Fantasy & Horror
Der Bann des Schattentanzes - Kapitel 2

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"Der Bann des Schattentanzes - Kapitel 2"
Veröffentlicht am 03. Oktober 2015, 16 Seiten
Kategorie Fantasy & Horror
© Umschlag Bildmaterial: alphaspirit - Fotolia.com
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Über den Autor:

Ich liebe Geschichten auf jede Art, ob Thriller oder Fantasy. Jedes Buch hat etwas Besonderes.
Der Bann des Schattentanzes - Kapitel 2

Der Bann des Schattentanzes - Kapitel 2









Der Bann des Tanzeden Mädchens


Kapitel 2











von Cooki

Kapitel 2


Mandy: Es wird gegen meine Tür geklopft. Mühsam stehe ich von meinem Bett auf, um die Tür zu öffnen. In der Tür steht höhnisch lächelnd mein Vater. Was will er von mir? Ein Geräusch lässt mich zusammenzucken. Der lästige Lärm ist unerträglich. Ich schrecke auf. Es steht doch nicht mein Vater vor der Tür, es war nur ein Traum. Der Ton hört nicht auf. Suchen blicke ich mich um. Allmählich dämmert es mir, dass mein Handy klingelt. Es ist meine Schwester, die anruft. Ich lasse es klingeln, möchte

nicht drangehen. Sie ruft bestimmt an, weil ihr Mam alles erzählt hat. Kaum hört das Klingeln auf, fängt das Lied wieder an zu spielen, das ich auf Dauerschleife gehört habe. Es dauert aber nicht lange und die Musik wird wieder von einen Anruf unterbrochen. Genervt nehme ich meine Kopfhörer runter. Ich höre meinen Namen. Jetzt erst erkenne ich, dass meine Schwester Melanie vor meiner Tür stehen muss. Als ich mich aufsetze und an die Wand lehne, spüre ich meinen Rücken. Der Teppich ist ja auch unbequem. Wie ich überhaupt auf ihn einschlafen konnte, ist mir ein Rätsel. Wahrscheinlich hat mich die Müdigkeit, die wegen der ganzen

Aufregung in mir hoch gekommen ist, übermannt. Ich weiß nicht wie lange ich geschlafen habe, geschweige denn wie spät es eigentlich ist. Meine Schwester hämmert nun gegen meine Tür, als stünde mein Leben auf dem Spiel. Ich mag sie dafür. Mein Handy klingelt immer noch. Dennoch möchte ich meine Ruhe haben. Auch vor ihr. Ich möchte alleine sein und niemanden sehen. Deshalb bitte ich sie: „Lass mich in Ruhe.“ „Denkst du wohl. Ich lasse doch meine Schwester nicht einfach hängen, wenn sie mich braucht. Also mach jetzt auf und lass mich endlich rein!“, fordert Melanie. Ich setze mich auf mein Bett und

versuche runter zu kommen, um zu beweisen, dass ich sie nicht brauche - dass es mir gut geht. Ich klicke den Anruf weg. Sie klopft weiter und sowie ich meine große Schwester kenne, wird sie damit auch nicht so bald aufhören. „Mir geht es gut Melanie!“, konzentriere ich mich auf die paar Worte, um sie glaubwürdig rüber zu bringen. Immer noch schlägt sie gegen die Tür und sagt „Ich höre so lange nicht damit auf, bis du freiwillig raus kommst oder du mich rein lässt.“ Eigentlich dürfte sie gar nicht hier sein. Sie ist extra von München aus der Arbeit mit dem Auto hergefahren. Dies bedeutet mir sehr viel, da es mir zeigt wie viele

Mühen sie auf sich nimmt, um mir beizustehen. Schließlich mache ich doch auf, da sie ja nichts für diese schreckliche Situation kann. Melanie fällt mir entgegen und umarmt mich fest. Lange lässt sie mich nicht los. Mir kommt es vor wie eine Ewigkeit in der ich mich geborgen fühle. Schließlich lässt sie mich doch los und meint: „Jetzt reicht es aber mit dieser Heulerei. Machst mir sonst noch Flecken auf meine Bluse. Komm wir gehen jetzt auf die Wiese da kannst du mir alles sagen und deine Wut aus dir raus tanzen. Ich weiß ja, wie gerne du tanzt.“ Entmutigt lasse ich mich auf mein viel zu großes Bett fallen. Um mich

aufzumuntern kommt meine Schwester zu mir und fängt an mich zum kitzeln. Zu meinem Bedauern bin ich sehr kitzelig. Ich kann mich nicht lange gegen ihre Kitzelattacke wehren, da ich sonst keine Luft mehr bekommen würde. Sie zieht mich zur Treppe und will mich runter schieben. Ich bleibe jedoch stehen. Meine Schwester bemerkt mein Zögern und beschwichtigt mich schnell: „Er ist nicht mehr da. Wie ich gekommen bin war er schon nicht mehr da.“ Ich bin mir sicher, dass Melanie mir die Erleichterung ansieht, als ich das höre. Die Wiese war früher mal ein sehr großes und gepflegtes Grundstück, auf dem mal

ein schöne Villa gestanden sein musste. Genauso wie dieses Haus stellte ich mir als ich klein war die „Villa-Kunterbunt“ von Pippi Langstrumpf vor. Schon seit Jahrzehnten ist es leider nicht mehr bewohnt und wird immer mehr Teil der Natur. Das Haus ist von vielen hohen Bäumen umgeben, die nur wenig Tages Licht rein lassen. Was es nicht gerade leichter macht, nicht daran zu glauben was über den Platz erzählt wird. In diesem Gebäude sollen sich einige mysteriöse Morde abgespielt haben. Alle Menschen, die je eine Nacht in dieser „Spuk-Villa“ verbracht hatten, haben sich alle selbst umgebracht. So wird es jedenfalls erzählt. Anscheinend wurden

nur die Überreste ihrer Leichen gefunden. Immer wieder höre ich die Leute darüber reden, wie sie darüber spekulieren, dass hier ein Geist oder ein anderes Unwesen an den Morden schuld gewesen sein soll. Ich glaube an keine dieser Theorien. Vielleicht liegt es daran, dass ich mir als kleines Kind vorgestellt habe irgendwann in diesem alten Gemäuer zu wohnen. Trotz dieser gruseligen Geschichten ist der Platz meist gut besucht, sei es durch lächerliche Mut proben, der Neugier mancher Abenteurer oder anderen Aktivitäten. Ich jedoch komme aus einen andern Grund gerne hier her. Viele wissen von der Atemberaubenden

Aussicht gar nichts, die sich hinter den Bäumen versteckt. Das erste mal waren wir hier mit meiner Mutter. Seither ist sie unser aller Lieblingsplatz. Seitdem dem letzte Mal als ich da war, ist alles noch mehr verwildert. Meine Schwester folgt mir auf Schritt und Tritt. Manche Stellen des Weges sind so zu gewuchert, dass wir einige Bäume umgehen müssen, bevor wir auf die Wiese stoßen zu der wir hin möchten. Ich liebe es dort hinten zu sein - abgeschieden von der Außenwelt. An diesem besonderen Ort gibt es einen bezaubernden Pavillon. Er erinnert mich immer an die Szene aus „Twilight“, in der Bella und Edward bei ihrem Abschlussball Walzer tanzen. Nur

dieses ist viel größer und die Aussicht auf das Dorf ist einmalig. Wir suchen Unterschlupf unter ihm und schauen in die Ferne. Nach einiger Zeit unterbricht meine Schwester die Stille: „ Du kannst ja mal in den Ferien zu mir kommen“. Schweigend, immer noch in die Ferne blickend, nicke ich. Meine Schwester lässt mich wissen: „Mutter zu liebe solltest du deinem Vater eine zweite Chance geben.“ Bevor ich etwas erwidern kann fährt sie auch schon wieder fort und legt das unangenehme Thema beiseite: „ So jetzt tanzt du bist die Welt für dich still steht.“ Wie gut sie mich doch kennt. Ja, ich

wollte meine Energie, Wut und Enttäuschung raus lassen. Ich krame mein Handy aus meiner Tasche raus und drücke es Melanie in die Hand. Sobald die Musik anfängt, lasse ich mich von ihr davon tragen und kann nicht mehr aufhören zu tanzen. Meine Beine gleiten wie von selbst über den Boden. An nichts anderes als an die Melodie kann ich im Moment denken. So ergeht es mir jedes Mal. Wenn ich erst mal anfange zu tanzen, so kann mich niemand mehr stoppen. Erst als es plötzlich still ist, merke ich, dass es schon Abend geworden ist. Meine Schwester verabschiedet sich und fragt: „ Willst du noch da bleiben oder soll ich

dich schnell nach Hause fahren?“ „ Nein ich bleibe noch ein bisschen.“ „ Es Regnet willst du sicher zu Fuß nach Hause gehen?,“ sie antwortet selber mit „ Stimmt ich kenne keinen dem der Regen weniger ausmacht als wie dir. Dass du mir nicht übertreibst. Du tanzt jetzt schon seit zwei Stunden und wie du weißt, fand ich dich mal wieder grandios, meine kleine Schwester.“ Damit kommt sie zu mir und umarmt mich noch einmal fest. „Pass auf dich auf, ja?“, mit diesen Worten geht Melanie. Ich schaue ihr nach. Als auch ihre Blaue Jacke nicht mehr zu sehe ist, fällt mir ein was mein Vater in der Küche noch hinter mir her gerufen hat, als ich in mein

Zimmer lief. Es waren genau die gleichen Worte, die meine Schwester gerade zu mir gesagt hat. „Pass auf dich auf.“ Seine Stimme, will nicht mehr aus meinen Kopf. „Pass auf dich auf … “ Ich setzte mir meine Kopfhörer auf und drehe mir die Musik laut, in der Hoffnung die Stimme übertönen zu können.

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cooki
Ich liebe Geschichten auf jede Art, ob Thriller oder Fantasy. Jedes Buch hat etwas Besonderes.

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sugarlady Spannende Reihe.
Wenn ich mehr Zeit habe, lese ich es mir in Ruhe durch.
Liebe Grüße!
Vor langer Zeit - Antworten
cooki Liebe sugarlady,
Es freud mich, dass dir meine Geschichte gefällt. Hoffe es ist nicht alzu streßig bei dir.
Liebe Grüße
Eva
Vor langer Zeit - Antworten
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