Fantasy & Horror
Ruhm eines Menschenfeindes

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"Ruhm eines Menschenfeindes"
Veröffentlicht am 07. Mai 2016, 6 Seiten
Kategorie Fantasy & Horror
© Umschlag Bildmaterial: diavolessa - Fotolia.com
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Ich schreibe, seit ich 8 Jahre alt war, besonders haben es mir Kurzgeschichten und Gedichte angetan. Dabei probiere ich immer wieder gerne etwas Neues aus - sei es beim Genre, oder beim Schreibstil.
Ruhm eines Menschenfeindes

Ruhm eines Menschenfeindes

Ruhm eines Menschenfeindes




O Götter, O Titanen!
Nehmt meine Seele, wie sie ist;
So finster und so rachesatt,
Dass mich der Teufel fürchten müsst‘


Beschwingt von düst'ren Sorgen,
Entlang den blutgetränkten Fluss,
Stets in den gold'nen Morgen,
So treibe ich mein Floß


Heras Erzfeind muss ich sein, Einzureißen ihr Bestreben, Ohne Liebe, ganz allein Zu genießen wohl mein Leben


Mit den Menschen hatt‘ ich’s nicht,
Zu verliebt war’n ihre Seelen
Für Olympus reicht es nicht,
Musst‘ ich mich im Hades quälen

Sieh! Ich kämpfe für mein Siegen! Schon liegt die Welt da, tot und still; Für die gold'nen Himmelsstiegen Wird es kosten, was es will Und ich hab die Welt zerschlagen! Blutig sind die Hände bloß, Menschsein ließ den Mensch versagen Und so treibe ich mein Floß Rostend golden scheint die Sonne An dem Morgen auf mein Haupt Seh‘ Olympus vorn mit Wonne, Werd‘ ihn stürmen, Götterbau!



Zeus erwartet mein Verlangen Nach dem Sieg und Macht und Ruhm, Schickt mir tausend gift’ge Schlangen, Heldbeweise vorzutun


Lächelnd trage ich die Letzte
Zu ihm empor, mit schlaffem Haupt
Und verlange meinen Sitze;
Wohlverdient wird es erlaubt

Doch Götter brauchen Opfergaben,
Diener und Gebete reich;
Helden brauchen Heldensagen
Und den Mund der’s weiterreicht

Nun sitz‘ ich auf Olympus‘ Thron -
Menschenleere Welt zu Füßen,
Schicksal verwehrt mir meinen Lohn,
Hass stattdessen muss ich büßen




O ihr Götter, O Titanen! Nehmt meine Seele, wie sie ist; Ist sie doch gleich mit euren armen! Und stattdessen muss ich lernen, Wie schlimm doch Hass und Ruhmgier ist

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Hörbuch

Über den Autor

JanaRetlow
Ich schreibe, seit ich 8 Jahre alt war, besonders haben es mir Kurzgeschichten und Gedichte angetan.
Dabei probiere ich immer wieder gerne etwas Neues aus - sei es beim Genre, oder beim Schreibstil.

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Ryvais Irgendwie würde ich auf eine Abhandlung der Herakles-Geschichte tippen, eine, in der der Held irgendwann genug davon hat, für Götter und Menschen zu schuften? Ich bin mir nicht sicher, es gibt einfach so unglaublich viele Sagenfiguren, vielleicht ist es jemand, den ich gar nicht kenne. Sehr schön fand ich jedenfalls auch die Darstellung des Zwiespalts zwischen Götter- und Menschenwelt (um das jetzt mal so nicht ganz treffend wiederzugeben), in dem der Sprecher steckt, in Strophe 3 - ja, ich bin mir sicher, er ist ein Halbgott ...
Auf jeden Fall ein sehr schönes Gedicht!
Lg, Ryvais
Vor langer Zeit - Antworten
JanaRetlow Vielen Dank für deinen Kommentar und für das Lob!
Welche Rasse der "Held" dieses Gedichts hat, ist selbst mir nicht vollständig klar und jeder kann da seine eigene Interpretation haben.
Vielleicht ist es auch nur ein einfacher Mensch, der die Arroganz eines Gottes hat und an dieser letztlich zu Grunde geht. Ein Mensch, dem die einfachen Leute nicht gut genug sind und der selbst nicht gut genug für die Götter ist (Strophe 4).
Aber mir gefällt deine Interpretation auch sehr gut!

LG Jana
Vor langer Zeit - Antworten
gela556 Seinen gerechten Lohn,
denn erhält jeder einmal in seinem Leben
ob nun mit oder ohne Gottes Segen ;-)))
GlG, Gela
Vor langer Zeit - Antworten
JanaRetlow Vielen Dank für deinen Kommentar, liebe Gela :-)
Liebe Grüße,
Jana
Vor langer Zeit - Antworten
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