Jugendbücher
Die Finsternis - Darkness is Coming

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"Was tun, wenn die Sonne sich verdunkelt?"
Veröffentlicht am 24. September 2015, 28 Seiten
Kategorie Jugendbücher
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Über den Autor:

Ich bin Luca, bin 15 Jahre und kein Psychokiller:D Wenn ihr euch fragt warum ich so heiße, dann ist hier die Antwort, ich mag das Lied Psychokiller von den Talking Heads eben sehr! Ich schreibe seit meinem 8 Lebensjahr. Ich spiele Klarinette, Klavier und Gitarre. Viel Spaß beim Lesen meiner Geschichten! Neben deim Schreiben bin ich auch mit ein paar Freunden auf Youtube Aktiv. Wir heißen "Lords of the Parodies". Würde mich freuen wenn ihr ...
Was tun, wenn die Sonne sich verdunkelt?

Die Finsternis - Darkness is Coming

Mac

Wie jedes Jahr in den Sommerferien hatte Sam nicht viel vor. Er verbrachte die meiste Zeit mit Mac, seinem besten Freund, im Freibad, Park oder vor der Glotze. Das war ihm schon Urlaub genug. Während der Schulzeit hatten sie kaum Zeit für Freizeitaktivitäten und dergleichen. Aber an die Schule wollte er jetzt nicht denken. Erstrecht nicht, an das bevorstehende Abitur und die ganzen Abilektüren die sie noch lesen mussten. Er schweifte in Gedanken schon wieder ab. Er zwang sich, sich wieder auf das

Spiel zu konzentrieren. Auch wenn das eigentlich gar nicht nötig war – er war seinem Gegenüber haushoch überlegen. Trotzdem wollte er sich keine Fehler erlauben „Sam?“, Sein Freund winkte vor seinen Augen umher. „Sam du bist dran!“, Mac wies auf das Spielbrett. Sam nickte und ließ den Blick über das Schachfeld schweifen. Das sah gar nicht gut aus – heute könnte Mac ihn schlagen, wenn er sich jetzt nicht am Riemen rieß. Er überlegte kurz, und rückte dann seinen Turm vor. Erst nachdem er es getan hatte, fiel ihm der gravierende Fehler auf, denn er hatte nicht lange

genug überlegt. Der kleinste Fehler, konnte das Spiel schon entscheiden. Mac setzte ihn Schach und Sam war gezwungen, sich in die Ecke drängen zu lassen. Wenige Züge später war das Spiel entschieden. „Was ist los mit dir?“, fragte Mac mit ironisch besorgtem Ton. „Ach weiß auch nicht. Ich muss ernsthaft Krank sein, wenn ich schon gegen dich verliere!“, Sam grinste breit. „Willst du eine Revanche?“, fragte Mac auffordernd. „Oh, lieber nicht. Ich will schließlich nicht deinen guten Tag zerstören!“, meinte Sam.

Gemeinsam räumten sie das Schachfeld zusammen und schlenderten zu Mac. Auf dem Weg zu Mac redeten sie über das Abitur, und wie sie das alles durchstehen sollten. „All die anderen haben es doch auch geschafft. Da bin ich sicher, wir schaffen das auch!“, sagte Mac. Sam musste lachen. So lustig war das aber eigentlich gar nicht. Aber er lachte meistens über Macs Witze, nicht weil sie lustig waren, sondern einfach wegen der Art in der sie Mac rüberbrachte. „Ja wenn die das geschafft haben, dann schaffen wir das

auch. Vielleicht.“, erwiederte Sam ernst. Sam machte es sich auf der riesigen Couch in Macs Wohnzimmer gemütlich. Mac legte die zweite Staffel „Sherlock“ ein, ohne reichte Sam ein Bier, das er aus dem Kühlschrank geholt hatte. Endlich ging es weiter. Die erste Staffel hatte mit einem furchtbaren Cliffhanger geendet und so konnten sie beide es kaum erwarten, bis es endlich weiterging. Sie schauten die Folge und tranken währenddessen jeweils zwei Bier. Dann schauten sie nochmal ein Folge und tranken wiederum zwei Bier. Eigentlich wollten sie noch eine dritte Folge

schauen, doch waren sie viel zu angetrunken und müde um den komplizierten Dialogen und Handlungen noch folgen zu können. Sicher hätten sie noch eine Folge „The Big Bang Theory“ oder „How I met your mother“ schauen können, doch sie entscheiden sich dafür schlafen zu gehen. Beide schliefen sie dabei ein, die ersten Seiten von Goethes „Faust“ zu lesen.

Ronnie

Etwas kitzelte Sam an der Stirn. Schon glaubte er eine reisen Spinne oder ein Saurier greife ihn an, als er jedoch die Augen öffnete sah er, dass er es nicht mit Monstern zu tun hatte, sondern mit Macs kleiner Schwester Ronnie. „Mac! Mac!“, rief sie und rannte umher. „Sam! Mac!“, rief sie laut und hüpfte nun im Zimmer auf und ab. „Heute ist es, heute ist SIE!“, rief sie jetzt noch lauter. „Was denn?“, fragte Mac verträumt, zu müde um sich aufzuregen. „Die Sonnenfinsternis! Die Sonnenfinsternis! Mac, ich freue mich

so!“ „Oh Ronnie. Ja die Sonnenfinsternis. Aber wann ist die Ronnie?“ Ronnie überlegte angestrengt. Sie blieb stehen und dachte weiter nach. Dann schien es ihr eingefallen zu sein. Sie reckte den Zeigefinger. „Um fünfzehn.“, stellte sie fest. „Ja Ronnie, richtig, um fünfzehn Uhr. Jetzt ist es aber erst 9 Uhr okay Ronnie? Das heißt es dauert noch sechs Stunden bis zur Finsternis.“ Ronnie mit ihren 5 Jahren schien nicht ganz zu verstehen was ihr Bruder meinte. „Geh jetzt spielen, und danach, wenn du fertig bist, schauen wir uns zusammen

die Finsternis an ja?“ Mac schob Ronnie sanft in Richtung Tür. Sam bewunderte Mac dafür, wie sanft und nett er mit seiner Schwester umging, obwohl es so früh am Morgen war. Gerade wollte er ihm seine Bewunderung aussprechen, doch da war er schon wieder eingeschlafen.


Kapitel 3 Als Sam wieder aufwachte, diesmal ganz ohne Störungen, schaute er auf seine Armbanduhr und stellte zufrieden fest, dass es schon halb eins war. Mac schlief noch fest und er beschloss ihn nicht aufzuwecken. Leise zog er seine Jeans an und verließ den Raum. Er klopfte an die Tür von Ronnies Zimmer und trat ein. Das Zimmer war ganz im Sinne eines fünfjährigen Mädchen eingerichtet. Ronnie besaß viele bunte Spielsachen, die sie in viel zu kleinen Regalen

aufbewahrte. In der Mitte des Zimmers schaukelte Ronnie auf einem rosa Schaukelpferdchen. Sie sprang von ihrem „Pferd“ und schaute Sam an. „Ist es schon fünfzehn?“, fragte sie hoffnungsvoll. „Nein, aber jetzt ist es aber bald schon dreizehn.“, erklärte Sam. Enttäuscht ließ Ronnie sich auf ihren Popo plumpsen. Sam setzte sich neben sie. „Wie heißt dein Pferd hier?“, fragte er Ronnie. „Es hat noch keinen Namen.“, antwortete sie. „Aber es braucht doch einen Namen, wie willst du es sonst rufen, wenn es mal abhaut?“

Ronnie überlegte kurz. „Ich will es Sammy nennen!“ Sam war zwar gerührt, doch gefiel ihm der Name nicht wirklich. Er mochte den Namen einfach nicht so recht. Manchmal fragte er sich, warum seine Eltern ihn nicht gleich „Frodo“ genannt hatten. Eigentlich sprach man seinen Namen Englisch aus, doch die meisten Sprachen den Namen falsch aus, wenn sie ihn noch nicht kannten. „Willst du es nicht lieber Freddy nennen? Oder Ralf? Wie wäre es mit Michael? Robert?“ , er legte sich auf den Teppichboden und war im Begriff schon

wieder Müde zu werden. „Nein es soll Sammy heißen!“, sagte Ronnie mit tiefer Entschlossenheit in der Stimme. Na gut, dachte sich Sam. Dann soll es eben Sammy heißen. Die beiden spielten noch eine Weile Prinz und Prinzessin, während Mac der endlich auch wach war, sich ums Frühstück kümmerte. Zu dritt saßen sie am Tisch und aßen haufenweise Nutellabrote. Sam fragte Mac wo eigentlich seine Eltern abgeblieben waren. „Ach du weißt doch, die Arbeit... Vermutlich in Indien, oder auch in Ägypten, vielleicht auch in der USA? Ich

frag schon gar nicht mehr wo hin sie als nächstes fliegen.“, sagte Mac mürrisch. Macs Eltern waren von Beruf beide Bänker. Sie verdienten zwar weit mehr als andere, doch waren sie ständig unterwegs. „Wenn ich nicht auf den kleinen Spatz hier aufpassen müsste, würde ich mich nicht so aufregen.“ Ronnie mampfte ihr drittes Nutellabrot und fühlte sich gar nicht angesprochen. Nach dem Frühstück half Sam Mac dabei den Frühstückstisch abzudecken. Ronnie packte schon ihre Sachen für die Finsternis zusammen. Es war richtig süß mitanzusehen, wie aufgeregt sie war. Sam war selbst, nicht aufgeregt,

aber durchaus sehr gespannt, denn er hatte noch nie eine Sonnenfinsternis gesehen. Erst recht keine totale Sonnenfinsternis, denn die gab es ja nur sehr selten. Sam und Mac packten ebenfalls noch ein paar Dinge zusammen, während Ronnie schon ungeduldig wartete. „Ronnie, jetzt beruhige dich mal, die Finsternis läuft uns doch nicht davon!“, versuchte Mac die kleine Schwester zu beruhigen. Jetzt schien er endlich ein wenig genervt, so wie Sam es von einem normalen Menschen erwartete. Sie packten noch die restlichen Brötchen, ein großes Stück Käse und

Macs Taschenmesser mit in den Rucksack. Jetzt waren sie bereit. Sie wollten auf einen nahe gelegenen Hügel laufen, um die Sonnenfinsternis besser betrachten zu können.

Die sonnenfinsternis

Wie zu erwarten, war der Hügel bereits voll mit Menschen, die meisten von ihnen hatten schon spezielle Brillen aufgesetzt, durch die man die Sonnenfinsternis beobachten konnte, ohne sich dabei die Augen kaputt zu machen. „Verdammt!“, fluchte Mac. „Was ist denn?“, fragte Ronnie, sichtlich entsetzt darüber ein solches Wort von ihrem Bruder zu hören, der ihr doch immer beizubringen versuchte, solche Wörter nicht in den Mund zu nehmen. „Ich hab vergessen solche blöden Brillen

zu besorgen. Mist!“ Sam grinste und zog aus seinen Taschen drei Brillen, die er am Vortag gerade kurz vor dem Ausverkauf im Supermarkt ergattert hatte. „Das war ja irgendwie absehbar. Da dachte ich, ich sorg lieber mal vor.“, sagte Sam lässig und zwinkerte Ronnie zu. Diese war im Begriff ihm um den Hals zu fallen. Sam hielt sie aber davon ab. „Komm los, zieh die Brille auf! Es müsste gleich losgehen!“, forderte er Ronnie auf. Zu dritt standen sie jetzt umringt von anderen Schaulustigen aus der Stadt nebeneinander und reckten ihre Köpfe gespannt gen Himmel. Dann endlich ging ein Raunen durch die

Menge. Ein kleines Stückchen des Mondes hatte sich jetzt vor die Sonne geschoben. Klein, aber deutlich zu erkennen. Sam war fasziniert. Man sah zwar im Grunde nur eine runde gelbe Scheibe, die langsam von einer dunkleren überdeckt wurde, doch war es nun mal ein gewaltiges Naturschauspiel. Ein paar Minuten später war die Sonne bereits halb vom Mond verdeckt. Bald war die totale Sonnenfinsternis erreicht. „Wahnsinn oder?“ Sam war wirklich begeistert. Das hätte er so gar nicht erwartet. Mac schien es ebenfalls so zu gehen, Ronnie stand nur mit offenem Mund da und glotzte nach oben, ohne auch nur

Notiz von den beiden anderen zu nehmen. „Spürt ihr auch wie es langsam kälter wird? Und dunkler?“, fragte Mac. Natürlich bemerkten auch sie es. Alle bemerkten es. Dann war die totale Sonnenfinsternis erreicht. Es war richtig dunkel geworden. Und sehr kalt. Was noch auffiel, war das man keinen einzigen Vogel mehr zwitschern hörte. Es wurde sehr still um sie herum. „Mac? Weißt du wie lange die totale Finsternis anhält?“, fragte Sam leicht fröstelnd. „Nein weiß ich nicht. Aber eigentlich nicht mehr lange. Gleich müsst es dann

wieder heller werden.“, erwiederte Mac. Sam war erleichtert. Es war Hochsommer und er hatte nur eine kurze Hose und in T-Shirt. Langsam begann es im wirklich kalt zu werden. Um ihn herum schien es anderen genauso zu gehen. Sam hatte nicht das Gefühl, dass es heller wurde. Nein – eher schien die Welt um sie herum noch dunkler zu werden. Sam setzte seine Brille wieder auf und schaute dorthin, wo zuvor die Sonne gewesen war. Er sah gar nichts durch die Brille. Doch als er sie absetzte, sah er auch nicht viel mehr als mit der Brille. Es war noch dunkler geworden.

„Mac?“, fragte er in Nichts hinein. Es kam keine Antwort. Die Menschen wurden langsam unruhig. Man konnte es zwar nicht sehen, doch war es deutlich spürbar. „Sam?“ Sam streckte seine Hand aus und fand Macs Schulter. „Hier stimmt irgendwas nicht Mac. Es ist so verdammt dunkel und scheiße kalt!“, sagte Sam. Er bibberte jetzt ein wenig. „Es müsste gleich wieder hell werden. Warts ab.“, sagte Mac ruhig. „Mac. Es hätte erst gar nicht so dunkel werden dürfen!“, Sam schaute sich um, doch er sah gar nichts mehr. Dafür hörte

er umso mehr. Aufgeregte Stimmen die wild durcheinander Sprachen und ein paar Leute die das kreischen angefangen hatten. „Warte kurz... gleich...“ Aus dem Nichts war ein leises Schniefen zu hören. Mac nahm Ronnie auf den Arm. „Hey, nicht weinen süße, alles ist gut.“, tröstete Mac sie. Sam hatte Macs Arm losgelassen und fühlte sich plötzlich sehr allein und verlassen in der tiefen schwarzen Nacht.

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Psychokiller
Ich bin Luca, bin 15 Jahre und kein Psychokiller:D
Wenn ihr euch fragt warum ich so heiße, dann ist hier die Antwort, ich mag das Lied Psychokiller von den Talking Heads eben sehr!
Ich schreibe seit meinem 8 Lebensjahr. Ich spiele Klarinette, Klavier und Gitarre.
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Neben deim Schreiben bin ich auch mit ein paar Freunden auf Youtube Aktiv. Wir heißen "Lords of the Parodies". Würde mich freuen wenn ihr mal vorbeischaut!
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Chaos_Valentin Interessanter Style zu schreiben, erinnert mich ein wenig an R.L.Stine´s Fears Street. Bin sehr gespannt, wie es weiter geht.
Chaos_Valentin
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Psychokiller Danke :D ja die Fortsetzung kommt heute
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