Kurzgeschichte
In medias res

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" In medias res"
Veröffentlicht am 20. Juli 2015, 4 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
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In medias res

In medias res

In medias res

"Adieu Tristesse", dachte sie und glitt elegant wie ein Fisch in das homogene Menschenmeer, bereit ein Teil von ihm zu werden, sich in der Anonymität der Masse zu ertränken, aufzulösen wie in Säure, sich selbst zu verlieren, selbst vergessen - im Licht, im Lärm einer städtischen Sommernacht. Der alkoholische Inhalt ihres Glases und die vielen neuen Eindrücke überfluten den Kopf, spülen unliebsame Gedankengänge in andere Welten und Zeiten - nur in den stillsten Momenten des lauten Nachtlebens huschen finstere Gedankenfragmente geisterhaft durch die

eigene innere Welt, die sie immer neu gebiert. Ein Tanz, der Höhepunkt dieser Stunden, ein Tanz mit einer unbekannten Hand aber einem vertrautem Lächeln welches man schon seit Myriaden von Jahren zu kennen glaubt. Ein Tanz, mehr wildes Rotieren und halsbrecherisches durch die Luft fliegen - und was noch da war an unliebsamen Gedanken schleuderte sie in diesem wilden Wirbelspiel erleichtert von sich. Eine bunte Nacht verblüht. Zeit sich zu suchen, mit einem gekonnten Sturz in die vom Sternenhimmel behütete Nacht.

Zeit sich zu finden, in der kalten Einsamkeit, steppenwölfisch durch menschenleere Orte und entseelte Parks streunen, faustisches suchen treibt sie an und treibt sie weiter in eine gefährliche Gedankenwelt. Schnee erstickt langsam Licht und Lärm der bunten Stadt - Schnee im Sommer.

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Sulamith

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LogorRhoe Tiefe Gedanken in mitten der Dinge
es hat mir gefallen
lg detlef
Vor langer Zeit - Antworten
Apollinaris Gut geschriebener Text! :-)
Vor langer Zeit - Antworten
Apollinaris Schönes Cover. :-)

Simon
Vor langer Zeit - Antworten
KaraList Wortgewalt und ausgefeilte Formulierungen. Ein Text, der mich beeindruckt hat.
LG
Kara
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merrillius Wunderschön geschrieben.
LG, Merrill
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welpenweste Chapeau!
Günter
Vor langer Zeit - Antworten
adventor89 

... dieser Text sticht heraus mit gewandter Sprache und spannenden Bildern zu einem alten und verführerischen Thema.

Bin gespannt auf Weiteres !

Viele Grüße
Michael
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pepe50 Schnee im Sommer ist noch das Humanste, mir schien es eher, als ob es hagelt. Die wohlüberlegte Wortwahl und Formulierung hat mir gut gefallen. - LG Fred
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rolandreaders Du hast einen sehr guten Schreibstil, der einen fesselt und Bilder entstehen lässt.
Hat mir sehr gut gefallen.
L.G.Roland.
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Darkjuls Durch Deine Beschreibung verstehst Du es, die Menschen zu fesseln, sie mitzunehmen in Deine Welt. Gern gelesen. Lieben Gruß Marina
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