Jugendbücher
DUEYE

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"Auch für Zweiäugige. ;-)"
Veröffentlicht am 02. Juni 2016, 32 Seiten
Kategorie Jugendbücher
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Über den Autor:

Ich bin Hobbyautor aus Leidenschaft, das Schreiben kam mal wie ein Löwenzahnschirmchen zu mir ins Zimmer und in meine Welt geflogen, Ich hab es aufgefangen und seitdem lässt es mich nicht mehr los. :-) Eigentlich war und bin ich gar kein so großer Leser aber am Schreiben bin ich irgendwie hängen geblieben. Macht mir einfach Spaß; besonders wenn die Geschichte Erfolg hat und anderen Freude bereitet und somit gefällt. :-) Ansonsten gibt`s noch ...
Auch für Zweiäugige. ;-)

DUEYE

°°


°° Unter Zyklopen °°

Nun ist das so eine Sache mit dem Sprichwort: ,,Unter den Blinden ist der einäugige Königˮ. Insbesondere dann wenn eine andere Konstellation für dich der Fall. Ich bin Dueye und das ist meine Geschichte oder eine Geschichte über mich. Ich bin ein zweiäugiger Zyklop und somit praktisch keiner der selben. Von Geburt an mit zwei Augen ausgestattet bin in in Zyklopia eigentlich fehl am Platz. Oft beneidet, oft verhauen war mein Leben von Beginn an sehr schwierig. Nun ich sagte es ja bereits: ,, ... der einäugige Königˮ. Dieses Sprichwort gilt so nicht so ganz

und das auch als Zweiäugiger unter Einäugigen. Im Gegenteil - es macht die Sache recht schwer. Nun gibt es in Zylopia viele Zyklopen und ich war nunmehr der einzige mit zwei Augen. Ich muss sogar sagen nur. Da wäre der Zyklopenältestenrat, die Zyklopen des Dorfes und viele viele andere. Warum gerade ich mit zwei Augen gebohren wurde weiss ich nicht genau aber es hat wohl schon seinen Sinn gehabt letztlich - soviel sei mal vorweck genommen. Zyklopen sind nicht anders als ihr und haben eben so ihre Stärken und Schwächen. Da wäre ihre große Auffassungsgabe, ihres einen Auges mit

Rundumblick wegen, zum Beispiel als Stärke genannt und ebenso kann diese auch gleichfall`s als Schwäche benannt werden. Den wer viel sieht ist oft auch Neugierig und das sind Zyklopen - absolut. Eine große Schwäche ihrerseits. Ich durfte sie zur Genüge verkosten. Kam ich zum Dorf herein schauten mich meist alle immer irgendwie schräg an und oft kam dann noch ein Spruch oder eine abwertende Bemerkung. ,,Seht da der Zweiäugerˮ zum Beispiel; um nur ein Beispiel zu nennen. Es ist nicht immer schön anders zu sein - das möchte ich einfach Mal festgestellt haben und gesagt wissen. Wohl dem der Gut aussieht, ein Praktvolles Auge und

schönen Körper hat. Aber ist dem nicht so so möchte man doch oft ein anderer sein oder mit jemandem manchmal tauschen. Mir ging es da nicht anders. Zyklopen, Zyklopen und ich mittendrin mit meinen zwei Augen. Das war`s irgendwie nicht. Bis dann eines Tages die Sache mit dem Besucher aus einer anderen Welt passierte und von dieser Sache möchte ich euch nun erzählen und hoffentlich bestmöglich und detailiert kurz berichten.

°° Der Besuch °°

Es war der dreizehnte Tag, der dreizehnten Woche des neuen Kalenderjahres. Kein gutes Omen möchte ich einfach mal behaupten und so war es doch sehr seltsam das eben an jedem Tag der Fremde in unserem Zyklopenstädchen in Zyklopia auftauchte. Erst wusste niemand etwas von seiner ungewohnten Fremdartigkeit den er lüftete erst die Kapuze seines braunen Umhanggewandes als er die Zugbrücke der Stadt passiert und mitten in unserem Dorf stand. Umso größer war die Verwunderung der Bewohner als da plötzlich noch ein zweiter Doppeläugiger war; neben mir.

Nun sollte man glauben die Masse der Zyklopen wäre an diesen sonderbaren Umstand inzwischen gewöhnt gewesen. Doch nein. Die Kinder riefen, die Erwachsenen gafften wieder. Alles war so als ob irgendwie nie jemand mich gesehen hätte. Kurzum der Fremde Besucher wurde nicht nur mit kühlem Blick begrüßt er wurde auch geächtet. Es war sicher neu das dieser Art ein zweiter Existierte aber ich finde das hätten sie dennoch nicht tun sollen. Ich war einer der Letzten die von dem Erscheinen erfuhr als ich eben mein morgendliches Badewasser aus dem Brunnen des Dorfes zog. Elvin kam zu mir und berichtete mir

alles. Das musste ich sehen. Das klingt nun ebenfalls unheimlich neugierig. Stimmt. Das war ich auch - Zyklopenschwäche; aber ich war auch umso erfreut nicht mehr der einzige sein zu müssen der als Zweiäugiger bekannt war im Land. Ich suchte des Fremden Gleichgesinntheit und Art und hatte Fragen. Nach seiner Herkunft wollte ich ihn fragen, wie alt er ist und und und. All das und viele Dinge die ich nur einen Gleichgesinnten fragen konnte. Ich wollte ihn kennnenlernen. Die Möglichkeit bot sich allerdings erst einmal nicht. Er wurde von den Dorfbewohnern umringt so das ich nicht

an ihn herankam. Erst als einer rief: ,,Daaa der zweite Zweiäugerˮ. Da setzten sich viele in Bewegung und ich kam dem Fremden näher. Kaum zu fassen. Er hatte wirklich zwei Augen, eines Links und eines Rechts. Genau so wie ich von Geburt an. Was seltsam war, es schien ihm zu gefallen. So dauerte es nicht lange und er stand vor meiner Person. ,,Das ja toll hier endlich einen Gleichgesinnten zu treffenˮ, rief er freundlich als ich ihm nahe stand und er mich erblickte. Das ja ein netter, dachte ich insgeheim bei mir, und dann begann der Fremde von seinem Heimatland zu

erzählen. Dort sähen alle so wie er aus, ganze Dörfer mit Zweiäugigen und alles sei in bester Ordnung da damit. Kaum wollte ich es glauben aber der Fremde stellte sich als Oreb vor. Er sei ein Mensch und zwei Augen, wie für einen Zyklopen eines, für ihn völlig natürlich. Wie lange hatte ich darauf gewartet genau das einmal zu hören. Es war als würde ein Traum wahr werden. Ich wusste nicht wo dieses Land der Menschen war und wie weit weg es lag aber wollte ich unbedingt dorthin. Es ging zwar der nächste Tag ins Land bis ich zu Oreb letztlich ganz vordrang um ihm meine Geschichte von Geburt an

im Vertrauen zu erzählen; doch Oreb schien all das mir wiederfahrene soweit gleich gut zu verstehen. Er versprach mir mich mitzunehmen in sein Land, wenn er wieder aufbrach dorthin, und ich war überglücklich als ich das hörte. Ich fing also gleich an zu packen, ich richtete einen Beutel mit Proviant zusammen und belud meinen alten Muli Eschop mit allerhand aus meinem Besitz. Insgeheim hatte ich nicht vor wieder zu kommen wenn alles glatt ging und so lies ich nur zurück was ich nicht tragen konnte und was meinen entgültigen Abschied verriet bzw. verraten hätte. Dann begab ich mich mit meinem Esel zu Oreb der immer noch eine Vielzahl

erstaunter Gesichter auf sich zog. Es waren nun schon fast zwei Tage seit seiner Ankunft vergangen. Alles was Oreb hier zu suchen suchte blieb jedoch ein Geheimnis. Ich fragte ihn allerdings nicht, um nicht auch so neugierig zu wirken wie die anderen Zyklopen der Stadt und tag`s darauf ritten wir los.

°° Die Abreise °°

Es war ein kühler Sommermorgen als wir aufbrachen. Oreb ritt vor mir, erst zum Dorftor hinaus und dann den Landweg entlang den ausgewaschene Kieswege bildeten. Wir durchritten einen Wald und hielten dann an einer Waldlichtung zum Rasten und für die Nacht als Quartier. Oreb rieb ein Feuer an und gemeinsam waren wir geschafft und froh am ersten Feuer für die Nacht zu sitzen. Wie kommt es das du zwei Augen hast Dueye fragte er mich und ich wusste erst keine Antwort zu entgegnen. Ich fiel ins stottern und versuchte ihm die Sache mit meiner Einzigartigkeit unter den

Zyklopen verständlich zu machen. ,,Dueyeˮ, sagte Oreb dann ruhig zu mir, nachdem ich geendet hatte. ,,Meinst du nicht es gibt auch andere Möglichkeiten deiner Herkunft?ˮ ,,Ich glaube nicht, gab ich zurückˮ, von meiner Meinung überzeugt. ,,Nun, wir werden Morgen oder Übermorgen sehenˮ, sagte Oreb nur noch; dann legte er sich auf einer Decke nahe des Feuers zur Ruhe. Ich hoffte er hatte mir meine Meinung nicht übel genommen und überlegte nochmals wie er es wohl gemeint haben könnte. Dann aber legte ich mich aufgewühlt durch die Frage von ihm ebenfalls hin und schlief nachdenklich irgendwann ein.



Der Morgen danach war klar und schön geworden. Noch stand keine Sonne am Himmel aber die würde im Laufe des Tages schon noch kommen. Wir löschten das Feuer, umrandeten vorsichtshalber die Glut noch mit einigen größeren Steinen. Dann sattelten wir wieder unsere Reittiere und es ging weiter. Wie weit das Dorf von Oreb weg war wusste ich damals noch nicht. Faktum war wir langten am Abend des Tages schon dort an. Ich war erstaunt, weniger über die kurze Reise als mehr über die Einwohner seines Dorfes und deren Vielzahl. Was bei uns als unmöglich galt hatte hier

offensichtlich Normalität erreicht. Alle Einwohner der kleinen Stadt waren Zweiaugen und daran mehr als gewöhnt. Ich fühlte mich unter Gleichgesinnten und die Sache mit Oreb`s Frage des Vorabends erklärte sich mir auch irgendwie langsam. Wieso sollte ich einzigartig sein? Das wollte er wohl am Vortag fragen. Oder zumindest dergleichen oder so in etwa. Aber er tat es nicht, vermutlich aus Rücksichtnahme und vielleicht um mich mit den Fakten zu überraschen. Hier in seiner Stadt fiel ich überhaupt nicht auf. Ich wurde neben Oreb begrüßt und gegrüßt und die Sache war für mich mehr als ungewohnt in ihrer

Vielfältigkeit und Anzahl. Ich war offensichtlich in einer passenderen Welt angekommen. Ich fühlte mich wohl und akzeptiert und das Zyklopensein fehlte mir nicht. Ganz besonders aber ist mir folgendes in guter positiver Erinnerung geblieben. Oreb steuerte vor mir laufend ein kleines Häuschen an. Er nahm den Schlüssel aus dem Sattel, sperrte die Tür auf. Und - nun da war sie, eine ältere Frau seines Alters. Sie wusch eben ab und als sie mich erblickte wurde mir alles klar. Es war meine Mutter. Die folgenden Stunden vergingen wie die Tage darauf im Flug, ein jeder wollte wie meine Mutter wissen wo ich gewesen war

und wie ich zu Zyklopen und in ihr Dorf gekommen war. Aber die Überraschung war für mich zu groß geworden. Ich suchte die Zweisamkeit meiner alten Eltern. Oreb war mein Vater. Das stellte sich noch heraus alles andere und mein verschwinden als Kind bleibt allerdings unbegriffene Vermutung oder bestenfalls vage Theorie. Darum will ich damit auch nicht weiter beschäftigen. Ich war als Kind verloren gegangen und das hatte nun ein gutes Ende gefunden.

°° Ende °°

So stellt sich heraus woher ich letztlich kam und das ich in Wirklichkeit ein Mensch am falschen Ort gewesen war. So müsste man zumindest jetzt meinen nachdem die Geschichte ein Ende mit diesen Worten hier langsam findet. Zyklope sind aber nun mal Zyklope und so verwundert es recht wenig das ich bei ihnen nicht ernsthaft als verloren gegolten hab. Vielmehr waren sie froh ihn los zu sein irgendwie, den Zweiäuger. Und weil dem so ist so beschließe ich nunmehr hier dieses kleine Abenteuer von mir und hoffe ihr findet am Ende ohne zyklopisches

Happyend dennoch gefallen.

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Copyright

Text, Bild & Coverbild:


2016 © Simon Käßheimer




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Hörbuch

Über den Autor

Buhuuuh
Ich bin Hobbyautor aus Leidenschaft, das Schreiben kam mal wie ein Löwenzahnschirmchen zu mir ins Zimmer und in meine Welt geflogen, Ich hab es aufgefangen und seitdem lässt es mich nicht mehr los. :-)
Eigentlich war und bin ich gar kein so großer Leser aber am Schreiben bin ich irgendwie hängen geblieben. Macht mir einfach Spaß; besonders wenn die Geschichte Erfolg hat und anderen Freude bereitet und somit gefällt. :-)

Ansonsten gibt`s noch zu sagen über mich das ich einfach gerne kreativ bin und was versuch aus der mir gegebenen Lebenszeit zu machen. Sei es nun Kunst, Musik, Schreiben ( in vielfältiger Weise ) o.w.a.i.. Ich schau aber auch gern einfach mal `nen Film an oder hör bis zum abwinken Musik wenn ich nicht grad mit Freunden und Bekannten was mach oder unternehm.

Mehr noch über mich und meine Person - siehe: http://www.simonkaessheimer.de

Achso: ,,Meine Texte hier sind größtenteils unlektortiert eingestellt ( Prosa ) also bitte habt Nachsicht mit mir diesbezüglich!" Rechtschreibtips und konstruktive wohlwollende Kritik dieser Art aber immer erwünscht bis gewollt.

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