Kurzgeschichte
Grimmhilde die Ameisenkönigin

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"Verwandschaft"
Veröffentlicht am 05. November 2015, 10 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
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Verwandschaft

Grimmhilde die Ameisenkönigin

Grimmhilde die Ameisenkönigin

Grimmhilde erblickte, umsorgt von ihren Ammen, das Licht der Welt. Obwohl, viel Licht, gab es im Staat nicht. Zu Beginn ihres Lebens, beschränkte sich Grimmhildes Dasein, auf Schlaf, Nahrungsaufnahme, Schlaf, Nahrungsaufnahme und so fort. Täglich umsorgten sie die Ammen, liebevoll. Hingebungsvolle Aufopferung gehörte wohl zur Stellenausschreibung. Eines Morgens, oder war es Abends? Grimmhilde konnte es nicht unterscheiden, denn der Tag Nacht Rhythmus war ihr völlig fremd. Eines schönen Tages, packte sie eine der Ammen, schmiss Grimmhilde auf ihren Rücken und los ging der

wilde Ritt. Rumgeschleppt zu werden, stellte keine neue Erfahrung da, das kannte sie schon. Hecktisch wirbelten, ihre Bewacherinnen durch die Bruthöhle, wenn es zu einem Temperaturabfall kam. In Windeseile, transportierten sie den wichtigen Nachwuchs, an Brutplätze, in denen das Klima stimmte. Heute, begann der Umzug anders. Alles geschah mit Ruhe. Durch unzählige Gänge und verschiedenen Höhlen, führte der Weg sie vorbei. Geschäftiges Treiben, Trubel, sowie unzähligen Artgenossen begegneten Grimmhilde, auf ihrem mysteriösem Ausflug. Plötzlich, umgab sie ein gleißendes Licht. Angenehme Wärme kitzelte ihre Haut. Fasziniert von dem Augenblick, erstarrte sie in Ehrfurcht. Eine

geraume Zeit, durfte Grimmhilde, an diesem Ort verbringen. Aber das Glück wehrte nicht lange. Aufgescheucht,von einer ihr verborgenen Gefahr, stürmten die Ammen herbei und schleppten sie, mit all ihren Schwestern zurück, in eine der Bruthöhlen. So vergingen die ersten Tage ihres Lebens. Irgendwann verspürte Grimmhilde den Drang sich eine Decke zu spinnen. Sie spann solange bis sie komplett, in ihr verschwand. Eine bleierne Schwere nahm von ihr Besitz. Grimmhilde viel in einen tiefen Schlaf. Sanft wiegten sie die Ammen und transportierten sie bei Bedarf, an günstige Orte. Viele Wochen verbrachte sie nun in diesem Zustand, völlig abgeschlossen von der Außenwelt. Doch mit dem heutigem Tage,

erfüllte sich Grimmhildes Schicksal. Viel zu eng fühlte sich die Decke um sie herum an, hart, unbequem. Mit nicht gekannter Energie, begann sie sich in ihrem Gefängnis, hin und her zu winden. All ihre Kraft sammelte sie, um sich von dem Kokon zu befreien. Krach, der Chitinpanzer bekam einen Riss. Abermals bäumte sie sich auf. Der Riss, vergrößerte sich. Grimmhilde bündelte ihre gesamten Reserven. Ein letztes Mal, drückte sie gegen, die Mauern der Vergangenheit. Geschafft, sie hatte ihre Ketten gesprengt. Kraftlos und ausgezehrt, lag sie neben ihrer gesprengten Hülle. Eine der Ammen, flitzte zu ihr. Mit den Fühlern, tastete sie Grimmhilde ab. Nachdem ihr Urteil feststand, begann sie Grimmhilde zu füttern. Langsam kehrten die Lebensgeister

zurück. Grimmhilde richtete sich auf. Ihr Blick durchforstete die Bruthöhle. Aufopferungsvoll, kümmerten sich ihre Artgenossinnen, um den Nachwuchs. Einem innerem Drang folgen, verlies sie, die Stätte ihrer Kindertage. Ziellos irrt sie durch die Gänge des Baus. Arbeiterinnen, liefen scheinbar war los durch die Gänge. Sie schenkten Grimmhilde keine Beachtung. Auf ihren Rücken, schleppten sie Nahrungsvorräte in die dafür vorgesehen Kammern. Fasziniert, beobachtete Grimmhilde, die Vorgänge im Bau. Doch ihr innerer Drang, trieb sie weiter voran. Nach stundenlangem Herumirren, fand sie den Ausgang. Das gleißende Licht, blendet sie für einen Moment. Die wohlige Wärme, ließ

sie innehalten. Langsam nahm Grimmhilde ihre Umgebung wahr. Sie befand sich, auf der Spitze eines Hügels. Um sie herum, scharten sich Arbeiterinnen, zukünftige Königinnen und Drohnen. Eine der baldigen Königen, entfernte sich zu weit, vom Bau. Ein Geleit, aus speziellen Arbeiterinnen, begleiteten sie zurück. Grimmhilde verspürte das verlangen, ihre Flügel auszubreiten. Zeitgleich, begaben sich alle Königinnen und ihre männlichen Begleiter auf den Hochzeitsflug. Mehrere Stunden dauerte das Ereignis. Grimmhilde paarte sich mit vielen ihrer Verehrer. Nachdem ihr Verlangen gestillt, landete sie erschöpft auf der Erde. Noch berauscht vom Liebestaumel, biss sie sich ihre Flügel ab. Ein unbändiger Hunger,

überfiel Grimmhilde. Sie begann das unbekannte Terrain, nach Nahrung abzusuchen. Auf Ihrer Entdeckungsreise, traf sie einen ihrer Verehrer. Nach der Paarung, viel er erschöpft auf die Wiese. Sein Tod, sicherte ihr Überleben. Gestärkt begann sie mir dem Bau einer Höhle. Dort hinein legte sie den Grundstein für ihren neuen Staat. Liebevoll umsorgte, Grimmhilde ihren Nachwuchs. Die Wochen zogen ins Land. Ihre Reserven, sind fast aufgebraucht, die Kräfte schwinden. Es ist ein sonniger Tag, an dem ihr Nachwuchs, sich aus dem Kokon windet. Tatkräftig unterstützt sie das Schlüpfen, der ersten Arbeiterinnen. Sofort beginnen die Arbeiterinnen, mit der Brutpflege, der Nahrungssuche und dem

Nestbau. Grimmhilde, schaut zufrieden zu, wie emsig ihr Nachwuchs, mit dem Aufbau eines neuen Ameisenstaats beginnt. Auch sie wird ihren Teil dazu beitragen, das es ein ansehnlicher Ameisenhaufen entsteht. Sie begibt sich in die Kammer der Königin. Dort fährt Grimmhilde, mit der Eiablage fort.

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Ameise
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Tintenklecks sehr interessant mal auf die Weise von den Ameisen zu lesen.
Hast Du fein recherchiert. LG Tintenklecks
Vor langer Zeit - Antworten
Ameise Danke lieber klecks. lg Ameise
Vor langer Zeit - Antworten
Loraine Märchenhaft integrierende Ameisengeschichte die lächelnd STAUNEN lässt. Loraine
Vor langer Zeit - Antworten
Ameise Danke. Ich bin der Meinung lehreiches muss nicht immer trocken sein.. LG Anja
Vor langer Zeit - Antworten
EllaWolke So Klasse geschrieben - da sitze ich staunend und lächelnd vor dem Bildschirm.
Liebe Grüße in den Sonntag
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Ameise Danke, liebe Ella.
Geniese den Sonntag. Lg Ameise
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Magnolie Welch originelle Idee, und die Ameisen näher zu bringen, liebe Ameise.
Herzlichst
Manu
Vor langer Zeit - Antworten
Ameise Danke, Liebe Manu. Lernen soll auch Spaß machen. Lg Ameise
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derrainer was einem alles so einfällt ,
liegt es mit an deinem nick,
schön verwortet

lieben gruß rainer
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Ameise Ja klar doch. Danke Ameise
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