Kurzgeschichte
Kinderfreundlich - Forumsbattle 48

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"Kinderfreundlich - Forumsbattle 48"
Veröffentlicht am 11. Februar 2016, 8 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
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Über den Autor:

100 Jahre möchte ich werden, mit einem Lächeln im Gesicht, klar bei Verstand, eigensinnig, nie den Mut verlieren. Lebe meine Träume, pflege meine Laster, denke positiv. Ich bin wie ich bin und manchmal anders.
Kinderfreundlich - Forumsbattle 48

Kinderfreundlich - Forumsbattle 48

Thema: Schreck am Morgen

Vorgabeworte:

- Berge - Brand - Fettnäpfchen - Kostümverleih - Latte - Menetekel - Morgenrock - Morgenschock - Schneekugel


Text: Martina Wiemers

Buchcover: Bild kostenlos von dreamstime.de



7:00 Uhr morgens

Rita Lindemann duscht, wäscht das Haar und freut sich auf den Tag. Kinderfreundlich und gemütlich ist ihr Apartment im Erdgeschoss der Mutter-Kind Abteilung in der großen Kurklinik. Sie ist sicher, dass auch ihre 5 jährige Tochter Pia sich hier die ganze Zeit wohlfühlen wird. Schon bei der Ankunft vor 6 Tagen fand sie schnell Freunde im großen Spielzimmer . An alles hat man dort gedacht. Babypuppen, Kaufladen, bunte Schminke mit Schminktisch für die Mädchen. Autos ,Roller, Ritterburg mit

Helden die MENETEKEL verkünden für die Jungen. BRANDaktuelle Märchenvideos, althergebrachte Gesellschaftsspiele, Legosteine, Indianerzelt und vieles Andere liegt,

wie im KOSTÜMVERLEIH sortiert, im Regal. Jeden Abend erzählt Pia in ihrem eigenen kleinen Zimmer, bevor sie ins Bettchen klettert, dem Plüschkätzchen Minka von ihren Erlebnissen und schläft dann meistens gleich nach dem Gute Nacht Küsschen schnell ein. Rita zieht, statt ihres MORGENROCKs, nach dem Duschen gleich den weißen Bademantel der Kurklinik an. Sie füllt ein Glas mit kaltem Wasser und geht, um Pia nebenan beim Schlafen nicht zu stören, leise durch die offenstehende Tür. Draußen vor der Terrasse zwitschern die Vögel. Die Gipfel der BERGE am Horizont, selbst jetzt im Juli noch weiß, sehen aus wie die Kulisse in einer

SCHNEEKUGEL. Rita setzt sich auf den gepolsterten Stuhl, genießt die Idylle und schaut sich um. Voller Entsetzen sieht sie ihre Tochter im Sandkasten der Kuranlage mit einem Fremden plaudern. Rita Lindemann beginnt zu zittern und der Schweiß bricht ihr aus.



„Pia, Pia“, ruft sie völlig aufgelöst und läuft los. „Lassen sie meine Tochter in Ruhe, sonst hole ich die Polizei, was machen sie hier eigentlich zu so früher Stunde“, schnauzt sie den Fremden zornig an, der an den LATTEN

des Zaunes lehnt.



„Mama, Mama der Onkel ist nicht so böse wie du immer sagst, ich darf, wenn ich artig bin, sogar bei ihm sein Kätzchen streicheln, welches genauso aussieht wie meine Minka“, ruft Pia und blickt den Fremden dabei erwartungsvoll an.


Rita würdigt ihn keines Blickes. Ungeduldig nimmt sie die Hand ihrer Tochter und zieht sie heftig bis zur Terrasse hinter sich her. Sie bückt sich und drückt schweratmend ihr Kind an sich. „Versprich mir, nie wieder ohne mich das Apartment zu verlassen und nicht allein mit Fremden zu sprechen oder mitzugehen“, flüstert sie ihrer Tochter ins Ohr.

„Ja, ja ich verspreche es“, antwortet Pia schnell und schaut dabei über die Schulter ihrer Mutter zum Spielplatz. Dort lehnt am Zaun noch immer der Fremde, hebt die Hand, winkt, öffnet eine Packung Kinderschokolade, steckt einen Riegel in den Mund und geht.



Rita Lindemann ist es völlig egal ob sie in ein FETTNÄPFCHEN tritt oder sich jetzt lächerlich macht. Sie erzählt beim gemeinsamen Frühstück allen anwesenden Müttern und auch dem Personal der Kurklinik von dem Fremden und merkt, dass sie sich noch immer nicht von ihrem MORGENDLICHEM SCHOCK erholt hat.






-Fortsetzung folgt-

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Hörbuch

Über den Autor

Kornblume
100 Jahre möchte ich werden,
mit einem Lächeln im Gesicht,
klar bei Verstand,
eigensinnig,
nie den Mut verlieren.


Lebe meine Träume,
pflege meine Laster,
denke positiv.


Ich bin wie ich bin
und manchmal anders.

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FLEURdelaCOEUR 
Liebe Kornblume,
wenn ich das lese, von wegen die Kleine darf das Kätzchen des Onkels streicheln, da würden bei mir aber auch alle Alarmglocken laut schrillen!
Kann sein, man tut einem Menschen Unrecht, aber in diesem sensiblen Bereich ist Vorsicht die Mutter der Porzellankiste. Die Geschichte ist dir gut gelungen!

Liebe Grüße
fleur
Vor langer Zeit - Antworten
Andyhank Natürlich könnte, hätte, wollte, aber wie schnell stecken wir fremde Menschen in ein und dieselbe Schublade. Wobei natürlich die Sorge überwiegt, wenn man eigenen Nachwuchs hat. Da ist man sowieso übervorsichtig. Doch sollte man nicht immer das Schlechte sehen, es kann (die Betonung liegt hier auf KANN) ja auch mal was Gutes sein. Wobei ich - ehrlich gesagt - wohl genauso reagiert hätte - eben Schubladendenken. ;)
Vor langer Zeit - Antworten
Kornblume Hallo Andy,
Deine Überlegungen treffen genau den Kern meiner Geschichte. Könnte, hätte ,wollte, niemand kennt die tatsächlichen Absichten meines Protagonisten. Der Leser soll aus seiner Sicht über "Gut" oder "Böse" entscheiden und sich überlegen wie er selbst in einer solch alltäglich vorkommenden Situation gehandelt hätte.
"Danke für das Lesen und Kommentieren", sagt die Kornblume
Vor langer Zeit - Antworten
Tintenklecks Heftig und aktuell.. ich hoffe in Deiner Fortsetzung klärt sich alles auf..
lg vom Tintenklecks
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Frettschen Hochspannend - supergut!
Und jetzt wollen wir alle die Fortsetzung! =D
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schnief Eine tolle Umsetzung!!!
Liebe Grüße Manuela
Vor langer Zeit - Antworten
KatharinaK Soll er seine Schokolade selber essen!
Feiner Beitrag, liebe Grüße,
Katharina
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Magnolie Na, wie weit die Kinderfreundlichkeit wohl gegangen wäre ...
Herzlichst
Manu
Vor langer Zeit - Antworten
Ameise Das kann ich verstehen das sie so reagiert. Bei all den verrückten da draussen ist das ja auch kein Wunder. Mit Spannung gelesen LG Ameise
Vor langer Zeit - Antworten
FLEURdelaCOEUR 
Danke dir für diesen Beitrag zum Battle!
Näheres sage ich erst zum Schluss, wenn auch die Geschenke verteilt werden ;-))
Ich nehme an, die Fortsetzung soll dann nicht mehr zum Battle 48 gehören?

Liebe Grüße
fleur
Vor langer Zeit - Antworten
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