Sonstiges
R.I.P. Moritz

0
"Die letzten Wochen meines geliebten Katers"
Veröffentlicht am 26. Februar 2016, 22 Seiten
Kategorie Sonstiges
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Bin von Natur aus sehr wissbegierig, sensibel ,nah am Wasser gebaut, oft albern, hilfsbereit und liebe Kinder, Tiere und die Natur. Es gibt kaum ein Thema, welches mich nicht interessiert; von daher lese ich gern und viel. Schreiben bereitet mir Freude und ist gleichzeitig ein Ventil für die Bekümmernisse meines bewegten Lebens. Freue mich auf viele neue Texte, die ich lesen darf und genauso auch über "Kritik" meiner Werke und hoffe auf einen ...
Die letzten Wochen meines geliebten Katers

R.I.P. Moritz

ES TUT SO WEh





Am 14.02.2016 ist mein/unser 13jähriger Kater Moritz alias "Dicker"/"Sheriff"/"Garfield" 

elendig verstorben. 






Horror-szenarium einertierärztlichen hilfe

25.01.16 Anruf bei TA Jutta M. in Netphen. Schilderung der Symptome bei unserem Kater (frisst nicht, trinkt sehr viel, scheint nichts zu riechen, rapide Abmagerung von ca. 5,4 kg auf 3,4Kg) Sprechstundenhilfe Frau Sch. will trotz unserer dringlichen Sorge um Moritz, auf den nächsten Tag vertrösten. Termin zur Vorsprache dann bei TA Jutta M. erst gegen 19.30 h, obgleich gesagt wurde, dass ab 17.00 h ein "Termin" wohl gegeben sei. Man würde uns rechtzeitig anrufen. TA Jutta M rief dann jedoch ab 17 h zwei Mal an und

vertröstete jedes Mal auf ca. 1,5 Std. Kater Moritz wird gegen 20.00h endlich untersucht, Er bekommt Aufbauspritzen und eine Nahrungsergänzungsmittelpaste und es wird eine Fellprobe genommen. TA Jutta M. will am nächsten Morgen anrufen wg. der Diagnose. Gleichzeitige Terminvergabe für 17.00h in der Praxis, um die Diagnose persönlich und ausführlich zu besprechen. 26.01.16 Warten auf Anruf der Tierärztin den ganzen Vormittag. NICHTS! Gegen 12.00h hab ich dann selbst angerufen. Auskunft: Die Tierärztin sei nicht zu sprechen und gäbe den Befund im

Augenblick nicht am Telefon durch, da sie heiser sei. Vertröstung wiederum für die Sprechstunde ab 17h. Man würde sich entsprechend melden. Dies geschieht dann erst nach 17.00h (trotz fester Terminabsprache für diese Zeit). TA Jutta M. ist nun selbst am Telefon. Sie "weigert" sich auch jetzt schon am Telefon den Befund zu nennen. Sie müsse noch nach Müsen und würde dann Zeit für Moritz haben. Der tags zuvor abgemachte Termin für 17.00h wurde einfach unter den Tisch gekehrt. Um 19.40h dann ihr Anruf, um uns gnädigerweise endlich in die Praxis kommen zu

lassen. In der Praxis dann eine ellenlange Besprechung über Parasiten ( insbesondere Hakenwurm). "Es sei jedoch nicht schlimm". Es wurden zig Medikamente mitgegeben gegen die Begleitbeschwerden; gegen den Parasitenbefall wurde jedoch nichts unternommen. Empfehlung: Futter zu Brei pürieren u mit Quark anreichern (Zwangsernährung mittels Spritze), Nutri-Cal-Paste, alle Medikamente (5 verschiedene) ins Futter oder Trinken mischen.


Nächster Termin am 29.01.16 um 11.00 h. (Was ausnahmsweise funktionierte). Kater wird in der Praxis gewogen u es wird NUN PLÖTZLICH ein vereiterter Schnupfen diagnostiziert. Moritz ist INZWISCHEN bereits auf nur noch 2,7 Kg abgemagert. Es wird Antibiotika u Kortison verabreicht und wieder ein ominöses Aufbaumittel. TA Jutta M erklärt nun, dass der Kater mindestens nächsten Tag selbständig fressen wird und andererseits sei es nicht weiter schlimm, wenn er nochmal weiter abnimmt bzw. nicht selbständig frisst; dass könne man gut mit der Nutri-Cal-Paste im Griff bekommen. Dass Moritz

inzwischen weniger trinke, sei normal und ja nun ein "gutes Zeichen". Wir mögen nur auf eine tägliche Mindestmenge von ca. 100 Gramm Futter achten. Die Behandlung sei damit abgeschlossen. Moritz magert in der Woche darauf immer mehr ab. Alle Anrufe unsererseits in die Praxis, arten jedes Mal so aus, dass die Tierärztin erst abends gegen 20.00h anruft bzw. dann endlich mal selbst nach dem Kater gucken kam. 


Die Sprechstundenhilfe leierte immer den selben Text: "Ich frag Frau Martens und sag Ihnen dann Bescheid....". So

auch am vorletzten Lebenstag unseres Katers. Dies dann wiederum erst 4-5 Std. später gegen 14.00h: "Frau M. lässt ausrichten sie käme im Laufe des Nachmittags..." 


Wieder nervenzehrendes Warten. NICHTS!! Dann endlich der Anruf von Frau M. gegen 18.00h: "Ich musste mich heute Nachmittag hinlegen, komme dann jetzt aber gleich..." Erscheint dann erst gegen 20.00h. Wieder war ein ganzer Tag für Moritz verloren). 


Beim Hausbesuch gibt es erneut Spritzen; so ganz nebenbei wird nun bemerkt, dass Moritz eine vergrößerte

Leber hat und wir bekommen nun den Vorwurf zu hören: "Das Tier sei völlig ausgetrocknet". (Die Verantwortung und Verpflichtung als Tierärztin schob Frau Jutta M. also auf uns..; obwohl wir immer wieder darauf hingewiesen haben, dass der Kater nichts von selbst zu sich nimmt und immer weniger trinke!!!!), Im Gegenteil: Einen der langen Tage während der zig Anrufe und Bitte um "Hilfe", wollte Frau Jutta M. allen Ernstes dass wir erst am anderen Morgen mit Moritz in die Praxis kommen. 

Auch hier meldete sie sich erst gegen 20.00h, obwohl wir schon den ganzen Tag auf Hilfe gewartet hatten. Und

immer die gleiche "Leier", dass es ein gutes Zeichen ist, dass der Kater nicht mehr so viel trinkt wie zu Anfang der "Behandlung" und nicht schlimm, wenn er nicht selbständig und nicht viel frisst, dem Nutri-Cal sei Dank.. Er sei ein großer Kater und könne das alles gut mit der Paste überbrücken und verkraften...

..


Tags zuvor wollte Frau Martens eigentlich noch mal nach Moritz sehen. Erschien aber nicht; sie rief nur an und ließ sich berichten, wie viel Futter u Wasser wir ihm einflößen konnten.


Am Abend riefen wir dann nochmal die

Tierärztin an,weil Moritz nur noch apathisch auf der Decke lag und auf nichts mehr reagierte... 


Die Tierärztin Jutta M. tönte genervt und laut: " Warum soll ich nochmal kommen, schlimmer wird es nicht mehr.... er war so oder so immer ein „Wackelkandidat“, diese Nacht wird sich entscheiden, ob die kleine Seele geht oder bleibt...Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht" sprach`s und legte einfach auf.


Unsere Recherchen im Internet haben ergeben, dass wenn nichts gegen Hakenwürmer unternommen wird, der

Tod vorprogrammiert ist. Aber Frau Martens baute dennoch auf Naturheilmittel, Nutri-Cal; Traubenkernöl und unternahm nichts außer uns die teure Fellanalyse aufzuschwatzen. die bereits vergrößerte Leber bemerkte sie erst kurz vor dem Tod unseres Katers. Ihrem Befund nach der Fellanalyse vom 26.01.16: "Moritz ist von Parasiten befallen. Aber so schlimm ist es nicht..." haben wir leider blind vertraut. 




moritz

geboren im Mai 2003 gestorben 12. Februar 2016

Gekämpft und doch verloren.


Die Tränen fließen noch immer und immer wirst du in unserem Herzen sein. Ich wünschte du würdest noch unter uns

sein. Als "Sheriff" im Vorgarten das Geschehen beobachten, als fauler "Dicker"den halben Tag verschlafen und als Nimmersatt alias Garfield vor dem Kühlschrank hocken.


Einst haben wir dir und deinem Brüderchen als Katzenbaby das Leben retten können - nun konnten wir dich nicht mehr retten, so sehr wir es uns auch gewünscht hatten.


Als Trost bleiben uns jedoch so viele schöne Erinnerungen und dein Bruder Max.


Warst so ein freundliches Katerchen,

hast nie gekratzt und warst selbst kleinen Menschenkindern gegenüber sehr duldsam.










0

Hörbuch

Über den Autor

pepsi55
Bin von Natur aus sehr wissbegierig, sensibel ,nah am Wasser gebaut, oft albern, hilfsbereit und liebe Kinder, Tiere und die Natur. Es gibt kaum ein Thema, welches mich nicht interessiert; von daher lese ich gern und viel. Schreiben bereitet mir Freude und ist gleichzeitig ein Ventil für die Bekümmernisse meines bewegten Lebens. Freue mich auf viele neue Texte, die ich lesen darf und genauso auch über "Kritik" meiner Werke und hoffe auf einen regen Gedankenaustausch.

Leser-Statistik
14

Leser
Quelle
Veröffentlicht am

Kommentare
Kommentar schreiben

Senden
baesta Es spricht nicht gerade für eine Tierarzt, wenn er sich sich nicht an Absprachen hält und immer wieder vertröstet. Ich glaube, da hätte ich einen anderen aufgesucht.
!3 ist ja auch für Katzen noch kein Alter, wo man schon dran denken muss, sie "gehen zu lassen". Tut mir leid um Euer Katerchen. Ich kann es nachempfinden. Meine erste katze ist nur 1/2 Jahr alt geworden. Sie war Freigängerin und wurde vor 41 Jahren überfahren. Da habe ich lange getrauert und mir erst vor 18 jahren wieder ein Kätzchen ins Haus geholt. Das habe ich aber nicht mehr ins Freie gelassen. Es ist der, den Du auf meinem Profilbild siehst.
LG Bärbel
Vor langer Zeit - Antworten
pepsi55 Ich danke dir auch hier fürs Lesen. Ja normalerweise hätte ich auch längst den Tierarzt gewechselt. Aber "sie" klang so überzeugt, dass unser Moritz es schaffen würde.. Ich hatte auch schon mehrere Katzen und keine von denen war Freigänger. Erst mit Max und Moritz und in unserer ruhigen Umgebung haben wir es "gewagt". Die Sache ist halt nur die, dass auch Wohnungskatzen von Flöhen und Würmern und sonstigen Parasiten befallen sein können. Deshalb haben auch "meine" vorherigen Hauskatzen immer Flohbänder getragen und regelmäßig eine Wurmkur bekommen und die üblichen Impfungen. Die Hakenwürmer kann unser Moritz zum Beispiel schon von der Mutter mit der Milch aufgenommen haben. Sekbst in teuren Futtermitteln können derartige Parasiten vorkommen. Da steckt man halt leider nicht drin, ob das Schicksal es gut meint oder nicht. Eine Schwägerin von mir hatte eine Mieze, die ist sage und schreibe 26 Jahre alt geworden. Daran gemessen sind 13 Jahre wirklich noch lang kein Alter.
Vor langer Zeit - Antworten
pepsi55 Habt herzlichen Dank - es tut mir so gut Euer Mitgefühl zu erfahren. Katzen sind einfach wundervolle Geschöpfe - jede auf ihre ureigene Art und ich glaube es Jedem unbesehen, wenn auch noch nach Jahren die Trauer um ein geliebtes Katerchen oder eine Katzendame groß ist. Als kleines "Danke schön" für Eure Anteilnahme krame ich nachher mal ein älteres Mini-Gedicht von mir heraus, dass da ganz einfach heißt: Katze
Vor langer Zeit - Antworten
KaraList Das ist traurig zu lesen ... nachvollziehbar für mich, da wir auch 14 Jahre einen Kater hatten, der uns ans Herz gewachsen war. Im Gegensatz zu Deinem Moritz, ist er jedoch vom Tierarzt hervorragend betreut worden.
Hinter dem Regenbogen geht es Deinem Kater bestimmt gut.
LG
Kara
Vor langer Zeit - Antworten
Ameise Meine beiden Miezen beide im selben Alter wie Euer Moritz und ich wir übersenden Euch unser Aufrichtiges Beileid. Erschreckend zu lesen, wie wenig sich die Tierärztin sich gekümmert hat. Aber das Problem kennen wir nur zu gut. Es ist schwer einen guten Tierarzt zu finden. Wir wünschen Euch viel Kraft. Lg Ameise und ihre Miezen
Vor langer Zeit - Antworten
FLEURdelaCOEUR 
Euer Moritz sieht unserem Pascha ähnlich, der 2013 im Alter von 14 Jahren an einem Tumor im Oberkiefer erkrankte. Die Tierärztin hat ihm die Schmerzen genommen und ihn schließlich auf unsere Bitte von seinem Leiden erlöst. Wir wollten nicht, dass er sich quälen muss ...
Da sind auch reichlich Tränen geflossen ...
Ich habe ihm ein Gedicht geschrieben "Unterm Apfelbaum".
http://www.mystorys.de/b92468-Gedichte-Unterm-Apfelbaum-.htm

Liebe Grüße
fleur
Vor langer Zeit - Antworten
pepsi55 Ihr Lieben, danke Euch für die trostbringenden Worte und Eure Anteilnahme. Ja, es ist wirklich schwer... es ist genauso schmerzlich, wenn ein geliebter Mensch verstorben ist. Normalerweise bin ich kein Typ um in der Öffentlichkeit zu trauern, aber die "Wut" über die Tierärztin und meine Fassungslosigkeit mussten einfach raus. Leider ist das "Buch" etwas verunglückt, da sind zwei leere Seiten mittendrin , die sich einfach nicht löschen oder wenigstens bebildern lassen. Weiß nun nicht ob Ihr bis zum Ende gelesen habt. Aber wäre nicht weiter schlimm, mich ärgert es halt nur ein wenig. "Eure" Petra
Vor langer Zeit - Antworten
Herbsttag O je, armer Moritz. Das tut schon sehr weh. Aber jetzt im Katzenhimmel geht's ihm endlich wieder gut. Schöne Grüße in Dein Wochenende. Ira
Vor langer Zeit - Antworten
GertraudW 
Mit Tränen in den Augen gelesen ... mein Gott, was hat dieser
stattliche Kater noch alles mitmachen müssen.
Als unsere 21-jährige "Maunze", die zwanzig Jahre bei meinem
Mann und mir lebte, schwer krank wurde, hatten wir zum Glück
eine ganz tolle Tierärztin. Sie sah ziemlich bald, das unsere Mieze
trotz aller ärztlicher (und vernünftiger) Kunst nicht mehr zu retten
sein würde und hat sie dann nach einer Woche schließlich in den
Katzenhimmel begleitet ...
Zu Deiner Tierärztin fehlen wir die Worte ...
Liebe, tröstende Grüße für Dich und Streicheleinheiten für "Max"
Gertraud
Vor langer Zeit - Antworten
Memory 
Das ist unsagbar traurig und ich kann deinen Kummer sehr gut nachempfinden.
Wenn man Tiere liebt, ist der Abschied sehr schmerzlich.
Zu der TÄ gibts nichts zu sagen ...
Traurige Grüße
Sabine
Vor langer Zeit - Antworten
Zeige mehr Kommentare
10
12
0
Senden

141451
Impressum / Nutzungsbedingungen / Datenschutzerklärung