Romane & Erzählungen
Krieger - Der Tragödie erster Teil

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"Krieger - Der Tragödie erster Teil"
Veröffentlicht am 28. Dezember 2015, 12 Seiten
Kategorie Romane & Erzählungen
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Krieger - Der Tragödie erster Teil

Krieger - Der Tragödie erster Teil

Scene 1: Prolog

„Wer bist du? Was ist dein Weg? Was möchtest du darstellen in dieser Welt? Bist du zufrieden mit dem was du tust? Bist du glĂŒcklich? Es gibt Fragen die stellt man sich nicht jeden Tag, aber es gibt Fragen, die befinden sich immer irgendwo tief in deinem Bewusstsein. Sie nagen an dir, sie verĂ€ndern dich. Die Zeit bringt VerĂ€nderungen mit sich. VerĂ€nderungen sind wichtig. Über VerĂ€nderungen definieren wir uns. Wer bin ich? Wer bin ich geworden? Bin ich gut so wie ich bin? Und wer entscheidet was gut und was schlecht ist? Es gibt

Fragen, denen muss man sich stellen. Es gibt Fragen, die sind unangenehm. Und es gibt Fragen die verletzten. Weißt du was das Ende deiner Kindheit war? Der Moment indem du erkannt hast, dass auch deine Eltern Fehler machen. Bis zu diesem Moment bist du den Weg gegangen, den deine Eltern mit Bedacht fĂŒr dich gewĂ€hlt haben. Er ist gut bewacht, gut bedacht, gut behĂŒtet. Er ist ein sicherer Weg. Gepflastert. Gerade. Aber irgendwann erkennst du, dass dieser Weg nicht fĂŒr dich bestimmt ist und du brichst von diesem Weg aus. Fern am Horizont erkennst du einen Weg fĂŒr dich. Ein Weg der in die Richtung fĂŒhrt in die du gehen willst. Du rennst auf

diesen Weg zu, betrittst diesen Pfad auch wenn er nicht sehr ausgetreten ist und gefĂ€hrlich, ĂŒber Bergkuppen fĂŒhrt und an Schluchten vorbei. Aber dieser Weg ist aufregend. Das ist der Grund warum wir uns Subkulturen anschließen, warum wir politische Einstellungen ĂŒberdenken, warum wir uns verĂ€ndern. Wir wollen einen Weg suchen, der fĂŒr uns ist. Hast du dich schon mal gefragt warum Musik in deinem Leben eine so große Rolle spielt? Und warum Musik in den Leben fast jedes anderen Menschen eine große Rolle spielt? Musik ist ein Ausdruck von LebensgefĂŒhl. Es gibt keine schlechte Musik, denn es geht darum, was man bei Musik fĂŒhlt. Du

musst keine Ahnung von Noten haben um diesen Effekt zu spĂŒren, du musst nur fĂŒhlen können. Und so fĂŒhlst du, in deiner Jugend fĂŒhlst du stĂ€rker als irgendwann in deinem Leben. Es ist die Zeit fĂŒr die großen Freundschaften deines Lebens, fĂŒr die großen und wichtigen Erfahrungen und die Erinnerungen an die du dich immer wieder zurĂŒckerinnern wirst, wenn du alt bist und deinen Weg und dein Ziel gefunden hast, denn dieses Abweichen vom Weg ist ein wichtiger Bestandteil des Lebens. VerĂ€nderungen sind das Leben, egal ob die VerĂ€nderungen positiv sind oder sich als Falsch entpuppen. VerĂ€nderungen sind wichtig,

denn keiner will Stillstand und vor allem nicht du. Wenn du ĂŒber diesen Weg rennst, ĂŒber die Bergkappen springst und an den Schluchten vorbei. Die glorreichen Tage an die sich sie Alten gedenken, die, du, ich, die wir als die kostbaren Stunden des Lebens betrachten. Aber irgendwann gehen auch dort die BĂŒhnenlichter aus und du denkst dir: war es das? Ist es das? Bin ich das? Wer bin ich? Wohin geht es nun? Du stolperst auf deinem Weg, fĂ€llt in den Staub und ĂŒberlegst dir, ist das wirklich der Weg den ich gehen will? Der Mensch hinterfragt sich nicht gern und es sind manchmal die VerĂ€nderungen, die einen Menschen dazu zwingen umzudenken,

den eigenen Weg zu Ă€ndern, den Kurs zu korrigieren und vielleicht eine neue Richtung einzuschlagen. Doch manchmal fĂ€llt man auch in eine Schlucht und somit verloren. Aber du bist jung, was heißt es da auf Gefahren zu achten. Geschwindigkeit ist das Motto, es lĂ€uft immer alles schneller. Wir wollen so viel wie möglich in uns aufsaugen, so viele Erinnerungen sammeln und speichern, denn wir alle wissen, das Leben ist vergĂ€nglich, wir haben alle nur eine gemeinsame Zukunft, auf die alles hinauslĂ€uft. Wenn das Licht ausgeht, nach dem letzten Applaus. Die Zuschauer den Saal verlassen und du als letztes dort sitzt und die Credits schaust

und revue passieren lĂ€sst wer alles in deinem Leben beteiligt war. Die good-old-glory-day‘s. Bist du glĂŒcklich oder ist das einfach nur ein Bild von einem Sprinter in der freien Natur und bist nicht eigentlich der, der drinnen sitzt und die LebenstrĂ€ume der anderen kommentiert? Aber was muss ein Leben haben, um glĂŒcklich zu sein? Eine Familie? Kinder? Einen Job? Ein erfolgreiches Studium? Wer sagt dir eigentlich was gut ist und was nicht und woher will er das wissen, wenn nicht einmal du weißt wer du bist? Und irgendwann sei es auf dem weg von einer Party nach Hause, sei es abends bei deiner Lieblingsmusik, möglicherweise

ein Gedicht, ein Filmabend mit Freunden, in der Schule, in deiner Lieblingsbar, irgendwann kommt dieser eine Moment, indem du dich fragst, bin ich das? Macht mich das glĂŒcklich? Du und ich wir sind in einer Gesellschaft groß geworden, wo wir den anderen auf die Finger sehen. Vielmehr als das, was wir fĂŒhlen, zĂ€hlt doch das, was andere ĂŒber uns denken, was sie ĂŒber das fĂŒhlen, was wir ihnen prĂ€sentieren. Wir haben Angst. Du hast Angst, ich habe Angst. Wir haben Angst etwas zu verpassen. Wir haben Angst davor, den falschen Weg eingeschlagen zu haben. Panisch suchen wir nach dem richtigen Horizont. Nach den richtigen

Himmelsrichtungen. Wir haben sie verloren. Und ĂŒberall irren Leute umher und wir versuchen uns ihnen anzuschließen, rennen in irgendeine Richtung. Teilen ein StĂŒck des Weges mit ihnen. Sind wir glĂŒcklich? Oder sind wir mit ihnen glĂŒcklich? Sind wir glĂŒcklich? Wer sind wir?“ Der pummelige SechstklĂ€ssler schaute mich an als hĂ€tte ich seine Mutter umgebracht „Ich wollte eigentlich nur wissen, warum wir Musikunterricht in der Schule haben.“ Sagte er mehr zu sich selbst als zu mir. Es klingelte. Die SchĂŒler packten in olympiareifer Geschwindigkeit ihre

Taschen zusammen und verließen den Raum. Wie immer nach der letzten Schulstunde sah der schlechtausgestattete Musikraum der Fischer- Gesamtschule aus, als wĂ€re eine Zombieapokalypse ausgebrochen. Ich schĂŒttelte verstĂ€ndnislos den Kopf und verließ den Raum.

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Zeckkke
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AngiePfeiffer Dieser Prolog mach Lust auf mehr. Geschickt hast du nicht zu viel verraten, gleichzeitig aber neugierig auf die Fortsetzung gemacht!
LG
Angie
Vor langer Zeit - Antworten
Gast Solche Lehrer kenn ich nur zu gut :D
Vor langer Zeit - Antworten
Chaos_Valentin Guten Tag,
dein Prolog ist wiklich interessant und spiegelt das Sein dar. Das gefällt mir. Ich bin gespannt, wie es weiter gehen wird.
Dunkle Grüße
Chaos_Valentin
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