ich einen neuen Bodyguard und Freund.

"Hi Susan! Hattest du ein schönes Wochenende?" begrüßt mich Steve. Er empfängt mich in Foyer des Verlags und begleitet mich nach oben in mein Büro. Dieses teile ich mir mit drei anderen. Steve ist unser Teamleiter und die Tatsache das er der Sohn der Chefin ist, ist es geschuldet das er sein eigenes Büro neben dem unseren hat. Sie sind mit einer Verbindungstür verbunden. "Das ist dein Schreibtisch." sagt er und deutet auf einen freien Tisch ganz ohne die typischen persönlichen Gegenstände hinten links vor dem großen

Panoramafenster. " "Cool! Danke." sage ich freundlich und beginne sogleich mich häuslich einzurichten. Naja, sehr viel hatte ich ja nicht dabei zum einrichten. Ich stellte meinen Kaffeebecher auf die Tischplatte und fuhr den PC hoch. Dann kamen die anderen in den Raum gepoltert. Ein junger Mann mit roter Hornbrille und quietsch bunten Klamotten, Molly und Mary. Sie unterhielten sich, verstummten jedoch als sie mich entdeckten. Ich stehe auf, gehe auf sie zu und sagte zu dem Mann den ich noch nicht kenne "Hallo. Susan Walters. Ich bin Ihre neue Kollegin."

Er ergreift meine ausgestreckte Hand und schüttelt sie. "Hi, Robert. Schön wieder Verstärkung zu haben jetzt wo Jenn im Babyurlaub ist!" Ok deswegen war hier eine Stelle frei. Meine Vorgängerin hat ein Baby bekommen. "So, genug geplauscht. Macht euch an die Arbeit! Es gibt ne Menge zu tun." stachelt Steve uns an. Wir setzen uns alle und beginnen mit der Arbeit. "Susan, auf ein Wort in mein Büro bitte!" ruft Steve bevor er durch die Verbindungstür in seinem Büro verschwindet. Ich stehe auf, streiche meinen Rock glatt und folge ihm.

"Schließen Sie bitte die Tür." sagte er von seinem Schreibtisch aus. Ich tue es und gehe zu ihm herüber, unschlüssig bleibe ich davor stehen. Er deutet mir an Platz zu nehmen. "Susan, Sie sind mehr als Qualifiziert für diesen Job. Ich erwarte von Ihnen gute Arbeit. Ihre ersten Manuskripte werde ich ihnen gleich per Mail zukommen lassen. Wenn Sie bitte zum Mittag schon damit anfangen könnten!" Ich nicke eifrig. "Aber natürlich." Er sieht mich unverwandt an und schweigt. "Wäre das jetzt alles? Dann würde ich mich jetzt an die Arbeit machen. Ich

kann es ehrlich gesagt, nach einer solch langen Pause, kaum noch erwarten endlich mal wieder meinen Kopf anstrengen zu müssen!" schwärme ich. Er grinst während ich dabei bin ihm mein Innerstes zu offenbaren. "Natürlich, Susan. Sie dürfen gehen. Viel Erfolg!" wünscht er mich noch und ich verziehe mich wieder an meinen Schreibtisch um mein neues Arbeitsleben zu starten.   Ich sitze hier in meinem riesigen Büro in der 10. Etage im Tower und schaue aus meinen Panoramafenstern und was soll ich sagen - mir ist Arsch langweilig. Was sie wohl gerade macht? Ich sollte mich jetzt eigentlich um die

Trinkwasserversorgung in Oklahama City kümmern. Da hat es einen Tornado gegeben, viele Menschen sind obdachlos, die Trinkwasserversorgung ist unterbrochen. Stark Industries schickt Maschinen zum Brunnenbau oder so ähnlich. Ich sollte mich jetzt wirklich darum kümmern, doch mich interessiert jetzt viel mehr, nimmt Ron seine Pflichten als Susans Bodyguard wirklich ernst? Ist sie da wo sie jetzt ist in Sicherheit? "Was machst du so?" schreibe ich ihr in einer Nachricht. Während ich auf eine Antwort warte, mache ich mir einen Espresso und trinke

ihn mit Blick aus dem Fenster auf New Yorks Straßen. Pling. "Ich hab zu tun, Schatz." Wie, das war's? Ich starre die kleine Scheibe in meiner Hand an. Ich schreibe "Ich auch." "Schön. Dann bis nachher." schreibt sie zurück. "Schön." antworte ich. Ein klein wenig eingeschnappt bin ich ja schon, das gebe ich zu, da macht es noch einmal Pling und eine Nachricht von Su komm rein. "Ich liebe dich!" Ich grinse und schreibe "Und ich dich erst!"

Mit einem Grinsen auf den Lippen wende ich mich meinem PC zu. Pepper betritt mein Büro, ohne anzuklopfen, und meint "Was ist los? Warum grinst du so blöd?" "Och... Ist doch ein herrlicher Tag heute." druckse ich. Pepper schaut aus dem Fenster auf die Regenwolken und meint nur "Ach ja?" "Tony ich habe hier einige Unterlagen die du unterzeichnen musst. Und willst du dich nicht mal bald eine neue persönliche Assistentin zulegen? Wir haben einige geeignete Kandidatinnen in der Warteschleife. Du müsstest dir nur mal ihre Bewerbungen ansehen."

Und damit sitzt sie schon vor meinem PC und öffnet mein Postfach, damit ich gezwungen bin mir die Bewerbungen der vielen sicherlich attraktiven Frauen anzusehen. "Ich will nicht!" sage ich bockig. "Ich will mir jetzt keine anderen Frauen anschauen!" Pepper rollt mit den Augen. "Benimm dich nicht wie ein 4 jähriges Kind, Tony! Du sollst dir ja keine zum heiraten aussuchen, nur eine persönliche Assistentin." erklärt sie genervt. "Ich habe schon eine." murmle ich. "Ja, eine Frau zum heiraten. Hier geht es aber um deine Assistentin." erklärt sie und

sieht mich an als würde sie befürchten das ich wahnsinnig geworden bin. "Tony, du brauchst hier Hilfe. Kannst du nicht mal hier deine Susan vergessen?" "Ich kann sie nicht vergessen." flüstere ich kaum hörbar und sehe wieder zum Fenster raus. Pepper stellt sich vor mich und sieht mir direkt in die Augen. "Tony, hör zu! Du bist der Vorsitzende des größten Technologiekonzerns der Welt, benimm dich bitte auch so!" "Pepper, ich kann nicht. Ich kann nur an sie denken." "Deinen Dackelblick brauchst du bei mir nicht anwenden, Schatz. Tony, dich hat es ja wirklich erwischt. Aber bitte, kümmere dich ein kleines

bisschen auch um deine Firma! Ich nehme dir ja schon den größten Teil der Arbeit ab." Ich lege meine Hände auf ihre Schultern und gebe ihr einen Kuss auf die Wange "Dafür bin ich dir auch unendlich dankbar!" flüstere ich. Pepper geht einen Schritt zurück, streicht sich die Haare glatt und sagt "Okay. Trotzdem, nimm dich bitte etwas zusammen!" Sie geht zur Tür. "Unterschreibe die Unterlagen, sieh dir die Bewerbungen an und, Tony, heute Abend siehst du sie doch wieder." Lächelnd verlässt sie mein Büro. Ich sehe noch kurz den Regentropfen an der Fensterscheibe zu wie sie daran

herunter laufen, dann setze ich mich wieder vor meinen PC und beginne mit der Arbeit. "Wir wollen wieder etwas essen gehen. Kommst du mit?" fragt Steve als die Mittagspause ansteht. Ich sehe auf den Bildschirm meines PC's, ein komplettes Manuskript habe ich heute Vormittag schon geschafft durch zuarbeiten. Gut es war nur eine Kurzgeschichte, aber immerhin. "Ich bin gut voran gekommen. Also denke ich hab mir eine Pause verdient." Ich strahle ihn an "Wieder in das Diner?" "Natürlich." Er lächelt sein umwerfendes

Zahnpastalächeln. Als er sich umdreht um seine Jackett zu holen fragt er noch "Kommt der Gorilla vor deiner Tür auch mit?" "Du meinst Ron? Ja, er muss mich begleiten." sage ich etwas zerknirscht. Ich habe wirklich Angst von den Kollegen als Snob oder ähnliches abgestempelt zu werden weil ich nirgends hingehen kann ohne meinen Bodyguard. Noch haben sie keine Fragen gestellt, wie zum Beispiel die, warum ich überhaupt einen Personenschützer nötig habe. Aber das kommt sicher noch! Steve nickt abwesend und verlässt das Büro.

Fünf Minuten später treffen wir uns im Flur und gehen gemeinsam zum Fahrstuhl. Ron hält mich kurz am Arm fest und fragt "Sie gehen essen?" "Du." sage ich knapp. Ron sieht mich irritiert an. "Wir haben abgemacht DU zu sagen, Ron." lächle ich. "Aber ja, ich gehe mit meinen Kollegen Mittagessen in einem Diner hier um die Ecke. Du musst nicht mitkommen. Oder du kommst mit und isst auch etwas." "Das darf ich nicht während der Arbeitszeit. Ich komme aber dennoch mit. Ich bleibe einfach draußen stehen."

"Du darfst nicht essen während du auf mich aufpasst? Den ganzen Tag nicht?" frage ich. Er nickt. "Moment bitte." sage ich mit erhobenen Zeigefinger, verschwinde kurz in meinem Büro und hole den Kommunikator hervor um Tony eine Nachricht zukommen zu lassen. Ich tippe "Du besorgst mir einen Bodyguard - Schön! Du bezahlst ihn - Schön! Er ist aber den ganzen Tag mit mir zusammen - also mache ich die Regeln. Der Mann soll den ganzen Tag nichts essen dürfen? Nichts da!

Ron ist mein Bodyguard, ich bestimme ab jetzt über ihn!" Ich ziehe meinen Mantel über, verlasse im selben Moment das Büro, hake mich bei dem völlig verdutzten Ron unter und ziehe ihn mit zum Fahrstuhl wo die anderen noch immer auf mich warten. "Leute, darf ich euch Ron vorstellen? Ja, er ist mein Bodyguard und ja, er muss mich überall hin begleiten. Aber ich verspreche euch, er wird uns nicht stören." Und damit betrete ich vor allen anderen die Fahrstuhlkabine. Molly, Mary und Steve schauen mich überrascht und Robert schaut Ron

interessiert an. Ron folgt mir als erstes, mit einem schrägen Grinsen auf den Lippen. Die anderen folgen schließlich und Mary raunt mir zu "Warum brauchst du eigentlich einen Bodyguard, Susan?" Die Fahrstuhltüren schließen sich und wir fahren abwärts. Ich sehe sie mit einem verschwörerischen Blick an und flüstere ihr zu "Hast du Bodyguard gesehen?" Sie nickt eifrig. "Da siehst du's. Es ist einfach ein unglaublich erregendes Gefühl zu wissen, da ist ein Mann der für dich sterben würde. Deswegen." Ich lächle böse über meine gute Story und Ron kann sich ein Grinsen nicht

verkneifen. Das war jetzt etwas peinlich! Er hatte alles mit angehört. Mist! Aber Mary macht einen wissenden Gesichtsausdruck und starrt zuerst Ron und dann die silberne Fahrstuhltür an. Beim Diner angekommen wartet Ron nun also nicht draußen vor der Tür, sondern kommt mit hinein und setzt sich zu uns an den Tisch. Es ist ihm sichtlich unangenehm aber daran würde er sich wohl gewöhnen müssen wenn er weiter für mich arbeiten wollte. Ich beziehe ihn in unsere Gespräche immer wieder mit ein, doch er war abgelenkt, sein Blick streift dauerhaft im Restaurant umher.

"Ron, entspannt dich doch mal!" zische ich ihm zu. "Hier wird schon niemand hervorpreschen und mir plötzlich ein Messer in den Rücken rammen." "Man kann nie vorsichtig genug sein." raunt er zurück. Aber noch jemand beteiligte sich heute nicht so recht an den Gesprächen, Mary. Sie war zu sehr damit beschäftigt Ron anzuschmachten, gab sich aber große Mühe es sich nicht anmerken zu lassen. Es fiel mir aber dennoch auf. Nur dem anderweitig beschäftigten Ron eben nicht. Typisch Mann, könnte man da wieder sagen - wenn man gemein wäre.

"Was soll das heißen? Sie bestimmt über Ron. Ist er ihr Spielzeug oder was?" denke ich aufgebracht als ich ihre Nachricht gelesen hatte. "Der Mann soll auf sie aufpassen und nicht mit ihr essen gehen. Der ist so was von gefeuert." Schon bin ich wieder abgelenkt, damit hatte ich mich gerade dazu durchgerungen endlich mal die Bewerbungen durch zusehen. Den ersten Arbeitstag hatte ich doch ganz erfolgreich absolviert. Ich bin stolz auf mich! Eineinhalb

Manuskripte gelesen, der Verlag ist nicht in die Luft geflogen, ich hatte Ron seine Freiheit geschenkt und Mary ein neues Ziel ihre Träume gegeben. Jetzt musste ich nur noch das Donnerwetter zu Hause bei meinem Mann, das es mit Sicherheit geben wird, überstehen. Und was sage ich? Kaum steige ich im Penthouse aus dem Fahrstuhl da steht er auch schon mit verschränkten Armen an der Wand gelehnt und funkelt mich böse an. "Wo ist der Kerl?" zischt er. "Falls du von Ron sprichst. Ich brauche meinen Bodyguard heute nicht mehr und habe ihn heim geschickt." gebe ich schnippisch zurück als ich an ihm vorbei

in den Wohnbereich gehe. Ich lege meine Tasche auf einen Sessel und ziehe meine Pumps aus. Meine Füße schmerzen ganz schön. Tony ist mir gefolgt und bleibt vor mir stehen. Er sieht mich stumm an, aber ich kann in seinem Gesicht ablesen was er mir alles sagen wollte. "Ich brauche doch heute keine Personenschutz mehr oder?" frage ich gespielt unschuldig. "Soll das heißen du hast Angst vor mir?" er ist wirklich schockiert. "Quatsch!" sage ich, gehe zu ihm und umarme ihn. "Darling, ich bin hier sicher. Du bist da und passt auf mich auf und wenn ich unterwegs bin dann übernimmt das Ron. Aber da mache ich dann die Regeln.

Verstehst du mich?" Er sieht mich durchdringend an, antwortet schließlich "Ja, okay. Aber ich werde trotzdem mit ihm sprechen und einiges abklären." Das sehe ich ein und nicke. "So, und jetzt lass uns den Abend gemütlich ausklingen lassen. Bekomm ich eine Massage?" necke ich ihn. "Leg dich da hin!" sagt er und deutet auf die größte Couch. Ich tue es nachdem ich mich bis auf die Unterwäsche ausgezogen habe. Tony zieht die Luft scharf ein, setzt sich über mich und beginnt mit der Massage an meinem Rücken. Irgendwann sind noch meine Brüste dran und so weiter

und so weiter. Kurz um, es wurde noch ein gemütlicher Abend mit sportlicher Betätigung. "Mister Howard, morgen früh, bevor Sie Miss Walters auf Arbeit begleiten, kommen Sie auf ein Gespräch bei mir vorbei. Ich erwarte Sie um 7.30 im Penthouse." schreibe ich ihm noch eine Nachricht bevor ich zu Susan ins Bett gehe. Ich muss diesem Kerl unbedingt zeigen das ich es bin der ihn engagiert hat, ihn bezahlt und ich mache auch die Regeln. Susan kann ja im Glauben bleiben das sie es könnte, aber darauf verlasse ich mich nicht. Sie ist mir das wertvollste auf der

Welt und ich werde alles dafür tun, dass sie sicher ist. Pünktlich um 7.25 gibt mir Jarvis bescheid das Mister Howard jetzt da ist. Ich bitte ihn in meine Werkstatt zu kommen. Susan soll nichts von dem Gespräch mitbekommen. Als ich die Treppe herunter in die Werkstatt komme, steht Ron schon da und wartet auf mich. Sein blondes Haar ist gut frisiert, sein lässiger Drei-Tage-Bart sieht gut aus, gebe ich zu. Er trägt den von mir vorgeschriebenen schwarzen Designeranzug und seine schwarzen Schuhe glänzen.

Er achtet sehr auf sein Äußeres. Genauso will ich das. Er gehört zu uns und wir geben uns nur mit dem Besten zufrieden! "Guten Morgen, Mister Stark." grüßt er höflich. Ich nicke ihm nur zu. Ich bin noch immer sauer. "Mister Howard Sie sind sich Ihrer Stellung bewusst?" beginne ich. Er nickt. "Natürlich, Sir." "Sie wissen weshalb ich Sie eingestellt habe?" Auch hier nickt er wieder. "Jawohl, Sir." "Dann frage ich Sie, warum Sie meine

Regeln missachten und es sich mit meiner Frau in einem Restaurant gemütlich machen anstatt auf sie aufzupassen?" Ich muss mich zügeln ihn nicht anzuschreien. "Sir, es war ihr ausdrücklicher Wunsch. Susan meinte ich könne viel besser auf sie aufpassen wenn ich mich in ihrer unmittelbaren Nähe befinde." Ich horche auf. "Susan?" "Entschuldigung! Ich meine natürlich Miss Walters." lenkt Ron schnell ein. "Sie dutzen sich? Das ist okay, wenn Susan es so will. Aber die Regeln mache ich! Merken Sie sich das! Sie braucht ja davon nichts wissen, kann

in dem Glauben bleiben sie würde sie machen." beginne ich meinen Vortrag. Ron nickt erneut und sieht zu Boden. "Also, während meine Frau (das betone ich extra) arbeitet, bleiben Sie vor ihrer Bürotür auf Ihrem Posten! Geht sie Mittags etwas essen oder shoppen oder ähnliches, dann wünsche ich wenn es weiter als 2 Blocks entfernt ist, das Sie Susan mit dem Wagen fahren! Sie dürfen mit hinein ins Restaurant oder Geschäft gehen, aber nicht mit ihr gemeinsam essen! Sie wären ja völlig abgelenkt durch die Gespräche oder das essen an sich, so das Sie Gefahren zu spät erkennen würden. Das dulde ich absolut nicht!

Ist das angekommen?" schließe ich. "Ja, Sir, selbstverständlich! Ich werde mich daran halten! Aber was sage ich Miss Walters?" fragt er. "Na das Sie eine Nacht darüber geschlafen haben und Ihnen aufgefallen ist, das Sie sich besser auf Ihre Aufgabe konzentrieren können, wenn sie nur dabei statt mittendrin sind." schlage ich vor. "In Ordnung, Sir." gibt er zurück und sieht mir fest in die Augen. "Entschuldigen Sie bitte meinen gestrigen Ausrutscher!" Ich deute ihm mit der Hand das er jetzt gehen darf. "Schon gut. Gehen Sie jetzt! Susan

wartet. Aber denken Sie immer daran wessen Frau Sie das beschützen!" Ich sehe ihm direkt in die Augen. Für einen Bruchteil einer Sekunde grübelt er, nickt dann aber doch nur stumm und verlässt die Werkstatt Richtung Fahrstuhl. Nicht ohne vorher noch einen schnellen Seitenblick auf meine Anzüge und die Waffen geworfen zu haben. Zufrieden sehe ich ihm nach. "Jetzt fühl' ich mich besser!" denke ich.

feuertaufe

Der Dienstag verläuft ähnlich wie der Montag, nur das Ron sich etwas distanziert verhält. Er hat sicher von Tony einen gehörigen Einlauf bekommen. Jedenfalls begleitet er mich wenn ich in der Mittagspause etwas essen gehe, kommt auch mit ins Restaurant, bleibt jedoch etwas abseits mit verschränkten Armen und Sonnenbrille auf der Nase. "Völlig unauffällig." denke ich und muss schmunzeln. Mary ist offensichtlich nicht begeistert darüber das er so distanziert ist. Sie beteiligt sich kaum an Gesprächen

sondern schaut nur in seine Richtung. "Warum bleibt Mister Sonnenbrille da hinten stehen?" fragt Robert. "Ich glaube er hat Ärger bekommen. Mein Mann hat ihn sich vorhin zur Brust genommen. Scheinbar ist es für Bodyguards unüblich sich mit ihren Schützlingen all zu sehr anzunähern." mutmaße ich. "Warum brauchst du den eigentlich genau? Bist du in Gefahr?" fragt Molly. Steve horcht auf als ich antworte. "Mein Mann macht sich Sorgen mir könnte etwas passieren und er ist dann in dem Moment nicht bei mir um mich zu

schützen. Aber eine echte Gefahr gibt es nicht. Jedenfalls nicht das ich wüsste." "Ist das wirklich nötig dann? Und kostet so etwas nicht unwahrscheinlich viel Geld?" fragt sie weiter. "Um Geld müssen wir uns nicht wirklich Gedanken machen." murmle ich. Wissen meine neuen Kollegen wirklich nicht wer ich bin und wer mein Mann ist? Lesen sie keine Klatschpresse oder sehen Fern? "Okay. Ist dein Mann George Clooney?" witzelt Mary. "Nein, nein, es ist Leonardo DiCaprio." ruft Robert dazwischen und lacht. "Der würde gut zu dir passen, Darling!" Ich lache ebenfalls und schüttle den

Kopf. "Nein, die sind es beide nicht. Lustig diese Raterunde! Als Molly schließlich Hugh Hefner meint, grummelt Steve dazwischen "Es ist Antony Stark." Alle, einschließlich ich, sehen ihn sprachlos an. Er wusste es und hat nichts gesagt. "Stimmt das?" fragen Molly und Mary wie aus einem Mund. Ich nicke. "Wow! Okay, dann verstehe ich es. Aber typischer für Stark wäre es doch das er dir einen seine Iron Legend Soldaten mit schickt oder?" mutmaßt Mary.

"Nein, stell dir mal vor wie es wäre auf Schritt und Tritt von so einem verfolgt zu werden." lache ich. "Wer weiß wozu es gut wäre." murmelt Steve so leise ,das glaube ich, nur ich es gehört habe. Was sollte diese komische Andeutung? Ich sehe ihn fragend an doch er widmet sich wieder seinem Bier. Es folgen noch einige Fragen ihrerseits, wie es so ist mit einem so reichen und mächtigen Mann liiert zu sein, wie es ist wenn man so in der Öffentlichkeit steht und wie der Stark Tower von innen aussieht. "Habt ihr es wirklich nicht gewusst? Also wer ich bin, meine ich. Die Klatschblätter

zerreißen sich doch ihre Münder über uns." frage ich die anderen später. "Nein, wirklich nicht. Weißt du ich lese zwar viel aber keine Zeitschriften." erklärt Molly. "Und ich komme nicht dazu Fern zu sehen. Bin viel zu sehr im Verlag beschäftigt." sagt Mary. "Leider!" fügt sie noch mit einem sehnsüchtigen Blick auf Ron hinzu. Ich verfolge ihren Blick. "Ich kann ihn gerne mal fragen ob er eine Freundin hat." sage ich leise zu ihr. Sie sieht mich erstaunt an. "Ist es so offensichtlich?"

"Hm ja, sogar ein Blinder bemerkt das du ihn gut findest. Nur Ron natürlich nicht. Er ist ja auch ein Mann." Wir müssen beide lachen. "Das wäre nett von dir." sagt sie noch. "Und woher hast du es gewusst, Steve?" fragt Robert. Steve sieht von seinem Bier auf, bisher war er sehr mitteilsarm, gar nicht so wie sonst, und sagt "Ich lese Zeitschriften." Ich nicke. Wahrscheinlich hatte er Interesse an mir aber seit dem er weiß ich bin vergeben, hat er sicherlich nachgeforscht.

"Kann das aber bitte unter uns bleiben?" bitte ich freundlich. Die anderen drei nicken und bekunden mir das sie das respektieren, nur Steve ist schon wieder völlig mit seinem Bier beschäftigt. Gleich auf dem Nach-Hause-Weg setze ich mein Versprechen in die Tat um und frage Ron gerade heraus ob er eine Partnerin hat. Er sieht mich erst erstaunt, dann interessiert und dann lächelnd mit erhobener Augenbraue an. Oh Gott, er denkt ICH hätte Interesse an ihm.

"Oh nein, nein. Ich frage für meine Kollegin Mary." erkläre ich und wiegle mit den Händen ab. Er sagt "Ach so, na dann. Nein, ich habe keine Partnerin." und lächelt mich an. "Schön! Darf ich ihr dann morgen mal deine Telefonnummer geben? Damit sie dich anrufen und ihr euch verabreden könnt?" "Gib mir doch ihre Nummer! Ich finde der Mann sollte sich als erster bei der Frau melden." erklärt er. "Okay. Aber auch wirklich anrufen, ja?" bitte ich und gebe ihm die Nummer indem ich sie ihm per Nachricht

schicke. "Wie war dein Tag, Liebling?" begrüßt Tony mich im Penthouse. "Bist du müde oder hast du Lust aus zugehen?" "Hm, es ging heute. Ich bin also nicht zu müde zum Ausgehen." antworte ich und küsse ihn zur Begrüßung. Er legt seine Arme um meine Taille und zieht mich nah zu sich heran. "Ich bin so froh das du wieder zu Hause bist! Es ist so langweilig ohne dich hier!" "Langweilig? Aber du hast doch auch deine Arbeit?" frage ich belustigt. "Ich bin so einsam ohne dich. Ich weiß gar nicht mehr wie ich früher ohne dich

leben konnte." plaudert er. "Ich sag es dir, du hast dir jeden Tag eine neue Abwechslung ins Haus geholt." ziehe ich ihn auf. "Och nee, Schätzchen, so nicht! Bist du etwa eifersüchtig?" neckt er mich. "Ja ich bin eifersüchtig. Ich sehe doch wie sich Frauen in deiner Gegenwart verhalten, wie sie dich anmachen, flirten." murmle ich. Etwas peinlich ist mir dieses Gespräch doch schon etwas. "Schätzchen, ich gehöre aber nur dir! Bald kann es auch jeder sehen wenn du mir den Ring an den Finger steckst. Und wenn es dich glücklich macht, darfst du jeder Tussi die mich anmacht die Augen

auskratzen." Ich zwinge mich zu einem Lachen. "Ist gut. Ich weiß ja auch das du zu mir gehörst, aber es ist doch sehr schwierig für mich zu sehen wie sehr du begehrt wirst von anderen Frauen." erkläre ich. "Wir müssen dringend noch dein Selbstvertrauen aufbauen! So kannst du nicht Ms. Stark werden. Meine Frau muss stark und tough sein. Vielleicht ein Alleingang über den roten Teppich oder du feuerst irgend jemanden?" überlegt er doch tatsächlich. "Auf keinen Fall Mister! Ich feuere

niemanden. Personal, das ist dein Part. Aber gemeinsam auf den roten Teppich, das würde ich mir gefallen lassen." "Okay, aber mit Interview." willigt er ein. "Oh, okay." sage ich zögerlich. "Jarvis, gibt es in der nächsten Zeit Gelegenheit dazu sich der Öffentlichkeit zu zeigen?" ruft Tony. "Ja, Sir, kommenden Sonnabend. Es werden die diesjährigen Sports Emmys hier in New York verliehen. Da Sie ein Footballteam sponsern haben Sie das Recht dort zu erscheinen."

"Na wenn das so ist. Sag Pepper bescheid das sie sich darum kümmern soll das wir dort erwartet werden! Susan wir haben eine Verabredung am Sonnabend." ruft er und klatscht in die Hände. "Ja, so ist es wohl." sage ich zerknirscht. "Ich habe ja noch vier Tage Zeit mich seelisch und moralisch darauf vorzubereiten." "Schatz, das wird deine Feuertaufe. Es ist eigentlich ganz einfach. Wir kaufen dir ein super heißes Kleid, du stellst dich auf dem Roten Teppich in Pose, lässt dich knipsen und lächelst

einfach nur. Und wenn dir Fragen gestellt werden, beantwortest du sie einfach. Fragen und Gegenfragen - hey du bist Journalistin, daran dürftest du doch gewöhnt sein?" plaudert er. "Ja, du hast Recht. Ich werde schon nicht sterben. Und daran gewöhnen muss ich mich ja wirklich irgendwann." gebe ich zu. "Na also, das ist die zukünftige Ms. Stark." ruft Tony erfreut und wirbelt mich im Kreis umher. 4 Tage später Am Vormittag gab man mir bescheid das eine Lieferung für mich angekommen sei

und man es nun nach oben ins Penthouse schicke. "Was kann das sein?" frage ich Tony der mit mir vor dem Fernseher im Wohnzimmer sitzt. Tony zuckt mit den Schultern. "Da musst du dich wohl überraschen lassen." witzelt er. Er weiß genau wie sehr ich Überraschungen verabscheue! Obwohl, immer wenn er mir eine gemacht hat, war es etwas sehr schönes. Der Fahrstuhl kündigte sein Dasein an, die Türen öffneten sich und ein junges Mädchen steigt mit einem großen flachen

Paket in der Hand aus. Sie steht etwas unschlüssig herum und schaut mit großen Augen im Raum umher. Ich erlöse sie, indem ich auf sie zugehe und frage "Ist das für mich?" Sie nickt und übergibt mir das Paket. Es ist zwar groß aber überraschend leicht. "Lieferung für Ms. Stark." erklärt sie leise. "Ja das bin dann wohl ich, danke schön!" entgegne ich. "Okay." sie dreht sich schon zum gehen um, verharrt dann aber doch noch einmal kurz. "Ist Iron Man auch da?" fragt sie und man kann erkennen wieviel Mut sie

zusammen bringen musste um diese Frage zu stellen. "Ja, das bin ich." sagt in diesem Moment Tony hinter uns. Dem Mädchen fällt die Farbe aus dem Gesicht. Blass wie eine Kalkwand ist sie. Sie steht da und bringt kein Wort mehr heraus. Tony geht zu ihr und will ihr die Hand schütteln, doch sie weicht aus. "Hallo." sagt sie stattdessen, dreht sich plötzlich um und rennt in den Fahrstuhl. Weg ist sie. Ich stehe verdattert und Tony amüsiert da. "So wirke ich eben auf die Frauen -

einschüchternd." scherzt er. "Ha ha." ich boxe ihm mit der freien Hand in die Seite. "Du hast dem Mädchen das Erlebnis ihres Lebens verschafft. Scheinbar war sie ein großer Fan." mutmaße ich. Er lacht nur. "Kenn ich alles schon." sagt er knapp. Tony kehrt wieder zum Sofa zurück und ich widme mich endlich mal dem Paket. Die Neugier ist nun doch groß. "Ich weiß immer noch nicht von wem es kommt." murmle ich. "Keine Karte dabei?" fragt Tony. Ich lege es auf den Esstisch und beginne die große Violette Schleife aufzuziehen. Ich hebe den Deckel hoch und sehe - ein

in zartrosa Seidenpapier eingepacktes Violettes Abendkleid. Ich halte die Luft an. "Wow!" entfährt es mir. "Was ist es denn?" ruft Tony. "Du weißt doch ganz genau was da drin ist! Es ist von dir." lächle ich als ich vorsichtig das zarte Kleid aus der Schachtel ziehe. Plötzlich steht er hinter mir und umfasst meine Taille. "Gefällt es dir?" raunt er an meinem Hals. "Ob es mir gefällt? Das fragst du? Es ist wunderschön!" staune ich. "Das trägst du heute Abend und die Leute kippen

um. Schneller als ich dachte wurde es Abend. Wir machten uns fertig und fuhren pünktlich um 18 Uhr los. Tony hatte sich Kleidertechnisch an mich angepasst und trägt einen weißen Anzug mit einem violetten Hemd. Den obersten Hemdknopf hat er offen gelassen. Die Haare zerzaust, ein sexy Drei-Tage-Bart und eine seiner coolen Fliegersonnenbrillen auf der Nase und schon war er fertig. Ich brauchte da deutlich länger. Ich kombinierte zu dem neuen Kleid ein paar weiße Stilettos und eine weiße Clutch.

Meine Haare habe ich mir von einer extra in den Stark Tower gekommenen Stylistin frisieren lassen. Es fiel mir nun in sanften Wellen a la' Marlene Dietrich über die Schultern. Als Haarschmuck hatte sie mir eine weiß zartlila Magnolienblüte ins Haar gesteckt. So zurecht gemacht schritt ich nun die breite Treppe zum Wohnbereich hinunter. Tony, Ron und Happy, die beiden letzteren in schwarzen Businessanzügen, standen am Fuß der Treppe und unterhielten sich, als sie mich kommen hörten verstummten sie und schauten zu mir hoch.

Ich spürte wie ich errötete, drei Männer starrten mich schließlich mit offenen Mund an. Meine Schritte waren etwas unsicher gesetzt, da ich in so hohen Schuhen noch nie gegangen bin, doch ich schaffte es ohne zu fallen bis in Tonys Arme. "Du siehst umwerfend aus, Darling!" flüstert er verblüfft. Ron starrt mich noch immer an, sagt nichts. Aber dafür äußert sich Happy deutlich - er pfiff anerkennend.

"Du siehst toll aus!" ruft er und strahlt. "Die Leute werden nur noch dich sehen wollen. Ron, du musst heute Abend noch mehr auf sie aufpassen!" sagt er an Ron gewandt. Der löst sich aus seiner Starre und nickt. "Susan, Sie sehen wirklich super aus!" "Super und Toll? Habt ihr was geraucht oder was? Sie sieht umwerfend scharf aus!" verkündet Tony und ist sichtlich stolz das er mich heute begleiten darf. "Jungs, das reicht jetzt aber. Kommt mal wieder runter!" wehre ich weitere Komplimente ab. "Das ist ja peinlich." murmle ich kaum

hörbar. "Ist nur die Wahrheit!" raunt Tony mir zu, nimmt mich am Arm und führt mich zum Fahrstuhl und gemeinsam mit unseren Bodyguards fahren wir runter in die Tiefgarage. Dort entscheiden wir uns für den dunkelgrünen Rolls Royce. Während der Fahrt lässt Tony meine Hand nicht los. Er spürt wohl das ich völlig nervös bin und kurz vorm Herzinfarkt stehe. "Musik?" fragt er. Ich nicke. "Jarvis, spiele was um Susan

aufzumuntern!" ruft er. "Natürlich, Sir. I will survive vielleicht?" antwortet Jarvis und spielt schon das Lied ab. Es hilft tatsächlich. Ich bekomme sofort gute Laune, die hatte ja eigentlich nicht gefehlt, ich bin nur super nervös, aber auch das geht langsam weg. "Wir sind da." ruft Happy nach hinten. Er hatte den Wagen gefahren. "Wir steigen zu erst aus, du als letztes. Wir warten auf dich. Ron öffnet dir die Tür. Du hast den großen Auftritt, Schatz. Die Blitze sind echt krass, pass auf das du nicht stolperst!" warnt Tony.

Ich nicke stumm. "Du bist aber immer in meiner Nähe, ja?" frage ich ihn. Diesmal nickt er. "Ich bin da." Er drückt meine Hand. "Ich liebe dich!" "Ich liebe dich!" antworte ich leise. Der Wagen hält, weil Happy warten muss das die Limousine vor uns seine Fahrgäste los geworden ist, dann rollt er etwas nach vorn und hält direkt mit der hinteren Seite des Wagens vor dem Roten Teppich. Sofort springen er und Ron aus dem Wagen und laufen zu den hinteren Türen. Die Blitze der Kameras sind schon durch die abgedunkelten Scheiben des Wagens

kaum zu ertragen. Happy öffnet die Tür und Tony steigt aus. Sie gehen gemeinsam um das Auto herum und warten neben meiner Tür. "Viel Glück Susan und amüsieren Sie sich gut!" wünscht Jarvis. Moment, er hat mich noch nie nur Susan genannt. "Danke Jarvis!" murmle ich "Das ist nett." Ron öffnet die Tür und die Lichter blenden mich extrem. "I will survive!" sage ich zu mir selbst und schwinge beide Beine geschlossen

aus dem Wagen, meine Schuhe berühren den Teppich. Da reicht mir Ron seine Hand um mir hoch zu helfen. Ich ergreife sie, murmle "Danke." und stehe langsam auf, der Stoff meines Kleides rutscht herunter und ergießt sich in schönen Wellen um meine Beine auf dem roten Teppichboden. Ich muss mich zusammen reißen mir nicht meine Hand vor die Augen zu halten, so sehr stören mich die Blitze und die Lichter. Deswegen trägt Tony immer eine Sonnenbrille. Tony strahlt mich glücklich an als ich neben ihm stehe. "Du siehst episch aus!"

Hinter uns werden die Autotüren zugeschlagen und jemand fährt den Wagen fort. Er nimmt meine Hand in seine und geht voran. "Mister Stark." , "Tony, bitte sehen Sie hier her!" , "Bitte ein Interview!" rufen die Reporter. Ich lächle mal in die eine, mal in die andere Richtung. "Immer einen Fuß vor den anderen setzen!" denke ich "Ich steh das durch! Wo ist Ron?" Ich sehe mich nach ihm um, doch er ist direkt hinter uns , wohingegen Happy uns den Weg von vorne frei hält.

Tony zieht mich zu einer Reporterin. Sie hält uns gleich ihr rotes Mikrofon entgegen. "Mister Stark, Miss Walters, wie weit sind Sie mit den Hochzeitsvorbereitungen?" ruft sie. "Da ist meine Zukünftige wohl eher der Ansprechpartner. Ich bezahle nur alles." sagt Tony lächelnd und schiebt mich vor sich, direkt vor das Mikrofon. Mir wird schwindlig. "Was? Ach ja natürlich." stottere ich. Plötzlich ertönt von irgendwo her

"Unchained Melody" . Ich sehe mich um, kann aber nirgends sie Quelle entdecken. Dann bemerke ich das ich nur die Musik hören kann. Jarvis macht mir über das Headset Mut. Tony nickt mir aufmunternd zu. "Ja, also was soll ich sagen? Die Einladungen sind verschickt, die Gästeliste steht also, der Sitzplan ebenfalls. Wir wissen wo wir feiern, wer da sein wird und was die Brautjungfern tragen." beginne ich. "Okay. Und haben Sie auch schon Ihr Traumkleid gefunden, Miss Walters?" fragt die Journalistin. "Wusste ich es doch, dieses Thema lässt

Su aus dem Mauseloch kriechen. Frauen unter sich. Wie sie strahlt als die Reporterin sie nach den Hochzeitsvorbereitungen fragt." denke ich glücklich und sehe den beiden amüsiert zu. Susan erklärt mit dem Lächeln eines Engels soeben was sie für ein Kleid tragen wird. Ups! Da hat sie wohl vergessen das sie es mir absolut nicht verraten wollte um die Spannung aufrecht zu erhalten bis zur Hochzeit. "Ja, habe ich." sage ich und als ich an mein Kleid denke kann ich gar nicht anders als übertrieben zu

grinsen. "Es ist creme weiß, Bodenlang, Ärmelfrei und von oben bis unten aus Spitze." "Und hat es eine Schleppe? Ich finde es ja wundervoll wenn Brautkleider eine Schleppe haben! Meine Cousine hatte so ein Kleid bei ihrer Hochzeit." schwärmt die Reporterin. Ich nicke "Und ob es eine hat!" "Susan , wir müssen." erinnert mich Ron über das Headset. "Da sind noch andere Reporter die auf euch warten." "Es tut mir leid, aber ich muss jetzt weiter. Von welchem Sender sind Sie?" "Natalie Moor vom BBC." antwortet sie knapp.

"Wissen Sie was, Sie dürfen die Fotos von der Hochzeit machen!" sage ich ihr ohne zu überlegen zu. "Was?" Natalie strahlt mich verblüfft an. "Wirklich, Miss Walters? Sehr gerne!" Ich nicke noch und werde dann von Tony weiter gezogen. "Um die PR kümmert sich eigentlich Pepper. Aber gut, wenn du die BBC bei der Hochzeit dabei haben möchtest soll es so sein. Pepper wird einen guten Preis raus schlagen." "Guter Preis?" Ich sehe ihn verständnislos an." "Na glaubst du ich lasse sie umsonst die Fotos machen? Das kostet sie was."

erklärt er schmunzelnd. "Dafür haben sie dann aber auch die alleinigen Rechte auf die Fotos." Das muss ich erst mal verarbeiten. "Mister Stark!" ruft ein Mann mittleren Alters und Tony geht auf ihn zu. Mich zieht er mit sich. "Hallo Tony!" begrüßt ihn der Mann. "GQ Magazin. Verraten Sie uns wie sich Iron Man fit hält. Was ist Ihr Geheimnis?" "Hi!" grüßt mein Schatz zurück. "Wissen Sie, die Beziehung zu dieser bezaubernden jungen Lady hält mich fit! Wir treiben viel Sport - gemeinsam." Er sieht den Mann an mit diesem "Sie

wissen schon was ich meine Grinsen" an und zwinkert. Ich verdrehe die Augen. "Wir haben gleiche Interessen." "Wo haben Sie sie kennen gelernt?" "Hallo! Ich stehe hier neben euch? Typisch, Machos unter sich." denke ich düster. "Ich rettete ihr das Leben." "Wie das?" "Sie arbeitete in dem Verlag der letztes Jahr im Oktober einem Terroristischen Anschlags zum Opfer fiel. Iron Man konnte gerade noch rechtzeitig kommen um sie vor der herabfallenden Decke zu retten. Kurz darauf stürzte das ganze Haus in sich zusammen."

Der Reporter sieht mich direkt an, gibt seinem Fotografen ein Zeichen und dieser fotografiert mich im Profil. "Seit diesem Tag an ist sie mir das Wichtigste und ich habe kein anderes Ziel mehr als sie zu schützen. Meine ganze Aufmerksamkeit gilt nur ihr!" Ich sehe zu ihm auf und bin baff, hat er wirklich soeben vor laufenden Kameras gesagt das es in seinem Leben nur noch mich gibt. Das war eine echte Tony Stark Liebeserklärung. "Und Iron Man's Aufmerksamkeit? Wem gilt die?" fragt der Reporter. "Die gilt weiterhin einem sicheren Amerika!" ruft Tony, breitet die Arme

aus und zeigt das Peace Zeichen. Kameras blitzen auf. "Tony weiter!" sagt Happy über Headset. Etwas weiter hinten entdecke ich Steve. Ich tippe an mein Headset "Steve Rogers ist auch hier." murmle ich. "Schon gesehen. Ihr könnt hingehen. Wir folgen." gibt Ron die Anweisung. "Gut, dann will ich mal meinen Kumpel begrüßen." sagt Tony. Er klopft Steve von hinten auf die Schulter, dieser dreht sich erschrocken um, grinst aber als er erkennt wer ihn da "angegriffen" hat. Sie begrüßen sich und posieren

gemeinsam für die Kameras, bis Steve mich entdeckt. Er kommt auf mich zu, greift meine Hand und zieht mich in ihre Mitte. Erneut Blitzlichtgewitter. "Susan, du sieht ja umwerfend aus!" raunt er an meinem Hals. Ich strahle ihn an. Irgendwie, das muss ich zugeben, gefällt mir das hier! "Susan, bitte eine Frage." ruft eine weitere Reporterin. Ich löse mich von den Jungs und gehe auf sie zu. Ron folgt mir sofort und bleibt direkt hinter mir stehen als ich die Frau begrüße. "Hi."

"Hallo. Danke für Ihre Zeit, Susan! Was unsere Leserinnen interessiert, wie ist es die Frau von Iron Man zu sein?" fragt sie gerade heraus. "Ja also, spannend, aufregend und damit meine ich nicht nur das Leben an sich (ich zwinkere ihr zu), abwechslungsreich. Ja, das sind die Worte die diese Beziehung gut umschreiben." plaudere ich. "Wie ist er als Liebhaber?" fragt sie weiter. "Das ist eine ziemlich persönliche Frage." sage ich leiser. Sie zuckt mit der Schulter. "Wollen die

Leserinnen eben wissen." "Ähm, na dann." Ich überlege kurz meine Wortwahl und sage anschließend, "Die Beziehung mit Tony ist in allen Bereichen sehr zufriedenstellend!" "Okay. Also kommen Sie auf ihre Kosten? Er ist ja etwas älter als Sie?" "Das macht absolut keinen Unterschied. Ich kann Ihnen sagen, er ist fantastisch!" beginne ich, doch Ron sagt mir über Headset "Ich denke das reicht." Die Reporterin strahlt mich erwartungsvoll an. "Ja, nur weiter!" fordert sie mich auf. "Nein, ich denke es ist alles gesagt, Miss!" sage ich und wende mich ab.

Ups! Mal sehen was da morgen in der Zeitung steht? Tony Stark der Sex Gott? Ohje! "Susan sieht absolut klasse aus heute Abend!" ruft Cap mir über den Lärm der umherstehenden Leute zu. "Ja, absolut!" sage ich verliebt und sehe zu ihr rüber. Sie unterhält sich gerade mit einer Reporterin. Ohje, die kenne ich. Klatschpresse der untersten Schublade. Aber gut, ich habe sie hier mit her geschleift und sie sollte ja Interviews geben. "Weiter!" sagt Happy. "Kommst du mit?" frage ich Cap.

Er nickt. Ich gehe zu Su rüber die sich in diesem Moment umdreht. Sie tippt sich an ihr Headset. "Ich glaube ich habe Mist erzählt, Schatz." "Wieso?" frage ich, ebenfalls über Headset. "Wundere dich morgen nicht wenn du für die Presse der Sex Gott schlecht hin bist!" erklärt sie kurz angebunden. "Man, ist das peinlich!" "Wieso? Bin ich doch." raune ich ihr ins Ohr und umarme sie. Sofort blitzt es wieder.

"Hier gibt's doch noch andere Gäste, fotografiert doch auch mal die!" sagt sie sauer. "Wenn ihr zwei Turteltäubchen eure Schlafzimmergespräche auch dort führen könntet. Wir sollten jetzt rein gehen!" ruft Happy. Wir lösen uns voneinander, halten aber noch Händchen und gehen begleitet von Steve und unseren Bodyguards das Theater wo die Sports Emmy Verleihung stattfinden sollte. "Du hast das super gemacht!" raune ich ihr zu und küsse ihren Hals.

Wir werden zu unserem Tisch geführt. Steve setzt sich zu uns. Keine Ahnung ob seine Karte dies vorsieht oder ob er es einfach macht. "Du siehst heute toll aus!" lobt er mich erneut. "Also du siehst ja immer toll aus, aber heute..." Ich grinse ihn an und nehme einen Schluck Wasser was vor mir auf dem runden Tisch steht. "Wenn du dann mal fertig wärst meine Frau anzubaggern!" zischt Tony und man spürt das es sauer wird. Ich lege meine rechte Hand auf seinen Arm. "Beruhige dich bitte, Darling! Das hatten

wir doch schon einmal. Lasst uns den Abend einfach genießen!" Er nickt, aber hinter seiner verspiegelten Sonnenbrille kann ich seinen Blick nicht erkennen. Ich sehe zu Steve rüber, er sagt "Du hast Recht, Su! Lasst uns nur Spaß haben!" "Na also." denke ich und strahle. Hier drin konnte ich nun auch endlich ganz ohne nervös zu sein den Abend genießen, denn hier drin ist die Presse nicht zugelassen.

von goldenen strumpfbändern

"Süße, komm her! Ich will dir was zeigen." ruft Tony von der Couch aus. Er liegt da mit seinem Laptop auf den Knien und surft im Internet. "Sieh dir das an!" sagt er als ich mich neben ihn setze. "Hier, Fotos und Artikel über die Preisverleihung gestern." "Cool! Zeig her!" rufe ich und entreiße ihm den Laptop. Ich sehe auf den Bildschirm und beginne zu lesen. Die Google Startseite war geöffnet und mein Name war eingegeben worden. Als erstes sehe ich ein Bild von mir in dem atemberaubenden Kleid, darüber steht "Susan Walters - sie wird Iron Woman."

Ich lese den Artikel, darin steht zusammen gefasst das ich gut aussehe, Stil habe und alle gestrigen Abendgäste von mir begeistert waren. Eine weitere Seite lobt mich als gute Journalistin die das Glück ihres Lebens gefunden hat. Die BBC gab eine kurze Zusammenfassung ihres Interviews mit mir raus. Da war beschrieben wie unsere Hochzeitsvorbereitungen bisher verlaufen waren und auch mein Kleid fand Beachtung. "Wir dürfen gespannt sein was wir von diesem Pärchen noch zu hören bekommen." Und da war er, der Artikel den ich

befürchtet habe, "Iron Man feuert nicht nur Granaten auf böse Jungs ab. Er ist selbst eine." stand da. Ich spüre wie ich einen hoch roten Kopf bekomme. "Scheiße!" murmle ich. "Was denn?" fragt Tony. "Ach nichts." zische ich und klappe den Laptop ruckartig zu. Er lacht, nimmt mir den PC aus der Hand und öffnet ihn wieder. Nachdem er die Schlagzeile gesehen hat, grinst er wie ein Honigkuchenpferd und sagt "Das ist ja mal geil!" "Was bitte ist daran geil?" frage ich. "Das hört sich an als würdest du mich in

deinem Anzug ficken." Ich bin wirklich aufgebracht. Er nimmt mein Gesicht in seine Hände, sieht mich fest an und raunt "Schätzchen, das kann uns doch egal sein. Du und ich wissen doch wie unser Sex wirklich ist - nämlich episch! Lass doch die Öffentlichkeit denken was sie will! Scheiß drauf!" schließt er. "Du bist echt mutig, weißt du das? Aber gut, wenn du es sagst, dann finde ich es eben auch okay. Ähm, ich lese ... ich lese dann mal weiter." stottere ich und entreiße ihm wieder den Laptop um weiter zu lesen. Ich setze mich im Schneidersitz auf den Boden und legte es auf meine Beine.

"Oh sieh mal da steht noch etwas.." beginne ich stoppe dann aber als ich etwas weiter lese. "Was ist?" fragt er als ich nur noch den Bildschirm anstarre. "Da steht wenn man das mal übersetzt, dass ich eine Geldgierige Schlampe bin, dich ausnutze und dich von deinen wirklichen Aufgaben ablenke, denen als CEO und als Superheld." stammle ich. "Schatz, so ist es nicht! Das weißt du, das weiß ich." beginnt er. "Aber, wer hat das geschrieben?" fragt er noch und schon liegt der Laptop wieder in seinen Händen. "Hey!" rufe ich.

"Dieses Klatschblatt kenne ich. Idioten! Gib nichts da drauf!" Tony setzt sich hinter mich, legt seine Hände auf meine Schultern und beginnt meinen Nacken zu massieren. "Schatz, das war dir doch sicher auch klar, das es auch solche Schlagzeilen geben würde? Es gibt immer positive, aber eben auch immer negative. Ich oder besser gesagt Iron Man, ach was, wir Avengers allesamt wurden schon verarscht, verurteilt, verunglimpft. Aber wir wurden auch schon in den höchsten Tönen gelobt." Ich schließe meine Augen, lege meine rechte Hand auf seine linke und schmiege meine

Wange in seine Hand. "Ja, das weiß ich. Aber es ist doch sehr befremdlich für mich so etwas zu lesen." erkläre ich. "Ich bin das nicht. Ich will nicht das die Öffentlichkeit diese Meinung von mir hat." "Schatz, es ist egal, nein besser, es muss dir egal sein! Du musst stärker werden wenn du an meiner Seite leben willst!" sagt er dunkel. "Hm." "Du bist die zukünftige Ms. Stark. Du wirst unwahrscheinlich reich sein, einflussreich, begehrt für die Modeindustrie, du wirst in der Öffentlichkeit stehen, jeder deiner

Schritte wird verfolgt werden und deshalb musst du stark sein!" Ich drehe mich zu ihm um, um ihn direkt in die Augen sehen zu können. "Dann zeig's mir!" fordere ich mutig. Tony sieht mich verwundert an "Was?" "Na, wie ich mich verhalten soll. Gib mir Nachhilfe darin du zu sein!" sage ich. "Okay. Dann haben wir ja nicht viel mehr vor, als das wir dich, liebes, nettes Mädchen, in ein arrogantes, aufgetakeltes Miststück zu verwandeln." lacht er. Ich starre ihn an. "Nein quatsch, Schatz. Du sollst du bleiben, aber eben nur stärker, mutiger. Genieße den Luxus den ich dir bieten

kann, nimm es an, das dir die Welt zu Füßen liegt! Unser Leben ist eine Show bei der du mitzuspielen lernen musst!" "Ist gut." sage ich und nicke. Das muss ich erst einmal verarbeiten. "Ist gut, Tony, ich werde mir Mühe geben die perfekte Frau an deiner Seite zu werden!" "Na also." lacht er und küsst mich auf den Mund. "Pepper kann dir sicher auch noch ein paar Tipps geben." "Ist gut." sage ich erneut. "Kannst du noch was anderes als "ist gut" sagen?" fragt er. "Ja." "Und was zum Beispiel?" lacht er. "Hm."

Ich tue so als müsse ich überlegen "Ich liebe dich?" "Das klingt wie eine Frage." stellt er entrüstet fest. "Ja, ich frage mich nämlich gerade ob ich so leben möchte." versuche ich ihn rein zulegen. "Du hast bereits JA gesagt, erinnerst du dich?" sagt er und scheint wirklich belustigt zu sein. "Hm." Ich grinse ihn frech an. "Schatz, ja ich liebe dich! Und für dich würde ich fast alles tun. Sogar diese unglaubliche Herausforderung im Luxus zu leben werde ich meistern." lache ich. "Das ist ja unglaublich großzügig von dir!" spielt er den Staunenden und lacht.

Er nimmt mich in die Arme und küsst mich immer wieder und wieder. Noch knapp 3 1/2 Monate bis zur Hochzeit. Wir haben uns für den Mittsommertag entschieden, der fällt dieses Jahr auf einen Sonnabend, also perfekt geeignet um zu heiraten! Für heute Nachmittag habe ich mich mit Belle verabredet. Wir wollen gemeinsam die Brautaccessoires kaufen. "Ron, können wir los?" frage ich meinen Leibwächter der wie immer brav die ganzen vielen Stunden vor meiner Bürotür gestanden hat.

Er nickt "Aber sicher doch!" "Fahr mich bitte zur 5th Evenue. Ich treffe mich da mit Belle." bitte ich ihn während wir nach unten zum Wagen gehen. Dieser steht auf dem Firmenparkplatz geparkt. Ron öffnet mir die Tür und wirft sie zu nachdem ich eingestiegen bin. Als ich am verabredeten Treffpunkt eintreffe wartet Belle schon. "Hi Süße!" begrüßt sie mich "Bist du bereit?" "Bereit Geld aus zugeben? Na klar doch!" lache ich und werfe mir meine Handtasche über die Schulter. Arm in Arm schlendern wir, dicht gefolgt

von Ron die Straße entlang. "Und du hast dich informiert, hier gibt es einen Brautaustatter?" fragt sie mich sekeptisch. Ich schubse sie mit der Hüfte an und sage lachend "Ja, das habe ich, beste Freundin. Und wir können doch wohl auch so noch etwas shoppen gehen oder hast du da was dagegen?" "Solange dein Mann bezahlt, ist mir alles recht." lacht sie. "Appropo dein Mann. Wie läuft's mit Steve?" Belle kneift mich in den Arm. "Bist du heute neugierig! Aber wenn du schon so nett fragst, es läuft ganz gut. Wir treffen uns regelmäßig. Erst gestern

wieder. Wir waren essen." erklärt Belle. "Das klingt doch gut! Ich freue mich wirklich für euch! Ihr habt es beide verdient glücklich zu sein!" Ich werfe einen Blick zu dem hinter uns laufenden Ron, ob er es auch nicht mitbekommt. "Steve hat ja so viel verpasst, als er im Eis lag, meine ich, da kannst du ihm sicher noch so einiges beibringen." "Aber Hallo! Er war wie ein Novize. Ich konnte ihn mir hinbiegen wie ich ihn brauche. Su, ich sage dir, es ist ganz schön sexy, wenn man Macht über einen anderen Menschen ausüben kann!" flüstert sie und wird einen Hauch rot.

"Für mich wäre das nichts." murmle ich. "Oh, was glaubst du ist es für ein geiles Gefühl, wenn dieser große, starke, muskulöse Mann genau das tut was ich von ihm verlange?" Ich sehe die 1,69 kleine Belle an und denke ja, das kann ich mir vorstellen. "Tony macht auch alles für mich. Aber Machtspiele, das ist nicht unser Ding." erkläre ich und stocke "Obwohl ab und an sagt er mir schon wo es lang geht." Belle sieht mich triumphierend an. "Nein, nicht so wie Dom und Sub oder so. Was denkst du von mir?" lache ich. "Und wiederum kann ich ihn so

verführen das er mir völlig ausgeliefert ist." "Das war jetzt sehr aufschlussreicht." zieht sie mich auf. "Wo ist denn nun dieser Laden?" wechselt Belle das Thema. "Na, da!" rufe ich und deute auf den riesigen Laden auf der Ecke. In den Schaufenstern stehen Puppen mit den verschiedensten Brautkleidern. "Wäre es okay für euch wenn ich draußen warte?" fragt Ron und wirft einen skeptischen Blick an der Hausfassade entlang. "Aber sicher doch, Ron. Wir wollen dich doch nicht mit Mädchenkram belästigen." lache ich.

"Nein. Das eben hat mir auch schon gereicht. Danke." flüstert er mir an meinem Ohr. Ich erstarre. Das war nicht für seine Ohren bestimmt. Er soll doch nicht wissen wie sein Chef im Bett ist. Scheiße! Warum kann ich kein Fellnäpfchen auslassen? "Wenn etwas ist und du Hilfe brauchst, benutz das Headset!" sagt er lauter und eine hochrote Susan Walters, baldige Stark betritt unter Glöckchenklang den Laden. "Einen schönen Guten Tag die Damen!"

begrüßt uns eine ältere Dame, sie musste die Verkäuferin sein. "Wie kann ich Ihnen helfen?" Ich trete vor und sage " Ja, Hallo. Also ich heirate." "Das haben die meisten Leute vor die in meinen Laden kommen, Schätzchen." antwortet die Dame und zwinkert mir zu. "Ja natürlich. Also ich brauche noch Sachen... die eine Braut so eben braucht..." stammele ich. Belle kommt mir zu Hilfe und wirft ein "Die Accesoisse braucht sie. Strümpfe, Strumpfband und son Zeug." "Ich verstehe." sagt sie. "Setzen Sie sich bitte! Ich werde die Sachen für Sie zusammen suchen." und deutet auf ein

rotes Chesterfield Samtsofa. Wir setzen uns artig hin und warten der Dinge die nun folgen würden. "Ein Kleid haben Sie schon, Schätzchen?" ruft die Dame aus dem hinteren Teil des Ladens. "Oh ja, das habe ich... also bald... es wird noch genäht... Designerstück." stammle ich zur Antwort. "Schön! Wie seiht es aus?" "Also, es ist creme weiß, Schulterfrei, Bodenlang und besteht fast nur aus Spitze. Also an den wichtigen Stellen natürlich nicht nur." erkläre ich. Belle legt mir beruhigend eine Hand auf den Oberschenkel. "Beruhig dich mal! Heb dir die Aufregung für die Hochzeit

auf!" Ich nicke stumm. Da kommt die Verkäuferin zurück. Sie ist mit etlichen Schächtelchen beladen. "Das klingt doch nach einen wahrhaft schönen Kleid!" sagt sie freundlich. "Hier habe ich Seidenstrüpfe in creme weiß und hier..." Sie packt es aus einem kleinen schwarzen Tütchen aus "...das Strumpfband." Es ist golden. Das passt perfekt! Genau nach soetwas habe ich gesucht! Woher wusste sie das? Als Assoziation zum Iron Man Anzug wollte ich irgendeine Kleinigkeit bei mir tragen. Ich möchte ihm damit signalisieren, dass ich ab da an Ms. Iron

Man bin. "Oh ja, sehr schön." strahle ich sie an, nehme das Band in meine Hände, drehe es hin und her und betrachte es. Goldene Spitze mit einem winzig kleinen rot goldenen Schleifchen daran. "Gut, das hätten wir also schon einmal." wirft Belle dazwischen. "Was brauchen Sie noch? Eine Tasche?" fragt die ältere Dame. "Ja, eine die zum Kleid passt." "Selbstverständlich!" "Moment! ... Wie wäre es mit dieser hier?" fragt sie und hält ein goldenes Spitzentäschen zirka 15 cm lang vor sich. "Wenn Sie dann noch goldenen

Haarschmuck tragen, passt alles vorzüglich zusammen!" "Das hatte ich vor." erwidere ich. "Haben Sie auch Schuhe?" "Ja, aber das wird etwas länger dauern." antwortet sie und blickt zu Ron nach draußen. "Wollen Sie den Bräutigam nicht hinein bitten. Jetzt ist ja alles was er noch nicht sehen sollte abgehakt. Es ist wirklich kalt da draußen. Er wird sich noch den Tod holen." Ich folge ihrem Blick und muss lachen. "Nein, nein. Das ist nicht mein Zukünftiger. Das ist nur, nein, nicht nur, das ist ... also das ist mein Bodyguard." stammele ich wieder.

"Ihr Bodyguard?" fragt sie ungläubig. "Okay, sind Sie eine Berühmtheit? Verzeihen Sie bitte, ich lese keine Klatschzeitschriften und Fernsehen tue ich auch sehr selten." entschuldigt sie sich. "Ist schon gut! Es ist ganz angenehm wenn man mal nicht auf seinen Mann angesprochen wird. Sie sind sehr freundlich, alles ist gut!" "Und sollte er da draußen nicht trotzdem lieber hinein kommen?" "Nein, er möchte nicht. Dieser Laden ist ihm wohl zu feminin." lache ich. "Keine Sorge, er ist abgehärtet." "Na wenn das so ist. Ich werde Ihnen

jetzt erst einmal etwas zu Trinken bringen." "Champagner bitte!" wirft Belle dazwischen. Ich sehe sie an. "Was denn? Das gehört doch dazu wenn die Braut sich einkleidet." Kurze Zeit später sind wir umringt von Schuhen. Weiße, champagner- und creme farbene, beige und auch zwei goldenen. "Ich kann mich nicht entscheiden." jammere ich. "Nimm die goldenen! Ich könnte noch, wenn du es möchtest, rote Schleifchen ranbasteln." schlägt Belle vor. "Man muss es ja nicht übertreiben." sage

ich trocken mit einem Seitenblick auf sie. "Okay, dann die goldenen Sandalen!" entscheide ich mich. "Der Absatz ist mit 7 cm auch nicht all zu hoch, so das Sie gut den ganzen Tag darin gehen können." mutmaßt die Verkäuferin. Ich nicke und besehe mir die Sachen. "Okay, ich nehme diese Sachen hier alle." verkünde ich und reiche ihr meine Platinkarte. "Gute Wahl!" lobt sie mich und geht um meinen Einkauf in eine große weiße Papiertüte zu verstauen. "Erledigt. Wieder etwas abgehakt." seufze ich. "Jetzt brauchst du nur noch den Kuchen

zu verkosten oder?" fragt Belle während wir in aller Ruhe unseren Champaner austrinken. "Ja, genau. Die Verkostung ist aber erst im Mai angesetzt." sage ich. "Und was machen wir jetzt?" Da kommt die Verkäuferin zurück hält mir die Tasche hin und sagt "Kindchen, ich wünschen Ihnen von Herzen alles Gute! Möge Ihre Ehe vom ersten Tag an Glücklich sein!" Ich bedanke mich und verlasse mit meiner besten Freundin den Laden. Draußen drücke ich Ron wortlos die Tüte in die Hand. Er ist nicht einmal überrascht. Scheinbar

lernt man das in der Ausbildung zum Bodyguard, das den Gepäckträger zu spielen. "Dafür ist ein Bodyguard auch noch gut." witzel ich und Belle und ich lachen uns kaputt. "Nichts für ungut, Ron! Ich weiß gar nicht mehr wie mein Leben ohne deinen Schatten war." Ich drehe mich zu ihm um und gebe ihm einen flüchtigen Kuss auf die Wange. Jetzt ist er doch überrascht und fasst sich stumm an die Stelle wo meine Lippen ihn eben berührt haben. "Darf man das mit seinem Bodyguard machen?" fragt Belle. Sie ist genau so überrascht.

"Hm, weiß nicht! Aber er ist schließlich MEIN Bodyguard." antworte ich und gehe beschwingt weiter.

auf in den kampf!

Ich sitze an meinem Schreibtisch und sichte gerade ein neues Manuskript, als ein Anruf von Tony rein kommt. "Hi, Schatz!" begrüße ich ihn. "Hey, Süße. Du ich wollte dir nur kurz bescheid geben, ich muss weg." sagt er ruhig. Stattdessen werde ich unruhig. "Wie, du musst weg?" frage ich gereizt. "Oh, Süße, nicht wie du denkst." lacht er. "Es ist ein S.H.I.E.L.D. Einsatz für die Avengers rein gekommen. Da ist in so einem Osteuropäischen Land ein durchgeknallter Baron und der hat etwas in seinem Besitz, womit er die Welt

zerstören kann. Ein Zepter oder so was. Aber das ist alles geheim, also eigentlich dürfte ich dir gar nichts sagen. Jedenfalls, warte nicht mit dem Abendessen auf mich, Darling!" scherzt er. "Wird es gefährlich?" frage ich leise. "Es wird immer gefährlich." Ich schlucke. "Süße, du wusstest doch als du dir einen Superhelden geangelt hast, dass es auch mal gefährlich werden kann." beruhigt er mich. "Wenn dich das Wissen tröstet das ich in meinem Anzug für normale menschliche

Waffen praktisch unverwundbar bin, sag ich es dir." Ich schniefe und sage "Hm, ja du hast ja Recht. Pass auf dich auf, Tony!" "Das mache ich doch immer. Wie sollte die Welt weiter existieren ohne Tony Stark." lacht er erneut. "Ach ja, noch etwas, unser Herzensbrecher hat es versäumt seiner Freundin bescheid zu sagen das er die Fick-Verabredung heute Abend nicht einhalten kann." "Oh Tony!" Ich rolle mit den Augen. "Du nun wieder. Aber er hat Belle nicht bescheid gegeben das er weg muss?" sage ich. "Nö."

"Scheiße! Ich werde sie anrufen müssen." überlege ich. "Das hab ich schon getan. Sie will noch herkommen. Habe ihr Happy geschickt." plaudert er. "Du denkst einfach an alles, Iron Man!" scherze nun ich. "Das war lieb von dir!" "So, Schatz. Romanoff macht schon den Quinn-Jet startklar und rollt mit den Augen weil ich mich nicht lösen kann." "Lass dir nichts einreden, Susan." ruft Natasha aus dem Hintergrund und ich muss lachen.

"Ich befürchte eher, das Stark nachher rum heult weil er nicht neben dir einschlafen kann heute Abend." Ich hören lautes Lachen im Hintergrund. "Ach ist das so?" Jetzt muss ich lachen. "Ja, sehr lustig Romanoff! Du hast ja deinen Großen Grünen bei dir." gummelt Tony. Romanoff und ich sitzen schon auf unseren Pilotensitzen und checken die Funktionen, als Jarvis sich meldet "Sir, Miss Grimm ist soeben eingetroffen."

"Was ist denn jetzt los?" fragt ein verwunderter Steve. "Ja du Held. Du hast vergessen dich von deinem treuesten Fan zu verabschieden." ziehe ich ihn auf. "Sie befindet sich jetzt im Fahrstuhl. Ich lasse sie direkt in den Hangar kommen." vermeldet Jarvis. "Aber ich... ich weiß gar nicht... was soll ich..." stottert er. "Was du machen sollst? Scheiße Cap, du gehst da jetzt raus und gibst ihr einen Kuss den sie nie in ihrem Leben vergessen wird!" Steve sieht mich erstaunt an. "Hier vor euch allen? Nein, das mach ich nicht!"

"Mensch Steve, wir können uns ja die Augen zu halten." steigt jetzt auch Natasha mit ein. Alle lachen. Hawkeye kann lautesten. Steve läuft rot an, steht aber dennoch auf. "Aber ich hau jedem eine rein, der mich der mich später darauf anspricht!" droht er scherzend. "Sir, Miss Susan, ist eingetroffen." meldet sich Jarvis. Ich drehe mich erstaunt um und schaue zum Cockpit als würde ich dort Jarvis zu sehen bekommen. "Ach, was für eine Überraschung! Na dann, komm mit und verabschiede dich

ebenso!" fordert Cap mich auf. "Dann folge mir und lerne vom Meister!" Schon habe ich meine Beherrschung wieder gefunden. "Romanoff mach noch mal auf!" Zischend öffnet sich die hintere Klappe so das wir aussteigen können. In diesem Moment öffnet sich der Fahrstuhl und Belle steigt aus. Cap bleibt unschlüssig stehen und sieht sich nach dem Jet um, wo die anderen am Fenster im Cockpit stehen und feixen. Er droht ihnen mit der Faust. Belle steht nun vor ihm und sieht ihn an. "Hey, mein Held!" flüstert sie. Steve fährt sich verlegen durch die Haare.

Ich drehe mich weg und tue so als ob der Werkzeugkasten mich extrem interessieren würden. "Hi." flüstert er verliebt und nimmt sie in den Arm. "Du wolltest das Land verlassen ohne dich vorher von mir zu verabschieden?" Belle klingt traurig. "Ich... es tut mir leid, Belle!" raunt er. "Ich dachte wir sind zusammen?" flüstert sie und blickt ihm tief in die Augen. Er wirft mir einen schnellen Seitenblick zu und antwortet, "Das sind wir auch. Aber... es ist alles so neu für mich. Entschuldige bitte!" Er nimmt sie liebevoll in den Arm.

In diesem Moment öffnet sich der Fahrstuhl erneut und meine Susan rennt auf mich zu. Sie fliegt förmlich in meine Arme und küsst mich stürmisch. Ich nehme sie in die Arme und beuge sie runter um ihr einen epischen Kuss zu geben. Aus dem Augenwinkel sehe ich wie Steve uns anstarrt. Übertrieben lasse ich meine Zunge in Susans Mund gleiten. Ich will ihn reizen, das macht Spaß!

"So, verabschiedet man sich von seiner Freundin." meint Belle trocken und deutet auf uns. "Küss mich endlich!" Und er tut es. Steve nimmt Belles Gesicht zwischen seine Hände und presst seine Lippen auf ihren Mund. Der Kuss scheint ewig zu dauern. Hawkeye deutet vom Jet aus mit der Hand auf sein Handgelenk um uns zu erinnern das wir los müssen. "Ähm, Cap!" beginne ich. "Ja, gleich." raunt er und küsst sie weiter.

"Wir haben schon vor wieder zu kommen, weißt du." meine ich. "Ja, ja, ich komm ja schon." meckert Steve und lässt von Belle ab. "Bis bald, Belle!" murmelt er. "Ja. Pass auf dich auf, bitte!" sagt sie leise. Er gibt ihr noch einen letzten Kuss, dann gehen wir zurück zum Jet. Su legt einen Arm um Belle. Sie stehen da und sehen zu wie der Jet mit uns den Hangar verlässt. Ich kann verstehen was jetzt in Belle vorgeht, sie hat Angst er könnte nicht

zurück kommen oder verletzt werden. Auch für mich ist es das erste Mal das Tony weiter weg muss und es bei dem Einsatz gefährlich werden kann. "Er kommt wieder. Gesund und Munter und genauso verliebt wie er es jetzt ist." versuche ich sie zu trösten und lege meinen Arm um ihre Schulter. Sie wendet ihren Blick vom Jet ab und sieht mich an, in ihren Augen funkeln Tränen. Der Jet wird gestartet und wir treten beiseite. Langsam rollt er zum Ausgang des Hangar. Dann werden die Düsen gestartet und er gibt Schub, und weg ist

er. Belle heult richtig los. So kenne ich sie gar nicht. "Dich hat's ja wirklich erwischt." meine ich trocken. "Ja." schnieft sie nur. "So kann ich dich nicht allein lassen! Du bleibst hier im Tower bei mir!" bestimme ich. "Wir rufen jetzt in deinem Büro an und geben dir für heute frei." "Und du? Musst du nicht auch arbeiten?" fragt sie. "Ja, aber das kann ich auch von hier aus machen. Das Manuskript habe ich im E-Mail Postfach. Komm!" erwidere

ich. Gemeinsam fahren wir mit dem Lift nach oben in das Penthouse. "Willkommen Miss Grimm." begrüßt Jarvis Belle. "Hi Jarvis." murmelt sie leise. "Sie hat sich ja schnell an Jarvis gewöhnt." denke ich "Ich habe da damals deutlich länger gebraucht. "So, du setzt dich jetzt vor den Fernseher und ich hole meinen Laptop. Ich setze mich zu dir zum arbeiten." Belle schnieft ein ja und lümmelt sich mit einer Kuscheldecke auf die Couch. Ich hole schnell den Laptop aus dem Schlafzimmer.

"Willst du einen Kaffee oder Tee?" frage ich noch bevor ich mich setze. "Gern. Kaffee bitte!" Ich bereite den Kaffee zu und stelle ihn zusammen mit Eiscreme auf ein Tablett. So trage ich es hinüber in den Wohnbereich. "Wollen wir einen Film anschauen?" fragt Belle. "Okay, ich muss nebenher nur ein wenig lesen." antworte ich. "Musst du dich dafür nicht konzentrieren? Nicht das das Buch später nur wegen seiner Rechtschreibfehler in Erinnerung bleibt." lacht sie.

"Hey, dein Humor kommt zurück. Aber nein, das geht schon." antworte ich. "Welchen Film soll Jarvis starten?" "Bodyguard? Wir lieben ihn doch beide." sie zwinkert mir zu. "Wen? Kevin Costner oder Bodyguards an sich?" frage ich lachend. "Unsere Traumprinzen." antwortet sie verträumt lächelnd. "Du hast es gehört Jarvis. Starte bitte den Film!" rufe ich. "Wie Sie wünschen." Die Fensterscheiben verdunkeln sich und statt der atemberaubenden Aussicht erscheint eine Leinwand. "Ich schicke

Ron los um uns frisches Popcorn zu besorgen." schlage ich vor und tippe schon an mein Headset. "Ron, könntest du mir einen kleinen Gefallen tun?" bitte ich. Er antwortet nicht. "Ron? Hallo?" frage ich erneut. Plötzlich ein Stöhnen. Hab ich mich verhört? Was war das gerade? Wieder ein Stöhnen. Schnelles Atmen. Ron Stöhnt - während der Arbeit? Hat der etwa? Ich muss grinsen. Belle sieht es und formt lautlos mit den Lippen die Worte "Was ist denn?" Ich tippe wieder an das Headset, so das es ausgeschaltet ist und flüstere "Ich glaube Ron hat gerade sehr viel Spaß."

Belle scheint nicht zu verstehen. "Sex Belle. Ron hat gerade Sex." Ich muss grinsen. "Also wenn Tony das wüsste." "Was?" sie ist echt überrascht. "Wo ist er?" "Irgendwo im Umkreis von einer Meile. So weit reichen die Headsets." erkläre ich. "Er wird in seinem Zimmer sein." "Er hat hier ein Zimmer? Wohnt er hier?" fragt sie. "Quatsch Belle. Ron hat ein eigenes zu Hause, aber unsere Bodyguards haben hier im Tower jeder auch ein privates

Zimmer. Genau wie die Avengers übrigens. " "Wie jetzt? Jeder der Avengers hat hier ein privates Zimmer?" "Klar! Platz ist hier doch genug. Es ist ein Hochhaus." "Steve auch?" "Nee, weißt du, der muss seine Sachen auf's Dach stellen. Klar hat er auch ein Zimmer." lache ich. "Und warum habe ich es mit ihm Silvester dann in eurem Badezimmer getrieben?" murmelt sie. Ich sehe sie schief an. "Ja und davor in eurem Gästezimmer." Belle sieht mich entschuldigend an. "Ist schon gut. Ich wusste es ja

eigentlich schon." "Woher?" fragt sie überrascht. Ups! Peinlich! "Tony. Er hat euch gesehen." sage ich so schnell das ich hoffe das sie es nicht richtig versteht. "Tony Stark hat mich beim Sex beobachtet?" Belle ist fassungslos und vergräbt ihr Gesicht in den Händen. "Ach Mensch Belle, das ist doch nicht so schlimm. Er hat es ja nicht weiter erzählt." Sie sieht mich schief an und sagt "Er hat es dir gesagt." "Stimmt. Aber sonst weiß es keiner. Und es ist jetzt egal, das ist Vergangenheit. Ihr seit jetzt zusammen. Und das kann

sogar ein Blinder sehen. Wie ihr euch vorhin abgeschleckt habt." ziehe ich sie auf. Sie knufft mich in die Seite, bekommt einen hochroten Kopf und muss lachen. "So, ich versuche es nochmal bei Ron. Vielleicht ist er ja jetzt wieder einsatzbereit?" Ich tippe das Headset an und sage "Ron." Statt einer Antwort bekomme ich - nichts. Er muss es abgelegt haben. "So wie es aussieht müssen wir auf Popcorn verzichten." meine ich. "Egal. Wir haben Eiscreme." ruft Belle

glücklich und lümmelt sich so richtig ins Sofa. Ich lasse den Laptop auch erst einmal aus und genieße den Film. Na gut - ich gebe zu, er blieb den ganzen Film über aus. Zu zusehen wie sich Kevin Costner und Whitney Huston Stück für Stück in sich verlieben ist einfach zu schön! Heute machte ich doch nichts mehr für die Arbeit. Das rächte sich am nächsten Morgen. Ron und ich kamen in meinem Büro an und ich wollte mir gerade meinen Mantel ausziehen als plötzlich Steve hinter mir steht.

"Susan, auf ein Wort." Seine Stimme klang verärgert. Ich werfe Ron einen skeptischen Blick zu und zuckte mit den Schultern, folge dann aber Steve in sein Büro. "Schließ bitte die Tür!" rief dieser. Als ich schließlich vor seinem Schreibtisch stehe wird mir kein Sitzplatz angeboten. "Susan, Sie sind (Sie?) noch in der Probezeit, das wissen Sie?" fragt er streng. Ich nicke stumm. "Das Sie sich in dieser Zeit anstrengen müssen und volle Leistung bringen

sollten, wissen Sie auch?" Ich nicke erneut. "Warum, frage ich Sie, warum sind Sie dann gestern einfach so von Ihrer Arbeit fortgegangen und nicht zurück gekehrt? Und warum finde ich das überarbeitete Manuskript nicht in meinem E-Mail Postfach?" "Ich ähm, ich hatte einen Termin." versuchen kann ich es ja. "Einen Termin?" er sieht mich fest an. "Er ist sexy wenn er sauer ist!" denke ich und schüttle aber gleich den Kopf um diese Gedanken aus meinem Hirn raus zubekommen.

"Es tut mir leid! Ich hatte ja noch vor das Manuskript weiter zu bearbeiten, dann ist mir aber etwas dazwischen gekommen. Ich werde es sofort nachholen. Ich mache heute keine Mittagspause um das versäumte aufzuholen." Meine Stimme klingt verzweifelt. "Das wird nicht nötig sein." meint er nur. "Susan, seien Sie sich ihre Stellung bewusst. Sie sind die Neue. Die werden immer als erstes entlassen." sagt er streng. "Natürlich!" murmle ich. "Es kommt nicht mehr vor." lenke ich ein. So viel zum Thema stark sein und

Durchsetzungsvermögen zu haben. Ich will mich schon abwenden um das Büro zu verlassen, da sagt er noch "Susan, ich bin nicht gerne streng. Aber als Leiter dieses Verlages muss ich es sein." "Ich verstehe." sage ich und gehe. Die Mittagspause lasse ich heute aber dennoch ausfallen. Ron besorgt mir stattdessen etwas beim Inder und wir essen gemeinsam in meinem Büro während die anderen wieder im Diner sind. Tony muss es ja nicht wissen. "Hey, das war ja Filmreif, Steve!" ruft Hawkeye Cap zu als wir wieder im Jet

sind und die Klappe sich schließt. "Ja, wirklich. Du machst dich." Ich klopfe ihm freundschaftlich auf die Schulter. "Ja, macht ihr nur eure Witze." grummelt er. "Ich mag sie eben und , das müsst ihr zugeben, habe ja wohl einiges an Jahren aufzuholen. Fast mein ganzen Leben habe ich verpasst." "Nein falsch. Du warst zwar 70 Jahre schockgefrostet, bist jetzt knappe 100 Jahre alt. Aber - hey, du hast dich super gehalten. Du kannst jetzt noch alles aufholen was du verpasst hast!" meint Romanoff. "Ich mag sie echt, Natasha. Aber ich

weiß nicht ob ich wirklich mit ihr zusammen sein kann. Ob ich ihr genüge. Wie du schon sagst, ich bin fast 100 Jahre alt." meint er leise. Sie antwortet "Steve, das sieht man doch nicht, du bist nur psychisch älter geworden. Du weißt es, sie vielleicht noch gar nicht. Genieße dein Leben! Hier bietet sich eine Chance - ergreife sie! Warte nicht so lang. Denn das, und das hat sich seit den 20'iger Jahren nicht geändert, mögen wir Frauen gar nicht, einen Typen der nicht den Arsch in der Hose hat den ersten Schritt zu tun." "Okay. Wenn du meinst." murmelt er. "Wenn Dr. Romanoff dann mal fertig ist

mit ihren Beziehungstipps, könnten wir vielleicht mal den Einsatz besprechen." rufe ich dazwischen. Beide sehen mich an. Natasha rollt, mal wieder mit den Augen und Cap wird rot. Es wurde Abend und wir hatten noch immer nichts von den Avengers gehört. "Jarvis, kannst du uns was sagen?" frage ich als Belle und ich gemeinsam auf dem Sofa im Wohnbereich sitzen. "Nein, der Einsatz ist wie alle anderen Einsätze der Avengers, geheim. Es tut mir leid Miss Susan!" Ich blicke traurig zu Belle.

"Aber wenn ich kann Ihnen beiden verraten, alle Avengers sind wohlauf und unverletzt." Ich strahle Belle an. "Na siehst du. Alles ist gut." Belle wischt sich die Tränen mit dem Ärmel weg und schnieft "Das ist gut!" Da kommt mir eine Idee. "Jarvis, kannst du den beiden eine Nachricht zukommen lassen?" frage ich ihn. "Selbstverständlich." "Sag ihnen nur: Ich liebe dich!" "In Ordnung Miss Susan. Ich werde sie

sofort zustellen. Mister Stark befindet sich gerade in seinem Anzug und Mister Rogers kann ich über das Headset erreichen." "Gut. Mach das." sage ich. "Jarvis irgendwelche Personen im rechten Teil der Burg?" frage ich. "Ich scanne das Gebäude. Nein, Sir, kein Lebenszeichen ist zu erkennen." antwortet er mir. Ich feuere eine Rakete in den Gebäudeteil wo ich weiß das sich dort das Labor des Barons befindet. "Sir, ich habe da noch eine Nachricht für Sie." meint Jarvis. "Was? Von wem?" frage ich.

"Von Miss Susan." "Na dann, sag's mir!" sage ich um fliege in die Trümmer der Burg. Da kommt von der Seite ein Geschoss geflogen, trifft mich am Arm, ich falle in die Trümmer und Jarvis sagt: Ich liebe dich. "Captain Rogers, ich habe eine Nachricht für Sie." melde ich mich bei Captain America. "Jarvis, was ist denn? Ich bin beschäftigt. Mach die Leitung frei!" ruft dieser während er sich mit einem Gegner schlägt. "Nein, warte Jarvis!" ruft er und schlägt

den Gegner mit einem Kinnhaken K.O. "Wie lautet die Nachricht?" "Ich liebe dich." "Das ist nett, aber..." Steve ist verwirrt. "Sir, die Nachricht kommt von Miss Grimm." erläutert Jarvis. "Ach so." ruft Steve und schleudert seinen Schild auf einen weiteren gerade in den Gang gestürzt kommenden Gegner. "Sag ihr bitte... Moment! Sie liebt mich?" Er bleibt stehen um darüber nach zudenken. Da schießt ein Gegner auf ihn,

er wehrt das Geschoss mit seinem Schild einfach ab. Plötzlich lächelt er. "Sag ihr bitte: Ich liebe dich auch!" ruft er, und beflügelt von der Liebe bringt Captain America in diesem Einsatz noch viele weitere Gegner zur Strecke.

wiedersehensfreude

"So, der Einsatz war ein voller Erfolg. Was auch sonst!" sage ich mit nicht nur einem Hauch Stolz in der Stimme. "Ja. Und wer bringt jetzt das Zepter ins Hauptquartier?" fragt Natasha. "Das mache ich." schlage ich vor. "Na gut. Ich habe nach den zwei Tagen die Nase voll. Nichts für ungut Jungs. Ich brauche Entspannung!" Sie sieht zu Banner hinüber. Der schaut beschämt zu Boden. "Ah, ich versteh schon. Aber wartet noch bis ihr zu Hause seit bevor ihr euch abschleckt!" Ich reiße mal wieder meine Witze - ich

bin so gut! "Sagt derjenige der an jedem erdenklichen Ort schon Sex hatte." murmelt Clint. "Eifersüchtig Falkenauge?" frage ich ihn, denn ich habe ihn im Gegensatz zu den anderen gehört. "Sieh mich nicht an! Ich habe seit über 7 Jahren ein und die selbe Frau und wir sind glücklich." gibt glücklich zurück. "Schön für euch! Ich werde ja auch bald dieses Glück haben." "Ja, bald ist es soweit. Mitte Juni oder?" fragt nun Natasha. "Ja, der 15." gebe ich zurück. "Und, schon aufgeregt?" fragt Clint und grinst mich frech

an. "Aufgeregt? Ich? Ich bitte dich!" antworte ich und tue entrüstet. "Das kommt noch. Glaub mir!" "Ja ja. Mal sehen." lenke ich ein. "Auf jeden Fall bin ich froh wenn der Tag endlich da ist! Ich kann die ewige Fragerei nicht mehr hören." Ich bin echt genervt. "Warum fragen immer alle? Habt ihr schon dies oder jenes? Habt ihr an dies oder das gedacht? Warum fragen das die Leute? Und ihr müsstet mal Susans Mutter hören! Jede Woche ruft sie an." Warum lachen jetzt alle? Natasha bekommt sogar einen 10 $ Schein von

Banner. "Moment! Warum bekommt sie Geld von dir, Banner? Habt ihr auf mich gewettet? Was ist hier los?" Ich bin verwirrt. "Du bist doch aufgeregt! Und du kannst es aus folgendem Grund kaum erwarten das endlich der Tag da ist, weil du Susan endlich deine Frau nennen kannst!" erklärt Natasha lächelnd. "Sie ist doch praktisch jetzt schon meine Frau." entgegne ich. "Ja vielleicht , aber dann ist sie es offiziell und ihr bekommt sogar ein Papier wo es drauf steht." "Haha." sage ich nur. "Macht euch nur lustig!"

"Machen wir uns doch gar nicht. Wir freuen uns ehrlich für euch! Vor allem weil wir alle dann von Schlagzeilen wie: "Tony Stark trifft sich mit Model xy" oder "Tony Stark's neue Bettgespielin" verschont bleiben." sagt sie und grinst hinterhältig. "Stimmt! Jetzt bekommen wir nur noch Schlagzeilen wie "Tony Stark der Sex Gott schlechthin" zu lesen." lacht Barton und will mich damit aus der Reserve locken. Doch ich entgegne: "Ich braucht gar nicht weiter blödes Zeug quatschen! Ich erzähle euch nichts

privates." "Stimmt, du nicht. Sie macht das." Und alles lacht erneut. "Ja, macht ihr nur eure Späße." Ich gebe den Beleidigten. "Ich liebe sie und ja, ich will mich für sie ändern! Den Tony Stark den ihr von Früher kennt wird es bald nicht mehr geben." "Tony, ich denke aber, Susan hat sich in dich verliebt genau so wie du bist. Du brauchst dich gar nicht ändern!" raunt Romanoff mir leise zu. Ich sehe sie an und nicke. "Wenn du meinst." Nach einer Weile verkündet Clint das wir das Hauptquartier in wenigen Minuten erreichen.

"Dein Einsatz Stark, gib das Zepter ab und dann nix wie heim zum Frauchen." Ich strecke meine Arme vor und drücke auf die Armbänder. Sofort legt sich mein Anzug um mich. Ich greife mir das Zepter und gehe zur bereits geöffneten Rampe. "Bis später Leute." sage ich und starte. Nur zum Hauptquartier fliege ich nicht. Ich will das Zepter erst einmal selbst untersuchen. Ich gebe Gas und fliege zum Stark Tower. Die anderen haben mich hoffentlich nicht bemerkt. Der Jet landet im Hangar als ich bereits in meiner

Werkstatt meinen Anzug ausziehe. Ich sitze im Bett und lese. Es ist bereits 21 Uhr durch. Wo bleibt er nur? Jarvis hatte doch schon vor fast zwei Stunden verkündet das der Jet auf dem Heimweg ist. Es klopft an der Tür. "Ja?" rufe ich. Die Tür öffnet sich, es ist Ron. "Brauchst du noch was oder kann ich Feierabend machen?" fragt er. "Ron?" Ich bin echt überrascht." Ich dachte du bist schon längst weg." sage ich. "Nein. Ich bin aber verabredet, also wenn du nichts mehr brauchst..." sagt er

und schaut zu Boden. "Du hast ein Date." freue ich mich. "Kenne ich sie zufällig?" "Ähm." er stockt. "Ja. Ja du kennst sie. Es ist Mary." Ich horche auf und sehe ihn an "Das ist ja schön! Da freue ich mich für euch!" Ron fährt sich grinsend mit der Hand über seinen Drei-Tage-Bart. "Jah, wir treffen uns heute zum dritten mal. Das erste mal so richtig." erklärt er und lässt zum ersten mal eine Seite an sich zum Vorschein kommen die ich bisher nicht an ihm kannte - er ist schüchtern. "Und was waren die anderen zwei Treffen?"

Doch schon als ihm die Frage stelle weiß ich es. Das Gestöhne - Sextreffen. Susan, wieder ein Fettnäpfchen in das du unbedingt rein hüpfen musstest! "Ähm, Susan, das war... also das war als du..." "Ähm, ist schon gut Ron!" wehre ich ab. "Okay." sagt er erleichtert. "Ich geh dann jetzt mal." "Ist gut. Viel Spaß euch beiden bei mal etwas anderes machen außer Se..." ich breche abrupt ab aber er weiß natürlich das ich es weiß und was ich sagen

wollte. "Sorry!" sage ich leise. Er grinst sagt "Gute Nacht Susan!" und schließt die Tür. Ich schlage mir die Hand vor die Stirn. "Dämlich, ich dämliche blöde Kuh!" schelte ich mich selbst. "Blöde Kuh? Du etwa?" höre ich plötzlich Tonys Stimme. "Wer sagt das? Dem hau ich eine rein!" Ich sehe auf und tatsächlich da steht er. In Jeans und T-Shirt. Etwas müde aber sonst. Ich springe aus dem Bett, mein Buch fliegt mit einem dumpfen Schlag auf den Boden, und fliege in seine ausgebreiteten Arme.

"Du bist wieder da." rufe ich glücklich und küsse seine Wange. Es tut so gut endlich wieder seinen Duft einzuatmen, ihn zu spüren! Jetzt ist meine Welt wieder komplett! "Ja, da bin ich wieder und sogar im ganzen Stück." witzelt er. Ich schlage ihm vor die Brust "Na das will ich doch hoffen Mister, das du immer gesund zurück kommst! Sonst kannst du was erleben!" drohe ich ihm scherzhaft. Er grinst mich an "Ach Su, ich konnte praktisch nur an dich denken." sagt er und führt mich zum Bett wo wir beide uns nebeneinander hin legen.

"Ich habe dich auch vermisst. Fast so sehr wie Belle Steve vermisst hat. Sie hat sich die Augen ausgeheult. Ich musste Erste-Hilfe leisten." "Okay. Er war aber auch nach der Nachricht von euch völlig von der Rolle." erklärt Tony. "Da haben sich zwei gefunden möchte ich meinen!" sage ich Tony nickt. "Aber nun genug von den beiden. Ich brauche ein Bad." sagt er. "Okay, mach das." entgegne ich. "Mach ich auch und du kommst mit!" Und schon zieht er mich hinter sich her ins Badezimmer. Im Bad stellt er sich vor mich und zieht

sich lasziv langsam das T-Shirt aus. Ich beiße mir auf die Unterlippe, er registriert es und seinem Blick kann ich ablesen wie sehr er sich zusammen reißen muss mich nicht hier auf dem Badezimmer Fliesenboden flach zu legen. Ich muss grinsen bei dem Gedanken wie er die Kontrolle verliert. "Miss Walters Sie haben doch schon wieder unzüchtige Gedanken." vermutet er lachend. "Ach nein, nur..." flüstere ich und lege meine Hände auf seine Brust. Meine Fingerkuppen umkreisen seine Brustwarzen. Ich trete noch näher und

beginne seinen Oberkörper mit Küssen zu bedecken. Er legt den Kopf in den Nacken und schließt die Augen. Meine rechte Hand macht sich selbstständig und wandert abwärts. Mein Körper scheint nur das eine zu wollen wenn er in der Nähe ist. Ich mache das als wäre ich automatisiert worden. Seine noch geschlossene Jeans stellt ein Problem dar, also küsse ich ihn auf den Mund, während meine Hände sich um das Hosenproblem kümmern. Als ich sie

endlich offen habe, lasse ich die Hand in seine Hose gleiten. Sofort spüre ich seine Erektion die groß und voluminös in meiner Hand liegt. Aus Tonys Kehle kommt ein dumpfes Grollen. So sexy! Zwischen zwei Küssen rufe ich an Jarvis gewandt "Jarvis, Musik bitte!" Ich habe nämlich etwas bestimmtes vor. Das habe ich mir als Willkommensgeschenk für Tony überlegt. Ich habe zwar nicht die geeignetsten Klamotten dafür an, aber das ist jetzt egal! "Sehr wohl, Miss." Es erklingen die ersten Takte von "How can you mend a brokenheart"

Ich trete einen Schritt zurück und beginne lasziv meine Hüften im Takt der Musik kreisen zu lassen. Er schaut mich überrascht und dann erwartungsvoll an. Er ahnt wohl schon was kommt. Ich fahre mir mit beiden Händen durch die Haare ohne dabei den Blick von ihm abzuwenden. Ich lasse meine lange, wellige rote Mähne über meinen Rücken fallen. Ein laszives Lächeln in seine Richtung. Ich greife das untere Ende meines Shirts mit beiden Händen und ziehe abwechselnd mal links mal rechts es mit der Melodie immer ein Stückchen höher.

Tony hat freie Sicht auf meinen flachen Bauch und den Bauchnabel. Kurz vor meinen Brüsten stoppe ich. Seine Augenbraue schnellt in die Höhe. Ich wackel mit dem Zeigefinger vor seinem Gesicht hin und her, drehe mich lächelnd um und mache das gleiche noch einmal, nur das ich mir diesmal das Shirt ganz ausziehe. Ich bewege mich zur Melodie, werfe einen frechen Blick über die rechte Schulter und lasse am ausgestreckten Arm mein Shirt herunter fallen. Er steht da und starrt mich an. Dann beginne ich mir gespielt langsam die Hose zu öffnen, nehme den

Hosenbund in beide Hände und ziehe langsam die Hose über meinen Po. Nun bekommt er freie Sicht auf meinen Po im roten Spitzenpanty. So sexy wie es mir möglich ist ziehe ich mir die Hose ganz aus. Das letzte Hosenbein trete ich mit einem Mal von mir weg in den Raum. Dann drehe ich mich zu ihm, bedecke aber noch meine Brüste mit den Händen. Ich schwinge meine Hüften im Takt, mein Blick stets auf Tony gerichtet. Ganz nah trete ich vor ihn hin, bis meine Hände seine Brust berühren, da lasse ich meine Brüste frei. Ich drücke mich an

ihn und schlinge meine Arme um seinen muskulösen Körper. Er tut es mir gleich und hält mich fest im Arm. Im Takt der Musik tanzen wir durch unser Badezimmer. So lange bis Jarvis wohl meint es reicht. Er hatte das Lied in der Endlosschleife abgespielt. Ich sehe zu Tony auf und er sagt "Das war toll, Schatz! Einen Striptease hat noch nie eine Frau für mich gemacht ohne das ich sie nicht vorher drum gebeten habe. Danke!" "Das war ja fast ein Kompliment!" entgegne ich leicht angesäuert. "Ach Süße, du weißt doch wie ich bin." sagt er lächelnd und küsst mich fordernd.

"Oh ja das weiß ich." lache ich nun doch. "Tony Stark der Sex Gott!" "Das hast du behauptet." entgegnet er frech. "Das darf ich mir wohl den Rest meines Lebens anhören." mutmaße ich. "Ich werde es auf deinen Grabstein meißeln lassen. Sie war die die mit dem Sex Gott verheiratet war." Ich will ihm noch einmal schlagen, du er hält lachend meine Hände fest. "Nö, gibt's nicht." raunt er, drängt mich ein paar Schritte rückwärts an die Wand.

Er presst mich dagegen, nimmt meine Hände nach oben und presst sie ebenfalls an die Wand. "Lass sie da!" befielt er. Tony geht vor mir auf die Knie, fährt mit zwei Fingern in den Bund meines Höschens und zieht es hinunter. Ich steige als es mir um die Knöchel baumelt mit den Füßen hinaus. Nun stehe ich völlig nackt vor ihm. Ich spüre seinen heißen Atem an meiner feuchten Spalte. Er pustet sacht darüber. Mich schaudert es vor Lust. Seine Hände graben sich in meine Oberschenkel, während er mit seiner

Zunge eine Kuss Spur zwischen meinen Schenkeln hinterlässt. Ich stöhne leise auf. Sein Mund wandert immer höher, küsst meinen Venushügel und dann meinen Bauch. "Ich liebe deinen wundervollen Körper!" raunt er zwischen zwei Küssen. Er lässt seine Zunge erneut an meinen Schenkeln entlang gleiten. Seine Hände greifen meinen Po, ziehen mich näher an sein Gesicht heran. Ich spüre einen kühlen Hauch und die Feuchtigkeit seiner Zunge. Bis sie meine Mitte findet und sanft in mich eindringt. Sie findet meine empfindsamste Stelle, kreist darum, übt Druck aus. Ich spüre wie die Lust sich in

meinem Körper ausbreitet, wie sie mich schmelzen lässt. Ich kann nicht länger meine Hände oben halten. Lege sie auf seinen Kopf, meine Finger vergraben sich in seinem Haar, während er mich um der Zunge fickt. Tony presst seinen Mund noch fester auf mich, übt noch mehr Druck auf meine Knospe aus. Ich stöhne hemmungslos. Doch plötzlich zieht er sich etwas zurück. "Noch nicht, Darling." Seine Hände streicheln meine Beine. Federleichte Berührungen die meinen Körper zum vibrieren bringen. Dann dringt er mit zwei Fingern in mich ein. Langsam aber fordernd lässt er sie immer rein und raus gleiten. Ich stöhne

lauter als seine Bewegungen kraftvoller werden. "Nein, du brauchst mehr, stimmt's Baby?" fragt er mit dunkler Stimme und lässt wieder von mir ab. Ich nicke eifrig. "Was willst du genau?" "Dich!" "Du hast mich doch." antwortet er lächelnd. "Ich will dich in mir!" stöhne ich. Tony steht auf zieht mich zum Whirlpool hinüber. In den ersten Sekunden begreife ich nicht ganz. Doch dann legt Tony eine Hand auf meinen Rücken und drückt mich sanft nach unten so das ich mich über den

Whirlpool beugen muss. Ich stütze mich am Wannenrand ab. Wir haben es noch nie von hinten getan. Mein Herz klopft wie verrückt vor Aufregung. Seine eine Hand wandert über meinen Rücken bis zu meinem Po, während die andere zwischen meine Schenkel gleitet. Ich spüre seine Erektion an meinen Po, seine Eichel steht kurz vor dem Eingang und stupst mich an. Tony nimmt die Hand zur Hilfe, führt ihn und dringt langsam von hinten in meine Vagina ein. Ich stöhne lustvoll auf. So intensiv und tief habe ich ihn noch nie gespürt. Anfangs bewegt er sich noch langsam und vorsichtig, bald aber werden seine

Bewegungen kraftvoll und fordernd. Ich bemerke wie seine Beine zu zittern beginnen, also steht er auch kurz vorm Kommen. Tony peitscht meine Gefühle weiter bis zur völligen Extase, bis ich das Gefühl habe gleich zu zerspringen. Und zeitgleich mit mir kommt auch er zum Höhepunkt. Als ich gekommen bin, zittern meine Beine so sehr das ich kaum noch stehen kann. "Komm!" flüstert er, stützt mich und hilft mir mich in den Whirlpool zu setzen. Er setzt sich hinter mich, nimmt die Duschbrause in die eine Hand und öffnet den Wasserhahn mit der anderen.

Sanft duscht er mich mit dem warmen Wasser ab. Bis er wohl der Meinung ist das ich sauber bin, dann legt er die Brause weg und lässt so das Wasser in den Whirlpool laufen. "Jetzt kommt der Entspannungsteil." flüstert er. "Das habe ich auch nötig. Der Einsatz hat mich doch ganz schön geschlaucht. Ich bin eben nicht mehr der Jüngste." "Ach quatsch, du bist genau richtig!" antworte ich. "Ihr konntet also euren Einsatz erfolgreich absolvieren?" frage

ich. "Natürlich! Was denkst du denn? Wir sind die besten!" gibt er an. Ich spritze ihm lachend einen Schwall Wasser ins Gesicht. "Hey, lass das!" ruft er. "Sonst muss ich dich gleich noch einmal ficken. Du scheinst ja noch Energiereserven zu haben." "Nein nein, bitte nicht!" wehre ich ab. "Ich muss morgen früh raus. Ich darf mir jetzt keine Ausrutscher mehr leisten." erzähle ich. Tony wird hellhörig "Wieso? Was ist passiert?" "Ach nichts weiter." beginne ich "Ich

habe nur eine Abmahnung bekommen." "Du hast eine Abmahnung bekommen? Du?" fragt er erstaunt. "Ja ich." Es ist mir ziemlich peinlich!" Er beachtet meinen Einwand nicht und fragt weiter: "Warum hast du sie bekommen?" "Weil ich vorgestern einfach so von der Arbeit abgehauen bin um dich zu verabschieden." "Okay." sagt er nur. "Und weil ich danach nicht zurück zum Verlag gegangen bin." vervollständige ich. "Okay, aber du hättest doch von zu Hause weiter arbeiten können. Du hast

doch sicher die Manuskripte auf dem PC?" "Ja schon, aber Kevin Costner kam dazwischen. Da hatte ich keine Lust mehr." gebe ich lächelnd zu. "Kevin Costner?" fragt er dunkel. "Wie das?" Schade das ich jetzt sein Gesicht nicht sehen kann! Er scheint eifersüchtig zu sein. "Na Belle und ich haben uns Bodyguard angesehen." erkläre ich lachend. "Ach so. Na dann. Ich dachte schon..." "Ja, was denn?" frage ich frech. "Ich dachte an eine etwas ausgeuferte

Party, an euch Mädels in Unterwäsche, Costner mit ner Knarre, schwimmen im Pool und ganz viel Alkohol." Er zieht mich auf, war ja klar. Ich kneife ihm in den Oberschenkel und lache übertrieben. "Ach Süße, nicht sauer sein. Ist doch alles gut! Wenn sie dich da feuern, egal! Du kannst auch bei mir anfangen, dass weißt du!" schlägt er vor. "Schatz, ich will da nicht weg! Ich mag diesen Job, die Kollegen und die Mittagspausen!" erkläre ich ihm. "Ist ja gut. Du sollst ja da bleiben." lenkt er ein. Seine Hand legt sich unter mein Kinn und beugt meinen Kopf so weit nach

oben das er mich auf den Mund küssen kann. Ich bekomme kaum Luft doch es ist sehr erregend. "Ich unterstütze dich in allem was du machst!" flüstert er und sieht mir in die Augen. "Aber wenn noch einmal einer dich runter buttert dann bekommt derjenige es mit mir zu tun!" droht er. "Da spricht der Held aus dir. Immer drauf aus die Jungfrau in Nöten zu retten." lache ich. "Stets zur Stelle, Mam!" und er tippt sich an die Schläfe. "Und warum genau bist du jetzt eine blöde Kuh?" fragt er noch.

fehler

"Hallo Susan!" begrüßt mich Mary am Morgen im Büro. Sie war als einzige bisher da. Ich komme jetzt lieber auch immer etwas früher. Ich habe keine Lust mich noch einmal von Steve so runter buttern zu lassen. "Hi Mary. Wie war dein Wochenende?" grüße ich zurück während ich meine Tasche auf den Boden neben meinem Tisch stelle und mich setze. "Himmlisch! Mein Freund und ich haben einen Kurztrip nach Maine unternommen." Ich werde hellhörig. "Es war zwar noch etwas kühl jetzt im

Frühling, aber wir waren eh nicht dort um spazieren zu gehen." plaudert sie weiter. Ich sehe sie an und nicke. "Wir sind erst seit 3 Wochen zusammen. Da hat man andere Prioritäten." lacht sie und wird etwas rot. "Stimmt wohl! Du hast also einen Freund? Das hat man ja gar nicht mitbekommen." lüge ich. Mary hatte sich verändert. Achtete mehr auf ihr Äußeres im Büro, hat das Parfum gewechselt, alle zwei Tage wurden ihr Blumen durch einen Boten überrascht die sie stets völlig überrascht entgegennahm und verkündete sie wissen ja gar nicht wer ihr da so zugetan sei. Ich lachte in

mich hinein, denn ich wusste ja schon länger das sie was mit Ron am Laufen hat. Er blieb stets cool, lies sich nie etwas anmerken. Stand nur da, neben der Tür und schaute geradeaus. Auch wenn wir gemeinsam ins Diner zum Essen gingen gaben die beiden Acht das niemand etwas mitbekam. Warum nur? Denkt Ron ich hätte etwas dagegen oder er könnte seinen Job verlieren wenn er eine Freundin hat. Gut, er sollte es vielleicht bleiben lassen mit ihr während seiner Arbeitszeit zu schlafen, aber sonst... "Ja, wir wollen es nicht an die große Glocke hängen, deswegen wind wir so vorsichtig." erklärt sie.

"Ist er berühmt?" frage ich. "Nein, das nicht. Aber..." sie bricht ab und schaut grübelnd auf ihre Hände. "Ja?" dränge ich. "Also er... er arbeitet für... Ach, ich kann das nicht mehr länger, Susan." bricht es aus ihr raus. "Susan, Ron und ich..." Ich sehe sie lachend an und sage "Mary, schon gut. Ich weiß es schon von Anfang an." Ihre Augen weiten sich. "Was? Du hast es gewusst?" "Ja, vom ersten Tag an. Ron hatte so etwas angedeutet." erkläre ich. "Na toll. Und ich gebe mir solche Mühe

es geheim zu halten." stöhnt sie. "Man hat euch auch nichts angemerkt. Ich bin mir sicher die anderen wissen von nichts!" Sie nickt. "Bisher hat zumindest keiner etwas gesagt." "Und wenn sie es mitbekommen. Ist doch egal! Ihr könnt doch machen was ihr wollt!" sage ich. "Ehrlich? Ist das nicht verboten oder könnte irgendwie komisch aufgenommen werden wenn ich mit deinem Bodyguard..." fragt sie unsicher. "Quatsch! Er hat doch auch ein Privatleben. Und das, meine Liebe, geht mich gar nichts an." ich zwinkere ihr zu. Mary strahlt über das ganze Gesicht. "Da

bin ich jetzt wirklich froh das es raus ist! Endlich hat das Versteckspiel ein Ende!" "Das glaube ich dir! Wenn du möchtest, dann komm doch heute Nachmittag gleich mit uns mit! Ron hat im Stark Tower auch seine Privaträume." Ich zwinkere ihr verschwörerisch zu. Sie wird rot, sagt dann aber doch zu. Steve hat heute frei, er sieht es also nicht das wir verfrüht nach Hause gehen. Diesen Luxus nehmen wir uns schon einmal wenn der Chef nicht im Haus ist. Ich räume noch meinen Schreibtisch auf, schreddere die letzten Seiten eines abgelehnten Manuskripts und wasche

meine Kaffeetasse in der Teeküche ab. Auf dem Rückweg zum Büro sage ich zu Ron "Ron, ich bin gleich fertig. Wir können in fünft Minuten los." Er nickt und sagt "In Ordnung." "Ach ja, wir haben heute noch einen Gast." füge ich noch zwinkernd hinzu bevor ich ins Büro zurück kehre und ihn stehen lasse. "Ja, ist gut." höre ich ihn noch murmeln. "So, Mary mach dich fertig! In fünf Minuten will ich los!" verkünde ich als ich die Tür hinter mir geschlossen habe. Mary sieht von ihrer Arbeit auf, wirft einen schnellen Seitenblick auf Molly und Robert und nickt. "In Ordnung, ich bin gleich fertig."

flüstert sie. "Ihr geht zusammen? Wollt ihr aus gehen?" fragt Robert. "Ja, genau. Ich brauche nach diesem anstrengendem Wochenende dringend Entspannung. Wir wollen in eine Bar gehen. Stimmt doch Mary?" springe ich in die Presche ehe sie irgendwas zusammen stammeln kann. "Stimmt." sagt Mary leise. "Können wir?" fragt Ron kurz danach. Ich antworte "Natürlich. Komm Mary!" Ron macht große Augen, sagt aber nichts. Gemeinsam verlassen wir das Büro. "Bis morgen, Leute." rufe ich noch. Ron und

Mary laufen vor mir, ich bemerke wie sie sich verstohlene Blicke zuwerfen und wie sich rein zufällig öfter ihre Hände berühren oder er sie am Arm berührt wenn er uns die Türen aufhält. Ich grinse in mich hinein. Sie sind voll süß zusammen! Im Wagen lasse ich Mary vorne sitzen, Ron fährt und ich mache es mir auf der Rückbank bequem. Ich nehme den Kommunikator aus der Tasche und schreibe Tony: "Wollen wir heute zusammen aus gehen?" Er antwortet nicht sofort. Ist wohl beschäftigt. Dann kommt: "Heute geht leider nicht, Süße. Ich bin

doch mit Rhody unterwegs." Ach ja, sie wollten heute gemeinsam Tonys Anzug für die Hochzeit kaufen. Das hatte ich ganz vergessen. Es ist ja nicht so als hätten sie es nicht schon einmal versucht einen Anzug zu finden. Aber keiner war dem exzentrischen Mister Stark gut genug. Ich lache bei dem Gedanken an Tonys übertriebene Beschreibung der langweiligen gewöhnlichen Anzüge. Wahrscheinlich muss ich mich auf einen total schrägen durchgeknallt aussehenden Tony Stark zur Hochzeit gefasst machen! "Okay, dann werde ich etwas für mich tun und in den Fitnessraum gehen."

denke ich. "Ron, dich brauche ich heute nicht mehr. Du kannst dann jetzt Feierabend machen." rufe ich zu ihm nach vorn. "Klasse! Danke Susan!" sagt er und wirft Mary einen schnellen Blick zu. "Na, da werden zwei einen schönen Abend zusammen haben." denke ich und sehe grinsend aus dem Fenster. Im Tower angekommen fahre ich allein bis in das Penthouse. Ich lege meine Tasche ab und gehe hinüber zu der Fensterfront. Die Sonne scheint und es regnet mal nicht. "Eigentlich viel zu schade um nur drinnen herum zu sitzen." denke ich. "Ich

mache heute mal etwas was ich schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr draußen gemacht habe - ich gehe joggen." Das ewige auf dem Laufband Gelaufe geht mir auf die Nerven. Das ist zwar ganz angenehm im Winter weil man nicht raus in die Kälte muss, aber jetzt ist es Frühling und das Wetter ist gut. Ich gehe also ins Schlafzimmer zum Kleiderschrank und suche meine Laufsachen zusammen. Ich ziehe meine rote Yogahose, ein grünes T-Shirt und meine Laufschuhe an. Meine langen Haare binde ich mir zu einem Pferdeschwanz und setze mir zusätzlich noch ein Basecap auf. Den Kommunikator lege ich in meine

Nachttischschublade. Als ich sie aufziehe rollt mir das Verteidigungs-Dings-Bums was Tony mir zu Weihnachten geschenkt hat ins Blickfeld. "Na dich werde ich nicht brauchen." sage ich und schiebe sie wieder zu. Die Armbänder lasse ich um. Ich trage sie immer. Geben mir eine gewisse Sicherheit. Ich starte in meinem Smartphone meine Musik, setze die Kopfhörer auf und stecke das Handy in die Halterung an meinem Oberarm. "Jarvis, ich gehe dann jetzt mal, ein wenig Sport machen." rufe ich, verlasse die Wohnung und fahre mit dem

Fahrstuhl nach unten. Als ich durch das Foyer gehe werde ich von einigen Leuten gegrüßt. Der Wachmann, die Empfangsdame am Tresen und einige andere. Alle kennen mich, wissen wer ich bin. Ich trete durch die riesige Glastür und bleiben für einige Sekunden auf dem Gehsteig stehen bevor ich langsam und gleichmäßig los laufe Richtung Central Park. Und über die Kopfhörer höre ich "How can you mend a brokenheart". Weit ist es nicht. Ich erreiche den Park in geschätzten 10 Minuten. Auf dem Weg habe ich irgendwie das

Gefühl verfolgt zu werden. Aber sicher bilde ich mir das nur ein. "Ich bin es schon so gewöhnt einen Bodyguard bei mir zu haben das ich mein eigenes Sicherheitsgefühl verloren habe." denke ich. Als es plötzlich einen lauten Knall gibt zucke ich auch noch total zusammen. Doch es war nur eine große Kiste die einem Mann der gerade Waren aus seinem LKW läd von seiner Sackkarre gefallen war. Erleichtert registriere ich das keine Gefahr besteht. "Fast hätte ich die Armbänder aktiviert." murmle ich und laufe weiter. Bei "I will survive" erreiche ich den Park

und laufe den sandigen Weg bis zum See entlang. Eine Runde um den See nehme ich mir vor. Ich laufe und laufe während ich die Songs auf meiner Playlist anhöre. Die Sonne geht langsam unter und ihr rotes Licht spiegelt sich hundertfach in den Fensterfronten der New Yorker Skyline wider. "So, jetzt reicht's aber. Heimwärst." sage ich zu mir selbst und mache mich auf den Heimweg. Plötzlich höre ich ein Kind schreien, ich sehe mich nach diesem um und renne voll mit einer anderen Person zusammen. "Oh Verzeihung!" bitte ich und sehe

denjenigen an. Es ist eine blonde Junge Frau. Sie war scheinbar ebenfalls gerade dabei zu joggen, wenn man ihre Kleidung betrachtet. "Macht doch nichts." sagt sie freundlich. "Ich war auch kurz des Schreies wegen abgelenkt." sagt sie. "Schönen Abend Ihnen noch!" wünscht sie und läuft weiter. "Danke! Ihnen auch!" rufe ich ihr noch nach. "Komisch, die kam mir bekannt vor. Doch woher nur?" denke ich noch als ich weiter laufe. Aber manchmal ist es ja so das einem jemand bekannt vorkommt, obwohl man demjenigen niemals begegnet ist, nur weil er oder sie

jemanden den man kennt ähnlich sieht. So etwas überlege ich noch als ich wieder in unsere Straße einbiege. Noch eine knappe Meile dann habe ich es geschafft. Es wird auch Zeit ich bin ganz schön außer Puste! Ich laufe an der Einfahrt zu unserer Tiefgarage vorbei und registriere mit einem schnellen Seitenblick einen schwarzen Kastenwagen der da einfach so in der Einfahrt steht   Ich laufe an der Einfahrt zu unserer Tiefgarage vorbei und registriere mit einem schnellen Seitenblick einen schwarzen Kastenwagen der da einfach

so in der Einfahrt steht. Dann geht alles ganz schnell. Eine vermummte Gestalt springt hinter einem großen Müllcontainer hervor auf mich zu. Ich stoppe. Die hintere Tür des Wagens wird geöffnet. "Scheiße!" denke ich. Ich schreie "Hil..." Da hat mir auch schon die vermummte Gestalt die behandschuhte Hand auf den Mund gepresst und zerrt mich zu dem geöffneten Wagen. Ich strample mit den Beinen, doch gegen ihn komme ich nicht an. Ja, es muss ein Mann sein, er ist einfach zu stark für

mich. Ich werde hoch gehoben, eine zweite Person ist plötzlich da und nimmt meine Beine. Gemeinsam werfen sie mich auf die Ladefläche des Wagens und knallen die Türen zu. Ich aktiviere meine Armbänder. Da rollt der Wagen auch schon los. Kurz darauf höre ich mehrere Schläge gegen die Außenhaut des Autos. Es klingt so wie wenn Metall auf Metall trifft. "Das war dann wohl mein Anzug. Scheiße scheiße scheiße!" fluche ich innerlich. Ich rapple mich hoch, komme zum stehen. Es ist gar nicht so leicht zu stehen in einem davon rasenden, die

Kurven zu schnell nehmenden Auto. Ich falle während einer Kurve gegen die Wand und stoße mir den Arm, doch ich registriere es kaum. "Hey, was wollt ihr von mir?" schreie ich und trommel mit den Fäusten gegen die Wand hinter der der Fahrer und sein Komplize sitzen. "Lasst mich hier raus!" schreie ich als der Wagen zum stehen kommt. Ich habe die Hoffnung, das wenn ich nur laut genug schreie Passanten draußen auf mich aufmerksam werden. Doch diese Hoffnung erfüllt sich nicht. Ich gebe nicht auf und schreie aus vollem Hals. "Ihr wisst ja gar nicht mit wem ihr euch

da angelegt habt!" Später. "Mein Mann ist Iron Man. Er wird euch töten. Und dann kommen noch die restlichen Avengers und töten euch gleich noch einmal!" drohe ich verzweifelt. Da öffnet sich eine kleine Klappe in der Wagenwand und das vermummte Gesicht eines der Männer erscheint. "Hör mal zu Süße! Wir wissen genau wer du bist und wer dein Mann ist. Und jetzt halt die Fresse oder ich muss dir weh tun." droht er mit dunkler Stimme. "Versuch es doch! Ich habe keine Angst! Ihr werdet so dafür bezahlen für das was ihr hier macht!" drohe ich weiter. "Halt mal an!" sagt der Mann.

Kurz danach hält der Wagen tatsächlich. Es ruckelt kurz dann öffnet sich eine Tür. Ich höre schwere Schritte um den Wagen herum gehen. Mein Herz schlägt mir bis zum Hals. "Ich habe Angst! Hilf mir Tony!" denke ich verzweifelt. Ich wappne mich dafür was jetzt kommt. Da öffnet sich schon die Tür und der Mann steigt zu mir auf die Ladefläche. Er tritt vor mich und schaut mich an. Diese Augen... Ich kenne sie irgendwoher. "Ich... ich habe keine Angst..." flüstere ich schwach.

"Ich hatte dich gewarnt. sagt er düster und schlägt mir mit der Faust ins Gesicht. Mir wird schwarz vor Augen ich sehe nur noch Sterne, falle hin und lande hart auf dem kalten harten Boden. Sofort schmecke ich Blut in meinem Mund. "Bist du jetzt brav und verhältst dich still?" fragt er. Ich schüttle den Kopf, da zieht er mich an den Haare nach oben, legt eine Hand um meinen Hals und drückt mich gegen die Wand. Er schiebt mich in die Höhe, so das meine Füße ein kleines bisschen über dem Boden zappeln. Ich merke wie ich immer weniger Luft bekomme und

sich mein Verstand verabschiedet wegen des Sauerstoffmangels. "Und, willst du jetzt endlich brav sein?" fragt er wieder. Ich möchte ihm sagen das ich es nicht sein werde, oder zumindest den Kopf schütteln doch beides ist mir in der jetzigen Situation völlig unmöglich, da er meine Kehle zudrückt und mich eisern festhält. Ich wimmere. "Hey, das reicht jetzt!" ruft von vorn der Fahrer des Wagens, der andere gehorcht und wirft mich einfach in eine Ecke. Dort knalle ich voll auf den Boden, stoße mir den Kopf und die Knie. Ich bleibe wimmernd und nach Luft

ringend liegen. "Hilfe mir doch, Iron Man!" verstummt mein Schrei. "So ist es brav. Du bleibst jetzt liegen! Wir machen keinen Spaß. Sei brav dann passiert dir auch nichts!" sagt er noch bevor er die Ladefläche wieder verlässt. Kurz darauf fährt der Wagen wieder los. "Rhody was hältst du von dem hier?" frage ich meinen besten Freund und halte mir einen rot golden karierten Anzug vor. Er dreht sich zu mir um und fällt fast hinten über. "Das willst du doch nicht wirklich anziehen? Der ist schrecklich!" ruft er lachend.

"Nein?" frage ich. Ich besehe mir den Anzug auch noch einmal und meine dann "Stimmt. Der geht nicht." "Warum machen wir das hier eigentlich? Warum lässt du dir nicht auch einfach einen Anzug schneidern?" fragt Rhody mich. "Hm, stimmt auch wieder." gebe ich zu. Das war mir noch gar nicht in den Sinn gekommen. "Ich meine ja nur, dann hättest du einen Anzug ganz nach deinen Vorstellungen und wir beide müssten uns das hier (er macht eine ausholende Geste) nicht antun." "Okay. Dann mache ich das eben so." lenke ich ein. "Es ist noch früh am

Abend. Su habe ich gesagt das ich mit dir unterwegs bin. Also was machen wir mit dem angebrochenen Abend?" "Lass uns was trinken gehen. Ich kenne da eine kleine Bar." schlägt Rhody vor. "Gut, los geht's!" Auf dem Weg zur Bar, den wir zu Fuß bestreiten da es nicht weit ist, erinnert mich Rhody daran das ich aber wenigstens um keinen Ärger zu Hause zu bekommen Susan bescheid geben sollte das wir etwas trinken gehen. "Ist gut." sage ich, hole meinen Kommunikator aus dem Jackett und beginne eine Nachricht zu tippen. Die Bar ist recht voll für einen Montag

Abend. Aber hey, wir sind schließlich in New York. Happy organisiert uns einen Tisch direkt neben der Tanzfläche der Tänzerinnen. Eine leicht bekleidete brünette Schönheit räkelt sich gerade an der Stange als wir Platz nehmen. Mit einem Blick checke ich sie ab. Früher hätte sie voll in mein Beuteschema gepasst, doch heute sieht die Welt anders aus. Früher hätte ich bei ihrem Anblick gedacht, wieviel muss ich ihr bezahlen das sie mir in ihrer Garderobe einen bläst, heute kann ich sie ansehen und empfinde nichts. Ich habe meine Traumfrau zu Hause! Durch ihre hohen Overknees Stiefel hat

sie extrem lange Beine und ihre knappen Dessous zeigen mehr als das die etwas verdecken. Sie geht vor uns in die Hocke und beugt sich zu mir vor. Ihre Augen strahlen und sie lächelt mich an. "Hi." ruft sie gegen die laute Musik an. "Hi." antworte ich kurz angebunden. "Hast du Lust auf Gesellschaft?" fragt sie mich und sieht mich unverwandt an, während ihre Hände sich auf meine Schultern legen. Sie wiegt ihre Hüfte im Takt der langsamen Musik. Rhody sieht uns belustigt zu sagt aber nichts.

"Soll das hier eine Probe sein oder was?" denke ich. "Ähm, ich..." beginne ich. Sie lässt nicht locker, kommt immer näher bis ihr Mund an meinem Hals ist und ich ihren Atem spüren kann. Sie duftet verführerisch. Ich spüre wie sich in meiner Hose etwas regt und ich mich immer schlechter zusammen reißen kann. Sie küsst meinen Hals und mein Ohrläppchen. Ein kleines Stöhnen kann ich mir nicht verkneifen. Ich muss sie los werden, bevor es zu spät ist. In mir tobt ein Kampf. Sie krallt sich an meinem Hemdkragen

fest, zieht mich noch näher an sich heran. Ihre Lippen schweben nun über meinen, ich muss nur zugreifen. Ich kämpfe dagegen an. Sie weiß ganz genau was sie da tut, was sie machen muss um mich oder jeden anderen Mann rum zu kriegen. Ich kann nicht mehr, gebe den Widerstand auf. Ich vergrabe meine rechte Hand in ihrem Haar drücke sie an mich und küsse sie fordernd aggressiv. Sie lässt mein Hemd nicht los, klammert sich an mich. "Ähm Tony..." lässt sich da Rhody vernehmen. Sofort komme ich zurück in die

Wirklichkeit, stoße die Brünette von mir weg und sehe sie genau wie sie mich entsetzt an. "Sorry." murmle ich, drehe mich um und renne so schnell ich kann aus der Bar. Kurz darauf stehen auch Happy und Rhody neben mir auf dem Gehweg vor der Tür. Ich raufe mir die Haare. "Scheiße! Ich habe Mist bebaut Rhody!" schreie ich. "Das weiß ich, ich war dabei." erwidert dieser nüchtern. "Was mache ich jetzt?" Ich bin verzweifelt, laufe hin und her. "Beruhig dich mal! Es war nur ein Kuss, Tony." versucht Happy mich zu beruhigen.

"Nur ein Kuss? Nur ein Kuss?" brülle ich ihn an. "Scheiße! Happy. Wenn sie nur mal so einen anderen küssen würde, würde ich durchdrehen." Happy stellt sich mit verschränkten Armen vor mich. "Es war nur ein Kuss." "Und sie hat dich auch wirklich hart bearbeitet. Du hattest keine Chance." wirft jetzt Rhody ein. "Na und?" rufe ich und sehe ihn an. "Rhody, ich hätte stark bleiben müssen. Scheiße! Ich hätte nicht nachgeben dürfen! Schon immer haben sich die Frauen mir reihenweise an den Hals geworfen und ich habe auch einige abgewiesen. Da hätte ich doch genug

Übung haben müssen?" "Sie hat es auf dich abgesehen. Hat alles drauf angelegt. Mensch Tony, das ist ne verdammte Stripperin, die verdient ihr Geld damit Männer rum zu kriegen. Du hattest keine Chance!" erklärt er. "Man hat immer eine Chance." sage ich traurig. Ich schäme mich so sehr, kann Su so nicht unter die Augen treten. Ich aktiviere meine Armbänder, sofort legt sich mein Anzug um mich und ich starte durch. Nach einer Runde über das nächtliche New York City um wieder ruhiger zu werden, beschließe ich diese Nacht

einiges in der Werkstatt zu erledigen. Da gab es noch diesen Prototypen einer Rakete den ich bearbeiten muss.

wo ist sie nur?

"Jarvis, bist du noch wach?" frage ich als ich die Werkstatt betrete. "Für Sie, Sir, immer." gibt dieser zurück. Die Bildschirme schalten sich an und ich stelle mich vor einen von ihnen. "Die Hawk müssen wir noch einmal durch gehen. Da gefällt mir was nicht." befehle ich. "In Ordnung, Sir." Wir arbeiten die ganze Nacht an dieser Waffe und kommen am Ende zu einem zufriedenstellenden Ergebnis. "Morgen kümmern wir uns dann um das Zepter. Heute hatte ich einfach nicht die

Nerven für ein anspruchsvolles Thema." verkünde ich. "Ist es gut verschlossen?" frage ich noch. "Jawohl. Es liegt in Ihrem Spezialsafe." gibt Jarvis zurück. "Ich werde dann mal..." "Ja, Gute Nacht, Sir! Oder sollte ich lieber Guten Morgen wünschen?" sagt Jarvis. "Es ist bereits 5 Uhr Morgens." "Gute Nacht. Ich werde mich noch ein wenig zu meiner Frau ins Bett legen. Vielleicht mache ich heute sogar blau." lache ich und will schon durch die Tür gehen, als Jarvis mich informiert "Sir, Miss Susan ist nicht im Gebäude." "Was?" rufe ich entsetzt. "Wo soll sie

schon sein? Du musst dich irren." Doch schon als ich es ausspreche weiß ich das, dass unmöglich ist. Mir wird heiß. "Kannst du sie nicht orten?" frage ich. "Sir, Miss Susan hat gestern um 17:26 das Gebäude verlassen und ist seit dem nicht wieder zurück gekehrt." "Was?" schreie ich. "Wo wollte sie hin, Jarvis?" "Ich weiß es nicht, Sir. Sie sagte nur sie geht dann jetzt mal." antwortet Jarvis. "Zeig es mir!" Und Jarvis zeigt mir auf einem der Bildschirme wie Susan in Sportkleidung das Penthouse verlässt, in den Fahrstuhl steigt, in diesem hinunter in das Foyer

fährt und von dort aus das Gebäude verlässt. Sie zögert einen kurzen Moment und läuft dann nach links aus dem Bild. "Sie ist joggen gegangen." rufe ich. Da fällt mir etwas auf. "Wo ist ihr Bodyguard? Er ist nicht dabei." murmle ich. "Jarvis, wo ist Ron?" "Um diese Uhrzeit wird Mister Howard zu Hause sein." vermutet er. "Lass ihn sofort hier her kommen!" befehle ich. "Natürlich Sir. Sofort." "Dann gehe alle Krankenhäuser und Polizeistationen durch und sieh nach ob Susan dort irgendwo auftaucht!" gebe ich weitere Anweisungen. "Ja, Sir." Ich starre auf den Bildschirm

auf dem noch ein weiteres Mal der kurze Film mit Susan abläuft. "Warum bist du allein los? Wo bist du jetzt, Süße?" murmle ich und raufe mir die Haare. "Sir, ich habe alle Krankenhäuser und Polizeistationen kontrolliert. Nirgendwo taucht der Name Susan Walters auf. Und Mister Howard ist informiert. Er versprach sich sofort auf den Weg zu machen." informiert Jarvis mich. Ich nicke stumm. Eine halbe Stunde später betritt Ron den Stark Tower. Man lässt ihn direkt zu mir in die Werkstatt kommen. Er betritt den Raum, da renne ich auch schon auf ihn zu.

Während ich auf ihn zu laufe legt sich mein Anzug um mich. Ron ahnt wohl was kommt, nimmt die Hände als Deckung vor das Gesicht und dreht sich etwas weg. Da trifft ihn schon meine Faust. Er wird nach hinten geschleudert. Ich habe ihn nicht ernsthaft verletzt. Ich muss nur Dampf ablassen. "Wo ist Susan?" brülle Ich. "Woher soll ich das wissen?" brüllt dieser zurück. "Sie ist gestern Abend joggen gegangen und zwar allein. Warum, frage ich Sie Ron?" "Sie gab mir den Abend frei. Wollte wohl etwas Sport machen." erklärt Ron

gehetzt. "Ja aber..." mir gehen die Worte aus. "Jetzt ist sie weg." flüstere ich und sacke auf dem Boden zusammen. Iron Man kauert wie ein geschlagener Hund auf dem Fußboden und hält die Hände vor die Maske. "Sir, es tut mir leid! Sie hat mir wirklich frei gegeben. Wo ist sie denn hin gegangen? Sie kann doch nicht einfach verschwinden? Sie haben doch Jarvis, kann er nichts heraus finden?" stammelt Ron. "Er kann die Öffentlichen Kameras anzapfen." fällt mir ein. "Jarvis mach das! Finde meine

Susan!" Ich bleibe lieber liegen und rühre mich nicht mehr. Ich habe keine Kraft mehr weitere Schläge einzustecken. Irgendwann, ich kann nicht sagen wie lange wir unterwegs waren, hält der Wagen kurz an. Eine Wagentür wird geöffnet und jemand steigt aus. Dann höre ich das laute quietschen einer alten Stahltür oder eines Tores. Er schabt, klirrt und donnert als es gegen etwas gegen schlägt. Dann steigt derjenige wieder ein und fährt noch ein kleines Stück weiter. Danach verstummt der Motor und die beiden Männer steigen

aus. Ich setze mich auf und sehe abwartend zu der Tür. Doch nichts tut sich. Die Schritte verklingen. Stille. Ich bin allein. In diesem Scheiß Wagen in irgendeinem Gebäude. "Sir, ich habe es." verkündet Jarvis zirka zehn Minuten später. "Auf den Schirm!" rufe ich. "Also, Miss Susan verlies um 17:26 das Gebäude. Zuerst lief sie vom Tower nach links Richtung Central Park. Sie lief als erstes die 5th Avenue entlang, überquerte einige Querstraßen und erreichte über die 7th Avenue den Central Park. Dort lief sie eine Runde um den Pond. Dafür

brauchte sie zirka 23 Minuten. Dann lief sie noch etwas durch den Park. Um 18:19 verlies sie den Park wieder und lief in Richtung des Stark Towers. Um 18: 52 lief sie an der Einfahrt zu der Tiefgarage vorbei. Und da passierte es." erklärt er. Was da dann passierte sehen Ron und ich auf dem Bildschirm. Susan läuft an der Einfahrt vorbei. In dieser steht ein schwarzer Mercedes Sprinter geparkt. Plötzlich springt eine schwarze vermummte Gestalt hinter dem Müllcontainer hervor und stürzt sich auf Susan. Sie bleibt stehen, schreit wohl auch, wird aber von dem Täter überrumpelt, festgehalten und zum Wagen gezogen. Bei diesem hatte

inzwischen eine zweite Gestalt die Türen geöffnet. Beide Personen nehmen Su und werfen sie wie einen Sack in den Wagen. Die Türen werden zugeschlagen, die Täten klatschen einander ab und steigen ein um los zu fahren. Man sieht noch, kurz bevor der Wagen aus dem Blickfeld verschwindet wie mehrere Dinge das Auto treffen. Ich werfe einen Blick in den Schrank wo Susans Anzug hängt, er ist leer. Sie hatte also versucht ihren Anzug zu Hilfe zu holen. "Sie wurde entführt." stellt Ron fest. Für diese überaus clevere Feststellung kann ich mich nicht beherrschen und haue ihm eine ganz ohne Anzug rein. Er lässt mich

gewähren. Ich reiche ihm ein Papiertuch um das Blut an seiner Lippe abzuwischen. Er nimmt es schweigend entgegen. "Jarvis verfolgen!" befehle ich. "Ich bin schon dabei, Sir." sagt Jarvis kurz. Während der Wartezeit laufe ich rastlos auf und ab. Ich kann nicht still sitzen. Mein Herz rast. Warum entführt jemand Susan? Was wollen die Täter? Ich schlage mir mit der flachen Hand vor die Stirn, natürlich, sie wollen Geld. "Sir, ich habe sie gefunden." verkündet Jarvis. Jetzt geht alles ganz schnell. Ich ziehe mir meinen Anzug an und stoße mich

vom Boden ab. Ich fliege durch meinen Ausgang hinaus in das Morgengrauen. "Jarvis, gib mir ihre Position auf das Interface!" Ein roter Punkt erscheint und ich fliege ihm nach. Ich komme dem Ziel immer näher. Nur wenige Minuten später erreiche ich einen alten Millitärstützpunkt außerhalb New Yorks. Ich sprenge das Stahltor eines Flugzeughangars auf. Mit dem Pulsor funktioniert es nicht sofort, also feuere ich eine kleine Rakete ab. Das Tor fliegt aus seinen Angeln und landet krachend auf dem sandigen schmutzigen Boden. "Jarvis check alles ab!"

"Keine Lebenszeichen, Sir." "Was? Ich denke sie sind hier? Hast du doch gesagt." Ich bin verwirrt. "Das waren sie auch, Sir. Doch nun augenscheinlich nicht mehr." "Augenscheinlich." sage ich abwesend. "Wo sind sie hin?" "Sir, da sind Reifenspuren. Sie führen in den Hinteren Teil dieser Halle. Dort erkenne ich ein ausgebranntes Autowrack." Autowrack? Ich renne hin und lasse es von Jarvis scannen. Keine Leiche oder Leichenteile. Ich atme erleichtert auf. "Wo bist du Susan?" Mein Schrei hallt in

der riesigen leeren Halle hunderfach wider. Ich dämmere immer wieder weg. Richtig schlafen kann ich nicht, dafür habe ich zu viel Adrenalin im Körper. Da höre ich plötzlich wieder Schritte sich dem Auto nähern. Ich stehe auf und sehe zur Tür, diese wird geöffnet und ein maskierter Mann springt auf die Ladefläche. Er hält einen schwarzen Sack in den Händen den er mir blitzschnell über den Kopf wirft. Er packt mich, wirft mich zu Boden, kniet sich auf meinen Rücken, dreht mir die Hände auf den Rücken und bindet sie

mit etwas dünnen scharfkantigem zusammen. Kabelbinder, zuckt es mir durch den Kopf. Dann zieht er mich wieder auf die Beine und raunt an meinem Ohr "So ist es brav! Weiter so und wir lassen dich am Leben." Seine Hand streichelt meinen Arm. "Bist du brav?" fragt er noch einmal. Mir schlägt das Herz bis zum Hals, ich habe wahnsinnige Angst, deshalb nicke ich stumm. "Na also." raunt er, zieht den Sack etwas höher und küsst meinen Hals. Mir wird übel. Nein, das darf nicht sein! "Bitte Tony, komm und hilf mir!" flehe ich stumm.

Der Mann zerrt mich zur Wagentür, springt raus und packt plötzlich meine Beine und hebt mich über seine Schultern. So trägt er mich sonst wo hin. Ich wimmere. Was hat er mit mir vor? Irgendwann setzt er mich wieder auf dem Boden ab. "Bleib stehen!" befielt er. Eine Tür wird geöffnet, er kommt zurück, nimmt mich am Arm und zieht mich mit sich. "Steig ein!" Beim einsteigen in was auch immer stoße ich mir den Kopf, dann schubst er mich voran. Ich lande auf weichen Polstern.

Mir werden Kopfhörer aufgesetzt. Moment, Kopfhörer, entweder wollen sie mir zur Entspannung Musik vorspiele oder ich befinde mich in einem Hubschrauber. Scheiße, sie wollen weiter weg mit mir. Meine Angst steigert sich noch etwas mehr. Kurz darauf startet der Motor und die Rotorblätter verursachen einen Lärm der aber durch die Kopfhörer gedämpft wird. "Wo wollt ihr mit mir hin?" schreie ich. Schon bekomme ich von links neben mir eine Ohrfeige. "Wir haben gesagt du sollst still sein." sagt jetzt eine andere Stimme, die mir entfernt bekannt

vorkommt. Leider kann ich es ich noch einmal testen, da der Mann kein weiteres Wort mit mir spricht. Auch nicht als ich ihn aus der Reserve locken will und noch einen Versuch starte und sie beschimpfe. Damit handel ich mir nur noch weitere Schläge ein. Ich schmecke das Blut das mir in den Mund läuft. Ich versuche meinen Mund am Sack mit Hilfe meiner Schulter abzuwischen. "Bestimmt sehe ich mittlerweile wie ein blutverschmierter Zombie aus." denke ich stumm. "Ich kann sie nicht weiter verfolgen, Sir.

Hier gibt es keine aktiven Kameras. Es tut mir leid." verkündet Jarvis. Ich nicke. Doch vor Wut zertrümmere ich mit dem Pulsor hier einige Wände. Na gut, als ich weg fliege steht in dieser Halle kein Stein mehr auf dem anderen. "Was soll ich jetzt machen Jarvis?" frage ich während des Fluges zurück in den Tower. "Sir, Sie sollten die Polizei einschalten." "Die Polizei? Ich bitte dich Jarvis. Wann haben denn jemals die Cops etwas ausrichten können? Ich bin ein Held. Ich befreie..." Doch dann fällt mir was ein. "Wir sind die Avengers." Meine Mine

hellt sich auf. "Jarvis, kontaktiere die anderen. Wäre doch gelacht wenn wir die Täter nicht ausfindig machen können." "Sofort, Sir." "Miss Romanoff und Mister Banner können leider nicht kommen. Sie sind auf einem Einsatz für S.H.I.E.L.D. in Mexico. Aber Mister Rogers ist schon auf dem Weg zum Stark Tower. Ebenso wie Mister Barton und Miss Maximoff." berichtet er kurze Zeit später. "Gut. Danke Kumpel!" danke ich ihm. "Selbstverständlich, Sir." Ich lande auf der Terrasse und lasse den Anzug verschwinden. Ich gehe in die Küche, zum Kühlschrank

und hole mir die Colaflasche raus. Ich trinke direkt aus der Flasche. Da berichtet Jarvis das Cap eingetroffen und im Fahrstuhl sei. Die Türen öffnen sich und Steve kommt auf mich zugelaufen. "Tony was ist passiert?" fragt er gehetzt. Ich will gerade beginnen alles zu erzählen was ich weiß als es an der Terrassentür klopft. Es ist Wanda Maximoff. Ich bedeute ihr rein zukommen und sie öffnet per Gedankenkraft die schwere Glastür. "So ist es einfacher." sagt sie mit einem Schulterzucken als sie unsere Gesichter sieht.

Ich nicke. "Jetzt fehlt nur noch Hawkeye." "Da ist er schon." ruft Clint plötzlich hinter uns. Er war unbemerkt mit dem Fahrstuhl vom Hangar hoch gefahren gekommen. "Hey, ich danke euch das ihr alle gleich gekommen seit!" begrüße ich sie. "Wir sind für Susan hier." erwidert Steve. "Mit dir habe ich noch ein Hühnchen zu rupfen. Du hast das Zepter gestohlen." "Ein Hühnchen zu rupfen? Ist das dein Ernst, Cap?" frage ich ihn. Dieser rollt nur mit den Augen und setzt sich auf einen Stuhl am

Tisch. "Also, wie wollen wir vorgehen?" fragt Wanda in die Runde. "Wir finden diese Schweine, bomben sie aus und befreien Susan!" erkläre ich meinen Plan. "Also die Hau-Drauf-Methode mal wieder." sagt sie. "Und wenn wir erst einmal abwarten bis die Entführer sich melden?" fragt Clint. "Bei dir gibt's viel zu holen. Die werden dich erpressen!" "Ich weiß es nicht. Ich würde natürlich jede Summe zahlen und dann die Schweine umnieten! Aber ihre Spur verliert sich auf diesem Millitärstützpunkt. Die sind einfach

weg." sage ich und die Verzweiflung in meiner Stimme verrät meine Furcht um Su. Cap steht auf kommt zu mir herüber gelaufen und legt die Hand auf meine Schulter. "Wir finden sie, Tony. Wir holen Su da heil raus!" verspricht er während er mir fest in die Augen sieht. "Ja, na klar, wir müssen sie nur zuerst finden." wirft Clint ein. "Jarvis hack dich bitte in die Luftraumüberwachung über New York und versuche ob du ein unbekanntes oder eben auch bekanntes Flugobjekt finden kannst!" schlägt Cap vor. "Sofort, Mister

Rogers." Doch diese Spur läuft ins Leere. Also waren alle Flüge in den letzten 24 Stunden angemeldet. Ich gehe zu der Fensterfront und sehe hinunter auf das Häusermeer. Es ist 7:35 und New York wacht langsam auf. Ich presse meine Stirn gegen die kühle Scheibe. "Ich finde dich, Darling!" verspreche ich leise.

martyrium

Eine gefühlte Ewigkeit fliege ich in diesem verdammten Helikopter mit diesen Mistviechern. Ich kann noch immer nichts sehen, da ich diesen verdammten Sack auf dem Kopf habe und gefesselt bin. Meine Handgelenke schmerzen, der Kabelbinder schneidet mir ins Fleisch. "Warum nur habe ich meinen Kommunikator oder nicht zumindest mein Headset mitgenommen?" ärgere ich mich immer wieder, während ich hier sitze und abwarte was passieren wird. "Wir gehen jetzt runter." sagt der eine. "Wo sind wir?" frage ich.

Ich weiß die Frage ist sinnlos, doch ich musste sie einfach stellen. Aber ich werde einfach überhört. Der Helikopter landet, die Türen öffnen sich und ich werde heraus gezerrt. Ich falle auf die Knie, werde aber sofort wieder auf die Beine gestellt. "Na komm! Gleich kannst du dich ausruhen." raunt der eine mir zu. Er zerrt mich hinter sich her. Ich stolpere immer wieder, meine Beine sind wohl vom langen sitzen eingeschlafen. Eine Tür wird geöffnet und ich hindurch gezogen. Es geht eine Treppe hinunter. Als ich

erneut ins straucheln gerate, nimmt der Kerl mich einfach über seine Schulter. Noch durch eine Tür geht es dann werde ich auf eine Matratze geworfen. "Au. Du Schwein!" brülle ich ihn an und ernte dafür sofort wieder eine schallende Ohrfeige. Der Schmerz ist beißend, aber ich will mir nicht die Blöße geben und weinen. Plötzlich reißt er mir den Sack vom Kopf, ein paar Haare gleich mit und funkelt mich böse an. "So, Schätzchen. Hier kannst du jetzt brüllen so viel du willst. Es hört dich eh keiner. Wenn du dich benimmst bleibst du am Leben und..." Er beugt sich über mich. Ich weiche nach hinten aus bis ich

mit dem Rücken an eine Wand stoße. Sein Gesicht bleibt direkt vor meinem stehen und er meint "...wenn du nett zu mir bist, dann geht's dir richtig gut." Mir wird schlecht. "Lieber sterbe ich." brülle ich und spucke ihm ins Gesicht. Das hätte ich nicht tun sollen, er schlägt mir mit der Faust ins Gesicht. Mein Kopf knallt gegen die Wand und mir wird schwarz vor Augen. Als ich wieder aufwache bin ich allein. Allein in einem dunklen Fensterlosen Raum. Von der Decke baumelt eine nackte Glühbirne und spendet spärliches Licht. Ich sitze auf einer schäbigen

Matratze, neben mir liegt eine raue Decke. Ein Kissen habe ich nicht. In einer Ecke steht eine Toilette und ein Eimer. Man hat mich meiner Fesseln befreit. Ich massiere mir die Handgelenke. Im trüben Licht kann ich erkennen wie zerschunden und blutverschmiert meine Haut ist. Ich stehe auf. Es gelingt mir nicht gleich. Meine Beine fühlen sich taub an. Irgendwann schaffe ich es aber dennoch. Ich stütze mich an der Wand entlang und gehe zu der Toilette. Alles ist so eklig! Ich würde mich nicht gerade als verwöhnt bezeichnen, aber das hier ist

Menschenunwürdig! Ich setze mich wieder auf die Matratze und weine hemmungslos. Ich habe jegliches Zeitgefühl verloren. Ich weiß nicht wie spät es mittlerweile ist und durch meine Ohnmacht weiß ich auch nicht ob es mittlerweile schon ein neuer Tag ist. Ich weiß nur das ich eine Platzwunde am Hinterkopf, eine aufgeplatzte Lippe und etliche weitere Wunden habe. Dazu kommen unglaubliche Kopfschmerzen und wahnsinnigen Durst. Ich stehe wieder auf, gehe zu der Metalltür und trommle dagegen. "Hey, Arschlöcher! Hallo!" brülle ich so laut ich kann. "Hört mich einer?"

"Ach Prinzesschen ist aufgewacht." meint der eine Kerl zum anderen. "Hm. Gehst du?" erwidert dieser nur und sieht gar nicht von seinem Comic auf. "Ja gut, aber das nächste Mal du! Nicht das sie mich erkennt." Und damit steht er auf , zieht sich die Sturmhaube über die dunklen Haare, so das nur noch seine blauen Augen zu sehen sind und macht sich auf den Weg nach unten. Es kommt jemand, ich höre Schritte. Wenn es wieder der große breite Kerl ist bin ich lieber zahm. Ich ertrage keine

weiteren Schläge mehr. Doch herein kommt ein schmalerer Mann mit Sturmhaube auf dem Kopf. Er trägt ein T-Shirt und eine Jeans. Durchtrainiert ist auch er, das sehe ich an seinen muskulösen Oberarmen. Ich gehe ein paar Schritte zurück. "Was ist?" fragt er und seine Stimme klingt merkwürdig verstellt. "Ich habe Hunger und Durst, meine Wunden müssen versorgt werden und ich bräuchte eine Asperin." zähle ich leise auf. "Moment." sagt er und verschwindet wieder. Einige Zeit später kommt er mit einer 1 1,5 L Flasche Wasser und ein paar

eingepackten Hamburgern von Mc Donalds zurück. Er stellt mir alles Wortlos auf den Boden. Dann sieht er mich an und wirft mir plötzlich einen Blister mit Kopfschmerztabletten vor die Füße. Dann geht er wieder. Sobald die Tür hinter ihm ins Schloss fällt stürze ich mich auf die Hamburger. Ich reiße das Papier ab und werfe es achtlos zu Boden. Eigentlich hasse ich Essen von Mc Donalds doch heute beiße ich herzhaft hinein. Ich bin am verhungern. Gierig nehme ich einen großen Schluck von dem Wasser. Es schmeckt fade, das ist mir aber egal. Anschließend drücke ich zwei

Asperin aus dem Blister und schlucke sie mit einem weiteren Schluck Wasser. Als alles aufgegessen ist kauere ich mich auf der Matratze zusammen und weine wieder. Was haben die mit mir vor? Wollen sie Lösegeld erpressen von Tony? Und kann mich Tony hier überhaupt finden? Und wo verdammt bin ich hier eigentlich? Grübelnd schlafe ich irgendwann ein. "Leg dich mal eine Weile hin! Es nützt gar nichts wenn du zusammen klappst." schlägt Rhody vor. Auch er war, als er von Susans Entführung gehört hat, sofort hergekommen.

"Ich soll schlafen während meine Frau irgendwo gefangen gehalten wird?" Ich bin entsetzt. "Ja, ganz genau! Denn wie will der Held seine Prinzessin retten wenn er auf dem Weg da hin wie ein Stein vom Himmel fällt?" "Okay, okay. Ihr sucht aber weiter! Und gebt mir sofort bescheid wenn ihr was raus findet!" fordere ich und gehe langsam zu meinem Schlafzimmer. "Na klar. Verlass dich auf uns!" ruft er mir noch nach. Ich schließe hinter mir die Tür und gehe zum Bett auf das ich mich niederlasse. Ich streichle mit der Hand über Susans

Bettseite. Das Bett ist unberührt. Ich sehe mich um, auf dem Stuhl neben der Badezimmertür liegen Susans Sachen die sie vorgestern auf Arbeit getragen hatte. Ich stehe auf, gehe hinüber und nehme ihre Bluse. Ich sauge ihren Duft ein. "Wo bist du Süße?" denke ich und eine einzelne Träne rinnt meine Wange herunter. Dann lege ich mich mit der Bluse im Arm auf das Bett, schließe meine Augen und versuche zu schlafen. Müde bin ich ja, schließlich bin ich seit fast drei Tagen durchgängig wach. Ich gleite in einen Dämmerschlaf der nicht erholsam ist. Ich träume, dass Iron

Man ein altes Militärgelände durchsucht und dort in einem Hangar eine zerschundene Frauenleiche findet. Sie ist es. Schweißgebadet schrecke ich hoch und sitze kerzengerade im Bett. Die Bluse halte ich fest in meinen verkrampften Fäusten. "Das darf nicht passieren! Es muss doch für ein Team wie die Avengers möglich sein eine entführte Frau zu finden! Und ich, ich bin einer der genialsten Menschen der Welt, ich erfinde mal so eben Kampfanzüge oder Intelligente Lebensformen und kann aber meine eigene Frau nicht finden?" denke ich verzweifelt.

Da trifft es mich wie ein Hammerschlag. Ich bin ja so blöd! Warum habe ich nicht eher daran gedacht. Ich springe aus dem Bett, renne aus dem Raum, immer noch halte ich Susans Bluse fest umklammert als ich in den Wohnbereich gestürzt komme. Alle sehen mich verwundert an. "Na lange hast du ja nicht ge..." beginnt Rhody, doch er bricht ab als er mein entschlossenes Gesicht sieht. Ich rufe "Jarvis, zeig mir nochmal Susans Entführung." "Selbstverständlich, Sir." Und zum hundertsten Mal müssen wir mit ansehen wie meine sich heftig wehrende

Susan in den Wagen geworfen wird. Doch das ist es nicht was ich sehen will - worauf ich aus bin. Kurz nachdem die Wagentüren geschlossen und der Wagen losgefahren ist, zischt etwas durch das Bild und knallt gegen das Auto. Susan hatte sich Hilfe von ihrem Anzug holen wollen. Doch leider kann dieser nicht durch Wände fliegen. Durch Glas ja, aber nicht durch die Metallaußenwände eines Autos. Susan hat also ihre Armbänder an. Ihr Headset und Kommunikator hatte sie ja zu Hause gelassen, das hatten wir gleich als erstes kontrolliert. "Sie hat ihre Armbänder an." schreie ich.

Eine Last fällt von mir ab und ich muss lachen. Die anderen sehen mich mitleidig an, bestimmt denken sie ich bin verrückt geworden vor Kummer. "Tony, ist alles okay?" fragt Clint der gerade dazu gekommen ist. "Ja na klar. Ich war so blöd! Wir finden sie. Das heißt wenn sie noch immer die Armbänder um hat." Ohne ein weiteres Wort renne ich hinunter in meine Werkstatt. "Jarvis, orte Susans Armbänder." "Ich bin schon dabei." antwortet dieser. Auf dem Bildschirm erscheint eine Karte von Amerika.

Ein roter Kreis, der immer kleiner und kleiner wird und schließlich in einem roten Punkt über Kentucky endet. "Sir, ich habe sie gefunden." verkündet Jarvis. "Kentucky. Da ist sie." rufe ich, stelle mich gerade hin und strecke meine Arme aus um mir meinen Anzug anzuziehen. "Moment, wir machen uns auch fertig." ruft Clint und gemeinsam laufen sie zum Fahrstuhl um in die Etage mit dem Hangar zu fahren. Ich ziehe meinen Anzug an, fliege aus dem Gebäude und fliege schon einmal dem Signal nach.

Kurz darauf sehe ich neben mir den Quinn Jet. Hawkeye grüßt durch die Frontscheibe. Ich starte den Turbo und mit extra Schubkraft fliege ich noch schneller meiner Su entgegen. Der Jet beschleunigt auch und hält mit mir mit. "Was waren das eigentlich für Dinger die du der Schlampe abgenommen hast?" fragt der große Mann den schmächtigeren der beiden. "Ihre Armbänder?" fragt dieser. "Ja. Was waren das für Dinger?" "Mit diesen Armbändern kann sie den

Iron Man Anzug rufen. Und wer weiß was die noch so alles können?" erklärt er. "Dann war es ja gut das du sie ihr abgenommen hast! Ich hätte keine Lust es mit Iron Man aufnehmen zu müssen!" sagt der Große erleichtert. "Hm. Das musst du aber wenn er uns hier findet." "Ach, hier findet uns niemand. Nicht einmal der Große Stark. Ich hab das Versteck ausgesucht, das ist Bombensicher." Er lacht "Sogar im doppelten Sinn." Er scheint ziemlich stolz auf seinen Plan zu sein. Ich lande mitten im Nirgendwo und sehe

mich um. "Wo soll denn hier Susan sein? Hier ist keine Menschenseele." überlege ich. Der Jet kann hier nicht landen und kreist einfach in der Luft hoch über mir. "Also ich sehe nichts. Siehst du etwas?" fragt Clint. "Rein gar nichts." gebe ich zurück. "Jarvis, was soll das?" "Sir, genau drei Schritte neben Ihnen kommt das Signal." Ich sehe mich deutlicher um, ist da was? Ich gehe in die Hocke und hebe es auf. Tatsächlich, Susans Armbänder. "Scheiße!" schreie ich und werfe sie weit weg. "Was ist?" fragt Clint.

"Wir wurden verarscht. Hier sind nur ihre Armbänder." erkläre ich. "Alles umsonst." Ich bin verzweifelt, da meint Clint: "Sie müssen doch zumindest hier entlang geflogen sein. Und wenn sie die Armbänder unterwegs raus werfen konnten, müssen sie mit einem Helikopter unterwegs gewesen sein. Also ist der Radius nicht all zu groß." Er schweigt kurz. "Nur so Nord/Ost Amerika." "Scheiße! Ich bin so wütend! Ich finde diese Schweine und werde sie so ficken!" schreie ich.

Ich wache von einem kratzenden Geräusch auf. Ein Schlüssel wird im Schloss umgedreht und langsam öffnet sich die Tür zu meinem Gefängnis. Wie lange hatte ich geschlafen? Ist des Tag oder Nacht? Ich stelle mich schlafend, liege auf der Seite mit dem Gesicht zur Tür. Schwere Schritte kommen meinem Lager immer näher. Ich habe Angst das mein lauter Herzschlag und meine beschleunigte Atmung mich verraten. Es ist der Große Kerl, ich fühle es. Er fährt mit einem Finger die Kontur

meines Beines nach bis hoch zum Hosenbund. Mit zwei Fingern schiebt er mein Shirt nach oben bis mein BH zu sehen ist. Ich bleibe still liegen, aber mein Herz rast. Ein dumpfes Grollen kommt aus seiner Kehle. "Was soll ich nur machen?" denke ich verzweifelt. Plötzlich packt er meine Handgelenke und dreht mich ruckartig auf den Rücken. Mit einem mal sitzt er rittlings auf mir. Es ist mir unmöglich mich zu wehren. Er schaut belustigt in meine weit aufgerissenen Augen. "Das hast du nicht kommen sehen, was?

Aber ich sagte doch, wenn du lieb zu mir bist, dass geht es dir gut." raunt er. Ich schüttle den Kopf. "Du willst nicht?" er scheint echt erstaunt. "Ich würde dafür Sorgen das du was Süßes bekommst oder willst du lieber mal an die Frische Luft?" "Nach draußen? Ja! Vielleicht kann ich irgendwie Hilfe holen oder auf mich aufmerksam machen?" denke ich. Ich nicke mit dem Kopf. "Ja, ich möchte gerne mal wieder frische Luft atmen." flüstere ich. "Das denke ich mir, schließlich bist du schon drei Tage hier drin." "Was so lange schon? Wo bleibt nur meine Rettung?" denke ich weiter.

"Okay, dann bist du jetzt ein klein wenig nett zu mir und dann nehme ich dich auf einen Spaziergang mit hinaus." sagt er. Ich presse die Lippen aufeinander und nicke stumm. "Na also, braves Mädchen!" Sein Gesicht nähert sich meinem, er küsst meinen Hals. Es piekst, scheinbar hat er hier draußen auch nicht die Möglichkeit zur ausgiebigen Körperpflege. Sein Mund gleitet über meinen Hals, das Schlüsselbein, setzt kurz ab und presst sich dann auf meine Brust. Seine Zunge umspielt meine Brustwarze. Mir ist speiübel, ich würde mich so gerne

wehren, doch er hält mit einer Hand meine Hände gefangen und sein Körpergewicht hindert mich daran ihn zwischen die Beine zu treten. Ich bin ihm völlig ausgeliefert. Mir bleibt nur zu wimmern. Er bearbeitet meine Brüste, immer wieder und wieder. Trotz des Ekels kann mein Körper sich nicht verstellen und die Brustwarzen recken sich ihm entgegen. "Na siehst du, du willst es auch." lacht er als er es bemerkt. Ich schüttle den Kopf. "Da sagt dein Körper aber was anderes." sagt er und knetet mit der freien Hand meine Brüste. Sein Mund nähert sich meinem und er

presst seine Lippen auf meine. Forsch dringt seine Zunge in mich ein. Was mit Tony so schön ist, ist hier und jetzt eklig und abstoßend. Mit einem Mal lässt er von mir ab, ergreift meinen Hosenbund und beginnt mir die Hose und das Höschen auszuziehen. "Du bist zwar nicht frisch geduscht, aber darüber muss ich heute wohl mal drüber hinweg sehen." lacht er. Dann, als ich nackt vor ihm liege, erhebt er sich und beginnt sich die Hose runter zu ziehen. Sein kümmerlicher Schwanz peitscht mir entgegen. Es ist wie ein Unfall, ich kann nur da hin starren.

"Na, gefällt dir was du siehst?" lacht er stolz. "So einen Prachtschwanz hat der alte Mann sicher nicht!" "Da sei dir nicht so sicher." flüstere ich und lache. "Du wagst es mich auszulachen?" Er wird wütend. "Mist! Gleich wird er mich wieder schlagen." denke ich. Aber ich irre mich, er hat eine andere Strafe außersonnen. Er legt sich auf mich, nimmt seinen Penis in die Hand und versucht ihn in mich einzuführen. Ich strample mit den Beinen, trommel mit den Fäusten auf seinen Rücken. Bis es ihm reicht.

Frustriert weil er es nicht hinbekommt in mich einzudringen und durch meine heftige Gegenwehr gestört, rastet er aus. Er schlägt mir fest mit der Faust ins Gesicht. Ich schreie laut auf. "Das hast du jetzt davon, Schätzchen. Ich hol nur kurz was. Ich bin noch nicht fertig mit dir. Bleib liegen!" befielt er mir, steht auf und verlässt den Raum. Der Trottel hat in seiner Wut ganz vergessen abzuschließen. Ich rappel mich auf, raffe meine Hose und mein Shirt unter den Arm und laufe zu der Tür. So leise es mir möglich ist öffne ich sie. Sie schleift nur etwas über den Boden.

Ich lausche hinaus. Kein Geräusch ist zu hören. Vor mir befindet sich eine Treppe die nach oben führt. Langsam, Stufe für Stufe nehmend steige ich sie empor. Oben angekommen spähe ich erst einmal um die rechte Ecke. Ich befinde mich in einem langen Flur von dem fünf Türen abgehen. Ich wurde damals nur durch zwei Türen hindurch getragen. Eine habe ich schon hinter mir gelassen. Also eine dieser Türen hier muss ins Freie führen. Plötzlich höre ich gedämpft Stimmen. Zwei Männer und sie scheinen sich zu

streiten. Die Stimmen kommen von rechts neben mir aus der Richtung. Dann fällt mir ein das wenn hinter der Tür ja das Draußen liegt, vielleicht wird dann mit jedem mal öffnen etwas Schmutz hinein getragen? Ich sehe mir den Boden vor den Türen an. Vor keiner sehe ich verräterischen Schmutz liegen. Ich verzweifle langsam. Wieviel Zeit habe ich noch bis der Typ zurück kommt? Ich beschließe es einfach zu versuchen und schleiche aus meiner Nische nach links. Ganz leise und vorsichtig drücke ich die erste Türklinke nach unten. Verschlossen. Dann die nächste. Ebenso

verschlossen. Eine habe ich noch auf dieser Seite des Flures, doch die liegt recht weit hinten. Ich renne so leise ich kann auf nackten Füßen zu ihr. Ich lege meine freie Hand auf die Klinke und drücke sie sacht hinunter. Tatsächlich, sie springt auf. Mein Herz macht einen Hüpfer, als ich sehe was dahinter liegt. Freiheit. Es ist Nacht und stockdunkel. Ich schleiche raus und schließe die Tür lautlos hinter mir. Ich sehe mich gehetzt um. Wo war ich nur? Hinter mit ist eine Baracke, mit ein paar Fenstern, stelle ich erschrocken fest.

Sofort ducke ich mich auf den Boden. Um mich herum kann ich im Dunkeln Bäume ausmachen. Aber es ist wirklich stock finster. Also keine Zivilisation in der Nähe. Denn wo eine Stadt ist kann die Nacht nicht dermaßen dunkel sein. Ich nehme meinen Mut zusammen und laufe in geduckter Haltung zu einer Baumreihe hinüber. Ich erreiche einen breiten Baumstamm. Erleichtert als wäre er mein Retter streichle ich die raue Rinde. "Tatsächlich das ist ein Wald." denke ich. Ich erinnere mich, wie ich als Kind in unserem Park mit dem Sohn des Stallmeisters meines Vaters immer auf

Bäume geklettert bin. Das könnte mir jetzt helfen. Ich laufe etwas weiter in den Wald hinein und sehe mich immer nach einem geeigneten Kletterbaum um. Im schwachen Mondschein kann ich schließlich einen Baum ausmachen dessen untere Äste in einer für mich erreichbaren Höhe hängen. Ich bleibe kurz davor stehen ziehe mir so schnell ich kann Hose und Shirt an. Dann schwinge ich mich an den untersten Ast, umklammere diesen mit beiden Händen, stütze mich mit den nackten Füßen am Baumstamm und ziehe mich mit letzter Kraft nach oben auf den Ast. Ich stelle mich am Stamm festhaltend auf ihn

drauf. Greife mit der linken Hand nach dem nächsten Ast weiter oben, während ich mit der rechten den Stamm umklammert halte. Dann das gleiche nochmal. So kämpfe ich mich immer ein Stück höher. Bis ich schließlich im dichten Blätterdach auf einem kräftigen Ast sitze. "Damit rechnen die sicher nicht. Das ich auf Bäume klettern kann." denke ich böse. Ich lehne mich mit dem Rücken gegen den Stamm und schließe kurz die Augen. "Hier warte ich bis es Tag wird oder eben bis mir eine Lösung für den Fluchtweg einfällt." sage ich leise zu mir selbst.

Ein Uhu oder sowas schreit, in der Ferne hört man das stete Rauschen von Autos. "Eine größere Straße muss in der Nähe sein." schließe ich. Mit einem Mal wird die Ruhe von einem Knall gestört. Ich zucke zusammen. Meine Flucht ist wohl aufgefallen. Sie haben Pistolen. Scheiße! Ich spähe nach unten. Durch die Äste zwischen uns kann ich das Licht zweier Taschenlampen erkennen. "Wo ist die Schlampe?" brüllt der Große. "Das wüssten wir noch wenn du sie nicht hättest ficken wollen." meckert der andere. "Was denn? Wenn die Schlampe so heiß

ist? Sie hat es doch drauf angelegt." versucht sich der Große raus zureden. "Sie hat es gewollt?" Der kleinere bleibt stehen und lacht. "Die ist sowas von verschossen in Stark." "Ach der Lutscher Stark. Ich hätte ihr das Gehirn raus gevögelt da hätte sie den ganz schnell vergessen." prahlt er. "Ja, na klar. Das war aber gar nicht abgemacht." "Na und? Das gehört dazu. Kidnapper ficken öfter mit den Geiseln." "Mensch, bist du ein Schwerverbrecher oder was? Stark sollte doch nur einen Denkzettel verpasst bekommen. In dreieinhalb Wochen hätte er sein Schätzchen gesund zurück bekommen sollen." plaudert der

eine frisch und frei ihren Plan aus. "Ach reg dich ab. Jane meinte auch ihr sei es egal ob die Schlampe überlebt. Das Stark einen Denkzettel bekommt das ist das Wichtigste!" Ich höre schweigend alles mit an. Vier Wochen sollte ich hier gefangen bleiben und mein Tod wurde missbilligend in Kauf genommen? Was sind das für Kerle und wer ist Jane? Ich rase mit 150 über den Highway. Noch wurden die Cops nicht auf mich aufmerksam, und selbst wenn, dann würde ich sie wenigstens direkt zu den Verbrechern führen. Stark habe ich nichts von meiner

Entdeckung gesagt. Der und seine Heldenkumpel sind auch so schnell vorhin abgehauen. Ich habe auf dem Video nämlich auch etwas entdeckt was die anderen unmöglich wissen konnten. Der schwarze Mercedes Sprinter. Ich kenne den Besitzer. Klar, die Nummernschilder waren geklaut, aber der Wagen hat eine charakteristische Delle im Dach. Da habe ich als Teenager ein Auto drauf fallen lassen. Der Wagen gehört meinem Dad. Aber ihm traue ich eine Entführung absolut nicht zu, er hat auch keinen Bezug zu Susan oder Stark. Der Fahrer

musste mein Bruder sein. Die größere vermummte Gestalt kommt auch der Statur meines Bruders nah. Eben gerade war ich auf dem Schrottplatz meines alten Herrn, er war erstaunt das ich plötzlich wissen will wo Danny ist. Wir haben seit Jahren keinen Kontakt mehr. Aber eine Erkenntnis brachte der Besuch bei meinem Vater doch, ich wusste nun ganz sicher das der Wagen noch unserer Familie gehört und Danny schon seit ein paar Tagen damit unterwegs sei. Ich überlegte fieberhaft wo Danny stecken könnte. Mir fiel nur unser Trainingslager ein. Ich rase über die Interstate 69 Richtung

Michigan. Dort in Battle Creek haben wie unsere Ausbildung zum Bodyguard absolviert. Viel Wald, Schlamm und Hügel - ein perfekte Gelände für ein Drill Camp. Wir waren der letzte Lehrgang. Danach wurde das Camp geschlossen, wegen unhaltbarer Zustände gegenüber den Rekruten. Es ist das perfekte Versteck wenn jemand nicht gefunden werden soll. "Tony, was sollen wir tun?" fragt Wanda. "Woher soll ich das wissen?" brülle ich sie an. Sie zuckt kein bisschen zusammen.

"Entschuldige Wanda." bitte ich aber dennoch. "Ich weiß es nicht. Ich werde noch verrückt! Amerika ist einfach zu groß. Zu viele Verstecke" murmle ich. "Ist schon gut, Tony!" sagt sie und legt mir ihre Hand auf die Schulter. Wir sitzen jetzt schon seit einem Tag untätig im Haus von Barton rum. Es liegt in der Nähe von da wo wir uns befunden haben als wir leider feststellen mussten das die Spur mit den Armbändern ins Leere führte. Um mich abzulenken repariere ich den alten Traktor der Bartons. Es ist ein heißer Morgen. Ungewöhnlich für den April. Ich wische mir das Gesicht mit meinem Shirt trocken.

"Wir werden sie finden, Tony. Das weiß ich einfach!" sagt sie noch bevor sie die Scheune verlässt. "Ja klar." murmle ich tonlos. "Nur wann?" Ich muss immer an meinen Traum denken. Die Kerle haben es aufgegeben nach mir zu suchen, vorerst. Ich bleibe dennoch in meinem Versteck auf dem Baum und verhalte mich ruhig. Die Sonne war aufgegangen und ich sehe mich um. Weiter hinten sehe ich tatsächlich eine größere Straße, wo einige Autos fahren.

Da vorn sind einige Baracken als Wellblech, auch die in der ich gefangen gehalten worden bin. Ein Steinhaus kann ich ebenfalls durch die Bäume sehen. Eine zerfetzte Amerikanische Flagge weht davor an einem Mast auf der Wiese. Rechts befindet sich so eine Art Spielplatz für Erwachsene. Ich habe so etwas schon einmal im Fernsehen gesehen. Daran werden Soldaten trainiert. Unter mir läuft eine sandige Straße entlang. "Ich bin auf einem alten stillgelegten Militärstützpunkt." überlege ich. "Aber in welchem Staat? Und wie komme ich

hier weg?"

das ist mein Bodyguard!

Es ist morgens kurz vor 6 Uhr als ich in die sandige unbefestigte Straße Richtung Camp einbiege. Hinter mir wirbelt eine verräterische Staubwolke auf. Hier sieht es noch genau so aus wie damals. 7 Jahre ist es jetzt her das ich das letzte Mal hier war und meine Ausbildung abgeschlossen habe. Ich wende meinen Wagen und parke ihn am Straßenrand. Mit einem Griff ins Handschuhfach, hole meine Magnum hervor und stecke sie in mein Schulterholster. Bevor ich den Wagen verlasse öffne ich

noch beide Türen und lasse den Schlüssel stecken. Dann renne ich zu dem Wald, unter dem für diese Jahreszeit schon dichten Blätterdach entlang direkt auf das Haupthaus zu. Der schwarze Sprinter steht davor. Sogar die alte Flagge weht noch träge im Wind. Ich gehe hinter einem breitem Baumstamm in Deckung. Keine Menschenseele ist zu sehen. "Wo könntet ihr Susan gefangen halten?" überlege ich stumm. Da fällt mir eigentlich nur der Folterkeller ein. In diesem Raum im Keller wurden Rekruten eingesperrt wenn

sie gegen Regeln verstoßen oder aufgemuckt haben. Er befindet sich in Baracke 3. Diese Baracke beherbergte damals die Aufenthaltsräume der Rekruten und die Technik. Mit einem schnellen Blick sondiere ich die Lage, renne geduckt zu der Baracke 3 die zum Glück meiner Position am nächsten steht. Ich ducke mich unter einem Fenster, horche und werfe einen raschen Blick durch die Scheibe. Alles leer. Weiter zum nächsten Fenster, auch leer. Gut auf dieser Seite gibt es keine weiteren Fenster, nur die Eingangstür. Ich hole meine Waffe hervor und nehme

sie hoch, stelle mich links neben die Tür, öffne diese vorsichtig und springe mit vorgehaltener Waffe in den dahinter liegenden Flur. Leer. Die Tür lasse ich offen stehen, renne zu der Nische wo sich die Treppe zum Folterkeller befindet. Plötzlich höre ich mehrere männliche Stimmen. Ich erstarre und lausche. Der eine klingt entfernt wie mein Bruder. "Und was jetzt? Wenn die Schlampe zu den Cops rennt?" "Das wird sie ganz sicher tun, du Trottel. Du hast alles wegen deiner Sexsucht versaut! Wenn Stark uns in die Finger kriegt sind wir tot." "Sexsucht? Was hat Danny Susan

angetan?" Er war schon immer ein Weiberheld. Und dank seines Aussehens hat er es auch nie besonders schwer gehabt Frauen ins Bett zu bekommen. Hat er sich an Susan vergriffen? "Wenn er es gewagt hat meinen Schützling anzufassen, bringe ich ihn um! " denke ich während ich die Treppe hinunter steige. Ich denke ja das sie nicht mehr hier ist aber ich muss sicher gehen. Ich habe Recht die Tür steht offen. In dem dunklen Raum befindet sich nur eine von unseren alten Matratzen, eine der Army Decken und das Klo. Von der Decke hängt wie damals eine nackte Glühbirne. Ich will mich schon abwenden

da entdecke ich auf dem Boden etwas pinkes. Ich gehe hin, hebe es auf - es ist das Höschen einer Frau. Ich stecke es in meine Jackentasche und verschwinde aus dieser Hölle. Die Treppe hoch, nach rechts zu der Tür des alten Aufenthaltsraumes, die Waffe im Anschlag. Ich stelle mich davor, von drin höre ich noch immer die beiden Männer miteinander streiten, ich hole aus und trete zu. Ich öffne die Augen. "Wo bin ich?" Fast verliere ich den Halt. Ich sitze noch immer auf dem Ast hoch oben im Baum. Einen kurzen Moment muss ich mich

orientieren. Als ich mich umsehe, entdecke ich auf der Straße zwischen zwei Feldern eine Staubwolke die stetig näher kommt. "Was ist das?" überlege ich. Ich sollte es bald erfahren. Ich beobachte das dunkelblaue Auto wie es stehen bleibt, der Fahrer wendet, am Straßenrand parkt, aussteigt und den Wagen mit geöffneten Vordertüren verlässt. Eine blonde männliche Gestalt in dunkler Kleidung kommt auf den Wald, also auch auf den Baum mit mir, zugelaufen. Er huscht von einem Baum zum nächsten, versteckt sich dahinter. Ich verfolge die Gestalt von meinem Ausguck aus.

Als er direkt unter meinem Baum stehen bleibt, kann ich ihn ganz gut erkennen. Er ist blond, breitschultrig, muskulös, sexy, trägt eine schwarze Lederjacke und eine ebenfalls schwarze Jeans, und verdammt, ich kann es kaum fassen, es ist mein Bodyguard. Ich kann es nicht fassen? Wie sollte er mich gefunden haben? Gehört er zu den Entführern? Nein, sonst würde er sich nicht so anschleichen. Sind Tony und die anderen auch hier? Ich sehe mich nach Iron Man oder dem Jet um, entdecke aber nichts dergleichen. Ron ist allein. Bevor ich ihm etwas

zurufen kann, ist er schon weiter gelaufen. Ich beobachten ihn weiter. Er schleicht zu einer der Baracken. Ich glaube es ist die aus der ich in der Nacht geflohen bin! Ron checkt die Fenster, kann wohl nichts entdecken und als er in der Tür verschwindet beginne ich meinen Abstieg. Er hat sicher die Türen beim Wagen offen gelassen weil er hofft mich zu finden und wir schnell fliehen müssen. Ich will mich zum Wagen schleichen und darin auf ihn warten. Gerade als ich vom untersten Ast springe gibt es einen lauten Knall, Schüsse fallen. Ein Mann schreit.

Ich erschrecke und verstecke mich hinter dem Baumstamm und luge zu der Baracke hinüber. Mit einem mal kommt ein Mann heraus gerannt, er presst sich die Hand auf eine stark blutende Wunde am Bauch und verschwindet im Wald hinter der Baracke. "Moment kenn ich den nicht?" denke ich. "Der hat entfernte Ähnlichkeit mit Steve, meinem Chef." Ich bin ehrlich verwundert. "Ach das kann nicht sein." schiebe ich den Gedanken beiseite. "Zum Glück läuft er nicht in die Richtung wo der Fluchtwagen steht!"

denke ich. Ich warte weiter ab. Mit einem Mal kommt ein weiterer Mann, viel größer und besser gebaut als der erste heraus gerannt, wird aber noch an der Türschwelle von Ron zu Boden gerissen. Er knallt dem Großen die Faust ins Gesicht. Der wehrt sich indem er Ron in den Bauchraum tritt. Sie kämpfen so schnell miteinander das ich kaum folgen kann. Der andere rappelt sich auf und will weg rennen, Ron hält ihn liegend am Knöchel fest und der Große stürzt wieder in den Sand. Ron ist sofort über ihm und beginnt sein Gesicht mit Faustschlägen zu bearbeiten. Ich bin so damit beschäftigt den Kampf

zu verfolgen, das ich nicht mitbekomme wie sich der andere, verletzte Typ von hinten an mich anschleicht. Er packt mich im Haar, hält mir ein Messer an die Kehle und drückt mich an sich. Ich erstarre. "So, jetzt wollen wir dem Spaß mal ein Ende machen!" sagt er an meinem Ohr. Jetzt, so ganz ohne Sturmhaube über dem Gesicht und das Aussehen was ich vorhin gesehen habe, weiß ich es plötzlich ganz genau, wer da hinter mit steht. "Tony." schreit Happy mir über das Headset ins Ohr. Ich mache einen gequälten

Gesichtsausdruck, tippe es an und frage genervt "Was soll das Happy? Spinnst du?" "Ob ich spinne fragt er?" entgegnet dieser. "Was willst du?" "Der Spinner kann dir verraten wo dein Herzblatt ist." verkündet Happy fröhlich. "Sag das noch mal!" brülle ich, sehe zu Steve und erhebe die Hand um den anderen zu signalisieren das das hier wichtig ist, das etwas passiert. Alle horchen auf und sehen mich an. Ich deute an mein Ohr. Sie verstehen und aktivieren alle ihre Headsets. Nun können sie alle das Gespräch mit

anhören. "Ich weiß wo Susan ist. Also Ron weiß es." "Wie das? Wo denn?" brülle ich. Wanda macht ein schmerzverzehrtes Gesicht. "Ron hat mich angerufen. Hat selbst kein Headset dabei. Hat deine Nummer nicht. Sein Bruder ist der Entführer. Sie verstecken sich in Battle Creek in Michigan. Ein altes Ausbildungslager der Army. Ron ist vor Ort, hat um Unterstützung gebeten. Es sind Schüsse gefallen." erklärt Happy mit wenigen Worten das Wesentliche. Alle springen auf, rennen in verschiedene Richtungen davon. "5 Minuten, dann Start!" befehle ich

noch, renne in mein Zimmer, wo mein Anzug auf mich wartet. Ich lege ihn an. Endlich kann ich mich wieder stark fühlen. Wir stehen ganz kurz davor Susan wieder zu finden. Hawkeye sammelt seine Ausrüstung zusammen, da kommt Laura, seine Frau, umarmt ihn und flüstert: "Es sind sicher nur Kleinganoven. Ihr seit härteres gewohnt. Aber pass trotzdem auf dich auf!" Er küsst sie auf die Stirn, nickt und lächelt sie an. "Bin ich doch immer." flüstert er bevor er zum Jet nach draußen geht. Steve zieht sein Kostüm an, legt sich den

Schild an und nimmt seinen Helm unten den Arm. So treffen wir drei uns nach 5 Minuten und fliegen los. Immer den Koordinaten nach. Wanda werden wir nicht brauchen, sie leistet Laura Gesellschaft. Clint und Steve fliegen mit dem Jet und ich neben ihnen im Anzug. Ich will sofort Kampfbereit sein und nicht erst noch aus dem Jet aussteigen müssen. "Ron gib auf!" ruft Steve zu den Kämpfenden hinüber. Ron sieht kurz auf, entdeckt mich in den Armen von Steve mit dem Messer am

Hals und erstarrt. Diesen Moment nutzt der andere aus, tritt Ron in die Magengrube, so das Ron rückwärts prallt. Er landet im Sand. Der Große rappelt sich auf und stellt sich breitbeinig vor Ron. "Kleiner Bruder, dachtest wohl, du kannst hier her kommen und den Helden spielen." sagt er verächtlich und spuckt etwas Blut neben Ron in den Sand. Ich sehe ihm angeekelt zu. "Lass mich sofort los." zische ich dem hinter mir zu und werfe mich hin und her. "Lass mich los!" brülle ich. "Lasst sie sofort los!" brüllt auch Ron. Sein Bruder dreht sich zu ihm um, wo er

mit einem Mal die Waffe her hat kann ich nicht sagen, und schießt Ron in die Brust. Aus meiner Kehle dringt ein markerschütternder Schrei. "Nein! Ron nein!" Ich muss einen Adrenalinstoß haben, denn ich verspüre plötzlich enorme Kraft. Die Wut treibt mich an. Ich hebe mein rechts Bein und trete mit aller Kraft auf den rechten Fuß des hinter mir stehenden Steve. Er, überrascht das ich mich so wehre, lässt mich kurz los, ich drehe mich um und boxe ihm in die blutende Wunde. Er krümmt sich vor Schmerzen. Das und die Erkenntnis das ich ihn jetzt

gut erkennen kann lassen ihn schreien. "Danny die Schlampe will weg." Ich wirble herum, hinter den Baumstamm. Dann, ohne nach zudenken, renne ich los. Immer Schutz suchend hinter den Stämmen der Bäume, renne ich vom Kugelhagel begleitet durch den Wald. Ich renne hoffentlich in die Richtung wo Ron den Wagen geparkt hat. Danny ist hinter mir, ich kann seine Stimme ganz nah hören. "Bleib stehen! Du hast eh keine Chance, dreckige Schlampe!" brüllt er. Ich stolpere über eine große aus der Erde ragende Wurzel und falle beinahe hin. In diesem Moment zischt etwas über

mich hinweg. Ich richte mich auf, renne weiter vorwärts, drehe aber meinen Kopf nach dem Etwas, sehe wie Danny getroffen zu Boden geht. Mir wehen die langen Haare ins Gesicht ich kann nichts richtig erkennen. Gehetzt sehe ich mich nach dem Schützen um. Da tritt Clint vor einem Baum hervor. Ich erkenne ihn, renne auf ihn zu. Er steckt seinen Bogen weg und breitet die Arme aus. Sobald ich ihn erreicht habe, falle ich erschöpft und schwer atmend in seine Arme. Ich schmiege mein Gesicht an seine Brust, spüre das kühle Leder seines

Anzugs. "Scht, jetzt ist alles gut, Su!" raunt er mir beruhigend zu. "Komm, ich bring dich in Sicherheit." Ich lasse mich von ihm geleiten. Ich weiß, jetzt ist es vorbei - ich bin in Sicherheit. "Sir, da vorn ist das Ziel." erläutert Jarvis. "Ist gut, ich sehe es. Ich geh schon mal runter." verkünde ich und lass mich seitwärts nach unten fallen um schnell an Höhe zu verlieren. "Ist gut, wir landen. Sind direkt hinter dir." antwortet Clint. Aus dem Augenwinkel sehe ich einen

dunkelblauen Wagen an Straßenrand stehen. Das muss Rons Wagen sein. Die Türen sind offen, er hat alles vorbereitet das er mit Susan schnell fliehen kann. So wird es den Bodyguards in der Ausbildung beigebracht. Ich brettere durch das Waldstück und lande vor einem größeren Steinhaus. Das war wohl das Hauptgebäude. Offizierskasino. "Jarvis." sage ich. "Ich registriere vier Personen. Auf fünf Uhr liegt eine verletzte Person. Es scheint mir Mister Howard zu sein." Ich renne zu ihm. Er ist tatsächlich verletzt, Schusswunde in der Brust. Doch kein Blut.

Er lebt, ist nur K.O. Ein anständiger Bodyguard wie Ron nun mal einer ist, trägt er immer seine Schusssichere Weste. Ich kann mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. "Sir, hinter Ihnen zwischen den Bäumen auf elf Uhr, eine weitere verletzte Person." sagt Jarvis. Ich laufe zum angegebenen Ort und finde einen jungen schmächtigen Mann mit dunklem zerzaustem Haar. Das bemerkenswerteste an ihm sind seine Stahlblauen Augen. Er starrt mich an und flüstert "Scheiße! Ich bin tot!"

"Noch nicht Mistkerl. Erst wenn ich mit dir fertig bin!" drohe ich düster. "Wo ist sie?" "Wer?" Er stellt sich dumm, ich bekomme schon die Infos aus ihm raus. Ich trete dem am Boden liegenden Kerl in seine blutende Wunde. Er schreit auf vor Schmerzen. "Scheiße! Du Dreckskerl! Das tut weh!" jammert er. "Klar doch. Soll es ja auch." sage ich und trete ein weiteres Mal zu. "Ahrr." mehr kommt aus dem Kerl nicht raus. Ich versetze ihm einen leichten Treffer mit dem Pulsor und bei ihm gehen die

Lichter aus. Ich sehe mich um. "Jarvis. Wo ist sie?" "Sir, zwei Personen im Wald. Eine weiblich, die andere männlich. Er verfolgt sie." "Gut." rufe ich und fliege los. "Alles okay. Weibliche Person gesichert, männliche außer Gefecht gesetzt." verkündet Barton. "Du hast Su? Bring sie zum Jet. Verarzte sie. Ich kümmere mich um den Typen." entgegne ich. Ich fliege zum von Jarvis auf meinem Interface angegebenen Punkt. Da lehnt ein großer muskulöser Typ mit einem von Bartons Pfeilen in der

Schulter an einem Baum. Gerade versucht er sich diesen raus zuziehen. "Komm her. Ich bin dir mal behilflich." sage ich, lande neben ihm und treibe den Pfeil mit einem gezielten Tritt noch tiefer in sein Fleisch. Sein Schrei ist sicher im ganzen Wald zu hören. "Du bist ja krank! Ein kranker Psychopath." heult er Mistkerl. "Und es wird besonders schlimm, wenn man meine Frau entführt." entgegne ich und hebe ihn am Baumstamm hoch. Er ballt die Fäuste, schwankt, holt aus um mich zu schlagen und trifft daneben . Ich greife seinen Hals und hebe ihn hoch.

"Gib den Widerstand auf, du hast keine Chance." rate ich ihm. Ich lasse ihn wieder herunter und er sackt wie ein Häufchen Elend auf dem Waldboden zusammen. "Was habt ihr euch dabei gedacht? Meine Frau zu entführen. Seit ihr Lebensmüde? Ihr hättet doch wissen müssen das wir euch finden werden." erzähle ich. "Ich hatte ja erst daran gedacht euch zu töten, doch nun denke ich, ihr seit besser bestraft wenn ihr euer restliches Leben im Knast verbringt." erzähle ich. "Es ging nicht um Erpressung oder so." lacht der Typ plötzlich. "Was? Worum dann?" frage ich

verwundert. "Der große Tony Stark sollte eine Lektion erteilt bekommen." "Lektion?" frage ich. "Du Kasper solltest mal sehen wie man sich fühlt wenn man etwas verliert was einem wichtig ist." erklärt er und sieht mich grinsend an. "Und, war ein geiles Gefühl oder?" Ich hebe drohend die Hand und richte den Pulsor auf ihn. "Hattest sicher ganz schön Angst um dein Schätzchen oder? Aber keine Angst..." er sieht mich frech an. "...ich habe mich gut um sie gekümmert." Dabei schaut er süffisant in meine Richtung und wackelt mit den Augenbrauen.

"Was hast du getan?" frage ich und spüre wie die Wut in mir brodelt. "Ich hatte nur etwas Spaß mit ihr. Da hast du dir aber auch eine süße Schlampe klar gemacht." "Okay, das reicht." rufe ich und schleudere einen Blitz auf seine Brust. Er kippt hinten über und seine Augen schließen sich. "Liegen bleiben, Dreckschwein!" drohe ich noch überflüssigerweise. Plötzlich steht Cap hinter mir, legt seine Hand auf meine Schulter und sagt "Komm! Einsatz erfolgreich beendet."

I Need a Hero

Ich blinzle gegen das Licht. Mein Schädel brummt und meine Gliedmaßen tun weh. Ich stöhne "Wo bin ich?" "In Sicherheit." höre ich eine männliche Stimme neben mir. Es ist Clint. "Was tust du da?" frage ich ihn, während er mit einem Tupfer auf meinem Bauch drückt. Es tut weh. "Au, was machst du denn?" zische ich ihn an. "Dich verarzten. Die haben dich ganz schön zugerichtet." antwortet er knapp. "Was? Ich... kann ich mal sehen?" frage ich.

"Meinst du wirklich? Ist kein schöner Anblick." Clint sieht mich bekümmert an, dann lächelt er aber doch "Aber keine Angst, du wirst schon wieder. Es sind nur ne Menge Schürfwunden, blaue Flecke und na ja, eine Platzwunde am Kopf." "Was?" kreische ich und fasse an meinen Kopf. Da hat Clint mir jedoch bereits einen Verband umgelegt. "Ist schon gut. Ich hab's erstmal versorgt. Den Rest machen die Ärzte im Krankenhaus. Wir fliegen auch gleich los, müssen nur noch auf Stark warten. Er will dich unbedingt noch sehen." erzählt er.

"Wo ist er? Ich will ihn auch sehen!" sage ich schnell. "Draußen bei den Cops. Er übergibt ihnen die Schweine." "Kann ich zu ihm?" "Warte noch kurz, ich bin hiermit gleich fertig." sagt er, dreht sich kurz um, greift nach einer Flasche und sagt "Das wird jetzt etwas brennen, muss aber sein. Also denk an was Schönes und beiße die Zähne zusammen, Su!" Ich nicke und tu es. Es brennt höllisch als Clint mit die braune Flüssigkeit über die Wunden pinselt. Ich kann mir die Schmerzensschreie nicht verkneifen. Da kommt Steve in den Quinn Jet

gelaufen "Was machst du denn? Sie hat genug durchgemacht, Clint." "Es ist nötig damit die Wunden sich nicht entzünden und ja, sie hat viel durchgemacht auch ja, aber unsere Susan hier ist stark, sie wird das auch noch durchhalten!" Er arbeitet konzentriert weiter und mir laufen Tränen über die Wangen. Steve stellt sich neben mich und raunt mir zu "Wenn es dir hilft, halte dich an mir fest!" Gerne doch! Ich kralle mich an seinem Unterarm fest, er verzieht keine Miene, als sich meine Fingernägel in sein Fleisch graben. "So fertig. Bringst du sie zu ihrem

Herzblatt? sagt Clint an Steve gewandt. Dieser nickt und hilft mir aufstehen. Ich will schon zum Ausgang laufen, da hält er mich zurück und meint "Willst du dir nicht vorher noch etwas überziehen?" Ich sehe an mir runter und erst jetzt bemerke ich das ich in Unterwäsche da stehe. Wie peinlich! Verzweifelt schaue ich zwischen den beiden hin und her. Clint grinst und gibt vor sich weiter um den Verbandskasten kümmern zu müssen. Steve fährt sich durch die Haare, kann sich einen flüchtigen Blick auf meine Oberweite nicht verkneifen. Verkrampft

versuche ich meine Brüste mit meinen Armen zu verdecken. "Es ist nicht so als ob ich noch nie Brüste gesehen habe." erklärt Steve lächelnd. "Ha ha." sage ich und nehme das Shirt und meine Hose dankbar entgegen die er mir hinhält. "Hier. Ist zwar meines, aber es wird schon gehen für den Übergang. Dein Shirt war völlig zerfetzt. Nur eine andere Hose habe ich nicht für dich." plaudert er. "Danke schön!" flüstere ich, ziehe mir die Sachen über und füge dann hinzu "Und dir, Clint danke ich auch. Du hast mich gerettet. Um ein Haar hätte er Kerl

mich erschossen." Ich laufe noch kurz zu ihm zurück und küsse ihn auf die Wange. "Gern geschehen, Su!" gibt dieser verlegen zurück. Mein Körper ist durch die Strapazen der letzten Tage so geschwächt das ich bei gehen von Steve gestützt werden muss. Als wir gemeinsam den Jet verlassen, blendet mich erst einmal das gleißende Sonnenlicht. Ich beschatte meine Augen mit der Hand. In einiger Entfernung erkenne ich zwei Polizeiautos mit eingeschaltetem Blaulicht. Mehrere Personen stehen daneben, eine weitere Person sitzt auf dem Boden.

Beim näher kommen bemerke ich das der große muskulöse Kerl bewusstlos im Gras liegt. Und dann sehe ich ihn - meinen Tony. Und er sieht mich, sagt etwas zu dem Cop neben sich und kommt auf mich zugelaufen. Ich strahle ihn an als sich seine Arme mich umschließen. "Danke Cap." sagt er an Steve gewandt und haucht mir einen Kuss auf den Scheitel. "Ich hab dich wieder, Darling!" raunt er. "Ja. Ich... ich..." Die Emotionen überwältigen mich so sehr das ich sie nicht in Worte fassen kann. "Scht. Ich weiß, Liebling, ich weiß."

flüstert er, während seine starken Arme mich halten und sein Herzschlag mich beruhig. "Du bist in Sicherheit! Es tut mir so leid!" Er hält mich am ausgestreckten Arm und sieht mir fest in die Augen "Ich werde nie wieder zulassen das dir jemand weh tut! Ich verspreche es dir! Nie wieder lass ich dich aus den Augen!" sagt er laut mit fester Stimme. In einer normalen Situation, bei der alten Susan, hätte diese Versprechung Beklemmungen ausgelöst, nun aber bin ich einfach nur glücklich über seine Worte. "Ich hatte solche Angst, Schatz! Ich will das nie wieder erleben!" flüstere ich.

Tränen laufen mir in Strömen über die Wangen. Tony sieht mich mitleidig an. "Es war so schrecklich! Ich dache sie bringen mich um. Gesagt haben sie es. Ich bin geflohen. Dann kam Ron und dann Clint." stottere ich. "Ja, Ron hat dich gefunden." Da fällt mir plötzlich ein das Ron erschossen wurde und ich schreie "Wo ist mein Bodyguard? Wo ist Ron? Er wurde.. er ist..." Tony deutet mit dem Daumen hinter sich, ich sehe an ihm vorbei und entdecke auf einer alten Bank sitzend Ron. "Darf ich?" fragend sehe ich Tony an,

dieser nickt und ich laufe auf Ron zu. Er sieht ganz gesund aus, nur etwas überrascht als ich auf ihn zu gerannt komme. Er erhebt sich, genau im richtigen Moment, denn schon habe ich ihn erreicht und schlinge meine Arme um seinen Hals. Er schwingt mich im Kreis umher. "Susan." "Du lebst! flüstere ich an seinem Hals. "Du lebst! Du wurdest erschossen." "Schusssichere Weste." erklärt er kurz und bündig. "Ach so." lache ich "Ich bin dir so dankbar, Ron! Du hast mich gefunden?" frage ich ihn. "Ähm, ja. Mir ist etwas auf den

Überwachungskameravideo aufgefallen. Der schwarze Wagen. Der da ist mein Bruder." erklärt er und deutet mit der Hand auf den bewusstlosen Mistkerl. Ich sehe zwischen den beiden hin und her, ich kann es nicht fassen. Das Schwein soll sein Bruder sein. "Warum hat er es getan? Wieso ich? Ich begreife ich es nicht." "Ich weiß nicht was ihn dazu gebracht hat, Susan. Aber vielleicht erzählt er es uns ja noch?" sagt Ron und deutet auf seinen Bruder der gerade dabei war aufzuwachen. Ich nehme Ron bei der Hand und ziehe ihn mit mir mit hinüber zu Tony und dem Gefangenen. Entsetzt bemerkt er in

welcher Situation er sich befindet, rappelt sich auf bis er zum sitzen kommt. "Was soll das hier?" fragt er. "Was das soll? Was das..." Tony kriegt sich kaum ein und muss sich zusammen nehmen nicht wieder auf ihn los zugehen. "Ach ne, der große Antony Stark." lacht der Kerl Tony frech an, als er sieht wer ihm da gegenüber steht. Ich stelle mich mit Ron ihm gegenüber und verschränke die Arme vor der Brust. Angewidert schaue ich ihn an. "Na Süße, da hast du ja Glück gehabt das mein Bruder dich hier gefunden hat! Ist doch nicht so blöd wie er aussieht, mein

kleiner Bruder." lacht er. "Ich hätte ja gerne noch ein paar Tage mit dir gespielt." Verächtlich sehe ich ihn an "Ich glaube nicht, du widerliches Schwein!" "Oh, jetzt kannst du wieder das Maul aufreißen. Vor ein paar Stunden noch hast du heulend in der Ecke gesessen. Aber jetzt wo du diese Zirkusclowns hinter dir weißt hast du ne große Klappe." Ich wende mich ab, da legt er erst richtig los. "Ja geh nur, Schlampe! Ich hätte dich mal gestern richtig durchnehmen sollen, dann würdest du jetzt im Krankenhaus liegen anstatt mich hier blöd

anzugrinsen. Du Miststück, denkst du wärst was besseres nur weil du für diesen Kasper die Beine breit machst. Gehst du eigentlich auch mit den anderen Wichsern in die Kiste. Ja, dürfen sie alle mal ran?" stichelt er weiter. Tony will sich schon auf ihn stürzen, ich halte ihn zurück, bleibe stehen und merke wie sich meine Wut in mir sammelt. Die Wut auf dieses miese Schwein, der mir solche Qualen bereitet hat. Dann geht alles automatisch, meine Hände ballen sich zu Fäusten, ich drehe mich so schnell ich kann um, stürze mich auf ihn und ramme ihn meine Faust auf die Nase.

Er ist so überrascht das er nach hinten über kippt. Er rappelt sich auf, doch ich bin schneller, werfe mich auf ihn und lasse meine Wut in Form von Fausthieben auf seinem Körper aus. "Du mieses Stück Scheiße!" brülle ich. "Das reicht jetzt, Su." raunt Steve mir zu und hält mich an den Armen fest. Ich sehe es ein und lasse von ihm ab. Dann tritt Tony vor, er hatte das Ganze bisher nur stumm mit angesehen, er zerrt den zweiten Kerl zu dem anderen, stellt sich breitbeinig vor die beiden Kerle und sagt: "So, ihr Arschclowns, ich will es

wissen, was hat euch auf die Hirnlose Idee gebracht meine Frau zu entführen? Zu der Vergewaltigung komme ich noch." sagt er in Richtung des Größeren. "Seit ihr Lebensmüde oder was? Es war doch klar das wir euch finden werden." Statt einer Antwort sagt der schmächtige Kerl nur "Sagt dir der Name Jane Willow etwas?" Tony sieht ihn verwundert an. "Nein, wer soll das sein?" "Sie sagte schon das du dich nicht erinnern wirst." Der Kerl sieht zu Boden als er weiter spricht "Sie war eine deiner Stewardessen. Die, die du munter durch dein verschissenes Flugzeug gefickt hast."

"Keine Ahnung." entgegnet Tony kühl. "Jah, du hast schon so viele Schlampen durch genommen das du dich an ein nettes Mädchen nicht erinnern kannst. Du Held!" er spuckt auf den Boden vor Tonys Füße. Alle sehen ihn abwartend an. "Was geht es dich an mit wem ich schlafe?" sagt Tony ruhig. "Sie ist meine Schwester, du Arsch und ich kann es nicht ertragen das man ihr weh tut! Sie hat immer alles für dich gemacht, hat immer die Beine breit gemacht wenn der Große Stark mit den Fingern geschnipst hat, hat sich von dir erniedrigen lassen und das alles nur..."

Ich merke wie mir übel wird als ich das alles höre, ich drehe mich zu Steve und flüstere ihm ins Ohr "Bring mich hier weg!" Dann versagen meine Beine. Das letzte was ich spüre ist das Steve mich auf seine Arme nimmt und mich weg trägt. Weg von dieser absurden Szenerie. "Och ist aber zart besaitet die Schlampe." höhnt das Schwein und sieht Steve hinterher der Susan zurück zum Jet bringt. "Susan muss ins Krankenhaus. Wir fliegen schon einmal vor. Treffen uns dort." klärt mich Steve durch das

Headset auf. "In Ordnung." entgegne ich "Ich komme nach wenn ich mit den Clowns hier fertig bin." "Tony, denk dran, er bekommt seine Strafe auch so. Tue nichts was du hinterher bereuen würdest!" "Ja ja." entgegne ich knapp und wende mich wieder dem Kerl am Boden zu. "So, du mieses Stück Scheiße. Jetzt mal unter uns Männern. Deine Schwester hat sich mir bei jedem Flug an den Hals geworfen. Sogar als ich schon mit Susan zusammen war. Klar war es ganz nett, Anfangs, aber jetzt habe ich eine Frau. Es ist vorbei. Und weil sie es nicht eingesehen hat, habe ich sie gefeuert.

Und nun zu dir." Ich sehe den Großen Muskelprotz an "Du wollte meine Frau ficken?" "Ja, genau und wäre die nicht eine so hässliche Schlampe hätte ich sicher auch einen hoch gekriegt." In diesem Moment stürzt sich Ron auf ihn. Seine Faust landet in deren Gesicht und Magengrube. Ich lasse ihn gewähren. "So sprichst du nicht von ihr!" schreit er ihn an. Seine Faust trifft dessen Nase, es gibt einen Knacklaut zu hören und Blut strömt aus dessen Nase. "Hey, du hast mir die Nase gebrochen. Spinnst du? Auf wessen Seite bis du? Ich

bin dein verdammter Bruder." schreit er wütend und wischt sich das Blut mit dem Handrücken ab. Im Hintergrund wird der Jet gestartet und fliegt davon. "Und sie ist meine Chefin. Ich habe geschworen auf sie aufzupassen, sie zu beschützen. Ich habe schon genug Fehler gemacht. Dich laufen zu lassen wird nicht noch dazu kommen!" presst Ron wütend zwischen den Zähnen hervor. "Du gehörst nicht mehr zur Familie, Danny, du bist draußen. Ich habe keinen Bruder mehr!" Und damit wendet sich Ron ab und geht davon. Ich sehe ihm nach und überlege ob ich

diese Schwachmaten nun den Cops übergebe oder sie doch zu Mus schlage. Aber Cap hat recht, ich bin so sauer das ich sie sicher töten würde. "Ich übergebe euch jetzt den Cops. Aber eines will ich vorher noch wissen: Warum?" "Warum wir deine Frau entführten?" fragt er schmächtigere der beiden. Ich nicke stumm. "Weil der Große Mister Stark mal erfahren sollte wie es ist wenn man etwas verliert was einem am Herzen liegt. Meine Schwester ist seit dem sie für dich gearbeitet hat in Behandlung. Sie hat sich völlig verändert. Du hast sie mit deiner Sexsucht verändert. Sie sprach

nur noch von dir, das du sie liebt, das du sie irgendwann heiraten wirst, all son' Zeug wenn sie immer schön brav für dich die Beine breit macht." Tony schnaubt verächtlich. "Deine Schwester ist eine billige Schlampe! So eine würde ich nie zu meiner Frau machen!" Der Kerl quatscht einfach weiter. "Doch dann kam Susan. Dieses unscheinbare Miststück das wolltest du nur, Jane hast du fallen gelassen als wäre sie ein Stück Dreck. Das hat sie gebrochen. Und dann wie der Zufall es will bewirbt sich Susan bei uns im Verlag und ich denke mir, perfekt so kann ich sie ausspionieren und mich anschließend an dir rächen."

Ich sehe auf "Du bist Steve, ihr Chef im Verlag?" "Ja, genau der bin ich und mein Kumpel Danny hier half mir den Plan zu entwickeln und auszuführen. Er kannte dich aus den Erzählungen seines Bruders, der bei euch ja als Bodyguard arbeitet. Der hatte ja bei seinem Vater angegeben was für eine tolle neue Stelle er jetzt hat. Beim ach so Großen Tony Stark." verächtlich sieht er mich an. "Falls es dich interessiert, du hättest nach 4 Wochen Susan zurück bekommen. Und ging es nicht um Lösegeld oder so etwas. Ich wollte nur Vergeltung wegen meiner

Schwester!" "Gut, die hattest du ja jetzt. Aber ich kann euch verraten, der Preis den ihr dafür zahlt kommt euch teuer zu stehen. Ich werde dafür sorgen das ihr beide nie wieder ungesiebte Luft atmen könnt!" Damit lasse ich sie stehen, gebe den wartenden Cops ein Zeichen strecke meine Arme aus um meinen Anzug an zuziehen. Und mit dem Wissen einen großen Auftritt hingelegt zu haben, fliege ich davon. Aus der Luft beobachte ich noch wie die beiden in die Autos gezerrt werden und die Cops mit ihnen davon fahren.

Auf dem Highway erkenne ich Rons Wagen. Sicher will er auch zurück nach New York. Es tat so gut meinem älteren Brude mal so richtig eine rein zuhauen! Er ist Geschichte für mich! Auch Dad werde ich berichten was er getan hat. Zum Glück muss unsere Mum das nicht mehr erleben. Sie hatte bis zu ihrem letzten Atemzug an das Gute in Danny geglaubt. Immer wieder war er mit Diebstählen, Einbrüchen und Raubüberfällen in Verbindung gebracht worden. Hatte auch schon einige Zeit im Knast gesessen. Dann kam die

Ausbildung zum Bodyguard. Wir hatten gehofft das ihn das verändern würde. Aber es war Hoffnungslos. Danny blieb schwierig. Hat sich schon immer mit den falschen Leuten abgegeben. Nun hatte er es übertrieben und muss un mit den Konsequenzen leben. Starks Anwälte werden ihn in der Luft zerreißen.

Bestandsaufnahme

"Susan, wir sind da. Kannst du laufen oder soll ich dich tragen?" fragt Steve kurz nachdem wir auf dem Hubschrauberlandeplatz des Krankenhaus gelandet sind.              "Es geht schon." entgegne ich, nehme aber seinen angebotenen Arm dankend entgegen.                       So gestützt gehen wir zu dem Fahrstuhl der das Dach des Krankenhauses mit den einzelnen Etagen

verbindet.                     Unten in der Notaufnahme ruft Steve einer Frau im rosa Kittel zu "Hallo Schwester, wir brauchen Hilfe!" Die Frau schaut erst ihn abschätzend an ( da könnte ja jeder kommen und sich vordrengeln), als sie dann jedoch meinen ramponierten Zustandt sieht, läuft sie sofort los um einen Rollstuhl für mich zu organisieren. "Miss, was haben Sie denn gemacht?" fragt sie als sie mir hilft mich hinzusetzen.                                       Statt eine Antwort abzuwarten

fragt sie weiter "Wie heißen Sie?"                  "Susan Walters." gebe ich zurück. "Okay. Miss Walters, ich bringe Sie jetzt erst einmal in das Behandlungszimmer. Der Doktor wird sich gleich um Sie kümmern. Ihr Freund oder Mann kann gerne mitkommen."                                            "Er ist nicht mein Freund... Also ja, ist er, aber nicht so." stammle ich. "Aber ich möchte trotzdem das er mitkommt!" "Wie auch immer. Kommen Sie!" entgegnet sie und läuft voraus. Steve schiebt den Rollstuhl folgt

ihr. "Hier rein!" sagt die Krankenschwester "Sie können sich dort hinsetzen!" sagt sie zu Steve und deutet auf den Stuhl an der Wand. Zu mir sagt sie "Und Sie Schätzchen legen sich hier drauf."                            Wir gehorchen und warten so darauf das der Arzt uns beehrt. Keine Viertelstunde später geht die Tür auf und ein jüngerer Mann mit blonden Haaren und weißem Kittel betritt den Raum. "Was haben wir hier? Ich habe gehört, ein Notfall." begrüßt er uns. "Hallo, ich bin Doktor Moore

hießiger Internist. Ich werde Sie gleich anschauen, aber bitte erzählen Sie mir zuerst was Ihnen passiert ist!" "Hallo Mister Moore!" sage ich und reiche ihm doe Hand. In diesem Moment klopft es an der Tür. "Herein." ruft Doktor Moore und Tonys Kopf erscheint im Türspalt. "Hallo. Ich bin ihr Mann." er deutet auf mich "Darf ich bei der Untersuchung dabei sein?" "Wenn die Patentin nichts dagegen hat, meinetwegen!" entgegnet der Mediziner.                                     Alle sehen mich an, ich schüttle den

Kopf. Tony kommt herein, schließt leise die Tür und stellt sich dann neben die Liege auf der ich platz genommen habe.                              Er greift nach meiner Hand, führt sie sich an den Mund und haucht mir einen Kuss darauf. Während ich nun endlich erzähle was in den letzten Tagen geschehem ist, lässt er sie nicht mehr los.                   Ich beschreibe wie die maskierten Männer mich in den schwarzen Kastenwagen gezerrt und dann über Umwege zu dem Versteck in Michigan verschleppt haben und wie ich in dem Fensterlosen Kellerraum mehrere Tage verbracht

habe.  Als ich zu den Stellen komme wo ich von dem kräftigen Mann verprügelt wurde und später fast vergewaltigt krampft sich Tonys Hand zusammen. Ich kann spüren wie er mit der Wut kämpft. Anschließend berichte ich von meiner Flucht und der Übernachtung auf dem Baum. Steve und Tony sehen mich anerkennend an.                                                    "Du bist geflohen? Das war wirklich mutig, wenn du wusstest das sie bewaffnet sind." sagt Steve. "Das wusste ich ja nicht. Das erfuhr ich erst als ich im Baum saß und

Schüsse hörte." erkläre ich.       Der Arzt hatte sich alles schweigend mit angehört, stand jetzt von seinem Stuhl auf und meinte        "Da haben Sie wirklich eine Menge durch gemacht. Wissen Sie wie lange genau Sie gekidnappt waren?"     Ich schüttle den Kopf "Nein. In diesem Fensterlosen Raum und die Ohnmachtsanfälle zwischendurch habe ich jedliches Zeitgefühl verloren." "Es waren 6 Tage." sagt Tony still.  Ich sehe ihn erschrocken an. Das hätte ich nicht

gedacht.                  "Und in der ganzen Zeit haben Sie nur einmal etwas zu essen bekommen und hatten eine 1,5 L Flasche Wasser zur Verfügung?" fragt Doktor Moore erstaunt.                                           "Ja genau. Das Wasser habe ich mir allerdings am Wasserhahn aufgefüllt." "Okay. Sie brauchen dringend Energie." sagt er an mich gewandt zur Schwester sagt er "Isotonische Dehydration , Kochsalz und da wir den Impfstatus der jungen Dame nicht kennen, auch Teternus

auffrischen."           "Natürlich Doktor." entgegnet die angesprochene und kramt schon in einem Schrank. Der Doktor zieht sich Gummihandschuhe über und bittet mich währenddessen mein Shirt auszuziehen. Ich sehe mich etwas schüchtern um, aber schließlich habe ich es so gewollt das die Jungs beide anwesend sind. Ich kann es einfach nicht ertragen ohne einen meiner Beschützer zu sein.                    "Man hat Ihre Wunden ja bereits Erstversorgt." sagt er als er sich meinen Oberkörper ansieht.            

Ich nicke und sage "Ja, das war Clint, ein Freund."                        Plötzlich bemerke ich wie blöd sich das anhören muss. Ich sage über Steve, er ist mein Freund, Tony ist mein Mann und Clint ist nun auch noch ein Freund. Was denkt dieser Arzt jetzt von uns?                     Er lässt sich nichts anmerken und sagt "Er hat auf jeden Fall alles richtig gemacht. Aber die Platzwunde möchte ich mir ansehen!" Und damit beginnt er den Verband abzuwickeln. Als er fertig ist wirft er den blutigen Verband in den Abfallkorb. "Oh je, da muss ich leider ein paar

Haare abrasieren um die Wund ordentlich nähen zu können. Aber keine Angst nicht viele." tröstend sieht er mich an und klopft auf meine Schulter.                                       Ich nicke tapfer. Mist! Meine schönen Haare. Und in eineinhalb Monaten will ich heiraten, aber natürlich stimme ich zu. Die Schwester rasiert mir eine winzig kleine Stelle am Kopf kahl und der Doktor näht meine Platzwunde mit drei Stichen wieder zu. Steve und Tony sehen mit besorgten Mienen zu, doch ich spüre nichts da man mir vorher ein

lokales Anästhetikum verabreicht hat.                             "Man sieht fast nichts, Schatz." raunt Tony mir danach zu. "Du bist genauso schön wie immer. "So, jetzt muss ich Sie noch vaginal untersuchen." sagt Moore "Wegen der Vergewaltigung. Wir müssen Ihren Zustand für den Polizeibericht aufnehmen." fügt er erklärend hinzu.                                "Also bitte meine Herren!" sagt der Doktor und sieht abwechselnd Tony und Steve an, doch die begreifen nicht und bleiben. "Darf ich sie bitten den Raum zu

verlassen! Gynokologische Untersuchungen führen wir stets ohne anwesende männliche Personen durch. Ich rufe Sie wieder rein wenn ich fertig bin."                         Sofort breitet sich in mir die Angst vor dem alleinsein aus, ich greife nach dem Arm des Arztes und sehe ihn flehend an "Wenn ich einverstanden bin, dann darf doch mein Mann bei mir bleiben oder? Bitte Herr Doktor!" Er sieht mir tief in die Augen und meint schließlich "Also gut. Aber wenn sie nicht auch noch ihr Lebensgefährte oder soetwas sind,

dann warten Sie bitte draußen!" fordert er Steve auf.                       Dieser erhebt sich nur zu gern. "Nein nein. Ich gehe schon. Susan, Tony ist jetzt bei dir, ich werde dann mal..." Er wendet sich zum gehen und sagt "...gehen."                     "Steve!" rufe ich, schwinge die Beine über den Rand der Liege, stehe auf und gehe auf ihn zu.                  "Steve, ich danke dir. Ich bin froh das ihr alle da wart!" Ich gebe ihm einen Kuss auf die Wange.             Er fasst sich geistesabwesend an die Stelle und flüstert "Das ist doch

selbstverständlich Su, du gehörst schließlich zu uns!" Dann nimmt er mich fest in den Arm. "Machs gut. Die werden dich hier schon wieder hinbekommen. Wir sehen uns die Tage."   Dann geht er. "Wenn wir jetzt fortfahren können?" bittet der Arzt.                       Ich muss mich auf einen Gynstuhl setzen, Tony steht hinter mir und legt seine Hände auf meine Schultern. Doktor Moore nimmt zwischen meinen Beinen platz. Er richtet eine große ziemlich helle Lampe auf meine Mitte. "Gut dann

sehen wir mal nach." raunt er. "Also Schürfwunden am äußeren Vaginalbereich und an den Schamlippen. Sonst keine weiteren Verletzungen." ruft er der Schwester zu die alles gleich in den PC eingibt.                                                       "Er hat es ja auch nicht geschafft in mich..." Ich stocke bei dem Gedanken an diesen Abend. "...einzudringen." vollende ich meinen Satz. Toys Finger graben sich in mein Fleisch. Es muss schrecklich für ihn sein das mit anzuhören. Der Doktor nickt. "Da haben Sie

Glück im Unglück gehabt. So, Sie können sich jetzt wieder anziehen und die Schwester wird Ihnen den Tropf anlegen. Und dann schlafen Sie sich erst einmal gründlich aus!" "Darf ich bitte nach Hause! Ich möchte auf keinen Fall mehr von meinem Mann getrennt sein!" erkläre  ich sehnsüchtig.                   "Meinen Sie wirklich? Hier haben Sie Ruhe und Rund um die Uhr medizinische Betreuung." gibt er zu bedenken.                                                  "Unser Butler zu Hause ist auch medizinisch versiert. Er wird sich neben meinem Mann um mich

kümmern." werfe ich als Argument in den Raum. Tony sieht zunächst überrascht aus, grinst dann aber und nickt zustimmend.                                             "Na gut. Aber Sie müssen uns ein Schriftstück unterzeichnen das Sie sich auf eigene Gefahr entlassen haben." erklärt er und fügt hinzu. "Aber ohne das Versprechen, dass Sie zu einer Therapie gehen werden lasse ich Sie hier nicht gehen." sagt er lächelnd.                                                    "Okay. Ich werde mir einen Therapheuten raus suchen.              "In Ordnung. Dann machen wir das

so, Miss Walters. Ich wünschen Ihnen alles Gute!" sagt er, schüttelt mir die Hand und verabschiedet sich.     "So, Schätzchen, es piekst noch einmal kurz, dann haben Sie es aber geschafft." warnt mich Schwester Maria vor, als sie mir den Zugang für den Tropf legt. Es tut fast gar nicht weh. Ich habe die letzten Tage überstanden, da überstehe ich auch das noch!                                             Und nach zwei Stunden Aufenthalt on der Klinik verlasse ich gemeinsam mit Tony die

Notaufnahme. Happy wartet schon mit der Limousine auf dem Patientenparkplatz. Der riesige schwarze Wagen mit den schwarzen Scheiben erregt reges Aufsehen unter den übrigen Autobesitzern.           "Auf geht's Happy. Bring uns nach Hause!" begrüßt ihn Tony und klopft ihm auf dei Schulter.                Tony wirft seine Zeitung beiseite und ruft erfreut "Susan, ich bin so froh das wir dich gefunden haben und das es dir gut geht!"                                     Dann aber sieht er meine ganzen

Schrammen und schaut düster zu Tony "Ich hoffe doch sehr, dass deine Anwälte sich dafür an den Drecksschweinen rächen werden!"  "Ja ja, das werden sie. Die verlassen den Knast erst im Leichensack wieder, dafür werde ich sorgen!" erklärt Tony und steigt ein. Happy und ich tun es ihm gleich.              Im Penthouse angekommen wird sie erst einmal von Jarvis begrüßt "Herzlich Willkommen zu Hause Miss Susan! Ich freue mich Sie so wohlauf zu sehen!"                                  "Danke schön Jarvis! Das ist lieb

von dir!" entgegnet Susan.                 "So, ich lasse dir jetzt erst einmal ein Bad ein und danach legst du dich schlafen." sage ich zu ihr und an Jarvis gewandt rufe ich "Und du bewachst wenn sie schläft ihre Vitalfunktionen!"                       "Natürlich, Sir!" "Ist das denn nötig, Schatz? Mir geht's doch gut." erwidert sie kraftlos.    "Du hast doch dem Arzt versprochen das unser medizinisch versierter Butler sich um dich kümmern wird." lache ich. "Okay, du hast gewonnen." gibt sie

nach und geht ins Badezimmer. Susan liegt jetzt schon seit fast einer Stunde in der Wanne, ich gehe lieber mal nach ihr sehen. Aber alles ist gut. Sie liegt mit geschlossenen Augen in den Schaumbergen und summt einen Song mit den sie über Kopfhörer hört. Ich stehe im Türrahmen und beobachte sie. Ich bin so froh sie wieder zu haben. Ich kann mein Glück kaum in Worte fassen. Und das alles haben nicht etwa die Avenger geschafft, sondern ein normaler, wenn auch sehr gut ausgebildeter

Bodyguard.                                           Ein bisschen peinlich ist das ja schon!Ich sollte Ron zu mir kommen lassen und mich persönlich bei ihm bedanken. Ich verlasse wieder das Badezimmer um ungestört telefonieren zu können. "Jarvis verbinde mich mit Ron!"                       "Sofort, Sir!" Ron geht ran und fragt "Ja, Mister Stark, was gibt es?" "Mister Howard haben Sie kurz Zeit her zu kommen?" frage ich etwas verlegen. Er hat sich den Tag Frei heute redlich verdient und jetzt ruft sein Chef ihn an.            "Ich bin im Tower, soll ich gleich

hoch kommen?"                                                 "Sie sind hier? Ich hätte gedacht Sie wären bei Ihrer Familie? Jetzt nach dem allen." plaudere ich.    "Ich habe keine Familie mehr, Sir. Ich komme sofort nach oben." und damit legt er einfach auf.            Ich warte im Wohnbereich auf ihn, lange kann es ja nicht dauern bis er hier ist. Und was sage ich, gerade als ich mir etwas zu Trinken nehmen will, öffnen sich die Fahrstuhltüren. "Mister Stark." grüßt er mit einem Kopfnicken und bleibt breitbeinig

mit nach hinten verschränkten Armen vor mir stehen. "Möchten Sie etwas trinken, Ron?" frage ich freundlich.                           "Ich bin im Dienst, Sir." "Machen Sie mal ne Pause! Ist genehmigt." ich grinse ihn an. "Scotch?"                                                    "Lieber nur ne Cola, Sir." antwortet er schon gelassener.           "Okay. Stets einsatzbereit oder?" "Ich will nur immer voll da sein, Sir. Mich durch nichts ablenken lassen. Jetzt erst recht." schließt er und schaut zu

Boden. Ich reiche ihm ein großes Glas Cola und deute ihm sich zu setzen. Er tut es. Ich setze mich ihm gegenüber auf den Sessel.                           "Darüber will ich mit Ihnen reden." beginne ich.                               Ron wird mobil, schnell sagt er "Sir, bitte! Es tut mir leid! Sie hatte mir wirklich frei gegeben. Ich hatte keine Ahnung das sie den Tower noch einmal verlassen wollte. Sonst wäre ich nie..."                                 Ich unterbreche ihn indem ich die Hand hebe. "Stopp! Ron, ich wollte nicht darüber mit Ihnen reden." Ron sieht mich forschend

an.         "Sie haben nichts falsch gemacht und durch Ihren Taten haben Sie alles wieder wett gemacht. Was die Avengers zusammen nicht geschafft haben, haben Sie im Alleingang geschafft. Das war ... wow!" sage ich und strahle ihn an.                          Ron sieht mich weiterhin stumm an. "Ron, ich möchte mich bei Ihnen in aller Form bedanken! Ihr selbstloser Einsatz hat mir das zurück gebracht was mir das Wichtigste im Leben ist. Wer weiß was Susan zugestoßen wäre wenn

Sie nicht gekommen wären?" Ich reiche ihm die Hand, er ergreift sie strahlend und schüttelt sie.                       "Ron, Sie erhalten eine Gehaltserhöhung. Ich mache Sie zu unserem Chefbodyguard, zusammen mit Happy. Sie koordinieren ab jetzt die Einsätze. Ich möchte Sie von nun an stets an Susans Seite haben! Nennen Sie mir Ihren Preis, sie bekommen ihn. Ron scheint überwältigt, er sieht mich kurz stumm an, schließlich sagt er "Sir, das ist wirklich freundlich von Ihnen. Und ja, ich nehme das Angebot gerne an. Sie

bezahlen mir aber schon genug. Ich arbeite hier sehr gern und werde es in Zukunft auch weiterhin sehr gern tun!"        "Okay. Aber lassen Sie mich wenigstens irgendetwas tun, als Dankeschön."                                             Ron überlegt und sagt "Ich möchte mit meiner Freundin gerne eine Reise in die Karibik machen. Vielleicht könnten Sie..."                              "Die bezahle ich Ihnen!" rufe ich erfreut etwas gefunden zu haben. "5 Sterne Luxushotel, Kreuzfahrt, alles was Sie

wollen."                           "Okay, danke Sir!" sagt Ron erfreut und schüttelt abermals meine Hand. Wir bleiben noch sitzen und trinken unsere Gläser aus.                        Nach einiger Zeit fordere ich ihn auf "Jetzt müssen Sie mir aber erklären wie Sie Susan gefunden haben!" Und er erzählt mir wie er auf den Kameraaufnahmen den Sprinter erkannt und eins und eins zusammen gezählt hat. Wie er zu seinem alten Ausbildungslager gefahren und dort tatsächlich auf

seinen Bruder und dessen Kompagnon getroffen ist. Von seinem Kampf mit seinem Bruder, dem Schuss auf sich und wie er anschließend zu seinem Vater gefahren ist und abgerechnet hat. Der Vater sieht das Ganze wohl genauso und hat verkündet den zweiten Sohn aus der Familie auszuschließen.                            "Wow! Da haben Sie ja eine Menge durch gemacht." sage ich, stehe auf und reiche ihm die Hand "Auch wenn Sie so keine Familie mehr haben, seien Sie herzlich Willkommen in unserer!"                  

Susan liegt auf dem Bett und sieht mich an. Ich trete näher und lege mich zu ihr. Sie dreht sich auf die Seite und schaut mir forschend in die Augen.                                                         "Verrätst du mir warum du das gemacht hast?"frage ich Sie. "Was?" "Warum bist du allein zum Joggen gegangen?" "Ich hatte Ron frei gegeben und Happy war mit dir unterwegs. Hätte ich Pepper bitten sollen in ihren High Heels neben mir her zu

laufen?" witzelt sie.                     Ich verziehe den Mund zu einem schiefen Grinsen. "Ich hätte doch nie ahnen können das mir soetwas passiert." erklärt sie verlegen. "Tony, es tut mir wirklich leid! Ich werde nie wieder so unvorsichtig sein, das verspreche ich dir!"                                            In ihren Augen sehe ich das sie die Wahrheit spricht. Diese Erfahrung hat sie verändert. Nun sieht sie unser Leben durch andere Augen.          "Wie geht es nun weiter?" fragt sie leise.                                                           "Nun, ich werde dich nicht

mehr aus den Augen lassen." erkläre ich.     "Soll ich jetzt immer wie ein Schoßhündchen hinter dir her laufen. Du kannst doch nicht immer bei mir sein. Du hast ein Unternehmen zu leiten."                                                        "Ach das. Ich habe doch eh schon Pepper zu meiner Geschäftsführerin gemacht. Somit habe ich gar nicht mehr so viel zu tun. Susan, ich werde dich nie mehr ohne Bewachung lassen. Du bist das Wertvollste was ich besitze, für dich würde ich

sterben!"                                                    Ich sehe sie an und lege so viel Emotionen wie nur möglich in meinen Blick um dem gesagten Nachdruck zu verleihen. Sie sieht mich an direkt an und ich habe das Gefühl das sie direkt in mein Herz schaut.                           "Ist gut." sagt sie schließlich. "Ja, wirklich Tony, ich hatte viel Zeit zum Nachdenken. Ich habe mich über mich selbst geärgert das ich deine Spielzeuge nicht mitgenommen habe. Ich hatte solche Angst, Tony." "Spielzeuge?" frage ich mit erhobener

Augenbraue.                                            Sie grinst mich frech an. "Ich habe nur dich, Schatz. Du bist meine Familie. Dich zu beschützen hat für mich oberste Priorität!" erkläre ich ernst. Sie schlingt ihre Arme um mich und küsst mich sanft auf den Mund. "Ich liebe dich, Tony!" flüstert sie an meinem Mund. "Und ich liebe dich, Susan!"                                                       Ich drehe mich auf den Rücken, so das sie ihren Kopf auf meine Brust legen kann. Ihre kleine Hand fährt unter mein T-Shirt und beginnt meine Brust zu streicheln. Nur die Stelle wo der ArcReaktor

sich befindet sparrt sie aus.                    Irgendwann bleibt ihre Hand schwer und ruhig auf mir liegen und hebt und senkt sich mit jedem meiner Atemzüge. Sie ist eingeschlafen. Ich mache mein Versprechen wahr und lasse sie nicht allein. 

Bin ich etwa...

Der köstliche Duft von frisch aufgebrühtem Kaffee lies mich die Augen öffnen. Ich blicke direkt in die braunen Augen von Tony. Er liegt neben mir und raunt "Guten Morgen Darling! Hast du Hunger? Ich habe dir Frühstück gemacht." Ich rappel mich hoch so das ich zum sitzen komme und sehe mich um.  Auf meinem Nachttischchen steht ein Tablett mit einem Kännchen Kaffee, Orangensaft im Glas und Croussants auf einem Teller. Dazu hatte er mit

Marmelade und Butter hingestellt. Das silberne Messer eingewickelt in einer weißen Stoffserviette.        "Ich hoffe du magst das alles! Und auch das hier..." Er dreht sich um und hebt etwas vom Boden auf. Tony hält eine rote langstielige Rose in der Hand.         "Du bist so süß!" sage ich erfreut und nehme die Blume entgegen.            Ich mag zwar keine Rosen aber dafür mag ich Croussants mit Erdbeermarmelade und Butter.    Er kommt näher, unsere Lippen treffen sich, ich lege meine Arme um seinen Hals, will ihn am

liebsten gar nicht mehr los lassen.            Doch Tony löst sich kurz danach von mir und sagt "Der Kaffee wird kalt. Ich werde mal duschen gehen. Dann müssen wir kurz ins Büro und später hast du den ersten Termin bei deiner Ärztin." Meine Augen weiten sich immer mehr während er unseren heutigen Terminplan runterleiert. "Ich soll mitkommen in dein Büro?" frage ich verwundert. "Ja. Ich sagte doch, ich lasse dich nicht mehr aus den Augen. Danach können wir essen gehen und anschließend hast du einen

Termin. Von dem wusste ich auch noch nichts. "Wer hat den denn ausgemacht? Was für eine Ärztin?" frage ich.         "Jarvis und es ist eine Psychologin." gibt er knapp zurück.                    "Ich möchte da nicht hin!" erwidere ich während ich mir eine Tasse Kaffee einschenke und vorsichtig einen Schluck zu mir nehme.        "Du musst aber!" "Nö! Tony..." ich sehe ihn direkt in die Augen "... ich denke nicht das ich einen Therapeuten brauche! Ich komm schon klar." sage ich mit

Nachdruck.         "Du hast es dem Arzt im Krankenhaus versprochen." erinnert er mich. "Und deshalb muss ich es auch tun? Ich habe auch Norma Green aus der High School versprochen zu ihrem Auftritt in der Weihnachtsrevue zu kommen und habe es nicht getan." "Das ist nicht das selbe."  grummelt er.          "Tony, ich kenne mich selbst ganz gut, weißt du. Ich weiß, ich komme klar!" Ich stelle die Tasse auf das Tablett zurück, stehe auf und gehe um das Bett herum. Dann setze ich mich

auf seinen Schoß und lege meine Arme um seinen Hals.                        "Schatz, das einzige was ich jetzt brauche, ist viel Zeit mit dir verbringen. Dich in meiner Nähe zu haben, heilt meine Psyche ernorm! Geh lieber mit mir spazieren in der Zeit wo der Termin wäre!"    "Aber..." weiter kam er nicht. Ich schließe seinen Mund mit meinen Lippen.                                          Ich will keine Widerworte hören. Er soll begreifen das ich es ernst meine mit dem was ich gesagt habe. Ich habe noch nicht einmal Alpträume von der

Erlebten.                           Ich bin innerlich stark. Habe bisher immer Probleme selbst gelöst.      Nun muss ich das sogar nicht mehr - denn jetzt habe ich einen Mann an meiner Seite.                       Ich gebe seine Lippen wieder frei, verharre aber noch direkt vor seinem Gesicht, sehe ihm tief in die Augen und flüstere "Ich weiß genau was ich tue, Tony. Unterstütze mich nur dabei!"                 Er nickt und drückt mich fest an sich. Ich schmiege meine Wange an seinen Hals und er streichelt mein Haar. "In Ordnung, Su. Ich bin für dich da!" raunt er.

Su kommt aus der Dusche, nackt und so wunderschön wie eine Göttin. Ich würde sie am liebsten gleich hier auf dem Fußboden ficken, doch in der jetzigen Situaton halte ich mich lieber etwas zurück. Ich warte bis sie von sich aus ankommt und Sex möchte. Sie hat so viel durchgemacht in der letzen Zeit.                               Und wegen wem - mir!         Ich habe sie durch mein rücksichtsloses Verhalten in Gefahr gebracht. Zu meiner Ehrenrettung, das war vor Susans

Zeit.            Ich muss und habe mich schon geändert - für sie.                       Ich kann den Hochzeitstag kaum erwarten! Da kann ich ihr ganz offiziell das Versprechen geben immer für sie da zu sein, sie zu beschützen. Bisher kommt es mir immer nur gestellt und hohl vor, wenn ich ihr sagte das sie mir das Wichtigste im Leben ist. In seinem Büro war ich am heutigen Tag zum ersten mal. Ich dachte ja es ist im Stark Tower, deswegen war ich sehr überrascht als wir mit dem Wagen nach

Manhatten fuhren.     In einem großen futuristischen Gebäude neben einer riesigen weißen Halle auf deren Seite das Firmenlogo "Stark - Industries" bangt hat Tony sein Büro. Ein großer leerer Raum mit bodentiefen Fenstern. Das Möbiliar besteht ausschließlich aus seinem Schreibtisch, eine Sitzecke und einigen Regalen. An der Wand hängen ein Flatscreen und ein riesiges Gemälde. Es zeigt den kleinen Tony mit seinen Eltern.                     Ich weiß  nicht viel von ihnen. Tony spricht nicht gern von seinen

Eltern . Ich weiß nur das sie 1991 bei einem Autounfall ums Leben gekommen waren und Tony, nun ganz allein auf der Welt war. An seinem 21. Geburtstag übernahm er dann das Unternehmen. Ich setze mich auf den Stuhl vor seinen Schreibtisch und sehe ihm zu wie er den PC startet und tut was auch immer er da tut. Kurz danach kommt eine Sekräterin herein und legt ihm eine Mappe mit Unterlagen zum unterzeichnen auf den Tisch. Mit einem strahlenden Lächeln verschwindet sie wieder. "Die war ganz schön hübsch." denke ich. "Ob er oft enger mit ihr

zusammen arbeitet?"                  Tony kann scheinbar Gedanken lesen und sagt "Nein, mit ihr hatte ich nichts. Ich kenne sie auch kaum. Die hat Pepper eingestellt. Meine persönliche Assistentin. Pepper meinte ich bräuchte eine. Er steht auf und kommt um den Tisch herum, bleibt vor mir stehen und reicht mir seine Hände. Ich ergreife sie und er zieht mich vom Stuhl hoch. "Dabei habe ich doch jetzt dich! Du hast alles im Griff, denkst an alles. Am besten denkst du für mich mit!"  "Ich? Ich habe doch gar keine

Ahnung von dem was du hier tust." entgegne ich entsetzt.              "Ach das." Er macht eine abfällige Handbewegung. "Ich habe selbst kaum eine Ahnung was ich hier mache. Deswegen ist Pepper ja jetzt auch die Geschäftsführerin."        Sein Lachen erreicht auch seine Augen und der Anblick eines glücklichen Tony macht mich widerrum glücklich. "Na dann, mach du mal weiter. Ich denke du musst da einige Sachen unterzeichnen. Ich werde mich jetzt mal hier in die Besucherecke setzen und etwas lesen. Wenn ich für dich noch etwas überdenken soll, sag

mir einfach bescheid!" lache ich, hauche ihm einen Kuss auf die Wange und gehe mit meiner Handtasche zu der Sitzgruppe hinüber.                      Dort mache ich es mir bequem und beginne in "Stolz und Vorurteil" zu lesen.                                Tony setzt sich wieder hinter seinen Schreibtisch.                      Und so verbringen wir den Vormittag. Ab und an werfen wir uns verstohlene Blicke durch den Raum zu. Nach dem Mittagessen in einem italienischen Restaurant spazieren

wir Hand in Hand durch die Straße von New York. Unser Ziel - der Central Park, wo schon ein Kapitel unserer romantischen Liebesgeschichte stattgefunden hat. Tatsächlich ist es möglich das wir unbemerkt von Fans und kreischenden Frauen durch die Stadt gehen können. Das ist doch mal sehr erfrischend!          Ron folgt uns in einigem Abstand. Er für mich wie ein Schatten geworden. Ich weiß, er ist da, aber ich sehe ihn nicht.                            Der Park ist ziemlich voll, was bei diesem herrlichen Wetter heute nicht verwunderlich ist. "Komm,

lass uns zum See gehen!" bitte ich.              In der Ferne sehe ich eine weiße Pferdekutsche, sogleich denke ich an unsere Nacht im Park zurück. Tony scheint ähnliche Gedanken zu haben, denn er strahlt mich an.             "Das war schön, damals!" raunt er und küsst mich auf die Stirn.        "Oh ja, das war es!" gebe ich glücklich zurück.    "Lust auf ein Eis, Schätzchen?" fragt Tony, deutet auf einen mobilen Eisstand und sagt "Da hinten ist ein

Eisverkäufer."                                            "Hm. Na gut. Wenn es sein muss." tue ich gespielt zögernd und lachend  schlendern wir hinüber zu dem Eiswagen.                                                   Der braungebrannte Mann mit der weißen Schürze und dem weißen Hütchen auf dem Kopf strahlt uns entgegen "Hallo die Herrschaften! Ein Eis gefällig?" "Ja, zweimal Schoko Vanillie bitte." gebe ich zurück. "Sehr gerne!" entgegnet er Verkäufer.

                                 "Da ist der See. Du willst wirklich eine ganze Runde drum herum laufen?" mault Tony kurze Zeit später und macht eine ausholende Geste.      "Na klar! So lange braucht man dafür nicht." gebe ich lachend zurück und ziehe ihn hinter mir her. "Oder hat der alte Mann angst mittendrin zusammen zu brechen?" scherze ich und fange mir dafür gleich einen Klapps auf den Po ein. Ich laufe lachend davon, Tony folgt mir. Er bekommt meinen Arm zu fassen, zieht mich zu sich und nimmt mich in die Arme.

"Hey. Ich werde dir nachher zeigen zu was dieser alte Mann noch alles fähig ist!"                               "Oh. Da bin ich aber gespannt." flüstere ich und werfe ihn einen anzüglichen Blick zu.                      "Das darfst du auch sein." flüstert er. Auf einer Bank direkt am See nehmen wir platz und sehen den Wasservögeln zu. Im Hintergrund sieht man das Emire State Building im Sonnenlicht glänzen. Ein Schwanenpärchen zieht mit stolz erhobenen Köpfen nebeneinander im Wasser seine Bahnen. Frösche

quaken. Ein Pärchen im Ruderboot fährt einsam über den See. Er rudert während seine Liebste ihm verliebt dabei zusieht.                                  "Möchtest du auch?" fragt Tony als er in die selbe Richtung sieht wie ich es tue.                                   "Nein nein. Ich würde jetzt lieber nach Hause gehen. Es gilt heute noch eine Wette zu gewinnen." Zwinkere ich ihm zu.                                 "Okay, dann lass uns gehen." Unterwegs ruft er Happy an und bestellt ihn mit der Limousine zum Parkausgang. Auf einen Heimweg

zu Fuß haben wir beide keine Lust und auch keine Zeit. In uns beiden steigert sich die Lust aufeinander, so das es kaum noch auszuhalten ist. Am liebsten würde ich es gleich hier mit ihm tun. Hier an einen Baum gelehnt. Doch das hätte uns sicherlich direkt in den Knast gebracht, wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses.  "Du brachst gar nicht erst mit hoch zu kommen. Mach Feierabend!" erkläre ich Happy als wir in der Tiefgarage aus dem Wagen aussteigen. "Okay Boss." gibt dieser zurück.

"Cool! Wenn du heute also keinen Babysitter mehr brauchst, kann ich ja doch noch meine Süße ins Kino ausführen." "Hey, ich geb dir gleich Babysitter." sage ich ärgerlich. Happy klopft mir freundschaftlich auf die Schulter und verschwindet hinter eine grauen Stahltür.                                                      Ich ziehe meine Süße hinter mir her zum Fahrstuhl. Sobald sich die Türen geschlossen haben, nehme ich ihr Gesicht zwischen meine Hände, dränge sie an die Wand und küsse sie stürmisch. Susan scheint

ebenso erregt zu sein, ihre Finger beginnen hastig mein Hemd aufzuknöpfen.         In der Eile gelingt es ihr nicht so richtig, da gehe ich ihr zu Hilfe indem ich es einfach aufreiße. Susans Augen weiten sich vor Erstaunen. "War das teuer?" fragt sie leise.                  "Wen interessierts?" gebe ich zwischen zwei Küssen zurück.  Susans kleine Hände beginnen meine Brust zu streicheln. Ihre Fingespitzen umrunden meine Brustwarzen, kneifen leicht hinein. Sie bedeckt meinen Oberkörper mit

heißen Küssen, jeden Zentimeter. Ich lege genüsslich meinen Kopf in den Nacken und ein dumpfes Grollen dringt aus meiner Kehle. Su geht in die Knie, öffnet mit flinken Fingern mein Hose und zieht sie herunter. Ich benetze mit der Zunge meine Lippen, ich weiß was jetzt kommt und freue mich darauf.      Ein weiteres Stöhnen entfleucht mir als sich ihre Lippen um meinen Schwanz schließen. Begierig gleitet ihre Zungenspitze an ihm auf und ab. Sie saugt und leckt immer gieriger, immer

schneller.                      Nicht mehr lange und ich komme, aber - no way, doch nicht hier im Aufzug! Sind wir Teenys oder was?     Ich ziehe sie hoch zum stehen und küsse sie fordernd.                                 In diesem Moment öffnen sich die Fahrstuhltüren und ich nehme meine Süße auf die Arme, trage sie hinauf in unser Schlafzimmer und werfe sie auf das riesige Bett. Sogleich bin ich über ihr, küsse ihren Hals ihren Brustansatz. Meine linke Hand rafft ihr Kleid hoch bis zum Hals.        

  Ihre wundevollen Brüste strecken sich mir entgegen. Ihre süßen brauen Knospen stellen sich sofort auf als ich sie mit den Fingerspitzen bearbeite. Ich hauche ihr federleichte Küsse auf den Körper die sie erschauern lassen. Ihr Körper ist jetzt bereit für mich. Ich erhebe mich kurz, streife mir das zerrissene Hemd ab und ziehe ihr das Kleid über den Kopf. Nun liegt sie in ihrer sexy Unterwäsche vor mir - schlank und sexy wie immer, jedoch mit kleinen Makeln.   Die blauen Flecke verschwinden langsam, die Schürfwunden sind

noch leicht zu sehen. Sofort überkommt mich wieder die Wut auf diese Kerle die ihr das angetan haben. Am liebsten würde ich sie in Stücke reißen!                                                "Komm!" raunt Su mir zu. Sie hatte wohl bemerkt wie ich sie angesehen und ins Grübeln geraten bin. "Komm! Küss mich!" fordert sie mich erneut auf. Dem komme ich nur all zu gerne nach. Ich küsse und streichle ihren ganzen Körper.                     "Und du bist dir sicher? Du willst es wirklich? Jetzt schon." frage ich

kurze Zeit später.                  Sie nickt mit geschlossenen Lidern und leckt sich über die Lippen.      Ich lege mich auf sie, mein Schwanz pulsiert groß und schwer zwischen ihren heißen Schenkeln. Er findet von ganz allein seinen Weg in ihre Mitte. Als ich eindringe stöhnt sie wolllüstig auf. Ihre Fingernägel graben sich in meinen Rücken, ihre Beine umschlingen meine Hüfte.           Ich möchte es langsam angehen und bewege mich zaghaft in ihr. "Schneller!" fordert sie mich auf. "Ich brauche mehr!"            

              Okay, kann sie haben. Kraftvoll stoße ich in sie hinein. Su stöhnt laut auf, klammert sich noch fester an mich. Nur wenige Stöße brauche ich bis sich die Hitze von meinen Beinen kommend ausbreitet und ich mich heiß in ihr ergieße.             Schwer atmend bleiben wir auf einander liegen und warten darauf das sich unsere Herzen wieder beruhigen.                                                  "Das war schön!" lobt sie flüsternd.    Ich küsse ihre Stirn und raune leise

"Das stimmt!" "Jarvis kannst du bitte meine Lieblingslieder spielen." bitte ich später im Badezimmer.            "Sehr wohl, Miss Susan." sagt er und beginnt mit Redbone 's "Come and get your Love".          Ich wiege meine Hüfte im Takt, wackle mit dem Po. Dann noch die Arme dazu.                                 So tanze ich ausgelassen durch unser riesiges Badezimmer. Endlich fühle ich wieder Glück. Ich bin gesund aus der Entführung hinaus gegangen, hatte endlich wieder Sex mit meinem Liebsten und dazu

noch meine Lieblingsmusik. Während ich in die Dusche steige und das warme Wasser auf meine Haut prasselt entspanne ich mich.         Da trifft mich die Erkenntnis plötzlich wie Thor's Hammer - ich habe gerade gar nicht verhütet. Scheiße! Ich merke wie ich rot werde. Zu meiner Ehrenrettung muss ich sagen das ich wegen der Entführungsgeschichte gerade andere Dinge im Kopf hatte und nicht daran gedacht habe, mir täglich eine winzige Pille einzuschmeißen.

"Ja ja, komm rein und gib mir deine Liebe. Scheiß drauf! Was jetzt?" denke ich hektisch.  Tony darf nichts davon erfahren. Ich kann mich an ein Interview erinnern das er vor meiner Zeit mal gegeben hat, worin er deutlich klar gestellt hat das Kinder für ihn keine Option sind. "Aber wie hoch stehen schon die Chancen das ich schwanger bin?" denke ich laut.                       "Wenn heute einer der Tage zwischen dem 13 - 17 Tag nach ihrer Periode ist, dann stehen die Chancen sehr gut." antwortet Jarvis

prompt.         Ich ignoriere ihn und überlege fieberhaft wann ich das letzte Mal meine Periode hatte. Ein paar Tage vor meiner Entführung?       "Moment, das ist jetzt..."                         "Ihre Entführung ist nun 3 Tage her, Sie waren 6 Tage gefangen genommen, das macht 9 Tage, Miss Susan." rechnet Jarvis.                     Ich rolle mit den Augen "Ja, danke Jarvis. Das hätte ich auch noch selbst hinbekommen. Scheiße!                                                      Es ist so ungefähr 14 Tage her.

Warum schreibe ich mir das nie auf?" jammere ich. Niedergeschlagen setze ich mich auf den Rand des Whirlpool und vergrabe mein Gesicht in den Händen. Als Jarvis mein Schlurchzen bemerkt sagt er mitfühlend "Miss, soll ich Mister Stark kommen lassen?"   "Nein auf keinen Fall!" schreie ich histerisch. "Sorry Jarvis! Aber bitte nichts Tony sagen! Ich muss das erst einmal selbst verarbeiten." erkläre ich ruhiger. "Wie Sie wünschen, Miss Susan. Aber wenn ich etwas anmerken

dürfte?" "Natürlich. Bitte Jarvis!" entgegne ich. "Mister Stark liebt Sie sehr und ist sehr glücklich mit Ihnen. Ich denke, wenn er erfährt das Sie schwanger sind, wird ihn das nur noch glücklicher machen!" "Denkst du wirklich?" frage ich zweifelnd. "Ja."                                                              "Okay. Aber erst einmal heißt es sowieso abwarten. Vielleicht ist es ja gar nicht so." gebe ich zu bedenken. "Ich möchte mit Belle reden, kannst du sie bitte

anrufen?"                "Sofort Miss." Und schon höre ich den Durchwahlton.                                          "Susan, Süße! Wie gehts dir?" ruft Belle ins Telefon. "Hey, beste Freundin. Es geht mir ganz gut. Ich hab dir einiges zu erzählen." beginne ich.                "Oh, wenn du schon so anfängst gibt es einiges zu besprechen." sagt sie. Und ich erzähle ihr alles. Als ich zu meinem Verdacht mit der Schwangerschaft komme, kreischt sie dermaßen laut ins Handy das

ihre Stimme von den Wänden unseres Badezimmers widerhallt.        "WAS? WIE GEIL IST DAS DENN? OH SÜßE, ICH FREUE MICH SO FÜR EUCH!"                                  "Beruhig dich mal! Hast du nicht zugehört. Ich bin nicht schwanger. Ich habe dir nur von meinem Verdacht erzählt."                           "Oh Süße, du bist schwanger. 100%. Es muss einfach so sein. Ich habe das im Blut." erklärt sie und hat mit sicherheit gerade ein strahlendes Lächeln im Gesicht. "Das habe ich Miss Susan auch schon verdeutlichen wollen." wirft

Jarvis dazwischen.                                      "Ich bin nicht schwanger." entgegne ich ruhig, merke aber wie ich langsam ungeduldig werde. "Genau genommen liegen Ihre Chancen bei guten 90 % ." entgegnet er.                                             "Jarvis, bitte." wigel ich ab.          Belle hat es gehört und kreischt erneut "Siehst du! Sogar das schlaueste Dings-Bums der Welt ist der selben Meinung wie ich!"   "Genau genommen bin ich ein von Mister Stark entwickeltes sehr intelligentes künstliches Betriebssystem." wirft er trocken

dazwischen.     "Ja doch, Jarvis. Das wissen wir doch. Du bist toll!" ruft Belle und sagt weiter. "Süße so wie du es beschreibst hat es ganz sicher geklappt. Bei meiner Cousine Suzi war es genau so. Und jetzt hat sie einen gesunden 7 Monate alten Wonneproppen namens Luis." "Meinst du echt? Das ist echt scheiße! Es wäre viel zu früh. Tony mag keine Kinder." stammele ich.          "Süße, ich komme gleich rum und haue dir eine runter damit du mal wieder klar kommst!" droht sie

lachend.                                                      "Wo bist du eigentlich? In unserer alten Wohnung?" frage ich.        "Nein, da wohne ich schon einige Zeit nicht mehr." Ich horche auf. "Was? Wann ist das denn passiert? Warum weiß ich nichts davon?" entgegne ich erstaunt. Ich bin wirklich überrascht. Bin ich so mit meinem eigenen Leben beschäftigt das ich gar nicht mehr mitbekomme was mit meinen Freunden los ist?   "Ich bin eine lausige Freundin!" denke ich

traurig. "Ich wohne jetzt bei Steve." entgegnet Belle. "Und hier bin ich auch gerade. Thor ist auch hier. Und wenn ich mich in seine Arme werfe und er seinen Hammer schwingt, dann mein liebes Fräulein bin ich im Null komma nix bei dir!" lacht sie. Da muss auch ich lachen. "Okay, okay. Ist nicht nötig! Du und Steve. Das ist also was Ernstes?"                    "Ach wenn du wüsstest." gibt sie verträumt zurück. "Ja, Su, wir lieben uns."                                       "Oh, Belle, das ist toll! Ich freue

mich ehrlich für euch beide!" entgegne ich fröhlich.                        "Und ihr werdet eine weitere Stufe eures Glücks finden, wenn du wirklich schwanger bist!" mutmaßt Belle. "Tony wird sich freuen, glaube mir!"             "Na gut, dann vertraue ich mal darauf." sage ich. "Aber ich stehe dann vor eurer Tür wenn er mich raus geschmissen hat."                "So weit würde es nie kommen. Tony Stark ist dermaßen in dich verschossen. Du könntest seine Anzüge in Schutt und Asche lagen, er wäre nicht mal

sauer."                      Da muss ich lachen. "Was wäre Tony Stark schon ohne seine Anzüge?"  "Na, ein liebender Ehemann und Vater." gibt sie frech zurück.          Wir machen noch weitere Scherze und telefonieren noch eine gute Stunde lang, danach komme ich nicht nur frisch geduscht, frisiert und geschminkt aus dem Bad, sondern auch glücklich und entspannt. Tony liegt auf dem Bett und sieht mir entgegen. "Was ist denn mit dir los du

strahlst ja so?" "Ach nichts weiter. Ich bin einfach nur glücklich!"                                 Ich lege mich mit aufgestütztem Kopf neben ihn, lasse meine Finger über seinen Oberkörper tanzen und sehe ihn an. "Lust aus zugehen heute Abend?"

Oh, wie lecker!

Fünf Tage später haben wir Besuch. Der Konditormeister den wir mit der Herstellung der Hochzeitstorte beauftragt haben, ist mit zwei seiner Lehrlinge und jede Menge Torten im Gepäck zu uns gekommen. Diese sollen von uns verkostet werden. Ich, als bekennende Naschkatze habe mich sehr auf diesen Termin gefreut. Wann darf man schon einmal ohne schlechtes Gewissen sich durch einen Berg von Torten futtern?            "Hallöchen, hallöchen die

Herrschaften!" begrüßt uns der Meister an der Fahrstuhltür im Penthouse.     Ich muss unwillkürlich grinsen. "Hallo." grüßt Tony verwirrt, während er ihm zögerlich die Hand schüttelt.                                       "Das ich kleines Licht mal die Ehre haben werde für den großen Antony Stark eine Torte zu backen, das hätte ich nie gedacht." ruft er erfreut. "Aber Sie haben sich absolut... " Küsschen rechts und links meines Gesichtes "... für den Richtigen entschieden! Meine Kreationen sind die exklusivsten in ganz New York!" schwärmt er.

"Jah, ähm, das wissen wir." erwidert Tony zögerlich. Scheinbar weiß er nicht ganz wie er mit einem schwulen Konditor umgehen soll.                 Bei Tonys hilflosen Gesichtsausdruck muss ich gleich noch mehr grinsen. "Kommen Sie bitte herein, Mister Gold." bitte ich höflich und deute zu unserem großen Esstisch. "Dort können Sie Ihre Kreationen aufbauen!" "Danke, danke, danke, Miss Walters. Gerne doch. Jungs!" ruft er seinen Lehrlingen zu die still hinter

uns gestanden und unter dem Gewicht der Kiste mit den vielen Kuchen fast zusammen gebrochen wären. Ihren Gesichtern kann man die Erleichterung endlich die schwere Last los zu sein deutlich ablesen. Ich habe Mitleid und frage "Darf ich Ihnen eine kleine Erfrischung anbieten?"                                        Der Meister reißt sofort alles an sich und ruft " Liebend gern, Miss. Ein Prosecco für mich bitte und die da ein Wasser." Er wedelt mit seiner Hand vor den beiden jungen Burschen herum.           "Ich glaube ein Bier wäre denen

lieber." murmelt Tony kaum hörbar. Ich knuffe ihn lachend in die Seite. Als die Männer sich etwas akklimatisiert haben bitte ich "Können wir anfangen; Mister Gold?" "Aber ja, meine Liebe. Natürlich! Also..."  Er hebt einen blassrosa Tortenkarton aus der Kiste, klappt den Deckel hoch und zum Vorschein kommt eine weiße runde Torte garniert mit rosa und roten Rosen.    "Diese wunderbare Torte ist mit einer leichten Jogurt-Mango Creme gefüllt. Sehr erfrischend an heißen

Tagen." "Hm lecker." sage ich und koste eine Gabel davon, aber Tony sagt "Ich hasse Mango."            "Okay, dann die nächste." verkündet der Konditor.                   Im nächsten Karton befindet sich eine cremefarbene, die laut des Meisters, mit Orangenfruchtcreme gefüllt ist.  "Entschuldigung, aber diesmal habe ich etwas auszusetzen." gebe ich leise zu. "Ich mag keinen Orangen." "Dafür mag ich Orangen." sagt Tony und kostet eine Gabel voll. Und noch eine und noch eine. Der Konditor schaut ihm belustigt

zu und sagt schließlich "Macht ja nix." und schiebt den Karton beiseite. "Dann vielleicht diese hier?" sagt er und öffnet den dritten Karton. "Dies ist eine Pistaziencremefüllung. Sehr festlich. Gerade für Hochzeiten." Er strahlt uns an.                  "Nein." sagen Tony und ich gleichzeitig. Der Zwirbelbart des Konditors zittert, er zögert, doch dann sagt er "Na gut." Er schiebt den Karton so schwungvoll zur Seite das ich die Befürchtung habe er würde vom Tisch rutschen. "Vielleicht kann ja eine

Jogurt-Erdbeer-Creme Sie überzeugen?" sagt er und zeigt den Inhalt des nächsten Kartons.                                                      "Ich liebe zwar Erdbeeren, aber..." ich sehe ihn eindringlich an "Ich stelle mir für meine Hochzeit etwas anderes, spezielleres vor! Aber kosten werde ich sehr gern!" Und das tue ich auch gleich. Wäre ja schade es verkommen zu lassen.   "Ja ja ja, in Ordnung!" gibt er schnippisch zurück. Tony lehnt sich in seinem Sessel, indem er zwischenzeitig platz genommen hat, lässig zurück. Na

toll! Er überlässt mir das Ganze.      "Dann vielleicht etwas anderes. Eine Latte Macchiato Sahne Füllung?" schlägt er vor.                   "Als Hochzeitstorte?" ich bin entsetzt. Tony lacht leise. Die zwei Lehrlinge lümmeln derweilen auf den Hockern an unserer Bar.             "Ich meine, ich kann mir das nicht unbedingt als Hochzeitstorte vorstellen. Vielleicht könnte man ja auch jede Etage eine andere Geschmacksrichtung machen?" lenke ich ein.             "Natürlich kann man das machen!" sagt Gold

erfreut. "Na also. Dann sage ich Ihnen jetzt mal was ich mir vorstelle." beginne ich. "Also, ganz unten eine Marzipanbuttercreme, aber nicht so schwer, dann etwas fruchtiges, eine Brombeer-Schokoladencreme-Mischung. Nächste Etage eine Mango-Jogurt-Creme."                                        Ich werfe einen frechen Blick zu Tony rüber, der das was ich eben gesagt habe wohl nicht verstanden hat. Ich grinse in mich hinein.                 "Und zum Schluss, ganz oben, eine Jogurt Limetten Sahne

Torte."         Ich sehe den Konditor erwartungsvoll an.        "Ja, so machen wir es. Und außen, Miss, wie stellen Sie sich die Außenhaut vor?"                           "Oh, da mag ich diese weißen Fondant-Torten die mit silbernen Perlen bestückt sind, so das es aussieht als sei die Torte aus Stoff. Wissen Sie was ich meine?" beschreibe ich meine Traumtorte.   Er kramt sein Smartphone hervor, tippt darauf herum und zeigt mir schließlich ein Foto.            "So in etwa?" "Ja, ganz genau so." freue ich mich.

"Und dann möchte ich noch fliederfarbene Blumen aus Fondant oder Marzipan. Ansonsten viel Grün."                   "In etwa so?" fragt er und sucht ein neues Foto raus. "Ja. Das ist mein absoluter Traum! Wenn Sie das für mich backen könnten, wären Sie mein Held." schwärme ich. Da horcht Tony auf, kommt zu uns herüber und stellt sich hinter mich. Seine Arme umschlingen mich und er raunt mir ins Ohr "Ich dachte es gibt nur einen Helden in deinem Leben?" Ich drehe mich um und küsse ihn.

"Bisher schon. Aber dieser Mann hier kann dazu noch backen." Ich ziehe ihn auf "Was kannst du?" "Dich auf Händen tragen." antwortet er lächelnd. "So, und was machen wir jetzt mit all diesen herrlichen Torten?" frage ich und sehe bekümmert auf die Tortenschachteln.                                     "Was Sie damit machen weiß ich nicht, Miss Walters. Ich würde sie wegwerfen." antwortet Mister Gold. "Oh nein! Wie traurig. Sie haben sich solche Mühe mit den Torten gegeben. Nein, die verschenken wir." bestimme

ich.                                                               "Sie haben sie bezahlt, sie können damit machen was Sie wollen."  "Okay, dann lassen Sie sie hier." Wenig später sind wir wieder allein. "Okay, und wem möchtest du nun die Torten zukommen lassen?" fragt Tony, der mich erneut umarmt.   "Na, zuerst laden wir unsere Freunde zum Kaffee trinken ein. Auch Happy und Ron mit ihren Freundinnen." verkünde ich.                      Er nickt er

stumm. "Jarvis, kümmerst du dich um die Einladungen?" frage ich.      "Natürlich Miss Susan!"                 "Und was machen wir solange bis die Gäste kommen?" fragt Tony zwinkernd.                               "Ich werde in die Wanne steigen." sage ich leise und drehe mich weg. "Okay, mach das." sagt er und ich bemerke einen leichten trotzigen Unterton in seiner Stimme. "Und du kommst natürlich mit!" vollende ich meinen Satz.                Er folgt mir

sofort.                                                                                                             

Happy Birthday, Tony!

Anfang Mai steht Tonys Geburtstag an. Noch zwei Tage zuvor hatte er mich während des Frühstücks reingelegt. "Morgen fliege ich dann mit den Jungs zum Kurztrip nach Vegas okay? Ein bisschen Spaß haben." Er zwinkert mir zu während mir der Mund offen stehen bleibt. "Du... du willst... du willst deinen Geburtstag ohne mich feiern?" stottere ich.                                    Ich falle aber auch immer auf seine Scherze rein. "Du glaubst echt alles." lacht er.

"Ein Scherz, Süße. Nur ein Scherz." beruhigt er mich.              "Okay und was willst du stattdessen machen?" frage ich.                                 "Ich dachte an ein Barbecue hier bei uns." schlägt er vor.                     Damit bin ich einverstanden. "Aber ein Barbecue für normale Leute." bestimme ich. "Es gibt Knabberkram, normale Burger, Würstchen und Fleisch. Kartoffel und Nudelsalat und so etwas. Ich kümmere mich um alles." "Okay, wie du willst, Süße! Und was mache ich?" sagt

er. "Du darfst dich um die Getränke kümmern." Ich zwinkere ihm zu. "Damit kennst du dich besser aus als ich."                         Tony lacht. "Gut, mache ich." Also gehe ich am nächsten Tag gemeinsam mit Ron einkaufen. Wir fahren in einen Supermarkt und kaufen Knabberkram, Eiscreme und die Zutaten für die Salate.              Zum Glück hatte sich Belle sofort bereit erklärt mir bei der Zubereitung von den Salaten zu helfen. Ich bin ihr echt dankbar deswegen! Da hatte ich den und wohl etwas zu voll genommen. In

einer Fleischerei gab ich einen Großauftrag für Fleisch, Würste und Hackfleisch auf. Der Fleischermeister versprach mir alles am heutigen Abend nach Hause zu liefern. Langsam schlendern Ron und ich zurück zum Auto.  "Möchtest du ein Eis?" frage ich ihn, doch er verneint.        Ich habe aber einen wahnsinnigen Appetit darauf und stoppe an einer Eisdiele. Hier gab es neben den bekannten Sorten auch ausgefallene Kreationen wie Chilli-Schoko, Pistazie-Honig, Senf-Dill oder

Basilikum-Tomate. "Bä, ist das widerlich!" entfährt es mir als ich die Schildchen in den Eisbehältern lese.                    Ron grinst. "Ich will doch kein Eis mehr." sage ich, drehe um und verlasse das Geschäft.          Kaum bin ich draußen, bekomme ich doch wieder Appetit auf Eis.   "Kannst du bitte für mich da rein gehen und ganz normales Eis kaufen?" bitte ich Ron und klimpere mit den Wimpern. "Du musst gar nicht versuchen mich zu bezirzen. Ich gehe auch so für dich da rein. Was willst du denn für

Eis?" erwidert er. "Himbeere, Zitrone, After Eight, Karamell und Jogurt-Kirsch." zähle ich auf.                                      Ron hebt eine Augenbraue. "Du denkst dran das du bald Heiraten willst? Wenn du das alles verputzt passt du sicher nicht mehr in dein Kleid." warnt er mich.             "Meinst du echt?" frage ich.    Plötzlich stehen mir die Tränen in den Augen. Ich will so gerne das Eis, aber ich will auch in mein Traumkleid passen. Was soll ich nur tun?         "Hey, schon gut. Ich hol es dir ja. Das war ein Scherz, Susan.

Entschuldige!"                                     "Okay." rufe ich erfreut. Ich lehne mich an die Glasscheibe der Eisdiele und scheuche Ron mit einer unmissverständlichen Geste in den Laden hinein. Kurz darauf kommt er mit einer riesigen Eiswaffel beladen mit bunten leckeren Eiskugeln wieder heraus. "Hier. Wohl bekommt's!" wünscht er und reicht mir die Eistüte.          "Ich danke dir! Du bist mein Retter!" schwärme ich. "Ich hätte es nicht durch gehalten da noch einmal rein zu gehen. Das war ja

widerlich!" "Hm." macht Ron nur. Am Abend ruft die Lobby an und berichtet uns das eine Fleischlieferung eingetroffen sei und man diese unverzüglich zu uns nach oben schicken wird. Belle ist auch schon da und sofort machen wir uns an die Vorbereitungen. "Wie bist du nur auf die Idee gekommen dir solch eine Arbeit zu machen?" schnauft Belle und wischt sich mit einem Geschirrtuch Schweißperlen von der Stirn.       "Ich möchte Tonys Geburtstag eben

ganz besonders gestalten. Sein Geschenk ist ja auch besonders." erkläre ich.                                "Echt?" Belle verharrt in der Arbeit, lehnt sich an die Arbeitsfläche und sieht mich an.               "Was schenkst du ihm denn?"       "Ich war die letzten drei Wochen drei Mal wöchentlich heimlich bei einem Maler. Ich habe mich Portraitieren lassen." Stolz füge ich hinzu "In Öl."     "Wow. Ja das ist was besonders! Was sollte man auch einem Mann schenken der schon alles hat und sich obendrein alles kaufen kann was er

will."     "Es ist so schön geworden, Belle, das glaubst du gar nicht! Es ist nun leider schon eingepackt. Aber du siehst es ja dann morgen." schwärme ich.        Wir arbeiten weiter. Legen Fleisch in selbstgemachten Marinaden ein. Schnippelt Gemüse für die Salate. "Und hat sich bei dir schon etwas ergeben?" fragt Belle mit einem frechen Grinsen auf den Lippen. "Inwiefern?" Ich weiß nicht was sie meinen könnte. "Na damit." Sie deutet auf meinen Bauch. Da begreife ich. "Nein. Nein, nein,

Belle, vergiss es. Da wird sich auch nichts ergeben." schwöre ich ab.   "Oh, ich fände es so schön, wenn ihr ein Kind bekommen würdet!" schwärmt Belle. "Dann könnte ich Babysitten. Ich liebe Kinder!"    "Dann mach dir selber eines!" schlage ich belustigt vor. "Spinnst du? Steve und ich sind doch noch gar nicht so lange zusammen. Es würde ihn sicher abschrecken." ruft sie aufgeregt.                               "Siehst du, Tony sicher auch." sage ich.           "Ach wart's ab!"

Am nächsten Morgen überrascht mich Su mit Frühstück im Bett.      Ich schlage die Augen auf und das erste was ich sehe, ist meine halb nackte wunderschöne Frau mit einem Tablett in der Hand auf dem die leckersten Sachen stehen. Sie hatte Pancakes gemacht. Dazu gab es Ahornsirup, Marmelade und Schokosoße. Rühreier und Speck. Ach einfach alles was ich eben gerne esse. "Guten Morgen Geburtstagskind! Happy Birthday!" flüstert sie in ihrer sexy Stimme und küsst mich

leidenschaftlich.                                        "Guten Morgen." flüstere ich zurück. "Ich hoffe du hast Hunger!" sagt sie.    "Und wie, aber zuerst möchte ich das Dessert." fordere ich.                        "Na normalerweise gibt's das ja nicht, Freundchen. Aber weil du heute Geburtstag hast..."    Und damit stürzt sie sich auf mich. Ein Gentleman genießt und schweigt, aber so viel kann ich verraten - es war der perfekte Start in den

Tag!  Als Su später mit dem Kopf auf meiner Brust neben mir im Bett liegt sagt sie "Dein Geschenk bekommst du heute Abend, wenn es okay ist."  "Hm." ich tue eingeschnappt. "Na gut, in Ordnung!" Ich hatte mir extra für diesen Tag ein neues Outfit gekauft. Einen Hosenanzug a' la Marlene Dietrich in creme weiß. Zudem hatte ich mir eine Stylistin für 14 Uhr in den Tower bestellt.          Belle und ich wollten uns zurecht machen lassen. Wir hatten vor im

Partnerlook heute aufzutreten. Auch Belle hatte sich einen Hosenanzug gekauft, allerdings in schwarz.      Die Stylistin schminkte uns im Stil der 20'ìger Jahre und legte unsere Haare in Wellen.               "Wir sehen fantastisch aus!" lobte ich ihre Arbeit als Belle und ich anschließend vor dem Spiegel im Schlafzimmer stehen.                          "Ja, so können wir uns sehen lassen." findet auch Belle. "Vielen Dank Dianne!" sagte ich zu der Stylistin und schüttelte ihr die Hand. "Ich freue mich schon auf

unser nächstes Treffen!" an Belle gewandt erkläre ich "Dianne wird uns auch zur Hochzeit zurecht machen. Mich und alle meine Brautjungfern."                                         "Klasse!" freut sich Belle. Auch sie war von Dianne's Atbeit begeistert. "Ja, den Tag vor der Hochzeit übernachten die Mädels alle hier und Dianne hat sich auch bereit erklärt mit hier zu bleiben. Das wird mein Junggesellinnen Abschied, eine Pyjamaparty hier im Tower." erkläre ich erfreut. Belle nickt. Obwohl wir in den

letzten Wochen unsere Konflikte hatte deswegen. Belle wollte das ich mit den Mädels durch die nächtliche City ziehe und eben Dinge tue die Bräute sonst so bei einem Junggesellinnen Abschied machen. Küsse verkaufen und so. Weil ich aber weiß das Tony da nie mitgespielt hätte, habe ich mir das überlegt. Außerdem bin ich gar nicht der Typ dafür. "Ja, wir sehen uns dann am 14. Juni. Und für heute erst einmal ganz viel Spaß Mädels!" verabschiedet sich Dianne von uns und verschwindet beladen mit ihren zwei Köfferchen im

Fahrstuhl. "Jarvis wann kommen die Gäste." frage ich und sehe mich nach Tony um. "Und wo ist Tony eigentlich?" "Miss Susan, die Gäste sind für 18 Uhr eingeladen und Mister Stark ist in seiner Werkstatt."       Ich rolle mit den Augen. "Belle könntest du dich bitte gemeinsam mit Ron darum kümmern das sein Geschenk zentral im Wohnbereich platziert wird?" frage ich sie.          Sie nickt und ich befehle weiter "Jarvis, gib bitte Ron bescheid! Er soll jetzt hoch kommen!" "Sehr wohl, Miss

Susan!" "Ich werde mal das Geburtstagskind fertig machen." sage ich und gehe zur Treppe Richtung Werkstatt. Unten angekommen sehe ich Tony kurz dabei zu wie er an einem seiner Anzüge rum schraubt, dann gebe ich die Zahlenkombination in das Tastenfeld an der Glastür ein und betrete seine Werkstatt.            "Schatz, es wird Zeit das du dich fertig machst!" begrüße ich ihn. Tony sieht von seiner Arbeit auf "Hallo Schatz. Ja, ich bin hier gleich fertig. Sind denn schon Gäste da?" "Noch nicht. Aber es dauert nicht mehr lange. Bitte, komm jetzt mit

mir!" bitte ich freundlich. "Noch diese eine Schraube und das hier..." erwidert er, zieht noch eine Schraube fest und knipst mit einer Zange einen Draht durch oder ab oder so. Dann schmeißt er scheppernd den Schraubenzieher in einen Werkzeugkoffer und nimmt meine Hand. "Du siehst fantastisch aus, Darling!" lobt er mich. "Danke. Du sicher auch gleich!" sage ich lächelnd. Gemeinsam gehen wir hoch ins Schlafzimmer. Ich konnte ihn erfolgreich an dem riesigen in goldenen Papier eingepackten Geschenk vorbei

schleusen.        Tony verschwindet im Badezimmer zum duschen. Ich gehe derweilen wieder hinunter zu Belle. Da entdecke ich Steve und Clint. Dieser hatte heute auch seine Frau Laura und seine Kinder dabei. Zwei sehr süße Kinder.                                                        Ich begrüße sie alle mit Handschlag. Clint umarme ich freundschaftlich. Ich habe ihm so viel zu verdanken. Schließlich habe ich dank ihm keine Narben von meiner Entführung davon

getragen.  "Su, das ist Laura, meine wunderbare Frau! Laura das ist Susan, von der ich dir erzählt habe." stellt uns Clint vor.  "Ich hoffe du hast meinen völlig blöden Fehler dabei ausgelassen!" sage ich lächelnd und ergreife Lauras Hand und schüttle sie. "Schön Sie endlich kennen zu lernen!"        "Alles gut." sagt sie freundlich "Er hat nur gutes erzählt."                        "Na dann ist ja gut. Bitte setzt euch doch. Was möchtet ihr trinken?" frage ich.                                Ich versorge alle mit ihren

Getränken. "Tony ist noch nicht ganz fertig. Er kommt aber gleich." "Das kennen wir ja nicht anders." erwidert Steve.    Alle lachen.                      In diesem Moment kommt auch schon ein durchgestylter Tony die Treppe zum Wohnraum herunter. Er sieht umwerfend aus. Ein weinroter Anzug mit goldener Krawatte. und dazu goldene Turnschuhe. Er küsst mich zur Begrüßung und wendet sich dann den anderen zu.                                              "Happy Birthday, Blechkopf!" wünscht Steve und klopft ihm auf

die Schulter. "Ja, danke dir Cap!"                     Tony gibt Laura zuerst die Hand und lässt sich beglückwünschen. Sie umarmt ihn anschließend. Clint und er begrüßen sich per Handschlag. Belle erscheint wieder, sie war auf der Toilette. Nun wird sie noch von allen begrüßt. Sie hatte Tony heute Morgen schon gratuliert. "Miss, die restlichen Gäste sind auf dem Weg nach oben." meldet sich Jarvis.                                 "Dann mach mal bitte Musik, Jarvis!" fordere ich ihn auf. Tony sieht mit großen Augen auf

das Geschenk. Es ist ja nicht zu übersehen mit dieser großen roten Schleife. "Was ist da drin, Schatz? Ein Kleinwagen?" scherzt er.                       "Lass dich überraschen!" sage ich geheimnisvoll.  Da öffnet sich die Fahrstuhltür und heraus kommen Natasha, Bruce, Thor, Sam, Wanda, Rhody und sogar Bucky. Das er auch gekommen ist verwundert mich. Er ist so undurchsichtig. Nie weiß man: ist er gerade in einem Einsatz, eingefroren oder einfach nur Steves alter Kumpel Bucky.      Ich begrüße sie nachdem sie Tony

beglückwünscht haben und versorge alle, ganz die gute Gastgeberin, mit Getränken. Nur Mixen muss ich nicht selbst, dafür haben wir heute einen Barkeeper eingestellt. Im Hintergrund dudelt leise Musik, wir stehen in kleinen Grüppchen herum und unterhalten uns. Auf der riesigen Terrasse wird derweilen das Buffet aufgebaut. Happy beaufsichtigt die Arbeiten. Er ist, ebenso wie Ron mit Begleitung, mit seiner Freundin heute hier eingeladen. Ron hat Mary dabei. Meine Kollegin aus dem Verlag. Ich habe sie nun schon

seit einigen Wochen nicht gesehen. Ich habe gekündigt. Falls das überhaupt nötig war, denn ich war dort ja nur eingestellt worden um mich auszukundschaften.                                 Den Entschluss zu Arbeiten habe ich mittlerweile auf Eis gelegt. Es will einfach nicht klappen. Gerade fragt mich Clint deswegen und ich antworte "Ich habe einfach kein Glück bei der Arbeitssuche hier in New York. Vielleicht sollte ich einfach ein eigenes Buch schreiben? Mein Leben an der Seite von Iron Man." scherze

ich.    "Genau genommen brauchst du ja nicht mehr arbeiten gehen." meint er. "Tony sorgt doch für dich."       "Noch so einer." sage ich und verdrehe die Augen. "Ich möchte aber gerne etwas tun. Ich kann mir einfach nicht vorstellen nur zu Hause rum zu sitzen und darauf zu warten das mein Mann nach Hause kommt. Und nur sein Geld auszugeben. So bin ich einfach nicht, Clint!" erkläre ich. "Ach Süße. Das darfst du so nicht sehen. Tony hat eh mehr Geld als er ausgeben kann."              "Ich brauche eine

Beschäftigung!" "Dann renoviere hier doch!" scherzt er. "Wenn ich zu Hause bin mache ich das auch. Bei einem Haus findet man immer was. Gib dem Penthouse hier einen weiblichen Touch!"            Ich sehe mich um. Eigentlich gefällt es mir so wie es ist, doch nach einer Frau sieht es hier wirklich nicht aus. Ich verspreche ihm es mir zu überlegen.        Da sehe ich Happy auf mich zukommen. "Susan, das Buffet ist fertig aufgebaut und das Fleisch wird gegrillt." raunt er mir zu. "Okay, danke Happy! Bei so vielen

Helden heute Abend dürfte ja nichts passieren. Mach jetzt Feierabend und hab Spaß!" erwidere ich.                  Er dankt mir und verschwindet Richtung Terrasse wo eine junge Frau in einem unscheinbarem Kleid auf ihn wartet. Das muss seine Freundin sein. Hoffentlich habe ich später noch Gelegenheit sie kennen zu lernen!  Ich gehe zu Tony, lege meinen Arm um ihn und flüstere "Schatz, eröffnest du das Buffet?"            Er nickt, läuft vor die Fensterfront und ruft laut in die Menge "Ihr Lieben, ich hoffe ihr habt

ordentlich Hunger mitgebracht! Das Buffet ist hiermit eröffnet!"                          Alle klatschen und gehen langsam auf die Terrasse. Da fällt mir siedendheiß ein das das Geländer nicht gerade hoch ist und Kinder anwesend sind.          Da sehe ich schon die Kleine Tochter draußen am Geländer stehen und raus schauen.                  Es ist ja nicht so das das Geländer aus Glas ist, sie könnte durch schauen, aber nein, sie stellt sich auf Zehenspitzen um drüber sehen zu können.            So schnell es meine High Heels es

zulassen renne ich hinaus und umschlinge sie von hinten mit dem Arm um sie zurück zu ziehen. "Oh Schätzchen. mach das bitte nie wieder. Schau, du kannst doch auch durch das Glas sehen." zeige ich ihr. Mein Herz rast.         Die Kleine sieht mich überrascht an. "Gefällt es dir hier?" frage ich sie freundlich. Sie zuckt mit den Schultern und sagt in ihrer bezaubernden klein Mädchenstimme "Ja, aber es ist auch etwas langweilig. Ihr habt kein Spielzeug hier."        "Ja, das stimmt. Wir haben ja auch keine Kinder. Aber..." ich sehe sie

verschwörerisch an             "Soll ich dir mal was cooles zeigen?" "Ja." flüstert sie. "Okay, dann suche mal deinen Bruder, ladet euch die Teller mit Essen voll, und kommt zu mir!" befehle ich.                             Sofort läuft sie los um diesen auszuführen. Ich nehme mir auch einen Teller und schaufle mir Kartoffelsalat darauf. Dazu hole ich mir von einem der Grills ein Steak ab.                                            Da sehe ich die Kinder auf mich zukommen. Aufgeregt mit leuchtenden Augen bleiben sie vor

mir stehen. Sie haben sich nur Kuchen und andere Süßigkeiten auf ihre Teller gepackt.           "Enni meinte Sie wollen uns etwas zeigen." sagt der etwas ältere Junge. "Zuerst einmal sagt ihr nicht Sie zu mir. Ich bin Susan." erwidere ich freundlich. "Folgt mir. Ich sage nur schnell noch euren Eltern bescheid. Nicht das sie sich Sorgen machen." Ich gehe zu Clint und Laura hinüber "Hey ihr beiden, ich entführe mal eure Kinder. Denen ist das hier sicher zu langweilig zwischen den ganzen alten Leuten." scherze ich. "Ich bringe sie

hinunter in unser Kino. Da können sie Filme schauen. Essen nehmen sie mit runter. Sie haben sich schon ihre Teller vollgeschaufelt." sage ich lachend und deute auf ihre Teller. "Oh ja, sehr nahrhaft." lacht Laura "Aber heute ist es mal okay. Dann geht mal mit Susan mit." "Moment." bremst Clint uns. "Ihr seit lieb und hört. Und stellt da unten ja nichts an! Eine Reparatur können wir uns nicht leisten." scherzt er.        Ich boxe ihm gegen den Oberarm und lache "Das sind doch total liebe Kinder!" Ich zwinkere ihnen

verschwörerisch zu.                     Dann gehen wir zum Fahrstuhl und ich fahre mit ihnen in den 25. Stock. Dort befindet sich unser Heimkino. Es gibt hier alles was man von einem Kino erwartet. Einen Kinosaal mit 200 Sitzplätzen, einen Vorführraum, eine Theke mit Bar und Popcornmaschine. Ein Traum eben. Tony und ich haben hier schon einige romantische Stunden verbracht.                           "So ihr Süßen, was wollt ihr euch ansehen?" frage ich die beiden die sich bereits in die roten großen Sessel

lümmeln.                                  "Star Wars." ruft Ben laut.        "Nein, das will ich nicht! Ich will Tinkerbell!" ruft Enni. "Auf keinen Fall." ruft wiederum er. "Doch doch doch!" brüllt sie. "Dann mache ich jetzt mal einen Vorschlag." rufe ich dazwischen. "Wie wäre es mit Hotel Transsilvanien?" "Na gut." gibt Ben lahm nach. "Aber danach etwas cooleres!"       "Okay. Dann schaut ihr danach eben die Eiskönigin. Cooler geht's ja kaum noch." lachte ich und zwinkere Enni zu. Sie lacht Glockenhell über meinen

Scherz. "Die Kleine ist so süß!" denke ich und sage laut "Wenn irgendwas ist, ruft einfach laut Jarvis!" "Wer ist denn Jarvis?" fragt Ben. "Jarvis ist eine künstliche Intelligenz. Er ist hier überall. Ihm könnt ihr sagen was ihr euch ansehen wollt oder wenn eben etwas ist. Er sagt dann uns bescheid."                      "Aber wo ist er denn?" fragt Ben nochmal.           "Er ist überall. Passt auf!" sage ich und rufe laut "Jarvis melde dich!"  "Ja, Miss, was kann ich für Sie tun?" fragt

er. Die Kinder staunen mit offenem Mund. "Cool!" erfährt es Ben. "Und was kann der alles?" "Einfach alles." gebe ich so stolz an, als hätte ich ihn entwickelt. "Er ist wie ein Butler. Nur das er nicht real existiert. " "Was ist ein Butler?" fragt Ben. "Was ist existieren?" fragt die kleine Enni.          Ich lache "Ähm ja, ein Butler, ist ein Mann oder eine Frau die alles für einen macht. Konzertkarten kaufen, einkaufen, Telefonieren, Termine ausmachen. Jarvis kann sogar Maschinen hier im Haus

bedienen. Und er sieht wenn es dir schlecht geht. Jarvis ist einfach toll! Und existieren bedeuten das es dich wirklich gibt."      So, ich hoffe mit meiner Erklärung nun alle Fragen ausgeräumt zu haben.                                      "Okay." sagt Ben und sieht zur Leinwand wo bereits der Film gestartet wurde. Enni hatte schon gar nicht mehr zugehört.                  "Gut, wenn also etwas ist, sagt ihm einfach nur bescheid!" sage ich noch und verschwinde wieder nach oben. Ich habe mich um unsere Gäste zu kümmern.                          

Die Grills waren nun aus. Alles Fleisch war gegrillt, das Buffet schon gut geplündert und die Gäste stehen zufrieden drein schauend mal hier mal da herum.                               "Sie sehen jetzt Hotel Transsilvanien." berichte ich Clint.                            Er steht gerade mit Thor beisammen und isst an einem Bistrotisch sein Steak.                            "Hm. Gut. Hast du schon etwas gegessen?" fragt

Clint.                    Ich schüttle den Kopf "Nein noch nicht. Aber jetzt. Ich habe einen Bärenhunger."                             Ich gehe zum Esstisch wo ich meinen Teller abgestellt hatte und koste eine Gabel vom Salat. Eben noch hatte er gut geschmeckt, jetzt nicht mehr. Was ist denn jetzt los?                                     Ich bringe den Teller in die Küche und werfe den Inhalt in den Müll, gehe zurück zum Buffet und nehme mir einen neuen Teller voll Kartoffelsalat. Plötzlich steht Belle neben mir "Schmecken klasse deine Salate!

Das sagen alle." lobt sie. "Echt?" freue ich mich. "Nur mir nicht." denke ich. "Wo ist Steve?" frage ich sie.                                   "Er diskutiert gerade mit Tony und Rhody über irgend einen Einsatz in Was-weiß-ich-wo." gibt sie genervt zurück.                                                        "Dann komm mit zu uns!" fordere ich sie auf und ziehe sie zu dem Tisch wo Clint, Laura und Thor noch immer zusammen stehen. Ich stelle Laura und Thor noch einmal Belle vor, weil ich der Meinung bin sie kennen sich noch nicht. Ich koste eine weitere Gabel vom Salat.

Kaum hat dieser meinen Magen erreicht, breitet sich ein dumpfes Gefühl in meinem Bauch aus. Ich muss würgen.                  "Bäh, ist der eklig!" fluche ich leise. "Wieso? Uns schmeckt's!" erwidert Clint der mich gehört hat.                  "Mir wird schlecht." rufe ich leise. Belle sieht mich komisch von der Seite an. Mit einem Mal meldet sich Jarvis zu Wort. Ich denke schon es ist etwas mit den Kindern im Kino, doch als ich höre was er zu sagen hat brechen bei mir alle

Dämme.                       "Kein Wunder. Ich stelle bei Miss Susan eine gesteigerte Durchblutung und einen erhöhten Puls fest. Wenn man ihr jetzt Blut abnimmt, würde man sicherlich auch eine Vermehrung der weißen Blut-körperchen feststellen." "Hä, was ist los?" fragt Clint. Laura lächelt wissend sagt aber nichts. Belle ruft "Was soll das heißen Jarvis?"                "Ich will damit sagen, das Miss Susan mit 99 % Wahrscheinlichkeit Schwanger ist."                      Alle haben es gehört, alle sehen zu

uns herüber. Tony wirkt wie erstarrt. Ich sehe mich gehetzt um, öffne den Mund um "Stimmt gar nicht!" zu rufen, komme aber nicht dazu weil der Würgereiz immer stärker wird und ich mich schwallartig vor Clints Füße übergebe. Dieser sieht mir ungerührt zu und meint trocken "Ja, ich muss ihm recht geben. Eindeutig schwanger!" Ich erhebe mich wieder, ergreife die Serviette die Thor mir reicht und wische meinen Mund ab. "Jetzt wo er es sagt, bemerke ich auch eine Veränderung an unserer

baldigen Ms. Stark." sagt Thor amüsiert.                                     "Ähm, entschuldigt mich bitte einen Moment!" stammele ich und renne ins Badezimmer hinauf. Belle folgt mir auf dem Fuße. "Ich hab's dir ja gesagt, Süße! Wie geil ist das denn!" ruft sie freudestrahlend als sie zu mir ins Bad kommt und die Tür hinter sich zuzieht.                  "Ja, sehr geil! Ich kotze vor den Gästen mitten auf die Terrasse. Klasse! Jetzt ist allen sicherlich der Appetit vergangen." maule ich. "Belle..." Ich sehe sie direkt an "Ich glaube ich bin wirklich

schwanger." "Natürlich bist du es! Ich denke mal so 4. oder 5. Woche." sagt sie fröhlich. Belle scheint meinen Fauxpas schon vergessen zu haben. "So, jetzt putz dir kurz die Zähne, restauriere dich und dann nix wie hin zum werdenden Vater." befielt sie. Ich gehorche und tue was sie gesagt hat.                    "Du hättest mal Tonys Gesicht eben sehen sollen." lacht Belle als wir wieder hinunter zu der Feier gehen. "Echt? Wie hat er reagiert?" frage ich doch bevor Belle antworten kann, werde ich schon von Tony

gepackt und wild im Kreis herum gewirbelt. "Ich werde Vater. Wie geil ist das denn!" ruft er erfreut. "Ein besseres Geschenk konntest du mir gar nicht machen, Süße! Ich freue mich so!" "Na genau genommen hast du dir das Geschenk ja selbst gemacht." sage ich zögerlich. "Du freust dich wirklich?" "Aber natürlich! Su, du bist die Frau mit der ich mein restliches Leben verbringen möchte! Und jetzt gründen wir dazu noch eine Familie. Ich bin so glücklich Su! Ich liebe dich!" schwärmt er. Ein Stein fällt mir vom Herzen. "Ich

liebe dich auch. Tja dann, Überraschung! Happy Birthday, Schatz!" rufe ich erleichtert. Unsere Gäste hatten sich im Kreis um uns herum gestellt und applaudierten nun. Glückwünsche wurden gerufen, Hände geschüttelt, Umarmungen verteilt.                                                        Ich strahle über das ganze Gesicht. Tony bleibt an meiner Seite, die Hand auf meinem Bauch. Noch sieht man nichts, aber wir wissen das du da bist. Der intelligenteste künstliche Butler der Welt hat es schließlich bemerkt.

Ich werde Vater, wie geil ist das denn? Glücklicher hätte ich heute gar nicht mehr werden können. Früher waren mir Kinder ein Graus. Manchmal sind sie das heute auch noch. Aber alles ändert sich sobald dein eigenes Kind unterwegs ist. Die wunderbarste Frau der Welt schenkt mir ein Kind. Ich würde am liebsten die ganze Welt umarmen. Klar, als sie sich vorhin mitten vor Clints Füße übergeben hat, dachte ich schon "Oh mein Gott", aber als Jarvis den Grund verkündete, war

es mir scheiß egal. Einer vom Tower Personal kam und hat es sofort weg gemacht, damit die Feier nicht unnötig gestört wird. Und kurz darauf kam sie zurück. Strahlend schön wie eh und je, und dazu noch schwanger. Man sieht es ihr noch nicht an, klar, aber sie strahlt von innen heraus. Alle sehen uns zu wie ich sie im Arm nehme uns herum wirbel und wir uns küssen. Dann hagelt es Glückwünsche und Umarmungen.                        Nur Romanoff würde ich am liebsten erwürgen. Ich habe

sie dabei erwischt wie sie Bruce zugeraunt hat "Oh mein Gott! Nicht noch so einer! Hoffentlich wird das Kind nicht genauso narzisstisch und arrogant!" Aber Bruce antwortet ihr "Sicher nicht. Schließlich ist das Kind nur zu Hälfte Tony, die andere Hälfte ist sanftmütig, freundlich und liebenswert."               Da hat er recht. Romanoff scheint es auch so zu sehen. "Ach Bruce. Ich freue mich ja für die beiden! Sie werden sicher gute Eltern! Tony hat sich ja auch schon geändert. Nicht wahr, er ist ruhiger geworden?" fragt sie

ihn.                                 Bruce nickt und sie fährt fort. "Ich bin nur etwas enttäuscht das wir beide nie dieses Glück erleben dürfen." Traurig lehnt sie ihren Kopf an seine Schulter, er streichelt ihr Haar. "Ja, ich weiß, Darling. Ich hätte auch so gern Kinder!"                                     Ab hier ziehe ich mich aus meinem Versteck hinter einer Säule zurück. Das ist sehr privat da habe ich nicht das Recht zu lauschen. "Schatz, es wird Zeit dein Geschenk auszupacken!" fordert Su mich auf

als sie mich gefunden hat.  "Noch mehr Geschenke?" tue ich überrascht. Ist ja nicht so als hätte ich das riesen Paket mitten im Wohnzimmer übersehen können. Den ganzen Abend schon überlege ich was da wohl drin ist. "Was ist da drin?" frage ich sie daher.                    "Mach's auf, dann weißt du's!" sagt sie lächelnd. Rhody hilft mir und zieht am einen Ende der großen Schleife und ich an dem anderen. Dann reißen wir gemeinsam das goldene Papier herunter. Zum Vorschein kommt eine Holzkiste.      

Ich versuche den Deckel nach oben abzuziehen, doch er ist sehr schwer. Bevor ich jetzt losziehe um meinen Anzug zu holen, hilft Steve mir mal schnell.                                 Er hebt mühelos den Decke ab und stellt ihn beiseite. Ich sehe ihm zu und blicke plötzlich meiner Susan ins Gesicht. Susan in Öl.                                           Sie hat sich malen lassen. Wann hat sie denn das gemacht?                        Es ist ein Meisterwerk! Unglaublich

wie der Maler es geschafft hat es so lebensecht zu erschaffen. Das erinnert mich an "Das Bildnis des Dorian Grey" nur hoffe ich das sie nicht ihre Seele dem Gemälde verschrieben hat. Sonst erwartet mich eine böse Überraschung am Ende unseres Lebens.               Unsere Gäste scheinen ebenfalls begeistert zu sein. Staunende Rufe ertönen und es wird applaudiert.   Ich drehe mich zu Susan und meine "Wow Schatz! Das ist ja klasse! Wann hast du das machen lassen?" Ich küsse sie dankbar.                  "Gefällt es dir wirklich?" fragt sie leise.    "Na und ob. Es

sieht so real aus. Als würdest du da noch einmal stehen." lobe ich das Gemälde. Sie strahlt und freut sich über das gelungene Geschenk. "Immer wenn ich mit Ron unterwegs war und du dachtest ich gehe joggen, war ich bei ihm. Drei Mal die Woche, wochenlang." erklärt sie. "Die restliche Zeit hat er nach einem Foto von mir weiter gemalt. Sonst hätte er es niemals bis heute fertig gestellt bekommen."                              "Das war eine super Idee! Und wir werden das wiederholen sobald das Kleine auf der Welt ist. Ein Familien-portrait." erkläre ich

feierlich.     "So eines wie in meinem Büro hängt. Genau so etwas möchte ich auch haben von meiner Familie!" beschließe ich.

Guck mal da! Ein Gummibärchen.

"Da drin ist es." schwärmt Tony und streichelt meinen nackten Bauch. "Mein Baby." Ich lächle selig. Ich freue mich so weil Tony sich so freut! "Ja, da ist es drin. Belle meint in bin wohl in der 4. oder 5. Woche." erkläre ich. "Warte kurz! Ich schicke Happy los einen Schwangerschaftstest zu kaufen." sagt er. "Happy? Soll ich nicht lieber selbst gehen?" sage ich zögerlich. "Nein, denn wenn du gehst wirst du noch dabei beobachtet wie du einen solchen

Test kaufst und schon steht deine Schwangerschaft morgen in den Zeitungen." "Hm, stimmt auch wieder." gebe ich zu. Also wird Happy los geschickt. Er soll mir auch gleich Eis mitbringen. Pistazie-Honig will ich mal ausprobieren. Als er wieder im Penthouse ist und ich das Eis verschlungen habe verschwinde ich gemeinsam mit dem Schwangerschaftstest auf der Toilette. Wie nach Anweisung gebrauche ich ihn , lege ihn auf den Waschbeckenrand und warte. Ich kann meinen Blick nicht von dem winzigen Fensterchen abwenden. Noch ist nur ein blauer Strich zu sehen. Und ganz plötzlich, wie Zauberei,

erscheint der zweite. Glücklich schreie ich "Es hat geklappt!" Tony kommt gemeinsam mit Ron hereingestürzt. "Was ist los?" ruft Ron. "Wir sind schwanger." ruft Tony als er den Test in meiner Hand genauer betrachtet. "Mensch cool. Da gratuliere ich euch!" erwidert Ron und strahlt. "Danke schön!" lächle ich. "Jarvis, kannst du mir bitte die besten Gynäkologen New Yorks raus suchen?" bitte ich ihn. "Selbstverständlich, Sir." Und schon erscheinen auf dem Display

gefühlte hundert Namen mit Adressen. "Stopp, stopp, stopp! Jarvis, zeig mir die besten!" Danach stehen nach Patientenbewertungen sortiert weniger Namen auf dem Bildschirm. Ich entscheide mich für eine Ärztin mit Praxis in der Park Avenue Upper East Side. Wenn schon denn schon. Wir gehören zur High Society, da geht man in keine x-beliebige Praxis. "Mach bitte gleich einen Termin für Susan aus!" bitte ich Jarvis. "So schnell wie möglich." füge ich noch hinzu. "Natürlich, Sir. Moment bitte." Kurze Zeit später meldet Jarvis das Susan am 15. Mai um 9 Uhr morgens

einen Termin zum Kennenlernen hat. "Prima! Das passt. Gut gemacht Jarvis!" danke ich ihm. "Gern geschehen, Sir und wenn ich das noch sagen darf, meinen herzlichsten Glückwunsch!" "Danke Jarvis!" Vier Tage später ist es so weit. Tony hatte für heute alle Termine abgesagt oder verschoben oder auf Pepper abgewälzt, wie er es öfters macht seit er mit mir leiirt ist. Ron und Happy begleiten uns zu der Praxis. Weit ist es nicht. Praktisch um die Ecke befindet sich die Gynäkologische Praxis. Trotzdem fahren

wir mit der Limousine. "Wir haben Glück da ist direkt vor dem Haus eine Parklücke." sagt Happy und parkt direkt vor dem Haus. Tony hält mir die Tür auf und ich steige aus. Ron begleitet uns hinein, während Happy im Wagen wartet. Es ist ein ziemlich hohes Gebäude aber die Praxis befindet sich im ersten Stock. Ron klingelt, meldet uns und hält uns dann die Tür auf. Bevor ich hindurch gehe werfe ich einen schnellen Blick auf das Schild an der Wand neben der Tür. Yuliya Boruch heißt die Ärztin. Die Praxis umfasst Gynokälogie, Geburtshilfe und Hebammen. "Alles in einem, wie praktisch!" denke

ich schnell. Eine junge dunkelhäutige Frau im weißen Kittel begrüßt uns freundlich. "Guten Morgen Ms. und Mr. Stark. Herzlich willkommen bei uns!" Und nachdem sie unsere Hände geschüttelt hat setzt sie sich hinter einen Tresen. Ich bekomme ein Klemmbrett mit Stift gereicht und werde mit der Bitte dies sorgfältig auszufüllen in den Warteraum geschickt. Tony klärt noch das finanzielle mit der Schwester denke ich, dann folgt er mir. Ich fülle die Unterlagen aus. Was da alles gefragt wird. Oh man! Nachdem ich fertig bin sehe ich mich

erst einmal in Ruhe um. Der Farbton der Wände erinnert mich an Vanille. Es duftet auch nach Vanille. Ja, es duftet. Sonst mag ich den Geruch und Geschmack von Vanille absolut nicht, doch jetzt liebe ich ihn! "Die Schwangerschaft hat mich bereits verändert." denke ich erschrocken. Ruhige, leise Musik ertönt aus unsichtbaren Lautsprechern. Die Wartesessel im Barockstil sind äußerst bequem. Entspannt lehne ich mich zurück und lege die Arme auf die Lehnen. Tony, deutlich angespannter, sitzt neben mir und bekommt vor Aufregung schweißnasse Hände. Ich lege eine Hand auf seinen Oberschenkel.

Glücklich sieht er mich an. "Gleich sehen wir zum ersten Mal unser Baby!" flüstert er lächelnd. "Ja genau, und ich freue mich wie sonst was darauf!" gebe ich glücklich zurück. Als die Ärztin ins das Wartezimmer kommt um uns hinein zu bitten, findet sie uns küssend vor. Sie räuspert sich leise und sagt "Wenn Sie dann soweit wären." Wir fahren aus einander. "Aber natürlich Frau Doktor Boruch." gibt Tony selbstbewusst zurück. "Ihre Frau geht zuerst mit Schwester May in die Umkleide. Sie kommen mit mir." bestimmt sie.

Schüchtern folge ich der Schwester. "Nehmen Sie bitte dort platz." sagt sie und deutet auf einen Stuhl neben einem Tischchen. "Ich messe bei Ihnen jetzt den Blutdruck." Und schon legt sie mir eine Manschette um den Oberarm die an ein kleines Gerät angeschlossen ist. Die Manschette pumpt sich voll Luft und das Gerät misst meinen Puls. "Okay. Super." murmelt die Schwester und trägt das auf eine Karteikarte ein. "Nun brauche ich noch Ihr Gewicht. Bitte stellen Sie sich ohne Schuhe auf die Waage!"

Ich folge und erfahre das ich 63 Kilogramm wiege. "Bitte entkleiden Sie sich nun und ziehen Sie den Kittel über. Durch diese Verbindungstür gelangen Sie dann in das Untersuchungszimmer." erklärt sie. Nachdem sie den Raum verlassen hat beginne ich mich auszuziehen. Ein weiß grün gemusterter Kittel liegt zusammen gefaltet in einer Tüte vor mir auf einem Stuhl. Ich nehme das knisternde Päckchen in die Hand und packe den Kittel aus. Er riecht frisch gewaschen, sauber und Porentief rein. Ich drehe und wende ihn. "Wie zieht man dieses Ding an? Ist er

vorn offen oder hinten?" denke ich laut. Da fällt mir ein das ich in Filmen gesehen habe wie man solch einen Kittel anzieht, da sind sie hinten offen. Ich habe mich immer lustig gemacht über solch lächerliche Hemdchen, jetzt trage ich selbst eines. Als ich fertig bin gehe ich hinüber zu der Ärztin. Sie sitzt an ihrem Schreibtisch und vor ihr, auf einem der beiden Besucherstühle sitzt Tony. Beide sehen mich kurz an als ich den Raum betrete. Ich sehe ganz genau Tonys schadenfreudigen Blick als er mich in diesem Aufzug sieht. "Na warte Freundchen, das kreigst du wieder!" denke ich böse.

"Miss Walters, nehmen Sie bitte schon einmal platz!" fordert sie mich freundlich auf und deutet auf den Gynstuhl in der einen Ecke des Raumes. Er ist vom Schreibtisch mit einem Parawan abgetrennt. Umständlich nehme ich auf dem Ungetüm von Stuhl platz. Es ist ja nicht so als hätte ich noch nie auf so etwas gesessen, aber es ist immer wieder seltsam. "Mister Stark, Sie warten kurz hier während ich Ihre Frau gynäkologisch untersuche. Bei dem Ultraschall rufe ich Sie dazu." erklärt sie mit bestimmter aber freundlicher Stimme. Frau Doktor Boruch kommt zu mir, legt

ihre Hand auf meine Schulter während sie mich vertrauensvoll ansieht. "Na, dann wollen wir mal nachschauen ob Ihr besonderer Butler recht hat mit seiner Vermutung. Ihr Mann hat mir schon erzählt wie Sie es erfahren haben. Eine wirklich amüsante Geschichte!" lächelt sie. "Na ja, für mich war es eher peinlich!" entgegen ich, wobei ich das Wort peinlich lauter ausspreche als die übrigen Worte, damit er es hören kann. "Ach Miss, glauben Sie mir, in ein paar Jahren, wenn Sie Ihrem Kind erzählen wie Sie bemerkt haben das es unterwegs ist und Sie dann diese Geschichte zum besten geben, dann werden Sie ach

darüber lachen können." mutmaßt sie. Dann nimmt Frau Doktor auf einem Hocker zwischen meinen Beinen platz, richtet eine Lampe auf mein Innerstes und klärt mich auf "Das könnte jetzt gleich ein wenig ziehen. Bleiben Sie ganz ruhig, entspannt, dann wird es schon gehen." Ich nicke stumm. Sie führt irgendwelche Dinger in mich ein und sieht mit der Lampe genauer hin. "Ja, die Schleimhaut ist deutlich geschwollen. Ich entnehme jetzt eine winzigkeit dieser Schleimhaut. Das wird im Labor untersucht. Achtung! Das zieht jetzt kurz etwas." warnt sie mich und ich

beiße die Zähne zusammen. Etwas ist gut, es brennt ganz schön. "Lassen Sie mich nun mal tasten." Damit zieht sie diese Dinger raus, legt sie weg und steht auf. Mit der Hand tastet sie auf meinem Bauch umher. "Hm, ja." murmelt sie. "Es sieht ganz danach aus, aber jetzt wollen auch Sie es endlich sehen oder? Wir machen jetzt einen Ultraschall. Mister Stark kommen Sie bitte zu uns!" ruft sie etwas lauter. Gleich steht Tony hinter mir und legt seine Hände auf meine Schultern. Die Ärztin lässt mit einer Fernbedienung die Rölläden an den Fenstern herunter und dunkelt somden Raum etwas ab. Dann deutet sie auf deinen Bildschirm an

der Wand vor uns und meint "Dort können Sie mitverfolgen was ich mit dem Ultraschallgerät sehe. Moment..." Sie nimmt eine Art Dildo mit einem Kabel daran zur Hand, stülpt diesem ein Kondom über und schüttet anschließend ein Gel darauf. "Achtung, das ist jetzt kurz kalt." warnt sie mich erneut und führt dieses Teil in meine Vagina ein. "Ich dachte immer ein Ultraschall wird auf dem Bauch gemacht?" frage ich sie. "Wird es auch, aber die ersten Male muss man es innerlich machen, da der Fötus so klein ist, dass man ihn sonst nicht sehen kann. Die Bauchwand ist einfach zu dick." erklärt sie freundlich.

Gespannt sehen wir auf den Bildschirm. Dort ist jetzt ein Kegelförmiger Ausschnitt zu sehen. Das Bild ist grau, schwarz gemustert. "Also, hier haben wir den Beweis, Ihr Butler hat recht, Sie sind schwanger Susan. Herzlichen Glückwunsch!" freut sich Frau Doktor. "Ja, äh, danke schön." sage ich verwirrt. Woran sieht sie es? Ich sehe gar nichts. Ich muss sagen ich bin etwas enttäuscht. Da fährt sie fort "Hier sieht man die geschwollene Schleimhaut am Gebärmutterhals." sie umkreis mit einem Curser einen bestimmten Bereich auf dem Bild. "Hier sehen Sie die Plazenta."

"Aha." sagen Tony und ich wie aus einem Mund. Er scheint genauso wenig wie ich zu erkennen. Ist das normal? Erkennen Laien immer nur grau schwarze Gebilde? Bestimmt ist es so! "Und hier Miss Walters und Mister Stark, Ihr Baby." verkündet die Ärztin und plötzlich erkennen wir es. Ein winzig kleines Etwas mit pochendem Herzen. "Unser Baby Tony, sieh mal!" flüstere ich aufgeregt. Tonys Hände fassen mich fester. "Ja hey, unser Baby." freut er sich. "Also ich kann's erkennen." gibt er an. "Es sieht aus wie ein

Gummibärchen." "Ach ne, stell dir vor mein Schatz, ich sehe es auch." gebe ich lachend zurück. "Und Gummibärchen..." Ich muss lachen. "Sie sind jetzt in der 5, 4. Woche." erklärt die Ärztin. Ich sehe sie verständnislos an. "Das bedeutet Sie sind 5. Wochen und 4 Tage schwanger. Herzschlag normal, alles sieht gut aus." "Und was wird es?" fragt Tony doch tatsächlich als die Ärztin im Begriff ist das Gerät aus mir heraus zu ziehen. Lächelnd sieht sie ihn an "Mister Stark, Sie haben doch gerade gesehen wie winzig klein Ihr Kind noch ist. Kein Arzt

der Welt kann Ihnen jetzt schon sagen was es wird. Sie müssen sich noch einige Wochen gedulden." "Oh okay." gibt er niedergeschlagen zurück. "Du Spinner." lache ich. "Ich bin auch schon gespannt, Schatz. Aber wir müssen eben beide warten." "So, Sie ziehen sich jetzt wieder an und Sie." damit schaut sie Tony an "Setzen sich wieder zu mir an den Schreibtisch. Jetzt gibt es noch Papierkram zu erledigen." Nachdem ich meine Kleidung wieder an, den Kittel in eine dafür vorgesehenen Wäschekorb geworfen habe geselle ich mich wieder zu meinem Mann und der

Ärztin. Sie ist gerade dabei ein kleines Heft auszufüllen. "Dies ist Ihr Mutterpass. Darin trage ich immer alle Untersuchungsergebnisse ein. Es ist wichtig das Sie dieses Heft stets bei sich tragen. Falls Sie einen Unfall haben, können die Ärzte sofort sehen das Sie schwanger sind und wissen alle relevanten Daten." "In Ordnung." gebe ich zurück. "Eine der Schwestern nimmt Ihnen jetzt noch Blut ab. Das wird im Labor untersucht. Leider ist das mehrmals in der Schwangerschaft nötig. Es tut mir leid! Ich weiß das es von den Frauen als lästig empfunden

wird." "Wenn es nötig ist macht Susan das sicher gern mit!" verkündet Tony und ich schenke ihm einen giftigen Seitenblick. Frau Boruch sieht uns lächelnd zu. "So, hier bitte Ihr Mutterpass. Die Bilder liegen bei." Sie reicht ihn mir und ich nehme ihn stolz entgegen. "Dann sehen wir uns von nun an alle vier Wochen, Miss Walters. Leben Sie ihr Leben so weiter als wäre nichts. Nur auf Alkohol, Drogen und auf das Rauchen sollten Sie Ihrem Kind zuliebe verzichten." "Das ist kein Problem, weil ich nichts von alledem mache." erwider ich gut gelaunt. "Darf ich essen was ich möchte oder gibt es da einschränkungen?" frage

ich noch. "Sie dürfen schon essen wonach Ihnen der Sinn steht, nur sollten Sie auf rohen Fisch und Fleisch und unpasteurisierte Milchprodukte verzichten. Zumindest im Anfangsstadium der Schwangerschaft." antwortet sie mir. Ich nicke und wir erheben uns. "So bis in vier Wochen dann. Die Schwester am Empfang macht mit Ihnen einen neuen Termin. Auf Wiedersehen." Und damit verlassen wir das Sprechzimmer. Tony wartet am Empfang und macht den Termin aus wärend mir das Blut abgenommen wird. Das Pflaster fest drückend gehe ich wieder zu meinem Liebsten.

"Na Papa können wir los?" ziehe ich ihn auf. "Na klar, Komm Mama." scherzt er, nimmt meine Hand und wir verlassen die Praxis. In der Hand halte ich so stolz den Mutterpass als wäre er der Heilige Gral. "Auf Wiedersehen Mr. und Ms. Stark." ruft die Schwester uns noch nach. "Noch nicht, erst in genau vier Wochen." denke ich. In vier Wochen habe ich den nächsten Untersuchungstermin und ich heirate. Ich liebe mein Leben! Das ich jemals so glücklich sein würde, hätte ich nie gedacht!

Dunkle wolken

Zurück zu Hause griff ich erst einmal zum Handy. Ich will allen die freudige Nachricht verkünden. Belle krisch dermaßen laut ins Handy das ich es mir vom Ohr weg halten musste.     "Oh, ich freue mich so für euch, ihr Süßen!" rief sie und plapperte weiter. Ich legte das Handy kurz in meinen Schoß und bedeutet Tony das Belle sich fast mehr als wir auf dieses Kind freut. Er muss lachen. Dann nehme ich das Handy wieder

ans Ohr. Sie hatte wohl nicht bemerkt das ich kurz nicht da war. Plapperte immer noch. "...Umziehen?" fragte sie gerade.                           Ich horche auf und frage "Umziehen?"                 "Na klar oder willst du in einem Hochhaus ein Kind groß ziehen? Ich denke da nur an eure Terrasse. Klar, sie ist wunderschön, die Aussicht erst recht, aber ein Kind. Denk an die Tochter von Clint!" Ich überlege und komme zu dem Entschluss, sie hat völlig recht.    "Du, hast recht! Ich werde mit Tony reden müssen. Aber noch bleibt ja

genügend Zeit für einen Umzug." gebe ich zurück.                               "Ihr macht das schon. Ihr werdet sicher gute Eltern sein!" sagt Belle freudig.                                      "Na klar." lache ich, doch dann werde ich nachdenklich. "Belle, Tony gefällt mir gar nicht in letzter Zeit." "Inwiefern?" "Er sieht krank aus." gebe ich zurück. "Na, dann soll Jarvis ein Screen machen." schlägt Belle vor.                    "Das wird nicht helfen, fürchte ich. Er ist total durch, weißt du wie ich

das meine? Und, Belle, er schläft nicht." "Was tut er stattdessen?"                "Er werkelt in seiner Werkstatt an deinen Maschinen oder Anzügen rum."                                            "Vielleicht kann er nicht schlafen? Hast du ihn noch nicht darauf angesprochen?" fragt sie.          Und mir fällt auf das ich das tatsächlich noch nicht gemacht habe. Was bin ich denn für eine lausige Ehefrau.                                                      "Ich werde rausfinden was da nicht stimmt. Jedenfalls sieht er schlimm

aus. So kann er mir nicht vor den Traualtar treten. Da müsste vorher die Stylistin rüber gehen." scherze ich. Eigentlich könnte ich jetzt schön mit meiner Su im Bett liegen, doch ich kann einfach nicht schlafen. Seit ihrer Entführung ist es noch schlimmer. Früher konnte ich zumindest ab und an einfach ins Bett gehen und ganz normal einschlafen.                        Doch jetzt. Ich sehe, sobald ich meine Augen schließe, Susan gefesselt in düsteren Kellern, ermordet oder ähnliches.                                 

  Das halte ich kaum aus, also schlafe ich lieber gar nicht erst ein. Das schlaucht.                         "Tony, du siehst richtig scheiße aus!" stellt daher Rhody fest als er mich Ende Mai besucht.       Wir trinken zusammen ein Bier auf unserer Terrasse und genießen die warmen Strahlen der Sonne. "Ja, danke." gebe ich zurück.       "Nein wirklich, Tony. Du siehst krank und ausgelaugt aus. So ähnlich wie damals als dich dieser ArcReaktor fertig gemacht hat und du fast gestorben bist. Was ist los mit

dir?" "Ich kann seit längerem nicht schlafen, Rhody. Ich lass es lieber." "Warum?"                                                    "Früher habe ich von der Zerstörung geträumt die meine Waffen in den falschen Händen anrichten können, heute träume ich schreckliche Dinge die Susan betreffen."                             Rhody sieht mich an, seine Flasche in der Hand.   "In meinen Träumen sehe ich sie entführt, geschlagen und das schlimmste, ermordet." erkläre ich

düster.                          "Scheiße! Tony, du brauchst Hilfe! Rede mit jemanden!" "Tu ich doch gerade." sage ich lächelnd.                "Das meine ich nicht. Du brauchst professionelle Hilfe. Du kannst nicht alles in dich hinein fressen und du musst es auch gar nicht. Du hast Freunde, du hast Susan. Sie ist für dich da." Eindringlich sieht er mich an.                                                                Ich weiß ja das er recht hat. Aber wie sieht das denn aus wenn der Iron Man zum Psychiater

geht.          "Tony, in diesem Zustand kannst du jedenfalls nicht vor den Traualtar treten." scherzt Rhody. "Nicht?" frage ich und sehe ihn an.  "Nein! Da läuft Susan dir weg." erwidert er trocken.  "Jarvis, machst du bitte mal einen Scan von Tony!" bitte ich.       "Sofort, Miss." antwortet er und kurz danach erhalte ich seinen Bericht. "Mister Stark ist zwar etwas geschwächt, ich schließe das auf seinen Schlafmangel aber sonst gesund. Um was genau sorgen Sie

sich, Miss?"  "Ja eben, er schläft nicht mehr. Er sieht krank aus, total ausgezerrt, müde, abgeschlagen." gebe ich zurück. "Soll ich einen Termin bei einem Internisten ausmachen?"             "Ja bitte. Hat Tony schon einen Arzt?"                      "Mister Stark ist kein Mann der gern zum Arzt geht. Nein, hat er nicht." antwortet Jarvis.            "Okay, dann suche einen guten aus, bitte!" Da fällt mir ein, vielleicht muss er auch mal reden. Mit einem Professionellen. "Jarvis, suche bitte auch einen

Psychologen heraus!" bitte ich noch. "In Ordnung." Ich greife zu meinem Handy und suche die Nummer des Psychologen heraus der mir damals, nachdem meine Eltern ermordet worden waren, geholfen hat. Der Mann war damals schon alt, vielleicht praktiziert er ja gar nicht mehr. Aber es klingelt, ein gutes Zeichen. "Wellsh." meldet er sich knapp.         "Hey Mister Wellsh. Antony Stark hier. Erinnern Sie sich?" stelle ich mich vor.                                      "Na klar. Tony Stark. Wie geht es

dir?" begrüßt er mich freundlich.           "Na ja, deswegen rufe ich Sie an. Ich bräuchte noch einmal Ihre Hilfe." Verzweifelt fahre ich mir durch die Haare. Zuzugeben das ich Probleme habe, fällt mir wahnsinnig schwer.    "Ich hätte jetzt Zeit für dich Tony. Ich habe Urlaub, daher musst du zu mir nach Hause kommen." sagt der Mediziner.                                                  "Ja okay. Ist es noch die selbe Adresse die in Forest Hills Garden?" frage

ich. "Ja. Du kannst sofort herkommen wenn du magst und Zeit hast! Jill ist mit ein paar Freundinnen über ein verlängertes Wochenende fort gefahren." erklärt er.               "Gut." sage ich knapp und lege auf. "Schatz, ich muss mal kurz weg. Dauert nicht lang." rufe ich Susan zu die im Wohnzimmer auf der Couch liegt und liest.                                        Schnell ziehe ich mich um, legere Jeans und T-Shirt, dann gehe ich zu ihr um mir einen Abschiedskuss

abzuholen.                                                 "Wo willst du hin?" fragt sie mich leise.             "Ich habe einen Termin. Dauert nicht lange. Kannst du dich bitte um das Mittagessen kümmern. Bestell irgend etwas. Ich hab sicher Hunger wenn ich wieder komme." frage ich.      Sie nickt, wir küssen uns noch einmal und dann verschwinde ich im Fahrstuhl. Das war seltsam. Eigentlich erzählt er mir immer wohin er geht. Er verhält sich komisch in letzter Zeit.

Er braucht dringend Hilfe. Zum Glück habe ich bereits die Arzttermine für ihn ausgemacht! Doktor Wellsh wartet bereits als ich bei ihm klingle. "Hallo Tony." sagt er erfreut und umarmt mich zur Begrüßung.     Dann betreten wir sein Haus und gehen direkt auf die Terrasse. "Setz dich bitte. Möchtest du etwas trinken?" "Ja gern." antworte ich und setze mich auf einen der bequemen Korbsessel.                                    Der Doktor verschwindet im Haus und kommt kurz danach mit zwei

Gläsern wieder heraus.       Er reicht mir eines der Gläser. "Apfelschorle. Ich dachte etwas hochprozentiges wäre jetzt nicht so ratsam." Dann setzt er sich mir gegenüber und wartet.                    Sein Blick vermittelt mir, fang an zu erzählen.   "Ja also.." beginne ich und ich erzähle ihm lang und breit von Susan, unseren Plänen, von dem Baby, von ihrer Entführung, von meinen Träumen, meinen Ängsten.     Doktor Wellsh hört sich alles ruhig und schweigsam an. Als ich ende fragt er "Wie fühlst du dich

jetzt?" "Schon etwas besser. Mit Ihnen zu reden hat mir ja schon immer gut getan."                           "Genau genommen hast nur du geredet, Tony. Ich bin nur da um zu zuhören." gibt er zurück.      Ich nicke. "Ja, aber es tat gut einer außenstehenden Person alles zu erzählen."                           "Darum geht es ja. Natürlich könntest du auch deiner Frau Susan alles erzählen oder deinem besten Freund, aber das wäre nicht da selbe. Vor ihnen verstellst du dich, wenn auch unbewusst." erklärt der Arzt. "Wenn du möchtest kannst du

wieder regelmäßig zu mir kommen!"      "Ja, gern. Ein, zwei Sitzungen brauche ich sicher noch." scherze ich.         Er grinst. "Versuche bevor du schlafen gehst nichts aufregendes mehr zu machen. Vielleicht gehst du ganz entspannt in die Badewanne?" Er überlegt kurz. "Oder wie ist es denn wenn du vor dem Einschlafen Geschlechtsverkehr hattest?"      "Oh Doc sag bitte nicht Geschlechtsverkehr! Das heißt Sex." bitte ich lachend. "Aber ja, da war es

besser."                                   "Na dann." lächelt er. "Ich werde dir aber auch etwas pflanzliches zur Nervenberuhigung verschreiben. "Okay." nicke ich. "So und jetzt erzählst du mir mal wie du deine Susan dazu gebracht hast ja zu sagen! Was ich so aus den Medien über dich erfahre, vermittelt  mir ehrlich gesagt nicht gerade das Bild das du jemals heiraten wollen würdest." "Schatz, ich habe mir die Freiheit genommen für dich einen Termin auszumachen." verkünde ich beim

Abendessen.                                               Tony sieht mich fragend an.          "Ich mache mir Sorgen um dich, Schatz. Du hast irgend etwas und ich glaube es täte dir gut mal mit einer außenstehenden Person zu reden." Lauernd sehe ich ihn an. Bestimmt ist er sauer, weil ich einfach über seinen Kopf hinweg das entschieden habe. "Okay." sagt er aber nur langsam. "Wann?"  "Morgen um 11:30." "Okay. Gut. Ja wirklich. Alles gut." lächelt er, steht auf und kommt zu

mir um den Tisch herum gelaufen. "Ich finde es süß das du dir solche Gedanken um mich machst. Dabei hast du doch selbst so viel durchgemacht in letzter Zeit." "Schatz, ich bin deine Frau. Es ist meine Aufgabe mich um dich zu kümmern." sagte ich lächelnd. Zur Antwort gibt er mir einen Kuss.         Die große Überraschung folgt als wir um 11:30 vor der Praxis des Doktor stehen und Tony einen Lachkrampf bekommt.                      Verständnislos sehe ich ihn an. "Was ist los? Warum lachst du?" frage ich lahm.                        

Tony wischt sich eine Lachträne weg und fragt "Wer hat diesen Arzt raus gesucht, du oder Jarvis?" "Jarvis." sage ich verständnislos. Ich begreife nichts mehr.                        "Das dachte ich mir." lacht Tony. "Su, das hier (er macht eine ausholende Geste) ist die Praxis meines Psychologen. Der bei dem ich schon in Behandlung bin."                     Ich verstehe und ein Lächeln macht sich auf meinem Gesicht breit. "Du hast dir selbst schon Hilfe

gesucht?" "Doktor Wellsh hat mir damals nach dem Tod meiner Eltern sehr geholfen. Und auch jetzt war ich bei ihm wegen der aktuellen Sache. Gestern erst. Jarvis kennt ihn von früher und hat ihn dir deshalb raus gesucht." erklärt er mir.                                     "Okay alles klar."                        "Nein etwas ist noch unklar." sagt er. "Wie hast du es geschafft Doktor Wellsh aus seinem Urlaub zu holen?" "Ähm, ich sagte für wen ich den Termin ausmachen wollte und da sagte er sofort zu." entgegne

ich.    "So ist es." hören wir plötzlich eine dunkle männliche Stimme hinter uns. "Ich muss euch aber sagen, an eurer Kommunikation untereinander müsst ihr noch arbeiten! Wollt ihr jetzt reinkommen oder weiter auf der Straße alles besprechen?" Ich wirble herum. Da steht ein älterer Herr in Bluejeans und braunem Sakko. Sein Gesicht verschwindet hinter einem dichten Vollbart und auf seiner Nase sitzt eine Hornbrille. Genauso stelle ich mir einen Psychologen vor. Unwillkürlich muss ich

lächeln. "Hallo Doktor." begrüßt Tony ihn lachend per Handschlag. " Darf ich Ihnen meine zukünftige Frau Susan vorstellen?"                                                "Hallo Susan, ich habe schon eine Menge von Ihnen gehört." sagt er freundlich und ich glaube ein Lächeln unter seinem dichten Bartwuchs erkennen zu können.     Gemeinsam betreten wir das Haus. "Tony war ja gestern erst bei mir und hat mir von seinem Problem berichtet, das wird denke ich, heute nicht noch einmal von Nöten sein. Also trinken wir nur etwas

zusammen. Folgt mir auf die Terrasse." 

Die Aussage

Ende Mai steht für mich ein wichtiger Termin an. Meine Aussage vor Gericht. Um mir eine Begegnung mit meinen Peinigern zu ersparen, soll ich eine seperate Aussage machen. Nur der Richter, die Anwälte beider Parteien, eine Sekretärin, Tony und ich werden anwesend sein. Gemeinsam fahren wir mit Ron zu Tonys Anwaltskanzlei. Ich kenne Anwälte bisher nur von Ally McBeal und ich kann nun sagen, in einer echten Anwaltskanzlei geht es nicht so lustig

zu! Wir werden nach einer freundlichen Begrüßung durch Tonys Anwalt Doktor Frank Rosenbaum in ein Konferenzzimmer geleitet. Die übrigen Beteiligten waren bereits anwesend. Mister Rosenbaum stellt uns den anderen vor. Hände werden geschüttelt. Anschließend nehme ich auf einem Stuhl vor dem Fenster platz. Ich erkenne außerdem eine aufgebaute Kamera die auf meinen Sitzplatz ausgerichtet ist. Vor mir steht eine Flasche Mineralwasser und ein Glas. Ich habe jetzt schon einen trockenen Mund, gieße mir also etwas Wasser ein und trinke einen großen Schluck.

"Guten Morgen Miss Walters. Gratulation zu Ihrer Verlobung! Ich hörte Sie heiraten demnächst?" begrüßt mich der Richter. "Das ist richtig. Vielen Dank." sage ich freundlich. "Wir werden Ihre Aussage auf Film aufnehmen. Dieser wird später während der Verhandlung im Gericht ausgestrahlt." beginnt er, ich nicke stumm. "Beginnen Sie jetzt bitte mit Ihrem Bericht! Lassen Sie nichts aus. Erzählen Sie alles genau so wie es sich zugetragen

hat, wie Sie es empfunden haben!" fordert er mich auf. Ich nicke erneut und beginne zu erzählen. Noch einmal durchlebe ich diese Hölle, als ich meine Erlebnisse beschreibe. Die Bilder des Kellers und der Flucht erscheinen vor meinen Augen. Tony sitzt neben mir und hält meine Hand. Das beruhigt mich ein wenig. Doktor Wellsh ist ebenfalls dabei, wartet gemeinsam mit Ron vor der Tür des Konferenzzimmers, falls ich medizinische Hilfe nötig habe.

Nach 45 Minuten habe ich es überstanden. Noch einmal nehme ich einen großen Schluck Wasser zu mir. "Das hast du gut gemacht, Darling!" raunt Tony mir zu. Mister Rosenbaum kommt zu uns, legt seine Hand auf meine Schulter und meint "Das war sehr gut! Sie haben es sehr detailliert erzählt. Das wird uns helfen. Obwohl der Fall klar ist. Der Staatsanwalt fordert eine Freiheitsstrafe

von 12 Jahren für Mister Owen und 10 Jahre für Ihren ehemaligen Chef Mister Morgen. Und ich gehe davon aus das es auch so kommen wird. Die Beweislage ist erdrückend." "Wann ist mit einem Urteil zu rechnen?" fragt nun Tony. "In drei Tagen beginnen die Aussagen. Lange wird es nicht dauern. Ich denke die Geschworenen werden ebenfalls schnell entscheiden. So in zwei Wochen wissen wir bescheid." erklärt Rosenbaum. Ich puste erleichtert aus. "Okay. Kann ich jetzt gehen?" frage ich.

"Selbstverständlich. Ich melde mich wieder bei Ihnen." erklärt er. Wir schütteln zum Abschied die Hände und Rosenbaum verlässt den Raum. Richter Brighton kommt auf uns zu. "Sie haben das gut gemacht, Miss Walters! Das hilft mir sehr. Meine Gerichtsdienerin hat alles aufgeschrieben und wir haben Ihre Aussage auf Film. Es wird, denke ich, ein schnelles Urteil geben." Er strahlt uns an "Jetzt bleibt mir nur noch Ihnen beiden eine schöne Hochzeit zu wünschen!"

Wir bedanken uns und verlassen ebenfalls den Raum. "So, geschafft." sagt Tony als wir hinunter zum Wagen gehen. "Ja, da bin ich auch echt froh! Besonders weil ich nicht persönlich in den Gerichtssaal muss! Das hätte ich nicht durchgestanden." sage ich. "In deinem Zustand hätte ich das auch gar nicht zugelassen." erwidert er und drückt meine Hand etwas fester.

"Stimmt ja, da war noch was." lächle ich.

tschüss singledasein - hallo ehe 1.0.

"Ich komme dann morgen um 14 Uhr okay Süße?" fragt Belle mich am Telefon. "Korrekt. Die anderen kommen auch um 14 Uhr. Ich freue mich schon!" gebe ich glücklich zurück. "Wie fühlst du dich?" fragt sie. "Ist die Übelkeit verschwunden?" In den letzten Wochen litt ich immer wieder unter Übelkeitsattaken. Mittlerweile geht es aber. Gott sei Dank! Nichts wäre schlimmer als wenn ich mich auf meiner eigenen Hochzeit vollkotze! "Ja, mittlerweile geht es." gebe ich zurück.

"Das ist gut. Nicht das du uns den ganzen Abend auf dem Klo verbringst! Aber so geht es ja." "Stimmt wäre echt blöd!" lache ich. "Und ihr wollt morgen so richtig einen auf Mädelsabend machen? Ich hab gehört meine Wohnung wird zum Beautysalon umfunktioniert." lacht Tony am Abend beim Abendessen. "Ja, ganz genau und Männer sind im übrigen nicht eingeladen." gebe ich zwinkernd zurück. "Obwohl ich mir das nie im Leben entgehen lassen möchte, gebe ich doch nach und unternehme etwas mit meinen

Jungs." "Und wo geht`s hin?" hake ich unschuldig nach. "Zuerst in eine Stripteasbar und anschließend geht`s noch in einen Club. Vielleicht können wir sogar eine der Tänzerinnen überreden mit uns zu kommen?" Mir klappt die Kinnlade runter. "Willst du mich verarschen?" schreie ich ihn an. Tony lacht und wigelt mit den Händen ab. "Stopp! Süße, das war ein Scherz. Nur ein Scherz. Beruhige dich bitte!" "Bei dir weiß man nie." entgegne ich

sauer und werfe ihn einen bitter bösen Blick über den Tisch zu. "Oh Süße, seit dem du schwanger bist, bist du so leicht reizbar!" meint er lachend. "Das war fies Tony! Ich bestell mir ja auch keinen Stripper hier her." "Ja, du würdest das nie tun, aber Belle organisiert deinen Junggesellinnen-abschied und ihr würde ich das zutrauen." entgegnet er. "Hm, vielleicht würde sie... vielleicht hat sie sogar... ach ich weiß es nicht." stammele ich. "Süße und wenn schon, es wäre doch nicht schlimm. Ich weiß doch ab übermorgen zählt in deinem Leben nur

noch ein Mann - ich." "Ganz genau." entgegne ich lächelnd. Pünktlich um 14 Uhr am nächsten Tag gibt Jarvis bekannt das Susans Freundinnen eingetroffen sind. "Das ist mein Stichwort. Ich verschwinde dann jetzt." rufe ich Susan zu die sich gerade im Schlafzimmer fertig macht. Sie kommt angelaufen, fliegt förmlich in meine Arme und küsst mich stürmisch. "Okay, Schatz. Ich wünsche euch einen schönen Abend! Übertreib es nicht! Denk immer daran, morgen musst du fit sein für das Ja-sagen vorm Traualtar. Und wehe dir du bist betrunken!" droht sie scherzend.

"Ich bin ein großer Junge, ich passe schon auf." sage ich lehne meine Stirn gegen ihre und raune ihr zu "Ich werde nie etwas tun was dich vertreiben könnte." "Gut." sagt sie knapp. "Dann viel Spaß heute Abend. Wir sehen uns morgen früh." flüstert sie noch. Ich nicke. "Tony!" "Ja?" "Ich bin aufgeregt." gibt sie zu. "Und ich erst." erwidere ich. "Aber wir schaffen das! Ich werde da sein." flüstere ich. "Ich ebenso." sagt Susan.

Pling macht es und die Fahrstuhltüren öffnen sich. Wanda, Mary, Pepper, Natasha und Belle treten heraus. "Mein Stichwort wie gesagt. Ich bin dann mal weg." ruft Tony, nimmt sich den Ferrari Schlüssel und küsst mich ein letztes Mal. "Tschau Süße. Bis morgen. Ich liebe dich." "Ich liebe dich auch." sage ich. "Nun reicht`s aber. Du hast sie doch morgen wieder." nörgelt Natasha und schiebt Tony Richtung Fahrstuhl. "Okay, okay. Tschau Ladys." ruft er und

die Türen schließen sich. "So, nun gibt`s erst einmal etwas zu trinken." ruft Belle und schlendert zur Bar hinüber. "Mädels, ein Cocktail?" fragt sie die beiden anderen, dann sieht sie mich an und sagt "Du brauchst gar nicht so zu gucken, du bekommst einen Multisaft." "Na toll!" maule ich. "Wart's ab." sagt sie und lächelt geheimnisvoll. Einige Minuten später verteilt sie die von ihr selbst gemixten Drinks. Mir reicht sie einen mehrschichtigen Saft Mix. "Hier extra für dich, schwangere

Freundin, ein alkoholfreier Cocktail." sagt sie. "Danke Süße." erwidere ich. "Und wie sieht der Abend nun aus?" fragt Natasha. "Gleich kommt Dianne und dann werden wir alle hübsch gemacht. Später bringt ein Caterer unser Abendessen. Ich habe mir erlaubt einige Köstlichkeiten aus dem Restaurant des Plaza zu bestellen. Ich blicke in zufriedene Gesichter. "Und dann können wir den Abend ja in unserem Kino ausklingen lassen." schlage ich vor. Meine Freundinnen scheinen damit zufrieden zu sein. Als Jarvis verkündet das weiterer Besuch

eingetroffen und mit dem Fahrstuhl auf dem Weg nach oben ist, nehme ich an es sei Dianne, umso überraschter bin ich als ich plötzlich vor meinen Eltern stehe. "Mum, Dad. Was macht ihr denn hier?" rufe ich erstaunt. "Na deiner Hochzeit beiwohnen natürlich!" sagt meine Mutter als sie mich glücklich in die Arme schließt. "Hallo Mum." ich drücke sie und küsse sie auf die Wange, dann widme ich meinem geliebten Vater. "Daddy, ich bin ja so froh euch zu sehen!" rufe ich als ich auch ihm um den Hals falle. "Hallo Susi." raunt er. Seine Barthaare

kitzeln mich. Seinen Schnurrbart hatte er sich also für die Kreuzfahrt nicht abgenommen. "Ihr seht ja super aus! Die Karibik hat euch sichtlich gut getan! Oder Mädels?" frage ich meine Freundinnen. Gemeinsam gehen wir hinüber zu der Sitzgruppe. "Wanda, Mary, Pepper, Natasha, Belle, darf ich euch meine Eltern vorstellen?" sage ich. Es folgt allgemeines Händeschütteln und Begrüßungsfloskeln. "Möchten Sie etwas trinken?" fragt Belle nachdem sich meine Eltern gesetzt haben. Sie nehmen an und sagen Belle was sie gerne hätten.

"Wo ist denn euer Gepäck?" frage ich als mir auffällt das sie ganz ohne Koffer hier waren. "Das ist natürlich im Hotel, Schätzchen." sagt Dad. "Im Hotel? Ihr hättet doch nur bescheid geben müssen, dann hätte ich euch das Gästezimmer hier im Tower zurecht gemacht." erwidere ich. "Ach Schatz. du hast doch genug zu tun gerade. Hochzeitsvorbereitungen. Da wollten wir uns nicht aufdrängen." "Ach Mum, das wäre doch kein Problem. Platz ist doch genug. Und so viele Vorbereitungen sind es gar nicht mehr. Belle hier habe ich zu verdanken das ich

mich um kaum etwas kümmern musste." Ich umschlinge Belle glücklich mit meinen Armen und drücke ihr einen Kuss auf die Wange. "Das ist meine beste Freundin Belle." verkünde ich. "Sehr erfreut Sie endlich mal persönlich kennen zu lernen!" sagt meine Mutter mit zuckersüßem Lächeln. "Aber Platz habt ihr hier ja wirklich mehr als genug!" meint mein Vater und sieht sich staunend um. Meinst du Tony gibt mir die Tage mal eine Führung?" "Ja, Platz für jede Menge Kinderchen." ruft Wanda dazwischen. "Ja das finde ich auch. Aber ein

Hochh..." plaudert meine Mum, stoppt dann aber mitten im Wort. "Moment." Sie sieht mir direkt in die Augen, dann auf meinen Bauch, dann wieder in die Augen. "Soll das heißen? Bist du etwa?" "Ja das heißt es. Mum, Dad, ihr werdet Großeltern!" verkünde ich und strahle sie an. "Juhu!" schreit mein Vater, springt von der Couch auf und nimmt mich stürmisch in die Arme. "Oh Susi, du wirst Mutter." "Ja genau. Ach Daddy ich wollte es euch ja sagen, aber ihr wart auf eurer Kreuzfahrt." erkläre ich. Seine Freude ist echt und wahrhaftig. Meine Mutter dagegen guckt etwas

sauertöpfisch drein. "Aber ihr seit doch noch gar nicht so lange zusammen." "Ja und Charlotte?" wirft mein Vater ein. "Sie heiraten doch auch schon." "Ja schon..." sagt sie. "Wenn sie sich lieben und alles passt, dann kann auch ein Kind nicht verkehrt sein!" "Naja, ich sehe das anders." meint Mum. "Es war ja nicht geplant. Ich kann Ihnen versichern Susan war selbst völlig überrascht deswegen. Aber sie werden tolle Eltern sein! Tony und Susan packen das schon!" springt Belle für uns in die Presche.

"Das meine ich aber auch." sagt Dad. "Okay, dann bin ich wohl überstimmt und freue mich mit euch." sagt Mum und erhebt ihr Glas. Alle tun es ihr nach und wir stoßen auf unsere Hochzeit und unser Kind an. "Und ihr veranstaltet hier heute den Junggesellinnenabend?" fragt Mum. "Ja, ganz genau. Es kommt auch noch meine Stylistin Dianne und verschönert uns alle. Es wird ein leckeres Buffet geben und anschließend gehen wir runter in unser Kino." leiere ich den Plan runter. "Euer Kino?" fragt Daddy mit großen Augen. "Jetzt sag bloß ihr habt hier im

Haus ein Kino?" "Ja klar, Daddy. Willst du es sehen?" frage ich. "Gern Susi." "Okay, Leute macht es euch bequem! Ich zeige Dad kurz das Kino, bin gleich wieder da." Und wir verschwinden im Fahrstuhl und fahren hinunter in den Kinosaal. "Oh Susi. Du hast es wirklich geschafft. Ich freue mich so mit dir weil du so glücklich bist!" sagt er lächelnd. "Ja Daddy, ich bin Glücklich! Und wie! Mir fehlt es an nichts. Tony kümmert sich prima um mich. Nur etwas traurig bin ich, weil es beruflich einfach nicht

klappen will bei mir!" "Na das hat sich doch jetzt eh erledigt. Warte ab bis das Kleine aus dem Gröbsten raus ist. Vielleicht klappt es ja dann?" "Ja vielleicht." Ich öffne die Tür zum Kinosaal und sage "Und hier ist er." "Wow! Das ist ja klasse." Staunend sieht er sich um. " Hier ist ja alles was man in einem richtigen Kino erwartet. Klasse! Du Susi..." Er sieht mich fragend an. "Ja?" frage ich lächelnd, ich ahne schon was er jetzt fragen möchte. "Meinst du ich könnte mich heute Abend hier unten verkriechen? Ihr habt doch

sicher alle möglichen Filme oder?" "Jarvis kann dir jeden Film abspielen den du möchtest. Na klar kannst du hier bleiben und Filme sehen. Ich erkläre es Mum." Er strahlt mich an. "Danke mein Liebes!" "Natürlich Daddy. Ein Mädelsabend ist ja auch wirklich nichts für Männer. Sieh dir an was du willst. Du musst einfach in den Raum hinein rufen welchen Film du möchtest. Jarvis kümmert sich drum. Aber versprich mir eines Daddy." "Ja, was denn?"

"Das du dir nachher etwas zu essen vom Buffet holen wirst! Du musst etwas essen." "Das werde ich tun. Danke Liebes." sagt er, setzt sich auf einen der Sessel in der Mitte des Raumes. Als ich die Tür hinter mir zuziehe höre ich noch wie er ruft "Ich möchte sehr gerne Casablanca sehen! Geht das?" "Guten Abend Mister Walters. Natürlich geht das. Sehr gern." antwortet Jarvis. Ich lächle, schließe die Tür und gehe

wieder nach oben zu meiner Party. Als ich wieder im Wohnbereich stehe, stocke ich, da waren neue Leute hinzu gekommen. Zwei sexy Männer in engen mintgrünen T-Shirts und legeren Hosen. Ich denke gleich an Stripper. "Tony hatte recht, du hast tatsächlich Stripper bestellt?" zische ich Belle zu, nachdem ich sie in eine ruhige Ecke gezogen habe. "Stripper? Gute Idee. Mist, das ich darauf nicht gekommen bin." ärgert sie sich. Ich verstehe gar nicht mehr und sehe sie verständnislos an. "Das sind keine Stripper?" frage ich sie.

"Aber wer verdammt sind sie dann?" "Die beiden Männer? Das sind Masseure." verkündet sie. "Das ist meine Überraschung für deine Party. Du wolltest doch eine entspannte Beautyparty. Was passt besser zur Entspannung als Massagen?" Sie grinst mich fröhlich an. "Okay. Super! Klasse. Ich danke dir Süße!" Ich gebe ihr einen weiteren Kuss auf die Wange. Dann gehen wir zurück zu den anderen. "Miss Susan." meldet sich Jarvis. "Ja Jarvis." rufe ich. Meine Mutter und die beiden jungen Männer schauen sich überrascht im Raum

um. Sie wundern sich woher die Stimme kommt und mit wem ich da rede. "Der Caterer ist eingetroffen und soeben sehe ich den Wagen Ihrer Stylistin vorfahren. Sollen die Speisen schon ins Penthouse gebracht werden?" "Ja okay. Gerne. Sie können mit dem Aufbau des Buffets beginnen!" beschließe ich. "In Ordnung, Miss. Ihre Stylistin ist nun im Fahrstuhl auf dem Weg nach oben." verkündet er. "War das dieser Jarvis?" raunt meine Mum mir zu.

"Ja das war er. Er ist wie ein Butler. Kümmert sich um alles." sage ich stolz. "Ich weiß gar nicht mehr wie ich jemals ohne ihn leben konnte!" "Das ist sehr freundlich von Ihnen, Miss Susan!" dankt Jarvis mir. "Er hört jedes Wort oder?" fragt sie im Flüsterton. "Ja das tut er. Daran muss man sich erst gewöhnen, das gebe ich zu." "So, nun wollen wir mal." ruft Belle laut. "Susan du und deine Mum sind als erstes dran. Ihr geht mit Eric und John mit ins Gästezimmer. Dort bekommt ihr eine Massage." befielt Belle im resoluten

Ton. "Ihr anderen macht euch nackig und geht in den Whirlpool!" Natürlich saß am Ende niemand nackt im Wasser. Jede hatte ihren Bikini dabei. Jede bis auf meine Mutter. Aber für sie schickte ich Ron kurz los ihr einen zu kaufen. "Und er weiß welche Größe ich brauche?" fragt Mum skeptisch. "Ja, er wird es schon schaffen! Ron ist klasse. Ohne ihn wäre ich im Übrigen vielleicht gar nicht mehr am Leben." "Wieso? Was war los?" fragt Mum. "Ach ja, euch haben wir nicht angerufen um euch nicht aufzuregen." murmle ich.

"Susan Walter. Was war los?" sagt sie streng und sieht mich direkt an. Ich atme tief durch und beginne "Ich wurde vor zirka eineinhalb Monaten gekidnappt. Ron hat heraus bekommen wo man mich gefangen hält und hat mich befreit." erzähle ich stolz. "Oh Susan. Das ist ja furchtbar!" sagt Mum. Sie scheint bestürzt zu sein, setzt sich auf das Bett und vergräbt das Gesicht in den Händen. Ich gehe auf sie zu und nehme sie in den Arm. "Beruhige dich bitte! Es ist ja alles gut gegangen. Mir geht es gut." "Hm. In Ordnung. Aber es ist nicht

gerade schön für eine Mutter wenn man so etwas über sein eigenes Kind hört!" "Das kann ich mir vorstellen. Aber jetzt ist das Geschichte. Ich möchte nicht mehr daran denken. Hey, morgen heirate ich, da bleibt keine Zeit zum Trübsal blasen. Okay, Mum, lache wieder!" Ich zwinge mich zu einem strahlenden Lächeln und es hilft, sie lächelt auch. "Deinem Dad sagen wir erst einmal nichts. Das hat Zeit." sagt sie. Ich nicke. Von da an wird es ein super lustiger, gemütlicher und entspannter Abend.

Dianne hat viel zu tun: dreht Lockenwickler ein, färbt Haare, zupft Augenbrauen, färbt und formt Wimpern und gibt Stylingtipps. Am Ende sind wir alle sehr zufrieden mit unserem Aussehen, haben drei Acht im Turm (alle außer ich) und endlos gute Laune. Als ich mit dem Ferrari bei Steve vorfahre sitzt er bereits auf den Stufen der Veranda vor seinem Haus. Während ich parke erhebt er sich, kommt zum Auto rüber gelaufen und steigt ein. "Hey Cap. Bereit Spaß zu haben?" begrüße ich ihn.

"Auf jeden Fall! Und du bist dir aber sicher du willst in eine Bar gehen?" fragt er zweifelnd. "Aber sicher! Morgen bin ich unter der Haube. Da muss ich heute doch noch einmal richtig Spaß haben!" "Du denkst doch hoffentlich nicht daran Susan fremd zu gehen oder?" fragt Cap entsetzt. "Oh Gott, nein Cap. Niemals. Ich will nur Spaß haben." "Na gut." sagt er leise. "Ich behalte dich im Auge." Ich starte den Wagen und rase los zurück Richtung New York City. Vor der Bar warten schon Clint, Sam,

Rhody und Bucky. Nach der Begrüßung gehen wir hinein. Rhody nimmt mich kurz zur Seite und raunt mir zu "Du bist dir sicher das du das machen willst?" "Noch so einer." Ich verleiere die Augen. "Ja, ich bin sicher. Ich will einfach nur Spaß haben. Und nein, ich will Su nicht fremd gehen. Ihr seit ja alle dabei und passt auf mich auf." Lache ich und klopfe ihm vor die Brust. Wir suchen uns einen Tisch nahe der Tanzfläche in der Mitte des Hauptraumes. Eine bildschöne halbnackte Blondine

tanzt lasziv an der Stange. Entweder bilde ich mir das nur ein oder es ist tatsächlich so, sie lächelt nur mich an. Kaum sitzen wir ein paar Minuten kommt eine zierliche schwarzhaarige in roten Dessous an unseren Tisch um die Getränkebestellung aufzunehmen. Steve ist deutlich anzumerken wie unwohl er sich in dieser Umgebung fühlt. Er ist solche Freizügigkeit gar nicht gewohnt. In seiner Zeit waren Frauen deutlich zugeknöpfter. Clint und Sam haben, genau wie ich ihren Spaß. Gerade steckt Sam der Tänzerin einen Geldschein in das Höschen. Sie streicht ihm mit der rechten Hand über die Wange und haucht ihm

einen Kuss auf die Stirn. Dann geht sie von der Bühne. Als nächstes betritt eine als Polizistin verkleidete Stripperin die Bühne und gekonnt lasziv entkleidet sie sich im Takt der Musik. Nach drei Runden Tequila und und vier Bieren sind wir ziemlich angetrunken. Die Mädels bemerken es und sehen ihre Chance Geld abzuschöpfen. Rhody ist der am wenigsten angetrunkene Mann unter uns und ermahnt mich rechtzeitig meine morgige Hochzeit nicht zu vergessen. Gerade rechtzeitig, denn meine Hand befand sich schon auf der rechten nackten Brust des Mädels auf

meinem Schoß. "Ach Rhody sei doch kein Spielverderber!" meckere ich. "Denk an deine Frau!" sagt er noch einmal. "Ich denke sehr gern an Frauen. Besonders an meine." gebe ich lallend zu. "Denkst du auch dran das du morgen vor den Traualtar trittst und dabei möglichst nüchtern sein solltest?" nervt er. "Ich heirate morgen? Echt?" Ich höre das zum ersten Mal. Oder doch nicht? Rhody nickt wissend und sagt "Ja, du heiratest morgen und du warst es der ihr

den Antrag gemacht hat." "Ja, du warst es." rufen Clint und Sam gleichzeitig. "Wenn du das Susan antust und ihr fremd gehst, bring ich dich um!" droht Steve. "Hey, wo kommst du denn her?" lalle ich. War er die ganze Zeit schon da? Ich kann mich nicht erinnern. "Ich schaue mir die ganze Zeit schon eure Party hier an." sagt Steve sauertöpfisch. "Und wenn das so ist, warum bist du dann nicht genau so besoffen wie wir?" fragt Clint und fällt fast vom Stuhl dabei. Rhody hält ihn gerade noch so davon ab indem er seine Arme um ihn

schlingt. Clint bekommt einen Lachkrampf. "Mein Stoffwechsel geht vier mal schneller als bei normalen Menschen." erklärt Steve trocken. "Ich kann nicht betrunken werden." "Praktisch! Ja, das mein Freund ist echt praktisch. Vielleicht sollte ich mich auch mal für ein Labor Experiment zur Verfügung stellen." meine ich und plötzlich kann ich nur noch lachen. Lachen, lachen und lachen. Ich kann gar nicht mehr aufhören. "So, das reicht! Ihr habt alle genug. Wir zahlen jetzt und fahren ins Hotel." bestimmt Steve. "Wir passen nicht alle in meinen

Ferrari." lalle ich. "Wir nehmen ein Taxi." sagt der nüchterne Langweiler. Wie er es schlussendlich geschafft hat, uns ohne Zwischenfälle aus der Bar hinaus zu bekommen, weiß ich nicht. Wahrscheinlich hat er uns einzeln raus getragen. Genau genommen weiß ich auch gar nicht mehr wie ich in das Bett in meinem Hotelzimmer gekommen bin, aber Tatsache ist, das ich am 15. Juni um 8 Uhr morgens in einem bequemen Bett im Plaza Hotel aufwache. Und zwar allein.

Gleich ist es soweit

Ein schneller Blick durch das Zimmer, und ich weiß wieder wo ich bin. In meiner Suite im Plaza. Mein Schädel brummt. Irgendwas steht heute an. Ich grüble darüber nach während ich aufstehe und zum Fenster rüber gehe. Ich lasse meinen Blick über den benachbarten Central Park schweifen. Die Sonne scheint hell von einem wolkenlosem Himmel. "Perfektes Wetter um was zu tun?" denke ich und schlage mir gegen die Stirn. "Irgendwas steht heute an, aber

was nur?" Ich drehe mich um, da fällt mein Blick auf den dunkelblauer Anzug auf einem Bügel hängend an dem Kleiderschrank und sofort ist alles wieder da. "Meine Hochzeit. Ich heirate heute." stöhne ich. "Na klasse. Und ich habe einen galaktischen Brummschädel." Es klopft an der Zimmertür. Ich gehe hinüber und öffne. Rhodey steht davor, gemeinsam mit Steve. "Du bist mein Trauzeuge." freue ich mich und tippe Rhodey mit dem Zeigefinger vor die Brust. "Und du bist total besoffen." meint

dieser nur kurz angebunden, hält meine Hand fest und sieht mir tief in die Augen. "Su bringt uns beide um wenn du so in der Kirche erscheinst." murmelt Rhody. Beide betreten das Zimmer und schließen die Tür hinter sich. Ich lasse mich auf mein Bett fallen und strecke mich darauf aus. "Nix da. Hier wird sich nicht wieder hingelegt. Du schwingst jetzt deinen Arsch unter die Dusche! Aber zackig!" befielt er mir. "Ich hole mal einen Eimer kaltes Wasser." stöhnt Steve und wendet sich schon ab, da rufe ich "Ist ja

gut. Ich mach ja schon." Ich rappel mich auf und schlurfe hinüber zum Badezimmer. Das warme Wasser tut gut. Ich schließe die Augen und genieße es. Plötzlich wird das Wasser eiskalt. "Du sollst wach werden und nicht Wellness betreiben. Also duschst du kalt!" droht Rhodeys Stimme. Ich keuche auf wegen des eisigen Wassers. Aber es erfüllt seinen Zweck, ich steige sowas von wach und erfrischt aus der Dusche wie noch nie. Anschließend rasieren und Zähne putzen und ich bin ein ganz neuer Mensch.

"Komm her Tony und iss was. Wir haben dir Frühstück aufs Zimmer kommen lassen. Das gemeinsame Frühstück mit uns hast du ja verpennt." ruft Steve von nebenan. "Ist ja gut. Ich komm ja schon. In Unterwäsche würge ich Toast und Rührei und etwas Obst herunter. Den Teller mit den Resten schiebe ich von mir weg. "Ich bringe nichts mehr runter. Irgendwie habe ich keinen Hunger heute." stöhne ich, ich komme mir dermaßen angefüllt vor als würde ich gleich platzen. "Siehst du, Steve, er ist doch

aufgeregt. Der coole Typ ist immer nur Fassade." lacht Rhodey. "Na wenn du meinst." murmelt der angesprochene. "Okay, du hast jetzt noch knapp 45 Minuten, dann musst du in der Kirche stehen. Also anziehen jetzt!" meint Rhodey und reicht mir die dunkelblaue Anzughose. Ich nehme sie ihm aus der Hand und ziehe sie mir an. Dann das fliederfarbene Hemd. Als ich mir den letzten Knopf zu knöpfe tritt Rhodey mit der fliederfarbigen Krawatte vor mich und flüstert "Ich helf dir mal." Er legt sie mir um den Hals und

bindet gekonnt einen Knoten. Dabei sieht er mir tief in die Augen und meint "Ich finde es wirklich gut das ihr das heute macht!" Ich nicke stumm. "Susan tut dir gut Tony! Du warst ein echtes Arschloch, früher, doch jetzt." Er klopft mir als er den Knoten fest gezogen hat auf die Schulter. "Du bist ein anderer Mensch geworden. Ein besserer! Ich freue mich so für dich Kumpel! Nein, ich freue mich für euch! Ein neues Leben fängt heute an. In einigen Monaten hast du deine eigene Familie Tony und das ist das größte Geschenk was man im Leben

bekommen kann. Ich ..." Er bricht ab. Tränen glitzern in seinen Augen. "Wir kennen uns jetzt schon eine Ewigkeit. Tony du bist mein bester Freund! Ich will nur ... das du weißt ... ich werde immer für euch da sein!" Ich spüre eine Träne an meiner Wange herabrinnen. Ich nehme Rhodey fest in den Arm und klopfe ihm auf den Rücken. "Rhodey, ich bin so dankbar das ich dich jetzt schon fast mein ganzes Leben meinen Freund nennen darf! Du warst immer für mich da. Auch damals als das mit meinen Eltern ..." sage ich und breche ab. "Ich

weiß schon, Kumpel. So, jetzt aber genug rum Geheule! Wir haben eine Hochzeit zu feiern. Und du willst doch wohl deine Braut nicht warten lassen oder?" lacht Rhodey. Steve hatte sich die ganze Zeit ruhig im Hintergrund gehalten und aus dem Fenster gesehen. "Ich bin auch froh heute dabei sein zu können!" meint er als er zu mir kommt und mir ebenfalls freundschaftlich auf die Schulter klopft. "Aber eines sage ich dir, wenn du Susan jemals betrügst oder ihr in irgendeiner anderen Weise weh tust, mach ich dich kalt Blechkopf!"

droht er mir mit einem Zwinkern. "Verstanden Captain!" sage ich fest und salutiere. Die Melodie von "try to remember" ertönt und im Zimmer wird es ganz langsam heller. "try to remember the kind of September. When life was slow and oh so mellow." höre ich. Langsam öffne ich meine Augen. Die Musik wird etwas leiser und Jarvis Stimme ertönt "Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Guten Morgen, Miss Susan! Heute ist Ihre Hochzeit. Wir erwarten heute bei strahlend blauem Himmel und viel

Sonnenschein in New York City 23 Grad Celsius." "Guten Morgen Jarvis." rufe ich freundlich. "Vielen Dank für diese liebe Geste! Ich bin wach." "Deep in December it's nice to remember. Although you know the snow will follow. Deep in December it's nice to remember. Without a hurt the heart will hollow." dudelt die Musik leise weiter als ich aufstehe und im Badezimmer verschwinde. Das warme Wasser der Dusche entspannt mich perfekt. Jarvis hat mich frühzeitig geweckt, so habe ich noch jede Menge Zeit. Ich nutze

sie für ein ausführliches Schönheitsprogramm. Rasur, eincremen, Zähne putzen. Um alles weitere wird sich nachher Dianne kümmern. Als ich im Morgenmantel hinunter in die Küche komme, sitzen da bereits Natasha, Wanda, Belle und Dianne. Alle ebenfalls im Morgenmantel. "Guten Morgen ihr Lieben!" begrüße ich sie alle. Belle steht auf und kommt auf mich zugelaufen. Ihre Arme umschließen mich und sie drück mich dermaßen fest das mir fast die Luft weg bleibt. "Oh Süße, heute ist dein großer Tag!

Bist du aufgeregt?" Ich keuche ein "Ja.". Sie lockert etwas ihren Griff, hält mich aber immer noch im Arm. "So, jetzt gibt's erst einmal Frühstück und dann werden wir alle aufgehübscht." Ich nicke "In Ordnung. Aber ich weiß nicht recht ob ich einen Bissen hinunter bringe? Ich bin dermaßen aufgeregt." murmle ich. "Du musst, es ist keinem geholfen wenn die Braut in der Kirche umkippt." sagt Belle und lacht. Nach dem Frühstück klatscht Belle in die Hände und ruft laut "Los geht's Mädels!" Wir erheben uns

vom Tisch und Dianne geht gemeinsam mit mir in unser Schlafzimmer um mir beim anziehen zu helfen. "Okay, ziehe du dir schon mal deine Unterwäsche, Strümpfe und das Strumpfband an. Ich werde in der Zeit noch einmal kurz dein Kleid aufbügeln." sagt sie und zeigt auf die Badezimmertür. Ich tue wie mir befohlen und verschwinde im Bad. Nach einem Toilettengang, dem vierten heute Morgen, greife ich in die schwarze Papiertüte und ziehe einen flachen Karton hervor. Ich schlage das Seidenpapier im

Karton zurück und da liegt sie, cremeweiß und in Spitze, meine extra für den heutigen Tag gekaufte Unterwäsche. Fast schon andächtig ziehe ich sie an. Die halterlosen Seidenstrümpfe sind ebenfalls in Seidenpapier verpackt. Vorsichtig streife ich sie mir über. "So, jetzt nur noch das Strumpfband." denke ich und sehe in der Papiertüte nach. "Da bist du ja. So, dein großer Auftritt ist gekommen." flüstere ich und ziehe es mir über das rechte Bein. So angezogen gehe ich zurück ins Schlafzimmer, wo Dianne gerade das Bügeleisen auf ein Sideboard

stellt. Es duftet im Raum nach destilliertem Wasser und frischer Wäsche. "Bereit?" fragt sie lächelnd. Ich nicke und sage "Ja, auf jeden Fall!" "Na dann komm her!" Dianne hilft mir das Kleid über den Kopf zu ziehen. Es ist hauteng an der Taille, Schulterfrei und hat lange Ärmel aus feiner Spitze. Dianne breitet die drei Meter lange Schleppe aus, legt hier und da den Stoff anders hin, zupft hier und da. Als sie mit dem Ergebnis zufrieden ist geht sie und holt aus der einen

Zimmerecke den Mannshohen Standspiegel. "Sieh dich an, Susan. Eine Prinzessin könnte nicht schöner sein!" Und ich sehe mich an. Mein Atem stockt, der Puls beschleunigt, das Gesicht vor Freude gerötet. "Wow. Dianne. Ich sehe einfach ... ich sehe toll aus!" stammle ich. "Toll? Spinnst du? Du siehst fantastisch aus! Aber warte nur bis ich mit dir fertig bin! Deinem Tony wird die Spucke weg bleiben." Ich werfe einen letzten Blick in den Spiegel, dann verhängt Dianne ihn mit einem großen Handtuch. "Die

große Überraschung folgt erst danach." lacht sie. Ich setze mich auf einen einzelnen Stuhl mitten im Raum und Dianne widmet sich meinen Haaren. Sie steckt die Haare in einzelnen Strähnen an meinem Hinterkopf fest, so das sie sich dort bauschen. Die vordere Haarpartie teilt sie vorher ab und flicht sie in einem Kranz wie ein Haarband über meiner Stirn. "So, fertig. Nun das Makeup." murmelt sie. Genau in dem Moment wo sie mir abschließend den Lippenstift aufträgt und ich auf ein Papiertuch

küsse um den überschüssigen Lippenstift abzubekommen, betritt Belle den Raum. Sie trägt bereits ihr fliederfarbenes Brautjungfernkleid. "Na wie weit s..." ruft sie und verstummt als sie mich erblickt. "Wow! Oh Schatz, du siehst einfach wow aus! Ist das wirklich meine Susan?" fragt sie an Dianne gewandt. Diese nickt lachend und beginnt mir den Schleier ins Haar zu stecken. "Und nun darf auch die Hauptperson sich selbst mal sehen." meint sie abschließend, wartet bis ich aufgestanden und vor den

Spiegel getreten bin. Gemeinsam mit Belle trappiert sie die Schleppe und den Schleier um mich. Dann, als sie fertig sind, wird das Handtuch gelüftet und ich erstarre zur Gänze. "Das bin ich nicht. Niemals!" rufe ich erstaunt aus. Da steht eine wunderschöne, schlanke Frau in einem Traum von einem Brautkleid vor mir. Der Schleier aus cremeweißer durchsichtiger Spitze umspielt mein Gesicht, fließt über meine Schultern und fällt drei Meter lang hinter mir über die ausgebreitete

Schleppe. "Scheiße! Das darf doch nicht wahr sein! Dianne kannst du zaubern?" Ich sehe sie lachend an. "Nur ein wenig. Das Grundmaterial war schon sehr gut!" lacht sie ebenfalls. Belle schlingt ihre Arme um mich und gibt mir einen Kuss auf die Wange. "Das müssen die anderen sehen!" Und schon ist sie aus dem Zimmer verschwunden. Kurz danach betreten Wanda, Natasha gemeinsam mit Belle den Raum. Alle tragen ihre Kleider. Wanda schlägt sich die Hände vor

den Mund "Susan, du sieht fantastisch aus!" nuschelt sie. Natasha, cool wie immer, meint "Ja, das ist akzeptabel. Du siehst wirklich gut aus!" Ich umarme sie alle und danke zum hundertsten mal Dianne für ihre Mühe. "Ja, ist schon gut. Das ist doch mein Job." lacht sie. "Jetzt muss ich aber noch die anderen hübsch machen. Wir haben nur noch eineinhalb Stunden." ermahnt sie uns. Belle setzt sich nun auf den Stuhl und bekommt ihre Haare ebenfalls zu einer Hochsteckfrisur hochgesteckt. Als sie fertig ist, setzt

sie sich zu mir auf das Bett uns sieht zu wie Natashas rote lange Mähne zu einer eleganten 20iger Jahre Frisur frisiert wird. "Echt schön Natasha!" lobe ich. Sie selbst betrachtet sich eher kritisch selbst im Spiegel. "Meint ihr wirklich?" "Auf jeden Fall, Liebes!" flötet Belle. "So fertig Mädels. Jetzt mache ich mich noch schnell selbst die Haare und dann geht's los." flötet Dianne als sie Wanda den letzten Schliff mit dem Haarspray verpasst. Wanda ist völlig von sich überwältigt. Auch ihre langen

Haare sind zu einer kunstvollen Hochsteckfrisur frisiert. "Noch 30 Minuten Leute." mahne ich nach einem Blick auf die Uhr. "Jarvis, gib bitte Ron bescheid er möchte sich fertig machen!" "Sehr wohl, Miss." Ich befestige gerade das Blumenarrangement auf der Motorhaube des dunkelgrünen Jaguar, als Jarvis mir Susans Nachricht übermittelt. "Ja, ist gut. Ich bin hier gleich fertig." rufe ich in mein Headset. Als ich fertig bin, trete ich ein paar Schritte zurück um mein Werk zu

betrachten. Den Jaguar hat Stark als Geschenk für seine Frau gekauft. Es ist ihre Lieblings Automarke. Mit ihrem Traumwagen soll sie ihrer Traumhochzeit entgegen fahren. "Kann man so lassen." denke ich, steige ein und drehe den Schlüssel im Schloss. Der Motor heult auf und ich lenke das Luxusgefährt aus der Parkgarage um ihn direkt vor dem Haupteingang des Stark Tower zu parken. Ich steige aus, lehne mich gegen die Beifahrertür und gebe Jarvis per Headset bescheid das ich warte.

Der Tower war für den heutigen Tag gesperrt worden. Allen Mitarbeitern wurde zur Feier des Tagen heute frei gegeben. Das Gebäude war also bis auf das Penthouse und die Räume der Bodyguards verwaist. "Wir müssen los!" mahnt Belle. Ich sehe auf meine Uhr im Handy und erstarre. "Oh ja, ach du schreck!" rufe ich entsetzt aus. "Wo ist denn Ron?" "Der wartet unten beim Wagen." klärt Belle mich auf. Ich bin beruhigt und laufe los, stoppe aber

sofort. "Mist, ich kann gar nicht alleine laufen. Das Kleid." rufe ich und deute mit hilfesuchendem Blick auf die lange Schleppe. "Muss du auch nicht, Süße, dafür hast du doch uns, deine Brautjungfern." lächelt Belle. "Natasha, Wanda ihr nehmt die Schleppe direkt hinter ihr, ich gehe hinten und halte den Rest hoch!" dirigiert Belle. Natasha, gewöhnt Befehle entgegen zu nehmen, gehorcht sofort allerdings mit einem sauertöpfischem Gesichtsausdruck. Wanda dagegen greift mit einem strahlendem Lächeln nach dem Stoff.

"Natasha, bitte lächeln!" ruft Belle lachend und die angesprochene zeigt ein übertriebenes Grinsen und streckt Belle die Zunge raus. Dann müssen wir alle lachen und verlassen in Hochstimmung gemeinsam das Penthouse. "Tony, wir müssen los!" drängt Rhodey und deutet auf seine Armbanduhr. "Hast du auch an alles gedacht?" Ich nicke. "Ja, wir waren vor zwei Wochen beim Marriage Bureau und haben unsere Hochzeitserlaubnis geholt. Vorgestern waren wir noch

beim Cardinal der St. Patrick's Cathedral und sind mit ihm den Ablauf der Trauung durchgegangen. Das Top of the Rocks im Rockefeller Center ist gebucht, die Torte gebacken und hoffentlich mit dem Buffet nachher dort aufgebaut, mein Anzug passt wie angegossen. Alles topp! Viel wichtiger ist, hast du die Ringe?" plaudere ich. Rhodey zieht ein kleines Kästchen aus der Innentasche seines Jacketts und wedelt damit vor meiner Nase herum. "Hab ich." "Gut!" Ich klopfe ihm vor die Brust. "Danke Kumpel!" Gemeinsam verlassen wir meine

Suite und fahren mit dem Aufzug hinunter ins Foyer. Dort werde ich am Empfang von Portier begrüßt "Mister Stark, guten Morgen. Heute ist ihr großer Tag!" "Ja ganz genau." entgegne ich. "Ich werde alles in die Wege leiten, das Sie heute Abend alles zu Ihrer vollsten Zufriedenheit vorfinden werden." "Ja danke sehr!" "Kann ich sonst noch etwas für Sie tun?" fragt er. "Ja, Sie könnten meinen Wagen aus der Parkgarage hochkommen und vorfahren lassen." schlage ich vor. "Selbstverständlich, Sir!" sagt dieser und winkt einem Lobby Boy.

Er flüstert ihm zu und der junge Mann verschwindet hinter einer unscheinbaren Tür. Nicht lange danach gibt mir der Portier bescheid das mein Wagen nun bereit sei. Ich danke mit einem Winken und verlasse mit Rhodey das Hotel. Steve war schon vor einiger Zeit hinüber zur Kirche gefahren um sich dort um alles zu kümmern. Draußen gibt mir ein dunkelhäutiger junger Mann meinen Wagenschlüssel. "Klasse Wagen, Mister Stark!" grinst er. Ich nicke und grinse ihn stolz an. Wahrscheinlich habe ich ihm das

Erlebnis des heutigen Tages verschafft indem er meinen Wagen ausparken durfte. Wir steigen ein und ich stecke den Schlüssel ins Schloss. Ich lasse den Motor absichtlich etwas aufheulen ehe ich Gas gebe. Mit einem Kickstart fahre ich los, biege gleich nach links in die Ave of the Americas ein. Zwei Minuten später fahre ich schon in die Parkgarage des Rockefeller Center. "Theoretisch hätten wir auch laufen können." gibt Rhodey zum besten. Ich bedenke ihn dafür mit einem fragenden Seitenblick. "Sehe ich so aus als würde ich an meinem

Hochzeitstag zu Fuß durch New York spazieren?" "Genau genommen siehst du aus, als würdest du nie durch New Yorks Straßen spazieren. Egal an welchem Tag." sagt er trocken. Da müssen wir beide lachen. Wir verlassen das Rockefeller Center durch den Parkgaragen Ausgang und gehen zu der Cathedrale gegenüber. Die gotischen Türme der Kirche ragen hoch in den blauen Himmel, jedoch wirken sie winzig gegenüber dem riesenhaften Wolkenkratzer. Auf dem Platz davor versammeln sich schon unsere Gäste. Ein

allgemeines Raunen geht durch die Menge als ich ankomme. Hände werden geschüttelt, Begrüßungsfloskeln ausgetauscht. Ein Kirchendiener tritt vor das Portal und ruft laut in die Menge "Wenn Sie sich jetzt bitte in das Gebäude begeben würden!" Alle folgen dem jungen Mann ins Innere der Kirche. Rhodey und ich folgen. Drinnen hört man Orgelklänge. Der Organist probt sein Stück. Das hat er sicher nicht alle Tage. Wir haben uns ein besonderes, für uns passendes Lied gewünscht zum Einzug der Braut in der Kirche, "I

need a Hero". Langsam schreiten wir nebeneinander her das Kirchenschiff entlang. Der gold rot gemusterte Boden glänzt im Sonnenlicht das durch die hohen Spitzbögenfenster fällt. Links und rechts auf den Stühlen sitzen unsere Gäste. Nach Stand geordnet sitzen hinten die etwas entfernteren Freunde, Mitarbeiter und so und vorn nahe des Altar die engsten Freunde und Susans Familienangehörigen. Ich erkenne Bruce, Sam, Clint mit Familie, Thor (heute mal in Zivilklamotten), Bucky, Steve, Nick Fury und einige

Agens von S.H.I.E.L.D. . Als ich in der ersten Reihe Susans Eltern erblicke steht Artur auf, umarmt mich und klopft mir auf die Schulter. "Euer großer Tag, Junge! Bist du aufgeregt?" raunt er mir zu. "Und wie." flüstere ich ihm ins Ohr. Dann gibt er Rhodey die Hand. Ich stelle vor. "Artur, das ist mein bester Freund und Trauzeuge Colonel James Rhodes." "Sehr erfreut Colonel!" sagt Susans Vater freundlich. Ich begrüße Charlotte mit einem Küsschen links und rechts. Dann nehmen wir Aufstellung rechts vom Altar. Nun heißt es

warten. Ich trete mit meinen Mädels aus dem Fahrstuhl und durchquere das Foyer. Draußen wartet Ron auf uns neben einem mir unbekannten Wagen. Mein absoluter Traumwagen - ein dunkelgrüner Jaguar mit beigen Ledersitzen. "Ron, was ist das?" frage ich verwirrt. "Ein Automobil." erwidert er trocken. "Nein, wo kommt der her?" lache ich. "Das Susan, ist mein Geschenk zur

Hochzeit für dich." lacht Ron und breitet die Arme aus. Ich starre ihn mit offenen Mund an. "Ron, das ... Was ist los? ... Ich verstehe nicht." stammele ich. "Das war ein Scherz, Susan." lacht Ron. "Aber etwas war wahr; das ist Tonys Hochzeitsgeschenk für dich." erklärt er lächelnd. "Ach so. Jetzt verstehe ich." lache ich und öffne die Tür. "Moment, Fräuleinchen!" ruft Belle dazwischen. "Du kannst nicht einfach so einsteigen. Nicht in diesem Kleid." "Okay. Und wie dann?" frage ich verwirrt. "Ich halte deine Schleppe

fest, stelle mich neben die Tür und du setzt dich vorsichtig auf den Rücksitz. Ich gebe dir dann den Stoff in die Hand. Okay, alles verstanden?" Ich nicke und mache es genau so wie sie gesagt hat. Und tatsächlich, es klappt. Die Fahrt dauert nicht lang. Über die 5th Avenue erreichen wir in drei Minuten die St. Patrick's Cathedral. Der Platz davor ist wie leergefegt, mit Absperrgittern abgesperrt. Zwei Polizeiautos und einige Cops erkenne ich. "Ist ja alles gut gesichert." stelle ich fest. "Ja, auf meinen Befehl hin. Ich

möchte alles gesichert wissen." erklärt Ron. "Vielleicht liegen auch ein zwei Scharfschützen auf den Dächern bereit." sagt er und lächelt wissend. "Okay. Du bist der Sicherheitschef." sage ich. Ron parkt direkt vor dem weißen Teppich der Kathedrale, steigt aus und läuft um den Wagen herum. "Jetzt geht's los, Süße!" sagt Belle und drückt meine schweißnasse Hand. "Mund auf!" befielt sie. Ich mache es und sie sprüht mir ein paar Spritzer Mundspray hinein. "Bereit?" Ich schlucke, nicke und sage leise

"Bereit." Belle nickt Ron zu und der öffnet die Wagentür. Kaum habe ich meine Beine aus dem Wagen geschwungen blitzen schon die Kameras auf. "War ja klar. Die Presse ist auch schon da." denke ich. "Scheiß drauf!" raunt Belle die meine Gedanken wohl gelesen haben muss. "Dann lass sie mal die schönste Braut die New York je gesehen hat knipsen!" Ron reicht mir die Hand und zieht mich auf die Füße. Belle ist auch ausgestiegen und steht nun neben mir.

Natasha und Wanda kommen über die Straße auf uns zu gelaufen. "Wir haben nicht das Glück eines so vorteilhaften Parkplatzes." erklärt Natasha angesäuert. "Noch fünf Minuten." ruft Belle. Ron stellt sich vor uns, die Mädels greifen sich meine Schleppe und gemeinsam setzen wir uns in Bewegung. Immer auf das Portal der Kathedrale zu. 

Tschüss Singledasein-Hallo Ehe 2.0.

Wir betreten das Gebäude und bleiben noch kurz im Vorraum stehen. Hinter der geschlossenen Tür hören wir Orgelmusik. Ich erkenne das Lied. Es ist das von uns gewünschte "Holding out for a Hero". "Cool!" meint Wanda als sie es ebenfalls erkennt. "Bereit?" fragt Ron und lächelt mich an. "Ich weiß nicht. Bin ich's?" gebe ich leise zurück. Belle lässt die Schleppe fallen, geht um uns herum und stellt sich vor

mich so das sie mir direkt in die Augen sehen kann. "Süße, liebst du ihn?" "Ja natürlich tue ich das!" gebe ich mit fester Stimme zurück. "Was hindert dich dann daran, diese Türen aufzutreten, da hinein zu stürmen und dir den Mann zu schnappen?" "Ich ... ich weiß nicht. Vielleicht hat mir ja noch der verbale Einlauf von meiner besten Freundin gefehlt?" Ich grinse sie frech an. "Okay, meine Liebe, dann geh da jetzt rein und rock diese Hochzeit!" Sie beginnt mein Kleid um mich zu drapieren. Breitet die Schleppe im

perfekten Kreis um mich und sortiert den Schleier bis er mein Gesicht weich umspielt. Als sie fertig ist gibt sie Ron das Zeichen die Türen zu öffnen. Mein Blick fällt auf das riesige Kirchenschiff. Hohe gotische Säulen ragen in das Gewölbe, der Boden glänzt in rot und Goldtönen. Viele Menschen sitzen links und recht des Laufganges auf unbequem aussehenden Stühlen. Orgel setzt neu an, die ersten Takte erklingen. Sofort formen meine Gedanken den Liedtext. "Where have all the good men gone and

where are all the gods?" Na da vorne steht er doch - mein Supermann, mein Gott. Noch ein tiefer Atemzug dann geht's los. "Ein Fuß vor den anderen, Susan! Es ist ganz einfach." "Late at night I toss and I turn and I dream of what a need. I need a hero. I'm holding out for a Hero 'til the end of the night." Ich summe mit. Langsam schreite ich im Takt der Musik durch das Kirchenschiff, spüre die Blicke die auf mich gerichtet sind. "Da vorne steht er, mein Held. Gleich bin ich da." denke ich.

"And he's gotta be fresh from the fight." "Na Gott sei Dank nicht, sonst würde er jetzt nicht so verdammt gut aussehen!" denke ich und stehe schon fast vor Tony. "Man sieht er gut aus!" Da sehe ich Mum und Dad. Sie sitzen in der ersten Reihe und strahlen mich an. Dad streckt den Daumen in die Höhe. Ich tue es ihm nach und strahle sie beide an. Der Kardinal steht in seinem scharlachroten Talar vor dem Altar und lächelt mir zu. Tony steht da in seinem

dunkelblauen Maßanzug mit den Fliederfarbenen Hemd und sieht mir völlig verzückt entgegen. Er ergreift meine Hände und drückt sie kurz. "Bereit?" fragt er leise. Und während die letzten Takte der Musik erklingen antworte ich "Bereit wenn du es bist." Damit reiche ich Belle meinen Blumenstrauß. Sie und Rhodey nehmen hinter uns beiden Aufstellung. Kardinal Dolan sieht uns freundlich an und fragt "Seit ihr soweit?" Wir nicken und drehen uns ihm zu. "Liebes Brautpaar, liebe

Hochzeitsgesellschaft. Wir sind heute hier versammelt um zu bezeugen das diese beiden hier heute den heiligen Bund der Ehe eingehen." ruft er mit Hilfe Mikrophon verstärkter Stimme. "Ich möchte nun meine Predigt beginnen indem ich das Hohelied der Liebe aus 1 Korinther 13,1-8 des Apostel Paulus verlese. " *Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte,

wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts. Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte, und wenn ich meinen Laib dem Feuer übergäbe, hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts.*" Kardinal Dolan sieht von seiner Bibel auf und fährt fort; *Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse

nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf.* Er legt die Bibel auf den Altar, dreht sich wieder zu uns und fährt an Tony gewandt fort; "Anthony Edward Stark bist du nach reiflicher Überlegung und aus freiem Entschluss bereit den Bund der Ehe mit der hier anwesenden Susan Sophie Abigail Walters einzugehen?Sie zu lieben, sie zu achten, ihr die Treue zu halten in guten wie in schlechten Tagen bis

zum Ende deines Lebens? Bist du bereit die Kinder anzunehmen die Gott euch schenken wird, und sie im Geist Christi und der Kirche zu erziehen, so antworte mir mit - Ja, ich will!" Er sieht Tony an - alle, einschließlich ich, sehen ihn an, als er laut und deutlich "Ja, ich will!" ruft. Ich grinse über das ganze Gesicht. Dann wendet sich der Kardinal mir zu und fragt mich; *Susan Sophie Abigail Walters bist du nach reiflicher Überlegung und aus freiem Entschluss bereit den Bund der Ehe mit dem hier

anwesenden Anthony Edward Stark einzugehen? Ihn zu lieben, zu ehren, ihm die Treue zu halten in guten wie in schlechten Tagen bis zum Ende deines Lebens? Bist du bereit die Kinder anzunehmen die Gott euch schenken wird, und sie im Geist Christi und der Kirche zu erziehen, so antworte mir mit - Ja, ich will!" Nun stehe ich im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der hier versammelten. Ich atme tief ein, mein Herz schlägt mir bis zum Hals. Ich habe das Gefühl ohnmächtig zu werden aber irgendwie bekomme ich die Worte

"Ja, ich will!" deutlich heraus. Tony strahlt mich glücklich an. Kardinal Dolan segnet die Ringe die Rhodey ihm gereicht hat, anschließend übergibt er Tony den kleineren Ring, den mit dem Diamanten, und spricht die Worte vor die Tony nun zu mir sagen muss. *Susan, vor Gottes Angesicht nehme ich dich an als meine Frau. Ich verspreche dir die Treue in guten und bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis der Tod uns scheidet. Ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens."

Mit den folgenden Worten steckt er mir den matt goldenen Ring an den Ringfinger; *Trag diesen Ring als Zeichen unserer Liebe und Treue: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes." Ich strecke meine Finger aus und betrachte kurz meinen wunderbaren Ring. "Susan." ruft mich jemand. Es ist Kardinal Dolan. Er reicht mir den Ring für Tony und spricht mir die Worte die ich nachsprechen muss vor. *Anthony, vor Gottes Angesicht nehme ich dich an als meinen

Mann. Ich verspreche dir die Treue in guten und bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis der Tod uns scheidet. Ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens.* Ich sehe Tony an nehme seine Hand in meine und spreche weiter; *Trag diesen Ring als Zeichen unserer Liebe und Treue: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.* Damit stecke ich Tony den Ring an den Finger. "Wo ihr euch nun das Eheversprechen gegeben habt, dürft ihr euch nun küssen." ruft der

Kardinal. Und das tun wir. Tonys Lippen berühren meine und es ist wie beim ersten Mal. Sprichwörtliche Funken sprühen. Schmetterlinge flattern zu tausenden in meinem Bauch. Der Kuss erscheint endlos. Die Gäste applaudieren und der Kardinal lächelt wissend. "Ich liebe dich so sehr, Ms. Stark!" raunt Tony an meinem Mund. "Und ich liebe dich, Mister Stark." flüstere ich zurück. Ich schlinge meine Arme um den Hals meines Liebsten und drücke ihn ganz fest an mich. "Du ahnst gar nicht wie

glücklich ich gerade bin." flüstere ich. "Doch, eine Ahnung habe ich schon. Mir selbst geht es nämlich ganz genau so." "Ähm, ihr zwei. Ich glaube es wird Zeit raus zu gehen." ruft Belle von der Seite. "Alle sind schon draußen und warten auf euch." "Okay, okay, wir kommen ja schon." antworte ich lachend. Hand in Hand schreiten Susan und Tony, gefolgt von Kardinal Dolan, unter den gotischen Rundbögen des Kirchenschiffes, den Gang entlang bis zum Ausgang der Kirche. Und punkt 12 Uhr mittags verlässt das

frischgebackene Ehepaar Stark unter dem Jubel ihre Freunde und einem Regen aus Reis und Blütenblättern das Gebäude an der 5th Avenue. ----------------------------------------------------------- Ich hoffe allen Fans hat die Trauung gefallen! Tony und Susan waren ja ganz begeistert. Nun wird gefeiert und sie starten in die Flitterwochen. Ihr dürft also gespannt sein. ;-)

Fliegen macht Spaß

"Wo fahren wir hin?" fragt sie als ich am Stark Tower vorbei fahre. "Du glaubst doch wohl nicht das wir unsere Hochzeitsnacht im eigenen zu Hause verbringen." gebe ich zurück. "Ach nein? Wo dann?" "In der Honeymoon Suite des Plaza natürlich." "Natürlich." lacht sie. Ich parke vor dem Hotel und wir steigen aus. Für Susan ist es gar nicht so einfach mit diesem Kleid aus meinem Wagen auszusteigen. Lässig werfe ich den Schlüssel

einem Hotelangestellten mit den Worten "Gut drauf aufpassen!" zu. Dieser fängt ihn und steigt grinsend in meinen Ferrari. Dröhnend verschwindet er in der Parkgarage. Su zieht mich hinter sich her in die Hotel Lobby. "Komm schon! Du musst lernen los zu lassen!" lacht sie. "Ah das Ehepaar Stark!" ruft der Portier erfreut als er uns sieht. Schnell kommt er hinter seinem Empfangstresen hervor um uns die Hände zu schütteln. "Darf ich Ihnen beiden im Namen des Plaza unsere herzlichsten Glückwünsche übermitteln?" "Ja, vielen Dank. Wir sind müde,

also könnten wir..." beginne ich. Der Portier versteht, grinst und verschwindet wieder hinter dem Tresen. Dort greift er in einen Schlüsselkasten an der Wand und nimmt einen Schlüssel vom Haken. "Hier Mister Stark. Die Honeymoon Suite." sagt er und übergibt mir den Schlüssel. "Danke. Gute Nacht." erwidert ich, nehme die Hand meiner Liebsten, die hastig ihr Kleid zusammen rafft und gemeinsam gehen wir hinüber zu den Fahrstühlen. Kaum ist die Tür der Honeymoon Suite hinter uns ins Schloss gefallen, ziehe ich sie zu mir heran.

"Komm her!" raune ich. Susan stolpert, ich fange sie auf. "Ich glaube ich muss erst einmal aus diesem Kleid raus." meint sie. "Da kann ich behilflich sein." Langsam ziehe ich den Reißverschluss des Kleides herunter. Sie räckelt sich ein wenig, bewegt die Hüften und das Kleid rutscht von ihrem makellosen Körper auf den Boden. Ich ziehe die Luft scharf ein. Ihr Anblick in weißer Spitzenunterwäsche und Halterlosen Strümpfen ist dermaßen unschuldig, dass das einzige an was ich denken kann ist,

ihr die Unschuld zu nehmen. Su kommt auf mich zu, greift nach meiner Krawatte zieht mich zu sich heran und küsst mich leidenschaftlich. Ihre kleinen Hände knöpfen langsam Knopf für Knopf meines Hemdes auf. Dann schiebt sie das Hemd über meine Schultern bis es auf den Boden fällt. Ihr sexy Mund legt sich auf meine Brust, küsst und saugt an meiner Haut. Sie setzt ihre süße Qual fort bis sie schließlich in der Hocke vor mir ist und sich meiner Hose widmet. Ich lege meinen Kopf in den Nacken

und schließe lustvoll meine Augen. Sie zieht mir die Hose aus und leckt sich lüstern über die Lippen als sich mein Schwanz ihr entgegen streckt. Der unterwürfige sexy Blick den sie mir von unten herauf zu wirft lässt mich beinahe wahnsinnig werden. Ihre wundervollen Lippen umschließen meine ganze Pracht. Ein dumpfes Grollen steigt aus meiner Kehle auf. Sie saugt und liebkost mich weiter bis ich mich heiß in ihrem Mund ergieße. Sie ist so süß! Noch nie hatte ich eine Frau die alles ohne zu murren geschluckt hat. Susan ist anders als andere und damit meine

ich nicht nur die sexuelle Seite. Ich ziehe sie hoch und nehme sie auf die Arme. Langsam und dauerhaft küssend trage ich sie hinüber ins Schlafzimmer zu dem riesigen Bett, auf das ich sie sanft ablege. Susan räckelt sich lasziv auf dem Laken. Ihr Anblick ist göttlich! "Du bist so schön! Susan Stark du bist eine Sexgöttin!" raune ich, lege mich auf sie und küsse ihre Rundungen. Meine Zunge gleitet über den Rand des Spitzen BHs, über ihren Bauchnabel, an den Innenseiten ihrer Schenkel entlang. Liebevoll streichle ich ihren Bauch

"Hallo Kleines. Mummy und Daddy werden jetzt ein wenig Spaß miteinander haben. Also nicht wundern." flüstere ich. "Du Spinner!" lacht sie und zerstrubbelt meine Haare. "Es ist noch so winzig. Kann dich gar nicht hören." "Hey, das mag sein. Aber mein Kind ist was besonderes. Sicherlich spürt es meine Anwesenheit!" raune ich lächelnd. "Ach ist das so?" "Ja! Es ist schließlich das Kind einer Göttin und eines Superhelden - da kann doch nur was besonderes raus kommen!" erkläre ich

lächelnd. Su schließt lachend die Augen und schüttelt den Kopf. "Komm küss mich!" sage ich und erobere ohne ihre Antwort abzuwarten ihren Mund. Meine Hand knetet ihre Brust, wandert anschließend unter ihren Rücken um den Verschluss zu öffnen. Doch ich finde keinen. Susan schüttelt den Kopf und flüstert "Da wirst du nichts finden. Der ist Männer freundlich von vorn zu öffnen." Sie deutet zwischen ihre Brüste. Ich grinse und schiebe die Körbchen zusammen um den

Verschluss zu öffnen. Ihre prallen Brüste ploppen mir entgegenals der BH zur Seite fällt. "Oh lecker! Sie sind schon größer geworden." raune ich. "Echt?" fragt sie verwirrt. "Jetzt schon?" "Ja, das soll schon am Anfang passieren. Die Brüste stellen sich als erstes um." erkläre ich mit Blick auf ihre wundervollen Titten. "Woher weißt du sowas?" Ich fahre mir verlegen durch die Haare und gebe verlegen zurück "Ähm, hab ich gelesen." "Gelesen. Soso." sagt sie und lässt ein wissendes Lächeln erkennen.

"Genug gequatscht. Lass uns schmutzige Dinge tun!" sage ich und lecke mir anzüglich über die Lippen. "Uah. Du Tier!" lacht sie. Wie auf Stichwort falle ich wie ein wildes Tier über sie her. Reiße ihr das Höschen herunter und küsse ihre Schenkel. Bei dieser Gelegenheit betrachte ich ihr Strumpfband genauer. "Wirklich sexy so ein Kleines Ding!" "Ja! Und man beachte die Farben!" flüstert sie. "Gold und rot. Erinnert mich an irgendwas." "Ja genau. Es ist eine Assoziation zu

deinen Anzügen. Als ich es gesehen habe, habe ich sofort an sie gedacht." erklärt sie. "Wirklich clever!" raune ich, hebe ihr Bein hoch und lege ihren Fuß gegen meine Schulter. Anschließend widme ich mich ihrer süßen feuchten Spalte. Lege meinen Mund darauf, suche ihre empfindlichste Stelle und mit sanftem Druck massiere ich sie mit meiner Zunge. Susan gräbt ihre Finger in die Laken, hält sich daran fest und stöhnt hemmungslos. Ihre wunderschönen Locken liegen ausgebreitet auf den champagnerfarbenen Kissen. Ich

peitsche ihre Lust immer weiter bis ich merke das sie kurz vorm Höhepunkt steht, dann lass ich von ihr ab. Verwirrt schaut sie mich an. "Ich will in dir sein wenn du kommst, Süße! Will dich spüren!" Ich sehe ihr tief in die Augen, will wissen ob sie bereit ist mal was neues auszuprobieren. Sie ist es. "Dreh dich auf den Bauch, Süße!" Sie tut es sofort. Ich lege mich wieder auf sie,stütze mich aber ab damit ich meine zarte Frau nicht mit meinem Körpergewicht erdrücke. "Ich will etwas neues

ausprobieren." flüstere ich an ihrem Ohr. Sie nickt nur. "Mach den Po etwas höher!" befehle ich zärtlich. Sie hebt ihren Po, mir entgegen, einladend zum eindringen. "Oh Süße! Du bist so heiß!" presse ich hervor. "Ich werde dich heute von hinten nehmen. Du wirst es als unterwüfig empfinden, denn ich habe in dieser Stellung Macht über dich. Ich will das du spürst das du mir allein gehörst!" stöhne ich. "Willst du mich das tun lassen Susan?" frage ich. "Ja, das will ich, Tony." flüstert sie

als Antwort. Ich nehme meinen harten Schwanz in die Hand und führe ihn in ihre feuchte Spalte ein. Su stöhnt lustvoll auf. Langsam dringe ich tiefer und tiefer in sie ein bis mein Schwanz gänzlich in ihr verschwindet. Sie krallt sich wieder im Laken fest, hebt ihren geilen Arsch an. "Was willst du?" frage ich sie. "Ich will dich!" stöhnt sie laut. "Wie willst du mich?" "Ich will dich tiefer in mir spüren!" schreit sie. Ich packe ihre Hüften mit beiden Händen, ziehe mich etwas aus ihr zurück und stoße

anschließend einmal kraftvoll zu. Wie eine Lanze bore ich mich in sie. Ihr Schrei hallt sicherlich durch die ganze Hoteletage. "Scht. Süße. Du weckst ja das ganze Hotel auf." Halb lache ich, halb stöhne ich. "Das ist aber so geil." stöhnt sie. "Du bist so geil!" "Ich weiß, Süße!" raune ich lächelnd. Ich massiere sie weiter mit meinem Zauberstab bis sie laut stöhnend kommt und erschöpft liegen bleibt. Schwer atmend lege ich mich neben sie und gemeinsam warten wir darauf das sich unsere

Herzen wieder beruhigen. "Du bist der helle Wahnsinn!" lobt sie mich. "Nein, du bist es!" entgegne ich. "Und jetzt wird geschlafen, morgen wird ein aufregender Tag." sage ich. "Aufregender als heute?" fragt sie lächelnd. "Das kann nicht sein." "Möchtest du auch ein Buch mitnehmen?" frage ich Tony der gerade im Badezimmer ist und sich fertig macht. "Nicht jeder ist so eine Leseratte wie du, mein Schatz." entgegnet er. "Okay, also kein Buch." murmle ich und packe weiter.

Zwei schwarze Koffer liegen aufgeklappt vor mir auf dem Bett. Die Kleidung habe ich bereits verstaut, jetzt fehlen nur noch die Extras. Wie eben Bücher. "Nimm aber bitte nicht dein komplettes Bücherregal mit! Denk an Ron, der deinen Koffer schleppen muss!" ruft Tony. "Ha ha ha." lache ich. "Madam, Ihr Flug geht in zwei Stunden. Sie sollten sich auf den Weg zum Flughafen machen! Es gibt Stau auf der Intersate 495." meldet Jarvis. "Und Sie müssen noch durch den Check In."

"Du hast recht. Danke Jarvis." bedanke ich mich bei unserem Online Butler. An Tony gewandt rufe ich laut "Schatz, wir müssen wirklich los! Komm, werd mal langsam ferig!" "Ich komme sofort. Nur noch zu Ende rasieren." antwortet er. "Okay. Jarvis, kannst du bitte auch Happy und Ron bescheid geben!" bitte ich. "Natürlich, Madam." Zwanzig Minuten später verlassen wir für die kommenden zwei Wochen unsere Wohnung. "Jarvis, nach uns wird diese Etage

verschlossen!" befielt Tony. "Sehr wohl, Sir!" "Oh man, Susan, was hast du da drin?" stöhnt Ron als er sich an meinem Koffer fast einen Bruch hebt. "Wahrscheinlich nichts weiter als das halbe Bücherregal." scherz Tony und läuft lässig zum Fahrstuhl. "Das ist nicht wahr." wehre ich mich. "Nur drei Bücher sind da drin. Eine Frau braucht eben etwas mehr Sachen als ein Mann." entschuldige ich mich. "Ist schon gut." ächzt Ron und lässt den Koffer im Fahrstuhl auf dem Boden ab.

Unten in der Tiefgarage werden unsere Koffer im Kofferraum meines Jaguar verstaut und wir steigen ein. Händchen haltend sitzen Tony und ich auf der Rücksitzbank und genießen die Fahrt unseren Ferien entgegen. Am JFK angekommen, parkt Happy vor dem Terminal um uns austeigen zu lassen. Dann stellt er die Koffer auf den Gehsteig ab, während Ron los geht um einen Gepäckwagen zu holen. Mit diesem Ding fahren sie anschließend hinter uns her zum Check In. Eine top gestylte Stuardess lächelt uns freundlich

entgegen als wir vor ihrem Tresen stehen bleiben. Ich ziehe unsere Flugtickets aus der Handtasche und reiche sie ihr gemeinsam mit unseren Pässen. "Vielen Dank, Misses und Mister Stark." sagt sie mit zuckersüßer Stimme. Sie kontrolliert die Unterlagen, befindet sie für akzeptabel und gibt sie mir zurück. Anschließend befestigt sie zwei Papierstreifen an unseren Koffern. Und mit den Worten "Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Flug!" verabschiedet sie sich von uns. "Vielen Dank, Miss. Werden wir haben." ruft Tony über die Schulter zurück.

Happy und Ron laden unsere Koffer auf das Gepäckband wo sie sofort hinter einer kleinen Klappe verschwinden. Kurz bleiben wir vier davor stehen. "Okay, dann machts mal gut, Jungs." sagt Tony und klopft Happy auf die Schulter. "Dann bleibt mir nur euch einen schönen Urlaub zu wünschen!" "Ja, danke, Boss. Euch beiden auch eine schöne Zeit!" wünscht Happy und strahlt uns an. "Die werden wir haben." erwidert Tony und sieht anzüglich lächelnd zu mir herüber. "Auf Wiedersehen Jungs. Bis in

zwei Wochen. Grüßt eure Freundinnen von mir!" sage ich. Ron nickt und sagt "Schöne Flitterwochen euch beiden!" "Danke." entgegne ich und küsse ihn zum Abschied auf die Wange. Happy erhält die gleiche Verabschiedung. Tony schüttelt ihre Hände und dann sind sie weg. Nun folgt die Gepäckkontrolle und Laibesvisitation. Ich stelle meine Handtasche auf das Gepäckband wo sie von einem Röntgengerät durchleuchtet wird. Tony geht derweilen schon durch den Bogen. Es piepst nichts. Dahinter nimmt er wieder seinen

Tascheninhalt, seine Armbanduhr und sein Kommunikator an sich. Nun bin ich dran. Auch bei mir piepst es nicht. Nachdem ein grimmig drein blickender Mann in Uniform einen Blick hinein geworfen hat, nehme ich meine Tasche wieder an mich. "Alles Okay, Miss." murmelt er mit tiefer Stimme. "Misses bitteschön! Das ist meine Frau." wirft Tony stolz dazwischen. "Ist mir doch egal." meckert der Typ. "Freundlich wie immer, das Flughafenpersonal!" ruft Tony sauer. "Ich weiß schon warum ich lieber mit meiner Privatmaschine

fliege." "Es zwingt Sie keiner mit uns zu fliegen." meckert der Typ weiter. Ich sehe wie Tonys Hand sich zur Faust ballt, es wird kritisch. Hastig greife ich nach seinem Arm und ziehe ihn weg von hier, hin zum Gate. "Schönen Tag noch Officer." rufe ich so freundlich wie möglich zurück. "Dieser Dreckskerl!" schimpft Tony. "Ich hätte ihm nur zu gern eine rein gehauen!" "Und was hätte das gebracht?" frage ich. Er antwortet nicht, also tue ich es. "Wir wären verhaftet worden und müssten unsere Flitterwochen

ausfallen lassen. Und das wäre doch dann richtig scheiße oder?" Tony nickt blummelig und läuft stur weiter geradeaus. Durch einen langen Tunnel gehen wir direkt zum Flugzeug. Zwei Stuardessen stehen links und rechts neben dem Eingang. Ich zeige ihnen unsere Tickets und wir dürfen passieren. "Willkommen an Bord, Mr. und Ms. Stark!" grüßt die eine von ihnen. "Dankeschön!" flöte ich. "Links rum ist die Buisness Class." erklärt Tony. Ich biege nach links ab. "Welche Sitze?" fragt er. Ein schneller Blick auf die Tickets

und ich antworte "Sitze 23 und 24." "Okay, das ist..." murmelt Tony, schiebt sich an mir vorbei, sieht sich suchend um und ruft "...hier." "Ich will ans Fenster!" fordere ich und schon lasse ich mich auf dem bequemen Sessel nieder. "Gib mir deine Handtasche, Schatz! Ich verstau sie hier oben." sagt Tony und deutet auf das Handgepäckfach über mir. Ich reiche sie ihm. Vorsichtig legt er sie in das Fach und knallt die Klappe zu. Nachdem er neben mir platz genommen hat sagt er "So, jetzt könnte ich einen Drink vertragen!" "Es gibt sicher welche wenn wir

gestartet sind." vermute ich. "Hm." Mein verwöhnter Mann ist es gewohnt das er eine Sonderbehandlung erhält. In seinem Flieger wird er sofort nach dem Betreten gefragt was er trinken möchte, es startet sofort, muss nicht auf Nachzügler warten so wie dieser Flieger hier. Nach dreizig Minuten schließlich werden die Türen geschlossen und durch das Fensterchen kann ich beobachten wie der Tunnel etwas zurück gezogen wird. Eine der Stuardess stellt sich in den Gang, greift zu einem Telefonhörer

und leiert mit verstärkter Stimme die Sicherheitsbestimmungen herunter. Ich höre nur mit halben Ohr zu, Tony überhaupt nicht. Nach einer Weile fragt er genervt "Kannst du mir bitte mal verraten weshalb wir nicht mit meinem Flieger geflogen sind?" "Na, weil wir Urlaub machen wollen. Ganz entspannt. Wie normale Leute eben." grinse ich. "Aha und es wäre nicht entspannter in unserem Flieger gewesen? Wielange haben wir doch gleich noch mal Aufenthalt in Guadeloupe?" "Etwas über 21 Stunden." gebe ich

leise zurück. Tony lässt nur ein Stöhnen als Antwort vernehmen und zieht sich eine Augenmaske über die Augen. "Ich leg mich etwas hin. Kannst mich ja wecken wenn wir endlich starten! Es kann sich ja nur noch um Stunden handeln." "Ach quatsch! Sieh doch mal raus! Wir rollen schon zur Startbahn." freue ich mich. Doch Tony tut als ob er schläft. Aufgeregt schaue ich stattdessen aus dem Fenster und beobachte wie die Landschaft schneller und schneller an uns vorbei zieht und sich schließlich der Boden immer

weiter entfernt. Ein kurzes Knacken in der Leitung und die dunkle sexy Stimme des Piloten ist zu hören. "Sehr geehrte Damen und Herren, herzlich willkommen an Bord der Delta Air Lines Maschine DL0461 nach Guardeloupe. Zuerst möchte ich Mister und Misses Stark ganz herzlich gratulieren! Sie haben gestern geheiratet und befinden sich nun auf dem Weg in die Flitterwochen." Lauter Applaus im Flugzeug. Da schiebt selbst Tony seine Augenmaske hoch. Ich bemerke wie ich rot werde. Eine Stuardess bleibt

vor uns stehen und reicht ein Tablett mit gefüllten Sektflöten. Ich nehme es ihr dankbar lächelnd ab. "Dankesehr!" nuschele ich. "Gern geschehen." sagt sie und verschwindet wieder. Der Pilot fährt fort "Wir werden unser Ziel in 4 Stunden und 13 Minuten erreichen. Die Wetterverhältnisse sind uns als heiter gemeldet, es erwarten uns also keine Unannehmlichkeiten. Meine Damen und Herren, ich wünsche Ihnen einen angenehmen Flug!" Erneut höflicher Applaus. Tony und ich stoßen an und ein

heller Kristallklarer Ton erklingt. "Auf uns und auf unsere Flitterwochen." wünschen wir uns gegenseitig. Nach knapp viereinhalb landen wir auf dem Princess Juliana International Airport in Sint Maarten. Den 21 Stündige Aufenthalt verbringen wir in einer 5 Sterne Hotelanlage. Es ist jetzt kurz vor 21 Uhr und Susan ist sehr müde vom Flug. Sie geht sofort auf unser Zimmer und legt sich hin. Ich beschließe noch einen kurzen Abstecher an die Bar zu machen. Der dunkelhäutige

Barkeeper fragt mich was ich trinken möchte und nachdem ich es ihm gesagt habe, bereitet er ihn sofort fröhlich summend zu. "Bittesehr Mister!" ruft er fröhlich und schiebt mir meinen Drink auf einer weißen kleinen Serviette herüber. "Wohl bekommts!" "Danke." murmle ich und nehme einen großen Schluck. Endlich! Der Scotch im Flieger schmeckte grauenhaft. Man merkt gleich das die hier was von der Rumbrennerei verstehen. Seit über 300 Jahren wird auf Guardeloupe Rum gebrannt. Die Piraten haben damit angefangen oder so. Ich weiß

es nicht. Ist mir aber auch egal. Hauptsache es schmeckt! Eine Stunde und vier Drinks später stolpere ich in unser Hotelzimmer. Zum Glück habe ich die richtige Tür gefunden! Susan liegt nackt im Bett, verhüllt nur von einem seidenen Laken. Ihre roten Locken liegen ausgebreitet auf dem Kissen, ihr Mund ist leicht geöffnet. Ihre Augenlider flattern etwas, scheinbar träumt sie gerade. Ich ziehe mich bis auf die Boxershorts aus und setze mich neben sie ins Bett. Wie von selbst

legt sich meine Hand auf ihren Bauch. Ich beuge mich hinunter und meine Lippen berühren ihren Bauch. Ihre Haut ist warm und weich, sie duftet exotisch nach Blüten, Wasserfall und frischem Gras. "Gute Nacht, Kleines." flüstere ich an ihrem Bauch. "Ich freue mich auf dich!" Dann lege ich mich auf die Seite und mit ihrem Anglitz vor meinen Augen schlafe ich ein. 

Flitterwochen im Paradies (Marigot)

Ich werde die Flitterwochen der beiden Turteltauben als eine Art Reisetagebuch verfassen. Für jede Insel die die beiden besuchen schreibe ich ein Kapitel. Fotos dazu lade ich auf meiner Facebook Seite und in der WhatsApp Gruppe hoch. kommt mit und entdeckt gemeinsam mit Susan & Tony die wunderschöne Flora und Fauna der Karibik! Viel Spaß beim

lesen! ------------------------------------------------ Als ich am nächsten Morgen aufwache liegt Susan noch immer neben mir. Ich beschließe uns das Frühstück aufs Zimmer kommen zu lassen und greife zum Telefon neben dem Bett.       "Guten Morgen, Sir. Was kann ich für Sie tun." meldet sich eine freundliche weibliche Stimme mit starkem Akzent. "Ja guten Morgen. Zimmer 015. Ich möchte das Frühstück für mich und meine Frau auf das Zimmer

kommen lassen." erkläre ich. "Selbstverständlich, Mister Stark. Was wünschen Sie zu essen?"           "Ich weiß nicht recht. Ich habe gerade keine Karte zur Hand." murmle ich und sehe mich um.  Wo ist nur die verflixte Speisekarte? "Ach, wissen Sie was? Liefern Sie einfach von allem auf Ihrer Frühstückskarte etwas. Da wird schon etwas dabei sein was wir mögen." bestelle ich.                   "Wie Sie wünschen, Mister Stark. Zu wann wünschen Sie das Frühstück?" fragt sie.                   "Ähm, zu 9 Uhr bitte."             "In Ordnung. Haben Sie sonst noch

einen Wunsch, Mister Stark?"    "Nein, das ist alles. Danke." erwidere ich und lege auf.        "Was ist denn los?" höre ich Susans verschlafene Stimme. Sie räkelt und streckt sich. Öffnet die Augen. "Alles gut, Schatz. Ich habe uns nur das Frühstück bestellt." erkläre ich mir sanfter Stimme. "Guten Morgen erst einmal!" füge ich hinzu und beuge mich über sie um sie wach zu küssen. "Guten Morgen, Darling!" anwortet sie lächelnd.             "Was machen wir heute bis wir weiter fliegen?" fragt Susan etwas später nachdem wir gegessen und

uns fertig gemacht haben.                 "Möchtest du shoppen gehen? Im holländische Teil der Insel gibt es gute Boutiquen." erkläre ich ihr. "Und dann könnten wir essen gehen in einem der Restaurants hier in der französischen Teil." "Holland und Frankreich, hier in der Karibik?" fragt sie verwundert.     "Ja, Saint Martin ist eine Insel mit zwei Kulturen. Obwohl die Insel nur 88 Quadratkilimeter klein ist teilen sie sich zwei unabhängige Staaten. Hier im Norden liegt der französische Teil der zur EU gehört und im Süden befindet sich der

holländische Teil. In beiden Bereichen gibt es sogar unterschiedliche Währungen. In Praxis bemerkt man allerdings keine Grenze." berichte ich. "Interessant!" sagt Su. "Woher weißt du so etwas nur immer?" "Ich bin allwissend." behaupte ich mit ernstem Gesicht.Susan legt den Kopf schief und schaut mich herausfordernd an.         "Nein kleiner Scherz. Ich hatte gestern Abend eine anregende Unerhaltung mit dem Hotel Barkeeper." erkläre ich lachend. "Obwohl - auf den Kopf gefallen bin ich auch nicht gerade - was du

sicher schon bemerkt hast."                     "Ist mir noch gar nicht aufgefallen." sagt sie und schlendert auf den Balkon.                                        Ich folge ihr, umfasse sie von hinten und lege mein Kinn auf ihre Schulter. So da stehend genießen wir den Ausblick auf den Atlantik. Etwas später sind wir ausgerüstet mit Basecap und Sonnenhut die wir uns eben in einer Boutique gekauft haben unterwegs in den hübschen Gassen Marigot.                            Die Sonne brennt unglaublich heiß

vom Himmel.                          "Wow! Ist das eine Hitze!" stöhne ich und wische mir über die Stirn.     "Ist ja auch die Karibik." lacht er. "Bist eben nichts gewohnt. Als ich noch im Waffengeschäft war musste ich regelmäßig Geschäftsreisen nach Saudi Arrabien und ähnliches machen. Das härtet ab." "Ich bin nur London und New York gewöhnt. Beide Städte sind im Sommer nicht gerade heiß." erkläre ich stöhnend. "Wenn es dir zu viel wird, Schatz, sag bescheid. Dann gehen wir erst einmal in ein Restaurant und essen

was. Und du kannst dich akklimatisieren. Die haben hier sicher alle eine Klimaanlage." befielt er freundlich. "Auf keinen Fall will ich das du an unserem ersten Tag hier abklappst und dann die restliche Zeit im Krankenhaus liegen musst!"     "Okay." lächle ich. "Echt süß wieviele Sorgen er sich um mich macht!" denke ich. Wir spazieren eine Straße am Wasser entlang. Die Häuserzeile die ausschließlich aus weißen Gebäuden im Kolonialstil besteht. Bunte Fahnen wehen hier und da an Masten. Der

Kai besteht aus losen aufgetürmten Steinen die bis an den Gehweg heran reichen.                   Ich bleibe stehen, beschatte meine Augen mit der Hand und sehe aufs Meer hinaus.     Tony bemerkt es und tut es mir gleich. "Sieh dir dieses Wasser an!" staune ich. "Wahnsinn! So kristallklar, so türkis." "Wenn dir das hier schon gefällt, musst du erstmal den Strand und die Aussicht von unserer Insel sehen." lacht er.  Ich sehe ihn direkt an und frage "Etwa noch schöner?"             "Noch viel

schöner!"                 "Wow!" entfährt es mir erneut.   Hand in Hand gehen wir weiter.    An einer kleinen Landzunge mit weißen weichen Sand stehen einige Palmen verstreut. Einzelne Liegestühle stehen herum und bei einem Bootverleiher liegen ein paar wenige kleinere Boote vertäut. Ich setze mich in einer der Liegestühle und sehe aufs Meer. Tony hockt sich neben mich, eine Hand auf meinem Bauch und küsst mich sanft.      "Das ist das Paradies. Du und ich und unser Baby hier in der Karibik." murmelt

er.                          "Ja, wir im Paradies!" gebe ich zurück. Mittag aßen wir in einem hübschen kleinen französischen Restaurant hier im Ort. Es hat eine Terrasse mit Meerblick auf welche wir uns setzten. "Ich habe noch nie französisch gegessen." gestehe ich. "Macht nichts. Ich bestelle für dich mit."                                  "Ja klar, und dann habe ich am Ende eine Schildkrötensuppe vor mir stehen." scherze ich.    "Hey, was denkst du von mir? Die armen Schildkröten!" ereifert er

sich. "Nein, nein,  entschuldige bitte! Ich vertraue dir ja." lenke ich lächelnd ein. "Okay, dann Froschschenkel." sagt Tony trocken und wirft mir einen schnellen Seitenblick zu. Mein Lächeln gefriert."Nein!" schreie ich.                                   Die anderen Gäste schauen uns an. "Entschuldigung." bitte ich in deren Richtung.                        Tony lacht sich schlapp über meine Reaktion. Als er sich etwas beruhig hat sagt er "Süße, ich würde dir nie etwas bestellen vonvon ich weiß das du es nicht magst. Ich hasse

diesen Fraß auch." flüstert er noch. "Lass uns Bouillabaise für dich und Pissaladiere für mich bestellen. Du magst doch Fisch." schlägt er vor.             "Okay klingt gut!" lenke ich wieder lächelnd ein.                        Der Ober kommt um unsere Bestellung aufzunehmen und Tony bestellt.                                                Mein französisch ist etwas eingerostet. Ja zugegeben, es ist praktisch nicht mehr vorhanden, weil ich es zum letzten Mal bei der Abschlussprüfung in der High School gesprochen

habe. Aber seine Sprachkenntnisse werden ja andauernd geschult durch Geschäftsreisen.                Etwas später steht vor mir eine Terrine mit köstlich duftender Bouillibaise und vor ihm ein großer Teller mit einer art Pizza mit Oliven und viel Gemüse.                         "Sieht ja köstlich aus!" lobe ich sein essen.                          "Und deines duftet herrlich!" erwidert er. "Ich habe mir Weißwein dazu bestellt. Für dich, mein Schatz, gibts

Saftschorle."                                               Ich nicke und greife nach meinem silbernen Löffel. Langsam tauche ich ihn in die Suppe und führe ihn zum Mund. Sie ist genau richtig, nicht zu heiß, nicht zu kalt. Und der Geschmack - einfach nicht zu fassen das eine Fischsuppe so gut schmecken kann! Gierig löffel ich die Terrine leer. Tony sieht mir amüsiert zu während er ab und an sich selbst eine Gabel voll in den Mund führt. Nachdem alles aufgegessen und die Gläser leer getrunken waren, zahlten wir und gingen weiter.

"Wie lange haben wir noch Zeit bis wir wieder zum Flieger müssen?" frage ich. "Noch gute drei Stunden." gibt er zurück.                          "Gut, dann lass uns jetzt ins Hotel zurück gehen und uns noch ein wenig am Pool entspannen." schlage ich vor. "Okay. Du kannst ja gerne im Pool schwimmen gehen. Ich warte damit aber lieber bis ich im Meer planschen gehen kann. Ich hasse Pools!"             "Das habe ich noch gar nicht gewusst." sage ich leise. "Aber okay, dann schwimme nur ich und spritze

dich im Liegestuhl einfach ab und an etwas nass." lache ich und laufe weg, denn ich ahne schon das er mich für diese Drohung durchkitzeln will.   "Na warte." ruft er. Läuft hinter mir her, bis er mich am Arm zu fassen bekommt und hält mich fest. Unsere Augen begegnen sichbis wir uns in unseren Blicken verlieren. Seine Lippe kommen meinen immer näher bis sie sich berühren. Ich schließe die Augen, genieße den Kuss.                  Eine feine Briese fegt vom Meer herkommend über uns hinweg, lässt den leichten Stoff meines

Rockes hoch fahren. Erschrocken greife ich zwischen meine Beine um den Rock unten zu halten damit die Passanten um uns herum keine tiefe Einblicke auf meinen Po erhaschen können. Tony lacht sich schlapp über meine Bemühungen anstatt mir zu helfen. "Ich glaube du solltest wenn wir in der Zivilisation und ein Meer in der Nähe ist sind keine luftigen Kleidchen anziehen!" meint er trocken.               "Ach meinst du?" sage ich zerknirscht. "Ach komm schon, ist doch lustig!"  "Ja sehr lustig. Du hast ja auch

nicht der Öffentlichkeit deinen Arsch in Unterhosen presäntiert." Tony nimmt mich tröstend in den Arm und hält mich ganz fest. Ich beruhige mich.                            So schlimm war es ja auch wirklich nicht.                              Arm in Arm gehen wir weiter, zurück zu unserem Hotel. Nachdem ich mich umgezogen und mein Handtuch genommen habe, gehe ich hinunter zur Bar wo Tony auf mich wartet.                             "Na, was hat dir dein Barkeeper Kumpel heute für Tipps verraten?" lache ich.                               

"Super Strände wo man ganz ungestört ficken kann." erwidert er trocken und läuft an mir vorbei Richtung Pool. "Ähm, was?" kreische ich und haste hinter ihm her. "Nicht wirklich oder? Du willst nicht mir mir am Strand Sex haben. Nicht das das hier verboten ist und wir im Knast landen."   Ich merke wie sich histerie in mir breit macht.                            "Beruhig dich mal wieder, Süße! Das war ein Scherz." sagt er nur, setzt sich auf einer der Liegestühle und fährt fort "Ich wollte nur sehen

wie offen du dem Thema gegenüber stehst. Für dich scheint es nicht in Frage zu kommen, also lassen wir es."        "Ach so. Mensch, mit dir macht man was mit." ich boxe ihm gegen den Arm.                                        Er steht wieder auf, nimmt mir das Handtuch aus der Hand wirft es auf den Liegestuhl und umarmt mich. Sanft erobert sein Mund den meinen, seine Zunge fordert Einlass in meinen Mund und ich gewähre es ihr. Unsere Zungenspitzen umspielen sich, tanzen. Der Kuss ist der pure Wahnsinn, ich habe das Gefühl zu schweben. Tony nimmt

mich auf den Arm, hält mich fest und wirft mich in das erfrischende klare Wasser des Pools.              Kreischend schaffe ich es gerade noch mir die Nase zuzuhalten ehe ich untergehe.                              

Flitterwochen im Paradies (Saint-Barthélemy)

Nachdem ich mich auf dem Hotelzimmer umgezogen, die Haare getrocknet und mich geschminkt habe verlassen wir gemeinsam das Hotel. Mit einem Taxi fahren wir zum Flughafen Princess Juliana International Airport.                       Mit einer deutlich kleineren Maschine als gestern fliegen wir zu der kleinen Insel Saint Barthelemy auf der wir untergebracht sind.   "Und der Besitzer des Hauses ist ein

Freund deiner Eltern?" frage ich ihn während ich aus dem kleinen Bullaugenfenster des Flugzeuges auf das türkis schimmernde Wasser schaue.                    "Ja, er war ein Studienkollege meines Vaters. Später sind sie sich immer wieder einmal begegnet. Irgendwann wurden sie Freunde." erklärt Tony. "Und womit hat er seine Milliarden gemacht?" frage ich.                             "Keine Ahnung. Ich weiß nur das er in Immobilien macht. Das Anwesen wo wir wohnen werden hat er für 90 Millionen

gekauft."               "Meinst du wir treffen noch andere Prominente dort?"                        "Das denke ich nicht. Wenn man dort Urlaub macht möchte man ungestört sein. Deshalb fahren wir ja auch da hin." er grinst mich an. "Man kann sich frei bewegen, baden gehen, surfen, tauchen und andere schöne Dinge tun ohne Angst haben zu müssen am nächsten Tag ein unvorteilhaftes Foto von sich in der Zeitung sehen zu müssen. Viele Promis nutzen das und machen dort Familienurlaub."      "Klingt gut!" ich drehe mich zu ihm

um "Ich möchte auch mit dir ganz ungestört sein!"                 "Das werden wir, Liebling. Keine Angst!" sagt er und sieht mich fest an. "Wir müssten auch gleich da sein."     In diesem Moment kommt auch die Durchsage des Piloten der uns die unmittelbare Landung ankündigt.  Um unser Gepäck kümmern sich andere Leute, so das wir ganz entspannt in den Terminal gehen, uns eine Limousine bestellen und uns zu dem Anwesen fahren lassen.    "Wow. Was für ein Grundstück!"

staune ich als wir die Auffahrt hinauf fahren.                                      "Ja, ich sagte doch das es hier schön ist." entgegnet Tony.                        Der Fahrer parkt direkt vor dem Eingang der Villa. Beim Aussteigen entdecke ich rechts vom Haus ein Pool-Haus und dahinter einen Tennisplatz. Tony geht auf einen jungen dunkelhäutigen Mann zu der im Schatten vor der Haustür stand und nun mit ausgestreckter Hand auf uns zugeht. "Mister und Misses Stark nehme ich an. Herzlich Willkommen auf Barthelemy! Mein Name ist Howard

Mustang, ich bin Ihr Ansprechpartner und Verwalter des Anwesens. " ruft er erfreut.   Die Männer schütteln die Hände, mir haucht er einen Handkuss auf den Handrücken.             "Vielen Dank, Mister Mustang." sage ich freundlich. "Wir freuen uns auch hier zu sein!"                    Er lächelt, dreht sich um und geht zurück zur Tür. Diese lässt sich sofort öffnen. Wahrscheinlich hatte er schon vorhin aufgeschlossen oder sogar noch nachgesehen ob alles für unser Ankunft vorbereitet worden war. "Hier befinden wir uns im Foyer,

von hier gelangen wir in den Wohnbereich, die Küche und das Esszimmer. Im ersten Obergeschoss befinden sich die vier Schlafzimmer und die zwei Bäder."   Er deutet mit der Hand nach oben. "Im zweiten Obergeschoss schließlich noch die Bibliothek, das Fernseh-zimmer und der Fitnessraum."   "Sehr schön!" sagt Tony und wir folgen dem Herrn in die Küche.   "Der Kühlschrank ist mit den von Ihnen gewünschten Lebensmittel aufgefüllt worden, dennoch steht Ihnen tagsüber selbstverständlich

eine Köchin zur Verfügung." erklärt er. An eine ältere Frau gewandt ruft er "Maria, komm bitte mal her!"    Sie schlurft zu uns herüber, wischt sich die Hände an ihrer Schürze ab und reicht sie uns zur Begrüßung. Ihre Haltung gebeugt, ihr schwarzes Haare mit grauen Strähnen durchzogen. Ihr faltiges Gesicht sieht uns freundlich entgegen, der Mund zu einem Lächeln verzogen.            "Maria, das ist das Ehepaar Stark aus New York." stellt Mustang uns vor. "Sehr erfreut!" sagt sie mit starkem französischem Akzent in ihrer

dunklen Stimme.                        Ich lächle sie freundlich an und sage "Sehr erfreut Sie kennen zu lernen! Ich verspreche Ihnen das wir Sie nicht all zu oft mit unseren Wünschen belästigen werden." "Mam, dafür ist sie hier angestellt." wirft Mister Mustang dazwischen ehe sie etwas antworten kann. "Maria lebt mit ihrer Familie in einem Haus auf dem Grundstück. Ebenso wie Ihr persönlicher Butler." erklärt er weiter freundlich, wedelt mit der Hand und signalisiert Maria so sich wieder entfernen zu dürfen. Sie schlurft wieder zurück zur

Arbeitsfläche wo sie gerade dabei war Gemüse zu putzen als wir rein kamen.                                                       "Wollen wir weiter?" fragt er nun , als wir nicken verlassen wir durch eine Verbindungstür die Küche.              "Hier befinden wir uns im Wohnbereich. Wie Sie sehen haben Sie von hier eine schöne Aussicht auf den Atlantik." Mister Mustang macht eine ausholende Handbewegung.   "Ja sehr schön." wiederholt Tony noch einmal.                                                       Ich gehe zu der Terrassentür, öffne sie und trete hinaus auf die

riesige Terrasse.  Der Boden ist mit dunklen Holzdielen ausgelegt, überall stehen Palmen und andere exotische Pflanzen in großen weißen Kübeln umher. Eine bequem aussehende helle Sitzgarnitur steht an der Hauswand mit den Bodentiefen Fenstern. Ich lehne mich an das gläserne Geländer und atme tief die salzhaltige Luft ein. "Wunderschön!" seufze ich.                  "Kommst du, Schatz? Mister Mustang will uns unser

Schlafzimmer zeigen." ruft Tony nach draußen. "Ich komme schon." gebe ich zurück. Die Terrassentür lasse ich offen, ich ziehe nur die Vorhänge davor die sich nun im Wind wölben.                        Im Foyer stehen die beiden Männer und warten auf mich. Ich greife nach Tonys Hand und gemeinsam mit Mustang steigen wir die Treppe in den ersten Stock hinauf.              "Von diesem Flur gehen die jeweiligen Zimmer ab. Der Master Bedroom befindet sich am Ende des Flures hinter der goldenen Tür." Er deutet auf die

erwähnte Tür. "Und was ist hinter den restlichen Türen?" frage ich.                           "Die weiteren Schlafzimmer und die Bäder, Madam." erwidert er. "Ihr Schlafzimmer verfügt natürlich über ein privates Badezimmer!" sagt er und als wir schließlich das Ende des Flures erreichen und drückt die Klinke der goldenen Tür hinunter. Wir betreten einen Lichtdurchfluteten Raum mit hellen cremfarbenen Möbeln. Das dominanteste Möbel in diesem Zimmer war auf jeden Fall das riesige Himmelbett mit den weißen

durchsichtigen Vorhängen. Die Fenster sind geöffnet worden, daher flatterten die Vorhänge des Bettes sowie die an den Fenstern seicht im Wind. Der Boden wurde mit einem flauschigen Hochfloor Teppich ausgelegt. Ich ziehe mir aus Rücksichtnahme die Schuhe aus, stellte sie neben die Tür im Flur und betrete andächtig den Raum. Meine Füße graben sich in den weichen Teppich während ich zu dem Bett hinüber gehe auf das ich mich darauf niederlasse. Ich streiche mit der linken Hand über die seidene Bettwäsche. "Wunderschön!" flüstere

ich.                                               Mister Mustang sieht mir lächelnd zu. Tony kommt ebenfalls zu mir, allerdings mit Schuhen an den Füßen und setzt sich zu mir auf das Bett. "Oh ja, hier werden wir zwei wundervolle Wochen verbringen." raunt er mir zu.                 Ich muss unwillkürlich grinsen bei dem Gedanken an die Sachen die wir in diesem Bett anstellen werden.  "Ich darf mich dann von Ihnen verabschieden? Wenn Sie noch Fragen haben sollten, können Sie sich jederzeit an Ihren Butler John

oder an Maria widmen. Aber auch ich stehe Ihnen jederzeit zur Verfügung. John kennt meine Nummer."      "In Ordnung. Vielen Dank, Mister Mustang." sagt Tony und reicht ihm abschließend die Hand. Auch von mir verabschiedet er sich und lässt uns dann allein.                                           "Endlich allein!" stöhnt Tony. "Was willst du als erstes machen? Das eine Runde im Pool baden, Tennis spielen, fernsehen, was essen oder..."          Ich bringe ihn zum schweigen indem ich ihn einfach küsse. Er

nimmt mein Gesicht zwischen seine Hände und ganz langsam lassen wir uns rückwärts auf das Bett fallen.      "Das wird der wundervollste Urlaub den wir je hatten!" raunt er an meinem Mund.                      "Das glaube ich auch." erwidere ich leise.                                                          Wir weihten also zu erst einmal das Bett ein. Sex in seidener Bettwäsche ist schon total erregend muss ich mal sagen!                          Anschließend ging ich ins Badezimmer und duschte mich. Als ich fertig war ging ich hinunter in die Küche. "Maria, wären Sie so lieb

und würden uns etwas leichtes zu Essen machen?" bitte ich sie. "Natürlich, Mam! Gemüselasagne habe ich vorbereitet. Wenn Sie allerdings etwas anderes wünschen, müssten Sie sich kurz gedulden." erklärt sie.                              "Nein, nein. Gemüselasagne ist schon in Ordnung. Vielen Dank."      "Gern. Möchten Sie auf der Terrasse oder im Esszimmer essen?" fragt sie noch.                             "Auf der Terrasse bitte!"               Sie nickt. "In fünf Minuten können Sie essen."                                                        "Vielen Dank, Maria!" sage

ich und gehe Tony suchen.                          Er ist bereits auf der Terrasse und sonnt sich. "Sag bloß du willst braun werden in diesem Urlaub?" frage ich lächelnd und ziehe ihm das Basecap ins Gesicht. "Ist das nicht der Sinn eines Urlaubs in der Karibik?" erwidert er.           Ich setze mich neben ihn auf einen Sessel. "Wir essen in fünf Minuten. Hier auf der Terrasse. Maria hat Gemüselasagne vorbereitet." erkläre

ich.                                                              "In Ordnung. Ich kann ja nachher noch etwas anderes bestellen." sagt er grinsend.                   "Ach du." lache ich und boxe ihn leicht gegen den Oberarm. "Du wirst fein dein Gemüse essen!" "Ja, Mama." sagt er trocken.       "Ha ha." Nach dem Essen, das widererwartend gar nicht so übel geschmeckt hat, unternehmen Susan und ich einen Erkundungsrundgang über das riesige

Gelände.                         Hinter dem Pool-Haus gibt es einen Tenniscourt, ein riesiger Pool mit Whirlpool befindet sich direkt hinter dem Haus und an einem Hang der bis zum Strand hinunter führt befinden sich Beete mit extrem duftenden Blumen die ich nicht kenne. Eine schmale Holztreppe führt hinunter zum Strand.                                                                        "Da unten ist dann wohl unser privater Strandabschnitt."

bemerke ich und deute hinunter. Susan sieht nach unten und schwankt. "Oh, ganz schön weit unten." sagt sie. "Ich weiß nicht wie oft ich es schaffe dort hinunter zu gehen ohne abzuklappen."         "Ich kann dich ja tragen." scherze ich. "Ja, na klar." sagt sie lachend. "Wollen wir mal runter?" frage ich sie. Und ja, sie wollte.                Also gingen wir zurück ins Haus, dort verstaute Susan unsere Badesachen in einer großen Tasche und wir machten uns auf den Weg zum

Privatstrand.                                             "Wahnsinn. Ist das ein geiler Strand!" entfuhr es ihr beim Anblick des weißen Sandes und des hellblauen Wassers.                                                     "Ja und es gehört nur uns." sage ich, ziehe sie zu mir heran um sie zu küssen.                            "Autsch! Der Sand ist echt heiß!" fluche ich nur Augenblicke später als ich mir die Fußsohlen beinahe verbrannt habe.                       "Schau mal! Da drüben stehen Liegestühle und Sonnenschirme gibt es auch." ruft Susan und zeigt nach rechts. Etwas weiter den

Strand entlang stehen tatsächlich diese Dinge. Dort angekommen werfe ich die Tasche erst einmal auf den einen Liegestuhl und setze mich auf den anderen. Susan kramt in der Tasche nach ihrem Bikini. Als sie ihn gefunden und angezogen hat, breitet sie noch das dunkelblaue Handtuch über der Liege aus und sieht mich an. "Komm schon! Umziehen! Das Wasser ruft." sagt sie auffordernd.        "Nein. Ich will nicht." maule ich. Ich will am liebsten eine Runde

schlafen. Doch sie lässt nicht locker. "Nein, keine Widerrede! Du wirst jetzt mit ins Wasser kommen. Mit Badehose oder ohne, ist mir gleich! Beides würde mir gefallen!" lacht sie und zieht mich von der Liege hoch. "Und wer weiß, vielleicht stelle ich irgendwas mit dir an da draußen im Wasser?" flüstert sie.                     Hin und her gerissen stehe ich auf und werfe meine rote Sonnenbrille auf die Liege hinter mir. "Du willst etwas mit mir anstellen?" grinse ich. "Na gut. Wenn es sein muss." Mit beiden Händen ziehe ich mir

mein Shirt über den Kopf. "Du kannst sehr überzeugend sein, weißt du das, Süße?" "Ich weiß eben meine Reize gezielt einzusetzen." antwortet sie frech.   "Oh ja, das kannst du."                  "Na dann komm endlich!" fordert sie erneut.                                                        Ich ziehe meine Hose aus und streife mir die Badeshorts, die Su mir hinhält, über. Um nackt baden zu gehen erscheint mir die Tageszeit ungeeignet. Das hebe ich mir für den Sonnenuntergang auf. Hand in Hand laufen wir ins

Wasser. Die Wassertemperatur unterscheidet sich kaum von der in der Luft. Seicht schwappen die Wellen gegen unsere Beine, während wir immer tiefer ins Wasser hineingehen.                    Plötzlich springt sie mit einem Hechtsprung ins Wasser hinein und verschwindet unter der Wasseroberfläche. Das Wasser ist so klar das ich ihren perfekten Körper gut erkennen kann. Etwas weiter vorn taucht sie wie eine Nixe wieder auf und wirft ihren Kopf nach hinten so das ihr Haar nach hinten fliegt. Wassertropfen

fliegen glänzend durch die Luft ehe sie auf der Wasseroberfläche aufschlagen. Schnell schwimme ich zu ihr.            "Es ist herrlich, Schatz! Einfach toll! Ich glaube, ich werde die ganzen zwei Wochen im Wasser verbringen." verkündet sie und strahlt dabei dermaßen glücklich das mir das Herz aufgeht. "Wenn das so ist, will ich gar nicht wissen wie deine Haut nach zwei Wochen aussieht." scherze ich.         Jauchzend springt sie immer wieder und wieder ins Wasser hinein. Schwimmt mal hier hin mal dort hin. Ich sehe ihr nur zu und schwimme selbst ein paar

Bahnen.    Irgendwann hat sie doch genug und möchte raus. Sobald unsere Füße wieder sandigen Boden spüren greift sie nach meiner Hand und läuft mit mir zum Strand. Ich greife nach meinem Handtuch und rubble mir die Haare trocken. Mit den Händen ordne ich sie anschließend etwas. Susan wringt ihr Haar sorgfältig aus und reibt sich etwas mit dem Handtuch trocken. Dann legt sie sich auf ihre Liege, greift in die Tasche neben sich, holt Sonnenhut und Sonnenbrille heraus und setzt es sich

auf.                     "Ich werde mir mal etwas Ruhe gönnen." lacht sie. "Das war doch ganz schön anstrengend. Ich komme mir vor als hätte ich Bleigewichte an den Füßen." stöhnt sie gespielt.         "Du bist das regelmäßige schwimmen nur nicht gewohnt." erkläre ich. "Warte es ab! Nach den zwei Wochen hast du keinen Muskelkater mehr." "Hm, wenn du meinst." entgegnet sie. "Ich glaube in unserem Haus möchte ich auch einen Pool!" sagt sie und sieht mich über den Rand ihrer Sonnenbrille an.                   "Moment. Was für ein Haus?" frage

ich. Ich bin wirklich verwirrt.    "Na das in dem ich bis ans Ende meiner Tage mit dir leben möchte." "Und wo soll das stehen?" frage ich. "Ich war bisher davon ausgegangen wir wohnen im Tower. Habe ich irgendwas verpasst?"             "Schatz, unser Baby kommt in wenigen Monaten zur Welt..."            "Ja ganz genau. Und darauf freue ich mich schon!" werfe ich dazwischen. "Ja, das ist schön! Ich auch! Aber überlege doch mal! Ein krabbelndes Kleinkind in einem Wolkenkratzer."                                       Sie sieht mich auffordernd an,

ich starre wohl nur ausdruckslos zurück, denn sie fährt mit ihrer Erklärung fort "Ein Wolkenkratzer mit einer riesigen Terrasse, mit einem niedrigen gläsernen Geländer. Muss ich deutlicher werden?"                    "Ich glaube ich ahne worauf du hinaus willst." gebe ich zu. "Du bist der Meinung im Tower wäre es für unser Kind zu gefährlich."         Susan nickt und sieht mich mit einem Hauch Angst in den Augen an.         Sie hat ja recht, das weiß ich. Außerdem weiß ich das der Tower nicht gerade nach ihren

Vorstellungen eingerichtet ist und sie möchte sicherlich gern ihr eigenes Heim nach ihren Wünschen einrichten. Das Kinderzimmer und so weiter.                                                        Also sage ich "Du hast recht, Schatz! Wenn wir wieder zu Hause sind werde ich gleich einen Makler engagieren."                                              "Wirklich?" fragt sie erstaunt. "Du meinst es ernst? Du möchtest mit mir in ein Haus ziehen?" "Natürlich! Der Tower ist wirklich nicht gerade Kindgerecht." entgegne ich.                                     

"Du bist ein Schatz!" ruft sie erfreut, springt auf und setzt sich auf mich. Stürmisch reißt sie mir die Sonnenbrille runter, küsst meine Stirn, meine Nasenspitze, die Wangen und den Mund. Immer wilder wird sie, bis wir schließlich nackt auf der Liege liegen und kuscheln.          Ich streichle die zarte Haut ihrer Brüste, ihren Bauch und ihre Schenkel. Sie wiederum spielt mir zwischen den Beinen herum, befriedigt mich mit der Hand.    Kurz um, wir hatten einen angenehmen

Abend.                        Su und ich bleiben im warmen Sand sitzen, unsere Füße im Wasser und sehen der Sonne beim untergehen zu. Rund und rot versinkt sie am Horizont. Anschließend steigen wir die steile Treppe zur Villa hoch.                 Oben angekommen japste Susan wirklich ein wenig, es war doch etwas anstrengend für sie.    "So oft kann ich ihr das nicht zumuten." denke ich. "Nicht das noch etwas mit dem Baby passiert." "Schau mal, Maria hat uns noch Abendessen gemacht bevor sie nach

Hause gegangen ist." ruft Susan nachdem sie hungrig an den Kühlschrank gegangen war.           "Ist ja auch ihre Aufgabe." murmle ich kaum hörbar.                           "Es war trotzdem nett." entgegnet sie trotzig und lacht.                                      "Na los. Lass uns essen!" fordere ich sie auf. "Was hat sie uns denn schönes da gelassen?" "Maria hat eine Wurst- und Käseplatte gemacht. Brot liegt hier im Brotkasten. Dazu noch jede Menge Obst. Was leichtes eben bei dieser Hitze." sagt

sie.                                "Na gut." entgegne ich. "Essen wir im Esszimmer?"                                             "Ja, so dachte ich mir das."       "Okay, dann helfe ich dir mal beim Tisch decken." beschließe ich und starte schon die Suche nach den Tellern im Schrank. Su findet sie vor mir. "Hier ist was du suchst, Schatz." lacht sie und reicht mir zwei große flache Teller. Ich nehme sie und gehe mit ihnen und der Wurst- und Käseplatte hinüber ins Esszimmer. Susan folgt mir mit Besteck und der Obstplatte. Anschließend kümmere ich mich

noch um unsere Getränke und nehme ihr gegenüber am Tisch platz.             "Na dann lass es dir mal schmecken!" wünsche ich ihr.                          "Du dir auch." Schweigend essen wir unser Abendessen. Dann, zwischen zwei Bissen fragt sie "Was haben wir morgen vor?"                                   "Es gibt hier auf Bathelemy einen Anbieter einer bestimmten Bootstour. Die nennt sich Funseaker. Da fährt man mit einem Boot rund um die Insel, macht Stopps zum tauchen oder schnorcheln oder eben zum baden.

Einen ganzen Tag ist man dafür unterwegs." erkläre ich. "Klingt doch gut! Ja, lass uns das morgen machen." entscheidet sie freudestrahlend.                "Okay, dann sollten wir jetzt bald schlafen gehen. Es war ein langer Tag."                                           Sie nickt und folgt mir,  nachdem sie den Esstisch abgeräumt und das Geschirr in den Geschirrspüler geräumt hat nach oben ins Schlafzimmer. "Du hättest das nicht machen müssen. Das weißt du oder? Dieser John ist dafür da oder Maria erledigt das morgen früh." kläre ich

sie auf.             "Nix da! Ich lasse doch nicht andere Leute meinen Dreck wegräumen!" gibt sie entschieden zurück. Und damit war das Thema erledigt. Durch eine leichte Briese die über meine nackte Haut weht wache ich am nächsten Morgen auf. Die Sonne scheint schon hell ins Zimmer hinein. Tony neben mir schläft noch fest, also beschließe ich vor dem Frühstück noch kurz in den Pool springen.    Ich ziehe mir meinen Morgenmantel an und gehe ins Bad und nehme mir ein frisches

Handtuch aus dem Wandschrank und gehe anschließend zum Pool hinunter.  Dort angekommen ziehe ich den Morgenmantel aus und lege ihn über das Geländer. Nackt springe ich in das kühle klare Wasser. Ich tauche auf, ziehe eine Bahn bis zum Rand und noch eine weitere in die andere Richtung. Dann tauche ich erneut, schwimme unter Wasser bis zum Rand.                                              Als ich auftauche blicke ich

plötzlich einem jungen Mann ins Gesicht.    Ich erschrecke mich zu Tode. "Oh Gott! Wer sind Sie denn?" kreische ich. "Entschuldigung. Ich bin Paul, der Poolboy." erklärt er schüchtern.       In diesem Moment fällt mir wieder ein das ich ja nackt bin, hastig versuche ich meine Brüste und meine Scham zu verdecken und gehe bei dem Versuch kläglich unter. Ich tauche wieder auf, pruste und wische mir das Wasser aus dem Gesicht.       Paul starrt mich zuerst an, bemerkt dann aber seinen Fehler und dreht sich

um.                               Eilig steige ich aus dem Wasser, laufe hastig zu dem Geländer mit meinem Morgenmantel.             Doch der Boden ist nass, ich rutsche aus und knalle voll auf den Hintern. "Scheiße! Aua!" kreische ich wütend vor Schmerz.                                          "Kommen Sie, ich helfe Ihnen." ruft Paul, kommt angelaufen und reicht mir die Hand um mir auf zu helfen. Ich ergreife sie und er zieht mich so schnell hoch das ich in seinen Armen

lande.                                                     Genau in diesem Moment kommt Tony zum Pool gelaufen. Wie angewurzelt bleibt er stehen und sieht uns an. Ich kann mir vorstellen wie das für ihn aussehen muss.             Wir fahren auseinander. "Schatz, es ist nicht so wie es aussieht. Dies hier ist Paul, der Poolboy." sage ich schnell und deute auf Paul neben mir. "Ich wollte kurz schwimmen gehen, da kam er um seine Arbeit zu machen." versuche ich stammelnd zu

erklären.                                                    "Ja genau so war es, Sir." bestätigt Paul. "Ich werd' jetzt mal gehen. Komme später wieder und mache den Pool sauber." erklärt er und verschwindet mit einem hoch rotem Kopf.                        Tony nimmt mich in den Arm und flüstert. "Überall muss ich auf dich aufpassen. Überall verdrehst du den Männern den Kopf." lacht er.           "Ich bin unschuldig. Was kann ich denn dafür wenn ich so umwerfend aussehe?" scherze ich.      Er nimmt mich scheinbar ernst und erwidert "Endlich hast du es

eingesehen! Du bist eine wundervolle sexy Frau, die wahnsinnig begehrenswert ist."                      Seine Worte treiben mir die Schamesröte ins Gesicht.             "Aber wo er recht hat, hat er recht!" denke ich, nur laut aussprechen würde ich das nie. Zwei Stunden später betreten wir ein Boot dieser Sightsingtour.            Tony hilft mir an Bord zu kommen, denn das Boot schwankt ganz schön. Ein überaus freundlicher Kapitän heißt uns willkommen an

Bord. Als alle angemeldeten Personen anwesend sind legen wir ab. Zuerst einmal fahren wir weit aufs Meer hinaus.                                                           "Von hier aus haben Sie einen guten Überblick über unser schönes Barthelemy. Wie Sie sehen ist die Insel recht klein, gerade einmal 21 Quadratkilometer umfasst sie. Die höchste Erhebung der Insel ist mit 287 m der Morne de Vitet im Osten.

Zu Saint-Barthelemy gehören außerdem noch einige unbewohnte kleinere Nebeninseln mit deren Namen ich Sie jetzt hier nicht langweilen möchte."        Alles lacht.                                  "So, in wenigen Minuten erreichen wir die erste Stelle wo Sie die Möglichkeit zum baden oder schnorcheln haben. Wer sich also ins kühle oder weniger kühle Nass stürzen möchte sollte sich jetzt fertig machen." plaudert er.            "Willst du?" fragt Tony und sieht mich auffordernd an.       "Schnorcheln?" frage ich. "Darf ich das

denn?"                             "Warum solltest du es nicht dürfen?" fragt er.                                  "Schadet tauchen nicht dem Baby?" "Schatz, tauchen ja, aber hier geht's ums schnorcheln, da geht's  doch nur wenige Zentimeter tief runter." erklärt er ruhig. Ich bemerke sehr wohl das er sich ein Lächeln kaum verkneifen kann. Super Susan, wieder einmal ein Fettnäpfchen mitgenommen! Manchmal stelle ich mich an als würde ich hinter dem Mond leben. "Los, lass es uns machen!" drängt er bis ich schließlich

zustimme.         Und so kommt es das ich wenig später bewaffnet mit Taucherbrille und Schnorchel die herrliche Unterwasserwelt der Kleinen Antillen erkunde.                                                    Ich sehe mich um, Seegras wiegt sich langsam in der Strömung, kleine bunte Fische schwimmen auf mich zu, teilen sich auf um an mir vorüber zu schwimmen. Ich drehe mich nach ihnen um und da sehe ich sie - eine Meeresschildkröte. Majestätisch schwebt sie an mir vorbei und

nimmt keinerlei Notiz von mir. Staunend sehe ich ihr nach bis sie aus meinem Blickfeld verschwunden ist. Ich sehe mich nach Tony um, entdecke ihn nur wenige Meter hinter mir und schwimme zu ihm. Mit den Händen bedeute ich ihm aufzutauchen. Kaum sind unsere Köpfe über Wasser quassele ich los. "Hast du das gesehen? Hast du die Schildkröte gesehen?"                                                  Er nimmt den Schnorchel aus dem Mund, streicht sich die Haare nach hinten und sagt "Ja, habe ich.

Cool oder!" Er freut sich wie ich über dieses Erlebnis. "Los, lass uns nachsehen was wir noch so entdecken!" ruft er und ist schon wieder abgetaucht.             Ich folge ihm eilig.                         Nach dreizig Minuten gibt der Kapitän das Signal zum Aufbruch und alle gehen wieder an Bord. "Das war schön!" sage ich und Tony stimmt mir voll und ganz zu.      Noch zwei weitere Male gingen wir von Bord um zu schnorcheln. Und immer wieder war es ein phantastisches Erlebnis das ich

sicherlich nie in meinem Leben vergessen würde!                            Als die Tour dem Ende zugeht und auch der Tag sich dem Ende neigt, denn wir waren wirklich den ganzen Tag mit diesem Boot unterwegs gewesen, wurde noch Champagner verteilt und es wurde fröhlich lachend auf diesen gelungenen Tag angestoßen.   "Könnte ich bitte etwas anderes zu trinken bekommen?" frage ich den

Steward höflich als er mir dem Tablett herum geht. Zur Erklärung deute ich auf meinen Bauch und sage "Ich bin schwanger. Hätten Sie eventuell auch Saftschorle oder ein Wasser?"                                                "Aber natürlich Mam. Einen Moment bitte!" sagt er und gibt seinem Kollegen ein Zeichen für ihn das Tablett zu übernehmen. Dann verschwindet er im Bauch des Schiffes und taucht kurz darauf mit einem weiteren Tablett mit eine Karaffe Wasser und einer Flasche Saft, sowie einem Glas auf. "Bitte sehr Madam. Wenn Sie sich bitte selbst die Schorle mischen

würden!"                   "Aber natürlich. Vielen lieben Dank, Sir."                                                             "Nur Tony bitte, Madam."            "Äh, was?" frage ich verwundert, dann fällt mir auf, der Steward heißt ebenfalls Tony und ich solle ihn nur so nennen und nicht Sir. "In Ordnung, Tony. Dankeschön!" sage ich freundlich.        Drei Stunden später lassen wir den ereignisreichen Tag auf unserer Terrasse bei Wein und Saftschorle

ausklingen.                                                "Das war toll heute!" schwärme ich schon wieder.  "Ja, das war es! Was wollen wir morgen machen? Hättest du Lust in den Zoo zu gehen? Der soll klasse sein!"                                                          "Hier gibt es auch einen Zoo?" frage ich verwundert.             "Ja, drüben auf Saint Martin, in der Nähe der Stadt wo wir vorgestern unterwegs waren." erklärt Tony. "Zwei Tage ist das her? Es kommt mir wie eine Ewigkeit vor das wir hier sind." gebe ich zu.    "Aber wenn es da drüben liegt, wie sollen wir da hinkommen? Etwa

wieder fliegen?"                       "Na klar, ich charter uns eine Maschine und los geht's. Ich müsste es nur jetzt wissen, dann kann ich sicher gleich für morgen früh noch eine Maschine bekommen." sagt er.  "Okay, dann geht's morgen in den Zoo!" sagte ich fröhlich.                Und ich freue mich wirklich darauf. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern wann ich das letzte Mal in einem Zoo war. Und wer kann schon von sich behaupten in der Karibik einen Zoo besucht zu haben?                     Tony holt sein Handy und lehnt sich an das Geländer um zu

telefonieren. Er spricht französisch, also verstehe ich kein Wort.                     Nachdem er aufgelegt hat macht er ein zufriedenes Gesicht.                       "Unserem Ausflug morgen steht nichts mehr im Weg. Um 10 Uhr geht unser Flug."                       "Super! Aber dann sollten wir jetzt wirklich schlafen gehen." beschließe ich. "Ich bin echt müde und morgen wird sicherlich auch ein anstrengender Tag. " "Wenn es dir zu viel wird, musst du nur was sagen, Schatz. Überanstrenge dich nicht. Das ist

sicher nicht gut für das Baby!" Besorgt prüfend schaut er mich an.                                                  "Keine Sorge Schatz, mir geht's gut!" beruhige ich ihn. "Ich sage schon wenn es mir zu viel wird."        "Okay. Aber auch wirklich bescheid sagen! Ich habe kein Problem damit einen Tag nichts zu unternehmen. Das ist im übrigen der perfekte Urlaubsplan in meinen Augen." lacht er.             "Ja, das glaube ich dir." lache ich, gehe zu ihm und umarme ihn. "Aber ich will, wenn ich irgendwohin fahre auch etwas von

der Umgebung sehen! Daran wirst du dich gewöhnen müssen, Mister! Wer mit mir zusammen verreist lernt Land und Leute kenne." scherze ich.         "Na dann steht mir ja noch einiges bevor." grinst er und küsst mich.   "Du bist so einmalig wundervoll, Su. Ich liebe dich!"                             "Du bist auch einmalig, Iron Man. Und ich liebe dich auch!" Ich küsse ihn erneut.                        "Wie verrückt." gebe ich in Gedanken hinzu. Übertreiben muss man es ja nicht.                                

Flitterwochen im Paradies (Sint-Maarten)

Pünktlich um 10 vor 10 fahren wir beim hiesigen Airport vor, steigen aus und eilen zum Rollfeld wo der Pilot unserer Privatmaschine schon auf uns wartet. "Guten Morgen Mister Stark. Ich bin Richard Green, Ihr heutiger Pilot." begrüßt er Tony. Tony erwidert den Gruß und stellt mich vor. "Guten Tag Mister Green. Darf ich Ihnen meine Frau Susan vorstellen." Dieser nickt mir kurz zu und schüttelt meine Hand. "Wir können sofort starten." berichtet Green. Also steigen wir über die kleine fünfstufige Metallleiter die Maschine

und setzen uns im Innern auf die bequemen weinroten Sitze. Mister Green geht nach vorn in das Cockpit und gibt der Stewardess ein Zeichen. Diese schließt die Tür und kommt zu uns hinüber. "Wenn Sie sich jetzt bitte anschnallen würden! Wir wollen starten." bittet sie in freundlich klingendem Französisch. Tony übersetzt es mir und wir schnallen uns beide an. Kurz darauf setzt sich das Flugzeug in Bewegung und rollt zur Startbahn. Knapp eine Stunde später setzen wir in Saint-Martin oder eben Sint-Maarten, da wir uns diesmal im niederländischen Teil

der Insel befinden, auf der Landebahn auf. Nachdem das Flugzeug zum stillstand gekommen ist, kommt auch Green aus seinem Cockpit heraus und gesellt sich zu uns. "Danke für den Flug, Mister Green." sagt Tony auf französisch. "Heute Abend um 18 Uhr wieder hier?" Green erklärt sich damit einverstanden und somit verlassen wir das Flugzeug Richtung Terminal. Dort mieten wir uns bei einem Mietwagenservice einen Wagen und fahren vom Gelände. "Echt praktisch das du so viele Sprachen kannst!" lobe ich Tony als wir in unserem Audi sitzen. "Ich habe eben viele Qualitäten."

erwidert er und grinst mich an. "Oh ja, das hast du." lächle ich wissend. Nicht weit vor den Toren Philipsburgs befindet sich der Zoo Saint-Maarten. Wir parken auf dem kleinen Besucherparkplatz und steigen aus. Rasch setze ich meinen Sonnenhut und die Sonnenbrille auf, nehme Tonys Hand und gemeinsam gehen wir zum Zooeingang. Ich bin auf diesen Zoo echt gespannt! Um uns herum erstrecken sich wohin man auch sieht nur Felder. "Guten Tag, zwei Erwachsene bitte." sagt er an die Frau im Kassenhäuschen gewandt, zahlt die 20 Dollar Eintritt und

grüßt zum Abschied und das alles auf französisch. "Ich wäre hier ja so was von aufgeschmissen." grinse ich als wir den Park betreten. "Wieso? Weil du kein Französisch sprichst?" fragt er grinsend. "Ja, ganz genau. Was für ein Glück das ich dich habe!" lächle ich und küsse ihn. Wenn man in diesem Zoo einen großen grünen Park mit Tiergehegen dazwischen erwartet, wird man diesbezüglich enttäuscht. Aber der Zoo ist sauber und gepflegt. Die Wege sind ordentlich gepflastert, der Rasen gestutzt. Hier und da stehen Palmen und Sträucher umher.

Wenn man sich hier so umsieht hat man, wenn man die Temperaturen und den ewigen Sonnenschein mal außen vor lässt, nicht das Gefühl in der Karibik zu sein! Wir sehen auf den Lageplan den die Frau am Eingang gegeben hat. "Als erstes zu den Papageien bitte!" bettle ich. "Ich liebe Papageien!" Wir folgen also der Karte zum angegebenen Ort und stehen vor einer großzügigen Voliere. Tony hält mir die vergitterten Türen auf und wir betreten das riesige Gehege. Bunte Aras, grüne Amazonen und kleine Kanarienvögel flattern über unseren Köpfen durch das grüne Blätterdach.

Ein kleiner Wasserfall befindet sich ziemlich genau in der Mitte der Voliere. Neben dem kleinen künstlichen See steht eine Holzbank auf der wir uns nun niederlassen. Staunend sehe ich den bunten Vögeln zu und lausche den verschieden Lauten. Ein Nymphensittichpärchen sitzt nicht weit entfernt auf einem Ast und putzt sich gegenseitig das Gefieder. Wenn ihre Schnäbel sich berühren sieht es so aus als würden sie sich küssen. Ich deute auf die beiden und rufe "Süß oder?" "Hm." macht er nur, scheinbar findet Tony Vögel nicht annährend so

interessant wie ich. Dann erlöse ich ihn mal und stehe auf. "Komm, alter Mann. Lass uns mal nachschauen ob wir deine Verwandten finden!" sage ich ernst. Er sieht mich an und fragt "Und wer soll das sein bitte?" "Na die Reptilien natürlich." lache ich und laufe los. "Was? Wieso?" ruft er gespielt entsetzt. "Na, weil du einer Schildkröte Konkurrenz machen könntest." rufe ich lachend. "Na warte, Fräuleinchen! Wenn wir zurück zu Hause sind werde ich dir zeigen zu welcher Art von Tieren ich gehöre." lacht er. Erst draußen vor der Voliere gelingt es

ihm mich zu fangen. Lachend umfasst er mich mit seinen starken Armen und drückt mich an sich. "Ich liebe dich, Susan!" raunt er an meinem Hals. "Ich dich auch." entgegne ich und küsse ihn frech auf die Wange. Hand in Hand spazieren wir weiter durch den kleinen Zoo. Hinter sauber geputzten Glasscheiben die in Holzwände eingelassen sind entdecken wir Gorillas und Orang-Utas, Rhesusäffchen und verschiedene Makaken. Hinter sauber geputzten Glasscheiben die in Holzwände eingelassen sind entdecken wir Gorillas und Orang-Utas,

Rhesusäffchen und verschiedene Makaken   Schimpansen schaukeln auf Ästen und Hängematten im saftigen Grün der Bäume. "Da vorn sollte jetzt das Reptilienhaus kommen." erkläre ich nach einem Blick auf den Plan und deute vor uns. "Okay, dann komm!" entgegnet Tony. Wieder einmal habe ich erfolgreich unter Beweis gestellt das, dass Klischee von Frauen können keine Karten lesen nicht stimmt. Wenige Schritte später betreten wir Reptilienhaus. Drinnen herrscht noch größere Hitze als draußen. Ich halte es kaum aus. Mit einem Papiertaschentuch wische ich mir

den Schweiß von der Stirn. "Oh man! Es herrschen doch schon subtropische Temperaturen draußen, warum machen sie dann hier drinnen noch die Heizung an?" stöhne ich. "Mir ist es auch zu warm. Lass uns nur schnell durch laufen und dann raus." schlägt er vor. So machen wir es.Im vorbei laufen sehen wir Schildkröten, Leguane und Agaven sowie Schlangen und Caimane   Ich versuche mir mit dem Lageplan etwas Luft zu zufächeln, doch es misslingt mir. "Also entweder liegt es an der Schwangerschaft oder mir ist es hier wirklich zu heiß." stöhne ich. "Ich habe das Gefühl gleich abzuklappen!" Sofort

ist Tony bei mir und hakt sich bei mir unter "Willst du lieber gehen? Oder dich irgendwo hinlegen, etwas trinken oder so?" fragt er mit besorgter Miene. "Nein, Schatz, alles gut. Ich brauche nur eine kleine Pause." sage ich und zwinge mich zu einem Lächeln. "Okay, dann lass uns in das Zoorestaurant gehen." schlägt er vor. Ich nicke und falte den Plan auf. Gemeinsam suchen wir auf ihm das Restaurant. Als wir es nicht nur auf dem Plan, sondern auch in Echt gefunden haben, stellt sich heraus, dass das Restaurant nur eine Imbissbude ist. "Oh." entfährt es mir. "Aber, hey, wenigstens gibt's

Sonnenschirme." erwidert Tony und lässt ein schiefes Lächeln erkennen. Wir bestellen jeweils ein großes Wasser und einen Salat für mich. Nachdem es uns ausgehändigt worden ist setzen wir uns an einen der Tische unter einen Schirm. Gierig trinke ich mein Wasser in einem Zug aus. "Wow!" staunt Tony. "Warte einen Moment, ich hole dir gleich noch eines." sagt er und steht schon auf um ein weiteres Glas Wasser zu kaufen. Zwar habe ich Hunger, doch es ist so warm das ich kaum etwas hinunter bekomme. Lustlos stochere ich in meinem Salat herum. Ich sehe mich lieber um. Am Tisch nebenan sitzt ein älteres Pärchen,

scheinbar Touristen aus Amerika, hält sich bei den Händen und unterhält sich. Weiter hinten, ebenfalls unter einem Schirm, sitzt eine junge Mutter im luftigen Sommerkleid mit einem großen Strohhut auf dem Kopf. Im Arm hält sie ihr Baby. Das kleine Mädchen trägt nur Unterwäsche und einen winzigen Babysonnenhut. Zuerst bin ich etwas irritiert das die Mutter es nur in Unterwäsche draußen herum trägt, aber dann erschließt es sich doch für mich - der Hitze wegen. Anders wäre es sicher für das Kind nicht auszuhalten. "Na, schmeckt's nicht?" fragt mich Tony, der zum Tisch zurück gekommen war. Ich sehe zu ihm hoch und antworte "Es

ist einfach viel zu heiß heute!" Er nickt wissend, setzt sich und folgt meinem Blick zu der jungen Mutter mit Kind. "Bald Süße." raunt er mir zu, nimmt meine Hände in seine und sieht mich fest an. "Bald haben wir das auch." "Ja du hast Recht." lächle ich. "Und ich freue mich schon darauf!" "Ich weiß." grinst er. Gerade als wir an der Frau vorüber laufen um uns weiter im Park umzusehen, spricht sie mit ihrem Baby. "Wo ist Ava?" lacht sie und strahlt ihre Tochter an. Dann hält sie sich die Augen zu, wartet einen kurzen Moment, gibt die Augen wieder frei und ruft "Kuckuck!" Die Kleine lässt ein glückliches

Glucksen erklingen. Was albern aussah, erschloss sich für mich vollkommen. Das will ich auch machen mit meinem Kind! Ich will auch das mein Kind so glücklich ist! "Wo ist die Ava?" fragt die Mutter wieder und beginnt von vorn. Tony nimmt meine Hand und zieht mich weiter "Komm Süße!" lächelt er wissend. "Ava, ein schöner Name!" denke ich noch als ich einen letzten Blick auf Mutter und Kind werfe. In den nächsten eineinhalb Stunden bis wir den Park verlassen sehen wir noch süße Wasserschweine, super süße Waschbären.

"Guck mal da! Sie haben Rocket eingefangen!" ruft Tony lachend. Emus und Strauße. Wo man es in anderen Zoos gewohnt war das Pfauen auf den Wegen stolzieren, liefen hier so eine Art Schwäne herum. "Sicherlich wohnen die hier auf dem See in der Mitte des Parks." mutmaße ich. Im winzigen Souveniershop des Zoos kaufe ich noch einen Stofftier-Papagei. "Für unsere Kleine." erkläre ich als Tony mich fragend ansieht. Gerade noch rechtzeitig denke ich an die daheim gebliebenen. Ich kaufe 4 Postkarten mit Zoomotiven. "Die glauben es uns sonst nie das es in

der Karibik einen Zoo gibt." erkläre ich erneut. "Ich glaube da wundert sich niemand mehr. Nicht mehr seit dem es hier schwimmende Schweine gibt." lacht Tony. "Schwimmende Schweine?" frage ich verwundert. Ich erinnere mich düster davon mal etwas gehört zu haben, doch ich hielt es damals für ein gefaktes YouTube Video. "Ja, in den Bahamas gibt es den Big Mayor Cay, der Strand der schwimmenden Schweine." erklärt Tony. "Wir können mal hin, wenn du magst!" "Ist es weit?" frage ich. "Na ja, es geht so."

"Mal sehen. Obwohl ich es wirklich interessant finde!" sage ich schwärmerisch. "Na dann machen wir das." sagt Tony entschlossen lächelnd. "Und was machen wir jetzt noch bis wir zum Flieger müssen?" frage ich als wir wieder in unserem herrlich klimatisierten Wagen sitzen. "Möchtest du shoppen gehen?" fragt mich Tony von der Seite. "Okay. Wir können ja mal schauen was es hier so gibt." gebe ich nach. In Philipsburg gab es wirklich jede Menge Boutiquen. Ich fand einige

hübsche Sommerkleider, Hotpants, Bermudas und einige Oberteile. Vor einem Schuhgeschäft bleibe ich stehen und besehe mir das Schaufenster. "Die da gefallen wir!" sage ich und deute auf zartrosa Pumps. "Na dann, kauf sie doch!" entgegnet er gelangweilt. "Och Schatz, kauf dir doch auch was!" lache ich. "Dann wäre es dir auch nicht so langweilig." "Nö. Ich lasse lieber die Klamotten zu mir kommen." "Ja, ich weiß du magst es lieber bequem. Die Designer reißen sich ja auch um dich. Aber ist es nicht auch mal schön einfach so was einzukaufen?" frage ich

ihn. Er zuckt nur mit den Schultern. "Also ich liebe Shoppen!" rufe ich und drehe mich glücklich im Kreis. Anschließend verschwinde ich in dem Laden um mir die Schuhe zu kaufen. Als ich wieder heraus komme fällt mein Blick auf das Haus gegenüber. Auf dem bunten Schild über dem Schaufenster steht geschrieben "Grote Dingen Kids" und im Schaufenster hängen auf winzigen Bügeln kleine rosa Kleidchen und bunte T-Shirts und Kinderjeanshosen. Ein Laden mit Kinderkleidung. Da überkommt es mich, ich greife nach Tonys Hand und ziehe meinen überraschten Ehemann auf die andere

Straßenseite. Ein Glöckchen kündigt unser eintreten an. "Goedendag." grüßt eine schrill aussehende Frau mittleren Alters die gerade dabei ist bunt geringelte Mädchenkleider auf Bügel zu hängen. "Hi." grüße ich und oute mich hiermit als Touristin. "Ach Amerikanerin. Kann ich Ihnen helfen?" fragt sie nun auf englisch. "Was suchen Sie?" "Ich äm." beginne ich und sehe mich nach Tony um. Er lehnt mit verschränkten Armen an der Wand und

sieht uns zu. "Ich erwarte ein Kind." murmle ich. "Ah, ich verstehe." lächelt die Frau "Da suchen Sie sicher etwas für Neugeborene." Sie bedeutet mir ihr zu folgen. Ich gehe hinter ihr her, Tony nicht. Er holt seinen Kommunikator hervor und tippt darauf herum. "Ich führe eher Kleidung für Kinder ab einem Jahr und aufwärts, aber..." beginnt sie und wendet sich einem Regal zu "Ein paar wenige Stücke habe ich doch da." Sie dreht sich um und hält mir einen süßen grün blau gemusterten Strampler hin. "Süß!" sage ich erfreut, trete neben sie

und suche das Regal mit den Augen ab. "Sicherlich sind Sie noch am Anfang, wenn ich Ihre gute Figur ansehe und Sie wissen noch nicht was es wird." beginnt die Frau und lächelt mich freundlich an. "Daher würde ich Ihnen raten, wenn Sie jetzt schon etwas kaufen möchten, etwas neutrales zu wählen!" Ich nicke "Okay." "Hier die geringelten Strampler zum Beispiel die gehen ganz gut. Dazu diese T-Shirts oder Shirts. Alles aus reiner Baumwolle." erklärt sie mir. Ich sehe es mir alles an. Kann mich gar nicht entscheiden. Und welche ist wohl die richtige Größe? Sie scheint meine Überlegungen wohl zu

bemerken und sagt "Dies ist die kleinste Größe. Hier." Und sie hält mir einen winzig kleinen rot, grün, gelb gestreiften Strampler hin. "Okay. Den nehme ich! Und dann noch den gleichen in rosa, rot, lila und orange, grün, rot gestreift bitte!" bitte ich. "Aber gerne doch!" lacht sie und sucht die Sachen heraus. In der Zeit wo sie die Sachen zur Kasse bringt und dort ordentlich zusammen legt, suche ich noch Shirts heraus. Ich wähle einfach die, die mir am kleinsten erscheinen. Auf dem Weg zur Kasse entdecke ich ein süßes rosa rot gemustertes Kleidchen auf einem Kleiderbügel an der Wand hängen.

"Oh und das hier bitte!" rufe ich und deute auf das Kleid. "Gern. Aber das habe ich nur in größeren Größen." erklärt sie. "Das macht nichts. Da kann sie ja rein wachsen." gebe ich zurück. "Da haben Sie auch wieder recht." lacht die Verkäuferin. "Und das es ein Mädchen wird wissen jetzt doch?" "Nein, ich weiß nicht genau. Ich ahne es nur." entgegne ich. "Und nicht nur ich." füge ich mit einem Seitenblick auf meinen Mann hinzu. Zufrieden verlassen wir den Laden. Stolz trage ich, in einer bunten Stofftragetasche, die erste Babykleidung

für mein Kind. Für mein kleines Mädchen. Um 19 Uhr landen wir wieder in Saint-Barthelemy und fahren mit einem Taxi zu unserer Villa zurück. "Ich brauche jetzt erst einmal eine Dusche." erklärt Tony stöhnen. "Ich komme mir völlig verdreckt vor. Und der Tiergeruch macht es auch nicht besser." "Du riechst doch gar nicht nach Tier." lache ich. "Wir können aber etwas tierisches machen." Ich wackle mit den Augenbrauen. Er versteht, kommt auf mich zugelaufen und flüstert dabei "Leise schleicht sich der Panter an seine Beute heran, packt

sie." Er hebt mich hoch und trägt mich die Treppe hinauf. "Und dann verschleppt er sie in seine Behausung." Oben im Schlafzimmer angekommen wirft er mich auf das Bett und sagt "Der Panter macht sich über seine Beute her um sie zu verschlingen. Uhah!" schreit er und wirft sich auf mich. Stürmisch küsst er meinen Hals. Es kitzelt und ich kann nicht mehr aufhören zu lachen. "Hey, ich glaube nicht das Beutetiere sich todlachen." schimpft er gespielt streng. "Sicher nicht." keuche ich. "Aber ich falle eigentlich auch nicht in die Rubrik Beutetier." "Nicht?" fragt er verwundert und hört

auf. "Nein. Denn das Blatt wendet sich und das vermeidliche Beutetier wird zum Löwen und stürzt sich auf den Panter." rufe ich und drehe uns um. Schon sitze ich auf seinen Hüften. "Hey so geht das aber nicht." lächelt er. "Nein? Ich zeige dir mal wie schön das sein kann." flüstere ich und beginne meine Verführungsoffensive. Dabei erliegt ein vermeidlich starker Panter den Verführungskünsten seiner Königin, der Löwin.

Vertrauenssache

Die nächsten zwei Tage verbrachten wir ausschließlich auf unserem Anwesen. Wir waren genug unterwegs in den letzten Tagen und, Urlaub ist doch dafür da das man sich erholt oder? "Wir sind noch 8 Tage hier. Was unternehmen wir noch?" frage ich ihn als wir am 22. Juni nach dem Frühstück nebeneinander am Pool in der Sonne liegen. John hatte uns Drinks gemixt und uns am Pool serviert. Es war ein herrliches Leben hier auf Saint-Barthelemy!

"Ich weiß nicht. Du wolltest doch mal die schwimmenden Schweine sehen." erinnert mich Tony an unser Gespräch von vor ein paar Tagen. "Ja stimmt." gebe ich zu. "Na gut, dann lass uns das morgen mal machen." schlage ich vor. "Wenn du wieder so schnell ein Flugzeug gechartert bekommst." füge ich noch hinzu. "Das überlass nur mir." sagt er. "Okay. Dann lass uns heute noch einmal einen ruhigen Tag zu Haus verbringen damit wir morgen fit sind fürs schwimmen mit Schweinen!" beschließe ich.

"Ist gut." Zum Mittag kochte Maria uns eine leichte Gemüsesuppe. Die mochte ich zwar nicht, aber sie war der Meinung eine Schwangere muss viele Vitamine zu sich nehmen. Als Kompromiss für Tony, denn er mag auch kein Gemüse, beschlossen wir am Abend aus zu gehen. Irgendwo hin wo man ein anständiges Steak bekommt. Und Rum. Tony meint, wenn er schon mal im Reich der Rumbrenner Urlaub macht, dann muss man auch mal Rum getrunken haben. Einmal, zweimal oder eben auch ein drittes Mal.

"Madam, das Essen ist serviert." berichtet John als er leise, wie immer an uns heran tritt. Er ist sowie so wie ein Schatten. Man weiß er ist da, aber man bemerkt ihn kaum. "Ja, danke John. Wir kommen." entgegne ich. John nickt kaum merklich, dreht sich um und verschwindet wieder durch die Terrassentür im Haus. "Schatz, kommst du raus!" rufe ich Tony zu der gerade wieder aus dem Wasser auftaucht. "Essen ist fertig. Komm schon!" rufe ich weil er keine Anstalten macht aus dem Becken zu steigen. "Du

wirst es überleben." scherze ich. "Bist du dir da sicher?" fragt er zerknirscht. "Definitiv! Stell dir vor, es gibt Leute die ernähren sich ausschließlich von Gemüse und überleben das auch noch." Ich reiße meine Witze, obwohl ich selbst kein besonders großer Gemüseesser bin. "Komm schon, Schatz!" Tony kommt endlich aus dem Wasser und trocknet sich ab. In Badehose mit dem

Handtuch über der Schulter geht er Richtung Tür. "Aber du ziehst dir schon noch eine richtige Hose an bevor du dich an den Tisch setzt oder?" frage ich als ich ihm hinterher eile. "Wieso denn? Wir sind doch hier unter uns." entgegnet er. "So etwas macht man nicht." Ich sehe ihn streng an. "Tut mir leid, aber ich bin so erzogen worden das man ordentlich angezogen bei Tisch erscheint." "Meine Frau, das anständige, wohlerzogene Mädchen. Ob ich mich je daran gewöhnen kann?" lacht er, hebt

mein Kinn mit zwei Fingern an und küsst mich. "Hey, ich geb' dir gleich Mädchen." sage ich schnippisch. "Und ich hab ja wohl das härtere Los gezogen, mit einem Mann wie dir." Trotz unserer Kabbelei sitzen wir rechtzeitig am Tisch bevor die Suppe kalt ist. Ich stehe im Bad und mache mich fertig. Um 18 Uhr wollen wir los gehen. Tony hatte das nobelste Restaurant der Insel ausgemacht und in diesem wollten wir es uns heute gut gehen lassen.

Ich machte mich also richtig chic. Drehte meine Locken etwas ein, steckte sie anschließend locker hoch. Ich lege ein neutrales Makeup auf und verlasse im kurzen Schwarzen das Badezimmer. "Du siehst gut aus, Süße! Bist du bereit?" fragt Tony. Ich nicke und hake mich bei ihm unter. "Der Wagen dürfte schon warten." sagt Tony und tatsächlich steht lässig an die schwarze Limousine gelehnt ein dunkelhäutiger Junger Mann im schwarzen Anzug und wartet auf uns. Als er uns durch die Haustür treten sieht,

stellt er sich sofort gerade hin und grüßt höflich. "Guten Abend. Ich heiße Simon und bin heute Ihr Fahrer." Ich gehe auf ihn zu und reiche ihm die Hand "Guten Abend, Simon. Vielen Dank." Er lächelt mich freundlich an und öffnet mir die Tür. "Bitte sehr." "Danke." sage ich, setze mich auf den Sitz und schwinge die Beine in den Wagen. Nachdem Tony ebenfalls eingestiegen war fuhren wir los. Die Fahrt dauerte eine knappe halbe Stunde dann parkt Simon vor dem Restaurant. Wiederum öffnet er mir die

Tür so das ich aussteigen kann. Tony steigt derweilen ebenfalls aus, läuft um den Wagen um mir gleich seinen Arm anbieten zu können. "Warten Sie hier." ruft er Simon noch zu. "Natürlich, Sir!" antwortet dieser. Wir betreten das Restaurant und sofort stürzt sich ein Ober im schwarzen Livre auf uns. "Guten Abend die Herrschaften!" "Ja hallo. Stark mein Name. Ich habe reserviert." "Oh ja, natürlich. Folgen Sie mir bitte!" sagt der Ober höflich.

Wir begleiten ihn durch das Lokal zu einem zweier Tisch im hinteren privateren Teil des Restaurants. Dort setzen wir uns, der Ober reicht uns die Speisekarten und fragt "Darf ich Ihnen schon etwas zu trinken bringen?" "Ja, dürfen Sie. Eine Saftschorle und ein Wasser für meine Frau und Scotch sowie ein Wasser für mich." bestellt Tony. Der Ober nickt und entfernt sich. Während wir auf unsere Getränke warten und ich die Speisekarte nach etwas was mir bekannt vorkommt durchforste, schaut Tony sich im Restaurant um.

Plötzlich flüstert er "Ach du scheiße!" "Was ist los?" will ich wissen. "Ach, ähm, nichts Süße." lügt er und vertieft sich in seine Karte. Er hält sie so das es mir unmöglich ist in seine Augen zu sehen. Ich klappe meine Karte zu, lege sie auf den Tisch und drücke seine herunter. Sein Blick wirkt leicht gehetzt, die Augen wandern hin und her, weichen mir aus. "Tony, was ist los?" fragte ich noch einmal, diesmal deutlich strenger. Er sieht mich nun doch an und erwidert "Nichts. Sagte ich doch schon." "Du hast schon mal besser gelogen." sage

ich trocken und sehe mich ebenfalls im Raum um, entdecke aber nichts außergewöhnliches. Ich drehe mich wieder zu Tony um und sehe gerade noch wie er links neben uns zu einem Tisch schaut. Ich folge seinem Blick und schaue mir die Frau und den Mann an besagtem Tisch genauer an. Sie, schätzungsweise Mitte 40, hat dunkles kurzes Haar und trägt ein vornehmes schwarz weißes Kostüm, er einen dunkelblauen Dreiteiler. Die beiden sind so in ihr Gespräch vertieft das sie unser starren nicht mitbekommen.

Ich sehe Tony an und frage erneut "Tony, wer sind diese Leute die du da so anstarrst?" Gehetzt sieht er mich an und flüstert "Wer?" "Na die da, links neben uns. Wer sind die?" "Eine Frau und ein Mann. Ich gebe zu sie ist attraktiv, aber kennen? Nein, ich kenne die nicht." sagt er und ich merke genau das er lügt. "Dann hör auf sie anzustarren wie ein geschlagener Welpe!" flüstere ich genervt.

In diesem Moment kommt der Ober zurück mit unseren Getränken. "Sie haben gewählt?" "Ja haben wir." sagt Tony schnell, sicher dankbar das Thema wechseln zu können. "Wir nehmen beide die Dorade." bestellt er für mich mit. Mir ist zwar nicht unbedingt nach Fisch, aber ich soll ja Jod zu mir nehmen, also nehme ich es so hin und erwidere nichts. Stattdessen greife ich nach meiner Saftschorle und nehme einen großen Schluck. Der Ober greift nach den beiden Speisekarten, deutet eine Verbeugung an

und verschwindet. "Hast du ein Flugzeug für morgen bekommen können?" frage ich um das Thema zu wechseln. Tonys Blick war schon wieder auf die beiden am Nachbartisch gerichtet, doch nun blickt er mich an und antwortet "Ja, habe ich. Morgen um 11:30 Uhr können wir starten. Mister Green wird uns erneut fliegen." berichtet er. Ich nicke "Sehr schön! Ich freue mich schon!" sage ich kühl und nehme einen weiteren Schluck. Kaum habe ich mich versehen habe ich das Glas ausgetrunken und kaum fünf Minuten später meldet sich meine Blase.

"Entschuldige mich bitte." sage ich und erhebe mich. Tony sieht zu mir auf uns nickt. "Bis gleich." Ich folge der Ausschilderung zu den Toiletten. Auf meinem Weg komme ich auch an dem Tisch der beiden vorbei. Die Frau sieht kurz zu mir auf als ich an ihr vorüber gehe. Sie hat stahlblaue kühle Augen was einen krassen Kontrast zu ihrem schwarzen Haar ausmacht. Nachdem ich von der Toilette zurückkehre ist unser Tisch verwaist. "Wo ist er hin?" denke

ich. Wütend sehe ich mich im Lokal um und entdecke meine Mann am Tisch der unbekannten Schönen und ihrem Begleiter sitzen. Sie scheinen sich nicht nur zu kennen, sondern auch sehr gut zu verstehen. Während der Mann gelangweilt in sein Bierglas starrt und es dabei mit der Hand immerfort dreht, unterhalten sich Tony und diese Frau sehr angeregt miteinander. Sie scheinen alles um sich herum vergessen zu haben. Als sie nun auch noch ihre Hand auf die von meinem Mann legt, schäumt die Wut in mir. Ich greife meine Handtasche fester und

gehe mit festen Schritten auf den Tisch der drei zu. "Guten Abend." sage ich kühl als ich neben den beiden stehe. Tony sieht zu mir hoch und für einen Bruchteil einer Sekunde sehe ich Angst in seinem Blick aufblitzen. Doch er fängt sich schnell wieder und ruft lächelnd. "Irene, darf ich dir Susan vorstellen." Jetzt bin ich also nur noch Susan. Verwirrt ergreife ich ihre huldhaft ausgestreckte Hand. "Wer glaubt sie ist sie das sie mich so von oben herab anschaut?" denke ich wütend.

Giftig sage ich "Hallo. Susan Stark. Ich bin Tonys Ehefrau." Der schnelle fragende Blick den sie ihm zuwirft ist mir nicht entgangen. "Und wer ist das?" frage ich und deute mit dem Kopf auf den zweiten Mann am Tisch. "Ach das ist mein Mann Edward." erklärt sie kühl und wedelt mit der Hand. Edward schaut von seinem Glas auf und murmelt "Guten Abend." Tony schüttelt ihm die Hand, scheinbar wurden sie noch nicht gegenseitig vorgestellt und haben sich bis jetzt erfolgreich ignoriert. Seltsam!

"Darf ich mich setzen?" frage nun ich, da mir immer noch niemand einen Platz angeboten hat. "Ich ähm, ich komme gleich rüber." antwortet Tony schnell ehe jemand anderes was sagen kann und deutet zu unserem Tisch. "Setzt schon mal wieder. Unser Essen kommt sicher bald." Er schickt mich tatsächlich weg. Was läuft hier? Wütend werfe ich den Kopf in den Nacken sage noch schnell "Es war mir eine Freude Sie fast kennen zu lernen!" und gehe ab. "Ich komme gleich nach." ruft Tony mir noch hinterher.

Ich stolziere auf unseren Tisch zu, wo der Ober tatsächlich soeben die Teller abstellt. Doch mir ist der Appetit vergangen. "Vielen Dank. Ich muss leider weg. Es tut mir leid! Mister Stark bezahlt." sage ich an den Kellner gewandt und deute auf Tony an dem Tisch hinter mir. Der Ober nickt und nimmt einen der beiden Teller gleich wieder mit in die Küche. Ich sehe mich noch einmal nach meinem Mann um, der hat aber nur noch Augen für seine neue Gesprächspartnerin, also gehe ich unbehelligt zum Ausgang.

Draußen vor der Tür bleibe ich kurz stehen und atme einmal tief durch. Ich bin dermaßen wütend das ich am liebsten etwas zerstören möchte! Dann hole ich meinen Kommunikator aus der Tasche. Zum Glück schleppe ich ihn immer mit mir rum. Es gibt mir eine gewisse Sicherheit Jarvis stets in meiner Nähe zu wissen. "Jarvis, kannst du mir hier bitte ein Taxi bestellen?" frage ich nachdem ich es angetippt habe. "Guten Abend, Ms. Susan." begrüßt er mich. "Ja, ich kümmere mich sofort darum."

Während ich warte laufe ich vor dem Restaurant auf und ab. "Es ist ein Taxi zu Ihnen unterwegs." berichtet er. "Vielen Dank, Jarvis." sage ich schon deutlich beruhigter. "Darf ich fragen was er jetzt nun wieder angestellt hat?" fragt Jarvis nach einer kurzen Pause. "Ach Jarvis." Da ist sie wieder, die Traurigkeit. "Er hat eine andere." "Wirklich? Das kann ich mir, ehrlich gesagt nicht vorstellen, Madam." antwortet er. "Na dann, hack dich in eine Kamera in diesem Restaurant hier und sehe es dir selbst an!" schlage ich vor.

"Darf ich Ihnen raten sich erst einmal zu beruhigen!" "Das darfst du und ich bin auch schon dabei. Aber trotzdem möchte ich gerne weg hier!" antworte ich. "Ich möchte ja dem jungen Glück nicht im Wege stehen." murmle ich. "Fahren Sie in die Villa und gehen sie schlafen. Sicherlich kann Mister Stark alles erklären." "Ganz bestimmt." sage ich leise. Da biegt auch schon eines der weißen Taxen in die Straße ein und bleibt vor dem Restaurant, also auch vor mir stehen. Ich steige ein, begrüße den Fahrer und nenne die Adresse. Sofort

setzt das Auto sich in Bewegung. Ich sehe Susan nach wie sie in Richtung Toiletten verschwindet. Dann fällt mein Blick wieder auf die Frau am Nachbartisch. Mittlerweile habe ich keinen Zweifel mehr. Sie ist es - Irene von Rosenbourg. Die Frau die, neben meiner Mutter mein Leben am meisten geprägt hat. Oh Gott habe ich sie geliebt, damals als 24 jähriger unerfahrener Mann. Sie hat mir so viel beigebracht. Erneut sehe ich zu ihr und dem Schlappschwanz von Mann mit dem sie hier ist hinüber. Bisher hatte sie mich

noch nicht bemerkt, doch nun, als sie ihren Blick gelangweilt durch den Raum streifen lässt, trifft er auf mich. Ihre Augen verengen sich, ihr Blick trifft mich mitten ins Herz. Ich lächle ihr zu. Da scheint sie mich zu erkennen, erhebt ihr Glas und prostet mir lächelnd zu. Eine Sekunde zögere ich noch, doch dann hat sie mich. Wie automatisiert nehme ich mein Glas, erhebe mich und gehe auf ihren Tisch zu. "Anthony. Es ist eine Freude dich zu sehen!" sagt sie zuckersüß als ich wie ein kleiner Schuljunge vor ihr stehe.

"Setz dich doch bitte!" Sie deutet auf den freien Stuhl neben sich. Ich befolge es und setze mich, nehme einen Schluck von meinem Scotch und stelle das Glas ab. "Das ich dich hier treffe." freut sie sich. Sie hatte sich nicht verändert. Elegant, kühl und streng wie eh und je. "Ich mache Urlaub." entgegne ich leise. "Allein?" fragt sie ruhig. Nach kurzem zögern nicke ich. "Vortrefflich!" formen ihre Lippen. "Du bist also immer noch auf dem Markt?" fragt sie freundlich

lächelnd. Wieder nicke ich. Was mach ich denn da? Ich weiß es selbst nicht. Es ist wie damals - kaum befinde ich mich in ihrer Nähe, verwandle ich mich in eine willenlose Marionette. Leicht legt sie ihre Hand auf die meine und flüstert "Ab jetzt scheint dieser Urlaub amüsant zu werden!" Ich schlucke. "Wo wohnst du hier?" fragt sie mich. "In der Villa von Mister Abramowitsch." antworte ich brav. "Ah. Ich bin bekannt mit Mister Abramowisch. Es ist ein sehr schönes

Haus!" sagt sie schwärmerisch. "Sehr schöne Schlafzimmer." fügt sie leiser hinzu. Ich schlucke erneut, doch bevor ich etwas sagen kann höre ich plötzlich Susans Stimme neben uns. "Guten Abend." Ich zucke zusammen, doch Irene bleibt ganz ruhig und lässt ihre Hand auf meiner ruhen. "Irene, darf ich dir Susan vorstellen?" Sie erhebt die Hand und hält sie Susan

hin. Diese schüttelt sie mit verwirrter und auch wütender Miene. "Und wer ist das?" fragt sie. "Das ist mein Mann Edward." antwortet Irene ruhig. Erst jetzt bemerke ich den Mann neben uns und begrüße ihn per Handschlag. "Darf ich mich setzten?" fragt Susan weiter. "Auf keinen Fall!" denke ich gehetzt. "Ich ähm, ich komme gleich rüber." entgegne ich daher. Deutlich wütend wirft sie den Kopf in den Nacken und stolziert nach einer raschen Verabschiedung davon. Kurz sehe ich ihr hinterher, doch Irene

nimmt sofort wieder Besitz von mir. "Und wer war das?" fragt sie zuckersüß. "Das war ... ähm ... eine Freundin." stottere ich. "Eine Freundin oder deine Freundin?" fragt sie weiter. "Du weißt sicher noch, das ich es nicht schätze angelogen zu werden?" droht sie leise. Der Mann an unserem Tisch verschluckt sich und beginnt krampfhaft zu husten und zu röcheln. Wir nehmen keinerlei Notiz von ihm. Irgendwann ist er wieder ruhig. "Ja, das weiß ich noch." entgegne ich

leise, ertappt wie ein Schuljunge beim abschreiben. "Dann weißt du sicher auch noch was ich mit denjenigen tue die es wagen mich an zu lügen?" Ich nicke und sehe betreten auf meine Hände. "Edward wir fahren sofort ins Hotel zurück!" sagt sie plötzlich an ihren Mann gewandt. Dieser nickt und steht auf. Ich erhebe mich als auch Irene aufsteht. "Und du kommst mit!" sagt sie dunkel. Ich drehe mich um, sehe zu meinem Tisch und bemerke das er verwaist ist. Wo verdammt ist Susan? Ich entdecke den Ober der uns vorhin

bedient hat und gehe zu ihm. "Sagen Sie, wissen Sie wo die junge rothaarige ist mit der ich hier angekommen bin?" "Sie meinen Ihre Frau?" fragt dieser. Ich sehe mich gehetzt zu Irene um, doch sie hat es nicht gehört. "Ja genau die. Wissen Sie wohin sie verschwunden ist?" "Nein. Sie sagte mir nur sie müsse weg und das Sie bezahlen." Ich greife in die Innentasche meines Jacketts und hole meine Brieftasche hervor. Ich nehme 50 Dollar heraus und reiche sie ihm. "Vielen Dank, Sir." sagt dieser. Ich lasse ihn stehen und folge Irene zum Ausgang.

Draußen vor dem Lokal sehe ich mich noch einmal um. Große Hoffnung das Susan hier auf mich warten würde habe ich zwar nicht, aber wer weiß. Sie ist nicht hier. Dafür winkt Simon mir zu. Ich rufe ihm über die Straße zu das er warten soll. "Hast du einen Wagen hier?" frage ich sie. Irene verneint. "Okay, dann nehmen wir meinen." Gemeinsam steigen wir bei Simon in die Limousine. Er scheint verwirrt das ich mit anderen Leuten vom Restaurant weg fahre und Susan nicht dabei ist, sagt aber nichts, sondern fährt los. Irene dirigiert

ihn zu ihrem Hotel. Dort verabschiede ich mich von ihm mit den folgenden Worten "Ich ruf Sie an wenn ich Ihre Dienste noch einmal benötigen sollte. Danke sehr Simon." Damit schlage ich die Tür zu und folge Irene in die Hotel Lobby.

Die Domina

Sie wartet bei der Treppe auf mich. "Wo ist Edward?" frage ich und sehe mich suchend nach ihm um. "Den habe ich an die Bar geschickt. Wir sind also ungestört, mein Hübscher." antwortet sie mit einem anzüglichen Grinsen. Gemeinsam gehen wir die Treppe hinauf. In der einen Hand hält sie meine und in der anderen trägt sie den Zimmerschlüssel. Eine silberne Palme dient als Schlüsselanhänger. Mein Herz rast, ich weiß was nun folgen wird - doch möchte ich das wirklich? Ich bin schließlich kein 24 jähriger haltloser

Junge mehr. Damals hatte ich niemanden , heute habe ich gerade eine eigene Familie gegründet. Ich sehe Susan vor meinem geistigen Auge. Trotzdem gehe ich mit Irene auf ihr Zimmer. Sie schließt die Tür auf, greift nach meinem offenen Helmkragen und zieht mich zu sich heran. "Gehe hinein! Du weißt was du zu tun hast." raunt sie an meinem Ohr und schubst mich in den Raum. Ich stolpere, fange mich jedoch sofort wieder. Irene tritt ebenfalls herein, schließt die Tür und dreht den Schlüssel im Schloss. Dann lehnt sie sich mit dem Rücken an die Tür, lässt ihre Handtasche

achtlos auf den Boden fallen und sieht mich streng an. "Hast du vergessen was du zu tun hast?" fragt sie lächelnd. Ich denke nach, denke an Susan, an unser Kind. Kraftvoll antworte ich "Nein, das habe ich nicht. Wie könnte ich auch? Aber..." "Du wagst es mir zu widersprechen?" droht sie mit dunkler Stimme. "Ja, Irene, das tue ich! Ich glaube ich will auch nicht ..." "Du willst WAS nicht?" fragt sie kühl und sieht mich streng an. "Ich ... ich möchte ... möchte DAS nicht mehr!" stammle ich.

"Du möchtest ES nicht mehr? Warum nicht? Es ist wegen der rothaarigen im Restaurant oder?" fragt sie scharf. Ich nicke "Ja, es ist wegen ihr. Sie ist meine Frau. Wir bekommen ein Kind." "Ja und?" frag sie höhnisch grinsend. "Irene, ich bin nicht mehr der Junge von früher, ich weiß jetzt selbst was ich will. Und das ist Susan!" erkläre ich. Sie quittiert meine Rede mit einem lauten Lachen. "Du weißt was du willst?" stößt sie hervor. "Was machst du dann hier bei mir? Warum bist du dann nicht bei deiner Frau? Da kann es ja nicht weit her sein mit deiner Liebe zu ihr." Ihre Worte treffen mich mitten ins Herz.

Und das schlimmste ist - sie hat Recht. Was tue ich hier? Warum bin ich mit gegangen? "Na fällt es dir auf? Du gehörst noch immer mir, Anthony!" Sie sieht mich hämisch an. "Also, du weißt was du zu tun hast. Los jetzt!" befielt sie streng. Damit geht sie ins Badezimmer und schließt die Tür. Ich springe schnell zur Tür und drehe am Griff. Verschlossen. Den Schlüssel hat sie mit ins Bad genommen. Ich sehe mich nach weiteren Fluchtmöglichkeiten um. Mit einem Blick aus dem Fenster stelle ich fest das es zu hoch zum heraus springen ist. Da öffnet sich die Badezimmertür und Irene

tritt in einem hauchdünnen schwarzen Spitzenkimono und einer Reitgerte in der Hand heraus. Ihre Lippen sind Blutrot und sofort kommen mir die Bilder aus früheren Zeiten vor die Augen. Rot wie Blut. Ich komme auf unserem Anwesen an. Die Villa liegt im Dunkeln. Weit entfernt sehe ich Lichter in der Dunkelheit leuchten. Das müssen die Häuser von Maria und John sein die mit ihren Familien ja ebenfalls mit auf dem Gelände leben. Ich gehe zur Tür und öffne sie. Das die Haustüren hier nie verschlossen sind, fiel mir schon am zweiten Tag auf.

Als die Tür hinter mir ins Schloss fällt, lehne ich mich rücklings dagegen und lasse den Tränen freien lauf. Langsam rutsche ich an der glatten Glasfläche herab bis ich in der Hocke sitzen bleibe. Ich kann nicht sagen wie lange ich schlussendlich in dieser Position dagesessen und geweint habe, das einzige was ich weiß ist das ich Wadenkrämpfe bekomme. Also stehe ich auf und gehe zuerst einmal ins Badezimmer. Ich schminke mich ab und gehe duschen. Danach ziehe ich mir bequeme Kleidung an und setze mich vor den Fernseher im Schlafzimmer. Nach eine gefühlten

Ewigkeit greife ich nach meinem Kommunikator der neben mir auf dem Nachtischchen liegt, tippe es an und frage Jarvis "Jarvis, kannst du Tony orten?" "Ja, das kann ich, Mam." "Und? Wo ist er?" dränge ich. "Im Le Tom Beach in St. Jean." erklärt er. "Kannst du ihm bitte eine Nachricht übermitteln!" "Selbstverständlich, Mam. Was soll ich Mister Stark ausrichten?" "Wo bist du? Komm bitte nach Hause! Du fehlst mir!" diktiere ich. "In Ordnung. Ich werde es ihm nun übermitteln." sagt Jarvis.

Ich warte kurz und sehe mir weiter "The Big Bang Theory" an. Das lenkt mich wenigstens etwas ab. Mein Bauch schmerzt, keine Ahnung ob es wegen der Schwangerschaft ist oder weil ich mir solche Sorgen mache? Ich schiebe meine Shirt nach oben und streichle beruhigend über meinen nackten Bauch. "Ist schon gut! Daddy wird bald zurück sein." murmle ich. "Ich habe die Nachricht nicht übermitteln können, Mam. Mister Stark hat seinen Kommunikator ausgeschaltet." berichtet Jarvis. "WAS?" schreie ich, sofort kommt das

Ziehen im Bauch zurück. "Beruhigen Sie sich bitte, Mam!" versucht es Jarvis. Doch ich denke nicht daran. "Nein! Jarvis die genaue Adresse dieses Hotels bitte. Auf den Kommunikator." befehle ich. "Ich werde jetzt da hin fahren und meinen Mann zurück holen!" "Ich bin mir nicht sicher ob Sie das tun sollten? In Ihrem Zustand, Mam." sagt Jarvis freundlich. "Jarvis, ich bitte dich! Ich bin schwanger und nicht krank. Also, die Adresse! Sofort!" befehle ich streng. "Zieh dich aus!" befielt sie, bleibt vor der geöffneten Badezimmertür stehen

und sieht mich an. "Ich denke nicht das ich das tun möchte." entgegne ich schwach. "Und seit wann interessiert es mich was du möchtest?" fragt sie kühl. Ich schlucke. Ich bin mir dessen bewusst das sie eine Frau ist und ich ein Mann bin. Rein körperlich könnte ich sie natürlich überwältigen. Doch ich kann es nicht. Sie übt eine Macht über mich aus die kaum zu beschreiben ist. Sie ist meine Herrin, ich ihr Sklave. So war es früher und so ist es wohl noch heute! Ihre Stimme dringt in mein Hirn vor, lässt mich willenlos alles tun was sie mir befielt. Langsam knöpfe ich mein Hemd

auf. Zu langsam für sie, sie kommt auf mich zu, greift nach meinem Hemd und reißt es auf. Überraschen tut mich das nicht sonderlich. Irene war es gewohnt zu bekommen was sie wollte. Das war schon immer so. Zärtlich küsste sie meine nackte Brust. Ich lege den Kopf in den Nacken und schließe die Augen. Mehrere Küsse hauchte sie auf meine Haut, dann urplötzlich peitschte die Gerte auf meinen Bauch. Ich beiße die Zähne zusammen, war es gewohnt. "Auf die Knie!" befielt sie und ich folge. Langsam streicht sie mit der Gerte an meiner Wange entlang, greift

anschließend in mein Haar und biegt den Kopf zurück so das ich gezwungen bin ihr direkt in die Augen zu sehen. Ihre stahlblauen Augen sehen eisig auf mich hinab. "Willst du immer noch weg?" "Ja." hauche ich. Sogleich bekam ich einen Hieb gegen die Wange. Ich drehe meinen Kopf zur Seite, greife mir an die Stelle wo sie mich getroffen hat und besehe mir die Finger. Blut. Ich wische es mir am Ärmel ab. "Sprich mich gefälligst korrekt an!" befielt sie. "Ja, Mam." zische ich durch meine zusammen gepressten Lippen. "Anthony, du kannst gar nicht anders als hier zu bleiben. Ich befehle es dir

nämlich. Und du bist doch ein guter Junge und befolgst Befehle oder?" säuselt sie zuckersüß. Ich sehe beschämt zu Boden. Irene hebt mit der Peitsche mein Kinn und fragt erneut "Bist du ein guter Junge, Anthony?" Ich schweige. Ein weiterer Hieb. Ich nicke stumm. "Na also." lacht sie. "Knie dich auf das Bett!" Sie deutet mit der Gerte auf das riesige Bett hinter sich. Ich stehe auf und schlurfe hinüber. "Denk an Susan! Was machst du hier Tony?" denke ich bei mir. "Am besten

ich spiele mit. Ich bringe es hinter mich und dann sage ich auf nimmer wieder sehen." Ich knie mich auf die weiche Decke und warte ab bis sie sich den ohnehin schon hauchdünnen Kimono ausgezogen hat. Nun trägt sie nur noch einen schwarzen Spitzen String, schwarze High Heels und die Peitsche. Ohne den Blick von mir abzuwenden kniet sie sich direkt vor mich auf das Bett. "Küss mich!" fordert sie. Ich greife ihr Gesicht und küsse sie stürmisch. Meine Zunge erforscht so fordernd ihren Mund als wäre sie dort noch nie gewesen. Schließlich stößt sie mich von sich weg.

"Genug!" sagt sie streng. "Küsse sie." befielt sie und deutet mit einem Blick an sich herab. Gierig stürzt sich mein Mund auf ihre Titten. Meine Hände packen sie fest. Meine Lippen umschließen ihre zarten Knospen, lecken und saugen an ihnen. Zaghaft beiße ich hinein. "Was soll das? Fester!" befielt sie streng und schlägt mir auf den Hinterkopf. Ich tue es und sie stöhnt lustvoll auf. Dennoch scheine ich meine Arbeit nicht all zu gut zu machen, denn sie greift in mein Haar, zieht mich zurück und sieht mich wütend an "Was ist los mit dir? Hast du alles verlernt was ich dir beigebracht habe? Hat sie das

angerichtet?" "Was?" frage ich "Wer?" "Der kleine Rotfuchs. Hat sie einen Waschlappen aus dir gemacht?" "Ähm..." Weiter komme ich nicht, da schlägt sie erneut zu. "Ich war so stolz auf mein Werk! Auf dich! Anthony Stark der Playboy, der Frauenschwarm. Ich habe mit ein paar deiner Gespielinnen gesprochen. Du hast sie voll und ganz befriedigt. Und jetzt bei mir, deiner Herrin, da mutierst du zum Waschlappen?" droht sie. "Du wirst mir jetzt sofort zeigen das da noch mein Anthony drin steckt. Mein Sklave. ..." Sie tippt mit ihren langen roten Fingernägeln auf meine Brust.

".. oder du wirst es bereuen heute mit mir mitgekommen zu sein." Ich sehe sie an und denke "Ich bereue es jetzt schon. " "Los!" drängt sie und wartet. Endlich komme ich bei dem Hotel an das Jarvis für mich ausfindig gemacht hat. Das Taxi hat eine Ewigkeit gebraucht. Der Fahrer pallaberte ununterbrochen von den wunderbaren Sonnenuntergängen hier in der Karibik, vom herrlich klaren Wasser und von der Freundlichkeit der Einwohner. Ich bezahle den Mann schnell und springe aus dem Wagen. Dann haste ich in die Hotel Lobby, mit

einem Blick erfasse ich alle wichtigen Details. An der Bar einsam und allein sitzt ein Mann. Ich sehe nur seine Rückansicht, doch er sieht aus wie Edward aus dem Restaurant. Irenes Mann. Ich eile zu ihm, drehe ihn an der Schulter zu mir um und frage gleich los "Wo ist Ihre Frau?" Sein verklärter Blick sieht eher durch mich durch als mich an. Er sitzt hier wohl schon eine Weile. Allein mit seinem Scotch. "Sie ist beschäftigt." murmelt er. "Wo ist sie? Wo ist mein Mann?" brülle ich ihn an. Der Portier schaut von seiner Arbeit auf zu uns herüber. Es ist mir egal ob ich

hier Aufmerksamkeit errege. Ich will sofort zu meinem Mann und das sage ich noch einmal dem besoffenen Schlappschwanz hier vor mir. Doch er fällt nur fast vom Barhocker als ich ihn anbrülle. "In welchem Zimmer wohnen Sie mit ihrer Frau?" Der Typ sieht mich an oder ist es eher so als würde er an mir vorbei schauen. "Miss, darf ich Sie bitten mir zu folgen?" fragt eine dunkle männliche Stimme hinter mir. "Den hat er also angestarrt." denke ich als ich mich zu der Stimme umdrehe. Vor mir steht mit verschränkten Armen ein riesiger, dunkelhäutiger Mann im schwarzen Maßanzug. In seinem Ohr

steckt ein Headset und an seiner Hüfte zeichnet sich eine verräterische Beule ab. Bewaffnet. "Was würde ich jetzt für meinen Anzug geben." denke ich. Aber gut, da muss ich jetzt durch. Ich versuche es mit den Waffen einer Frau. Lege meinen Kopf schief, sehe ihn von unten herauf an, setze mein hinreißendstes Lächeln auf und säusle "Sir, es tut mir leid! Ich bin auf der Suche nach der Frau dieses Herrn." Damit greife ich nach Edward neben mir, verfehle ihn aber und schubse ihn vom Hocker. Mit einem dumpfen Aufschlag kommt er auf dem Boden auf. "Aua!" heult er. "Ups." entfährt es mir und ich sehe

entschuldigend zu dem bewaffneten Muskelprotz auf. Der schaut mich unberührt an. "Ich fordere Sie noch einmal auf mir hinaus zu folgen!" sagt er streng. "Hören Sie, ich suche jemanden von dem ich weiß das er hier im Hotel ist. Dieser Jemand ist zufälligerweise mein Ehemann und ich werde dieses Haus nicht eher verlassen ehe ich ihn gefunden habe!" brülle ich ganz undamenhaft. Das Resultat ist folgendes, ich werde auf den Arm genommen und vor die Tür gesetzt. Wild schlage ich mit den Fäusten auf seine Brust ein. Es ist als würde man gegen eine Wand schlagen. Dann versuche ich es eben mit treten. Ich

strample wild mit den Füßen, doch treffen tue ich doch nichts. Lässig lässt er mich draußen vor der Tür ab und stellt mich auf die Füße. Ich schlage noch einmal mit den Fäusten nach ihm, doch er sieht mich nur belustigt an. "Miss, unsere Gäste schätzen die Privatsphäre unseres Hauses. Gehen Sie doch nach Hause und warten dort auf Ihren Mann!" schlägt er grinsend vor. "Wenn er hier fertig ist wird schon heim kommen." "Was war das bitte?" schreie ich. "Hör mal du Arsch! Ich werde jetzt da rein gehen und so lange das Haus durchsuchen bis ich meinen Mann

gefunden habe." Er tippt sich an das Headset und meldet seinen Kollegen "Eine Verrückte am Haupteingang. Will sich nicht weg schicken lassen. Schickt man die Police her!" Ich nutze seine kurzzeitige Ablenkung und stürme so schnell ich kann an ihm vorbei ins Innere des Hauses. Sofort ist er wieder hinter mir. Bekommt mich aber nicht zu fassen weil ich mich weg ducke. Ich stürme die Treppe hinauf und brülle dabei ununterbrochen "Tony. Tony, wo bist du?" Türen werden geöffnet und erschrocken drein blickende Hotelgäste strecken ihre Köpfe heraus.

Mittlerweile hat der Security Mann Verstärkung bekommen, nun verfolgen sie mich zu zweit. "Tony, wo bist du?" schreie ich wieder. "Sofort stehen bleiben!" ruft es hinter mir. Doch ich denke nicht daran. Mittlerweile befinde ich mich im zweiten Stock. Ich hämmere im vorbei rennen gegen die Türen. "Tony bist du hier?" brülle ich und trommle gegen die letzte Tür in diesem Gang. Gerade als die Tür geöffnet wird und eine Frau im Morgenmantel erscheint werde ich zurück gerissen, auf den Boden geworfen und jemand kniet sich

auf meinen Rücken. "Nein. Stopp!" schreie ich und Tränen rinnen mir über die Wangen. "Sie wissen nicht mit wem Sie es zu tun haben. Ich werde dafür sorgen das Sie gefeuert werden!" drohe ich. Die Männer lachen mich nur aus, einer sagt "Ich weiß ganz genau wer du bist, Schlampe. Eine frustrierte Hausfrau die ihrem armen Mann hinterher spioniert." Erneut werde ich ausgelacht. "So einer Furie würde ich auch fremd gehen." sagt der andere mit der tiefen Stimme. "Wie die schon aussieht." "Lasst mich sofort los!" brülle ich erneut. Versuchen kann man es ja mal. "Was ist hier los, Gentleman?" fragt eine

mir bekannte weibliche Stimme. Ich drehe den Kopf in ihre Richtung, entdecke ein Paar schwarze High Heels und nackte Knöchel. Meinen Kopf noch höher zu heben ist aus meiner jetzigen Position unmöglich, da noch immer einer der Männer auf meinem Rücken kniet. Eines entdecke ich jedoch hinter den schwarzen High Heels der Frau, etwas in ihrem Hotelzimmer, auf dem Bett. Da liegt ein Mann mit nacktem Oberkörper und blutet aus verschiedenen Schnittwunden und dieser Mann ist MEIN Mann.

ich rette dich!

"Entschuldigen Sie die Störung Miss Rosenbourg." sagt der Kerl mit der tiefen Stimme zu der High Heels Frau. Rosenbourg, ja so hieß die Schlampe aus dem Restaurant. "Lasst mich los ich Wichser!" schreie ich. "Tony! Tony, komm her zu mir!" Doch er regt sich nicht. Ist er eingeschlafen oder gar ohnmächtig? "Ist schon gut, Mister Grey. Sie machen ja nur Ihren Job." säuselt die Schlampe. "Ja, diese Verrückte ist hier eingebrochen und gibt vor ihren Mann zu suchen." erklärt er ihr.

"Ja verrückte gibt es leider überall." Sie lachen. Ich werde abrupt hoch gezogen und auf die Beine gestellt. Als sie mir ins Gesicht sieht verengen sich ihre Augen zu schmalen Schlitzen. Sie hat mich also wieder erkannt. "Ja, ganz genau. Sie sehen richtig. Ich bin Tony Starks Ehefrau. Also lassen Sie mich jetzt sofort los." keife ich. "Kennen Sie diese Frau?" fragt der brutale Mistkerl. "Ich habe diese Person nie zuvor gesehen." lügt Rosenbourg. "Sie lügt!" rufe ich und funkle sie böse an.

Ich winde mich aus dem Griff des Mannes und stürze an ihr vorbei ins Zimmer. Da liegt tatsächlich Tony, blutend und bewusstlos auf dem Bett. Ich werfe mich über ihn und Tränen laufen mir über die Wangen. "Das ist mein Mann. Das ist Tony Stark. Und sehen Sie was die ihm angetan hat." heule ich und sehe die Männer an die mir gefolgt und nun hinter mir stehen. Sie steht noch immer im Türrahmen und lacht höhnisch. "Diese Frau gehört eingesperrt!" schreie ich und zeige mit dem Finger auf die Schlampe. Langsam kommt sie näher, bis

sie schließlich vor uns auf der anderen Seite des Bettes steht und lächelnd auf uns nieder sieht. "Kindchen, ich kann Ihnen versichern, er ist freiwillig mit mir mit gegangen." "Das glaube ich nicht. Sie haben irgendwas mit ihm gemacht." schreie ich sie direkt an. "Sicher nicht. Wir sind alte Freunde, müssen Sie wissen." erklärt sie den Security Männern. "Wir haben etwas getrunken." Der mit der tiefen Stimme, Grey heißt er glaube ich, fragt sie "Und warum hat der Mann so viele Schnittwunden? Haben Sie die Gläser auf ihm zerschlagen?"

Sie lacht glockenhell. "Aber nein, Mister Grey. Er ist frech geworden. Da habe ich mich eben gewehrt." Sie funkelt mich an. "Das glaube ich nicht!" schreie ich wütend. "Soll ich die Polizei rufen?" geht ihr einer der Männer auf den Leim. Ein schrilles Lachen kommt aus meiner Kehle "Na klar doch! Sie ist eine verschissene Domina. Haben Sie die Reitgerte neben dem Bett nicht gesehen?" "Ja, davon habe ich schon gehört." murmelt der andere Kerl.

"Und wenn es so wäre, na und? Er kam freiwillig mit mir mit. Wie ein kleines Schoßhündchen." sagt sie ruhig und schaut mich listig an. "Gebettelt hat er darum geschlagen zu werden." "Das ist eine Lüge!" schreie ich so laut ich kann. Sie lacht. "Ich kann ihm geben was er braucht. Bei dir bekommt er es ja nicht." Mittlerweile haben sich draußen im Flug einige Schaulustige versammelt und gaffen durch die geöffnete Tür ins Zimmer. Langsam stehe ich auf, sehe sie an und flüstere "Du blöde verlogene Schlampe. Dir werd' ich es zeigen!" Das Flüstern ist

zu einem Schreien angeschwollen und ich stürze mich auf sie. Rosenbourg war so überrumpelt das sie durch mein Körpergewicht nach hinten überkippt. Wie von selbst ballt sich meine rechte Hand zur Faust und landet auf ihrer hübschen langen Nase. "Scheiße! Sie hat mir die Nase gebrochen." brüllt sie nun ganz undamenhaft und wischt sich mit dem Handrücken das Blut von der Nase. Das stachelt mich noch mehr an und ich schlage immer wieder auf sie ein. Lange habe ich keine Gelegenheit dazu, da werde ich schon von zwei starken

Händen gepackt und von ihr runter gezogen. Der Kerl wirft mich einfach in den Raum, so als würde ich nichts wiegen. Mit schmerzverzerrtem Gesicht reibe ich mir mein Steißbein. Sie sitzt jammernd auf dem Boden und heult theatralisch, reichlich umsorgt von den beiden Männern, die sicherlich auch einmal in den Genuss kommen möchten von ihr verprügelt zu werden. Einmal funkelt sie mir, an den Männern vorbei böse grinsend zu. Ich strecke ihr die Zunge raus, stehe auf und laufe zum Bett auf dem Tony noch immer bewusstlos liegt. Ich schlage ihm

sanft gegen die Wange in der Hoffnung ihn dadurch wecken zu können. Doch zunächst tut sich nichts. "Er muss dringend zum Arzt." denke ich. "Er muss hier weg." Ich versuche ihn irgendwie hoch zu heben. Es misslingt mir. "Ich brauche den Kommunikator." Ich sehe mich suchend nach meiner Handtasche um, entdecke sie aber nicht in diesem Raum. Sie muss vor der Tür liegen. Schnell stehe ich auf und laufe in den Flur. "Darf ich mal." bitte ich die Schaulustigen die mir den Weg versperren. Sie treten beiseite und ich

kann meine Tasche entdecken. Ich gehe in die Hocke, reiße sie an mich und laufe zurück ins Zimmer. Rosenbourg ist derweilen aufgestanden und befielt gerade "Ich will diesen Mann und seine brutale Schlampe aus meinem Zimmer raus haben! Sorgen Sie bitte dafür Mister Grey!" säuselt sie. "Natürlich Miss. Wir nehmen sie mit raus." Damit dreht sich der große starke zu uns um und geht auf Tony zu. Er packt ihn unter den Armen und zerrt ihn vom Bett. "Hey, lass ihn in Ruhe!" schreie ich zunächst, doch dann fällt mir ein das er mir damit gerade einen Gefallen tut. Ich

gehe hinter dem Mann her, den Blick stets auf Tony gerichtet. "Warum wacht er nicht auf? So tief kann man doch nicht in eine Ohnmacht versinken." grüble ich. "Er muss dringend untersucht werden!" "Wo bringen Sie ihn jetzt hin?" frage ich Mister Grey. "Wo er hingehört. Vor die Tür." gibt dieser zurück. "Super!" flüstere ich. Der Abstieg in das Erdgeschoss kommt mir wie ein Spießrutenlauf vor! Überall starren uns die Leute an. Hoffentlich erkennt uns keiner! Einen, nach einem Domina Besuch bewusstlosen Tony Stark und seine

prügelnde Ehefrau auf den Titelseiten zu sehen wäre nicht so erfreulich! Kaum vor dem Hoteleingang angekommen werfen sie Tony unsanft in das Gras und verschwinden wieder im Hotel. Tony schlägt mit einem dumpfen Geräusch auf. Ich stürze sofort zu ihm, setze mich neben ihn ins Gras und bette seinen Kopf in meinem Schoß. Liebevoll streichle ich sein Haar, fahre vorsichtig mit den Fingerspitzen über die Schnittwunde an seiner Wange. "Was hat sie dir nur angetan?" flüstere ich und hauche ihm einen Kuss auf die

Stirn. Er regt sich etwas. Na endlich! Ich suche in meiner Handtasche nach dem Kommunikator und ziehe ihn hervor. "Jarvis, Tony geht's sehr schlecht. Ich brauche hier einen Arzt. Kümmerst du dich darum?" bitte ich. "Natürlich Mam. Was ist denn geschehen?" erwidert er. "Er wurde zusammen geschlagen." erkläre ich. "Wie bitte? Mister Stark wurde was?" "Du hast schon verstanden. Er wurde von einer Domina bewusstlos geschlagen." entgegne ich genervt. "Eine Domina. Doch nicht etwa Miss Irene von Rosenbourg?" fragt

er. "Du kennst die?" frage ich verwundert. "In der Tat. Mister Stark und Miss Rosenbourg haben eine gemeinsame Vergangenheit." "Weiter!" fordere ich. "Er konsultierte sie regelmäßig damals nachdem seine Eltern gestorben und er Einsamkeit verspürt hatte." "Regelmäßig? Was hat sie mit ihm gemacht?" will ich wissen. "Sie hatten ein recht spezielles Verhältnis. Nicht freundschaftlich,

sondern eher so wie Herrscher und Sklave." erklärt Jarvis und ich kann förmlich sehen wie es ihm schaudert. "Wie bitte? Ich habe mich wohl verhört! Tony ist ihr Sklave? War ihr Sklave oder so?" stottere ich. "Ich fürchte ja, Mam." sagt er. "Scheiße!" "In der Tat." entgegnet Jarvis. "Hat er sich nie Hilfe gesucht?" will ich wissen. "Doch das hat er." hören wir stöhnend Tonys Stimme. "Schatz. Da bist du ja wieder." rufe ich glücklich und küsse ihn.

Stöhnend rappelt er sich auf bis er zum sitzen kommt. "Jah. War ich denn weg?" fragt er und reibt sich den Kopf. "Oh ja. Du hast wirklich was verpasst." lächle ich. "Aber ich bin auch echt sauer auf dich!" Er sieht mich mit seinen wunderbaren braunen Augen an, süß und unschuldig. "Die Strafpredigt wird aber erst einmal aufgeschoben. Du brauchst jetzt erst einmal einen Arzt." sage ich schon sanfter. Er fasst sich an die Wange und verzieht schmerzhaft das Gesicht. "Was habe ich angestellt? Ich fühle mich wie durch den Fleischwolf gedreht."

"Och du hast mich beleidigt, hast dich mit einer Domina vergnügt bis du bewusstlos wurdest und um dich zu befreien musste ich mich durch dieses Hotel prügeln." erkläre ich und deute auf das Gebäude hinter mir. "Du hast was getan?" fragt er verwundert. Ich grinse ihn an, stolz bin ich schon etwas und sage "Ja, um dich zu retten musste ich mich mit zwei Securitys und einer Domina schlagen." "Du hast dich für mich geprügelt?" "Ja habe ich. Wenn du mir nicht glaubst - da drin gibt es mindestens fünfzig

Zeugen dafür." lache ich. Tony legt seine Hände an mein Gesicht, zieht mich zu sich heran und küsst mich. "Danke." raunt er an meinem Mund. "Du hättest das selbe für mich getan." entgegne ich. "Stimmt." grinst er. "Wir sollten langsam hier weg." sage ich und frage Jarvis nach einem Taxi. "Sofort, Mam." lässt dieser vernehmen. Wir warten kurz dann meldet Jarvis das ein Taxi schon unterwegs sei. Keine fünf Minuten später hält ein weißer Wagen vor dem

Hoteleingang. Arm in Arm gehen wir zu ihm hinüber und fahren zu unserem Anwesen. Im Auto lehne ich mich im Sitz zurück und schließe die Augen. Krampfhaft versuche ich mich an die Geschehnisse des Abends zu erinnern. Mein Kopf schmerz stark, aber langsam kommt die Erinnerung zurück. Su und ich waren Essen in diesem Französischen Restaurant, dort war auch Irene. Als ich an sie denke, wird mir übel. Irene von Rosenboum, Miststück, hinterhältiges Biest und dazu auch noch Domina. Sobald ihr Blick mich traf verfang ich

mich wieder in ihrem Netz. Sie übt eine solch starke Macht über mich aus, dass ich mich nicht dagegen wehren kann. Wie ein dressiertes Schoßhündchen folgte ich ihr in das Hotel. Sie brauchte nur mit dem Finger zu schnippen und ich tat alles was sie verlangte - früher. Jetzt war es anders. Ich versuchte mich dagegen zu wehren, bot ihr die Stirn. Doch sie brach meinen Willen. Mit Susan vor meinem geistigen Auge und Tränen im Augenwinkel tat ich alles was sie wollte. Doch Irene fand es nicht ausreichend und peitschte mich aus bis ich das Bewusstsein verlor.

"Was hat sie mit dir gemacht?" flüstert Su mir zu. Ich schrecke aus meinen Gedanken hoch und sehe sie an. "Ich musste ihr dienen, so wie früher." "Dienen? Du musstest sicher nicht für sie den Boden wischen. Was hast du machen müssen?" will sie von mir wissen. "Ich musste sie befriedigen. Sie küssen und ..." "Stopp, stopp, stopp. Das reicht!" sagt sie und legt den Zeigefinger auf meine Lippen. "Und warum hat sie dich geschlagen?"

"Na weil ich nicht mehr die selbe Leistung wie damals erbracht habe." erkläre ich. "Ich stehe jetzt auf andere Sachen im Bett. Ich wollte nicht mehr ihr Sklave sein." "Wieso bist du überhaupt ihr Sklave geworden? Wie konnte es dazu kommen?" Sie sieht mich verständnislos an. Ich schlucke. "Da komm ich nicht drum rum oder?" frage ich und grinse schief. Su schüttelt den Kopf und sagt "Nein kommst du nicht. Ich will es wissen, Tony. Wie kann es sein das einer wie Iron Man sich von einer unbewaffneten Frau dermaßen zurichten lässt?"

"Okay." Ich atme tief durch. "Meine Eltern waren gerade gestorben. Da stand ich nun, 21 Jahre jung, unerfahren und allein. Andere Verwandte hatte ich nicht. Ich war reich, steinreich. War ich auch schon vorher, doch da gehörte meinem Vater alles. Ich verprasste Dads Geld. Nun war ich der mächtige Mann hinter Stark Industries." Ich sehe sie an. Susan hängt an meinen Lippen. Also fahre ich fort. " Ich hatte keine Ahnung wie eine Firma zu leiten ist, also übertrug ich die Geschäfte Obedajah und ich machte

weiter wie bisher. Ich feierte ausschweifende Partys, trank, rauchte und nahm Halluzinogene Drogen. Kurz um, ich probierte alles einmal aus. Meine Frauen wechselte ich wie Unterhosen. Ich wurde ihrer schnell überdrüssig. Eines Tages schlug Obedajah mir eine besondere Frau vor. Eine Domina. Ich traf mich mit ihr und von diesem Tag an änderte sich mein Leben. Irene von Rosenboum lehrte mich wie ein richtiger Mann Frauen zu behandeln hat, wie man sie richtig verwöhnt. Wo man sie berühren muss damit sie dann in einem solch extremen Orgasmus bekommen den sie kaum aushalten.

Nicht ganz uneigennützig stellte sie sich stets als Probantin zur Verfügung. So wurde ich, ohne es zu bemerken, zu ihrem persönlichen Sexsklaven. Und als ich es dann bemerkte, war es zu spät um ihren Fängen zu entkommen. Ihre Stimme..." Ich breche ab und starre in die Dunkelheit der Nacht hinaus. "Was ist mit ihrer Stimme?" will Susan leise wissen. "Ich weiß nicht. Sie hat so eine besondere Art zu sprechen ... wie Hypnose ... oder Gehirnwäsche. Sie muss nur in einem bestimmten Tonfall etwas zu mir sagen und ich werde Willenlos."

versuche ich zu erklären. "Irgendwann war sie verschwunden, und ich am Boden zerstört. Jarvis riet mir damals zu einer Therapie. Und die machte ich auch. Du kennst ja meinen Arzt." Ich grinse sie an. "Seit dem bin ich ihr noch zwei Mal begegnet. Und jedes Mal verlief es so wie heute Nacht. Jedes Mal stürzte ich danach ab, brauchte wieder Hilfe. Nur heute war es anders. Ich bot ihr die Stirn, weigerte mich zu tun was sie von mir verlangte. Sie war nicht sehr erfreut, wie du sehen kannst." schließe ich. Susan nickt "Verstehe." "Wirklich? Du verstehst das? Ich verstehe es nämlich nicht. Wie kann ein

eigentlich intelligenter Mann sich dermaßen erniedrigen lassen?" Eindringlich sehe ich ihr in die Augen. "Susan, ich habe dir heute sehr weh getan. Dich betrogen." beginne ich, sie stoppt mich erneut indem sie mir den Mund zuhält. "Ich kenne jetzt die Vorgeschichte. Du warst ihr hörig oder bist es immer noch im Unterbewusstsein. Sie hat dich benutzt. Jetzt ist es nur wichtig das du dieser Schlampe nie wieder begegnest! Sie vergisst." sagt sie mit fester Stimme. Ich nicke. "Ich würde ja gerne, aber sie ist da drin." Ich tippe mir an den Kopf. "Dann machst du eben wieder eine

Therapie bei Doktor Wellsh. Alles, Hauptsache wir bekommen die blöde Kuh aus deinem Kopf raus!" schließt sie. "Ich bin an deiner Seite und werde dir helfen." Sie nimmt mein Gesicht zwischen ihre kleinen Hände und zwingt mich so sie anzusehen. "Ich werde immer für dich da sein! Das habe ich schließlich geschworen. Tony Stark, ich liebe dich!" "Du liebst mich immer noch? Wirklich?" frage ich ungläubig. "Selbstverständlich! Ich habe viele Eigenschaften, mein Lieber, aber Nachtragend sein gehört nicht dazu. Ich

verzeihe dir." Und ihr Lächeln ist so hinreißend das ich weiß das es wahr ist. Glücklich nehme ich sie in den Arm und gebe ihr einen Kuss auf den Scheitel. "Danke, danke, vielen Dank, mein Liebes!" flüstere ich. Glücklich wie ein frisch verliebtes Pärchen kehren wir nach Hause zurück.

unterschätze niemals eine Frau 

Kaum in der Villa angekommen, verschwindet Tony erst einmal im Badezimmer. Ihm war, verständlicher weise nach einer Dusche. Ich nehme den Kommunikator zur Hand, verschwinde in der Küche um mit Jarvis zu reden. "Jarvis, Tony hat doch sicherlich einen guten Anwalt." "Oh, wenn Sie wüssten, Mam. Es ist nicht nur einer und sie sind allesamt gute Rechtsanwälte." erwidert er. "Okay. Gut. Ich möchte das du einen Termin bei dem besten für Strafrecht ausmachst! Irgendwann übernächste

Woche, wenn wir wieder in New York sind." befehle ich. "Natürlich, Mam. Also einen der Anwaltskanzleien in New York. Ich werde mich sofort darum kümmern. Noch ist es allerdings 3 Uhr in der Nacht..." "Ist schon gut, Jarvis. Ich danke dir!" sage ich schnell. "Ich verlasse mich auf dich!" "Darf ich fragen warum Sie die Hilfe eines Rechtsanwaltes benötigen?" fragt er. "Hat es etwas mit Mister Starks Unfall zu tun." "Ja, Jarvis, so ist es. Tony weiß nichts davon, aber ich habe es mir zur Aufgabe

gemacht diese Frau Rosenboum zu vernichten!" zische ich. "Ich werde erst Ruhe geben wenn diese Person dafür Büst was sie Tony alles angetan hat!" "Darf ich anmerken, dass Miss von Rosenboum eine sehr einflussreiche Frau ist." "Das ist mir herzlich egal. Sie wird merken, dass ich ebenfalls eine einflussreiche und starke Frau bin!" antworte ich kämpferisch. "Wie Sie meinen, Mam." "Und Jarvis. Kein Wort zu Tony bitte! Vorerst nicht." "Ich werde schweigen wie ein Grab." gibt er zurück.

"Gut." sage ich lächelnd und lege den Kommunikator auf den Esstisch. Jawohl, ich werde diese Frau zu Grunde richten! Und ich werde damit nicht eher aufhören bis sie arm wie eine Kirchenmaus auf der Straße lebt. Grimmig schaue ich hinaus auf das Meer wo am Horizont gerade die Sonne als großer roter Ball aufgeht. "Möchtest du etwas essen?" frage ich vorsichtig als ich wenig später meinen Kopf zum Schlafzimmer hinein strecke. Tony liegt auf dem Bett die Arme unter dem Kopf verschränkt und starrt die

Zimmerdecke an. Als er mich bemerkt sieht er zu mir. "Was?" "Ich habe dich gefragt ob du etwas essen möchtest." wiederhole ich. "Ach so." er lächelt "Ja, gern. Aber nicht viel. Ich habe keinen großen Hunger." sagt er leise und sieht wieder zur Decke hoch. Ich nicke und schließe wieder die Tür. "Er ist ja völlig fertig. Jetzt will ich erst recht sie fertig machen!" denke ich sauer.

"Ich werde dem Piloten für heute absagen denke ich." sagt Tony und fährt sich durch die ohnehin schon verstrubbelten Haare. Er sieht mich forschend an "Also, nur wenn es okay für dich ist?" "Natürlich, Darling!" erwidere ich, stehe auf und gehe um den Tisch herum zu ihm. Er fährt mit dem Stuhl etwas vom Tisch ab, so das ich mich auf seinen Schoß setzen kann. Liebevoll schlinge ich meine Arme um seinen Hals und sehe ihm tief in die Augen. "Natürlich ist das okay. Du musst dich

ausruhen, Schatz. Du hast eine Menge durch gemacht letzte Nacht." wiederhole ich. "Oh ja. Es war ..." sagt er und sieht mich an "... echt krank." "Wenn du lieber nicht mehr hier bleiben möchtest..." beginne ich. Tony scheint zu ahnen was ich sagen will und unterbricht mich. "Nein, nein, oh nein! Wir werden doch nicht unsere Flitterwochen wegen mir abbrechen. Nicht wegen so einer Lappalie." "Lappalie nennst du das? Das was diese Frau mit dir abzieht ist und war immer schon Psychoterror der schlimmsten Sorte!" sage ich wütend. Nicht wütend auf ihn, sondern auf diese

Schlampe, Miststück, Hure ... "Okay." er lächelt schief "Dann machen wir weiter. Ist ja schön hier." "Ja das ist es." sage auch ich lächelnd. Und so fuhren wir also fort als wäre nichts gewesen. Doch hinter dieser Scheinheiligen Mauer aus Schweigen zog ich meine Fäden. Ich machte die ersten Termine bei Doktor Wellsh aus, so das Tony, sobald wir wieder zu Hause sind mit der Therapie beginnen kann.

Ich telefonierte bereits mit den Anwälten. Jarvis hatte zwei der besten Strafrecht versierten Rechtsanwälte Amerikas ausgewählt. Der Besitzer des Hotel Le Tom Beach war ein Bekannter von Tony und als er hörte wie man die Ehefrau seines Freundes in seinem Hotel behandelt hatte, war er sofort meiner Meinung das solches Personal für ein Haus wie das seine nicht tragbar ist. Er fürchtete wohl wir hätten auch gute Verbindungen zum Hotelverband oder ähnlichem und würden sein Hotel

schlecht machen. Und damit hätte er nicht einmal falsch gelegen. Genau das hätte ich getan. Mein Vaters bester Freund ist ein weltweit renommierter Hotelkritiker. Ein Anruf hätte genügt. Ich rief sogar einmal Frau Rosenboum selbst an um sie von meinen Plänen in Kenntnis zu setzen. Ich lies mich vom Rezeptionisten in ihre Suite durchstellen, sie nahm ab und rief "Was ist." in den Hörer. "Guten Tag Miss von Rosenboum." grüßte ich höflich "Mein Name ist Susan Stark."

Ich lies ihr einen kurzem Moment um zu überlegen wer ich war. Sie kam recht schnell darauf "Anthonys kleine Schlampe." Ich schlucke, mein Magen krampft, die Wut sammelt sich, doch ich beherrsche mich und bleibe freundlich. "Miss von Rosenboum ich wollte Sie nur kurz davon in Kenntnis setzen das wir rechtliche Schritte gegen Sie eingeleitet haben." Wieder dieses glockenhelle Lachen. Sie lacht mich aus. Als sie sich beruhig hat sagt sie mit

schneidender Stimme "Und wegen was genau verklagen Sie mich?" "Seelische Grausamkeit, Freiheitsberaubung, Körperverletzung und Beleidigung." zähle ich auf. "Interessant! Dürfte nur schwer sein dies alles zu beweisen." entgegnet sie zuckersüß. "Das denke ich nicht. Wird sogar ziemlich einfach." entgegne ich kühl. Schweigen. "So, damit wäre alles gesagt. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Aufenthalt auf Saint-Barthelemy! Genießen Sie ihn, danach erwartet Sie nur noch die Hölle!" drohe ich und lege auf ehe sie noch ein Wort erwidern kann.

Mit einem zufriedenen, siegreichen Grinsen auf den Lippen lege ich mein Handy auf den Küchentresen. Die nächsten Schritte waren auch schon geplant. Bevor ich diese jedoch ausspielen kann, muss ich die Gerichtsverhandlung abwartet. Nicht das mir das dann vor Gericht zu deren Gunsten ausgelegt wird. Ich bat Jarvis mir alle Spuren von Irene von Rosenboum im Internet raus zu suchen. Webseiten, Forenbeträge, Werbeanzeigen und so weiter. Zu gegebener Zeit werde ich Jarvis bitten all diese Einträge zu löschen. Überall wo

ihr Name vorkommt wird gelöscht. Für immer ausradiert. Ich werde dieser Schlampe zeigen das ich keineswegs ein dummes hilfloses Mädchen bin! Ich werde sie vernichten! Am nächsten Morgen, nach einer Stunde hartem Training im Fitnessraum im zweiten Obergeschoss und anschließendem schwimmen im Pool fühle ich mich wie neu geboren. Ich steige aus dem Becken wo John schon mit einem Handtuch auf mich wartet. Dankend nehme ich es entgegen. "Kann ich sonst noch etwas für Sie tun,

Sir?" fragt dieser. "Ja. Wir erwarten Besuch. Wenn Sie bitte dafür sorgen würden das zwei Gästezimmer vorbereitet werden!" bitte ich. "Selbstverständlich, Sir. Ich werde es veranlassen. Darf ich fragen, für wie viele Tage der Besuch bleiben wird?" "Das kann ich noch nicht sagen. Ich gehe von 3 bis 5 Tagen aus." "In Ordnung. Haben Sie sonst noch einen Wunsch, Sir?" "Nein danke." sage ich, lege mir das Handtuch um den Hals und setze mich auf einen der Liegestühle am Pool. John verschwindet lautlos im Haus.

Ich schließe die Augen und genieße die Sonne. Die Schürfwunden brennen und ziepen noch etwas. Ein gutes Zeichen, sie beginnen zu verheilen. Das Geräusch von Stöckelschuhen nährt sich. Susan kommt und bleibt neben meinem Liegestuhl stehen. Ich öffne ein Auge und sehe zu ihr hoch. Sie ist topp gestylt, trägt ein enges graues Kostüm und rote High Heels Sandalen. Ihre Haare sind zu einem strengen Knoten am Hinterkopf frisiert.

"Was ist los Darling?" frage ich. "Ich wollte nur nach dir sehen ..." sagt sie. "... ehe ich los muss." fährt sie fort. Ich öffne auch das zweite Auge und frage "Und wo genau musst du hin?" "Ich habe einen Termin." entgegnet sie kurz angebunden. "Einen Termin?" Mein Misstrauen ist geweckt. "Ja, so ist es. Du bleibst hier und ruhst dich aus! Ich bin bald zurück." sagt sie sanft, beugt sich zu mir hinab und streicht mit ihrer zarten kleinen Hand über meine Wange. "Okay. Aber wo willst du hin?" frage ich verwirrt.

"Ich habe mir in einem Massagestudio einen Termin geben lassen. Jetzt wo wir heute doch nicht zu den Schweinen fliegen, dachte ich mir, kann ich auch etwas Wellness machen." erklärt sie. "Ach so." lache ich und fahre mir durch das Haar. "Dann wünsche ich dir viel Spaß, Schatz!" Su streicht abermals über meine Wange, küsst mich schnell auf den Mund und raunt "Danke, Schatz. Bis später." "Ja. Ich liebe dich, Süße!" sage ich. "Ich dich auch." ruft sie während sie sich

mit federndem Gang entfernt. Ich sehe ihr nach, betrachte ihren perfekten Po in diesem engen Rock und bemerke auch sofort die Reaktion darauf in meiner Hose. Grinsend lehne ich mich wieder zurück und schließen die Augen. Genussvoll gebe ich mich meinen Phantasien hin. Vor dem Haus wartet schon eine Limousine auf mich. Ich habe sie mir heimlich bestellt. Eine Stretchlimo um Eindruck zu schinden. Für diese Mission heute habe ich mich so richtig in Schale geworfen. Ich muss die toughe Buissnessfrau perfekt

verkörpern. "Guten Tag, Ms. Stark." begrüßt Simon mich freundlich als er mir die Tür im Wagenfont öffnet und mich einsteigen lässt. Ich nicke ihm freundlich zu und erwidere den Gruß. Während der Fahrt gehe ich noch einmal meinen Text durch. Simon hält direkt vor dem hiesigen Polizeirevier. Bevor ich aussteige bitte ich Simon hier auf mich zu warten. Er läuft um das Auto herum und öffnet mir die Tür. Ich sehe mich suchend um. Vor dem Säulenverzierten Eingang des Polizeireviers steht ein Mann mittleren

Alters im grauen Anzug mit Aktentasche. Mit ausgestreckter Hand gehe ich auf ihn zu. "Mister Harmsworth?" frage ich charmant lächelnd. Er starrt mich Sekundenbruchteile nur an, dann löst er sich aus seiner Starre und lächelt freundlich. "Misses Stark wie ich annehme?" fragt Anwalt Harmsworth und nimmt meine Hand sanft in die seine, hebt sie an und haucht mir einen Kuss auf den Handrücken. Ich sehe ihn in die grauen Augen und lächle. "Hallo. Ich freue mich Sie kennen zu lernen!"

"Die Freude ist ganz auf meiner Seite." säuselt er. "Wollen wir?" fragt er und ich nicke. Gemeinsam betreten wir das niedrige Gebäude, wobei er mir die Tür aufhält. Der Klang meiner Absätze hallt durch die Flure. "Gendarm Perriot wartet in seinem Büro auf uns." klärt mich Harmsworth auf. Ich nicke. Der erste Schritt in Sachen Irene von Rosenboums Vernichtung beginnt. Harmswoth klopft an die Tür des Gendarmen, ein dumpfes "Herein." ertönt und wir treten ein.

Perriot erhebt sich von seinem Stuhl als er mich entdeckt. "Ms. Stark. Ich bin erfreut Sie kennen zu lernen!" ruft er und strahlt mich an. Ich lächle kokett. Das zieht aber auch immer wieder. Männer sind so leicht zu manipulieren. Kaum betritt eine attraktive selbstbewusste Frau den Raum und lächelt, liegen sie ihr zu Füßen. "Hi Mister Perriot. Leider lernen wir uns unter solch unerfreulichen Umständen kennen!" entgegne ich mit erschütterter Miene.

"Ja das ist wahr." sagt er, bedeutet uns, uns auch zu setzen. Erst nachdem mein Po die Sitzfläche berührt setzen sich auch die Herren. "Also, Mister Perriot, ich bin heute hier um Anzeige gegen Irene von Rosenboum zu erstatten." eröffne ich. Perriot legt die Fingerkuppen aneinander und sieht mich eindringlich an. "Was genau möchten Sie anzeigen Ms. Stark?" "Miss Rosenboum hat meinen Mann in der vorletzten Nacht mit Drogen gefügig gemacht und ihn physisch und psychisch bis zur Bewusstlosigkeit misshandelt

hat." Mir schaudert bei dem Gedanken an Tony, bewusstlos und blutend in dem Hotelzimmer. "Ja genau. Deshalb streben wir an Miss von Rosenboum wegen Körperverletzung, Nötigung, und Freiheitsberaubung anzuzeigen." fährt Harmsworth fort. "Ich verstehe." sagt Perriot. "Dann nehmen wir mal die Anzeige auf." Er kramt etwas in seiner Schreibtischschublade hervor, einen Stift und einen Block und beginnt sofort etwas aufzuschreiben. Ab und an stellt er mir eine Frage, die ich wahrheitsgemäß beantworte.

"Warum ist Mister Stark heute nicht persönlich erschienen?" will er wissen. "Weil er sich physisch dazu nicht in der Lage sieht." antworte ich. "Er ist am Boden zerstört. Braucht Psychologische Hilfe." übertreibe ich. "Oh je." murmelt er. "Ja, Sie müssen wissen, mein Mann kennt diese ... " Ich mache eine bedeutungsschwangere Pause. ".. Dame schon seit 20 Jahren. Und jedes Mal ist er danach ein seelisches Wrack, benötigt Psychologische Hilfe eines Therapeuten." Ich bemerke wie meine Augen feucht werden und eine einzelne Träne meine

Wange herab rinnt. Sofort springt Perriot auf und reicht mir eine Taschentuchbox die er vom Fensterbrett hinter sich nimmt. "Hier, Ms. Stark. Sie müssen nicht weinen. Ich bin mir sicher Miss Rosenboum wird ihre gerechte Strafe erhalten! Oder?" fragte er in Harmsworths Richtung. Dieser nickt eifrig. Kokett tupfe ich mir die Augen trocken. "Ich danke Ihnen meine Herren!" flüstere ich. "Ich liebe meinen Mann so sehr. Ich kann einfach nicht mit ansehen das diese Person ihn so verletzt."

"Das verstehe ich gut, Mam!" sagt Harmsworth und tätschelt mir den Rücken. "Ich werde alles in meiner Macht stehende tun um den Prozess gegen Rosenboum zu gewinnen. Und, wenn ich das so sagen darf, unsere Chancen stehen nicht schlecht wenn es sich wirklich so verhält wie Sie behaupten." "Das tut es Mister Harmsworth. Sie hätten Tony mal sehen sollen. Blutverschmiert und bewusstlos in ihrem Bett im Hotel." Übertrieben schniefe ich in das Taschentuch. Lieber noch ein wenig auf die Tränendrüse drücken, das hilft immer.

"Ich kann es mir bildlich vorstellen, Mam." murmelt er. "Ich habe mich über die besagte Dame erkundigt. Sie treibt ihre Kunden gern mal bis zum Äußersten. Geht bei ihren Praktiken ..." Er räuspert sich. "... sehr brutal vor." Ich horche auf. "Ja wirklich? Haben Sie eventuell noch andere Betroffene ausfindig machen können?" will ich wissen. Er schüttelt den Kopf "Bisher noch nicht. Aber ich habe ja auch noch nicht danach gesucht. Ich bin mir sicher, wenn ich das täte findet sich schon noch der eine oder andere, der nach einem Besuch bei dieser

Dame nicht sehr entspannt war." "Sehr gut!" lobe ich und lächle ihm zu. "Gut. Machen Sie das. Heute und hier geht es ja erst einmal nur um die Aufnahme einer Anzeige gegen besagte Dame. Ich habe sie auch schon fertig gemacht, wenn Sie bitte hier unterzeichnen möchten." bittet Perriot mich und dreht mir das Schriftstück zu. Seinen Stift legt er mir daneben. Ich überfliege das Geschriebene und unterzeichne anschließend meine Aussage. Mit freundlichen Worten verabschieden wir uns von Gendarm Perriot und verlassen deren Büro.

"Gut, ich werde nun zurück nach New York fliegen und die Anklageschrift ausarbeiten." verkündet Harmsworth als wir vor dem Gebäude stehen. Simon sieht mich und steigt aus dem wagen um mir die Tür aufzuhalten. Ich bedeute ihm noch kurz zu warten. Lächelnd wende ich mich Mister Harsworth zu und reiche ihm die Hand. "Vielen Dank für Ihre Mühen, Mister Harmsworth! Das weiß ich sehr zu schätzen! Leider müssen wir diesen Kampf so gut wie allein bestreiten. Meinen Mann möchte ich so gut es geht

aus der Sache heraus halten. Er hat genug unter dieser Frau gelitten." "Zu einer Zeugenvernehmung müsste er sich allerdings schon bei Gericht einfinden." gibt er zu bedenken. "Selbstverständlich." nicke ich. "Aber vielleicht kann man es so organisieren das er dabei ihr nicht begegnen muss?" frage ich und spiele Verzweiflung vor. "Aber natürlich. Das lässt sich organisieren." entgegnet er. "Sehr schön!" Ich schaue auf meine Armbanduhr und fahre fort "Ich habe jetzt den nächsten Termin, Mister Harmsworth ..."

"Oh ich verstehe. Da möchte ich Sie nicht aufhalten. Machen Sie es gut, Mam." Er küsst wieder meine Hand. "Ich melde mich bei Ihnen wenn es Neuigkeiten gibt." "Vielen Dank, Mister Harmsworth!" säusle ich und lächle kokett. Und damit steige ich in den Wagen und Simon schlägt die Tür zu. Unser nächster Halt ist das Le Tom Beach Hotel in St. Jean. Ich möchte dem Hotelier einen persönlichen Besuch abstatten um meine Absichten zu verdeutlichen. Grazil

schwinge ich meine Beine aus dem Wagen und erhebe mich von Simons Hand gestützt. Ich stöckele auf dem roten Teppich in die Hotel Lobby hinein. Mit einem kühlen Lächeln auf den Lippen gehe ich auf den Portier zu. Ich erkenne ihn wieder. Es ist der selbe Mann wie vorgestern Nacht. "Guten Tag, Mister ..." Ich lese sein Namensschildchen. Wilson steht darauf. "... Mister Wilson." ergänze ich. "Ich weiß nicht ob sie sich meiner erinnern?" Ich gebe ihm einen Moment um sich zu erinnern. Doch seinem leeren Gesicht

nach zu urteilen fällt der Groschen nicht. Also fahre ich fort. "Ich bin die Ehefrau von Tony Stark." Seine Augen verengen sich, er erinnert sich nun also doch. "Sie wissen wer ich bin, nehme ich an!" Er nickt stumm. "Ganz genau. Ich bin die Frau die Sie vorletzte Nacht haben zusammen schlagen und aus dem Hotel werfen lassen." "Es .. es tut mir leid, Madam!" stammelt er verlegen. "Aber das muss es doch nicht, mein Lieber. Ich bin ja unverletzt geblieben."

Ich schenke ihm ein zuckersüßes Lächeln. Er grinst breit und sein französischer Schnurrbart zuckt dabei widerlich. Ich schlucke meine Übelkeit hinunter. "Wenn allerdings mein Baby einen Schaden durch die schlechte Behandlung durch Ihre Security Leute erlitten haben sollte, werde ich Sie verklagen, Mister Wilson. Sie als Portier haben doch die Verantwortung für Ihre Mitarbeiter, nicht wahr?" Er ist inzwischen kreidebleich geworden, schluckt und nickt stumm. "Natürlich Madam Stark." murmelt er kaum hörbar. "Ich sehe, wir verstehen uns." lächle ich

und stöckele davon. "Nächstes Ziel, Hotelchef." denke ich und mache mich auf zu dem Büro des Herrn. Jarvis hat mir auf dem Lageplan genau beschrieben wo sich dieses befindet. Ich betrete das Vorzimmer wo ich auf die Sekretärin von Mister Brown dem Hotelbesitzer treffe. "Guten Tag. mein Name ist Stark. Ich habe einen Termin mit Mister Brown." erkläre ich. "Aber natürlich, meine Liebe." erwidert die ältere Dame freundlich. "Ich gebe bescheid das Sie da sind." Sie drückte einen Knopf auf dem Telefon auf ihrem

Schreibtisch und meldet "Mister Brown, Ihr Termin ist eingetroffen." "Schicken Sie sie rein, Miss Miller." ertönt eine verzerrt klingende Stimme aus dem Gerät. "Sie dürfen hinein." sagt Miss Miller freundlich. Ich nicke und stelle mich vor die schwere Eichholztür. Kraftvoll klopfe ich an. "Herein." kommt dumpf zurück. Ich drücke die goldene Türklinke herunter und schiebe die Tür auf. Das Büro ist recht opulent eingerichtet.

Zentraler Punkt ist ein massiver Eichenholzschreibtisch im Biedermaierstil. Dahinter sitzt ein älterer korpulenter Herr im feinen schwarzen Maßanzug. In seiner Einstecktasche steckt ein goldenes Taschentuch. Sein spärliches Haar ist über die Halbglatze gekämmt. Es sieht dermaßen lächerlich aus das ich mir ein Lächeln kaum verkneifen kann. "Mister Brown." grüße ich freundlich und gehe auf ihn zu. "Misses Stark." grüßt er. "Herzlich Willkommen in meinem bescheidenen Haus!" Bä! Wie schmierig! Woher kennt Tony

denn so einen? Trotzdem erwidere ich den Gruß mit einem zuckersüßen Lächeln und nehme das Angebot platz zu nehmen an. "Möchten Sie etwas trinken?" fragt er. Ich lehne dankbar ab. "Ich möchte lieber gleich zum Thema kommen." "In Ordnung." sagt er vorsichtig. "Ich weiß ja worum es geht. Wir hatten schon telefoniert. Misses Stark, es tut mir wirklich sehr leid was Ihnen in unserem Haus geschehen ist!" beginnt er und knetet seine speckigen Hände. Ich schweige und sehe ihn nur fest in die Augen.

"Was kann ich tun damit wir diese unangenehme Geschichte aus der Welt schaffen können?" "Nun, zu aller erst würde ich vorschlagen, die beiden Herren Ihrer Hotelsecurity hier in Ihr Büro zu bestellen und ihnen die Möglichkeit zu geben sich in aller Form bei mir zu entschuldigen!" schlage ich freundlich vor. "Gute Idee. Einen Moment bitte." sagt er, hebt den Finger und spricht wieder mit seiner Sekretärin. "Miss Miller lassen Sie bitte Grey und Norris in mein Büro kommen! Sofort!" "Sehr wohl, Mister Brown." antwortet sie.

"Mister Brown ..." beginne ich und sehe ihn streng an. "... falls Ihre Mitarbeiter sich weigern sich bei mir in aller Form zu entschuldigen, werde ich andere Seiten aufziehen müssen." deute ich an. "Die da wären?" fragt er verwirrt. "Ich werde Mister Grey wegen Körperverletzung und Freiheitsberaubung an mir anzeigen. Der andere Herr wurde mir gegenüber nicht handgreiflich, daher werde ich bei ihm von einer Anzeige absehen. Aber, wenn ein Mitarbeiter Ihres Hotels sich derart daneben benimmt, finde ich, sollte er entlassen werden!" Ich sehe

eindringlich an. Brown schluckt, nickt aber schließlich doch. "In Ordnung, Mam." flüstert er. "Selbstverständlich." Schweigend warten wir auf die Ankunft der beiden Männer. So eilig scheinen sie es nicht zu haben um zu Kreuze zu kriechen. Während Brown scheinbar gelangweilt aus seinem Fenster sieht, sehe ich mich im Büro um. An der Wand hinter dem Schreibtisch hängt ein Picasso. Über der Sitzecke ein weiterer. Also mein Fall ist Picasso nicht, stelle ich wieder einmal fest! Die Sitzecke bestehen aus bequem aber auch etwas übertrieben aussehenden

cremefarbenen Barocksesseln und einem zarten Eichenholz Beistelltischchen. In einer goldenen Schale liegen in Zellophan eingewickelte Bonbons. "Stil hat er ja." denke ich. Kurz darauf klopft es an der Tür und die beiden Männer treten ein. Als Grey mich entdeckt verzieht sich sein Drei-Tage-Bart-Gesicht zu einem widerlichen Grinsen. "Er erkennt mich nicht wieder. Sieht in mir ein neues potenzielles Opfer seines schmierigen Charmes." denke ich wütend. Ich stehe auf und gehe auf die beiden zu. Direkt vor Grey bleibe ich stehen und sehe zu ihm auf. Ganz so groß wie

letztens ist der Größen-unterschied diesmal nicht, da ich diesmal Schuhe mit 10 cm Absätzen trage. Er grinst zu mir herab und raunt "Hey Schönheit." "Mister Grey, nehmen Sie sich zusammen!" ruft Brown dazwischen. "Ich bin bestürzt! Wie benehmen Sie sich gegenüber meinen Gästen?" Einen kurzen Moment schaut Grey ihn verwirrt an, doch dann fängt er sich schnell wieder und grinst "Sorry, Mister Brown. Wenn ich schöne Frauen sehe, geht es mit mir durch." "Was denkt er wer er ist, das er sich

seinem Chef gegenüber dermaßen frech verhält?" denke ich wütend. "Und warum unternimmt Brown nichts dagegen?" "Jungs, dies ist Misses Stark." stellt er mich vor. In Greys Gesicht vollzieht sich eine Veränderung. Er überlegt scheinbar ob ich die abgewrackte, durchgedrehte Frau bin die er letztens dingfest gemacht hat. Ich nicke zur Bestätigung. Seine Augen weiten sich und sehen voll Verwunderung auf mich nieder. Mein Einsatz. "Ja, meine Herren. Wie Sie sicherlich schon bemerkt haben, bin ich ebendiese

junge Frau die Sie vorletzte Nacht hier im Hotel .. Nun wie soll ich sagen?" Ich mache eine bedeutungsvolle Pause. "... Zusammen geschlagen haben." vollende ich theatralisch meinen Satz. "Ähm." entfährt es Grey und er fährt sich mit der Hand über die Haarstoppeln auf seinem Kopf. "Sie müssen es jetzt nicht abstreiten." beginne ich meine Offensive. "Mir liegt Videomaterial vor, worauf, dank der hervorragenden Kameras der Überwachungsanlage des Hotels, einwandfrei zu sehen ist wie ich von Ihnen beiden geschlagen und festgehalten werde." Ich sehe sie fest an.

"Die verrückte Ehefrau, das waren Sie?" fragt der dessen Name Norris ist. Ich sehe ihn an und nicke zustimmend. "Ja genau, die bin ich." Er schluckt und bekommt einen hochroten Kopf. Mit hoch erhobenen Kopf schreite ich an ihnen vorbei und setze mich auf einen dieser Sessel in der Besucherecke. "Nun, Mister Brown. Sie wollten Ihren Mitarbeitern doch etwas sagen?" frage ich zuckersüß. "Ähm. Ja natürlich. Grey, Norris ... Also Jungs ... Die Lady hier wünscht das ihr euch ordentlich bei ihr entschuldigt!" stammelt er und sieht dabei auf seine Füße hinunter.

"Was für ein Schlappschwanz er doch ist! Und das soll der Chef eines renommierten 4 Sterne Hauses sein?" denke ich verwirrt. Da kommt mir eine Idee. Vielleicht hat Grey ihn ja in der Tasche? Erpresst ihn oder so? "Ich soll vor der da zu Kreuze kriechen?" ruft Grey aufgebracht und deutet auf mich. "Ja, genau das wünscht sie." erwidert Brown. "Das kann sie vergessen." brüllt Grey jetzt und tut damit so als wäre ich gar nicht anwesend.

Der kleine Brown zuckt zusammen und duckt sich scheinbar unbewusst vor dem Riesen Grey. "Das reicht!" denke ich, stehe auf und gehe auf diesen widerlichen Kerl zu. Er lacht mich höhnisch aus. "Was jetzt Kleine? Denkst du, nur weil du eine verwöhnte reiche Schlampe bist kusche ich vor dir?" "Nein, deswegen sicher nicht ..." erwidere ich leise aber mit fester Stimme. "... aber sicher wenn ich Sie davon in Kenntnis setze das ich Sie wegen Körperverletzung und Freiheitsberaubung anzeigen werde." Doch er lacht nur. Ich hatte ehrlich

gesagt auch nichts anderes von ihm erwartet. "Ich bin schon so oft angezeigt worden, Schätzchen." Er tritt so nah an mich heran das ich seinen heißen Atem auf meinem Gesicht spüren kann. "Nur haben alle Weiber es nie voll durch gezogen. Irgendwas muss sie umgestimmt haben." Er grinst schmierig. Ich zwinge mich zu einem Lächeln und zische "Gehen Sie sofort zwei Schritte zurück!" "Nö." "Ich fordere Sie noch mal auf zwei Schritte zurück zu treten!" zische ich nun lauter.

"Und was ist wenn ich es nicht mache? Willst du mich dann wieder treten oder schlagen?" grinst er. "Ja, ganz genau. Nur das ich diesmal treffen werde." rufe ich. "Ich bin so gespannt das ich es auf einen Versuch ankommen lassen will." entgegnet er. Na gut, kann er haben. Ich umfasse mein rechtes Handgelenk und drücke dort unauffällig auf mein silbernes Armband. Sogleich erscheint der Handschuh des Iron Man Anzugs. Ich richte den Pulsor auf den Mann und schleudere ihm einen leichten Strahl entgegen.

Völlig überrascht wird er zurück geschleudert wobei er an der Wand neben der Tür aufschlägt und daran herunter rutscht. Einen kurzem Moment bleibt er auf dem Boden liegen, rappelt sich jedoch schnell wieder auf. "Du miese Schlampe. Dafür wirst du Büsen!" droht er. "Ach werde ich das?" gebe ich trocken zurück. Norris neben mir macht sich fast ins Hemd, mit einem Mal geht er auf die Knie und sieht zu mir auf. "Ich möchte mich in aller Form bei Ihnen entschuldigen, Misses Stark!" bettelt er.

Huldvoll sehe ich auf ihn runter und sage freundlich "Ich danke Ihnen, Mister Norris! Ich denke, Sie dürfen nun gehen." Schnell springt er auf und verlässt in Rekordzeit das Büro. "Sehen Sie, Grey, so einfach ist das. Ich sage Ihnen mal was." Er stellt sich mit verschränkten Armen vor mich und sieht mich abwartend an. Ich fahre fort "Von Leuten ihres Menschenschlags wurde ich vor einigen Monaten entführt. Ich bin also einiges gewohnt. Vielleicht können Sie mit ihrem Auftreten andere Menschen einschüchtern ..." Ich werfe Brown einen

schnellen Seitenblick zu. Dieser sieht beschämt auf den Boden. "... mich jedoch nicht. Das einzige was Sie bei mir bewirken ist, dass ich wütend werde! Ich werde Sie fertig machen. Und ich beginne damit das Sie sich einen neuen Arbeitsplatz suchen dürfen!" schließe ich. Auffordernd sehe ich Mister Brown an. "Mister Brown, Ihr Einsatz!" "Ja also ... Daniel ... ich muss dir leider ... sie will ... also ich muss..." stammelt dieser. "Herje, Mister Brown, spucken Sie es aus! Was sind Sie denn für ein Mensch das Sie sich von so einem einschüchtern

lassen!" rufe ich wütend. "Also ich ... Daniel ist ..." "Erpresst er Sie?" frage ich gerade heraus. "Nein, er ist ... mein Neffe. Und ich habe ... meiner Schwester auf dem Totenbett versprochen ... mich um ihn zu kümmern." kommt er endlich zum Schluss. "Ach so ist das." sage ich wissend. "Das ist sehr ehrenhaft von Ihnen! Aber Mister Grey ist ein erwachsener Mann der für seine Tat einstehen muss, zur

Rechenschaft gezogen werden muss." Brown nickt. "Ich weiß ja. Aber ich kann einfach nicht." sagt er und vergräbt sein Gesicht in den Händen. Heult der jetzt etwa? "Mister Brown, das erste was ich als Frau eines CEOs gelernt habe ist, wenn man ein Unternehmen leiten will muss man knall hart sein. Also reißen Sie sich mal zusammen!" rücke ich ihn zurecht. Er atmet tief durch. "Sie haben ja Recht, Mam. Daniel, sie hat recht." sagt er nun an Grey gewandt. "Du hast uns lange genug drangsaliert. Es ist genug! Du wirst wegen Körperverletzung angezeigt.

So bist du als Security Mitarbeiter in meinem Hotel nicht mehr tragbar. Ich entlasse dich hiermit! Du erhältst dein Kündigungsschreiben in den nächsten Tagen mit der Post." schließt er. Das muss ihn einiges an Mut gekostet haben. "Das wagst du nicht Onkel!" droht Grey. "Wo soll ich denn hin?" "Da hätte ich eine Idee." werfe ich grinsend ein. "Sie dürfen es sich in den nächsten Monaten sicherlich, wenn es stimmt was man so über Sie sagt, in einer hübschen Zelle gemütlich machen." Frech grinse ich ihm direkt ins Gesicht.

Er kann seine Wut scheinbar kaum bändigen. "Was ist das da?" fragt er und deutet auf meinen Handschuh. "Das würden Sie eh nicht begreifen." sage ich und lache höhnisch. "Was soll das ..." Ich bringe ihn mit erhobener Hand zum Schweigen. "Genug! Ich habe nun keine Zeit mehr für Sie. Habe dringende Termine." Damit gehe ich zu Mister Brown hinüber, reiche ihm die Hand und verabschiede mich mit den Worten "Vielen Dank für Ihre Kooperation, Mister Brown! Ich werde in den nächsten Wochen nachprüfen ob mein Wunsch umgesetzt

worden ist." Als ich an Grey vorbei gehe raune ich ihm noch zu "Sie hören von meinem Anwalt. Guten Tag meine Herren!" Von sprachlosen Staunen begleitet verlasse ich das Büro. Heute bin ich selbst über meinen eigenen Schatten gesprungen. Macht ausüben fühlt sich gut an! Triumphierend stöckle ich an dem Empfangstresen vorbei. Draußen ruft Simon mir zu "Da sind Sie ja endlich! Ich habe mir Sorgen um Sie gemacht. Wären Sie nicht in den

nächsten 15 Minuten heraus gekommen, hätte ich Sie gesucht." "Ach Simon, das ist ja lieb!" rufe ich freudig. "Aber ich hatte alles im Griff." "Dann hatten Sie Erfolg?" fragt er nachdem wir eingestiegen sind. "Oh ja, das hatte ich." Listig lächelnd schaue ich aus dem Fenster.

normalität

"Du siehst ja richtig erholt aus." ruft Tony mir zu als ich Stunden später wieder in die Villa zurück kehre. Ich war, um Zeit zu schinden wirklich noch in ein Spa gegangen. Nach einer wundervollen Rückenmassage die mir ein heißer braungebrannter Kerl gegeben hat und einem anschließendem Frisörbesuch fühlte ich mich wirklich wie neu geboren. "So fühle ich mich auch." entgegne ich und setze mich neben ihn auf seinen Liegestuhl. "Hast du die ganze Zeit hier gelegen?" will ich wissen. "Ja, so ziemlich die ganze Zeit." sagt er

fröhlich. "Einfach mal die Seele baumeln lassen, aufs Meer hinaus schauen, nichts tun. Das brauchte ich jetzt." "Okay, dann bist du ja jetzt sicherlich erholt genug um mit mir was essen zu gehen!" beschließe ich. "Ja bin ich. Aber hat nicht Maria schon etwas vorbereitet? Nicht das wir sie kränken. Sie kann ziemlich sauer werden wenns ums Essen geht." Tony lacht sein unwiderstehliches sexy Lachen dem ich nie widerstehen kann. "Ich denke sie wird es verkraften." lache ich. "Los komm, schwing dein Arsch ins Haus und mach dich

fertig!" "Ist ja gut, junge Frau." scherzt er und haut mir auf den Po. "Ich beweg mich ja schon." Und damit folgt er mir ins Haus. "Haben wir noch Zeit für eine kurze sportliche Einlage?" fragt er als er hinter mir die Treppe hinauf steigt. "Wenn ich deinen Hintern so vor mir sehe, kann ich an gar nichts anderes denken als ..." "An Sport machen? Weil er so fett ist oder was?" ziehe ich ihn auf. "... jah, an Matratzensport." beendet er seinen Satz. "Und dein Hintern ist im übrigen vollkommen perfekt."

Tony hält meinen Arm fest, dreht mich zu sich um und drückt mich mit seinem Körper an die Wand hinter mir. "Wenn ich deinen Körper sehe, kann ich an nichts anderes denken als daran dich in jeder erdenklichen Stellung an jedem möglichen Ort zu ficken." raunt er mir ins Ohr. Das er es ernst meint, spüre ich deutlich zwischen seinen Beinen, als er sich noch näher an mich drückt. "Hör auf, Tony!" flüstere ich beschämt. Noch immer ist es seltsam für mich zu hören wie begehrenswert er mich findet.

Es ist mir immer ein klein wenig p